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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s.Literatur
Spezial-Link zur Tabelle: Blasphemie gegen den Heiligen Geist

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Zwölftes Kapitel


JOANNES PAUL II.
ZUR BLASPHEMIE
GEGEN DEN HEILIGEN GEIST

*       *       *
Die Kirche bittet Gott beständig,
dass das Gewissen das Gespür
für Gut und Böse nicht abstumpft

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Es vergehen Jahre, als Johannes Paul II., der Karol Wojtyła, in das HAUS des VATERS angenommen worden ist. Mittlerweile wurde er Selig- und Heiliggesprochen. In der Zeit seines langen Pontifikats schonte er keine Mühe, um im Einklang mit der ihm vom Erlöser selbst anvertrauten Sendung, die „Brüder im GLAUBEN zu stärken”   (Lk 22,32). Es ist wohl schwer ohne aufrichtige Verwunderung, aber umso mehr ein aufrichtiges Dankwort – nicht in das Reichtum der von ihm geschriebenen Enzykliken, Adhortationen, Apostolischen Briefen usw. einzudringen. Jedes dieser Dokumente ziemt es sich als einen Millenniumsschritt zu bezeichnen, was die Einführung der Kirche Christi am Umbruch des zweiten-dritten Tausendjahres in ein immer tieferes VERSTÄNDNIS des Erlösungs-Werks angeht, wie auch in die sich fortwährend erneuernden, fruchtbringenden weiteren ‘Lichtchen’, die bisher ein Leben noch nicht allzu voll entwickelter Knospen der Wahrheit der Offenbarung Gottes geführt haben.

Wie dürften in diesem Reichtum des Magisteriums Johannes Paul II. deutliche Beziehungen fehlen an das Drama der Blasphemie gegen den Heiligen Geist! Dieser Thematik widmete Papst Karol Wojtyła seine Aufmerksamkeit besonders in seiner Enzyklika vom Heiligen GEIST: „Dominum et Vivificantem – Den Herrn und Lebendigmachenden” : 1986 (s. Nr. 46-48) und mehr mittelbar in seiner Apostolischen Adhortation „Reconciliatio et Poenitentia – Versöhnung und Buße” (1984: s. Nr. 14-22).

1. Blasphemie
gegen den Heiligen Geist
in der Enzyklika vom Heiligen Geist

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In seiner Enzyklika vom Heiligen Geist widmete Johannes Paul II. manche Reflexionen zur Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist im Abschnitt Nr.46-48. Seine Erwägungen laufen parallel zu Schlüssen, zu denen auch wir gekommen sind, ab.

Es müsste allerdings festgestellt werden, dass Johannes Paul II. seine Reflexionen hauptsächlich im Anschluss an die Wirklichkeit entwickelt, die ab dem schon vollbrachten Erlösungswerk beginnt. In seinen Erwägungen stellt er vor, wie der Heilige Geist in die Kontinuität des Erlösungswerks ab der Stunde eintritt, als der Sohn Gottes am Kreuz der Erlösung hängen geblieben und auferstanden ist.
– Hier seine einführenden Worte:

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Dieses Foto stellt zwei Damen aus Peru in ihrer Regionaltracht vor. Es ist Gebirgsland. Sie stehen mit ihren geliebten Lamas und einem noch anderen Geschöpf da. Möge ihre Lächeln eine große Dankhymne für das geschenkte Leben werden – trotz den vielfältigen schwie-rigen Lebensbedingungen – am Weg jedes Einzelnen, den Gott vom NICHT-Sein zum Dasein und Existieren gerufen hat – als Vorbereitung zum Leben für immer, unsterblichen, aber schon im HAUS des VATERS.

„Es bildet sich so ein enges Band zwischen dem Senden des Sohnes und der Aussendung des Heiligen Geistes. Es gibt keine Sendung des Heiligen Geistes (nach der Ursünde) ohne das Kreuz und die Auferstehung: ‘Wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen’.
– Es bildet sich auch ein enges Band zwischen der Sendung des Heiligen Geistes und der Sendung des Sohnes innerhalb des Erlösungs-Werks.
– Die Sendung des Sohnes findet in gewissem Sinne ihre ‘Vollendung’ in der Erlösung. Die Sendung des Heiligen Geistes ‘schöpft’ aus der Erlösung: ‘Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden’ (Joh 16,15).
– Die Erlösung wird in ihrer Gesamtheit vollbracht vom Sohn als dem Gesalbten, der in der Kraft des Heiligen Geistes gekommen ist und gehandelt hat, indem er sich schließlich am Holz des Kreuzes als Ganzopfer hingegeben hat.
– Aber zugleich wird diese Erlösung im Herzen und Gewissen der Menschen – in der Geschichte der Welt – vom Heiligen Geist, dem ‘anderen Tröster’ ständig gewirkt ...” (DeV 24).

Johannes Paul II. greift demnach einen etwas anderen Faden der Sendung des Heiligen Geistes auf. Die Verwirklichung dieser Aufgabe des Heiligen Geistes beginnt in vollem Ausmaß erst ab der Stunde an der Auferstehung des Gekreuzigten Sohnes Gottes. Ab dieser Stunde beginnt die von nun an nicht mehr endende weitere Sendung des Heiligen Geists. Er wird von nun an – um den Preis des vorangegangenen „Fortganges Christi”, das heißt seiner entsetzenden Passion und seines grausamen Todes am Kreuz der Erlösung – zusammen mit Dienern der Kirche Christi die Aufgabe erfüllen – der Überzeugung der Welt der Sünder betreffs drei Sachen: der Sünde – der Gerechtigkeit – und des Gerichts.

So hat es formuliert und die Erfüllung dieser Verpflichtungen Jesus selbst bei seiner Abschiedsrede nach dem Letzten Abendmahl erklärt:

„Es ist gut für euch, dass ich fortgehe.
Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Tröster nicht zu euch kommen.
Gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.
Und wenn er kommt, wird er die Welt
der Sünde überführen, und der Gerechtigkeit und des Gerichts.
Der SÜNDE, weil sie nicht an mich glauben.
Der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht.
Des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist” (J 16,7-11).

Gut dass ich fortgehe ...

Jesus hebt mit großem Nachdruck hervor, dass es „nützlich ist, wenn er zum VATER fortgeht”. Das hier von Jesus angewandte Zeitwort ‘fortgehen’, das angeblich nebenbei von seinem Mund herauskommt, befindet sich in der jetzt angeführten Abschiedsrede nach dem Letzten Abendmahl ein paarmal, u.a. im Anschluss an das erwähnte „HAUS des VATERS”:

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren.
Glaubt an Gott und glaubt an Mich !
(Jesus fordert hier den Glaubens-Akt an seine Gottheit !).
Im Haus meines VATERS gibt es viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt.
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.
(= in wenigen Minute die beginnende Erlösungs-Passion)
Wenn ich gegangen bin (= die entsetzenden blutigen Qualen des Erlösungs-Leidens)
und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme ich wieder (= Stunde des Sterbens jedes Menschen)
und werde euch zu Mir holen (= in Folge der Antwort des Sterbenden: ob er Christus lieben WILL ?),
damit auch ihr dort seid, wo ICH BIN(= Namen Gottes: der Himmel) ...” (Joh 14,1-3).

Wir senken uns hier nicht in den ausführlichen in der Enzyklika verarbeiteten, hinreißenden Kommentar Jesu zu diesen drei erwähnten Bereichen ein, in denen der Heilige Geist durch die Apostel und andere Diener des WORTES Gottes die Welt überzeugen wird über: die Sünde, Gerechtigkeit, das Gericht. Johannes Paul II. hat das alles in den Erwägungen des ganzen zweiten Teiles seiner Enzyklika vom Heiligen Geist verarbeitet (in Nummern: 27-48).

2. Die angeführte Fassung
des Hl. Thomas
über die Blasphemie
gegen den Heiligen Geist

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Johannes Paul II. benutzt in der Betrachtung zur Blasphemie gegen den Heiligen GEIST die Besprechung zu dieser Sünde in der Fassung des Hl. Thomas von Aquin. Siehe hier die Erwägung darüber bei dem hl Thomas, aber bereichert um die Reflexionen des Hl. Johannes Paul II. in der erörterten Enzyklika:

„... Was ist unter dieser Lästerung zu verstehen? Der heilige Thomas von Aquin antwortet, dass es sich hier um eine Sünde handelt, ‘die ihrer Natur nach unvergebbar ist, weil sie jene Elemente ausschließt, derentwegen die Vergebung der Sünden geschieht’ ...
– Wir wissen, dass die Frucht einer solchen Reinigung die Vergebung der Sünden ist. Wer also den Geist und das Blut zurückweist, verbleibt deshalb in ‘toten Werken’, in der Sünde. Die Lästerung gegen den Heiligen Geist besteht gerade in der radikalen Verweigerung der Annahme jener Vergebung, deren innerster Ausspender der Heilige Geist ist und die eine echte Bekehrung voraussetzt, die von ihm im Gewissen gewirkt wird.
– Wenn Jesus sagt, dass die Lästerung gegen den Heiligen Geist weder in diesem noch im zukünftigen Leben vergeben wird, dann liegt der Grund darin, das diese ‘Nicht-Vergebung’ ursächlich mit der Unbußfertigkeit verbunden ist, das heißt mit der radikalen Weigerung, sich zu bekehren. Dies bedeutet eine Weigerung, sich den Quellen der Erlösung zu nähern, die jedoch in der Heilsordnung, in der sich die Sendung des Heiligen Geistes vollzieht, ‘immer’ geöffnet bleiben.
– Der Tröster-Geist hat die unbegrenzte Macht, aus diesen Quellen zu schöpfen: ‘Er wird von dem, was mein ist, nehmen’, hat Jesus gesagt. Auf diese Weise vollendet er in den Seelen der Menschen die von Christus gewirkte Erlösung, indem er deren Früchte austeilt.
– Nun ist aber die Lästerung gegen den Heiligen Geist die Sünde jenes Menschen, der sich auf sein vermeintliches ‘Recht’ zum Verharren im Bösen – in jeglicher Sünde – beruft und dadurch die Erlösung verwirft. Ein solcher Mensch bleibt in der Sünde gefangen, indem er von seiner Seite her seine Bekehrung und damit die Sündenvergebung unmöglich macht, die er als unwesentlich und unbedeutsam für sein Leben erachtet. Dies ist eine Situation des geistlichen Ruins; denn die Lästerung gegen den Heiligen Geist erlaubt es dem Menschen nicht, sich aus seiner selbstverhängten Gefangenschaft zu befreien und sich den göttlichen Quellen der Reinigung der Gewissen und der Verzeihung der Sünden zu öffnen” (DeV 46).

Mit diesen – unsere zusammenlaufende Schlüsse

Der Hl. Johannes Paul II. kommt so zu ähnlichen Schlüssen, wie sie sich auch uns bei Erwägungen über die Sünde des Teils von Engelen kurz vor jenem geheimnisvollen Kampf, der sich im Himmel abgespielt hat, aufgedrungen haben. Die aufständischen Engel haben sich zu Gott, in empfundener von Gott empfangener mächtigen Gewalt und einer unvorstellbaren Intelligenz so bezogen, als ob alles ihr Eigentum und ihr Verdienst wäre, so dass Gott ihnen nicht mehr nötig ist. Sie haben sich selbst eingeredet: Wir können UNS SELBST einrichten – „OHNE Gott, wenn nicht sogar Gott zum TROTZ” (RP 14).

Gott, der der einzige die Größe und Würde der Ausstattung kennt, die Er einer PERSON geschenkt hat in Form des freien Willens, hat sich vor der Majestät der Entscheidung des freien Willens seines eigenen Geschöpfs zurückgezogen. Gott hat nur auf dieser Entscheidung – mit Schmerz seines daselbst ontologisch verschändeten Herzens – seinen Siegel gelegt, indem Er die Forderung dieser tragischen Entscheidung des Geschöpfs seiner Vorliebe erfüllt hat:

„Kind meiner Schöpfer-Liebe, meines Schöpfer-Schmerzes !
– Du wünschst Dir es nicht, dass das Liebe sprühende Leben der Gnade, die im Heiligen Geist in das Innere deines Herzens herabfließt, in dir verweilt. Mit Herzens-Schmerz erfülle ich die Forderung deines freien Willens: bleibe demnach selbst-für-DICH – wie du es forderst, für Ewigkeit zu Ewigkeit.
– Trotzdem du die ewige Glückseligkeit zurückweist, die für jene vorbehalten ist, die sich sperrangelweit für den Gekreuzigten-Auferstandenen Erlöser ihrer Seelen aufschließen – unterhalte ich weiter unabruflich die dir geschenkte Unsterblichkeit. Sie hat sich auf deinen Wunsch und deine Forderung in unsterbliches Existieren umgewandelt in Qualen ‘des Sees von brennendem Schwefel’ (Offb 21,8). Dies ist der völlige Gegensatz zur Wirklichkeit, für die ich dich erschaffen habe und zu der ich dich bestimmt habe. Du hast dieses mein Angebot ... verschmäht: do wolltest in das ‘... HAUS des VATERS des VATERS’ ...”
nicht finden ...

Der Heilige Vater erwähnt in diesem Zusammenhang die Umstände, die die Erscheinung solcher Art dramatischer Absperrung der von Gott angebotenen Quellen begünstigen. Von ihnen würden in das Gewissen ganze Springquellen der Gnaden des Heiligen Geistes herabfließen. Denn nur durch IHN wurzelt sich Gott-die-LIEBE im menschlichen Herzen hinein.

Zur entschiedenen Blockade für alle Gaben Gottes wird die ganze Geschichte hindurch des Menschen ein doppelter VERLUST auf der Ebene des Gewissens: Verlust des SÜNDE-Sinnes, und der Verlust des GOTTES-Sinnes.
– Hier die weiteren Worte von Papst Wojtyła:

„Das Wirken des Heiligen Geistes, das auf das heilbringende ‘Offenlegen der Sünde’ gerichtet ist, trifft im Menschen, der sich in einer solchen Situation befindet, auf einen inneren Widerstand, gleichsam auf eine undurchdringliche Wand seines Gewissens, auf eine seelische Verfassung, die sich sozusagen aufgrund seiner freien Wahl verfestigt hat: Die Heilige Schrift nennt das gewöhnlich ‘Verhärtung des Herzens’.
– In unserer Zeit entspricht dieser Verfassung des Geistes und des Herzens in etwa der Verlust des Gespürs für die Sünde...
– Dieser Verlust aber geht einher mit dem ‘Verlust des Gespürs für Gott’.
– Es ist also vergeblich, zu hoffen, dass ein Sündenbewusstsein gegenüber den Menschen und den menschlichen Werten Bestand haben könnte, wenn das Gespür für die gegen Gott begangene Beleidigung, das heißt das wahre Sündenbewusstsein, fehlt’.
– Darum erbittet die Kirche beständig von Gott die Gnade, dass der Mensch das rechte Gewissen nicht verliere und sich sein gesundes Gespür für das Gute und Böse nicht abstumpfe.
– Beides, Gewissenhaftigkeit und Empfindsamkeit, sind zutiefst mit dem inneren Wirken des Geistes der Wahrheit verbunden.
– Vor allem aber hört die Kirche nicht auf, mit größtem Eifer dafür zu beten, dass jene Sünde, die das Evangelium ‘Lästerung gegen den Heiligen Geist’ nennt, in der Welt nicht zunehme, sondern vielmehr in den Seelen der Menschen – und folglich in den Lebensräumen selbst und in den verschiedenen Bereichen der menschlichen Gesellschaft – zurückgehe und sich stattdessen die Gewissen öffnen, was für das heilbringende Wirken des Heiligen Geistes unerlässlich ist.
– Die Kirche bittet darum, dass die gefährliche Sünde gegen den Geist einer heiligen Bereitschaft weiche, seine Sendung als Beistand anzunehmen, wenn er kommt, um ‘die Welt zu überführen (und aufzudecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist’ ...” (DeV 47).

Am Ende ruft Johannes Paul II., er möge dem Heiligen Geist erlauben, dass er ihn überzeuge über die Sünde-Gerechtigkeit-und-das-Gericht. Solche Haltung bringt die Frucht des ewigen Lebens:

„Auf diese Weise werden diejenigen, die, ‘der Sünde überführt‘, sich durch das Wirken des Trösters bekehren – gewissermaßen auch aus dem Bereich des ‘Gerichts‘ herausgeführt, jenes ‘Gerichts‘, durch welches ‘der Herrscher dieser Welt bereits gerichtet ist‘.
– Wer sich bekehrt, wird also vom Heiligen Geist aus dem Bereich des ‘Gerichts‘ befreit und zu jener Gerechtigkeit geführt, die in Jesus Christus gegeben ist und die er besitzt, weil er sie ‘vom Vater empfängt‘ als Abglanz der Dreifaltigen Heiligkeit ...
– ... In dieser Gerechtigkeit offenbart sich der Heilige Geist, der Geist des Vaters und des Sohnes, welcher ‘die Welt der Sünde überführt‘, und wird im Menschen gegenwärtig als Geist ewigen Lebens” (DeV 48).

3. Gespür Gottes und der Sünde
nach der Apostolischen Adhortation
über die Versöhnung und Buße

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Eine ausführlichere Erwägung zum Thema des Verlusts des Gespürs um die Sünde und des Gespürs um Gott widmete Johannes Paul II. in seiner Apostolischen Adhortation „Versöhnung und Buße” (s. besonders: RP 18-22). Der Heilige Vater knüpft an die in der Kirche Christi im Lauf der Jahrhunderte sich entwickelnde „subtile Empfindsamkeit und deutliche Erkenntnis des in der Sünde enthaltenen TODES-HERDES”. Diese Empfindsamkeit wird gewöhnlich mit dem Namen ‘GESPÜR der SÜNDE’ genannt ...

„ Dieses Gespür hat seine Wurzel im sittlichen Bewusstsein des Menschen ... Es ist an das Gespür Gottes gebunden ....
– Wie man also das Gespür um Gott nicht vollständig zum Verschwinden bringen noch das Gewissen auslöschen kann, so kann man auch niemals vollständig das Gespür um die Sünde beseitigen.
– Und doch geschieht es nicht selten im Lauf der Geschichte über mehr oder weniger lange Zeiten hin und unter dem Einfluss vielfältiger Faktoren, dass sich das moralische Bewusstsein in vielen Menschen stark verdunkelt.
– Das Gewissen ... ist eng an die Freiheit des Menschen gebunden,
– Deshalb ist das Gewissen die erste Grundlage der inneren Würde des Menschen und zugleich seiner Beziehung zu Gott. Deshalb ist es unvermeidlich, dass in dieser Situation auch das Sündenbewusstsein verdunkelt wird, welches eng mit dem moralischen Bewusstsein, mit der Suche nach der Wahrheit, mit dem Willen, die Freiheit verantwortlich zu gebrauchen, verbunden ist.
– Mit dem Verlust der Empfindsamkeit des Gewissens wird auch das Gespür Gottes verdunkelt, und mit dem Verlust dieses entscheidenden inneren Bezugspunktes verliert man dann auch das Gespür um die Sünde.
– Der ‘Säkularismus’ ... kann eine Welt ohne Gott bauen kann, diese Welt richtet sich aber schließlich gegen den Menschen selbst
– ... Gestützt auf bestimmte Aussagen der Psychologie, führt die Sorge, von Schuld zu sprechen oder die Freiheit nicht zu beschränken, zum Beispiel dazu, überhaupt kein Vergehen mehr anzuerkennen.
– Der Verlust des Gespürs für die Sünde ist also eine Form oder eine Frucht der Verneinung Gottes nicht nur in ihrer atheistischen, sondern auch in ihrer säkularistischen Spielart.” (RP 18).

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Eine schlichte Monstranz, dennoch unter der Gestalt der zur Verehrung ausgesetzten konsekrierten Hostie in der Monstranz verweilt unter uns alle Jahrhunderte hindurch, bis zum Ende der Zeiten, unser Schöpfer und Erlöser: dieser für uns und unsere Erlösung Gekreuzigte, und zugleich Auferstandene, der auf uns im HAUS des VATERS wartet, wo Er Wohnungen für uns vorbereitet hat um den Preis seines BLUTES-und-WASSERS von der durchbohrten Seite am Kreuz ....
– Die Liebe ist erforderlich. Denn Er, der Erlöser, soll immer auf dem Ersten Platz bleiben:
– „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als Mich, ist meiner nicht würdig. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als Mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig ...” (Mt 10,37f.).
– Augenscheinlicher Zeuge einiger von Gebirgs-Urlaubs des Johannes Paul II. berichtet, dass der Papst u.a. jeden Donnerstag im Zelt eine Stunde ANBETUNG vor dem Allerheiligsten verrichtet hat. Der Papst nahm immer das Allerheiligste mit sich. Nicht umsonst schrieb Johannes Paul II. in seinem letzten Apostolischen Schreiben „Mane nobiscum Domine”, das er für das angekündigte Jahr der Eucharistie verfasst hat (2004) u.a.:
„Verweilen wir lange auf den Knien vor dem in der Eucharistie gegenwärtigen Herrn, indem wir mit unserem Glauben und unserer Liebe die Nachlässigkeit, die Vergessenheit und sogar die Beleidigungen wiedergutmachen, die unser Erlöser in vielen Teilen der Welt erleiden muss. Vertiefen wir in der eucharistischen Anbetung unsere persönliche und gemeinschaftliche Betrachtung, indem wir uns auch der Gebetshilfen bedienen, die vom Wort Gottes und von der Erfahrung vieler alter und neuer Mystiker durchdrungen sind. Selbst der Rosenkranz – verstanden in seiner tiefen biblischen und christozentrischen Bedeutung, die ich im Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Marią ans Herz gelegt habe – kann ein Weg sein, der für die eucharistische Betrachtung besonders geeignet ist, wird sie doch in Gemeinschaft mit Maria und in der Schule Mariens vollzogen” (MND 18).

