(0,7kB)    (0,7 kB)

VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


(26 kB)

Drittes Kapitel

JUNGE  LEUTE
AM  WEG  ZUR  EHE:
ZUM SAKRAMENT DER EHE

*       *       *
Verleihe  uns,  Vater  –  im  Heiligen  Geist
die Gabe eines weisen Zurechtfindens
und Treue
zu   Deinem   Wort

(10.5 kB)

Einführung

In diesem Kapitel, das zugleich das Endkapitel des hiesigen, siebenten Teiles unserere Homepage ist, gehört es sich noch einmal die Wirklichkeit der Ehe als Sakraments zu betrachten – samt der den Eheleuten anvertrauten Sendung, dass sie sowohl ihre Ehe, wie ihre ganze Familie mit dem Klima der ‘Haus-Kirche’ durchtränken. Die Gottes Sicht der Ehe, wie auch die der Heiligen Schrift, muss in die Praxis des Lebens für den Alltag umgeschmiedet werden. Unabhängig davon, wie sich die Tatsächlichkeit des Lebens für den Alltag schickt – entweder selbst der Ehegatten, oder der Mitglieder ihrer Familie, und überhaupt jedes anderen Menschen. Die Einladung zum Leben dereinst für immer im „Haus des Vaters” gilt doch ausnahmslos für jeden Menschen.

Es müsste also noch einmal die reichhaltige Thematik aufgegriffen werden, die mit dieser Lebensphase eines jungen Menschen verbunden ist. Sie stellt sich als besondere Lebensaufgabe vor der Mehrzahl der jungen Leute: und zwar die Vorbereitung zur Ehe. Man muss sich dabei unumgänglich bewusst bleiben: es gibt nur eine Ehe: diese, die Sakrament der Ehe der Kirche Christi darstellt. Alle anderen Bände sind in Gottes Augen Unzucht.

Für andere junge Leute wird diese Lebensphase zur Zeit der Vorbereitung und intensiven Gebetes vor der Entgegennahme der Stimme des sie berufenden Jesus Christus: ob zum Priestertum, oder außerdem zum Ordensleben; zum Ordensleben sowohl für Jungen, wie auch Mädchen (dieser letzten Frage: Berufung zum Priestertum und zum Gottgeweihten Leben wurde das zweite Kapitel im dritten Teil unserer Homepage gewidmet).


ANMERKUNG:
Nach dem ursprünglichen Plan beabsichtigte der Autor in diesem siebenten Teil – noch zwei weitere Kapitel zu schaffen:
a) das eine sollte den vielseitigen Beziehungen zwischen Eheleuten selbst gewidmet werden. Es sollte der Inhalt des 4.Kapitels sein.
b) ein weiteres Kapitel sollte einen Versuch darstellen, die Ehe als Kommunion des Bundes von Leben und Liebe dieser beiden in erweiterter Sicht darzulegen: mit Berücksichtigung der von ihr herkommenden Familie. Es sollte das 5.Kapitel dieses Teiles darstellen.
– Allerdings mehrere Gründe, vor allem aber das zunehmende Alter (geb. 1933), und auch die vor dem Autor stehende Notwendigkeit, das vorliegende lange dritte Kapitel ins Deutsch zu übersetzen, wie umso mehr die Notwendigkeit, eine sog. RE-Lektüre des Gesamten zu unternehmen, heißen auf weiter angelegte Pläne betreffs dieser Homepage verzichten.


Wir möchten also im laufenden – dritten Kapitel dieses siebenten Teiles unserer Homepage noch einmal die Frage der physischen, psychischen und religiösen Vorbereitung zur Ehe aufgreifen – also hinsichtlich der Zeitspanne des Heranwachsens der Kinder und Jugendlichen. Dieses Mal dürfte es auf mehr praktische Art und Weise geschehen.

Junge Leute beginnen in dieser Zeit nach sich gegenseitig zu suchen, um eine Kameradschaft einzugehen, oder vielleicht selbst eine Freundschaft zu binden, und letztlich um die eigentliche künftige Ehe zu verabreden. Sie bleiben allmählich immer deutlicher angesichts der ungemein ernsten Entscheidung stehen: ob ich mich mit der gewählten Person im Bund der gelobenen lebenslangen Kommunion von Leben und Liebe verbinden soll – oder nicht? Ganz unabhängig davon, wie die Praxis der dramatisch voneinander weglaufenden Ehen und vieler total zerschlagenen Familien aussieht, wo sich anstatt des Himmels-auf-Erden vielleicht schon ... die Hölle auf Erden eingenistet hat.

Wir möchten uns um die allgemein bekannten, und doch keinesfalls immer gehörig in Bedacht gezogenen sowohl freudigeren, wie schwierigeren Situationen bewusst werden, wie sie in dieser Lebensphase vorzukommen pflegen – einer intensiven Vorbereitung zur Ehe: dem Sakrament der Ehe.

Denkt man über diese Situationen nach, kann man sie unmöglich nicht mit der Gottes Sicht sowohl der Jugendlichkeit, wie auch der vor dem jungen Menschen erscheinenden Perspektive der Ehe gegenüberstellen (dieser Frage wurde vor allem der VI.Teil unserer Homepage gewidmet). Wir hegen die Glaubensüberzeugung, die angesichts der definitiven Sachen nicht irreführen kann, dass der Mensch – darunter auch jede Person, die sei es ihre Kinderzeit und Jugendlichkeit erlebt, oder nachher schon das Leben in Ehe und Familie, ob sie sich ihres Daseins im Kosmos als lebendigen Ebenbildes Gottes bewusst oder unbewusst ist, niemals anders Mensch-in-Fülle sein kann, als nur wenn sie ihr Dasein als ‘Gott-aufgrund-Gottes-Gabe’ in Praxis des Lebens bejaht und danach handelt, d.h. über die tatsächliche, freudig angenommene Bejahung ihres Seins als strahlende „Gott-Ähnlichkeit”.

Gott ist aber Person: also nicht-Sache, Nicht-Materie. Daher muss auch der Mensch, erschaffen als „Gottes Ebenbild” – darauf bedacht sein, dass er Person bleiben soll: mit all dessen Folgen (vgl. BF 19). Es geht hier nicht nur um die Stufe der Kinderzeit und nachher der Jugendlichkeit, sondern ebenfalls um die Ehe, beziehungsweise das Leben im Stand des Gottgeweihten-Seins. Oder auch im Leben in der Welt im ledigen Stand – ohne sei es mit ehelichem Bund, oder mit gottgeweihtem Gelöbnis verbunden zu sein.

Im Dickicht der Fragen, die auf der Stufe des Lebens in Jugendlichkeit zum Vorschein gebracht werden, sammeln wir uns nur auf ihren einigen Aspekten, wie sie der Grundthematik unserer Seite entsprechen.

Im gerade zu beginnendem Kapitel wird es uns um ihre Aktualisierung gehen betreffs der Stufe der Kinderzeit, wie auch der Jugendlichkeit mit ihrer Perspektive auf die künftige Ehe und das Leben in Familie. Diese Perspektive betrachten wir selbstverständlich als Gottes Gerufenwerden zur Gestaltung des künftigen Lebens in Ehe als Sakraments. Es soll diese zweien und ihre Familien-Kommunion als fortwährenden Ruf zur Umgestaltung ihrer Gemeinschaft in „Schule des reicheren Menschseins” (FC 21; GS 52) in Schwung bringen.

Wir begrenzen unseren Blick auf die Stufe des Herauswachsens von der Kinderzeit und die Vorbereitung zur Ehe mit Berücksichtigung sowohl der Verhaltensweisen, wie auch der inneren Motivation, nach der sich junge Leute des Öfteren beim Treffen gewichtiger Lebensentscheidungen richten. Die Ehe soll doch für diese zweien und ihre spätere Familie letztlich zum ehelich-familiären Weg zum „Haus des Vaters” (Joh 14,2f.) werden. Daselbst soll sie diskret mit dem Klima einer „Haus-Kirche” durchtränkt werden.

Man muss sich nämlich klar sagen lassen, dass es in Gottes Sicht des Menschen als Ebenbildes und Ähnlichkeit Gottes niemals eine andere Ehe gegeben hat noch sie geben wird, als nur diese eine: Ehe als Sakrament. Die Ehe ist in keinem Fall nur Vereinbarung irgendwelcher zweier Personen, dass sie von nun an ein gemeinsames Leben führen werden. Im Gegenteil, die Ehe ist dauerhafte Institution, die als solche nicht anders, sondern von Gott selbst erschaffen und eingesetzt worden ist.

In Verhältnissen des Neuen Testaments, also des schon vollbrachten Erlösungswerks, wurde die Ehe von Gott zur Würde eines der Sakramente der Kirche erhoben. Jedes der Sakramente wird aber eine an betreffende Lebensumstände angepasste Übermittlung der von Jesus Christus vollbrachten Erlösung und ihrer Güter.
– Im Fall der nicht getauften Personen bleibt die Ehe – in Verlängerung des Zeitalters ab der Schöpfung bis heutzutage, weiter Sakrament der Schöpfung. Daselbst weist sie und führt zum selben Erlösungswerk, das von nicht getauften Personen bisher vielleicht noch nicht gehörig kennen gelernt wurde.

Unter den sich aufdrängenden Fragen beschränken wir die Aufmerksamkeit auf die folgenden Aspekte. Sie bilden zugleich Titel der aufeinander folgenden, gewöhnlich ausführlicher erörterten Paragrafen. So haben sie sich als eigenartige Gesamtheit dieses Kapitels zusammengefügt, das zum gesonderten ‘Buch’ ausgewachsen ist über die Jugendlichkeit in Vorbereitung zum Ehesakrament.

Hier also die Aufteilung dieses Inhalts:

Biblisches „Zwei-zu-einem-Fleisch” (§ A)
Heranwachsen zur Ehe: zum Sakrament des Ehe-Werdens (§ B)
„Mir steht das Recht zu – so zu handeln, wie es mir gefällt ...”  (§ C)
Persönliche Keuschheit in Probe (§ D)
Dass der Kampf siegreich wird (§ E)
Noch einmal Erwägungen Papst Wojtyla’s zum Thema ‘Liebe’  (§ F)
Keuschheit in Verhaltensweisen der Jungen auf Probe gesetzt (§ G)
Ausgewählte Fragen des Mädchen- und Frauenseins (§ H)
Eigene Würde und das Maß der Treue zum einmal gegebenen Wort (§ I)
Keuschheit in Verhaltensweisen bei Mädchen auf Probe gesetzt (§ J)
Mädchen-Frau und ihre Bekleidungsweise (§ K)
Auf der – der Ehe: dem Sakrament der Ehe – vorangehenden Stufe (§ L)
Im Kampf um die Treue zu Christus bis zum Blutverguss (§ M)
Mit Jesus Christus – oder Ihm zum Trotz? (§ N)

Auf den Abschluss dieses Kapitels folgt noch die Zusammenfassung des Gesamten dieser Homepage – samt ihrer Verabschiedung:

„ZUR BEENDUNG und ZUM ABSCHIED DIESER HOMEPAGE”

(4.3 kB)

A.   BIBLISCHES „ZWEI-ZU-EINEM-FLEISCH”

(6.9 kB)

Wenn es keine andere Ehe gibt noch sie geben wird, als nur diese, die von Gott erschaffen und eingesetzt worden ist – zuerst als Ur-Sakrament der Ehe, wonach sie vom Sohn Gottes auf die Ebene eines der Sakramente der Kirche erhoben wurde (jede andere sog. ‘Ehe’-Bindung z.B. von Gays, Lesben, aber auch heterosexueller Partnerschaften u.dgl. – stellen in Gottes Angesicht eine Kettenfolge von Usurpation und vorsätzlicher Zurückweisung dar des moralischen Rechts Gottes, wie es im Herzen-Gewissen jedes Menschen eingeprägt ist. Somit sind es jedes Mal ehebrecherische Verbindungen, wenn nicht darüber hinaus ... widernatürliche Bände), scheint es nützlich – oder selbst notwendig zu sein, dass wir sie noch einmal unter dem Blickpunkt der grundlegenden Aussagen des Gottes-Geschriebenen-Wortes zu diesem Thema betrachten. Wir möchten nämlich noch einmal aufgrund dieser Aussagen diese grundsätzlichen Eigenschaften anblicken, mit denen sich das Band zwischen Mann und Frau als Ehepaars in ihren beiderseitigen Beziehungen auszeichnen soll.

(6.6 kB)
Erklärung

Die hier aufgezeichneten Worte richten wir in diesem Fall ganz besonders an ... heranwachsende Jugendlichen. Aber umso mehr an alle diejenigen, auf denen mittelbar oder unmittelbar die Verantwortung für die Gestaltung der Herzen und Charaktere der jungen Generation lastet, wie auch eine schöpferische Begleitung ihres heranreifenden Wachstums. Ein eingepflanztes Bäumchen setzt in der Anfangsperiode seines Wachstums voraus, dass es an einen stabilisierenden Stock gebunden bleibt. Anders erliegt es unerwünschten Verkrümmungen, die später fast nicht mehr abgearbeitet werden können.

Sollten die hier niedergeschriebenen Worte an die eigentlichen ‘Empfänger’ nicht einmal direkt gelangen, werden sie von ihnen vielleicht auf mehr mittelbare Weise erreicht. Alles, was mit der ‘Ehe’ zusammenhängt, sollte für die junge Generation Gegenstand sehr grundsätzlicher Erwägungen darstellen. Diese aber sollen dahin führen, dass Entscheidungen nach der Richtschnur Gottes Lösungen getroffen werden. Diese aber sind außer Zweifel das Bestmögliche vor allem für die unmittelbar daran interessierten Personen.

Dieses ganze, lange Kapitel vertrauen wir dem besonderen Segen der Unbefleckten und Ihrer mütterlichen Liebe an.

(6.6 kB)

Wir tragen in uns die Überzeugung des Glaubens, dass das Wort Gottes der Heiligen Schrift den Menschen aller Kulturen und jeder Zeitepoche die grundlegende Botschaft hinsichtlich des Existieren-Sinnes des Menschen und der Welt anbietet. Diese Botschaft erfüllt zugleich die Rolle des Wegweisers zur eigentlichen inneren Entwicklung des Menschen selbst. Richtet sich der Mensch nach diesem – dringend vorgeschlagenen, nicht aber aufgenötigten Gottes Wegweiser, wird er sich auf seiner Wanderung auf den verwickelten Lebenspfaden nicht verirren. Er wird fähig genug – in den ihm schon „vor der Erschaffung der Welt” (Eph 1,4) vorbereiteten Hafen im „Haus des Vaters” glücklich zu gelangen, wo es „viele Wohnungen gibt” (Joh 14,2).

Anderseits nützt die Zurückweisung der Lösungen Gottes [man sollte den allgemeinen Titel der hiesigen Internet-Seite beachten: „Dass die Liebe – LIEBE sei. Der Liebe – menschliche und Gottes Lösungen] an sich letztlich überhaupt zu nichts. Ausnahmslos jceder Mensch wird sich einst vor dem Tribunal Jesu Christi stellen müssen. Jesus hat das zur Zeit seines irdischen Lebens des Öfteren erklärt – u.a. im Zusammenhang der verwundernden vertraulichen Eröffnungen seines Herzens über sein gegenseitiges Band zwischen Ihm – und dem Vater, die vom Johannes dem Geliebten Jünger Christi Joh 5 niedergeschrieben sind:

„Der Vater hat Ihm [dem Menschen-Sohn] Vollmacht gegeben, Gericht zu halten...
Denn es kommt die Stunde, in der alle in den Gräbern Seine Stimme hören
und herauskommen werden:
Die das Gute getan haben, zur Auferstehung zum Leben,
die das Böse getan haben, zur Auferstehung – zum Gericht ...” (Joh 5,27ff. – Sieh dieses ganzes Fragment: Vs. 25-30; und noch: Mt 25,31-46; Röm 14,10; 2 Kor 5,10; usw.).

Die Worte des Sohnes Gottes haben nichts mit ‘Einschüchterung’ zu tun. Sie stellen einzig die Feststellung dar der Tatsache und ermuntern, ‘im Nüchternen’ nachzudenken und möchten zu Gutem beitragen.
– Es genügt diese Worte ruhig zu betrachten und beim Denken aus sich ein wenig Ehrlichkeit herauszuholen – angesichts des Unmaßes aller Schlechtigkeit und Bosheit in Weltskala, um zu verstehen, dass es anders nicht sein kann. Jesus, der Sohn Gottes und zugleich Menschen-Sohn, äußert sich immer eindeutig und nicht trügerisch: „Himmel und Erde werden vergehen, Meine Worte aber werden nicht vergehen ...” (Mt 24,35).

