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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s.Literatur
Spezial-Link zur Tabelle: Blasphemie gegen den Heiligen Geist

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Elftes Kapitel


SCHLÜSSE:
DAS GOTT GESAGTE „NEIN”
UND DIE BLASPHEMIE
GEGEN DEN HEILIGEN GEIST

*       *       *
Ich habe euch jedoch erkannt,
dass ihr die LIEBE zu Gott
(= den HEILIGEN GEIST) nicht habt

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1. Grundliegendes zur Erinnerung:
Gott verurteilt nicht

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Die bisherigen Erwägungen kreisten im Grund genommen um immer andere Berichte der Evangelien, wo sowohl die TATEN. die von Jesus als dem Menschen-SOHN vollbracht wurden, wie seine LEHRE, in der Jesus des Öfteren entschieden die von Pharisäerm aufgenötigten Deutungen der Gebote Gottes zurückgewiesen hat, was aber von bestimmten Milieus der vorstehenden geistigen Führern des Volks Gottes, ihrer Meinung nach un-annehmbar war und von ihrer Höhe von vornherein auf völlige Zurückweisung verurteilt werden musste

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Da wieder ein Bild vom Alltagsleben am Dorf. Die Familien halten zusammen. Wie üblich: die Großeltern lieben die Enkel besser, als die eigenen Eltern, die meistens mit Verdienstarbeit beschäftigt sind und außerhalb des Familienhauses weilen. Es hat sich gerade eine ein wenig freiere Stunde für die Familienglieder geöffnet, vielleicht wird es selbst Grill geben! Alle konnten in den Garten heraus, um etwas frischere Luft einzuatmen. Die Enkelin findet sich auf dem Hals des Opa vortrefflich: von oben kann sie alles mehr und bequemer beschauen, als selbst herumzuhopsen ...

Wir betonen offenbar wiederholt entschieden, dass wir die Bezeichnung ‘Pharisäer’ nur im spezifischen Sinn, als gleichsam nur eine Auslese gebrauchen. Es ist nicht erlaubt – und das tun wir auch nicht, hier irgendwas zu verallgemeinern, in diesem Fall alle Pharisäer zu verurteilen. In allen Zeiten hat es unter ihnen außer jeden Zweifel auch PERSONEN gegeben, die durch und durch aufrichtig nach lebendiger Kontaktnahme zu Gott gesucht haben. Sie waren bestimmt auch innigst danach besorgt, dass die Verhaltensweise an den ‘Geist’ angepasst werde, von dem die Gebote Gottes getragen wurden. Darüber zeugen auch die Einträge sowohl der Evangelien, wie der übrigen Apostolischen Schriften (s. ob. die Bemerkung: Eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an).

Es bleibt jetzt die erwarteten Schlüsse zu ziehen aufgrund der dargestellten, irgendwie erörterten Taten und der Lehre Jesu, wiewohl es nicht allzu leicht ist, solche Schlüsse genauer zu veranschaulichen. Es drängen sich die folgenden wichtigen Fragen und die darauf erwarteten Antworten auf:

1) Ob die immer wieder dargestellten, nicht wenigen Beispiele, wann die Pharisäer die von Jesus vollbrachten, sei es:
!empt (0 kB)– Jesu Werke-Taten (Wunder-Zeichen),
!empt (0 kB)– sei es das von Jesus verkündete WORT Gottes
!empt (0 kB)(die Lehre vom Reich Gottes, das heißt von der Erlösung in der Kraft
!empt (0 kB)des Blutes-des-Sohnes-Gottes)

von vornherein zurückgewiesen haben
zur Qualifikation der Haltung jener Pharisäer als ihrer Blasphemie-Sünde gegen den HEILIGEN GEIST gewachsen sind ?

2) Umso schwieriger ist es eine verbindliche Antwort zu geben auf die sich aufdränge Frage: warum gerade diese Sünden-Sorte vom Sohn Gottes als Sünde der Blasphemie gegen den HEILIGEN GEIST bezeichnet wurde ?

3) Die weitere Hinsicht besteht auf einer präzisen Antwort zur Frage:
!empt (0 kB)warum in den besprochenen Fällen der Blasphemie
!empt (0 kB)gerade die Person des HEILIGEN GEISTES als Grund erwähnt wird,
!empt (0 kB)dem zufolge die Sünde einer solchen Blasphemie
!empt (0 kB)als Sünde qualifiziert wird, die definitiv unmöglich
!empt (0 kB)weder in diesem, noch künftigem Leben vergeben werden kann ?

Der hier schreibende Autor äußert wiederholt seine (private) Meinung, dass die hier dargestellte Problematik vom theologischen Gesichtspunkt aus gesehen weiter nur unbedeutend durchzogenes Gebiet darstellt. Die ab und zu erscheinenden Artikel über die Sünden gegen den Heiligen Geist, auf die diejenigen, die das Internet umblättern ohne große Schwierigkeit treffen können, werden gewöhnlich als Allgemeinheiten, samt ein paar ernster, wenn nicht sogar bedrohlicher Warnungen gehalten. Ihre Lektüre kann manche Leser in untröstliche Verzweiflung versetzen. So kann es zur Überzeugung führen, dass ‘für mich schon alle Bemühungen, um die Gnade der Barmherzigkeit und Vergebung Gottes zu erlangen von vornherein verloren sind’, indem ich mich zu begangener dieser oder jener Sünde finde, die in der Tabelle der Sünden gegen den Heiligen Geist erwähnt werden. Denn diese Sorte der Sünden sollen von vornherein unmöglich vergeben werden – „ob in diesem, ob im künftigen Leben”.

Gott der jede Sünde zu vergeben bereit ist

Die vorangehenden Erwägungen haben unabänderlich zum grundsätzlichen Schluss geführt, den wir Jetztzeit von neuem eindeutig hervorheben möchten. Und zwar:

(0,13 kB) Gott verurteilt niemanden auf ewige Verdammnis

Wenn eine PERSON irgendwelche Sünde, beziehungsweise selbst ein Verbrechen begeht, sollte es auch um unvorstellbar Grausames gehen, und anderseits, sollte sie sich zu begangenen Taten finden, die sie selbst und ihre Würde ganz und gar schändeten – unternimmt Gott mit nicht endender Geduld immer weitere Bemühungen, um sie zur Zerknirschung des Herzens zu bringen und folgend, dass sie Gott um Vergebung der von ihr zugefügten Schäden bittet; ob es um Schäden gehen sollte, die sie sich selbst zugefügt hat, oder den Nächsten, oder vielleicht selbst vielen anderen. Gott selbst bietet dem Sünder die Möglichkeit an, dass er Gott um Erbarmen bittet und die Vergebung der Ihm mit den Sünden zugefügten Beleidigungen empfängt.

Wenn wir hier oder da z.B. bei Jeremia an ein Wort Gottes treffen, dass er Gott NICHT mehr um Vergebung der Sünden seines Volkes bittet, weil Gott seine Bitte sowieso NICHT mehr HÖREN wird, ist es jedesmalig allein Anzeichen einer eigenartigen gegenseitigen ‘Neckung’ Gottes mit dem Propheten. So geschah es u.a. damals, als Gott zu Jeremia deutlich angesagt hat, dass er für Jerusalem nicht mehr betet, weil Gott dieser Stadt sowieso nicht mehr die Verzeihung gönnt (s. z.B. Jer 7,16; ).

Gott ist außer Zweifel weiter bereit alle, selbst diese größten Sünden und alle Untreue zu vergeben. Dagegen das Wort Gottes, Er würde nicht mehr vergeben, stellt jedesmalig allein einen starken Anthropopathismus dar (Anthtropopathismus = Ausdruck auf menschliche Weise mit Hilfe von Worten und Gefühlen-Empfindungen der Wirklichkeit, die sich auf Ebene Gottes selbst abspielt). Gott regt dann den Menschen gleichsam nur noch umso mehr, dass er mit dem Fürbitten-Gebet nicht aufhört. Selbst Gott regt dann dazu an, wie im Fall von Abraham angesichts des Dramas Sodom und Gomorra („Sollte ich vor Abraham verheimlichen, was ich zu tun vorhabe”), oder im anderen Fall von Mose nach dem Verrat des Bundes, als er am Berg des Bundes betete („Treue Gottes zum unternommenen VORHABEN der Erlösung nach der Apostasie zum Kultus des goldenen Kalbes”).

Mit anderen Worte es scheint, wir bekennen weiter richtig die mehrmals oben betonte Behauptung: die UNMÖGLICH zu verzeihende BLASPHEMIE (eventuell irgendwelcher anderer Sünden) ist nie und niemals Folge der Verhaltensweise Gottes, sondern muss allein und ausschließlich als eigenartige GEGEN-Frucht der Tatsache angerechnet werden, dass die bestimmte PERSON ihren freien Willen völlig dem sie verlügenden „... Großen DRACHEN, der Alten SCHLANGE, die Teufel und Satan heißt und die ganze Erde verführt ...” (vgl. Offb 12,7ff.) verkauft hat.

Der Person, die listig vom Satan betört wurde, also diesem, der „von Anfang an Mörder war ...und VATER der Lüge...”(Joh 8,44), mag es anfangs den Anschein geben, sie wäre endlich frei geworden von diesem ‘NICHT-Guten GOTT’. Indessen Gott warnt fortwährend vor der Wahl des „weiten Tors und breiten Wegs, der ins Verderben führt, und es viele gibt, die auf ihm gehen” (vgl. Mt 7,13f.). Indessen dieser ‘BÖSE’ fördert gerade ganz heiß solche Wahlen. Er versteht auch vortrefflich solche Wahlen mit süßen Erlebnissen zu verzuckern, die dagegen schwer auf dem Weg gefunden werden können, der nach Gottes Art ... zum „HAUS des VATERS” führt.

Das täuschende Anvertrauen der eigenen Freiheit auf diesen BÖSEN zeigt sich bald als schauderhafte Knechtschaft. Die Befreiung von solcher – bewusst-freiwillig akzeptierter Knechtschaft setzt des Öfteren ein Wunder von ganz besonderem Eingriff Gottes voraus. Jesus warnt nicht umsonst, und zu gleicher Zeit lässt Er verstehen, dass Er einer PERSON nie und niemals den ihr geschenkten ... freien Willen wegnimmt:

„Wer die Sünde tut,
ist Sklave der Sünde” (Joh 8,34).

Nachdem wir dieses vielmals erörterte und bestätigte theologische Axiom zur Erinnerung gebracht haben, ziemt es sich jetzt den Versuch zu unternehmen, um ein paar Schlüsse hauptsächlich von einigermaßen etwas genauer analysierten drei Gruppen der Evangeliums-Berichte zu ziehen:

– Des ‘NEIN’ der Pharisäer angesichts der vollbrachten Wunder und Zeichen;
– Des ‘NEIN’ angesichts des Eingriffs Gottes bei der Befreiung von Besessenheit;
– Des ‘NEIN’ zu Gott bei der Auferweckung des Lazarus von den Toten
.

2. Apriorische Zurückweisung
des Zeugnisses Gottes
bei vollbrachten Wundern

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Oben haben wir besonders die wunderbare Heilung des Blinden ab Geburt an angeschaut (s. ob.: „Nicht zugelassenes Glaubens-Bekenntnis bei der Heilung des Blind-Geborenen”). Es gehört sich nach einem Schluss aufgrund dieses von Johannes dem Evangelisten ausführlich beschriebenen Wunders gründlicher nachzudenken. Von der Wichtigkeit dieses Ereignisses zeugt allein die vom Synedrium rasch organisierte rechtlich-religiöse Vermittlung.

Wir sahen die besonders als Zeugen zum Verhör gerufenen – vor allem Eltern dieses blind geborenen. Die Eltern sind wegen der Information erschrocken, dass falls irgendjemand Jesus als Messias bekennt, wird er daselbst exkommuniziert. Daher haben sie sich vor eigenen Zeugenaussagen geduckt, indem sie die Selbstverteidigung auf ihren gerade geheilten Sohn aufgetragen haben: „...Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen” (Joh 9,21ff.).

Die theologische Argumentation des Blinden Geheilten

Wir sind hier Zeugen einer verwundernden theologischen Argumentation. Sie wurde von diesem NICHT ausgebildeten, wunderbar geheilten unternommen. Da müssten wir nur sagen: es ist genau so geworden, wie es Jesus vom Heiligen Geist bei Verhörungen um seinetwillen verheißen hat. Der Heilige Geist wird dann alles vorgeben, was es zu antworten-sagen gilt (s.: Mk 13,11). Dieser Geheilte hat die theologische Verteidigung seiner Heilung willig und mutig unternommen. Als vieljähriger Bettler war er nur allzu gut mit aller Mühe um das eigene Leben gehärtet. Es ist wahr: er war nicht ausgebildet, war aber im Anvertrauen auf Gott in seinem miserablen Leben als des Blinden, der auf ... Betteln um seinen Lebenserhalt verurteilt war, zutiefst gläubig.

Einerseits beobachten wir voller Staunen, wie dieser wunderbar Geheilte mit seiner schneidigen Sprache und treffender, über jede Erwartung theologisch präziser Argumentation beweist, Gott würde diesen Menschen, der ihn geheilt hat, niemals erhören, wenn er ‘Sünder’ wäre.

Indessen die Pharisäer nötigten ihn deutlichst dazu, dass er Jesus verurteilt, weil die Heilung am Tag erfolgte, der nach der ‘Tradition der ALTEN’ entschieden als ... ‘verboten’ gegolten hat. Die Heilung erfolgte nämlich am heiligen Tag des SABBATS, als es ihrer Meinung nach, kein gutes Werk zu verrichten erlaubt war.

Dieselben Pharisäer haben dabei keinen geringsten Skrupel empfunden, um gerade an solchem Tag, diesem Heiligen SABBAT – einen Schau-Prozess wegen der Heilung dieses Blinden ab der Geburt zu bereiten.
– Das einzige Ziel dieses schnellstens organisierten rechtlichen Ermittlungsverfahrens sollte die Diskreditierung Jesu sein und das Beweisen, was für ein Verbrechen Jesus verübt hat, wenn er das Sehvermögen dem Blinden ab der Geburt gerade am Sabbat-Tag zurückerstattet hatte ... !

Voraussetzung des Glaubens auf Gott

Johannes der Evangelist hebt immer wieder die wesentliche Bedeutung des lebendigen Glaubens hervor. Der Geheilte wusste anfangs nicht allzu genau, wer ihn eigentlich geheilt hat. Mittlerweile, schon nachdem er das volle Sehvermögen erlangt hat, wurde die Ermittlung so schnell organisiert. Diese Untersuchung wurde allerdings für die Pharisäer zur für sich selbst bereiteten schmählichen Falle. Der Geheilte hat mit seinen gezielten theologischen Argumenten alle ihn Verhörenden aus dem Gleichgewicht gebracht und ihren Wutausbruch ausgelöst.

Es zeigte sich, dass dieser Unausgebildete Mann auf die ihm gestellten verfängliche Fragen auf der Stelle antwortete, wobei seine Antworten theologisch verwundernd klar waren – zur unerwarteten Überraschung der Mitglieder des Synedriums. Dieser Geheilte, Kind jener „... verfluchten Volksmenge, die nichts vom GESETZ versteht” (Joh 7,49) hat diesen hoch „ausgebildeten in der SCHRIFT und im GESETZ” unwillkürlich ihr theologisches Unwissen und ihren bösen Willen erwiesen.
– Wie mächtig hat sich hier das mitwirkende Tun der Gaben des Heiligen GEISTES gezeigt ! (s. z.B.: Mk 13,11; Mt 10,19f.; usw.)

Das Verfahren des Verhörs endete leider so, dass die in Tollwut geratenen Mitglieder des Synedriums diesen Geheilten exkommuniziert und ihn herausgeworfen haben, wobei sie ihren Zorn mit der Flut von schlimmen Schimpfwörtern gewürzt haben.

Indem sie aber auf die Exkommunikation gegriffen haben, wurde es nur Anzeichen ihrer Niederlage im Angesicht der Wahrheit der Tatsachen. Sie haben doch der Selbstverständlichkeit des stattgewordenen Wunders zuwider, das heißt des außergewöhnlichen Eingriffs Gottes – Gott in dieser Stunde entschieden nicht erlaubt Gott sein zu dürfen ! Von ihrer Seite konnte keine geringste Bemühung beobachtet werden, um in der Tatsache der Heilung die Einwirkung des ‘Fingers Gottes’ zu erblicken. Sie haben sich nicht gnädig gefunden – Gott die gehörige Ehre zu erweisen und sich zusammen mit dem Geheilten zu freuen, dass er nach so vielen Jahren seines verdrießlichen Lebens – so unerwartet auf einmal sehen konnte, wie die Welt in Wirklichkeit aussieht.

Die Betätigung jener Mitglieder des Synedriums zeichnete sich aus – es sollte so bezeichnet werden – mit völligem Mangel auch nur einer geringsten Spur von GLAUBEN. – ‘Gott’  bedeutete für diese hoch ausgebildeten in Heiliger Schrift und im Gesetz offenbar höchstens eine statische Theorie, die nichts mit irgendwelcher Erwartung nach Streben in das ewige Leben zu tun gehabt hat.