Der Heilige Vater fasst schließlich die Erwägung über den Verlust des Gespürs um die Sünde und des Gespürs um Gott, indem er an den in vielen Milieus angenommenen Stil eines Lebens anknüpft, als ob es ‘Gott nicht geben würde’ :

„ Wenn Sünde ein Abbruch der Kindesbeziehung zu Gott ist, um die eigene Existenz aus dem Gehorsam ihm gegenüber herauszunehmen, dann ist Sündigen nicht nur eine Verneinung Gottes: Sündigen ist auch, so zu leben, als ob er nicht existiere; Sündigen ist, ihn aus dem eigenen Alltag zu beseitigen. Ein verstümmeltes oder in manchem Sinne unausgewogenes Gesellschaftsmodell, wie es häufig von den Massenmedien vertreten wird, fördert nicht wenig den fortschreitenden Verlust des Gespürs um die Sünde(RP 18)

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Dreizehntes Kapitel


IM KATECHISMUS
ERWÄHNTE SÜNDEN
GEGEN DEN HEILIGEN GEIST

*       *       *
Vermessen
auf Gottes Barmherzigkeit sündigen

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1. Sechs erwähnte
Sünden
gegen den Heiligen Geist

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Zu Ende der Erwägungen über die Blasphemie gegen den Heiligen Geist gehört es sich die traditionell in immer anderen Katechismen und Gebetsbüchlein erwähnte Zusammenstellung von ‘Sünden gegen den Heiligen GEIST’ anzublicken.

a) Sünd-EN gegen den Heiligen GEIST
– und Sünd-E der Blasphemie gegen den Heiligen Geist

Wir sind uns einmal mehr bewusst, dass die bisher unternommenen Erwägungen unabänderlich zum Schluss geführt haben, dass die von Jesus erwähnte Blasphemie gegen den Heiligen Geist grundsätzlich keine konkretisierte Art der begangenen Sünden betrifft, noch eine bestimmte, deutlich gegen den Heiligen Geist gerichtete Blasphemie.

Wir sind immer wieder zum Schluss gekommen, dass als Sünde der Blasphemie eher der geistige STAND einer betreffenden PERSON bezeichnet wird. Diese Person hat sich nämlich so weit in sich selbst abgeblockt und vertraut so sehr allein auf sich selbst, dass sie deutlich kein irgendwelches Signal von Gottes Seiten annimmt. In empfundener Selbstzufriedenheit in ihrem Selbst täuscht sie sich vor, sie wäre ethisch genommen so sehr vollkommen, dass sie sich erlauben kann, keine äußeren Gebote Gottes anzunehmen.

Sie täuscht sich vor, ihr wäre es erlaubt unabhängig unternommene Normen aufzugreifen, um erst so bestimmen zu können, was das GUTE und was das Böse ist. Sie redet sich ein, sie wäre vollmündige PERSON und daselbst wäre sie von den ihr früher hineingezwungenen ‘Verboten-Geboten’ herausgewachsen. Folgender braucht sie keine insbesonderen Instruktionen betreffs der Ethik vonseiten Gottes selbst.

Anders gesagt, sie kann ruhig OHNE zusätzliche GNADE – sei es von Gottes Barmherzigkeit, sei es von Gaben des Heiligen Geistes, fertig werden. Sie hat sich selber umgebaut und rings um sich eine eigenartige ‘Schutz-Mauer’ errichtet, durch die kein Strahl der GNADEN Gottes durchdringen kann. Die PERSON wurde für sich selbst gleichsam ein undurchdringbarer Atombunker, durch den kein einziges geringstes Strahlchen von Gaben selbst der Barmherzigkeit Gottes durchzudringen imstande ist. Noch klarer gesagt: Diese Person wünscht es deutlich NICHT, irgendeine Gnade von Gottes Seiten zu empfangen. Sie hält sich vollständig als SELBST-Ausreichend für sie SELBST.

b) Noch einmal: SÜNDE der Blasphemie gegen den Heilige GEIST: Wahl der ewigen Verdammnis

Allerdings darin beruht die bewusst beabsichtigte Wahl der ‘Lust des PARADIESES ... der HÖLLE’. Dorthin gelangt solche PERSON, die ungefähr folgender ‘betet’:

„Ich weiß es allzu gut, O Gott, dass Du mich als PERSON zum UN-Sterblichen Leben erschaffen und berufen hast. Die Seele – die mit irgendwelcher ‘Materie’ nichts zu tun hat, ist ihrer Natur nach ... unsterblich.
Es ist klar: jedes Leben stammt ausschließlich von Dir, o Gott. Es ‘HÄNGT’ gleichsam weiter von ‘Dir’ herab: ihrem Gott und Schöpfer.
Ich habe von Dir, o Gott, das kostbare Geschenk bekommen: den freien Willen. Nimm also in Bedacht, ich möchte Dir gerade im Rahmen dieses meines freien Willens, o Gott, das folgende erklären:

– „Ich künde Dir an, dass ich irgendwelche weitere Deine ‘Gnade’, o Gott, zu dieser Zeit NICHT mehr benötige. Ich möchte endlich SELBST-für-mich bleiben. Ich kann mir das schaffen – und verschaffe es auch ... ganz SELBST. Ich wünsche es nicht mehr, Gott, dass Du in meinem Herzen regieren solltest. Ich bitte Dich artig, gehe weg von meinem Herzen ! Das weitere Leben richte ich mir selbst ein, selbständig: OHNE Deine ... GEBOTEN”.

– ... Gott verlässt in solcher Lage auf der Stelle das Herz der menschlichen PERSON. Es geschieht in untröstlichem Schmerz seines Herzens als Schöpfers und Erlösers-vom-Kreuz. Es erfolgt in GOTTES Unterordnung unter den ‘Willen’ dieses „... einzigen auf Erden Geschöpfes, das Gott um seiner SELBST gewollt hat” (GS 24). Gott verlässt die Menschen-PERSON in Antwort auf ihren deutlichen Wunsch – für die Dauer ... !

– Diese Menschen-PERSON hat zu dieser Stunde in Kraft der Entscheidung ihres freien Willens bewusst-freiwillig die Qualität des unsterblichen Lebens im Sinn des totalen Gegensatzes zur ewigen GLÜCKSELIGKEIT der Bewohner des ... „HAUSES des VATERS” gewählt. Indem sie die Einladung in das „HAUS des VATERS”, die noch vor der Gründung der Welt von Gott dem Schöpfer getroffen wurde, verschmäht hat, wählt sie volens nolens ihr weiteres Existieren für die Ewigkeit-zu-Ewigkeit nur noch im „SEE von brennendem Schwefel”
(Offb 21,8).

Darin beruhen die so ungemein bedrohlich lautenden Worte des ‘Menschen-Sohnes’ darüber, dass die Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist „nicht vergeben wird, weder in dieser Zeit, noch im künftigen Leben” (vgl. Mt 12,32).

Es müsste allerdings sofort dazugesagt werden, dass die in Katechismen erwähnten „Sünden GEGEN den Heiligen GEIST”das heißt ‘Sünd-EN’ im Plural – NICHT diese EINZIGE ‘Sünde der BLASPHEMIE’ betreffen, die Gegenstand der Erwägungen des hiesigen Kapitels bilden. Trotzdem jene ‘SÜND-ENNNNNNN’ (Sünden im Plural !) leicht zum Weg der Verstocktheit des Gewissens führen können und daselbst zur endgültigen Herausweisung des Heiligen GEISTES von ihrem Herzen. Denn einzig durch den Heiligen GEIST ist „die LIEBE in unserem Herzen ausgegossen, das heißt es wird im Herzen DIESE ‘LIEBE’ eingewurzelt, die nur und allein „Gott-die-LIEBE” bildet:

„... denn die Liebe Gottes (= Gott-die-LIEBE)
ist ausgegossen (= eingeimpft; eingewurzelt)
in unsere Herzen (= im Gewissen)
durch den Heiligen GEIST, der uns gegeben ist” (Röm 5,5).

Sünden gegen den Heiligen GEIST

1. Vermessen auf Gottes Barmherzigkeit sündigen
2. Auf Gottes Gnade verzweifeln
3. Der anerkannten christlichen Wahrheit sich widersetzen
4. Den Nächsten wegen der Gnade Gottes beneiden
5. In Verstocktheit zur Erlösungsgnade verbleiben
6. Bekehrung auf die Todesstunde hinauszuzögern


Verzierung

Es gilt noch einmal zu bemerken: die gerade erst erwähnten sechs ‘Sünden gegen den Heiligen GEIST’ betreffen ein ANDERES Ausmaß der Sünde, als das, was Gegenstand des hiesigen Kapitels ist: hinsichtlich der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST, für die es keine Vergebung gibt: weder in diesem, noch im künftigen Leben.

Dennoch es gehört sich die im Katechismus aufgezählten jenen sechs verschiedenen ‘Sünd-EEENNNNN (im Plural !) gegen den Heiligen Geist ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Deshalb möchten wir sie jetzt ein wenig näher ansehen, sollte es auch nur ganz oberflächlich-flüchtig geschehen.

3. Vermessen
auf Gottes Barmherzigkeit
sündigen

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Solche Art der Sünde und Haltung angesichts Gottes kann wahrscheinlich öfter erscheinen, als es zuerst geahnt werden könnte. Wie leicht ist es gerade um solches Verharren in Sünde – zumal im Fall chronisch begangener Sünden, zum Beispiel im Bereich der Sünden gegen das VI.-IX. Gebot, deren Bekenntnis im Beichtstuhl besonders genierend ist; sei es in der Situation allein begangener Sünden, oder Sünden, die mit einer anderen Person begangen werden, z.B. in der Situation von Verlobten, aber dann in der Ehe, bei ehelichem Verrat u.dgl.

Wie viel Personen verschieben das Herantreten zum Sakrament der Versöhnung vor bestimmten Festtagen (in der Fastenzeit, vor Weihnachten, vor der Trauung, ... u.dgl.) auf einen möglichst am weitesten verzögerten Termin vor der erwarteten Feier, um noch ... ‘so viel Gelegenheit sich bietet – zu sündigen, zumal sie bestens Bescheid wissen, dass sie sowieso weiter sündigen werden ...! Wonach sie endlich zur Heiligen Beichte herantreten, überzeugt, dass sie dann die Lossprechung aller begangenen Sünden pauschal bekommen.

Der Thematik des Sakraments der Versöhnungs-Beichte wurde nicht wenig Platz auf unserer ausführlichen Internet-Seite gewidmet.
(s. besonders den ganzen IV.Teil; mehr unmittelbare Links – s.: http://lp33.de/bereitschaft = BEREITSCHAFT, Link-4; und ebenfalls z.B.: PORTAL = lp33.de, unten im Inhaltsverzeichnis, Abteilung ‘B-3’; usw.).
– Daher übergehen wir hier die wesentliche Frage: ob eine solche ‘Beichte’ also solche ... sog. ‘pauschale Beichte’ ... überhaupt GÜLTIG ist – und sei es wegen der wesentlichen Voraussetzung für die gültige, integrale heilige Beichte: es muss die ENTSCHEIDUNG unternommen werden, nicht mehr zu sündigen samt dem Vorsatz einer nicht verlogenen Ausscheidung der Gelegenheiten, die beinahe mit 100% Gewissheit zum Begehen der betreffenden Sünde: ... der Tod-Sünde – führen.

Aber auch: sollte das alles völlig wahr sein, das heißt sollte ich entschlossen sein die betreffende Sünde weiter zu multiplizieren, und würde ich damit rechnen (vermessen !), dass Gott mir endlich sowieso ... alles bei der heiligen Beichte vergibt, wäre der Meinung nach des Autors der hiesigen Erwägungen – solche Haltung NICHT Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist. Trotzdem solche Verhaltensweise des Gewissens offenbar unmöglich angenommen werden kann: ist sie doch schauderhaft unannehmbar, widerspricht der Gott würdigen Haltung, sie müsste entschieden verurteilt werden. Dennoch wäre sie NICHT gleichbedeutend mit der UN-VERGEBLICHKEIT der Sünde der Blasphemie, die gegen den Heiligen GEIST gerichtet wäre. Es wäre typisch eine Sünde der Vermessenheit gegen die Barmherzigkeit Gottes, dennoch es wäre NICHT Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist.

Anders gesagt, sollte sich jemand zur Stunde einer besonderen Einleuchtung des Heiligen Geistes bewusst werden, dass er im Fall vieler-vieler, vielleicht ganze Jahre hindurch sich ziehender seiner Sünden und der verrichteten heiligen Beichte eigentlich IMMER gerade SOLCHE Haltung angenommen hat: Ich benutze noch die ZEIT und sündige noch bei jeder sich ergebenden Situation, und erst nachher beichte ich EINMAL alle begangenen Sünden. Gott wird mir dann sowieso alles ... vergeben – sollte er deswegen nicht in untröstliche VERZWEIFLUNG fallen, dass es ‘für mich deswegen schon keine Rettung gibt: Gott kann mir NICHT MEHR VERGEBEN, weil ich daselbst die Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist begangen hatte, weil ich in der HOFFNUNG gesündigt habe, dass mir Gott sowieso ... alles vergibt ! Indem der Sünder NOCH weiter lebt, besteht für ihn immer auch die Möglichkeit, dass er sich mit Gott versöhnt und die erwartete Vergebung doch erhält. Selbstverständlich, unter gewöhnlichen Voraussetzungen.

Verzweiflung: Saat dessen der der BÖSE ist

Der Autor der hiesigen Erwägungen möchte gerade auch SOLCHEN lieben Sündern viel unverlogene Hoffnung und Mut geben. Selbstverständlich absolut NICHT in diesem Sinn, dass sie gerade auf SOLCHE Art und Weise straflos weiter handeln. Voraussetzung um die wahrliche Vergebung Gottes zu empfangen bleibt immer die, samt der erforderten gelebten Zerknirschung des Herzens – Entscheidung NICHT mehr zu sündigen. Das Bewusstsein selbst, dass ich sittlich äußerst schwach bin und nicht lange ausdauern kann – wie es auf den betreffenden Stellen unserer Homepage des Öfteren hervorgehoben wurde – bildet kein Hindernis, dass JETZTZEIT eine aufrichtige Entscheidung unternommen wird: dass ich nämlich wahrhaft von nun an die betreffende Sünde nicht mehr begehen will. Trotzdem ich mich gut kenne und verspüre beinahe mit 100% Gewissheit, dass ich in der Situation schon des ersten Angriffs einer Versuchung ihr erliegen kann. Dennoch ich bitte die Barmherzigkeit Gottes und die Unbefleckte um ERBARMEN, dass sie mir helfen und mich nicht wiederholt fallen lassen.

Sollten wir jetzt noch einmal auf solche bei uns entdeckte Haltung antreffen, dass ich mich tatsächlich der Sünde der VERMESSENHEIT gegen die Barmherzigkeit Gottes schuld finde, nämlich ich habe bewusst in der Hoffnung gesündigt, dass Gott mir sowieso ... vergibt, erscheint trotz allem die nächste Prämisse Gottes: SOLANGE mir Gott sei es nur noch ein Aufatmen schenkt, und sollte es der letzte Lebenshauch sein, erscheint dennoch diese Prämisse: bekomme ich daselbst die GEWISSHEIT, dass mir Gott ebenfalls gerade DIESE Sünde verzeiht: des Sündigens in Hoffnung der entsetzend missbrauchten Barmherzigkeit Gottes.

Mit anderen Worten: Solange ich NOCH lebe, stehen für mich jedes Mal sperrangelweit die völligen Möglichkeiten offen der Schätze der Gottes Barmherzigkeit.

Das alles könnte noch anders ausgedrückt werden:

(0,38 kB) Für niemanden NOCH (sollte es auch nur um das ein kaum-noch-kaum-noch-zu-leben gehen) LEBENDEN gibt es Platz für irgendwelche VERZWEIFLUNG, noch eine Depression wegen scheinbar geschlossenen Möglichkeiten der Barmherzigkeit Gottes.

(0,37 kB) Die erfahrene VERZWEIFLUNG kommt niemals von Gott. Jede Verzweiflung stellt eine charakteristische Brut der Hölle dar und ist immer nur künstliches Gebilde. Ihr Autor ist immer DIESER BÖSE, der „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37).

Wie sehr spöttisch und gegen-lustig spielt er dann seine Teufelsrolle. Er REDET dem Menschen in solchen Umständen ein völlig verfälschtes Bild von Gott der Barmherzigkeit ein. Nämlich er überzeugt den Menschen in Depression und presst in seine Gedanken ungefähr solche Schlüsse ein:

Für mich gibt es schon sowieso KEINE Vergebung! Meine Sünden sind so zahlreich, so schwer, dabei sind sie alle UN-VERGEBLICH, so dass ich jetzt nur total erstarrt auf die Erfüllung des Urteils Gottes warte, wenn mir Gott definitiv dieses mein Urteil verkündet:

„Geh also WEG in die Hölle, wie du es gerecht verdient hast: in den SEE von ewigem FEUER! Für dich gibt es schon niemals eine Vergebung!

Du bist der Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST schuld.
Du hast vermessen weiter in der Hoffnung gesündigt, dass du die Vergebung Gottes sowieso erlangst.
Solche Sünde ist – wie du es allzu gut weißt: UN-VERGEBLICH. Sie kann weder in diesem, noch im künftigen Leben vergeben werden ...!”

Zu Wiedergewinnung der Hoffnung-Zuversicht

Indessen die WIRKLICHKEIT ist – im Heiligen GEIST – freudevoll total umgekehrt. Nämlich solange eine PERSON ... noch bei Leben ist, vergibt Gott überaus leicht und gern selbst eine solche Sünde: des Sündigens als Vermessenheit angesichts Gottes Barmherzigkeit.

Wie Er beispielhaft vergeben hat – und losgesprochen hat, mit einem sich kreuzenden Blick als Erlöser – dem Petrus, der ‘unter Eid, mit Verschwörung und Verfluchungen’ (aus Furcht und Angst) vor einer Frau und anderen Dienern behauptete, er hätte diesen gerade GERICHTETEN MENSCHEN: d.h. Jesus Christus – nie und niemals gekannt:

„Petrus aber saß draußen im Hof. Da trat eine Magd zu ihm und sagte:
Auch du warst mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen’.
Doch er leugnete es vor allem und sagte: ‘Ich weiß nicht, wovon du redest’.
– Und als er zum Tor hinausgehen wollte, sah ihn eine andere Magd
und sagte zu denen, die dort standen: ‘Der war mit Jesus dem Nazoräer zusammen’
Wieder leugnete er und schwor: ‘Ich kenne den Menschen nicht’.
Wenig später kamen die Leute, die dort standen, und sagten zu Petrus: ‘Wirklich, auch du gehörst zu ihnen, deine Mundart verrät dich’.
Da fing er an zu fluchen und zu schwören: ‘Ich kenne den Menschen nicht’.
Gleich darauf krähte ein Hahn ...” (Mt 26,69-74)

„Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an.
Und Petrus erinnerte sich an das Wort, das der Herr zu ihm gesagt hatte:
Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen’.
Und er ging hinaus und weinte bitterlich ...” (Lk 22,61f.).

Auf diesem Hintergrund lohnt es sich zu bemerken, wie sehr Jesus auch noch dem JUDAS eine Gelegenheit geschaffen hat zur Entschuldigung für den Verrat und Bitte um Vergebung. Jesus würde ihm diesen ... VERRAT mit seinem ganzen Herzenswollen vergeben:

„Noch während Er redete, siehe, da kam eine Schar Männer.
Und der Judas, einer der Zwölf, ging ihnen voran.
Er näherte sich Jesus, um Ihn zu küssen.
Jesus aber sagte zu ihm:
Judas, mit einem Kuss lieferst du den Menschen-Sohn aus?...” (Lk 22,47f.).

4. Auf Gottes Gnade
verzweifeln

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Da kommen wir zur anderen der SÜNDEN, die unter Sünden gegen den Heiligen GEIST (im PLURAL !) erwähnt werden. Auf wie vielen Stellen unserer Homepage bemühen wir uns um zu zeigen, dass die VERZWEIFLUNG nie und niemals von Gott herkommt. Die Verzweiflung ist immer Zeugnis des kraftvollen Handelns des „VATERS der Lüge”, des Meisters in grenzenloser Betörung einer PERSON. Satan kommt zuerst mit der Versuchung zutage. Er beginnt mit der Versuchung. Wenn die PERSON der von ihm präparierten Versuchung erliegt und hinfällt, verlässt er sie sofort, und jedenfalls er treibt sie zu dieser Stunde zur Verzweiflung auf die Barmherzigkeit Gottes.

Die Bezweiflung auf Gottes Barmherzigkeit ist immer typisches Betätigungswerk des BÖSEN. Satan segelt gern unter der Flagge eines allerbesten, super-freundlichsten „Engels des Lichtes”, wie es der Völkerapostel Paulus zur Erinnerung bringt (2 Kor 11,13f.).

Ein andermal zeigt sich Satan als ein allermildestes, freundliches und sanftmütiges „Schäflein”. Es ist aber zu dieser Stunde – Er, Satan, der raubgierige Wolf in Schafshaut. Wie triftig warnte vor solcher Situation Jesus:

„Hütet euch vor den falschen Propheten,
sie kommen zu euch in Schafskleidern,
im Inneren aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ...” (Mt 7,15f.).

5. Der anerkannten
christlichen Wahrheit
sich widersetzen

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Zu dieser Sündenart kommt es eher selten – es könnte geradeaus so scheinen. Dennoch in unseren Zeiten wird immer öfter ein offener Widerstand gegen die grundsätzlichsten Gebote Gottes bemerkt. Zum Terrain eines offenen Kampfes gegen die Gebote Gottes wurde seit vielen Jahrzehnten eine radikale Zurückweisung der ethischen Aspekte im Anschluss an die prinzipiellen Rechte des Empfangenen Lebens und der Geschlechts-Ethik im Allgemeinen.

Diese Haltung kommt in Form der Zurückweisung der Lehre des Magisteriums der Kirche zutage, angefangen von Eingriffen gegen die innere FRIEDENSORDNUNG der Erlebensweise der ehelichen Vereinigung. Sie endet mit Annahme allerlei immer anderer Varianten im Zusammenhang mit geschaffenen und gelebten homosexuellen, beziehungsweise lesbischen Verbindungen.

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Auch dieses Geschöpflein erfüllt fehlerlos die ihm von Gottes Vorsehung beauftragte Aufgabe, indem es von Blume zu Blume fliegt.
– „Freut euch und spielt dem Herrn, ihr alle Geschöpfe Gottes. Denn Seine Treue bleibt in Ewigkeit” !

Die Äußerungen des Magisteriums der Kirche, verkündet in diesem Fall in der Enzyklika des Hl. Papstes Paul VI. (Humanae vitae: 1968: s. HV 6), beziehungsweise umso mehr in der Enzyklika des Hl. Johannes Paul II. Evangelium Vitae – Evangelium des Lebens (s. besonders: Nr. EV 57.62) sind DOGMATISCHE Äußerungen. Trotzdem der Gegenstand der päpstlichen – in diesem Fall das ethische Ausmaß der Erlebensweise des Bereichs der von Gott dem Menschen geschenkten u.a. Geschlechtlichkeit betrifft. Diese war aber ab Anfang an niemals Eigentum irgendjemandes der Menschen, sondern bleibt als Geschenk an die einzelne Person einzig zur verantwortlichen-zurechnenden Verwaltung. Der einzige Eigentümer der PERSON, aber daselbst offenbar ihrer Geschlechtlichkeit – bleibt der Schöpfer allein: ob es jemandem gefällt oder nicht.

