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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s.Literatur
Spezial-Link zur Tabelle: Blasphemie gegen den Heiligen Geist

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Fünftes Kapitel


ERSCHAFFT GOTT-DER-LIEBE
VON VORNHEREIN
ZUR VERURTEILUNG ?

*       *       *
Liebende Allmacht des Schöpfers
und das ‘NEIN’ der Menschen-PERSON


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1. Saat des VERKEHRTEN:
Bazyllus des Widerstands

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Die bisherigen Erwägungen, aufgedrungen zufolge der streng lautenden Aussage des Sohnes Gottes zur Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist, die niemals vergeben werden können, führen unabänderlich zur ursprünglicheren Frage: ob Gott irgendwann eine PERSON (eines Engels, oder Menschen: Mann beziehungsweise Frau) DAZU erschafft, um sie schon von vornherein für die ewige Verdammung zu bestimmen? Es könnte den Anschein geben, solcher Schluss dränge sich von allein auf, wenn jemand voreilig, ohne die Wirklichkeit der Verhaltensweise zu beachten habe auf der Achse: Gott und die PERSON mit ihrem freien Willen, bei beobachteter Geschichte der menschlichen PERSONEN weitgehende Schlüsse ziehen versuchte. Wir beschränken uns zurzeit auf die Welt der Menschen-PERSONEN: Männer und Frauen, also nicht mehr der Engel-PERSONEN.

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Hier eines der großen Bilder-Ansammlung von Jerzy Rajecki: Polen, Region: Podlasie. Wir sehen eine alte holzerne Mühle, die zugleich Windmühle war. Bei Gelegenheit wurde sie von Störchern benutzt, die sich auf diesem nicht mehr benutzten Gebäude ... ein nutzlos; bekömmliches Nest gebaut haben und finden sich hier sehr gut. Hier kehren sie jährlich auf denselben Ort zurück.
Es ist eines der Fotos der Internetseite: https://www.facebook.com/Klimaty-Podlasia-710595632710041.
Die Eigentümer dieser Homepage mögen dem Autor der hiesigen Seite für das liebevolle Nutzen ihrer vielen prächtigen Bilder verzeihen.
– Die Seite selbst wurde dem Autor vom Herrn Kamil R. empfohlen
.

Wir sind uns bewusst, dass selbst ein solcher Gott unterschiebene Gedanke oder eine solche Absicht, als ob Er eine PERSON von der NICHT-Existenz zum Existieren nur dazu berufen sollte, um sie von vornherein für die Hölle zu verurteilen, eine unverzeihliche Blasphemie wäre und Zufügung Gott eines untröstlichen Schmerzes. So was zu ersinnen hiesse offenbar Widersprüchlichkeit in sich selbst.

Soll Gott tatsächlich GOTT sein und ist Er es, kann Er unmöglich nicht Fülle von LIEBE sein. Diese aber kann unmöglich nicht mit Glut der Fülle von LEBEN pulsieren, das ein Lächeln von Freude und Glückseligkeit weckt. So ist der dem Menschen eingeborene Begriff von Gott, der zutiefst in das Bewusstsein des Gewissens eingeprägt ist. Anders kann es auch nicht sein.

Der heidnisch-polytheistische Begriff einer Gottheit als eines Blutdürstenden Herrn und Eigentümer des Weltalls muss von vornherein als widersprüchlich mit der freudevollen und einzigen Wirklichkeit gewertet werden, die in das ursprüngliche authentische Empfinden um Gott jedem Menschen eingeprägt ist, dass nämlich Gott als Gott unmöglich nicht der „EINZIG GUTE” (s. dazu: Mt 19,17) sein kann (s. dazu von unserer Homepage: Blutdürstige Gottheiten bei den Azteken).

Ein gegenteiliger Begriff von Gott kann unmöglich nicht von Diesem herkommen, der der „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37) ist. Er ist ‘Erz-Meister’ beim verkehrten Einreden dem Menschen, dass Gott als der schlimmstmögliche Feind gehalten werden soll. Gott soll entschieden widergesprochen werden. Nur so erkämpft sich jemand die sich gehörigen ‘Menschen-RECHTE’, angefangen von diesen, die den eigenen menschlichen Gefälligkeiten entsprechen, sollten sie auch den Feststellungen Gottes völlig zuwiderlaufen.

Mit anderen Worten, dieser BÖSE, „der Große DRACHE ..., die Alte SCHLANGE, die Teufel heißt und Satan und die ganze Welt verführt (Offb 12,9), strebt mit allen Arten und Weisen danach, den Menschen von Gott der WAHRHEIT der Offenbarung wegzureissen. Er sucht danach, dem Menschen genau dieselbe Haltung einzuprägen, die sie angesichts der „liebevollen Allmacht des Schöpfers” (DeV 33) selbst, diese gefallenen Engel, angenommen haben: dass nämlich eine PERSON ... Gott mit ihrer Verhaltensweise beweisen soll, ‘sie wäre vollkommen vollmündig und schafft alles weitere SELBST – OHNE Gott, beziehungsweise genauer: Gott ZUM TROTZ (vgl. RP 14).

Es ist offensichtlich klar: solche Haltung wird niemals von Gott-als-Gott vorgeschoben, das heißt vom Gott dem Dreieinigen. Dar „Bazyllus des Widerstands” (DeV 38) ist immer Saat der im BÖSEN intelligenten „Alten Schlange”, die die menschlichen Neigungen zu ethischem Übel benutzt, indem sie sie in blendendem Licht einer zeitweiligen Annehmlichkeit und Anreizes von Sachen, die „von der Welt herkommen”, darstellt. Diese aber widersetzen sich den Erwartungen Gottes. Sooft der Mensch diesen BÖSEN hört und sein bisheriges Anvertrauen auf GOTT zurückzieht, um es auf diesen BÖSEN zu übertragen, trägt dieser „BÖSE” einen großen Triumph davon.

Er aber, dieser „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37), „geht wie ein brüllender LÖWE umher und sucht, wen er verschlingen kann” (1 Petr 5,8). Um so seine Rache an Gott der WAHRHEIT der Offenbarung für seine ewige Verdammnis zuzufügen, trotzdem Gott an seiner Verdammung keine geringste ‘Schuld’ trägt. Zu gleicher Zeit rächt sich dieser BÖSE am Menschen, bewogen mit seinem hassvollen Neid wegen seinen Chancen, die Glückseligkeit im HAUS des VATERS erreichen zu können. Nur deswegen unternimmt der Böse alle Mühe, um eine größtmögliche Anzahl der Menschen-PERSONEN, die doch lebendiges „EBENBILD-Ähnlichkeit Gottes” (Gen 1,26) sind, in selben Verdammnis-Zustand zu stoßen, in dem er sich selbst, aus eigener bewussten und freiwilligen Wahl, gefunden hat.

Mit anderen Worten, dieser BÖSE stellt sich auf den Kopf, um den leichtgläubigen menschlichen PERSONEN einzureden, dass sie sich SELBST einrichten können, so dass ihnen ein sog. ‘Gott’ zu nichts nötig sein wird. Er redet seinen Opfern unermüdlich ein, sie sollen unbedingt nicht dazu zulassen, dass Gott ihnen irgendwas ‘diktieren’ dürfte im Bereich dessen, was sie sich selbst als das Gute festsetzen. Sie verstehen – nach seinen Einflüsterungen (= vonseiten dieses BÖSEN), sich selbst Rat holen und mit eigener ‘Autorität’ als vollwertiger und mündiger PERSONEN – das festzusetzen, was sie selbst als ‘Gutes oder Böses’ erachten. Nur dass das alles in Unabhängigkeit von diesem ... ‘NICHT-guten Gott mit seinen-Geboten’ geschieht, oder noch besser: ‘zum TROTZ’  dieses Gottes, der ihnen immer andere Sachen verwehrt, trotzdem sie sich ihnen in dieser Hinsicht aufgrund der ... ‘eingeborenen ANRECHTE des Menschen’ gehören.

Führendes Kriterium für ‘MENSCHLICHE’ Festsetzungen soll das alles und nur das werden, was vom „Begehren der Welt” herkommt. Dieses stammt selbstverständlich nicht von Gott der WAHRHEIT der Offenbarung. Dennoch sie bringen die Möglichkeit mit, dass man sich unabhängig tut von dem allen, was dem Menschen dieser – wie klar gesehen werden kann – von diesem NICHT-guten Gott vorgelegt wird.

An die „Begehrlichkeiten weltlicher Herkunft”  knüpfte einmal der Hl. Johannes an, der Geliebte Jünger Jesu:

„Wer die Welt liebt,
in dem ist die Liebe des Vaters nicht.
Denn alles, was in der Welt ist,
die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen
und das Prahlen mit dem Besitz
,
ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
Die Welt vergeht und ihre Begierde;
wer den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit” (1 Joh 2,15ff.).

Die hier vorkommende Bezeichnung, die des Öfteren sowohl vom Hl. Johannes dem Apostel gebraucht wird, wie auch von anderen Aposteln in ihren Briefen:die Welt’  – bedeutet alle Mächte, die sich dem Erlösungswerk und folgerichtig den Geboten Gottes widersetzen (s. dazu z.B.: Joh 8,23; 15,18n; 17,9; 1 Kor 2,12; 3,19; Jk 4,4; 2 Petr 1,4).

Man könnte sich hier mit Nutzen auf eine Erwägung der Katechesen vom Hl. Johannes Paul II. aus den ersten Jahren seines Pontifikats zur Theologie des Leibes berufen. Der Papst erklärt, dass Schlüssel zum eigentlichen Verständnis dieses Ausdrucks immerwährend das ursprüngliche Ereignis im Paradies bleibt. Der biblische Autor hebt charakteristisch zuerst den Zustand des inneren Friedens im Herzen des ersten menschlichen Ehepaars vor ihrem Sündenfall, wonach er den Gewissenszustand und die Haltungen nach dem Sündenfall schildert:

„Beide, der Mensch und seine Frau,
waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander” (Gen 2,25).

Der Erwartung Gottes zuwider und deutlich GEGEN den Willen Gottes haben diese ERSTEN Zweien die ... Sünde begangen: sie rissen die Frucht dieses Baumes ab. Daselbst haben sie zu dieser Stunde der Einflüsterung der „Alten Schlange anvertraut... ”. Er hat sie betört. Wie leicht ließen sie sich vonseiten des „VATERS der Lüge” irreführen! Diesem Bösen ist es gelungen, sie zu überzeugen:

„Gott weiß vielmehr: sobald ihr davon esst,
gehen euch die Augen auf.
Ihr werdet wie Gott
und erkennt Gut und Böse” (Gen 3,5).

Diese Zweien haben nach der Frucht gegriffen – entschieden Gott zum Trotz. Im selben Moment ist dieser BÖSE, der bisher als herrlicher, gütigster Väterlein vorkam, völlig verschwunden und verduftet: er ließ sie ... ihnen selbst.
– Diese beiden haben in ihrer Sünde diesen einen Ertrag gewonnen:

„Da gingen beiden die Augen auf
und sie erkannten, dass sie nackt waren !
Sie hefteten Feigenblätter zusammen
und machten sich einen Schurz ...” (Gen 3,7).

Der Heilige Papst Johannes Paul II. hat diesen Faden aufgegriffen und sprach in seiner Katechese:

„Es ist der erste Satz in jahwistischer Darstellung, die die Situation des Menschen nach der Sünde schildert, die auf den neuen Zustand der menschlichen Natur hinweist.
– Es fragt sich, ob sie zugleich nicht auf den Anfang der Begehrlichkeit im Herzen des Menschen führt ? ...
– Das Genesis-Buch beruft sich auf diese Erfahrung, um auf die Grenze hinzuweisen zwischen dem Zustand der ursprünglichen Unschuld ... und dem Zustand der Sündhaftigkeit des Menschen ‘am Anfang’ selbst.
– Inwiefern in Gen 2,25 hervorgehoben wird, dass ‘beide waren nackt ... aber sie schämten sich nicht voreinander’, so wird in Gen 3,6 deutlich von der Geburt des Schamgefühls, infolge der Sünde, gesprochen.
– Jenes empfundene Schamgefühl ist gleichsam die erste Quelle, wo sich im Menschen – bei beiden: dem Mann und der Frau – das offenbart, was ‘nicht vom Vater herkommt, sondern von der Welt’ ...” (L‘Osservatore Romano, 4[3] 1980).

2. Gott bei
Erschaffung des Menschen
als sein
„EBENBILD-Ähnlichkeit”

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Auf unserer Internet-Seite erscheint mehrere Male die Erörterung des Genesis-Buches, wo im Rahmen der Retro-Vision des Erschaffungswerks Gottes gesprochen wird, und darin seiner Krönung: des Menschen. Nur dass Gott den Menschen in charakteristischer Unterschiedlichkeit erschaffen hat: als Mann und Frau – mit beibehaltener unbedingter Gleichheit dieser beiden und ihrer Berufung-Einladung letztlich in das „HAUS des VATERS” (Joh 14,2).

Ungeachtet, dass die Darstellung der Menschen-Erschaffung bündig ausgefallen ist, theologisch sehr präzise und eindeutig formuliert, wäre es schwer nicht die fein sich enthüllende, und selbst eigentümlich hervorgehobene Gottes Freude-in-Erschaffung zu erblicken – sowohl was das ganze Weltall und seine einzelnen Werke der immer weiteren Ausfüllung der erschaffenen Räume angeht, wie umso mehr bei der Erschaffung des Königs der Geschöpfe: des Menschen, des lebendigen EBENBILDES-Ähnlichkeit des Schöpfers selbst.

Der Heilige Vater Johannes Paul II. hebt in seinen Mittwochs-Erwägungen der ersten Jahre seines Pontifikats das charakteristische Merkmal der LIEBE Gottes und Gottes Freude hervor, die das vollbrachte Erschaffungswerk begleiteten:

„Offen gesagt finden wir dieses Wort (Liebe: Gott ist ‘Liebe’ : s. 1 Joh 4,8.16)
im Schöpfungsbericht selbst nicht,
dennoch wiederholt dieser Bericht mehrmals:
Gott sah, dass alles, was Er gemacht hatte,
gut war, ... dass es sehr gut war’

[Gen 1,4.10.12.18.21.25.31].
Mit diesem Wort wird der
WEG zur LIEBE als dem Göttlichen BEWEGGRUND
des Schöpfungswerkes
enthüllt,
als seine Quelle, die in Gott selbst schlägt,
denn nur die LIEBE schafft Anfang für das GUTE
und erfreut sich des GUTEN (vgl. 1 Kor 13) ...”
(ML 117f.).