Die Haltung jener Pharisäer könnte mit voller Deckung in Wahrheit mit Hilfe des bekannten lateinischen Spruchworts in Form irgendwas in der Art von: ‘GESETZ-um-des-GESETZES-willen’ bezeichnet werden, ohne auch nur ein wenig das ‘Herz’  beachtet zu haben, nämlich:

Pereat mundus, fiat iustitia”
„Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde” !
(auch vom Hl.Augustinus angeführter Spruch)

Wir erinnern uns, dass schon NACH dieser erlassenen ‘Exkommunikation’, die auf diesen geheilten Blinden von den Mitgliedern des Synedrium geworfen wurde, Jesus selbst sich ihm zu kennen gegeben hat. Jesus hat ihn zum GLAUBENS-Bekenntnis an seine Gottheit provoziert. Der Geheilte ist vor Ihm in zutiefster Huldigung der Ehre und Verherrlichung auf seine Knien niedergefallen und hat Ihm die Göttliche Ehre erwiesen.

Da können wir einmal mehr den Betätigungsstil Jesus beobachten. Als Sohn Gottes und zugleich Menschen-SOHN führt Er im Fall irgendwelcher Betätigungen – sei es der Lehre, oder der vollbrachten Zeichen-Wunder – zur Auslösung eines lebendigen Göttlichen GLAUBENS.

Im Fall des gerade erst zur völligen Heilung gebrachten Blinden ab seiner Geburt – wurde dieser sein Glauben zur sofortigen, eigentlich ungestümen Manifestation des Anhangens mit seinem ganzen Selbst an die sich offenbarende PERSON Gottes.

Vorgetäuschter Glauben der Pharisäer

Wie ganz anders, völlig im Gegensatz dazu stellt sich die Frage des ‘GLAUBENS’ bei jenen hoch ausgebildeten in der Heiligen Schrift und im Gesetz! Jesus war bei immer anderer Gelegenheit genötigt den von ihnen manifestierten ‘Glauben’ zu beanstanden: es war in der Regel ein vermeintlicher Glauben, der für die Straße berechnet war als Schau-Glauben – übrigens in Weiterfolge der ähnlichen Diagnosen, die schon von den Propheten bekannt und angeprangert wurden (s. ob.: Jes 29,13):

Alles, was sie tun, tun sie,
um von den Menschen gesehen zu werden
.
Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang,
sie lieben den Ehrenplatz bei den Gastmählern
und die Ehrensitze in den Synagogen und wenn man sie auf den Marktplätzen
grüßt und die Leute sie Rabbí nennen ...” (Mt 23,5ff.).

„Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler !
Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel
und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht:
Recht, Barmherzigkeit und Treue.
Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen.
– Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt die Mücke aus und verschluckt das Kamel. ...
– Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler ! ...
Ihr seid wie getünchte Gräber, die von außen schön aussehen,
innen aber voll sind von Knochen der Toten und aller Unreinheit.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht,
innen aber seid ihr voll Heuchelei und Gesetzlosigkeit ...” (Mt 23,23f.27f.).

Verharren in Sünde

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Solche Sicht wie hier gezeigt gehört vielleich zu seltener vorkommender Tatsache. Dieser Soldat musste zu Christus offenbar schon wesentlich früher verbunden sein und an regelmäßige Lektüre der immer anderen Fragmente der Heiligen Schrift gewöhnt sein. Er versucht Christus tiefer kennen zu lernen, wie auch das VORHABEN Gottes: der Erlösung des Menschen, samt dem Preis, den Gott selbst zahlen wird: Preis des Blutes-und-Wassers von der durchbohrten Seite des Sohnes Gottes am Kreuz der Erlösung.

Wir erinnern uns auch, dass es am Ende auch noch zu einer Diskussion gekommen ist zwischen Jesus und den ihn umgebenden Pharisäern. Jesus hat ihnen zu verstehen gegeben, dass indem sie sich selbst als ‘Sehende’ gemeint haben, sind sie doch in Wirklichkeit ‘Blind’ (s. ob.: „Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen – Darum bleibt eure Sünde bestehen”). Sie wollen nämlich die offensichtliche Aussagekraft der von Jesus vollbrachten ‘Zeichen-Wundern’ nicht anerkennen. Diese zeugen aber unumstößlich von der Sendung des Menschen-SOHNES als des Gesandten vom VATER.

In Zusammenfassung dieser Diskussion wird Jesus genötigt einmal mehr die ungemein ernst lautende Diagnose über den geistigen Zustand jener Pharisäer zu verlautbaren:

„Jesus antwortete: Wenn ihr blind wärt,
hättet ihr keine Sünde.
Jetzt aber behauptet ihr: Wir sehen.
Darum bleibt eure Sünde(Joh 9,41).

Jesus wendet in dieser Stunde die Bezeichnung hinsichtlich der angenommenen Haltung der Pharisäer nicht als ‘Blasphemie gegen den Heiligen Geist’ an. Der Menschen-SOHN ist doch nicht „in die Welt gekommen, um sie zu richten und verurteilen, sondern dass sie durch Ihn erlöst wird” (vgl. Joh 3,17). Indem aber gerade ER, der Menschen-Sohn, zugleich doch der einzige Erlöser der Welt ist, der in Kürze „Sühne wird für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt” (1 Joh 2,2), wird Er zugleich auch – oder eher Er ist schon „Richter der Lebenden und Verstorbenen”:

„Auch richtet der Vater niemanden,
sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
damit alle den Sohn ehren,
wie sie den Vater ehren” (Joh 5,22f.).

Es ist schwierig in diesen Worten Jesu, der hier die geistige Diagnose betreffs seiner bissigen Gegner stellt, nicht die weitere Folge zu erblicken des schon früher von Jesus erlassenen WORTES mit Bezug auf ihr tatsächliches Verharren in NICHT-Liebe zu Gott, also auf dem Weg, der unausbleiblich zur bewussten-freiwilligen Wahl des Lebens im ewigen ‘NEIN’ zu Gott führt, das heißt gleichbedeutend mit der Entscheidung auf die Wahl des ewigen Lebens im „See von brennendem Schwefel’ (Ap 21,8):

„Und doch wollt ihr nicht zu Mir kommen, um das LEBEN zu haben.
Ehre von Menschen nehme ich nicht an.
Ich habe euch jedoch erkannt, dass ihr die Liebe zu Gott nicht habt.
Ich bin im Namen Meines VATERS gekommen
und IHR NEHMT MICH NICHT an” (Joh 5,40f.).

„Warum versteht ihr nicht, was ich sage?
Weil ihr nicht imstande seid, mein Wort zu hören.
Ihr habt den TEUFEL zum Vater
und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt.
...
Ihr hört sie (die Worte Gottes) deshalb nicht,
weil ihr nicht aus Gott seid ...” (Joh 8,43.47).

Als sie nicht mehr wussten, wie die schwierigen, und doch völlig wahren Worte des Menschen-Sohnes im Rahmen der scharfen Diskussion, zu der die Pharisäer Jesus übrigens provoziert haben – widerlegen könnten, haben sie schon nur noch – zuerst an das absurde Argument gegriffen, also ob Er vom Bösen Geist besessen wäre, wonach sie aber, in wenigen Minuten nachher – als Jesus sich deutlich als prä-existierenden JAHWÉH offenbart hat, haben sie sofort nach dem letztlichen Argument gegriffen, um Jesus auf der Stelle zu lynchen:

„... Sagen wir nicht mit Recht:
Du bis ein SAMARITER und von einem Dämon besessen?
Jesus erwiderte: Ich bin von keinem Dämon besessen,
sondern ich ehre meinen VATER.
Ihr aber schmäht Mich
...
...
Noch ehe Abraham wurde, BIN ICH.
Da hoben sie Steine auf, um sie auf Ihn zu werfen.
Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel” (Joh 8,48f.58f.).

3. Eingangs-Schlüsse

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Sollte es erlaubt werden den Versuch zu unternehmen, um einige Zusammenfassung Bezugs der hier engagierten Vertreter des Synedriums zu ziehen – im Anschluss an den Bericht von Johannes über das Wunder der Heilung des Blinden ab Geburt?

(0,2 kB) a) Die Anklage Jesu, er wäre ‘Samariter und Besessen von einem Bösen Dämon’  ist identisch, wie es bei einem anderen Fall der Befreiung eines BESESSENEN und zu gleicher Zeit BLINDEN und STUMMEN von Matthäus und Markus dargestellt wird (Mt 12,31; Mk 3,28). Nur dass sowohl Matthäus, wie Markus zum dargestellten Bericht die Worte Jesu einer Vorwarnung über die unmöglich zu vergebende Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST dazufügen.

(0,2 kB) b) Es scheint, die angeführten Worte Jesu hinsichtlich der unerhört dramatischen Diagnose, dass es hier um das Verharren der Pharisäer im ZUSTAND der SÜNDE geht, wie auch die Worte betreffs des BESCHEIDS Jesu, sie hätten in sich keine Liebe zu Gott, ähnlich wie die angeführten Worte über das schauderhafte ‘Weh euch’ gegen die Pharisäer als Heuchler usw. – dennoch KEINE Worte einer endgültigen Verurteilung darstellen – z.B. aufgrund einer daselbst begangenen Sünde gegen den Heiligen GEIST, die also demzufolge unmöglich sowohl in diesem, wie im künftigen Leben vergeben werden könnte.

(0,2 kB) c) Jesus erfüllt immerwährend die Sendung des Erlösers, der nicht dazu gekommen ist, dass die Welt der Sünder verurteilt wird, sondern um die Gewissen zu erschüttern, dass sie sich von der Sünde abwenden und Gott um Vergebung ihrer Sünden bitten. So würde sich die Feststellung bestätigen, die bisweilen schwer wörtlich verstanden werden kann:

(0,3 kB) SOLANGE jemand NOCH lebendig ist, schließt sich vor ihm weiter noch auch die sperrangelweit offenbleibende Barmherzigkeit Gottes und das Erbarmen Gottes für den Sünder auf. Gott will wahrhaft niemals den Tode des Sünders, sondern dass der Sünder umkehrt und ... LEBT.

(0,2 kB) d) Es taucht eine weitere Frage auf: WORUM geht es eigentlich der erörterten Gruppe der geistigen Führer des Volks Gottes? Es scheint, die Antwort darauf müsste eine wesentliche Rolle bei dem Versuch spielen, eine in diesem Fall so schwer zu treffende Wertung zu geben. Es ist nicht bekannt, ob irgendjemand überhaupt – noch wann zur vollwertigen Antwort auf die eigentliche Verständigung dieser Frage einmal kommt. Wir bleiben hier angesichts des Geheimnisses des Gewissens dieser Personen stehen – in ihrer ihnen anvertrauten Sendung: das Depositum der Offenbarung Gottes zu hüten.

Das konstitutive und funktionelle Charisma der Göttlichen Offenbarung

Gott offenbart SICH SELBER und sein Erlösungs-VORHABEN ab Ur-Anfang an, im Paradies – über auserwählte Männer Gottes: Noach, Abraham, die Propheten – immer über zwei zuengst miteinander verflochtene Kanäle: die Gottes WERKE-Ingerenzien-Eingriffe, und das sie begleitende WORT Gottes.
– Aufgabe des verkündeten WORTES war es, immer genauer den nicht immer sofort verständlichen Sinn der tatgewordenen Erlösungs-Werke und Gottes Eingriffe zu erklären. Das VORHABEN des Dreieinigen strebte immer entschieden zur Fülle der Zeiten hin. Diese ist gerade in der PERSON des Sohnes Gottes gekommen. Um das Werk der Erlösung vollbringen zu können, hat er zu seiner Gottes Natur – die Menschen-Natur angenommen. Dies erfolgte im Leib Mariens, seiner jungfräulichen Mutter. Die zwei total verschiedene Naturen wurden in der einen, einzigen PERSON Jesu Christi zusammengekoppelt. Diese Tatsache geschah in Kraft des Heiligen Geistes, der Dritten Person Gottes. Maria ist daselbst zur Mutter GOTTES geworden, also Mutter ihres eigenen Schöpfers ...!

(0,36 kB) a) Zu Angestellten, verantwortlichen für die authentische und autoritative Übermittlung der Gesamtheit der Offenbarung Gottes, das heißt des VORHABENS Gottes der Erlösung des in Sünde gefallenen Menschen, sind im Zeitraum des vorübergehenden Bundes Gottes mit der Menschen-Familie – die PROPHETEN geworden. Sie freuten sich des zu diesem Ziel empfangenen KONSTITUTIVEN Charismas.

Zu ihrer Verlängerung in der Epoche des Umbruchs der Testamente wurden die APOSTEL. Gott hat die Apostel mit dem KONSTITUTIVEM Charisma beschenkt, das die Gesamtheit des Depositums der Offenbarung umfasste: die WERKE-Eingriffe Gottes – und anderseits das WORT Gottes, das dieses Mal vom Himmel im fleischgewordenen Sohn Gottes Jesus Christus herabgestiegen ist. Samt dem Tod des letzten der Apostel, wie schon oben erinnert, ist die öffentliche Offenbarung Gottes definitiv zu Ende gekommen (s. ob.: „es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit”).

(0,36 kB) b) Dagegen die Priester in Israel, sowie die sie unterstützenden Schrift- und Gesetzes-Gelehrten (im Alten Testament), und im Neuen Testament die Diener des WORTES, die allerdings NICHT Apostel waren – freuten sich an einem anderen Charisma, das ebenfalls enge mit dem Schatz der Offenbarung Gottes verbunden war: sie wurden nämlich mit dem sog. FUNKTIONELLEN Charisma bereichert.

Hier die Aufgaben, die mit dem FUNKTIONELLEN Charisma verbunden waren. Sie hingen mit erfülltem verantwortlichen Posten im Volk Gottes zusammen:

a) Das FUNKTIONELLE Charisma sollte zur Annahme und voller Akzeptation des nächsten ‘Bruchstücks’ der weiter vertieften OFFENBARJUNG Gottes dienen. Es gelang an das Volk Gottes durch die Propheten (im Alten Testament), beziehungsweise durch die APOSTEL (in der Anfangsphase der Kirchengeschichte). Durch ihre Vermittlung kam die Offenbarung Gottes an das Volk Gottes konstitutiv an und nahm noch immer qualitativ und quantitativ zu.
– Diejenigen, die im Volk Gottes bestimmte Posten erfüllten – sollten dafür sorgen, dass ein weiterer ‘Bruchstück’ der Prophetischen, beziehungsweise APOSTOLISCHEN Offenbarung im Einklang zum Erlösungs-VORHABEN Gottes Frucht bringen kann. Dieses VORHABEN sammelte sich am Erlösungswerk, dass vom Sohn Gottes Jesus Christus vollbracht werden sollte.

b) Die nächste Aufgabe derjenigen Personen, die mit FUNKTIONELLEN Charisma beschenkt wurden, hat darauf beruht, dass dem Volk Gottes die völlige Aktualität des bisherigen Schatzes der Offenbarung Gottes gezeigt werde mit Anwendung an die gewöhnlich schwierigen, laufenden Zeiten. Das Volk Gottes sollte um konkrete Arten und Weisen belehrt werden, wie die bisherige Offenbarung Gottes gemäß der Erwartungen Gottes ins Leben umgeschmiedet werden sollte.

c) Zuletzt sollte das FUNKTIONELLE Charisma einer authentischen und autoritativen Übermittlung des Schatzes der Offenbarung Gottes in unversehrter Art und Weise an die nächsten Generationen dienen.

Es scheint, dass es im Zusammenhang gerade mit dem: FUNKTIONELLEN Charisma der Träger dieses Charismas großenteils zu seriösem Zusammenbruch gekommen ist.
– Im Alten Testament hat es noch Jesus, den Sohn Gottes, nicht gegeben. Jesus Christus hat nämlich die KIRCHE gegründet. Genauer gesagt: Jesus hat die SEINE – und nur die SEINE Kirche gegründet (Mt 16,18). Als Sohn Gottes wird Jesus diese SEINE Kirche mit einem ganz besonderen Charisma ausstatten: der WAHRHEIT der Offenbarung Gottes. Mit diesem Charisma wird er den PETRUS-den-FELSEN bereichern. In Kraft dieses Charismas wird sein sichtbarer Stellvertreter auf Erden, nämlich jeder rechtmäßige Nachfolger PETRI-des-FELSEN-Apostels in dieser Kirche Christi unfehlbare Äußerungen aussagen können betreffs aller Inhalts-Bereiche, insofern sie mit dem PROFIL verbunden sein werden (Gesichtspunkt; philosophisch: FORMALER Gegenstand) von Fragen, die mit unserer Erlösung in Christus zusammenhängen werden (s. zu diesem Thema z.B. ob.: Jesus Christus in der Stimme des Petrus).

Gerade in diese ‘Position’: des im Rahmen des vorsehungsmäßig erfüllten FUNKTIONELLEN Charismas in der Struktur des Volks Gottes: – der verantwortlichen Aufgabe bei der Annahme und Übermittlung des Schatzes der Offenbarung Gottes an die nächstfolgenden Generationen, samt den hingewiesenen geschichtlichen Aktualisierungen dieser Offenbarung, ist sehr wahrscheinlich mächtig, wenn nicht sogar übermächtig Satan listig eingedrungen. Es ist dieser „große DRACHE, die Alte SCHLANGE, die TEUFEL und SATAN heißt und die ganze Welt verführt (Offb 12,9). Ihm ist es gelungen auf der Ebene vor allem vieler geistigen Führer des VOLKS Gottes seinen „Bazyllus des Widerspruchs” (DeV 38) einzusickern im Verhältnis zu allem, was authentisch Gottes Werk ist.

