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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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N.   MIT JESUS CHRISTUS ODER IHM ZUM TROTZ ?

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Zum Ende dieses Kapitels – und der ganzen Internet-Seite

Das ‘dritte’ Kapitel dieses siebenten Teiles unserer Homepage, das unter dem Titel steht: „Junge Leute am Weg zur Ehe: Zum Sakrament der Ehe”, läuft seinem Ende zu. Es bleibt, die eigentliche Wahl zu treffen: nach „menschlichen Lösungen – oder eher ... Gottes Lösungen” [= Haupttitel unserer Internet-Seite]?
– Es geht um solche Wahl, die nicht nur für kurze Zeitspanne zählen wird – in Form eines gedankenloses: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot” (1 Kor 15,32; Jes 22,13), sondern in Perspektive der letztlichen Dinge. Denn nur das ist der Mensch imstande, „über die Grenze des Todes hinauszutragen” (Vgl. BJ-1985, 6).

Sollte sich auch ein Jüngling, irgendein Mädchen – vom Dreieinigen ganz weit entfernt haben, kann doch jeder Mensch zumindest vortrefflich verspüren, dass sich das letztliche Geschick eben auf solche Weise abspielen wird.

Bündig wird das im Hebräerbrief zur Erinnerung gebracht:

„... Es ist dem Menschen bestimmt,
ein einziges Mal zu sterben,
worauf dann ... das Gericht folgt” (Hebr 9,27).

Es ist ganz unmöglich, dass es das ewige Leben – nicht geben kann! Die Wahl aber im Sinn einer Ewigkeit ‘in Plus’ oder Ewigkeit ‘in Minus’ – kann unmöglich Gott-an-des-Menschen-Stelle treffen. Die diesbezügliche Entscheidung muss vom einzelnen Menschen unternommen werden, angefangen von diesem kaum Empfangenen, Einzelligen.

Eines ist dabei das Zweifelslose. Indem „Gott [= der Vater] die Welt [= Welt der Menschen] so geliebt hat, dass Er seinen Eingeborenen Sohn dahingegeben hat, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben haben” (Joh 3,16), besteht zugleich die Gewissheit dieses Gottes, der sich selbst und sein Vorhaben: der Erlösung des sündigen Menschen offenbart, dass Gott es deutlich will, „... dass die Schafe das Leben haben, und es in Fülle haben” (Joh 10,10).

In diesem Endabschnitt des hiesigen Kapitels möchten wir auf die auftauchende, dringende Notwendigkeit aufmerksam machen, dass eine bestimmte Haltung und Entscheidung im Anschluss an die Wahl nach Leben im definitiven, glücklichen Leben im Hochzeitsmahl mit dem Erlöser – im Haus des Vaters, getroffen werden muss – oder auch die Wahl erfolgt, die mit Kraft vom diesem aufgedrängt wird, der der ‘Böse’ ist und die ganze bewohnte Erde verführt, wobei er zugleich ... „Mörder von Anfang an” ist.
– Hier jetzt die sich aufdrängenden Aspekte zur Enderörterung:

1. Reflexion Johannes Paul II. am Tag der Hl. Maria Goretti.
2. Wem gilt es zu anvertrauen.
3. „Du hast Worte des ewigen – Lebens” (Joh 6,68).
4. „Er hat mich geliebt und sich für mich hingegeben” (Gal 2,20).
5. Resümee-Schlüsse

Nach dieser Erwägung bleibt es nur noch das Gesamte der hiesigen Internet-Seite zusammen zu fassen. Samt dem Ende dieses dritten Kapitels des siebenten Teiles – hat die Homepage daselbst ihr Finale erreicht.

Daher noch diese End-Zusammenfassung unserer Homepage überhaupt:

„ZUM ENDE UND ABSCHIED DER HIESIGEN INTERNET-SEITE”.

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1. Reflexion Johannes Paul II. am Tag der Hl. Maria Goretti

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Ehe wir an die sich aufdrängenden Endschlüsse des hiesigen Kapitels übergehen, wird es gut sein, zur Ermutigung noch ein paar schöpferische Reflexionen zu übermitteln, die sich für viele Leute, zumal die Jungen, nützlich erweisen können. Unabhängig davon, ob sich jemand in seinem Leben auf die Ehe einstellt, oder auf geweihtes Leben, oder endlich ob er der Stimme des ihn zum Dienst im Priestertum rufenden Göttlichen Meisters selbst, Jesus Christus folgen will.

Wir möchten hier die Reflexion des Hl. Johannes Paul II. aus seiner kurzen Betrachtung zum „Angelus” (Engel des Herrn: um 12.00 Uhr) anführen, die er mittags am Sonntag, dem 6. Juli 2003 angeboten hat. Der 6. Juli ist der Liturgische Gedenktag der Hl. Maria Goretti. Sie wurde tödlich überfallen und mit dem Messer vielfach zerstochen am 5. Juli 1902, aber sie starb, d.h. sie ging in den Himmel – erst am nächsten Tag – es war der 6. Juli.

Oben haben wir einigermaßen ihr Leben und den tödlichen Angriff auf ihre Reinheit infolge einer ungehemmten Begierde dargestellt, wie auch ihre Haltung des entschiedenen: „Besser sterben als sündigen”, und nachher ihr 20 Stunden langes Sterben in Strahlen der verzeihenden Liebe zum Täter des Angriffs, dem Maria mit Herzen voller Christus die Bekehrung erfleht hat, wie auch die Gnade, dass er in das Paradies zusammen mit ihr kommt – und diese Gnade bei Gott zweifelsohne auch erlangt hatte (sieh ob.: „Heilige Maria Goretti (1890-1902)”.

Wir sind uns bewusst, dass die dem Menschen geschenkte Zeit seines Existierens auf Erden – im Rahmen seines Lebens „ab der Empfängnis bis zu seinem letzen Lebensodem”, eine kürzere oder längere Zeit darstellt, in der es gilt, das im wörtlichen Sinn zählende – Bestehen der Probe abzulegen hinsichtlich der letztlichen Absicht des betreffenden Menschen, und daselbst seiner individuellen definitiven Wahl dessen, was in der Stunde, wenn er die Schwelle der Ewigkeit überschreitet, anfangen soll.

Im Lauf seines irdischen Lebens schließt sich jeder einzeln auf die ergreifende Gnade des Lebens und der Liebe im Herzen des Dreieinigen auf, beziehungsweise – Gott bewahre, er entscheidet sich in seiner ebenso definitiven Wahl auf Herausweisung des Dreieinigen von seinem Herzen. Gott wird außer Zweifel diese seine ... Wahl ehren.

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Erklärung

Nur mit diesem einen Vorbehalt: dass einen Faden, an dem jeder Menschen am Dreieinigen gleichsam hängt, niemand und nichts abzubrechen, noch durchzuschneiden imstande ist: den Faden des Existierens. Das Existieren eines jeden ist ganz und gar in Gott und ganz von Gott.

Gott ist ernst: der Akt des liebevollen Willens Gottes, in dessen Kraft er die menschliche Person zum Existieren hervorruft (und ebenfalls die Personen der Engel), ist so stark, dass kein biologischer Tod ihn zunichte zu richten imstande ist.

Und daher folgerichtig: Gott unterhält getreu weiter im Existieren, von Ewigkeit zu Ewigkeit – auch jeden von diesen, die das Leben in Ewigkeit der Verdammnis gewählt haben: der Herausweisung des Dreieinigen von ihrem Herzen. Ohne den im Existieren-für-immer unterhaltenden Willen Gottes wären die Satane und verdammten Menschen außerstande selbst Gott ... zu hassen und Ihn zu lästigen!

Was ist das für ein Geheimnis ... Gottes, in dem es als dem Einzigen ... das Leben da ist, aber daselbst auch die Liebe! Denn Er ist es, der die Wirklichkeit von Leben-Liebe nicht nur ‘hat’, sondern sowohl das eine, wie das andere ... schlechterdings „IST” !

Das will bedeuten, dass jeder, der sich wünscht in seinem Existieren nach der Überschreitung der Schwelle der Ewigkeit – in Strahlen des Glücks und Freude der Liebe-für-immer aufzuleuchten, nötigenfalls nicht zögern soll die Gabe selbst seines irdischen Lebens ‘Jetztzeit’ dahinzugeben, um es für das ‘Nachher’ zu erlangen und gewinnen.
– Wie treffend – und einmal mehr gemäß der Wahrheit der Offenbarung, hat das Jesus Christus, der Sohn Gottes und Menschen-Sohn in seiner einen, Gottes Person, der Erlöser des Menschen – zum Ausdruck gebracht:

„Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren.
Wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es gewinnen” (Mt 10,39; sieh auch: Mk 8,35; Lk 9,24).

Jesus fügt noch erklärend hinzu:

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben einbüßt?
Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Denn wer sich vor der treulosen und sündigen Generation Meiner und Meiner Worte schämt,
dessen wird sich auch der Menschen-Sohn schämen, wenn Er
mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt” (Mk 8,36ff.; sieh auch: Lk 9,25ff.; Mt 10,32f.).

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Wir haben gerade erst die Ansprache Johannes Paul II. zum ‘Angelus’ am Sonntag, dem 6. Juli 2003, erwähnt. Es war gerade auch das Fest des Gedenkens an die Hl. Maria Goretti. Der Heilige Vater wandte sich in seiner kurzen Erwägung in erster Reihe an Junge Leute. Er zeigte ihnen die Heilige Maria Goretti einmal mehr als Beispiel zur Nachfolge.

In dieser kurzen Betrachtung ermutigte er zur erneuten Entdeckung der Reinheit und eines Lebens nach dieser Tugend – gerade auf besondere Weise im Anschluss an die zurzeit erlebte Erholungssaison.

Juli und August ist die typische Jahreszeit, wann sowohl junge Leute, wie die Älteren zum Urlaub fahren. In Italien herrscht dann ein herrliches Wetter. Die Temperatur ist heiß, vom Himmel strömt die Glut der feurigen Sonne. Leute verbringen ihre Ferien, unternehmen Ferienreisen, liegen in der Sonne – nicht selten werfen sie von sich ab was nur möglich ist. Des Öfteren beachten sie dabei keine Erfordernisse der Sittsamkeit in Bekleidung und ihrem freien Umgang miteinander.
– Der Märtyrertod der Hl. Maria Goretti wird immer zeitgemäßes, leuchtendes Zeugnis der Treue zu Gott und seinen Geboten – bis zur Hingabe des eigenen Lebens zur Besiegelung der eigenen Treue Gott und den Geboten Gottes gegenüber – falls nötig selbst bis zum Verguss des eigenen Blutes.


Die Päpstlichen Worte im Anschluss an die neuerliche Entdeckung und das erneute Umschmieden in die Tat der Tugend der Keuschheit, dazu in der Saison des allgemein gepflogenen Ausziehens und provozierender Kleidung vieler Frauen und auch Männer – in der Jahreszeit des Tourismus und Urlaubs, wurden zum Zeitbefehl für P. Antonio Rungi aus Neapel, den Seelsorger und Oberen des Ordens der PP. Passionisten.
– Ihm wurde die Aufgabe empfohlen, detaillierte Hinweise zu erarbeiten, die vor allem für junge Leute behilflich wären, den Päpstlichen Ruf in die Tat umzuschmieden. Der Päpstliche Ruf war deutlich an Jugendliche in der Urlaubszeit, des Tourismus und Sonnens gerichtet.

P. Rungi erfüllte die ihm aufgetragene Aufgabe folgender: Er hat schlechterdings einen eigenartigen ‘Dekalog’ bearbeitet, das heißt „Zehn Regeln-Anempfehlungen”  für anständige, sittliche Bekleidungsweise und Verhaltung – mit besonderer Berücksichtigung der Sommersaison und der Urlaubszeit. Dieser vom P. Antonio Rungi zurechtgelegte „Dekalog der Sittsamkeit”  hat auch außerhalb Italien ein offenes positives Echo gefunden.

Hier benützen wir den Text dieses „Dekalogs”, der in italienischer Sprache und Deutscher Übersetzung auf der Internet-Seite der Gemeinde St. Josef in Österreich gedruckt ist (sie dazu: http://stjosef.at/dokumente/dekalog_keuschheit_rungi.htm – Und eine andere Deutsche Übersetzung, die nicht allzu genau ist, in: FMG-Information, 2003, Nr. 80,21):

Zehn Regeln für Junge Leute
zur Bewahrung der Keuschheit und reiner Beziehungen
für Tage der Erholung am Meer und in anderen Urlaubsorten
________

1. Kleide dich nicht in einer Weise, dass sich die Aufmerksamkeit mehr auf deinen Leib richtet als auf deine Person.
2. Geh nicht an jene Orte, die nach allgemeiner Überzeugung sittlich gefährlich sind.
3. Nimm nicht Einladungen von irgendwelchen Leuten an, vor allem, wenn es sich um fremde Personen handelt oder um Treffen an abgelegenen Orten.
4. Nimm keine Beifahrer im Auto oder in anderen Transportmitteln mit (Fahr selber nicht in einem Auto oder in einem anderen Transportmittel mit), wenn es sich nicht um bekannte und vertrauenswürdige Personen handelt.
5. Stelle Deinen Leib nicht mit Bewegungen jeder möglichen Art zur Schau, vor allem wenn Du ein anziehendes Äußeres besitzt.
6. Lass dich nicht zum Spielball jener machen, die dich ihre erotischen Absichten erkennen lassen! Es könnte böse ausgehen – mit nicht wieder gut zu machenden physischen und moralischen Schäden.
7. Nimm nicht an Versammlungen von Gruppen teil, deren einziges Ziel es ist, die sexuelle Annäherung zu begünstigen.
8. Folge nicht dem Trend jener, die die sexuelle Zügellosigkeit – vor allem während der Sommerzeit – für erlaubt ansehen.
9. Vernachlässige nicht dein Inneres, sondern lies interessante Bücher, welche den Respekt vor der menschlichen Person, vor allem gegenüber der Frau fördern.
10. Schätze als Jugendlicher wichtige Werte nicht als gering ein, wie Liebe, Treue und Reinheit des Leibes und des Geistes.
________

Außerdem zum Thema ‘Bekleidung der Frauen’
1) sieh ob.: Mädchen-Frau und ihre Bekleidungsweise – sieh das Ganze dieses §. Aber ebenfalls:
2) sieh ob.: Stellungnahme des Hl. Padre Pio betreffs unanständiger Kleidung

P. Rungi stellt fest, es sind „einfache Regeln. Sie können eingehalten werden, wenn es nur guten Willen gibt, viel Klugheit, Selbstbeherrschung und Kontrolle über die eigene Triebhaftigkeit”.

Bestimmt ist es wesentlicher diese Regeln ins Leben umzuschmieden, wenn junge Leute von heute in aufmerksamer Weise das geistliche Leben pflegen – auch während der Sommerzeit, welche traditionellerweise jede Kontrolle über die eigenen sittlichen Handlungen verlieren lässt, besonders auf dem Gebiet des Sexuellen.

Diese Regeln sind nur Aktualisierung der allgemeinen Weisungen der Kirche, die zuerst „natürliche Hilfsmittel” zur Bewahrung der Reinheit zu benutzen heißen. Man könnte hier folgendes aufzählen: „Disziplin der Sinne und des Geistes, Wachsamkeit und Klugheit, die es heißen, Gelegenheiten zur Sünde zu vermeiden, die Empfindsamkeit um die Sittsamkeit einzuhalten, Mäßigkeit beim Gebrauch von Vergnügungen, und eine gesunde Abwendung von allem, was es Böses gibt”.

