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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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4. Jungfräulichkeit – die weitere Gabe Gottes

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Das Thema der Jungfräulichkeit

Es gehört sich, die nächste Frage im Zusammenhang mit der Thematik dieses Kapitels aufzugreifen: „Jugendlichkeit angesichts der Ehe: des Sakraments der Ehe”. Dieses Mal betrifft das Thema die ‘Jungfräulichkeit’. Es stellt eine weitere Frage dar, die es für den Priester nicht allzu leicht aufzugreifen ist, die es aber nicht zu unternehmen – umso mehr unmöglich ist.

Es drängen sich von neuem Worte des Hl. Johannes Paul II. aus seinem Ersten „Brief an die Priester, zum Gründonnerstag 1979”. Diese Worte haben wir schon ein paarmal angeführt (sieh z.B. ob.: Vom Brief Johannes Paul II. an Priester – 1979):

„Unser Zeitepoche kennzeichnet sich mit verschiedenen Formen einer ‘Manipulation’, der ‘Instrumentalisierung’ des Menschen. Wir dürfen keiner von ihnen erliegen.
– Letztlich wird den Menschen immer nur ein Priester nötig sein, der sich um den vollen Sinn seines Priestertums bewusst ist: ein Priester, der tief glaubt, der mutig bekennt, der mit Glut betet, der mit voller Überzeugung lehrt, der dient, der das Programm der Acht Seligpreisungen in sein Leben umsetzt, der uneigennützig lieben kann, der allen nahe ist – besonders denen, die sich am meisten in Not befinden.
– Unsere Seelsorgstätigkeit fordert es, dass wir den Menschen und all ihren menschlichen Anliegen nahe stehen – ob es nun um persönliche Angelegenheiten geht, oder der Familie, oder auch soziale Probleme – doch dass wir all diesen Problemen nahe bleiben auf ‘priesterliche Weise’. Nur dann bleiben wir – inmitten all dieser Probleme – wir selber.
Wenn wir aber diesen menschlichen – zuweilen sehr schwierigen Anliegen wahrhaft dienen – da bleiben wir – wir selber: treu unserer eigenen Berufung” (P-1979,7; sieh ob.: Vom Brief Johannes Paul II. an die Priester, 1979,7).

Der Priester darf nicht ‘vortäuschen’, es gebe kein Problem dort, wo es da ist. Der eigenen Unwürdigkeit und Sündhaftigkeit zuwider vonseiten des hier schreibenden Autors – samt der Tatsache, dass auch er selbst regelmäßig zum Sakrament der Versöhnung herantritt und nicht weiß, wie er sich dem Erlöser für die Einsetzung dieses Sakraments der Barmherzigkeit Gottes bedanken soll, fasst er den Mut dieses weitere Thema aufzugreifen, und drückt sich nicht davor, dass er sich nachher auch noch in die weiteren, immer mehr heiklen Aspekte der aufgegriffenen Thematik der „Jugendlichkeit angesichts der Ehe: des Sakramentes der Ehe”  vertieft.

Dieser Abschnitt der Erwägungen soll also der Frage der ‘Jungfräulichkeit’ gewidmet werden. Das Thema der ‘Jungfräulichkeit’ und ‘Unberührtheit’ (als des Lebensstiles) fand in allen Zeiten ein weites Echo in Kulturen aller Völker, in Religionen, in der Welt der Wissenschaft und der Sitten der einzelnen Kontinente und Völker.

Ähnlich wie bei anderen signalisierten Themen, haben wir keinesfalls vor, spezialistische Analysen des Begriffs und der Präsentation immer anderer Aspekte der Frage der ‘Jungfräulichkeit’, noch der ‘Unberührtheit’ aufzugreifen. Wir beschränken uns dauernd auf konkrete Anwendungen der unternommenen Thematik und filtrieren die ankommenden Informationen unter dem Blickpunkt der im Laufenden erwogenen Aspekte – in diesem Fall: der Schuljugend und Jugend außerhalb der Schule im Zeitabschnitt der Jahre vor dem Verbundenwerden mit dem Eheband.

Vom anatomisch-medizinischen Blickpunkt her hängt die Jungfräulichkeit mit dem ‘Hymen’ (griech.: hýmen) zusammen. Es ist ein Fragment der Schleimhaut, die den Eingang zur Scheide umschließt. Diese Schleimhaut stellt eine personale Eigenschaft dar, demzufolge sie bei den einzelnen Mädchen und Frauen einen unterschiedlichen Bau und unterschiedliche Form hat. Sie sorgt eigenartig um mechanischen Schutz vor schädlichen Faktoren, u.a. vor Bakterien, und auch vor Invasion fremder Körper, die die Gesundheit des Mädchens bedrohen könnten.

Unter gewöhnlichen Bedingungen wird diese Schleimhaut beim ersten geschlechtlichen Verkehr durchbrochen. Beim Mädchen kommt es infolgedessen zu sogenannter ‘Defloration’ (vom Latein: defloratio; flos = Blume; ‘Entzug der Blume’). Es ist aber bekannt, dass das Hymen infolge vieler anderer Gründe geschädigt werden kann, u.a. bei Sportanstrengungen, infolge eigener Unachtsamkeit, bei gynäkologischer Untersuchung, wenn es anempfohlen ist, und auch infolge eigener Betätigungen des Mädchens – z.B. beim Spielen an sich selbst.

Ganz seltsam ist die Feststellung, dass das Hymen ausschließlich bei Mädchen-Frauen vorkommt, das heißt ausschließlich beim Menschen. Es gibt kein Hymen bei weiblichen Individuen irgendwelcher Säugetiere. Es gibt ein Hymen selbst bei menschenähnlichen Affen nicht, auch wenn die Anatomie dieser Tiere so ähnlich zu sein scheint in Zusammenstellung mit dem Körperbau des Menschen.

Daher wird dieses Hymen von manchen als „geheimnisvolle Erfindung des Evolutionismus” bezeichnet, wobei die anderen die Frage stellen, ob es „Gottes Gabe ist, oder Teufelsstreich” (sieh - poln.:
http://www.se.pl/kobieta/zdrowie-kosmetyki/blona-dziewicza-tajemniczy-wynalazek-ewolucji-bosk_11700.html)
.

Es wäre offenbar unernst behaupten zu suchen, dass das „Jungfern-Häutchen”, das unter allen ‘Säugewesen’ ausschließliches Charakteristikum des Menschen darstellt, das heißt des Mädchens-der-Frau, eine „Erfindung der ... Evolution” darstellt. Weder die Welt der Materie, noch die belebte Welt der Pflanzen und Tiere, noch umso mehr der Mensch als das wunderbare Wesen, das zugleich körperlich und geistig ist, das also „Person” ist – samt ausschließlich ihr eigenen, unveräußerlichen Eigenschaften (sieh ob.: „Grundsätzliche Ausstattung der menschlichen Natur: Vernunft-Wille-Verantwortung” – oder: „Noch einmal: unabtrittbare Eigenschaften des Menschen – der Person”) – kann ‘von-allein-entstehen’, beziehungsweise auf dem Weg eines blinden, zufälligen ‘Evolutionismus’  (vgl. HV 8). Dagegen das Gottes-Geschriebene-Wort stellt mit aller Schlichtheit, aber ganz eindeutig fest, dass der Mensch – sogleich als Mann und Frau, infolge des ausgesagten Gottes Schöpferischen Wortes zu existieren begonnen hat: „Es werde ...” (sieh ob., z.B.:  Erschaffung des Menschen: des Ebenbildes Gottes, oder: Die Erschaffung des Menschen als Gottes Ebenbildes):

„Elohím [= hebr.: Gott] schuf also den Menschen als sein Ebenbild;
als Ebenbild Elohím [= Gottes] schuf Er ihn;
als Mann und Frau schuf Er sie” (Gen 1,27).

Wenn der Mensch mit seiner Vernunft die Tatsache mit Glauben versteht, dass er nicht von allein entstanden ist, sondern Gott ihn erschaffen hat, ähnlich wie Gott alle anderen ‘Geschöpfe’ erschaffen hat, verunglimpft ihn dieser Glauben in keinem Fall, sondern im Gegenteil – er zeugt von der Beförderung des Menschen und trägt zur Durchscheinbarkeit in Gottes Augen bei, aber auch in eigenen Augen. Der Mensch kann sich dann Gott gegenüber voller Dankbarkeit in Huldigung verhalten, indem er Ihm bewusst und freiwillig sich selber ganzen als der Liebe anvertraut, die fortwährend das Leben weckt.