Als der „verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37) hat er in die Köpfe zumindest vieler Pharisäer und anderer Schrift- und Gesetzes-Lehrer ein verkehrtes Bild von Gott selbst eingepresst – im totalen Widerspruch zum wahren Bild des Dreieinigen. Gott ist unabänderlich voller Barmherzigkeit und lädt jede Menschen-PERSON in das „HAUS des VATERS” ein (Joh 14,2), wo es „viele Wohnungen gibt” (ebd.: Joh 14,2). Selbstverständlich vorausgesetzt, dass die betreffende PERSON die dafür erforderten Bedingungen annimmt und sich entscheidet, mit ihrem freien Willen die Zehn Gebote Gottes lieb zu haben und ihnen gemäß das eigene Leben zu gestalten.

Indessen dieser BÖSE hat zumindest vielen von diesem Personal auf Posten wirksam eingeredet, Gott sollte man keinen Glauben schenken, und dass die Lösungen Gottes in der Regel den ‘grundlegenden RECHTEN des Menschen widersprechen’. Demzufolge gibt es keinen anderen Ausweg, als nur die eigene Unabhängigkeit von Gott – in Gottes Angesicht stark zu behaupten.

Beweggründe zum Weggehen von authentischer Wahrheit der Offenbarung

Es scheint, wir befinden uns gewissermaßen auf der Spur der schwierig zu gebenden Antwort auf die Frage: wie ist der Grund für diesen totalen Widerspruch, dem zuerst die Sendung des Johannes des Täufers begegnet hat, und nachher umso mehr die Sendung des Sohnes Gottes. Wie könnte nämlich anders die Haltung eines entschiedenen ‘NEIN’ erklärt werden sowohl angesichts der Rufe des Johannes des Täufers, dass die Wege für das Kommen Dessen vorbereitet werden, dem er sich nicht würdig gefunden hat, die Riemen seiner Sandalen zu lösen (vgl. Joh 1,27), noch umso mehr des totalen ‘NEIN’ im Angesicht der unleugbaren Zeichen-Wunder, wie sie beinahe ununterbrochen von Jesus vollbracht wurden. Hier beispielsweise um der Erinnerung willen:

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Hier sehen wir ein weiteres Bild: von einem feierlichen Fest, im Glanz der Regional-Tracht. Wie sehr solches Feiern zur Unterhaltung der Regional-Kultur und Vertiefung der National-Zugehörigkeit in bester Bedeutung dieses Wortes beiträgt! Zum Ausgangspunkt wird dabei immer eine besonders bestellte feierlich zelebrierte Heilige Messe mit der Bitte um Segen für das Vaterland und die betreffende Region.

Betreffs Johannes des Täufers:

„Doch die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den
Willen Gottes für sich selbst abgelehnt
und sich von Johannes nicht taufen lassen” (Lk 7,30).

Betreffs Jesus:

„Er kam in sein Eigentum
(das WORT: die Zweite Person der Allerheiligsten Trinität)
aber die Seinen nahmen ihn nicht auf ...” (Joh 1,11).

„Denn darin besteht das Gericht:
Das LICHT kam in die Welt,
doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht:
denn ihre Taten waren böse
(Joh 3,19).

„... ‘Hat Mose euch nicht das Gesetz gegeben?
Aber keiner von euch befolgt das Gesetz.
Warum sucht ihr mich zu töten? Die Menge antwortete:
Du bist von einem Dämon besessen. Wer sucht dich denn zu töten?
– Jesus entgegnete ihnen:
Ich habe nur ein einziges Werk vollbracht und ihr alle wundert euch darüber.
(s. Joh 5,1-18: Heilung am SABBAT eines Gelähmten und Verkrüppelten am Schafstor),
Mose hat euch die Beschneidung gegeben – sie stammt freilich nicht von Mose,
sondern von den Vätern – und ihr beschneidet einen Menschen auch am Sabbat.
Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfangen darf,
damit das Gesetz des Mose nicht missachtet wird,
warum zürnt ihr mir, weil ich am Sabbat einen Menschen
als Ganzen gesund gemacht habe
?
Urteilt nicht nach dem Augenschein, sondern urteilt gerecht’ ...” (Joh 7,19-24)

An dieses mächtige Wirken dieses BÖSEN schloss sich mit der Zeit die Rücksicht an die sozial-politisch-religiöse Ausrechnung an. Der urewige „VATER der Lüge” (Joh 8,44), dem es vortrefflich gelungen ist ein verfälschtes Bild Gottes in die Köpfe jener geistigen Führer einzuimpfen, hat dann schon verhältnismäßig leicht in ihr Gemüt und ihre Verhaltensweise in nächster Reihe den Stil eines bequemen äußeren religiösen Formalismus eingeprägt, samt der von der römischen Okkupationsmacht ihnen gewährten angesehenen sozialen Position. Diese aber wollten sie um keinen Preis verlieren, wie es klar der Kajaphas bei der Beweisgründung des Todesurteils auf Jesus nach der Auferweckung des Lazarus von den Toten bekannt hat (Joh 11,48).

Trotz allem bleibt weiter die schwer zu verstehende Haltung jener religiös-politischen Führer zu Jesus großes Geheimnis. Rein menschlich gesehen kann schwer erklärt werden, wieso es zu solcher, ab Anfang an der Vortretungen Jesu – ihrerseits angenommenem Haltung eines verbissenen ‘NEIN’ zu allem, was mit der PERSON Jesu zusammenhing, gekommen ist.

Diese ihre Haltung kann schwer anders gewertet werden als die eines verbissenen Hasses. Die erörterten geistigen Führer können schon von niemandem und nichts verhindert werden, um diesen, ihrer Meinung nach bedrohlichen RIVALEN wegzuschaffen. Er unterwühlt doch ihre bisher erarbeitete Autorität. Dieser Jesus aus Nazaret widerspricht deutlich so machen ihren Festsetzungen. Die sind seiner Meinung nach widersprüchlich zu Gottes Gedanken. Schlimmer, dass ihrer Meinung nach, dieser Jesus wagt sich selbst als den ‘Menschen-Sohn’ vom Propheten Daniel zu bezeichnen, beziehungsweise noch schlimmer: Er spricht von Gott als seinem geborenen VATER, dagegen sich selbst stellt Er als seinen persönlichen SOHN vor.

Diese Leute, diese geistigen Führer des VOLKS Gottes, lassen von vornherein und entschieden zu keiner Ermittlung der WAHRHEIT noch einer Konfrontation, beziehungsweise Diskussion zum Thema der Göttlichen Eingriffe in immer zahlreicheren, unleugbaren TATSACHEN der von Jesus vollbrachten ‘Zeichen-Wunder’. Diese Wunder waren wahrhaft tatsächliche ‘Wunder’. Niemand mit Verstand wäre imstande diese Tatsachen nicht zu anerkennen.

Übrigens sie selbst haben es doch offen bei der schnell zusammengerufenen Sitzung des Synedriums bekannt – in unmittelbarer Folge nach dem weiteren, dieses Mal menschlich total unmöglich zu erklärenden Wunders: der Auferweckung von den Toten des schon verwesenden Leichnams von Lazarus. Dieser ‘Menschen-Sohn’ hat dieses ‘Zeichen’ ohne irgendwelche Künstlereien dabei zu benutzen verrichtet. Dafür hat es viele Zeugen gegeben. Er selbst hat dabei schlechterdings mit Fülle seines Göttlichen FRIEDENS nur ein ... ‘Erschaffungs-WORT’ ausgesprochen:

„... ‘Lazarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus. Seine Füße und Hände
waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt.
Jesus sagte zu ihnen:
Löst ihm die Binden und lass ihn weggehen’! ...” (Joh 11,43f.).

Bei der erwähnten Sitzung des berufenen Synedriums erschallte damals eindeutig, in Übereinstimmung mit der WAHRHEIT der Tatsachen die Feststellung, die Johannes der Evangelist notiert, er aber hat offenbar einen guten Zugang zu ursprünglichen Quellen gehabt,
(s. Joh 18,15ff.: ‘Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohepriester BEKANNT und ging mit Jesus in den Hof des Hohepriesters ...’ ):

„Aber einige von ihnen (= Zeugen der Auferweckung des Lazarus)
gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was er getan hatte.
Da beriefen die Hohepriester und die Pharisäer eine Versammlung
des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun?
Dieser Mensch tut viele Zeichen.
Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben.
Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte
und das Volk nehmen’ ...” (Joh 11,46ff.).

Diese geistigen Führer des VOLKS Gottes enthüllten bei Gelegenheit den Haupt-Beweggrund, nach dem sie sich bei der Aussendung für Auftritte Jesu immer anderer Gruppen ihrer gut geschulten und belehrten ‘Spionen’ leiten ließen. Ihre einzige, klar bezeichnete Aufgabe war es eine dokumentierte Anzeige wegen jeder geringsten Sprachstolperung Jesu an das Synedrium zu überweisen. Um auf solche Weise irgendwas zum Startpunkt zu gewinnen und gegen Jesus ein Verfahren in Gang zu bringen und ihn so auf den Tod zu verurteilen.

Wie viele Male hat Jesus nur infolge eines Wunders einen gewaltigen Tod durch Steinigung vermieden, beziehungsweise wenn Er vom Bergabhang gestürzt werden sollte (s. z.B.: Lk 4,28ff.; Joh 7,30.45; 8,59; 10,31.39; 11,53.57)!

Standpunkt des Synedriums zu Jesus

Wie kann die Haltung dieser Haupt-Führer des VOLKS Gottes in Gottes Wertung genauer charakterisiert werden? Es scheint, wir sind genötigt, einen höchst riskanten Schluss zu folgern, indem doch solcher Schluss nicht in Zuständigkeit eines Menschen gehört:
– Diese Leute – mit dem Vorbehalt: wir verurteilen dauernd niemanden seinem Namen nach und hüten uns weiterhin vor irgendwelchen Verallgemeinerungen – ERLAUBEN mit dem Akt des von Gott ihnen geschenkten freien Willens – entschieden NICHT, dass GOTT ... GOTT sein darf ! Sie geben Gott deutlich ihren von Ihm unabhängig gemachten Status zu kennen lernen:

Hier regieren WIR: das Synedrium !
Du, Gott, hast hier nichts zu sagen !
Hier sind WIR zuständig !

Wenn sie selbst das Todesurteil auf den ‘Menschen-Sohn’ fällen lassen, indem dieser sich als ‘Gott gleich’  hält und den Mut hat, Gott seinen persönlichen VATER zu nennen, dagegen sich selbst hält Er als den persönlichen ’SOHN’ Gottes, können sie in ihrer verkehrten Schlussfolgerung folgender denken, zweifelsohne unter dem übermächtigen Druck des „verkehrten GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37):

Wir, das Synedrium, VERTEIDIGEN die Reinheit des GLAUBENS an den Einzigen Gott. Wir müssen diesen gefährlichen Menschen wegschaffen. Es helfen keine scheinbar offene Zeugnisse seiner Wunder als vollbracht vermeintlich in Gottes Kraft. Solches Zeugnis kann von vornherein nicht angenommen werden.
– Er fasst den Mut immer wieder Menschen zu heilen stur – unerhört: am Tag des SABBATS, der doch Gott vorbehalten ist.
– Wir finden uns demnach genötigt entschieden zu erklären:
Die TÖTUNG dieses Menschenm der den SABBAT vergewaltigt, halten wir als unsere heilige Pflicht und unseren Verdienst in Gottes Augen !

Hat sich etwa nicht der ‘Menschen-SOHN’ gerade in diesem Sinn geäußert? Es war ganz kurz vor seiner Gefangennahme im Ölgarten:

„Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt.
Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde,
in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.
Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
Ich habe es euch aber gesagt, damit ihr euch, wenn die Stunde kommt,
daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe ...” (Joh 16,1-4).

Könnte solcher Schluss, nach welchem sich sehr wahrscheinlich diese verantwortlichen damaligen Führer des VOLKS Gottes leiten ließen, Folge des Urteils ihres völlig „rechten Gewissens” sein, das sich nach der „OBJEKTIVEN Norm”  des Gesetzes Gottes leiten lässt? Denn diese Norm sollte doch Stimme Gottes selbst sein. Gott ist es, der gerade im Gewissen jeder PERSON „die verborgenste Mitte und das SANKTUAR im Menschen (ist), wo er allein ist mit Gott, dessen STIMME in diesem seinem Innersten zu hören ist und klar in den Ohren des Herzens tönt: Tu dies, meide jenes” (DeV 43)?

3. Das rechte
und entstellte Gewissen

Nicht allzu geplant, drängt sich auf dieser Stelle neuerlich eine Degression über das Thema des Gewissens auf. Das Gewissen ist nicht befugt, ethische Normen z BILDEN. Es ist verpflichtet, sich nach dem Prinzip des Gehorsams gegen die OBJEKTIVE Norm zu richten, wie auch auf die Wahrheit und Liebe in ihrer Gottes Bedeutung zu hören.

Mit Dank benutzen wir hier die diesbezüglichen Erinnerungen, wie sie in der magisterialen Lehre vom Hl. Johannes Paul II. angeboten wird. Hier ein paar Erinnerungen daran im großen Auszug.

Das Sanktuar des Gewissens

DeV 43. „Das Gewissen ist nämlich ‘die verborgenste Mitte und das Heiligtum im Menschen, wo er allein ist mit Gott, dessen Stimme in diesem seinem Innersten zu hören ist’ und klar ‘in den Ohren des Herzens tönt: Tu dies, meide jenes’...
– Doch zugleich entdeckt der Mensch ‘im Innern seines Gewissens... ein Gesetz, das er sich nicht selbst gibt, sondern dem er gehorchen muss’.
– Das Gewissen ist also keine autonome und ausschließliche Instanz, um zu entscheiden, was gut und was böse ist; ihm ist vielmehr ein Prinzip des Gehorsams gegenüber der objektiven Norm tief eingeprägt, welche die Übereinstimmung seiner Entscheidungen mit den Geboten und Verboten begründet und bedingt, die dem menschlichen Verhalten zugrunde liegen ...
– Genau in diesem Sinne ist das Gewissen ‘das innerste Heiligtum’, in welchem ‘die Stimme Gottes widerhallt’.
– Es ist die ‘Stimme Gottes’ selbst auch dann, wenn der Mensch darin ausschließlich das Prinzip der moralischen Ordnung anerkennt, an dem man menschlich nicht zweifeln kann, auch ohne direkten Bezug auf den Schöpfer, obwohl das Gewissen gerade in diesem Bezug stets seine Begründung und Rechtfertigung findet”.


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Weiteres Bild von der Hompage von Region Podlasie. Die Gläubigen treten in die Kirche ein, nachdem die Eingangs-Zeremonien außen der Kirche zelebriert wurden: Es ist der heilige Tage, der KAR-Samstag. Anzünden des Feuers, Weihe der Paschakerze und nachdem der Gesang: „Licht Christi”. Auf dem Bild: die Leute zünden gerade die mitgenommenen Kerzen an und übermitteln gegenseitig das Feuer von der Paschakerze.

Irrendes Gewissen

Es kommt nicht selten vor, dass das Gewissen irrt.
Wir führen ein paar Fragmente von der Lehre des Heiligen Vaters Johannes Paul II. über das Gewissen in solchen Umständen, wie auch über die Notwendigkeit, dass das rechte Gewissen immerwährend gestaltet werden muss.

VSp 62. „... Nicht selten geschieht es ...,
dass das Gewissen aus unüberwindlicher Unkenntnis irrt,
ohne dass es dadurch seine Würde verliert.
– Das kann man aber nicht sagen, wenn der Mensch sich zu wenig darum müht,
nach dem Wahren und Guten zu suchen,
und das Gewissen durch Gewöhnung an die Sünde allmählich fast blind wird”.

Mit diesen Worten erinnert der Heilige Vater, dass das Gewissen der fortwährenden Gestaltung in Suche nach der Wahrheit und des eigentlichen Guten benötigt. Daher die weiteren Weisungen zur gerechten Formulierung des richtigen Gewissens.

Fehlbares Gewissen

VSp 62, Folge: „Das Gewissen ist kein unfehlbarer Richter: es kann irren.
– Der Irrtum des Gewissens kann Ergebnis einer unüberwindbaren Unwissenheit sein,
das heißt einer Unkenntnis, derer sich der Mensch nicht bewusst ist
und aus der er allein nicht herausgelangen kann.
– In dem Fall, wo diese unüberwindliche Unkenntnis nicht schuldhaft ist,
verliert das Gewissen ... nicht seine Würde ...”.

Wahrheit als Quelle der Würde des Gewissens

VSp 63. „Auf jeden Fall beruht die Würde des Gewissens immer auf der Wahrheit:
– Im Falle des rechten Gewissens handelt es sich
um die vom Menschen angenommene objektive Wahrheit;
– im Falle des irrenden Gewissens handelt es sich um das,
was der Mensch ohne Schuld subjektiv für wahr hält”.