Es gilt die Mittel hinzufügen, die von der Gnade geliefert werden, vor allem aber das „eifrige Gebet und das häufige Herantreten zu Heiligen Sakramenten der Versöhnung und Eucharistie” (sieh dazu: Erklärung ‘Persona Humana’ Nr. 12; von unserer Homepage – sieh: Persona Humana).
– Voraussetzung sollte die lebendige Empfindsamkeit um den Wert der Keuschheit sein. Sie darf nicht zerstört werden, indem man sich nach hedonistischer Mentalität erklärt. Diese aber möchten nicht nur die Massenmedien einprägen und verallgemeinern, sondern außerdem noch die ‘Sex-Erziehung’, wie sie in Schulen unternommen wird. Allerdings die Sex-Edukation in Schulen pflegt gewöhnlich nur die Verhütung der Schwangerschaft zu stimulieren, hat aber nichts mit Erziehung zur Liebe, zur Ehe und Familie zu tun.

Zum oben dargestellten ‘Dekalog’ einer keuschen Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen im öffentlichen Leben sollte auch noch das schon oben erwähnte Dokument des Päpstlichen Rates für die Familie: „Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung” (1995) hinzugefügt und in Erinnerung gebracht werden. Es kann von unserer Homepage geholt werden (sieh: „Menschliche Sexualität”: „Menschliche Sexualität...”). Dieses Dokument legt in gewisser Weile die folgenden vier Grundprinzipien vor, die immer noch Wegweiser für eine verantwortliche sexuelle Erziehung der Kinder darstellen. Hier sind sie:

Nr 65 – 1. Jedes Kind ist eine einzigartige und unwiederholbare Person und muss eine individualisierte Erziehung erhalten.
Nr 68 – 2. Die sittliche Dimension muss stets Teil ihrer Erklärungen sein.
– Nur wer zur Keuschheit fähig ist, ist auch zur Liebe in Ehe oder Jungfräulichkeit fähig.
Nr 70 – 3. Die Erziehung zur Keuschheit und die jeweils angebrachten Hinweise zur menschlichen Sexualität müssen im größeren Zusammenhang der Erziehung zur Liebe erteilt werden.
Nr 75 – 4. Die Eltern müssen diese Belehrung mit größtem Zartgefühl, aber unmissverständlich und zum geeigneten Zeitpunkt vornehmen. Sie wissen genau, dass die Kinder individuell verschieden behandelt werden müssen, entsprechend den persönlichen Umständen ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung und unter gebührender Berücksichtigung auch des kulturellen Umfeldes und der Erfahrungen, die der Heranwachsende im täglichen Leben macht.
– Es ist der Sache abträglich, dem Kind gegenüber zu sehr ins Detail zu gehen, doch es ist auch unklug, die ersten Informationen zu sehr hinauszuzögern.

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2. Wem gilt es zu anvertrauen

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Gott in der Gabe des Natur-Gesetzes

Nach dieser eigenartigen Abweichung im Anschluss an den Ernst der Frage, dass man sich nach dem Muster der Hl. Maria Goretti entschlossen aufseiten Jesu Christi erklärt, ziemt es sich noch einmal die Frage aufzugreifen nach tieferen Wurzeln der Haltung einer anmaßenden Zurückweisung aller Autoritäten, samt der Aufnötigung den Umgebenden, dass der eigene Blickpunkt als der einzig gerechte angenommen werden muss.

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Erklärung

Der Mensch stellt keine ‘einsame Insel’ dar. Gezwungenermaßen muss er damit einverstanden werden, dass es in seiner Umgebung außer ihm auch noch andere Leute gibt. Ihnen gehören sich genau die gleichen ‘Rechte’, wie ihm. Mit einigen dieser anderen Leuten ist jeder mit vielen Bänden verbunden: der Verwandtschaft, Freundschaft, im Arbeitsmilieu, in Studien, usw.

Für den jungen, manchmal im Ixnnern ganz aufrührerischen Menschen, bringt das die Notwendigkeit auf mehrere Einschränkungen zustimmen zu müssen. Auch nur deshalb, dass diesen anderen Leuten genau dieselben Anrechte zustehen, wie ihm. Sollte etwa bei sozialen Beziehungen allein das ‘Faustrecht’ bestimmend sein, müsste das Leben in ununterbrochenen Kampf aller mit allen umschalten – bis zur gegenseitigen Ausrottung einschließlich.

Viele andere Beschränkungen hängen mit Leben unter bestimmten Umständen des Klimas zusammen, mit geographischer Unterschiedlichkeit, nationaler Zugehörigkeit. Der Mensch unterliegt der Nachfolge der Zeit und Stunden des Tages, der Jahreszeiten usw. Das alles legt von selbst vielfältige Einschränkungen auf. Im Winter wird niemand nackt herumlaufen. Nach bestimmter Zahl von Arbeitsstunden muss man notgedrungen schlafen gehen – und man kann nichts dagegen. Um zu leben, muss man sich in gewissen Abständen ... ernähren. All das führt dazu, dass man mit vielen Einschränkungen seiner Freiheit einverstanden werden muss, also immer andere .... Beschränkungen der persönlichen ‘Freiheit’ und seiner persönlichen Gefallen annehmen muss.

Diese Beschränkungen werden aber zur Grundlage, auf der die Möglichkeit des Lebens und der Entwicklung heraufwächst. Anders gesagt, die Einschränkungen der eigenen ‘Freiheit’ schaffen zugleich die Perspektive für das Leben und die Entwicklung. Sie bedingen die rationellen, und folgerichtig ethischen Rahmen, die die ‘Freiheit’ jedes Menschen einzubetten imstande sind.

Das heißt, dass schon die unumgänglichen Lebensbedingungen nicht wenige Einschränkungen mit sich bringen – sei es physicher, sei es biologischer Natur, oder vielfältiger anderer. Ihre Annahme hängt zwar mit Verringerung der eigenen Freiheit zusammen. Dennoch sie werden zur Grundlage, ohne die die Entwicklung des Reichtums der eigenen menschlichen Potentialität unmöglich wäre.

Es zeigt sich also, dass man zwar diese oder jene Beschränkungen annehmen kann als äußeren ‘Zwang’ und mit Aufruhr des Inneren. Dennoch ebenso gut können sie mit Zufriedenheit angenommen werden, und selbst – perspektivistisch genommen, mit Dank. Der Mensch erfährt dann zwar viele Beschränkungen seiner Freiheit, und doch muss er parallel bekennen, dass sie alle ihm selbst – und nicht nur ihm, zu Gutem dienen. Das begründet die Haltung voller Dankbarkeit und Annahme angesichts zumindest der Mehrheit der sogenannten ‘Einschränkungen der eigenen Freiheit’.

Das betrifft beispielsweise solche Festsetzungen, wie diese des Straßenverkehrs, aber auch ethischen Normen, die das individuelle, familiäre, soziale, und bestimmt auch das persönliche Leben regeln.
– Diese Normen erscheinen u.a. in Form des „Dekalogs” zutage, der anders „Zehn Gebote Gottes” genannt wird. Sie weisen dem Menschen den Weg im Leben sowohl mit Bezug auf Gott, wie zu sich selbst und seine Nächsten.

Andere Normen bildet der Mensch selbst. Man kann verstehen, dass die Gesetzgeber nicht auf arbitrale Art und Weise wirken dürfen, sondern sie sollen sich nach dem Gesetz Gottes leiten lassen, wie sie im Herzen-Gewissen jedes Menschen eingeprägt sind. Diese Vorschriften und gesetzliche Normen werden zur Notwendigkeit als Lebensanforderungen für viele Personen, und daselbst für das ganze soziale, politische, familiäre und vielfältig andere Leben.

Falls jemand die begegneten immer anderen ‘Einschränkungen’ seiner Freiheit mit Zufriedenheit und Dank annimmt, erscheint in seinem Bewusstsein sofort die unvermeidliche Frage:
Wem gehört sich ein Dank für die gerechten, letztlich sehr nützlich formulierten Festsetzungen und Regelungen des persönlichen und sozialen Lebens? Sollte sich der Dank auf das ‘Nirgends’ lenken, eventuell an eine Anonymität, das heißt allein an ein ‘irgend-etwas un-persönliches’? Das wäre selbstverständlich Unsinn und Absurdität.

Einmal mehr zeigt sich außer Zweifel, dass Autor, der dem Menschen die grundlegenden Normen vorlegt, die seine ethische Beziehungen: zu sich, den Nächsten, zu Gott regeln sollen, unmöglich ein ‘Etwas’ sein kann: es muss eine Person dahinter geben. Da es aber um die Universalität derselben ethischen ‘Normen’ geht, kann hier die Person niemandes der Menschen in Rechnung kommen, sondern allein Gott der Dreieinige.

Wir kennen Ihn als den Vater und den Sohn, und den Heiligen Geist: den einen einzigen – aber in Dreifaltigkeit seiner Gottes Personen. Dieser Gott muss selbstverständlich Schöpfer sein, wobei wir aber Bescheid wissen, dass er zugleich noch Erlöser des Menschen geworden ist.

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„Es gibt keinen Gott ...”

Die Nicht-Annahme Gottes – als nicht nur diesen, der irgendwo im Jenseits für sich allein ‘existiert’, sondern auch als des letztlichen Sinnes und Zieles des menschlichen Existierens, müsste als Unsinn bezeichnet werden. Anderseits der Schöpfer konnte unmöglich nicht Bescheid wissen, was Er erschafft, und zu welchem Ziel Er ein nächstes Geschöpf zur Existenz ruft: vom Nicht-Existieren zum Existieren.

Gott wusste auch gut, warum Er den Menschen erschaffen hat, erschaffen als Mann und Frau, sie beiden als sein lebendiges Ebenbild und Ähnlichkeit angesichts des Weltalls. Wir merken wohl, dass der Mensch das „einzige Geschöpf auf Erden ist, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat” (GS 24; und z.B.: BF 9; usw. – S. auch genauer: V.Teil, 1.Kap., besonders § D, E, F, G, H, I, J).

Das bedeutet, dass Gott das ganze übrige Geschöpf einzig wegen des Menschen erschaffen hat. Dass der Mensch, dieses tatsächlich einzig beabsichtigte Geschöpf, ein schönes, weites, grenzenloses Nest und einen eigenartigen ‘Auslauf’ hat, und dass er sich auf solche Weise angesichts seiner Selbst, der Mit-Menschen, und umso mehr angesichts des Dreieinigen überprüfen kann: als ... ‘Person’.

Und zwar der Mensch muss sich mit seinem Tun ausweisen: ob er die Gottes erschaffende Liebe erwidern will – mit seiner Liebe zu Gott, die er bewusst annimmt und sie – als reifgewordene Frucht des ihm von Gott geschenkten Vermögens der Selbst-Bestimmung aktiviert. Dieses Vermögen, das heißt der freie Wille, besteht nur zu diesem einen Ziel: um von Stunde zu Stunde zum Grundboden zu werden, auf dem die Liebe aufzuwachsen imstande ist (sieh ob.: Freiheit – Gottes Gabe: funktionell-instrumentale Gabe).

Selbst die ‘Liebe’ ist aber in ihrer tiefsten Wirklichkeit „Gabe der Person für die Person” (BF 11). Nach dem Muster jener Liebe, die dem Menschen mit seinem immerwährenden Wirken der Dreieinige selbst kennen zu lernen bietet.
– Allerdings, in Kraft derselben Befähigung der ‘Selbst-Bestimmung’ kann der Mensch Gott auch das Wort seines: „Ich will Dir, Gott, nicht dienen ...” sagen (vgl. Jer 2,20).

Allein deshalb hat der Dreieinige im Herzen, das heißt im Gewissen jedes Menschen, das ethische Gesetz Gottes eingeprägt, das gleichbedeutend auch als das ‘Natürliche Ethische Gesetz’ genannt wird. Das Adjektiv ‘natürlich’ bedeutet hier (in der Sprache des Magisteriums der Kirche) ein solches ‘Gesetz’ und solche ‘ethische Normen’, die der Natur des Menschen als Person entsprechen, die also zum ewigen Leben gerufen worden ist. Dieser Wirklichkeit des Menschen entspricht das Gottes Gesetz der ‘Natur’.

Natur des Menschen ist sein einander sich durchdringender Leib und Geist-Seele. Dank dem kann der Mensch die Erhöhung seiner Natur zur Würde der „Person” annehmen. Eine ‘Person’ aber könnte es nicht geben ohne die schon vielerorts besprochenen ihre drei Eigenschaften, die zu ihrer wesensbildenden Ausstattung gehören:
Selbst-Bewusstsein, Selbst-Bestimmung und das Vermögen, die Verantwortung-Zurechenheit unternehmen zu können.

Erst so ist die ‘Person’ fähig, auch noch den Ruf und die Berufung zum ewigen – Leben annehmen zu können: im „Haus des Vaters” (Joh 14,2f.). So ist nämlich der Ruf und die Befähigung zum Leben im Zustand der heiligmachenden Gnade.

Das alles war an vielen Stellen unserer Homepage Gegenstand der angebotenen Erwägungen. Wir haben beim Eindringen in diese Fragen in Fülle die tiefen Analysen von Papst Johannes Paul II. benutzt (s. u.a.: II.Teil, 2.Kapitel: ‘Mit Petrus und Unter Petrus’; ebd. u.a.: Eigene Kennzeichen der ethischen Normen; Auf der Suche nach Jesus Christus – heute; Neue, in Apostolischer Zeit unbekannte ethische Fragen; Vervollkommnung der Gebote in der Bergpredigt; usw.).

Sollte sich jemand wehren, das Existieren Gottes anzunehmen und – noch mehr: das Anvertrauen auf Gott, samt der voller Dank und Freude eines Kindes-in-Händen des Liebenden Vaters Erfüllung seiner Erwartungen, müsste er mit dem Namen bezeichnet werden, den solchem Menschen das Gottes-Geschriebene-Wort zuteilt: nur ein „Dummkopf” spricht in seinem kleinen Verstand: „Es gibt Gott nicht” !

Diese Bezeichnung soll in diesem Sinn verstanden werden, wie sie ihm gerade dieses Wort Gottes angibt. Dieser Ausdruck wurde in unseren früheren Erwägungen schon ein paarmal angeführt:

„In seinem Herzen redet der Tor
[wer Gott, noch den Nächsten nicht in Bedacht nimmt. ‘im Herzen’: biblisch-semitisch genommen heißt ‘Herz’ = Synonymausdruck für ‘Vernunft, Verstand; Fähigkeit denken zu können; Sitz des Denkens’]:
Es gibt keinen Gott’.
– Verderbt sind sie, ihr Treiben ein Gräuel, keiner ist da, der noch Gutes tut. ...
Werden zur Einsicht nicht kommen, die Böses tun,
die verschlingen Mein Volk, als äßen sie Brot,
sie, die nicht rufen zu Jahwéh” (Ps 14 (13),1.4; beinahe identisch ist: Ps 53 (52),2.5).

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Erklärung

Diese Worte verknüpfen sich spontan mit dem charakteristischen Fragment vom Brief des Hl. Jakobus dem Apostel. Der Apostel stellt in gewisser Weile den Un-Glauben der Atheisten zusammen – mit ‘Glauben’ des Satans. Nur offenbar mit diesem Vorbehalt, dass dieser Satans ‘Glauben’, der seinem Wesen nach nicht-lebendig ist, weil er unfähig ist zur Liebe zu Gott und dem Nächsten, ihm überhaupt zu nichts nützt. Satan ‘glaubt’ mit seinem Verstand, nicht aber im Herzen: er ist außerstande Gott zu lieben, und daselbst außerstande dem Menschen irgendetwas GUTES zu wünschen oder gar zu liefern.

