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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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5. Sakramentales „... ein Herz, ein Fleisch”

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Noch einmal: „... und sie werden ein-Fleisch”

Wir kehren wiederholt auf die biblische Bezeichnung der Ehe zurück, wie sie „am Anfang”  vom Dreieinigen erschaffen wurde. In unserem Bewusstsein bleibt die biblische Charakteristik der zwei Personen, die ihren Vater und ihre Mutter verlassen, um – nachdem sie gegenseitig angesichts Gottes und der Menschen ihren ehelichen Konsens an sich anzuhangen zum Ausdruck gebracht haben, von nun an „... nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch”  zu bilden (Mt 19,6; Gen 2,24). Der biblische Autor denkt hier an Ehegatten in ihrer ursprünglichen Unschuld am Anfang des Erschaffungswerkes. Die Ehe wurde damals zum Ur-Sakrament der Schöpfung.

Allerdings es besteht kein Zweifel, dass das ursprüngliche Vorhaben Gottes hinsichtlich der ‘Ehe’ seinen Muster-Wert für Ehen aller Kulturen, Epochen und Zeiten behält, die Ehe als Sakrament der Kirche im Neuen Testament nicht ausgeschlossen.

Infolgedessen stellen wir fest, dass man unmöglich an das in der Ehe erfolgende „Ein-Fleisch-Werden”  des Ehegatten mit Ehegattin denken kann, ohne ein besonderes Einwirken des Heiligen Geistes in seiner verwundernden Betätigung bei der Verschmelzung in ein „Eins-in-Liebe-Leben” dessen anzunehmen, was scheinbar unmöglich zusammengeschmolzen werden kann.

Wir kommen zur Überzeugung, dass das biblische „... sie sind nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch” (Mt 19,6) auf eine wesentlich tiefere Wirklichkeit hinweist, als nur die physisch-physiologische Vereinigung von Mann und Frau zur Stunde, wenn sie gerade ihre eheliche Intimität aktivieren. Es wird hier – in Kraft des Heiligen Geistes, dieses Meisters, der Gegensätze zusammenzukoppeln versteht, die Vereinigung nicht nur von ‘Leibern-Fleisch’ vollbracht, sondern eine Umgestaltung dieser „zwei Personen” auf Gott bekannte Art und Weise gleichsam in nur „eine Person”. Mann und Frau, erhoben auf das Niveau eines allein Gott bekannten Geheimnisses, werden in Kraft des Sakraments wahrhaft ‘Jemand-EINER-in-zweien’. Wie das geschieht und worauf das genau in seinem tiefsten Wesen beruht, bleibt Gottes Geheimnis: Geheimnis des feinen, und doch mächtigen Einwirkens des Heiligen Geistes.

Es lohnt sich noch einmal das verwundernde Fragment der Adhortation Johannes Paul II. ‘Familiaris Consortio’ (1981) anzuführen. Es war schon früher mehrmals Gegenstand unserer Erwägungen (sieh ob.: Die eheliche Vergegenwärtigung der Geheimnisse Christi: der Menschwerdung und des Kreuzes). Die Worte dieses Fragmentes werden zum gesegneten Wegweiser beim Nachstreben zum sakramentalen Erleben des ehelichen „zwei-zu-einem-Fleisch”:

„Die Vermählten haben Anteil an ihm
[am Geheimnis der Menschwerdung – und des-Kreuzes-der-Erlösung]
zu zweit, als Paar – so sehr, dass die erste und unmittelbare Wirkung der Ehe ... nicht die übernatürliche Gnade selbst ist, sondern das christliche Ehe-Band, die Kommunion zu zweit, die typisch christlich ist, weil sie das Geheimnis der Fleischwerdung Christi und das Geheimnis seines Bundes [Kreuzes-Erlösung-der-Pascha] darstellt” (FC 13).

Der Heilige Vater hebt hier eindeutig hervor, dass die-Ehe, dieses Ehe-Sakrament – das „christliche Ehe-Band” bei diesen beiden schafft. Wird hier dabei der Heilige Geist nicht einmal deutlich erwähnt, besteht doch kein Zweifel, dass dieses Band gerade von Ihm, dem Heiligen Geist, geschaffen wird. Er ist es, der überall dort tätig ist, wo eine Vielheit von Personen in gleichsam eine ‘einzige-Person’  vereinigt sollte.

In weiterer Folge schreibt Johannes Paul II. im selben, angeführten Fragment des ‘Familiaris Consortio’:

„Spezifisch ist auch der Inhalt der Teilhabe [der Gatten] am Leben Christi;
– Der ehelichen Liebe ist irgendeine Ganzheitlichkeit inne, in die alle Elemente der Person einbezogen werden – Impulse des Leibes und Instinktes, die Kraft der Gefühle und der Anhänglichkeit, das Streben des Geistes und des Willens.
– Die Liebe strebt eine zutiefst personale Einheit an, die nicht nur in einen Leib zusammenfügt, sondern auch dahin führt, dass es nur Ein Herz und Eine Seele wird.
– Sie fordert die Unauflöslichkeit und Treue in ganzheitlicher gegenseitiger Beschenkung – und öffnet sich zur Fruchtbarkeit hin ..
– In einem Wort, es handelt sich um die normalen charakteristischen Merkmale jeder natürlichen ehelichen Liebe, jedoch mit einer neuen Bedeutung, weil das Sakrament sie nicht nur läutert und festigt, sondern sie erhebt, so dass sie Ausdruck wahrhaft christlicher Werte werden” (FC 13).

Wir haben hier nicht vor, die vom Heiligen Vater erwähnten einzelnen Ebenen des Menschseins dieser beiden zu analysieren, die in Kraft des empfangenen Sakraments umgewandelt werden (sieh nochmals die Stelle ob.: Die eheliche Vergegenwärtigung der Geheimnisse Christi: der Menschwerdung und des Kreuzes). Wir möchten nur mit dem Klima der Gnade des hier dargestellten ‘eine-Person-in-zwei-Personen-Werdens’  jener zweien gleichsam ‘gesättigt werden’. In Gottes Angesicht werden diese zweien ab der Stunde, wenn sie ihren ehelichen Konsens ausdrücken, außer Zweifel ein eigenartiges „diese-zweien-zu-einem-Fleisch”. Das geschieht in unmittelbarer Folge des empfangenen und sich gegenseitig gespendeten Sakraments.

Das tatgewordene „zwei-zu-einem-Fleisch” kann unmöglich anders erklärt werden, als nur, dass der Heilige Geist selbst bei diesen zwei Personen intensiv gewirkt hat, das heißt, dass Er diese zwei Personen innerlich zusammengefügt hat.
– Es besteht dabei kein Zweifel, dass ein verständlicheres Bewusstwerden um die vereinigende-verbindende Einwirkung des Heiligen Geistes, der an der Schwelle der eingegangenen Ehe im Gebet angerufen wird (Gesang am Anfang der kirchlichen Trauung: „Komm, Schöpferischer Geist, Besuche die Gedanken der deinen ...”), fähig genug ist das sakramentale, auf Gottes Art gestaltete Erleben der gegenseitigen ehelichen Liebe mächtig zu mobilisieren: sowohl für den Alltag, wie zu Zeiten der gegenseitigen Nähe – in zuversichtsvoller, voller Ehrerbietung „Ehrfurcht vor Christus” (sieh Eph 5,21; und auch ob.: Ehrfurcht vor Christus: samt dem zuvorgehenden Zusammenhang).

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Entgegennahme der Gottes Friedensordnung beim Erleben der Intimität

Daselbst kehren wir von neuem auf die Frage der ehelichen inneren Friedensordnung bei der Intimität zurück. Es ist die ergänzende Hinsicht der hier erwogenen biblischen Bezeichnung mit Bezug auf das: „... Ein-Fleisch-Werden”  (Gen 2,24; Mt 19,4ff.) der Ehegatten.

Und zwar, indem Jesus alle mittlerweile dazugewachsenen Verzerrungen des Vorhabens Gottes zurückwies, das Gott dem menschlichen Herzen „am Anfang” eingeprägt hat, führt Er es zugleich auf die Situation der ‘ursprünglichen Unschuld’  der ersten zwei Ehegatten zurück.

Die Friedensordnung des Herzens dieser ersten im Garten Eden, das empfindsam war für die Stimme des in ihrem Gewissen sprechenden Gottes, wird zugleich Verhaltensmuster für alle aufeinanderfolgenden „Zweien”, die sich miteinander im lebenslangen Bund der Leben- und Liebe-Kommunion verbinden werden – als nächstes Paar solcher „zwei-zu-einem-Fleisch”.
– Die Entscheidung auf Ehe, wie sie dem Vorhaben Gottes der Liebe entsprechen soll, setzt jedes Mal eine völlige Akzeptation voraus, dass die gegenseitige Intimität nach der inneren Friedensordnung erlebt werden wird, wie sie ins Gewissen von Ehemann und Ehefrau eingeimpft wird – in völliger Achtung sowohl vor der Struktur, wie der sich entfaltenden Dynamik des ehelichen Aktes.

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Erklärung

Demzufolge kann es hier nicht einmal in Rechnung kommen, irgendwelche entarteten Formen zu betreiben – nicht einer Vereinigung, sondern eines ‘Sexus-um-des-Sexus’ willen.

Das wahrhafte „zwei-zu-einem-Fleisch” kann keine solche Gestaltung der ‘Struktur’ des ehelichen Aktes voraussetzen, das die spontane Entfaltung der ‘Dynamik’ des Aktes bei seiner sich entwickelnden Eröffnung für potentielle Elternschaft irgendwie blockieren würde.

In solchem Fall würden diese zweien nicht ein „ein-Fleisch-Werden” anstreben, sondern ein zwei ‘Sexus-Werden’ beabsichtigen. Es erfolgte eine zutiefste Verlogenheit der ‘Wahrheit der Sprache des Leibes”. Diese Sprache äußert sich zu diesen Zeiten je nach den Dispositionen, die dem ‘Leib-Fleisch’ von der Höhe aus des freien Willens der Teilnehmer des Aktes aufgetragen werden. Diese beiden steuern zu dieser Stunde die Wahrheit oder Unwahrheit der „Sprache des Leibes” an.
– So ist der nicht deutlich formulierte, allerdings zweifellos vorausgesetzte Ausklang der hier dargestellten Worte des biblischen Autors, dass diese zweie ein „... Ein-Fleisch werden...” (Gen 2,24).

Es sind Worte, die die Gottes Gründung – auf diese und nicht andere Art und Weise des von Gott der Ehe geschenkten Aktes des ‘Ein-Fleisch-dieser-zweien-Werdens’  hervorheben. Diese zweien werden ‘ein-Fleisch-Person’ dank dem, weil die „... Liebe Gottes ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist”  (Röm 5,5).

Die Erfüllung dieses Rufes Gottes ist unmöglich ohne die völlige Annahme der personalen Struktur des ehelichen Aktes. Die Gatten hören der Stimme Gottes zu, und vereinigen sich in ihrer Ehe auf solche Art und Weise, dass sie der inneren Friedensordnung der Zeiten ihrer Intimität wachsam folgen.

Sie sind sich bewusst, dass keinesfalls jeder Erweis der gelebten Intimität der Höhe ihrer Würde und ihrer Berufung gewachsen ist. Auch nicht jeder Erweis der ‘Liebe’ kann als „gute” Tat nach der schon mehrmals angeführten lehramtlichen Aussage Johannes Paul II. qualifiziert werden (sieh ob.:  Gute Tat: Absicht, Gegenstand, Gutes, Gottes Liebe):

„... Die menschliche Handlung, die ihrem Gegenstand nach gut ist, ist zugleich auch dem letztlichen Ziel untergeordnet.
Dieselbe Tat erreicht dann ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit,
wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird ...” (VSp 78).

Allgemein könnte hinzugefügt werden, dass Voraussetzung, dass man „zwei-zu-einem-Fleisch” nach der Richtschnur der Gottes inneren Friedensordnung der ehelichen Intimität werden kann, die nicht-selbstsüchtige Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen erfolgen muss. Sie sind jedesmalig natürliche Folge der angenommenen inneren Friedensordnung – sowohl des unternommenen Aktes, wie auch aller übrigen gegenseitigen ehelichen Beziehungen für den Alltag.

Das „zwei-zu-einem-Fleisch-Werden” wäre unmöglich, wenn die Eheleute sich gegenseitig nicht als Person, sondern ‘Ding-zum-Gebrauch’ behandeln sollten – um der zu dieser Zeit vielleicht stark sich aufdrängenden Begehrlichkeit des Fleisches willen. So ist die volle, auch wenn im erörterten Ausdruck nicht deutlich formulierte Bedeutung der Bezeichnung: „... die beiden werden ein Fleisch sein” (Gen 2,24).

Es besteht kein Zweifel, dass die Forderung zur Achtung der erwähnten inneren Friedensordnung bei der Gestaltung der ehelichen Intimität von vornherein alle Betätigungen auszuschließen heißt, die die elterliche Potentialität abzuschalten vorhaben sollten.

Schon abgesehen von der Tatsache – wie es auf so mancher Stelle unserer Internetseite hervorgehoben wurde, dass praktisch genommen allen technischen Arten und Weisen zur Blockierung der Elterlichkeit eine nicht nur kontra-zeptionelle, sondern vor allem abortive Wirkung inne ist. Das betrifft ebenfalls das Präservativ (sieh genauer:  Betätigungen ‘Contra’: was sagt die Medizin dazu? – Und dazu auch noch: Wirkungsmechanismus des Präservativs).

Aufgrund desselben Prinzips: der erfolgenden Blockierung der sich entfaltenden elterlichen Potentialität, widersetzt sich der inneren Friedensordnung des Aktes das Betreiben allerlei Arten und Weisen und Abwandlungen immer anderer Formen, des bisweilen geradeaus entarteten Pettings, samt dem allgemein in manchen Milieus praktizierten ‘Oral-Sexus’.
– Ganz nahe einer ähnlichen ethischen Wertung kann die Praxis des Tiefkusses werden und sein (sieh auch unt. über den Oralsex: Noch einmal: Oral-Sex – Und dazu auch noch u.a.: Ausgewählte Bemerkungen zur inneren Friedensordnung des ehelichen Aktes – es ist §-D dieser längeren Bearbeitung).

Es nützen da keine sich laut erhebende Proteststimmen vonseiten mancher Personen und Milieus. Es hilft hier auch nicht, wenn man sich auf eine sog. ‘Andersheit der theologischen Schulen’ beruft, die das authentische Magisterium der Kirche und seine deutlichen Weisungen nach der Apostolischen Überlieferung nicht beachten.

Zeugnis der echten Lehre der Kirche ist nicht diese oder jene private Meinung eines jemanden, der als Spezialist u.a. in Moraltheologie gehalten wird, bzw. in Theologie des Lebens in Ehe und Familie, sondern die bindende Lehre des offiziellen Magisteriums.
– Das übt selbstverständlich einen unmittelbaren Ausklang u.a. auf die Praxis der Ausspendung der Gabe der Lossprechung bei Verrichtung des Sakramentes der Heiligen Beichte aus (sieh dazu ob.: Jesus Christus in der Stimme des ‘Petrus’ – und: Heilige Beichte der Eheleute: zusätzliches – und noch einmal die oben angeführte Bearbeitung: Priester und das Magisterium der Kirche – das Gesamte der Bearbeitung, u.a. §-A).

Johannes Paul II. drückt sich auf ganz präzise Art und Weise über die Voraussetzungen aus, die über die Qualifikation einer Tat als „gut” entscheiden.
Es genügt nämlich nicht eine, wenn auch beste Absicht zu wecken, z.B. dass die betreffende Liebkosungsweise, oder Erweise des Bandes um der ‘Liebe’ willen (= Absicht, Intention!) vorgenommen wird.
– ‘Gut’ muss der Gegenstand an sich der unternommenen Betätigung sein. Es ist schwierig eine Tat in Gottes Augen als ‘Gut’ zu qualifizieren, wenn Ziel-Zweck der unternommenen ehelichen Verhältnisse das Herausschlagen am Leib eines Maximum an Sex-Leistung als ‘Sexus’  beabsichtigt wird, mit von vornherein vorausgesetztem Strich über die Funktion des Aktes, diese beiden – Ehemann und Ehefrau, auf der Ebene ihrer Personen zu vereinigen.

Außerdem kommt noch die Hinsicht zutage, wie der dabei angewandte Gegenstand der aktivierten Intimität als Erweis der – scheinbar gerade in Schwung gebrachten ‘Liebe’ aussieht. Es geht um die Antwort auf die vom Heiligen Vater deutlich gestellte Frage. Möge es gut sein, diese Worte hier noch einmal zu wiederholen:

„Der Grund, warum die gute Absicht nicht genügt, sondern sie begleitet werden muss mit der ordnungsgemäßen Wahl der Taten, ist die Tatsache, dass die menschliche Handlung von ihrem Gegenstand abhängt, das heißt davon, ob er auf Gott, auf Den, der ‘allein der Gute ist’, hingeordnet werden kann und ob er die Person so zur Vollkommenheit führt.
– Eine Handlung ist gut, wenn ihr Gegenstand (das Objekt) dem Gut der Person entspricht – dadurch, dass sie die Güter berücksichtigt, die für sie vom moralischen Blickpunkt aus wesentlich sind ...
– Die menschliche Handlung, die ihrem Gegenstand nach gut ist, ist zugleich auch dem letztlichen Ziel untergeordnet.
Dieselbe Tat erreicht dann ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit, wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird ...” (VSp 78; sieh ob.: Gute Tat: Absicht, Gegenstand, Gutes, Liebe zu Gott. Und die mehrmals angeführte, gründliche Bearbeitung: Treue des Beichtvaters zum Apostolischen Glauben: mit Petrus und unter Petrus – das Gesamte dieser Bearbeitung).

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Segen der elterlichen Fruchtbarkeit nach Gen 1

Wir können uns einmal mehr überzeugen, dass die Achtung vor der inneren Friedensordnung des ehelichen Aktes jedesmalig eine sperrangelweite Offenheit für elterliche Potentialität voraussetzt. Es ist strikte Folge dessen, dass diese beiden zu dieser Stunde der ehelichen Vereinigung – ihre sich störungslos frei entwickelnde Dynamik friedvoll entfalten lassen.

Das heißt also die völlige Annahme sowohl der Struktur, wie der spontan sich entfaltenden Dynamik des Aktes.
– Die elterliche Bereitschaft muss sich jedesmalig mit tatsächlicher Aufgeschlossenheit für diese beiden Wirklichkeiten äußern – ganz unabhängig von physiologischen Chancen der Lebensweckung am betreffenden Tag, und auch unabhängig von der Lebensphase dieser beiden (also u.a. sowohl vor, wie nach der Menopause).

Sollte einmal die volle Freiheit für die elterliche Potentialität des Aktes fehlen, bedeutete es eine zutiefste Beleidigung, oder genauer: schroffe Zurückweisung Gottes, der den Ehegatten ihr: „... die beiden werden ein Fleisch sein”  (Gen 2,24; sieh: Mt 19,6) allein zur Verwaltung geschenkt hat, nicht aber zur Bestimmung dessen, was das ‘Gut’ oder ‘Böse’ ist, oder eher: sein soll (meiner – Gott zum Trotz – Ansicht nach).
– Die geschlechtliche Vereinigung ist ihrem Wesen nach tatsächliche geschlechtliche Vereinigung, auch wenn im betreffenden Fall die Gewissheit besteht, dass um diese konkrete Zeit, beziehungsweise auf dieser Lebensstufe, die Lebensübermittlung unmöglich erfolgen kann.

Daher wird vonseiten des Lehramtes der Kirche der ganzen Menschen-Familie die unabänderlich eindeutige Voraussetzung zur Erinnerung gebracht, die aus Gottes Einsetzung herkommt, nicht aber ersonnene Vorschrift der ‘Kirche’ darstellt. Das wird u.a. vom Papst – dem sel. Paul VI. in seiner Enzyklika „Humanae vitae’  folgender in Worte geschmiedet:

„Indem die Kirche die Menschen zur Befolgung
der Gebote des natürlichen Gesetzes ermahnt,
das sie in ihrer beständigen Lehre auslegt,
lehrt sie, dass es notwendig ist,
dass jeder eheliche Akt von sich aus
auf die Erzeugung menschlichen Lebens
hingeordne
t sein muss” (HV 11) – (Sieh dazu noch einmal die wiederholt angeführte gründliche Bearbeitung – in ihrem Unterpunkt §-D: Offenbleiben jedesmaligen Aktes für elterliche Potentialität.

In Kraft Gottes Gründung ist die Ehe als Ur-Sakrament der Schöpfung, und umso mehr als Sakrament der Kirche deutlich dazu bestimmt, dass die Kommunion des ehelichen Bundes sich in Familien-Kommunion umwandelt. Lassen die Gatten ihrem Akt ein völliges Offenbleiben für elterliche Potenzialität sein, ist es engste Folge dessen, dass diese beiden ein „Ein-Fleisch” werden: gleichsam eine-Person-in-zwei-Personen.