VSp 63, Folge: „Auf der anderen Seite ist es niemals zulässig,
einen subjektiven Irrtum hinsichtlich des sittlich Guten
mit der ‘objektiven’, dem Menschen auf Grund seines Endzieles rational einsehbaren Wahrheit zu vermengen oder zu verwechseln”,

VSp 63, Folge: „... noch den sittlichen Wert
der mit wahrem und lauterem Gewissen vollzogenen Handlung
mit jener gleichzusetzen, die in Befolgung des Urteils
eines irrenden Gewissens ausgeführt wurde”.

Das Übel des irrenden Gewissens

VSp 63, Folge: „... Das aufgrund einer
unüberwindbaren Unwissenheit oder eines
nicht schuldhaften Fehlurteils
begangene Übel
kann zwar der Person, die es begeht, nicht als Schuld anzurechnen sein;
doch auch in diesem Fall bleibt es ein Übel,
eine Unordnung in Bezug auf die Wahrheit des Guten.
– Zudem trägt das nicht erkannte Gute nicht zu sittlicher Reifung
des betreffenden Menschen bei: ...
Es vervollkommnet ihn nicht und hilft ihm nicht,
ihn geneigt zu machen für das höchste Gut
.
– ... Es gibt Schuld, die wir nicht zu erkennen vermögen
und die dennoch Schuld bleibt,
weil wir uns geweigert haben, auf das Licht zuzugehen”.

Formation des Gewissens

VSp 64. „... In den oben wiedergegebenen Worten Jesu
finden wir auch den Aufruf, das Gewissen zu bilden,
es zum Gegenstand ständiger Bekehrung zum Wahren und Guten zu machen.
... In Wirklichkeit ist das zum Herrn und zur Liebe des Guten bekehrte ‘Herz’
die Quelle der wahren Urteile des Gewissens.
... die Kenntnis des Gesetzes Gottes im allgemeinen notwendig,
aber sie genügt nicht: eine Art von ‘Konnaturalität’
zwischen dem Menschen und dem wahrhaft Guten ist unabdingbar ...”.

Rolle des Magisteriums der Kirche

VSp 64, Folge: „Eine große Hilfe für die Gewissensbildung
haben die Christen in der Kirche und ihrem Lehramt ...
– Denn nach dem Willen Christi
ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit;
ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist,
zu verkündigen und authentisch zu lehren,
zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung,
die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen,
autoritativ zu erklären und zu bestätigen”.

VSp 64, Folge: „... Die Autorität der Kirche, die sich zu moralischen Fragen äußert,
tut also der Gewissensfreiheit der Christen keinerlei Abbruch:
nicht nur, weil die Freiheit des Gewissens niemals Freiheit ‘von’ der Wahrheit,
sondern immer und nur Freiheit ‘in’ der Wahrheit ist”.

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Wir können nur die Erfindungsgabe Gottes des Schöpfers bewundern. Er schuf die Welt mit verwundernd erfinderischer Kunstfertigkeit, so dass das Menschenauge nicht genug die Weisheit Gottes, aber umso mehr seine Liebe, bewundern kann. Ohne sie würde niemals irgendetwas schönes entstehen.
– O Gott, du Unendlicher in Deiner Weisheit und Liebe, wir verherrlichen Dich und freuen uns, sooft Du die Welt der Menschen mit so unendlicher Vielfältigkeit deiner Schöpfung beschenkst! Wir bitten: hilf uns, dass unser Leben ...Dir ein wenig gefallen kann !

VSp 64, Folge: „... weil das Lehramt an das christliche Gewissen nicht ihm fremde Wahrheiten heranträgt,
wohl aber ihm die Wahrheiten aufzeigt,
die es bereits besitzen sollte, indem es sie,
ausgehend vom ursprünglichen Glaubensakt,
zur Entfaltung bringt.
– Die Kirche stellt sich immer nur
in den Dienst des Gewissens, indem sie ihm hilft ...
nicht von der Wahrheit über das Gute des Menschen abzukommen,
sondern, besonders in den schwierigeren Fragen,
mit Sicherheit die Wahrheit zu erlangen und in ihr zu bleiben”.

Wir glauben, die erinnerten Prinzipien der Wertung des Gewissens, das nach der objektiven Wahrheit, wie auch dem eigentlichen Guten des Menschen unter dem Blickpunkt seiner endgültigen Berufung zu suchen verpflichtet ist, müssten zur eigentlichen Schätzung der hier erörterten Verhaltensweisen beitragen, wie sie in den Berichten der Evangelien betreffs der geistigen Führer des damaligen Israels dargestellt wurden.

Unsere Wertschätzung hinsichtlich der vom Synedrium unternommenen Betätigungen kann selbstverständlich nur die äußere Seite betreffen. Das Urteil über das ‘Herz des Menschen’ bleibt Domäne allein Gottes. In dieser Richtung waren gewiss die Worte des Gebetes-der-Bitte wie auch des Gebetes-der-Vergebung gerichtet, die der Sohn Gottes, ausgestreckt am Kreuz seiner Zu-Tode-Folterung, zu Gott seinem Vater erhob:

„Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun ...” (Lk 23.34).

5. Von neuem
unternommener Faden
samt den Schlüssen

Wir greifen von neuem die kurz unterbrochenen Erwägungen: den Versuch, um im Blickpunkt des Gegenstandes des hiesigen Kapitels: Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist – irgendwelche sich aufdrängende Schlüsse zu ziehen.
– Bisher haben wir die Berichte der Evangelien betreffs der Mitteilungen und Austreibungen der Dämonen hauptsächlich unter dem Aspekt der Tatsache angeblickt, dass sich Jesus in solchen Situationen in Kraft seines eigenen WORTES betätigte.

Es bleiben zwei weitere Serien der Evangelien-Berichte, die wir früher genauer zu erörtern versucht haben, und die zuengst mit der Haltung der Vertreter des Synedriums in seiner Beziehung zu Jesus zusammenhängen. Es geht nämlich:
– Um die Anklage Jesu, dass er den Bösen Dämon in Kraft des Beelzebub austreibt;
– Und um die im Johannes-Evangelium genauer dargestellte Beschreibung des Wunders der Auferweckung des schon verwesenden Leichnams des ein paar Tage früher verstorbenen Lazarus.

Wir haben schon nicht weniges über die von Jesus vollbrachten Wunder nachgedacht. Es ist unmöglich, dass sie nicht als verwundernde, keinesfalls erwartete, noch umso mehr auf natürlich Weise erklärbare Eingriffe der Macht GOTTES – nicht aber Satans Macht, gedeutet werden könnten.
– Die unternommenen Erwägungen müssten reichen, um sich klarer bewusst zu werden, dass es hier – und sei es im Fall der Auferweckung des Lazarus, jedes Mal um gnadenvolle Eingriffe Gottes selbst geht. Wir sind uns bewusst geworden, dass im Fall des Zurückrufens zum Leben des schon vorangeschrittenen verwesenden Leichnams von Lazarus – alle Versuche einer Diskreditierung Gottes als Gottes nur absurdales Argument wären. Das kann von der schon ein paarmal angeführten Reaktion des Synedriums gesehen werden, und zwar ihrer Antwort auf den Bericht von der vollbrachten Auferweckung: „Was sollen wir Tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen ...” (J 11,47).

Niemand von jenen Weisen in Schrift und Gesetz versucht die Auferweckung des Lazarus in Kraft allein des schlichten WORTES Jesu mit einem Hinweis zu deuten, als ob Jesus irgendwelche Magie benutzt hat, beziehungsweise umso mehr ... in Kraft des ‘Beelzebub’. Jesus blieb vor dem schon geöffneten Grab, mit weggeschobenem Stein, der den Eingang der Höhle zumachte, stehen und sagte allein das machtvolle WORT, dem niemand und nichts zu widerstehen imstande ist:

„... ‘Lazarus, komm heraus’!
Da kam der Verstorbene heraus,
seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt
,
und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt.
Jesus sagte zu ihnen: ‘Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen’ ! ...” (Joh 11,43f.).

Die Mitglieder des Synedriums sind infolge dieses Ereignisses in Raserei geraten. In ihrer Machtlosigkeit im Angesicht dieses Beweises der Kraft Gottes, die in diesem von ihnen verhassten ‘Menschen-Sohn’ tätig war und den sie schon so manches Mal früher physisch umbringen wollten, das heißt sie wollten ihn schon mehrmals töten, sehen sie dieses Mal, dass ihre bisherigen Versuche nichts taugen, um Ihn und seine Jünger auf verschiedene Arten und Weisen einzuschrecken. Dieser von ihnen nicht autorisierte Rabbí-aus Nazaret, der sich allerdings an unleugbarer Autorität freute und den immer weitere Volksscharen als den ‘Messias’ nennen und ohne Verlegenheit als ‘Davids Sohn’ nennen – wird infolge der unleugbaren, von ihm vollbrachten ‘Zeichen’ zur realen Bedrohung für ihre stabilisierte religiös-politisch-soziale Position.

Jesus umbringen! Auch noch Lazarus töten!

Demzufolge wurde von ihnen – ohne irgendwelches Schwanken – nur dieser eine einzige MENSCHLICHE (!) Ausgang klar: diesen Jesus möglich schnell umzubringen – alles egal um welchen Preis es geschehen sollte. Wir können nicht weiter auf irgendwelche Gebote Gottes Acht geben. Die ‘Staats-Raison’ (= menschliche Ausrechnungen; politische ‘Staats-Raison’ !) heißt schnellenst – und wirksam tätig zu werden. So wird es auch vom Johannes im Evangelium tatsächlich notiert:

„Da beriefen die Hohepriester und die Pharisäer
eine Versammlung des Hohen Rates ein.
Sie sagten: ‘Was sollen wir tun?
Dieser Mensch tut viele Zeichen
.
Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben.
Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte
und das Volk nehmen’ ...” (Joh 11,47ff.).

Die Auferweckung des Lazarus fand nur wenige Tage vor dem Hochfest des Pascha statt. Zu diesem Festtag strömten riesige Scharen der Israeliten von weiten Seiten der damaligen Welt. Kein Wunder, dass sei es auch nur um der Neugierigkeit willen und anderer Rücksichtigen – viele sich auch nach dem naheliegenden Betanien begaben, wo gerade erst das alles überragende Ereignis stattgefunden hat: die Auferweckung des Lazarus.

Umso mehr, weil gerade dort ein feierliches, freudiges Mahl für diese drei Geschwister bereitet wurde: für Lazarus, Maria und Marta. Dieses Mahl sollte zu ihrem freudigen Dankerweis Gott gegenüber werden und zugleich zum freudigen Festtag für Lazarus selbst, samt seinen zwei Schwestern: Maria und Marta sein. Ganze Scharen von Pilgern von weiter Welt wollten sich augenscheinlich überzeugen, wie das alles ausgesehen hat und zugleich dem Lazarus wegen dieser Ehre gratulieren.

Bei Gelegenheit haben zweifelsohne viele von diesen Pilgern aus verschiedenen Weltecken den GLAUBEN an Jesus als den erwarteten Messias angenommen – bestimmt keinesfalls mit der Nuance eines politischen Befreiers, sondern im Einklang mit der Lehre Jesu von Erfordernissen des Reiches Gottes.

Johannes der Evangelist berichtet:

„Eine große Menge der Juden hatte erfahren, dass Jesus dort war,
und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen,
den er von den Toten auferweckt hatte.
– Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten,
weil viele Juden um seinetwillen hingingen
und an Jesus glaubten(Joh 12,9-11).

Soll dieser Beschluss als Blasphemie gegen den Heiligen GEIST qualifiziert werden?

Schwer um einen mehr dem gesunden Verstand widersprechenden Beschluss jener ‘Hohepriester’. Gott hat sie berufen, dass sie über das Depositum der Offenbarung Gottes wachen, samt ihrer Einverleibung ins Leben des Volks Gottes, das zur Liebe zu Gott und Befolgung der Gebote Gottes berufen war.

Wie schwierig ist es, sie vom Vorwurf des Verharrens im Zustand der chronisch beabsichtigten Ignorierung der objektiven WAHRHEIT betreffs des GUTEN des Menschen im Ausmaß der endgültigen Dinge zu befreien. Ihre Aufgabe als der geistigen Führer des VOLKS Gottes sollte es sein, diesem Volk Gottes die zum Erlangen des ewigen Lebens führenden Wege zum HAUS des VATER zu weisen. Dieser von ihnen so sehr verhasste „Rabbí aus Nazaret” verkündete allen gerade darüber. Er tat es dauernd mit so verwunderndem seinem Gottes HERZEN-Frieden. Diese Aufgabe erfüllte Er die ganze Zeit hindurch mit der Lehre seines WORTES. Die Billigkeit und Autorität dieses WORTES als GOTTES Wortes hat er immer wieder mit vollbrachten Zeichen-Wundern bestätigt. Es war unmöglich, ihre Göttliche Herkunft zu verleugnen.


Zuletzt kommen wir daselbst zum folgenden Schluss, ähnlich wie es schon in Zusammenfassungen der früheren Erwägungen gewesen war. Der Gewissens-Stand jener geistigen Führer des damaligen Volks Gottes dürfte objektiv genommen triftig als ZUSTAND der Verstocktheit bezeichnet werden. Meritorisch genommen ist es wohl beinahe genau dasselbe, wie die Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist, für die es keine Vergebung Gottes gibt – weder in diesem, noch im künftigen Leben.

(0,39 kB) Dennoch diese Situation ist doch trotz allem nicht identisch mit dieser „Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST”.

(0,37 kB) Es scheint, solange bei irgendjemandem noch ein letztes Fünkchen des Lebens flimmert, besteht auch noch immer die Chance, dass sich der Betreffende für die LETZTLICHE Gnade Gottes aufschließt. Daselbst würde sich für ihn der Weg zur Rückkehr zu Gott öffnen, um die Vergebung der begangenen Sünden zu erflehen und so die Gabe des ewigen Lebens im HAUS des VATERS zu erlangen.

(0,37 kB) Gott allein sieht und bewertet u.a. den letzten-letztlichen Lebens-Augenblick der PERSON, die er vor der Gründung der Welt als das „einzige Geschöpf auf Erden, das Gott um seiner selbst willen gewollt hat”
(GS 24).

6. Sünde
der Beleidigung
des Heiligen GEISTES

Es gehört sich wiederholt auch noch über die dritte tiefer analysierte Tatsachen-Gruppe zu beugen: der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST selbst. Von dieser Sünde als von unmöglich zu vergebenden Sünde sprechen drei Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas.

Die Erwähnung dieser Sünde bei Lukas erscheint beinahe nur nebenbei, in einem Satz. Lukas stellt das Wort Jesu über diese Sünde als unvergebliche Sünde im Zusammenhang des Aufrufs, dass man niemanden fürchten soll in den folgenden drei Umständen:

– Dieser, die „den Leib töten, danach aber nichts weiter tun können”,
– Wenn es gilt, sich offen „zum Menschen-SOHN zu bekennen”,
– Und in der Situation, „wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt ...”

In diesen Zusammenhang stellt er gleichsam nebenbei das Wort hinsichtlich der Sünde gegen den Heiligen Geist – ohne irgendwelche weitere Erklärung (Lk 12,10).

Somit sind wir auf den Bericht allein des Markus und Matthäus überlassen. In beiden diesen Evangelien liegt der Bericht über die Blasphemie gegen den Heiligen Geist im Rahmen vieler verschiedener Heilungen, die Jesus vollbracht hat, dennoch mit deutlich – insbesonderen Hervorhebungen über die Befreiung der Besessenen von der Macht der Bösen Geister. Sowohl Markus, wie Matthäus betonen in diesem Zusammenhang die völlig gegenseitige Wertung vonseiten des schlichten VOLKS – und der Jesus spionierenden Pharisäern.

Die Jesus umgebenden einfachen Zeugen reagieren im Angesicht der sofortigen völligen Heilung – im Bericht von Matthäus über den Besessenen-Blinden-Stummen – im Einklang mit dem von Gott her eingeprägten ‘Glaubens-Sinn’.

Dagegen die von der Obermacht des Synedriums gegen Jesus gesandten, in die Volksscharen eingemischten Spionen stellen sich sofort auf den Kopf, um der Erklärung Jesus als den erwarteten Messias vorzubeugen.

Zum Gegen-Argument für das wundertuende WORT Jesu, der mit einem einzigen seinem Wort den Bösen GEIST heraustreibt und die volle Gesundheit dem Blinden wirksam wieder gewährt, der außerdem auch noch stumm war, soll nach der Festsetzung der Pharisäer die Anklage sein, Jesus sollte einen ‘Exorzismus’ in Kraft der Macht durchgeführt haben, die ihm der ... Beelzebub gewährt hat.

So stellt also Matthäus die Reaktion dieser zwei verschiedenen Personen-Gruppen, Zeugen der erfolgten Befreiung der Besessenen – in zwei verschiedenen Fällen dar:

„Als sie gegangen waren (= d.h. diese oben erwähnten zwei Blinden: Mt 9,27-31)
da brachte man einen STUMMEN zu ihm, der von einem Dämon BESESSEN war.
Er trieb den Dämon aus und der STUMME konnte reden.
Alle Leute staunten und sagten:
So etwas ist in Israel noch nie gesehen worden’.
Die PHARISÄER aber sagten:
Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus’ ...” (Mt 9,32nn).