Die radikale Zurückweisung der bindenden Lehre des Magisteriums der Kirche im Bereich der Ethik der Geschlechtlichkeit wird in unserer Epoche zu Belastung nicht nur für die staatliche Gesetzgebung immer anderer Staaten und nationalen, wie auch internationalen Institutionen, sondern wurde zur Sünde des Widerstands gegen die Stimme des Heiligen GEISTES ganzer mancher Bischofskonferenzen, beziehungsweise der Episkopate mancher Staaten.
(a. z.V. die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz in Königstein 1968: die entschiedene Zurückweisung der Lösung betreffs der Ethik der Empfängnisplanung ‘Humanae Vitae’ Papst des Hl. Paul VI. Diese Erklärung wurde bis heute von der Deutschen Konferenz, noch anderer Bischofskonferenzen weder zurückgewiesen, noch annulliert. S. zu diesem Thema u.a.: „In Kontra-Reaktion zur Humanae Vitae”).

6. Den Nächsten
wegen der Gnade Gottes
beneiden

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Als eine andere Sünden-Art gegen den Heiligen GEIST kann sich eine krankhafte Beneidung wegen der Gnaden zeigen, mit denen Gott eine Person beschenkt. Solche Sündenart kann wesentlich öfter und mehr im Allgemeinen vorkommen, als es oberflächlich gesehen werden könnte.

Wie oft erscheint ein unerbittlicher Neid bei vielen Personen deswegen, weil dieser oder jener allergewöhnlichste Mensch – ein böser Mensch ist, er widersetzt sich auf systematische Weise Gott und macht sich nichts wegen dem Gesetz Gottes noch Gottes Gebote, dennoch es geht ihm herrlich, er ist reicher Mensch, hat mühelos jedes technische Gerät zur Verfügung. Indessen der andere Mensch erleidet physischen Hunger, er erliegt allerlei Krankheiten – es erscheint eine Krankheit nach der anderen, er ist aller Mittel zum Überleben und jeder medizinischer Hilfe beraubt, ist obdachlos, kann keine erwerbliche Arbeit finden, um sich selbst und die Familie ehrlich zu unterhalten ...

Wie schwierig ist es in solchen Umständen Reflexen einer Beneidung zu widerstehen !
– Schlimmer, dass in solcher Lage ungemein leicht eine Anklage Gottes leicht aufzutauchen pflegt, Gott wäre grundsätzlich ganz ungerecht. Diesen Ungläubigen, die die Gebote Gottes auf keinen Fall beobachten, erteilt Gott augenscheinlich seinen Segen. Dagegen diesen Armen, Unterdrückten, die keine Mühe um ethisch in Strahlen der Gebote Gottes zu leben und Gott und den Geboten Gottes die versprochene Treue einzuhalten, entzieht Gott offensichtlich seinen Segen. Weil es bei ihnen systematisch zu Unglück kommt, zu Verfolgung wegen ihrer Treue zu Gott und Verteidigung des Gesetzes Gottes ...

Wie viel Standhaftigkeit des Geistes muss es dann aus sich ausgeschlagen werden, um im wörtlichen Sinn auf das Gesetz Gottes nicht nur glauben, aber es auch im Alltagsleben weiter treu einzuhalten – allen Widerwärtigkeiten zum Trotz. Jesus, der Sohn GOTTES, der selbst sein ganzes Leben lang eine Verfolgung nach der anderen erdulden musste – bis zur Verurteilung auf die entsetzende Folter der blutvollen Geißelung, der Dornenkrönung, Kreuzigung – einzig deswegen, weil Er nur Gutes tat, geheilt hat, die Besessenen von Knechtschaft der Bösen Geister befreit hat usw., hat niemals einen ‘Paradies-auf-Erden’ versprochen. Ganz im Gegenteil, Er sprach deutlich diese an, die auf seinen Spuren schreiten wollten:

„Das habe Ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt.
Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde,
in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.
– Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch Mich erkannt haben.
Ich habe es euch aber gesagt, damit ihr euch, wenn die Stunde kommt,
daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe ...” (Joh 16,1-4).

„Dann wird man euch der Not ausliefern
und euch töten und ihr werdet von allen Völkern
um meines Namens willen gehasst.
– Und viele werden zu Fall kommen
und einander ausliefern und einander hassen.
Viele FALSCHE Propheten werden auftreten
und sie werden viele irreführen.
Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt,
wird die Liebe bei vielen erkalten.
Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet werden ...” (Mt 24,9-13).

„... So spricht Er, der Erste und der Letzte,
der tot war und wieder lebendig wurde:
Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich.
Und ich kenne die Lästerung von denen, die sagen sie seien Juden;
sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans.
– Fürchte dich nicht vor dem, was du noch erleiden musst !
Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen,
um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet in Bedrängnis sein, zehn Tage lang.
Sei treu bis in den Tod. Dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben ...
Wer siegt, dem kann der ZWEITE Tod nichts anhaben ...” (Offb 2,8-11).

7.In Verstocktheit
zur Erlösungsgnade
verbleiben

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Hier stehen wir vor der nächsten Sündengruppe, die in das enge Grenzgebiet der Sünden der Blasphemie gegen den Heiligen Geist zählen. In diesem Fall geht es um das hartnäckige, entschiedene Verschlossensein eines bestimmten Sünders für jedes Angebot und jede Bitte, die an ihn gelangt – es kann sein vonseiten der nächsten Familie oder anderer Personen. Sie bitten und flehen ihn an, er möge sich besinnen, die Bände der vielleicht von jeher begangenen Sünden abzubrechen und sich zum Erlöser mit Bitte um Vergebung der angesammelten vielfältigen Sünden und den vielen Personen und Familien oder selbst der ganzen Gesellschaft zugefügten vielleicht unvorstellbaren Schaden wieder gut machen.

Anderseits kann man leicht verstehen, dass die Unterbrechung der Sünden, in die jemand vielleicht seit vielen Jahren verwickelt ist, eine ungemein schwierige Frage darstellt. Nicht selten forderte es irgendetwas wie beinahe mehr als eines Wunders der übermächtig wirkenden Gnade der Bekehrung.

Zu solcher Gnade können schwierige Ereignisse werden, die auf den Menschen herabkommen können, wie eine seriöse Krankheit, der Tod jemandes besonders innig Geliebten, beziehungsweise irgend andere Unglücke und schwierige Umstände. In der Zeitperspektive zeigen sie sich vielleicht als eine Reihe von besonderen Gaben Gottes, die allmählich den Weg zur Gnade der Bekehrung geebnet haben.

Was für eine große Rolle spielt in dergleichen Umständen das Fürsprache-Gebet besonders vonseiten der allernächsten Personen, die vielleicht viele Jahre hindurch die Gnade der Besinnung und Bekehrung erflehen für diesen jemanden, mit dem sie vielleicht mit engen Blutbanden verbunden sind. Indessen das Geschick seines Lebens nach seinem Tod ist im Maß der fließenden Tage immer ernster tödlich bedroht ...

8. Bekehrung
auf die Todesstunde
hinauszuzögern

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Diese Sündenart gegen den Heiligen GEIST betrifft so manchen Menschen, der sich nur allzu gut bewusst ist, im Zustand der Sünden zu verweilen und der zurzeit keine Chance zur Versöhnung mit Gott hat, weil er mit Banden der Sünde verbunden ist, mit denen er abzubrechen keine Kraft in sich findet. So ist der wesentliche Unterschied zwischen dieser Sünde der zusammengestellten Sünden gegen den Heiligen Geist – im Vergleich zur gerade erörterten Sünde der Verstocktheit angesichts der Erlösungsgnade.

Und zwar im laufenden Fall ist sich der betreffende Sünder nur allzu gut um seine Sündhaftigkeit bewusst. Nur er kann es nicht schaffen, die Entscheidung in sich auszulösen und die Bande der Sünde abzubrechen, die ihn vielleicht total gelähmt haben, beziehungsweise er täuscht sich vor, dass sich ‘einmal’ – zu näher nicht bestimmten Stunde – eine gelegentlichere Stunde ergibt, wann er ohne größere Mühe vom bisherigen sündevollen Leben zu Gott wiederkehren werden wird.

Es kann leicht verstanden werden, dass die systematische Verschiebung des Abbruchs mit dem Verharren im Sündenzustand mit jeder Stunde weiter (noch) geschenkten Lebens immer mehr tödlich riskant wird, was die Sorge um das eigene Leben nach dem Überschreiten der Schwelle der Ewigkeit gilt. Die Stunde der irdischen Lebensscheidung ist Geheimnis, das vor jedem Menschen verborgen ist. Die Todesstunde kann völlig unverhofft ankommen und den Menschen als völlig unvorbereiteten antreffen. Aber gerade zu dieser Stunde muss jedermann einen Rapport vor dem Tribunal Jesu Christi, des Richters der Lebenden und Verstorbenen, von der Verwaltung des ihm geschenkten Lebens ablegen:

„Denn wir alle müssen
vor dem Richterstuhl Christi offenbar
werden,
damit jeder seinen Lohn empfängt
für das Gut oder Böse,
das er im irdischen Leben getan hat”
(2 Kor 5,10; vgl. Röm 14,10; Joh 5,25-29; usw.).

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Vierzehntes Kapitel


GOTT DER BARMHERZIGKEIT
DER NICHTS
SO SEHR WÜNSCHT
ALS LIEBEN UND VERGEBEN
ZU DÜRFEN

*       *       *
Ein Sohn, auch dieser Verlorene,
hört nie auf,
wahrer Sohn seines Vaters zu sein

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Zur Beendung der langen Erwägungen im Anschluss an die Thematik der Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEISTW möchten wir noch einmal eine Handvoll Aussagen anführen – des Gottes-GESCHRIEBENEN-Wortes, der Äußerungen des Lehramts der Kirche und der besonders für uns zeitgemäßen Hl. Faustyna – hinsichtlich des innigsten Wunsches Gottes, der sich nach nichts so sehr sehnt, als dass Vergebung und Sühne für den sündhaften Menschen, sein lebendiges EBENBILD-Ähnlichkeit sein zu dürfen.

1. Die Vergebung anbietender Gott
im Eintrag des
Geschriebenen Wortes Gottes
des Alten Testaments

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Wir sehen hier von der Erwähnung Gottes des voller Barmherzigkeit ab, der die Erlösung von Sünden verheißt – samt der Verheißung, dass er einen ERLÖSER von der Nachkommenschaft der UR-Eltern senden wird, der die Menschenfamilie von der ... „Sünde des Anfangs” befreien wird (s. MuD 9).

Wir übergehen zurzeit auch die auf Zehnte Jahre sich verlängernden Aufrufe zur Buße und Bekehrung der Epoche, die der SINTFLUT vorangegangen ist (Gen 6-9). Vermittler zwischen Gott und der entsetzend gefallenen und sich selbst schändenden damalige Menschheit war damals Noach. Von ihm, samt seinen allernächsten, die von jenem Kataklysmus entkommen sind, hat sich aufgrund der Barmherzigkeit Gottes eine neue Menschenfamilie verbreitet. Von ihr sind nach Jahrhunderten und Tausenden Jahren ... Abraham und seine immer weiteren Nachkommen hervorgegangen, um über Mose und David zu Jesus zu gelangen, dem Sohn Gottes, aber ebenfalls wahrhaftem Sohn seiner Jungfräulichen Mutter Maria, der Ehefrau ihres Reinen Ehemanns Josefs, die beiden vom Davidsgeschlecht abstammten.

Es kann schwer das verwundernde ‘Markten’ Abrahams mit Gott vergessen werden – im Anschluss an den Kataklysmus, der endlich auf das unbekehrbare Sodom und Gomorra herabgefallen ist – wie es darüber oben ausführlicher berichtet wurde (s. ob.: „Kann ich vor Abraham geheim halten, was ich zu tun gedenke”).

Im Drama von Sodom und Gomorra, ähnlich wie in der weiteren Erlösungs-Geschichte der Menschen-Familie von der Knechtschaft der Sünde, ist es schwer die von Gott erwartete Macht des Fürsprache-Gebets nicht entsprechend zu würdigen, zumal vonseiten der gewählten Männer Gottes. Solche waren es:
– Noach, und nach ihm vor allem Abraham.
– Wie viele Male ist Mose im Zeitraum des Exodus der Hebräer aus Ägypten bis an Horeb-Sinai für die in Unendlichkeit widerspenstigen Hebräer eingetreten! Dort, unter Sinai, wurde der feierliche Bund geschlossen, den Gott selbst dem Volk seiner besonderen Auserwählung, dem Israel, angeboten hat !

Wie oft musste Mose vonseiten der immer unzufriedenen Hebräer eine tödlich bedrohliche Peinigkeit erdulden! Dieses Volk, das erst allmählich irgendwie zu einem wahren Volk und Nation vereinigt werden musste, vereint zu einer Familie miteinander verbundener Stammbände, aber umso mehr mit Banden desselben Glaubens auf Jahwéh, rebellierte unendlich angesichts der begegneten Schwierigkeiten eines Lebens in der Wüste, wo es kein Wasser gegeben hat, keine Nahrung, kein Leben in Bequemlichkeit. Wie viele Male galt es nur mit größter Schwierigkeit dieses Volk vor Steinigung Mose zu verhindern, vor der ihn des Öfteren nur ein besonderer Eingriff Jahwéh´s selbst verteidigt hat.

Derselbe Mose rettete sein so sehr rebellisches Volk im Angesicht des – im Biblischen Buch mit sehr anthropopathischen Sprache lautendem ‘Grolls’ des Jahwéh, wenn schon Gott selbst keine andere Art und Weise gesehen hat, wie Er mit diesem Volk eines fortdauernd „widerspenstigen Nackens” nicht anders fertig werden konnte, als nur indem Er es total umbringen müsste, um vom Mose ein neues Volk hervorzubringen, das die Stimme Gottes besser hören würde.

Gott hat jedes Mal letztlich das mächtige Fürsprache-Gebet von Mose gehört – und weiter dieses widerspenstige Volk geduldet, indem Er es zum Land der Verheißung geführt hat. Gott ist nämlich unbedingt und um den größtmöglichen Preis TREU zum einmal dem Menschen, seinem lebendigen EBENBILD-Ähnlichkiet gegebenen WORT, wie auch zu seinem Versprechen: dass Er der GANZEN Menschen-Familie den Weg zur Erlösung-Befreiung-von-der-Knechtschaft-der-Sünde zeigen wird, um es letztlich in das „HAUS des VATERS” hineinführen zu können

Das wird selbstverständlich immer mit dem Vorbehalt geschehen, dass jede einzelne PERSON sich sperrangelweit für die Gottes Voraussetzungen aufschließt, die gefordert werden, um in das „HAUS des VATERS” finden zu können. Zeugnis der immer selben Voraussetzungen, um dereinst in das HAUS des VATERS gelangen zu können, wird die feierliche Krönung der Erlösung sein, wie sie im letzten Buch des Neuen Testaments dargestellt wird. Es zeichnet das Aussehen ab, wie auch die Voraussetzungen, um die ewige Glückseligkeit im Neuen Jerusalem erlangen zu können. Zu diesem Neuen Jerusalem wird für alle das ... HAUS des VATERS werden:

„... Die Straße der Stadt ist aus reinem Gold, wie aus klarem Glas.
Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt.
Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung,
ist ihr Tempel
, Er und das LAMM.
Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten,
denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.
– Die Völker werden in diesem Licht einhergehen
und die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen.
Ihre Tore werden den ganzen Tag nicht geschlossen:
Nacht wird es dort nicht mehr geben.
Und man wird die Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen.
Aber nichts Unreines wird hineinkommen,
keiner, der Gräuel verübt und lügt.
Nur die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind,
werden eingelassen” (Offb 21,21-27).

a. Gottes Ermutigung
vom Jesaja-Buch

Hier eines der besonders eindringend und zugleich die Bedingungen aller Versöhnung darstellende Gottes-Geschriebene-Wort – dieses Mal vom Buch des Propheten Jesaja (ca. 740):

„Wascht euch, reinigt euch !
Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen!
Hört auf, Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun !
Sucht das Recht. Schreitet ein gegen den Unterdrücker !
Verschafft den Waisen Recht, streitet für die Witwen !
– Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr.
Sind eure Sünden wie Scharlach, weiß wie Schnee werden sie.
Sind sie rot wie Purpur, wie Wolle werden sie.
Wenn ihr WILLIG seid und hört, werdet ihr das Beste des Landes essen.
Wenn ihr euch aber weigert und auflehnt, werdet ihr vom Schwert gefressen.
Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen” (Jes 1,16-20).

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Merkwürdiges Geschöpflein! Fängst du es, murmelt es wunderbar ... Sein Leben ist offensichtlich sehr fein, wenn die Vorsehung Gottes den Igel mit Igel-Haut ausgestattet hat ...

Gegen das Ende des zweiten Teiles des Jesaja-Buches steht ein charakteristisches WORT Gottes betreffs der TREUE in Liebe zum Volk Gottes:

„Mögen auch die Berge weichen
und die Hügel wanken

meine Huld wird nicht von dir weichen
und der Bund meines Friedens nicht wanken,
spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir” (Jes 54,10).

Ein wenig weiter im selben Buch Jesaja, nahe des Endteils ihres dritten Teiles, stellt der Prophet im Namen Gottes die Gründe vor, warum Gott die Gebete seines Volks nicht zu erhören scheint:

„Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen,
sein Ohr ist nicht schwerhörig, sodass er nicht hört.
Aber eure Vergehen stehen trennend zwischen euch und eurem Gott;
eure Sünden haben sein Gesicht vor euch verdeckt, sodass er nicht hört.
– Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht.
Eure Lippen reden Lüge, eure Zunge flüstert Bosheit ...” (Jes 59,1ff.).

Kurz danach führt der Prophet von Neuem WORTE von Jahwéh an über seine Treue in Liebe in Kraft der Sendung seines Gottes Geistes zum Volk Gottes:

Das ist der Bund, den ICH mit ihnen schließe, spricht der Herr:
Mein GEIST, der auf dir ruht, und meine WORTE, die ich in deinen Mund gelegt habe,
sollen nicht weichen aus deinem Mund,
aus dem Mund deiner Nachkommen
und aus dem Mund der Nachkommen deiner Nachkommen,
spricht der Herr, VON JETZT AN und auf EWIG” (Jes 59,21).

b. Von Worten
des Propheten Jeremia

Der Prophet macht Jerusalem, das heißt seine damaligen Landsleute (ca. 620 vor Chr.) um das Unmaß des von ihnen vollbrachten Übels bewusst. Zugleich erfleht er bei Gott ihr Bekehrung:

„Entsetzt euch darüber, ihr Himmel,
erschaudert gewaltig! – Spruch des Herrn.
Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt:
Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers,
(Gott als untrügliche Quelle des Wassers I)
um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen,
die das Wasser nicht halten
(Kultus der Götter: ‘Sie gingen nach dem NICHTS – und wurden ein NICHTS ...” : Jer 2,5) ...
... Dein böses Tun straft dich,
deine Abtrünnigkeit züchtigt dich.
So erkenne doch und sieh ein, wie schlimm und bitter es ist,
den Herrn deinen Gott, zu verlassen
und keine Furcht vor mir zu haben –
Spruch des Herrn, des Gottes der Heerscharen” (Jer 2,12f.19).

Gott ruft unermüdlich und spricht sein Volk an. Er ermutigt zur Rückkehr zu Gott, indem er sich auf seine Barmherzigkeit beruft:

„Kehr um, Israel, du Abrünnige – Spruch des Herrn!
Ich schaue dich nicht mehr finster an,
denn ich bin gütig – Spruch des Herrn –
Ich trage es nicht ewig nach.
Doch ERKENNE deine Schuld:
dem Herrn deinem Gott, hast du die Treue gebrochen
und du bist deine Wege zu den fremden Göttern gelaufen ...
auf MEINE STIMME aber hast du nicht gehört – Spruch des Herrn.
Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne – Spruch des Herrn –
denn ich bin euer Gebieter.
Ich hole euch ...
Ich gebe euch Hirten nach meinem HERZEN;
mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden ...” (Jer 3,12-15).

Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder,
ich will eure Abtrünnigkeiten heilen !
Da sind wir, wir kommen zu dir,
denn du bist der Herr, unser Gott! ...
Fürwahr, beim Herrn, unserm Gott, ist Israels Rettung.
Doch das schändliche Treiben fraß seit unsrer Jugend alles,
was unsere Väter erwarben, ihre Schafe und Rinder, ihre Söhne und Töchter.
Wir betten uns in unsere Schmach, und unsere Schande bedeckt uns.
DENN wir haben gesündigt gegen den Herrn, unsern Gott ...
Wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes’ ...
(Jer 3,22-25).

Der Prophet bringt seinem geliebten Volk die allgemeine sittliche Verdorbenheit und die Niederlagen zum Bewusstsein, die dadurch herabgezogen wurden. Es sollten Mittel sein, die Gott zur Besinnung zugelassen hat:

„Herr, sind deine Augen nicht auf Treue gerichtet?
Du hast sie geschlagen, aber es tut ihnen nicht weh.
Du has sie vernichtet, aber sie habe sich geweigert,
Züchtigung anzunehmen
.
Sie haben ihre Stirn härter gemacht als STEIN,
sie haben sich geweigert umzukehren ...” (Jer 5,3).

Die allgemeine sittliche Verdorbenheit und die totale Missachtung der Gottes Friedensordnung, wie sie in den Geboten Gottes enthalten ist, ist so sehr angewachsen, dass Gott selbst dem Jeremia kennen zu lernen gibt, er werde sein Fürsprache-Gebet nicht mehr erhören. Gott hat nämlich dem sündhaften Jerusalem kennen lernen gegeben, dass wenn sie ostentativ die Gebote Gottes niedertreten, wird Er selbst den Tempel, den Salomo gebaut hat, folgerichtig wegstoßen und lässt seine Zerstörung zu.

Selbst den Jeremia lässt Gott in dieser Situation zu verstehen, dass er seine Fürsprachegebete nicht mehr erhören wird:

„Du aber, BETE NICHT für dieses Volk (Wort Jahwéh zu Jeremia)!
Fang nicht an, für sie zu flehen und zu bitten!!
Dränge Mich nicht ! Denn ich werde dich nicht erhören.
Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas
und auf den Straßen Jerusalems treiben?
(= weitere Beschreibung der ostentativ begangenen Sünden
gegen das ERSTE Gebot und die anderen Gebote)
...
... Darum – so spricht Gott, der Herr:
‘Siehe, mein Zorn und mein Grimm ergießt sich über diesen Ort,
über Menschen und Vieh, über die Bäume des Feldes und die Früchte des Ackers.
– Er brennt und wird nicht erlöschen ...” (Jer 7,16n.20).