Wie schon früher hervorgehoben, ist es Werk des Heiligen Geistes. Er aber darf nicht „betrübt werden” (Eph 4,30). Jede irgendwelche „vom Willen des Menschen abhängige” (vgl. HV 11) Blockierung der bei der ehelichen Vereinigung sich aufschließenden elterlichen Potenzialität wäre gleichbedeutend mit Herausweisung Gottes vom Heiligtum des Herzens, das mit dem Heiligen Geist erfüllt ist – mit all dessen Folgen für das ewige ... Leben.

Es drängen sich von neuem Worte des Hl. Paulus auf:

„Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wer den Tempel Gottes vernichtet, den wird Gott vernichten.
Denn der Tempel Gottes ist heilig und der – seid ihr”
(1 Kor 3,16; sieh auch ebd.: 6,19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? ...”).


Das Gottes-Geschriebene-Wort verbindet die Erschaffung des Menschen und der Ehe – mit sehr deutlich hervorgehobenem, besonderem Gottes Segen für die Elternschaft. Als Schöpfer beruft Gott immer andere Wesen von Nicht-Existenz – zur Existenz (sieh dazu z.B.: EV 83f.).
– Das Werk der Erschaffung krönt Gott mit Erschaffung des Menschen: Mann und Frau. Er erschafft aber einzig deswegen, weil Er sein für uns unbegreifliches Erfreut-Sein als Liebe-Gabe in sich allein zu halten gleichsam nicht imstande ist.

Daher teilt Gott diese Liebe mit. Zu ihrem Ausdruck wird die Erschaffung von Leben – in Reichlichkeit seiner unvorstellbaren Erscheinungsformen
(= so ist der Beweggrund der Liebe, zu deren Ausdruck sei es das Schriftwort geworden ist: „... Und Gott sah, dass es gut war, ... und siehe, es war sehr gut”: Gen 1,12.21.31. Sieh dazu auch: ML 114).
Zugleich lädt Gott den Menschen, sein lebendiges Ebenbild und Ähnlichkeit, zur Teilhabe daran ein, WER Er selbst ist: Gott-die-Liebe-Leben: der Schöpfer.

Soll man sich noch wundern, dass Gott sein ‘Anvertrauen’ zu diesen, die Er zur Ehe berufen hat und sie daselbst bevollmächtige, ihr eheliches „zwei-zu-einem-Fleisch” erleben zu dürfen – so weit voranschiebt, dass Er sie gleichsam zur Mit-Erschaffung zusammen mit Ihm – Neuer Menschlicher Wesen zulässt, die Er in der Stunde ihres Hervorrufens von Nicht-Existenz zum Existieren mit seinem Ebenbild und Ähnlichkeit beschert, wobei Er sie daselbst zum ewigen ... Leben beruft? Siehe da die Gottes Liebe-Gabe, die von Anfang an darum bedacht ist, dass es diesem Geliebten – in diesem Fall den Ehegatten als den „zwei-zu-einem-Fleisch” ... ‘gut wäre’, bis zu ihrer Beschenkung mit Leben der Kinder Gottes im „Haus des Vaters” – samt der dank ihrer Mitarbeit mit Ihm als Schöpfer, da zu sein begonnenen – ihrer Familie?

Voller Verwunderung und Dankbarkeit angesichts des unbegreiflichen Gottes Vertrauens, das Gott dem sündhaften Menschen erweist, die Ehegatten nicht ausgeschlossen, indem sie doch keinesfalls immer heilig sind, beginnen wir es besser zu verstehen, was die biblischen Worte mit sich bringen: den mit besonders freudevollem, von Gott verkündeten und des Öfteren bestätigten Segens der elterlichen Fruchtbarkeit. Das stellen wir schon im biblischen sog. ‘Priesterlichen’  Bericht im Genesisbuch fest (sog. ‘Priesterliche Überlieferung’ des biblischen Schrifttums, mit ihren charakteristischen, präzisen theologischen Akzenten; sie wurde schriftlich wahrscheinlich um die Hälfte des VI.Jh. verfasst). Er stellt eine prophetische Retro-Sicht dar dessen, was am Ur-Anfang geschehen war, als Gott die Zeit, die Welt und den Menschen erschaffen hat:

„Elohim segnete sie [den erschaffenen Menschen – als Mann und Frau]
und sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert die Erde!’ ...” (Gen 1,28).

Die neu entstandene soziale Zelle – die zwei Ehegatten, sollen sich nicht auf ein selbstsüchtiges Hinschauen aufeinander beschränken. Soll die Ehe – Ehe sein, können die zweien ihre parallel angenommenen Verpflichtungen nicht übergehen: sie sollen doch der ganzen Menschenfamilie dienen. Ist Gott Liebe, die ganz Leben ist, können die Ehegatten – Gottes Ebenbild und Ähnlichkeit – auf ihre menschliche Art und Weise keinesfalls nicht ebenfalls Liebe-Leben sein, indem sie aktiv an Gottes Liebe, die ganz Erschaffens-Liebe ist, Anteil nehmen. Das erfolgt unter anderen, indem sie die Menschenfamilie um weitere, neue Generations-Ketten bereichern, die ebenfalls wie sie beiden befähigt sein werden, sowohl die Kommunion der Liebe, wie auch des Lebens weiter zu verleiten.
– Nur eine so begriffene Ehe kann sich Gottes Segens der Fruchtbarkeit freuen: „Elohim [= Gott] segnete sie ...” (Gen 1,28).

Es wäre gut im Anschluss an diese Erwägungen und zugleich Feststellungen dazuzusagen, dass wenn zwei Leute an ihre künftige Heirat denken, wobei sie dabei aber ein Kind zu haben von vornherein ausschließen, indem sie allein ein bequemes Zusammen-Sein füreinander abzielen als Mann und Frau, ohne sich mit elterlichen Verpflichtungen zu belästigen, diese Ehe von vornherein ungültig wäre und ihr Band – als nicht-Ehe in Gottes Augen gewertet werden müsste, so dass es eine dauernde Kette von Ehebruch wäre. Solcher Schluss drängt sich auf hinsichtlich der Lage sowohl vor der ‘Sintflut’, wie auch nach der ‘Sintflut’ auf.

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Fruchtbarkeits-Segen nach der Sintflut (Gen 9)

Bei den darauffolgenden Stufen der Entwicklung der Menschheit hat Gott den Segen der elterlichen Fruchtbarkeit, allem entsetzlichen Sittenfall zuwider, nicht nur nicht zurückgezogen, sondern ihn noch bestätigt. Das Gottes-Geschriebene-Wort berichtet darüber besonders bei der Darstellung der Ereignisse, die mit der Beendung der Sintflut zusammenhängen (Gen 6-9).

Im schrecklichen Kataklysmus der Sintflut ist praktisch die ganz damals existierende Menschheit zugrunde gekommen. Die Sintflut überkam auf die damalige Menschheit als Folge einer unvorstellbaren sittlichen Verdorbenheit, die alle Maße überschritten hat. Die damaligen Menschen haben bei ihren sittlichen Entartungen schon keine Mahnungen noch Rufe Gottes zur Bekehrung angenommen (sieh über die ‘Sintflut’ ob.:  Geo-physische Erklärung der Sintflut). Es sind nur ganz wenige Personen heil davongekommen, die dem Wort Gottes geglaubt haben, das ihnen durch Noach übermittelt wurde.

Der biblische Autor legt davon ein rührendes Zeugnis ab:

„Nur Noach fand Gnade in den Augen Jahwéh;
... Noach war ein gerechter Mann, untadeliger Mann unter seinen Zeitgenossen.
Er ging beständig auf seinen Wegen mit Elohim ...” (Gen 6,8f.; eigene Übstzg vom hebr.).

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Erklärung

Nach dem Ende der ‘Sintflut’ geht Gott mit den Geretteten, die in Noah repräsentiert waren, einen im Gottes-Geschriebenen-Wort bezeichnenderweise dargestellten Bund (s. Gen 8,20-9,17) ein. Unter den Gottes Bedingungen und Festsetzungen finden wir die wiederholt bestätigte, von Gott herkommende geschlechtliche Unterschiedlichkeit des Menschen als Mann und Frau, und sogar zweimal wiederholten Segen für die unternommene elterliche Berufung:

Gen 9,1: „Dann segnete Gott Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen:
‘Seid fruchtbar, vermehrt euch, und bevölkert die Erde ...
...
v.5: Jedoch euer eigenes Blut werde Ich einfordern.
Ich werde es von jedem Tier und von dem Menschen einfordern,
von der Hand seines Bruders werde ich die Seele des Menschen einfordern.
v.6: Wer das Blut des Menschen vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden,
Denn: nach dem Bilde Elohim [= Gottes] hat Er den Menschen gemacht.
v.7: Ihr nun, seid fruchtbar, und vermehrt euch.
Bevölkert die Erde, und vermehrt euch auf ihr” (Gen 9,1.5ff.).

Die angeführten Worte der prophetischen Retro-Sicht über die Ur-Anfänge der Menschenfamilie bestimmen die grundlegenden Ausrichtungen des neuerlichen Anfangs der Menschheit. Sie sprechen insbesondere vom eigentlichen Gebrauch der dem Menschen zur Verwaltung anvertrauten Geschlechtlichkeit, wie auch von gegenseitigen Beziehungen unter den Menschen.
– Die Ehe kommt im ganzen von Gott her. Umso mehr aber bleibt strikte und ausschließliche Domäne Gottes die elterliche Fruchtbarkeit. Zugleich lädt Gott die Eheleute deutlich dazu ein, dass sie die ihnen von Ihm geschenkte Möglichkeit unternehmen, an der Erschaffungsmacht seiner Liebe teilzunehmen.

Wenn also alles, was den Menschen angeht: Mann und Frau – sei es als Ledige, oder als eheliches Paar, ausschließliche Gottes Domäne war, ist und es sein wird, die dem einzelnen Menschen, darunter auch den Ehegatten – allein zur ‘Verwaltung’ eingehändigt wird, worüber sie einmal Rechenschaft ablegen werden, braucht man sich nicht wundern, dass auch das Neue Testament dieses Eigentum Gottes völlig bestätigt, wie es mit dem unterschiedlichen Menschsein als männlich und weiblich zusammenhängt. Denn auch das Neue Testament nimmt die Berufung zweier Menschen zur Ehe völlig an, wo Mann und Frau aufgrund des Willens des Schöpfers „zwei-zu-einem-Fleisch” werden – als gleichsam ‘eine-Person-in-zwei-Personen’.

Die Zeiten des Neuen Bundes lassen nur noch tiefer in das Gottes Geheimnis sowohl von Leben, wie umso mehr von Liebe hineindringen. Denn diese ist in Jesus Christus bis zur Hingabe seiner Selbst am Kreuz vorangedrungen, indem sie zum „Sühneopfer für unsere Sünden geworden ist, aber nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt” (1 Joh 2,2).
Soll man sich in dieser Lage noch wundern, wenn der Hl. Paulus, der Völker-Apostel, so stark hervorhebt, dass die Ehe „... im Herrn” eingegangen werden soll (1 Kor 7,39)?

Das Werk der Erlösung, das vom Sohn Gottes Jesus Christus vollbracht wurde, lässt wesentlich tiefer als es in der Zeitepoche des Alten Testamentes war, das Geheimnis sowohl der Liebe Gottes, wie auch des Lebens Gottes gleichsam ‘abzugucken’. Schlüsse, die von diesem ‘Abgucken’ des Stiles ‘des Liebe-Werdens’ vonseiten dieses Gottes fließen, der im Geheimnis seiner Menschwerdung, und umso mehr der Erlösung zum ‘antastbaren’ Zeugnis (sieh: 1 Joh 1,1: „... was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des LEBENS. Denn das Leben wurde offenbart ...”) wurde für den einzig eigentlichen Begriff der Wirklichkeit, deren Namen ‘Liebe’ ist, finden seinen Niederschlag fortwährend und direkt auf unserem – menschlichem, und daselbst diesem zwischen den Ehegatten sich verwirklichendem Stil, wie die gegenseitigen Beziehungen unter Ehemann und Ehefrau gestaltet werden sollen.

Die Ehe, das Sakrament der Ehe bewirkt es, dass diese beiden füreinander ‘Kommunion’ von Liebe und Leben im untereinander eingegangenen ehelichen Bund werden. Diese Kommunion wird ab der Stunde des sich gegenseitig ausgedrückten Konsensus zum fortbestehenden Ruf an diese zweien, dass sie ihr Inneres und ihre gegenseitigen Beziehungen auf solche Weise gestalten, dass sie ihr Füreinander-Werden ihrer Gabe der „Person für die Person” auf immer vollkommenere Art und Weise zum Ausdruck bringen.

‘Person-Gabe’ für den Mit-Gatten, also Gabe der „Person-für-die-Person” zu werden bedeutet, dass die Behandlung dieses anderen in Ehe als Ding-Sache-zum-Ausnutzen völlig ausgeschlossen werden muss. In der Stunde der Eheschließung verpflichten sich diese beiden, dass sie für sich gegenseitig gerade eine solche Gabe-Person sein werden, eine Person, die in diesem anderen, und selbstverständlich ebenfalls in sich selbst, die „Person” sieht, und nicht ein Ding, noch umso mehr einen Sklaven-zu-Diensten. Diese beiden sollen von nun an deutlich dahin steuern, dass das gegenseitige Person-Gabe-Bleiben für sie zu ihrem gewöhnlichen Weg wird, der um der Liebe willen zu diesem anderen, der ihm von Gottes Vorsehung anvertraut wurde, sie am Ende des Lebens zum „Haus des Vaters” (vgl. Joh 14,2f.) hinführt.

Das Person-Gabe-Werden füreinander schließt das eheliche „zwei-zu-einem-Fleisch” aufgrund Gottes Einsetzung und Berufung sperrangelweit für die elterliche Potentialität auf. Auf dieser Weise gestaltet sich die ‘eheliche Kommunion’ allmählich in Kommunion und Leben einer Familie um.
– Im Inneren dieser Kommunion erscheinen allmählich aus Gottes Einsetzung Kinder dieser beiden, so dass diese beiden daselbst jetzt zu Eltern werden. Jedes Kind ist sichtbare, von nun an in Ewigkeit unabwischbare Fixierung des stattgewordenen „zwei-zu-einem-Fleisch” seiner Eltern, die bisher nur Ehegatten waren.

Diese Wirklichkeit hat in seiner unübertrefflichen lapidaren Synthese Paul II. in Worte gefasst. Wir haben diese Worte auf unserer Homepage schon mehrmals angeführt:

„... Während sich die Eheleute also einander dahinschenken,
geben sie aus sich eine neue Wirklichkeit heraus:
das Kind, lebende Abspiegelung ihrer Liebe,
bleibendes Zeichen ihrer ehelichen Einheit
und lebendige und untrennbare Synthese ihres Vater- und Mutterseins” (FC 14).

Der Hl. Johannes Paul II. weist aber sofort noch auf die weitere Folge hin des Gerufenwerdens dieser zweien: Mann und Frau zur Verwirklichung Gottes Vorhabens der Liebe. Dieses Vorhaben wird angesichts der von ihnen herkommenden Familie eine umso mehr dringende Verpflichtung, dass sie ihrer Nachkommenschaft den tiefsten Sinn ihrer ehelichen Sendung darstellen:

„Wenn die Ehegatten Eltern werden,
empfangen sie von Gott die Gabe einer neuen Verantwortung.
Ihre elterliche Liebe soll für die Kinder zum sichtbaren Zeichen derselben Liebe Gottes werden,
von der jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen hat’ ...” (FC 14).

Das heißt also, dass die Ehe ein großer ‘Transmissions-Riemen’ Gottes-als-Liebe sein soll – für diese zweien: die Ehegatten, aber umso mehr für ihre Nachkommenschaft – und in weiterer Folge für die Kirche und die ganze Welt.
– In den vorangegangenen Erwägungen haben wir versucht, diesen Sinn der Ehe als Sakraments deutlich hervorzuheben (sieh ob.:  Ehe als Ur-Sakrament des Schöpfungs-Sakramentes: Ersichtlichung der Unsichtbaren Liebe Gottes).
Sollte das dauerhafte Hinschauen auf das letztliche Lebensende fehlen, würde die ‘Liebe’ der Ehegatten aufhören, das wahre Gute anzustreben: dieses eigene, und dieses des anderen. Sie entartete in Aneignung dieses anderen für sich als eines ‘Dinges-Besitztums’, das man dazu nötigt, die selbstsüchtigen Gelüste zu erfüllen – sei es des einen von ihnen beiden, oder auch ihrer beiden zu gleicher Zeit. Das eheliche Band entartete in gegenseitiges Füreinander-Werden zum Weg nicht in den Himmel, sondern zur immer mehr sich fixierenden ... Loslösung von Gott; mit all dessen Folgen ...

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6. Tötung der eigenen Lebens-Frucht ...

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Das Umbringen der Frucht des unternommenen „zwei-zu-einem-Fleisch”

Zum Ende der Betrachtung über die biblische Sicht der Ehe als Sakraments der Schöpfung und Sakraments der Kirche ziemt es sich, zumindest auf die Warnung Gottes im Zusammenhang mit der Ehe anzuknüpfen, die der biblische Verfasser bei Gelegenheit des ganz von neuem geschlossenen Bundes Gottes mit der Menschen-Familie nach der Sintflut darstellt.

Gott bringt in diesem Bund ungemein deutlich den Zusammenhang zwischen der Berufung zur ehelichen – und elterlichen Kommunion zum Bewusstsein.
– In diesem Zusammenhang macht Er der Neuen Menschheit auch die unmittelbare Verantwortung für einen Angriff auf Leben im Fall unschuldig vergossenen Blutes klar.
Oben haben wir die betreffenden Worte Gottes schon angeführt (sieh ob.: Text. Segen der Fruchtbarkeit nach der Sintflut: Gen 9,1-7). Es wird aber wohl gut sein, wenn wir sie hier noch einmal wiederholen – nur dass wir dieses Mal die Worte hinsichtlich des Fruchtarkeitssegens übergehen:

Gen 9,5: „Jedoch euer eigenes Blut werde Ich einfordern.
Ich werde es von jedem Tier und von dem Menschen einfordern,
von der Hand seines Bruders werde ich die Seele des Menschen einfordern.
v.6: Wer das Blut des Menschen vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden,
Denn: nach dem Bild Elohim [= Gottes] hat Er den Menschen gemacht” (Gen 9,5f.).

Es besteht kein Zweifel, dass dieses Wort Gottes unmöglich auch die Ehegatten als Eltern nicht betreffen kann für den Fall, wenn sie anstatt Menschenleben zu übermitteln – ihre Hand zur Vernichtung dieses Lebens anlegen sollten, das zuvor als Frucht ihres „zwei-zu-einem-Fleisch” empfangen worden wurde. Die Worte Gottes werden in diesem Fall ungemein ernst.

Im hebräischen Text erscheint in diesem Fragment das ein paarmal wiederholte Zeitwort „darásh”. Der biblische Verfasser gebraucht hier die erste Person in der Präsenszeit und setzt es in den Mund Gottes selbst.

Dieses Zeitwort bedeutet: „Ein Ermittlungsverfahren einleiten, Rapport fordern, Rechtfertigung von Verantwortung erklären” :Ich selbst werde nach Rechenschaft suchen und sie einfordern ...”.

Das heißt also: Im Fall des unschuldig vergossenen Menschenblutes – steht Gott selbst aufseiten des getöteten Menschen. Selbst auch Gott greift dann gleichsam das ‘Amtsverfahren’ in eigene Hände auf.
Der biblische Autor bezieht solches ‘Ermittlungsverfahren’ selbst auf Tiere, falls sie einen Menschen angreifen und töten.
Doch umso mehr fordert Gott die Rechenschaft ab vom unschuldig vergossenen Blut „... von dem Menschen, ...von der Hand seines Bruders werde ich die Seele des Menschen einfordern” (Gen 9,5).

Das Gottes-Geschriebene-Wort führt ebenfalls die Worte des Urteils an, das für den Fall unschuldig vergossenen Blutes getroffen werden soll:

Wer das Blut des Menschen vergießt,
dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden
...” (Gen 9,6a).

Dieser Satz wird im hebräischen Text stilistisch gesehen als Partizipial-Wendung formuliert. Sooft solche Formulierung in Israel in ‘Gesetz-Texten’ vorkommt, zeugt es von ihrer sehr altertümlichen Herkunft.
In Deutscher Sprache ist es leider schwierig, solche hebräische Formulierung ebenso gleich als Partizipial-Fromulierung wieder zu geben. Die Übersetzung lautete in solchem Fall komisch und geradeaus als nicht-deutsch. Daher ist es notwendig, den hebräischen Text inhaltlich gleichbedeutend darzustellen, dennoch nicht als sklavische Übersetzung, sondern in Beschreibungsform.

Die Worte dieses Urteils lauten auffällig bedrohlich. Sie sind einbedeutend, verständlich und brauchen niemandem erklärt werden. Jedermann wird sie auch als ... gerecht halten müssen.