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Jungfräulichkeit in der Geschichte einiger Kulturen und Religionen

Fast alle Kulturen und volks-religiöse Überlieferungen haben auf die Jungfräulichkeit eines Mädchens, einer Frau, große Bedeutung gelegt. Die meisten Kulturen und Religionen forderten es, dass die Mädchen im jungfräulichen Zustand heiraten, das heißt dass der geschlechtliche Verkehr erst nach der amtlich eingegangenen Ehe stattfindet. Früher begonnene Verhältnisse wurden immer streng verurteilt, es gab auch Beispiele, dass solche Fälle mit dem Urteil eines meistens grausam verhängten Todesurteils bestraft wurden.

Anders gesagt, der Anbeginn des geschlechtlichen Verkehrs erst in der Ehe wurde zugleich als eigenartige ‘Zäsur’ (= dicker Strich) betrachtet, die den Zustand der Jungfräulichkeit vom Zustand der Ehe getrennt hat. Dieser Grundsatz hält weiter bis heute an – als völlig begründete moralische Verordnung. Seine Befolgung wird nicht nur vom Christentum befordert, das am Dekalog gestaltet wird, also an den Zehn Geboten Gottes, sondern praktisch von allen übrigen Religionen und Kulturen.

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Erklärung

Wenn die immer weitere Kontinenten und Staaten umgreifende ‘Sexuelle Revolution’ – mittels eines riesigen Zwangdrucks und einer schreienden Werbung die Abänderung der bisher angenommenen Restriktionen hinsichtlich des geschlechtlichen Verkehrs vor der Eheschließung abfordert, beziehungsweise selbst des Verkehrs ganz unabhängig von der Bindung mit dem Ehebund, müssen diese sich umwälzenden Wellen der Sexualisierung immer weiterer sozialer Schichten leider als Anzeichen der Verwildung der Sitten und der zunehmenden moralischen Dekadenz ganzer Gesellschaften, und selbst der ganzen Zivilisation angesehen werden.

Das geschieht nicht selten mit aktiver Anteilnahme vieler hoch in der Hierarchie der Staaten und Gesellschaft angestellten Politiker. Die moralische Sittenlosigkeit der Gesellschaft und laut gewordene Zurückweisung aller Bremsen der ethischen Verhaltensweisen war noch niemals Anzeichen der Förderung des Menschen, sondern seiner zunehmenden Selbst-Zerstörung.

Anzeichen der erwähnten moralischen Dekadenz der Gesellschaft ist u.a. das oft mit Anwendung eines starken Nachdrucks eingeführte Gesetz der ‘Gleichheit der Geschlechter’, und umso mehr die zugeteilte internationale wirtschaftliche Hilfe um den Preis der Sonderrechte für homosexuelle und lesbische Bände, und dabei noch Anrecht auf Abtreibung und Gebrauch der Abortivmittel, die vom Staat, das heißt von der Gesellschaft selbst finanziert wäre, samt der in Schulen und anderen Erziehungs- und Wissenschaft-Instituten eingeführten pflichtgemäßen ‘Sex-Edukation’. Diese letzte wird in Praxis eine staatlich beförderte Ermutigung zum unbeschränkten Betreiben eines ‘zügellosen-Sexus’, selbst schon auf dem Niveau der jüngsten Kinder, und umso mehr der Jugendlichen.

Die Geschichte lehrt nur allzu eindeutig, dass der sittliche Verfall der Gesellschaft im Bereich der Sexualität immer Symptom, oder eher mehr: Ankündigung der Dekadenz war und ist, das heißt der letzten Existenzstufe einer bestimmten Zivilisation. Trotzdem die modernen Leuten meistens von irgendwelchen Schlüssen nicht hören wollen, die allzu eindeutig von der ‘Lehre der vergangenen Geschichte’ strömen (sieh dazu ob.: Geschichte ... ‘Lehrerin’ des Lebens?). Es ist selbstverständlich klar, dass der ‘Vorgang des Zu-Ende-Gehens’ einer Zivilisation auf lange Jahre ausgedehnt werden kann.

Die Verschiebung des Untergangs einer Zivilisation hängt zweifellos mit entgegengesetzten Betätigungen zu diesem Verfall vonseiten dieser denkenden Personen – zumal der tief Gläubigen und Betenden, die diese dramatische moralische Problematik erblicken. Sie unternehmen alle möglichen geistigen Bemühungen, um die in sittliche Verdorbenheit hinfallende Menschenfamilie vor der Selbst-Vernichtung zu retten.

Eine wesentliche Rolle beim Vorgang der Abwehr der Menschenfamilie vom voranschreitenden sittlichen Verfall spielen zweifellos die Heiligen. Auf ganz besondere Art und Weise sind in dieses Werk diese Personen einbezogen, die sich ganz Gott geweiht haben, indem sie Ihm u.a. den von Ihm empfangenen Schatz ihrer Jungfräulichkeit anvertraut haben. Diese Personen unternehmen das Werk der Sühne, sie beten intensiv um Gottes Barmherzigkeit für ihre Brüder und Schwestern, die aufständisch die Gottes Friedensordnung verachten und sie umstürzlerisch zurückweisen.

Diese Verachtung drückt sich gewöhnlich ganz besonders in Form einer systematischen Zurückweisung der Gottes „Lösungen” [sieh dazu den Titel der hiesigen Homepage: „Dass die Liebe – LIEBE sei. Der Liebe – menschliche und Gottes Lösungen”], die die Gestaltung der geschlechtlichen Beziehungen betreffen. Gott der Schöpfer hat sie geregelt und auf unabwischbare Weise ins Gewissen jedes Menschen eingeprägt, darunter auch dieses Menschen, der Gott der Wahrheit nicht kennen gelernt hat. Diese Friedensordnung wurde schriftlich im Dekalog formuliert – in seinem VI. und IX.Gebot, und im mit ihnen einhergehenden V.Gebot:

Du sollst nicht die Ehe brechen
Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen
Du sollst nicht töten” !

In vielen Religionen gab es einen gesonderten sozialen Stand der ‘Jungfrauen’, die ihr jungfräuliches Leben bestimmten Gottheiten gewidmet haben. Die übrigen Leute der Gesellschaft zollten solchen Jungfrauen eine besondere sakrale Ehre, zugleich aber forderte man von ihnen eine unbedingt folgerichtige Verhaltensweise, was ihre der Gottheit geweihte Jungfräulichkeit angeht. Die Menschen selbst der heidnischen Religionen haben instinktivmäßig verspürt, dass eine vollständige Enthaltsamkeit vom geschlechtlichen Verkehr um eines höheren, religiösen Beweggrundes willen: zu Ehren einer, oder mehrerer Gottheiten, einen Akt darstellt, der auf ganz besondere Art auf Auszeichnung in Augen sowohl dieser Gottheit, wie auch der Bekenner dieser Religion verdient.

So war es z.B. im Altertum in Griechenland und im Alten Rom. In Griechenland hat es den Stand der Jungfrauen gegeben, die ‘Sibyllen’ genannt wurden. Die Sibyllen traten gewöhnlich an Voraussage der Zukunft, wenn sie in dieser Richtung eine Begeisterung empfanden. Priesterinnen-Sibyllen haben danach meistens jene Voraussagungen in besonderen Büchern, oder auch auf besonderen Blättern niedergeschrieben.

In Rom gehörten zum ähnlichen Stand der Jungfrauen Töchter, die vom Patriziergeschlecht stammten. Sie waren Priesterinnen der Göttin des Hausherdes Vesta, daher wurden sie ‘Vestalinnen’ genannt (Lat.: virgo Vestalis = Jungfrau der Göttin Vesta). Die Vestalinnen waren verpflichtet, die Jungfräulichkeit 30 Jahre hindurch ihres Dienstes zu bewahren, wonach sie heiraten und Kinder haben durften. Im Fall einer sexuellen Untreue wurden sie ungemein streng bestraft: lebendig begraben.