So wird diese Heilung von Besessenheit bei Matthäus im 9.Kap. dargestellt.
– Dagegen in drei Kapiteln weiter berichtet derselbe Matthäus – nicht bekannt ob vom demselben Ereignis noch einmal, nur mit ein wenig anderen Umständen, oder auch ist es dieses Mal ein ganz anderes Ereignis, auch wenn es einigermaßen ähnlich ist wie das früher berichtete:

„Da brachte man zu ihm einen
BESESSENEN, der BLIND und STUMM war.
Er heilte ihn, sodass der Stumme wieder reden und sehen konnte.
– Die Menge war fassungslos und sagte:
Ist dieser nicht der Sohn Davids’?
Als die PHARISÄER das hörten, sagten sie:
Nur mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen,
treibt er die Dämonen aus
’ ...” (Mt 12,22ff.)

In diesem zweiten Fall konnte Jesus gleichsam ... nicht mehr aushalten. Er antwortete jenen hergeschickten Pharisäern. Er bewies ihnen den Unsinn ihrer Verstandsfolgerung. Sollte nämlich ein Reich innerlich miteinander streiten, gibt es keine Chance für sein weiteres Bestehen. Wonach er direkt auf diesen Vorwurf antwortet, als ob er die Befreiung des Besessenen NICHT in Kraft des allein selbst ausgesagten Wortes, das offenbar Schöpfungswort sein musste, vollbringen sollte, sondern mit Berufung auf die Kraft und Macht des BEELZEBUB. Dieses Mal gebraucht Jesus nicht die Bezeichnung ‘Beelzebub’, sondern nennt ihn bei seinem eigentlichen Namen: – SATAN.

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Hier sehen wir wiederholt einen schlanken Baum der im Garten wächst. Wir freuen uns mit dieser Ansicht. Wir können nur Gott schön danken, für so viel Wunder in der Natur, deren Ansicht unser Herz zu bewundern nicht aufhört.

Wenn also der Satan den Satan austreibt,
dann ist Satan in sich selbst gespalten.
Wie kann sein Reich dann Bestand haben?
– Und wenn ICH die DÄMONEN durch Beelzebul austreibe,
durch wen treiben dann euere Söhne sie aus?
Deswegen werden sie euere Richter sein ...’
(Mt 12,26f.).

Oben haben wir schon das Thema dieser Worte Jesus erörtert. Dieses Mal fügt aber Jesus noch weitere Worte und bezieht sie deutlich auf sich und seine Sendung als des Menschen-Sohnes:

„Wenn ICH aber durch den Geist Gottes
die DÄMONEN austreibe,
dann ist das Reich Gottes
schon zu euch gekommen
(Mt 12,28).

Dieses Wort Jesu spielt in diesem Fall zweifellos die Schlüsselrolle: Jesus treibt die ‘Bösen GEISTER’ in der Kraft des GEISTES Gottes aus.

Es sollte aber dazugesagt werden, dass sehr wahrscheinlich auch LUKAS in seinem Evangelium an dasselbe Ereignis anknüpft. Oder auch an ein ähnliches Ereignis, von dem MARKUS schreibt, der ähnlich wie LUKAS, bei dem Besessenen eine zusätzliche Eigenschaft erwähnt: dass er STUMM war (Matthäus fügt hinzu: er war STUMM und BLIND). Lukas führt aber die Worte Jesu ein wenig unterschiedlich an, dass nämlich Jesus die Bösen Geister heraustreibt „mit dem FINGER Gottes”, wogegen nach Matthäus Jesus vom Austreiben des Teufels „in Kraft des GEISTES Gottes” berichtet. Diese zwei Ausdrücke bezeichneten höchst wahrscheinlich im Verständnis der damaligen Zeiten genau denselben Sinn, das heißt es handelte sich um Synonyme.
– Hier das Lautwort jenes Ereignisses in Fassung des Lukas:

„Jesus trieb einen Dämon aus, der STUMM war.
Es geschah aber: Als der Dämon ausgefahren war, da konnte der Mann reden.
Alle Leute staunten.
– Einige von ihnen aber sagten:
Mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen,
treibt er die Dämonen aus
’.
– Andere wollten ihn auf die Probe stellen
und forderten von ihm ein ZEICHEN vom Himmel.
Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen:
‘Jedes Reich, das in sich selbst gespalten ist, wird veröden
und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wenn also der SATAN in sich selbst gespalten ist,
wie kann sein Reich dann Bestand haben?
Ihr sagt doch, dass Ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
Wenn Ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe,
durch wen treiben dann eure Söhne sie aus?
Deswegen werden sie eure Richter sein.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe,
dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen ...” (Lk 11,14-20)

An dieser Stelle fügt Lukas noch diesen verwundernden Satz – denselben, wie ihn Markus (Mk 3,27), und auch Matthäus (Mt 12,29) in ihrer Zusammenfassung darstellt. Hier führen wir die Fassung vom Lukas-Evangelium an:

„Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht
ist sein Besitz sicher.
Wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt.
dann nimmt ihm der Stärkere seine ganze Rüstung,
auf die er sich verlassen hat, und verteilt seine Beute” (Lk 11,21f.).

Lukas fügt hier noch dieselben Worte hinzu, wie Matthäus:

„Wer nicht mit MIR ist, der ist gegen mich.
Wer nicht mit MIR sammelt, der zerstreut” (Lk 11,23),.

Wir verstehen die Worte Jesu über den ‘Starken’, den aber in gewisser Stunde ein ‘STÄRKERER’ besiegt. Vom ganzen Zusammenhang folgt eindeutig, Jesus denkt hier an die mächtige Gewalt des Satans über die ganze Natur, auf der er seinen Groll nach der Herabstürzung vom Himmel entladet:

„Da entbrannte im Himmel ein Kampf:
Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.
Der Drache und seine Engel kämpften,
aber sie hielten nicht stand
und sie verloren ihren Platz im Himmel.
Er wurde gestürzt, der Große DRACHE,
die Alte SCHLANGE, die TEUFEL oder SATAN heißt
und die ganze Welt verführt;
Der DRACHE wurde auf die Erde gestürzt
und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen. ...
...
Weh aber euch, Land und Meer.
Denn der TEUFEL ist zu euch hinabgekommen.
Seine Wut ist groß,

weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt” (Offb 12,7ff.12)
(s. auch: Lk 10.18: ‘Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen ...’ )
.

Jesus selbst nennt Satan als den ‘Herrscher’, beziehungsweise ‘Fürsten’ dieser Welt. Dennoch Jesus sagt zugleich, dass er von Ihm, dem Menschen-Sohn, besiegt – und weggeworfen werden wird. Trotzdem das alles durch die schauderhaften Foltern des Kreuzes von Ihm, dem Sohn Gottes, Erlöser des Menschen – erfolgt:

„JETZT wird GERICHT gehalten über diese Welt.
JETZT wird der Herrscher dieser Welt HINAUSGEWORFEN werden.
Und ICH, wenn Ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu Mir ziehen”
(Joh 12,31f.; s. Lk 4,5f.)

Und noch:

„Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen:
denn es kommt der HERRSCHER der Welt.
Über MICH hat er keine Macht ...” (Joh 14,30).

Man kann schwer hier nicht den beinahe identischen Faden im Gechriebenen-Wort-Gottes bemerken von der Epoche Exodus der Hebräer von Ägypten ... hinsichtlich des ‘Gerichts’ über ‘die Götter von Ägypten’ in der Pascha-Nacht:

„In dieser Nacht gehe ich durch das Land Ägypten ...
Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht,
– Ich, der Herr” (Ex 12,12).
(s. auch: Nu 33.4; Zef 2,11; Jer 51,52; 10,15; 14,30)
.

Ungeachtet der bisweilen entsetzenden Kraft und Macht Satans, des Herrschers dieser Welt, wo der Menschen dauernd kampfbereit sein muss:

„... Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen,
sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis,
gegen die BÖSEN GEISTER in den himmlischen Bereichen ...” (Eph 6,12),

wird jeder Jünger Christi zum entschiedenen Stehenbleiben anufseiten des Erlösers in diesem geistigen Kampf gerufen. Jesus ist doch vom Himmel herabgestiegen, um als dieser ‘Stärkere’ im Vergleich mit dem ‘Beherrscher dieser Welt’ ihn zu binden, ihm seine Waffe wegzunehmen und mit der Waffe des GEISTES den Sieg davonzutragen.

Diejenigen, die bisher in Satans Knechtschaft gestöhnt haben, weniger oder mehr von ihm besessen, werden von seiner Knechtschaft befreit. Das geschieht nie und niemals infolge irgendwelcher Verhandlungen Jesu, des Sohnes Gottes – mit ‘Beelzebub’, wie es dem VOLK Gottes die Spionen, geschickt vom Synedrium, oder kräftiger: von der „Satans Synagoge” (Offb 2,9), einzureden versucht haben. Jesus treibt die Bösen GEISTER von Besessenen jedes Mal allein mit seinem WORT. Diesem Wort, das immer Ausdruck der „liebevollen ALLMACHT des Schöpfers” (DeV 37) ist, ist außerstande nicht nur jede Macht der Natur-Elemente zu widerstehen
(z.B.: Beruhigung des Storms am Meer; der Gang auf aufgewühltem Meer; Vermehrung des Brotes, der Fische, s.: Mt 8,23-27; 14,22-33; Joh 6,1-15).
– Mit gleicher Leichtigkeit spricht Jesus sein WORT über den Besessenen aus, von dem er die „LEGION” der Bösen Geister herausgewiesen hat (Mk 5,9). Im anderen Fall sagt dieser ‘Menschen-Sohn’ mit seinem verwundernden Gottes FRIEDEN das Machtvolle-Schöpfer-WORT über den schon voll verwesenden verstorbenen Lazarus: „Lazarus, komm heraus!” (Joh 11,43).

So sieht die von Jesus selbst mit tiefgehender Schlichtheit, und doch eindeutig von Evangelisten hervorgehobene Erklärung aus, mit der er den Boten der verkehrten übermächtigen Gewalt der geistigen Führer des VOLKS Gottes auf ihre Frage antwortet, in welcher ‘Kraft’ er die Besessenen von der Knechtschaft Satans vollbringt. Es ist jedes Mal Zeugnis der im Namen und in Kraft der ihm von seinem Vater aufgetragenen Sendung, das Reich Gottes zu gründen:

„... Wenn ich aber im Geist Gottes (nach Lukas: mit dem FINGER Gottes: Lk 11,20)
die DÄMONEN austreibe,
dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen ...” (Mt 12,28).

Jesus erklärt eindeutig, dass er die Besessenen „in Kraft des GEISTES GOTTES” befreit, beziehungsweise, wie Lukas schreibt: indem er sich des „FINGERS Gottes” bedient. Es sind synonyme Ausdrücke, gleichbedeutend mit ähnlichen Bezeichnungen, die vom Alten Testament seit langem bekannt waren, wie z.B.:
– „mit ausgestreckter Hand”, oder „mit der Hand Gottes” (s. z.B.: Ex 6,1; 8,15; 9,3 13,3; Dtn 2,15; Ri 2,15; Ps 44,4; 89,14; Jes 26, 22,11; 48,13; Lk 1,66; Apg 13,11)
Diese Bezeichnungen beziehen sich jedes Mal auf Betätigungen Gottes allein..

Dieselbe Macht Gottes, die die den Patriarchen gegebene Verheißungen Gottes erfüllt hat, betätigt sich Jetztzeit in Taten und Worten des Menschen-Sohnes. Er ist doch herabgekommen, um die Menschen von der Knechtschaft des ‘Herrschers über diese Welt’ zu befreien, um sie gemäß des Willens seines Vater in das „Reich seines geliebten Sohnes aufzunehmen. Durch Ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden” (vgl. Kol 1,13f.).

7. Sünde
die NICHT vergeben
werden kann

Wir stellen uns dauernd die schwer zu eindeutig erhaltende Antwort auf die Frage: worin besteht eigentlich die Blasphemie gegen den Heiligen GEIST? Die Antwort auf diese Frage scheint fortwährend ungemein schwer präzise formuliert zu werden. Zum Ausgangspunkt dient uns fortwährend die Voraussetzung, dass die Unmöglichkeit, um die Vergebung der Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen Geist zu erlangen, einzig und allein aufseiten der bestimmten PERSON liegt, das heißt niemals anseiten Gottes.

Anderseits scheint es, dass wenn wir den Handlungs-Stil Gottes kennen gelernt haben und uns bewusst sind, dass Gott „nicht Gefallen hat am Tod des Schuldigen, vielmehr daran, dass er umkehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt” (Ez 18,23; Ez 33,11), müsste von jener ‘UN-Vergeblichkeit’ dieser Sünde jede PERSON ausgeschlossen werden, solange sie die Schwelle des ewigen Lebens noch nicht durchgeschritten hat. Mit anderen Worten, in jedem Fall jemandes z.B. sterbenden nehmen wir die sog. LETZTLICHE Gnade Gottes in Bedacht. An diese Hinsicht der Erwägungen kommen wir genauer am Ende des hiesigen Kapitels.

Ob es also festzustellen erlaubt ist, dass das Wort Jesu, „es gäbe für die Blasphemie gegen den Heiligen Geist keine Vergebung – weder in diesem, noch im künftigen Leben” (vgl. Mt 12,32; Mk 3,29; Lk 12.10) den geistigen Zustand solcher Person betrifft, die die Schwelle der Ewigkeit schon überschritten hat, indem sie daselbst bewusst-freiwillig die Wahl für die Ewigkeit im ... „See voller Feuer und Schwefel” (vgl. Offb 21,8) getroffen hat ?

Jesus von der Prä-Existenz der Vision des fallenden Satans

Gegenstand unserer Erwägung sind zurzeit selbstverständlich keine Äußerungen über das Leben der Verdammten. Unsere Erwägungen kreisen um den engen Aspekt einer Sünde der Blasphemie, die deutlich gegen den Heiligen Geist gerichtet wird.

Wir können uns ohne größere Schwierigkeit in die unbegreiflich tiefschneidende Beleidigung Jesu, der Zweiten der PERSONEN der allerheiligsten Dreifaltigkeit einfühlen, trotzdem sie zurzeit im Geheimnis der Menschwerdung als Menschen-Sohn vorgetreten war, als die Boten der ... „Synagoge des SATANS” (Offb 2,9) das VOLK Gottes, Zeugen immer anderer von Jesus vollbrachter Wunder-Zeichen aufständisch betörten, Jesus triebe die ‘Bösen GEISTER’ in diesem Fall in Kraft und im Namen von „BELZEBUB” aus. Mit solchem Namen wurde damals in diesem Milieu der Führer aller gefallenen Engel genannt. Es würde also um Luzifer gehen, wie wir Jetztzeit den Anführer der gefallenen Engel benennen. In der tatgewordenen kosmischen Schlacht im Himmel, unter der Führung des Erzengels Michael, ist Luzifer mit Blitzflug von Gott abgesplittert und weggefallen. So hat er an sich die Glut Gottes als Fülle von Liebe und Leben erfahren, von der er gleichsam Rost vom zur Röte-Weiße glühendem Eisen absplitterte, wenn es in kaltes Wasser gesteckt wird (vgl. Lk 10,18).

Jesus offenbart von der Position seiner Prä-Existenz – schon als Menschen-SOHN, die geheimnisvolle Sicht dieses Ereignisses. Er offenbarte es den erfreuten Aposteln, als diese gerade von der experimentalen Sendung: das Reich Gottes zu verkündigen zurückgekehrt waren. Jesus hat sie nämlich zu dieser Missionsaufgabe schon in voraus eingeübt.

Jesus sprach damals die Apostel folgender an, als sie sich vor Ihm belobigten, dass selbst die BÖSEN GEISTER ihnen auf seinen Namen untergeben waren. Gerade das ist zurzeit das Thema unserer Erwägungen:

„... ‘Herr, sogar die DÄMONEN sind uns in Deinem Namen untertan’.
Da sagte Er zu ihnen:
– ‘Ich sah den Satan, wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
Siehe, ICH habe euch die VOLLMACHT gegeben,
auf Schlangen und Skorpione zu treten
und über die ganze Macht des Feindes;
Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, dass euch die GEISTER gehorchen,
sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind ...” (Lk 10,17-20).

Notwendigkeit eines lebendigen Glaubens

Die Befreiung von Besessenheit setzt einigermaßen mehr als im Fall der übrigen Wunder-Zeichen die vom Menschen-Sohn vollbracht wurden ein tiefgehendes Leben des GLAUBENS voraus. Im Fall einer PERSON, die vom Bösen Geist besessen ist, geht es fortdauernd um reales dramatisches Stehenbleiben gleichsam auf der Schneide eines Messers, das den definitiven Schnitt zwischen Ewigkeit der Erlösung oder Verdammnis durchzuführen bereit ist.
– Die rein weltliche Schlussfolgerung kommt in dieser Situation überhaupt nicht in Rechnung. Alles spielt sich hier auf der Ebene des Glaubens ab.

Sollten wir noch einmal auf diesen Menschen zurückkehren, der von Jesus vom LEGION der Bösen Geister befreit wurde, so lesen wir im Bericht des Lukas dieses Ereignisses folgendes:

(31 kB)
Dieses Mal sehen wir ein Mädchen mit Zopf. Sie hält in der Hand ein Buch: es kann sein, es ist die Heilige Schrift. Sie betet mit seinen Worten. Diese Worte erheben sich von der Erde zum Himmel – als großes, voller Zuversicht Gebet: ‘ALLE meine warme Worte fliegen zu Dir, o Gott’ !