Es ist klar: diese Äußerung Gottes ist nur einmal mehr ein eigenartiger Anthropomorphismus: Zeichen, menschlich gesehen gesagt, dass Gott angesichts der Verstocktheit seines Volks in Sünden und Mangel an irgendwelche Anzeichen einer Umkehr gleichsam die Hände fallen. Gott ist nämlich immerfort die Sünden zu vergeben weiter bereit, aber Er wartet auch auf das zerknirschte Herz und den Willen, dass es vom ÜBEL umkehrt.

Die Worte aber, die Gott zu Jeremia richtet, er solle für dieses VOLK nicht mehr beten, weil Gott ihn sowieso nicht erhören wird, stellen eine eigenartige innige Ermutigung dar zu einer umso innigerer Weiterführung des Fürsprachegebetes, um die Gnade der Besinnung und der Annahme des Bundes am Sinai.

Im zweiten Teil seines Buches stellt Jeremia Worte der nächstfolgenden Ermutigung zur inneren Erneuerung. Jahwéh bringt sich seinem Volk als Gott zur Erinnerung, der zu vergeben und die Barmherzigkeit zu erweisen immer bereit ist, TREU zu seinem VORHABEN der Erlösung seines Volks von der Knechtschaft der Sünde. Durch seinen Propheten Jeremia wirft Er ein nächstes Lichtchen auf die Messianische Epoche, wann die Verheißung der ERLÖSUNG, wie sie im Paradies verheißen wurde, zur Erfüllung kommt:

„In jener Zeit – Spruch des Herrn – werde ich der Gott
aller Sippen Israels sein und sie werden mein Volk sein.
So spricht der Herr: ‘GNADE fand in der Wüste das Volk,
das dem Schwert entronnen ist;
Ich gehe mit, um Israel zur Ruhe zu führen.
Aus der Ferne ist mir der Herr erschienen:
Mit ewiger Liebe habe Ich dich GELIEBT,
darum habe ich dir die Treue bewahrt ...” (Jer 31,1ff.).

c. Vom Buch
des Propheten Ezechiel

Charakteristisch sind die Äußerungen zur Erwartung Gottes um die Bekehrung des Sünders, die im Buch des Propheten Ezechiel eingetragen sind (seine Tätigkeit unter seinen Landsleuten in ihrer Gefangenschaft fiel auf die erste Phase der Babylonischen Gefangenschaft, ab Umbruch des VI.-V-Jh. bis etwa ca. 560).

Hier das merkwürdige Wort Gottes beim Prophet Ezechiel. Sie erschienen im Rahmen der damaligen Diskussionen über die universelle und individuelle Verantwortung:

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Ist es nur eine Taube, die es versteht, beinahe in der Luft gleichsam ein Hubschrauber stehen zu bleiben? Warum weist die Offenbarung Gottes so manches Mal gerade eine Taube als Symbol der Nähe und des Handelns des Heiligen Geistes vor? Und sei es auch das Zeugnis Johannes des Täufers, als ihn der Sohn Gottes selbst um die Taufe im Jordan gebeten hat:
– „Und Johannes bezeugte und sprach: ‘Ich sah, dass der GEIST vom Himmel herabkam wie eine TAUBE, und er blieb auf ihm. Auch ich kannte Ihn nicht. Aber DER mich gesandt hat, um mit Wasser zu taufen, der sagte zu mir: ‘Auf WEN du den GEIST herabsteigen und auf Ihm bleiben siehst, DIESER ist es, der mit dem Heiligen GEIST tauft’. Ich habe es gesehen und ich bezeuge: Dieser ist der SOHN Gottes” (Joh 1,32ff.).

Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen
Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran,
dass er umkehrt
von seinen Wegen und am Leben bleibt?” (Ez 18,23).

Und im selben Zusammenhang noch weitere Worte, mit denen Gott einmal mehr den ‘seinen Stil’ der Handelsweise bestätigt:

„Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Weg
ihr vom Haus Israel – Spruch Gottes, des Herrn.
Kehrt um, kehrt euch ab von all euren Vergehen!
Sie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Schuld zu fallen.
Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt!
Schafft euch ein neues Herz und einen neuen GEIST !
Warum wollt ihr denn sterben, ihr vom Haus Israel??
Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen,
der sterben muss – Spruch Gottes, des Herrn.
Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt !” (Ez 18,30ff.).

An das Thema der Bekehrung und Vergebung kehrt Ezechiel wiederholt im weiteren Teil seines Buches (Kapitel 33-39). Da schreibt er an das Haus Israel folgender:

„Sag zu ihnen: So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des Herrn –;
Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen,
sondern daran, dass ein Schuldiger sich abkehrt
von seinem Weg und am Leben
bleibt.
Kehrt um, kehrt euch ab von euren bösen Wegen !
Warum denn wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel? ...” (Ez 33,11).

Dagegen in gewisser Stunde führt der Prophet die messianistischen Verheißungen an, wenn Jahwéh nicht um der Verdienste Israels, sondern um der Heiligkeit willen seines Namens einen Eid auf sich selbst ablegt, wobei offenbar sein Inhalt in betreffender Zeit in Erfüllung gehen wird:

„Ich nehme euch heraus aus den Nationen,
ich sammle euch aus allen Ländern
und ich bringe euch zu eurem Ackerboden.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.
Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.
Ich gebe euch ein neues Herz
und einen neuen GEIST gebe ich in euer Inneres.

Ich beseitige das Herz von Stein aus eurem Fleisch
und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich gebe meinen GEIST in euer Inneres und bewirke,
dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Rechtsentscheide achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe.
Ihr werdet mir Volk sein und ich, ich werde euch Gott sein.
– Ich befreie euch von all eurer Unreinheit.
Ich rufe das Getreide und lasse es wachsen.
Ich verhänge über euch keine Hungersnot mehr ...
– Dann werdet ihr an eure verkehrten Wege und an eure Taten denken,
die nicht gut waren, und es wird euch ekeln
vor euch selbst wegen eurer Gräueltaten
.
– Nicht euretwegen handle ich so – Spruch Gottes, des Herrn –,
das soll von euch erkannt werden.
Schämt euch und vergeht vor Scham
wegen eurer Wege, ihr vom Haus Israel !” (Ez 36,24-32).

2. Gott im Angebot
der Versöhnung-Vergebung
in Einträgen
des Neuen Testaments

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a. Von Evangelien
fließende
Ermutigungen Gottes

Das Gottes-Geschriebene-Wort des Neuen Testaments erschallt vom Erlösungs-WILLEN Gottes des Dreieinigen, der selbstverständlich mit seinem ganzen SELBST Gott der SCHÖPFER ist. Dennoch umso mehr ist gerade dieser Dreieinige – Gott der Erlöser.

Um vor dem eigenen Geschöpf, diesem „... einzigen auf Erden Geschöpf, das Gott um seinetwillen selbst gewollt hat” (GS 24) zu beweisen, dass es keine leere Phrase ist, sondern dramatische Wirklichkeit in erster Reihe für Gott selbst, wird derselbe Dreieinige nicht schwanken, um auf die Waagschale der Erlösung der in Sünde gefallenen Menschen ein allergrößtes vom Möglichen Opfer niederzulegen: das erschütternde Opfer vom Sohn Gottes, der Zweiten Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Diese Glaubensüberzeugung hat der Heilige Vater, der Hl. Johannes Paul II., in seiner Enzyklika über die Erbarmung Gottes in folgende Worte gefasst:

„Denn wenn auch die Wirklichkeit der Erlösung durch ihr menschliches Ausmaß die unerhörte Würde des Menschen enthüllt, qui talem ac tantum meruit habere Redemptorem (= ‘dem ein solcher, so großer Erlöser beschieden war’ = vgl. ‘Exsultet’ von der Vigil des Paschafestes), so erlaubt uns doch zugleich das Göttliche Ausmaß der Erlösung auf eine gleichsam unüberbietbar empirische und ‘geschichtliche’ Weise die Tiefe jener Liebe zu enthüllen, die nicht vor dem erschütternden Opfer des Sohnes zurückweicht, um der Treue des Schöpfers und Vaters zu den Menschen gerecht zu werden, die nach Seinem (= des Sohnes) EBENBILD erschaffen und von Anfang an in Diesem Sohn zur Gnade und Herrlichkeit berufen worden sind” (DiM 7).

Das Erlösungs-VORHABEN des Dreieinigen enthüllte sich seit den ersten Stunden des Geheimnisses der Verkündigung sowohl an Maria, wie kurz darauf dem Josef, der nicht wusste, was er anfangen solle, als er es bemerkt hat, Maria erwartet ein Kindlein. Der Engel, den Gott gesandt hat, verkündete es ihm und beruhigte ihn:

„... Da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte:
Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht,
Maria als deine Frau zu dir zu nehmen
.
Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen GEIST.
Sie wird einen Sohn gebären.
Ihm sollst du den Namen JESUS geben,
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen’ ...” (Mt 1,20ff.).

Der ganze Anfangsteil des Johannes-Evangelium stellt eine große Enthüllung dar des ERLÖSUNGS-Willens des Dreieinigen betreffs des Menschen in Sünde.
– Allerdings Johannes der Evangelist hebt von Anfang an sehr deutlich zwei gegensätzliche Pole hervor: des ethischen Guten – und Bösen. Es wird Anzeichen abhängig vom engagierten GUTEN, bzw. BÖSEN Willen des Volks Gottes sein, das den im Paradies verheißenen Erlöser annimmt – aber auch zurückweisen kann:

„Er war in der Welt (= gr. ES war = das WORT, der Sohn Gottes, der Erlöser),
und die Welt ist durch IHN geworden (= gr. durch das WORT),
aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum,
aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht,
Kinder Gottes zu werden, allen,
die an seinen Namen glauben ...” (Joh 1,10ff.).

Gleich im ersten Kapitel seines Evangeliums stellt Johannes der Evangelist das Zeugnis Johannes des Täufers dar von Jesus als diesem, der die Sünde der Welt tilgt:

„Am Tag darauf sah er
(Johannes der Täufer sah Jesus)
auf sich zukommen und sagte:
SEHT, das LAMM Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt !
ER IST ES, von dem ich gesagt habe: NACH mir kommt ein Mann,
der mir voraus ist, weil er vor mir war ...’ (Joh 1,29f.).

Wie viel klar ausgedrückter Wille des Dreieinigen wird im Bericht Johannes des Evangelisten vom Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus dargestellt, dem Mitglied des Synedriums! Jesus macht ihm offen bewusst, dass er in die Welt dazu gekommen ist, um die Sünden der Welt wegzuschaffen und dass Preis der Erlösung seine Erhöhung über die Erde durch das Kreuzesopfer sein wird:

„Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat,
so muss der Menschen-Sohn erhöht werden,
damit jeder, der GLAUBT, in ihm ewiges Leben hat.
– Denn Gott (= der VATER) hat die Welt so sehr geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder,
der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
– Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet.
Wer nicht glaubt, ist schon gerichtet,
weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.
– Denn darin besteht das Gericht:
Das Licht kam in die Welt, doch
die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht,
denn ihre Taten waren BÖSE ...” (Joh 3,14-19).

In diesen Worten ist das ganze Erlösungs-VORHABEN des Dreieinigen enthalten, wie auch der Sinn, warum Gott der VATER den Sohn Gottes, die Zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, in die Welt der Sünder gesandt hat. Es wird zugleich das unbedingte ANVERTRAUEN geäußert auf den Sohn Gottes. So wird der Preis der Erlösung aussehen, die jedem Menschen angeboten wird.

Von denselben Voraussetzungen zum Erlangen des ewigen Lebens spricht Johannes der Evangelist in immer anderem Zusammenhang: beim Gespräch mit der Samariterin (Joh 4), in seiner Apologie nach der Heilung des gelähmten in der Säulenhalle Betesda (Joh 5,19-47), wie auch in weiteren Kapiteln seines Evangeliums.

Wie deutlich machte Jesus den Sinn seiner Ankunft in die Welt zur Erlösung des Menschen in Sünde und um ihm den Weg zum Erlangen des ewigen Lebens bewusst – im Gespräch mit dem reichen Jungen Mann:

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Wir bewundern so manches Mal die immer anderen Gestalten, die und Färbung, und andernseits der Verhaltenswei-sen z.B. der Fische, zumal der seltenen Tierarten, die in bestimmten klimatischen Erdteilen leben. Wie viel zugleich reiche Koloristik hat Gott in Vögeln ausgesät? Sollte das alles etwa von allein entstanden sein, zufällig, auf dem Weg einer Evolution? Oder auch steht dahinter immer doch die „Liebevolle ALLMACHT des Schöpfers” (DeV 37)?
– Ich verherrliche Dich, o Gott, in der Reichheit Deines Erschaffungswerks, und umso mehr des Erlösungswerks !

„Und siehe, da kam ein Mann zu Jesus und fragte:
‘Meister, was muss ich GUTES tun,
um das ewige Leben zu gewinnen’?
Er antwortete: ‘Was fragst du Mich nach dem GUTEN?
Nur EINER ist ‘Der GUTE’.
Wenn du aber in das LEBEN eintreten WILLST,
halte die Gebote
(Mt 19,16f.).

Jesus gibt ebenfalls deutlich den Zweck kennen lernen, warum er gekommen ist, um für den gefallenen Menschen die Gnade der Versöhnung zu erbitten::

„... Wie der Menschensohn
NICHT gekommen ist, um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen und sein Leben
hinzugeben als Lösegeld für viele
(Mt 20,28).

Wie deutlich zeigt Jesus den Preis der Erlösung, d.h. der Vergebung der Sünden – im Gleichnis von sich als dem Guten Hirten:

„Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe ...” (Joh 10,11.15).

Ferner, wie deutlich hebt Jesus, der Sohn Gottes, die Freude im ganzen Himmel hervor, wegen auch nur eines der Sünder, der umkehrt und sich für die Gabe Gottes der Vergebung aufschließt:

„Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr
Freude herrschen über einen einzigen Sünder,
der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte,
die keine Umkehr nötig haben” (Lk 15,7) .

Die Worte der Einsetzung der Eucharistie drücken eindeutig den Willen des Dreieinigen aus, dass um den Preis des Opfers Jesu am Kreuz die Vergebung der Sünden erfolgt:

„... Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte:
Trinkt alle daraus: das ist mein Blut des Bundes,
das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden ...” (Mt 26,27n).

Wie viel VERGEBUNGS-Willen war in Worten Jesu an Judas enthalten, als dieser seinen Meister mit dem Zeichen des ... Kusses (Lk 22,48) verraten hat!
– Und, der Reihe nach, im verzeihenden Blick, in dem Jesus seinen Blick mit dem Blick des Petrus gekreuzt hat, nachdem Petrus Ihn dreimal verleugnet hat, und dabei noch fluchte und schwörte, er habe mit diesem Menschen niemals etwas zu tun gehabt (Lk 22,61).

Und endlich, wie aussagekräftig lauten die Worte Jesu von der Höhe des Kreuzes, wann jeder andere, versunken in unaussprechlichen Schmerzen der Geißelung, Dornenkrönung und Kreuzigung von sich aus höchstens unkoordinierte Schreie und Verwünschungen mit Fluchworten herausholte, wobei Jesus, die ganze Zeit von der Höhe des Kreuzes über das gerade vollbrachte Werk der Erlösung des Menschen in Welt- und Kosmos-Skala herrschend – die verwundernden Worte der Versöhnung und Vergebung geäußert hat:

Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun ...” (Lk 23,34).

b. Vergebungs-Wille Gottes
abgelesen
von Briefen der Apostel

Es genügt ein paar mehr bezeichnende Aussagen aus den Apostolischen Briefen anzuführen, um sich überzeugen zu können, wie sehr Gott nichts so sehr wünscht, als den Sündern nach dem Sündenfall ... zu vergeben und ihnen das ewige Leben erlangen zu ermöglichen.

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren
...” (Röm 5,8)

„Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont,
sondern ihn für uns alle hingegeben –
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?” (Röm 8,32).

„ Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt.
Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen !
Er hat Den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht,
damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden” (2 Kor 5,20f.).

„Gott aber, der reich ist an Erbarmen,
hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren,
in seiner großen Liebe, mit der Er uns geliebt hat,
zusammen mit Christus lebendig gemacht.
Aus Gnade seid ihr gerettet ...” (Eph 2,4f.).

„ ... Führt euer Leben in Liebe, wie auch Christus uns geliebt,
und sich für uns hingegeben hat

als Gabe und Opfer, das Gott gefällt ...” (Eph 5,2).

„Dankt dem VATER mit Freude !
Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben
am Los der Heiligen, die im Licht sind.
Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
Durch Ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden ...” (Kol 1,12ff.).

„Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt:
Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten.
Von ihnen bin ich der Erste.
Aber ich habe gerade darum Erbarmen gefunden,
damit Christus Jesus an mir als Erstem
seine ganze Langmut erweisen konnte,
zum Vorbild für alle, die in Zukunft an Ihn glauben,
um das ewige Leben z erlangen” (1 Tim 1,15f.).

Sowohl der Hl. Paulus, wie z.B. der Hl. Petrus bezeugen entschieden, es ist der Wille Gottes des Dreieinigen, dass ALLE Menschen zur Erlösung gelangen, das heißt dass sie die Glückseligkeit im HAUS des VATERS erreichen:

„... Das ist recht und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter.
Er will, dass alle Menschen gerettet werden
und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.
Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen:
der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle,
ein Zeugnis zur vorherbestimmten Zeit ...” (1 Tim 2,3-6).

„Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um ALLE Menschen zu retten.
Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit
und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen,
gerecht und fromm in dieser Welt zu leben,
während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten:
auf das Erscheinen der Herrlichkeit
unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus.
Er hat sich für uns HINGEGEBEN,
damit er uns von aller Ungerechtigkeit erlöse
und für sich ein auserlesenes Volk schaffe,
das voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun ...” (Tit 2,11-14).

„Der Herr der Verheißung zögert nicht,
wie einige meinen, die von Verzögerung reden,
sondern Er ist geduldig mit euch,
weil Er nicht will, dass jemand zugrunde geht,
sondern dass alle zur Umkehr
gelangen ...” (2 Petr 3,9).

3. Äußerungen des Magisteriums:
Großzügig von Gott
angebotene Vergebung

Wir haben schon nicht wenige Aussagen des Gottes-Geschriebenen-Wortes sowohl vom Alten, wie Neuem Testament angeführt, von diesen es eindeutig folgert, dass Gott auf schwierig zu verstehende Weise ... immerfort nichts so sehr wünscht, wie Erlöser der menschlichen Sünde sein zu können und alle Sünden zu vergeben, wenn es nur der Wille der betreffenden PERSON – Ihm, diesem Unendlichen Gott erlaubt, für sich Erlöser zu sein.

Daher ist es nicht einmal nötig, um noch auch die Äußerungen des Magisteriums der Kirche darüber nachzuforschen. Wir beschränken uns nur auf die Erinnerung von diesem Bereich an ein paar magisteriale Dokumente, wo gerade diese Thematik auf besondere Art und Weise erörtert wird.

Es geht vor allem um ein paar Lehramtliche Dokumente vom Papst Johannes Paul II. Der Thematik der Versöhnung und Vergebung wurden besonders die folgenden seine Schreiben gewidmet:

a. Johannes Paul II.:
Schreiben zur Erlösung

Drei Dokumente im Zusammenhang mit dem Außergewöhnlichen Jubiläum der 1950 Jahre seit der Erlösung:

1) Bulle ‘Aperite Portas Redemptori” (1983)
2) Apostolische Adhortation ‘Reconciliatio et Paenitentia’ (1984)
3) Apostolisches Schreiben ‘Salvifici Doloris’ (1984)

Die ganze ‘Enzykliken-Trilogie’ gewidmet den einzelnen der Drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit:

1) Enzyklika ‘Redemptor Hominis’ (1979).
2) Enzyklika ‘Dives in Misericordia’ (1980.
3) Enzyklika ‘Dominum et Vivificantem’ (1986).

Jedes andere der Dokumente dieses Papstes kreist weniger oder mehr deutlich um die Problematik der Versöhnung-Vergebung Gottes und die Wege, die zu ihrer Erlangung führen. Es dürfte auf besondere Rolle der folgenden magisterialen Dokumente von Papst Wojtyła hingewiesen werden:

1) Apostolisches Schreiben ‘Mulieris Dignitatem’ (1988)
2) Brief an die Familien ‘Gratissimam sane’ (1994).

Ein ganz besonderer Platz gehört sich diesbezüglich der Reihe besonders wichtiger Päpstlicher Dokumente in Verbindung mit dem Umbruch des 2.-3. Jahrtausends seit der Geburt des Sohnes Gottes, des Erlösers der Welt:

1) Bulle ‘Incarnationis Mysterium’ (1998).
2) Apostolisches Schreiben ‘Novo Millennio Ineunte’ (2001).
3) Enzyklika ‘Ecclesia de Eucharistia’ (2003).
4) Apostolisches Schreiben ‘Rosarium Virginis Mariae ’ (2002)
5) Motu Proprio ‘Misericordia Dei’ (2002).

Es gehört sich die Aufmerksamkeit an einem Fragment der Enzyklika ‘Redemptor hominis’ (1979) gegen ihrem Ende zu sammeln. Der Heilige Vater spricht dort gerade vom Sakrament der Eucharistie und Buße (RH 20). Er hebt dort u.a. das ganz besondere beiderseitige ‘Anrecht’ zur persönlichen Begegnung: des Erlösers – und anderseits des Erlösten.

b. Aus der Enzyklika
über
Gottes Barmherzigkeit

Von der Enzyklika über die Barmherzigkeit Gottes, die der Person Gottes des VATERS gewidmet ist, gehört es sich besonders u.a. den Satz über den Verlorenen Sohn anzuführen. Er wirkt sehr erquickend und erfüllt mit Anvertrauen auf Gott, den VATER der Barmherzigkeit:

„Das Erbarmen – wie es Christus im Gleichnis vom verlorenen Sohn darstellt – hat die innere Form jener Liebe, die im Neuen Testament agápe genannt wird. Solche Liebe ist fähig, sich über jeden verlorenen Sohn zu beugen, über jedes menschliche Elend, vor allem über das moralische Elend: die Sünde.
– Wenn das geschieht, fühlt sich der, dem das Erbarmen zuteil wird, nicht gedemütigt, sondern gleichsam wiedergefunden und ‘aufgewertet’. Der Vater lässt ihn in erster Linie spüren, wie groß seine Freude ist, dass er ‘wiedergefunden wurde‘ und ‘wieder lebt’. Diese Freude weist auf ein unverletztes Gut hin:
– ein Sohn hört nie auf, in Wahrheit Sohn seines Vaters zu sein, selbst dann nicht, wenn er sich von ihm trennt. Diese Freude weist auch auf das wiedergefundene Gut hin. Solches GUT ist im Fall des verlorenen Sohnes seine Rückkehr zur Wahrheit über sich selbst.” (DiM 6).