Und doch, Satan, dessen Verstand perfektiv ist, sagt niemals, dass „es keinen Gott gibt” ! Allein der Mensch, gerade dieser „Tor und Dummkopf”, kann auf die Idee kommen, dass er in seiner gescheiten ‘Gegen-Vernunft’ zum ... Atheismus umschaltet. Wobei er zu sagen wagt: „Es gibt keinen Gott” !
– Zu gleicher Zeit meint er, er wäre jemand ‘Großer’ aufgrund seines Gedankenganges und seiner Schlussfolgerung geworden sein. Sein freier Wille lässt ihm die absurdale These aufstellen, die er erdacht hat als die bekömmlichste Art und Weise, um die unbequeme Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit von sich abzuschieben, dass es ... Gott nicht gibt!

Indessen weder von der Verantwortung, noch von der Zurechnungsfähigkeit ist irgendjemand imstande auszuweichen. Der Apostel Jakobus drückt es in folgenden Worten aus:

„Du glaubst, dass es einen einzigen Gott gibt?
Da tust du recht. – Auch die Dämonen glauben das – und zittern ...” (Jak 2,19).

Wir sind uns offenbar bewusst, dass der ‘Glauben’ an sich Frage nicht nur der Vernunft ist, aber umso mehr des freien Willens des Menschen (des Vermögens seiner Selbst-Bestimmung). Und außerdem: er ... ist Gabe der Gnade Gottes. Der Glaube ist eine der theologischen Tugenden, oder genauer: der theologalen Tugenden. Aber auch: Gott verleiht die Gabe des Glaubens außer Zweifel jedem Menschen, wenn dieser nach Gott aufrichtig sucht und sich nach Ihm sehnt.

Selbst der ‘Glauben’ setzt auf keinen Fall voraus, dass der Mensch die Anwesenheit Gottes fühlt. Es genügt vollkommen der volitive Akt des Glaubens, samt der immer sehr empfohlenen Bitte an Gott um Vermehrung seines Glaubens (sieh dazu: Lk 19,5), ähnlich wie es sich gehört, Gott um die Vermehrung der Sehnsucht nach Ihm zu bitten (sieh z.B.: Dtn 4,29; Klgl 3,25; Ps 24 [23]; Jes 55,6; Jer 29,13; Röm 10,20; usw.).

Anderseits ist es bekannt, dass die Stimme Gottes, der im Herzen des Menschen und seinem Gewissen fortwährend spricht, vom Menschen selbst wirksam abgedämpft werden kann. So geschieht es im Fall einer systematisch Gott gegebenen Antwort auf ‘Nein’, sooft diese Stimme bewusst ignoriert wird, wenn sich der Mensch den Versuchungen vonseiten des Bösen unterzieht, und wenn das Leben des Menschen eine Reihenkette von Sünden wird – oder vielleicht selbst Verbrechen, mit denen er nicht abzubrechen vor hat.

Besonders wirksam kann die Stimme Gottes und die Fähigkeit, Gott zu schauen, mit Sünden getötet werden, die mit systematischem Hinwegsehen über das VI.Gebot verbunden sind. An dieses Gebot gesellen sich ganz leicht Sünden ... gegen das Leben hinzu, das heißt Sünden gegen das V.Gebot. Das eine wie das andere ... stellt dabei das Wesen selbst Gottes-als-Gottes dar: LIEBE-LEBEN.

Nicht umsonst hat der Menschen-Sohn Jesus Christus in die Serie der Acht Seligpreisungen auch diese eine hinzugefügt:

„Selig, die ein reines Herz haben.
Denn sie werden Gott schauen” (Mt 5,8).

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Christus – Sohn Gottes – der „Gesandte”

Die Frage nach dem Glauben und dem Anvertrauen auf Gott zerschellt gewöhnlich an der grundlegenden Frage, die Jesus selbst, der Sohn Gottes und zugleich Menschen-Sohn einst den Aposteln gestellt hat. Jesus fragte nämlich die Apostel in gewisser Weile: „Für wen halten die Leute den Menschen-Sohn” (Mt 16,13). In Antwort darauf haben die Apostel immer andere Meinungen angeführt, die unter den Leuten über Ihn kreisten.

Zuletzt aber kehrte sich Jesus mit der entscheidenden Frage direkt an die Apostel selbst: „Ihr aber – für wen haltet ihr Mich” (Mt 16,15)? Wir merken es, dass damals im Namen aller der Simon das Wort aufgegriffen hat. Jesus hat ihm damals seinen Namen auf ‘Petrus’ (hebräisch-aramäisch: ‘kephá’, griechisch: Kephás: das heißt: Fels-Petra; Peter) geändert. Petrus hat nämlich in seiner Antwort die Gottheit Jesu Christi bekannt:

„Du bist der Messias [= Gesalbter; Akt des Glaubens in die Salbung vom Heiligen Geist],
der Sohn des Lebendigen Gottes” (Mt 16,16).

Derselbe Jesus Christus, Sohn des Himmlischen Vaters, aber auch der tatsächliche Sohn Mariens, seiner Unbefleckten Mutter, ist der einzige Erlöser des Menschen: Mann und Frau. Er ist es, dieser verschmähte und geschändete, aber im Geheimnis seines Erlösungstodes am Kreuz erhöht, der ausnahmslos vor jedem Menschen stehen bleibt – unabhängig davon, ob er in der vor-Christlichen Zeitepoche lebt, oder nach der über 2000 Jahre her vollbrachten Erlösung.

Jesus Christus ist doch der „Wahre Gott vom Wahren Gott, Gezeugt – nicht geschaffen, Eines Wesens mit dem Vater” (Glaubensbekenntnis, Heilige Messe), Wesensgleich auch mit dem Heiligen Geist in selber einen einzigen Gottes Natur. Nur dass Er als Sohn Gottes – im wörtlichsten Sinn „vom Himmel herabgestiegen ist, Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria, und ist Mensch geworden” (Apostolisches Glaubensbekenntnis).

Das einzige Ziel, warum der Sohn Gottes, die Zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, auf die Erde herabgestiegen ist, war dieses: Erlöser des Menschen zu werden. Dieses Werk hat Er auch vollkommen vollbracht (sieh: Joh 17,4; 19,30). Es gibt keinen, noch wird es je einen anderen Erlöser des Menschen geben.
– Es wird auch schon keine andere, neue öffentliche Offenbarung Gottes geben – vor dem zweiten Kommen Jesu Christi am Ende der Zeiten (DV 4d). In Jesus Christus hat Gott schon ‘zu Ende’ sowohl sich selbst, wie sein Vorhaben der Liebe offenbart: der Erlösung des Menschen im Menschen-Sohn. Deswegen bleibt der einzige Erlöser des Menschen allein Er, der Gott-Mensch Jesus Christus.

Das wird bündig vom Hl. Paulus im Brief an die Hebräer zum Ausdruck gebracht:

„Jesus Christus ist derselbe
gestern, heute und in Ewigkeit”
(Hebr 13,8)

Als der einzige Gott und Erlöser des Menschen, gelangt Jesus Christus zu jedem der Erlösten entweder auf ordentliche Art und Weise, vor allem durch die von Ihm gegründete Kirche, diese „seine” Kirche (s.: Mt 16,18). Oder auch Jesus Christus gelangt zum einzelnen Menschen auf außergewöhnliche Weise, die Geheimnis seiner Wirkung als zugleich Gottes und Menschen bleibt.

Indem aber Jesus Christus als Erlöser „... uns liebt, und ... uns durch sein Blut von unseren Sünden erlöst” hat (Offb 1,5), und es „Ihm an uns liegt” (sieh: 1 Petr 5,7), tut Er – objektiv genommen – alles, dass „... alle Menschen erlöst werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen” (1 Tim 2,4; selbstverständlich: ‘Wahrheit’ im biblischen Sinn: Gottes Treue-Wahrheit: Jesus-WAHRHEIT-Person).

Das bedeutet, dass das Werk der Erlösung von jedem einzeln der Erlösten angenommen werden muss. Erst so kann es vom einzelnen Erlösten assimiliert werden und ihm Frucht bringen.

Nicht anders, sondern als der Gekreuzigte (!) – und zugleich Auferstandene, ist Jesus Christus „... Derjenige, der ... an der Tür des Herzens eines jeden Menschen anklopft, indem Er seine Freiheit nicht verletzt, sondern aus dieser menschlichen Freiheit die Liebe auszulösen sucht ...” (sieh: DiM 8,c-h; und: Offb 3,20). Darüber wurde ausführlich in den früheren Teilen unserer Homepage gesprochen (s. ob.: Der Erlöser an der Tür des menschlichen Herzens ).

Mit anderen Worten – unabhängig davon, ob der betreffende Mensch von Jesus Christus gehört hat oder nicht, ob er ein Moslem ist, oder ein ganz verbissener Atheist oder selbst Anti-Theist, Bekenner irgendwelcher der Religionen oder Bekenntnisse, der Erlöser könnte unmöglich nicht jedem Menschen ausnahmslos die Chance bieten zur persönlichen Begegnung mit sich als gerade dem einzigen Gott und einzigem Erlöser. Wenn nicht unter anderen Umständen, da zweifelsohne in der letztlichen, entscheidenden Stunde, von der sein ewiges Leben abhängen wird: der Stunde seines Sterbens (s. dazu ob.: Die sterbenden Kleinen Kinder – die Behinderten – Jeder).

In dieser Stunde fragt Jesus Christus jeden einzelnen genau so, wie jenen geheilten, blinden ab Geburt (Joh 9):

„... ‘Glaubst du an den Menschen-Sohn?’
Er antwortete: ‘Und wer ist es, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube’ !
Jesus sagte zu ihm: ‘Du hast Ihn gesehen. Der gerade mit dir redet, der ist es’.
Da sagte er: ‘Ich glaube, Herr’ !
Und er fiel vor Ihm nieder in Huldigung der Anbetung” (Joh 9,35-38).

Es ist offenbar klar, dass der Dreieinige, und daselbst auch Jesus Christus selbst, niemals die Freiheit des Geschöpfes seiner Vorliebe: des Menschen, verletzt.
– Aber auch niemals gerät der grundsätzliche Sinn der Gabe Gottes der Freiheit des Willens, das heißt der menschlichen Fähigkeit zur Selbst-Bestimmung, in Schwankung. Wir haben schon früher vielerorts hervorgehoben, dass das einzige Ziel und der einzige Sinn der Gabe des ‘freien Willens’ darin besteht, dass dem Menschen die Möglichkeit geschaffen wird, eben aus dieser ‘Freiheit’ einen Akt der Liebe herauszuschlagen: zu Gott – und zu den Menschen.

Erst so wird der Mensch imstande, „Gabe-Person-für-die-Person” (BF 11) zu werden. Allerdings es ist bekannt, dass das Vermögen selbst der Selbst-Bestimmung, also der freie Wille, auch die in ihren Folgen für den Menschen tragische Möglichkeit schaffen kann, und zwar die Liebe Gottes zurückzuweisen, das heißt dass er dem Dreieinigen seinen „Rücken” wendet, anstatt auf Ihn von Antlitz-zu-Antlitz zu schauen (sieh dazu z.B.: Jer 2,27; 7,24; 15,6; 32,33).

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Erklärung

Als ‘Erster’ hat das dramatische Risiko jener Gabe .. der Dreieinige selbst an sich als Gott erfahren. Es geschah ganz am Ur-Anfang: in der von den Ur-Eltern im Paradies begangenen Sünde (Gen 3,6f.). Dennoch, Gott zieht die Gabe der Selbst-Bestimmung, das ist des freien Willens – dem Menschen niemals zurück. Gott ist es so sehr daran gelegen, dass beim Menschen die Möglichkeit entsteht, vollkommen freiwillig einen Akt der Liebe zu Gott zu erwecken. Zeugnis für die so begriffene, in Kraft der Selbst-Bestimmung unternommenen ‘Liebe’ zu Gott und den Nächsten, wird jedesmalig die Erfüllung der Gottes Erwartungen, die in voller Gottes Liebe Geboten zum Ausdruck gebracht werden:

„Wer Meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der Mich liebt ...” (Joh 14,21).

Dennoch nicht immer geschieht es gerade so. Wir sind uns bewusst, dass in der Welt die beständige Spannung zwischen Anhangen an Gott, und dem Weggang von eben diesem Gott und seiner Bekämpfung besteht. Johannes Paul II. hat in diesem Zusammenhang gern die Worte des Hl. Augustinus angeführt:

„... Darin wird deutlich, dass die Geschichte nicht einfach einen Vorgang darstellt, der unbedingt zum Besseren führt, sondern Ergebnis der Freiheit ist, oder eher des Kampfes zwischen entgegengesetzten Freiheiten. Sie ist – nach der bekannten Formulierung des heiligen Augustinus Konflikt zwischen zweierlei Lieben:
– der Liebe Gottes bis hin zur Verachtung seiner selbst,
– und der Liebe zu sich, bis hin zur Verachtung Gottes” (FC 6).

So kommt es keinesfalls selten zur Situation, wenn der Mensch sich zu Christus und der ganzen Allerheiligsten Dreifaltigkeit – in Kraft der zur Verwaltung ihm geschenkten Befähigung zur Selbst-Bestimmung, im Klima eines Aufstandes und Anmaßung nach dem Stil der gefallenen Engel sagt:

„Ich will Dich nicht kennen, Jesu Christe!
NICHT Dir vertraue ich mich an!”
„Erst Du verstehst mich, Du Satan!
Dich wähle ich als den Vater!

Ich vertraue mich Dir an!:
im Leben, im Sterben,
und ... nach dem Tod!
...”

Dieses Wort ist daselbst gleichbedeutend mit Herausweisung Gottes von seinem Herzen – im Prinzip: im definitiven Sinn. So ist die jedesmalige schwere Sünde:

„Die Sünde ist Ungehorsam des Menschen, der mit dem Akt seiner Freiheit – die Herrschaft Gottes in seinem Leben nicht anerkennt, zumindest im bestimmten Augenblick, wann er sein Gesetz überschreitet” (RP 14; s. ebd. Nr. 17: den letzten Satz dieses Abschnitts – über die psychologischen Bedingtheiten, die aber die theologische Kategorie: die Objektivität der Sünde, nicht anrühren dürfen).

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Jemand möchte fragen: ob der Mensch, der von seinem Herzen (falls Todsünde: definitiv) Jesus Christus herausweist und er trennt sich daselbst von seinem ewigen Leben in Gott – dadurch was ... gutes gewinnt ...? ...? ...? (sieh dazu ob.: Blasphemisches Gebet zu Satan-als-dem-Vater).

Das ewige Existieren an sich – ist der Mensch außerstande zunichte zu machen.
Eine Annihilation des menschlichen Existierens ... gibt es schlechterdings nicht. Die einmal vom Nicht-Existieren zum Existieren herausgerufene-erschaffene Person hört niemals mehr zu existieren auf. Der biologische Tod stellt nur die Schwelle dar, nicht aber ein Ende. Ziel des Existierens des Menschen, der Person ist das – ewige Leben.
Dieses Leben wird aber an dieser Seite ablaufen, die ihm – ihm allein zur Verwaltung geschenkte seine Befähigung der Selbst-Bestimmung – in Kraft des Aktes des freien Willens, wählt.