„Als er Jesus sah, schrie er auf,
fiel vor Ihm nieder und rief mit lauter Stimme:
Was habe ich mit Dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes?
Ich bitte Dich: Quäle mich nicht ...” (Lk 8,28).

Dagegen nachdem er von der Knechtschaft jener ‘Legion der Satane’ befreit und nachdem die ganze Schweineherde im See ertrunken war – bat dieser Geheilte Jesus, dass er bei Ihm bleiben darf. Jesus hat ihm aber empfohlen, dass er von nun an überall die erfahrene Wohltat bezeugte, die er von Gott erlangt hat.
– Es ging also um die Stärkung und die Entwicklung des Lebens des GLAUBENS bei diesen, die so die Befreiung von Besessenheit erfahren haben:

„... Kehr in dein Haus zurück
und erzähl alles, was Gott für dich getan hat !
Da ging er weg und verkündete in der ganzen Stadt,
was Jesus für ihn getan hatte” (Lk 8,39).

Für Jesus schmerzvoller Vorwurf als ob Er um Gnade des Beelzebub bitten sollte

Wir stellen uns also leicht vor, wie sehr schmerzhaft Jesus mit diesem Vorwurf getroffen wurde, den die geistigen Führer des Volks Gottes fabriziert haben. Diese Leute haben den Scharen der Zeugen eingeredet, Jesus wäre nicht nur kein Messias, sondern der ganze künstliche Limbus, mit dem Jesus umgeben wird, stellt eine große vom Beelzebub, dem Hauptführer der Satane, geleitete Falschheit dar. Anders gesagt die Heraustreibung der ‘Satane’ wäre nur und einzig eine eigenartige ‘Ummischung’ des einen Satans mit – irgendeinem anderen der Satane.
– Daselbst wäre der Satan von diesem Besessenen auf keinen Fall herausgetrieben worden, trotzdem es zeitweilig den Anschein tragen könnte, der heilgewordene Mensch von Besessenheit – wäre vorläufig wirklich ganz gesund.
– Selbstverständlich den Tatsachen zuwider, die von Evangelien erwähnt werden, dass diese Geheilten ringsherum für die erfahrene Heilung Gott verherrlichten. Satan würde wegen der Verherrlichung Gottes, den er doch mit seinem ganzen SELBST ... aufs Äußerste ...hasst, nicht aushalten können ...!

Wenn also nach diesen Vertretern des Synedriums – Jesus in Kraft der vom ‘Beelzebub’ empfangenen Macht sich betätigte, dürfte er auf keinen Fall als Messias gehalten werden, noch als irgendeiner Gesandte Gottes. Jesus wäre demzufolge ein gemeiner listiger ‘Scharlatan’ – umso mehr gefährlicher, dass er vor den Menschenscharen als jemand vorkäme, der scheinbar eine Sendung von Gott erhalten hätte, wogegen seine ganze Betätigungen in Wirklichkeit folgender bei Namen bezeichnet werden sollen: Jesus führt ganze Volkscharen seiner Anhänger in prinzipiellen Fehler hinsichtlich des Glaubens, wie auch um so schlimmer: zur religiös-politischer Katastrophe der ganzen Nation Juda-Israel.

Es scheint, die vom Synedrium der „Synagoge Satans” regissierte Szenerie strebte ungefähr in solcher Richtung. Von da aus gingen seit langem Entscheidungen, es ist höchste Zeit, diesen ‘gefährlichen Menschen-Sohn’ umzubringen. Die Emissäre-Spionen des Synedriums sollten mächtig zur Verwirklichung dieses Planes beitragen. Sie sollten sein jedes Wort verfolgen, aber auch zur totalen Isolierung Jesu von der Gesellschaft führen, indem sie auf maximale Art und Weise seine Autorität herabwürdigten. So dass niemand von den Volksscharen den Mut hätte diese Meinung betreffs seiner Person zu vervielfältigen, wie sie schon nur allzu gut über diesen Menschen kreiste, und sei es in dem von Ihm sehr geliebten Kafarnaum am See Gennesaret:

„Sie kamen nach Kafarnaum.
Am folgenden SABBAT ging er in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre:
denn er LERTE sie wie EINER, der VOLLMACHT hat,
nicht wie die Schriftgelehrten” (Mk 1, 21f.).

Im Zusammenhang wird der Heilige GEIST nicht erwähnt

Wir stellen uns fortwährend die für uns wichtige Frage: WORAN konnte Jesus denken, wenn er den in seinem definitiven Inhalt so sehr entsetzend lautenden Satz formuliert hat:

„Die Lästerung gegen den Geist aber wird nicht vergeben werden.
– Auch wer ein Wort gegen den Menschen-Sohn sagt, wird vergeben werden,
– wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben,
weder in dieser noch in der zukünftigen Welt” (Mt 12,31f.; und: Mk 3,28f.; Lk 12,10).

(0,3 kB) Von keinem dieser drei Berichten, die die Worte Jesu betreffs der UN-Vergeblichkeit der Blasphemie, die gegen den Heiligen GEIST gesagt werden sollten, wird irgendwie unmittelbar, oder selbst nur mittelbar über die Beleidigung der Heiligen GEISTES selbst gefolgert.

Daselbst erscheint umso mehr die Notwendigkeit, dass es genauer erklärt werde: wie ist der Grund in der von niemandem erwarteten, noch erhofften Erwähnung Jesu über den ‘Heiligen GEIST’, von dem es im ganzen Zusammenhang des Berichts überhaupt keine geringste Andeutung gibt?

(0,3 kB) Eine weitere, in diesem Zusammenhang ungemein wichtige Frage stellt die damit zuengst zusammenhängende Frage: ob dieses erörterte, schwierige Wort Jesu – ausschließlich diese einzige Tatsache betrifft: den Vorwurf der Pharisäer, als ob er die „Bösen GEISTER in Kraft des Beelzebub” heraustreibe, oder auch ob es Jesus um die Warnung allgemeiner Natur geht, trotzdem es näher nicht allzu präzisiert wird, und zwar über was für eine ‘Blasphemie’, die direkt gegen die Person des Heiligen Geistes gerichtet sein sollte, geht es letztlich Jesus?

Es scheint, eine genaue Antwort auf die obige, anderswo so prinzipielle Frage, erwarten wir wohl niemals. Möge der Autor der hiesigen Erwägung niemanden in Fehler führen. Er sucht allein seine Reflexionen zu diesem schwierigen Thema darzustellen, in völliger Unterordnung unter das Magisterium der Kirche.

(0,37 kB) Die schwierigen Worte Jesu hinsichtlich der UN-Vergeblichkeit der Sünde der Blasphemie, die gegen den Heiligen Geist gerichtet wäre, sind in dieser Stunde im Mund Jesu Worte ganz deutlich Zeugnis seines SELBST als „Gottes-von-Gott, Licht-von-Licht, des Wahren-Gottes-vom-Wahren-Gott”. Jesus, Sohn seines Gottes-des-Vaters, betätigt sich nachdem Er auf die Erde herabgekommen ist, in eigener Kraft: der Göttlich-Menschlichen Kraft.

Zurzeit ist er zwar ‘Menschen-Sohn’. Er ist vom Himmel herabgestiegen, indem Er also urewig zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist existiert. Indem sein „VATER” – „Gott-der-VATER” ist, kann Er niemanden noch anderen als seinen ‘Vater’ haben. Nur um ERLÖSER des in Sünde gefallenen Menschen werden zu können, hat Er zu seiner Gottes Natur – noch die zweite Natur: diese menschliche Natur angenommen. Diese, solche Vereinigung ist infolge des besonderen Eingriffs des Heiligen Geistes ‘im’ Leib seiner Mutter Maria Tat geworden, ‘von’ der Er nachher geboren ist, so aber, dass Er ihre Jungfräulichkeit nicht angerührt hat. Als MENSCHEN-SOHN, angesagt vom Propheten Daniel (Dan 7,13), wird Er einmal kommen „mit den Wolken des Himmels” als Richter-Erlöser.

Zurzeit aber erfüllt Jesus auf intensive Weise die Ihm vom VATER aufgetragene Aufgabe. Diese Aufgabe nähert sich mit gewaltigen Schritten ihrem dramatischen Ende zu. Sie kommt zur Erfüllung, wenn der Menschen-Sohn „über die Erde erhöht werden wird” (Joh 12,32). So wird es auf dem Kreuz der Erlösung erfolgen.

Vorläufig aber verfolgt Jesus weiter seine tödlich schwierige Sendung. Er wird zur Stimme Gottes, der SEIN VOLK, sein lebendiges EBENBILD-Ähnlichkeit – zur Bekehrung liebevoll ruft und zum entschiedenen Abbruch von Werken, die unermüdlich vom urewigen Feind Gottes, aber zugleich auch des Menschen, suggeriert werden. Es ist nämlich beständig dieser:

„... der Große DRACHE ...,
die Alte SCHLANGE, die TEUFEL heißt und SATAN
und die ganze Welt verführt ....” Offb 12,7ff.).

Dieser „Große DRACHE” ist dabei zu gleicher Zeit nicht ein nur gewöhnlicher, sondern der ungemein listige GENIUS in Frage des dem Menschen aufgedrängten total verfälschten Bildes betreffs Gottes, den er ihm als seinen größten FEIND vorstellt. Johannes Paul II. schreibt recht, wenn er sagt, Satan ist der „Verkehrte GENIUS der Verdächtigungen” (DeV 37) und „Bazyllus des Widerstands” (DeV 38). Es ist übrigens nur Aktualisierung der Definition Satans, die Jesus selbst formuliert hat:

„Er war ein Menschenmörder von Anfang an.
Und steht nicht in der Wahrheit, denn es ist keine Wahrheit in ihm.
Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt,
denn er ist ein LÜGNER und ist der VATER der LÜGE ...” (Joh 8,40ff.43f.).

Es besteht kein Zweifel, dass gerade dieser „Grosse DRACHE, die Alte SCHLANGE”, der vom Himmel gestürzt wurde wie ein Blitz im entbrannten Kampf im Himmel, sich in jener „Synagoge Satans” (Offb 2,9) ausgezeichnet breitgemacht hat. Er ist es gewesen – Er, der Mörder von Anfang an und Vater der Lüge, der die Machthaber des Synedriums gegen Jesus sich zu betätigen wirksam angeregt hat. Er bediente sich dazu der ihm ergebenen Diener: der Schrift- und Gesetz-Gelehrten. Er steuerte systematisch und unermüdlich die unerbittliche Hetze gegen Jesus, ähnlich wie er früher mit Bemühungen nicht aufgehört hat, um möglich am wirksamsten den Einfluss Johannes des Täufers auf die Volksscharen abzublocken. Die Aufgabe Johannes des Täufers sollte zur Vorbereitung der Wege werden für Den, der „... wachsen muss, ich aber geringer werden” (Joh 3,30).

(0,38 kB) Er ist es, der den höchsten Verantwortlichen geistigen Führern im Volk Gottes den Einfall vorgeschoben hat, dass sie der Offensichtlichkeit der Tatsachen zuwider das absurde Argument anwenden, dieser ‘Jesus’ sollte die Bösen GEISTER in Kraft des ... Beelzebub austreiben! Gerade dieses Contra-Argument, das die Messianistischen Entzückungen des VOLKS Gottes auf totale Weise zum Stillschweigen führen und diese Begeisterungen geschickt manövriert sollten, wurde offenbar zu einer der führenden, wiewohl völlig irrationellen Waffen, mit denen der Einfluss Jesu abgeblockt werden sollte. Kein Wunder, dass die Erwähnungen darüber, also ob Jesus selbst ‘besessen’ sein sollte, an mehreren Stellen der Evangelien notiert und wiederholt werden (s. Joh 7,20; 8,48f.;10,20f.; usw.).

Jesus hat den Satan von Besessenen selbstverständlich mit seiner Gottes Kraft herausgetrieben und tat es allein mit seinem WORT. Um wirksam jemanden Besessenen von der Knechtschaft des Bösem Geistes zu befreien beruft sich Jesus niemals erst auf irgendeinen Namen, sondern befiehlt selbst dem Bösen GEIST, wobei selbst diese Bösen Geister vor ihm in Huldigung der Verherrlichung auf den Boden fallen (s. Mk 3,10ff.; 5,6).

Blasphemie gerichtet gegen den Menschen-SOHN und den Heiligen GEIST

Als im Ablauf der heißgewordenen Diskussion mit den Pharisäern (Joh 8) zu gewisser Weile ihrerseits zutiefst beleidigende Worte auf Jesus gefallen waren:

„Da antworteten ihm die Juden:
‘Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samariter
und von einem Dämon besessen’ ...”? (J 8, 48),

antwortet Jesus nur mit Würde, trotzdem diese Worte Ihn lebendigst beleidigen mussten, ist doch seine PERSON und war Person GOTTES:

„Jesus erwiderte:
‘Ich bin von keinem Dämon besessen,
sondern ich ehre meinen VATER,
ihr aber schmäht Mich’ ...” (J 8, 48).

Jesus ist sich bewusst, dass solange er nicht auf dem Kreuz der Erlösung erhöht werden wird, solange er nicht auferstehen wird und den Heiligen Geist nicht sendet, bleibt seine GOTTES PERSON großenteils verborgen, trotzdem er immer wieder sein eigentliches SELBST kennen lernen gegeben hat – über Werke und Worte, die der Mensch mit eigener Kraft zu vollbringen nicht imstande ist. Daher verzeiht Er auch diese, sich zugefügte tiefschneidende Schändung und vergibt Er – im Einklang mit dem WORT über die Blasphemie-dem WORT, die gegen Ihm als dem Menschen-Sohn ausgesagt wurde – im Gegensatz zur Blasphemie gegen den Heiligen Geist.

Dagegen anders muss Jesus als Gott-Mensch die Sünde der Blasphemie werten, wenn die Blasphemie den Heiligen Geist ausgerichtet werden sollte:

„Jedem, der ein Wort
gegen den Menschen-Sohn sagt,
wird vergeben werden” (Łk 12,10).

Im zweiten Teil dieses Satzes drückt sich Markus genauer aus, indem er die Begründung hinzufügt, die weder von Matthäus noch Lukas angeführt wird:

„Wer aber den Heiligen Geist lästert,
der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
Sie hatten nämlich gesagt: ‘Er hat einen unreinen Geist’ ... ” (Mk 3,28f.).

In viele Male schon angeführten Worten des unmittelbaren Berichts der Evangelisten über die Befreiung vom Bösen Geist äußert sich Jesus mehr allgemein. Markus erwähnt nur so viel:

„... Denn Er heilte viele, sodass alle,
die ein Leiden hatten, sich an Ihn herandrängten stürzten, um ihn zu berühren.
Wenn die von unreinen Geister Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder,
und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten ...” (Mk 3,10ff.).

– Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg,
um ihn mit Gewalt zurückzuholen, denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
– Die Schriftgelehrten, die von JERUSALEM herabgekommen waren, sagten:
‘Er ist von Beelzebul besessen.
Mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus’ ...” (Mk 3,21f.n).

Und um des vollen Bildes willen – noch einmal die Worte des Matthäus:

„Dann brachte man zu ihm einen BESESSENEN,
der BLIND und STUMM war. Und er heilte ihn,
sodass der Stumme wieder reden und sehen konnte.
Die Menge war fassungslos und sagte:
Ist dieser nicht der Sohn Davids?
Als das die Pharisäer hörten, sagten sie:
‘Nur mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen,
treibt er die Dämonen aus’ ...” (Mt 12,22ff.).

Zusammenhang zwischen Austreibung des Bösen Geistes und dem Heiligen Geist

Es kommt eine nächste Frage zum Vorschein: ob es einen inneren Zusammenhang gibt zwischen der Austreibung des Bösen GEISTES von Besessenen – und dem Heiligen GEIST? In solchem Fall würde es nicht nur um die Kraft des SCHÖPFER-Tuns Gottes-als-Gottes gehen, oder noch genauer präzisiert: um die SCHÖPFER-Betätigung der ZWEITEN PERSON der Allerheiligsten Trinität, im Einklang zum Anfang des Johannes-Evangeliums:

„Am Anfang war das WORT,
und das WORT war bei Gott
und das WORT – war GOTT.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles ist durch das WORT geworden
und ohne ES wurde nichts, was geworden ist’ ...”(Joh 1,1ff.).

Wir erinnern uns, wie Jesus in gewisser Stunde gesagt hat – wir haben darauf schon Acht gegeben, dass der Heilige GEIST den ‘Leib’ BELEBEN muss und ihn mit SICH erfüllen, sodass der ‘Leib’ einen WERT bekommt:

„Der GEIST ist es, der LEBENDIG macht:
das Fleisch nützt nichts.
Die WORTE, die ICH zu euch gesprochen haben,
sind GEIST und sind LEBEN” (Joh 6,63).

Jesus enthüllt hier einmal mehr sich selber in seinem EINS mit dem VATER und dem Heiligen GEIST. Selbst von sich ist Jesus außer Stande anders sich zu betätigen, als indem er fortwährend ein und derselbe EINZIGE Gott ist, trotzdem er in Drei Gottes Personen existiert.