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Wiederholt ein Bild vom Leben jeder Hauswirtschaft auf dem Dorf im Kujawa-Region. Arm sind diese so liebevolle Geschöpfe: sowohl diese Hennen, die Eier bringen, diese Gänse, deren Fleisch so schmackhaft ist, diese Enten, die nur schwer ihr Gleichgewicht halten, schon ungeachtet die gehüteten Kühe, viellleicht Pferde, Schweine ... ! Das alles dient dann letztlich dem Menschen und wird endlich zur Nahrung für ihn ....
– Diese Nahrung muss aber fortwährend parllel mit der Nahrung und dem Getränk des LEBENS in die Ewigkeit entwickelt werden.
.

Um der Erinnerung willen lohnt es sich noch einmal etwas mit Bezug auf die ‘Vergebung’ selbst anzuführen, wie auch auf die Rolle der Kirche bei der Verwirklichung der Aufgabe, um die Welt mehr ‘menschlich’ zu gestalten:

„Die Welt der Menschen kann nur dann immer menschlicher werden, wenn wir in den vielgestaltigen Bereich der zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen zugleich mit der Gerechtigkeit jene ‘erbarmende Liebe’ hineintragen, welche die messianische Botschaft des Evangeliums ausmacht.
– Die Welt der Menschen kann nur dann ‘immer menschlicher’ werden, wenn wir in alle gegenseitigen Beziehungen, die ihr geistiges Antlitz prägen, das Element des Verzeihens einbringen, welches für das Evangelium so wesentlich ist.
– Das Verzeihen bezeugt, dass in der Welt eine Liebe gegenwärtig ist, die mächtiger ist als die Sünde.
– Das Verzeihen ist darüber hinaus die GRUNDBEDINGUNG für die Versöhnung, nicht nur in den Beziehungen zwischen Gott und dem Menschen, sondern auch in den gegenseitigen Beziehungen zwischen den Menschen. Eine Welt ohne Verzeihen wäre eine Welt kalter und ehrfurchtsloser Gerechtigkeit, in deren Namen jeder dem anderen gegenüber nur seine Rechte einfordert; so könnten die verschiedenen Formen des Egoismus, die im Menschen schlummern, das Leben und Zusammenleben der Menschen in ein System der Unterdrückung der Schwächeren durch die Stärkeren oder in einen Schauplatz ständigen Kampfes der einen gegen die anderen verwandeln” (DiM 14).

Gewünscht ist ein klararer Begriff betreffs überhaupt der ‘Verzeihung’, u.a. in Zusammenstellung mit der Erfordernis der ‘Gerechtigkeit’. Hier ein weiteres, hilfvolles Fragment von „Dives in Misericordia”:

„Christus legt auf die Notwendigkeit, den anderen zu verzeihen, so großen Nachdruck, dass er Petrus auf die Frage, wie oft er dem Nächsten verzeihen müsse, die symbolische Zahl ‘siebenundsiebzigmal’ (Mt 18,22) nennt und hiermit die Antwort gibt, dass er jedem und jedesmal verzeihen muss.
– Selbstverständlich hebt die Forderung, hochherzig zu verzeihen, die objektiven Forderungen der Gerechtigkeit nicht auf. Die richtig verstandene Gerechtigkeit ist sozusagen der Zweck des Verzeihens.
– An keiner Stelle der Frohen Botschaft bedeutet das Verzeihen, noch seine Quelle, das Erbarmen, ein Kapitulieren vor dem Bösen, dem Ärgernis, vor der erlittenen Schädigung oder Beleidigung. In jedem Fall sind Wiedergutmachung des Bösen und des Ärgernisses, Behebung des Schadens, Genugtuung für die Beleidigung Bedingungen der Vergebung.
– So braucht also das Erbarmen als grundlegende Struktur immer die Gerechtigkeit. Aber es hat die Kraft, der Gerechtigkeit einen neuen Inhalt zu geben. Dieser findet seinen einfachsten und vollsten Ausdruck im Verzeihen. Es macht uns deutlich, dass es außer ‘Wiedergutmachung’ und ‘Waffenstillstand’ – Forderungen der Gerechtigkeit – auch die Liebe geben muss, also die Affirmation des Menschen.
– Dass die Forderungen der Gerechtigkeit erfüllt werden, ist eine Hauptbedingung dafür, dass das Antlitz der Liebe aufleuchten kann. Schon beim Betrachten des Gleichnisses vom verlorenen Sohn haben wir die Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt, dass der, der verzeiht, und der, dem verziehen wird, einander in einem wesentlichen Punkt begegnen: in der Würde, im Ur-Wert des Menschseins, der nicht zerstört werden kann und dessen Entfaltung beziehungsweise Wiederfindung Quelle größter Freude ist (vgl. Lk 15,32)(DiM 14).


Und noch ein Fragment, er ist dieses Mal ungemein wichtig, und betrifft die ‘Grenzen’ der Barmherzigkeit Gottes bei der Vergebung der Sünden. Das war aber und ist weiterhin Gegenstand der Erwägungen des hiesigen Kapitels: über die Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST. Johannes Paul II. schreibt zu gewisser Stunde hinsichtlich der Eigenschaft Gottes – der Barmherzigkeit, folgender:

„Gerade weil es die Sünde in der Welt gibt, die ‘Gott so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab’ (Joh 3,16), kann Gott, der ‘die Liebe’ ist (1 Joh 4,16), sich nicht anders denn als Erbarmen offenbaren.
– Dieses Erbarmen entspricht nicht nur der tiefsten Wahrheit jener Liebe, die Gott ist (und die Gott IST), sondern auch der ganzen inneren Wahrheit des Menschen und der Welt, seiner derzeitigen Heimat.
– Das Erbarmen als solches ist als Vollkommenheit des unendlichen Gottes auch selbst unendlich.
Unendlich und unerschöpflich ist daher die Bereitschaft des Vaters, die verlorenen Söhne aufzunehmen, die zu seinem Hause zurückkehren.
Unendlich sind die Bereitschaft und die Macht der Vergebung, die unablässig aus dem wunderbaren Wert des Opfers des Sohnes hervorgehen.
– Keine menschliche Sünde kann diese Macht bezwingen oder auch nur einschränken. Von Seiten des Menschen kann sie nur der Mangel an gutem Willen, der Mangel an Bereitschaft zur Bekehrung und zur Buße, also die hartnäckige Verstockung einschränken, die sich der Gnade und der Wahrheit widersetzt, besonders vor dem Zeugnis des Kreuzes und der Auferstehung Christi.
– Die Kirche bekennt und verkündet also die Bekehrung. Die Bekehrung zu Gott ist immer ein Entdecken seines Erbarmens, jener Liebe also, die nach dem Maßstab des Schöpfers und Vaters langmütig und wohlwollend ist (vgl. 1 Kor 13,4): jener Liebe, der ‘der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn’ (2 Kor 1,3), in der Geschichte des Bundes mit dem Menschen TREU ist bis zum Äußersten, bis zum Kreuz, zum Tod und zur Auferstehung seines Sohnes. Die Bekehrung zu Gott ist immer Frucht des ‘Wiederfindens’ dieses Vaters, der voll des Erbarmens ist.
– Die wahre Kenntnis Gottes in seinem Erbarmen und seiner wohlwollenden Liebe ist eine ununterbrochene und nie versiegende Quelle der Bekehrung, die nicht als nur vorübergehender innerer Akt zu verstehen ist, sondern als ständige Haltung, als Zustand der Seele. Denn wer Gott auf diese Weise kennenlernt, ihn so ‘sieht’, kann nicht anders, als in fortwährender Bekehrung zu ihm zu leben. Er lebt also in statu conversionis (= Zustand der Bekehrung), im Zustand der Bekehrung; gerade diese Haltung stellt das tiefste Element der Pilgerfahrt jedes Menschen auf dieser Erde in statu viatoris (= im Zustand der Wanderung-Pilgerschaft), im Zustand des Unterwegsseins.
– Daher selbstverständlich bekennt die Kirche das Erbarmen Gottes, das im gekreuzigten und auferstandenen Christus geoffenbart wurde, nicht nur mit den Worten ihrer Lehre, sondern vor allem mit dem lebendigen Pulsschlag des ganzen Volkes Gottes. Durch dieses Lebenszeugnis erfüllt die Kirche die dem Volk Gottes eigene Mission, die an der messianischen Sendung Christi teilhat und diese in gewissem Sinne fortsetzt” (DiM 13).

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Fünfzehntes Kapitel


GOTTES BEREITSCHAFT
ZU VERGEBEN
AUFGRUND DES TAGEBUCHES
DER HL. SCHW. FAUSTYNA

*       *       *
Notwendig dass der Sünder
seine Herzenstür für den Strahl
der Barmherzigkeit Gottes ein wenig lüftet
(TgF 1507)

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Zu Ende des hiesigen Kapitels, das der Erwägung den Furcht weckenden Worten des Erlösers Jesus Christus betreffs der Blasphemie gegen den Heiligen Geist, für die es keine Verzeihung Gottes gibt „weder in diesem Leben, noch im künftigen” (Mt 12,32) – gewidmet war, wäre es gut wiederholt ein paar Fragmente vom „Geistigen Tagebuch der Hl. Faustyna Kowalska” (1905-1938; Seliggesprochen: 1993; Heiligsgesprochen: 2000) anzuführen. Es wird zusammengefasste Wiederholung sein dieser Stelle unserer Homepage, die gerade solche Kopie vom Tagebuch der Hl. Faustyna darstellt, und zwar: V.Teil, 8.Kapitel.

In den Erwägungen des hiesigen Kapitels haben wir uns immer wieder die grundlegende Frage gestellt:

WORAN dachte Jesus, als er diese so streng lautenden Worte geäußert hat:
„... wer aber etwas (die Blasphemie) gegen den Heiligen Geist sagt,
dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt ...” ?

Wir verstehen, dass wenn jemand DIESE Welt im Zustand der NICHT-GNADE, das heißt der schweren Sünde, verlässt, gibt es für ihn keine Vergebung Gottes mehr. Das geschieht dann nicht wegen einer irgendwelchen ‘Schuld’ vonseiten Gottes, sondern dieser betreffende Mensch weist Gott in der schweren Sünde von seinem Herzen schlechterdings deutlich heraus. Die Todsünde beruht geradeaus darauf:

Gott, ich wünsche nicht,
dass Du in meinem Herzens weiter VERWEILST ... ! ”

Gott verlässt in dieser Lage gehorsam und auf der Stelle ... des Menschen Herz mit unendlichem Schmerz seiner „liebevollen ALLMACHT des Schöpfers” (vgl. DeV 33). Gott ehrt immer der ERSTE die Würde der PERSON, die Er nicht umsonst mit der Gabe des freien Willens beschert hat.

Derselbe Gott wird anderseits zweifellos nie und nimmer die Gabe des freien Willens wegnehmen. Gott kann unmöglich NICHT-konsequent bleiben, falls Er in der Stunde, wenn jemand eine schwere Sünde beziehungsweise selbst ein Verbrechen begeht, diesem Menschen in selber Stunde seinen ihm zuvor geschenkten freien Willen zurücknehmen würde – scheinbar ‘infolge der Liebe’. Solche Haltung von Gottes Seiten wäre zu dieser Stunde gleichbedeutend mit der Zerstörung der zuvor geschenkten PERSONEN-Natur.

So fragen wir demnach umso mehr voller heilsamer Furcht und Unruhe: Was sollte also in dieser Lage das Wort Jesu bedeuten, dass nämlich die Blasphemie gegen den Heiligen GEIST nicht vergeben werden wird ... „... WEDER in dieser Welt, NOCH im ANDEREN LEBEN ...” ?

Wir sind so viele Male zum Schluss gekommen, dass Gott immerwährend BEREIT ist selbst die schlimmsten Sünden und Blasphemien zu vergeben. Das bedeutet also: SOLANGE in der PERSON des Menschen NOCH ein Funkchen des irdischen Lebens flimmert, besteht IMMER auch noch die Chance auf Versöhnung mit Gott.

Es taucht dann auf´s Spiel die ganz besondere Gnade, die Jesus Christus als Erlöser dem schon Sterbenden gewährt. Diese Gabe bietet Jesus Christus einem JEDEN Menschen: sowohl diesem Heiligen, wie auch einem Sünder. Es geht um die sog. LETZTLICHE GNADE. Wir versuchen auf diesen Aspekt unserer Erwägungen am Ende dieser Erwägung zurückgreifen.

(0,38 kB) Vielleicht erinnern wir uns auf den oben dargestellten Schluss (nennen wir ihn: theologisch-privater Schluss des hier schreibenden Autors, wiewohl er sehr wahrscheinlich so zu sein scheint), dass das Wort Jesu zur Blasphemie angesichts des Heiligen GEISTS als UN-vergebliche Sünde ... Zeugnis zu sein scheint (sollte man sich anthropopathisch ausgedrückt haben) einer eigenartigen Gottes ‘Verzweiflung’ und noch einmal Gottes flehender BITTE zu einer betreffenden PERSON im Zustand ihres vestockten Herzens, sie möge sich doch noch besinnen und für die Barmherzigkeit Gottes aufschließen.

Gott wünscht dauernd nichts so sehr, als dass es IHM: Jesus-als-dem-Erlöser, vonseiten der betreffenden PERSON ... ‘genehmigt’ werden dürfte, ihn mit der Freigebigkeit der Erlösung (s. Ps 130[129],7) zu beschenken. Nichts bereitet Gott so viel Freude, als wenn Er den Menschen, der in der Sünde zu völlig verschmutztem EEBEBILD-Ähnlichkeit Gottes geworden ist, doch mit der LETZTLICHEN GNADE zu beschenken. Dass diese PERSON, tödlich mit ewiger Verdammnis bedroht, sei es noch erst jetzt die Gabe Gottes der Barmherzigkeit erlangen möchte und daselbst dennoch letztlich in das HAUS des VATERS fände, nicht aber „in den See, der mit Feuer und Schwefel brennt” (Joh 14,2; Offb 21,8).

Mit dieser Absicht möchten wir jetzt wiederholt eine Handvoll Fragmente der Worte anführen, die der Erlöser zur zeitweiligen Menschen-Familie durch die Hl. Faustyna Kowalska gesagt hat. Selbst der Erlöser, Jesus Christus, hat sie als „Sekretärin seiner Barmherzigkeit” genannt. Diese Worte stellen eine einzige große Ermutigung dar zur Annahme der Haltung eines ANVERTRAUENS auf Gottes Barmherzigkeit, indem vonseiten der betreffenden PERSON daselbst eine völlige Rückwendung vom bisher begangenen ÜBEL in Gottes Augen angenommen wird.

Ähnlich wie schon zuvor (s.: V.Teil, 8. Kap.), verteilen wir die angeführten Fragmente des Geistigen Tagebuches der Hl. Faustyna in ein paar thematische Gruppen – ohne weiteren Kommentar.

1. Das Bild
‘JESUS:
ICH VERTRAUE AUF DICH’

kww1c! (3 kB)

a. Male ein Bild
mit der
Unterschrift ...

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Bild der Barmherzigkeit Gottes: JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH ! Gemalt von Prof. Hyła. Es steht im Nebenaltar der kleinen Kirche beim Kloster der Schwestern der Gottesmutter der Barmherzigkeit Gottes in Kraków-Łagiewniki. Es ist also ein anderes Bild, als dieses erste, das in Wilna vom Herrn Kazimirowski gemalt wurde.

(Płock, den 22.II.1931) ‘Am Abend, als ich in der Zelle war, erblickte ich Jesus, den Herrn, in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen.
– Nach einer Weile sagte Jesus zu mir: ‘Male ein Bild nach der Zeichnung, die du siehst, mit der Unterschrift: ‘Jesus ich vertraue auf Dich’! Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt” (TgF 47).

„Ich verspreche, dass jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verlorengeht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden, den Sieg über die Feinde, und besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen – als meine Ehre” (TgF 48).

„Als ich darüber dem Beichtvater berichtete, erhielt ich zur Antwort: ‘Das betrifft deine Seele’. Er sagte zu mir: ‘Male das Bild Gottes in deiner Seele’.
– Als ich vom Beichtstuhl wegging, hörte ich wiederum folgende Worte: ‘In deiner Seele besteht Mein Bild. Ich wünsche, dass es ein Fest der Barmherzigkeit gibt. Ich wünsche, dass das Bild, welches du mit dem Pinsel malen wirst, am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit sein” (TgF 49).

+ „... ‘Ich wünsche, dass die Priester Meine große Barmherzigkeit gegenüber sündigen Seelen verkünden sollen. Der Sünder soll keine Angst haben, sich Mir zu nähern. Die Flammen der Barmherzigkeit brennen Mich, Ich will sie auf die Seelen der Menschen ausgießen’.
– Jesus beklagte sich bei mir mit den Worten: ‘Das Misstrauen der Seelen zerreißt mein Inneres. Mehr noch tut mir das Misstrauen einer auserwählten Seele weh; trotz Meiner unerschöpflichen Liebe trauen sie Mir nicht; sogar Mein Tod reicht ihnen nicht aus. Wehe der Seele, die sie missbraucht’ ...” (TgF 50).

b.
In drei Jahren später

+ „Geheimnis der Seele – Wilna 1934. – Als mir einmal der Beichtvater befahl, Jesus nach der Bedeutung der zwei Strahlen, die auf dem Bild sind, zu befragen, sagte ich zu, dass ich den Herrn danach fragen werde. Während meines Gebetes hörte ich innerlich die Worte:
– ‘Diese zwei Strahlen bedeuten Blut und Wasser.
Der Blasse Strahl bedeutet Wasser, das die Seelen rechtfertigt;
der Rote Strahl bedeutet Blut, welches das Leben der Seelen ist ...
– Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen Meiner Barmherzigkeit, damals, als Mein Herz in Agonie am Kreuz mit der Lanze geöffnet wurde.
Diese Strahlen schützen die Seelen vor dem Zorn Meines Vaters. Glücklich, wer in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen.
Ich wünsche, dass der erste Sonntag nach Ostern das Fest der Barmherzigkeit wird (TgF 299).

+ Bitte meinen treuen Diener (= Herrn Prof., den Sel. Ks. Michał Sopoćko), dass er an diesem Tag der ganzen Welt von Meiner großen Barmherzigkeit künden soll, dass wer an diesem Tag zur Quelle des Lebens kommt, einen vollkommenen Nachlass der Schulden und Strafen erfährt.
+ Die Menschheit wird keine Beruhigung finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an Meine Barmherzigkeit wendet.
+ Oh wie sehr Mich das Misstrauen einer Seele verletzt. Eine solche Seele bekennt, dass Ich Heilig und Gerecht bin, sie glaubt aber nicht, dass Ich Barmherzigkeit bin, sie glaubt auf Meine Güte nicht. Auch die Satane preisen Meine Gerechtigkeit, doch sie glauben an Meine Güte nicht.
Mein Herz freut sich des Titels ‘Barmherzigkeit’ (TgF 300).

– Sage, dass die Barmherzigkeit die größte Eigenschaft Gottes ist. Alle Werke Meiner Hände sind mit der Barmherzigkeit gekrönt” (TgF 301).

‘Ich reiche den Menschen ein Gefäß dar, mit dem sie zur Quelle der Barmherzigkeit um Gnaden kommen sollen. Dieses Gefäß ist dieses Bild mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich’ ...” (TgF 327).

„Eines Males sagte Jesus zu mir:
‘Mein Blick von diesem Bild ist so wie der Anblick vom Kreuz’ ...”
(„Vater, vergib ihnen ...” : Lk 23,34). (TgF 326).

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Wie wundervoll ist Dein Name, o Herr, Gott der Heerscharen ! Da stehen wir vor Gebirgsgipfeln, die sich in die Höhe erheben von der Perspektive aus einer üppig blühenden Pflanzenwelt an ihrem Fuß. Was für eine reine, nicht infizierte Luft hier herrscht ! Und auch die reichhaltigen verschiedenen Tiere: sowohl solche ruhige und schüchterne, falls sie einen Menschen antreffen, wie auch diese wilden, manchmal sehr bedrohlichen.



c. Von der ersten
Ausstellung des Bildes

„Als das Bild ausgestellt wurde (= 26.-28.IV.1935), sah ich eine lebendige Bewegung der Hand Jesu. Er machte ein großes Kreuzzeichen.
Am gleichen Abend, als ich mich zur Ruhe gelegt hatte, sah ich, wie das Bild über der Stadt ging. Die Stadt war mit Schlingen und Fangnetzen bestückt. Als Jesus vorüberging, durchschnitt Er alle Schlingen und zeichnete am Ende ein großes Kreuz und entschwand.
– Ich sah mich inmitten vieler boshafter Gestalten, die mir großen Hass entgegensprühten. Aus ihrem Mund kamen verschiedene Drohungen, doch keine von ihnen berührte mich. Nach einer Weile verschwand die Erscheinung, aber ich konnte lange nicht einschlafen” (TgF 416).

26 IV. 27. IV. (= 1935) – „Am Freitag, bei den Feierlichkeiten in der Ostra Brama, bei denen das Bild ausgestellt war (= großes Jubiläum der 1900 Jahre seit der vollbrachten Erlösung: Jahr 33 – 1933), wohnte ich einer Predigt bei, die mein Beichtvater hielt (= Herr Ks. Prof., der Sel. Michał Sopoćko). Die Predigt war von Gottes Barmherzigkeit. Es war das erste, wonach Jesus schon so lange verlangt hatte. Als er von der großen Barmherzigkeit des Herrn zu sprechen begonnen hat, nahm das Bild lebendige Gestalt an und die Strahlen drangen in die Herzen der Versammelten, jedoch nicht in gleichem Maß. Einige erhielten mehr, andere weniger. Meine Seele war beim Anblick dieser Gnade Gottes von großer Freude erfüllt.
– Da hörte ich die Worte: ‘Du bist Zeuge Meiner Barmherzigkeit, ewig wirst du vor Meinem Thron stehen als lebendiger Zeuge Meiner Barmherzigkeit’ ...” (TgF 417).

– „Als die Predigt zu Ende war, wartete ich nicht bis zum Schluss der Andacht, weil ich es eilig hatte nach Hause zu kommen. Nach wenigen Schritten versperrte mir den Weg eine Menge Teufel, die mir furchtbare Qualen androhten. Man konnte Stimmen hören: ‘Sie hat uns alles entwendet, woran wir so viele Jahre gearbeitet haben’. Als ich sie fragte: ‘Woher seid ihr so große Menge?’ – entgegneten mir diese boshaften Gestalten: ‘Aus den Herzen der Menschen, quäle uns nicht’ (TgF 418).
– Als ich ihren furchtbaren Hass zu mir sah, bat ich sogleich meinen Schutzengel um Beistand. Sofort stand neben mir die helle und strahlende Gestalt des Schutzengels, der mir sagte: ‘Fürchte dich nicht, du Braut Meines Herrn, diese Geister tun dir nichts Böses an – ohne Seine Erlaubnis’.
– Sofort verschwanden die bösen Geister, und mein treuer Schutzengel begleitete mich auf sichtbare Weise bis zum Hause. Sein Blick war bescheiden und ruhig, von seiner Stirn sprühte ein Feuerstrahl.
– O Jesus, ich wünschte mir die Mühen auf mich zu nehmen geben und mich abquälen, und das ganze Leben lang leiden für diesen einen Augenblick, da ich, o Herr, Deine Herrlichkeit und den Nutzen der Seelen gesehen habe” (TgF 419).