In diesem Kapitel greifen wir nicht mehr die Frage auf der Berufung einiger der heranwachsenden Jungen und Mädchen zum Stand des gottgeweihten Lebens – ob im Ordensleben, oder im Priestertum. Der Berufung zum gottgeweihten Leben war das verhältnismäßig lange Kapitel gewidmet: das zweite Kapitel im dritten Teil unserer Homepage (sieh ob.:  Vielleicht Priester werden= Oder Leben im Orden?) .

(3.5 kB)

1. Gottes Eigentums-Terrain

(2.8 kB)

Die Ehe: erschaffen – und zur Verwaltung eingehändigt

Wenn der junge Mensch vom Alter des Heranwachsens und der Jugendlichkeit herauskommt, ist es verständlich, dass er immer mehr ernsthaft an Fragen um die Ehe interessiert ist. Junge Leute sind wohl besonders stark wegen des Bewusstseins gespannt, dass die Ehe auf ganz besondere Weise mit Erleben der ehelichen Intimität einhergeht. Diese aber löst spontan viel Neugierigkeit aus.

Allerdings das Leben in Ehe und Familie hängt darüber hinaus mit unausbleiblichen Herausforderungen zusammen, die an die eigene und vielseitig beiderseitige Verantwortung ausgerichtet sind. Schon ein junger Mensch, und selbst ein Kind kann allzu gut verstehen, dass das Leben in Ehe und Familie folgendes bedeutet: Erwerbsarbeit, Berufsleben, gesellschaftliches und religiöses Leben, und in ganz besonderer Weise das Leben der gegenseitigen Beziehungen zwischen Mann und Frau, Vater und Mutter – und den Kindern untereinander, wie auch der gegenseitigen Beziehungen unter Eltern und Kindern.

Die Thematik der gegenseitigen intimen Beziehungen war auf unserer Homepage schon mehrmals Gegenstand eingehender Erwägungen (s. besonders II.Teil, 2.Kapitel; III.Teil, Kapitel 1.3.4; viel Platz im VI.Teil; außerdem s. PORTAL-Seite, mehreres in der 4.Kolonne). Wir müssen die Tatsache annehmen, dass ein bisheriges Brautpaar, das die Ehe schließt und daselbst in den Stand der Ehe eingeschrieben wird, ein Terrain betritt, das ihr Besitztum weder war, noch es irgendwann werden wird (sieh dazu ob.: Wer hat Euch das erlaubt ?: Ermutigung zum neuerlichen erwägen der dort angebotenen Argumente).

Diese Feststellung sollte niemanden denkenden verwundern: weder einen Gläubigen, noch einen Nicht Gläubigen. Sowohl der Mensch selbst, wie insbesondere seine Geschlechtlichkeit, stellt unveräußerliches und ausschließliches Eigentum nicht des Menschen dar, sondern allein Gottes (sieh dazu: HV 13: besonders die Enderwägungen dieses Fragmentes).

Das Terrain der Geschlechtlichkeit wird dem Menschen – in diesem Fall diesen beiden: den Eheleuten, einzig und allein zur verantwortlichen Verwaltung eingehändigt. Infolge der anvertrauten ‘Verwaltung’ der Habe wird niemand ihr Eigentümer. Es kommt die Stunde, wann der Verwalter von der ihm aufgetragenen ‘Verwaltung’ Rechenschaft ablegen und ‘bis zum Groschen’ abgerechnet werden wird (vgl. Mt 18,34).

Das Leben in Ehe und der daraus herkommenden Familie kreist fortwährend um das Geheimnis des Lebens und der Liebe. In der Stunde, wenn zwei Leute die Ehe eingehen, stimmen sie darauf ein, dass sie daselbst die von ihrem Herrn und Besitzer bestimmten Ziele und Verpflichtungen annehmen. Diese wurden samt der Erschaffung des Menschen und der Ehe von Gott eindeutig bestimmt und hängen daselbst von keiner menschlichen Gewalt und Macht ab.
– Gott aber, der einzige Schöpfer und Besitzer des Menschen – und daselbst der Ehe, ist Liebe. Als Liebe ist Gott ganz unfähig, dem Menschen irgendeinen Schaden zuzufügen, darunter auch über die für die Ehe und das Eheleben eingesetzte, zutiefst ins Gewissen eingetragene innere Friedensordnung der ehelichen Intimität.


Sollte jemand daran zweifeln, ob die Ehe tatsächlich von Gott erschaffen wurde, genügt es die eindeutige Aussage des Gottes Sohnes Jesus Christus zu diesem Thema aufmerksam hören.
– Eines Tages haben Ihn die Pharisäer provoziert, Er solle seine Stellung zum Thema der Ehe äußern – im Anschluss an die Ihm vorgebrachte Frage über die ‘Scheidungsbriefe’. Jesus bringt in seiner Antwort bündig die grundsätzlichen Eigenschaften der Ehe zum Bewusstsein:

„... Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie von Anbeginn als Mann und Frau geschaffen und gesagt hat:
Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen und die beiden werden ein Fleisch sein?
Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch
.
Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen” (Mt 19,4ff.).

Jesus, der selbst das-WORT-der-Sohn Gottes ist, bringt hier ein Fragment des Gottes-Geschriebenen-Wortes vom Genesisbuch zur Erinnerung (Gen 2). Der biblische Autor hebt darin in großer Abkürzung die wesentlichen Aspekte der Ehe hervor.

(0,39 kB)  Er hebt mit Nachdruck eindeutig hervor, dass der Mensch nicht von allein entstanden ist, sondern dass er von Gott ‘erschaffen’ worden ist.

(0,39 kB)  Der Mensch wurde von Gott nicht als ‘sächliches’, sondern geschlechtlich unterschiedliches Wesen erschaffen.

(0,39 kB)  Zumindest eines der grundsätzlichen Ziele jener geschlechtlichen Unterschiedlichkeit ist die Möglichkeit, dass sich der Mensch mit dem Ehe-Band verbinden kann.

(0,38 kB)  Die Ehe kann nur als Band zwischen Mann und Frau zur Existenz gebracht werden. Alle ein-geschlechtlichen Verbindungen widersprechen von Grund aus der Erschaffung des Menschen und der Ehe von Gottes Seite her.

(0,38 kB)  Voraussetzung dass die Ehe eingegangen werden kann, ist das von den betreffenden beiden geäußerte eheliche Eingeständnis.

(0,38 kB)  Dieses Eingeständnis schafft den Grund, dass das Band zwischen diesen zweien als besondere, einzigartige Personen-Kommunion genannt werden soll. Sie werden ab dieser Stunde ‘eheliche Kommunion’.

(0,38 kB)  Das Wesen der entstandenen ehelichen Kommunion wird die – allgemeine, und doch so treffend vom Gottes-Geschriebenen-Wort und dem Sohn Gottes selbst gebrauchte Bezeichnung dieses Bandes als „zwei-zu-einem-Fleisch”. So wird nach Gottes Vorhaben das Band dieser zweien für die Dauer eingegangen, angefangen von der Stunde an des zum Ausdruck gebrachten ehelichen Eingeständnisses. Diese beiden werden ab dieser Stunde unwiderruflich zum ‘Ehepaar’.

(0,37 kB)  Zum unbestreitbar besonderen springenden Moment des sich bewahrheiteten jenes „zwei-zu-einem-Fleisch”  wird die von diesen beiden unternommene ihre vollwertige eheliche Vereinigung. Sie tritt in das Wesen selbst der Ehe ein. Sie wird als solche vom Schöpfer selbst von Mann und Frau den Ehegatten dargeschenkt. In der Stunde, da Gott diese zweien zur Ehe beruft, händigt Er ihnen daselbst die Berufung ein und bevollmächtigt sie zur ehelichen Kommunion, die ihrem Wesen nach für die Elternschaft offen bleibt.

Die weiteren Schlüsse, die vom Gottes-Geschriebenen-Wort, das Jesus vom Genesisbuch angeführt hat hervorkommen, betreffen diese Merkmale einer gültig geschlossenen Ehe, die von der Lehre der Kirche Christi seit immer hervorgehoben werden. Es besteht kein Zweifel, dass diese Eigenschaften, beziehungsweise Kennzeichen einer Ehe, unabänderlich dieselben bleiben seit der Erschaffung des Menschen: Mann und Frau und der Berufung des ersten menschlichen Ehepaars dazu, dass sie Ehe werden – samt ihrer Ausrichtung auf ihre allmähliche Umgestaltung in Familie.
– Es geht um die folgenden Eigenschaften der Ehe:

(0.6 kB)ihre Einheit,
(0.6 kB)ihre lebenslange Dauerhaftigkeit,
(0.6 kB)die Unauflöslichkeit der stattgewordenen Kommunion.

Der Sohn Gottes Jesus Christus hat das eindeutig bei der erwähnten Auseinandersetzung mit den Pharisäern zum Ausdruck gebracht. Sie haben nämlich eilfertig die Frage aufgegriffen der an Mose vom damaligen Volk Gottes unter Sinai erpressten Zustimmung auf sogenannte ‘Scheidungsbriefe’ unter bestimmten Umständen.

Das geschah aber dem deutlichen Vorhaben Gottes zuwider, das im Gewissen jedes Menschen „ab Anfang an” des Erschaffungswerkes eingeprägt ist. Also dem zum Trotz, was angesichts dieser Stimme Gottes ganze Generationen getan haben, indem sie die Bigamie zugelassen, oder sie selbst bevorzugt haben.
– Diesen Entartungen unterlagen selbst die Patriarchen, und später besonders die Könige Israels. Sie passten sich diesbezüglich an das damals öffentlich angewandte Gewohnheitsrecht der Heidenvölker an.

Diese Frage wurde besonders im vorigen Teil unserer Homepage erörtert, so dass wir Jetztzeit darauf nicht mehr zurückkommen müssen (sieh ob.:  Die Ehe „am Anfang” – und auch: Ehebruch und Scheidung in Aussagen Jesu – samt der weiteren Folge dieses Fragmentes in: Gleichheit der ‘Einheit-der-Zweien’ und Ehe-Bund in Straucheln).

(2.2 kB)

Eheliche Kommunion und ihre Eigenschaften in Aussagen Jesu Christi

Die Worte Jesu, der bei Zuhörern die Sicht der Ehe vom „Anfang an” des Erschaffungswerkes zur Erinnerung bringt (sieh ob.: Text Mt 19,4ff: ... ein Mann wird Vater und Mutter verlassen ... sie beiden sind nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch), heben vor allem die freie Wahl hervor, wie sie von zwei Personen getroffen wird, wenn sie ihre Ehe zu schließen vorhaben.

(7.3 kB)
Erklärung

Als mit dieser Wahl und dem frei zum Ausdruck gebrachten ehelichen Zugeständnis strikt verbundene Folge hebt Jesus die lebenslange Dauerhaftigkeit der einmal zu bestehen begonnenen Kommunion von Leben und Liebe dieser beiden hervor.
– So ist der Wille des Schöpfers und Erlösers der Ehe „von Anfang an”. Diesen Willen, der bei Gott mit höchst möglicher Liebe bestimmt ist – zu verändern, noch zu verwässern, sind keine gegensätzlichen menschlichen Festsetzungen imstande.
– Es muss auch von vornherein angenommen werden, dass jede Nicht-Beachtung der Gottes „liebenden Allmacht des Schöpfers” (DeV 33) unmöglich sich nicht als tragische, und doch mit ganzem Bewusstsein beabsichtigte Niederlage des Menschen selbst auswirken wird: des Gottes Ebenbildes, das sich daselbst seine Gottes Herkunft nicht wünschte, um in selber Zeit sich diesem zu anvertrauen, der der „Böse” ist.

Zeugnis der freien Wahl dieses ‘anderen’ bei der Ehe „am Anfang” – sind Worte vom ‘Verlassen’ des bisherigen Familienmilieus: von Vater und Mutter. Diese Tatsache wird zum Ausgangspunkt, dass diese beiden eine neue Lebens- und Liebe-Kommunion bilden. Diese beiden werden ab dieser Stunde sowohl gegenseitig füreinander, wie vor der Gesellschaft und im Angesicht des Dreieinigen Ehemann und Ehefrau.

Das von diesen beiden ausgedrückte eheliche Einverständnis besiegelt darüber hinaus in gesetzlichem Sinn – ihre unabrufbare Entscheidung, bei der einmal getroffenen Wahl bis zum Tode zu verharren.

Gerade so wird die in dieser Stunde entstandene Kommunion vom Sohn Gottes Jesus Christus auf autoritative Weise erklärt:

„Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen
und die beiden werden ein Fleisch sein” (Mt 19,5; sieh: Gen 2,24).

Jesus, der die Worte vom Genesisbuch anführt, fügt zugleich hinzu – mit Nachdruck, hinter dem seine Gottes Person und die Gottes Autorität unzweideutig erkannt werden kann, so dass Er daselbst jeden Deutungszweifel der Pharisäer zerstreut:

„Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen” (Mt 19,6).

Mit diesen Worten stellt Jesus mit dem Siegel Gottes Autorität die Tatsache fest, dass der eingegangene Vertrag keine Frage ist, die sich nur zwischen diesen beiden abspielte: dem bestimmten Mann und der bestimmten Frau, die ab dieser Stunde Ehe werden.
– Das Wort ihres Einverständnisses wird von Gott selbst, dem Schöpfer sowohl des Menschen, wie der Ehe, erwartet und angenommen. Gott ist der Erste, der diese beiden zu ‘einem-Fleisch’– „verbindet”. Das geschieht in der Stunde, wenn diese beiden ihr eheliches Einverständnis zum Ausdruck bringen.

Es wäre schwer noch kräftiger und eindeutiger festzustellen, dass jede Ehe in erster Reihe Gottes Frage darstellt, und erst sekundär sowohl dieser beiden, wie auch irgendjemandes der menschlichen Gesellschaft. Gott selbst verbindet diese zweien in ein unlösbares ‘Eins-in-Liebe’ – zur Stunde, da sie ihre eheliche Einwilligung zum Ausdruck bringen. Selbst nur Er – Gott, ist Eigentümer des Geheimnisses sowohl des Lebens, wie dieses der Liebe. Auch nur Er allein ist mächtig, diese weiteren zweien: ein weiteres Ehepaar – zur Teilhabe an seinem eigenen Leben und seiner eigenen Liebe zuzulassen.

Diese Geheimnisse stellen zugleich den Namen Gottes dar: das Wesen Gottes selbst, Gott den Einen in Drei Personen. Gott geht in dieser Stunde mit inniger Liebe dem „ ... einzigen Geschöpf auf Erden entgegen, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat” (vgl. GS 24; und z.B.: BF 9). Als unendliches Gut – ist Gott unfähig anders zu sein, als gerade das „bonum diffusivum sui – das Gut, das sein Selbst mitteilt”, was bedeutet, dass Er zur Teilhabe daran einlädt, WER Er selbst IST (sieh dazu: BF 10). Er ist in dieser Stunde in besonders intensivem Sinn „liebende Allmacht des Schöpfers” (DeV 37).
– In seiner „liebenden Allmacht des Schöpfers” bietet Er diesen zweien: diesem nächsten Ehepaar, die Teilhabe an seinem Leben, Teilhabe an seiner Liebe an.

Er beschenkt sie zugleich mit seiner großen, bis ans Letztliche vorangeschobenen ‘Zuversicht’. Gott weiß ganz genau, dass auch diese zweien sich in ihrer Gegenseitigkeit zum Schöpfer als sehr unbeständig und unbeharrlich erweisen, und leicht der Sünde erliegen können.
– Gott sieht im Voraus, dass auch diese zweien das ihnen zugänglich gemachte Geheimnis sowohl seines Lebens, wie seiner Selbst als Liebe, völlig entstellen können.
Trotzdem hat Gott sein ‘Anvertrauen auf den Menschen’ bis zu so weit liegender Grenze geschoben. Er ‘hofft’, dass die von diesen zweien erfahrene besondere seine Gabe – ihre Dankbarkeit und den Willen auslöst zur treuen Mitarbeit mit dem Vorhaben Gottes, was die Berufung zum Leben in Ehe angeht: zum Sakrament der Schöpfung, und ab dem vollbrachten Erlösungswerk: dem Sakrament der Kirche.