Es wird demnach folgender sein:

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Erklärung

(0,36 kB)  entweder das ewige Leben im „Haus des Vaters” (Joh 14,2f.);
(0,37 kB)  oder es wird bewusst gewähltes Leben sein ewiger Verdammnis.

Das Leben der in Ewigkeit Verdammten, die Ewigkeit der Verdammnung, die in Kraft der eigenen Wahl getroffen wird – wird noch im letzten Buch des Neuen Testamentes erwähnt, im Buch der Offenbarung des Johannes:

„... Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet,
wie es in den Büchern geschrieben stand.
Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren,
auch der Tod und die Unterwelt gaben die Toten heraus, die in ihnen waren,
und sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken.
Der Tod und die Unterwelt wurden in den Feuersee geworfen.
Das ist der zweite Tod: der – Feuersee.
Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war,
wurde in den Feuersee geworfen”
(Offb 20,12-15).

Es kann einer dieses Wort des Gottes-Geschriebenen-Wortes nicht annehmen. Jedermann verfügt über seinen ‘freien Willen’: das ihm zur Verwaltung geschenkte Vermögen der Selbst-Bestimmung. Diese Befähigung wurde dem Menschen als ‘instrumentale’ Gabe geschenkt – dazu, dass die ... Liebe aufblühen kann: zu Gott, und zum Nächsten.

Es besteht aber auch diese Dazusage Jesu. Sie ist ungemein ernst, aber daselbst freudevoll für diese, die sich für den Bräutigam-vom-Kreuz hin aufschließen:

„Amen, Ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
Meine Worte aber werden nicht vergehen”
(Mt 24,34f.).

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3. „Du hast Worte des ewigen – Lebens” (Joh 6,68)

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Das Leben verlieren oder gewinnen

Wenn die Wahl, wie sie die menschliche Person in Kraft des ihr allein zur Verwaltung geschenkten Vermögens der Selbst-Bestimmung, infolge ihrer Un-Vernunft und ihrer eigenen Schwäche – sich in ihren Auswirkungen für die Ewigkeit für sie selbst tragisch zeigen kann, weckt sich im Herzen wohl oder übel die ‘heilsame Befürchtung’ angesichts dieser Gottes riskanten Gabe: des Vermögens der Selbst-Bestimmung. Sie kann nämlich vom Menschen nicht nur zu Gutem gebraucht werden, sondern auch zu Bösem – gegen seinem eigenen definitiven Gut nicht ausgenommen.

Die Schatz der Selbst-Bestimmung war und bleibt allein funktionell-instrumentale Gabe. Allein und erst infolge der Fähigkeit, deren Name heißt: ‘freier Wille’ – kann in der Welt: Liebe und Gut erscheinen.

Jeder Mensch wird zwar ununterbrochen von diesem versucht, der der ‘Böse’ ist. Der Mensch wird von ihm immerwährend betrogen. Er aber, dieser ‘Böse’, gebraucht seine hinterlistig aufgesetzten Künstlereien (vgl. 2 Kor 11,3: in griechischer Version; sieh ob.: „Arglistig angestellte verführerische Künstlereien”) immer dazu, um das, was das Böse in Gottes Augen ist, dem Menschen als ‘lieblich’ vorzustellen, aber daselbst was das Übel für das versuchte lebendige Gottes Ebenbild selbst darstellt.

Allerdings dieser letztlich Verantwortliche und Zurechnungsfähige – ist, falls eine Betätigung nach Einflüsterungen des ‘Bösen’ vollbracht wird, nicht Satan, sondern allein dieser bestimmte Mensch. Er ist es, der sich in dieser Stunde versündigt! Er ist es, der Gott von seinem Herzen herausweist. Satan versucht nur dazu – und sucht den Menschen dazu zu neigen. Dennoch nicht Satan sündigt anstatt des Sünders, sondern der Sünder ist an seiner Sünde persönlich schuldig.

Wie sollte man sich das nicht zu Herzen nehmen und in Zittern und heilsame Befürchtung angesichts des Vermögens der Selbst-Bestimmung verfallen, die von der menschlichen Schwäche, aber auch seiner Neigung zum Übel, so leicht gegen das eigene vielfältige Gut gebracht werden kann, selbst zur eigenen letztlichen Niederlage?

In diesem Zusammenhang dürften wieder die besorgten Worte Johannes Paul II. aus seinem „Reconciliatio et Paenitentia – Versöhnung und Buße” (1984) angeführt werden:

„... Aber angesichts der Frage des Zusammenstoßes eines rebellischen Willens mit dem unendlich gerechten Gott kann man nur heilsame Gefühle von ‘Furcht und Schrecken’, empfinden, wie der hl. Paulus empfiehlt [Phil 2,12], während die Mahnung Jesu über die Sünde, ‘die nicht vergeben werden kann’ [sieh genauer: DeV 46-48: ‘Sünden gegen den Heiligen Geist’],
die Existenz von Schuld bestätigt, die für den Sünder den – ‘ewigen Tod’  als Strafe nach sich ziehen kann ...” (RP 17).



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Erklärung

Wenn also die schlechte Wahl des freien Willens des Menschen (seines Vermögens der Selbst-Bestimmung) im wörtlichen Sinn das Verlorene für immer werden kann: auf ein Leben in dieser Situation der bewusst gewählten ewigen Verdammnis – erscheint die Frage:
– was gilt es zu tun, dass es zu solchem Finale, das doch keinesfalls nur theoretische Möglichkeit darstellt, nicht kommt?
– Es geht dabei nicht nur um sich selbst, sondern auch um jeden anderen Menschen, und schon ganz besonders diese, mit denen wir mit tiefem Band sei es der Blutverwandtschaft, oder auch einer nicht trügerischen Freundschaft verbunden sind. Unsere Erwägungen sind doch beständig um die Wahl eines jemanden unter dem Blickpunkt der Ehe, und in weiterer Perspektive: der Familie ... umwoben.

Es ist schwer in dieser Stunde – nach dem Rat des Hl. Paulus, des Völkerapostels, nicht die Augen ‘nach oben’ zu erheben, und seine Worte nicht zu hören:

„Strebt nach dem, was oben ist,
wo Christus zur Rechten Gottes sitzt” (Kol 3,1).

Wer andere kann uns nämlich in der Situation der fortwährend erfahrenen eigenen Schwäche und Unbeständigkeit bei der Unternehmung und Umschmiedung in die Tat der Vorsätze stützen, als nicht Jesus Christus, der es gut weiß, was der Sündenfall des Menschen bedeutet, und selbst die Verleugnung Jesu Christi, die Ihn so sehr weh tun musste.

Ist es nicht verwundernde Tatsache, dass in solcher Lage, wenn eines der ‘Schafe’, das vielleicht selbst durch und durch widerspenstig ist und verloren geht, oder schlechterdings von der Herde flieht, Jesus die „... neunundneunzig Schafe in der Wüste”  lässt, und:

„... geht dem verlorenen nach, bis Er es findet? Und wenn Er es gefunden hat,
nimmt Er es voll Freude auf seine Schultern, und wenn er nach Hause kommt,
ruft Er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen:
Freut euch mit Mir, denn Ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war’ ...” (Lk 15,4ff.)?


Vom Mund gerade dieses Jesus Christus, des Sohnes Gottes und Menschen-Sohnes zugleich erfahren wir, wie das Ziel seines Kommens in die Welt ist, oder mehr wörtlich: „seines Herabsteigens vom Himmel” (s. z.B.: Joh 6,38.41f.51; sein Vater – ist die Erste Person Gottes: Gott der Vater). Jesus sagt die hier angeführten Worte in Antwort auf die Ihm von Pilatus gestellte Frage, als dieser Jesus beim Gerichtsverfahren kurz vor dem gefällten Urteil des Kreuzestodes verhörte. Es galt also vonseiten Jesu Christi als besonders feierliches Bekenntnis, einer seiner Selbst-Offenbarungen:

„... Ich bin dazu geboren
und dazu in die Welt gekommen,
um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen
[= Wahrheit im biblischen Sinn: Gottes Treue-Wahrheit zum einmal dem Menschen gesagten Wort: Ich liebe dich, Du mein lebendiges Ebenbild! Ich lege Mein Leben auf die Schale, dass du in das Haus des Vaters finden kannst !].
Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf Meine Stimme” (Joh 18,37).

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Kann ich auf Jesus ... vertrauen?

Kann man mit Anvertrauen seiner Selbst – voller Zuversicht – diesem Jesus Christus noch schwanken, der:

„... sich selbst für uns hingegeben hat,
um uns loszukaufen aus aller Gesetzlosigkeit
und sich ein reines Volk zu schaffen, das Ihm gehört,
und in guten Werken wetteifert”
(Tit 2,14)?

Der von Jesus Christus, dem Menschen-Sohn, angenommene schaudererregende Tod samt den ihm vorangegangenen Foltern, die Er um seiner Erlösungs-Liebe zu seinen menschlichen Brüdern und Schwestern willen auf sich genommen hat, indem Er die Menschen um diesen Preis: seines für sie vergossenen Blutes „zur Vergebung der Sünden” (Mt 26,28), vom ihnen drohenden ewigen Tod herausreißen und erlösen wollte – ist alles andere, nicht aber Scherz! Gott selbst – in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, also nicht irgendein ‘Mensch’, noch irgendeiner der ‘Engel’, sondern ... GOTT selbst – wird:

„... Sühnung für unsere Sünden,
und nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt” ! (1 Joh 2,2).

Es geht im wörtlichsten Sinn in Erfüllung, das heißt ganz radikal – das Wort eben dieses Jesus, das wir auf Spalten unserer Homepage so viele Male angeführt haben:

„... Denn auch der Menschen-Sohn ist nicht gekommen,
um sich dienen zu lassen,
sondern zu dienen –
und sein Leben hinzugeben – als Lösegeld für viele” (Mk 10,45).

Satan ... ist außerstande, so etwas irgendeinmal auf sich zu nehmen. Der ‘BÖSE’ ist von Natur aus unfähig irgendeinen Akt der Liebe herauszufunken: weder zu Gott, noch zu irgendwelchem der Nächsten. Der Böse kann nur dieses eine: diese, die auf ihn vertrauen, sofort auf den Status eines Menschen-Sklaven herabzuführen, um ihn in nächster Reihe ... zu verschlingen.

Liebe – als „Gabe der Person für die Person” (BF 11) ist bei Satan ihrem Wesen nach unmöglich. Er kann nur – wie das schon viele Male angeführte Wort Gottes feststellt, seine Bekenner-Sklaven zerstören und ‘nährt sich ihrer’ mitleidslos: er ‘verschlingt’ sie beständig. Er erpresst von ihnen ihr ‘Blut’ bis zum Letzten – schon hier auf Erden, und was erst dort, im Existieren der ewigen Verdammnung!
– Es genügt die Worte des Ersten Papstes zu hören, des Hl. Petrus des Apostels:

„Seid nüchtern! Wachsam!
Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher –
und sucht, wen er verschlingen kann.
Ihm widersteht standhaft im Glauben ...” (1 Petr 5,8).


Findest du etwa in der Geschichte der Menschheit eine Religion, deren Gottheit von selbst aus – auf die Erde herabgekommen wäre, um Gott für die Sünden zu entsühnen, für die sündigen Menschen, die sich gegen Gott und daselbst gegen sich selbst versündigt haben?
– Die Geschichte der Religionen führt in Fülle solche Glaubensgeschichten an, nach denen die ‘Gottheit’ selbst, fortwährend ‘hungrig’ – Menschenopfer forderte. Menschen mussten ‘gefangen werden’, man musste ihnen lebendig ihr Herz herausreißen usw., um die immer nicht sattgewordene, blut-dürstige ‘Gottheit’ zu sättigen, oder auch z.B. man verbrannte lebendig Klein-Kinder zur Opfergabe, usw.
(sieh dazu von unserer Homepage z.B. den Text der Erklärung unter dem Bild des Gottesmutter Maria von Guadalupe über die Ritual-Opfer von Menschen bei Azteken in Mexiko: Gottesmutter von Guadalupe. Leider, um den Text mit ‘Erklärung’ unter dem Bild sehen zu bekommen, muss diese Seite in Original-Ausgabe geöffnet werden, also nicht als innerer Link, das heißt man müsste gesondert die folgende Seite öffnen:   http://lp33.de/seite-lp33/p6_1d.htm#p6-1d3 ).

In der Religion der Gottes Offenbarung könnte man sich so was unmöglich vorstellen. Hier wird Gott selbst – wie gut, dass Er der Eine Einzige ist, auch wenn in Drei Personen – in Jesus Christus, der Zweiten der Gottes Personen, Sühneopfer „für unsere Sünden wird, und nicht nur unsere, sondern auch die Sünden der ganzen Welt” (1 Joh 2,2).

Allein jemand ‘Gleicher’ ist imstande, den ‘Gleichen’ zu entsühnen! Alle irgendwelche Opfer als Lösegeld für Gott, die für den mit Sünden und die Verbrechen der Menschheit beleidigten Gott von irgendjemandem der Menschen, und selbst der Engel dargebracht wären, hätten von Vornherein absolut keinen Sinn: keinen geringsten Wert in Gottes Augen, sie wären also außer Stande Gott – für die Sünden der Menschen zu entsühnen. Hier bestünde kein irgendwelches ‘Größenverhältnis’, noch irgendwelche ‘Gleichheit’ zwischen dem geschändeten Gott, und diesem, der die ‘Sühne’ vollbringen würde, aber nur ... Geschöpf wäre.

Wir erinnern uns auf die vertiefte Erwägung dieses Themas in den früheren Teilen unserer Homepage (sieh vor allem: Mit neuer Beschenkung mit Liebe erwiderte Sünde – im vorangehenden Zusammenhang. Und noch: V.Teil, die Kapitel: 3-4-5-6).

Indessen Jesus Christus, der in Gottes Natur die Zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist, wurde deutlich von Himmlischen Vater gesandt, dass Er die Welt, das heißt die Welt der Menschen-Sünder, rettet-erlöst. Siehe die wahre, nicht-selbstsüchtige „Liebe” – im Gottes Stil ihres Begriffs – und ihrer Verwirklichung! Jesus Christus, schon als Menschen-Sohn – dank dem Geheimnis seiner Menschwerdung, zu der es gekommen war „auf Einwirkung des Heiligen Geistes”, wann der Heilige Geist das Wunder vollbracht hatte der Vereinigung zweier Naturen, die unmöglich auf sich einander herabgeführt werden können: der Gottes Natur mit der Menschen-Natur in ein und einiger Person: Gottes Person – im Leib Mariens, der Mutter-Jungfrau – hat des Öfteren sein Bewusstsein zu kennen gegeben, dass Er der von seinem Vater „Gesandte” ist, um gerade dieses Werk zu vollbringen: das Werk der Erlösung des Menschen (sieh dazu ob.: Christus – Sohn Gottes – der „Gesandte”; und z.B.: Christus – Gabe der Liebe des Vaters).

Der Vater hat nicht umsonst seinen Eingeborenen Sohn in die Welt geschickt! Die Liebe Gottes, kondensiert im ‘Herzen’ des Himmlischen Vaters, möchte mit aller Innigkeit ihrer Gottheit – dieses eine: dass jeder Mensch die Chance der ‘Gewonnenen-für-immer’ bekommt.