Im Alten Testament, das heißt in der Religion von Mose, war das Mädchen verpflichtet, die Jungfräulichkeit bis zur Eheschließung zu bewahren. Ein ähnliches Gewohnheitsrecht galt übrigens in Mesopotamien als verpflichtend: dort war auch der Stammort der Vorfahren Israels. Eine besondere Vorschrift des Gesetzes von Mose verpflichtete den Erzpriester. Er durfte als Frau ausschließlich eine Frau heiraten, die Jungfrau war. Für übrige Priester vom Levitischen Stamm galt die Anordnung, eine Jungfrau zur Frau zu nehmen, zwar nicht als vom Gesetz verordnet, dennoch sie wurde als eindeutige Anempfehlung gehalten.

Anderseits das Verbleiben das ganze Leben lang als Jungfrau stoß im Alten Testament auf Missbilligung, und das Leben im Stand der bewusst gewählten Jungfräulichkeit, das heißt gleichsam des ‘Zölibates’ war in der Religion von Mose ganz unbekannt – und konnte schwer verstanden werden.

Wunderbare Ausnahme in dieser Hinsicht war das Leben des Propheten Jeremia. Gott selbst hat ihm empfohlen, ledig zu bleiben (Jer 16,2). In diesem Fall sollte aber sein Leben für das ganze Volk Gottes Israel, auf Gottes Anordnung, Zeichen und zugleich Symbol werden. Sein Ledig-Bleiben sollte dramatische Warnung werden vor der nationalen und staatlichen Niederlage – wegen der andauernden Apostasie von Jahwéh. Das Volk Gottes, das in der Sprache des sich immer wieder offenbarenden Jahwéh als „Jungfrau; Tochter Zion; Jungfrau-Israel”  bezeichnet wurde, sollte falls Nicht-Bekehrung „Witwe, vom Ehegatten weggeworfene Ehefrau”  werden: wegen ihres nicht endenden Ehebruchs, und zwar ihres Bruchs des mit Jahwéh geschlossenen Bundes von Leben und Liebe – in Form beständig betriebener Apostasie von Jahwéh, um den „fremden Göttern” [= letztlich: dem Satan] zu huldigen (Dokumentation sieh ob.: Israel: Gottes Braut – und die Folge dieser Erwägung: Herzensergüsse Jahwéh’s Liebe bei Deutero- und Trito-Jesaja).

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Jungfräulichkeit in der Kirche Christi

Ein wesentlich neues Licht hinsichtlich der Jungfräulichkeit und des Standes der Jungfräulichkeit hat die Offenbarung des Neuen Testaments gebracht. Der Sohn Gottes Jesus Christus ist vom Himmel in die Welt herabgestiegen und ist von seiner Mutter Maria geboren, die Jungfrau war: vor seiner Empfängnis, in der Zeit der Geburt Christi, und nachdem sie Ihn in die Welt gebracht hat. Sie hat ihren Göttlichen Sohn geboren, der seinen Vater: Gott-den-Vater, schon hatte und Ihn weiter hat. Daher ist die Empfängnis Jesu Christi nicht durch die Teilnahme z.B. des Josephs, des Mannes Mariä, stattgeworden, sondern sie kam auf einen besonderen Eingriff des Heiligen Geistes zustande, der Dritten Gottes Person (Lk 1,26-38). Aus Gottes Eingabe und Führung entschloss sich Maria auf die Ehe mit Joseph schon vor dieser Heirat als auf eine ‘weiße’ Ehe: jungfräuliche Ehe.

Auch bei der Geburt blieb Maria weiter völlig Jungfrau. Der Sohn Gottes, der zugleich wahrer Sohn Mariä, seiner Jungfräulichen Mutter ist, hat sie bei der Geburt nicht berührt. Seine Geburt erfolgte auf – Gott bekannte Art und Weise so, dass Er schlechterdings durch Ihren Schoß durchgedrungen ist, ähnlich wie Jesus nach seiner Auferstehung in die Wohnung durch die Wände des Hauses kam, z.B. in den Saal des Letzten Abendmahls, trotzdem die Tür geschlossen war und trotzdem das Haus doch Mauern gehabt hat.

Auf diese wunderbare Weise erfolgte in Maria die Verbindung ihrer niemals angerührten Jungfräulichkeit – mit der Gabe und Gnade der Mutterschaft. Es ist ein Präzedenzfall, der niemals mehr in einem anderen Fall wiederholt werden wird. Das alles erfolgte in wörtlichsten Sinn auf Eingriff des Heiligen Geistes.

Selbst auch der Dreieinige hat es geschaffen, um mit unentbehrlichen Erklärungen zuvorzukommen sowohl mit Bezug auf Maria selbst, wie auch ihren wahren Mann – den Joseph. Der Hl. Johannes Paul II. hat dieses Thema am Ende des Marianischen Jahres aufgegriffen (1987-88), und zwar in seiner Apostolischen Adhortation „Redemptoris Custos – Der Beschützer des Erlösers”. Wir verweisen auf seine tiefen Erwägungen zu diesem Thema (sieh von unserer Seite: Redemptoris Custos – vom: 15.VIII.1989).

Selbst der Erlöser, der Menschen-Sohn, hat ein Leben in Jungfräulichkeit gewählt. Er hat aber das Leben in Jungfräulichkeit und im Stand der Jungfräulichkeit mit der Botschaft seines Evangeliums belichtet. Er gab zu verstehen, dass es nicht um negativ begriffenes Nicht-Schließen der Ehe geht, sondern um eine ungemein tiefere Wirklichkeit. Der einzige Beweggrund, der der gewählten Jungfräulichkeit würdig ist, soll die Entscheidung auf diesen Schritt „um des Gottes Reiches willen” sein (Mt 19,12).
– Wie es sich aber bei tieferer Analyse dieses Ausdrucks im weiteren Zusammenhang zeigt, dieser Beweggrund: „um des Gottes Reiches willen”, beziehungsweise „des Himmlischen Reiches” – ist die Person selbst Jesu Christi, des Erlösers des Menschen.

Jesus ist zugleich der „Bräutigam-vom-Kreuz” der von Ihm gegründeten Kirche. Diese Kirche, die aus einer Vielheit von Personen besteht, wird im Heiligen Geist, dem Meister des Vereinigungswerkes solcher Vielheit von Personen zu einem „Jemanden Einen” (sieh: Gal 3,28). Diese Kirche hat Jesus Christus für sich selbst um den Preis seines Blutes der Erlösung erkauft – als die von Ihm Geliebte seine Braut (Kol 1,18.20.24; Eph 1,7.10; 5,2.24-27.32; usw.). Dieses Thema wurde von uns ausführlich schon in früheren Kapiteln unserer Homepage besprochen (sieh ob.: Der Gottes Bräutigam in Hingabe am Kreuz seiner Selbst der Braut zugute: ‘... bis zum Letzten’).

Auf diese Art und Weise wird die Weihe des eigenen Lebens „um des Gottes Reiches willen” eine eigenartige – auf Gottes Weise begriffene und verwirklichte, Vermählung mit dem Erlöser-vom-Kreuz. Hier gibt es nichts von ‘Sexualität’ : es gibt dagegen das, was in personalistischer, personaler Liebe in ihrem Gottes Sinn – das wesentliche bedeutet: die Hingabe und Vereinigung „der Person für die Person”.

Die Idee an sich der ‘Jungfräulichkeit’, und umso mehr der ‘Jungfräulichkeit um des Reiches Gottes willen’  war für den Mosaismus etwas so sehr fremdes, dass diese Idee auch im Christentum sich verhältnismäßig erst langsam durchbrechen musste: erst im Laufe der Zeit. Erst allmählich hat man die Schlüsse von Worten und Taten Christi selbst gezogen. Der Sohn Gottes aber hat seiner künftigen Kirche u.a. die Perspektive des ewigen Lebens gezeigt, wann die Menschen „nach der Auferstehung nicht mehr heiraten werden, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel” (Mt 22,30).