Selbst auch Er: der Er selbst Treue-Standhaftigkeit-Wahrheit ist, bewirkt es, dass das in dieser Stunde gebundene Band zum – im Himmel und auf Erden unabrufbaren WORT wird. Das einmal im Angesicht Gottes und der Menschen-Zeugen gesagte Wort ‘Ja’ des bisherigen Brautpaars wird von Ihm angenommen und besiegelt, als von nun an unbeuglich dauerndes ‘Ja’, also nicht ein zugleich bestehendes ‘Ja’ und ‘Nein’ (vgl. 2 Kor 1,17ff.).

Gott ist seriös (s. ob.: Gott – dieser Seriöse). Er nimmt auch seriös das Wort des Einverständnisses an, das von zwei Leuten gesagt wird, die sich miteinander in seinem Angesicht mit dem Band des ehelichen Bundes verbinden. Es soll von nun an ein lebenslanges, ausschließliches, unlösbares, treu unterhaltenes Band bilden. Nicht auf nur begrenzte Zeit, sondern als Besiegelung dieser Lebens- und Liebe-Kommunion „... bis zum Tod”.

Gerade das bezeichnen die hier hinzugefügten, ungemein seriös lautenden Worte des Sohnes Gottes: „Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen” (Mt 19,6). Es ist wahr: Jesus redet mit Fülle seiner Gott-Menschlichen Feinheit, dennoch diese seine Subtilität, die niemanden beleidigt, schließt von vornherein alle irgendwelche andere Deutungsweise aus.

Den hier ausgedrückten positiven Inhalt des zu dieser Stunde gebundenen ehelichen Bandes fasst Jesus noch einmal in Worte zusammen, nur dass Er ihn dieses Mal als negativ formulierte Feststellung darstellt. Es geht um den Umstand, falls es zwischen den beiden Ehegatten zu inneren Spannungen kommen sollte, die zur Versuchung werden könnten, dass sie sich lostrennen oder selbst scheiden.

Gerade das beabsichtigten ja die verfänglichen Worte vonseiten der Pharisäer, die wie immer – Jesus zu Aussagen provozieren suchten, die sich den Bestimmungen von Mose widersetzten.
Unabhängig von der Konzession Mose hinsichtlich der ‘Scheidungsbriefe’ haben die Pharisäer einen eigenen ausgebauten Legalismus geschaffen. Diesem System haben sie des Öfteren einen größeren Wert zugeschrieben, als dem eindeutigen Willen Gottes, wie er in den Geboten klar ausgedrückt war (sieh z.B.: Mk 7,8-13).

Im besprochenen Fall haben die Pharisäer darauf gelauert, was Jesus in Frage der vorkommenden ehelichen Konflikte und der von Mose zugelassenen Ausschreibung eines ‘Scheidungsbriefes’, also der ehelichen Scheidung, sagen würde.
– Indessen Jesus lässt sich nicht provozieren und qualifiziert das Eingehen irgendeines neuerlichen Bandes mit jemandem anderen eindeutig – als begangenen „Ehebruch” (Mt 19,9). Jesus führt die ganze Diskussion nicht auf Mose zurück, sondern auf das Gesetz Gottes „von Anfang an”:

„Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, euere Frauen aus der Ehe zu entlassen.
– ‘Am Anfang war das nicht so’.
Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, ... und eine andere heiratet, begeht Ehebruch.
Und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch” (Mt 19,8f.; sieh: Mk 10,11f.).

Kann da jemand, der eine Geschiedene heiratet, beziehungsweise eine Frau, die einen Geschiedenen heiratet, noch einen Zweifeln hegen, dass es daselbst bewusst beabsichtigte Entscheidung für ein Leben im ständigen Ehebruch wäre – mit all dessen Folgen für das ewige Leben? Und dass ein eventuell glückliches Leben in solchem ‘zweiten’ Bund zur dauerhaften, mit jedem Tag steigenden, deutlich beabsichtigten Gefährdung des eigenen und dieses anderen Geschicks-für-immer wäre, das dabei keine nur Einbildung sein wird, sondern Wirklichkeit ‘... ab dem Tod an ... für immer’?

(3.5 kB)

2.   „Zwei-zu-einem-Fleisch”:
Sex – oder Vereinigung von Personen?

(2.8 kB)

Biblischer Personalismus

Wenn wir die Worte vom Genesisbuch über die Berufung zur Ehe (Gen 2,24; Mt 19,4ff.) aufmerksam lesen, nach denen zwei Menschen zum „zwei-zu-einem-Fleisch”  werden, kann schwer ein ungemein stark hervorgehobener personalistischer Aspekt dieser verwundernden biblischen Bezeichnung über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Ehemann und Ehefrau nicht erblickt werden.

Man kann gut verstehen, dass im Gottes-Geschriebenen-Wort die philosophische Terminologie sowohl einer personalistischen Anthropologie, wie überhaupt des Personalismus an sich nicht gefunden werden kann. Dennoch, untersuchen wir die Bezeichnungen des Gottes-Geschriebenen-Wortes sachlich, finden wir sie auf genau derselben Linie, wie es gemäß ihrem Verständnis nach der personalistischen Terminologie geschieht. Auf den Vordergrund rückt dauernd die Person – in diesem Fall des einen und anderen des Ehepaars (sieh dazu, mit vielem Nutzen, die Vorlesung von Kardinal Karola Wojtyla, die er in Krakow zwei Jahre vor seinem Pontifikat gehalten hat. Sie kann von unserer Homepage heruntergeladen werden, leider nur in polnischer Version dieser Homepage, ebd. unter Nr. F-9: Personalistische Auffassung des Menschen).

Obwohl aber die biblische Sprache auch dieses philosophisch-theologische Wort: ‘Person’ schlechterdings nicht kennt, bringt sie doch seinen Inhalt immer wieder gleichbedeutend zum eindeutigen Ausdruck, indem sie dazu ihre prä-philosophische Sprache anwendet.
– In diesem Fall stellen ein einzigartig semitisch-israelitisches Äquivalent zum Inhalt ‘Person’, ein paar seine biblischen Synonyme dar, vor allem solche hebräische Bezeichnungen wie:
néfesh = Seele; und: baśár = Fleisch; Mensch; lebendiger Mensch; Person; u.dgl.

Man muss sich gleich auch noch sagen lassen, dass das Gottes-Geschriebene-Wort außer Zweifel die Bedeutung der hier gebrauchten Bezeichnung: „zwei-zu-einem-Fleisch” auf die gerade erfahrene intime eheliche Vereinigung nicht einschränkt. Es ist wahr, Gott selbst führt diese zweien auf das Terrain der ihnen zur Verwaltung geschenkten ihrer eigenen Geschlechtlichkeit ein, wenn sie ihr eheliches Zugeständnis zum Ausdruck bringen. Daselbst ist es diesen zweien ab dieser Stunde erlaubt Betätigungen zu unternehmen, die ihnen die Möglichkeit schaffen, ein wahres „zwei-zu-einem-Fleisch”  zu werden.

Dennoch die Unternehmung der ehelichen Vereinigung stellt nur eine von Zeit zu Zeit sich ereignende Krönung ihres „zwei-zu-einem-Fleisch”  für den Alltag dar. So geschieht es, wenn es diesen zweien gegeben wird, mit dem Leben zu ringen samt seinen Forderungen, Mühseligkeiten, der unternommenen Arbeit, dem Aufbau des ehelichen und familiären Nests, den Bemühungen um Bekleidung und Ernährung, der unternommenen Erziehungsarbeit bezüglich der erscheinenden Kinder usw.
– Alle diese und ähnliche Betätigungen sind nicht unmittelbar mit der gerade gelebten intimen ehelichen Nähe verbunden. Trotzdem hängen sie mit dem gegenseitig sich unwiderruflich gegebenen Wort zusammen: diese beiden haben geloben, in ihrer Kommunion von Leben und Liebe zu verharren. Diese bleibt ausgerichtet sowohl auf Aufbau und Stärkung ihres gegenseitigen Bandes, wie auch auf schöpferische Gestaltung der samt dem Gelöbnis unternommenen ehelichen und elterlichen Verpflichtungen.

Daselbst ist es notwendig hervorzuheben, dass für den biblischen Ausdruck „zwei-zu-einem-Fleisch” zwei parallel bestehende Bedeutungen angenommen werden müssen:

(0,36 kB)   Der Gebrauch dieses Ausdrucks im strikten Sinn betrifft unmittelbar diese Zeiten, wenn diese beiden aktuell ihre gegenseitige geschlechtliche Nähe erleben, samt der dann unternommenen vollen ehelichen Vereinigung. Zu dieser Stunde werden diese beiden in wörtlichem Sinn „zwei-zu-einem-Fleisch”.

(0,36 kB)  Allerdings im erweiterten Sinn, der mit jener grundlegenden Bedeutung parallel einhergeht, umfängt dieser Ausdruck die Gesamtheit der ehelichen Kommunion für den Alltag.

Die Kommunion dieser zweien für den Alltag entwickelt sich als unmittelbare Folge des von Gott empfangenen Rufes zum Leben in Ehe und Familie, auch wenn es im betreffenden Fall keine Rede von gerade erlebter gegenseitiger geschlechtlicher Nähe sein wird. Dennoch Hintergrund der unternommenen Aufgaben und Verpflichtungen, die das Leben in Ehe und Familie für den Alltag zu unternehmen heißt, bleibt fortwährend das einmal Gott und sich gegenseitig gegebene ‘Wort’: „Ich gelobe dir Liebe, Treue und eheliche Ehrlichkeit, und dass ich dich nicht verlasse bis zum Tod”.

In dieser Lage kommt auch die Gesamtheit des Lebens dieser zweien, auch wenn sie zurzeit an die gegenseitige geschlechtliche Nähe nicht denken, in das ganze Gefüge der dieses Mal erweitert begriffenen Bezeichnung hinein: ihres „zwei-zu-einem-Fleisch”.


Nach dieser genauer bestimmten, unleugbarer Präzisierung müssten wir jetzt tiefer die vom biblischen Autor gebrauchte, verwundernde Bezeichnung betrachten: der ‘Einheit-von-zweien’ als ihres „zwei-zu-einem-Fleisch-Werdens” : „... die beiden werden ein Fleisch sein”. Solcher Wendung begegnen wir in der religiösen Literatur keines anderen Kulturkreises des Nahen Ostens im Altertum.

Im biblischen Schrifttum, wo diese Wendung seit der prophetischen Sicht des biblischen Autors hinsichtlich der Ur-Anfänge (Gen 2,24) vorkommt, hängt ihre Erscheinung mit dem literarisch-theologischen Strom der sogenannten ‘Jahwistischen’ Tradition zusammen. Dieser Denkstrom spricht für ihre frühe Entstehung in Israel. Sie ist Vermittlung einer sehr ursprünglichen Überlieferung. Stilistisch genommen kennzeichnet sich diese Überlieferung mit Lebendigkeit und Farbensprache der gebrauchten Bilder, und zugleich mit ungemein treffenden Bezeichnungen einer zutiefsten Theologie – bei gleichzeitiger Abberufung auf anschauliche, aber deshalb zugleich leicht verständliche Sprechweise.

Gerade solchen Stil verrät die Bezeichnung des angeführten Fragments vom Genesis-Buch:

„Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen.
und die beiden werden ein Fleisch” (Gen 2,24).

Jesus zieht aus diesen Worten den Schluss über das Thema des ehelichen Bandes, das auf dem Grund dieser Wirklichkeit und Wendung entsteht:

„Also sind sie nicht mehr zwei,
sondern ein Fleisch” (Mt 191,6).

Der biblische Autor umfängt mit der gebrauchten Bezeichnung zweifellos sowohl die eine, wie die andere Bedeutung jenes „zwei-zu-einem-Fleisch”. Er spricht nämlich von der Ehe als solcher, obwohl diese Bezeichnung ganz besonders gerade diese Zeiten betrifft, wann die Ehegatten sich ehelich wörtlich in ein „zwei-zu-einem-Fleisch”  vereinigen.

(2.2 kB)

Utilitaristische Beziehung zum Leib

Wir sammeln uns auf der biblischen Präsentation und Bewertung der Qualität der hier erwähnten intimen Beziehungen, die es diesen beiden zu unternehmen erlaubt ist, ab wann sie samt dem ausgedrückten ihrem ehelichen Zugeständnis Ehemann und Ehefrau werden.

Es scheint keinem Zweifel zu unterliegen, dass die Bezeichnung der Ehe als „zwei-zu-einem-Fleisch” eigenartig diese ethische Wirklichkeit abspiegelt, die von der Generation Johannes Paul II. als „innere Friedensordnung” der gelebten ehelichen Intimität zu bezeichnen gewöhnt war (polnisch: ‘wewnętrzny ład’). Diese innere Friedensordnung wird im Herzen jedes Menschen in der Stunde seiner Erschaffung von Gott, dem einzigen Herrn und Eigentümer der zur Verwaltung dem Menschen angebotenen seiner Geschlechtlichkeit, eingeprägt.

(6.9 kB)
Erklärung

Das grundsätzliche Kennzeichen und die Forderung der inneren Friedensordnung der Intimität in der Ehe ist die gegenseitige Beziehung von Ehemann zur Ehefrau als zur Person, und nicht zu einem Ding, zur Sache-Gegenstand. Die beiden sollen die Qualität ihrer Beziehungen so wachsam gestalten, dass sie bei unternommenen Erweisen ihrer Zärte und Liebe – der Begehrlichkleit nicht erliegen. Denn diese lebt in solchen Zeiten leicht auf und drängt unter dem Anschein einer ‘Liebe’ – die utilitaristische Behandlung sowohl seiner Selbst, wie dieses anderen auf.

Die utilitaristische Sicht der Geschlechtlichkeit schiebt bisweilen mit unerhörter Kraft eine Eroberungsgier der Geschlechtssphäre vor. Das äußert sich in Form einer Beschlagnahme zum Besitztum des Geschlechtsleibes und der Merkmale der Geschlechtlichkeit, um sich an ihnen egoistisch ausleben zu können.
– Parallel damit geht der Verlust des Bewusstseins, dass der Leib allein Vermittler ist, der es erleichtern sollte, an die unter seiner Hülle sich bergende tiefere Wirklichkeit heranzukommen: die von Gott in ein ‘Eins’ zusammengekoppelte – Seele und Körper des betreffenden Menschen. Der Leib ist somit allein eine Übergangsstufe und Weg, der es erlaubt an die sich hier offenbarende, und doch unter seiner Gestalt verborgene Person in ihrer geistig-körperlichen Gesamtheit zu gelangen.

Die Begehrlichkeit, die sich als Aneignung des Geschlechtskörpers offenbart, reduziert die menschliche Person auf allein ihre Geschlechtsmerkmale. Ein von ihr benommener und verknechteter Mensch sucht nach ihnen als nach einem spannend reizenden ‘Ding und Sache’, um so ein Maximum von eigennützlich erfahrener Selbst-Zufriedenheit zu erleben. Er übergeht die Sicht der Person, zu der der geschlechtliche Leib führen sollte.

Die so unternommenen Betätigungen haben dann mit „Person-Gabe-Werden – für die Gabe-Person” dieses anderen (vgl. BF 11) nichts zu tun. Erst das sollte allmählich den Beginn der tatwerdenden Wirklichkeit bilden, deren Name wahre ‘Liebe’ ist.
– Die von den Partnern eines betriebenen ‘Sexus’ geäußerten Worte betreffs zu dieser Stunde sich gegenseitig bezeugten ‘Liebe’ – sind Reihenfolge einer zutiefsten Manipulation des erhabenen Wortes ‘Liebe’. Sie sind dann nur Erweis einer sich gegenseitig bezeugten Gegen-Wahrheit. Sie bezeugen Verlogenheit angesichts der beiderseitig erwarteten gegenseitigen Beziehung als Gabe der Person für die Person.