Somit stellen wir selbst fest, es wäre unmöglich, dass Gott die Menschen-PERSON zum bösen Ziel erschaffen könnte: als Fraß, der von vornherein zur Verdammung bestimmt sein sollte! Solcher ‘Beweggrund’ beim Erschaffungswerk Gottes (NB.: bei Gott kann ‘Beweggrund’ seiner irgendwelchen Betätigung nichts irgendwie ÄUSSERES werden, von Ihm Unabhängiges. Er selbst als Person-die-LIEBE ist der einzige Beweggrund seines Wirkens) müsste als Unterstellung Gott gegenüber des Widerspruchs zu sich selbst anerkannt werden.

Im Buch der Weisheit werden u.a. folgende Worte gefunden, die einen solchen Beweggrund bei Gott von vornherein ausschließen:

„Denn Du liebst alles, was ist,
und verabscheust nichts von dem, was Du gemacht hast.
Denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen ...” (Weish 11,24).

Es gehört sich einzig einmal mehr die fördernden Worte der Pastoral-Konstitution des Vatikanum II. anzuführen:

„... der Mensch, der auf Erden das einzige Geschöpf ist,
das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat (= um des Menschen willen)
kann sich selber nicht anders voll wieder finden,
als nur aufgrund der selbstlosen Hingabe seiner Selbst ...” (GS 24; BF 9; usw.).

Der Sinn dieser Worte wurde auf unserer Homepage mehrmals erklärt. Gott erschafft die PERSON ... NICHT als z.B. seinen Diener-Sklaven, noch wegen eines irgendwelchen anderen Dienstes für sich als Gott. Im Gegenteil, SINN bei der Erschaffung des MENSCHEN besteht auf dem Erschaffen an sich, das heißt auf Herausrufung vom NICHT-Existieren zur Existenz. Das ganze übrige Geschöpf, das heißt der ganze unumfassbare Kosmos samt der Macht seiner Naturelemente, wird von Gott nur sekundär erschaffen, das heißt NICHT als ‘um seiner Selbst willen’, sondern nur instrumental.

Das EINZIGE eigentliche Ziel der Unermesslichkeit beim Erschaffungswerk bleibt fortwährend die PERSON – in diesem Fall des MENSCHEN: Mann und Frau. Weil nur die PERSON ihrer Natur nach mit der ungemein hohen Gabe ausgestattet werden wird, die zugleich Zeugnis seiner unerhörten WÜRDE sein wird, zugleich aber ein äußerstes Risiko mit sich bringen wird: und zwar die Gabe des Selbst-Bewusstseins, der Selbst-Bestimmung und die Fähigkeit, die zurechnungsfähige Verantwortung zu unternehmen.

Demzufolge bleibt der-Mensch-die-PERSON, auch wenn er physisch betrachtet weniger als ein ‘Stäubchen’ in Zusammenstellung mit dem Weltall ist, seiner Natur nach König über das ganze Weltall. Denn nur er, als mit Verstand, freiem Willen und zurechnungsfähiger Verantwortung ausgestattet, ist daselbst befähigt, die Tatsache selbst der empfangenen Gabe des Existierens auf bewusste und freiwillige anzunehmen, und folgerichtig seinem Schöpfer die Antwort und für alles erfahrene Gute den Dank zu sagen.

Der Heilige Vater Johannes Paul II. wird es in seiner Katechese mit folgender längerer Erwägung zum Ausdruck bringen:

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Besuch beim Friseur, dem nahen Bekannten dieser Familie. Es ist gelungen, die kleine Aniela zur Hinopferung (= Brandopfer?) eines seriösen Stücks ihres bisherigen LEBENS zu überreden! Wer kann das unerhörte Maß dieses Opfers bewerten? Und weiter: Wie soll es sein, Mutter: ob tatsächlich alle Haare, jahrelang so liebevoll gepflogen, hingeopfert werden sollen – sie reichten doch schon beinahe bis zur Erde, wogegen ich von nun an mit nur ‘kurz’ geschnittenen Haaren gehen werde?
„Mutti, und soll ich deswegen ... weinen, oder mich freuen???” ?

„Die ganze ... abgerissene Wirklichkeit der Gabe und Beschenkung als konstitutiven Inhalts des Geheimnisses der Schöpfung bestätigt die in diesem Geheimnis enthaltene Strahlung der Liebe.
– Nur die Liebe erschafft GUTES und nur sie lässt sich letztlich über alle seine Ausmaße und Profile in der Erschaffung, besonders aber im Menschen, erblicken ...
– Die ursprüngliche Glückseligkeit, jener beglückende ‘Anfang’ des Menschen ..., all das bedeutet Einwurzelung in Liebe.
– Die ersten Verse der Bibel sprechen darüber außer jedem Zweifel. Sie sprechen nicht nur von der Erschaffung der Welt und des Menschen in der Welt, sondern sagen von der Gnade, das heißt von der Mitteilung der Heiligkeit, von der Strahlung des Geistes, die den besonderen Zustand der ‘Vergeistlichung’ jenes – doch ursprünglichen – Menschen bewirkt hat. In der Sprache der Bibel, in der Sprache der Offenbarung bedeutet ‘ursprünglich’ gerade das Göttliche’: ’Adam, der Gottes war’ (vgl. Lk 3,38) ...
– Die Glückseligkeit heißt Einwurzelung in Liebe. Die ursprüngliche Glückseligkeit spricht vom ‘Anfang’ des Menschen, der aus LIEBE aufgetaucht ist und die Liebe initiiert hat. Es geschah aber in einer unumwendbaren Art und Weise, trotz der späteren Sünde und dem Tod” (ML 132f.).

Der Heilige Vater betont mit diesen Worten den engen Zusammenhang zwischen Gott-der-LIEBE – und der Beschenkung dank allein der Tatsache des Existierens-Beginns. Zu gleicher Zeit wird die Tatsache der Beschenkung mit Existieren zur beglückenden Quelle für den Beschenkten selbst. Die tiefere Quelle jenes beglückenden Erlebens des eigenen Existierens ist Gabe der GNADE des Heiligen Geistes, der zugleich die Heiligkeit strahlt. Es wird der Kreis der Gaben geschlossen. Johannes Paul II. besagt mit diesen Worten, dass die „Glückseligkeit über die Einwurzelung in Liebe entscheidet”.

3. Gott angesichts des ‘NEIN’
seines EBENBILDES-Ähnlichkeit

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Bei hiesigen Erwägungen fragen wir immer wieder, ob Gott irgendeine PERSON dazu erschafft, um sie von vornherein zur ewigen Verdammung zu bestimmen. Wir sind uns offenbar bewusst, dass irgendwelche Anrechnung an Gott eines solchen Beweggrundes, sooft Er an die Herausrufung einer PERSON von NICHT-Existenz zum Existieren antritt, eine unzulässige Blasphemie bedeutete. Es wäre Widerspruch in sich selbst, schließt doch ein rein ‘menschlich-vernunftmäßiger’ Begriff Gottes jedes Zuschreiben Ihm gegenüber den Willen des Zufügens irgendeines Übels völlig aus.

Allerdings wir sind uns auch bewusst, dass die Geschichte der Menschen-PERSONEN – eine große, nicht endende Kette von Sünden, und selbst Verbrechen bedeutet. Sie gleicht demnach einer nicht endenden Ignorierung, oder eher einem offenen Aufstand, der deutlich gegen die Festsetzungen Gottes herausgelöst wird, wie sie in den Zehn Geboten Gottes kondensiert sind. Gott prägt sie auf unauswischbaren Eintrag in das Gewissen jeder PERON ein. Dies geschieht zur Stunde ihrer Berufung zur Existenz.
– In dieser Situation wagen wir trotz allem wiederholt die obige Frage aufzustellen.

Wir fragen nämlich, wie ‘reagiert’ Gott angesichts des dauernd erscheinenden Aufstands seines lebendigen EBENBILDS-Ähnlichkeit, wenn dieses so überaus leicht der Überredung betreffs des Verdachts vonseiten des BÖSEN erliegt, als ob Gott keine LIEBE wäre. Im Gegenteil, dieser BÖSE flüstert den Menschen-PERSONEN ein, Gott wäre ihr schlimmster FEIND, der dem Menschen nur im Wege steht, sodass der Mensch deswegen nicht ‘Er SELBST: PERSON’ werden kann (s. dazu z.B.: DeV 38.56). Daher soll es Pflicht des Menschen, der PERSON sein, dass er sich Gott entschieden widersetzt und seine vermeintlich mit empfindsamster Liebe dargestellten Lösungen, wie sie in den Geboten Gottes zusammengestellt werden, entschlossen zurückweist. Selbst falls es jemand anderer beweist, Gott wäre „der EINZIGE GUTE”, der es am besten weiß, was zum Erlangen des ewigen Lebens dienen wird oder nicht.

Im Anschluss an solche Versuchungen erinnert der Heilige Vater Johannes Paul II. in seiner Erwägung die merkwürdige Begegnung Jesu mit dem reichen Jungen Mann:

„Bevor Jesus auf die Frage antwortet, möchte er, dass der junge Mann sich selbst klar wird, warum er diese Frage gestellt hat ...
– Die Antwort auf die Frage: ‘Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?‘", kann nur dadurch gefunden werden, dass sich Verstand und Herz Diesem zuwenden, der ‘allein der Gute’ ist (Mk 10,18; vgl. Lk 18,19). ...
– Jesus zeigt, dass die Frage des jungen Mannes ihrem Wesen nach eine religiöse Frage ist und dass das Gute, das den Menschen anzieht und ihn zugleich verpflichtet ... geradeaus Gott selber ist: Dieser, der allein würdig ist, ‘mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen Gedanken’ geliebt zu werden (Mt 22,37); ...
– Jesus führt die Frage nach dem sittlich guten Tun zurück auf ihre religiösen Wurzeln, auf die Anerkennung Gottes, des einzig Guten, Fülle des Lebens, finalen Ziels des menschlichen Handelns, vollkommene Glückseligkeit” (VSp 9).

Zu gleicher Zeit sagt der Heilige Vater dazu – ungeachtet allen Trenden, die eine Widerstellung Gott gegenüber fördern, was die Festsetzung von Gut-Übel betrifft, was aber Gott schon im Paradies sich allein vorbehalten hat, indem Gott ein ‘STOPP’ angesichts des „Baumes von Erkenntnis dessen gesetzt hat, was das GUTE beziehungsweise das Übel” ist und sein soll (Gen 2,17; und: VSp 35):

„Der Mensch ist offenbar von dem Augenblick an frei, in dem er die Gebote Gottes begreifen und annehmen kann. Er freut sich einer ungemein weitgehenden Freiheit, denn er darf ‘von allen Bäumen des Gartens’ essen.
– Es ist aber keine unbegrenzte Freiheit: Sie muss vor dem ‘Baum der Erkenntnis von GUT und BÖSE’ haltmachen, sie wurde nämlich dazu berufen, das moralische Gesetz anzunehmen, das Gott dem Menschen gibt.
– In Wirklichkeit verwirklicht sich die menschliche Freiheit wahrhaft und in Fülle geradeaus in dieser Annahme des moralischen Gesetzes.
– Denn ‘der Eine, der Gute’ – weiß vortrefflich, was für den Menschen das Gute ist und daher befiehlt er ihm dieses Gute aus Liebe zu ihm in Geboten.
– Das Gesetz Gottes mindert also die Freiheit des Menschen nicht und noch weniger schaltet es sie aus, im Gegenteil, es garantiert und fördert sie” (VSp 35).

So fragen wir also eindeutig: WIE sind die Betätigungen Gottes, die Er angesichts der PERSONEN-Menschen unternimmt, die vielleicht ganz ostentativ die Gebote Gottes zurückweisen und nicht nur so handeln, als ob Gott überhaupt nicht da wäre, also „OHNE Gott”, sondern geradeaus deutlich „Gott ZUM TROTZ” (RP 14), das heißt indem sie sich den ihnen gut gekannten Geboten Gottes eindeutig widersetzen.

Zu diesem Zweck sollte man immer andere Fragmente des Alten und Neuen Testaments blättern, um gleichsam den Still Gottes Verhaltungsweisen angesichts der Sünde sei es einzelner PERSONEN, sei es ganzer Stämme und Völker abzugucken. Das erlaubte sich überzeugen zu können, ob die Antwort Gottes, der in der Menschen-Sünde lebendigste mit verächtlicher Handlungsweise beleidigt wird, sich als z.B. sofortige Bestrafung des Schuldigen zeigt, samt seiner Verdammung in das „ewige Feuer” (Offb 20,14n), oder auch Gott nimmt vielleicht eine andere Haltung an? Es geht um das Abgucken des Gottes Stils der Verhaltensweise in der Lage, die sich unabhängig von der unvorstellbaren Beleidigung Gottes abspielt und die zugleich für den Menschen den Verlust des ewigen Lebens bedeutet.

Wir sind uns bewusst, dass wir uns einzig auf eine geringe Übersicht der betreffenden Darstellungen der Geschichte der Erlösung und des Heils im Gottes-Geschriebenem-Wort der beiden Testamente beschränken müssen.

4. Sünde im Paradies
und der in seiner Liebe
zurückgewiesene Gott

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Wir lesen von neuem die prophetische Retro-Vision des biblischen Autors über das Zustandekommen der ersten PERSONEN: Mann und Frau. Gott hat sie mit unerlässlichen Eigenschaften einer PERSON ausgestattet: mit Selbst-Bewusstsein, Selbst-Bestimmung, zurechnungsfähiger Verantwortung. Außerdem hat Er diese Zweien Ersten mit dem ihre natürlichen Befähigungen überragenden Leben in heiligmachender Gnade beschenkt. In der Stimme des Gewissens sprach Er mit ihnen und gab ihnen alles zu erkennen, was zum Gut ihrer Berufung zum ewigen Leben dienen wird.