Die Person des Heiligen GEISTES ist ab dem UR-Anfang der Schöpfung des Weltalls Diese Person Gottes, die das LEBEN gibt und es BELEBT, angefangen von der Belebung der toten Natur – über alle anderen Geschöpfe, „in denen das Echo des Lebens schwächer ist (EV 84). Umso größeres Ausmaß von LEBEN gewährt der Heilige GEIST – den PERSONEN. Möchten wir die Lehre des hl. Johannes Paul II. benutzen, würden wir sagen:

„Den Menschen, Wesen, die aus Geist und Materie bestehen,
schenkt das (göttliche) LEBEN – das LEBEN ...
– Wenn es dann geschieht, dass wir es verlassen müssen,
dann verwandelt uns das LEBEN wegen seiner überströmenden
LIEBE zum Menschen und ruft uns zu sich. Nicht nur das:
es verheißt uns, Seelen und Körper, in das vollkommene Leben,
in die Unsterblichkeit zu geleiten...” (EV 84).

Das alles geht in das beständige Tun des Heiligen GEISTES hinein. Er geleitet mit seinem zarten, und doch mächtigen Begleiten das ganze irdische Leben des Sohnes Gottes zur Verwirklichung des Ihm vom VATER aufgetragenen Erlösungswerks des Menschen – bis zur Hingabe seiner Selbst als Ganz-OPFER für die Sünde der Welt..

Der in der Tätigkeit Jesu immer deutlicher offenbarte Heilige GEIST

Man könnte in dieser Weile den Eingriff des Heiligen Geistes im Geheimnis der Menschwerdung des WORTES Gottes, der Zweiten PERSON der Allerheiligsten Dreifaltigkeit – in die Menschen-Natur in Maria, seiner Jungfräulichen Mutter übergehen (Lk 1,35; Mt 1,18).

Der Heilige Geist wird deutlich vom Markus im Anschluss an die Stunde erwähnt, wann Jesus, der Menschen-Sohn, gerade vom Heiligen Geist in die Wüste geführt wurde, um dort vom Teufel versucht und besiegt zu werden (Mt 4,1).

Die Inauguration seiner öffentlichen Tätigkeit begann Jesus in der Heimats-Synagoge in Nazaret. Eines gewissen Sabbat-Tages wurde damals Jesus das Buch Jesaja dargereicht. Er las ein Stück des Jesaja-Buches und erklärte folgender die Worte des Propheten:

„Der GEIST des HERRN ruht auf mir,
denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe,
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Blinden das Augenlicht,
damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe” (Lk 4,18f.).

Den Heiligen GEIST sehen wir, als Jesus sich in IHM erfreut hat und seinen VATER verherrlichte, dass Er die großen Werke den Schlichten offenbart hat, und sie vor den Weisen verbarg (Lk 10,1; Mt 11,25)

Auf besondere Weise offenbarte Jesus die PERSÖNLICHE Tätigkeit des Heiligen GEISTES hauptsächlich gegen das Ende seiner Erlösungstätigkeit. Jesus sprach deutlich darüber, dass der Heilige GEIST „von dem, was MEIN ist, nehmen und es euch verkünden wird” (Joh 16,14). Das wird aber um den Preis des zuvorgeschehenden „Weggehens des Sohnes Gottes” durch die Erlösungs-Passion erfolgen.
– Dann wird Er auch den Gläubigen die künftigen Sachen offenbaren (Joh 16,7.13).

Wie gerade erst erwähnt, Jesus inaugurierte seine öffentliche Tätigkeit in der Synagoge zu Nazaret. Seinen Auftritt begann Jesus damals mit Worten:

„Heute hat sich das Schriftwort,
das ihr eben gehört habt, erfüllt” (Lk 4,21).

Wir erinnern uns, dass die Worte, die Jesus damals ausgesagt hat, nur wunderbarerweise nicht mit erfolgtem Lynchurteil an ihm beendet wurden (Lk 4,28ff.).

Er ist es, ferner, der Heilige GEIST, der die Menschen überzeugen wird „über die Sünde, die Gerechtigkeit und das Gericht” (Joh 16,8; DeV 39f.).

– Der Heilige Geist wird ferner ‘die Sache der Sünde des Menschen umschaffen in neue Beschenkung mit der Erlösungs-LIEBE ..., die die Geschehnisse des Menschen mit Erlösungs-Gaben füllen wird’ (DeV 39).

– Er ist es auch, der Heilige GEIST, der ‘das Leiden (des Sohnes Gottes) umwandeln wird in Erlösungs-Liebe’ (DeV 40).

– „In der Tiefe des Geheimnisses des Kreuzes ist die LIEBE aktiv. Sie führt den Menschen von neuem zur Teilhabe am Leben, das von Gott selbst ist. Der Heilige Geist ist es, der als LIEBE und GABE gleichsam in das Herz selbst des Opfers des Opfers hineinsteigt, das am Kreuz vollbracht wird ...” (DeV 41).

– Und endlich „wird Jesus Christus, der Sohn Gottes – als Mensch – im inbrünstigen GEBET seines LEIDENS, dem Heiligen GEIST, der sein eigenes Mensch-Sein schon bis zur Tiefe selbst durchdrungen hat, gewähren, dass Er durch den Akt seines Todes als Brandopfers der LIEBE am Kreuz in vollkommenes OPFER umgestaltet werde ...” (DeV 40).

Der Hl. Paulus wird dazusagen:

„Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen.
Denn die Liebe Gottes (= Gott-die-LIEBE)
ist ausgegossen (= eingeimpft; eingewurzelt
in unsere Herzen (= im Gewissen)
durch den Heiligen GEIST, der uns gegeben ist” (Röm 5,5).

Somit sehen wir ein paar subtile Lichtchen, die allerdings mächtig das weite Betätigungsfeld der DRITTEN Person der Allerheiligsten Trinität zum Ausdruck bringen. So war es und ist es weiter in der Geschichte ab Anfang des Erschaffungswerkes der Welt – bis zur Fülle der Zeiten, wann gerade der Heilige Geist sein GRÖSSTES Werk vollbracht hat, das alles Verständnis jedes Geschöpfs überragt.

Es geht um das Werk der VEREINIGUNG in ein EINS – der ZWEI ‘NATUREN’, die aufeinander unmöglich herabgezogen werden können: der Natur Gottes des Dreieinigen – mit der Menschen-Natur. Ihm zufolge ist die MENSCHLICHE PERSON Jesu Christi sofort zurückgetreten, um der EINZIGEN PERSON des Sohnes Gottes Platz zu machen: der ZWEITEN PERSON der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die aber ab der Stunde der Menschwerdung – in zwei unterschiedlichen ‘NATUREN’ existiert: der GÖTTLICHEN – und außerdem auch noch in der MENSCHLICHEN Natur Jesu Christi. Erst so konnte nämlich das Werk der Erlösung des Menschen vollbracht werden (DeV 50).

Wir können nur dem GESCHRIEBENEN-Wort-GOTTES unseren Dank erweisen für die uns gezeigten Lichtchen vom Leben des Menschen-Sohnes in seiner zuengsten Mit-Betätigung mit dem Heiligen GEIST, dem Jesus sich sein ganzes Leben hindurch führen ließ. Jesus hat von Stunde zu Stunde mit Fügsamkeit als des Sohnes auf die Wünsche seines VATERS hingehört. Diese aber sammelten sich einzig um das Schließen des NEUEN und EWIGEN BUNDES im Blut des Sohnes Gottes. Dieser Bund wird zugleich zur vollbrachten Erlösung des Menschen werden.

Jesus hat diese seine Haltung beim nicht typischen Gespräch mit der NICHT-Jüdin, sondern einer Samariterin verraten. Das geschah bei dem Jakobs-Brunnen:

„Meine Speise ist es, den Willen Dessen zu tun,
Der Mich gesandt hat, und SEIN Werk zu vollenden ...” (Joh 4,34).

Die LIEBE Gottes in Herzen dank dem Heiligen GEIST

Es gehört sich hier noch einmal an einige markanten Aussagen Jesu anzuknüpfen, z.B. von den heißgehaltenen Diskussionen Jesu im Rahmen seiner Apologie mit den Pharisäern betreffs seiner Sendung und Würde. Jesus äußert sich in gewisser Weile folgender – seine PERSON ist dauernd die PERSON Gottes selbst. Wir denken dabei an die gerade auch hingewiesene Zusammenstellung der Funktionen, die vom Heiligen Geist erfüllt werden:

„Ehre von Menschen nehme ich nicht an.
Ich habe euch jedoch erkannt, dass ihr die LIEBE zu GOTT NICHT in EUCH habt.
Ich bin im Namen meines Vaters gekommen und ihr nehmt MICH nicht an...” (Joh 5,41ff.).

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Wieder ein Bild von der Seite aus der Region Podlasie. Hier: ein Nest mit drei Störchen. Dieser eine mit ausgeweiteten Flügeln – hat gerade erst gelandet, oder auch er möchte sich zum Fliegen schicken. Man kann den Schöpfer einmal mehr bewundern, wie er das alles bei solchen Tieren konstruiert hat, dass jede FEDER sich beim Fliegen so legt ‘wie es gerade nötig ist’. Die menschliche Technik bei der Konstruktion von Fliegern guckt immerhin nur das alles ab, was Gott so schlicht und einzig in Kraft seines Erschaffungswortes erschaffen hat. Dieses Wort war und bleibt lauter Weisheit.

Die Liebe zu Gott erscheint im Herzen des Menschen einzig als Frucht, weil gerade dort der Heilige GEIST verweilt. Durch Ihn ist Gott-die-LIEBE ‘ausgegossen-eingewurzelt’ in den Herzen (Röm 5,5), d.h. im Gewissen des Menschen, der PERSON. Das WORT Jesu betreffs der Pharisäer gilt als Feststellung von der Sicht Gottes selbst. Es lautet in dieser Stunde ... entsetzend: „Ich habe euch erkannt: dass ihr die LIEBE zu GOTT NICHT in EUCH habt” ! (Joh 5,42). Dieselbe Konstatation wird noch in weiterer Folge dieser verbissenen Diskussion zwischen Jesus und den Pharisäern wiederholt (s. Joh 8,41.43f.47).

Wir möchten jetzt auf die Behauptung der Pharisäer zurückkommen, Jesus betätigte sich in Kraft des Beelzebub. Die Pharisäer, geschickt deutlich aus JERUSALEM (!), haben den VOLKS-Scharen solche Meinung eingeredet. Diese Volksmengen sammelten sich um Jesus und bekannten in Ihm, zweifelsohne im übernatürlichen GLAUBEN, dass Er der verheißene Messias ist. Indessen die Pharisäer überzeugten dieselben Volksscharen, das Jesus NICHT Gott ist, sondern BEELZEBUB selbst. Sie überzeugten also die Volksmengen, Jesus identifiziere sich mit Satan und seinem Willen.

Sollten wir es noch anders ausdrücken, müssten wir feststellen, dass GOTT – nach dem, was die Pharisäer von Jesus sagen: sich selbst zuerst vor dem SATAN beugen muss, um ihn zu bitten, er möge den einen Satan vertreiben, um ihn eventuell mit einem anderen der Satane abzulösen ...

Wir verstehen somit die unvorstellbare Schmähung, wie sie vor allem Jesus selbst erfahren musste, der in dieser Situation als der ‘Menschen-SOHN’ zugegen ist. Seine GOTTHEIT war in dieser Zeit großenteils verborgen. Daher die Bereitschaft – die-Sünde, das-Wort, das gegen Ihn als dem ‘Menschen-Sohn’ gesagt wird, zu vergeben.

Dennoch niemand der Teilnehmer der vollbrachten ‘Eingriffe-Zeichen’ Jesu, bzw. seiner Lehre, als es doch ganze VOLKS-Scharen augenscheinlicher Zeugen gegeben hat, die sahen, wie Jesus „wie einer, der VOLLMACHT hat lehrt und nicht wie die Schriftgelehrten” (Mk 1,22), konnte einen geringsten Zweifel zulassen, dass die Gesamtheit seiner Auftritte Zeugnis des Ihn tragenden Gottes GEISTES sein musste.

Ähnliches geschah bei Patriarchen, bei Mose, nachher in der Zeit der Richter, des Saul, Davids, der Könige, und umso mehr bei Propheten. Auf jeden von ihnen ist in gewisser Stunde der GEIST Gottes „niedergefallen”  und hat sie mit seiner Gottes Energie erfüllt, ohne die sie die ihnen aufgetragene Gottes Sendung nicht erfüllen könnten.

Beispielsweise könnte hier die Geschichte selbst von Mose zur Erinnerung gebracht werden. Mose klagte vor Jahwéh zu gewisser Stunde, er wäre nicht länger imstande, die Last des fortwährend unzufriedenen Volks Gottes zu ertragen. Diese Hebräer der Epoche des Exodus konnten auf keine Weise zufriedengestellt werden.
– Gott hat ihm damals empfohlen „70 von Älteren in Israel zu sammeln”. Sie sollten sich vor den Begegnungszelt stellen. Gott sprach Mose vor, Er werde ihnen einen Teil dieses GEISTES geben, mit dem Er Mose selbst beschenkt hat. So wird es dem Mose jetzt leichter ergehen:

„... Der Herr kam in der Wolke herab und redete mit Mose (= mit Mose im Offenbarungszelt).
Er nahm etwas von dem GEIST, der auf ihm ruhte, und legte ihn auf die siebzig Ältesten.
Sobald der GEIST auf ihnen ruhte, redeten sie prophetisch ...
– Zwei Männer aber waren im Lager geblieben ...
Auch über sie kam der GEIST. Sie gehörten zu den Aufgezeichneten, waren aber nicht zum Offenbarungszelt hinausgegangen. Auch sie redeten prophetisch im Lager ...” (Nu 11,25f.).

Das bedeutet, es wäre unmöglich, wenn die Gesamtheit der Tätigkeit von Jesus: die von Ihm vollbrachten Wunder-Zeichen und die ihre Bedeutung erklärenden Worte seiner Lehre nicht mit dem großen Charisma umfangen werden sollten, dem Werk des Heiligen GEISTES selbst.

8. Absicht der Personen
der Synagoge Satans

Niemand von auch nur ganz wenig Denkenden im damaligen Gottes-VOLK konnte bezweifeln, dass die Zeichen-Wunder, die Jesus vollbracht hat, Zeugnis der Kraft des GEISTEN Gottes sind, der in Jesus so mächtig betätigt war, wiewohl Jesus sich selber so schlicht nur mit dem Namen „Menschen-Sohn”  bezeichnete.

Umso mehr musste gerade die Kraft des GEISTES Gottes in diesem Menschen-Sohn aktiviert werden, als Er die Bösen GEISTER herausgetrieben hat. Jesus hat in solchen Fälle ganz gewöhnlich dem Bösen GEIST einen Befehl gegeben. Er tat es in Kraft seines persönlichen SCHÖPFER-WORTES, das heißt der dann realisierten unbedingten MACHT sowohl über die Welt der Natur, wie auch die Welt der von Ihm erschaffenen Geister: sowohl der sich ergebenen Engel, wie auch dieser gefallenen Engel.

Es ist dabei ganz markant, selbst diese Bösen GEISTER „FIELEN vor Ihm nieder” (s. z.B. Mk 3,10ff.) im Akt der Huldigung vor seiner Gottes Macht über sie, indem sie dabei in gleicher Zeit seine Gottes Herkunft bekannten, wie es schon früher von uns viele Male hervorgehoben wurde.

Jesus selbst strahlte dann dabei jedesmalig mit seinem charakteristischen Gottes FRIEDEN, den die Welt zu geben nicht imstande ist (Joh 14,27). Diese Beschaffenheit war außer jeden Zweifel Ausdruck der Fülle von Gottes Segen, den Jesus mit seiner Person brachte. Jesus führte mit sich entschieden immer zur Erlangung des endgültigen GUTEN für das VOLK Gottes im LEBEN für die Ewigkeit.

Beelzebub ist und war ab immer seinem Wesen nach totaler Gegensatz zu jedem FRIEDEN, zu aller Einheit-in-Liebe, aller FREUDE und allem GUT, das sich entwickelte und sich auf der Linie fände, die zum Erlangen des ewigen Lebens im HAUS des VATERS führen würde.

Bezeichnungsversuch für die Verhaltensweise der Verantwortlichen vom Synedrium

Sollten wir also zum weiteren Mal die grundsätzliche Frage betreffs der entsprechenden Personen vom Synedrium, dieser geistig-religiös-politischer Führer des Volks Gottes der damaligen Zeiten stellen – in Weiterfolge ihrer Vorgänger auf demselben Posten, wie auch ihrer weiterer Nachfolger? Diese Frage ist zweifellos sehr riskant: sie betrifft doch das Innere ihres Gewissens, das heißt Fragen, die seinerseits Gegenstand der Abrechnung jedes einzelnen vor Gott sein werden.

Dennoch im Einklang zum Prinzip, das von Jesus Christus selbst formuliert wurde, möchten wir uns in diesem Fall nach den ‘Früchten’ ihrer verkehrt erarbeiteten Befehlen-Entscheidungen leiten lassen:

„Hütet euch vor den falschen Propheten,
sie kommen zu euch in Schafskleidern,
im Inneren aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen
Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor,
ein schlechter Baum aber schlechte” (Mt 7,15ff.).