2. Die KORONKA
zu
Gottes Barmherzigkeit

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Die KORONKA: Text

 Die Koronka zu Gottes Barmherzigkeit 

Die Koronka wird am gewöhnlichen Marien-Rosenkranz gebetet: 5 Gesätze, mit Betrachtung der Geheimnisse der Erlösung und bewusst erlebter Zuversicht auf Gottes Barmherzigkeit. Je vollwertiger das Anvertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, desto mehr erhält die Seele (TgF 474ff.)
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Am Anfang :
Vater unser ...  Gegrüßet seist Du Maria ...  Ich glaube an Gott ...

Auf ‘Vater-unser-Perlen’ :
Ewiger Vater, * ich opfere Dir auf * den Leib und das Blut * die Seele und die Gottheit * Deines über alles geliebten Sohnes, * unseres Herrn Jesus Christus, * zur Entsühnung für unsere Sünden * und die der ganzen Welt (1-mal)

Auf ‘Gegrüßet-seist-Du-Maria-Perlen’ :
Um Seines schmerzhaften Leidens willen, * habe Erbarmen mit uns und der ganzen Welt (10-mal)

Zum Schluss, nach dem 5. Gesätz :
Heiliger Gott, * Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher * erbarme Dich unser * und der ganzen Welt (3-mal)

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VERMERK: Lerne diesen ‘Rosenkranz’ und bete ihn öfter, oder eher: täglich. Nicht anstelle des Marien-Rosenkranzes, sondern parallel zu ihm. Möge dieses Gebet zu Deiner Freude und Stärkung werden, und für andere – zu einem ihnen hingeworfenen Rettungsring!


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3. In Vorbereitung
zum
Sakrament der Versöhnung

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a. Berufung
auf die Barmherzigkeit

„Mögen die größten Sünder ihre Hoffnung in Meiner Barmherzigkeit [legen]. Sie haben vor den anderen das Anrecht zum Vertrauen auf den Abgrund Meiner Barmherzigkeit. Meine Tochter, schreibe von Meiner Barmherzigkeit für die geplagten Seelen. Wonne bereiten mir die Seelen, die sich auf Meine Barmherzigkeit berufen. Solchen Seelen erteile Ich Gnaden über ihre Wünsche.
– Ich kann nicht strafen, sollte auch jemand der größte Sünder sein, wenn er sich auf Mein Erbarmen beruft, sondern Ich rechtfertige ihn in Meiner unergründlichen und unerforschten Barmherzigkeit.

– Schreibe: Ehe Ich als gerechter Richter komme (= Letztes-Jüngstes Gericht: Ende der Zeiten; aber auch Ende des irdischen Lebens eines jeden Menschen), öffne ich zuerst sperrangelweit die Tür Meiner Barmherzigkeit (= vorletzte Stufe vor dem Weltende, bzw. vor dem individuellen Tod).
– Wer nicht durch die Tür der Barmherzigkeit durchgehen will, der muss durchgehen durch die Tür Meiner Gerechtigkeit ...” (TgF 1146).

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Auf den Philippinen ist seit Jahren u.a. P. Szymon Bendowski tätig. Hier eine kleine Kindergruppe, für die er Priester ist, Katechet und Hilfe zu allem Möglichen und Unmöglichen. Denn was alles wird vom Priester in solchem armem Volk ‘vom WESTEN’, erwartet! Er stammt doch aus diesem märchenvollen ‘Polen’, von dessen Existenz sie bisher nicht einmal gehört haben ... und doch: auf dieser Weise erfahren sie was darüber!

b. Seele
wie eine Leiche

„Schreibe, spreche über Meine Barmherzigkeit. Sage den Seelen, wo sie Trost suchen sollen. das ist im Tribunal der Barmherzigkeit, dort sind die größten Wunder, die sich ununterbrochen wiederholen. Um dieses Wunder zu erlangen, bedarf es keiner weiten Pilgerfahrt, noch irgendwelche äußeren Zeremonien zu verrichten, sondern es genügt, zu Füßen Meines Stellvertreters mit Glauben hinzutreten und ihm sein Elend auszusprechen, und das Wunder der Barmherzigkeit Gottes zeigt sich in seiner ganzen Fülle.
– Sollte auch die Seele wie eine verwesende Leiche sein und sollte es, menschlich gesehen, keine Auferstehung geben und wäre schon alles verloren – ist es nicht so auf Gottes Art, das Wunder der Barmherzigkeit Gottes bewirkt die Auferstehung dieser Seele in ganzer Fülle.
O Armseligen diejenigen, die von diesem Wunder der Barmherzigkeit den Nutzen nicht ziehen; ihr werdet vergeblich rufen, aber es wird schon zu spät” (TgF 1448).

+ „Heute sagte mir der Herr: ‘Meine Tochter, du Meine Wonne und Mein Wohlgefallen, nichts wird Mich hindern, dir Gnaden zu schenken. Für Meine Barmherzigkeit schafft dein Elend kein Hindernis.
– Schreibe, Meine Tochter, dass je größer das Elend, desto größer hat es das Anrecht auf Meine Barmherzigkeit, und [überrede] alle Seelen zum Anvertrauen auf den unbegreiflichen Abgrund Meiner Barmherzigkeit, denn Ich wünsche sie alle zu erlösen.
– Der Sprudel Meiner Barmherzigkeit ist mit der Lanze am Kreuz für alle Seelen sperrangelweit geöffnet worden: niemanden habe Ich ausgeschlossen’ ...” (TgF 1182).

„... Gott hat große Gnade versprochen, besonders ... allen, die von Meiner großen Barmherzigkeit künden werden.
– Ich selbst werde sie in der Stunde des Todes verteidigen wie Meine Ehre. Wären auch die Sünden der Seelen schwarz wie die Nacht – wenn der Sünder sich an Meine Barmherzigkeit wendet, erweist er Mir die größte Ehre und wird zum Ruhm Meines Leidens. Wenn eine Seele Meine Güte preist, erzittert der Satan vor ihr und flieht bis auf den Grund der Hölle ...” (TgF 378).

„... Gott hat große Gnade versprochen, besonders ... allen, die von Meiner großen Barmherzigkeit künden werden. – Ich selbst werde sie in der Stunde des Todes verteidigen wie Meine Ehre. Wären auch die Sünden der Seelen schwarz wie die Nacht – wenn der Sünder sich an Meine Barmherzigkeit wendet, erweist er Mir die größte Ehre und wird zum Ruhm Meines Leidens. Wenn eine Seele Meine Güte preist, erzittert der Satan vor ihr und flieht bis auf den Grund der Hölle ...” (TgF 378).

„ ... Mit den Seelen, die sich zu Meiner Barmherzigkeit flüchten und den Seelen, die anderen von Meiner großen Barmherzigkeit künden und sie rühmen, werde Ich in der Todes-Stunde nach Meiner unendlichen Barmherzigkeit verfahren ...” (TgF 379).

c. Tribunal
der Barmherzigkeit

„Heute sagte mir der Herr:
‘Tochter, wenn du zur heiligen Beichte herantrittst, zu dieser Quelle Meiner Barmherzigkeit, fließt auf deine Seele immer Mein Blut und Wasser, das aus meinem Herzen herausgegangen ist und deine Seele veredelt.
– Jedes Mal, wenn du zur heiligen Beichte herantrittst, versenke dich ganz in Meiner Barmherzigkeit mit großem Vertrauen, damit Ich über Deine Seele die Reichlichkeit Meiner Gnade ergießen kann.
Wenn du zur Beichte kommst, wisse, dass Ich selbst im Beichtstuhl auf dich warte. Ich verhülle Mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke Ich selbst. Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit.
– Sage den Seelen, dass sie aus dieser Quelle der Barmherzigkeit einzig mit dem Gefäß des Anvertrauens schöpfen können. Wenn ihr Anvertrauen groß sein wird, gibt es keine Grenzen für Meine Freigebigkeit. Ströme Meiner Gnade überfluten die demütigen Seelen. Hochmütige sind immer in Armut und Elend, denn Meine Gnade wendet sich von ihnen ab – hin zu demütigen Seelen” (TgF 1602).

„Schreibe: Ich bin dreimal Heilig und verabscheue die kleinste Sünde. Ich kann eine Seele nicht lieben, die mit Sünde befleckt ist, aber sobald sie bereut, sind Meiner Großzügigkeit ihr gegenüber keine Grenzen gesetzt. Meine Barmherzigkeit umfängt und rechtfertigt sie.
Mit Meiner Barmherzigkeit verfolge Ich die Sünder auf all ihren Wegen und es freut sich Mein Herz, wenn sie zu Mir zurückkehren. Ich vergesse die Bitterkeiten, mit denen sie Mein Herz getränkt haben, und freue Mich über ihre Rückkehr.
– Sage den Sündern, dass keiner vor Meiner Hand entflieht. Wenn sie vor Meinem Barmherzigen Herzen fliehen, fallen sie in Meine gerechten Hände. Sage den Sündern, dass Ich immerfort auf sie warte, Ich horche am Pulsschlag ihres Herzens, wann es für Mich zu schlagen beginnt.
– Schreibe, dass Ich zu ihnen durch Gewissensbisse spreche, durch Misserfolg und Leiden, durch Gewitter und Blitze, Ich spreche sie durch die Stimme der Kirche an. Wenn sie aber alle Meine Gnaden zunichte werden lassen, beginne Ich ihnen zu zürnen, indem Ich sie sich selbst überlasse und gebe ihnen, wonach sie begehren” (TgF 1728).

„Heute belehrte mich der Herr wiederholt, wie ich zum Sakrament der Buße herantreten soll:
‘Meine Tochter, wie du dich in Meiner Gegenwart vorbereitest, so beichtest du auch vor Mir. Ich verhülle mich nur mit dem Priester. Überlege niemals, wie der Priester ist, mit dem Ich mich verhüllt habe. Öffne dich in der Beichte so, wie vor Mir Selbst. Ich werde dann deine Seele mit Meinem Licht erfüllen’ ...” (TgF 1725).

Jesus: ‘Du siehst , Mein Kind, was du aus dir selbst bist und der Grund deiner Niederlagen ist der, dass du zu viel auf dich selbst zählst und dich zu wenig auf Mich stützt. Möge dich das aber nicht übermäßig traurig stimmen. Du hast es mit dem Gott der Barmherzigkeit zu tun. Dein Elend wird sie nicht erschöpfen:

Die Anzahl der Vergebung
habe Ich doch nicht bestimmt
... (TbF 1488).

Jesus: ‘Mein Kind, wisse, das größte Hindernis zur Heiligkeit ist die Mutlosigkeit und die unbegründigte Unruhe. Die nimmt dir die Möglichkeit, dass du dich in Tugend übst. Alle Versuchungen zusammen sollen dir nicht für einen Moment die innere Ruhe trüben. Die Gereiztheit und Mutlosigkeit sind Frucht deiner Eigenliebe. Du darfst dich nicht entmutigen lassen, sondern sollst dich bemühen, dass anstelle deiner Eigenliebe Meine Liebe herrschen kann.
– Also Zuversicht, Mein Kind: Du sollst dich nicht entmutigen lassen, zu Mir um Vergebung zu kommen, wenn Ich doch immer bereit bin, dir zu vergeben.
Sooft du Mich darum bittest, preist du Meine Barmherzigkeit’ (TgF 1488).

4. Festtag
der Barmherzigkeit
und
Barmherzigkeits-WERKE

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„Einmal hörte ich die Worte: ‘Meine Tochter, künde der ganzen Welt von Meiner unbegreiflichen Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit (= Erster Sonntag nach Ostern) Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders aber für die armen Sünder.
– An diesem Tag ist das Innerste Meiner Barmherzigkeit offen, Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über die Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähern.
– Jene Seele, die zur Beichte geht und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlass der Schulden und Strafen.
An diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen.
– Möge keine Seele Furcht empfinden, sich Mir zu nähern, sollten auch ihre Sünden wie Scharlach sein. Meine Barmherzigkeit ist so groß, dass sie die ganze Ewigkeit hindurch durch keinen Verstand, weder den menschlichen, noch den von Engeln, ergründet werden wird. Alles was besteht, kam aus dem Inneren Meiner Barmherzigkeit hervor.
Jede Seele wird mit Bezug auf Mich die ganze Ewigkeit hindurch Meine Liebe und Meine Barmherzigkeit erwägen.
– Das Fest der Barmherzigkeit ist aus Meinem Innersten hervorgekommen. Ich wünsche, dass es feierlich am ersten Sonntag nach Ostern begangen wird.
– Die Menschheit wird keine Beruhigung erfahren, solange sie sich nicht zur Quelle Meiner Barmherzigkeit wendet’ ...” (TgF 699).

„Meine Tochter, wenn Ich durch dich die Ehre für Meine Barmherzigkeit von den Menschen verlange, musst du dich als erste mit dieser Hoffnung auf Meine Barmherzigkeit auszeichnen.
Ich verlange von dir Werke der Barmherzigkeit, die aus Liebe zu Mir hervorgehen sollen. Barmherzigkeit sollst du immer und überall den Nächsten erweisen, du kannst dich davor weder drücken, noch ausreden oder entschuldigen.
– Ich gebe dir drei Arten und Weisen, den Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: Erstens – die Tat, zweitens – das Wort, drittens – das Gebet.
In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten. Es ist ein unumstößlicher Beweis der Liebe zu Mir. So preist die Seele und verehrt Meine Barmherzigkeit.
Ja, der Erste Sonntag nach Ostern ist das Fest der Barmherzigkeit, aber es muss auch die Tat hinzukommen und Ich verlange die Verehrung Meiner Barmherzigkeit durch das feierliche Begehen dieses Festes und die Verehrung des Bildes, das gemalt worden ist.
– Durch dieses Bild werde Ich den Seelen viele Gnaden verleihen. Es soll an die Forderungen Meiner Barmherzigkeit erinnern, denn auch der stärkste Glaube hilft nichts ohne Taten ...” (TgF 742).

„Ich verstehe Deine Worte, Herr, wie auch die Weite der Barmherzigkeit, die in meiner Seele leuchten soll.
Jesus: ‘Ich weiß, Meine Tochter, dass du sie verstehst und alles, was in deiner Macht ist, tust, aber schreibe das auf für viele Seelen, die sich manchmal grämen, dass sie keine materiellen Güter besitzen, um dank ihrer die Barmherzigkeit ausüben zu können. Aber ein viel größerer Verdienst gehört sich der Barmherzigkeit des Geistes, für die man weder eine Erlaubnis, noch einen Speicher haben braucht: sie ist jeder Seele zugänglich.
Wenn die Seele nicht in irgendeiner Weise Barmherzigkeit übt, wird sie am Tage des Gerichts Meine Barmherzigkeit nicht erlangen. Sollten die Seelen verstehen, sich ewige Schätze anzusammeln, würden sie nicht gerichtet werden, indem sie Meinen Urteilen mit Barmherzigkeit zuvorkämen’ ...” (TgF 1317).

„Ich möchte, dass du Meine Liebe, mit der Mein Herz zu den Seelen entflammt ist, tiefer kennen lernst. Du wirst das verstehen, wenn du Mein Leiden betrachtest.
– Rufe Meine Barmherzigkeit für die Sünder an. Mich verlangt es nach ihrer Erlösung. Wenn du dieses Gebet für einen Sünder mit zerknirschtem Herzen und Glauben verrichtest, schenke Ich ihm die Gnade der Bekehrung. Das Gebet ist folgender (TgF 186):

O Blut und Wasser, das du vom Herzen Jesu
als Quell der Barmherzigkeit für uns
hervorgesprudelt bist,
ich vertraue auf Dich
”! (TgF 187).

„Am zweiten Tag (= nach Ostern 1933 ?) nach der heiligen Kommunion hörte ich folgende Stimme:
– ‘Meine Tochter, schau in den Abgrund Meiner Barmherzigkeit und erweise dieser Meiner Barmherzigkeit Lob und Ehre. Tu das folgendermaßen:
– Sammle alle Sünder der ganzen Welt und tauche sie unter im Abgrund Meiner Barmherzigkeit. Ich will mich den Seelen mitteilen, Mich verlangt es nach Seelen – Meine Tochter.
– An meinem Festtag – am Fest der Barmherzigkeit, wirst du die ganze Welt durchstreifen und wirst die ohnmächtigen Seelen zur Quelle Meiner Barmherzigkeit herbeiführen. Ich werde sie heilen und stärken” (TgF 206; s. auch: 1075.1188).

5. Jesus
in LETZTER
LEBENS-STUNDE

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„Sage den Seelen, Meine Tochter, dass Ich ihnen zur Verteidigung Meine Barmherzigkeit gebe. Ich kämpfe um sie ganz allein und ertrage den gerechten Zorn Meines Vaters” (TgF 1516).

„Oft begleite ich die Seelen der Sterbenden und erflehe ihnen die Zuversicht auf Gottes Barmherzigkeit und bitte Gott um seine große Gnade, die immer den Sieg davonträgt.
– Manchmal erreicht Gottes Barmherzigkeit den Sünder im letzten Augenblick, auf sonderbare und geheimnisvolle Weise. Nach außen sehen wir, als wäre alles verloren, aber so ist es nicht. Erleuchtet vom Strahl der starken letztlichen Gottes Gnade, wendet sich die Seele zu Gott im letzten Moment mit solcher Kraft der Liebe, dass sie von Gott in einem Augenblick Nachlass sowohl ihrer Schulden, wie Strafen erhält. Nach außen gibt sie uns KEIN Zeichen: weder der Reue, noch der Zerknirschung, weil sie auf äußere Dinge nicht mehr reagieren. O, wie unerforscht ist Gottes Barmherzigkeit.
– Aber, o weh, es gibt auch Seelen, die freiwillig und bewusst diese Gnade zurückweisen und sie missachten. Auch im Sterben selbst bietet Gott der Barmherzige der Seele diesen lichten inneren Augenblick an, so dass wenn die Seele will, steht vor ihr die Möglichkeit, zu Gott zurückzukehren.
– Allerdings manchmal ist die Verstocktheit bei den Seelen so groß, dass sie bewusst die Hölle wählen. Sie vereiteln alle Gebete, die andere Seelen für sie zu Gott bringen und selbst die Anstrengungen Gottes” (TgF 1698).

– Alle Gnade fließt aus der Barmherzigkeit und die letzte Stunde ist voller Barmherzigkeit für uns. Möge an Gottes Güte niemand zweifeln, auch wenn seine Sünden schwarz wären wie die Nacht, Gottes Barmherzigkeit ist stärker als unser Elend. Eines ist notwendig, und zwar dass der Sünder seine Herzenstür für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes ein wenig lüftet, das übrige wird dann von Gott erfüllt.
– Allerdings unglücklich die Seele, die die Tür Gottes Barmherzigkeit verschlossen hat, selbst auch in der letzten Stunde. Diese Seelen versenkten Jesus im Ölgarten in Todestrauer, ist doch die Barmherzigkeit Gottes aus seinem Mitleidigsten Herzen hervorgeflossen” (TgF 1507).
(21.I.l938) „Jesus, es wäre wahrhaft furchtbar zu leiden, wenn es Dich nicht gäbe. Aber Du, Jesus, am Kreuz ausgestreckt, gibst mir die Kraft. Du bist immer bei einer leidenden Seele zugegen. Die Geschöpfe verlassen den Menschen im Leiden, aber Du, o Herr, bist treu ...” (TgF 1507; s. auch: 1397.580).

Für die Bestrafung habe Ich die Ewigkeit und jetzt verlängere Ich ihnen die Zeit der Barmherzigkeit, doch wehe, wenn sie die Zeit Meiner Heimsuchung nicht erkennen (s. dazu: Mt 23,37).
– Meine Tochter, Sekretärin Meiner Barmherzigkeit, auf dir liegt nicht nur die Pflicht, über Meine Barmherzigkeit zu schreiben und sie zu verkünden, sondern erbitte ihnen die Gnade, dass auch sie Meine Barmherzigkeit preisen” (TgF 1160; s. auch: 1588).

(28.I.1938 r.) „Heute sagte mir der Herr:
– ‘Meine Tochter, schreibe diese Worte auf: Alle Seelen, die Meine Barmherzigkeit preisen und ihre Ehre ausbreiten werden, indem sie andere Seelen zur Hoffnung auf Meine Barmherzigkeit ermutigen werden, diese Seelen erfahren in ihrer Todesstunde kein Entsetzen. Meine Barmherzigkeit wird sie in diesem letzten Kampf beschirmen’ (TgF 1540; s. auch: 378.1224).

– ‘Meine Tochter, rege die Seelen an, die Koronka, die Ich dir gegeben habe, zu beten. Mir gefällt es, durch das Beten dieser Koronka alles zu geben, worum sie Mich bitten.
Die verstockten Sünder werde Ich mit Ruhe erfüllen, wenn sie sie beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich sein.
– Schreibe es für die betrübten Seelen: Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor den Augen ihrer Seele der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen in die Arme Meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutter. Diese Seelen haben ein Vorzugsrecht auf Mein mitleidiges Herz, sie haben ein Vorrecht auf Meine Barmherzigkeit.
– Sage, dass keine Seele, die Meine Barmherzigkeit anrief, enttäuscht noch beschämt worden ist. An einer Seele, die Meiner Güte vertraut hat, habe Ich besonderes Wohlgefallen.
– Schreibe, wenn sie diese Koronka bei Sterbenden beten werden, werde Ich zwischen dem Vater und der sterbenden Seele nicht als gerechter Richter stehen, sondern als Barmherziger Erlöser” (TgF 1541; s. auch ebd.: 378.1224).