Gott konnte ihren freien Willen unmöglich der Prüfung seiner Echtheit nicht unterziehen. Diese beiden werden die Entscheidung unternehmen müssen für die bewusste und freiwillige Akzeptation, beziehungsweise – Gott bewahre: Zurückweisung des ihnen gezeigten Angebots Gottes: der Aufschließung für den dauernden Bund mit Gott in der Beschaffenheit des „Partners des Absoluten und Subjekts des Bundes” (so hat es der Hl. Johannes Paul II. bezeichnet, s.: (ML 76f.).

Wir kennen schon das Finale dieser Prüfung, die diese Zweien, leider, ... nicht bestanden haben. Sie haben ihr Gehör dem „Großen Drachen, der Alten Schlange, die Teufel heißt und Satan und die ganze Welt verführt” (Offb 12,9) geschenkt. Gott hat ihnen in der Stimme ihres Gewissen zum Bewusstsein gebracht, das zweifellos klar zu verstehen gab, was das GUTE-BÖSE ist, und was LEBEN-TOD bedeutet:

„Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen.
doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen.
Denn am Tag, da du davon isst, musst du sterben” (Gen 2,16f.).

Der biblische Autor, der eine anschauliche Sprache anwendet, angepasst an die Fassungskraft der Menschen seiner Zeiten, hat in der ihm gewährten jener RETRO-Vision verstanden, dass die „Erkenntnis von Gut-Böse”, das heißt die Macht der autoritativen Bestimmung dessen, was ist und sein soll das Gute oder Böse und anderseits das Leben und der Tod, niemals zum Menschen gehören wird. Sie bleibt strikt Gottes Eigentums-Bereich. Er ist aber der „EINZIGE, der GUT ist” (Mt 19,17; VSp 35). Daselbst ist Er unfähig, sich zum Übel des Menschen irgendwie zu betätigen. Der Mensch ist doch dieses „einzige Geschöpf auf der Erde, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat” (GS 24; BF 9; usw.).

Es ist verwundernd, wie leicht sich die erste Frau von „der Falschheit der Schlange” (2 Kor 11,3) verführen ließ. Dennoch ihr Auftritt wurde zur genauen Ansage dessen, wie jeder von uns ist und sein wird. Diese Beiden Ersten haben so sehr leicht ihr bisheriges Anvertrauen auf GOTT zurückgezogen, und es auf den urewigen Versucher übergetragen (s. DeV 37). Er ist aber der urewige „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37).

Es ist ihm gelungen ihnen einzureden, dass falls Gott ‘den Mut gefasst hat’, ihnen irgendwelche Gebote-Verbote zu geben, heißt es, Gott LIEBT niemals und ist keinesfalls irgendwelche ‘LIEBE’. Er ist offenbar FEIND, dem es gilt sich offen zu widersetzen, um die sich gehörigen ‘Anrechte des Menschen’ zu gewinnen. Wenn der Mensch angesichts Gottes als ein starker JEMAND erscheint, wird er damit ‘ER-SELBST’ und nötigt Gott, dass Er sich mit ihm abrechnen muss.

Wie schnell haben sich diese Zweien ‘auf eigenem Fell’ überzeugt, dass dieser ‘BÖSE’ zwar Meister in Versuchungen ist, doch es fällt nicht Er : dieser Versuchende, sondern der arglose Mensch. Anstatt Gott, hat der Mensch NICHT einem gewöhnlichen Lügner, sondern diesem ... diplomierten „VATER der Lüge” (Joh 8,44) sein Vertrauen geschenkt. Dieser aber war niemals Freund des Menschen, noch umso mehr ... Gottes. Daher warnt der Hl. Petrus mit kräftigen Worten:

„Seid nüchtern, seid wachsam!
Euer Widersacher, der TEUFEL – geht wie ein brüllender LÖWE umher
und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens !
(1 Petr 5,8; das heißt; kräftig im Vertrauen auf Gott).

a. Unerwartete Reaktion Gottes
angesichts des ‘NEIN’
der PERSON

Es taucht die Frage auf: Wie der Dreieinige auf das Tat gewordene Drama, das von nun an die Erbschaft der Erbsünde nach sich gezogen hat (ausgenommen wurde einzig Maria, die Unbefleckt empfangene) – reagieren wird? Menschlich gesehen, sollte Gott, von diesen Zweien so tiefgreifend beleidigt, gemäß der rohen Gerechtigkeit folgender gehandelt haben:

Ihr wollt Mich nicht hören, ihr wünscht das Glück für immer in Vereinigung mit dem euch Liebenden Schöpfer im HAUS des VATERS nicht – in diesem Ort, den ich euch schon vor der Gründung der Welt vorbereitet habe. Ihr weist diese Chance zurück ...! Also möge es euch geschehen, wie ihr es für euch wünscht:
– Geht weg in die Verdammnis für Ewigkeit zu Ewigkeit. Es bedeutet den völligen Gegensatz zum Glück im HAUS des VATERS. Ihr werdet DAS alles haben, was ihr gewollt habt: ALLEIN zu sein
.
Es geschieht euch alles ganz recht ! Ihr habt nicht gewollt Anteil zu nehmen an derFreiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes” (Röm 8,21), so erfährt ihr zum ‘Gegen-Lohn’ ... die ‘Sklavenschaft der Sünde’ (Joh 8,34) in Klauen des ‘brüllenden, euch verschlingenden LÖWEN’ (1 Petr 5,8): im ... ‘See des FEUERS’ (Offb 20,14f. von Ewigkeit zu Ewigkeit ...”

Indessen die Tatsächlichkeit der ‘Reaktion’ Gottes angesichts der unvorstellbar in der Sünde der UR-Eltern erfahrenen Beleidigung, wo Gott von diesen Zweien (infolge der perfiden Versuchung Satans) als größter Feind des Menschen angesehen und als Unwürdigen überhaupt irgendwelchen Vertrauens – im Gegenteil zum höchstmöglichen Anvertrauen auf den ‘VATER der Lüge’, der sich bald als „Wolf im Pelzfell eines Lammes” (Mt 7,15f.) zeigt und „verschlingender LÖWE” (vgl.. 1 Petr 5,8) ist – hat sich zur entsetzten Verwunderung dieser Zweien unverhofft total anders erwiesen.

Und zwar Gott ist als der ERSTE dem Menschen in Sünde entgegengekommen. So bezeichnet einmal der Hl. Johannes den Stil der Verhaltensweise Gottes angesichts der sündhaften Menschheit:

„Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns,
dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat,
damit wir durch ihn leben.
Darin besteht die Liebe:
Nicht dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass Er uns geliebt

und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat” (1 Joh 4,9f.).

Gott sucht aktiv, ohne auf die Mühe zu achten, nach dem verlorenen ‘Schaf’ (s. Lk 15,3-7). Das Drama der unvorstellbaren Beleidigung, wie sie Gott mit der UR-Sünde im Paradies zugefügt wurde, löst in Gott die zentri-FUGALE Dynamik einer authentischen Liebe aus. Und zwar die Schöpfer-LIEBE Gottes gestaltet sich sofort in ERLÖSUNGS-Liebe und BARMHERZIGKEIT um. Genau so, wie es unter Gottes Anhauch die Hl. Schw. Faustyna Kowalska ausgedrückt hat:

„Die Liebe Gottes ist BLUME,
und die Barmherzigkeit – die FRUCHT” (TgF 949).

Es ist wahr: Gott hat sich demütig angesichts der Größe und Würde der Entscheidung des freien Willens dieser Zweien zurückgezogen, voller unvorstellbaren Schmerzes in seiner Schöpfer-Liebe. Er hat diese Ersten Zweien nicht dazu gezwungen, dass sie sich bei ihren Handlungen – seiner Anordnung unterwerfen. Würde er den zuvor ihnen geschenkten freien Willen wegnehmen, wäre diese Handlungsweise widersprüchlich in ihr selbst. Hat Gott die Menschen-PERSON mit freiem Willen ausgestattet, muss es tatsächlich voll FREIER Wille sein: nicht allein theoretisch genommen..

Zwar hat Gott in der Stimme des Gewissens dieser Zweien gewarnt und hat sie gebetet, dass sie der Versuchung den verkehrt ihnen eingeredeten Verlogenheiten und Trugbildern Dessen nicht erliegen, was der biblische Autor augenscheinlich dargestellt hat:

„Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen
(Angenehmheit der Sinne),
dass der Baum eine Augenweide war
(Befriedigung des Vorstellungvermögens im Sinn: Begehrlichkeit des Geistes).
und begehrenswert war, um klug zu werden”
(Obergewalt über das Gut-Böse, Leben-Tod). (Gen 3,6).

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Dieses Mal gibt es schon keinen Scherz, der Spaß ist zu Ende gekommen. Du Liebliches Anielchen: deine Haare fallen ‘zu Tode’: als deine überaus ehrenwerte RELIQUIEN für die künftige Seligsprechung und vielleich selbst Heiligsprechung: RITSCH-RATSCH – und sie hängen nicht mehr herab. Beobachtest du alles in diesem Spiegel vor dir ???

Wir sind Zeugen der Geduld Gottes. Gott hat diese Zweien mit sofortigem Tod nicht bestraft, auch wenn es sich ihnen sofort gehört hat. Noch hat er diese Zweien unabruflich im selben Augenblick in die ewige Verdammnis gestürzt. Trotzdem es gemäß ihres Wunsches geschehen würde: sie möchten ganz allein, FÜR-SICH-SELBST da sein, OHNE Gott und Gott zum Trotz (RP 14) ...

Freilich ist Gott sofort auf dem Schlachtfeld der begangenen Todsünde erschienen – als „Richter der Lebenden und Verstorbenen” (s. u.a. Apg 10,42). Es musste das Gericht erfolgen. Dennoch Gott hat diese Zweien keinesfalls ... verflucht, noch sie verurteilt. Beinahe so, wie es der Hl. Johannes der Apostel bei dem Ereignis dargestellt hat, als die Frau vor Jesus hingeschleppt wurde, die gerade am Ehebruch ertappt wurde (s. Joh 8,1-11). Jesus beendete dieses Ereignis damals nur mit dem Wort:

„Auch Ich verurteile dich nicht.
Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!” (Joh 8,11).

Verurteilt wurde bei dem durchgeführten Verhört allein die „Alte SCHLANGE, die Teufel heißt und Satan und die ganze Welt verführt” (Offb 12,9; Gen 3,14f.). Er ist es doch, der diese Zweien zur unvorstellbaren Zertrümmerung gebracht hat. Sie galten bisher als mit Göttlichem Licht glänzender „Tempel” (s. 1 Kor 3,16; 6,19), wie sie von Gott erschaffen wurden. Ihrer eigenen Schuld zufolge haben sie für sich – im Prinzip für immer – das Erlangen der Glückseligkeit im „HAUS des VATERS” total verschlossen. Infolge der Einredung vom BÖSEN in ihrem Gewissen haben sie die sie bisher belebende Anwesenheit des Dreieinigen getötet ...

Erst jetzt, nach dem Urteil gegen die ‘Schlange’, wandte sich Gott an diese Beiden. Zu ihrer entsetzten Erstaunung hat Gott zwar die schwierigen Auswirkungen erwähnt, die infolge ihrer tragisch schlechten Wahl erscheinen werden: die Mühseligkeiten der Gesundheits- und Lebensbedingungen, den Widerstand der Natur, die sowohl an der Erhöhung, wie der Erniedrigung der „Söhne Gottes” teilnimmt:

„Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig
auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes
Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen, sondern durch den,
der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit
befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes
.
Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung
bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen
liegt” ... (Röm 8,19-22).

Eine der andauernden Wirkungen der ‘Sünde des Anfangs’ in der Ordnung der gegenseitigen Verhaltungen Mann-und-Frau wird das Inschwankung-Bringen der ursprünglichen Gabe Gottes: der unbedingten Gleichheit der beiden Geschlechter als PERSONEN und lebendigen EBENBILDS-Ähnlichkeit Gottes. Zu dessen Ausdruck wird leider die vielfältige Niederlage der beiderseitigen Beziehungen:

„Nach deinem Mann hast du Verlangen,
und er wird über dich herrschen(Gen 3,16).

Diese Wort knüpfen daran, dass die bisherige Einheit-der-beiden in Wanken geraten ist. Zu diesem Thema wird sich einst in seiner ein paar langen Katechese Johannes Paul II. bei seinen Erwägungen über die „Erlösung des Leibes” äußern.
(s. von unserer Seite: Bruch der Kommunion mit dem Menschen – samt der weiteren Folge dieses §).

b. Gott lässt sich
von Dem BÖSEN
(= Diesem BÖSEN)
nicht besiegen

Wie wir schon auf anderer Stelle unserer Homepage bemerkt haben, zum Erstaunen nicht nur dieser Zweien, sondern des ganzen Himmels und Weltalls – lässt sich der Beleidigte und von diesen Zweien Gedemütigte Gott „... vom BÖSEN (= dem BÖSEN: Satan) nicht besiegen, sondern besiegt das BÖSE (= Den BÖSEN: Satan) mit dem GUTEN (= mit umso größerer Liebe: ERLÖSUNGS-Liebe) (Röm 12,21).
– Am Schlachtfeld der Niederlage des Menschen – des ERSTEN Menschen-Paars – sagt dieser von den Herzen dieser Zweien herausgeworfene Gott unerhört feierlich die endgültige Niederlage des „Großen DRACHEN, der Alten SCHLANGE, die Teufel heißt und Satan” (Offb 12,9) an. Die Niederlage wird ihm vom NACHKOMMEN, ‘dem-SAMEN’ von dieser ersten Frau gebracht, die so leichtsinnig der Einflüsterung der „Schlange” erlag, die aber eigentlich der „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (vgl. DeV 37) gewesen war:

„Und Feindschaft setze ich zwischen dir – und der Frau,
zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen.
Er trifft dich am Kopf
und du triffst ihn an der Ferse!(Gen 3,15).