Diesen beiden geht es dann nicht um ‘Gabe-Werden’ von „Person für die Person”, sondern um ehrenlose ‘Annexion’ des Geschlechtsleibes zum eigenen, selbstsüchtig beabsichtigten Nutzen. Endziel der unternommenen Betätigung ist nicht das wahre Gut [= zentri-fugale Dynamik einer wahren Liebe]: dieses eigene, wie auch das Gut dieses anderen; ein Gut das sich eignete, Weg zum „Haus des Vaters” (Joh 14,2f; VSp 78) für sie beiden zu werden.

Es ziemt sich einmal mehr die Worte Johannes Paul II. seiner Enzyklika „Veritatis Splendor” anzuführen – betreffs der unentbehrlichen Eigenschaften, mit denen sich eine Tat auszeichnen muss, dass sie als ‘gute Tat’ bewertet werden kann:

„Der Grund, warum die gute Absicht nicht genügt, sondern sie begleitet werden muss mit der ordnungsgemäßen Wahl der Taten, ist die Tatsache, dass die menschliche Handlung von ihrem Gegenstand abhängt, das heißt davon, ob er auf Gott, auf Den, der ‘allein der Gute ist’, hingeordnet werden kann und ob er die Person so zur Vollkommenheit führt.
– Eine Handlung ist gut, wenn ihr Gegenstand (das Objekt) dem Gut der Person entspricht – dadurch, dass sie die Güter berücksichtigt, die für sie vom moralischen Blickpunkt aus wesentlich sind ...
– Die menschliche Handlung, die ihrem Gegenstand nach gut ist, ist zugleich auch dem letztlichen Ziel untergeordnet.
Dieselbe Tat erreicht dann ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit, wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird ...
– In diesem Sinne lehrt der Patron der Moraltheologen und Beichtväter: ‘Es genügt nicht, gute Werke zu tun, sie müssen gut getan werden. Damit unsere Werke gut und vollkommen sind, müssen wir sie mit dem klaren Ziel tun, dass sie Gott gefallen’ [Hl. Alfons] ...” (VSp 78).

Der Heilige Vater fügt außerdem hinzu:

„... Das erste und entscheidende Element für die moralische Bewertung ist der Gegenstand (das Objekt) der menschlichen Tat, der darüber entscheidet, ob sie auf das letztliche Gute und Ziel, das Gott ist, hingeordnet werden kann.
Diese Hinordnung – erkennt die Vernunft im Sein selbst des Menschen, verstanden im Licht der ganzen Wahrheit über ihn, d.h. in seinen natürlichen Neigungen, seinen Triebkräften und Zweckbestimmtheiten, denen immer auch ein geistliches Ausmaß eigen ist:
– Genau sie bilden den Inhalt des natürlichen Gesetzes, also dieser geordneten Gesamtheit der ‘Güter für die Person’, die sich in den Dienst des ‘Gutes der Person’ stellen, des Gutes, das sie selbst und ihre Vollendung ist.
– Gerade auch diese Güter werden von den Geboten geschützt, in denen nach dem hl. Thomas das ganze Naturgesetz enthalten ist” (VSp 79) (S. auch: VSp 67.68.81.82.96. – Und noch von der Lehre Johannes Paul II. aus anderen Stellen unserer Homepage: Kriterien zur Einschätzung einer Tat als ‘gut’ samt dem Zusammenhang, vor allem der weiteren Folge ebd. – Und noch: Treue des Beichtvaters zum Apostolischen Glauben: mit Petrus und unter Petrus – das Gesamte dieser Bearbeitung, vor allem seiner: § B-C. – S. ferner von der Rezension des Buches von P. X. Knotz – leider nur poln.: O.Ksawery Knotz, Seks jakiego nie znacie... [Sex den ihr nicht kennt ...] – ebd. besonders ad (3): Doktrinäre Aspekte des Buches, ad ‘d’: Die moralisch an sich gesehene Tat. Usw.).

Eine Betätigung, die infolge der Begehrlichkeit unternommen wird, das heißt die utilitaristische Behandlung der Geschlechtlichkeit – steuert dahin, dass die Wahrnehmung und das sexuelle Erlebnis als nachgesuchtes Hauptziel zur Befriedigung der eigensüchtigen Sex-Annehmlichkeit erfahren wird. Eventuell wird diese egoistisch gesuchte Annehmlichkeit auf beiderseitige Vereinbarung von jedem der Sex-Partner auf eigene ‘Rechnung’ für sich selbst erfahren (es ist dann Zustimmung auf zwei parallel begangene Sünden; das Zwei-zu-einem-Fleisch ist dabei ausgeschlossen). Das Erlebnis selbst wird als Folge des Auslebens-Austobens am Geschlecht des eigenen, oder außerdem dieses des anderen Leibes erreicht.

Die Dynamik der Betätigung strebt dann auf unverhehlte Art und Weise die zentri-petale Ausrichtung an: ‘Hauptsache, dass mein ICH das Sex-Erlebnis wahrnimmt’. Es ist somit Betätigung, die genau die entgegengesetzte Richtung einnimmt, als es der wahren Liebe eigen sein soll. Somit ist es Gegensatz zur echten Liebe.

Das Charakteristikum der wahren Liebe kennzeichnet sich nämlich mit ihrer zentri-fugalen Dynamik aus: Befriedigt muss nicht mein eigenes ‘Ich’ sein, sondern ich strebe danach, diesen anderen mit solchem Gut zu beschenken, das zu seinem endgültigen Gut zu führen imstande ist. Dieses ‘Gut’ besteht letztlich auf ewigem Leben – im Haus des Vaters (sieh ob. die Grafik: Wahrhafte Liebe: zentri-fugale Dynamik, und Gegen-Liebe: zentri-petale Dynamik = Egoismus).

Im Fall der beiderseitigen utilitaristischen Behandlung – wird die eigene Person und diese des anderen seines eigenen Antlitzes beraubt. Dieser andere, sollte es selbst um diesen anderen in Ehe gehen, hört Jetztzeit auf ein Jemand zu sein, der also seinen eigenen Namen trägt. Seine Person wird zurzeit auf den Rang einer Anonymität herabgeführt.
– Des Öfteren ist es dann so, dass weder der eine, noch der andere sich dessen klar bewusst ist. Satan arbeitet unermüdlich daran, dass jeder Denkvorgang beim Menschen möglich total gelöscht wird (sieh genauer: Entfruchtung: Anonymer Sexualismus. Und noch: Anonymität-Ehebruch in eigener Ehe. Ferner: Liebe die anonym ist ...).

Die menschliche Person wird in solcher Lage auf allein ihr geschlechtliches Ausmaß herabgetrieben. Die Aufmerksamkeit lässt das Bewusstwerden nicht dazu kommen, dass sie vor einer Person stehen bleibt. Diese gerät einer völligen Verschwemmung: sie wird immer mehr unwichtig und geht Jetztzeit überhaupt nichts an.

Auf den Vordergrund rückt der Leib – genauer gesagt: vor allem die intrigierenden Sex-Fragmente des Körpers. Die Begehrlichkeit wird zur Machtkraft. Unter dem Vorwand des Vergnügens nötigt sie den Menschen, dass er seine Aufmerksamkeit allein auf die Geschlechtsmerkmale sammelt und sie gleichsam ‘aufsaugt’.
– Dieser Mensch ist aber außer dem, dass er Leib ist, auch noch Geist. Erst so ist jemand Mensch: Person mit seiner unveräußerlichen Würde, mit der der Mensch: die Person – das ganze Weltall überragt.

Folglich hört der Mensch der Begehrlichkeit auf, ‘seinem Selbst zu herrschen’. Seine Taten und sein Denken werden von der von ihm selbst ausgelösten Leidenschaft gelenkt, wobei er freiwillig ihr untertan zu sein wünscht.

Der Mensch der ‘Begehrlichkeit’ lässt sich vonseiten der ihn verblindenden Versklavung vorgaukeln, er wäre erst jetzt endlich ‘frei’, so dass er erst jetzt in Fülle ‘Herr-seiner-selbst’ geworden ist. So ist der Gipfel des verkehrten Plans, der hier von diesem verwirklicht wird, der der ‘Böse’ ist. Ab Anbeginn an, da der Mensch in der Welt da zu sein begonnen hat, „verführt [er] die ganze bewohnte Welt ...” (Offb 12,9).

Wie leicht gelingt es dem Bösen Mann und Frau, das lebendige Ebenbild Gottes zu verführen – aufgrund des primitiven, schlau ausgeworfenen Hakens seiner Geschlechtlichkeit. Diese wurde dem Menschen von Gott zwar zum Geschenk anvertraut – allerdings allein zur verantwortlichen, abzurechnenden Verwaltung.

Dem ‘Bösen’ genügt es in der Regel das eine zu erreichen: die Geschlechtlichkeit im Bewusstsein des Menschen – vom Gottes Erschaffungswerk loszureißen.
– Am leichtesten gelingt es dem Bösen dadurch, dass der seiner Begehrlichkeit erliegende Mensch die Ausrichtung der Geschlechtlichkeit auf eine der möglich zu erweisenden intimen Liebe-Erweise – von ihrer aus Gottes Erschaffungswerk zugleich bestehenden elterlichen Bereitschaft lostrennt.

Das kann selbstverständlich nur mit eingesetztem Kraftaufwand erreicht werden. So führt die Begehrlichkeit ihren Untertanen dazu, dass er das Erschaffungswerk Gottes vorsätzlich angreift – und es wirksam zu zerstören sucht. Es heißt dann nämlich: SEX – jawohl; LEBEN – um keinen Preis.

Da der Mensch aber – Person nur als zugleich Gottes Ebenbild ist, kann er ‘Person’ unmöglich anders sein und bleiben, als indem er zugleich Leben-Liebe ist, wie auch Gott in sich selbst Leben-Liebe ist.
– Zerstört der Mensch zudiensten der Begehrlichkeit das Leben, zerstört er daselbst unausbleiblich das Wesen selbst aller Liebe. Am Kampfplatz bleibt ein Menschen-Wrack liegen. Ist doch der Mensch – er-die-Person, nicht Geschlechtsleib allein, sondern Geist – samt den ihm eigenen Eigenschaften, die über seine Würde als verantwortungsbefähigtes Wesen entscheiden.

Hochpunkt des vom Bösen über den Menschen manchmal sehr leicht davongetragenen ‘Triumphs’ ist die ihm eingeredete Selbst-Überzeugung, dass indem er nach dem Diktat der ihn verknechtenden Begehrlichkeit handelt, er die erträumte Freiheit ‘von’ Gott erreicht hat.

Daselbst ‘sichert’ sich der Mensch zugleich auch die Freiheit ‘von Wahrheit des Seins’ : darunter also von der Tatsache, dass er nur und allein ‘erschaffen’ ist, das heißt kein Gott-der-Schöpfer seiner Selbst ist.
– Ist doch der Mensch nur und nur ... Geschöpf, nicht aber Schöpfer (sieh dazu: VSp 34.64). Ein von der Begehrlichkeit verknechteter Mensch erfüllt jetzt blindlings die Anweisungen, die ihm vom Bösen aufgezwungen werden. Er wird vorsätzlich „Sklave der Sünde” (sieh: Joh 8,34).

Zu gleicher Zeit beruhigt der ‘Böse’ das laut Einspruch erhebende Gewissen [= Stimme des im Gewissen sprechenden Gottes], indem er diese Stimme übertönt und dem Menschen täuschend einredet, jetzt wäre er endlich ‘Herr seiner Selbst’ geworden, indem es ihm doch ... gelungen ist, sich von diesem ‘Nicht-Guten’ ... Gott und den ‘un-menschlichen Geboten dieses NICHT-liebenden Gottes’  unabhängig gemacht zu haben.

Diesen Frage haben wir schon früher nicht wenig Aufmerksamkeit gewidmet, so dass es nicht nötig ist, sie hier wiederholt zu erörtern (sieh ob., besonders: Ethische Voraussetzungen des Aktes im insbesonderen und die ganze weitere Folge dieses und des nächsten Abschnittes. – Ferner s.: II.Teil, 4.Kapitel: Betätigungen ‘Contra’: Wo ist hier der Mensch?).

(2.2 kB)

Biblisches „Ein-Fleisch”-Werden

Sollten wir wiederholt auf den erörterten biblischen Ausdruck wiederkehren (Gen 2,24; Mt 19,4ff; sieh: Text: Mt 19,4ff.), können wir unmöglich nicht voller Verwunderung bemerken, dass sich die in der Weltliteratur einmalige Bezeichnung der Ehe und der Vereinigung der Ehegatten als „zwei-zu-einem-Fleisch” entschieden von aller utilitaristischen Behandlung des Geschlechtsgebietes – dieses eigenen, wie dieses des anderen in der Ehe, abhebt. Die im Gottes-Geschriebenen-Wort vorkommende Wendung lässt keine Assoziation mit utilitaristischem ‘sexuellen’ Ausleben aufkommen, um dadurch eine egoistisch beabsichtigte Selbst-Zufriedenheit zu erreichen, sollte es selbst als von nun an ‘legalisiertes’ Betreiben des ‘Sexus’ bedeuten. In solcher Lage müsste der Text ganz anders und mit Hilfe eines anderen Wortschatzes formuliert werden. Er würde in diesem Fall eindeutig die sexuellen Aspekte hervorheben, nicht aber die person-schaffenden Eigenschaften des beiderseitigen Erlebnisses, wie das im Wortlaut des biblischen Textes gesehen werden kann.

Das erörterte Fragment des Genesisbuches – in Verbundenheit mit dem ihn umwebenden Kontext, weist ohne Verschweigungen auf den grundsätzlichen Sinn und Zweck der Ehe hin. Diese entsteht nämlich als Folge, wenn ein Mann „Vater und Mutter” deswegen verlässt, um sich von nun an mit einer bewusst dazu gewählten Person des anderen Geschlechts zu verbinden und so ab dieser Stunde Ehe zu werden.

Solche zweien werden von nun an ein „Ein-Fleisch”. Der hebräische Text drückt die neu entstandene Kommunion dieser zweien mit der herrlichen Wendung aus, die offenbar mit Hilfe des typisch semitisch-israelitischen Wortbestandes und ihrer Mentalität formuliert ist:


[hebr.:]
„we-hajjú (= und sie werden sein; oder: sie werden es werden)
le-baśár (= Ausrichtung auf: Fleisch, Leib der ein Jemand ist; sie werden zu lebensbelebtem Fleisch-Leib = sie werden Mensch-Person: Fleisch als Jemand-Ganzer, nicht ein Etwas, nicht zwei ‘Sexus’)
‘echád (= eins; Einheit)

[übersetzt:]
„... Und sie beiden werden zu einem lebensbelebten Fleisch-Einheit-Jemand”
(= sie werden zwei Personen zu EINER Person: Fleisch-Geist, d.h.: Person, Jemand: nicht zwei Sex-Sachen) (Gen 2,24).

Das hier vorkommende hebräische „baśár = Fleisch” drückt in diesem Zusammenhang einen selben Inhalt aus, wie die präzise moderne, philosophisch-theologische Bezeichnung: ‘Person’.
– Mit diesem Unterschied, dass unsere Mentalität – ähnlich wie unsere Begriffsweise des Ausdrucks ‘Person’ – statistisch-abstrakt gefasst bleibt: gemäß der römisch-griechischen Mentalität, die Grundboden für unsere Erziehung geworden ist.
– Dagegen die biblische Bezeichnung, die vom typisch semitisch-israelitischen Kulturmilieu herausgewachsen ist, drückt denselben Inhalt anschaulich aus, und zugleich auf dynamisch-konkrete Art und Weise: als ‘Ein-Fleisch’–‘Sein’, beziehungsweise ‘allmählich erfolgendes Ein-Fleisch-Werden’ [Aspekt des Werdens: Ausmaß des ‘Geschehens-in-Zeit’].

Allerdings diese beiden Ausdrücke, das heißt unser Begriff ‘Person’ – und anderseits das hebräische ‘Fleisch-Leib’, betreffen genau dieselbe Wirklichkeit. Die ‘Person’ ist niemals ein ‘Etwas: Ding, oder Sache’. Sie ist immer ein ‘Jemand’: in all ihrer Würde und Freiheit, samt ihren unabtrittbaren wesentlichen Eigenschaften gerade als ‘Person’.

Wir haben daran auf unserer Homepage schon des Öfteren angeknüpft. Es geht um die unabdingbaren und unabtrittbaren Eigenschaften der menschlichen Person: ihr Selbst-Bewusstsein, ihre Selbst-Bestimmung, ihre Fähigkeit Verantwortung auf sich zu nehmen. Und darüber hinaus: ihr Berufenwerden zum ewigen Leben – im „Haus-des-Vaters” (sieh z.B. ob.: Grundlegende Komponenten des Menschen: Vernunft-Wille-Verantwortung).