Wir möchten in diesem Moment nicht nochmals weder auf die Problematik der Schwangerschaftsunterbrechung mit einem Operationseingriff zurückgreifen u.dgl., noch über verschiedene Mittel sprechen, deren Wirkung eine frühzeitige Abortion nach sich zieht. Diese Fragen wurden ausführlich genug vor allem im zweiten Teil unserer Homepage erörtert (sieh ob.: Schwangerschaftsabbruch – samt der weiteren Folge: Verletzung begonnenen Lebensvorganges – samt der weiteren Folge dieses §: Einnistungsvorgang – und die Spirale – wonach besonders noch das folgende zu beachten ist: Abortive Wirkung aller spermiziden Chemie).

Auf den erwähnten Stellen wurde sowohl vom Wirkungsmechanismus der angewandten elterlich-widrigen Mittel gesprochen, wie auch von ethischer Bewertung so unternommener Betätigungen – samt dem Hinweis auf die Versöhnungschancen mit Gott und dem Menschen (sieh IV.Teil, 3.Kapitel: Kind des Schmerzes! Wo bist du ...? – und ebd., 4.Kapitel: Gebenedeites ‘Tribunal’: Das Sakrament Gottes Barmherzigkeit ).

Es dürften noch Worte Johannes Paul II. aus seinem „Brief an die Familien” (1994 r.) hinzugefügt werden, beziehungsweise es dürfte nur daran erinnert werden – im Anschluss an jenes, wie es Gott ausdrückt, „Einforderns” um das unschuldig vergossene Blut – dieses Mal mit strikter Bezugsnahme auf nicht-angenommene Frucht des eigenen Schoßes.
– Der Heilige Vater knüpft an das von Jesus Christus selbst vorbezeichnete Letzte Gericht an, wann Er „kommt zu richten die Lebenden und Verstorbenen” (BF 22; sieh: Mt 25,34-46):

„Der Richter ist der Bräutigam der Kirche und der Menschheit. Darum richtet Er so, wie wir es hören: ‘Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid (...).
Denn Ich war hungrig, und ihr habt Mir zu essen gegeben; Ich war durstig..., Ich war ... nackt, und ihr habt Mir Kleidung gegeben ...’ [Mt 25,34ff.].
– Diese Aufzählung ließe sich natürlich verlängern, und in ihr könnte eine Unmenge von Problemen auftauchen, die das Ehe- und Familienleben betreffen. Da würde man bestimmt auch Äußerungen wie diese antreffen können:

‘Ich war ein nicht geborenes Kind und ihr habt Mich aufgenommen und Mich zur Welt kommen lassen. Ich war ein verlassenes Kind, und ihr seid Mir eine Familie geworden. Ich war ein Waise, und ihr habt Mich angenommen ...’.
Und weiter: ‘Ihr habt den zweifelnden oder bedrohten Müttern geholfen, ihr nicht geborenes Kind anzunehmen und es zur Welt kommen zu lassen; ihr habt kinderreichen Familien geholfen, Familien in verschiedenen Schwierigkeiten ...” (BF 22).

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Erklärung

Wonach fügt aber Johannes Paul II. hinzu:

„Wir wissen jedoch, dass es bei dem vom Matthäus geschilderten Endgericht auch noch eine andere Aufzählung gibt, die bedrohlich und erschreckend ist:
Weg von Mir (...). Denn Ich war hungrig, und ihr habt Mir nichts zu essen gegeben; Ich war durstig, und ihr habt Mir nichts zu trinken gegeben; ...’ [Mt 25,41ff.].

Und auch in dieser Liste werden sich bestimmt auch noch andere Tatsachen finden lassen, in denen Jesus sich mit dem abgewiesenen Menschen identifizieren will. Er identifiziert sich mit verlassener Ehefrau oder Ehemann, mit dem empfangenen und zurückgewiesenen Kind:
Ihr habt Mich nicht aufgenommen’ !
Auch dieses Gericht geht mitten durch die Geschichte unserer Familien, es geht mitten durch die Geschichte der Nationen und der Menschheit. Das Wort Christi:
Ihr habt Mich nicht aufgenommen’
betrifft auch die gesellschaftliche Institutionen, Regierungen und internationale Organisationen ...” (BF 22).

Im jetzigen Kapitel denken wir in erster Linie an Kinder, die von ihrer Kinderzeit herauswachsen, wie auch an Jugendliche auf der Stufe ihrer Vorbereitungszeit für ihre künftigen Lebensaufgaben und die Ehe.

Sollte es möglich sein, dass die Worte Jesu Christi, sei es des Segens am Tag des Letzten Gerichtes, oder aber auch seine Worte von der Lostrennung für die Ewigkeit dieser, die die Stimme der Gebote Gottes zurückgewiesen haben, nicht auch diese Kinder angehen sollten, die z.B. im Anschluss an ihre sexuelle Spielerei auf einmal bemerken, dass sie Eltern geworden sind, und jetzt alle Bemühungen unternehmen, um vom Empfangenen Kindlein irgendwie ... loszuwerden?

Die Worte Gottes des Schöpfers und alleinigen Besitzers von Leben und Tod sind eindeutig. Sollten sich zur verbrecherischen Überredung und Nötigung zum Mord-am-Empfangenen selbst solche aller-‘Liebste’ melden, wie z.B. die eigenen Eltern, oder andere Nächsten, wie auch psychologische Berater, Ärzte, die Direktion der Schule, die sie gerade besuchen ...

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Gottes Erlösungs-Dialog mit dem Menschen in Blut-Sünde

Wir sind uns bewusst, dass Gott im Erlöser des Menschen – Jesus Christus, jedem Menschen entgegengeht: auch diesem, der mit Todsünde belastet ist. Das betrifft ebenfalls den Verbrecher-Menschen, dessen Gewissen vielleicht selbst mit unschuldigem Blut belastet ist. Solche können schon selbst unter ganz jungen Menschen vorkommen, und selbst ... unter eigentlich noch Kindern.

An solche Situation knüpfen die Worte Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Evangelium Vitae”  an (Evangelium des Lebens: 1995; auf unserer Homepage erhältlich: PORTAL, Inhaltsverzeichnis, 4.Kol., Abstecker für Dokumente Johannes Paul II.). Sie zeigen Gott als diesen, der niemals „den Tod [= diesen ewigen] des Sünders will ...”. Diese Worte sind fähig genug, den Menschen in Verzweiflung zu emporzuheben, wenn er sich um seinen geistigen Zustand, in den er sich selbst gestürzt hat, bewusst wird:

Kain ‘überlief es ganz heiß’ und ‘sein Blick senkte sich’  [Gen 4,4]. Der biblische Text enthüllt zwar nicht, aus welchem Grund Gott das Opfer Abels jenem Kains vorzieht; er weist jedoch mit aller Klarheit darauf hin, dass Gott – trotz der Bevorzugung von Abels Gabe – den Dialog mit Kain nicht abbricht. Er ermahnt ihn, indem er ihn an seine Freiheit gegenüber dem Bösen erinnert: der Mensch ist keineswegs für das Böse vorherbestimmt... Aber Kain bleibt der Sünde gegenüber frei ...
... Nach dem Verbrechen greift Gott ein, um den Ermordeten zu rächen. Gott gegenüber, der sich nach dem Schicksal Abels erkundigt, weicht Kain in Überheblichkeit der Frage aus, statt sich verlegen zu zeigen und um Verzeihung zu bitten: ‘Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?’ [Gen 4,9].
Ich weiß es nicht’ : mit der Lüge versucht Kain das Verbrechen zu verdecken ...
... Kain will nicht an den Bruder denken und lehnt es ab, jene Verantwortung, gegenüber seinem Mitmenschen entheben wollen ....

... Doch Gott kann das Verbrechen nicht ungestraft lassen: vom Ackerboden, auf dem es vergossen wurde, verlangt das Blut des Erschlagenen, dass Er Gerechtigkeit widerfahren lasse [vgl. Gen 37,26; Jes 26,21; Ez 24,7f.]. ...
... Nicht einmal der Mörder verliert seine Personwürde, und Gott selber leistet dafür Gewähr. Tatsächlich offenbart sich hier das paradoxe Geheimnis von der Gerechtigkeit Gottes ....
... Doch Gott wollte den Mörder nicht durch einen Mord bestrafen, da Er mehr die Reue des Sünders will, als seinen Tod” (EV 8-9).

So ist unser Gott ...! Siehe den ‘Stil’ seines ‘Liebens’. Die Liebe ist immer größer als die Sünde; größer auch als das ‘Blut-Verbrechen’.
– Das höchste Gottes Zeugnis solchen Liebens, Musterbildes für unser ‘Lieben’ – selbst angesichts eines Mörders, bleibt der am Kreuz angenagelte Jesus.
– Es ist der zu Tode gemarterte Gott-Mensch. Jesus ist Erlöser des Menschen: unser Gottes Bräutigam-vom-Kreuz.
Vom Kreuz der Schande aus, von seiner Menschen- und Gottes-Würde, die hier so schmachvoll niedergetreten wird – springen von seinem Herzen und seinem Mund, selbst in dieser Situation und Stunde – Worte Gottes Barmherzigkeit, die um jeden Preis nicht nach dem Tod des Sünders sucht, sondern dass er ... sich bekehrt – und lebt (sieh: Ez 18,23):

„Jesus aber sprach:
Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht
, was sie tun’ ...” (Lk 23,34; sieh dazu ob.: Vater, vergib ihnen...).

Es lohnt sich hier auch noch die weiteren Worte Johannes Paul II. aus derselben Enzyklika „Evangelium Vitae” anzuführen.
– Und zwar der Papst vergleicht an einer Stelle das vom Sohn Gottes vergossene Blut – mit dem vergossenen Blut jedes anderen Menschen – in Zusammensetzung mit Gottes Vorhaben der Erlösung des Menschen-in-Sünde um diesen Preis:

„... In absolut einmaliger und außerordentlicher Weise schreit zu Gott das Blut Christi, dessen prophetische Ankündigung die Gestalt des unschuldigen Abel ist, wie der Verfasser des Hebräerbriefes ausführt:
Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes..., zum Mittler eines neuen Bundes – Jesus, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft, als das Blut Abels’ (Hebr 12,22.24).
Es ist das Blut der Besprengung. Symbol und prophetisches Zeichen dafür war das Blut der Opfer des Alten Bundes gewesen, durch die Gott seinen Willen kundtat, den Menschen sein Leben durch ihre Reinigung und Heiligung mitzuteilen (vgl. Ex 24,8; Lev 17,11).
Das alles erfüllt und bewahrheitet sich nun in Christus: sein Blut ist das Blut der Besprengung, das erlöst, reinigt und rettet; es ist das Blut des Mittlers des Neuen Bundes, ‘das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden’ (Mt 26,28).
– Das Blut, das am Kreuz aus der durchbohrten Seite Christi fließt (vgl. Joh 19,34), ‘ruft mächtiger als das Blut Abels’ : dieses Blut drückt nämlich aus und verlangt eine tiefere ‘Gerechtigkeit’, doch vor allem erfleht es Barmherzigkeit, es tritt im Angesicht des Vaters für die Brüder ein (vgl. Hebr 7,25), es ist Quelle vollkommener Erlösung und Gabe neuen Lebens” (EV 25).

Die Päpstlichen Worte sind nicht täuschendes Echo der tiefsten Wünsche des Vorhabens der Erlösung  des Menschen im Blut des Eingeborenen Sohnes des Ur-Ewigen Vaters. Erkennen wir den Dreieinigen nicht etwa so aufgrund seiner Offenbarung über die „Evangelien”, das heißt das Wort Gottes des Neuen und Ewigen Bundes, das für den Alltag in der verrichteten Eucharistie vergegenwärtigt wird, eventuell in ihrer Eingangs-Vorausbedingung, das heißt im – in Kraft dieses Erlösungsblutes eingesetzten Sakrament der Beichte-der-Versöhnung?

Daher lesen wir voller Dank, und hören zugleich auch noch die weiteren Worte desselben Fragments der Enzyklika „Evangelium Vitae” (Evangelium des Lebens):

„Das Blut Christi offenbart, wie groß die Liebe des Vaters ist, und zeigt zugleich, wie kostbar der Mensch in den Augen Gottes ist und welch unschätzbaren Wert sein Leben besitzt.
– Daran erinnert uns der Apostel Petrus: ‘Ihr wisst, dass ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel’ (1 Petr 1,18f.).

Beim Betrachten des kostbaren Blutes Christi, Zeichen seiner Hingabe aus Liebe (vgl. Joh 13, 1), lernt der Gläubige die gleichsam göttliche Würde jeder Person kennen und schätzen und kann voller Dank und freudevoller Verwunderung ausrufen:
Welchen Wert muss der Mensch, in den Augen des Schöpfers haben, wenn er ‘verdient hat, einen solchen und so großen Erlöser zu haben’ (vgl. Exsultet der Osternacht), wenn ‘Gott seinen Eingeborenen Sohn hingegeben hat,’, damit er, der Mensch, ‘nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat‘ [vgl. Joh 3,16] ...” (EV 25)!

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Zusammenfassung

Die Erinnerung an die Sicht der Ehe aufgrund der grundlegenden, ewig zeitmäßigen Worte der Heiligen Schrift weist den eindeutigen Wegweiser im Trubel der Zeiten, der schnell sich verändernden Meinungen, aber auch von oben herkommenden ungemein starken Druckwirkungen. Dieser Wegweiser wird in der Lage einer Unsicherheit und Frage: für was, oder: für Wen wir uns erklären sollen, außer Zweifel nicht täuschen.

Wir möchten diese Empfehlungen des Gottes-Geschriebenen-Wortes wieder finden und sie ins Leben umsetzen. Sie helfen uns nämlich, das Klima der ehelichen und familiären Kommunion mit der Atmosphäre der ‘Haus-Kirche’ zu durchtränken, wie es jede Ehe und jede Familie werden kann und soll.

Alles, worüber hier gesprochen wird, betrifft – wie man das leicht sehen kann, völlig auch schon die Stufe der Kinderzeit und Jugendlichkeit.

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B.   HERANWACHSEN ZUR EHE:
ZUM SAKRAMENT-DES-EHE-WERDENS

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Im Anschluss an das Ziel dieses Kapitels

Bei unseren Erwägungen über die Zeitspanne „Junge Leute am Weg zur Ehe: zum Sakrament der Ehe”, setzen wir einen nächsten Schritt. In diesem Kapitel möchten wir uns noch einmal diese Elemente der Ehe zum Bewusstsein bringen, die das Wesen selbst der Ehe als Sakraments bilden.

Wir bleiben uns dabei fortwährend bewusst, dass es in Gottes Augen schlechterdings keine andere Ehe gibt, als nur diese: Ehe-Sakrament. Werden diese Elemente verantwortlich überlegt, kann das zum besseren Verständnis der Lebensaufgaben beitragen, vor welchen früher oder später der größte Teil der heutigen Kinder und der heranwachsenden Jugendlichen stehen bleiben.
– Daselbst können sich diese Erwägungen bei nüchterner Betrachtung immer anderer Hinsichten der Ehe als behilflich erweisen. Ist doch die Ehe als Sakrament immer auch ein Ruf dahin, dass sie eine eigenartige ‘Haus-Kirche’  wird. Das soll doch auch gerade die Ehe, die Familie bleiben: eine eigenartige ‘Kirche-in-Miniatur’, wo der Vater und die Mutter, samt ihren Kindern – das Leben der vollbrachten Erlösung dank dem für den Alltag aktivierten Sakrament der Ehe in die Tat umschmieden.

Es geht nicht darum, um in die Ehe fremde Elemente einzuführen, noch um Aufnötigung mit Kraftaufwand einer Sicht der Ehe, die in einer Welt des religiösen Ideals schwebte. Sowohl reifgewordene Personen, das heißt diejenigen, die den Ehe-Stand schon erleben, wie auch heranwachsende Kinder und Jugendliche in der Zeit vor der Ehe, sollen mit allem Ernst zur Kenntnis annehmen, dass es in Gottes Sicht – wobei nur diese im Sinn der definitiven Realien zählt, tatsächlich nie eine andere Ehe gibt, als nur diese, die Jesus Christus zum Rang des Sakraments erhoben hat, vorher aber war sie Ur-Sakrament der Ehe.

Das betrifft nicht nur diese Stunde, wann die Trauung in der Kirche gerade eingegangen wird, sondern die ganze ab nun beginnende Alltäglichkeit des von Stunde zu Stunde aktivierten Ehe-Sakraments, das in allen seinen Ausmaßen eine Anpassung der Güter des Erlösungswerkes an das Leben darstellt, das der Ehe und Familie eigen ist.

Das hat nichts zu tun mit irgendeiner Zerstörung des natürlichen Klimas von Freude und Glück, die in Ehe als Ehe aufblühen sollen. Wir möchten dagegen den Bemühungen aller dieser mit Hilfe entgegen gehen, die von künftigen Ehemännern und Ehefrauen unternommen werden müssen, die sich mit dem in Gottes Angesicht geäußerten Ehekonsens gebunden haben. Gott hat diese ihre feierliche Erklärung angenommen – und sie als unwiderrufliche Wirklichkeit besiegelt.

Die genannten Bemühungen sollen dahin streben, dass diese zweien eine immer schönere und glücklichere Kommunion werden als „zwei-zu-einem-Fleisch”. Diese Kommunion, deren Ausgangspunkt der einst von ihnen beiden geschlossene Bund der Liebe und Leben geworden ist, wird in immer vollerem Maß und auf immer schönere Art und Weise angesichts ihrer selbst, ihrer Familie, der Gesellschaft, und selbst des ganzen Weltalls – die unaussprechliche bräutlich-erlösende Liebe des Dreieinigen zum Mensch als dessen lebendigen Ebenbild Gottes, abzuspiegeln suchen.

Nachdem wir im vorigen Abschnitt dieses Kapitels noch einmal die biblische Sicht der Ehe betrachtet haben, die doch als maßgebende für alle Zeiten und Kulturen angenommen werden muss, ziemt es sich jetzt manche anderen, weiteren Aspekte zum Bewusstsein bringen, die ihren Niederschlag auf der Qualität der Entscheidung von zwei Personen finden werden, die sich mit untrennbarem Band der ehelichen und familiären Kommunion zu verbinden vor haben: der Ehe als dem Sakrament-der-Ehe.

Ausgangspunkt für die zu unternehmenden weiteren Erwägungen bleibt wohl die grundsätzliche Frage: wie stellen sich diese zweien konkreten Personen, die sich als Kandidaten zur Ehe halten, zum Willen Gottes, wie er mit der Berufung zur ehelich-familiären Kommunion verbunden ist?
– Schwierig, oder eher ganz unmöglich wäre es von Ehe als Sakraments zu träumen, und umso mehr von Ehe als einer „Kirche-in-Miniatur” – in Un-Abhängigkeit vom Gottes Vorhaben der Liebe, wie sie mit der Ehe, dem Sakrament der Ehe, verbunden ist. Die Ausschließung Gottes Anwesenheit und der bindenden Beschaffenheit der Gebote Gottes wäre gleichbedeutend mit einer für die Jetztzeit und das künftige Leben sich bereiteten unvorstellbaren Niederlage.

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1. Annahme Gottes Bedingungen für die Ehe

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Stand des Bewusstwerdens ...

Die Erinnerung an die biblische Sicht der Ehe, wie sie in religiöser Literatur in der unikalen biblischen Bezeichnung: „... die beiden werden ein-Fleisch” verdichtet zutage kommt, weist auf die Notwendigkeit eine seriöse Reflexion über die Ehe als Sakrament unternehmen zu müssen. In diesem Kapitel begrenzen wir uns allein auf das Band zweier Personen als Ehegatten, so dass wir die Problematik der Ehe in ihrer allmählich sich ereignenden Umgestaltung in Familie hier schlechterdings übergehen. Die Wirklichkeit der Ehe (und nachher einer Familie) suchen wir als fortwährend von neuem vom Erlöser angebotene Chance und Berufung zu erwägen, wie das spontan sich in der Ehe und Familie entwickelnde Leben – samt seinen Freuden und Sorgen, zu gleicher Zeit mit dem Klima einer „Haus-Kirche” durchtränkt werden kann, das heißt mit dem Klima einer „Kirche-in-Miniatur”.

Es scheint berechtigt zu sein, dass man sich einführend die Frage stellt und zugleich die Wirklichkeit dieser Personen anblickt, die es vorhaben, sich mit dem Ehegelöbnis zu verbinden.
– Es fragt sich: ob – und inwiefern diese Leute – es sind meistens verhältnismäßig junge Leute, wirklich vorbereitet sind, diesen einmaligen Schritt eines entschiedenen Umbruchs in ihrem Leben zu setzen? Es fragt sich nämlich, ob sie tatsächlich bereit sind, die Entscheidung auf Ehe vorzunehmen, die doch kein Märchen bedeutet, sondern zum lebenslangen Band werden wird, das für sie beiden von nun an zum unabwischbaren Sakrament wird? Beobachtet man die Realien des Lebens, entstehen nicht selten seriöse Zweifel und Befürchtungen angesichts der vorkommenden voreiligen, unverantwortlich eingegangenen ehelichen Gelöbnisse.