Früher haben wir auch schon ausführlicher – aufgrund vor allem der Aussagen des Hl. Johannes Paul II., erwogen, was das heißt und was das bedeutet: Stand des Lebens in Jungfräulichkeit sowohl was die Frauen angeht, wie die Männer, die das Leben in Konsekration-Weihe um Christi-des-Bräutigams willen gewählt haben. Daher entwickeln wir hier dieses Thema nicht mehr tiefer (sieh ob., III. Teil, 2. Kapitel: Vielleicht Priester werden? Oder Leben im Orden?).
– Am angeführten Ort kann auch eine tiefere Erörterung hinsichtlich der Erwähnung Jesu über den Beweggrund „um des Himmelreiches Gottes willen” gefunden werden. Er betrifft nicht etwas anderes, das heißt er bedeutet keine irgendwelche ‘Sache’, noch einmal die ‘Jungfräulichkeit’ als eigenartigen biologischen Zustand, sondern Ihn selbst: seine Gottes Person. Er ist es – jenes „Gottes Reich”!

Mit anderen Worten, wir sind einmal mehr Zeugen des Stiles, mit dem sich Gott zu seinem lebendigen Ebenbild verhält – Mann und Frau. Die Weihe an Gott im Gottgeweihten Leben ist immer Hingabe an Gott zur völligen Verfügung nicht eines ‘Etwas’, z.B. der Jungfräulichkeit-als-Jungfräulichkeit, sondern immer „der Person an die Person”. Die Weihe an Gott in Jungfräulichkeit bedeutet Hingabe zur vollständigen Verfügung der „Person” des Sohnes Gottes. Er aber, Jesus Christus, ist zugleich der einzige Bräutigam seiner Braut-der-Kirche und einer jeden einzelnen Seele (sieh ob., III. Teil, 2. Kap.: Der einzig maßgebende Beweggrund).

Wie schon oftmals hervorgehoben, Jesus ist kein „Bräutigam” im ‘sexuellen’ Sinn, sondern immer nur in diesem einen: als Erlöser seiner Kirche, seiner Mystischen „Braut”. Diese ‘Seine’, diese Braut – hat Jesus für sich um einen unvorstellbar hohen Preis erworben: des Blutes seiner Passion. Jesus Christus ist Bräutigam der Kirche, indem Er sein Leben „dargibt-es-hingibt”, dass „die Schafe Leben haben, dass sie es in Fülle haben” (Joh 10,10).

Erst hier erfüllt sich im wörtlichsten Sinn die Definition der Wirklichkeit, die die „Liebe” ist in diesem Sinn, wie sie von Gott selbst begriffen wird. Sie ist keine Sache allein der ‘Gefühle’, noch umso mehr des ‘Sexus’. Hier muss sich alles mit der durch und durch personalen Beschaffenheit auszeichnen. Liebe im Stil, wie sie vom Dreieinigen – in seinem Eingeborenen Sohn, dem Erlöser des Menschen, dargestellt wird, ist in vollem Sinn „Gabe der Person – für die Person” (sieh dazu: BF LR 11; FC 14). Bis zu diesem Grad, dass Christus, der Sohn Gottes und Menschen-Sohn zugleich, mit seinem Selbst diese ‘Seine’ – seine Braut – die Kirche, nährt und tränkt.
– Er nährt sie und tränkt – nicht mit fremdem Blut, sondern dem eigenen Leib und Blut: zum ewigen Leben – und reinigt sie vom Schmutz der Sünden mit dem Wasser, das aus seiner durchbohrten Seite hervorgeströmt ist.
– So ist die Eucharistie: die zuengste Vereinigung der Person Gottes selbst – mit dem Geschöpf seiner Vorliebe: der Person, die die Eucharistie empfängt – Mann und Frau.

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5. Jungfräulichkeit und Keuschheit

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Präzisierung der ‘Jungfräulichkeit’ als Keuschheit

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Erklärung

Nach der einführenden Belichtung hinsichtlich der Stelle, wie sie im Fall der Jünger Christi die ‘Jungfräulichkeit’ einnimmt, eventuell des freiwillig gewählten Lebensstandes in ‘Jungfräulichkeit’ als zwar Aktivierung des allgemein-menschlichen Rufes zur Elternschaft, aber dieses Mal (wie es bei der Unbefleckten Mutter-Jungfrau Maria war) zur Elternschaft im „Heiligen Geist”, das heißt auf unvergleichlich höherem Niveau (sieh ob.: Die bräutlich-elterliche Veranlagung im geweihten Leben), ist es zeitig genug, unsere Aufmerksamkeit von neuem auf Mädchen einzuschränken – diese auf der Stufe des Lebens vor der Eheschließung.

Es gehört sich wiederholt festzustellen, dass jedes Mädchen, ähnlich wie auch jeder Junge, allzu guten Bescheid wissen (sollte auch selbst dieser konkrete Junge, bzw. dieses bestimmte Mädchen bemüht sein, über dieses Bewusstsein hinwegzusehen, trotzdem es laut spricht und in der Stimme des Gewissens beunruhigt), dass als ‘Norm’ bei der Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen zwischen dem Jungen und dem Mädchen unabänderlich dasselbe Gebot gilt, mit dem ausnahmslos jeden Menschen in der Stimme des Gewissens, und nachher außerdem in Form der Zehn Gottes Gebote – dieser Gott verpflichtet, der als der „Einzig Gute” außerstande ist, dem Menschen irgendeinen Schaden zuzufügen.

Gerade diese Eigenschaft Gottes: dass Gott dieser „Einzig Gute” ist, hat Jesus ungemein deutlich in seinem Dialog mit dem jungen Mann hervorgehoben: „Was nennst du Mich Gut? Niemand ist gut außer Gott allein”  (Mk 10,18; s. auch: Mt 19,17).

Daselbst weiß auch jedes Mädchen (wie selbstverständlich auch jeder Junge) vortrefflich, dass im Fall eines Versuchs, die Stimme Gottes, die in ihrem Gewissen spricht, irgendwie ‘geschickt zu manövrieren’, verspürt sie ‘subkutan’ bestens, dass sie weiter und vollgültig den Schatz der Jungfräulichkeit zu schützen und ihn zu bewahren verpflichtet ist als Gottes makellose Gabe – bis zur Heirat selbst, wenn der Dreieinige selbst diese zweien schon als Eheleute auf das Terrain ihrer Intimität einführt.

Jedes Mädchen ist sich auch bewusst (ähnlich wie auch jeder Junge), dass die Gebote Gottes keine starre Verwaltungsvorschriften eines seelenlosen ‘Straf-Kodexes’ darstellen. Hinter jeder ‘Vorschrift und dem Lautwort’ der Gottes Gebote blickt nicht eine Vorschrift-um-der-Vorschrift willen, sondern jedes Mal der Personale Gott: der Vater – der Sohn – der Heilige Geist.
– Daselbst steht auch hinter dem VI.Gebot dieser Gott, der Liebe IST, der Leben IST, und der zugleich ... Barmherzigkeit ist.

Man muss sich auch klar um die Tatsache bewusst sein, dass sich Jesus Christus von Gottes Geboten niemals als von einer Wirklichkeit ausgedrückt hat, die der willkürlichen ‘Wahl’ überlassen sein sollte, also als ob ihre Befolgung beziehungsweise Nicht-Befolgung eine Frage wäre zwischen zwei beliebigen Optionen, deren sowohl eine, wie die andere gleich ‘gut’ wäre. Die Lehre Jesu darüber, was es gerecht und gut ist, und was Fehler und Übel, ist klar und eindeutig.

Trotzdem sich die Gebote Gottes auf den freien Willen des Menschen berufen und alles andere sind, aber nicht Aufzwingung ihrer Befolgung.
– Zu gleicher Zeit aber, oder vielleicht umso mehr: von ihrer Umsetzung ins Leben wird das Erlangen des – ewigen Lebens im „Haus des Vaters” bedingt. Solche Umsetzung ins Leben wird auch zum unwiderlegbaren Zeugnis der Liebe zu Gott. Die diesbezüglichen Worte des Sohnes Gottes Jesus Christus haben wir schon mehrmals angeführt:

„Wer Meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der Mich liebt.
Wer Mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden,
und auch Ich werde ihn lieben – und Mich ihm offenbaren” (Joh 14,21).