Das erfüllt sich voll im Sohn Gottes, der aber zu gewisser Stunde ... Sohn Mariens, seiner Jungfräulichen Mutter – werden wird. Dieser ‘BÖSE’, „der Fürst dieser Welt” (Joh 12,31), wird besiegt und „hinausgeworfen” werden, wenn Er, als ERLÖSER des Menschen, in seiner „erschütternden” (DiM 7), für das Weltall unbegriffenen „Erhöhung am Kreuz” – „... alle an Sich anzieht(Joh 12,31f.) und festgestellt werden wird, dieses Mal als der vom Vater erhöhte, „gehorsam bis zum Kreuzestod” (Phil 2,7), jetzt „König der Könige und HERR der Herren(1 Tim 6,15; Offb 17,14; 19,16):

„Fürchte dich nicht !
Ich bin der Erste und der Letzte – und der Lebendige.
Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit
und Ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt ...” (Offb 1,18).

c. Hymne der Dankbarkeit
Gott dem Erlöser

Es fragt sich, ob aufgrund dieser durchgebetener Erwägung über das in seinen Auswirkungen tragische Ereignis für die Welt der PERSONEN und Sachen: „der Sünde des Anfangs” (s. MuD 9ff.30; DeV 35), die schon vom ersten Menschen-Paar begangen wurde, der tiefere Sinn abgelesen werden kann bezüglich des VORHABENS Gottes zur PERSON des Menschen: Mann und Frau? Bestätigt sich nicht schon hier das, was der erste Papst, der Hl. Petrus ganz bescheiden schreiben wird:

„... Werft alle eure Sorge auf ihn,
denn er kümmert sich um euch(1 Petr 5,7).
(s. dazu: Ps 55 [54],23: „Wirf deine Sorge auf den Herrn, Er wird dich erhalten! Niemals lässt er den Gerechten wanken ...”).

Derselbe Hl. Petrus knüpft an die unterschiedliche Haltung Gottes mit Bezug auf die Sünde des Teils der Engel – und der Sünde der Menschen an. Nämlich in längerer Erörterung über Gott angesichts der Sünde der ENGEL flicht Er die merkwürdigen Worte ein:

„Gott hat auch die ENGEL,
die gesündigt haben, nicht verschont,
sondern sie mit Ketten in der Finsternis der Unterwelt verwahrt
und sie als Gefangene dem Gericht übergeben (= bis zum letzten Gericht) aufbewahrt hat ...”
(2 Petr 2,4).

Es ist wahr: Gott den ENGELN ... den „Raum zur Umkehr ...” (Hebr 12,17) nicht gegönnt. Diesen Tatzustand haben wir ausreichend im ersten Teil der hierigen Erwägung erklärt. Als erschaffene ‘Reine Geister’, ohne Beimischung von irgendwelcher ‘Materie’, unternehmen sie ihre Entscheidung nur einmalig. Sie bleibt schon unabänderlich. Wir haben mehrmals betont: NICHT Gott war UN-barmherzig zu ihnen, sondern sie selbst haben mit ihrer Entscheidung einen solchen ‘Bunker’ zur von ihnen vorgenommenen Entscheidung aufgerichtet, dass sie sich NIEMALS mehr für irgendwelche Gebärde der Barmherzigkeit von Gottes Seiten aufschließen werden. In Kraft der getroffenen Entscheidung wollten sie SELBST für sich ausreichen. Gott musste in Ehrachtung des FREIEN WILLENS seines Geschöpfs – in diesem Fall der ENGEL – zurücktreten. Sie werden sich schon niemals für irgendwelche Gnade Gottes aufschließen können.

Ganz anders geht Gott angesichts der PERSON des Menschen vor: Mann und Frau. Als Gott-die-LIEBE-LEBEN ruft Gott jede Menschen -PERSON (ähnlich wie die Personen der ENGEL) in die EWIGE Glückseligkeit im HAUS des VATERS. Darin beruht das VORHABEN Gottes betreffs JEDER erschaffenen PERSON als Person. Aber auch: für die PERSON des Menschen ist es unglaublich weit zu diesem Grad der Vollkommenheit, mit dem Gott jeden der Engel, die ‘Reinen GEISTER’, beschenkt hat.

Daher unternimmt Gott im Fall der Sünde, die vom Menschen begangen wird, alle Mühe, um ungeachtet der Ihm als Gott zugefügten selbst schwierigsten Beleidigung, die PERSON des Menschen: Mann und Frau mit Einsatz einer unerschöpften Geduld, das VORHABEN sie zu retten. Gott hegt gleichsam die ‘Hoffnung’, dass der Mensch-in-Sünde zur Besinnung kommt, zumal wenn die Auswirkungen der begangenen Sünde auf immer mehr tiefschneidende Art und Weise sich zu kennen geben werden.

Dafür wird zum Beispiel das verwundernde Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Als ihm das Geld vom Elternhaus, das er unzüchtig verschwendet hat, zu Ende gekommen ist (Lk 15,30), hat er sich auf den für sich demütigenden Schritt entschieden: zum Vater zurückzukehren. Er hat seine Unwürdigkeit bekannt, seine Sünde – und bat, dass er von nun an nur noch als einer der Diener-Knechte unter vielen anderen seinen Dienern betrachtet werde (Lk 15,19).

In diesem Fall sehen wir, dass zur Initiative der Zerknirschung die extremen Lebensbedingungen geführt haben, in denen sich jener verlorene Sohn gefunden hat. Dennoch es zeigt sich, dass solche Bedingungen zum vorsehungsvollen, letztlich gebenedeiten Mittel werden, dank dem die Gnade Gottes Richtung einer entschiedenen Umkehr zu wirken beginnt im Sinn: Abwendung vom Leben in Sünde, um in das HAUS des VATERS zurück kommen zu dürfen.

Umso mehr, dass Jesus sich nicht damit begnügt, die Geschichte des verlorenen Sohnes aufzuzeichnen, um nur den von ihm erfahrenen Mangel der physischen Armut und des Hungers zu zeigen, sondern parallel dazu mit verwundernder Feinheit die täglich unternommenen Initiativen des VATERS selbst dieses verlorenen Sohnes darzustellen. Denn dieser ging vom Haus offenbar immer wieder nach Außen und schaute in die Ferne – in Hoffnung, dass der Sohn trotz allem eines Tages ... zurückkommt. Der Hl. Lukas, der dieses Gleichnis Jesu anführt, notiert:

„Der Vater SAH ihn schon VON WEITEM kommen
(= diesen verlorenen Sohn, der gerade zurück ging),
und er hatte MITLEID mit ihm.
Er LIEF dem SOHN entgegen, fiel ihm um den Hals
und küsste ihn ...” (Lk 15,20).

Wie viel feinste LIEBE Gottes zum Sünder ist in diesen Worten enthalten, wenn in ihm zumindest ein ganz unvollkommener Akt der Reue geweckt wird. Das geschieht zweifellos schon in Antwort auf die im Gewissen mächtig wirkende Gnade des Heiligen Geistes, der zur völligen Rückkehr zu Gott ermutigt, wie auch zur Eröffnung für Gott.

Hat etwa der Heilige Vater Johannes Paul II. in seiner Enzyklika über die Barmherzigkeit Gottes – Gott nicht gerade als überreiche Fülle von Vaterschaft dargestellt, dessen ALLMACHT sich am mächtigsten in der Gnade der Vergebung offenbart? Hier ein paar ungemein erquickende Worte von gerade dieser päpstlichen Enzyklika:

„Der Vater lässt ihn in erster Linie spüren,
wie groß seine Freude ist,
dass er ‘wiedergefunden wurde’ und ‘wieder lebt’.
– Diese Freude weist auf ein unverletztes Gut hin:
ein Sohn hört nie auf, wahrer Sohn seines Vaters zu sein,
selbst dann nicht, wenn er sich von ihm trennt;
– sie weist darüber hinaus auf ein wiedergefundenes Gut hin:
im Fall des verlorenen Sohnes war es
die Rückkehr zur Wahrheit über sich selbst” (DiM 6).

Da kann man sich angesichts sei es auch nur der erwähnten Tatsachen und positiver ‘Betätigungen’, die von Gott selbst unternommen werden im Verhältnis zu einer PERSON, die eine Sünde, vielleicht selbst eine ganz schwere begangen hat, die Frage aufstellen: darf man noch das unabwendbare VORHABEN Gottes im Verhältnis zu jeder menschlichen PERSON irgendwie in Frage stellen? Wir können nur einmal mehr feststellen:

Gott kann auf keine Art und Weise die Sünde bejahen.
Dagegen Gott liebt immer überaus innig
den ... MENSCHEN, sollte er auch mit Sünde befleckt sein.
Demzufolge wünscht Gott nichts so sehr,
als das, dass der Sünder in das Haus des Vaters zurückkehrt
.

So ist das unabwendbare VORHABEN des Dreieinigen zu jeder PERSON: des Engels und des Menschen. Gott bestimmt außer Zweifel niemals irgendjemanden auf ewige Verdammnis. Sollte irgendjemand sich die Gnade Gottes nicht wünschen, und vereitelte er fortwährend die immer wieder erneuerten BITTEN Gottes, wie auch den ihm verlängerten „Platz zur Buße” , samt allen Bemühungen Gottes, nötigt er endlich Gott zur Bestätigung der entschiedenen Wahl seines freien Willens: für ein ewiges Leben in totalem Abbruch von aller Gnade der Barmherzigkeit Gottes.
– Das bedeutete aber nie und nimmer die Wahl vonseiten Gottes selbst.

5. Gottes Erwartung
und der freie Wille des Kain

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Dem Kain und der ersten Tötung in der Darstellung der biblischen Geschichten wurde schon ein paarmal eine Erwägung auf unserer Homepage gewidmet (s. u.a.: Noch einmal die Sache des Kain; und: Kain – Abel: Gen 4,4-12). Wir kennen den verwundernden Dialog Gottes zu Kain, als er in seinem Neid, dass Gott seinen Segen ganz offenbar mehr dem Abel schenkte, als ihm, schon die Absicht entwickelte, den Abel umzubringen.

Der biblische Autor stellt die Stimme Gottes im Gewissen des Kains anschaulich dar. Gott warnt ihn, oder eher: Er fleht ihn gleichsam auf Knien, dass er sich besinne und die tödlichen Gedanken wegweist. Doch – wie immer: Gott bittet einzig dringend, dagegen Gott geht nie und nimmer auf Aufnötigung einer Betätigung in Übereinstimmung mit seinem Gebot über:

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Es verbreitet sich der nicht vereinigte Orden der Jungfrauen: lat.: ORDO VIRGINUM. Hier ein Bruchstück von Worten eines Bischofs, der für solchen Orden der Jungfrauen verantwortlich ist:
„Das Reichtum der Formen des Konsekrierten Lebens in der Kirche ist riesig. Es zeigt sich, dass man die Berufung zum konsekrierten Leben unternehmen kann und weiter in der Welt zu leben, also im Milieu der Familie, der Arbeit, bei engagiertem Leben der Lokal-Kirche. (...)
– Die Zeremonie der Konsekration der Jungfrauen gehört zu kostbarsten Schätzen der Römischen Liturgie. Schon in Anfängen der Kirche wurden Jungfrauen nach einem feierlichen Ritus konsekriert: so wurden sie zu konsekrierten Personen. Die Jungfrauen wohnten in diesen Zeiten zusammen mit ihren Familien oder in eigenen Häusern. In ihrem Dienst stellten sie sich zur Verfügung der Kirche, vor allem über das Gebet und Erfüllung von Werken der Barmherzigkeit.
– Samt der Entwicklung des monastischen Lebens, hat die Kirche diese Berufung mit der feierlichen Profess der drei evangelischen Räte verbunden, dem Leben in Gemeinschaft, im Gehorsam dem Oberen und mit einer gemeinsamen Regel. In Kraft des Dekrets des II. Lateranischen Konzils (1139) wurde auf die Konsekration der Jungfrauen, die in der Welt lebten, verzichtet.
– Das II. Vatikanische Konzil hat aber das Thema der Konsekration von Jungfrauen, die in der Welt leben, von neuem unternommen. Es wurde auch der Ritus erneuert, den Papst Paul VI. approbiert hat ...
– Bisher gab es kein Dokument, das unmittelbar an Personen addressiert wäre, die ihre Berufung im Stand der Konsekrierten Jungfrauen verwirklichten. Daher nehmen wir mit Freuden die Instruktion an: ECCLESIAE SPONSAE IMAGO (Bild der Braut der Kirche), die von der Kongregartion für Institute des Konsekrierten Lebens und Vereinigungen des Apostolischen Lebens erarbeitet wurde. In ihr werden normative Prinzipien und orientierende Kriterien eingesetzt, die von Hirten jeder Diözese in der Seelsorge von OrdoVirginum angewandt werden müssen”.
S. Bisch. bp. Arkadius Okroja, Auxiliar-Bischof der Diözese Pelplin, Vorsitzender der Unterkomission der Polnischen Bischofs-Konferenz in diesem Bereich.
– Es geht um das Dokument des Apostolischen Stuhls: „Ecclesiae Sponsae Imago – Instrukcja na temat ordo virginum” (Bild der Braut der Kirche. Instruktion zum Ordo Virginum) veröffentlicht von der Kongregation für Institute des Konsekrierten Lebens und Vereinigungen des Apostolischen Lebens.
– s. auch: Wort des Heiligen Vaters gelegentlich des 50. Jahrestages seit der Promulgation des Ritus für Konskrierte Jungfrauen, vom 31.Mai 2020:
https://www.vatican.va/content/francesco/pl/messages/pont-messages/2020/documents/papa-francesco_20200531_messaggio-50-ritoconsacrazione-vergini.html
.

„Da sprach der Herr zu Kain:
Warum überläuft es dich heiß und warum senkt sich dein Blick ?
Ist es nicht so: Wenn du gut handelst, darfst du aufblicken.
Wenn du nicht gut handelst,
lauert an der Tür die Sünde.
Sie hat Verlangen nach dir,
doch du sollst über sie herrschen’ ...” (Gen 4,6f.).