Das hat Jesus Christus viele Male offenbart – u.a. im Nachtgespräch mit dem Mitglied des Höchsten Rates des damaligen Israels in Jerusalem, dem Nikodemus:

„Denn so sehr hat Gott [= der Vater] die Welt geliebt,
dass Er seinen Eingeborenen Sohn hingab,
damit jeder, der an Ihn glaubt [= Ihm anvertraut: Jesus, ich vertraue auf Dich !],
nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott [= der Vater] hat den Sohn nicht in die Welt geschickt [sieh: Joh 4,34; 5,30; 7,28; 8,42; 17,3],
damit Er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch Ihn gerettet wird.
Wer an Ihn glaubt [= Ihm anvertraut], wird nicht gerichtet.
Wer nicht glaubt, ist schon gerichtet,
weil Er an den Namen des Eingeborenen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist,
und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht:
denn ihre Taten waren böse ...” (Joh 3,16-19).

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Erklärung

Der NICHT-Glaube und die Zurückweisung, beziehungsweise das Hinweggehen über Gott – ist immer Frage der un-abtrittbaren und un-abdingbaren Freiheit des Willens des einzelnen Menschen: seines Vermögens der Selbst-Bestimmung.
– Dieses Vermögen will zugleich ... nicht dazulassen, dass dieses andere Vermögen der menschlichen Person: das Selbst-Bewusstsein des Menschen, gehörig in Betrieb gesetzt werden kann: die Befähigung des Menschen, denken imstande zu sein. Das geschieht offenbar unter übermächtigem Druck dessen, der der ‘Böse’ ist: Satan. Dieser aber überredet den leichtfertigen Menschen, dass solche Verhaltensweise gegenüber den Erwartungen Gottes, wie sie in den Zehn Geboten ausgedrückt sind, den erträumten Gipfel einer Losreißung von dieser ‘unerträglichen’ Pflegschaft ... Gottes darstellt !

Preis der Zurückweisung Gottes im Fall jedesmaliger begangenen Sünde (schweren Sünde), ist die Wahl des Nicht-Gottes, das heißt Dieses, der der Böse ist: Satan. Es ist die schlimmstmögliche Wahl, samt all dessen Folgen.
– Ursache dieser ‘Zurückweisung’ Gottes, des Widerspruchs Gott selbst und seinem Wort (seinen Geboten) ist immer das eine: „... weil ihre Taten böse waren ...” (Joh 3,16-19).

Die Wahl nach dem Bösen falls der Entscheidung und Einwilligung auf Sünde ist demnach Wahl nach dem, der der BÖSE ist: Satan. Wollte aber jemand, nachdem er (in seinem Bewusstsein und Willen) Gott zurückgewiesen hat, jetzt noch versuchen, der Reihe nach, auf das Existieren des Bösen: Satans, nicht glauben, existiert er sowieso – und wirkt mit aller seiner Wucht. Am leichtesten gelingt es ihm zu wirken, wenn er selbst als Nicht Erkannter bleibt.

Wie aber die Existenz und das Wirken des Bösen unanfechtbare Wirklichkeit ist, so ist auch die Existenz – diesmal Gottes des Lebendigen, als Dessen, „Der DA IST” und der jeden einzeln einlädt zum verwundernden Eins-mit-Sich-für-immer – um den Preis aber einer „Verhaltensweise ‘wie es sich gehört’ im Haus Gottes, das heißt in der Kirche des Lebendigen Gottes – der Säule und Grundfeste der Wahrheit” (1 Tim 3,15) – freudevolle Wirklichkeit, die immerwährend zum völligen Anvertrauen einlädt, das ohne Zweifel „unmöglich täuschen kann” (Röm 5,5).

Weiter auch vollgültig sind die Worte desselben Erlösers, Jesus Christus, die Er bei seinem „Hohenpriesterlichen Gebet” gesagt hat:

„Das ist das ewige Leben,
dass sie Dich, den Wahren Gott, erkennen [= gleichbedeutend mit: Anhangen],
und Jesus Christus, den Du gesandt hast ...” (Joh 17,3).

Das Wort Jesu: „... dass sie Dich, den Wahren Gott, erkennen ...”, enthält offenbar solchen Inhalt, wie ihn unter dem hier angewandten Zeitwort die semitisch-israelitische Mentalität ausdrückt. Ihrer hat sich der Heilige Geist bedient, als das Gottes-Geschriebene-Wort unter seinem Anhauch entstand. Es geht hier nämlich nicht nur um theoretisches, vernunftgemäßiges ‘Erkennen’ Gottes [= ich weiß, dass Gott besteht, dass Er da ist], sondern um das Anhangen an Ihn, samt der Erfüllung, demzufolge, all dessen, was Ihm gefällt, und was Gott dem Menschen in Form der Gebote vorgelegt hat, die seine Schöpfer- und Erlöser-Liebe strahlen.

Es geht also um den Inhalt, der gleichsam mit der Bezeichnung gleichbedeutend ist, die wir gebrauchen, wenn wir das Zeitwort ‘ich vertraue’ anwenden, beziehungsweise das Dingwort: ‘Vertrauen’, oder noch anders: „O Gott, o Jesu – ich vertraue (wir vertrauen) auf Dich”.

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4. „Er hat mich geliebt und sich für mich hingegeben” (Gal 2,20)

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Christus mein – unser – Anvertrauen

Alles, was gerade erst gesagt wurde, betrifft vollkommen so manchen jungen Menschen, obwohl selbstverständlich nicht nur einen ‘jungen’ Menschen... Wie oft pflegt es so zu sein, dass ein erwachsendes Kind, und umso mehr ein Jüngling und ein Fräulein, von dem, der der Böse ist – zum Aufstand gegen Gott und den Erlöser aufgehetzt wird. Es kann ihnen den Anschein geben (dies wäre im Prinzip Werk des Bösen, der nicht aufhört sie zu verführen und ihnen das ‘Böse’ als das ‘Gute’ darzustellen; vgl. Jes 5,20), dass sie sich mit Aggressivität auszeichnen müssen und ihre Meinung mit Kraftaufwand durchsetzen, indem sie alles, was es bisher gegeben hat, umzustürzen suchen – als nicht mehr modisch und überholt, das heißt in kurzsichtigem Urteil: als Jetztzeit ‘Böses’.

Um sich noch täuschenden ‘Mut’ zuzusprechen, greifen sie nicht selten nach Drogen, Alkohol, Zigaretten, indem sie das alles mit noch anderen Vergnügungen besiegeln ...
– Um solche Verhaltensweise zu erhalten, bedient sich der Böse der urewigen Methode, die er zum ersten Mal im Paradies ausgeprobt hat: er verlügt und verführt, um auf der darauffolgenden Stufe umso wirksamer, und hier auf Erden möglich schmerzenlos – das Leben der Gnade zu töten und auf möglich wirksamste Weise einen neuerlichen Kontakt zum Erlöser abzusperren (s. ob.: Inbesitznahme des freien Willens des Menschen).

Die Tiefe des Menschseins kann aber auf längere Dauer nicht betrogen werden. Ob jemand Gläubiger ist oder nein; ob er Bekenner dieser oder einer anderen Religion oder Bekenntnisses ist, erzogen im religiösen Milieu oder ganz atheistischen, oder selbst anti-theistischen, bleibt jede menschliche Person – dessen bewusst oder indem sie diese Wirklichkeit nur im Unterbewusstsein verspürt, weiter lebendiges „Ebenbild und Ähnlichkeit” dieses Gottes, der DA IST, der – Liebe IST, und unmöglich dem Kind seiner Vorliebe die Erfüllung seines Menschseins nicht wünschen kann – in diesem einzigen ‘Ort’, welches das „Haus des Vaters” darstellt (Joh 14,2n): im Leben der Glückseligkeit-für-immer.
– Unmöglich, dass Gott – anders sein kann. Sollte auch das Milieu, in dem sich der betreffende Mensch befindet, darunter auch dieser junge Mensch, den eigentlichen Begriff hinsichtlich Gottes der Wahrheit völlig deformiert haben.

Da aber der Mensch – ob er darüber Bescheid weiß oder nein – sowieso lebendiges Ebenbild Gottes ist, wird der Mensch niemals in Fülle ‘Er selbst’ : Mensch, noch umso mehr glücklich-erfüllt sein, als nur wenn er sich in Richtung einer dauernden Anähnlichung an sein Ur-Muster entwickelt: Gottes des Dreieinigen.
– Gott ist für jeden Menschen der Kompass, der sein Leben untröstbar auf Gott hin leitet und nicht zulassen möchte, dass der Mensch in ‘Materie’ versinkt.
– Die größte Qual der Verdammten besteht gerade darauf: auch sie sind mit ihrem ganzen Wesen auf Gott hingerichtet, und doch, in ihrer schlecht gebrauchten Selbst-Bestimmung (freier Wille) ... hassen sie diesen Gott.

In diesem Sinn bleiben die Worte des Heiligen Augustinus (+430) aus seinen „Bekenntnissen” niemals überholt:

„Du, o Herr, hast uns für Dich geschaffen,
und unruhig ist unser Herz,
bis es ruht in Dir” (Confessiones, I, 1: CCL 27,1).

Denselben Inhalt, auch wenn mit anderen Worten, hat in seiner ersten Enzyklika Johannes Paul II. zum Ausdruck gebracht, als er mit großem Nachdruck hervorhob, dass der Mensch nicht ohne die sich ihm offenbarende Liebe leben kann:

„Der Mensch kann nicht ohne die Liebe leben. Der Mensch bleibt für sich selbst ein unbegreifliches Wesen, sein Leben entbehrt allen Sinnes, wenn ihm nicht die Liebe geoffenbart wird, wenn er nicht der Liebe begegnet, wenn er sie nicht berührt und sie irgendwie nicht zu eigen macht, wenn er nicht lebendigen Anteil an ihr erhält.
Und eben darum macht Christus, der Erlöser, wie schon gesagt,
dem Menschen den Menschen selbst voll kund’.
– Dieses ist – wenn man sich so ausdrücken darf – das menschliche Ausmaß des Geheimnisses der Erlösung. Der Mensch findet darin die ihm eigentliche Größe, die Würde und den Wert seines Mensch-Seins. Der Mensch wird im Geheimnis der Erlösung neu bestätigt, gleichsam von neuem ausgesprochen. Von neuem erschaffen !
‘Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus’ (Gal 3,28).
– Der Mensch, der sich selbst bis zum Ende verstehen will – nicht nur nach unmittelbar zugänglichen, teilweisen, bisweilen oberflächlichen und sogar nur scheinbaren Kriterien und Maßstäben des eigenen Wesens – muss sich mit seiner Unruhe, Unsicherheit und auch mit seiner Schwäche und Sündigkeit, mit seinem Leben und Tod Christus nahen. Er muss sozusagen mit seinem ganzen Selbst in Ihn eintreten, muss sich die ganze Wirklichkeit der Menschwerdung und der Erlösung ‘aneignen’ und assimilieren, um sich selbst zu finden.
– Wenn sich in ihm dieser tiefgreifende Prozess vollzieht, wird er nicht nur zur Anbetung Gottes veranlasst, sondern gerät auch in tiefes Staunen über sich selbst. Welchen Wert muss der Mensch in den Augen des Schöpfers haben, wenn er verdient hat einen solchen und so großen Erlöser zu haben (vgl. Hymnus Exsultet von der Ostervigil), wenn ‘Gott seinen Eingeborenen Sohn hingegeben hat’, damit er, der Mensch – ‘nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat’ ... [vgl. Joh 3,16](RH 10) !

Derselbe Johannes Paul II. kommt dem Vorwurf voraus, als ob die Kirche die sog. ‘Neutralität des Staates’ verletze, sooft sie sich auf Gott und die Gebote Gottes beruft und die Achtung vor den ethischen Normen im individuellen, sozialen und staatlichen Leben verlangt. Bei seiner Vierten Pilgerfahrt in das Vaterland hob Johannes Paul II. in seiner Homilie, die er in Lubaczów gehalten hat, hervor:

„... Niemand kann den Menschen in seiner persönlichen Begegnung mit Gott vertreten ... – ...
–... Das Postulat der ‘weltanschaulichen Neutralität’ ist gerecht hauptsächlich in diesem Bereich, dass der Staat die Freiheit des Gewissens und des Bekenntnisses aller seiner Bürger beschützen soll ...
Allerdings das Postulat, dass in das soziale und staatliche Leben auf keine Art und Weise das Ausmaß der Heiligkeit zugelassen werde, bedeutet das Postulat einer Atheisation des Staates und des sozialen Lebens, und hat wenig mit weltanschaulicher Neutralität zu tun” (Vierte Pilgerfahrt Johannes Paul II. in die Heimat, Lubaczów, Homilie „Die Katholischen würden sich unbehaglich finden in einem Staat, von dem Gott herausgeworfen werden sollte”, 3.VI.1991, Pkt. 6).


Die Tatsache unseres Herkommens von Gott dem Schöpfer, und außerdem ... dem Erlöser – ist ontologische Tatsache, die also Wahrheit des Seins selbst darstellt. Es gibt keinen Menschen, der vom Nicht-Existieren zum Existieren nicht von Gott selbst dem Schöpfer – und zugleich dem Erlöser des Menschen hervorgerufen werden könnte. Denn der Mensch – jeder ausnahmslos – samt jedem Behinderten, ist das „einzige Geschöpf auf Erden, das Gott um seiner selbst willen gewollt hat” (GS 24).

Werde ich also vom Gott „gewollt” um „meiner Selbst willen”, kann das nicht bedeuten, dass derselbe Gott der Schöpfer – mich, mit diesem konkreten Namen, nicht „um meiner Selbst willen” lieben sollte.
– Anders gesagt: Gott sehnt sich nach mir. Er sehnt sich auf seine Gottes, für mich unbegreifliche, aber gerade deswegen umso mehr tatsächliche Art und Weise.

Wenn sich aber Gott nach mir sehnt, heißt das, dass Er mich zur Bräutlichkeit-mit-Ihm einlädt: Bräutlichkeit nach seiner, Gottes Art und Weise ihres Begreifens. Folgerichtig: wenn Gott mich „um meiner Selbst willen” erschaffen hat und mir beständig sein sehnsüchtig erwartetes ‘Eins-mit-mir’ anbietet, heißt das daselbst, dass Er mich zum ewigen – Leben erschaffen hat. Und noch: dass der biologische Tod, den auch ich früher oder später erfahre, für Gott kein Problem darstellt, was meinen Ruf zur Bräutlichkeit-mit-Sich angeht: für immer – im „Haus des Vaters”.

Aber noch weiter: jeder Mensch ausnahmslos – steht einmal zweifelsohne ... von den Toten auf ! (sieh dazu: Joh 5,25.28f.). Nur: dass nicht von Gott, sondern von meinem freien Willen, also auch von dem mir von Gott her angebotenem dramatischen Vermächtnis: der Selbst-Bestimmung – wird mein eigenes Geschick abhängen, das aber sowieso ewig sein wird.

Und zwar allein von meiner Wahl wird es abhängen, ob ich mich zur Bräutlichkeit, die von meinem Schöpfer und Erlöser ersehnt ist – aufseiten Gottes stellen werde, oder auch – Gott bewahre, aufseiten ihrer definitiven Zurückweisung. Das würde daselbst zu freiwillig gewählter Sklavenschaft-zu-Diensten des nicht geliebten, und doch freiwillig gewählten, mit „Zähneknirschen” (vgl. Mt 13,32.50) verhassten BÖSEN werden.