Diese Eigenschaften wachsen im Fall des Menschen aufgrund seiner – vom Gottes Schöpferwerk herkommenden, verwundernden Verkoppelung von Geist und Leib hervor. Wobei über die Größe des Menschen immer der ihm vom Schöpfer geschenkte unsterbliche Geist entscheidet. Dank ihm ist der Mensch – Person, die samt ihrer Hervorrufung von Nicht-Existenz, unabrufbar zum Leben gerufen wird, das niemals mehr ein Ende haben wird.

(2.2 kB)

‘Liebe’: Gabe der Person

In diesem Zusammenhang ist es gut an die schon öfter angeführten Worte Johannes Paul II. anzuknüpfen – vom Menschen als der wunderlichen Einheit von zugleich Leib und unsterblichem Geist. Erst diese Einheit bewirkt es, dass der Mensch – ‘Person’  ist:

„Der Mensch ist als fleischgewordener Geist,
das heißt Seele, die sich durch den Leib ausdrückt,
und als Leib, der durch den unsterblichen Geist gestaltet wird,
gerade in dieser seiner vereinigten Ganzheit zur Liebe berufen.
– Die Liebe umfängt auch den menschlichen Leib,
und der Leib hat Anteil an der geistigen Liebe” (FC 11).

Der Heilige Vater präzisiert zugleich die eigentliche Bedeutung des hier vorkommenden Begriffs und der Wirklichkeit der ‘Liebe’, wobei er sie gleichzeitig mit ihrem Offenbleiben für Elternschaft verbindet:

„In ihrer tiefsten Wirklichkeit ist die Liebe ihrem Wesen nach Gabe,
und die eheliche Liebe, die die Gatten zum gegenseitigen ‘Erkennen’ führt, das sie zu ‘Einem Fleisch’ macht,
erschöpft sich nicht unter ihnen beiden,
weil sie sie zur größten Hingabe befähigt,
dank der sie zu Mitarbeitern Gottes werden,
indem sie die Gabe des Lebens einer neuen menschlichen Person schenken.
– Während sich die Eheleute also einander dahinschenken, geben sie aus sich eine neue Wirklichkeit heraus:
das Kind, lebende Abspiegelung ihrer Liebe, bleibendes Zeichen ihrer ehelichen Einheit und lebendige und untrennbare Synthese ihres Vater- und Mutterseins” (FC 14).

(10.4 kB)
Erklärung

Die Päpstliche Bezeichnung der ‘Liebe’ als „Gabe” ist keinesfalls arbitrale Ersinnung eines Philosophen, beziehungsweise Theologen. Sie ist Frucht der im Gebet unterhaltenen Betrachtung des Gottes Stiles des ‘Liebe-Seins’.
– Gott liebt auf solche Art und Weise, dass Er immerwährend sich selber ‘überschreitet’, um sich in seiner Liebe und seinem Leben den von Ihm erschaffenen Wesen mitzuteilen, darunter auf ganz besondere Weise dem Menschen, diesem „... einzigen Geschöpf auf Erden, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat” (= um des Menschen willen; GS 24).

Denn Gott schöpft eigentlich überhaupt ... keinen ‘Nutzen’ vom Menschen. Gott ist immerwährend ein einziger großer ‘Nicht-Egoismus’ und ‘Nicht-Selbstsüchtigkeit’  bei Erweisen seiner Liebe. Er beschenkt – weil Er ... liebt. Er ist ganz Gabe-„für” ... ! Er liebt so sehr, dass Er diesen Beschenkten glücklich macht. Im Fall des Menschen: Mann und Frau beruht es darauf, dass Er dem Menschen das ewige Leben anbietet im – ... „Haus des Vaters”.

Höchster Ausdruck der Liebe-Gabe Gottes, das heißt des dem Menschen gewünschten Guten unendlichen Wertes – wird Jesus Christus werden, der Sohn Gottes, und genauer: der Gottes-Bräutigam-vom-Kreuz (sieh ob.: Der Gottes Bräutigam in Hingabe am Kreuz seiner selbst der Braut zugute: „... bis zum Letzten”). Er, der das Geschöpf seiner Vorliebe – den Menschen, gleichsam auf Knien (vgl. das Letzte Abendmahl: Joh 13,5) bittet, er möge die ihm angebotene hinreißende Gabe annehmen: die ‘Bräutlichkeit-mit-Gott’. Dieser Gott ist als:

„... Menschen-Sohn – nicht gekommen, um sich dienen zu lassen
[= Jesus ist also Gabe einer lauter Nicht-Selbstsüchtigkeit],
sondern zu dienen und sein Leben hinzugeben
als Lösegeld für viele” (Mk 10,45; s. auch: Mt 20,28).

Selbstverständlich so, dass das erwähnte Gottes ‘Angebot’: dass sich der Mensch für das ihm vom Menschen-Sohn angebotene „Sein Leben” – dieses ewige Leben aufschließt, immer nur bedingte Gabe darstellt. Jeder einzelne Mensch muss die damit zusammenhängenden Bedingungen anzunehmen wollen. Ihre Einhaltung mit Liebe – wird unersetzlicher Weg, um in das „Haus des Vaters”  zu gelangen.

Johannes Paul II. erinnert an diese Definition der ‘Liebe-als-Personen-Gabe’ in seinen Aussagen sehr oft. Besonders gern benutzt er dann die von ihm beliebte Wendung des Zweiten Vatikanischen Konzils, deren wahrscheinlich er selbst Autor ist – als ehemaliger Priester-Professor-Bischof, und zuletzt Kardinal Karol Wojtyła und Papst:

„... Der Mensch, der auf Erden das einzige Geschöpf ist,
das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat,
kann sich selber nicht anders voll wieder finden,
als nur aufgrund der selbstlosen Hingabe seiner Selbst” (GS 24; des Öfteren von Johannes Paul II. angeführte Worte).

Liebe ist die Person, die ganz Gabe-ihrer-Selbst wird. So ist der Gottes Begriff der Wirklichkeit, deren Name ‘Liebe’ ist: Gott-die-LIEBE.
Es ist ganz unmöglich, dass ‘Liebe’ eine andere Wirklichkeit bedeuten könnte – im Fall des Menschen, der als lebendiges Ebenbild dieses – solchen Gottes erschaffen worden ist.

Es besteht kein Zweifel, dass der biblische Autor im erörterten Fragment des Gottes-Geschriebenen-Wortes (Gen 2,24: „... die beiden werden Ein-Fleisch sein”) an den Akt der ehelichen Vereinigung denkt. In solcher Stunde werden diese zweien im wörtlichen Sinn zu einem ‘Ein-Fleisch’ : zu einer Person-in-zwei-Personen. Das wird möglich dank der untergenommenen Gabe von Gottes Güte und Reichlichkeit, die Ehemann und Ehefrau auf das Gebiet ihrer Intimität einführt.
– Daselbst werden diese beiden zur Anteilnahme darin zugelassen, WER Gott selbst ist: Gott-die-Liebe, der ganz und gar Gott-das-Leben ist. Denn auch ihre Liebe wird Leben – vorausgesetzt, dass diese beiden sich sperrangelweit auf potentielle Elternschaft aufschließen.

Es muss aber wiederholt hervorgehoben werden, dass die eingeengte Anwendung dieser Bezeichnung auf eheliche Intimität – ihre parallel existierende Bezeichnung der Gesamtheit all dessen, was die Ehe und Familie mit sich trägt, nicht nur nicht ausschließt, sondern das Gesamte des Ehe- und Familienlebens als Selbstverständlichkeit voraussetzt. Diese zweien: Ehemann und Ehefrau – werden ab der Stunde, wenn sie angesichts Gottes und der menschlichen Gesellschaft ihr eheliches Zugeständnis äußern, zu wahrem „zwei-zu-einem-Fleisch” unabhängig davon, ob sie zurzeit ihre Intimität gerade erleben, oder auch immer andere Aufgaben der einmal unternommenen Berufung zur Ehe und Familie erfüllen.

(3.5 kB)

3. Innere Friedensordnung der Intim-Gabe
der Person

(2.8 kB)

Dynamik der Liebe – und der Gegen-Liebe

Sollten wir vorhaben in die Tiefe des Inhalts der erörterten Wortwendung noch einmal hineinzusinken: „zwei-zu-einem-Fleisch”, bemerken wir, dass der biblische Autor nicht nur die personalistische Beschaffenheit des hier mit entwaffnender Schlichtheit dargestellten ehelichen Verkehrs als Gottes Werks und Gabe der Schöpfung hervorhebt. Der Akt der ehelichen Intimität strebt deutlich dahin, dass Ehemann und Ehefrau eine zuengste Einheit-von-zweien werden, in gewissen Sinn tatsächlich ein ‘Ein-Fleisch’, das heißt gleichsam eine einzige ‘Person’ bilden.

Das biblische „zwei-zu-einem-Fleisch” hebt zweifellos hervor, dass diese zweien: dieser Er und diese Sie als zurzeit Ehegatten – ein eheliches ‘UNO’: ein Eins darstellen. Sie bleiben offenbar zwei Personen, und doch stellen sie zugleich in gewissem Sinn eine „Ein-Person” dar.

Jedenfalls diese beiden bilden in keinem Fall zwei ‘Sexus’ – im biblischen Begriff dieser Wendung. Dessen Kennzeichen müsste die zentri-petal ausgerichtete Dynamik ihrer Handlungsweise sein (eine ICH-bezügte Suche nach egoistisch gelebter Selbstbefriedigung). Diese zweien suchten in solchem Fall nur nach eigennützig beabsichtigter und erfahrener sexueller Annehmlichkeit – dank instrumentaler Ausnutzung zu diesem Zweck des eigenen Geschlechtskörpers, und gleichzeitig des Geschlechtskörpers dieses anderen in Ehe.

Im Gegenteil dazu möchte der biblische Autor zeigen, dass diese zweien tatsächlich zur Personen-Vereinigung werden – mit dem Akzent darauf, dass diese zwei Personen im gewissen Sinn ‘Eine-Person’ bilden. Ihm würde es in den Kopf nicht kommen, anstatt des hier betonten ‘zwei-zu-einem-Fleisch’, das heißt ihres gegenseitigen füreinander Person-Gabe-Seins – die Aufmerksamkeit auf ihnen als zwei ‘Fleisch-Sexus’ zu sammeln.

Denn in solchem Fall würde ihre irgendeine ‘Einheit’ höchstens die Gemeinschaft betreffen, die sich nicht auf ihrem Person-Gabe-Sein sammelte, sondern auf beiderseitiger Exploatation ihres Geschlechts-Leibes, das heißt ihres ‘Sexus-als-Sexus’. In ethischer Wertung wäre es dann Gemeinschaft (nicht aber ‘Kommunion’!) in der zu dieser Zeit gemeinsam begangenen ... Sünde-zu-zweit sein, nicht aber Einheit-in-Liebe.

Bleibt doch die Dynamik der wahren Liebe beständig zentri-fugal : Dynamik die nach Außen ausgerichtet ist und bewusst das Gut des anderen anstrebt. Letztlich geht es dann immer um das definitive Erlösungs-Gut. Sowohl dieses eigene, wie auch das letztliche Gut dieses anderen.
– Im Gegenteil dazu sammelt sich die Sex-Liebe einzig auf der selbstsüchtig erfahrenen Sex-Annehmlichkeit (so ist ihre zentri-petale Dynamik: es zählt nur die eigene Selbstbefriedigung) und lässt kein Denken über die letztlichen Folgen ihrer Verhaltensweisen in Bedacht.

(2.2 kB)

„Ein-Fleisch” in Verhältnissen der ursprünglichen Unschuld

Das sich ereignende ‘zwei-zu-einem-Fleisch’, das seinen Kulminationspunkt darin erreicht, dass diese zweien gleichsam ‘eine-Person-in-zwei-Personen’ werden, geschieht nach der Darstellung des biblischen Autors Gen 2,24 in Verhältnissen der ursprünglichen Unschuld. Es geschah also im Klima der beglückenden ursprünglichen beiderseitigen Begegnung. Diese beiden haben es verstanden, diesen anderen – des gegenseitigen Geschlechts, nicht als Gegenstand-zum-Ausnutzen anzuschauen, sondern als Gottes Gabe-Person gegenseitig füreinander – parallel zum Verständnis sowohl ihres bräutlichen, wie elterlichen Sinnes ihres Leibes.

Es gehört sich wiederholt die Worte Johannes Paul II. anzuführen hinsichtlich jenes beglückenden Anfangs der beiden ersten Menschen. Es war Abspiegelung der Erschaffung als Werks der Liebe Gottes. Hier die Päpstlichen Worte aus einer seiner Mittwochs-Audienzen: (sieh ob.: Ob sexuelle Revolution Johannes Paul II):

„Die ganze ... abgerissene Wirklichkeit der Gabe und Beschenkung als konstitutiven Inhalts des Geheimnisses der Schöpfung bestätigt die in diesem Geheimnis enthaltene Strahlung der Liebe. Nur die Liebe erschafft Gutes und nur sie lässt sich letztlich über alle seine Ausmaße und Profile in der Erschaffung, besonders aber im Menschen, erblicken ...
– Die ursprüngliche Glückseligkeit, jener beglückende ‘Anfang’ des Menschen, den Gott als ‘Mann und Frau’ erschaffen hat [Gen 1,27], der bräutliche Sinn des Leibes in seiner ursprünglichen Nacktheit – all das bedeutet Einwurzelung in Liebe. ...
– Die ersten Verse der Bibel sprechen darüber außer jedem Zweifel. Sie sprechen nicht nur von der Erschaffung der Welt und des Menschen in der Welt, sondern sagen von der Gnade, das heißt von der Mitteilung der Heiligkeit, von der Strahlung des Geistes, die den besonderen Zustand der ‘Vergeistlichung’ jenes – doch ursprünglichen – Menschen bewirkt hat. In der Sprache der Bibel, in der Sprache der Offenbarung bedeutet ‘ursprünglich’ gerade das ‘Göttliche’: ‘Adam, der Gottes war’ [vgl. Lk 3,38] ...
– Die Glückseligkeit heißt Einwurzelung in Liebe. Die ursprüngliche Glückseligkeit spricht vom ‘Anfang’ des Menschen, der aus Liebe aufgetaucht ist und die Liebe initiiert hat. Es geschah aber in einer Art und Weise, die trotz der späteren Sünde und dem Tod, unumwendbar war” (ML 132f.; sieh dazu außerdem das, was in der weiteren Folge des hiesigen Kapitels dargestellt wird: Theologische Bedeutung der Bekleidung).

Diese zwei ersten nahmen ihre Männlichkeit und Weiblichkeit an als Gottes Gabe, dank der Gott ihnen sowohl den bräutlichen, wie elterlichen Sinn ihres unterschiedlichen Leibes offenbart hat. Dieser Leib galt ihnen aber zu keiner Verhüllung, um dadurch zur Größe und Würde ihrer beiden Personen zu gelangen. Die Offenbarung einander in gegenseitiger „... sonderbarer Andersartigkeit und personaler Originalität von Mann und Frau” (MuD 10) verstanden sie und nahmen an als Ausdruck von „... Einheit der zweien, das heißt ... dieser Würde und ... dieser Berufung” (ibid. MuD 10), die mit absoluter Gleichheit der beiden Geschlechter – und der parallel bestehenden unterschiedlichen personalen Berufung von Mann und Frau verbunden ist.
– Ihre gegenseitigen Beziehungen waren mit der „Erbe der Sünde ...” nicht infiziert (MuD 10): der autonomen Bestimmung dessen, was „Gut, und was Böse” sein sollte (sieh Gen 2,17; 3,1-7). Sie hörten auf die Stimme Gottes Führung ihrer beiden und nahmen mit Dank die innere Stimme des Gewissens an, in der sie fortwährend vom Heiligen Geist angeredet blieben. Und gerade durch Ihn, das heißt durch den Heiligen Geist, ist die „... Liebe Gottes [die Liebe, die Gott-die-Liebe ist] ausgegossen in unsere Herzen” (Röm 5,5).