Solchen Stil sollen auch die Eltern und alle Erzieher annehmen – unabhängig davon, ob es um kleine Kinder geht, oder die heranwachsende Jugend, oder auch die ganze Gesellschaft. Das erwartet Christus auch von den Hirten der von Ihm gegründeten Kirche. Es wurde in immer wieder dynamisierenden Worten vom Völkerapostel Paulus in seinem Brief an den geliebten Jünger Timotheus zum Ausdruck gebracht:

„Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird bei seinem Erscheinen und seiner Königsherrschaft:
Verkündige das Wort, sei zur Stelle – ob gelegen oder ungelegen, weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.
Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach eigenen Wünschen Lehrer zusammensuchen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen.
Sie werden ihr Ohr von der Wahrheit abwenden, den Fabeleien aber zuwenden.
Du aber sei nüchtern in allem, geduldig im Leiden; verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst” (2 Tim 4,1-5. – Vgl. Tit 1,10.13-14; s. auch: VSp 30).

Daselbst wissen auch die Mädchen vortrefflich (dasselbe gilt ebenfalls für die Jungs), dass Gott, dieser „Einzig Gute” – es von ihnen erwartet, dass sie nicht nur die biologisch-physische Integralität ihres Leibes hüten, und demzufolge ihre ‘Jungfräulichkeit’  im Sinn ihres Jungfernhäutchens (Hymen), bis sie wahrhaft das Ehegelöbnis ablegen, wenn erst Gott die Neuvermählten auf das Terrain ihrer geschlechtlichen Intimität einführt.

Für den Jünger Christi gibt es keinen Zweifel, dass die physische Integralität in Form der Bewahrung des nicht geschädigten ‘Jungfernhäutchens’ zwar einen kostbaren Schatz darstellt, dennoch spielt er letztlich eine nur sekundäre Rolle. Die ‘Jungfräulichkeit’ in der Bedeutung, wie sie vom Geist des Evangeliums Christi herkommt, stellt vor allem die jungfräuliche Integralität im geistigen Sinn dar, also im Sinn der Keuschheit und Durchscheinbarkeit der Seele.

In der theologischen christlichen Terminologie wird die so begriffene ‘Jungfräulichkeit’ gern mit dem einigermaßen gleichbedeutenden Namen bezeichnet, und doch charakteristisch unterschiedlichen und wesentlich weiteren als allein ‘Jungfräulichkeit’ = Jungfernhäutchen (Hymen). Es geht um das Wort „Keuschheit, Reinheit” : in Bedeutung der Tugend der Keuschheit. Sie gilt von der Keuschheit und Reinhalt der Gedanken, der Vorstellungskraft, Einwilligung auf Gefühle, die von Gott nicht gesegnet werden könnten, usw.

Nichts würde die Bewahrung der physischen Integralität des ‘Jungfernhäutchens’ taugen, wenn das Mädchen zu gleicher Zeit auf Betreiben des ‘Sexus’ umschalten sollte – sei es mit ihr selbst, sei es mit jemandem anderen – nur dass es so geschehen würde, dass das Hymen im biologischen Sinn nicht beschädigt werden sollte. Wer ‘Sex’, betreiben will, und sich nur vor dem Akt der ‘Kopulation’ enthält, findet hundert andere Arten und Weisen zu Sex-Praktiken ohne die ‘Jungfräulichkeit’ im physischen Sinn anrühren zu müssen. Es ist klar, dass solches Mädchen alles andere sein könnte, nur nicht ‘Jungfrau’ im Gottes – und theologischen Sinn.

Dasselbe gilt auf seine Art für den Jungen, den Jüngling. Gott hat zwar den Mann nicht mit einer ähnlichen Gabe ausgestattet, wie Er es bei Mädchen, Frauen getan hat. Daselbst gibt es bei einem Mann keine Analogie einer biologisch-physischen ‘Absicherung’ vor der sexuellen Aktivierung seiner Genitalorgane.
– Dennoch für die männliche Welt ist genau dieselbe ethische Qualifikation gültig, wie hinsichtlich der Welt der Mädchen-Frauen. Denn auch der Junge kann mit einem Mädchen keinen Akt der Kopulation im biologisch-physischen Sinn unternehmen, und doch er kann ‘sexuell’ voll aktiv sein und so leben. Es würde in diesem Fall um Betätigungen gegen das VI.Gebot gehen: im Verhältnis zu sich selbst, oder z.B. zu einem Mädchen, einer Frau, mit der er voll aktiv ‘Sex’ praktiziert in immer anderen Abänderungen – ohne aber den normalen Geschlechtsverkehr zu unternehmen. Es geht dann meistens um höchst entartete Sex-Praktiken, nur dass sie das Hymen nicht anrühren.

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Ruhm der Jungfräulichkeit

Jetzt müssen wir endlich die tatsächliche Wirklichkeit mit offenen Augen anblicken um sich bewusst zu werden, wie junge Mädchen und Fräuleins unseres kulturellen und religiösen Milieus den ihnen von Gottes Schöpfergüte geschenkten Schatz der Jungfräulichkeit erleben.

Es kommt vor allem die wunderliche Feststellung in Rechnung: Sollte die Tatsache an sich, dass unter allen übrigen Gottes Geschöpfen, darunter vor allem den weiblichen Vertretern der Säugetiere, allein das Mädchen: der Mensch – mit dem ‘Jungfernhäutchen’ ausgestattet ist, nicht etwa vielsprechendes Zeugnis darstellen, dass es vom Blickpunkt des Gottes Erschaffungswerkes her eine Gabe ist, deren Bedeutung etwas ganz Ausnahmsvolles darstellt? Hier bleiben wir schlechterdings vor einer Bevorzugung der Menschennatur ohne Präzedenz stehen – im Unterschied zur Welt der Tiere.

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Erklärung

Es kann keinen Zweifel geben, dass die Tatsache an sich, dass das Mädchen mit dieser eigenartigen ‘Absicherung’ ausgestattet ist: mit dem Jungfernhäutchen, Zeugnis der Gottes weitgreifender Vorsorge vor allem um jedes Mädchen selbst, jede Frau darstellt. Am Spiel ist die Würde der Frau, angefangen von diesem noch kleinen Mädchen.
– Wenn an solche ‘Absicherung’ Er selbst, dieser liebende Schöpfer gedacht hat, steht niemandem vernünftigen das Anrecht zu, ‘Gott anzuklagen’, dass dieser eigenartige Schatz, mit dem Er das Mädchen, die Frau ausgestattet hat, sinnlos ist und keinen Wert darstellt. Eine gegenteilige Meinung gleiche einer empfindlichen Beleidigung Gottes und einem Vorwurf Gott gegenüber vonseiten des ‘mehr als Gott selbst gescheiten Menschen’, dass Er sich am Werk der Erschaffung ‘nicht auskennt’ und dass erst der Mensch – Gott ‘zeigen würde’ und Ihn belehrte, wie – in diesem Fall: der Mensch-‘die Frau’ – erschaffen werden sollte.

Indessen Gott weiß es allzu gut, warum Er die Frau so, und nicht anders erschaffen hat, und warum Er sie u.a. mit diesem wunderbaren Schatz: der Jungfräulichkeit, ausgestattet hat.
– Der Prophet Jesaja führt an einer Stelle die Worte eines Sünders an, der stolz in seiner Zurückweisung Gottes eingebildet, Gott einzureden sucht, dass NICHT Er – Gott, sein Schöpfer ist:

„Weh euch, die ihr alles verdreht !
Ist denn der Ton so viel wie der Töpfer?
Sagt denn das Werk von dem, der es herstellt:Er hat mich nicht gemacht’ ? ...” (Jes 29,16).

Anders gesagt, die Gabe der Jungfräulichkeit kann unmöglich nicht davon zeugen, dass sie eine ganz besondere Bevorzugung gerade des Menschen, der Frau in Gottes Augen darstellt. Diese Gabe, die in der erschaffenen Welt bei keinen anderen Vertretern der Tiere vorkommt, erfüllt augenscheinlich vom Gottes Blickpunkt aus eine ungemein ausnahmsvolle Rolle. Ihre Bewahrung in nicht angerührtem Stand verleiht dem Mädchen, der Frau – eine ganz besondere Würde: sie bleibt – solange sie selbst es wünscht – eine Frau, die Jungfrau ist. Sie ist eine Frau, die in ihrer elterlichen Potentialität unberührt bleibt.