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Selbst-Bestimmung um der Liebe-Gabe willen

All das ist für jeden Menschen vorläufig nicht besätes Feld, das bebaut werden soll. Die Erfüllung dieser Aufgabe stellt eine Chance dar, die gewonnen werden kann, und die jedem Menschen-Person zum Geschenk angeboten wird. Gott hat nämlich jeden Menschen mit unveräußerlicher und unabtrittbarer Befähigung ausgestattet: mit dem Vermögen der Selbst-Bestimmung, das ist mit freiem Willen. Er ist Grundboden, der das Wachstum und die Entwicklung der Liebe bedingt – sowohl zu Gott, wie zum Nächsten.

Wie viele Male hat über den freien Willen, seinen Chancen und Behinderungen Johannes Paul II. in seinen vielfältigen Dokumenten gesprochen, die die Lehre der Kirche bestimmen! Des Öfteren kehrte er auch bei seinen immer weiteren Pilgerfahrten in die Heimat auf das Thema der ‘Freiheit’ zurück, als Aufgabe und Pflicht zur verantwortlichen Bewirtung. Und so, z.B. bei seiner IV. Pilgerfahrt in die Heimat sprach er in Olsztyn (5.-6.VI.1991) u.a.:

„... ‘Die Wahrheit macht euch frei’ – hat Christus gesagt [Joh 8,32]. ... Dies ist das Zusätzliche zum Achten Gebot.
... Die Wahrheit, die frei macht [= sie schenkt die Freiheit] – Freiheit durch die Wahrheit. ... Außerhalb der Wahrheit – ist die Freiheit keine Freiheit. Sie ist dann Anschein. Sie ist Verknechtung.
– ... Es ist die Perspektive unserer Zeiten. Zwischen der Freiheit, zu der Christus uns frei gemacht hat und beständig frei macht – und dem Weggang von Christus um der oft so laut in Schwung gebrachten Freiheit willen ...

– Die Freiheit, zu der uns Christus frei macht, ist der eine Weg.
– Der zweite Weg besteht auf Freiheit ‘von’ Christus.
Denn des Öfteren werden hier solche scheinbare Worte angewandt, es wird vom ‘Klerikalismus’ gesprochen, ‘Anty-Klerikalismus’, und im Grund denommen geht es um das eine: die Freiheit, zu der uns Christus frei gemacht hat, oder auch die Freiheit von Christus?
– Das sind diese zwei Wege, auf denen Europa schreitet und bestimmt wandeln wird. Europa sind besondere Bände zu Christus eigen, hier hat die Evangelisierung begonnen, aber hier sind auch verschiedene Formen des Wegganges von Christus, Programme, wie es von Christus wegzugehen gilt, aufgetaucht, und tauchen weiter fortwährend auf.
– Auch vor uns schließt sich die Zwiespältigkeit auf, diese Weggabelung. Freiheit, zu der Christus uns frei macht, Freiheit durch die Wahrheit. Die Wahrheit macht uns frei. Oder auch: Freiheit von Christus.
– Der Weg des Evangeliums, und der Eucharistie. Möge es nie fehlen weder das eine, noch das andere im Leben des Gottes Volkes... ” (Vierte Pilgerfahrt in die Heimat, Olsztyn, Heilige Messe für Gläubige der Diözese Warmien, 6.VI.1991, Pkt. 5-6).

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Erklärung

Indem aber Er: Christus, der Sohn des Lebendigen Gottes, Person ist, wie auch Personen die Drei Personen des Ein und Selben Gottes des Liebe-Lebens sind, ist es unmöglich, dass ich, der Reihe nach, nicht ... auch Person sein kann: Gottes lebendiges Ebenbild-Ähnlichkeit (Gen 1,26f.) dieses Gottes in seinen Drei Personen.

Daselbst gibt es aber keinen Menschen, der nicht ausgestattet wäre mit diesen drei unveräußerlichen und unabtrittbaren Eigenschaften-Gaben der Person, von denen es auf unserer Seite so viele Male geredet wurde: Selbst-Bewusstsein, Selbst-Bestimmung, Fähigkeit die Verantwortung-Zurechnung auf sich nehmen zu können.
– Als zwar leibliches Wesen, samt den biologisch-physiologischen Funktionen in Ähnlichkeit mit dem Leib der Tiere, ist der Mensch außerdem unveräußerlich mit unsterblichem Geist ausgestattet, mit unsterblicher Seele. Erst sie: die menschliche Seele – bestimmt die menschliche Unwiederholbarkeit und Würde angesichts des belebten und nicht belebten Weltalls (vgl. FC 11).


Von selber IV.Pilgerfahrt Johannes Paul II. in die Heimat (1.-9.VI.1991) führen wir noch ein paar Sätze von der Homilie des Heiligen Vaters in Warszawa (9.VI.), die er bei der Seligsprechung des P. Rafael Chyliński gesagt hat. Der Heilige Vater hat dabei wiederholt das Thema der Prüfung hinsichtlich der Freiheit aufgegriffen, die vor jedem stehen bleibt.

Hier ein Fragment der Päpstlichen Homilie im Anschluss an die Freiheit, dieses Vermögens der Selbst-Bestimmung – in ihrer Ausrichtung auf Aufblühen der Liebe, die Ziel der Gabe der ‘Freiheit’ darstellt:

„Dem Gebot der Liebe steht im Evangelium auch sein soziales Ausmaß zu. Christus sagt: Das ist Mein Gebot, dass ihr einander liebt... [Joh 15,12].
– In jedem seinen Ausmaß ist dieses Gebot auf den menschlichen Willen bezogen, der frei ist. Der Mensch, indem er sich nach dem Licht des Verstandes leiten lässt, das heißt nach dem Urteil des Gewissens – wählt, und so entscheidet er und bestimmt über sich [= Wille: Vermögen der Selbst-Bestimmung]. Er schafft die Gestalt seiner Taten.
– Das Gebot der Liebe richtet sich auf den freien Willen hin, denn von ihm hängt es ab, ob der Mensch seinen Taten, seiner Verhaltensweise, die Gestalt der Liebe angibt, oder auch eine andere Gestalt, die der Liebe widerspricht. Es kann die Gestalt der Selbstsucht sein, die Gestalt einer Gleichgültigkeit angesichts der Bedürfnisse des anderen, einer Gleichgültigkeit angesichts des gemeinsamen Wohls. Es kann endlich die Gestalt des Hasses werden, oder auch Verrates – dem zu Trotz, was Christus lehrt: Liebt eure Feinde”  [Mt 5,44] (Homilie, Pkt. 2).

– „Die Liebe, die selbst das Leben hinzugeben bereit ist, geht nicht verloren ...
Eine größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben für seine Freunde hingibt’  [Joh 15,13] – hat Christus gesagt. Jesus Christus ist der erste unter denen, die das Leben dahingegeben haben ...” (Homilie, Pkt. 3).

„... Und so finden wir es, dass die ... souveräne Subjektivität nicht nur eine Errungenschaft bildet, sondern sie ist auch neue Herausforderung. Herausforderung zur Bestimmung seiner selbst, zur Verwirklichung seiner selbst, zu seinem selbst zu sein. Als Mensch – Person und als Volk – Gemeinschaft. Diese Herausforderung richtet sich an den menschlichen Willen auf verschiedene Arten und Weisen: an den Willen eines jeden und aller. Wir legen die Prüfung von unserem Mensch-Sein ab und unseren Christentum, von unserem Pole-Sein und unserem Europäer-Sein ...
– ... Die Prüfung in Bezug auf die Freiheit steht vor uns. Die Freiheit kann nicht besitzt werden. Sie muss beständig, beständig, beständig erobert werden. Sie wird gewonnen, indem man einen guten Gebrauch von ihr macht – indem man sie in Wahrheit gebraucht, denn nur die Wahrheit macht [vgl. Joh 8,32] die Menschen und die menschlichen Gemeinschaften, die Gesellschaften und Völker frei. So lehrt Jesus Christus ...
– ... Ich bete zusammen mit euch um diese Prüfung hinsichtlich der Freiheit, die euch bevorsteht ...” (Homilie Pkt. 4).

„Was ist die Antwort? Antworten muss es viele geben, jedesmalig in Anpassung an die Person, das Milieu, die Situation. Zu gleicher Zeit ist die Antwort diese eine: sie ist das Gebot der Liebe. Es ist das große Gebot des Evangeliums, durch das der Mensch sich als Person wiederfindet und als Teilnehmer der Gemeinschaft, als Sohn oder Tochter des Volkes. Einer – und alle.
– Das Konzil lehrt: Der Mensch ist das einzige Geschöpf auf Erden, das Gott (beim Erschaffen) um seiner Selbst willen gewollt hat. Zugleich aber kann der Mensch – Ebenbild Gottes und seine Ähnlichkeit – sich selbst nicht anders verwirklichen, als nur indem er selbstlose Gabe seiner Selbst wird.
– Das heißt also – nicht Egoismus, kein schneller ökonomischer Erfolg (um jeden Preis), kein praktischer Materialismus (diese Liste könnte vermehrt werden)..., sondern Bereitschaft zur Hingabe seiner Selbst, moralischer Fortschritt, Verantwortung. Mit einem Wort: Das Gebot der Liebe ...” (Johannes Paul II., IV. Pilgerfahrt in die Heimat, Warszawa, 9.VI.1991, ‘Prüfung von unserer Freiheit vor uns. Seligsprechung von P. Rafael Chyliński – Pkt. 5).


Wie dürfte hier nicht noch einmal an die inbrünstigen Worte Johannes Paul II. seines Dialogs mit Jugendlichen angeknüpft werden, die sich vor dem Bischofssitz in Krakow 1987 angesammelt haben (10.VI.1987 r.). Es geschah im Eucharistischen Jahr bei seiner Dritten Pilgerfahrt in die Heimat, als er die Eucharistie als das ‘Sakrament des Durchringens’ genannt hat. Gegen das Ende jenes Dialogs sagte der Heilige Vater u.a.:

„Eine große Gefahr, von der ich zu hören bekomme .... ist das, dass die Leute in Polen gleichsam weniger lieben, dass die Egoismen, Gegenwärtigkeiten immer stärker zur Stimme kommen. Die Leute vertragen sich nicht, Leute bekämpfen sich. Dies ist böse Saat. Es ist nicht die Eucharistie, dies ist nicht von Christus. Und das muss umgestaltet werden ...
– Im Bewusstsein aller muss an erster Stelle das stehen bleiben, dass es einen Jemanden gibt, der liebt – ohne Rücksicht zu nehmen. Er zieht sich von dieser Liebe niemals zurück. Sollte ich auch der Schlimmste sein, sollte ich Ihn auch getäuscht haben, Ihn auch verraten, so wie Ihn selbst auch dieser Petrus verraten hat, dessen ich Nachfolger bin, Er wird nicht täuschen. Auf Seine Liebe kann man immer zählen.

– Ich habe ... einen solchen Satz geschrieben, dass die Freiheit niemals besitzt werden kann. Es ist sehr gefährlich, sie zu besitzen. Die Freiheit muss stets erobert werden. Die Freiheit ist Eigenschaft des Menschen, Gott hat ihn als freien erschaffen. Er hat ihn als freien geschaffen, hat ihm den freien Willen gegeben – ohne Rücksicht auf dessen Folgen.
Der Mensch hat die Freiheit schlecht angewandt. Gott gab sie ihm, aber Gott hat ihn frei erschaffen, und wird sich absolut davon nicht zurückziehen. Er hat für seine Gabe bezahlt, Er hat selbst für seine Gabe bezahlt. Das womit wir jetzt dank dem Eucharistischen Kongress leben, die Eucharistie – erinnert uns doch daran immerwährend, wie Gott für seine Gabe bezahlt hat, für die Gabe der Freiheit, die Er dem Menschen gegeben hat. Allerdings diese Gabe hat Er nicht zurückgezogen – und zieht sie auch nicht zurück.
... Den Menschen hat Gott frei gemacht – nicht zur Ausgelassenheit, auch das ist Wahrheit.
– Wir haben einmal in der Vergangenheit, wir Polen, unsere Ureltern, uns verschuldigt, sie haben sich gegen die Freiheit verschuldigt. Wir haben das als die ‘Goldene Freiheit’ genannt, aber es zeigte sich, dass sie verschmort war! ...
– Die Freiheit ist Gottes Gabe. Sie kann nicht einmal an irgendwelche menschliche Festsetzungen reduziert werden. Der Mensch kann etwas nur im Rahmen dessen festlegen, was schon irgendwie aufgegeben ist in der Ordnung, die schon vom Menschen vorgefunden wird, in der von Gott erschaffenen Ordnung.
– Die Kirche ist Experte in Sache der Freiheit, wie sie auch Experte in Sache der Sünde ist. Denn diese Sachen gehen zusammen: Freiheit und Sünde. Gott hat riskiert – ich wage es zu sagen – Er hat die Freiheit hinsichtlich seiner Geschöpfe riskiert, hinsichtlich der Menschen hier auf Erden, Er hat dafür bezahlt und das hat das Ausmaß der Freiheit des Menschen auf schauerliche Weise bestätigt, gerade das, dass Gott für die vom Menschen missbrauchte Freiheit bezahlt hat. Eben das heißt das Wort: ‘Er hat bis zu Ende geliebt’...
– Es kann keine gesunde Gesellschaft geben, wenn in ihr die Sache der Freiheit, die personale Freiheit, die gemeinschaftliche Freiheit, die Freiheit des Volks nicht bis zu Ende gelöst ist, ehrlich, mit vollgültiger Empfindung für die Verantwortung ...”.
(Dritte Pilgerfahrt Johannes Paul II. in die Heimat: 8.-14.VI.1987, 4., Kraków, ‘Eucharistie das Sakrament der Durchbruchskraft’, 10.VI., Begegnung mit Jugendlichen vor dem Bischofssitz in Kraków, zweite Hälfte).


Besonders inbrünstig machte Johannes Paul II. die Sache der Freiheit und ihres Gebrauchs – den Jugendlichen bei seiner Zweiten Pilgerfahrt in die Heimat (16.-23.VI.1983 r.) bewusst – es war bei dem Millenniums-Appell. Es geschah am 18. Juni 1983. Der Papst hat den Inhalt des ‘Jasna-Góra-Appells’ eindringlicher erörtert: „Maria, Du Königin Polens, ich bin bei Dir, ich gedenke, ich wache”. Zu den Worten dieses „Appells” sagte er:

„... Diese Worte zeugen davon, dass wir auf die Liebe, die uns beständig umfängt, glauben. Diese Liebe ist zu Füßen des Kreuzes geboren, als Christus ... Maria seinen Jünger Johannes anvertraut hat: ‘Siehe Dein Sohn’ [Joh 19,26]... (Appell, Pkt. 3).
Diese Wort sind zugleich inneres Programm der Liebe. Sie bestimmen die Liebe nicht nach der Skala des Gefühls, sondern der inneren Haltung, die von ihr gebildet wird.
– Lieben – heißt: bei der Person, die man liebt, zu sein (‘Ich bin bei Dir’), das heißt zugleich: bei der Liebe zu sein, mit der ich geliebt werde... Gleichsam mit dem Bild der Geliebten Person in Augen und im Herzen zu wandeln. Das heißt zugleich: diese Liebe zu erwägen, mit der ich geliebt werde, und immer mehr in ihre Göttliche und Menschliche Größe hineinzusinken ...
– Es ist ungemein einschneidende Sache, dass man in der Jugendlichkeit ... mit solchem reifen inneren Programm der Liebe wandelt, gerade solchem, von dem der Jasna-Gora-Appell spricht.
... Die Jasna-Góra-Frau ist Lehrerin der Schönen Liebe für alle ... (Appell, Pkt. 4).