Man könnte hier noch wiederholt auch ein anderes Fragment der Mittwochkatechese Johannes Paul II. anführen. Wie im gerade erst angeführten Text, knüpft der Papst auch hier an die erwähnte ursprüngliche Unschuld an (sieh ob.:  Nacktheit-Schamgefühl: Teilhabe an der Sicht des Schöpfers) :

„Mann und Frau sehen sich ... gleichsam mit dem Sehvermögen des Geheimnisses selbst der Schöpfung. Sie sehen sich so, noch bevor sie ‘erkennen, dass sie nackt sind’. Ihr gegenseitiges Sehen ist nicht nur Teilnahme an der ‘äußeren’ Sichtbarkeit der Welt, sondern es ist ihm das innere Ausmaß der Teilhabe am Sehen des Schöpfers selbst inne, an jenem Sehen, von dem der Priesterliche Text ein paarmal spricht: ‘Gott sah, dass alles, was Er gemacht hatte, gut war ... dass es sehr gut war’.
Die Nacktheit bedeutet das ursprüngliche Gut des Gottes Sehens. Die Nacktheit bedeutet die ganze Schlichtheit und Fülle jenes Sehens, durch das sich der ‘reine’ Wert des Menschen als Mann und Frau kundgibt, der ‘reine’ Wert des Leibes und Geschlechts.
Diese Situation ... kennt keinen inneren Bruch und Gegensätzlichkeit zwischen dem, was das Geistige ist, und dem, was Sinnliches ist, wie sie keinen Bruch ausweist, noch Gegensätzlichkeit zwischen dem, was menschlich gesehen das Personale ausmacht, und dem, was im Menschen das Geschlecht bestimmt: was das Männliche und Frauliche ist.
– Indem sie sich gegenseitig gleichsam mit dem Auge des Geheimnisses der Schöpfung selbst sehen, erblickt Mann und Frau sich einander umso vollständiger und deutlicher mit seinem Sehvermögen selbst: mit Augen des Leibes. Sie sehen sich nämlich und umfangen sich mit dem ganzen Frieden des inneren Blickes, der eben die Fülle der personalen Intimität hervorbringt ...
– ... Indem sie sich sehen und einander mit ganzem Frieden des inneren Blicks umfangen, ‘kommunizieren’ sie in der Fülle des Menschseins, das sich in ihnen als gegenseitig gerade deshalb ergänzt offenbart, weil es eben ‘männlich’ und ‘fraulich’ ist. Zugleich ‘kommunizieren sie’ auf dem Grund dieser Personen-Kommunion, in der sie durch ihre Fraulichkeit und Männlichkeit gegenseitige Gabe füreinander werden.
– Auf solche Art und Weise erreichen sie in der Gegenseitigkeit das besondere Empfinden des Sinnes ihres Leibes. Die ursprüngliche Bedeutung der Nacktheit entspricht solcher Schlichtheit und Fülle des Sehens, in der das Empfinden um den Sinn des Leibes gleichsam im Herzen selbst ihrer Gemeinschaft-Kommunion entsteht. Wir nennen ihn als ‘Bräutlichen’ Sinn des Leibes ...” (ML 114f.).

Erst die Sünde, die diese zweien im „Garten Eden” begangen haben (Gen 3,1-7), hat den Verlust jenes Sehens „gleichsam mit dem Sehvermögen des Geheimnisses selbst der Schöpfung” (ML 114) nach sich gezogen. Es begann die Begehrlichkeit zu erscheinen: die Annexion-zum-Eigentum des Leibes und Geschlechts.
– Folge dessen wurde fast sofort die Erschütterung der bisherigen Gleichheit der beiden und das Streben nach Aneignung dieses anderen ‘zum eigenen Nutzen’.

Wir hören von neuem den Heiligen Vater Johannes Paul II. Er weist sowohl der Frau, wie dem Mann den Weg hin zur Wiedererlangung des Gottes Sehens des Menschen in „Wahrheit der ‘Einheit der zweien’, also dieser Würde und dieser ... Berufung, die sich aus der eigenartigen Verschiedenheit und personalen ‘Originalität’ von Mann und Frau ergeben” (MuD 10):

„Die persönlichen Schätze des Frauseins sind gewiss nicht geringer als die Schätze des Mannseins – sie sind nur anders. Die Frau muss also – wie übrigens auch der Mann – ihre personale ‘Erfüllung’, ihre Würde und Berufung auf der Grundlage dieser Schätze begreifen, entsprechend dieses Reichtums des Frauseins, das sie am Tag der Erschaffung empfangen, und das sie als den ihr eigenen Ausdruck des ‘Ebenbildes und Gottes Ähnlichkeit’ ererbt.
Nur auf diesem Weg kann auch jene Erbschaft der Sünde überwunden werden, die von den Worten der Bibel angedeutet wird: ‘Dennoch verlangt dich nach dem Mann, doch er wird über dich herrschen’.
Die Überwindung dieses schlimmen Erbes ist von Generation zu Generation Aufgabe jedes Menschen, sowohl der Frau wie des Mannes. Denn in jedem Fall, in dem der Mann dafür verantwortlich ist, was die personale Würde der Frau und ihre Berufung verletzt, handelt er auch gegen seine eigene Würde und seine eigene Berufung” (MuD 10).

(2.2 kB)

Un-Abrittbarkeit der Person – und die Liebe

Wie schon zuvor, fragen wir noch einmal: Wie ist es möglich, dass zwei Personen: Ehemann und Ehefrau gleichsam Eine-Person werden, und dabei keine Beeinträchtigung an der eigenen, gesonderten Personalität erfahren?
– Wir erinnern uns aufgrund der früheren Erwägungen (sieh ob.:  Selbsthingabe als ontologisch-ethischer Imperativ), dass zu grundsätzlichen Eigenschaften der menschlichen Person ihre Un-Abtrittbarkeit, und dabei auch ihre Un-Übermittelbarkeit gehört. Eine Person kann nicht fremdes Eigentum werden, sollte sie selbst von jemandem zum Rang der ‘Ware-Sache’, oder auch zum Rang eines Sklaven herabgeführt werden.
– Die menschliche Person bleibt auch un-abtrittbar. Das heißt, dass auch sie selbst nicht imstande ist noch es je imstande sein wird, von ihrer Würde und Größe als Person abzutreten. Sollte sie auch sich selbst bis zum Letztlichen geschändet haben. Die Person bleibt schlechterdings für immer ... Person.

Weil aber die letzte Instanz der menschlichen Person ihr individueller freier Wille ist, kann der Mensch zu gewisser Stunde mit der Entscheidung seines eigenen Willens sich selbst jemandem anderen mitteilen und daselbst von seiner ‘Freiheit’ und Nicht-Übermittelbarkeit im gewissen Sinn abtreten.

Solche Situationen kommen vor allem infolge der ... Liebe als Beweggrund vor. Jemand kann freiwillig mit seinem ganzen Selbst – jemandem anderen, geliebten, zugehören. Er kann selbst eines jemanden gleichsam Sklave werden wollen – weil er liebt. Um der Liebe willen zu ihm – will er das eben ganz klar (sie ob.:  Kennzeichen der personhaften Hingabe aus Liebe). Solche Hingabe kann:

„... in der Ordnung der Liebe und im moralischen Sinn stattfinden.
In solchem Sinn kann sich eine Person einer anderen geben oder auch dahingeben,
sowohl einer menschlichen Person, als auch Gott ...
Das zeugt von besonderer Dynamik der Person, von besonderen Gesetzen,
die ihr Dasein und ihre Entwicklung bestimmen” (LuV 84).

(2.2 kB)

‘Herrschen seinem-Selbst’

(10 kB)
Erklärung

Es ist klar, niemand kann geben, was er nicht selbst ‘besitzt’. Das betrifft ebenfalls jedes ‘Gabe-Werden-für-jemanden’ – ob für Gott, oder einen Menschen.
– Aus dieser Feststellung wächst einmal mehr die Forderung hervor, dass man sich-selbst-besitzen muss. Es geht also um das Besitzen-seiner-Selbst, oder noch anders: um ‘Herrschen-seinem-Selbst’.

Das betrifft ganz besonders Eheleute bei ihrem Gabe-Werden für-einander. Damit jemand Person-Gabe für diesen anderen werden kann, das heißt um lieben fähig zu werden, muss man zuerst sich-selbst-besitzen und seinem Selbst herrschen. Das setzt eine dauerhafte Wachsamkeit angesichts seiner Selbst voraus, um keine Verknechtung z.B. vonseiten der Begehrlichkeit des Fleisches zuzulassen.

Die Begehrlichkeit versklavt den Menschen. Sie macht das Liebe-Gabe-Werden für jemanden, samt der – der Liebe eigenen zentri-fugalen Dynamik unmöglich. Der Mensch der Begehrlichkeit, der nach ‘Sexus’ begehrt, um ihn für sich zur eigenen Annehmlichkeit anzueignen, hört freiwillig auf ‘frei’ zu bleiben. Er willigt ein – auf den Rang eines blinden Vollstreckers der Befehle der ihn verknechtenden Leidenschaft herabgeführt zu werden.

Das geschieht selbstverständlich in diesem Sinn, dass er sich selbst freiwillig der Begehrlichkeit des Fleisches unterzieht. Sie gewinnt ‘Oberhand’ über ihn. Allerdings er will das gerade ausdrücklich: er will die von ihr ihm als ihrem Sklave aufgetragenen Befehle blindlings erfüllen.
– Folglich verfügt der Mensch der Begehrlichkeit schon über nichts, was er als Gabe – ob Gott, oder irgendjemanden der Menschen anzubieten imstande wäre.

Wir haben schon aufmerksam gemacht, dass der Knecht der Begehrlichkeit anfangs sich nicht einmal klar bewusst sein kann, er wäre mittlerweile ihr Knecht geworden, noch dass er ihr: der Begehrlichkeit – seine ‘Freiheit’ abgetreten hat. Er täuscht sich vorläufig vor, es wäre ihm gelungen sich von der ‘Pflegschaft ... Gottes’ und den Geboten Gottes wirksam befreit zu haben. Zu gleicher Zeit denkt er vorläufig nicht viel darüber, dass er sich um den Preis der vorsätzlich-freiwillig zurückgewiesenen Gebote Gottes – mittlerweile freiwillig von der Begehrlichkeit unterjochen ließ ... (vgl. VSp 64).

Es wäre gut hier wiederholt – im Anschluss an den gerade besprochenen Aspekt, die Worte Johannes Paul II. zu wiederholen, dieses Mal Worte, die er noch bevor er Papst wurde geschrieben hat (sieh ob.:  Selbsthingabe dank des des Sich-Besitzens):

„Schenken sich Mann und Frau in der Ehe einander aufgrund ihres personalen Aktes, geschieht es, weil jeder von ihnen eben als Person befähigt ist sich auf solche Weise hingeben zu können. Die Fähigkeit, ‘uneigennützige Gabe seiner Selbst zu werden’ ... ergibt sich daraus, dass der Mensch als Person ... sich selber besitzt, dass er zugleich Herr seiner Selbst ist, dass er also sich selbst gegenüber herrscht ...
– Sich selbst hinzugeben, sich zur ‘uneigennützigen Gabe seiner Selbst’ zu machen vermag nur derjenige, der sich selbst besitzt und sich selbst gegenüber Herr ist. Im Sich-Schenken ist jenes Sich-Besitzen enthalten und zum Ausdruck gebracht, das die wesentliche Struktur der Person bestimmt ...”.
(SAPA 17; sieh diese ganze Vorlesung von Kardinal Karol Wojtyla in der betreffenden ‘Tasche’ für Dokumente Johannes Paul II., dieses Mal leider nur polnisch: INHALTSVERZEICHNIS, 4.Kolonne, unter Nr.4b: Personalistische Konzeption des Menschen).

In der Lage der Ehe „am Anfang”, da die beiden die Gnade der ursprünglichen Unschuld gestrahlt haben, hat es die Situation nicht gegeben, irgendeiner Verknechtung zu unterliegen, z.B. über das Eingenommensein vonseiten der Begehrlichkeit. Im Herzen-Gewissen dieser beiden gab es „... keinen inneren Bruch und Gegensätzlichkeit zwischen dem, was das Geistige ist, und dem, was Sinnliches ist, wie es keinen Bruch gegeben hat, noch Gegensätzlichkeit zwischen dem, was menschlich gesehen das Personale ausmacht, und dem, was im Menschen das Geschlecht bestimmt: was das Männliche und Frauliche ist” (ML 114f.).
– Daher waren auch diese beiden fähig sich gegenseitig anzuschauen „gleichsam mit dem Sehvermögen des Geheimnisses” selbst der Schöpfung. Sie konnten sich zugleich einander erblicken „... umso vollständiger und deutlicher mit ihrem Sehvermögen selbst: mit Augen des Leibes. Sie sahen sich nämlich und umfingen sich mit dem ganzen Frieden des inneren Blickes, der eben die Fülle der personalen Intimität hervorbringt ...” (ML 114f.).

Das so gestaltete innere Klima der Herzen ihrer beiden schuf spontan die nötigen Bedingungen, dass sie ihre gegenseitige Nähe als sakramentales Werden des biblischen „zwei-zu-einem-Fleisch” erfahren konnten (Gen 2,24; Mt 19,6).

(3.5 kB)

4. Der Heilige Geist im ehelichen „Ein-Fleisch”

(2.8 kB)

‘Zwei-zu-eins’ in ihrem ‘Eins-mit-dem-Dreieinigen’

Wir werfen das Netz noch weiter aus – in die Tiefe dieser Wirklichkeit, wie sie von der Genesis-Bezeichnung herkommt: „... und sie werden ein Fleisch sein” (Gen 2,24), beziehungsweise wie sie von Jesus angeführt wird: „... Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch” (Mt 191,6).

Diese Worte stellen zweifellos keine nur sublimierte poetische Wendung dar, mit Anknüpfung an die Zeiten der sich ereignenden ‘physischen’ Verkopplung von Ehemann und Ehefrau in ein gleichsam ‘Ein-Fleisch’.
– Wenn diese zweien ihre gegenseitige Nähe im Klima der Gnade der „ursprünglichen Unschuld”  erleben – ob im Rahmen der Ehe als Ur-Sakraments der Schöpfung, oder nach der vollbrachten Erlösung im Rahmen eines der Sakramente der Kirche, wird die Tatsache der gelebten beiderseitigen Intimität, aber auch ihrer Vereinigung in ein „zwei-zu-einem-Fleisch”, zur wesentlich tieferen Wirklichkeit: zur sakramentalen Wirklichkeit, die diesen beiden von Gottes Güte zu ihrem Wachstum geschenkt wird.

Die Zeiten, wenn die Ehegatten ihre intime Nähe erleben, werden zwar im Rahmen der gegenseitig sich ergänzenden ihrer Leiber und Geschlechter gestaltet. Und schwer, dass es anders vorgehen kann: sie sind doch dazu berufen, für sich gegenseitig Ehemann und Ehefrau zu sein.
– Dennoch der tiefere Beweggrund der in Zeiten der Intimität unternommenen Ausdrücke von Zärtlichkeit, parallel zu der alsdann sich ereignenden Filtrierung – nach Gottes Sicht der Ehe – des Gegenstandes selbst und der Qualität dieser Zärteerweise, samt der sich in dieser Zeit auslösenden Struktur und Dynamik ihrer Vereinigung – bleibt doch die Verschmelzung ihrer beiden Personen, deren eigenartiger – allein gleichsam ‘Botschafter’ ihr Leib darstellt.

Mit anderen Worten, diese beiden sind sich bewusst, dass die Betätigungen, wie sie sie in Zeiten ihrer Intimität unternehmen, als Hauptziel ihres intimen Füreinander-Seins keinesfalls darauf ausgerichtet sind, ein Maximum des Erlebnisses auf Ebene ihrer Leiber zu erfahren.

Ziel der Zärtigkeitserweise, samt den alsdann nach Gottes Erwartungen durchfiltrierten Betätigungen-Taten selbst, muss eine wesentlich tiefere Wirklichkeit bleiben. Es geht um Festigung und Stärkung des gegenseitigen Bandes auf dem Niveau ihrer beiden Personen.
– Auf diesem Niveau begegnen aber sowohl der Mann, wie die Frau dem Dreieinigen, der ihr beiderseitiges Band als Kommunion von Leben und Liebe mit Sich selbst zu stärken vor hat. Einst hat doch Gott selbst ihren Ehebund angenommen und ihn besiegelt, als diese beiden sowohl Gott, wie den Menschen – ihr WORT des ehelichen Zugeständnisses öffentlich geäußert haben.