Wenn sich das Mädchen diese Tatsache zum Bewusstsein bringt, hilft es ihr auf grundsätzliche Weise, ihre Würde als eben Mädchen-Jungfrau zu bewahren und sie zu verteidigen: sowohl sich selbst gegenüber, wie auch gegenüber anderen Menschen. Das betrifft auch einen eventuellen sexuellen Aggressor. In so manchem Fall zieht sich ein Mann, der vielleicht schon-schon ein Mädchen befallen wollte, um sie sexuell auszunutzen, letztlich zurück, wenn sie ihm erklärt, sie ist Jungfrau und will auf keinen Fall diesen Ruhm verlieren, bevor sie nicht geheiratet hat.

Anderseits, jede Zeitepoche ist reich an tapferen Mädchen und Frauen, die bewusst um ihre frauliche Würde, und zugleich um das VI.Gebot Gottes, ihre Jungfräulichkeit mit großer Entschlossenheit und heldenhaft zu verteidigen verstehen, falls sie von einem ausgearteten Menschen befallen werden. Wie oft solche Mädchen – Jungfrauen, letztlich eben deswegen einen Märtyrertod erfahren – meistens unter ihnen zugefügten grausamen Wunden und Torturen (sieh dazu acht unterhalb angeführte Tatsachen-Beispiele: Im tödlichen Kampf um die Bewahrung der Keuschheit ‘um Christi willen’).

Anderseits ist es klar, dass es Mädchen und schon erwachsene Frauen gibt, die sich dessen rühmen und voller Stolz mit ihrer ‘Jungfräulichkeit’ prahlen.
– Anderes ist eine freudige Dankbarkeit, die eine Jungfrau, ein Mädchen, Gott als dem Schöpfer zum Ausdruck bringt u.a. für diesen so besonderen Schatz: der Jungfräulichkeit.
– Ganz anderes ist dagegen, wenn jemand deswegen sich aufbläht und auf sich als wanderndes Ideal und Beispiel einer ‘Jungfrau’ prahlt – nur dass diese Frau zugleich mit ganzer Verachtung mit ihrem Finger auf andere Frauen hinweist und dabei hervorhebt, dass sie nicht mehr Jungfrauen sind, und ihre Jungfräulichkeit durch ihre Ausgelassenheit und Prostitution verloren haben.

Die Tugend ist ‘Tugend’, wenn sie leise ist und demütig, wenn sie sich nicht über die anderen erhebt. Wenn jemand auf seine physische Integralität hinweist als auf Titel zur Verachtung anderer Frauen, die diese Integralität aus eigener Schuld verloren haben, führt er selbst einen Strich über seinen Wert und seine Verdienste – sowohl in Augen der Menschen, wie umso mehr Gottes. Es wäre in solchem Fall die typische Haltung des prahlenden Pharisäers, von dem Jesus im Evangelium spricht:

„Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet:
Gott, ich danke Dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin,
die Räuber, Betrüger, Ehebrecher – oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens
...
– Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben,
sondern schlug sich an die Brust und betete:
Gott, sei mir Sünder gnädig!’.
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt,
wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden” (Lk 18,11-14).

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Dieser und diese haben die Keuschheit freudig bewahrt

Es ist Tatsache, die schwer angenommen werden muss, die zugleich angesichts Gottes Sicht sehr verdrießlich ist, wie anderseits der Würde sowohl der Heimat als dieses Landes, das angeblich besonderes ‘Eigentum’ Christi und Mariä ist, dass ein bedeutender Teil selbst ganz junger Mädchen und der weiblichen heranwachsenden Jugendlichen – schon lange her die ihnen von Gott geschenkte Jungfräulichkeit ... losgeworden sind.

Aber, wie schon so manches Mal erwähnt wurde, auch wenn in etwas anderem Zusammenhang, negative Beispiele von Mädchen, die ohne in Verlegenheit zu geraten sich der Feststellung grosstun, sie hätten ‘diesen ersten’ (Verkehr) schon längst hinterher, greifen noch nicht vor – über die tatsächlichen selbst statistischen Daten mit Bezug auf Mädchen, oder schon auch Verlobte Paare, die sich mit einem Gewissen trauen lassen, das mit seit langem betriebenem ‘Sex’ belastet ist.
– Diese Mädchen brüsten sich und prahlen triumphierend wegen der Tatsache, sie hätten schon ‘endlich’ aufgehört ‘Jungfrau’ zu sein, so dass sie demzufolge vom Stand des ‘Mädchen-Seins’ in den Stand des ‘Frau-Seins’ im vollen Sinn durchgekommen sind.

Einerseits können solche Mädchen auf keinen Fall als Muster für Verhaltensweisen im erörterten Bereich für übrige Mädchen gelten. Muster und Beziehung für die Wertung der ethischen Verhaltensweisen bleibt unabänderlich Gott der Schöpfer. Er aber hat dem Menschen die liebevollen, unabänderlich dieselben, untrügbaren, und dabei verpflichtenden Wegweiser gezeigt. Es sind die Gebote Gottes. Ihre Bedeutung und ihr Dasein ist ganz unabhängig vom Wissen und Willen irgendjemandes der Menschen. Von ihnen wird auch jeder Mensch ausnahmslos ... abgerechnet.

Anderseits das laute Prahlen solcher Mädchen, sollten sie noch so sehr aufgeblasen die Feststellung zur Schau tragen, ihre Jungfräulichkeit hätte ihnen ‘endlich’ nicht mehr am Weg gewesen, ist außer Stande, die weiter im vollen Grad verpflichtende ethische Norm in irgendwelchem Maß zu entkräftigen: ist sie doch unabwischbar in das Gewissen jedes Menschen eingeprägt.

Vom Gesichtspunkt aus des VI.Gebotes Gottes, wie auch des im Gewissen jedes Menschen eingeprägten moralischen natürlichen Gesetzes, das keine ‘beliebige Option’ darstellt, sondern ihm die Beschaffenheit einer verpflichtenden Norm zusteht, trotzdem sie sich an den freien Willen des Menschen richtet, der diese Norm selbstverständlich auch zurückweisen kann – folgert noch überhaupt nichts, das heißt es können keine Schlüsse in diesem Sinn gezogen werden, als ob die ‘Anzahl’ der allgemein im Bereich des VI.Gebotes begangenen Sünden die Abolition, eine Modifikation oder nur ‘Verwässerung-Verdünnung’ nach sich dieses Gottes Gesetzes herbeiführen sollte.

Wir haben schon ein paarmal die Worte des Hl. Johannes Paul II. angeführt hinsichtlich des Wertes aller soziologisch-statistischer Untersuchungen, die bei soziologischer Bewertung solcher Art Ereignisse angewandt zu werden pflegen (sieh ob., z.B.: Soll also das Gebot Gottes ... gestrichen werden?):

[Die Kirche] horcht auf die Stimme des Gewissens, und nicht auf die ‘Macht’,
und verteidigt so die Armen und Verachteten.
Die Kirche weiß auch die soziologischen und statistischen Forschungen zu schätzen,
wenn diese sich zur Erfassung des geschichtlichen Umfeldes,
in dem sich das pastorale Wirken vollziehen muss, nützlich erweisen
und wenn sie zu einer besseren Erkenntnis der Wahrheit verhelfen;
diese Forschungen allein können jedoch nicht ohne weiteres
als Ausdruck des ‘Glaubenssinnes’  betrachtet werden ...” (FC 5).

Das bedeutet also, dass sollten selbst alle Mädchen ausnahmslos, und alle Brautpaare ‘Sex’ betreiben – dem Gebot Gottes zuwider und Gott zum Trotz, würde diese Tatsache das Gebot Gottes in geringstem Grad weder aufheben, noch es modifizieren, noch umso mehr seine voll verpflichtende Beschaffenheit umstoßen.