Kain hat bewusst-freiwillig die Stimme des Heiligen Geistes zurückgewiesen. In ihr hat ihn Gott zur Besinnung gerufen. Wir sind Zeugen der ersten Tötung, des Mordes in der Geschichte des Menschen und der Welt.
– Der Hl. Johannes der Apostel knüpft an diese Tat in seinem Ersten Brief an:

„Nicht wie Kain handeln, der von dem BÖSEN stammte
und seinen Bruder ermordete.
Warum hat er ihn erschlagen?
Weil seine Taten böse waren,
die Taten seines Bruders aber gerecht” (1 Joh 3,12).

Es entsteht wieder die Frage: Ob in dieser Lage: der ganz bewusst unternommenen Entscheidung, als Kain entschieden der dringenden Gottes Empfehlung, die allerdings allein den freien Willen ansprach, zuwider gehandelt hat, Gott die bisher unternommenen Bemühungen, um Kain auf Pfaden der Versöhnung und Tuns des GUTEN zu führen, das in Augen Gottes rechnete, ändert? Oder auch Gott verzichtet auf Kain und rechnet ihn nur noch zum ‘Verlust’ – mit Bestimmung zur ewigen Verdammnis?

Papst Johannes Paul II. knüpft an die Haltung an, wie sie von Gott dem Kain gegenüber nach schon vollbrachtem Verbrechen angenommen wurde. Allein schon die ‘Familie’ hat sich damals von Kain abgewandt und ihn völlig weggeworfen. So war es im Rahmen des eigenartigen Ostrazismus, so dass gemäß des damals angenommenen Gewohnheits-Rechts – jeder Beliebige den Kain straflos ... töten konnte. Es wäre in Ahndung der Gerechtigkeit wegen des verrichteten Verbrechens.

Indessen Gott bleibt auch in dieser Lage unabwendbar ‘Er SELBST’: Gott der ERLÖSER. Gott hüllt verwundernd das weitere Leben Kains, indem Er auf seine innere Umwandlung wartet:

„Gott jedoch, ... ‘machte dem Kain ein Zeichen,
damit ihn keiner erschlage, der ihn finde’:
Er versieht ihn also mit einem Zeichen, ... (um) ihn
vor allen zu schützen und zu verteidigen, die ihn töten wollen ...
Nicht einmal der Mörder verliert seine Person-Würde ...
– Tatsächlich offenbart sich hier das
paradoxe Geheimnis von der barmherzigen Gerechtigkeit Gottes ...
– Gott verstieß Kain von seinem Angesicht
und verbannte den von seinen Eltern Abtrünnigen an einen anderen Wohnort,
weil er von der menschlichen Zahmheit zur tierischen Wildheit übergegangen war.
Doch Gott wollte den Mörder nicht durch einen Mord bestrafen,
da Er mehr die Reue des Sünders will als seinen Tod” (EV 9).

Kann von den hier wiederholten Eingriffen Gottes im Gewissen des Kain abgelesen werden, wie sehr eindeutig es Gott daran liegt, dass sich Kain vom geplanten, und danach leider vollbrachten ÜBEL: des begangenen Verbrechens ... zurückzieht? Führender ‘Beweggrund’ der Beziehungen Gottes – in diesem Fall zum Sünder, dem Verbrecher – ist fortwährend das eine: dass die Worte Gottes in Erfüllung kommen können, mit denen der Prophet Ezechiel einst das ERLÖSUNGS-VORHABEN Gottes zusammenfasst. Diese Worte hauchen schon im Alten Testament das Klima der ‘GUTEN NACHRICHT’ der Epoche der „Fülle der Zeiten” des Neuen Testaments:

„So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des Herrn –
Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran,
dass ein Schuldiger sich abkehrt von seinem Weg und am Leben bleibt.
– Kehrt um, kehrt euch ab von euren bösen Wegen !
Warum denn wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?” (Ez 33,11; s. auch: Ez 18,23).

6. Angesichts der irreversibelen
Hartnäckigkeit im ÜBEL
der Menschheit in der Zeit der Sintflut

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Wir treffen auf den ausgebauten Bericht von der schrecklichen ‘SINTFLUT’. In derer Folge ist die ganze Menschheit umgekommen mit Ausnahme des ‘gerechten’ Noach samt seiner allernächsten Familie (s. Gen 6-9).

Es ist gelungen die akkadischen antiken Keiltafeln abzulesen, auf denen einigermaßen ähnliche Erinnerungen vom legendären ‘Gilgamesch’ erzählt wird, der aus einem ähnlichen Kataklysmus heil gekommen ist. Solcher Kataklysmus geschah offenbar in der Tat in der Ur-Vergangenheit. Ähnliche Erinnerungen wurden im Prinzip von allen Kulturen und Religionen der Antike aufbewahrt: von Asien, bis Afrika und Amerika, und auch Australien.
(Betreffende Keil-Tafeln wurden 1853 in der Bibliothek, die von Assurbanipal ca. 630 vor Chr. gegründet wurde, entdeckt. Es geht um die Kompilation des Werks von etwa der Mitte des 3.Tausendjahres vor Christus. Der Bericht über Gilgamesch befindet sich auf der XI.Tafel. S. dazu von unserer Seite: Gott im Angebot seines Bundes an die neue Menschheit in Noach – samt der nächsten Datei: ‘c’ ).

Im wesentlichen Unterschied zu diesen Erinnerungen vieler Völker müsste sofort hervorgehoben werden: die polytheistischen Erzählungen von der erfolgenden schauderhaften Sintflut verbinden diesen Kataklysmus mit der Laune der ‘Götter’. Das Gerede und Geschrei der Leute haben die ‘Götter’ bei ihrem ruhigen Nachmittagsschlaf gestört. In diesen Nerven haben sie die Sintflut ausgelöst, indem sie die Götter der vier Ecken gefordert haben, dass sie nach ihrer Macht die ‘Winde’ aktivieren. Es ist die Sintflut entstanden, die aber leider von diesen Göttern nicht mehr beherrscht werden konnte. Ganz erschrocken angesichts der Macht der ausgelösten Naturelemente, in empfundener Ohnmacht die sie überragte, haben sie sich wie ‘erschrockene Hunde’ in den höchsten Stöcken ihres Palasts geflüchtet ... !

Im Gegenteil zu diesen heidnischen Berichten verbindet das Gottes-Geschriebene-Wort die SINTFLUT in ihrer Gesamtheit mit einem „Tag Jahwéh”, also als Folge der fixierten Haltung der Menschen im ÜBEL. Das Gottes-Geschriebene-Wort hebt zugleich hervor, dass Gott die ganze Zeit hindurch unabänderlich sowohl über die ausgelösten Naturelemente herrscht, wie auch über sein lebendiges EBENBILD-Ähnlichkeit, um es zu befreien:

„Der Herr thronte über die Flut,
der Herr thronte als König in Ewigkeit ...” (Ps 29 [28],10).

In der RETRO-Vision, die dem biblischen Autor gegeben wurde, ist der Ausbruch der schauderhaften Sintflut als End-Wirkung erschienen des unvorstellbaren ethischen Niederfalls der damaligen Menschheit. Die Leute dieser Zeiten ließen sich mit keinen Warnungen mehr rühren, die die Geduld Gottes ihnen im Zeitraum des immer wieder sehr verlängerten Raums zur Buße gewährt hat (s. Hebr 12,17).
– Der biblische Autor notiert im Namen Gottes:

„Als sich die Menschen auf Erden zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren wurden,
sahen die Gottessöhne,
(= wahrscheinlich der bessere Teil der Menschheit: der Sethiten, die auf Gott glaubten; vgl. Gen 4,26),
wie schön die Menschentöchter waren
(= vielleicht die Frauen der Linie Kain-Lamek: sittlich sehr verdorben)
und sie nahmen sich von ihnen allen Frauen, die sie auswählten.
– Da sprach der Herr:
Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben,
weil er Fleisch ist.
Daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragem. (= es geht wahrscheinlich um die Zeit, geschenkt zur Besinnung-Bekehrung, bis zum Ausbruch der Sintflut) . ...
– In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen
und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne
mit den Menschentöchtern eingelassen
und diese ihnen Kinder geboren hatten ...” (Gen 6,1-4; s. auch v. 12f.).

Der allgemeine Sittenfall, die sich vermehrenden Verbrechen wurden so unvorstellbar, dass Gott – ungemein anthropomorph gesagt, gleichsam die Hände gefallen sind, was seine ständige Bereitschaft angeht, den Menschen zu retten, der in unvorstellbare Zügellosigkeit und blutige Verbrechen eingesunken ist. Der biblische Autor notiert zu gewissem Moment, indem er in anthropomorpher Ausdrucksweise über Gott gleichsam bis so weit vorangeht:

„Als der Herr sah, dass auf der Erde die Bosheit
der Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten
seines Herzens immer nur böse war.
Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben,
und es tat seinem Herzen weh.
Der Herr sagte:
‘Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe,
vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh,
die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.
Denn es reut mich, sie gemacht zu haben’.
Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn” (Gen 6,5-8).

Wir haben gerade erst die Erwähnung angeführt von „120 Jahren” (Gen 6,3), die Gott der damaligen Menschheit zur Besinnung gewährt hatte. Zu gleicher Zeit hat Gott dem Noach befohlen, dass er eine ‘Rettungs-Arche baut’. Hier der biblische Bericht:

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Wir wandern nach Marokko. Der Hirt muss die Kamele regelmäßig mit Wasser versorgen. Sie können freilich ziemlich lange ohne Wasser aushalten, dennoch sie müssen doch auch die Nahrung nehmen und ihren Durst stillen.

„Gott sah sich die Erde an: sie war verdorben,
denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben.
– Da sprach Gott zu Noach: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist gekommen. Denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat.
Siehe, ich will sie zugleich mit der Erde verderben.
Mach dir eine Arche aus Goferholz! Statte sie mit Kammern aus und dichte sie innen und außen mit Pech ab! So sollst du sie machen: ...
– Siehe, ich will die Flut, das Wasser, über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben.
Mit dir aber richte ich meinen Bund auf.
Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne! ...
Noach tat alles genauso, wie ihm Gott geboten hatte ...” (Gen 6,12ff.17f.22).

Man könnte im Anschluss an den biblischen Bericht von Noach und dem Bau der Arche an die Visionen der Sel. Katharina Emmerich anknüpfen, und zwar an ihre Worte betreffs gerade dieser dramatischen Ereignisse. Sie schreibt, dass eine der Stimmen Gottes, die zur Bekehrung riefen, gerade der Noach war. Gott warnte die damalige Menschheit durch ihn – wohl viele Male und rief zur Rückkehr vom Unmaß des begangenen Übels.

Man kann sich leicht die hohnischen Bemerkungen vorstellen, den Spott und Zynismus, wie seine Aufrufe zur Umkehr allgemein angenommen wurden. Dieser Spott potenzierte sich noch, als Noach – immer dringender von Gott ermahnt, endlich zum Bau dieser Befreiungs-Arche angetreten war.
(s. dazu: Das bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi. Nach den Betrachtungen. - In poln. Edition: „Żywot i Bolesna Męka Pana Naszego Jezusa Chrystusa i Najśw. Matki Jego Maryi wraz z tajemnicami Starego Przymierza wg widzeń świątobliwej Anny Katarzyny Emmerich w zapiskach Klemensa Brentano”, Częstochowskie Wydawnictwo Archidiecezjalne Regina Poloniae, Częstochowa 1998, 42-51).

Wir haben hier nicht vor, in Einzelheiten der biblischen Darstellung einzudringen. Dagegen wir möchten in Übereinstimmung mit dem Titel der hiesigen Erwägung einmal mehr den Stil der Betätigungen Gottes abgucken: ob Gott irgendjemanden, beziehungsweise ganze Völker – im Voraus auf Verdammnis oder Erlösung bestimmt.
– Die Worte des biblischen Autors über die Reaktion Gottes angesichts der extremen Verhärtung dieser Menschen sind erschütternd:

„... da reute es den Herrn,
auf der Erde den Menschen gemacht zu haben,
und es tat seinem Herzen weh” (Gen 6,6).

Diese Worte sind ... schauderhaft. Es ist Anzeichen einer eigenartigen ‘Verzweiflung’ Gottes angesichts der UN-Umkehrbarkeit jener Menschen, die von seiner „liebevollen Allmacht des Schöpfers” (DeV 33) zum Existieren berufen waren.

Dennoch aus diesen Worten folgt es eindeutig: Gott will nie und niemals, dass irgendeine PERSON das ewige Leben verliere. Im dargestellten Fall von Menschen der Epoche der SINTFLUT ist die moralische Verdorbenheit vor allem im Zusammenhang mit der völligen Zurückweisung des V. und VI.-IX. Gebotes Gottes so sehr zur allgemeinen ‘NORM’ des Lebensstils geworden, dass zu diesen Personen im wörtlichsten Sinn kein irgendwelcher Argument gesprochen hat. Die Leute haben sich das Bestehen Gottes eigentlich überhaupt nicht mehr gewünscht. Bis zu solchem Grad ihrer Kurzsichtigkeit, dass sie sich völlig vom urewigen „VATER der Lüge” (Joh 8,44), dem „verkehrten GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37) beherrschen ließen, was die eigentlichen Bemühungen des VORHABENS Gottes bezüglich der Menschen-PERSON angeht.