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Erklärung

So taucht die Frage auf: ob junge Leute, die sich trauen lassen, sich dessen bewusst sind, was die Ehe an sich heißt, wie auch dass es keine andere Ehe gibt als nur und allein die Ehe-das-Sakrament?
– So manche jungen Leute denken wohl – übrigens wie es auch bei dem bedeutenden Teil der älteren Leute vorkommt, dass die Ehe – ‘Sakrament’ höchstens zur Stunde der Eheschließung in der Kirche darstellt. Wonach das graue Leben dieser zweien beginnt, das schon mit dem, was ... ‘Sakrament’ zu sein müsste, nichts zu tun hat.

Viele Personen, die das eheliche Band schließen, scheinen zurzeit ihrer Heirat dem Wesen der Ehe überhaupt nicht gewachsen zu sein, noch der Wirklichkeit, die mit dem ehelichen Konsens einhergeht, zumal was die Verantwortung angeht für das irdische und letztliche – das eigene Gut, wie dieses des anderen, und umso mehr für das letztliche Gut der Familie, in die sich ihr Band in Kürze umgestalten wird.
– Indessen sowohl das eine, wie das andere ist unmittelbare Folge der neuen Lebensberufung, die diese zweien in der Stunde ihres ehelichen Konsensus unternehmen.

Im Fall von Personen, die getauft sind, bedeutet das die Entscheidung dahin, dass diese beiden füreinander zu Ausspendern der zu dieser Stunde sich gegenseitig erteilten und empfangenen Ehe als eines der Sakramente der Kirche Christ geworden sind. Es ist kein Sakrament nur in der Stunde selbst des sich geäußerten ehelichen Konsensus allein, also nur im Gebäude selbst der Kirche. Es wird von nun an die unabrufbare Wirklichkeit ihres Lebens – als ab dieser Stunde fortwährend aktualisierten Sakraments.

Dieses Sakrament durchtränkt von nun an jedes Detail ihres Lebens-zu-zweit und gestaltet es in eine dauernde Kette der Wirklichkeit ihrer beiden um – als des ‘ihren’ Ehe-Sakraments. Die Wirklichkeit des eingegangenen Sakraments wird von nun an von Tag zu Tag Frucht bringen – abhängig von der Qualität der Mitarbeit dieser beiden mit der Gnade des Sakraments.

Es kommt vor – Gott bewahre, dass diese zweien dieses von nun an sich fortwährend aktivierende Sakrament völlig übergehen. Das von ihnen sich gegenseitig erteilte und zugleich empfangene Sakrament würde in diesem Fall systematisch niedergetreten und verunstaltet werden – mit all dessen Folgen. Denn das Sakrament selbst dauert von nun an weiter und ruft Tag für Tag nach Zusammenarbeit mit Gottes Gnade.
– Wir wissen auch besten Bescheid, dass das einmal eingegangene und sich gegenseitig gespendete Sakrament an sich – nur mit dem Tod eines der Ehegatten zu Ende kommt.

Die Reflexion hinsichtlich der des Öfteren vorkommenden offenkundigen NICHT-Vorbereitung auf Ehe und Familie ist wohl keine Entdeckung erst der heutigen Zeit. Die Zeiten ändern sich aber. Bis zu unlängst – im Rahmen so mancher Kultur und des tief eingewurzelten ‘Gewohnheits-Rechtes’, wurden zwei junge Leute zu ihrer Vermählung vor allem von ihren Eltern ausgewählt. Gewöhnlich waren es die Eltern, die ihrem Sohn, beziehungsweise ihrer Tochter einen jemand als Ehegatten gewählt und bestimmt haben, wobei die zu Vermählenden selbst dabei nicht allzu viel zu sagen gehabt haben. Das geschah nicht selten den deutlichen, persönlichen Wünschen und Wahlen der daran Interessierten selbst zuwider. Objektiv genommen konnte das die Frage des freien Willens und folglich der Gültigkeit des geäußerten ehelichen Konsenses in Frage stellen. Darüber wurden aber diese beiden im Grund genommen von niemandem gefragt.

Trotzdem haben sich diese Ehepaare im allgemeinen gut miteinander zusammengebunden, indem sie nolens volens die von den Eltern getroffene Wahl schlechterdings annahmen, vor der sie sich als vor ‘vollendeter Tatsache’ stellen mussten. Diese Ehen haben sich letztlich im Prinzip als glückliche Ehen entwickelt. Eine Ehescheidung, eventuell eine Separation kam in vergangenen Jahrhunderten nur seltestens vor. Sie wurden auch allgemein streng bewertet und angeprangert.

In heutigen Zeiten – eines stark sich durchschneidenden Individualismus und der angenommenen Empfindung der personalen Unantastbarkeit und Würde, erfährt auch die Einstellung zur ‘Wahl dieses anderen’ hinsichtlich der Ehe grundsätzliche Wandlungen.

Wir haben hier nicht vor, diese Erscheinung tiefer zu analysieren. Wir möchten nur einige Aspekte der Problematik der Ehe näher betrachten, die imstande wären, die Frage der Qualität der inneren und äußeren Vorbereitung zur Ehe zu belichten und folglich ihre weiteren Geschicke unter dem Blickpunkt der Ehe-Familie betrachten, die daselbst zum Erdboden wird, auf dem sich die ‘Haus-Kirche’ entwickeln kann.

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Ehe bei Heidenvölkern: Ur-Sakrament der Schöpfung

Wir haben gerade erst daran erinnert, dass ein beträchtlicher Teil junger Leute, die die Ehe eingehen möchten und sie auch gerade schon schließen, fast überhaupt, oder nur weit unausreichend zum Leben in diesem Stand vorbereitet ist. Diese zweien wissen wenig, wenn nicht schlechterdings fast nichts, was das heißt: Ehe als Institution, die von Gott – nicht von Menschen – gegründet worden ist.
– Dass die Ehe Institution darstellt, deren wesentliches Ziel, wie auch die Friedensordnung der beiderseitigen ehelichen Beziehungen – von Gott selbst gegründet und eingesetzt wurde.
– Dass diese Institution von aller menschlichen Jurisdiktion völlig entzogen bleibt, was die Ziele und das Ethische der Ehe angeht.

Daselbst werden alle ‘menschlichen’ Festsetzungen hinsichtlich der Ehe und Familie – allein die Absicherung des rechtlichen Schutzes für sie betreffen können, wie auch die vielseitige Hilfe für die Ehe und Familie als für die grundlegende Sozial-Zelle der Gesellschaft. Es ist nämlich klar, auch wenn es von vielen Machthabern manchmal total ignoriert wird, dass das Wohl und die Entwicklungsbedingungen der Ehe und Familie zugleich Voraussetzung für die Existenz selbst und die Entwicklung selbst der Gesellschaft, wie auch des Volks überhaupt darstellt.

Umso mehr kann nicht geleugnet werden, dass ein großer Teil der Brautpaare fast nichts weiß, oder zumindest sich dessen nur ganz nebelig bewusst ist, was das heißt: Ehe als Sakrament. Indessen es gibt schlechterdings ... keine andere Ehe, als nur die Ehe als Sakrament. Es gibt vor allem keine Ehe nur infolge einer ‘Verabredung irgendwelcher beliebiger zweien’, dass sie „... von nun an zusammen leben werden – als ob eine Ehe”.
– Sie glauben, das heißt: sie möchten gern, dass es so sein würde, dass ihr gemeinsames Zusammenleben u.dgl. strikt ‘private’ Frage ihrer beiden darstellt. Sie wollen nicht zulassen, dass irgendjemand von Außen – die Kirche, und selbst Gott eingeschlossen, ihnen diktieren dürfte, was sie in ihrem Band tun sollen – beziehungsweise nicht sollen.
So wäre es ihnen bequem, und außerdem noch: lieb. Zumindest für eine nicht näher bestimmte, längere Zeit.

Bei den Heiden und Bekennern nicht-christlicher Religionen existiert weiter die Ehe nur als Ur-Sakrament der Schöpfung: die als solche vom Schöpfer des Weltalls, und darin des Menschen als seines lebendigen Ebenbildes geschaffen und gegründet worden ist. Darüber haben wir schon im VI.Teil dieser Homepage gesprochen (sieh ob.:  Ehe als Ur-Sakrament des Schöpfungs-Sakramentes: Ersichtlichung der Unsichtbaren Liebe Gottes). Solche Situation hält weiter in diesen Erdteilen unseres Erdballs an, wohin das Evangelium Jesu Christi nicht hingekommen ist, beziehungsweise wo es völlig verfälscht wurde.

Allerdings seit dem Erlösungswerk, das vom Sohn Gottes Jesus Christus vollbracht wurde, haben sich die diesbezüglichen Verhältnisse wesentlich verändert. Unabhängig davon, ob jemand diese Wirklichkeit annimmt oder sie zurückweist. Die Ehe war niemals eine in erster Reihe weltliche-laische Institution, noch wird sie je eine allein zivile ‘Verabredung-Kontrakt’ zwischen zwei Partnern werden (vgl. die Feststellung des sel. Paul VI: HV 8).

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Ehe der Getauften

Es soll noch daran erinnert werden, dass seit dem vollbrachten Erlösungswerk wird die Ehe, die getaufte Personen untereinander schließen, jedes Mal daselbst das sich gegenseitig gespendete und empfangene Sakrament der Kirche (FC 13).
– Außer wenn jemand diese Sakramentalität klar und bewusst zurückgewiesen hätte. Allerdings das in diesem Fall eingegangene Band wäre daselbst von vornherein ungültiges und ehebrecherisches Band. Diese beiden würden dann in keinem Fall zur „Ehe”. Sie würden sich nur das Recht anmaßen wollen über eine Wirklichkeit, die entschieden alle menschliche Zuständigkeit überragt.

Im Fall der Christen wäre die Zurückweisung der Sakramentalität der Ehe ein eigenartiger Strich über die Verpflichtungen, die samt der Heiligen Taufe angenommen wurden. Eine in solchen Umständen unternommene Entscheidung wäre gleichbedeutend mit dem Akt der Abschwörung des Glaubens an Jesus Christus als Gott den Schöpfer und Erlöser: es wäre Verrat Jesu Christi. U.a. wegen der Verleugnung des Dogmas hinsichtlich des Sakramentes des Ehe.

Es wäre also Akt des Aufstandes eines Jüngers Christi gegen den Sohn Gottes Jesus Christus und die von Ihm eingesetzte Kirche. Das Paar würde in diesem Fall mit dem Akt ihres freien Willens zum Ausdruck bringen, dass sie nicht gnädig sind, Gott als ihren einzigen Herrn und Gottes Quelle von Leben und Liebe zu anerkennen. Sie würden sich dagegen usurpatorisch als ihre Eigentümer erklären, indem sie sich selber die Autorität Gottes anstelle Gottes-der-Wahrheit zuschreiben würden.
Solche zweien würden sich daselbst eindeutig an der Seite dieses stellen, der der Böse ist: Satan; mit all dessen Folgen.

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Partnerisches Band

Ähnliches geschieht im Fall von zwei Leuten: Mann und Frau, die sich gegenseitig nur auf Zusammenleben gleichsam einer Ehe verabreden – ohne sich aber mit dem Ehekonsens in Gottes Augen, Vertretern der Kirche und der gesetzlichen Zeugen zu binden. Diese zweien beschränkten sich dann nur darauf, ein weniger oder mehr glücklich ausgesuchtes ‘partnerhaftes Paar’, nicht aber Ehe zu bilden. Trotzdem sie angesichts der Gesellschaft (offenbar nicht angesichts Gottes) den ‘Anschein’ behalten möchten eines Zusammenlebens gleichsam eines richtigen Ehepaars.

Solche zweien unternehmen im Prinzip alle Bemühungen, dass es in ihrem Band zur Existenz keines Kindes kommt. Sie lassen sich auch gewöhnlich die Tür offen, um sich zu jeder Zeit voneinander zu trennen, falls sich ihr bisheriges partnerisches Band in gewisser Stunde als nicht mehr attraktiv erweisen sollte.

Bisweilen geschieht es so, wenn allen ‘Absicherungen und aller Verhütung’ zuwider, doch ein ... Kind erscheint. Die Erinnerung an die bisherige Partnerschaft wird in diesem Fall vor allem für das Mädchen, die Partnerin, zu einem großen Alptraum. Des Öfteren wird sie dann vom bisherigen Partner sich selbst überlassen ... nur dass sie mit dem Kind bleibt: zum ‘Fraß des Geschicks’, auf das sie aber letztlich von vornherein ihr Einverständnis angenommen hat. Ihr männlicher Partner suchte nach einer Frau, einem Mädchen – allein zum Sex-Effekt, ohne irgendwelche menschliche und Göttliche Verantwortung auf sich genommen zu haben ...

Man versteht von selbst, dass solche Haltung dem Vorhaben Gottes der Liebe mit Bezug auf die Ehe völlig widerspricht. Die Partnerschaft solcher zweien gestaltete sich von Anfang an auf der Ebene ... eines ehebrecherischen Mit-einander-Seins. Es wäre eine weniger oder mehr stabilisierte ‘Prostitution’ mit dem Vorbehalt, dass sie im Grunde genommen nur mit einer Person verrichtet wäre (ausführlicher darüber s.: Identität der Ehe und Familie und ‘Freie Partnerschaften’).

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Homosexuelle and lesbische Bände

Umso weniger haben irgendetwas mit der Wirklichkeit einer ‘Ehe’ homosexuelle Bände zu tun: ob es nun um zwei Männer-Gays geht, oder zwei Frauen-Lesben.
– Es helfen hier nichts Anklagungen wegen ‘Rückständigkeit’, ‘Homophobie’, Widerspruchs gegen Festesetzungen, die auf höchsten Stufen der gesetzgeberischen nationalen und internationalen Gremien verabschiedet wurden. Sollten solche ‘Anti-Gesetze’ selbst erscheinen, blieben sie vom Gesichtspunkts des Verstandes (vgl. nur: Röm 1,21) geradeaus irrationell und gegen jedes Gut des Menschen ausgerichtet.

Dagegen vom Gesichtspunkt aus „jener endgültigen Bestimmungen, die der Mensch in Gott selbst hat” (sieh: PS-1985, 5) wären sie in ihrem Ansatzpunkt selbst eine einzige Reihenfolge von Aufstand gegen Gott. Dieser Aufstand legte sich auf selber Linie wie der Aufstand des einen Teiles der Engel am Ur-Anfang. Die Engel, unter Führung ihres Führers „Luzi-Fer = Dieser der das Licht trägt”  sind dem Schöpfer mit ihrem aufständischen „Non serviam – Ich werde Dir nicht dienen(vgl. Jer 2,20; und: Offb 12,7ff.) entgegengelaufen.

Daselbst haben sie mit der Entscheidung ihres freien Willens zwar ihr weiteres Bestehen-Existieren gewählt, das niemals mehr ein Ende haben wird, indem der einmal erschaffene sei es der Engel, oder – der Reihe nach – der Mensch, niemals mehr zu existieren aufhören wird. Allerdings ihre Wahl bewirkte es, dass es ein Existieren der aufgrund der persönlichen Entscheidung gewählten Verdammnis sein wird: in NICHT-Leben und NICHT-Liebe des auf letztliche Art und Weise zurückgewiesenen Gottes-der-Liebe, Gottes-des-Lebens – mit behaltenem eigenen Existieren-für-immer im ewigen Feuer.

Das Leben von zwei Menschen im homosexuellen oder lesbischen Band widersetzt sich seinem Wesen nach der Natur von Mann und Frau, die von Gott als sich gegenseitig ergänzendes Paar – und nicht anders, befähigt wurden, potentielle Ehegatten-Eltern zu werden. Jede Bezeichnung sei es von zwei Männern oder zwei Frauen mit dem Namen einer ‘Ehe’, und folglich: des einen von ihnen – aber desselben Geschlechtes, als ‘Vater’ und des anderen als ‘Mutter’ spricht hohn der Vernunft der Species ‘Homo sapiens’ – eines Menschen als (angeblich) ‘vernunftbegabten’ Wesens.
– Solche Bezeichnung widersetzt sich von vornherein der Wahrheit des Seins. Eine Ausdrucksweise in dieser Sprache beleidigt die Würde sowohl der daran interessierten Personen, wie auch dieser Gesellschaft, die homosexuelle beziehungsweise lesbische Bände tolerierte, oder sie selbst bevorzugte (sieh darüber ob.:  Homosexualität und freie hetero-sexuelle Partnerschaften: bedauerliche Nachahmung der Ehe ).

Es kommen dramatische Situationen vor, dass ein kleines, von solchen zwei Frauen-Lesben angenommenes-adoptiertes Kind ‘klüger ist’ als seine Lesben-‘Eltern’. Das Kind will sich um keinen Preis in der Welt an die eine von ihnen als zum ‘Papi-Vater’ wenden. Diese aber, die Lesbe, kann dann das Kind zuletzt – voller Wut und Groll ... zu Tode schlagen, wie es schon des Öfteren in der Welt vorgekommen ist.

Es muss klar festgestellt werden, dass alle zivile Gesetzgebungen und Festsetzungen auf internationaler Arena in diesem Fall aller irgendwelcher Rechtskraft entbehren. Sie widersetzen sich unmittelbar dem unabwischbaren ethischen Natürlichen Gesetz, das im Herzen-Gewissen eines jeden nächsten lebendigen ‘Ebenbild Gottes’ in der Stunde seiner Erschaffung eingeprägt wird (sieh ausführlicher ob., II.Teil, 2.Kapitel, besonders den Untertitel:  Das Gute und Böse zu bestimmen ...).

Solche Gesetze sind außer Stande diese Einprägung des Gewissens in irgendwelcher Weise zu entkräften. Die in solchen Bänden lebenden Personen – angebotenen irgendwelche ‘Rechte’, oder geradeaus Vorzüge, wie z.B. das Recht zur Adoption, zu besonderer Unterstützung und zum Gesundheits- und Rechtsschutz mit Rücksicht auf ihre homosexuelle Verbindung, sind in Gottes Augen, aber auch der Gesellschaft selbst – ein einziges, großes Selbst-Gespött über sich selbst dieser, solcher gesetzgeberischen Gremien. Es steht ihnen auch von vornherein keine irgendwelche Rechtskraft zu. Sie bleiben in ihrem Ausgangspunkt selbst ungültig, und ermächtigen zur Unternehmung keiner Betätigungen, noch Anwendungen.

Alle irgendwelche angeblich ‘gerechtlichen’ Vorschriften hinsichtlich der so lebenden Personen sind ihrem Wesen nach Ausdruck einer aufständischen Herausforderung, die die betreffenden Leute und erwähnten gesetzgeberischen Gremien Gott ins Angesicht hinwerfen, indem sie ‘Gott zu bändigen versuchen’ und Ihn ‘zur Ordnung rufen’ – deswegen, weil Er als Gott-die-Liebe im menschlichen Gewissen das Natürliche ethische Gesetz unabwischbar eingeprägt hat.

Es geht letzten Endes um die Herausforderung Gottes zum Duell mit dem Menschen, um dadurch über die Zuständigkeit entscheiden zu können: Wer ist hier der eigentliche ‘Herr’? Du, Gott – oder ‘Ich – der Mensch’ ?
– Oder anders formuliert: Wer ist Besitzer des Menschen, seiner Geschlechtlichkeit und der Ehe mit ihren Gesetzen, Rechten, Verpflichtungen, und auch der inneren Friedensordnung des geschlechtlichen Verkehrs? Ich – Mensch? Oder Du, Gott, der Du von ‘Liebe-Betreiben’ und ‘Sex’  keine Ahnung haben kannst? (sieh zu diesem Aspekt ob.: Gottes Liebe infragegestellt – samt dem vorhergehenden und nachfolgenden Zusammenhang).

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2. Gestalt des Herzens an Tagen der Vorbereitung zur Ehe

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Aus Eröffnungen des Matthäus

Anblick der Lebensweise Personen vor der Ehe – und nachdem sie geschlossen wurde, trägt zweifelsohne nicht nur negative, sondern auch sehr positive Bilder zutage. In früheren Teilen unserer Homepage haben wir diese Frage auch schon berührt – u.a. im Anschluss an die Problematik der Keuschheit in der Brautzeit (sieh z.B. ob., VI.Teil, 1.Kap.: Aus längerer Geschichte eines Brautpaars; und noch: Entscheidung in Keuschheit zu verharren. Sieh außerdem: III.Teil, 3.-4. und 5.Kapitel; usw.).
– Und hier eines der positiven Beispiele, das zugleich ein durchscheinendes Zeugnis ‘für heute’ darstellt.

An den hier schreibenden Autor sendet eine Email mehr vom Ausland ein Jüngling – lassen wir ihn den Namen ‘Matthäus’ tragen. Er unternimmt Studien parallel auf zwei Fakultäten. Seit ein paar Jahren bereitet er sich auch vor, einmal eine Familie zu gründen, tut es aber mit Maß.