Es gehört sich die Worte Johannes Paul II. zur Erinnerung zu bringen hinsichtlich der verpflichtenden Beschaffenheit besonders der negativ formulierten Gebote Gottes. Mögen die ausführlicheren Auszüge der Enzyklika Johannes Paul II. „Veritatis Splendor – Der Glanz der Wahrheit” (1993) zur nüchterneren Bewertung sowohl der Autorität Gottes selbst in seiner Wahrheit beitragen, wie auch der Würde, zu der jeder Mensch berufen wird, darunter ganz besonders jedes Mädchen und jede Frau angesichts der Möglichkeit, dass diese Würde und diese Berufung irgendwie beleidigt werden könnte:

Moralische negative Normen

„... Den negativen Normen des Gesetzes der Natur steht eine universale Kraft zu: sie verpflichten alle und jeden, immer und unter jedem Umstand.
Es handelt sich hier um Verbote, die eine bestimmte Handlung semper et pro semper [= latein: immer und für immer], verbieten, ohne Ausnahme, weil die Wahl einer entsprechenden Verhaltensweise in keinem Fall mit dem Gutsein des Willens der handelnden Person, mit ihrer Berufung zum Leben mit Gott und zur Kommunion mit dem Nächsten vereinbar ist.
Es ist niemandem und niemals erlaubt die Gebote zu übertreten, die rücksichtslos alle verpflichten, die allen Menschen gemeinsame Würde der Person im anderen Menschen, und vor allem in sich selbst, nicht zu beleidigen” (VSp 52).

Und:

Gehorsam angesichts der negativen Norm

„Die negativ formulierten sittlichen Gebote hingegen, das heißt diejenigen, die einige konkrete Handlungen oder Verhaltensweisen als in sich schlecht verbieten, lassen keine legitime Ausnahme zu; sie lassen keinerlei moralisch annehmbaren Freiraum für die ‘Kreativität’ irgendeiner gegensätzlichen Bestimmung.
Ist einmal die sittliche Artbestimmung einer von einer allgemeingültigen Regel verbotenen konkret definierten Handlung erkannt, so besteht das sittlich gute Handeln allein darin, dem Sittengesetz zu gehorchen und die Handlung, die es verbietet, zu unterlassen” (VSp 67).

Die innerlich bösen Handlungen und die gute Absicht

„Wenn die Kirche vom Bestehen innerlich böser Handlungen lehrt, beruht sie auf der Doktrin der Heiligen Schrift. Der Apostel Paul stellt kategorisch fest:
Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber – werden das Reich Gottes erben’ [1 Kor 6, 9-10].
– Wenn die Handlungen innerlich schlecht sind, können eine gute Absicht oder besondere Umstände ihr Übel zwar abschwächen, aber sie können es nicht aufheben: Es sind ‘irreversibel’ üble Handlungen, die sich selbst an sich und in sich selbst nicht dazu eignen, Gott und dem Guten der Person zugeordnet werden zu können:
Wer würde es im Hinblick auf die Handlungen, die durch sich selbst Sünden sind (cum iam opera ipsa peccata sunt) – schreibt der hl. Augustinus – wie Diebstahl, Unzucht, Gotteslästerung, zu behaupten wagen, sie wären, wenn sie aus guten Motiven (causis bonis) vollbracht würden, nicht mehr Sünden oder – eine noch absurdere Schlussfolgerung, sie wären gerechtfertigte Sünden?’.
– Darum können die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch sein Objekt sittenlosen Akt – in einen ‘subjektiv’ sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln (VSp 81).
– Im Übrigen ist die Absicht dann gut, wenn sie auf das wahre Gut der Person im Blick auf ihr letztliches Ziel gerichtet ist. Die Handlungen aber, die sich aufgrund ihres Gegenstandes (Objektes) nicht auf Gott ‘hinordnen’ lassen und ‘der menschlichen Person unwürdig’, stehen diesem Gut immer und in jedem Fall im Widerspruch.
– In diesem Sinne bedeutet die Beachtung der Normen, die solche Handlungen verbieten und semper et pro semper [= Latein: immer und für immer], das heißt ohne irgendwelche Ausnahme, verpflichten, nicht nur keine Beschränkung für die gute Absicht, sondern sie ist geradezu der fundamentale Ausdruck der guten Absicht (VSp 82).

Umso mehr geht es immer darum, den Menschen und seine Würde nicht zu vermindern, selbst wenn es sich darum handelte, in Verteidigung des Gesetzes Gottes sein eigenes Leben hinzuopfern:

Freiheit und Gleichheit eines jeden im Angesicht der moralischen Norm

„Die Entschlossenheit, mit der die Kirche die universalen und unveränderlichen moralischen Normen verteidigt, hat keineswegs vor, den Menschen zu herabschmälern, sondern sie dient seiner wahren Freiheit. Indem es keine Freiheit außerhalb der Wahrheit oder gegen sie gibt, muss angenommen werden, dass die kategorische – das heißt keine Ausnahmen noch Kompromisse zulassende – Verteidigung der absolut unabdingbaren Erfordernisse, die der personalen Würde des Menschen entspringen, Weg zur Freiheit und Voraussetzung überhaupt ihrer Existenz darstellt.
– Dieser Dienst wendet sich an jeden Menschen, insofern er in der Einzigart und Unwiederholbarkeit seiner Existenz gesehen wird: Nur im Gehorsam gegenüber der universalen moralen Normen findet der Mensch die volle Bestätigung seiner Einzigartigkeit als Person und die Möglichkeit des wahren moralischen Wachstums.
Und eben darum wendet sich dieser Dienst an alle Menschen: nicht nur an die einzelnen, sondern auch an die Gemeinschaft, an die Gesellschaft als solche. Diese Normen bilden in der Tat das unerschütterliche Fundament und die zuverlässige Gewähr für ein gerechtes und friedliches menschliches Zusammenleben und damit für eine echte Demokratie, die nur auf der Gleichheit aller ihrer, in den Rechten und Pflichten vereinten Mitglieder entstehen und wachsen kann.
– Angesichts moralischer Normen, die Taten verbieten, die innerlich schlecht sind, gibt es für niemanden Privilegien noch Ausnahmen. Hier ist es bedeutungslos, ob jemand Herr der Welt ist, oder der letzte ‘Elendste’ auf Erden: Angesichts der moralischen Ansprüche sind wir alle absolut gleich” (VSp 96).

Märtyrertum: Unverletzbarkeit der moralischen Ordnung


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Erklärung

„Die Kirche legt den Gläubigen das Beispiel zahlreicher Heiliger Männer und Frauen vor, die die moralische Wahrheit gepredigt und bis zum Martyrium verteidigt oder den Tod einer einzigen Todsünde vorgezogen haben. Indem die Kirche sie zur Ehre der Altäre erhob, hat sie ihr Zeugnis bestätigt und ihre Überzeugung öffentlich für richtig erklärt, wonach die Liebe zu Gott auch unter den schwierigsten Umständen die Einhaltung seiner Gebote und die Weigerung, sie zu verraten – und sei es auch mit der Absicht, das eigene Leben zu retten – verbindlich einschließt” (VSp 91)

„Als Bekräftigung der Unverbrüchlichkeit der sittlichen Ordnung kommen im Martyrium die Heiligkeit des Gesetzes Gottes und zugleich die Unantastbarkeit der persönlichen Würde des nach dem Abbild und Gleichnis Gottes geschaffenen Menschen zum Leuchten. Es ist eine Würde, die niemals, und sei es auch aus guter Absicht, herabgesetzt oder verstellt werden darf, wie auch immer die Schwierigkeiten aussehen mögen. Mahnend gibt uns Jesus mit größter Strenge zu bedenken:
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert?’  [Mk 8,36].
– Das Martyrium weist als trügerisch und falsch jede ‘menschliche Entschuldigung’ zurück, mit welcher man rechtfertigen möchte, – und sei es auch ‘unter Ausnahme-Bedingungen’ – moralische Handlungen, die in sich schlecht sind. Noch mehr, es offenbart, dass ein solcher Akt seinem Wesen nach Verletzung des ‘Menschen-Seins’ des Menschen darstellt, und zwar mehr noch bei dem, der das Unrecht begeht, als bei dem, der es erleidet.
– Das Martyrium ist daher auch Erhöhung des vollkommenen ‘Mensch-Seins’ und des wahren ‘Lebens’ des Menschen, was der hl. Ignatius von Antiochien bezeugt in Worten, die er an die Christen Roms, des Ortes seines Martyriums, wendet:
Entschuldigt mich, Brüder! Hindert mich nicht daran zu leben, wünscht nicht, dass ich sterbe ... Lasst mich zum reinen Licht gelangen. Wenn ich es erlange, werde ich voller Mensch sein. Lasst mich das Leiden meines Gottes nachahmen’ ...” (VSp 92).