Wenn die Eheleute also ihre Intimität nach dem eingegangenen und beständig aktualisierten Sakrament zu erleben vor haben, bleiben sie aufmerksam, um keine Abschwächung ihres Bewusstseins zuzulassen, dass sie sich mit ihrer lebenslangen Kommunion von Liebe und Leben verbunden haben – nicht als zwei ‘Sexus’, sondern als von Gott dem Dreieinigen Berufene – zur systematischen Entwicklung ihres beiderseitigen Bandes auf dem Niveau des Sakraments (sieh dazu: FC 19).

So streben beide danach, dass sie für sich gegenseitig uneigennützige „Gabe” werden – zum irdischen Gut, aber umso mehr diesem definitiven: sowohl diesem eigenen, wie auch dieses anderen in Ehe und ihrer Familie.
– Das heißt sie aufmerksam über die Durchscheinbarkeit ihrer Absichten-Beweggründe zu wachen, zumal gerade in Zeiten der erlebten gegenseitigen Nähe. Die Gatten möchten nicht zulassen, dass die Zeiten ihrer Intimität – in selbstsüchtige Aneignung des Erlebnisses auf Ebene des Leibes umschalten – unter dem Anschein, dass auf diese Art und Weise ‘Liebe’ bezeugt wäre.

Das Person-Gabe-Werden setzt einen hohen Grad von Selbst-Bewusstsein voraus. Es darf keine verlogene Gabe darstellen. Außer der reinen Absicht setzt das offenbar eine feingestaltete Selektion, beziehungsweise Filtrierung der unternommenen Betätigungen und Zärtlichkeiten gerade in Zeiten der gegenseitigen Nähe voraus.

Wir haben gerade erst die Worte Johannes Paul II. hinsichtlich der Bedingungen und Voraussetzungen angeführt, die darüber entscheiden, ob eine betreffende Tat als ‘gut’ anerkannt werden kann (sieh ob.: VSp 78: Gute Tat: Absicht-Gegenstand-Gutes-Gottes Liebe). Die Tat ist ‘gut’, wenn „... berücksichtigt werden Güter, die für sie [für die menschliche Person] vom moralischen Blickpunkt aus wesentlich sind... Die menschliche Handlung, die ihrem Gegenstand nach gut ist, ist zugleich auch dem letztlichen Ziel untergeordnet. Dieselbe Tat erreicht dann ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit, wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird ...” (VSp 78).

Daher die Forderung hinsichtlich der Eheleute, dass sie in Zeiten ihrer Intimität nicht nur die Durchscheinbarkeit ihres Herzens und Gewissens hüten, das heißt die Durchscheinbarkeit der Absicht bei unternommenen Liebkosungen und Zärtlichkeiten, sondern auch die betreffenden Taten und Betätigungen an sich feinfühlig filtrieren, das heißt die Qualität der unternommenen Zärtlichkeiten hinsichtlich ihres ethischen Ausmaßes durchsieben.

Diese können nämlich keinesfalls immer dem „dem letztlichen Ziel untergeordnet” werden (sieh die gerade erst angeführten Worte Johannes Paul II.: VSp 78). Im Herzen sowohl des Ehemannes, wie der Ehefrau, möchte für die Dauer Gott verweilen. Diese beiden haben bestimmt vor, auch in Zeiten ihrer Intimität – sich gegenseitig mit dem in ihrem Herzen verweilenden Dreieinigen selbst zu beschenken. Dieser aber möchte durch ihr beiderseitiges Anhangen aneinander – ihnen selbst, ihrer Familie und der ganzen Menschenfamilie überhaupt seine eigene Sehnsucht nahe bringen nach seinem Gottes Eins-in-Liebe mit ihnen: ihnen als dem Geschöpf seiner Vorliebe.

Wenn diese zweien für sich gegenseitig zu Person-Gabe werden – und nicht zur ‘Aneignung’ der selbstsüchtig ausgeschlagenen Annehmlichkeit, erfährt ihr „zwei-zu-einem-Fleisch” in selber Stunde eine mächtige innere Stärkung im Herzen Gottes. Die Zeiten der Intimität, ganz dem Dreieinigen anvertraut, werden zur nächstfolgenden Besiegelung in Gott – des einmal unter ihnen gewordenen „Wortes”: des sich einander ausgedrückten ehelichen Zugeständnisses. Dieses aber wurde angenommen und hat Segen erfahren vom Dreieinigen selbst, den sich diese beiden in Zeiten ihrer gelebten beiderseitigen Nähe gegenseitig vermitteln.

Es ist klar, dass ein so erlebtes ‘zwei-zu-einem-Fleisch’  im Herzen Gottes selbst nicht von allein erfolgt (dieser Hinsicht wurden besonders die Enderwägungen des 9.Kapitels im VI.Teil gewidmet, sieh: Sakrament der Ehe: Zeichen des Geheimnisses der Menschwerdung und der Erlösung). Diese Wirklichkeit stellt einen dauerhaften Ruf für diese zweien dar, dass sie ihr geistiges Leben entwickeln und die Ehe immer mehr bewusst als das ihnen geschenkte Sakrament der Ehe erleben, das heißt als Weg für sie beiden und die erscheinende ihre Familie – zum „Haus des Vaters”  im ewigen Leben.

Das setzt selbstverständlich den Willen voraus, an sich selbst zu arbeiten, so dass auch die Zeiten der gegenseitigen Intimität auf ganz besondere Weise mit bewusstem Aufgeschlossensein für den Ruf des Heiligen Geistes durchtränkt werden, den diese beiden in der Stunde eingeladen haben, als sie ihr eheliches Zugeständnis für die damals entstandene „Kommunion”  ihrer Liebe und ihres Lebens geäußert haben. Sie beiden haben damals deutlich auch Jesus samt Maria – für die Dauer, in ihre „Kana von Galiläa” eingeladen (sieh ob.:  Jesus eingeladen zum Vermählungsfest nach Kana in Galiläa).

Das sakramentale Erleben der intimen Nähe wird Frucht einer bewusst unternommenen Mitarbeit vonseiten dieser zweien mit der Gnade des Sakraments, die daselbst heraufwächst, und sie beiden in immer vollerem Maß ein Eins-mit-dem-Dreieinigen zu werden lässt, unter anderen auch mittels der voller Dank und Gebetsgesinnung gelebten gegenseitigen Nähe.

Selbst die Art und Weise der dann unternommenen Ausdrucksweisen des gegenseitigen Bandes wird dann wohl keinesfalls einem eingeengten Austoben am Sexus gleichen, schon ungeachtet von Suche nach irgendwelchen Formen von ‘Liebespraktiken’, die an Entartung in diesem Bereich grenzten, sollten sie auch beinahe in allgemeiner Praxis anderer ‘Ehe-Paare’ angewandt werden.

Endziel (d.h.: Absicht) der unternommenen Liebkosungen bleibt dann nicht das Ausschlagen am Leib der Lust-um-der-Lust-willen nach dem Verknechtetbleiben, das von der sich aufdrängenden Begehrlichkeit des Leibes aufgepeitscht wird. Die Erweise von Liebe bleiben dann freilich ein wenig schlichter. Sie lassen aber die Würde und Berufung der Person zum Wandeln im Lichte der Gnade des Sakraments und Gerufenwerdens zum Leben im Haus des Vaters vom eigenen Horizont und dem Horizont des Mitgattens nicht schwinden.

Das wachsame Hinhören auf die Stimme des Heiligen Geistes bei gegenseitigen Bezeugungen des Bandes, wird die Tiefe der sie verbindenden Liebe nicht nur nicht vermindern, sondern im Gegenteil – verleiht ihnen eine umso tiefere Dichte und Stärke in ihrer gegenseitigen Verbundenheit – über die Liebe, die Gott-die-Liebe selbst ist, und die „ausgegossen ist in ihre Herzen durch den Heiligen Geist” (vgl. Röm 5,5).

Eine der wahrgenommenen Wirkungen des so gelebten gegenseitigen Bandes bleibt die Freude eines tief erfahrenen ehelichen Glücks. So ist eine der grundlegenden Früchte, wenn das Leben nach dem Heiligen Geist gestaltet wird, wie es der Völkerapostel, der Hl. Paulus, hervorhebt: „Die Frucht des Geistes [des Heiligen Geistes] aber ist: Liebe, Freude Friede ... Treue ...” (Gal 5,22).

(2.2 kB)

Der Heilige Geist beim Meisterwerk des in ein ‘Eins’-Zusammenfügens

Daselbst finden wir uns um einen Schritt weiter beim Eindringen in die Tiefe des weiteren, reißenden Geheimnisses, an dem Gott die Ehe teilhaben lässt gemäß seines Vorhabens der Liebe. Und zwar das Hinführen zum ‘Eins-in-Liebe’ ist jedesmalig Werk des spezifischen Eingriffs der Dritten Gottes Person: des Heiligen Geistes.

Er ist es in seinem Gottes ‘Gespür’, voller Feinfühlens und Distanz der Ehrerbietung, der – mit Fülle von Gottes Glut erfüllt und all das zusammenfügt, was scheinbar unmöglich in ein ‘Eins’ verbunden werden kann. Denn Er, der Heilige Geist, der im Inneren des Dreieinigen – Liebe-PERSON ist (sieh DeV 10), „... erfüllt die Herzen der Gläubigen und entzündet in ihnen das Feuer der Liebe ”. Er ist diese „Liebe”, die selbst Gott-die-Liebe ist. So ist eben Er: der Heilige Geist, der-Anhauch-die-Glut der sich gegenseitig ansprechenden: des Vaters und des Sohnes.

Gott der Vater ist eine so unbegreifliche und unermessliche Fülle von Freude-in-Liebe-Leben in seiner einen einzigen Gottes Natur, dass Er „spricht” – und in diesem seinen ‘Sprechen’ zugleich auf seine Gottes, für uns unbegreifliche Art und Weise, seinen Eingeborenen, und doch zugleich NICHT-Erschaffenen Sohn-Wort gebiert.
– Der Sohn Gottes ist daselbst Wesens-Gleich mit dem Vater :Mein Sohn, Ich habe Dich heute geboren” (vgl. Ps 2,7; sieh genauer über das innere Leben der Trinität ob.: Fülle von Leben das Liebe ist – samt dem vorangehenden und nachfolgenden Zusammenhang).
– Beim Sohn aber, der dieses Wort des Vaters annimmt, erfolgt die Entgegennahme der Person-Gabe des Vaters, ein Umwechsel dieser Person-Gabe, und seine sofortige Erwiderung. Daher antwortet der Sohn im selben Moment dem Vater – in-Glut-und-Hauch von Liebe, die unsere Erkenntnis- und Gefühlsmöglichkeiten überragt: „Abbá! Vater” (vgl. Mk 14,36)!
– Der Hauch der beiderseitigen Glut-der-Liebe ist auf Gottes Weise, die uns völlig überragt, so intensiv, dass sie ... die Dritte Person der ein und selben Gottes Natur ist. Diese Person ist der Heilige Geist: „Der Herr und Lebenspendender”.

Selbst aber der Heilige Geist ist nicht ‘geboren’, noch umso mehr ‘erschaffen’. Dagegen Er „geht hervor”  vom Vater und vom Sohn – als der Anhauch ihrer beiderseitigen Liebe (vgl. Ps 2,7; sieh ob.: Der Heilige Geist: der gegenseitige Anhauch des Vaters und des Sohnes). Zugleich aber ist Er Liebe-PERSON im Inneren Gottes des Dreieinigen, das heißt in Seiner einen einzigen Natur, die dieselbe ist (also sie ist nicht nur ähnlich wie die der anderen Personen, sondern ein und DIE-SELBE), eine und einzige in Gott, auch wenn Gott in seinen Drei verschiedenen Personen existiert.

So hat uns das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit – der sein Selbst und sein Erlösungs-Vorhaben offenbarende Gott kundgegeben. So wird auch das Geheimnis des Lebens des Dreieinigen von der Apostolischen Überlieferung-Tradition übermittelt – mit Siegel der Wahrheit Gottes Offenbarung: „Ich glaube an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten ...” (Credo – Apostolisches Glaubensbekenntnis bei der Heiligen Messe).

Es ist klar, dass die Trinität gleichsam ‘unfähig ist’ anders zu handeln, als eben nur als Allerheiligste Dreifaltigkeit: also immer ‘ganz’ – und ‘zugleich’. Trotzdem wir den einzelnen Gottes Personen: dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geist – bestimmte Handlungen und Bereiche bei der Verwirklichung des Vorhabens der Erlösung des gefallenen Gottes Ebenbildes: Mann und Frau – auf besondere Art und Weise zuschreiben. Wir richten uns übrigens diesbezüglich danach, was uns selbst Er, der Dreieinige, offenbart hat.

Und so – es besteht kein Zweifel, dass das Werk der Erlösung allein und persönlich die Zweite Person Gottes im Fleischgewordenen Gottes Sohn, Jesus Christus, vollbracht hat (vgl. DeV 24.40). Er ist Sohn des Urewigen Vaters, aber zugleich wahrer Sohn seiner Unbefleckten Mutter Maria.
– Dieses Werk hat aber der-Sohn-das-Wort vollbracht, indem Er dauernd auf den Willen des Vaters hingehört hat. Dieser Wille war für Ihn „Speise” für den Alltag (Joh 4,34). Der Vater ist nämlich der Erste: ganz Erlösung für den Menschen.

Bei seiner besonderen Handlungsweise war aber Jesus Christus ganz Hineinhören, der Reihe nach, in den Anhauch und die Führung – Schritt auf Schritt, des Ihn in seinem Menschen-Sein führenden Heiligen Geistes. Dieser aber hat Ihn geführt mit seiner feinfühligen, und doch sicheren ‘Hand’: ab der Empfängnis bis zur Hinopferung seiner Selbst als Ganzopfer auf dem Holz des Kreuzes (Hebr 9,14; und: DeV 40f.).
– Auf ihm, das heißt auf dem Kreuz, hat der Heilige Geist – als das Gottes-Feuer-die-Glut-der-Liebe, dieses Jesu Christi Opfer umgewandelt in dieses „Feuer und diese Glut” (sieh. DeV 41), die der Sohn Gottes auf die Erde gebracht hat und sich nach nichts anderem so sehr gesehnt hat, als dass dieses Feuer schon auflodert (vgl. Lk 12,49), indem Er Brandopfer geworden ist für die „Sünde der Welt” (Joh 1,29). Dieses Opfer schuf dem Menschen: Mann und Frau die Möglichkeit, dass sie sich für das Angebot Gottes aufschließen: für die Bräutliche Liebe der Vereinigung mit dem Dreieinigen im Leben-für-immer (sieh: MuD 25f.).



(10 kB)
Erklärung

Wir kehren auf die Eheleute zurück: Ehegatte und Ehefrau, die durch das zum Ausdruck gebrachte eheliche Zugeständnis ein „zwei-zu-einem-Fleisch” geworden sind. Es muss festgestellt werden, dass – wie der Heilige Geist das Gottes ‘Eins-in-Liebe’ des Vaters und Sohnes im Inneren der Allerheiligsten Trinität selbst ist, so bewirkt jetzt, der Reihe nach, derselbe Heilige Geist jedes andere ‘Eins’ – in erster Reihe zwischen Personen.

Wir geben zu, dass das Geheimnis des inneren Lebens Gottes als Drei Personen derselben Gottheit im Zeitalter des Alten Testamentes – dem Volk Gottes nicht eindeutig offenbart worden ist. Das Volk Gottes hat in diesem Zeitalter die ganze Trinitarische Terminologie immer genauer kennen gelernt.
– Allerdings dank seines Glaubens-Sinns hat gerade dieses Volk Gottes zugleich gut verspürt, dass Gott, der zwar Vater ist, irgendwie auch der Heilige Gottes Geist ist, und dann auch noch Wort-Sohn Gottes.

Es brauchte einzig und allein einen unbedeutenden ‘Funken’ der ergänzenden Gottes Offenbarung – am Anbeginn des Neuen Testamentes zu geben, dass dieses Geheimnis deutlich offenkundig wurde. Zum Anbeginn dieser vollen Offenbarung wurde die Ankündigung der Menschwerdung des Sohnes-Wortes Gottes, die sowohl an Maria, wie an Josef, und seiner Art an Elisabeth, an die Hirten von Betlehem und noch andere Personen-Glieder vom Umbruch der beiden Testamente zugekommen war.