Die im folgenden abgedruckte Email ist eigenartige Antwort des Matthäus auf die ihm gestellte Frage im Anschluss auf die Wahl unter dem Blickpunkt der Ehe. Matthäus offenbart darin einmal mehr seine innere Silhouette. Hier ein Bruchstück von zwei Emails aus dieser Zeit:

[Februar 2010]. „... Ich verspreche, dass ich nächster Zeit in aller Ruhe das alles mit Ihnen, Herr Pater, mitteile, was geschehen ist und was es zur Zeit geschieht. Es geschieht aber so vieles. ...
– Was ‘Frauen’ – angeht, in Kategorie ‘Herumschauen nach einer Braut’, da verfüge ich Jetztzeit über begrenzte Zeitmöglichkeiten dafür.
Sollte ich das genauer umfangen, dieses Jahr bestimme ich für den Aufbau einer materiellen Lebensgrundlage, sollte ich es so ausdrücken, dagegen von Plänen – mehr Einzelheiten in der nächsten Email. Anders gesagt, alles muss aufeinander folgen.
– Bis Oktober habe ich vor, mit meiner zweiten Magisterium-Schrift fertig zu werden. Mittlerweile noch wahrscheinlich ein zwei-monatliches Stipendium ..., wonach die Praxis in der Schule. Oh! Viel Arbeit! Aber: ‘Wollte der Fuhrmann – Fuhrmann sein, kann er jetzt auf den Weg nicht schimpfen’ ! Alles in allem, da habe ich etwas Enthusiasmus im Vorrat, also wenn Gottes Gnade nicht fehlt – und ich hoffe, dass sie nicht fehlen wird, legt sich alles allmählich und ordnet gut, so dass ich mit den Studien fertig sein werde.
Dabei bin ich überzeugt, dass mir Gott jemanden bestimmt hat, den ich treffe. Und ich weiß auch, dass ich diese treffe, und dass ich dann machtlos bleibe.
– Jetztzeit bete ich, dass Gott mich ‘verführt’ und dass ich mich nach Ihm sehne. Und dass ich von ganzem Herzen Seinen Willen zu erfüllen begehre. Dass ich Ihn liebe, wie ich nur kann. Dass Er mein Treuester Freund sei.
Ich bete zu gleicher Zeit, dass Er in selber Zeit auch Diese, die Er mir bestimmt hat, auf gleiche Weise mit seiner Liebe ‘verführt’. Dann, wenn wir uns einander begegnen, werden wir gesund zu lieben imstande sein. Und alles wird auf seinem Platz sein. Denn Er wird den ersten Platz einnehmen – und das ist alles. Es geht schlechterdings darum, dass bei aller herrlicher und gesunder Faszination mit der anderen Peson, nie ein kleiner ‘Götze’ aus ihr gemacht wird. Ich bin mir bewusst, dass das schrecklich erhaben und ‘gottgefällig’  klingt, aber ... das möchte ich gerade ...
Ich grüße Sie im Herrn und danke für alles ... – Der zu Ihnen, Herr Pater, lächelnde – Matthäus”.

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Erklärung

Und hier Bruchstücke aus seiner weiteren Email:

[März 2010]. „... Herzliche Grüße mit Wünschen von B. [Ausland]. ... Arbeit bei mir – gibt es maßlos, und schwer ist es mit allem fertig zu werden. Fortwährende Arbeit bei der Übersetzung, Arbeit mit dem Programm [x-y], oder eher das Lernen, mit dieser ‘Bibelot’ zu arbeiten. Dabei ... Bemühungen damit, dass das Buch, das ich gerade übersetze, eines der Verlagshäuer in der Heimat zum Druck annimmt. ... Nun, aber das schlimmste ist noch vor mir. ... – Das Buch sehr interessant... (Sparvorschläge für die Wirtschaft, die vom Autor geprüft wurden).
– Bei mir scheint dieses Jahr sehr dicht zu werden. Bis zu Ende März bin ich in B. Später fahre ich zurück, es wird allmählich Praktiken geben, ich ende das letzte Semester der zweiten Studien. Wenn Gott den Segen verleiht und ich komme die zweite Stufe für ein Stipendium durch ..., da wird es Ferien in F. geben: ich werde an meiner zweiten Magisteriumarbeit basteln müssen.
September-Oktober: Praxis, .., Schliffarbeit an der Magisteriumschrift, vielleicht Korrekturarbeiten, Übersetzungen. ... Das fünfte Studienjahr will ich schon als Externist machen: es ist höchste Zeit, an die Arbeit heranzutreten – schon genug mit dem Studium! Vielleicht fällt noch irgendein Berufspraktikum in die Hände... Prioritär gilt es das Magisterium in die Hände zu reichen – und der Anfang des Aufbaus der materiellen Grundlagen unter das künftige Leben. So dass etwas Arbeit bevorsteht, und man muss aktiv zupacken.
– Und wie stehen die Sachen bei Ihnen, Herr Pater? Wenn es um Exerzitien-Führen geht [Exerzitien in einer schwierigen Gemeinde, menschlich gesehen: mit wenig Früchten] – da bin ich mir bewusst, dass auch solche schwierige Pfarreien vorkommen, so dass die Hände niederfallen. Aber auch dorthin sendet der Herrgott und man muss dort verkündigen, wobei die Verkündigung dort eine nicht leichte Kunst darstellt. Aber kein Kummer, denn der Sämann hat den Samen geworfen, und er weiß vielleicht selbst nicht, wo er gefallen ist. Wenn aber der Heilige Geist wirken wird – wobei Er doch ganz gewiss wirken wird, da werden auch diese Samen, die die Frucht bringen sollten, tatsächlich fruchtbar werden. Ich glaube, dass dort, wo es dem Menschen scheint, irgendetwas wäre unmöglich, früher oder später sowieso Gott den Sieg davontragen wird.
– A propos mancher ‘Sätze und Worte’ bei Exerzitien – habe ich solche Erfahrung, dass manchmal von Exerzitien irgendwo in der Seele des Menschen ein, oder zwei wichtigste Sätze bleiben. Manchmal wird im Gedächtnis nur die Haltung des Priesters bei der Heiligen Messen behalten, besonders die Art und Weise, wie er die Hostie bei der Verwandlung hält, oder auch ganz schlichte Worte des Gebetes bei der Anbetung. Und das wird so manches Mal zum Impuls, dass man sich an Gott selbst viele Jahre nach solchen Exerzitien wendet. Manchmal geht es um einen vor Jahren bei der Beichte gehörten Satz. Manchmal ist es eine schlichte Ermutigung, dass man in die Kirche kommt, stehen-knien-sitzen bleibt vor dem Tabernakulum und Jesus sagt: ‘Siehe, da bin ich da: so wie ich bin. Und trotzdem, dass ich gerade so bin, bin ich zu Dir gekommen. Denn Du bist Gott – und ich möchte, dass wir zueinander gehören – für ewig. Ich will Dein sein’.
– Eine herrliche ‘Arbeit’ für Christus verrichtet hier in B. die Polnische Katholische Mission ... Der hier weilende Klerus kann wegen der vollen Kirchen nicht genug staunen. Aber es geht nicht darum. Es ist wohl klar: dass es schön ist, viel Leute in der Kirche zu haben, dennoch es zählt nicht die Menge, nur die Qualität. Allerdings ich glaube, dass die Leute, und zumindest der größte Teil von ihnen – nicht nur gewohnheitsmäßig in die Kirche kommen, sondern infolge des wahren Bedürfnisses, denn auch in der Woche kommen viele Leute in die Kirche und an Donnerstagen bleiben auch viele zur Anbetung. Es kann sein auch darum, weil der Mensch auf Emigration eher Gott anzuhängen bereit ist ...?
– Und die Frage der Krankheit – und der Ölung! ... – Na ja, die Ölsalbung ist doch endlich Sakrament nicht zum Schmuck, sondern eine reale Gabe Gottes. Schade, dass ganz viele Leute glauben, dieses Sakrament bestehe nur für Sterbende und dass ... sie dieses Sakrament nicht z.B. vor Operationen oder mehr seriösen Eingriffen empfangen. Ich selbst, dank dem Briefwechsel mit Ihnen, Herr Pater, werde an dieses so wichtige Sakrament im Gedächtnis denken auch in solchen Fällen, wenn es nur anempfohlen sein wird.
Ich versichere von meinem Gebet – und bitte auch selbst um Gebet. Mit herzlichen Grüßen in Christus aus B. – das doch nicht so sehr gottlos ist, wie es scheinen könnte! – Matthäus”.

Die hier dargestellten Bruchstücke aus den zwei Emails lassen sich ein Bild der inneren Silhouette dieses Jünglings vorstellen. Er nützt die ihm geschenkte ‘Zeit’ und die arbeitsam benutzten Stipendien – auf maximal gute Art und Weise. Er vergeudet den Groschen nicht auf ‘Anrechnung’ des ‘Auslands’ an sich, noch der vorkommenden anziehenden Gelegenheiten, sondern – wie er es auf verantwortliche Weise bezeichnet, indem er die ihm gegebenen Möglichkeiten in Perspektive des ‘Aufbaus der materiellen Grundlagen für das künftige Leben ausnutzt’.

Allerdings parallel zu unternommenen Bemühungen, um sich das Wissen anzueignen, das später Frucht bringen könnte für die Suche und Finden einer Arbeit zur Unterhaltung der Familie, entwickelt dieser Jüngling wachsam sein geistiges Leben. Woher hat er das bekommen? Wer hat ihn dahin geneigt? ... Man kann sich über sein systematisch an Stärke zunehmendes Band zu Christus und den regelmäßigen Besuch der Heiligen Sakramente verwundern.

Es wundert seine spontane Eröffnung betreffs seines Aufgeschlossenseins und seines Hingerissenseins vonseiten Jesus Christus. Und dass er um ähnliche Merkzeichen für das Mädchen betet, das er heiraten wünschte, indem er hofft, dass Gott ihm parallel eine gerade solche, künftige Ehefrau vorbereitet, die ähnlich wie er selbst – sich von ‘Christus hinreißen lässt’.
– Es lohnt sich dieses Bruchstück seiner Email noch einmal genauer anzuschauen:

„... Jetztzeit bete ich, dass Gott mich ‘verführt’ und dass ich mich nach Ihm sehne. Und dass ich von ganzem Herzen Seinen Willen zu erfüllen begehre. Dass ich Ihn liebe, wie ich nur kann. Dass Er mein Treuester Freund sei.
– Ich bete zu gleicher Zeit, dass Er in selber Zeit auch Diese, die Er mir bestimmt hat, auf gleiche Weise mit seiner Liebe ‘verführt’.
– Dann, wenn wir uns einander begegnen, werden wir gesund zu lieben imstande sein. Und alles wird auf seinem Platz sein. Denn Er wird den ersten Platz einnehmen – und das ist alles.
– Es geht schlechterdings darum, dass bei aller herrlicher und gesunder Faszination mit der anderen Person, nie ein kleiner ‘Götze’ aus ihr gemacht wird.
– Ich bin mir bewusst, dass das schrecklich erhaben und ‘gottgefällig’ klingt, aber ... das möchte ich gerade ...”.

Nachdem ein Mädchen die angeführten Fragmente vom Briefaustausch des Matthäus gelesen hat, hat sie ihre Meinung von ihm bündig formuliert: „Was den Matthäus angeht, es ist ein wertvoller Junge. Er hat im Kopf alles gut geordnet. Er wird bestimmt ein gutes Mädchen auswählen ...”.

Und noch ein paar Sätze von Emails des ‘Matthäus’, in einem Jahr nach den gerade angeführten Fragmenten aus seinem Briefaustausch:

[November 2011] „... Bei mir ist vieles geworden. Zuletzt wurde ich zum zweiten Mal ... Magister. ... Die zu gleicher Zeit gewordene Beendung des Magisteriums und parallel die Arbeit, das war eine schwierige Herausforderung, und ich spüre noch, dass ich meine Kräfte ein wenig überfordert habe. ... Na ja, aber alles kehrt allmählich auf die Norm zurück. Ehre sei Gott und Dank den Leuten für die Gebete in meinen Anliegen....
– Außerdem im Laufenden die Gebets-Mühe: seit 11 Monaten bete ich die „15 Gebete der Hl. Brigitte: Geheimnisse des Glücks”. Ein schwieriges Gebet, denn es ist unmöglich dieses Gebet ‘herzusagen’: ist es doch letztlich Betrachtung des Leidens Jesu. Bisweilen ist es schwer um die Sammlung. Die Welt der Arbeit und das Leben eilt im schrecklichen Tempo, ich bemühe mich aber nicht zu kapitulieren. Das kostet manchmal viel Zeit, aber es lohnt sich. Ich bitte um Gebet, dass ich bis zum 14. verharre und dass mein Gebet ‘Gott schmeckt’. Am 14. Dezember wird es ein Jahr sein, als ich diese Erwägungen bete. Dieses Datum kommt mit meinem Geburtstag zusammen. Ich habe IHM versprochen, dieses Gebet ein Jahr hindurch zu beten. Zurzeit bin ich in der Phase der 5 Wochen langen Exerzitien (wöchentliche Begegnungen und Meditation des Evangeliums für jeden Tag). Ich bitte um Gebet und hundertfache Ernte dieser geistigen Mühen. Für später habe ich vor, die Evangelien besser kennen zu lernen und mit der Heiligen Schrift zu beten.
– ... Was die Lehren des P. Knotz angeht ... da bräuchte ich Zeit, dass ich mich dahin hineinbeiße. Denn ehrlich muss ich sagen, dass ich nicht bis zu Ende Ihre, Herr Pater, Vorbehalte begreife [s. die Rezension des Buches von P.Knotz: „Sex den ihr nicht kennt...” des hier schreibenden Autors, die von hiesiger Homepage erhältlich ist, leider NUR polnisch: sieh: Private Bewertung des nächsten Buches von P.Knotz ].
– Für mich in gegenwärtiger Lebenslage, als eines nicht verheirateten ist das wichtigste, Gott zu begegnen und seinen Willen kennen zu lernen, und nachher ihn auch zu erfüllen und daraus die Kraft schöpfen, wie auch Beziehungen zu anderen Lebensbereichen, darunter auch zur Sexualität. Ich verberge es nicht, dass ich von der Kirche verlange, dass sie sich in diesen Fragen klar und eindeutig äußert. Es scheint, vorläufig ist es nicht so, da werde ich also darum beten. Ich bin nicht von dieser Art intellektueller Bemühung: ich bin doch kein Theologe.
Frage für mich gilt es, eine sinngemäße Frau zu finden, mit der ich eine gesunde Familie schaffen könnte. Es gibt wohl schrecklich wenig solche. Aber ich hoffe, Gott stellt mir eine solche in entsprechender Zeit auf meinem Lebensweg.
Mittlerweile unternehme ich Bemühungen in Richtung Verbesserung der materiellen Lage, dass die Möglichkeit erscheint ... für eine Wohnung, denn eine Familie muss irgendwo wohnen.
... Ich hoffe, die Wahrheit trägt den Sieg davon. Die Wahrheit, die unabhängig von allem allein Gott hat, und nach der wir suchen müssen – am besten wenn wir bei Ihm nahe bleiben. Denn wenn die ganze Wahrheit Gott hat, da kann Er seine Geheimnisse nur diesem zu verraten wollen, der Ihm nahe bleibt.
Ich bete um eine reale nahe Beziehung zu Gott für jeden Priester. Dann wird es keine bedeutenden doktrinellen Verschiedenheiten geben.
– Möge Gott sein Antlitz über Sie, Herr Pater, erstrahlen. Ich grüße im Herrn”.


ANMERKUNG-Erklärung zu Worten von Matthäus über Gott-die-Wahrheit – Fragment der Antwort des Geistlichen an Matthäus:
„Gott – ‘hat’ nicht die Wahrheit, sondern Er IST – Wahrheit, als Wahrheit-PERSON (sieh: Joh 14,6; 17,17). In biblischer Bedeutung des Wortes: ‘Wahrheit’ [hebr.: hémet; dieselbe Wortwurzel liegt dem am Ende der Gebete hinzugefügten Wort zugrunde: ‘Amen’], bedeutet es: es ist Gottes TREUE dem einmal dem Menschen (seinem lebendigen Ebenbild) angebotenen Bund der Kommunion von Leben-Liebe zu Sich. Im Namen dieser WAHRHEIT-Treue – ist Jesus Christus in die Welt gekommen, hat sie erlöst und wartet auf uns im Haus des Vaters. Selbstverständlich: WENN wir die Gabe der Erlösung ... anzunehmen MÖCHTEN”
.


Zu diesem, hier angeführtem Briefaustausch zwischen dem Priester und Matthäus dürfte dazugesagt werden: wenn einmal so ein Mensch Ehemann und Vater zu Hause sein wird, samt einer ähnlich denkenden Ehefrau, kann ihre Familie und ihr Haus wirklich Oase einer wahren ‘Haus-Kirche’ werden: eine eigenartige ‘Kirche-in-Miniatur’. Der Erste wird dort sicherlich Gott sein – der Schöpfer und Erlöser, zusammen mit der ganzen, von allen geliebten Heiligen Familie.

Es wird dort die Heiterkeit der Herzen nicht fehlen: die Eltern werden für die Dauer die heiligmachende Gnade strahlen. Das vermindert in keinem Fall das Glück und die Freude in Ehe und Familie. Auch dann, wenn die Familie selbst heimgesucht werden sollte mit schwierigen Erlebnissen.
– Es ziemt sich übrigens nicht, dass ein Jünger Christi lauter Lebenssukzesse erleben sollte, wenn sein Meister und Herr – „Sühneopfer geworden ist für das Leben von vielen” (Mt 20,28), um sein Leben unter ... Foltern am Kreuz zu Ende zu bringen. Nur dass Jesus die Ihm zugefügten Torturen als „Sühne für die Vielen” (Mt 21,28; Mk 10,45) angenommen hat und sie so erlebte – mit Fülle von Liebe. So hat es auch der Völkerapostel Paulus in Worte und ins Leben geschmieden:
„... Soweit ich aber jetzt doch noch in der Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich für mich hingegeben hat ...” (Gal 2,20).

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3. Ehe, um die Atmosphäre des Familienhauses loszuwerden

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Ältere Leute, die im Maß der hinzukommenden Lebensjahre immer fähiger werden, eine tiefere und perspektivistische Reflexion über das eigene Leben und die stattfindenden Ereignisse zu unternehmen, könnten mit Leichtigkeit die gemein vorkommenden Beweggründe aufzählen, nach denen sich viele junge Leute bei der Entscheidung auf Ehe richten.

Wir stellen von neuem fest, dass wir keinesfalls vor haben, in diese Frage auf professionelle Art und Weise tiefer einzudringen. Wir möchten uns allein diese oder jene Hinsicht der Wirklichkeit junger Leute, oder selbst schon wirklicher Ehepaare zum Bewusstsein bringen, die bei ihrem Streben nach Gründung des Ehebundes zum führenden Beweggrund geworden ist.

Auch diese Frage war schon Gegenstand früherer Erwägungen unserer Homepage (sieh z.B. VI.Teil, 1.Kapitel, ad ‘E’: Entscheidung in Keuschheit zu verharren).

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Klima einer Hölle-zu-Hause

Für nicht wenige junge Leute scheint das Verbundensein mit einer Geliebten Person: Bräutigam, oder Braut – als die grundsätzliche Art und Weise, vom bisherigen eigenen Familienmilieu endlich loszuwerden. Denn dort herrscht dauernd Gefühlskühle, Streitigkeiten, Trinkerei, und vielleicht Handgreiflichkeiten unter den Eltern. Das innere Klima solcher Familie, mit der die Kinder doch mit Banden des Blutes und der Gefühle verbunden sind, wird von Tag zu Tag schwieriger, um es weiter auszuhalten. Die Eltern sind fast ausschließlich mit eigenen Streitigkeiten benommen. Niemand kann hier ruhig reden. Zu Hause wird nur Geschrei gehört, die Eltern schuldigen sich gegenseitig an, sie schämen sich nicht einmal wegen ihres eigenen anstoßenden Benehmens im Angesicht sowohl ihrer eigenen Kindern, wie der Nachbarschaft, und selbst fremden Leuten.

Braucht man sich noch wundern, dass ein heranwachsender Junge oder das immer älter werdende Mädchen sehnsüchig nach erster bester Gelegenheit wartet, um aus dem Fluch des Familienhauses auszubrechen und das geträumte Gefühl von Akzeptation samt bisher nicht erfahrener Liebe in Händen eines Jemanden wahrzunehmen, der Verständnis, Zärte und Fürsorglichkeit zu erweisen versteht?

Es kommt wohl vor, dass die in solchen Umständen eingegangene Verbindung mit Banden zuerst einer nur Freundschaft, die sich im Laufe der Wochen-Monate in Brautschaft umgestaltet, zur glücklichen Ehe führt.
– Dennoch solcher Beweggrund an sich: sich um jeden Preis um des Klimas der täglichen Hölle-zu-Hause willen vom Elternhaus loszureißen, das die erwähnten Eltern ihren Kindern bereiten, kann nicht zur Grundlage werden, um mit einem ersten besten beliebigen Partner den ehelichen Bund einzugehen. Die Ehe ist eine seriöse Institution – und dabei eine einmalige Chance. Sollte die Wahl nicht von der Perspektive aus der letztlichen Dinge feste Wurzeln gefasst haben: „... und dass ich dich nicht verlasse, bis uns der Tod scheidet ...”, kann es sich zeigen, dass das anfangs rosa anmutende Band, sich bald als große Täuschung erweisen kann – zur untröstlichen Enttäuschung und zutiefstem Schmerz der beiden Partner, und wohl vor allem des einen unter ihnen.