Antwort auf diese Liebe muss eben das sein, dass ich wache ! Was heißt das: ‘Ich wache’?
Das heißt, dass ich Mensch des Gewissens zu sein suche. Dass ich dieses Gewissen nicht betäube und es nicht entstelle. Dass ich Gutes und Böses nach dem Namen nenne, und es nicht verwische. Ich erarbeite in mir das Gute, und vom Bösen trachte ich mich zu verbessern, indem ich es in mir überwinde.
– Dies ist eine so grundsätzliche Sache, die niemals herabgesetzt werden darf, sie darf nicht auf weiteren Hintergrund verschoben werden. Nein. Nein! Sie ist überall und immer das Erstrangige. Sie ist umso mehr wichtiger, je mehr es Umstände gibt, die es begünstigen möchten, dass wir das Böse tolerieren, dass wir uns von ihm leicht lossprechen. Zumal andere gerade so handeln.
... Zu euch gehört es, eine entschiedene Sperre für die Demoralisation aufzustellen – eine Sperre für die nationalen Fehler, die ich hier nicht bei Namen nennen werde, aber von denen Ihr selbst vortrefflichen Bescheid wisst.
Ihr müsst von euch fordern, selbst wenn die anderen von euch nichts fordern sollten. Die geschichtlichen Erfahrungen sprechen uns darüber, wie viel die zeitweilige Demoralisation das ganze Volk gekostet hat ... (Appell, Pkt. 5).

Ich wache – das bedeutet... : ich erblicke den anderen. Ich schließe mich in mich nicht ein ... (Appell, Pkt. 6).
– Ich wache – das bedeutet auch: ich finde mich für dieses große, gemeinsame Erbe, deren Name Polen heißt, verantwortlich ... Dieser Name verpflichtet uns alle. Dieser Name kostet uns alle ...
... Das, was kostet, bildet eben den Wert.
Man kann aber nicht wahrhaft frei sein, ohne redliches und tiefes Verhältnis zu Werten. Mögen wir nicht solches Polen wünschen, das uns nichts kosten sollte. Dagegen wachen wir bei allem, was das authentische Erbe der Generationen bildet, indem wir dieses Erbe zu bereichern bestrebt sind.
– Das Volk ist vor allem an Menschen reich. Reich am Menschen. Reich an Jugend! Reich an jedem, der wacht – um der Wahrheit willen, denn sie ist es, die die Gestalt der Liebe schenkt ... (Appell, Pkt. 7)”.
(Zweite Pilgerfahrt Johannes Paul II. in die Heimat, Milleniums-Appell an Jugendliche, 18.VI.1983).

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5. Resümee-Schlüsse

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Aus den hier angeführten Homilien und Worten Johannes Paul II. folgt der sich beständig aufdrängende grundsätzliche Schluss.
– Es geht um das Eindringen in die Tiefe des Begriffs der ‘Liebe’. Besteht bei jemandem auch nur ein wenig guten Willens, kann er unmöglich die Triftigkeit nicht erblicken zwischen dem beharrlich vom Hl. Johannes Paul II. hingewiesenen Zusammenhang zwischen dem Vermögen der Selbst-Bestimmung, das heißt dem freien Willen – und der Erscheinung der Liebe. Ihr Erkenntnismerkmal ist doch der Nicht-Egoismus, und dagegen selbstloses Person-Gabe-Werden: zu zutiefst begriffenem Gut dieses jemanden Geliebten.

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Erklärung

Die so begriffene ‘Liebe’, die nicht zögert, falls nötig selbst das eigene Leben dahinzugeben für das grundlegende, definitive Gut der geliebten Person, erscheint allein auf dem Grundboden der Entscheidung des freien Willens. Der freie Wille als Gottes Gabe der Selbst-Bestimmung, stellt eine Gabe dar, die der menschlichen Person von Gott als instrumentell-funktionelle Gabe anvertraut wurde.

Die selbstlose Liebe, die nicht nach eigenem Nutzen und Vergnügen sucht, ist außerstande in Situation des Zwangs zu erscheinen. Jedes Tun infolge des Zwangs und mit ‘Zähneknirschen’ besteht nur dort, wo der ‘Böse’ : Satan herrscht – in ewiger Verdammnis.
– Hier aber auf Erden – gilt das für die Lage, wenn sich der Mensch selbst freiwillig der ‘höheren Gewalt’ der ihn hinreißenden Begierden und Leidenschaften unterzieht. Sie bieten das trügerische Vergnügen an – um den Preis des zuvor versklavten Menschen, indem sie ihn mit schlechtem Vergnügen betören, um ihn umso wirksamer vielfältig zu zerstören und demütigen. In der definitiven Perspektive führt der schlechte Gebrauch des freien Willens zum fixierten Abschneiden von Gott, dem Leben-Liebe – Gott bewahre: in ewiger Verdammnis.

Das Begehen eines Übels stellt niemals Notwendigkeit dar. Der Erlöser des Menschen ist dazu gekommen, um sein lebendiges Ebenbild: Mann und Frau – mit einer neuen Freiheit zu beschenken, die Er erlöst und sie uns zur Verfügung als Erweis seiner Göttlich-Menschlichen Liebe dargereicht hat. Diese aber wünscht nichts so innig, als dieses, dass jeder der Erlösten sich zusammen mit Ihm, dem Erlöser, wie auch mit seiner Mutter Maria, im hinreißenden Eins-in-Liebe mit dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geist findet.

Es ziemt sich mit dem Endfragment des Hohenpriesterlichen Gebetes Jesu zu Ende zu kommen. Jesus betete damals, ganz kurz vor seinem Leiden, zu Vater um eben dieses eine: dass diese – und nicht andereLiebe, mit der der Vater Ihn geliebt hat, auch in Herzen seiner Jünger sei. Siehe da das nur eine wahre Leben: dieses ewige Leben. Und diese nur eine Liebe: Gott-die-Liebe.
– Hier die Worte Jesu selbst:

„Ich in ihnen, und Du in Mir! So sollen sie vollendet sein in der Einheit,
damit die Welt erkennt, dass Du Mich gesandt hast
und sie geliebt hast, wie Du Mich geliebt hast.
– Vater, Ich will, dass alle, die Du Mir gegeben hast, dort mit Mir sind, wo Ich bin.
Damit sie Meine Herrlichkeit sehen, die Du Mir gegeben hast,
weil Du Mich vor der Erschaffung der Welt geliebt hast!
– Gerechter Vater! Die Welt hat Dich nicht erkannt,
Ich aber habe Dich erkannt,
und sie haben erkannt, dass Du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan,
und werde ihn weiterhin kundtun:
damit Die Liebe, mit der – Du Mich geliebt hast,
in ihnen ist – und Ich in ihnen bin” (Joh 17,23-26).

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ZUR BEENDUNG
und
ZUM ABSCHIED
DIESER HOMEPAGE

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Von der Geschichte dieser Homepage – zum Dank Gottes Güte

Wir befinden uns somit am Ziel dieser ... ziemlich ausgebauten Internet-Seite. Schon ein oberflächliches Anblicken der PORTAL-Seite dieser Homepage lässt verstehen, dass sie keine Homepage schöner Präsentationen von Bildern, Animationen und Künstlichkeiten der Computer-Grafik darstellt. Es ist eine Schrift-Seite mit – im Prinzip nicht flachem Inhalt. Sie wird beständiges Angebot und zugleich Ermutigung, dass man sich danach erklärt, was es Gutes-in-Gottes-Augen, und daselbst für den Menschen selbst ist. Der Mensch wird ‘er Selbst’ im Maß, wie er immer ähnlicher wird zu seinem Gottes Ur-Musters – als lebendiges Ebenbild und Ähnlichkeit Gottes.

Die beendete Seite erörtert großenteils die Problematik der Ethik, das heißt der gegenseitigen Beziehungen im moralischen Aspekt. Die erörterte Thematik betrifft oft die gegenseitigen Beziehungen unter dem ethisch-moralischen Blickpunkt zwischen Eheleuten, das heißt zwischen Personen, die miteinander mit eingegangenem Bund der Ehe verbunden sind: dem Sakrament der Ehe. Eine andere ‘Ehe’ gibt es in Gottes Augen nicht – und folglich: es gibt keine andere Ehe im wahren Sinn dieses Wortes.

Daselbst berührt die erörterte Thematik – die gegenseitigen Beziehungen auch schon vor allem auf vor-ehelicher Stufe, und daselbst umso mehr aller außer-ehelichen Beziehungen.
– Indem es in dieser Internet-Seite beständig um ethisch-moralische Erfordernisse geht, braucht man sich nicht wundern, dass sie nicht allzu viele Leser zählt. Die Ethik führt nämlich direkt zur Notwendigkeit der Umwandlung des Lebensstils und Entwicklung seines Inneren.

Da aber nicht alle zum Leben in Ehe berufen werden: zum Sakrament der Ehe, konnte hier unmöglich nicht auch an die vor vielen – zumal Jungen Leuten stehen bleibende Möglichkeit angeknüpft werden, dass die Stimme Jesu Christi vernommen wird, der jemanden persönlich beruft, von näher aus seinem Leben nachzufolgen im Gehorsam, Armut und Keuschheit: keinesfalls zur Verarmung seines Mensch-Seins, sondern seiner Beförderung – im Heiligen Geist.

Daher im dritten Teil ein gesondertes Kapitel (2.Kapitel) über die Berufung zum Priestertum, und unabhängig davon zum geweihten Leben sei es in männlichen, oder in weiblichen Orden; in aktiven Ordensgemeinschaften, oder auch kontemplativen. Erst die Gesamtheit all dieser Möglichkeiten, die sich gewöhnlich vor dem Jungen Menschen stellen, lässt die Fülle der Möglichkeiten einer Entwicklung umfangen – gemäß dem Angebot einer Berufsarbeit, beziehungsweise des Lebensstatutes, mit dem vor jedem Menschen einzeln der Himmlische Vater stehen bleibt – zu Gutem, diesem eigenen, und dieser aller, mit denen Gott das Leben des Berufenen und seine Wirkungskraft binden möchte.

Auf mehreren Stellen der beendeten Seite suchte der Autor danach, dem Teuren Leser zum Bewusstsein zu bringen, dass die Gesamtheit der Ethik, bündig verdichtet in Zehn Geboten Gottes, niemals sich mit der Beschaffenheit irgendwelcher steifer, polizeilich-administrativer, seelenloser Vorschriften auszeichnet, die am armen Menschen die Unterordnung unter Drohung einer solchen oder anderen Sanktion erpresste. Mit der hiesigen Internet-Seite suchte der Autor immerwährend Gott den Lebendigen zu zeigen: Gott-die-Person, Gott der geliebt hat – und weiter ununterbrochen weiter liebt.

Wenn Er aber etwas anempfiehlt, oder selbst befiehlt – auch unter Sanktion des verlorenen ewigen Lebens, tut Er es deswegen, weil Er um das Gute des Menschen: Mann und Frau im Sinn seiner definitiven Dinge: Erlangen des ewigen Lebens – oder auch, Gott bewahre, seines Verlusts, besorgt ist.

Damit kommt aber der Gottes Stil seiner Beziehungen zum Menschen nicht zu Ende: Gott tut beständig der ERSTE selbst das, was Er erst nachher den Menschen zu tun heißt. Er ist der Erste, der sich ‘nicht besiegen lässt vom Bösen’ (Röm 12,21), sondern das Böse – mit umso größerem Guten besiegt ! Er ist es der Erste, der sich auf dem Holz des Kreuzes hinlegt – und erst nachher sagt Er: „Wer Mein Jünger sein will, nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach ...” (Mk 8,34). Wie stark hebt Jesus fortwährend beim Rufen des Menschen – den Nachdruck auf seinen freien Willen hervor: „Wer Mein Jünger sein WILL ...”

Beweis dessen, wie sehr es Gott des Lebens und der Liebe auf der ‘Gewonnenen’ des Menschen, des Ebenbildes seiner besonderen Vorliebe gelegen ist, ist das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes geworden. Dieses Geheimnis ist Zeugnis der Tatsache, wie hoch der Schöpfer selbst – den Menschen als Person schätzt, samt den ihm geschenkten unveräußerlichen menschlichen, weil personhaften – Eigenschaften: seiner Ausstattung mit Selbst-Bewusstsein, Selbst-Bestimmung, Fähigkeit die Verantwortung und Zurechnung auf sich zu nehmen. Das alles geschieht dabei immerwährend in Verbundenheit mit der Berufung, und daselbst der Befähigung des Menschen zur Annahme und Antwort der Liebe – auf die an ihn kommende, beständig ihn fördernde Liebe vonseiten Gottes selbst des Schöpfers und Erlösers.

Man kann verstehen, dass es schwer ist, von irgendwelchen Verpflichtungen ethischer Natur zu sprechen, ohne dass man sich beständig auf das vertiefte Verständnis – aber auch das Lieben Dessen beruft, der dem Menschen inbrünstig diese oder jene ethische Lösungen anbietet, und den Menschen zugleich niemals zu Betätigungen nötigt, die der inneren Friedensordnung der Gottes und Menschen-Liebe entsprechen würden.

Daher gibt es auf unserer Internet-Seite so viel fortwährendes Bohren in die Tiefe immer anderer Geheimnisse Gottes als des Dreieinigen, besonders aber des Geheimnisses der Erlösung. In ihr offenbart der Dreieinige gleichsam ‘bis zu Ende’ sowohl sich selbst, wie auch sein verwunderndes, bezauberndes Vorhaben: der Erlösung des Menschen, und außerdem der ihm angebotenen Bräutlichkeit mit sich – im Hochzeitsmal mit dem Lamm – zwar getöteten, dennoch ist Er auferstanden, indem Er für sein Volk – Bräutigam-vom-Kreuz geworden ist.

In diesem Tiefbohren des Geheimnisses der Erlösung und all dessen, was mit ihr zusammenhängt, gingen wir immerwährend vom reichlich benutzten Gottes-Geschriebenen-Wort heraus, das heißt von der Heiligen Schrift – dem Wort Gottes, das vom Anhauch des Heiligen Geistes entstanden ist.

Andere mächtige Quelle zu immer weiteren Überlegungen und immer mächtiger werdendem Verstehen dieser Geheimnisse wurde das reichliche Nutzen der Lehre besonders des Hl. Johannes Paul II. Der hier schreibende Autor hatte das Glück, Hörer zu werden seiner Vorlesungen während seiner Studien nach empfangener Priesterweihe, samt seiner Unterschrift im Studenten-Index. Der damalige Erzbischof von Kraków, Karol Wojtyła, hat damals auf der KUL (= Katholischen Universität Lublin, Polen) Vorlesungen gehalten, deren Frucht seine ethische Studie geworden ist: „Liebe und Verantwortung”.

Wie sehr ist der Autor Gottes Vorsehung für alles dankbar, was es ihm von Gottes Güte zu erkennen und besser zu verstehen gegeben war – sei es bei seinen Studien, sei es dann aufgrund seiner eigenen Erwägungen, die eine mächtige Bereicherung erfahren haben dank Kontakten im Rahmen einigermaßen einer internationalen Mitarbeit im Bereich der Eheberatung. Als dessen Ziel galt immer das eine: den Bedürftigen und Fragenden zu verhelfen, voller Liebe die Gottes Lösungen in jedem Bereich des Lebens anzunehmen.