Papst Hl. Johannes Paul II. knüpft an das schmerzhafte Bekenntnis des biblischen Autors an, der diese betreffenden Worte in den Mund selbst Gottes einträgt, im folgenden Fragment der Enzyklika über den Heiligen Geist:

„Sollte dieses ‘der Sünde Überführen’ (Joh 16,8) demnach nicht auch das Aufdecken des Leidens bedeuten?
Das Aufdecken des unfassbaren und unaussprechlichen Schmerzes, den die Heilige Schrift in ihrer anthropomorphen Sicht wegen der Sünde in den ‘Tiefen Gottes’ und gewissermaßen sogar im Herzen der unbegreiflichen Dreifaltigkeit zu sehen scheint?
– Die Kirche, von der Offenbarung inspiriert, glaubt und bekennt, dass die Sünde eine Beleidigung Gottes ist. Was entspricht im unergründbaren Innern des Vaters, des Wortes und des Heiligen Geistes dieser ‘Zurückweisung’ des Geistes, der Liebe und Geschenk ist?
– ... Es gibt in den ‘Tiefen Gottes’ eine Liebe des Vaters, die angesichts der Sünde des Menschen so stark reagiert, dass es in der Sprache der Bibel sogar heißt: ‘Es reut mich, den Menschen gemacht zu haben’ ...
– Schließlich wird dieser unergründliche und unsagbare ‘Schmerz’ des Vaters vor allem das wunderbare VORHABEN der erlösenden Liebe in Jesus Christus hervorbringen,
– Der Begriff von Gott als des absolut vollkommensten Wesens schließt ganz gewiss jeden Schmerz von Gott aus, der aus einem Mangel oder einer Verletzung käme; aber es gibt in den ‘Tiefen Gottes’ eine Liebe des Vaters, die angesichts der Sünde des Menschen so weit vorantritt, dass es in der Sprache der Bibel sogar heißt: ‘Es reut mich, den Menschen gemacht zu haben’ (vgl. Gen 6,7).
– Aber viel öfter spricht uns die Heilige Schrift vom Vater, der Mitleid mit dem Menschen hat, gleichsam als teile er seinen Schmerz. Schließlich wird dieser unergründliche und unsagbare ‘Schmerz’ des Vaters vor allem die wunderbare Ökonomie der Erlösungs-Liebe in Jesus Christus hervorbringen, damit durch das Geheimnis der pietatas ‘die Liebe in der Geschichte des Menschen sich als stärker erweisen kann als die Sünde. Damit die ‘Gabe’ siegt ! ...” (DeV 39).

Wir sind nicht befugt irgendetwas hinsichtlich jener, die in den Abgründen der SINTFLUT-Wasser umgekommen sind, zu beurteilen. Wir sind uns bewusst, dass Gott jeder PERSON die sog. ‘LETZTE Gnade’  verleiht. Sie betrifft den Augeblick des Übergangs in die Ewigkeit (sieh ganz unten unserer Erwägung, dieses Kapitels: ‘Die LETZLICHE Gnade Gottes’). Man versteht aber, dass wenn die betreffende Person in ihrer Verhaltensweise im Leben für den Alltag fortwährend das geäußerte Wort zu Gott schleuderte: ‘NEIN’, besteht eine nur unbedeutende Wahrscheinlichkeit, dass sie angesichts dieser LETZTLICHEN Gabe Gottes – Gott auf einmal ein ‘JA-Wort’ aus sich herausgeholt hätte.
(s. von unserer Seite: PORTAL [lp33.de], Inhaltsverzeichnis, Abteil ‘B-5’ : „Bete für mich nicht: ich bin verdammt”).

Das schlimmste ÜBEL ist nicht der Tode, sollte er auch in Bedingungen der SINTFLUT erfolgt sein. ÜBEL im vollen Sinn wäre erst die bewusste-freiwillige Wahl des unsterblichen Lebens im totalen Abbruch von Gott. Von diesem ‘ÜBEL’ den Menschen zu erlösen ... ist der Erlöser gekommen: der Sohn Gottes.
– Allerdings: der Sohn Gottes hat den Menschen nur im objektiven Sinn ERLÖST. Jeder der Erlösten muss sich auf diesen Schatz erst aufschließen und ihn annehmen. Und erst so auch die Bedingungen der Sicherung für sich des ewigen Lebens ins Leben einführen.

In der biblischen Darstellung der SINTFLUT sieht man die immerwährend unternommenen Bemühungen Gottes, der diesen Menschen entgegen ging, die sich diesem BÖSEN verführen ließen. Zu diesem Grad, dass alle weiteren Ermutigungen Gottes, um sie zur Besinnung zu bringen, zunichte gegangen sind. In solcher Situation bleibt Gott nur noch die Durchführung des „Gerichts-Tages”. An solche Lösung knüpft das Gottes-Geschriebene-Wort des Öfteren an (vgl. Jes 13,9; 34,8; Joel 1,15; 2,1; 1 Tes 5,2; 1 Kor 3,13; 2 Petr 3,10).

Wenn Gott ‘sieht’, dass den Menschen, das heißt seinen freien Willen schon keine Argumente ansprechen: weder die menschlichen, noch die Göttlichen, bleibt Ihm nur noch das eine: die unwiderrufliche Entscheidung der PERSON zu bestätigen gemäß dieses seinen ‘NEIN’ angesichts Gottes. NICHT Gott ist ‘schuld’ der Verdammnis dieser, die die ihnen geschenkte ‘letzte Gnade’die in der Sintflut ebenfalls zurückgewiesen haben. Diese Leute haben dazu nicht zugelassen, dass die Gnade Gottes zu ihrem im Übel verhärteten Gewissen durchbrechen könnte – und sei es noch in der Lage solcher Situation: der endgültigen Wahl für ‘JA’ beziehungsweise ‘NEIN’ für die Ewigkeit.

An sich bleibt das VORHABEN Gottes: der Errettung des Menschen als seines lebendigen „EBENBILDES-Ähnlichkeit” auch im Bericht jenes schauderhaften Kataklysmus der SINTFLUT völlig unversehrt. Zeugnis des ERLÖSUNGS-Willens Gottes wird das alles, was mit der Person des NOACH zusammenhängt – und gewiss auf seine Fürsprache der Personen der Familien seiner Kinder. Besiegelung der gleichsam von neuem aufgebauten Erneuerung der Menschen-Familie in Gottes Augen wird – den von diesem Kataklysmus geretteten Menschen einen ganz Neuen Bund, anzunehmen, um die endgültige Gnade, Dank der Befolgung der von Gott erwähnten Bedingungen: das ewige Leben, erlangen zu können.

Dem Bund Gottes mit Noach und der erneuerten Menschheit wurden schon auf anderen Stellen unserer Homepage ein paarmal Erwägungen gewidmet. Daher übergehen wir hier die weitere Erörterung zu diesem Thema (s. von unserer Homepage z.B.: Gott im Angebot seines Bundes an die neue Menschheit in Noach – und noch z.B.: Blut: Gottes Eigentum).

Dagegen das eigentliche und unrückbar beständige VORHABEN Gottes wird in der Tatsache erkennbar, dass vonseiten Gottes ununterbrochen und bis zum letztlichen verlängerte Erlösungs-Signale ergingen, mit denen Gott die Besinnung der damals lebenden PERSONEN beabsichtigte, wie auch die Umkehr vom vollgebrachten Unmaß des Übels in Gottes Augen. Es zeigte sich allerdings, dass diese Leuchtchen der Gnade Gottes auf immer stärker sich fixierende Mauer entschiedener und endgültiger Betätigung „Gott ZUM TROTZ” begegneten. Gott blieb nur noch den unbekehrbaren freien Willen dieser Personen zu bestätigen – in Analogie zum gefallenen Teil der Engel. Die Situation der damaligen Menschheit wurde typische Abspiegelung der Sünde, die direkt gegen Gott als LIEBE ausgerichtet war, das heißt gegen die PERSON des Heiligen Geistes.

7. Ob Gott
die ewige Verdammnis
für die Bewohner
von Sodom-Gomorra
beabsichtigt hat?

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Es gehörte sich von neuem den Stil der Beziehungen Gottes hinsichtlich der untereinander begangenen Entartungen im Bereich besonders der Geschlechtlichkeit, das heißt des VI.-IX. Gebotes bei Bewohnern von Sodom und Gomorra zu betrachten. Das dabei dargestellte eigenartige gleichsam ‘Markten’ von Abraham mit Gottes Barmherzigkeit war schon auf einer anderen Stelle unserer Homepage Objekt der Erwägung, sodass wir sie hier nicht wiederholen werden (s. ob.Angesichts der ... praktizierten Homosexualität).

Wir stellen uns wiederholt die Frage, dieses Mal im Anschluss an das tragische Finale der unwahrscheinlichen Entartungen, die im Alltag in Sodom und Gomorra begangen wurden: Ob Gott dieses ganze Volk sofort auf Untergang der ewigen Verdammung zu verurteilen beabsichtigte?

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Es könnte den Anschein haben: wir sehen einen allergewöhnlichsten Schmetterling, der sich dieses Mal auf üppigen Blüten auf dem Gebirge niedersetzte. Gott sorgt dafür, dass diese Wanderung des Schmetterlings von Blume zu Blume keinesfalls umsonst geschieht, sondern gelegentlich mehrere vorsehungsreiche Aufgaben erfüllt. Wir bewundern dauernd die Findigkeit der Vorsehung Gottes, die das Gesamte der Natur so überaus schön miteinander in Eintracht gebracht hat. Jedes Geschöpflein erfüllt fehlerlos die ihm eigene Aufgabe ...!

Das Ablesen dieses biblischen Berichts widerspricht entschieden jeder Gott zugeschriebener Absicht dieser Art. Im Gegenteil, der biblische Autor zeigt die uns in Verwunderung versetzenden Bemühungen Gottes, dass dieses Volk samt der ganzen bedrohten Umgebung vom schon nahenden Kataklysmus gerettet werden kann. Allerdings Bedingung zur Rückwendung jenes Kataklysmus konnte keinesfalls irgendetwas anderes werden, als die vollständige Umkehr vom begangenen Übel: von den unwahrscheinlichen Entartungen im Bereich der Sexualität.

Hier erinnerungshalber die Haltung Gottes, der als der erste seinem ‘Freund’ Abraham (Jes 41,8) entgegenkommt. Und zwar nach der Ansage an Abraham, dass seine in Jahren weit vorangeschobene Frau Sara einen Nachkommen bekommt, nach dem sie sich schon ein paar Jahrzehnte gesehnt hatte, enthüllt Gott sein Vorhaben bezugs Sodom und Gomorra:

„Die Männer (die Drei geheimnisvollen Gäste Gottes)
erhoben sich von dort und schauten auf Sodom hinab.
Abraham ging mit ihnen, um sie zu geleiten.
– Da sagte der Herr:
‘Soll ich Abraham verheimlichen,
was ich tun will?’ ...” (Gen 18,16f.).

In diesem Moment führt der biblische Autor noch das Wort Gottes mit Bezug auf die Wahl des Abrahams selbst als des Erbe der messianischen Versprechungen. Diese aber stellen das nächste Zeugnis dieses Gottes dar, der immer nur das eine berücksichtigt: die Erlösung aller Menschen-PERSONEN im künftigen Nachkommen von Abraham, Jesus Christus.
– Gott spricht nämlich gleichsam zu sich selbst, allerdings in Anwesenheit des Abrahams selbst:

„Abraham soll doch zu einem großen, mächtigen Volk werden,
durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.
Denn ich habe ihn ja dazu ausersehen, dass er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm gebietet, den Weg des Herrn einzuhalten und Gerechtigkeit und Recht zu üben, damit der Herr seine Zusagen an Abraham erfüllen kann” (Gen 18,17ff.).

Erst in diesem Zusammenhang erscheinen Worte Gottes bezüglich der Entartungen, die in Sodom und Gomorra praktiziert werden. Diese Taten werden zu ‘lautem Schrei’, der um Rache vom Himmel ruft:

„Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist angeschwollen,
und ihre Sünde, ja, die ist schwer.
Ich will hinabsteigen und sehen, ob ihr verderbliches Tun wirklich dem Klageschrei entspricht,
das zu mir gedungen ist, oder nicht. Ich will es wissen” (Gen 18,20f.).

Zeugen diese Einführungsworte im Mund Gottes selbst nicht vom Willen, dass die Bewohner dieser Städte verschont werden mögen? Diese Worte, die anschaulich die „Gedanken des Herzens”  Gottes darstellen (s. Ps 33[32],11; Jer 29,11; Jes 55,8f.), streben immer zum „Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann” (vgl. Joh 14,27).

Der biblische Autor tritt jetzt an die Darstellung der verwundernden, unwahrscheinlichen Szene über, die übrigens vonseiten – wunderbar (!) – NICHT von Abraham, sondern von Jahwéh selbst provoziert wird. Der biblische Autor erwähnt deutlich, dass die zwei zuvor erwähnten Personen nach Sodom gegangen sind, wogegen, der begonnene Dialog, dieses Markten, sich zurzeit allein zwischen Jahwéh – und Abraham abspielt:

„Die Männer (= die Gott begleitenden Engel) wandten sich ab von dort
und gingen auf Sodom zu.
Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn.
Abraham trat näher und sagte:
Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen?
Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt
.
Willst du auch sie wegraffen und nicht doch dem Ort vergeben wegen der fünfzig Gerechten in ihrer Mitte? Fern sei es von dir, so etwas zu tun: den Gerechten zusammen mit dem Frevler töten. Dann ginge es ja dem Gerechten wie dem Frevler. Das sei fern von dir. Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?
– Da sprach der Herr: ‘Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte in der Stadt finde, werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben’ ...” (Gen 18,22-26).

Abraham stieg in seiner Fürsprache zwischen Gott und jenen entsetzend sündigenden Städten von 50 ‘Gerechten’ immer niedriger herab, weil er verspürte, in diesen Städten werden keine solche gefunden, um derentwillen Gott die rechtfertige Strafe erlassen könnte.
– Trotzdem Gott jedes Mal ohne zu schwanken antwortete, er werde diesen Städten den Untergang verschonen, hatte doch Abraham weiter keinen Mut, um mit seinen Fragen betreffs der Anzahl der ‘Gerechten’ noch weiter unter 10 Personen herabzusetzen. Es schien so zu sein, dass in diesen Städten keine selbst 10 Gerechte gefunden werden können.

Es wird noch erwähnt, wie von Sodom nur Lot selbst samt seiner nächsten Familie gerettet worden ist. Gott hat es getan, dass es Lot gelungen ist, die Stadt zu verlassen, wonach der angesagte Kataklysmus geworden ist. Der biblische Autor bezeichnet ihn mit schauderhaften Worten:

„... Ließ der Herr über Sodom und Gomorra
Schwefel und Feuer regnen, vom Herrn, vom Himmel herab” (Gen 19,24).