Leider der Drang nach Ausbruch um jeden Preis vom Fluch des Elternhauses pflegt bisweilen so stark zu sein, dass sei es der Junge, sei es das Mädchen – sich eine längere Zeit hindurch in ihrer gegenseitigen Bezauberung im Herzen mit dem begegneten Partner täuschen lassen, dass die erfahrene Zärtlichkeit, die anmutigen Worte und auf immer andere Arten und Weise erwiesene ‘Liebe’ eine volle Deckung im Herzen und Willen findet.
– Es kann dann leicht so vorzukommen, dass diese zweien weniger oder mehr voreilig heiraten und dabei an den Eltern ihr Einverständnis auf dieses Band fast ertrotzen. Oder auch sie heiraten allem entschiedenen Abraten und Widerspruch vonseiten der Eltern zuwider.

Allerdings ihre Eltern, die sich vielleicht selbst – in Augen der Menschen und Gottes, ihrer Ehe und Familie ganz unwürdig verhalten, können in gewisser Weile von ihrer eigenen Unwürdigkeit aufwachen, indem sie mit dem Rest ihres von ihnen selbst schnöde behandelten Charismas als Eltern voraussehen, dass die an ihnen erzwungene Einwilligung auf diese Verbindung ihres Kindes in Kürze mit Niederlage enden kann, wie auch ihre eigene Ehe zum großen Fehlschlag geworden ist.

Aber junge Leute haben es sehr nicht gern, dass sich irgendjemand der von ihnen selbst getroffenen Wahl widersetzt und den Mut fasst, eine gegenteilige Meinung zu äußern. In wie vielen Fällen werden sie nachher die Auswirkungen ihrer schlechten Entscheidung in Einsamkeit erdulden müssen, wenn dieses Band infolge der eigenen Unvernunft total zerfällt. Das aber würde geschehen, als sie sich selbst alle Argumente aus der Hand schlagen gelassen haben auf eine ... leider verspätete Reflexion, indem sie doch allen Ermahnungen vonseiten der Allernächsten zum Trotz gehandelt haben.

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Flucht vom Haus wegen Trinkerei

Beweggrund zum Ausbruch vom Zuhause mit gesonderter, selbständiger Färbung, pflegt das tagtäglich zu Hause herrschende Alkohol und die nie endende Trinkerei zu sein. Schlimmer, wenn in systematisches Trinken und Rauschsucht nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter: die Ehefrau mit einbezogen ist. So was geschieht in der Regel unter säuferischem Geschrei und Rauchwolken qualmender Zigaretten, und meistens allerlei Kollegen-Kolleginnen: alles lauter ‘Kumpeln’.

Der Problematik Alkohol, und dann noch des Zigarettenrauchens, nicht selten außerdem Suche nach Drogen, Genussmitteln u.dgl., haben wir früher das Endkapitel des III.Teiles gewidmet (sieh ob.:  Wir lieben uns! Aber: ich rauche – trinke – nehme ...).
– Es lohnte sich wohl die dort dargestellten biologischen und vielfältigen anderen Auswirkungen noch einmal anzublicken, wie sie auf immer anderem ‘Niveau’ des Menschseins infolge des Alkohols (Äthylalkohol), und seiner Art toxischer und radioaktiver Substanzen, die im Tabakrauch enthalten sind, ihre todbringenden Wirkungen in Schwung bringen. Diese Folgen wirken sich unwiderruflich am Leben der Nachkommenschaft aus – sei es in der allernächsten Generation, oder auch erst in den nächstfolgenden Geschlechtern.

a) Unabhängig davon, auf der zur Erinnerung gebrachten Stelle unserer Homepage wurden auch Fragmente eines vieljährigen Briefaustausches des hier schreibenden Autors mit der Mutter einer gewissen Familie abgedruckt, deren Mann – wie es sich gezeigt hat, in der Ehe systematisch das eine sich vorausgesetzte Ziel in die tägliche Tat umgeschmiedet hat: einer sich auf Jahrzehnte ziehenden geistigen und physischen Misshandlung seiner Frau.

Vielleicht spricht noch einmal das Wort eines ihrer Briefe, in dem diese Mutter ihre Leben in Ehe folgender zusammenfasst (sieh ob.: Vom Briefwechsel mit Frau Barbara):

„... Oh, Herr Pater, nicht fröhlich ist dieser Brief, der Osterbrief sein sollte (zu Ostern). Es wird keine Beichte geben [= beim Ehemann, diesem Trinker], keine Bekehrung. Glück, dass er (der Mann) zu seiner Mutter zu Ostern fahren will.
... ‘Ich gelobe dir Liebe...?’ – Er konnte nur das folgende sagen: ‘Ich gelobe dir, dass ich dir jeden Tag Leid zufüge, dass du mich gut in Erinnerung behältst’ – denn das zweite hat sich bis zum Jota erfüllt – ganz von Anfang an. Aber er findet sich gut, unschuldig ...
– Gott sei Dank auch für dieses kleine Kreuz ...” (März 1989).


b) Und hier das Beispiel eines Mädchens, Jetztzeit Mutter einer großen Familie. Sie heiratete, indem sie sich irgendwie nach gerade solchem Motiv gerichtet hat: Flucht von der unerträglichen Atmosphäre zu Hause eines Unmenschen-Trinkers. Sie konnte im Familienhaus nicht mehr aushalten: dort waren sie insgesamt zwölf Kinder. Der Vater war immer trunken und grausam für seine Frau und ihre Kinder.
– Hier eines der Bekenntnisse aus vieljährigem Briefaustausch mit dieser Mutter – lassen wir ihr den Namen Christine geben:

„... Ein wenig vom Lebenslauf... – Meine Mutter hat uns insgesamt als ihre 11 Kinder geboren, ich war das zehnte. Drei von Geschwistern sind gestorben: so haben wir also drei Fürsprecher im Himmel. Wir sind also 8 Kinder, die überlebt haben.
Außerdem wurden wir groß neben vier Kindern der älteren Geschwistern meines Vaters aus seiner ersten Ehe, so dass wir zusammen zwölf Kinder waren.
– Es ist mir peinlich darüber zu schreiben, aber meine Kinderzeit habe ich in großer Traurigkeit und unter Leiden erlebt. Mein verstorbener Vater war Alkoholiker. Diese Krankheit hat ihn zum brutalen und rücksichtslosen Menschen gestaltet, vor allem in seiner Beziehung zu meiner Mutter und meinen älteren Geschwistern. Zweimal wurde die Mutter von ihm in meiner Anwesenheit fast tödlich geschlagen. Sie überlebte auf Wunder. Die Geschwister haben auch sehr physisch und psychisch leiden müssen (in der Regel: unverdient).
– ... Not zu Hause, Hunger, Kälte, Nachtflüchte vom Haus vor Schrecken und viele schmerzenhaften, verwundenden, sehr gemeine Worte. Dennoch ich vergesse die Knien meiner Mutter nicht, auf denen ich in der Zeit dieser langen Nächte gesessen habe (all das geschah meistens in der Nacht). Der Vater hat mich einigermaßen als Kleinkind lieb gehabt, so dass die Mutter, als sie mich gehalten hat, sich etwas sicherer empfunden hat (so hat er sie nicht geschlagen) ...” (März 2003).

Sollte man sich wundern, dass im Maß wie Christine heranwuchs, sie nur von einem geträumt hat: wie sie sich von diesem Haus-Hölle herauswinden kann, um auch nur ein wenig Zärte in Armen jemandes zu erfahren, der sie liebhabe, den sie lieben könnte, und der sie mit Zärtegefühl und Besorgtheit beschenkte? Nach weiteren Jahren des Briefaustausches, schon als Mutter einer eigenen kinderreichen Familie, fasst sie die Entscheidung ihrer Heirat folgender zusammen:

„... Ich komme vom Haus eines Alkoholikers her, ganz verwundet. Ich habe mich sehr
nach ein wenig Zärtegefühl gesehnt, und auf etwas Aufmerksamkeit ...” (Mai 2009).

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Erklärung

Allerdings es hat sich einmal mehr gezeigt, dass eine solche Motivation allein: Flucht von solchem Klima des Lebens im Elternhaus unzureichend für die Verbindung mit jemandem im Ehebund ist. Christine hat sich an diesem Jungen, den sie kennen gelernt hat, bitterlich enttäuscht. Sie hat sich ihm in ihrer ersten ‘Mädchenliebe’ so aufrichtigen Herzens anvertraut – geben wir ihm den Namen ‘Bronislaus’. Denn er, indem er der Christine seine Besorgtheit erwies, nach der sie sich innigst so sehr gesehnt hat, hat sie mit beständigem Denken an ein anderes Mädchen unternommen. Dieses Mädchen hat er eines Tages gelegentlich von weitem an einem Bahnhof erblickt und ihr niemals mehr weiter begegnet. Christine wusste darüber ein paar Jahre hindurch überhaupt nichts.
– Dieses ‘andere’ Mädchen hat von nun an die ganze Welt seiner Gedanken und Vorstellungen wörtlich eingenommen. Die mittlerweile begegnete ‘Christine’ wurde in seinen Gedanken und Gefühlen allein zur ‘Attrappe’ jenes ‘anderen’ Mädchens, an das sein ganzes Herz angehangt hat.

Die Ehe der Christine wurde somit eine dauernde Niederlage ihrer beiden – und ihrer Kinder. Dieser anfangs scheinbar angemessene Junge zeigte sich im Laufe der Monate und Jahre als äußerst unreif: weder zur Rolle eines Mannes, noch umso mehr des Vaters. Das Leben für den Alltag bewies ganz deutlich: er hatte niemals vor, sich in irgendeine Verantwortung zu engagieren. Das immer mehr schreiende Bewusstwerden um diese Tatsache und folglich die sich fixierende Erziehungsruine wegen des völligen NICHT-Daseins für die Ehe und Familie vonseiten des Vaters wurde für diese Mutter, Christine – nach Stufen der entsetzenden Erlebnisse in ihrer Kinderzeit, zur zweiten Lebensphase eines Schmerzes-in-Schmerzen für diese Ehefrau – und Quelle für ihr geistiges Märtyrertum.

Und zwar: diese eine Niederlage: diese Ehe der Christine mit ihrem sog. ‘Mann’, ist Quelle geworden einer zweiten Niederlage: der religiösen Verwüstung in Herzen der aufeinanderfolgenden Kinder. Zum Bewusstsein der heranwachsenden Kinder begann es mit immer größerer Offensichtlichkeit anzukommen, dass Vater mit Mutter überhaupt nichts verbindet. Indem die Kinder im selben Familienhaus verweilen, erfahren sie das Haus nicht als Familie. Das physische Dasein des Vaters nach seinen Arbeitsstunden offenbarte sich allein in Form der Anwesenheit eines fremden Menschen gleichsam im ‘Hotel’. Er engagierte sich wörtlich niemals in irgendwelche Erziehungsbetätigung. Er war niemals beim kranken Kind da. Es ging ihn niemals an, wenn seine Frau täglich ganz einsam ein paar Kilometer in die Arbeit ging, und von der Arbeit im Dunkel zu Fuß wieder ganz einsam zurückkehrte, wenn es für eine Frau allein Angst bedeutet sich im Dunkel und im Leeren zu zeigen. Der Mann als Vater engagierte sich niemals in Organisation irgendwelcher Zeiten der Familiengemeinschaft, der Ferien, eines gemeinsamen Ausfluges mit Kindern u.dgl.

Dabei träumte derselbe Mensch Tag für Tag, viele Stunden jedes Tages hindurch, von diesem einmal von weitem gesehenen Mädchen vor der Heirat, und konnte Tage- und Nächtelang dieses Mädchen auf Internetseiten vergebens nachsuchen. Nicht die Ehe noch die Familie, sondern sie allein erfüllte sein ganzes Herz, alle seine Gedanken, Träume und Handlungen.

Der totale Bruch der heranwachsenden Kinder dieser Familie mit Gott, trotz der lebendigsten Verbindung der Mutter zu Christus und Maria für den Alltag – wurde Resultante dessen, was es den Kindern in ihrer wortlosen Beobachtung zu erfahren gegeben war, wie auch der Übermittlung dieser ... Gegen-Liebe, mit der sich die Beziehungen des Vaters zur Mutter und zu ihnen als ihren Kindern gekennzeichnet haben. Das Band zwischen den Eltern hat bei den Kindern zur sich fixierenden Sicht geführt der nur fiktiven Ehe zwischen Vater und Mutter.

Diese Erfahrung wurde folglich zu einer Kette der Gegen-Versichtlichung der Liebe Gottes zum Menschen. Die Ehe der Eltern wurde für die Kinder zur Verneinung des Vorhabens, das Gott dem Menschen anbietet, wenn Er Mann und Frau zur Verbindung im lebenslangen Bund des Sakraments der Ehe beruft. Der Anblick auf das Band von Mutter und Vater sollte zum Anblick der Kommunion zweier Personen werden, deren Band von Liebe und Leben sich auf allen Ebenen ihres Menschseins von Tag zu Tag völliger entwickelte und an Stärke zunähme.
– So hat es in seinen perspektivistischen Worten Johannes Paul II. ausgedrückt:

„Die Gabe des Geistes ist für die christlichen Ehegatten Lebens-Gebot, und zugleich Antrieb, mit jedem Tag zu einer immer tieferen Verbindung untereinander auf jeder Ebene fortzuschreiten: auf dem Niveau ihrer Körper, der Charaktere, der Herzen, des Geistes und der Anstrebungen, der Verbundenheit der Seelen, indem sie so der Kirche und der Welt eine neue Kommunion der Liebe als Gabe der Gnade Christi offenbaren” (FC 19).

Das Erleben der Personen-Kommunion, die Vater mit Mutter verbindet, soll für die Kinder, für die Kirche und das ganze Weltall einen eigenartigen ‘Transmissions-Riemen’ darstellen, der sowohl dieser Familie, wie der ganzen Welt, das Geheimnis der Gottes Kommunion der Drei Personen im Schoß derselben Gottheit zeigt – bei der Mitteilung des Dreieinigen an Mann und Frau als lebendigem Ebenbild Gottes, diesem Geschöpf der Auswahl Gottes und Gottes Liebe in ihrem ‘zwei-zu-einem-Fleisch-Werden und -Sein’ angesichts des Weltalls. Das aber hat den Kindern dieser Familie entschieden und zum Schmerz ihrer selbst, wie auch Gottes – völlig gefehlt.

So kann der eine Weg sein, wie das geschlossene Eheband durchgestrichen werden kann in seinem Wesen als wirklicher Ehe, wirkliches Sakrament, und in weiterer Folge der ganzen Familien-Kommunion – in ihrer Berufung, dass sie auf immer reifere Art und Weise „Haus-Kirche” : eine Kirche-in-Miniatur – und Übermittler der Güter der Erlösung unter Bedingungen der Ehe-Famiile werde.


c) In wie vielen anderen Fällen geschieht es ähnlich – sei es bei Mädchen, oder bei Jungen. Man könnte hier die im III.Teil unserer Homepage erwähnte Geschichte von solchen zweien Verliebten zur Erinnerung bringen, denen wir die Namen gegeben haben: Jola-Hans. Siehe hier das Fragment aus dem 3.Brief Fräuleins Jolanta (sieh ob.: Stimme des Gewissens – ebd., vom Brief Nr.3: November 1992):

„... Den Hans kenne ich sehr gut, ich weiß von ihm beinahe alles und weiß ganz sicher, dass es ein guter Junge ist, aber auch er hat keine leichte Kinderzeit gehabt. – Seine Mutter kommt aus solcher Familie, in der das Leben täglich mit Schnaps anfing. Dagegen sein Vater ist schon ein ganz anderer Mensch. Nur er hat Hans auf einen guten Jungen erzogen. Hans hat vor mir oft wegen seiner Mutter geweint. So war es z.B. den letzten Samstag. Wir waren zum Andrea-Tag im engen Freundeskreis. In gewisser Weile sind wir nach draußen gegangen, um ein paar Minuten nur miteinander da zu sein ... Wir haben uns auf eine Bank hingesessen und haben beide geweint, denn Hans sagte, dass die ‘... Mama heute wieder trunken ist, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll’. Er hat nur noch dazugefügt, dass allein meine Liebe zu ihm, und seine zu mir – ihn am Leben aufrecht hält. Nur für mich weiß er, nötig zu sein ...”.

Wir hören voller Entsetzen und es ist schwierig daran zu glauben, was dieser Junge von seiner ... doch Mutter sagt: „... die ... Mama ist heute wieder trunken, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll ...”. Worte des Sohnes betreffs seiner ... Mutter! Zeugnis über eine Frau, die für diesen Jungen ... Mutter ist! Es sind entsetzliche Worte: zertrümmernde Worte!

Die moralische Norm ist offenbar dieselbe für Männer und für Frauen. Dennoch: wenn eine Frau, zusätzlich Mutter – in Alkohol herabstürzt, fallen die Hände herab. Die Beobachtung des Lebens heißt so manches Mal feststellen, dass an einen Mann im Tiefgrund seines Morale noch eher der Rest seines Verstandes spricht. Vielleicht wacht er auf und beginnt die von allen erwartete Rückkehr vom Übel, dem er verfallen war. Diese Stunde wird für ihn vielleicht gleichbedeutend mit dem Abstoßsprung vom ... Boden des sittlichen Tiefpunktes.
– Dagegen ein tiefer moralischer Fall der Frau kann für sie zum Anfang ihrer völligen Niederlage werden: sowohl der sittlichen, wie folglich der physischen. Sie wird immer weiter von einem Grundboden zum anderen herabsinken. Sie wird immer mehr das Empfinden um ihre Würde als Frau verpassen; ihre Würde als Ehefrau und Mutter. Es kann sein, dass sich Männer an ihr hässlich ausleben werden und sie in ihrer Schändung noch anspucken, wobei aber sie selbst – es im Berauschtsein ihrer Trunkenheit nicht einmal ... bemerkt ...!

Kann man sich da noch wundern, dass die Kinder in solchem Haus nicht länger wohnen möchten? Im Maß wie sie größer werden, werden sie nur auf eine sich ergebende Gelegenheit aufpassen, um die tiefschneidende Empfindung von Scham wegen solcher Eltern – in diesem Fall: wegen ihrer solchen ... Mutter loszuwerden?

Es ist wahr, allein solche Wahrnehmung von Verschämung wegen ‘solchen Eltern-Trinker, und folglich die Suche nach einem Partner, der zum Ersatzmittel der ersehnten Wärme des Familienhauses werden könnte, sollte kein entscheidender Beweggrund bei der Bindung mit Eheband werden. Die Ehe ist etwas wesentlich mehr würdiges. Sie ist im ersten Rang Berufung vonseiten Gottes und Gottes Ruf zur Verantwortung zweier Personen, dass ihr Gefühlsband zur Wirklichkeit werde unabhängig von irgendwelchen nur sekundären Aspekten, die dahin führen könnten, dass sich diese zweien lieb gehabt haben und ihr Wille sich entschloss, zu einem dauerhaften Bund von Liebe und Leben zu werden.

Dieses Band wird zur Wirklichkeit der Ehe als Sakraments erst zur Stunde, wenn der Schöpfer selbst und zugleich Erlöser den Ehekonsens dieser beiden annimmt, sie segnet und ihnen beiden die Sendung verleiht, das Ehe-Sakrament – und folgerichtig: eine Familie zu bilden.

Und doch, trotz solcher Überzeugung, die auch vom ‘Glaubens-Sinn’  junger Leute erfasst werden kann, kann es bei jungen Leuten manchmal nicht schwer gesehen werden, dass sie bisweilen ganz voreilig heiraten, gerade infolge der Atmosphäre des Zuhause, wo das weitere Verweilen mit Eltern-Trinkern von Tag zu Tag immer mehr unerträglich wird.


d) Und noch ein Bekenntnis – dieses Mal wieder eines Jungen, dem wir den Namen: Zbigniew geben. Er ist beinahe am Ende seiner Studien, und parallel dazu schaut er nach einem Mädchen umher unter dem Blickpunkt der künftigen Ehe. In seinem Familienhaus gilt als untrennbares Getränk – ‘zu allem’, für seine Mutter und seinen Vater – Alkohol und Bier. Ohne diese Flüssigkeiten bliebe ihr Leben unvorstellbar. Hinzu kommt der Zigarettenqualm, das heißt nicht nur der ‘Rauch’, sondern undurchdringbare Wolken von Rauchqualm, durch die es fast unmöglich ist, die Tafelgäste zu erblicken und sie zu unterscheiden.

Besonders gerade dieser Tabakrauch löst bei diesem Studenten schwer zu ertragenden, dauerhaften Kopfschmerz aus. So dass es für ihn praktisch unmöglich ist, seine Studien zu Hause weiter zu verfolgen. Wie aber leicht vorausgesehen werden kann, die Eltern, ‘Berufsraucher und Trinker’, werden von dieser Art Argumenten, wie Kopfschmerz des eigenen Kindes wegen den Zigaretten und den Rauchknäueln von Tabak, in keinem Fall gerührt. Das Verweilen zu Hause bedeutet Einatmen der nicht endenden Wolken von Tabakrauch, was eine normal ablaufende Atmung völlig unmöglich macht.