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6. Heute
war ich in Abgründen
der Hölle

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(1936 ?) „Heute war ich in den Abgründen der Hölle, hingeführt durch den Engel. Es ist ein Ort großer Qualen. Wie fürchterlich groß ist sein Umfang. Hier die Arten der Qualen, die ich sah:
Die erste Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes.
Die zweite: der unablässige Gewissensvorwurf.
Die dritte: dass sich dieses Los niemals mehr verändert.
Die vierte Qual: das Feuer, das die Seele durchdringen wird, ohne sie zu zerstören; das ist eine schreckliche Qual; es ist ein rein geistiges Feuer von Gottes Zorn entzündet.
Die fünfte Qual: ständiges Dunkel, ein furchtbar stickiger Geruch, und obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig, sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes.
Die sechste Qual: ist die unablässige Gesellschaft des Satans.
Die siebte Qual ist eine furchtbare Verzweiflung, Hass gegen Gott, Verwünschungen, Verfluchungen, Blasphemien.
– Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam leiden, doch das ist noch nicht das Ende. Es gibt für die Seelen insbesondere Qualen, es sind Qualen der Sinne. Womit die Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt fürchterliche Höhlen, Abgründe der Peinigungen, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet.
Angesichts dieser schrecklichen Qualen wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten.
– Möge der Sünder wissen, mit welchem Sinnesorgan er gesündigt hat, mit dem wird er die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden. Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, dass es die Hölle nicht gibt, oder auch deshalb, dass dort niemand war und nicht weiß, wie es dort ist.
– Ich, Schwester Faustyna, war auf Gottes Geheiß in den Abgründen der Hölle, um den Seelen zu berichten und zu bezeugen, dass die Hölle existiert. Ich kann darüber nicht sprechen, ich habe von Gott den Befehl, das schriftlich zu hinterlassen.
– Die Teufel hatten auf mich großen Hass, aber auf Gottes Befehl mussten sie mir gehorchen. Was ich niedergeschrieben habe, ist ein karger Schatten der Dinge, die ich sah. Eines konnte ich bemerken, dort sind meistens Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt hatten.
Als ich zu mir kam, konnte ich mich vom Schrecken darüber nicht erholen, wie sehr dort die Seelen leiden. Daher bete ich noch inniger um die Bekehrung der Sünder. Ohne Unterlass flehe ich um Gottes Barmherzigkeit für sie.
– O mein Jesus, ich will lieber bis zum Ende der Welt die größten Martern als Sterben erleben, als Dich mit der geringsten Sünde beleidigen’ ...” (TgF 741).

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Sechszehntes Kapitel


GOTTES
LETZTLICHE GNADE

*       *       *
Wünschst du dir dort zu sein,
wo auch ICH BIN ?

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Es wurde mehrere Male die sog. ‘LETZTLICHE Gnade Gottes’ erwähnt. Es geht dieses Mal um eine äußerst besondere, persönliche Gabe des ERLÖSERS für den Menschen. Jesus Christus gewährt sie nämlich PERSÖNLICH jedem Sterbenden in der Stunde, wenn seine PERSON die Schwelle des irdischen Lebens definitiv überschreitet zur von nun an schon unabänderlich fixierten Ewigkeit.

Auf dem Spiel ist also die Tatsache: wie die DEFINITIVE WAHL dieser PERSON sein wird, die zu dieser bestimmten Stunde der Geschichte der Menschen-Familie, zu dieser Sekunde in Welt-Skala – das irdische Leben verlässt und sich unabrufbar im Leben der ewigen Unsterblichkeit versenkt. Diese Ewigkeit wird völlig mit dem letzten Akt des dieser Person in der Stunde ihrer Empfängnis geschenkten freien Willens übereinstimmen .

1. Jesus in der Verheißung
Seines Kommens
zur Umbruchs-Stunde
der Ewigkeit

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Unwiderlegbarer Beweis für das Bestehen jener Letztlichen Gnade Gottes bilden die viele Male unserseits angeführten Worte Jesu bei seiner Abschiedsrede mit den Allernächsten im Anschluss an das Letzte Abendmahl:

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren.
Glaubt an Gott und glaubt an Mich !
(Jesus erwartet hier den Akt des Glaubens auf seine Gottheit !).
Im HAUS meines VATES gibt es viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt.
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.
(= die in wenigen Minuten beginnende schauderhafte Erlösungs-Passion,
erduldet vom Sohn Gottes und Sohn zugleich Mariens)
.

Wenn ich gegangen bin (= entsetzend blutige Erlösungs-Passion)
und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme Ich wieder
(= Sterbestunde jedes Menschen)
und werde euch zu Mir holen,
(= nach der Antwort des Sterbenden: ob er Christus lieben WILL),
damit auch ihr dort seid, wo ICH BIN (= Name Gottes: ‘ICH BIN’ = der HIMMEL) ...” (Joh 14,1-3).
(s. zusätzlich: „Sterbende Kleine Kinder – Behinderte – jedermann’,
und ebd. s. die Folge dieser Erwägung)
.

Jesus wirft kein Wort in den Wind. Umso mehr, es sind schon die letzten Stunden, in diesen er den ‘letzten, schwierigsten Unterpunkt’ der ihm vom Vater aufgetragenen Aufgabe: des vollzubringenden Werks der ERLÖSUNG erfüllen soll.

In den gerade erst angeführten Worten sagt Jesus gleichsam mit einem Atemzug von seinem ‘Fortgang’. Dieses Wort enthält einen entsetzenden Inhalt: die schauderhaften Torturen, denen Er unterzogen werden wird. So ist der PREIS des Erlösungswerks. Nur dass dieser Preis nicht nur die grausamen Torturen darstellen, sondern die LIEBE, die größer ist als die erduldeten Torturen: die Liebe seiner Person als des Sohnes Gottes, des Lammes Gottes, des Bräutigams-seiner-Kirche.

Und zwar Jesus schließt am Kreuz der Erlösung den Bräutlichen Bund mit seiner Geliebten: der Kirche, dieser SEINEN Kirche. Dies wird geschehen über die HINGABE seiner Selbst GANZEN dieser Seinen, Geliebten Mystischen Braut. Trotzdem sie Ihn beinahe beständig ganz grundlos verrät. Er aber bleibt dem EINMAL ihr gesagten WORT unbedingt TREU. Immer auch bereit, um sie von neuem in sein EINS-mit-Ihm anzunehmen – in Vereinigung zu ihr dank seines zur Vergebung ihrer Sünden vergossenen Blutes-und-Wassers, das von seiner am Kreuz durchbohrten Seite hervorgesprudelt ist.

Jesus vergewissert mit den angeführten Worten, dass sobald Er durch seine Erlösungs-PASSION ‘weggeht’, die Er erleben wird als „inbrünstiges GEBET seines LEIDENS” (DeV 40), und um diesen Preis uns einen Platz im „HAUS des VATERS wo es viele Wohnungen gibt” (Joh 14,2) vorbereitet, wird Er „zurückkommen und holt uns zu sich, dass auch wir dort verbleiben, wo auch ‘ER IST’ ...” (vgl. Joh 14,2f.).
– Offenbart Jesus in diesen Wort nicht ganz klar und eindeutig, dass Er jeden der Erlösten auf ganze besondere Art und Weise in der Stunde BEGLEITEN wird, wenn es für den Sterbenden gilt, in die Ewigkeit zu hinüberzugelangen?

Diese Stunde wird zum Schauplatz, in dem in das Leben ausnahmslos jedes Erlösten um so unvorstellbaren Preis: die Erlösungs-Passion des Gott-Menschen selbst – die erwähnte völlig ausnahmsweise Gabe aktiviert werden wird: die „LETZTLICHE Gnade Gottes”.

In den oben angeführten vielen Worten Jesu des Barmherzigen an die Hl. Faustyna kommt Jesus sehr oft auf die ‘letzte Stunde’ zurück, das heißt auf die Stunde des Sterbens des einzelnen Menschen. Jesus vergewissert sehr eindeutig, dass Er dann zwischen dem VATER und dem Sterbenden stehen bleibt nicht so sehr als „gerechter Richter der Lebenden und Verstorbenen” (s. dazu u.a.: Apg 10,42), sondern als ‘Erlöser-vom-Kreuz’ (s.: Koronka: Jesus zwischen dem Vater und dem Sterbenden : s. TgB 1541; und auch: 378.1224).

2. Das Sterben

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Von der Lage des Sterbens und gerade auch der LETZTLICHEN Gnade der Barmherzigkeit wurde schon auf einer bestimmten Stelle unserer Homepage gesprochen. Es galt damals um das Drama der getöteten und sterbenden kaum Empfangenen Kinder, wenn sie ... umgebracht werden – u.a infolge der angewandten immer anderen elterlich-widrigen Mittel. Wir erwähnen schon nicht einmal die Tötung der schon gut entwickelten Babys im Rahmen des Abbruchs der Schwangerschaft mittels immer anderer Methoden der entwickelten Tötungs-Industrie der Empfangenen.

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Hier die Insel St.Michel, die sich etwa 78 m über die Fläche des Meers emporhebt. Sie liegt nahe des Ufers von Normandien in Frankreich. Es ist Abtei der PP.Benediktiner. Zu ihrer Krönung ist die Figur des Erzengels Michael geworden: sie steht auf der Turmspitze der Kirche, auf der Höhe 155 m. Nach der Legende ist hier einmal der Erzengel Michael erschienen, der Bezwinger der aufständischen Engelscharen. Er sollte empfohlen haben, dass hier eine Abtei zu seiner Ehre gebaut werde. Die anfangs schlichte Abtei hat sich mit der Zeit in eine riesige Festung umgestaltet.

Zweck ihrer Tötung bleibt jedes Mal dieses eine: dass es maximal viel ‘Sexus’ gibt, ohne sich mit der Annahme und Akzeptation der Empfangenen belastet zu haben. So ist der Preis des betriebenen Taumels, den der „VATER der Lüge” (Joh 8,44) mit seiner aufgenötigten ‘Gegen-LIEBE und Gegen-LEBEN’ aufdrängt. Das Blut der Millionen tagtäglich getöteter Babys schreit vor dem Thron Gottes (s. Offb 6,9f.), und fleht um erwarteten Eingriff Gottes. Jeder solcherart Tod löst bei Gott die Frage aus, die an immer weitere Sex-partnerschaften u.dgl. ausgerichtet wird: „Kain, wo ist dein Bruder, Abel?” (s. Gen 4,9).

Die erwähnte Betrachtung im Anschluss an kaum Empfangene und gleich Getötete – u.a. ganze Zehnte und Hunderte vonseiten der Techniker im Bereich des ‘InVitro-Vorgangs’, falls es ihnen endlich ‘gelingt’ einen Embryo zur Züchtung zu bringen, der eine bessere Aussicht zum Überleben und zum weiteren Experimentieren an ihm zu versprechen scheint – betraf an der betreffenden Stelle unserer Homepage gerade die kaum Empfangenen und doch vorläufig nur ganz winzigen PERSONEN, auch wenn schon zum ‘Abschlachten’ bestimmt.

Es müssen nämlich auch schon solche gerade erst EMPFANGEN fast sofort GETÖTETE Kindleins – bei der Überschreitung der Schwelle der Ewigkeit einen völlig ZURECHNUNGSFÄHIGEN, vollkommen MENSCHLICHEN Akt ihres freien Willens aus sich auslösen, ob sie nämlich in Unsterblichkeit des HAUSES des VATERS weiterleben möchten, oder auch im Gegenteil: sie möchten mit Erlösung in Jesus Christus nichts zu tun haben.

Dasselbe gilt u.a. für Kinder, oder auch schon Erwachsene – mit seriösen biologischen oder psychischen Beschädigungen, Personen mit seriösen Entwicklungs-Anomalien biologischer, psychischer, verstandesmäßiger Natur, Personen die entmündigt wurden, usw.

Es ist von vornherein unmöglich, dass sich Gott der Schöpfer auf seine, geheimnisvolle Gottes Art und Weise, mit seinem Geschöpf nicht verständigen könnte. Der Aspekt einer zur Entwicklung solcher kaum Empfangener gehörigen ‘ZEIT’ schafft für Gott kein geringstes Problem. Die ‘Zeit’ ist nur eines unter vielen anderen Geschöpfen – und nichts mehr. Es gab keine Zeit – dagegen Gott – IST DA. Die Zeit kommt einmal zu Ende – und Gott besteht weiter; er IST DA: „Jesus Christus ist derselbe GESTERN und HEUTE und IN EWIGKEIT” (Hebr 13,8).

Sollte es noch tiefer in die Problematik der ‘ZEIT’ eingedrungen werden, müsste schlechterdings festgestellt werden, dass es Gott zur Verständigung mit seinem Geschöpf – übergenug ein milliardstel Teil einer Sekunde in unserem Begriff der ‘Zeit’ ausreicht.

3. Vision Jesu:
wie am Bild
‘JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH’

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Es besteht ferner kein Zweifel, unter was für einer Gestalt der Erlöser – der Person eines Sterbenden erscheinen wird. Höchst wahrscheinlich wird es ungefähr so sein, wie er wir am Bild „JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH” gesehen werden kann. Das können wir von der Äußerung Jesu selbst ablesen, wie auch von seinen Worten, die vom Hl. Johannes dem Apostel in seinem Evangelium eingetragen sind: „Wenn Ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu mir holen ... ...” (Joh 14,2).
– Jesus weist hier zuerst auf seine Erlösungs-Passion hin. Sie stellt den Preis dar, den ER – der Sohn Gottes zugleich – bezahlen wird.
– Jesus fügt aber sofort hinzu: „... Wenn Ich ... einen Platz für euch VORBEREITET habe ...”. Das geschieht also mit seiner AUFERSTEHUNG. Erst dann: „... KOMME Ich WIEDER ... und werde euch zu Mir HOLEN ...”.

Somit sehen wir genau solchen Jesus Christus, wie er am Bild „JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH” dargestellt wird. Es ist der GEKREUZIGTE Jesus, daher sind seine Wunden auf den Händen und durchbohrten Füßen sichtbar – und außerdem auf seiner durchbohrten Seite, von der „BLUT-und-WASSER”  hervorgesprudelt ist, als der Soldat schon nach dem Tod Jesu seine Seite mit der Lanze durchgestochen hat.
– Nur, dass Symbol jenes „Blutes-und-Wassers” jetzt diese zwei Strahlen geworden sind: der rote und blasse – wie es Jesus selbst der Schwester Faustyna erläutert hat (s. ob.: Erklärung der Strahlen, Schmerz wegen des Misstrauens).

Also noch einmal: Jesus zeigt sich der Person eines STERBENDEN Menschen als Erlöser, also als der Gekreuzigte – samt seinen Wunden. Dennoch ist Er dann LEBENDIG, weil Er der AUFERSTANDENE ist. Mit der Geste der rechten Hand, die zum Segnen erhoben ist. Jesus ‘STEHT dann NICHT’, sondern wird auf dem Bild so aufgefasst, als Er einen Schritt vorwärts unternimmt: Jesus nähert sich zu diesem Sterbenden. Er stellt sich ihm vor als Dieser, der mit dem ERMUTIGENDEN Wort hinkommt in Antwort auf die vorher niedergelegte ... UNTERSCHRIFT jenes Sterbenden: „Jesus, ich vertraue auf DICH” (s.: „Bild mit der Unterschrift”).

4. Frage Jesu
an den Sterbenden

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Jesus bringt dem Sterbenden zum Bewusstsein – es kommt doch vor, dass dieser zurzeit bewusstlos sein kann: dass er nur ganz wenig Zeit zur Verfügung hat, weil er an die Schwelle des von nun an schon unsterblichen Lebens gelangt ist. Er stellt ihm die grundlegende Frage: Ob er sein Herz für den Erlöser öffnet, indem doch gerade Er, sein Erlöser, für ihn einen großen Preis auf die Waagschale niedergeglegt hat: das eigene Blut-und-Wasser von seiner durchbohrten Seite?

Jesus wartet als Erlöser mit Sehnsucht auf sein ‘JA-Wort’. Gott bewahre: die PERSON des Sterbenden könnte doch ebenfalls ihr ‘NEIN-Wort’ äußern. Von diesem ‘JA’, bzw. ‘NEIN’ des Sterbenden – wird es abhängen, ob es IHM, Jesus, Seiner ‘liebevollen ALLMACHT des Schöpfers” (DeV 33) ... ‘erlaubt’ werden wird, ihn mit Freuden in die für ihn „vor der Gründung der Welt” (Jer 1,4; Eph 1,4) bestimmte, gut vorbereitete Stelle im „HAUS des VATERS” einzuführen. Diese Wohnung hat doch Jesus um eine unendlich kostbare Gabe bezahlt: seines kostbaren Blutes und Wassers von der durchbohrten Seite, und zusätzlich mit den zwei Strahlen: der Reinigung mit dem Wasser von der Seite, und dem eigenen Blut, das heißt mit LEBEN, das dem Dreieinigen eigen ist. Erst so kann Jesus den Sterbenden an den für ihn seit jeher vorbereiteten Platz im „HAUS des VATERS” einführen.

5. Gottes Höflichkeit
angesichts seines lebendigen
EBENBILDES Gottes

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Bei Gelegenheit kann die ... ‘Höflichkeit’ Gottes bewundert werden. Gott bleibt GETREU stehen (= biblisch verstandenes TREUE-WAHRHEIT: hebr.: hémet = Wahrheit-Treue, unbeugsame Ständigkeit zu einmal gesagten JA-Wort) vor JEDEM einzelnen seinem lebendigen EBENBILD-Ähnlichkeit. Dieses Mal betrifft es die Stunde, die für den Sterbenden die LETZTLICHE darstellt. Hier gilt es doch um die unternommene endgültige WAHL mit Bezug auf die Qualität des Lebens von nun an in-Ewigkeit-zu-Ewigkeit. Es betrifft das vom Schöpfer-Erlöser erwartete EINS-in-LIEBE-LEBEN, oder auch – Gott bewahre: falls der Sterbende solches ihm angebotene ‘EINS’ mit seinem Schöpfer-Erlöser definitiv bewusst-freiwillig zurückweisen sollte, um für SICH-SELBST von nun an existieren zu mögen: „OHNE Gott und ... Gott zum TROTZ” (RP 14).

Gott der Dreieinige, der zurzeit in Jesus Christus als dem Erlöser des Menschen erscheint, nötigt nie und niemals irgendeine PERSON, dass sie das wohl inbrünstigst ersehnte-erwartete (s. Lk 22,15) ‘JA-Wort’ sagt. In Jesus Christus, dem Erlöser des Menschen, bleibt Gott jedesmalig nur gleichsam am Außen des menschlichen Herzens stehen. Er meldet sich mit seinem leisen, höflichsten Anklopfen, wie Er es so eindeutig gerade ER, Jesus Christus, durch seinen Geliebten Jünger, den Johannes, im letzten Buch des Neuen Testaments, geschrieben in Gefangenschaft des Johannes auf der Insel Patmos, eingetragen hat:

Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an.
Wenn einer meine Stimme HÖRT und die Tür ÖFFNET,
bei dem werde Ich eintreten
und Mahl mit ihm halten und er mit Mir” (Offb 3,20).

Auf einer anderen Stelle unserer ausführlichen Seite wurde gerade dieses angeführte WORT Gottes eingehender erörtert. Allerdings es wurde dabei zugleich mit dem Wort von der Enzyklika des Hl. Johannes Paul II. bereichert – wohl unter seinem ganz besonderen Anhauch des Heiligen GEISTES. Somit wurden diese Worte des Geschriebenen-Wortes-Gottes um das in diesem Fall wesentliche Fürwort ergänzt, anderseits vollkommen im Einklang mit der Gesamtheit des Schatzes der Offenbarung Gottes:

Hier schauen wir jetzt dieses Fragment der Enzyklika des Hl. Johannes Paul II. über die Barmherzigkeit Gottes an (s. ob.: „Das Fürwort: ‘jedes ... (Menschen)’ ...”. Sieh ebd. die ausführlichere, wichtige Erklärung zu diesem ‘Fürwort-Adjektiv’ : jeder ...):

6. Adjektiv:
‘jeder’ Mensch ...

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„Gerade als der Gekreuzigte
ist Christus ... derjenige, der steht und an der Tür des Herzens
eines JEDEN MENSCHEN anklopft ...” (DiM 8a-d).

Einmal mehr gehört es sich ungemein eindeutig hervorzuheben, was übrigens schon wiederholt auf unserer Internet-Seite vermerkt worden ist, dass nämlich das VORHABEN Gottes ausnahmslos ALLE Menschen umfängt. Gott hat niemals irgendjemanden verurteilt ! Wenn jemand – Gott bewahre – in die Verdammung findet, ist es jedesmalig Erfüllung seiner persönlichen Entscheidung, nicht aber der Wille Gottes. Es genügt sich an diese zwei Aussagen des GESCHRIEBENEN-Wortes-Gottes vom Neuen Testament zu erinnern:

(Gott) will, dass alle Menschen gerettet werden
und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen
.
Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen:
der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle,
ein Zeugnis zur vorherbestimmten Zeit ...” (1 Tim 2,4ff.).

Der Herr der Verheißung zögert nicht,
wie einige meinen, die von Verzögerung reden,
sondern Er ist geduldig mit euch,
weil Er nicht will, dass jemand zugrunde geht,
sondern dass alle zur Umkehr gelangen
...” (2 Petr 3,9).

Wie sollten hier die Worte selbst des Erlösers von seinem Hohepriesterlichem Gebet übergegangen werden, das er zu seinem Vater kurz vor dem Ölgarten und Unterzug zur Erfüllung des gleichsam letzten Unterpunktes der sich aufgetragenen, tödlich schwierigen Aufgabe der Erlösung des Menschen erhoben hat:

„VATER, die Stunde ist gekommen !
Verherrliche deinen Sohn, damit der SOHN dich verherrlicht !
Denn du hast ihm die MACHT über ALLE MENSCHEN gegeben
damit er allen, die du ihm gegeben hast, EWIGES LEBEN schenkt.
Das aber ist das EWIGE LEBEN:
dass sie DICH, den EINZIGEN wahren GOTT erkennen
und DEN, den Du gesandt hast, Jesus Christus ...” (Joh 17,1ff.).

Sollten auch noch die Worte Jesu angeführt werden, die Jesus durch die Hl. Schw. Faustyna gesagt und in ihrem ‘Geistigen Tagebuch’ eingetragen wurden? Hier sind sie:

– Schreibe, Meine Tochter, dass je größer das Elend, desto größer hat es das Anrecht auf Meine Barmherzigkeit, und [überrede] alle Seelen zum Anvertrauen auf den unbegreiflichen Abgrund Meiner Barmherzigkeit, denn Ich wünsche sie ALLE zu erlösen.
– Der Sprudel Meiner Barmherzigkeit ist
mit der Lanze am Kreuz für ALLE Seelen
sperrangelweit geöffnet worden:
niemanden habe Ich ausgeschlossen’ ...” (TgF 1182)..

7. Die LETZTLICHE Gnade
für ALLE:
den Heiligen und den Sünder

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Es gehört sich dazuzusagen, dass diese Erscheinung des Erlösers in Gestalt ungefähr wie wir Ihn auf dem Bild „JESUS ICH VERTTRAUE AUF DICH” sehen, beschränkt sich nicht auf sterbende Personen, die HEILIG gelebt haben, sondern betrifft ausnahmslos JEDEN Sterbenden: diesen Heiligen, aber auch diesen sehr Sündigenden; den Gläubigen und nicht Glaubenden; jemanden der vom Erlöser Jesus Christus niemals gehört hat, und ferner jeden Atheisten, Bekenner einer immer anderen Religion oder verschiedener Bekenntnisse, wo das Bild des wahrhaften Erlösers gründlich verfälscht und verzerrt wurde.