Wir betrachten diesen biblischen Fragment zurzeit einzig dazu, um wiederholt den Stil der Beziehungen Gottes abzugucken betreffs einer PERSON falls von ihr begangenen Sünden. Es geht selbst um solche Sünden, die als Überschreitung über alle Vorstellungen bewertet werden müssten, und sogar – wie im gerade erörterten Fall: um Sünden und Entartungen, die um „Rache des Himmels schreien”.

Wir überzeugen uns aber, ähnlich wie wir es in zuvorgehenden Erwägungen gesehen haben, dass alle Mutmaßungen, als ob Gott die Verdammnis irgendjemandes im Voraus anstrebte, völlig grundlos sind. Gott geht immerwährend der ERSTE dem Menschen-der-PERSON in Sünde entgegen. Er gibt sich dem Sünder zur Erinnerung sowohl in seinem Gewissen, wie in der Stimme seiner Botschafter – wie in diesem Fall durch Abraham. Er verlängert-verzögert bis zu Grenzen alles Möglichen ‘die-Stunde-die-Zeit’, dass sie sich vom begangenen moralischen Übel abwenden. Zu gleicher Zeit verzögert Gott bis zum Letztlichen das Ankommen einer Elementen-Tragödie und aller Kataklysmen. Unglücke sind niemals von Gottes Seiten als Strafe-um-der-Strafe-willen gedacht, sondern als letztliches ZEICHEN, das zur Eröffnung für Buße dienen soll, zur Sühnung Gott gegenüber und Bekehrung der Herzen.

Allerdings wenn das Gewissen die betreffenden PERSONEN schon kein Warnungszeichen anspricht, bleibt es Gott nur noch das eine: einen Kataklysmus zuzulassen. In Hoffnung, dass vielleicht solcher dramatische, in seinen Ausmaßen fürchterliche „Tag des Jahwéh” zur Besinnung und Entsühnung Gott gegenüber bringt. Wenn nicht bei allen, so zumindest bei diesen, die in der Stunde der „LETZLICHEN Gnade Gottes” erlauben, dass Gott in ihr Herz hineinkommt, Gott um Vergebung gebeten wird und die Erreichung des HAUSES des VATERS angestrebt wird.

Der biologische Tod ist nämlich niemals das größte ‘Unglück’. Drama wäre erst der Verlust des ewigen Lebens. So wäre es, falls jemand selbst die LETZTLICHE Gnade Gottes zurückweisen würde.

8. Stil der Eingriffe Gottes
in der Anfangszeit
des Erwählungsvolks Gottes

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Aufgrund der bisherigen Erwägungen müssen wir feststellen, dass das VORHABEN Gottes betreffs irgendwelcher PERSON – vonseiten GOTTES niemals irgendwelcher geringsten Schwankung weder erlag, noch irgendwann erliegen wird, noch wird es einmal zurückgezogen werden. Nicht umsonst hat Gott jede einzelne PERSON (sowohl der Engel, wie auch der Menschen) schon „vor der Gründung der Welt” (Jer 1,4; Eph 1,4) erwählt und ihr die einzige „VORHERBESTIMMUNG” – im Gottes dieses Wortes Sinn angeboten:

„Gepriesen sei der Gott und Vater
(erste Person der Trinität)
unseres Herrn Jesus Christus !
(Zweite Person der Trinität) ...
Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet
durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
Denn in ihm (im Sohn: Jesus) hat er uns
ERWÄHLT VOR der Grundlegung der Welt,
damit wir HEILIG und UNTADELIG leben vor ihm.
Er hat uns aus Liebe (Dritte Person der Trinität: der Heilige Geist)
im Voraus dazu bestimmt,
seine SÖHNE zu werden durch Jesus Christus
und zu ihm gelangen nach seinem gnädigen Willen (Gottes VORHABEN),
zum Lob seiner herrlichen Gnade.
Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn (in Seinem Sohn Jesus)(Eph 1,3-6).

Est ist allerdings offensichtlich, dass Gott das faktische Erlangen der endgültigen Erlösung, also dass sich die Person letztlich im „HAUS des VATERS” findet, von der Entscheidung des freien Willens jeder einzelnen PERSON abhängig gemacht hat. Das gilt sowohl für die Engel, wie die Menschen. Auf die Problematik der ‘Engel’ kehren wir nicht mehr zurück, sondern beschränken uns entschieden auf die PERSONEN der Menschen selbst.

Zurzeit springen wir um ein paar Jahrhunderte zwischen der Generation Abraham und der Epoche von Moses, also des Exodus der Hebräer-Israeliten aus Ägypten (das heißt vom ca. 19.-18. Jh. bis zur Hälfte des 13.Jh. vor Chr.). Wir möchten weiter wenigstens oberflächlich den WILLEN GOTTES betreffs der ewigen Erlösung einer jeden der PERSONEN betrachten. Gott bleibt ganz offen TREU (s. das hebr.: hémet = unbrüchiges Verharren, Treue; übersetzt nicht allzu präzise als ‘Wahrheit’, gr.: alétheia) zu den Verheißungen, die Er den Patriarchen gegeben hat – angefangen von Adam, dann Noach, wonach immer näher unseren strikt geschichtlichen Zeiten: Abraham-Isaak-Jakob.

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Hier einer der schön sich präsentierenden Segelschiffe am Meer. Der Name dieses Schiffs: „Mare Frisium”, gebaut 2001, Eigentümer: Nordevent.

Gott der ‘Verheißungen’ erschien zu bestimmter Stunde dem Mose, als er die Schafe seines Schwiegervaters gehütet hat. Gott stellte sich ihm vor, berief sich auf die Verheißungen, die den Vor-Vätern gegeben wurden, bestätigte seine unbedingte Treue zu den früheren Verheißungen. Es ist gerade die Zeit ihrer Erfüllung angekommen:

„... Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen
und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört ...
Ich bin herabgestiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen
und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land,
in ein Land, in dem Milch und Honig fließen ...
Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao.
Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus! ” (Ex 3,7ff.).

Wir zeigen hier die ganze Reihe der verhältnisweise ausführlich im Gottes-Geschriebenen-Wort dargestellten Ereignisse nicht, sondern sammeln uns auf dem grundsätzlichen Faden des laufenden Themas: ob Gott zu seinem VORHABEN: der Erlösung der Menschen – treu ist, oder doch zumindest einige Menschen von vornherein auf Verdammnis verurteilt.

(0,36 kB) Wir bemerken ohne Schwierigkeiten, dass sich Gott nach eigener ‘Zeiteinteilung’ richtet, was die Verwirklichung seiner feierlichen Verheißungen angeht.
– So könnten wir hier die mehrmals versprochenen Verheißungen an Abraham übergehen, dass nämlich Erbe der messianischen Verheißungen sein eigener Sohn sein wird, dem er den Namen Isaak geben wird (Gen 17,19). Indessen die Ehe von Abraham-Sara war dauernd kinderlos. Ab den Abraham feierlich versprochenen messianischen Verheißungen sind schon ein paarzehnte Jahre verflossen, bis zuletzt sowohl er selbst, wie seine Ehegattin Sara schon längst die Jahresschwelle überschritten hatten, wann eine Nachkommenschaft in die Welt kommen konnte. Gott hat Abraham diesbezüglich auf Probe bis zu Grenzen der absoluten Unmöglichkeit ausgesetzt. Und erst dann begann Er mit der Verwirklichung seiner Verheißungen. Das geschah kurz vor dem Untergang von Sodom und Gomorra (Gen 18,9-15). Zur Zeit der Geburt des erwarteten Isaaks war Abraham, sein Vater, schon 100 Jahre alt, und Sara, seine Ehegattin war Frau mit 90 Jahren alt (Gen 17,17).

(0,36 kB) Ähnlich, wenn menschlich gesehen nicht noch wesentlich schwieriger, geschah es mit der Verwirklichung der Verheißungen Gottes im Zusammenhang mit dem Ausgang der Hebräer-Israeliten aus Ägypten. Auf den ‘Uhren der Zeit Gottes’ waren es nicht nur ein paarzehnte Jahre, sondern ein paar Jahrhunderte Jahre verflossen. Die Hebräer wurden mittlerweile vonseiten der Ägypter auf die Rolle der Sklaven heruntergebracht und wurden zu unmenschlichen, schweren Arbeiten genötigt. Für den Alltag wurden sie von Aufsehern geschlagen, sooft sie die ihnen auferlegte Fronarbeit nicht vollbringen konnten (Ex 5,13ff.n).

(0,35 kB) Anderseits wie menschlich gesehen sehr schwierig war die ungemein unannehme und tödlich gefährliche Mission, mit der Jahwéh Mose beauftragt hat, dass er nämlich dem Farao auf Jahwéh’s Geheiß sagen sollte:

„So spricht Jahwéh, der Gott Israels:
Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste
ein Fest feiern können” (Ex 5,1; usw.).

Mose entschuldigte sich vor Jahwéh und wollte diesen Auftrag auf sich auf keinen Fall nehmen. Letzten Endes hat er aber den Willen von Jahwéh angenommen. Jahwéh hat ihm seinen 7 Jahr jüngeren Bruder Aaron zur Hilfe gegeben: dieser konnte geläufiger als Mose sprechen (Ex 4,10-17; 6,9-13.30; 7,1nn).

(0,38 kB) Es zeigte sich, dass alle diese Schwierigkeiten ein NICHTS angesichts des unbeugsamen WILLENS von Jahwéh selbst darstellen. Es galt für die Verwirklichung der einmal geschenkten Verheißung, die übrigens Jahwéh in bestimmten Abständen immer wieder bestätigte. So hat er zugleich die HOFFNUNG und ZUVERSICHT der Hebräer, der künftigen Israeliten unterhalten. Und zwar dieser UNSER Gott, dessen Name JAHWÉH ist, ist unabhängig von menschlich gesehen unmöglich zu überwindenden Schwierigkeiten – Gott nicht nur der Verheißungen,, sondern auch der unbeugsam treuen Verwirklichung der einmal angesagten Verheißungen.

Das Volk der Hebräer, später Israel genannt – wurde in der Menschengeschichte das einzige Volk, das im Laufe seiner schwierigen Geschehnisse, mehrmaliger Judenpogrome – die Gewissheit lebte, dass Gott alle messianischen Hoffnungen in Erfüllung bringt. Denn ‘UNSER’ Gott ist Gott nicht nur der Verheißungen, sondern er verfügt über die ALLMACHT, in deren Kraft er auch alle seine Verheißungen in Erfüllung zu bringen versteht.

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Sechstes Kapitel


OB GOTT SEIN VORHABEN
DER ERLÖSUNG
ALLER MENSCHEN
WEITER UNTERHÄLT

*       *       *
Mein Volk!
Was habe ich dir getan?

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1. Übersicht der weiteren Geschichte:
Allgemeines VORHABEN Gottes

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a. Liebevolles VORHABEN Gottes
und fortbestehendes
MISS-Trauen des VOLKS

In bisherigen Erwägungen wurde versucht, den Stil der Beziehungen Gottes zum Menschen-in-Sünde abzugucken. Gott hat jede PERSON als sein lebendiges EBENBILD-Ähnlichkeit schon vor der Gründung der Welt zur Gnade und Ehre im HAUS des VATERS vorherbestimmt. Dennoch das tatsächliche Erlangen des unsterblichen Glücks im HAUS des VATERS im Glanz der Gnade und Ehre hat die „liebende Allmacht des Schöpfers” (DeV 33) von der persönlichen Antwort jeder einzelnen PERSON abhängig gemacht. Das Erreichen des Glücks im Himmel schlägt Gott der einzelnen PERSON immer nur als Möglichkeit, nicht aber irgendwelche Nötigung vor. Darin offenbart sich die Distanz Gottes und die Achtung vor dem eigenen Geschöpf. Gott hat nämlich jede PERSON mit tatsächlichem, das heißt nicht einzig fiktivem freien Willen beschert.

Gott prägt nämlich in das Gewissen jedes Empfangenen in unabwischbarer Art und Weise die Zehn Gebote ein. Ihre Befolgung schlägt Er als Weg vor, der ganz gewiss erlaubt, die ewige Glückseligkeit zu erreichen. Diese Gebote sind aufgrund der Einsetzung Gottes zwar Gebote, also keine nur beliebige Option-Möglichkeit-Anempfehlung. Dennoch sie sind niemals Erpressung irgendeiner Verhaltensweise, indem doch jede PESON mit tatsächlichem FREIEN Willen beschenkt wird.

Die Gebote sind auch niemals Einschränkung der Handlungs-Freiheit. Ihr Ziel strebt die Förderung und Entwicklung der Würde jeder PERSON an. Lässt sich die PERSON nach der Priorität im Leben des GEISTES leiten (des Heiligen GEISTES !) über das Fleisch (s. die Worte Jesu: Joh 6,63; und die Erklärung Johannes Paul II. dazu, s.z. B.: Würde des Leibes belebt mit dem Heiligen Geist (Joh 6), lässt sie nicht dazu, dass der blindtätige Druck ‘des Fleisches’ über sie herrscht. Demzufolge wird sie „Teilnehmer an der Natur Gottes” (2 Petr 1,4). Daselbst schließt sich für sie das „HAUS des VATERS” auf, wenn sie die Probezeit in der Phase des ihr geschenkten Lebens in Treue übersteht.


Die zuvor dargestellten Erwägungen galten für die Epoche des Ersten Menschen im Paradies und der nächstfolgenden Zeiten. Ausführlicher haben wir die gegenseitigen Beziehungen des Volks Gottes der Ereignisse des Auszugs der Hebräer von Ägypten betrachtet. So sind wir zum unbehebbaren Schluss gekommen:

(0,38 kB)  Gott hat nie und niemals den allgemeinen Willen der Erlösung jeder Menschen-PERSON – weder zurückgezogen, noch sie irgendwie beschränkt. Dieser Wille wird auch niemals einer irgendwelchen Schwankung erliegen. Und daher – wenn also Gott seinem Wesen nach UNVERÄNDERLICH ist, bleibt Er zu seinem VORHABVBEN unbedingt TREU, dass Er nämlich jede der PERSONEN in das HAUS des VATERS führen will.