Die Lage des Zbigniew wird folgender von seinem Mädchen geschildert – nennen wir sie Anna:

[September 2008] „Die Renovierung des Hauses wo Zbigniew wohnt, zieht sich ganz langsam, Zbigniew ist ganz schwachgeworden. Ich glaube, es ist infolge der Lage zu Hause. Auf ihn wirkt der Tabakrauch tödlich: dort ist es ganz schwarz von diesem Rauch. Na, und sein Vater ist neuerlich dem Alkohol-Zug verfallen. Zbigniew hat in dieser Woche seinen Vater, der auf der Treppe ganz niedergebrochen war, in die Wohnung heraufgezogen: er schlief auf diesem Treppenhaus. In der vorigen Woche hat ihn die Polizei gefangen, als er angetankt fuhr (Schade, dass es nicht ein wenig später geworden ist, als er schon ganz und gar trunken war ...).
– Zbigniew wollte mit seinem Bruder und der Mutter darüber sprechen, dass sie den Vater auf Zwangstherapie leiten. Leider hat er ihrerseits einem entschiedenen Widerspruch begegnet. Sie argumentierten, dass er daselbst der Mutter schlechtes antun würde, weil er, also der Zbigniew, in diesem Fall bei mir wohnen würde [= nämlich nach der Heirat]. Wenn dagegen der Vater zurückkommt, wird die Mutter mit ihm nicht aushalten können, weil er sich rächen wird. Selbst aber dem Bruder ist das alles ganz egal, und er will sich in nichts engagieren. Am besten ist es also, hier nichts weiter anzurühren: weil es heißt: ‘Was werden die Leute sagen!?’ Indessen die ‘Leute’ wissen alles nur allzu gut und sehen alles. Außerdem: gibt man das bei der Polizei an, da werden sie alles sofort abrufen und sagen, es ‘wäre damit nicht allzu schlimm’. Wenn es keine Meldungen gibt, es geschehen keine ernste Störungen der Ruhe, es gibt keinen großen Karawall und Schlägereien – gibt es nach dem Gesetz ‘kein großes Problem’ ...
– Zbigniew muss die Verbesserung einer nicht bestandenen Prüfung machen, allerdings es ist ihm ganz schwer überhaupt lernen zu können. ...
Das Drama zu Hause wirkt auf ihn sehr belästigend. Bis zu diesem Grad, dass er mir bekannt hat, er wollle dem Vater nie mehr irgendwie zu Hilfe kommen – weil er ihn hasst. Es ist ein entsetzendes Gefühl”.

[19. September 2008]. „... Die Kopfschmerzen sind bei Zbigniew bisweilen so stark, dass es ihm scheint, sein Kopf würde von innen her sprengen. Er sagt, seit einigen Jahren weiß er nicht mehr was das heißt: keinen Kopfschmerz zu leiden. Er hat sich daran schon eigentlich gewöhnt. Er macht mir Sorge. Und die Ärzte haben ihn bisher immer abgefertigt. Vielleicht nehmen sie sich seiner endlich an? ...”

Und wieder: braucht man sich noch wundern, dass ein Junge in dieser Lage auf eine erste beste Gelegenheit wartet, um aus solchem Elternhaus herauszufahren und in seiner täglichen Pein eine Linderung in der Umarmung eines jemanden zu finden, der ihn zu verstehen scheint und ihm ein wenig ‘Herz’ zeigt?

Ob aber die Wahl – in diesem Fall eines Mädchens mit dem Blick auf eventuelle Ehe – dann richtig sein wird, zeigt es sich erst in einiger Zeit. Das wird wesentlich davon abhängen, wohin zuletzt sowohl er, wie sie hinstreben. Eine längere Anfangszeit hindurch kann es keine Gewissheit geben, ob sich diese beiden mit dem Band der Personen-Kommunion im geplanten lebenslangen Bund von Liebe und Leben vereinigen wollen. Der Wille, dass man sich vom Klima dieser ‘Hölle-zu-Hause’ befreien möchte, kann so weit determinierend auf die Gesamtheit des Denkens einwirken – in diesem Fall dieses Jungen, dass er blitzschnell ein weniger oder mehr zufällig sich ‘bietendes’ Mädchen als vor allem eine Frau zum Anschmiegen – einfangen möchte – und nicht vieles außerdem. Er überlegt dabei nicht allzu viel, ob sowohl er selbst, als auch sie – die unbedingten Erfordernisse erfüllen, um sich mit lebenslangem Band der Ehe verbinden zu können.

Es ist dabei anfangs gar nicht sicher, ob diese zwei sich dessen bewusst sind und sich auf eine Ehe als das wahre Sakrament der Ehe entscheiden, und nicht nur auf niedliches Zusammen-sein und Für-sich-gegenseitig-zu-sein. Eine andere ‘Ehe’ aber gibt es schlechterdings nicht. Sie ist kein Eigentum irgendjemandes, und wird es auch nie so werden. Diese beiden werden auch – allein vom Schöpfer und Erlöser eingesetzte ‘Verwalter’ der ihnen geschenkten Geschlechtlichkeit und der ihnen beiden anvertrauten – von ihnen geschlossenen Ehe: des Sakraments der Ehe.

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4. Jugendlichkeit: die bevorzugte Zeit
des Lebens-Entwurfes

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Gestaltung des Inneren, das auf die Stimme des Heiligen Geistes hört

An die Ehe beginnen vor allem junge Leute zu denken: Jungs, Fräuleins, wenn ihre Kinderzeit zu Ende geht und das Grundwissen irgendwie gewonnen wurde. So manche Jugendlichen müssen sich mit der Grundstufe ihrer Ausbildung zufriedenstellen. Das Ende der bisherigen Ausbildung wird für sie zum Startpunkt, um ernst nach Gewinnarbeit suchen zu beginnen. Es geht darum, unabhängig von der Erhaltung der Eltern zu werden und über die Gründung einer eigenen Familie zu denken, in weiterer Perspektive aber darüber hinaus: um ein eigenes Hausnest, ein eigenes Zuhause gründen imstande zu werden.

Jene Glückskinder, denen die Familienbedingungen und mehrere andere entgegen gehen, erweitern ihre grundsätzlichen Geistesqualifikationen auf gewählten Studienrichtungen nach dem Abitur. Sie unternehmen auch alle Bemühungen, um ihre Studien glücklich zu beenden und den Grad eins ‘Magisteriums’ u.dgl. zu gewinnen. Dieses Diplom besiegelt die Grundstufe der Höheren Ausbildung. Erst dann öffnet sich die eigentliche Zeit für ernste Bemühungen, um die bisherigen Lebenserrungenschaften mit der Eheschließung zu krönen. Die Ehe wird zum gewöhnlichen Weg, mit dem der Sinn des eigenen Lebens erfüllt wird, indem sich hier die Möglichkeit aufschließt, Liebe und Leben zu übermitteln: sowohl den Allernächsten, wie in weiterer Perspektive „... von Geschlecht zu Geschlecht”.

Parallel zu diesem Vorgang: der Bereicherung der Geisteswissenschaft, läuft in dieser Lebensphase eine ihrer Art einzige, vorsehentliche, noch andere dem jungen Menschen von Gott geschenkte ‘Zeit’. Es ist die jugendliche Zeitspanne als ‘Zeit’ einer besonders bewusst unternommenen Arbeit an der Gestaltung seines Inneren.
– Die innere Silhouette des Menschen findet ihre beinahe sofortige Abspiegelung auf seinem Antlitz, der Haltung seines Vorkommens und seiner Betätigungen – sowohl gleich-sofort, wie umso mehr seiner Verhaltensweisen für die Zukunft.

Wenn das Gewinnen des Geisteswissens – eine innere Disziplin und Nicht-Versäumung der dazu geschenkten ‘Zeit’ voraussetzt, setzt eine umso größere innere Disziplin und wachsame Aufgeschlossenheit für immer andere Aspekte des vielseitigen Guten – die Gestaltungsarbeit am eigenen Charakter voraus. Nichts kommt von allein, noch für umsonst. Das gilt auch für die Erarbeitung in sich der grundlegenden persönlichen und sozialen Tugenden, die irgendwie gleichsam ‘ins Blut eindringen’ sollen – als erarbeitete gute Reflexbewegungen und dauernde ‘Gewohnheiten’ zu vielfältigem Schaffen von ‘Gut’ sowohl angesichts seiner Selbst, wie auch seiner ganzen Umgebung.

Eine bewusste Erarbeitung in sich der Reflexverhaltungen hinsichtlich des ‘Guten’ wird in allernächster Zukunft zum Schatz, der u.a. in der vorausgesehenen Ehe gesegnete Frucht bringen wird, wenn der Junge bzw. das Mädchen die Stimme Gottes hören wird, die sie zur Gründung der Ehe und Familie beruft.
– Es kommt selbstverständlich auch vor, dass der Junge bzw. das Fräulein die Stimme Gottes vernimmt, die sie zur völligen Hingabe an Gott beruft – in bräutlicher Liebe zu Christus Jesus, dem Bräutigam-vom-Kreuz: entweder zum Leben als Priesters, oder Ordensmannes, bzw. als Ordensfrau. Wie wahrlich gesegnet wird dann die im Jugendalter unternommene vorsätzliche Arbeit an Gottes Gestaltung des eigenen Inneren gemäß den Einflößungen des Heiligen Geistes, der Bemühungen unternimmt, das menschliche Herz zu bilden, wenn es Ihm nur zu sich sprechen erlaubt!

Wir sind uns bewusst, dass unbedingt erforderlich für die Arbeit am eigenen Charakter eine nicht abnehmende Wachsamkeit ist für die Stimme, durch die das Gewissen vonseiten Gottes angesprochen wird (s. dazu z.B. DeV 43). Es ist die Stimme des Heiligen Geistes, der dahin bewegt, dass das ‘Gute’ getan wird. Zu solcher Wachsamkeit ermutigt schon der Erste Papst – der Hl. Petrus der Apostel:

„Seit nüchtern und wachsam !
Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher
und sucht, wen er verschlingen kann!
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens ...!” (1 Petr 5,8f.).

Die erwähnte Wachsamkeit ist ein unvergleichlicher Schatz, mit dem Gott den Menschen beschenkt, wenn dieser auf seine Stimme aufmerksam hinhört. Es ist allerdings ein brüchiger Schatz, weil er dem freien Willen des einzelnen Menschen anvertraut wird. Dieser aber pflegt bisweilen ganz und gar ambivalent zu sein. Er kann leicht dem einmal Gott selbst, bzw. einem Menschen gegebenen Wort ... untreu werden.

Die Stimme Gottes erpresst niemals irgendein Tun. Gott bittet dagegen und schlägt seinem lebendigen Bild vor, er möge den Wunsch Gottes annehmen, indem er zurzeit außer Zweifel die beste Lösung unter noch vielen anderen zahlreichen Betätigungsmöglichkeiten darstellt. Der Mensch kann dieser Stimme nachfolgen, oder sie auch ... übergehen, oder auch sich ihr selbst direkt widersetzen.

Wir rühren hier von nahe an die „geheime Macht der Gesetzwidrigkeit” an (2 Thess 2,7). Jener, der der Böse ist: Satan, sucht danach, u.a. den Jungen, das Mädchen – möglichst höchst wirksam von Diesem abzulenken, der „der Eine Gut” ist (vgl. Mk 10,18; sieh DeV 27) und sie über die Verlogenheit hinsichtlich dessen, was das Gute ist, zu verführen. Ist doch Person-der-Gute – Gott allein.
– Satan verführt u.a. dadurch, dass er Gott selbst – im Vorstellungsvermögen des Menschen als seinen schlimmsten ‘Feind’ abzeichnet. Daher spornt er auch den Menschen auf, zum Gegensacher Gottes zu werden, um an Ihm die sich ‘gehörigen’ Rechte abzukämpfen (sieh dazu: DeV 38).

Wer wird hier den Sieg davontragen: der Mensch, der auf die verkehrten Zuflüsterungen des Bösen hört, oder auch seine Aufmerksamkeit den Eingebungen des in der Stimme des Gewissens feinfühlig auf Gott hin zuwendenden Heiligen Geistes widmet?
– Johannes Paul II. ermutigt, dass man der Stimme Gottes anvertraut:

„Diese entgegengesetzten Faktoren bzw. Pole [das ontologische Ausmaß: Fleisch-Geist; dieses ethische: das moralisch Gute und Böse; und anderseits der pneumatologische Faktor: das Tun des Heiligen Geistes = die Gabe der Gnade], stellen seitens des Menschen seine Begrenztheit und Sündhaftigkeit dar: es sind die neuralgischen Punkte seiner psychologischen und ethischen Wirklichkeit.
– Dagegen seitens Gottes ist es das Geheimnis der Gabe: jene ununterbrochene Mitteilung des Lebens Gottes im Heiligen Geist.
– Wer wird den Sieg davontragen? Derjenige, der die Gabe anzunehmen versteht” (DeV 55).

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Erklärung

Solange der Mensch auf dieser Erde herumgeht, kann er nicht 100% sicher sein, was seine schon in irgendwelchem Maß erarbeiten Tugenden betrifft, die über seine künftigen Beziehungen sowohl zu Gott, wie zu sich selbst und zu seiner allernächsten Umgebung entscheiden werden. Die Gestaltungsarbeit am eigenen Charakter bleibt für immer Programm zur Unternehmung einer zuversichtsvollen, und dabei freudigen Mühe, „sich selbst zu überragen”, dass man immer schöner und in immer vollerem Sinn das wird, was und als wen uns der Dreieinige zu ‘sehen’ vor hat.
– Dieser aber hat im Herzen eines jeden Menschen: Mann und Frau, in der Stunde, da Er uns von Nicht-Existenz zum Existieren berufen hat, sein „Ebenbild und seine Ähnlichkeit” (sieh: Gen 1,26f.) eingeprägt. Daher wird der Mensch auch niemals ‘er Selbst’ werden, solange er nicht Gott ähnlich zu werden wollen wird, trotzdem der Böse alle Mühen unternimmt, dass er den Menschen als ähnlichen zur ‘Materie-dem-Rohstoff’ umgestaltet, um dadurch die Ähnlichkeit des Menschen zu Gott möglichst am wirksamsten zu verunstalten.

Angesichts der eigenen erfahrenen Unbeständigkeit und nicht selten peinlich erlebten Untreue zu unternommenen Entscheidungen, was das menschliche und Gottes ‘Gut’ angeht, bleibt es dem Menschen nur eine umso größere Haltung der Wachsamkeit anzunehmen.
– Parallel zu jener Wachsamkeit ist es nötig, dass jedermann die Haltung eines demütigen, aber dabei dennoch zuversichtsvollen Glaubens auf Gottes geistige Hilfe annimmt.
– Zu gleicher Zeit muss man sich um die Ermahnungsworte des Völkerapostels bewusst werden, die umso mehr den Bedarf um eine immerwährende, gerade erst erwähnte Wachsamkeit begründet, und dabei heißt, niemals einen Nächsten voreilig zu verurteilen:

„Wer also zu stehen meint, der gebe acht, dass er nicht fällt.
Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert.
Gott ist treu; Er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet.
Er wird in der Versuchung einen Ausweg schaffen, so dass ihr sie bestehen könnt” (1 Kor 10,12f.).

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Suche nach dem Lebenssinn

Die Fähigkeit die Arbeit an der Gestalt des eigenen Inneren zu unternehmen, der Bedarf nach schärferer Wachsamkeit und die vielleicht schon nicht selten persönlich erfahrene eigene Unbeständigkeit, was das früher Gott und den Menschen erklärte Wort angeht, stellt in so hellerem Licht gerade auf der Stufe der Jugendlichkeit die Notwendigkeit dar, dass ein gut begründetes eigenes Projekt des Lebens entworfen wird. Ein klar für sich selbst aufgezeichnetes Lebensziel, zumal es mit nicht trügerischem Beweggrund einer schöpferischen Liebe-in-Wahrheit zu Gott und den Menschen unterbaut ist, ist fähig genug, die inneren Kräfte in Schwung zu bringen zur Überwindung selbst schwierig zu bewältigender – mittlerweile angeeigneter schlechter Gewohnheiten und Verhaltensweisen.

Das Verständnis um den Beweggrund, der mit Bewusstsein um die „Liebe” unterbaut wäre, setzt aber ein Eingenommensein gerade auf der Stufe der Jugendlichkeit – mit Christus Jesus, der als Gott-die-Liebe auf die Erde herabgestiegen ist, Gott-Mensch in seiner einzigen Gottes Person geworden ist, und in dieser Verkoppelung der Gottes Natur mit der Menschen-Natur – liebend zum Erlöser „für das Leben der Welt” geworden ist (Joh 6,51).

Es wäre gut hier die schon früher ein paarmal angeführten charakteristischen Worte in Erinnerung zu bringen von der Homilie Johannes Paul II, die er 1987 in Kraków an die angesammelten Studentenjugendlichen gerichtet hat (sieh ob.: Befähigung zum ‘Durchringen’):

„... Das ist die unendliche Gabe – die Eucharistie, Jesus Christus.
– Es ist zugleich die zutiefst verpflichtende Gabe ..., damit baut sie den Menschen auf ..., wodurch sie uns die Kraft zum Durchringen gewährt.
Denn so ist schon der Mensch konstruiert. Der Mensch ist stark, stark aufgrund des Bewusstseins um die Ziele, mit Bewusstsein um Aufgaben, mit Bewusstsein um die Verpflichtung – und auch mit Bewusstsein betreffs dessen, dass er geliebt wird. Demzufolge: damit ich mich durchringen kann, muss ich die Gewissheit besitzen, dass ich geliebt werde. ...
– Die Eucharistie – es ist vor allem eben dieses Bewusstwerden: ich werde geliebt – es liebt mich Einer. Mich, solchen wie ich es bin.
Jeden in seinem aller-individuellsten Menschsein. Es liebt mich Einer, ‘Er hat Mich geliebt und sich für mich dahingegeben’, wie der Hl. Paulus geschrieben hat. Er hat Mich geliebt: mich, den Paul.
– Und dieser wusste es, was für Schulden er angesichts Dessen sich zugezogen hatte, der ihn geliebt hat.
– Jeder von uns kann das mit Bezug auf sich wiederholen, jeder von uns kann sich auf ähnliche Weise abrechnen, indem er sagt: ‘Er hat Mich geliebt’ ...
Ich würde sagen, dass diese ‘Kraft zum Durchringen’, die euch so sehr nötig ist, mit diesem Bewusstwerden beginnt, dass Er mich geliebt hat. Wenn mich jemand liebt, da bin ich stark” (Johannes Paul II., Dritte Pilgerfahrt in die Heimat, Kraków, Zusammentreffen mit Jugendlichen auf Skalka, 10.VI.1987).

Das Bewusstwerden um dessen, dass Gott selbst mich in Jesus Christus „geliebt hat” und weiter auf mein ‘Ja-Wort’ für Ihn wartet, ist fähig genug eine innere Energie zum ‘Durchringen’ zur Gottes – und erst so zur ‘menschlichen’ Sicht des eigenen Lebens einzuflößen.

Das hängt mit der Erarbeitung und dem Unterbauen in sich einer schöpferischen Sicht hinsichtlich überhaupt der ganzen Welt, in der jeder Mensch, darunter auch dieser Behinderte und vielfältig von Geburt an Benachteiligte, seine eigene Aufgabe zu erfüllen hat. Die Jugendzeit ist die gebenedeite Zeitspanne im Leben, in der sei es der Junge, sei es das Mädchen zum Nachdenken und Erarbeiten dessen gerufen werden, was Johannes Paul II in seinem ‘Brief an die Jugendlichen’ als „Projekt-Entwurf des Lebens” bezeichnet hat (sieh seinen „Brief an die Jugendlichen der ganzen Welt gelegentlich des Internationalen Jahres der Jugendlichen”: des Jahres 1985. Zum Download aus unserer Homepage – sieh: An die Jugendlichen der Ganzen Welt). Der Heilige Vater wendet sich in diesem Brief an die Jugendlichen mit besonders warmen Worten, die zugleich stark mobilisieren:

„... Euch, ihr Jugendlichen, gehört die Zukunft, so wie sie einmal der Generation der Erwachsenen gehört hat – und nun mit diesen zusammen Gegenwart geworden ist. Für diese Gegenwart, für ihre vielfältige Form und Ausrichtung, sind vor allem die Erwachsenen verantwortlich.
– Euch kommt die Verantwortung zu für das, was eines Tages mit euch zusammen Gegenwart werden wird und zur Zeit noch Zukunft ist.
Wenn wir sagen, dass euch die Zukunft gehört, denken wir in Kategorien menschlicher Vergänglichkeit, die immer ein Voranschreiten auf Zukunft hin bedeutet.
Wenn wir sagen, dass von euch die Zukunft abhängt, denken wir in ethischen Kategorien, nach den Erfordernissen der moralischen Verantwortung, die dem Menschen als Person den grundlegenden Wert zuzuschreiben heisst für die menschlichen Taten, Vorsätze, Initiativen und Absichten ...” (PS-1985,1).