Der Erlöser lässt sich als „Jesus, ich vertraue auf DICH” kennen lernen selbst jemanden, der beim Begehen einer Todsünde stirbt, oder selbst ein ... fürchterliches Verbrechen gegen jemanden einzelnen, bzw. viele-viele-viele verrichtet.

(0,38 kB)  Es geht schlechterdings um eine wahrhafte, unwahrscheinliche Gabe Gottes:
Die LETZTLICHE Gabe Gottes.
– Sie wird KEINEM Sterbenden vorenthalten werden.

Der Erlöser wird NIEMALS damit einverstanden, dass irgendjemand verdammt werden MUSS. Sollten wir hier noch einmal das wohl schon auswendig bekannte WORT GOTTES wiederholen – sei es vom Buch des Propheten Ezechiel:

„Sag zu ihnen: So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des Herrn –,
Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen,
sondern daran, dass ein Schuldiger sich abkehrt von seinem Weg
und am Leben bleibt”
(Ez 33,11; und: Ez 18,23).

Es dürfte an dieser Stelle auch noch ein nächstes Fragment vom Tagebuch der Hl. Faustyna angeführt werden – nämlich von Sterbenden, selbst solchen, deren Gewissen vielleicht mit schweren Sünden belastet ist, die also den Zugang der Gnade Gottes zu ihrem Herzen von vornherein blocken, sodass sie sich von Gott mit einem Betonschutz ihrer bewusst-freiwillig vollbrachten Sünden abgesperrt haben, wenn nicht geradeaus in schon gut fixierte Verstocktheit ihres Herzens geraten sind.
– Hier also nochmals die Worte der Hl. Faustyna Kowalska:

„Oft begleite ich die Seelen der Sterbenden und erflehe ihnen die Zuversicht auf Gottes Barmherzigkeit und bitte Gott um seine große Gnade, die immer den Sieg davonträgt.
– Manchmal erreicht Gottes Barmherzigkeit den Sünder im letzten Augenblick, auf sonderbare und geheimnisvolle Weise. Nach außen sehen wir, als wäre alles verloren, aber so ist es nicht. Erleuchtet vom Strahl der starken letztlichen Gottes Gnade, wendet sich die Seele zu Gott im letzten Moment mit solcher Kraft der Liebe, dass sie von Gott in einem Augenblick Nachlass sowohl ihrer Schulden, wie Strafen erhält. Nach außen gibt sie uns KEIN Zeichen: weder der Reue, noch der Zerknirschung, weil sie auf äußere Dinge nicht mehr reagieren. O, wie unerforscht ist Gottes Barmherzigkeit.

Aber, o weh, es gibt auch Seelen, die freiwillig und bewusst diese Gnade zurückweisen und sie missachten. Auch im Sterben selbst bietet Gott der Barmherzige der Seele diesen lichten inneren Augenblick an, so dass wenn die Seele WILL, steht vor ihr die Möglichkeit, zu Gott zurückzukehren.
– Allerdings manchmal ist die Verstocktheit bei den Seelen so groß, dass sie bewusst die Hölle wählen. Sie vereiteln alle Gebete, die andere Seelen für sie zu Gott bringen und selbst die Anstrengungen Gottes” (TgF 1698).

Wir müssen einmal mehr bekennen, dass die Stunde des Übergangs der PERSON auf das andere Lebensufer für uns, die wir darauf von Außen blicken, ein undurchdringliches Geheimnis darstellt. Wir können niemals die Gewissheit gewinnen im Sinn z.B. eines Bekenntnisses, dass jemand, der selbst beim Begehen einer offensichtlichen Todsünde und eines Verbrechens stirbt – verdammt oder erlöst ist.

Genau darüber spricht u.a. die Hl. Schw. Faustyna: dieser Sterbende gibt schon kein äußeres Lebenszeichen, noch darüber, dass er sich im selben Moment mit Gott versöhnt hat. Den auswärts beobachtenden Personen kann es den Anschein geben: Dieser Mensch starb gerade bei einer begangenen Sünde. Er lebte seit Jahren in Verstocktheit eines unbekehrbaren Herzens.
– Dennoch wir Lebende sind nicht ermächtigt irgendein Urteil zum Thema des Sterbenden zu fällen.

(0,38 kB) Es bleibt immerhin UNSERE Aufgabe: für die STERBENDEN zu beten, darunter ebenfalls für diese, die unserer Einsicht nach von dieser Welt zweifellos im Zustand der schweren Sünden weggegangen sind. Wir wissen es nämlich nicht, was in der Seele des Sterbenden noch in der letztlichen Weile seines Lebens vorgegangen ist. Daher bleibt es UNSERE Pflicht, dass wir weiter beten, Heilige Messen für den Verstorbenen bestellen, Ablässe für ihn opfern usw.

Gott selbst weiß nur allzu gut, was er mit unseren Gebeten und Opfern tun soll. Wir beten schlechterdings im Rahmen der allergewöhnlichsten Nächstenliebe für Lebende und Verstorbene. So ist unsere grundlegende Gewissenspflicht.

8. Ungewöhnliche Fälle
der Sterbenden –
z.B. der Selbstmörder

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Ab und zu kann von ungewöhnlichen Fällen gehört werden, die aber niemals gleichsam einer Richtschnur für uns selbst gelten dürfen, beziehungsweise als ‘Wegweiser’  für die eigene Verhaltensweise angenommen werden dürfen.

Es kommt z.B. vor, dass jemand den Selbstmord begeht, das heißt: er begeht in dieser Stunde objektiv genommen ‘ein paar Sünden auf einmal’.
– Und zwar NIEMAND ist einmal, noch wird er einmal zum EIGENTÜMER seiner Selbst. Unser LEBEN ist niemals unser Besitztum: jeder erhält es einzig als geschenkte Gabe zur verantwortlichen-zurechnungsfähigen Verwaltung darüber. So also, dass er früher oder später sich von dieser Verwaltung abrechnen muss.

Daselbst: sooft jemand sein eigenes Leben angreift, und sollte es auch in Verzweiflung angesichts vieler schwerwiegender Gründe geschehen, tötet er mit der Überschreitung des V. Gebotes Gottes nicht SICH als sein Eigentum, sondern er tötet dann FREMDES, weil Gottes, Eigentum. Darüber muss er abgerechnet werden.

Außerdem: der Selbstmord an sich ist objektiv genommen jedes Mal Todsünde. Die Verzweiflung, die zum Anlegen der Hand an das eigene Leben führt, kommt niemals von Gott, sondern ist Frucht des verkehrten Handelns des „VATERS der Lüge und Mörders ab Anfang an” (Joh 8,44). Der Teufel erlebt dann seine höchste GEGEN-Freude, wenn es ihm gelungen ist jemanden zum Rückzug des bisherigen Anvertrauens auf GOTT zu bringen, und die Übertragung des ganzen ‘Glaubens’ auf sich zu erwirken.

Der Selbstmörder hat zu dieser Stunde gerade ihm, dem Satan – sein totales Vertrauen geschenkt. Demzufolge hat er blindlings nicht nur die Anempfehlung Satans in Form des Selbstmords erfüllt, sondern Satan erzwingt dann im Prinzip genau die Art und Weise, wie der Selbstmorde erfüllt werden soll (d.h. er BEZWINGT den freien Willen dieses Menschen), dass er den Selbstmord genau so und so erfüllt, wie es ihm von Satan befohlen wird.

Am meisten HÖREN dann die Selbstmörder gerade IHN, d.h. den Satan, ohne Widerstand. Um nur das Flehen von Gottes Seite NICHT zu hören, dass sie den Einflüsterungen der Versuchung vonseiten Satans niemals unterliegen: sind es doch Eingebungen vom „verkehrten GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37), der dem Selbstmörder unermüdlich einredet, Gott ist absolut KEINE Liebe, zumal ihm – dem armen Selbstmörder gegenüber.

Und doch es kann ganz ausnahmsweise vorkommen und gehört werden, wie z.B. ein Aufgehängter – bei der Erfüllung selbst dieses Selbstmordes voller Verzweiflung aufschreit: „Jesus! Hilfe !”
– Im anderen Fall begeht jemand den Selbstmord z.B. in der Kirche selbst. Er zählt in seiner Verzweiflung, Gott werde ihm diese Sünde nicht anrechnen, indem er seiner Meinung nach keinen anderen Ausweg sieht, als nur dass er sich das Leben nimmt.
– Oder jemand, der entschieden ist, sich das Leben zu nehmen, geht noch zuerst zur Heiligen Beichte, wobei er höchst wahrscheinlich diese seine Absicht, dass er sich gleich darauf das Leben nimmt, nicht bekennt. Vielleicht tritt er noch zur Heiligen Kommunion – wonach er sich das Leben nimmt. Er zählt ein wenig damit, Gott werde ihm diese Tat in seiner Verzweiflung nicht als Sünde zurechnen und nimmt ihn doch irgendwie in das „HAUS des VATERS” an.

Sollte es solche Fälle wirklich geben, dürfen sie niemals als Norm für eine eigene Verhaltensweise angenommen werden. Oben haben wir die klaren, eindeutigen Äußerungen des Heiligen Vaters mit Bezug auf die Formung des Gewissens, wie auch über das falsch geformte Gewissen angeführt (s. ob.: „Das rechte Gewissen und dieses entartete”). Das ÜBEL (in Gottes Augen) selbst in bester Absicht begangen, dass nämlich ‘Gutes’ davon hervorkommt, hört nicht auf BÖSES in sich selbst zu sein (s. ob. „Übel bleibt Übel auch falls des nicht anerkannten Übels” ), trotzdem Gott das begangene Übel in diesem Fall milder einschätzen kann. Solches begangene ‘Übel’ trägt auch zur Vervollkommnung des Menschen nicht bei. Das Übel bleibt schlechterdings ÜBEL.

Sollte dagegen jemand damit rechnen, dass demzufolge „Gott wird mir diese schwere Sünde vergeben, weil ich keinen anderen Ausweg finden konnte”, würde es an unbegreifliche Vermessenheit grenzen. Es wäre Nötigung Gottes Barmherzigkeit, dass Gott die Tat segne, die in sich ÜBEL ist und in keinen Umständen eine Tat werden kann, die vor dem Angesicht her Gottes nie und nimmer als ‘gute Tat’ gewertet werden könnte.

9. Beispiel:
Vom Brief
einer Verdammten ...

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Als Beispiel dieses Mal einer Verstocktheit im Übel möchte hier ein Fragment angeführt werden von einem ganz verwundernden ‘Brief vom Jenseits’, der im Ganzen auf unserer Homepage abgedruckt ist (s. ob.: „Brief aus dem Jenseits”). Hier ein kleines Fragment dieses Bekenntnisses einer Verdammten, die den Grund ihrer Verdammnis offenlegt. Zu ihrer inneren Gewohnheit wurde nämlich ein fortwährendes ‘NEIN-Wort’ Gott gegenüber gesagt zu haben:

„... Wütend fahre ich fort – weil ich muss – :
– Beten ist das Leichteste, was der Mensch tun kann auf Erden. Und gerade an dieses Leichteste hat Gott das Heil geknüpft. Wer beharrlich betet, dem gibt er allmählich so viel Licht, stärkt ihn dermaßen, dass sich auch der versumpfteste Sündenbock schließlich endgültig erheben kann. Und steckte er bis zum Halse im Schlamme. Ich habe in den letzten Lebensjahren überhaupt nicht mehr recht gebetet und so mich der Gnaden beraubt, ohne die niemand selig wird.
– Hier erhalten wir keine Gnade mehr. Doch selbst, wenn wir sie erhielten, hohnlachend wiesen wir sie zurück. Alle Schwankungen des Erdendaseins haben im Jenseits aufgehört. Bei euch auf Erden kann der Mensch vom Stand der Sünde in den Stand der Gnade rutschen. Von der Gnade in die Sünde fallen. Oft aus Schwäche; zuweilen aus Bosheit. Mit dem Tod hat dieses in der Unvollkommenheit des irdischen Menschen fußende Auf- und Abtanzen ein Ende gefunden. Der Endzustand ist erreicht.
– Schon mit den zunehmenden Jahren werden die Sprünge kleiner. Es ist wahr, bis zum Tode kann man sich Gott zuwenden oder ihm den Rücken kehren. Doch fast zwangsläufig entschließt sich der Mensch mit den letzten, verzitternden Willensregungen vor dem Verscheiden so, wie er es im Leben gewohnt war. Gute oder böse Gewohnheit ward zur zweiten Natur. Diese reißt ihn fort.
– So auch mich. Ich lebte seit Jahren von Gott abgekehrt. So entschied ich mich beim letzten Gnadenruf gegen Gott. Nicht, dass ich oft sündigte, ward mir zum Verhängnis, sondern dass ich nicht mehr aufstehen wollte. Du hast mich mehrmals zum Anhören der Predigt und zum Lesen frommer Bücher gemahnt. Ich fände keine Zeit dazu, lautete regelmäßig mein Bescheid. Hätte ich meine innere Unsicherheit noch vermehren sollen? ...”

Das angeführte Bruchstück des verwundernden ‘Briefes’ dieser gerade erst im Auto-Unfall gestorbenen Anna an ihre Freundin vom selben Arbeits-Büro, die später Klosterfrau geworden ist, stellt ein großes ‘Memento’ für solche Personen dar, die allmählich in immer tiefer sich versinkende Verstocktheit des Herzens verfallen. Das Gewissen gewöhnt sich schon so sehr daran, dass angesichts jedes Strahles der Gnade systematisch nur ein ‘NEIN-Wort’ erscheint, dass das total versteinerte Herz gleichsam eines Atom-Bunkers schon keinen geringsten Strahl der Barmherzigkeit Gottes durchlässt. Es versteht auf die Stimme Gottes nur noch das eine als Antwort von sich herauszlösen:

Weg, weg, Du Gott ! Ich mag SELBST zu sein !
OHNE Dich !
Und Dir zum TROTZ: zum Trotz zu Deiner Erwartung” !

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ZUR BEENDUNG

WIEDERHOLT:

ANVERTRAUEN
VERGEBEN

*       *       *
Ich vertraue mich Dir an
im Leben-Sterben-nach-dem-Tod

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Wir überzeugen uns immer wieder und immer wieder, wie sehr es sich ziemt das ganze Leben lang um die Gabe eines guten Todes’ zu beten, das heißt dass man sich in der Stunde des Übergangs von der irdischen Zeit in die Ewigkeit ... im Zustand der heiligmachenden Gnade befindet. Wer aufrichtig in dieser Meinung betet, oder vielleicht weckt er auch, und sei es selbst nur einmal im Leben – mit dem Akt seines freien Willens, dass er ungeachtet seiner Sündhaftigkeit sehr wünscht einmal im HAUS des VATERS gefunden zu werden, bekommt er zweifellos die Gabe eines guten Todes, also die Gnade von dieser Welt der irdischen Zeit in die Ewigkeit im Zustand der heiligmachenden Gnade gefunden zu sein. Solches Gebet dürfte z.B. folgender aussehen:

„O Gott der Barmherzigkeit und des Erbarmens, ich bitte innig, Du mögest mich (und nicht nur mich) einmal in das HAUS des VATERS annehmen, trotzdem ich großer Sünder bin und unwürdig, diese letztliche Gnade empfangen zu dürfen !

– Jesus, ich vertraue auf DICH !
– Ich vertraue mich Dir an: im Leben (leichten, oder auch sehr schwierigen),
– im Sterben (dann kommt mir niemand anderer zu Hilfe,
als nur Deine unendliche Barmherzigkeit !)

– und nach dem Tod ! (das heißt: ab dem Tod vorwärts: in alle Ewigkeit !)
– Und Du, Maria, nimm mich an:
– mit Deinem Sohn Jesus Christus,
– und dem Heiligen Josef !”

Worte dieses kurzen Gebetes können an mehreren Stellen unserer Homepage gefunden werden, angefangen von der PORTAL-Seite (Portal: lp33.de – s. gleich ein wenig von oben herunter). Für jeden Fall kopieren wir diese Worte noch einmal – in ein wenig schönerer graphischen Fassung.
– Wie könnte es auch noch das kurze Gebet der Verzeihung-Vergebung dabei fehlen. Ohne jedem unserem Schuldiger von Herzen verziehen zu haben kommt niemand in das „Haus des Vaters”.

Wir wünschen aufrichtig, dass die streng lautenden Worte des ‘Menschen-Sohnes’ über die unmöglich zu vergebende Blasphemie gegen den Heiligen Geist schon niemals irgendjemanden betreffen sollten.

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Barmherziger Jesus, ich vertraue (wir vertrauen) auf Dich!
Ich vertraue mich (wir vertrauen uns) Dir an:
im Leben,
im Sterben,
und nach dem Tod !
Maria, nimm mich an (nimm uns an) mit Deinem Sohn,
und dem Heiligen Josef !”

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  „Jesus und Maria – ich verzeihe von Herzen
(besonders diesem, dieser, diesem ... und ...)
  „und allen, die mir irgendein Übel zugefügt haben !
   Ich will darauf nicht zurückkehren:
weder in Gedanken,
noch im Wort,
es sei denn im Verzeihen !”


Für jeden Fall ermutigen wir nochmals, dass falls ein Zweifel erscheint, was das bedeuten sollte: nach Gottes Erwartung jemandem zu verzeihen – die Erwägung gebetsmäßig zum Herzen genommen wird hinsichtlich dessen, WAS das bedeutet: zu ‘vergeben-verzeihen’ nach Gottes Sicht: Christi des Erlösers Sicht und Erwartung. Diese Erwägung-Betrachtung steht an folgender Stelle unserer Homepage:
GEISTIGE BEREITSCHAFT über Email”, Link-5.
Oder dieselbe Stelle unmittelbar folgender : „Gottes Sicht der Vergebung: Betrachtung”.

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ks. Paweł Leks, SCJ
+

Tarnów, 11.X.2021.
RE-Lektüre: Tarnów, 21.VI.2022.

Anschrift-Kontakt:
Anschrift des Autors


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12.Kap. JOANNES PAUL II. ZUR BLASPHEMIE GEGEN DEN HEILIGEN
GEIST. – Die Kirche bittet Gott beständig, dass das Gewissen das
Gespür für Gut und Böse nicht abstumpft


1. Blasphemie gegen den Heiligen Geist in der Enzyklika vom Heiligen
Geist

Gut dass ich fortgehe ...
2. Die angeführte Fassung des Hl. Thomas über die Blasphemie gegen
den Heiligen Geist

Mit diesen – unsere zusamenlaufende Schlüsse
3. Gespür Gottes und der Sünde nach der Apostolischen Adhortation
über die Versöhnung und Buße


13.Kap. IM KATECHISMUS ERWÄHNTE SÜNDEN GEGEN DEN HEILIGEN
Geist. – Vermessen auf Gottes Barmherzigkeit sündigen


1. Sechs erwähnte Sünden gegen den Heiligen Geist
a. Sünd-EN gegen den Heiligen GEIST – und Sünd-E der Blasphemie
gegen den Heiligen Geist

b. Noch einmal: SÜNDE der Blasphemie gegen den Heilige GEIST:
Wahl der ewigen Verdammnis

2.Tabelle: Die sechs Sünden gegen den Heiligen Geist
3. Vermessen auf Gottes Barmherzigkeit sündigen
Verzweiflung: Saat dessen der der BÖSE ist
Zur Wiedergewinnung der Hoffnung-Zuversicht
4. Auf Gottes Gnade verzweifeln
5. Der anerkannten christlichen Wahrheit sich widersetzen
6. Den Nächsten wegen der Gnade Gottes beneiden
7.In Verstocktheit zur Erlösungsgnade verbleiben
8. Bekehrung auf die Todesstunde hinauszuzögern

14.Kap. GOTT DER BARMHERZIGKEIT DER NICHTS SO SEHR WÜNSCHT
ALS LIEBEN UND VERGEBEN ZU DÜRFEN. – Ein Sohn, auch dieser
Verlorene, hört nie auf, wahrer Sohn seines Vaters zu sein


1. Die Vergebung anbietender Gott im Eintrag des Geschriebenen
Wortes Gottes des Alten Testaments

a. Gottes Ermutigung vom Jesaja-Buch
b. Von Worten des Propheten Jeremia
c. Vom Buch des Propheten Ezechiel
2. Gott im Angebot der Versöhnung-Vergebung in Einträgen des Neuen
Testaments

a. Von Evangelien fließende Ermutigungen Gottes
b. Vergebungs-Wille Gottes abgelesen von Briefen der Apostel
3. Äußerungen des Magisteriums: Großzügig von Gott angebotene
Vergebung

a. Johannes Paul II.: Schreiben zur Erlösung
b. Aus der Enzyklika über Gottes Barmherzigkeit

15.Kap. GOTTES BEREITSCHAFT ZU VERGEBEN AUFGRUND DES
TAGEBUCHES DER HL. SCHW. FAUSTYNA. – Notwendig dass der
Sünder seine Herzenstür für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes
ein wenig lüftet


1. Das Bild ‘JESUS: ICH VERTRAUE AUF DICH’
b. In drei Jahren später
c. Von der ersten Ausstellung des Bildes
2. Die KORONKA zu Gottes Barmherzigkeit
3. In Vorbereitung zum Sakrament der Versöhnung
a. Berufung auf die Barmherzigkeit
b. Seele wie eine Leiche
c. Tribunal der Barmherzigkeit
4. Festtag der Barmherzigkeit und Barmherzigkeits-WERKE
5. Jesus in LETZTER LEBENS-STUNDE
6. Heute war ich in Abgründen der Hölle

16.Kap. GOTTES LETZTLICHE GNADE. – Wünschst du dir dort zu sein,
wo auch ICH BIN ?


1. Jesus in der Verheißung Seines Kommens zur Umbruchs-Stunde
der Ewigkeit

2. Das Sterben
3. Vision Jesu: wie am Bild ‘JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH’
4. Frage Jesu an den Sterbenden
5. Gottes Höflichkeit angesichts seines lebendigen EBENBILDES Gottes
6. Adjektiv: ‘jeder’ Mensch ...
7. Die LETZTLICHE Gnade für ALLE: den Heiligen und den Sünder
8. Ungewöhnliche Fälle der Sterbenden – z.B. der Selbstmörder
9. Beispiel: Vom Brief einer Verdammten ...

ZUR BEENDUNG WIEDERHOLT ANVERTRAUEN – VERGEBUNG. – Ich
vertraue mich Dir an im Leben-Sterben-nach-dem-Tod


Akt des Anvertrauens auf Gottes Barmherzigkeit
Gebet des Vergebens-Verzeihens

Fotos-Bilder