(0,38 kB)  Wir sind uns aber bewusst, dass die UR-Eltern schon im Paradies ungemein leicht der Überredung-Versuchung des BÖSEN: Satans, erlagen. Dieser aber, als Reiner Geist – kennt keine Ermüdung. Er ist und bleibt für immer Autor, der den „Bazyllus des Widerspruchs” (DeV 38) in jeden einzelnen Menschen einzusickern sucht. Er ist es zugleich, der wie ein „brüllender LÖWE umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann” (1 Petr 5,8). Derselbe BÖSE: Satan, wird nicht nur niemandem zu irgendwelcher Hilfe kommen, wenn er in die Sünde fällt, sondern im Gegenteil, er unternimmt dann unermüdlich weitere Bemühungen, um zum endgültigen Abblocken aller Kontakte des Menschen zu Gott zu führen, dagegen den Menschen selbst ... in Verzweiflungszustand zu werfen.

b. Schmerzensvoll
Gott treffendes MISS-Trauen
zu seinem VORHABEN

Man bemerkt mit Leichtigkeit – was die Epoche des Exodus der Hebräer von Ägypten angeht, dass zumindest ein bedeutender Teil der damaligen Hebräer das „HERZ” selbst Gottes ununterbrochen verwundet hat, trotzdem Gott mit überaus großer Herzensgerürtheit und Liebe gleichsam PERSÖNLICH die Verwirklichung der einmal den UR-Eltern gegebenen Verheißungen auf sich genommen hat: dass er sie in das Land der Verheißung führen wird, nur dass dieses Land der Verheißung nach dem urewigen VORHABEN Gottes die Rolle einzig des Bildes-Symbols erfüllen sollte betreffs des endgültigen Ziels des Existierens jeder PERSON. Es galt doch zuletzt immer um das glückliche Erreichen dereinst des „HAUSES des VATERS(Joh 14,2).

Mose hat es bei jeder Gelegenheit der Gesellschaft des damaligen Gottes Volkes zum Bewusstsein gebracht. So war es beispielsweise nach der Rückkehr der Kundschafter, die das Land Kanaan betrachten sollten. Mose suchte damals die allgemein revoltierenden Stimmungen zur Beruhigung bringen:

„... Doch ihr habt euch geweigert hinaufzuziehen,
Ihr habt euch dem Befehlt des Herrn, eures Gottes, widersetzt
und in eueren Zelten den Herrn verleumdet und gesagt:
Weil er uns hasst, hat er uns aus Ägypten geführt.
Er will uns in die Hand der Amoriter geben, um uns zu vernichten.
Wohin sollen wir ziehen?
Unsere Brüder haben uns das Herz verschmolzen,
als sie berichteten: Ein Volk, größer und höher gewachsen als wir,
Städte, groß, mit himmelhohen Mauern.
Sogar Anakiter haben wir dort gesehen!’

Da habe ich zu euch gesagt:
Ihr dürft nicht vor ihnen zurückweichen und dürft euch nicht vor ihnen fürchten.
Der Herr, euer Gott, der euch vorangeht, er wird für euch kämpfen,
genauso, wie er vor euren Augen in Ägypten auf eurer Seite gekämpft hat.
Das Gleiche tat er in der Wüste, die du gesehen hast.
Da hat der Herr, dein Gott, dich auf dem ganzen Weg, den ihr gewandert seid, getragen, wie ein Mann sein Kind trägt,
bis ihr an diesen Ort kamt.
– Trotzdem habt ihr nicht an den Herrn, euren Gott, geglaubt, der euch auf dem Weg vorangeht, um euch die Stelle für das Lager zu suchen.
Bei Nacht geht er im Feuer voran, um euch den Weg zu zeigen, auf dem ihr gehen sollt, bei Tag in der Wolke.’ ...” (Dtn 1,26-33).

Die hier erwähnte Sünde des äußersten und ständig andauernden MISS-Trauens, mit dem eine bedeutende Mehrheit der Hebräer JAHWÉH getrachtet hat, war wohl und ist weiter eine der am empfindsamten vonseiten JAHWÉH’s selbst auf seine Gottes Weise ‘gelebte’ Sünde einer jeden PERSON, wie auch des ganzen VOLKS der Gottes Auserwählung.

Das geschieht jedesmalig infolge der meisterhaften Künstlereien, die vom „VATER der Verlogenheit” (Joh 8,44) unternommen werden, der der PERSON, und selbst dem ganzen Volk als der „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37) einredet, Gott liebe sie nicht nur NICHT, sondern ist ihr schlimmstmöglicher Feind, dem man mit allen Kräften widerstehen soll.

Kein Wunder, dass hier und da im Gottes-Geschriebenem-Wort das Echo einiger eigenartigen autobiographischen Eröffnungen der zutiefst verwundeten LIEBE vonseiten Gottes selbst gefunden werden kann. Dessen Zeugnis sind z.B. die Klagen-Beschwerden Jahwéh’s, die bei dem Propheten Micha gefunden werden können (er betätigte sich als Prophet großenteils parallel zu Proto-Jesaja: in der zweiten Hälfte des 8. Jh. vor Chr.).

Die Worte Jahwéh werden in diesem Fall gleichsam in das WELTALL gesendet. Es soll Zeuge der erschütternden Worte Jahwéh sein angesichts des gleichsam entwaffnenden Misstrauens des Volks Gottes zu Ihm:

„... ‘Hört doch, was der Herr sagt:
Auf, tritt an zum Rechtsstreit mit den Bergen,
die Hügel sollen deine Stimme hören!
Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des Herrn,
und ihr beständigen Fundamente der Erde!
– Denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk,
er geht mit Israel ins Gericht.
Mein Volk, was habe ich dir getan,
und womit habe ich dich ermüdet?
Antworte mir!
Fürwahr, ich habe dich doch aus dem Land Ägypten heraufgeführt,
und dich freigekauft aus dem Sklavenhaus.
Ich habe Mose vor dir hergesandt und Aaron und Mirjam.
Mein VOLK, denke doch an das, was Balak plante,
der König von Moab,
und was ihm Bileam antwortete, der Sohn des Beor.
Was zwischen Schittim und Gilgal geschah,
damit du die gerechten Taten des Herrn erkennst !’ ...” (Mi 6,1-5).

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Seit dem Ende der biblischen SINTFLUT wurde der REGENBOGEN Anzeichen des besonderen Bundes, den Gott mit der Menschenfamilie geschlossen hat. Es galt für die schon erneuerte Menschenfamilie, nach dem schauderhaften Kataklysmus der Sintflut (s. Gen 6-9).
– Es kommen wunderschöne Regenbogen vor: manchmal doppelte. Sie wecken jedesmalig Entzückung und Hoffnung: die Versöhnung des Himmels mit der Erde, trotzdem schreckliche Entartungen der Menschenfamilie immer wieder zurückkehren, die eine erneuerte ‘Säuberung’ mit einer nächsten Sintflut voraussetzen, beziehungsweise ein neues Geschick, wie es im Fall von Sodom und Gomorra war (s. Gen 17-18)
.

Soll man sich noch wundern, dass auch der Sohn Gottes, der Erlöser des Menschen, gleichsam den Schmerz seines GÖTTLICH-MENSCHLICHEN ‘Herzens’ nicht ertragen konnte, als Er in letzten Tagen vor seinem Erlösungstod als „Sühne für unsere Sünden, und nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt ” (1 J 2,2) seinen Jüngern begründete, dass der ihn erwartende „Fortgang” Voraussetzung ist, dass Er zu ihnen den „Heiligen GEIST, den TRÖSTER senden kann” (Joh 16,7).
– Bei Gelegenheit – gleichsam unbemerkt, drückt Er seinen Schmerz aus wegen des MISS-Trauens, mit der beinahe der bedeutende Teil des damaligen Gottes-Volks seine Sendung als Sohnes Gottes und Erlösers angenommen hat.

Hier die Worte Jesu vom Heiligen Geist und seinen Aufgaben als Kontinuators seiner Erlösungs-Sendung als Sohnes Gottes:

„Und wenn er kommt, wird er die Welt der Sünde überführen
und der Gerechtigkeit und des Gerichts.
– Der SÜNDE, weil sie NICHT an mich GLAUBEN;
– Der GERECHTIGKEIT, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
– Des GERICHTS, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist ...” (Joh 16,8-11).
(s. die tiefen Erwägungen zu dieser geheimnisvollen Aussage: Enzyklika DeV 27.29.41)
.

Der Heilige Vater erklärt zu diesem Gedanken:

„Wenn Jesus am Vorabend des Osterfestes vom Heiligen Geist als jenem spricht, der ‘die Welt der Sünde überführen wird’, muss man seiner Aussage einerseits den größtmöglichen Umfang beimessen, insofern sie die Gesamtheit der Sünden in der Geschichte der Menschheit umfasst.
– Wenn Jesus andererseits jedoch erklärt, dass diese Sünde darin besteht, dass ‘sie nicht an ihn glauben’, so scheint dieser Umfang sich auf diejenigen zu beschränken, die die messianische Sendung des Menschen-Sohnes verworfen und ihn zum Kreuzestod verurteilt haben.
– Aber es ist offenkundig, dass dieser mehr ‘eingeschränkte’, geschichtlich festgelegte Umfang der Bedeutung von Sünde schließlich universale Ausmaße annimmt aufgrund der Universalität der Erlösung, die durch das Kreuz vollbracht worden ist.
– Die Offenbarung des Geheimnisses der Erlösung eröffnet den Weg zu solchem Verständnis, in dem jede Sünde, wo und wann auch immer sie begangen wurde, auf das Kreuz Christi bezogen wird – und so indirekt auch auf die Sünde jener, die ‘nicht an ihn geglaubt haben’, indem sie Jesus Christus zum Tod am Kreuz verurteilt haben” (Joh 16,8-11) (DeV 29).

Ein ähnliches, zumindest Echo vom Schmerz des Herzens Jesu kann leicht von einer Reihe noch anderer Stellen des Johannes-Evangeliums abgelesen werden, z.B.:

– „ER war in der Welt,
und die Welt ist durch IHN geworden.
aber die Welt hat IHN nicht erkannt.
Er kam in sein EIGENTUM,
aber die SEINEN nahmen IHN nicht auf ...” (Joh 1,10f.)

Vom Nachtgespräch Jesu mit dem Nikodemus:

„Darin aber besteht das Gericht.
Das LICHT kam in die Welt,
doch die Menschen liebten die Finsternis mehr liebten als das Licht;
denn ihre Taten waren böse” (Joh 3,19)

Von der Apologie Jesu, Joh 5:

„Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat Zeugnis über mich Zeugnis abgelegt.
Ihr habt weder seine Stimme je gehört noch seine Gestalt gesehen
und auch sein Wort bleibt nicht in euch,
weil ihr Dem NICHT GLAUBT, Den er gesandt hat.
– Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige LEBEN zu haben:
gerade sie legen Zeugnis über mich ab.
Und doch wollt ihr nicht zu Mir kommen, um das LEBEN zu haben.
Ehre von Menschen nehme ich nicht an.
Ich habe euch jedoch erkannt, dass ihr die LIEBE zu Gott NICHT in euch habt.
Ich bin im Namen meines Vaters gekommen und ihr NEHMT MICH NICHT an ...”
(Joh 5,37-43)

Vom Endteil der Eucharistischen Ansprache, als viele von Jesus weggingen:

„Da fragte Jesus die Zwölf:
‘Wollt auch ihr weggehen’?
Simon Petrus antwortete Ihm:
Herr, zu WEM sollen wir gehen?
Du hast WORTE – des ewigen LEBENS’ ...
(Joh 6,67f.)

Vom Endteil Joh 10:

„Wenn Ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe,
dann glaubt mir nicht!
Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt –
wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt!,
Dann werdet ihr erkennen und einsehen,
dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin ...” (Joh 10,37f.)

Von letzten Tagen vor dem Erlösungs-Leiden:

„... Dennoch kamen sogar von den führenden Männern
viele zum Glauben an Ihn.
Aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht offen,
um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden.
Denn sie liebten die Ehre der Menschen
mehr als die Ehre Gottes
...” (Joh 12,42f.)


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ks. Paweł Leks, SCJ
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Tarnów, 1.IX.2021.
RE-Lektüre: Tarnów, 17.VI.2022.

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5.Kap. ERSCHAFFT GOTT-DER-LIEBE VON VORNHEREIN ZUR
VERURTEILUNG ? – Liebende Allmacht des Schöpfers und das ‘NEIN’
der Menschen-PERSON


1. Saat des VERKEHRTEN: Bazyllus des Widerstands
2. Gott bei Erschaffung des Menschen als sein „EBENBILD-Ähnlichkeit”
3. Gott angesichts des ‘NEIN’ seines EBENBILDES-Ähnlichkeit
4. Sünde im Paradies und der in seiner Liebe zurückgewiesene Gott
a. Unerwartete Reaktion Gottes angesichts des ‘NEIN’ der PERSON
b. Gott lässt sich von Dem BÖSEN (= Diesem BÖSEN) nicht besiegen
c. Hymne der Dankbarkeit Gott dem Erlöser
5. Gottes Erwartung und der freie Wille von Kain
6. Angesichts der irreversiblen Hartnäckigkeit im ÜBEL der Menschheit
in der Zeit der Sintflut

7. Ob Gott die ewige Verdammnis für die Bewohner von Sodom-Gomorra
beabsichtigt hat?

8. Stil der Eingriffe Gottes in der Anfangszeit des Volks Gottes Erwählung

6.Kap. OB GOTT SEIN VORHABEN DER ERLÖSUNG ALLER MENSCHEN
WEITER UNTERHÄLT. – Mein Volk! Was habe ich dir getan?


1. Übersicht der weiteren Geschichte: Allgemeines VORHABEN Gottes
a. Liebevolles VORHABEN Gottes und fortbestehendes MISS-Trauen
des VOLKS

b. Schmerzensvoll Gott treffendes MISS-Trauen zu seinem
VORHABEN



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