(2.2 kB)

Der Heilige Geist, der Personen in ein ‘Eins’ im Ehe-Sakrament zusammenfügt

Den ersten Schritt in Richtung Erkenntnis und Liebhaben des Geheimnisses der Allerheiligsten Dreifaltigkeit bildet das Gebet: dieses persönliche, aber auch dieses eheliche und dann das Familiengebet. Wir, die wir dank dem schon vollbrachten Erlösungswerk im Zeitalter der Fülle der Offenbarung Gottes leben, kennen den Dreieinigen wesentlich besser als das Volk Gottes der Periode des erst vorübergehenden Bundes Gottes mit dem Volk Gottes des Alten Testaments.

Daselbst verstehen wir tiefer, WER der Heilige Geist ist, der jetzt uns, der Reihe nach, zum Dreieinigen hinführt und mit der Wärme seines Anhauches der Liebe – Mut einflößt, dass wir unser Herz für den Dreieinigen aufschließen. Er ist es, der unsere Herzen mit Sich erfüllt und sie zur Vereinigung sowohl von Personen untereinander vorbereitet, wie auch zur Vereinigung des Menschen im Bräutlichen Eins-mit-dem-Dreieinigen, im ewigen Leben – im „Haus des Vaters”.

Wir verstehen zugleich tiefer die sakramentale Berufung und die Aufgaben, die es einem Ehemann und der Ehefrau infolge des empfangenen Sakraments der Ehe zu erfüllen gilt. Diese zweien empfangen in der Stunde des ausgedrückten ehelichen Zugeständnisses die Gottes und menschliche Berufung, das Erlösungswerk „von Generation zu Generation” zu übermitteln. Dieser Ruf ist ungemein ehrenvoll und mobilisierend.
– Sollte man sich da noch wundern, warum bei der Zeremonie des sakramentalen Eheschließens die Kirche sich so eindeutig – mit großer Zuversicht, an den Heiligen Geist wendet in Anliegen dieser zweien, dieser – Neuvermählten? Da doch:

„... die Liebe Gottes [= Gott-die-Liebe: die Person des Heiligen Geistes]
ausgegossen ist in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist”
(Röm 5,5).

Daselbst verstehen wir den Sinn der dringenden Ermutigung Johannes Paul II. zum Gebet, die er in seinem „Brief an die Familien” ausgerichtet hat. Er hat diesen Brief nach der Ankündigung vonseiten der UNO geschrieben, die das Jahr 1994 als ‘Jahr der Familie’ ausgerufen hat. Der Heilige Vater bittet in diesem „Brief” um intensives Gebet der Familien – und für Familien. Wir sind uns offenbar bewusst, dass der Ruf zum Gebet der Familie unabänderlich auch jede andere ‘Zeit’ der Menschengeschichte betrifft, der Ehe, Familie, der Völker und der Kirche:

„Es ist nötig, dass das Gebet
die Dominante des Jahres
der Familie in der Kirche wird:
das Gebet der Familie,
das Gebet für Familien,
das Gebet mit Familien
...” (BF 4).

Es folgen Worte, die die Notwendigkeit begründen, aber auch die Hoffnungen, die vom intensiven Gebet des Gebetes der Familien, für Familien und mit Familien fließen:

„Das Gebet dient der Stärkung der geistigen Konsistenz der Familie, indem sie dazu beiträgt,
dass die Familie an Gott stark wird.
Bei der Liturgie des Ehesakramentes betet der Zelebrant
mit den Worten: ‘Wir bitten Dich, o Gott,
sende über diese Neuvermählten Deinen Segen herab (...)
und gieße in ihre Herzen die Kraft des Heiligen Geistes aus’
.
Aus dieser ‘Heimsuchung der Herzen’ soll die innere Stärke der menschlichen Familien fließen, die Kraft, die sie in Liebe und Wahrheit vereinigt” (BF 4).

Der Gottes ‘Meister’ zum Verbinden-zu-einem-Eins selbst dessen, was scheinbar unmöglich zusammengebunden werden kann, ist einmal mehr – der Heilige Geist.
– Er ist es, der die Vereinigung der Herzen bewirkt, die auf Gottes Vorhaben der Liebe hinhören, das mit der Ehe verbunden ist.

Da aber die Ehe im Gottes Vorhaben zur Höhe eines der Heiligen Sakramente der Kirche erhoben wurde, das heißt, indem sie zuengst mit der Übermittlung des Erlösungswerkes „von Generation zu Generation” verbunden ist, sollte in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, was es bei dem „... größten, vom Heiligen Geist in der Schöpfungs- und Heilsgeschichte vollbrachten Werk” geworden ist (DeV 50).

Es geht um die Vereinigung der zwei aufeinander unmöglich herabzuführenden Naturen: der Gottes Natur – mit der Menschlichen Natur – in der Person des Gottes Sohnes.
– Der Heilige Geist hat dieses Werk in der Stunde vollbracht, als die um ihre Zustimmung für das Geheimnis der Menschwerdung des Gottes Sohnes in ihrem jungfräulichen Leib gefragte, Unbefleckte Jungfrau-Mutter Maria, dieses Mädchen von Nazaret in Galiläa, nach der spärlichen Erklärung Gabriels, ihr mädchenartig-erwachsenes „Ja” Gott geäußert hat.

Im selben Moment erfolgte die Menschwerdung des Gottes Sohnes: es ist im menschlichen Leib Jesus Christus, der Sohn des Lebendigen Gottes.
– Gott ist somit in die Welt herabgestiegen (Joh 6,38; 12,46; 18,37; usw.)
– in der Person des Sohnes des Urewigen Vaters. Jesus Christus, dessen Person nur und allein Gottes Person ist
[seine menschliche Person hat in der Stunde der Fleischwerdung sofort der höheren und würdigeren Person Platz gemacht: der Zweiten Person der Dreifaltigkeit Gottes]
und der in ein und derselben Gottes Natur – der Wesensgleiche des Vaters und des Heiligen Geistes ist, hat auf Einwirken [= Eingriff] des Heiligen Geistes – zu seiner Gottes Natur – eine noch andere, zweite Natur angenommen: die Menschennatur. Diese hat Er von seiner Jungfräulichen Mutter Maria genommen.

Die Verbindung dieser beiden Naturen, die auf sich untereinander unmöglich herabgeführt werden können – in der einen einzigen Person: der Gottes Person Jesu Christi, wurde vom Heiligen Geist vollbracht (sieh: Mt 1,18.20; Lk 1,35).
– Jesus Christus ist ab dieser Stunde
wahrer Gott,
aber zugleich wahrer Mensch,
wobei seine Person – nur und ausschließlich Gottes Person ist.

Die Vereinigung dieser zwei Naturen war Vor-Bedingung, dass das Werk der Erlösung des Menschen von Sünde vonseiten des Dreieinigen vollbracht werden konnte (sieh dazu ausführlicher ob.: Mit neuer Beschenkung mit Liebe erwiderte Sünde – samt der ganzen weiteren Folge dieses §).

Die Zusammenkoppelung in ein Eins – der ihrem Wesen nach zwei verschiedenen ‘Naturen’, von der gerade gesprochen wird, stellt den Gipfelpunkt dar, die ‘meisterschafte Vollbringung und Errungenschaft’ des Heiligen Geistes. Eine solche ‘Idee’ selbst – überragt alle Vorstellungsmöglichkeiten des menschlichen Denkens, wie auch des Denkens der Engel. Allein Gott – im Heiligen Geist, konnte auf den ‘Gedanken’ kommen: den Menschen im Mensch-Gewordenen Sohn Gottes zu erlösen (sieh dazu die ganze Bulle Johannes Paul II.: APR, besonders Nr.10; von unserer Homepage: Aperite Portas Redemptori) – und dieses sein Gottes Vorhaben ... in die Tat umzuschmieden. Dies geschah zur Stunde, als „... die Fülle der ‘Zeit’ gekommen war ...” (Gal 4,4).

Ein anderes Werk, das ebenfalls der Wirkung des Heiligen Geistes zugeschrieben werden muss, besteht darauf, dass von der Vielheit der Personen des gesamten Volks Gottes – das Geheimnis einer verwundernden ‘Einen’ Person geschaffen worden ist.
– Darüber spricht der Heilige Paulus in seinem Brief an die Galater:

„Wir alle werden
ein ‘Jemand EINER’ (Gal 3,28: gr. Heís este ... = ihr seid EINER)
in Christus Jesus”.

Dieser „Einer”  im Heiligen Geist ist die Kirche, die in Gottes Begriff und Sicht zugleich die Braut gerade dieses Jesus Christus ist, der – der Reihe nach – ihr Bräutigam-vom-Kreuz ist. Das Gottes-Geschriebene-Wort stellt diese Braut vor als wunderbar geschmückt für das Hochzeitsmahl mit dem Lamm ohne Flecken im Neuen Jerusalem (sieh: Offb 19,9; 21,9f; 22,17.20). (Und auch ob.: Akt der Amtlichen Vermählung des Sohnes Gottes mit der Kirche-der-Braut).

Da also die Zusammenfügung der Vielheit von Personen des Volks Gottes in einen „Jemanden Einen in Christus” Werk des Heiligen Geistes ist, muss auch Ihm, dem Heiligen Geist, die auf Seine, Gottes Art und Weise sich ereignende Zusammenschmelzung der ‘zwei Personen: der Ehegatten’ – gerade in ein „Ein-Fleisch-in-Christus” zugeschrieben werden. So wird es darüber im Gottes-Geschriebenen-Wort dargestellt: es zeigt die Ehegatten in Gottes Augen, aber auch den Menschen-Augen – als „Ein-Fleisch”.

Zu gleicher Zeit ehrt aber der Heilige Geist als der Erste die Würde und personale Besonderheit eines jeden der Ehegatten. Er beschädigt außer Zweifel keinesfalls ihre Würde und Andersheit. Wie immer, vollbringt der Heilige Geist das Werk der Zusammenschmelzung der Vielheit von Personen zu Jemanden einen Einzigen – mit seiner für uns unvorstellbaren Gottes Feinheit und Feinfühlen, so dass keine der Personen bei dieser ‘Operation’ eine geringste Beeinträchtigung an ihrer Identität und Unwiederholbarkeit erfährt.

Es gehört sich nochmals zu wiederholen, worauf wir schon mehrmals aufmerksam gemacht haben: dieser Art Vereinigung-der-zweien-im-Heiligen-Geist, sowohl untereinander, wie jetzt der Reihe nach mit der Trinität selbst, erfolgt keinesfalls automatisch, noch auf mechanische Art und Weise. Ähnlich wie beim Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes – Gott der Dreieinige auf das deutlich geäußerte Einverständnis vonseiten Maria, der Jungfrau von Nazaret gewartet hat (sieh: Lk 1,29-38), so geschieht es auch im Fall der zweien Ehegatten.
– Das Geheimnis des „zwei-zu-einem-Fleisch-Werdens”  kann keine Frage der Ehe als ob eines Automaten werden, sondern muss Folge des deutlichen Einverständnisses vonseiten des einen und anderen der Ehegatten sein. Erst dann werden diese zweien, in Kraft der Gnade des Sakraments, im Heiligen Geist – auf Gott bekannte Art und Weise – Geheimnis der „zwei-zu-einem-Fleisch”.

Das Erleben der gegenseitigen ehelichen Nähe als zugleich entfalteten ehelichen Gebetes im – diese zweien vereinigenden Heiligen Geist, blüht auf – auf dem Grundboden der unternommenen Mitarbeit mit der Gnade des Sakraments. Die Vereinigung der Herzen der Ehegatten – in ihrer Vereinigung mit dem Dreieinigen selbst, setzt eine große Lauterkeit des Herzens und der Absichten voraus, wie auch der Qualität der unternommenen Erweise der Zärtlichkeit – samt dem Herrschen-seiner-Selbst und der sich gegenseitig bezeugten Hilfe beim – des Menschen und Gottes Kindes würdigen Erleben des empfangenen und gelebten Sakraments.
– Dieses Sakrament wird bei diesen Bedingungen für sie und ihre Familie zum tatsächlichen „Weg zum Haus des Vaters”, und zugleich Ausdruck ihrer Wirklichkeit – als der vonseiten Gottes erwünschten und ihnen angebotenen „Haus-Kirche”.

Soll man sich noch wundern, wenn der Apostel, ohne in Einzelheiten des ehelichen Verkehrs der Jünger Christi einzudringen, auf den Kontrast hinweisen, mit dem sich ihr Lebensstil – im Vergleich mit dem Leben und Verkehr, wie er bei den Heiden praktiziert wird, unterscheidet? Denn „... ihr Sinn ist verfinstert, sie sind dem Leben Gottes entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie befangen sind und durch die Verhärtung ihres Herzens ... – In ihrer Abgestumpftheit haben sie sich Ausschweifungen hingegeben, um voll Gier jede Art von Unreinheit zu begehen” (Eph 4,19).
– Dagegen der Lebensstil derjenigen, die Christus als ihrem Gott und Erlöser anvertraut haben, ihren Lebensstil in Ehe nicht ausgeschlossen, wird im Licht des Radikalismus der Evangelien gestaltet:

„Ihr habt doch von Ihm gehört und seid in Ihm unterrichtet worden,
wie in Jesus Wahrheit ist:
Ablegen sollt ihr den alten Menschen eueres früheren Lebens;
denn er richtet sich in seinen trügerischen Begierden zugrunde.
Erneuert eueren Geist und euere Gesinnung
und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist
in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit” (Eph 4,21-24).

(8.5 kB)

RE-Lektüre: VII.Teil, Kapitel 3, ad ‘a’.
Stadniki, 8.IX.2015.
Tarnów, 5.VI.2018.


(0,7kB)        (0,7 kB)      (0,7 kB)




3.Kapitel. JUNGE LEUTE AM WEG ZUR EHE: ZUM SAKRAMENT DER EHE.
Verleihe uns, Vater, im Heiligen Geist die Gabe
eines weisen Zurechtfindens und der Treue zu Deinem Wort


Einführung

A. BIBLISCHES„ZWEI-ZU-EINEM-FLEISCH”

1. Gottes Eigentums-Terrain
Die Ehe: erschaffen – und zur Verwaltung eingehändigt
Text. Mt 19,4ff: Der Mensch verlässt ... die zweien ein Fleisch
Eheliche Kommunion und ihre Eigenschaften in Aussagen Jesu Christi

2. „Zwei-zu-einem-Fleisch”: Sex – oder Vereinigung von Personen?
Biblischer Personalismus
Utilitaristische Beziehung zum Leib
Text. VSp 78. Gute Tat: Absicht, Gegenstand, Gutes, Gottes Liebe
Biblisches „Ein-Fleisch”-Werden
Tabelle. Hebr.-deutscherText: Gen 2,24: „... die beiden werden ein Fleisch sein”
‘Liebe’: Gabe der Person
Text. FC 11: Mensch: Fleischgewordener Geist und Leib
Text. FC 14: Liebe und Elternschaft: Synthese der Vater- und Mutterschaft

3. Innere Friedensordnung der Intim-Gabe der Person
Dynamik der Liebe – und der Gegen-Liebe
„Ein-Fleisch” in Verhältnissen der ursprünglichen Unschuld
Un-Abtrittbarkeit der Person – und die Liebe
‘Herrschen seiner-Selbst’
4. Der Heilige Geist im ehelichen „Ein-Fleisch”
‘Zwei-zu-eins’ in ihrem ‘Eins-mit-dem-Dreieinigen’
Der Heilige Geist beim Meisterwerk des in ein ‘Eins’-Zusammenfügens
Der Heilige Geist, der Personen in ein ‘Eins’ im Ehe-Sakrament zusammenfügt


Bilder-Fotos

Abb.1. Thailand untergeht in Wasser: September 2011
Abb.2. Erdbeben: Rettungsaktion im Gange
Abb.3. Treue zum ehelichen Eid bis zum Alter und Tod
Abb.4. Abschied des Soldaten mit Frau und Kindern: Dienst in Afghanistan
Abb.5. Wald mit durchscheinendem Sonneglanz
Abb.6. Hund in Gehorsams-Position! ...