Schwer um eine andere Wertung der Empfehlungen, die diese Führer des Synedriums einer immer anderen Gruppe von Spionen verordneten. Sie sollten jeden Schritt Jesu beobachten, ungeachtet viele Male von jenen ‘Spionen’ selbst deutlich formulierter Absicht, wie z.B. im Fall einer weiteren Heilung am Sabbat-Tag – in diesem Fall jenes Menschen mit verdorrter Hand:

„... Dann sagte Er zu dem Mann:
Streck deine Hand aus’ !
Er streckte sie aus und die Hand wurde wiederhergestellt – wie die andere.
Die Pharisäer aber gingen hinaus und fassten den Beschluss,
Jesus umzubringen
... ” (Mt 12,13f.).

In der Reaktion dieser Menschen kann keine Spur irgendwelchen guten Willens erblickt werden. Für das GUTE der Heiligung, trotzdem es gerade am Sabbattag geschah (Mt 12,10.12), haben sie vor, IHM diese gute Tat ohne irgendwelchen geringsten Skrupel mit dieser verbissener Entscheidung ‘ER SOLL GETÖTET WERDEN’ – ‘vergelten’. Die weitere Diskussion wird dann nur noch um das eine Problem kreisen: WIE es zu vollbringen gilt ?

– Bei diesen Menschen kann keine geringste Bemühung zur Verifikation der Göttlichen Herkunft der stattgewordenen Heilung erblickt werden.
– Die Pharisäer beachten auf keine Art und Weise die Gebote Gottes, die am Sion feierlich angenommen und verkündet wurden.
– Es erscheinen keine irgendwelchen Fragen hinsichtlich der Gottes Erwartung unter dem Blickpunkt des ewigen Lebens.
– Es kann keine irgendwelche Spur bemerkt werden, dass diese Pharisäer irgendwelche Konfrontation über den Inhalt der Lehre Jesu unternommen hätten – in Zusammenstellung mit dem Schatz der Offenbarung Gottes, die an sie über Mose und die Propheten angekommen ist.

Auf den Hauptplan schiebt sich dagegen entschieden die folgende, zwei Aspekte offenbarende Verhaltensweise jener geistigen Führer des damaligen Volks Gottes. Sie betrifft:
– Einerseits gilt sie für den Lehr-Inhalt dieses von ihnen nicht bevollmächtigten „Rabbí aus Nazaret”;
– Anderseits betrifft sie die von ihm vollbrachten immer zahlreicheren Zeichen-Wunder.


(0,38 kB) Der Inhalt dieses vom Synedrium NICHT beauftragten „Rabbí aus Nazaret” stellte sich in Auffassung der Vertreter des Synedriums ungefähr folgender:

– Was jener ‘Menschen-Sohn’ verkündet, betrifft – uns, als die Gelehrten in Schrift und im Gesetz – auf keinen Fall.

– Für uns gelten sie als ‘private’ Meinungen jenes Jesus aus Nazaret, voller Kritik unseres Stils des Lebens und unserer Verhaltensweisen, die uns aber überhaupt nicht angehen. In seiner Selbst-Sicherheit hat dieser Jesus selbst den Mut, um unsere Autorität angesichts des VOLKS Gottes zu diskreditieren.
– Er schafft es sogar, um gegen uns solche unerhörte Worte vorzuwerfen, wie: ‘Weh euch, Pharisäer, ihr Heuchler ....’.

– Wir kennen nur allzu gut das Gesetz und die Heilige Schrift. Wir wissen besten Bescheid, was am Sabbat-Tag zu unternehmen erlaubt ist, und was es unerlaubt ist. Uns sind diese seine unerträgliche private Belehrungen nicht nötig.

– Unannehmbar sind seine Behauptungen, als ob Er Sohn Gottes sein sollte, persönlicher Sohn seines GOTTES des Vaters.
– Zum Gipfel seiner Blasphemien reicht die Tatsache, wenn er sich selbst als Jahwéh zu nennen wagt, indem Er sich daselbst als Gottesgleich hält
.

(0,38 kB) Des Weiteren muss die Stellung zu den von diesem ‘nicht beauftragen Jesus aus Nazaret’  vielen ’Zeichen-Wundern’ angenommen werden:

– Die von Ihm vollbrachten Zeichen-Wunder scheinen dafür zu sprechen, dass er über eine uns unbekannte Macht verfügt. Vielleicht treibt er die Bösen GEISTER tatsächlich aus ... in Kraft des Beelzebub, der Hauptführers der Satane ist?

– Dennoch: Er hat den Mut zu behaupten, er wäre ‘Herr über den SABBAT’. Daselbst ... begeht er eine Blasphemie !

– Noch mehr: ER hat es sehr gern seine Heilungen gerade am Sabbat-Tag zu vollbringen. Dies allein ist die Rücksicht, auf deren Grund er, indem er daselbst Blasphemien begeht, verurteilt und schnellstens liquidiert werden muss.

– Das Maß des unvorstellbaren ÜBELS, das unserem Volk und unserer Position im Angesicht der uns okkupierenden Macht von Rom überragt – besteht auf der Auferweckung seines bekannten Freundes Lazarus. Alle scheinen wegen dieses Wundermachers betört zu sein. Wenn die Information darüber nach Rom gelangt, und das VOLK erklärt diesen gefährlichen Menschen als den MESSIAS, endet das mit Blutbad der Bewohner Jerusalem, die Stadt und der Tempel werden verbrannt – und folglich kommt es zum Gemetzel unser aller durch den Okkupanten.

Daselbst bleibt uns ‘Pflicht unseres Standes’ und die einzige uns gebliebene Rettung angesichts der Gefahr, die von diesem riskanten sogenannten ‘Menschen-Sohn’ ausgelöst wird, dass er womöglich schnellstens umgebracht werden muss.

So lautete übrigens das Wort des Synedriums, das von Kajaphas erklärt wurde, nachdem an das Synedrium die Information von der Auferweckung von Lazarus angekommen ist:

„... Ihr bedenkt nicht,
dass es besser für euch ist,
wenn EIN EINZIGER MENSCH für das VOLK stirbt
als wenn das ganze Volk zugrunde geht ... ” ? (Joh 11,49f.).

In der ganzen Diskussion des Synedriums zum Thema Jesus steht das EINE sicher, was die Haltung jener geistigen Führer des Volks Gottes angeht:

– Wir wissen besten Bescheid um das Gesetz und die Heiligen Schriften.

– Uns genügt völlig das, was WIR über Gott und sein Gesetz wissen.

– Wir brauchen keinerlei zusätzliche Lehren vonseiten dieses usurpatorischen ‘Lehrers’.

– Von seinen ‘Belehrungen’, seinen unerhört uns beleidigenden ‘Weh euch, Pharisäer’ – wollen wir nichts mehr hören.

– Wir verfolgen weiter diesen Lebensstil, den wir von unseren ‘Schrift- und Gesetz-Gelehrten’ vererbt haben.

– Wir nehmen es nicht an, was dieser „Rabbí aus Nazaret” mutigst dem Volk einzureden wagt, wenn er uns zu belehren möchte:

!empt (0 kB)Ihr habt gehört, dass gesagt wurde ...
!empt (0 kB)Ich aber sage euch ...”
(Mt 5,21.27.31.33.usw.).

Uns sind dergleiche Aussagen völlig unnötig. Wir kennen das GESETZ besser als er, wir kennen die Schrift. Uns ist keine Novelisation der Offenbarung nötig.

Gottes ‘verzweifelter’ Ruf zur Eröffnung für einen Strahl der Gnade

Sollten wir wiederholt auf die dramatisch seriöse Aussage Jesu zurückkehren betreffs der UN-Vergeblichkeit der Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST – scheint es, dass die WORTE Jesu mit voller Deckung in Realität der Tatsachen folgender bezeichnet werden dürften.

Zum Ausgangspunkt muss fortwährend die grundsätzliche Feststellung werden, zu der wir viele Male gekommen sind:

(0,38 kB) Gott verurteilt nie und nimmer von vornherein jemanden selbst zur Verdammung.

Im Gegenteil: Gott verzeiht IMMER leicht, mit aller seiner Erlösungs-FREUDE jede Sünde, und sollte sie auch die allerschlimmste sein – eine solche, die für Gott als Gott die allertiefschneidenste wäre und für den Menschen selbst – die allergrausamste, oder anderseits diese allerabscheulichste.


(0,37 kB) Die UN-Möglichkeit, dass irgendwelche Sünde NICHT vergeben werden kann, darunter die deutlich hier ausgepunkte Sünde der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST, steckt NIEMALS aufseiten Gottes, sondern ausschließlich aufseiten der betreffenden PERSON: eines bestimmten Mannes, oder einer bestimmten Frau.

(0,37 kB) Es scheint zweifellos zu sein, dass Jesus in seiner Aussage an den ZUSTAND der VERSTOCKTHEIT des Gewissens bei den hier erörterten Personen denkt, den Vertretern der geistigen Führer des VOLKS Gottes.
Es geht demnach um keine irgendwelche konkrete Tat-Sünde, sondern um das totale Kalt-Geworden-Sein im Zustand der NICHT-Annahme irgendeines Strahles mehr der Gnade Gottes.


(0,37 kB) Trotzdem Jesus von Blasphemie gegen den Heiligen GEIST betreffs des konkreten Falls: der Befreiung des Besessenen spricht (bei Markus und Matthäus: es geht um den Besessnen Blinden-Stummen) infolge seiner Anklagung, als ob Er sich in Kraft des Beelzebub betätigte (Matthäus benutzt die Bezeichnung: Beelzebub, aber auch Satan), beziehungsweise nach Markus: „Sie sagten nämlich: Er hat einen unreinen Geist” (Mk 3,29),
– ist es zweifellos, dass Jesus seine Warnung auf diese einzige Situation nicht einschränkt. Nämlich er erklärt diese Warnung im Allgemeinen, also mit keiner Einschränkung an irgendwelchen konkreten Bereich der verübten Sünden, noch Sünde-Zustände
.

Und zwar, solange noch ein geringstes Funkchen des Lebens bei der menschlichen Person wahrnehmbar ist, existiert weiter noch eine Möglichkeit, dass die betreffende Person von der bisher angenommenen Verhaltensweise des ‘un-durchlässigen Beton-Bunkers’ im Angesicht der Gottes LETZTLICHER Gnade sich abwendet und zu Gott doch rückkehrt.

(0,37 kB) Der bei drei Evangelisten erscheinende Satz Jesu scheint – wenn es sich so von Gott der Barmherzigkeit und Vergebung auszudrücken erlaubt wäre – als Akt einer warnenden, eigenartigen beinahe Gottes flehender Verzweiflung zu sein im Angesicht des freien Willens einer PERSON.
– Dieser Akt Gottes Warnung wendet sich an die immer (noch) Lebenden, die aber in der Situation ihres sich vor Gott zubetonierten, verstockten Herzens stecken
und haben vor, keinen Strahl mehr der Barmherzigkeit Gottes für sich durchzulassen.

(0,36 kB) Das bedeutet also, dass Jesus in diesen Worten (diese Worte knüpfen an die verkehrte Anklagung, als ob Gott der allerschlimmste Gegner des Menschen wäre (s. DeV 38) und sich in der Kraft des ‘Unreinen Geistes = Satans, betätigte’)
gleichsam verzweifelt als Gott der Barmherzigkeit zur Lüftung sei es auch nur des Schleiers des Herzens aufruft, dass es doch ‘Gott ERLAUBE’, dass er diesen sündigenden Menschen vom Boden der ihm androhenden ewigen Verdammung – doch zum Zustand der Gnade aufheben kann.
– Denn das weitere Verharren im Zustand der bewusst gewordenen, völlig akzeptierten Verstocktheit des Herzens würde Besiegelung für die UN-Vergeblichkeit des solchen Zustands der sündhaften bewusstgewordenen Wahl: des NICHT-Zulassens schon keines Strahles Gottes als des Barmherzigen Erlösers für sich
.

Jede Gnade Gottes aber, die „im inbrünstigen GEBET des LEIDENS” des Sohnes Gottes (DeV 40) verdient wurde, gelangt an den einzelnen Menschen über die GABE des Heiligen GEISTES.
– Der Sohn Gottes sendet Ihn „um den Preis seines FORTGEHENS durch die KREUZ-Qualen, wonach Er diesen Heiligen Geist am Tag seiner Auferstehung von den Toten gleichsam „in den Wunden seiner KREUZIGUNG” darreicht (vgl. DeV 24).

– Daselbst verstehen wir besser, warum Jesus von der Blasphemie gegen den Heiligen GEIST spricht.
Sooft die menschliche PERSON mit dem Akt ihres freien Willens den Heiligen GEIST zu sich nicht zulässt, also diesen, „der uns gegeben wurde” und durch „die LIEBE Gottes (= Gott-die-LIEBE) ausgegossen wird (eingepflanzt wird; eingewurzelt wird; sie wächst tief hinein) in unseren Herzen” (Röm 5,5), so viele Male blockiert sie für sich aut totale Weise alle Bemühungen Gottes, sodass Gott an sie mit der Gnade der Barmherzigkeit Gottes unmöglich ankommen kann.

Es scheint, dass auf diese Art und Weise das warnende Wort des Erlösers tiefer verstanden werden kann: dass nämlich die Blasphemie gegen den Heiligen Geist unmöglich vergeben werden kann – weder in diesem, noch im künftigen Leben.

Die betreffende Person will um jeden Preis so dicht ausschließlich nur selbst für sich selbst da sein, dass durch die von ihr geschaffene, abgesperrte Zone, die sie von dem ihrer Meinung nach: NICHT mehr NÖTIGEN GOTT trennt – schon kein Strahl der Schätze Gottes Barmherzigkeit durchzubrechen imstande ist.
– Ähnlich wie es bei dem Teil der Engel vorgegangen ist, so will auch der betreffende Mensch ausschließlich selbst-für-sich-sein. Er will nicht mehr ‘Geschöpf’ sein, sondern sich selbst als den Schöpfer seines Selbst und Erlöser seines Selbst heißen.

Gott, den der freie Wille der betreffenden PERSON zu sich nicht mehr zulässt, das heißt dieser Gott, der die PERSON als Zeugnis seiner „liebevollen ALLMACHT des Schöpfers” und ihn als sein EBENBILD-Ähnlichkeit erschaffen hat, wird genötigt ... sich von ihr ... abzuwenden, weil SO der ‘GEGEN-Wunsch’ dieser Person ... lautet.

Das geschieht jedesmalig im von Ewigkeit zu Ewigkeit untröstlichen Schmerz dieses Gottes, der der einzige Schöpfer und zugleich Erlöser seines in die Sünde gefallenen, lebendigen EBENBILDES und Ähnlichkeit ist.

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ks. Paweł Leks, SCJ
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Tarnów, 5.X.2021.
RE-Lektüre: Tarnów, 20.VI.2022.

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11.Kap. SCHLÜSSE: DAS GOTT GESAGTE „NEIN” UND DIE BLASPHEMIE
GEGEN DEN HEILIGEN GEIST. – Ich habe euch jedoch erkannt, dass
ihr die LIEBE zu Gott (= den HEILIGEN GEIST) nicht habt


1. Grundliegende Erinnerung: Gott verurteilt nicht
Gott der jede Sünde zu vergeben bereit ist
2. Apriorische Zurückweisung des Zeugnisses Gottes bei vollbrachten
Wundern

Die theologische Argumentation des Blinden Geheilten
Voraussetzung des Glaubens auf Gott
Vorgetäuschter Glauben der Pharisäer
Verharren in Sünde
3. Eingangs-Schlüsse
Das konstitutive und funktionelle Charisma der Göttlichen Offenbarung
Beweggründe zum Weggehen von autentischer Wahrheit
der Offenbarung

Standpunkt des Synedriums zu Jesus
4. Das rechte und entstellte Gewissen
Das Sanktuar des Gewissens
Irrendes Gewissen
Wahrheit als Quelle der Würde des Gewissens
Das Übel des irrenden Gewissens
Formation des Gewissens
Rolle des Magisteriums der Kirche
5. Von neuem unternommener Faden samt den Schlüssen
Jesus umbringen! Auch noch Lazarus töten!
Soll dieser Beschluss als Blasphemie gegen den Heiligen GEIST
qualifiziert werden?

6. Sünde der Beleidigung des Heiligen GEISTES
7. Sünde die NICHT vergeben werden kann
Jesus von der Prä-Existenz der Vision des fallenden Satans
Notwendigkeit eines lebendigen Glaubens
Für Jesus schmerzvoller Vorwurf als ob Er um Gnade des Beelzebub
bitten sollte

Im Zusammenhang wird der Heilige GEIST nicht erwähnt
Blasphemie gerichtet gegen den Menschen-SOHN und den
Heiligen GEIST

Zusammenhang zwischen Austreibung des Bösen Geistes und
dem Heiligen Geist

Der in der Tätigkeit Jesu immer deutlicher offenbarte Heilige GEIST
Die LIEBE Gottes in Herzen dank dem Heiligen GEIST
8. Absicht der Personen der Synagoge Satans
Bezeichnungsversuch für die Verhaltensweise der Verantwortlichen
vom Synedrium

Gottes ‘verzweifelter’ Ruf zur Eröffnung für einen Strahl der Gnade


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