Der Papst geht in diesem Zusammenhang zum intrigierenden Dialog des reichen jungen Mannes mit Jesus Christus über. Dieser Jüngling kam zum Meister von Nazaret und hat Ihm eine gezielte Frage gestellt – in Suche nach dem Sinn seines Lebens: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen” (Mk 10,17; PS-1985, 2; sieh dasselbe Ereignis noch bei den anderen Evangelisten: Mt 19,16-22; Lk 18,18-23). Der Papst wendet die Antwort Christi an die Lage der in der Jugendlichzeit erfahrenen ungestümen, sich selber gestellten Frage nach tieferen Sinn des Lebens und seinem letztlichen Ziel:

„... Der Lebensabschnitt der Jugend ist ja die Zeit, da das menschliche ‘Ich’ und die damit verbundenen Eigenschaften und Fähigkeiten besonders intensiv entdeckt werden. Stufe für Stufe und Schritt für Schritt enthüllt sich vor dem inneren Blick der sich entfaltenden Persönlichkeit eines Jungen oder eines Mädchens jene spezifische, in gewissem Sinne einzige und unwiederholbare Potentialität eines konkreten Menschseins, in die gleichsam der gesamte Entwurf des künftigen Lebens eingeschrieben ist. Das Leben stellt sich dar als Verwirklichung jenes Entwurfs: als ‘Selbst-Verwirklichung’ ...”.
(PS-1985, 3).

Im Zusammenhang mit dem ‘Reichtum’ an sich, wie es die Jugendzeit darstellt, und die geradeaus die ganze Welt dynamisieren möchte, um sich mit schöpferischem Beitrag ihrer zukünftigen Gestalt abzuzeichnen, fragt Johannes Paul II. weiter:

„Wir müssen daher die Frage stellen: Muss dieser Reichtum, den die Jugend darstellt, den Menschen etwa von Christus entfernen? ...
– Der Entschluss, sich von Christus zurückzuziehen [der junge Mann, der bekannt hat, er halte die Gebote, fragte danach: ‘Was fehlt mir jetzt noch’? Mt 19,20 – und er ging von Jesus weg, weil ihm Jesus gesagt hat, er soll gehen, seinen Besitz den Armen verteilen, um danach Ihm nachzufolgen: Mt 19,21] ist letztlich nur unter dem Druck der äußerlichen Reichtümer zustandegekommen ... Das, was er gerade als junger Mensch war – jener innere Reichtum, der sich in der menschlichen Jungendzeit verbirgt – hatte ihn ja gerade zu Jesus hingeführt.
– Das war auch der Beweggrund, dass er Jesus diese Fragen gestellt hatte, in denen es sich ganz deutlich um den Entwurf des gesamten Lebens handelt ...
Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?’  Was muss ich tun, damit mein Leben seinen vollen Wert und Sinn habe?
Die Jugend eines jeden von euch ... ist der Reichtum, der sich gerade in diesen Fragen offenbart...
... Diese Fragen stellt ihr euch manchmal mit Ungeduld – und zugleich versteht ihr auch, dass die Antwort darauf weder übereilt, noch oberflächlich sein darf ... Es handelt sich um eine Antwort, die das ganze Leben betrifft ...” (PS-1985,3).

Auf weiteren Seiten des angeführten ‘Briefes an die Jugendlichen’ erörtert Johannes Paul II. verschiedene unterschiedliche Berufungen und Lebenssituationen, um zuletzt auf das Thema des Ehe-Sakramentes umzuschalten. Dieses Sakrament wird im Gottes-Geschriebenen-Wort als das „Große Sakrament bezeichnet: mit Bezug auf Christus und die Kirche” (PS-1985,10).

Im Zusammenhang zur Schöne und der Intensität, in der das Thema „jener besonderen ‘Zweiartigkeit’, – bei voller Gleichheit, was die personale Würde angeht, und die erstaunende Komplementarität angeht, wenn es sich um die Verteilung der Attribute, Eigenschaften und Aufgaben handelt, wie sie mit Männlichkeit und Fraulichkeit des Menschwesens verbunden sind” (PS-1985,10) – „... durchdringt dieses große Thema auf erfahrbare und schöpferische Art und Weise die Seele und den Leib jedes Mädchens und jedes Jünglings, und erscheint im Feld des jungen Bewusstseins samt der grundlegenden Entdeckung des eigenen ‘Ich’ in seiner ganzen vielfältigen Potentialität” (ebd.: PS-1985,10).

Der Heilige Vater wendet sich jetzt direkt an die Jugendlichen:

„... Die Erfahrung der Liebe ... benötigt von Anfang an, ... dass sie in jenen Entwurf des Lebens eingeschrieben wird, wie er von der Jugendzeit geschaffen und spontan gestaltet wird.
... Darin ist zugleich ein mächtiger Aufruf enthalten, dass dieser Ausdruck [d.h.: des Reichtums und der metaphisischen Schönheit] nicht verfälscht wird, sein Reichtum nicht zerstört, und seine Schönheit nicht entstellt wird. Seid überzeugt, dass dieser Ruf von Gott selbst herkommt, der den Menschen ‘nach seinem Bild und Gleichnis’ – gerade ‘als Mann und Frau’ erschaffen hat. Dieser Ruf fließt vom Evangelium her und macht in der Stimme der jungen Gewissen vernehmbar, wenn diese ihre Einfachheit und Durchscheinbarkeit bewahrt haben: ‘Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen[Mt 5,8].
– Ja, Gott, der die Liebe ist, sollt ihr durch diese Liebe schauen, die in Euch aufkeimt – und die in den Entwurf des ganzen Lebens eingeschrieben sein möchte.
– Deshalb bitte ich Euch, dass ihr auf dieser ungemein wichtigen Stufe Eurer Jugend das Gespräch mit Christus nicht unterbricht – noch mehr, dass ihr es in dieser Zeit nur umso mehr unternimmt ...
– ‘Folge Mir nach’, der Ich der Bräutigam der Kirche, meiner Braut, bin ... Komm, werde auch Du Bräutigam deiner Braut ... werde auch Du Braut deines Bräutigams. Werdet beide Teilnehmer an diesem Geheimnis, Teilnehmer dieses Sakramentes, von dem es im Epheserbrief heißt, dass es ‘groß ist: in Bezug auf Christus und die Kirche’ [vgl. Eph 5,32] ...” (LM-1985,10).

Siehe da die wichtigen Worte, voller liebender Ermutigung zur Wachsamkeit und zum Erblicken – durch die Liebe, die Leib und Seele umgreift – Gottes selbst: mit ‘reinem Herzen’.
– Die bräutliche Liebe soll den Dreieinigen nicht nur nicht verhüllen, sondern umgekehrt: sie soll so durchscheinend sein, dass sie Ihn umso deutlicher gerade in dieser Zeit sichtbar werden lässt. Die Liebe als Teilhabe an Gott-die-Liebe – ist ein eigenartiger ‘Transmissions-Riemen’, um die Liebe Gottes zum Menschen sichtbar machen zu lassen (sieh die Graphik: Bräutliche Liebe Gottes – und die bräutliche Liebe der Eheleute), zu „diesem einzigen Geschöpf auf Erden, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat” (GS 24).

Es ist aber klar: gerade solches ‘Sehen’ Gottes: über die aufkeimende und sich entfaltende bräutliche Liebe, ist mit dem fortdauernd unterhaltenen, lebendigen, voller gegenseitiger Liebe Dialog mit Christus-im-Herzen bedingt.
Solcher Dialog führt spontan zur ersehnten, beständigen Ernährung mit Seinem Leib „der für euch hingegeben wird” (Lk 22,19) und dem Trinken seines Gott-Menschlichen Blutes des Lebens, das bei jedesmaliger Heiligen Messe von neuem „vergossen wird zur Vergebung der Sünden” (Mt 26,28; sieh auch ob. über die Eucharistie: Das Letzte Abendmahl – dieses ganze längere Fragment).

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Jugendliche Vereine: Schulen der Charaktergestaltung

Es ist ganz natürlich und erwünschenswert, dass sich sowohl Jungen, wie Mädchen spontan zusammenscharen und immer andere ‘Kreise’, beziehungsweise Vereine gründen, angepasst an betreffende Altersstufen und Bereiche jugendlicher Schöpferischkraft. Junge Leute lernen dort ihre artistischen und vielfältige anderen Begabtheiten zu entwickeln.
– Zu gleicher Zeit üben sie sich in das soziale und bürgerliche Leben ein. So manche junge Leute engagieren sich in immer andere Formen eines ‘Volontariats’, indem sie bei Behinderten Hilfe leisten, bei Kranken, ein andermal bei kinderreichen Familien, oder zuletzt verwaisten Kindern beistehen. In anderen Fällen melden sie sich als Freiwillige zur Hilfe im Fall von Naturkatastrophen – im eigenen Land, oder auch in vielen anderen.
– Jedes Engagement in solchen ‘Volontariat’ setzt im Prinzip frühere zusätzliche Schulung voraus, die von jungen Leuten gern unternommen wird – mit dem Beweggrund: den anderen Menschen mit schöpferischer, selbstloser Hilfe beizustehen.

Es gibt aber auch schon bestehende, gut organisierte und überprüfte jugendliche Bewegungen, die den vielfältigen physischen und geistigen Bedürfnissen der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen entgegengehen. Viele von solchen Bewegungen und Vereinen können sich vollberechtigt mit ihren gut stabilisierten Traditionen und herrlichen Errungenschaften im Laufe vieler Jahrzehnte rühmen. Viele solche Vereine haben beständige, überprüfte Organisations-Formen erarbeitet, die nicht nur die lokale Jugend betrifft, sondern mit ihren schöpferischen Verbreitungsbereich ganze Regionen, Länder und selbst Kontinente umfängt. Ihr Zweck beruht auf Promovierung der physischen, psychischen, artistischen und vielfältigen anderen Engagements junger Leute.

Diese Vereine werden im Prinzip – sollten wir den von Johannes Paul II. gern gebrauchten Ausdruck des II.Vatikanischen Konzils anwenden, „zu Schulen des reicheren Menschseins” (vgl. FC 21; GS 52). Es sind wahrhafte Schulen der Sozialisierung, Gestaltung der Charaktere und Erarbeitung von Tugenden, die zur würdigen Erfüllung der Lebensaufgaben, die sich in Kürze vor dem jungen Menschen stellen werden, unentbehrlich sind.

Anders gesagt, diese Vereine dienen nicht nur zur Auslösung vielfältiger leiblicher und artistischer Leistungsfähigkeiten, sondern auch zur voller Enthusiasmus und Überzeugung Erarbeitung von Tugenden, die persönlicher Ertrag des jungen Menschen werden sowohl was sein persönliches, wie auch soziales Leben angeht, angefangen von dem allernächsten Milieu seiner Freunde und Familie. Diese Tugenden, als Ausdruck der Gestaltungsarbeit am eigenen Charakter mittels einer sich selbst auferlegten inneren Disziplin, tragen dazu bei, dass man jene jungen Leute einst als Leute ‘mit Charakter’ bezeichnen werden kann, als ‘Menschen des Gewissens’.
– Sie bleiben ihren einmal angenommenen Prinzipien treu, bleiben schlechterdings dem einmal geäußerten oder anvertrauten Wort unbedingt treu. Auf ihre Ehrlichkeit und Beständigkeit können sowohl ihre Nächsten der Familie zählen, wie alle anderen in Arbeit und der lokalen Gesellschaft, und zuletzt das Vaterland, und seiner Art ... Gott selbst.

Die erwähnte Arbeit am eigenen Charakter, verstärkt um das Bewusstsein, dass die Zugehörigkeit allein zu diesem oder jenen ruhmvollen Jugendverein Ehre und Ruhm darstellt, setzt zweifellos eine starke Einsetzung im Glaubensleben voraus, wie auch ein lebendig unterhaltenes Band zu Gott. Die Haltung solcher jungen Leute setzt Wachsamkeit voraus und den Willen, solche Wegweiser ins Leben umzuschmieden, wie z.B.: „Gott – Ehre – Heimat”. Die Treue zu angenommenen Prinzipien drückt sich im Leben für den Alltag mit Bereitschaft selbst die Gabe des eigenen Blutes bereitzustellen, sollte solche Situation erscheinen, die ein eindeutiges Zeugnis forderte z.B. in der Stunde der „Probe des Glaubens, Probe des Charakters”.

So hat Johannes Paul II. bei seinem ersten Pilgerbesuch in Polen das damals in seinem Vaterland begangene ‘Jahr des Hl. Stanislaus’, bezeichnet: es wurde gleichsam als Jahr der neuerlichen ‘Firmung des Volks’ begangen: der 900 Jahre seit dem Märtyrertod des Bischofs von Kraków, des Hl. Stanislaus von Szczepanów (1079-1979)..

Der Heilige Vater hat damals u.a. diese Worte gesagt, die es sich direkt auf jeden Sohn und jede Tochter des Volkes zu beziehen gehört, und daselbst ganz besonders auf die jugendliche Lebensphase eines jeden Menschen:

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Erklärung

„... Der Heilige Stanislaus wurde auch in der geistigen Geschichte der Polen zum Patron jener großen, grundsätzlichen Probe des Glaubens und Probe des Charakters.
Wir ehren ihn als Patron der christlichen moralischen Friedensordnung, weil doch die moralische Friedensordnung – über die Menschen geschaffen wird. Es kommt in ihr eine unzählige Anzahl gerade solcher Proben zur Stimme, deren jede eine Probe des Glaubens und Probe des Charakters darstellt. Jede verlorene Probe – zieht Unordnung nach sich.
– Wir wissen auch ganz vortrefflich aufgrund unserer ganzen Geschichte besten Bescheid, dass wir uns absolut, um keinen Preis, jene Unordnung erlauben können. Dafür haben wir schon so viele Male in der Geschichte überaus bitter bezahlen müssen ...” (Johannes Paul II, Erster Pilgerbesuch im Vaterland: 2-10.VI.1979, Endhomilie auf den großen Wiesen, Kraków – 10.VI.1979: „Ihr müsst stark sein”, Pkt. 3).

Im ähnlichen Zusammenhang kommen die Worte Johannes Paul II. von seiner Zweiten Pilgerwanderung nach Polen in Erinnerung (Zeitphase des sog. ‘Kriegszustandes’: VI.1983 r.) – aus seiner Ansprache an die unter den Mauern des Jasna-Góra-Berges versammelten Jugendlichen aus ganz Polen. Johannes Paul II. umwob damals seine Ansprache um die Worte des ‘Jasna-Góra-Appells’ :Maria, Du Königin Polens: ich bin bei Dir, ich gedenke, ich wache”.

Gut organisierte und geführte Jugendvereine legen bestimmt großen Nachdruck auf die Gestaltung der inneren Silhouette des Menschen nach Worten dieses Appells, der seit ein paar Zehnten Jahre die Gewissen bildet, die auf die Stimme Christi und Mariens offen bleiben – als lebendige Erinnerung der Erziehung des Volkes seitens des Dieners Gottes, des Primas des Jahrtausends, Kard. Stefan Wyszyński.

Johannes Paul II. sprach in der erwähnten Betrachtung zur Jugend unter den Jasna-Góra-Mauern:

„Was heißt das: ‘Ich wache’? – Das heißt, dass ich danach suche, Mensch des Gewissens zu sein. Dass ich dieses Gewissen nicht betäube und es nicht verunstalte. Ich nenne bei Namen das Gute und Böse, und verwische es nicht. Ich erarbeite an mir das Gute, und suche danach, vom Bösen besser zu werden, indem ich es in mir überwinde.
Das ist gerade solche grundlegende Sache, die niemals verringert, niemals auf den Hintergrund verschoben werden darf. Nein! Nein!
... Sie ist dabei umso wichtiger, je mehr es Umstände gibt, die es begünstigen möchten, dass das Übel toleriert wird, dass wir uns von ihm lossprechen. Zumal die anderen eben auf solche Art und Weise handeln ...” (Johannes Paul II., Millenniums-Appell bleibt weiter unser Programm, Ansprache an Jugendliche, Czestochowa, 18.VI.1983, in: ‘Ihr müsst von euch herausfordern’, Poznan – Verlag: ‘W drodze’ 1984, 280. – Sieh außerdem u.a.: Johannes Paul II., An Junge Leute der ganzen Welt [‘Semper parati’: 1985], bes. Pkt. 13: Selbsterziehung und Bedrohungen; allerdings auch der ganze Anfang: Pkt. 5-6.10 [Bräutliches Großes Sakrament], usw.).

Sollten wir noch einmal an die oben erwähnten Vereine und Jugendverbände anknüpfen, die schon mehrere Generationen hindurch ihre ruhmvolle Rolle erfüllt haben als „Schulen des reicheren Menschseins”, müssten hier in erster Linie solche Jugendverbände dazugezählt werden, wie die Pfadfinderbewegung mit ihrer prunkvollen Vergangenheit, Katholischer Jugend-Verband, und in Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Jugendbewegungen, die mit der Tätigkeit des Dieners Gottes ks.Franciszek Blachnicki verbunden war: Oasen-Bewegung mit ihren vielfältigen Abänderungen, vor allem hinsichtlich der Kinder- und Jugend-Oasen, Oasen für Eheleute und Familien. Parallel dazu entwickelt sich die gesegnete Bewegung: Nüchternheit-Kreuzzug, usw.

Es ist unvorstellbar zu einem dieser Vereine gehören zu können und dürfen, wenn jemand in selber Zeit nach Alkohol, Zigarette, und umso mehr irgendwelchem Narcoticum greifen sollte. Umso mehr geht es dann immer um die sittliche Reinheit. Die Pfadfinderbewegung und andere Jugendverbände trachteten sie wachsam nicht nur als Anliegen der Gebote Gottes, sondern als Ehrentitel, der zuengst mit der Identität selbst der Pfadfinderschaft, beziehungsweise anderer ähnlicher Verbände und Vereine zusammenhing.

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RE-Lektüre: VII.Teil, Kapitel 3, ad ‘b’, Text-Färbung.
Stadniki, 11.IX.2015.
Tarnów, 5.VI.2018.


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Sakramentales „... ein Herz, ein Fleisch”
Noch einmal: „... und sie werden ein-Fleisch”
Entgegennahme der Gottes Friedensordnung beim Erleben der Intimität
Segen der elterlichen Fruchtbarkeit nach Gen 1
Fruchtbarkeits-Segen nach der Sintflut (Gen 9)
Text: Segen zur Fruchtbarkeit nach der Sintflut (Gen 9,1-7)

6. Tötung der eigenen Lebens-Frucht ...
Das Umbringen der Frucht des unternommenen „zwei-zu-einem-Fleisch”
Text Gen 9,5f: Vergießen des Menschenblutes
Gottes Erlösungs-Dialog mit dem Menschen in Blut-Sünde
Zusammenfassung

B. HERANWACHSEN ZUR EHE: ZUM SAKRAMENT-DES-EHE-WERDENS

Im Anschluss an das Ziel dieses Kapitels

1. Annahme Gottes Bedingungen für die Ehe
Stand des Bewusstwerdens ...
Ehe bei den Heidenvölkern: Ur-Sakrament der Schöpfung
Ehe der Getauften
Partnerisches Band
Homosexuelle and lesbische Bände

2. Gestalt des Herzens an Tage der Vorbereitung zur Ehe
Aus Eröffnungen des Matthäus
Aus Eröffnungen von Matthäus

3. Ehe um die Atmosphäre des Familienhauses loszuwerden
Klima einer Hölle-zu-Hause
Flucht vom Haus wegen der Trinkerei
a) Eröffnungen der Barbara von ihrem Mann: ‘Ich füge dir Leid zu, dass du mich gut in Erinnerung behältst ... !’
b) Eröffnung der Christine-Bronislaus: Von der Hölle-zu-Hause herausreißen, um die Niederlage in Ehe-‘Attrappe’ zu erfahren
c) Eröffnung. Band der Jola-Hans
d) Zbigniew krank wegen Zigaretten und Trinkerei der Eltern
Zbigniew-Anna: Studium im Klima von Trinkerei und Zigarettenrauch

4. Jugendlichkeit: die bevorzugte Zeit des Lebens-Entwurfes
Gestaltung des Inneren, das auf die Stimme des Heiligen Geistes hinhört
Suche nach dem Lebenssinn
Jugendliche Vereine: Schulen der Charaktergestaltungs


Bilder-Fotos

Abb.1. Nach dem Tornado in USA, 2012. Unvorstellbare Verwüstungen
Abb.2. Nähernder Tornado: schaudererregende Ansicht
Abb.3. Verharren in Treue dem Gott und Menschen gegebenen WORT
Abb.4. Mutter mit ihrem Kleinen auf dem Arm
Abb.5. Frische Luft des Waldes im Nebel mit durchscheinender Sonne
Abb.6. Wie sehr dieser junge Elefant Fußball spielen liebt
Abb.7. Freude der Familie nach der Heiligen Taufe des Neugeborenen
Abb.8. Wunderbare Ansicht des Grüns, Wälder, Hügel in Sonnenstrahlen