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Kurze Charakteristik der sieben Teile dieser Internet-Seite

(0,38 kB)  Erster Teil. Die hiesige Internet-Seite, die als Homepage gegen das Jahr 1999 zu existieren begonnen hat – anfangs nur in Form eines schlichten Schreib-Versuchs, hatte schon ihre sehr lange Vor-Geschichte. Als Internet-Seite begann es von ihrem Niederschreiben ... zuerst in Deutsch: zum Gebrauch vor allem der Eheleute und derjenigen, die die vor-eheliche Stufe erlebten, mit Hinweis auf Göttliche Lösungen im Bereich der ethisch korrekten ehelichen Beziehungen.

Erst sekundär begann der Autor den schon geschriebenen Inhalt, jetzt auch in die polnische Sprache zu übersetzen. So begann der Erste Teil der Homepage zu entstehen. Er ist hauptsächlich der ‘Ovulations-Methode [nach Prof. John] Billings’ gewidmet. Diese Methode kam von Australien – von ihrem Autor selbst, Prof. John J. Billings, in so manches Land von Europa durch Vermittlung des hier schreibenden Autors.

Es war von Anfang an klar, dass solcher Inhalt nach vertieftem Blick auf den Menschen benötigte, der also auch im Leben in der Ehe zum ewigen Leben berufen ist. So ist die Genese der allmählich entstandenen weiteren Teile der hiesigen Internet-Seite.

(0,38 kB)  Zweiter Teil. Er bringt einen Blick auf die Problematik der ehelich-bräutlichen Ethik vonseiten der Lehre der Kirche und ihrer Autorität, wie auch ihrer immer weiteren Begründungen: vonseiten der Medizin, Anthropologie, Psychologie, Theologie.

(0,37 kB)  Dritter Teil. In diesem Teil wird ein Versuch aufgegriffen, die Liebe nach Gottes Lösungen darzustellen: Berufung zur Ehe, zum Priestertum und Ordensleben, wonach in zwei aufeinander folgenden Kapiteln Reflexionen dargestellt werden über das Thema der vorehelichen Liebe und des Verkehrs, mit letztem Kapitel, das der Frage Alkohol, Rauchen, Drogen gewidmet ist.

(0,35 kB)  Vierter Teil. Hier wird auf vertiefte Art und Weise das Erlösungswerk und die Chance der Versöhnung des Menschen mit Gott dank dem Sakrament der Buße-Versöhnung und der Eucharistie dargestellt. Das Endkapitel des Vierten Teiles stellt eine reichliche Zusammenstellung von Gebeten, wie auch die grundlegenden Artikel des Glaubens dar.

(0,36 kB)  Fünfter Teil. Dieser Teil ist wohl besonders hinreißend. Es sind in acht Kapiteln dargestellte grundsätzliche Aspekte der Barmherzigkeit Gottes. Die ersten sechs Kapitel dieses Teiles stellen ausgebaute Hauptthemen dar der Pfarrgemeinde-Missionen über Gottes Barmherzigkeit, die es dem hier schreibenden Autor in nicht wenigen Gemeinden zu führen gegeben war. Das 8.Kapitel dieses Teiles (des V. Teiles) stellt thematisch zusammengestellte Fragmente des Tagebuches der Hl. Schw. Faustyna Kowalska dar.
– Der Autor ermutigt besonders, dass man sich (und wohl für viele anderen, Bekannten) die Worte aneignet und sie in die täglichen Gebete einflicht, die in der Grafik am Ende selbst jenes 8.Kapitels dieses V.Teiles gedruckt sind: des Täglichen Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit (3 Sätze), wie auch des sogleich darauffolgenden Gebetes der Verzeihung (in 2 Sätzen).
– Dieselben zwei Gebete werden auch noch eigens an einer anderen Stelle unserer Homepage gesondert angeboten, und zwar in mehreren Sprachen von Europa und anderer Kontinente (sieh das: „Zwei Barmherzigkeits-Gebete in mehreren Sprachen”). Es ist klar, dass es empfohlen wird, diese zwei ‘Gebetchen’ womöglich reichlichst zu veröffentlichen. Sie fügen bestimmt niemanden einen Schaden zu, können aber eine eigenartige Staffel werden, um das ewige Leben leichter zu erlangen. Diese Gebetchen können verrichtet werden sei es im Singular, sei es im Plural.
– Ein Link zu diesen „zwei Gebetchen der Barmherzigkeit” befindet sich auch auf dem PORTAL selbst unserer Homepage, und zwar: an rechter Seite unterhalb des LOGO-Bildes – unter dem dritten Oval-Bildchen mit ‘zwei Kleinkindern’. Oder, zur Wahl, PORTAL-Seite, Inhaltsverzeichnis, 4.Kolonne, Nr.19.
– Parallel dazu entstand noch eine andere gesondere Unter-Seite: mit dem Text der „Koronka zur Barmherzigkeit Gottes”, „Koronka des Kreuzwegs” und der Litanei zur Gabe des „Blutes und Wassers” vom durchbohrten Herzen Jesu. Link dazu: Portal-Seite, 4.Kolonne, Nr.19a. Oder ebenfalls noch: Link unter dem ersten der Oval-Bilder mit Missions-Kind – linke Seite der drei Ovalbilder oben der Portal-Seite.

(0,36 kB)  Sechster Teil. Dieser Teil stellt einen weitangelegten Versuch dar, die Ehe als Sakrament der Ehe zu zeigen: in geschichtlicher Entwicklung des Verständnisses dieser Sakramentalität – ab dem Morgenfrüh der Erscheinung des Menschen, bis zur vollbrachten Erlösung, und der Erhöhung der Ehe zur Würde eines der Sieben Sakramente der Kirche Christi.
– Der Autor ermuntert diejenigen, die sich nach Gottes Erleben der ehelichen Intimität sehnen, sich besonders auf die vertieften Erwägungen der Angebote aufzuschließen, die im Endteil des 9.Kapitels dieses VI.Teiles enthalten sind. Allerdings am besten samt dem durchgebetenen Inhalt besonders des 1.Kapitels des VII.Teiles der Homepage.
– Es wäre auch gut zu bemerken, dass besonders zeitgemäß in jenem VI.Teil unserer Homepage die heiße Problematik dargestellt wird in ihrem 2. und 3. Kapitel, und zwar die Frage der Homosexualität und der ‘Gender-Ideologie’ in ihren immer weiteren Entwicklungshinsichten.

(0,35 kB)  Siebenter Teil. Er besteht aus nur drei Kapiteln. Der Autor ist zum Schluss gekommen, dass er auf weiteren Ausbau dieser Homepage eher verzichten muss, den früheren Plänen zuwider. Das ihm von Gottes Güte geschenkte Leben geht doch bestimmt zu Ende (geb. 1933; zz.: 2018). Daher seine Bemühungen, um eine sog. RE-Lektüre des Gesamten zu unternehmen und so manches entstandene ein wenig besser zu gestalten, samt der unternommenen Vereinheitlichung aller bisherigen Formatierungen.

– Besonders ergreifend ist wohl das Erste Kapitel dieses Siebenten Teiles : über Jesus Christus als dem Bräutigam-vom-Kreuz.
– Das zweite Kapitel stellt die Thematik dar der sich ausweitenden Ur-Kirche und ihre grundsätzlichen Eigenschaften – bis zur Haus-Kirche.

– Ganz besondere Stelle nimmt mit seinem Gesamtinhalt das Dritte Kapitel dieses Siebenten Teiles ein: über die Jugendlichkeit angesichts der Ehe als Sakraments der Ehe.
Dieses Kapitel, ein langes Kapitel, stellt eigentlich ein gesondertes, spannendes ‘Buch für sich’  dar. Es ist zugleich das Endkapitel des siebenten Teiles, und daselbst stellt es die End-Krönung dieser ganzen Internet-Seite dar.

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Der Autor möchte bei Gelegenheit auch noch die Artikel und andere Stoffe erwähnen, die besonders unten auf der PORTAL-Seite, in ihrer 4.Kolonne zur Verfügung da stehen. Einige von ihnen stellen beständig ungemein zeitgemäße, belehrende und erklärende, immer andere Fragen vom Bereich der Ethik in Ehe, in der Verlobungszeit, des Vaterlandes und der Kirche dar.

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Kleines Bekenntnis zu Ende ...

Dürfte es erlaubt sein, so möchte der Autor noch ein einzigartiges Bekenntnis hinzufügen.

Die gerade beendete Internet-Seite, deren besonders einige Fragmente, die im Namen Gottes zur Annahme entschiedener Verhaltensweisen aufrufen, trifft bisweilen auf äußerst jähzornigen Widerspruch und begegnet ihm weiterhin, samt Anklagungen und schwer zu schildernden ungestümen Reaktionen vonseiten einiger P.T. Lesern.

Der Autor möchte bekennen, dass er – insofern es nur möglich war – alle Erwägungen im Gebetsklima zu schreiben suchte. Er strebte fortwährend danach, sich in die authentische Lehre der Kirche Christi hineinzuhören. Es würde ihm nicht in den Gedanken kommen, um in irgendwelchem Detail der hier dargestellten Fragen, die des Öfteren sehr ärgerlich und empfindsam sind, in irgendeinem geringsten Maß vom Pfad des authentischen Magisteriums abzubiegen.

Sollte es infolge des menschlichen Versehens, oder auch vielleicht nicht gehörigen Verständnisses dieses Magisteriums auf dieser Internet-Seite irgendein Fragment eines Ausdrucks oder eines Satzes gefunden werden, wo es keine volle Übereinstimmung zum authentischen Magisterium gegeben hätte, würde der Autor alles, was nötig, sofort korrigieren. Es ist hundertmal besser Angriffe vonseiten der Personen zu erleiden, die sich aufständisch zur Lehre der ‘Kirche’, oder eher Gottes selbst benehmen, als irgendjemandem den Anlass zu geben, vom authentischen Weg der Wahrheit Gottes abzubiegen, das ist von „Gottes Lösungen”, wodurch der Autor z.B. im schlimmsten Fall Ursache für die ewige Verdammnis so manchen der P.T. Leser geworden wäre.

Für alle Unzulänglichkeiten irgendwelcher Natur, die mit dem Text dieser Internet-Seite verbunden sind, wie z.B.: für die armselige Qualität der benutzten Bilder (dieser Aspekt wurde beinahe beabsichtigt: um die Erfordernisse der ‘Memory’ des Computers herabzusenken: Bilder und Fotos erfüllen hier vor allem nur die Rolle einer ‘Unterbrechung’ bei ... schwieriger Lektüre), die bisweilen schwer zu verstehenden verstandsmäßigen Argumentation, für die Anzahl selbst und die Länge der dargestellten Inhalte – bleibt es dem Autor die P.T. Teuren eventuellen Leser nur um Entschuldigung dieser Unvollkommenheiten zu bitten.

Der Autor ist aber, der Reihe nach, fortwährend sehr dankbar all den Personen, die ihn in seinen Gebeten unterstützt haben und es weiter tun. Er ist dankbar für das Nicht-Ausschließen seiner Person vom brüderlichen und schwesterlichen Gebet vor Gott – und vor Maria.

Ganz außergewöhnlicher Dank gehört sich – wiederholt – Herrn Leslie Schnee für den eigentlich grenzenlosen Platz auf seinem Server in Deutschland, den er dem Autor ‘for free’ geschenkt hat. Ähnlicher ganz besonderer Dank gehört es sich dauernd Herrn Fritz Elfers für seine wunderbare Hilfe besonders in der Anfangszeit dieser Homepage. Und noch Herrn Albert Wiersch in den USA – für das ‘for free’ geschenkte wunderbare Validator-Programm.

Auf ganz besondere Weise ist der Autor vielen Eheleuten seinen Dank schuldig für ihre Unterstützung mit ihrem Segen als dem Sakrament der Ehe, das sie ihm, als dem mit dem Sakrament des Priestertums beschenkten, verliehen haben – und umgekehrt.

Und zuletzt: wie dürfte es da einen ganz besonderen Dank fehlen gegen die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester (SCJ: Sacerdotum Cordis Jesu) – mit ihren in den Entstehungsjahren dieser Homepage sich abwechselnden Oberen, die es dem hier schreibenden Autor genehmigt haben, mit diesem Werk anzufangen und es immer weiter zu entwickeln. So ist diese Homepage letztlich mit dem Siegel des Gehorsams allmählich bereichrt – samt der Zuversicht, dass sie sich von Anfang an des Gottes Segen freuen kann.

Selbst der Autor bekennt aufrichtig, dass er allen, die der HERR und die Unbefleckte ihm auf irgendwelche Art und Weise und irgendwann am Weg seines Ordens- und Priesterlebens gestellt hat, solange er lebt – täglich vielfach seinen Segen erteilt und sie Gottes Barmherzigkeit und der Mütterlichen Liebe der Unbefleckten anvertraut.

Im Herzen Jesu und Mariä
ks. Paweł Leks, SCJ  
(Herz-Jesu-Priester)
+

Stadniki
Das letzte Kapitel ins Deutsche übersetzt: 6. Januar 2013.
Erste RE-Lektüre des VII.Teiles dieser Homepage – beendet: 8.IX.2016
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RE-Lektüre: VII.Teil, Kapitel 3, ad ‘p’.
Stadniki, 1.X.2015. – unterhalb von Wieliczka-Kraków-Tarnów

Entstehung der poln. Version beendet: 20.III.2012.
Tarnów, 15.VII.2018.

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N. MIT JESUS CHRISTUS ODER IHM ZUM TROTZ ?
Zum Ende dieses Kapitels – und der ganzen Internet-Seite

1. Reflexion Johannes Paul II. am Tag der Hl. Maria Goretti
Tabelle. 10 Regeln zur Bewahrung der Reinheit an Urlaubstagen (P.Antonio Rungi)

2. Wem gilt es zu anvertrauen
Gott in der Gabe des Natur-Gesetzes
„Es gibt keinen Gott ...”
Christus – Sohn Gottes – der „Gesandte”
Tabelle. „Jesus Christus –gestern, heute und in Ewigkeit” (Hebr 13,8)
Tabelle. Satan, du verstehst mich ...

3. „Du hast Worte des ewigen – Lebens” (Joh 6,68)
Das Leben verlieren oder gewinnen
Kann ich auf Jesus ... anvertrauen?

4. „Er hat mich geliebt und sich für mich hingegeben” (Gal 2,20)
Christus mein – unser – Anvertrauen
Selbst-Bestimmung um der Liebe-Gabe willen

5. Resümee-Schlüsse

ZUR BEENDUNG und ZUM ABSCHIED DIESER HOMEPAGE
Von der Geschichte dieser Homepage – zum Dank Gottes Güte
Kurze Charakteristik der sieben Teile dieser Internet-Seite
Kleines Bekenntnis zu Ende ...

Datum, Unterschrift

Bilder-Fotos

Abb.1. Lachendes Mädchen
Abb.2. Meteor über Texas: April 2012
Abb.3. Haus des Lichtes - am goßen Felsen: Wegweise und Orientationspunkt
Abb.4. Muttergottes in Medjugorje: die GOSPA: Hauswirtin
Abb.4a. Familie die an Gott stark ist
Abb.5. Kapelle in Krakow-Mogila, Basilika des Hl. Kreuzes
Abb.6. Kruzifix in der Wunderkapelle in Krakow-Mogila
Abb.7. Weg durch den Wald: mit Spuren
Abb.8. Gott reich an Barmherzigkeit: Jesus-Johannes Paul II.-Schw.Faustyna
Abb.9. Unbefleckte Maria, Mutter Gottes und unsere Mutter
Abb.10. Lächeln eines Kindes – Willkommen und Verabschiedung