„Das Martyrium ist schließlich ein leuchtendes Zeichen der Heiligkeit der Kirche: die mit dem Tod bezeugte Treue zum heiligen Gesetz Gottes ist feierliches Zeugnis und missionarischer Einsatz usque ad sanguinem [= latein.: bis zum Blutverguss], auf dass nicht der Glanz der sittlichen Wahrheit in den Gewohnheiten und Denkweisen der Menschen und der Gesellschaft um seine Leuchtkraft gebracht werde.
– Ein solches Zeugnis bietet einen außerordentlich wertvollen Beitrag, damit man – nicht nur in der bürgerlichen Gesellschaft, sondern auch innerhalb der kirchlichen Gemeinschaften – nicht in die gefährlichste Krise gerät, die den Menschen überhaupt heimsuchen kann: die Verwirrung in Bezug auf Gut und Böse, was den Aufbau und die Bewahrung der sittlichen Ordnung der einzelnen und der Gemeinschaften unmöglich macht.
– Die Märtyrer und, im weiteren Sinne, alle Heiligen der Kirche erleuchten durch das beredte und faszinierende Beispiel eines ganz von dem Glanz der sittlichen Wahrheit umgeformten Lebens jede Epoche der Geschichte durch das Wiederbeleben des sittlichen Empfindens. Durch ihr hervorragendes Zeugnis für das Gute sind sie ein lebendiger Vorwurf für all jene, die das Gesetz überschreiten (vgl. Weish 2,12), und lassen in ständiger Aktualität die Worte des Propheten neu erklingen:
Weh euch, die ihr das Böse gut und das Gute böse nennt, die ihr die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis macht, die ihr das Bittere süß macht und das Süße bitter!’ (Jes 5, 20) ...” (VSp 93).

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Wir kehren auf das VI.Gebot Gottes zurück. Es wird als moralische negative Norm formuliert, das heißt es schließt von vornherein irgendwelche Ausnahme aus, wie auch irgendwelche Ausnahme für jemanden einzelnen.

Dieses Gebot ist kein Ausdruck irgendeines Gottes ‘Auslebens’ am armen Menschen. Es stellt dagegen den Erweis dar der Gottes, bis zum Letztlichen vorangeschobenen Anvertrauens, das Gott angesichts der Größe und Verantwortung des Menschen, des Ebenbildes und Ähnlichkeit Gottes, offenbart. Gott kann der Neigung des Menschen nach seinem Sündenfall nicht erliegen, wenn dieser über seine eigene Würde als Person hinwegzusehen neigt: diese war doch niemals, noch wird sie es einmal werden – nicht Würde, sondern Sache-zum-Nutznießen.

Selbstverständlich dauernd mit dem grundsätzlichen Vorbehalt, dass Gott nie und nimmer jemanden zur Befolgung der Gottes Gebote nötigt, noch ihre Umsetzung in die Tat erpresst. Das Bestehen der Gebote Gottes an sich, auch wenn ihr Inhalt im Gewissen jedes Menschen, der Menschen aller Kulturen, Zeitepochen und Religionen eingeprägt ist, zeugt dauernd davon, dass sie vonseiten Gottes ein dringendes Angebot und zugleich eine herzensgeladene Bitte darstellen, mit der sich Gott an den freien Willen des Menschen wendet. Gott trachtet den Menschen fortwährend mit ganzer Distanz seiner Gottes Ehre angesichts der ihm geschenkten Würde und seiner Berufung zum Existieren als Person – nicht aber als Ding-Sache.


Trotz allem können immer wieder schöne, geradeaus hinreißende Beispiele von Mädchen und Jungen angetroffen werden, darunter auch ganz kurz vor ihrer Verbindung mit dem ehelichen Gelöbnis, die diese Zeit ihres Miteinandergehens und des gegenseitigen Kennenlernens freudig erleben, und doch in bewusst gewählter Haltung einer völligen Keuschheit verbleiben. Sie beiden haben diesbezüglich eine klar formulierte Entscheidung getroffen, indem sie sich nach dem Beweggrund der Gottes Erwartungen und ihrer Treue zu Gott richteten, einer Treue auch zu sich einander – gemäß dem Willen Gottes, wie er im VI.Gebot Gottes ausgedrückt wird.

Siehe da das eine oder andere Beispiel, geschöpft direkt vom Leben, eingeschrieben manchmal in bekannten ‘Foren’, in welchen die Jugendlichen, in erster Reihe vor allem Mädchen, mit Ehrgeiz der dieses Namens unwürdig ist, ohne Hemmungen ihre intimsten Abenteuer des betriebenen ‘Sex’, nicht aber der Liebe, beschreiben.

1) Hier ein solches Beispiel. Es schreibt in diesem Fall ... ein Junge. Er offenbart im Internet seinen Namen nicht, dagegen er stellt seine Haltung vor, indem er für sich und seine Geliebte das folgende darstellt:

„Ich bin 21 Jahre alt und habe niemals Sex betrieben, und werde ihn auch nicht betreiben – bis zur Ehe. Ich bekenne ein solches Prinzip. Für mich gebührt dem Sex nach der Vermählung ein ungemeiner Wert und ist was Wichtiges im Leben. Ist Ergänzung der großen Liebe zwischen zweien Leuten. Ich will das der Frau zum Geschenk bringen, mit der ich den Rest des Lebens verbringen will. Solche Gabe für sie – bedeutet Zeugnis der Liebe, dass sie die erste und letzte Frau ist, der ich mich in vollem dieses Wortes Sinn dahingebe. Und ich glaube, es lohnt sich wirklich zu warten.
– Ich habe eine Kandidatin zur Ehefrau noch nicht gefunden: ich glaube, dass die Liebe allein kommt. Wenn nicht jetzt, da später. Aber ich möchte es sehr, dass sie, diese erträumte und ersehnte, ebenfalls Jungfrau sei. Ich ehre und bewerte es sehr bei Frauen. Ich möchte schlechterdings keine Frau ‘nach’ irgendjemandem. Ich halte es nicht als religiöse Vorurteile, auch wenn ich Gläubiger bin. Ich bekenne einfach solches Prinzip – und schäme mich nicht, darüber laut zu sprechen” (Quelle:
http://www.bezkompleksu.pl/forum.php?f=924&t=6616 –, Autor: M6A6B1974, Datum: 3.XI.2008)
.

Die angeführten Worte sind nicht ersonnen. Zweifelsohne sind sie nicht vorgetäuscht. Sollte jemand Lust haben, sich über diesen Jüngling mitleidsvoll auszudrücken, würde er im höchsten Grad sich selber als mitleidsvoll erweisen, und nur ... zum herzensvollen Gebet zu Gottes Barmherzigkeit in seinen Anliegen ermutigen.

Und hier andere kurze Aussagen von selber Quelle, dieses populären Forum jugendlicher Bekenntnisse:

2) Jemand anderer, 22 Jahre alt, schreibt folgender:

„Es stellt eine sehr individuelle Frage dar. Ich blicke mit Ehrachtung auf Leute in meinem Alter – 22 Jahre, die Sex noch nicht betrieben haben” (ebd., Aussage vom 6.I.2010, Autor: KAA1F82E6).

3) Jemand noch anderer spricht in ähnlichen Worten:

„Ich persönlich glaube, dass es eine sehr schöne Gabe seiner Selbst darstellt: zweier Leute, die sich lieben. Es ist Gabe einer wahren Liebe, dargelegt auf dem Altar der eigenen Selbstsucht und der Triebe” (Quelle: http://www.netkobiety.pl/t142.html – Datum: 16.VIII.2007).

4) Hier ein weiteres Beispiel. Es schreibt von sich und ihrer Ehe eine Ehefrau aus Bayern:

„... Ich möchte meine Erfahrungen und Überlegungen für Unverheiratete mitteilen.
Küssen’ wird zwar von aller Welt als so harmlos hingestellt. Aber die Verführung zur Sünde ist sehr groß. Verliebt und verblendet, sieht man die Fehler des Anderen nicht mehr. Ich hoffe jetzt verstanden zu werden: ich schreibe aus Erfahrung. Ich bin 40 Jahre alt und habe 4 Kinder und bin jetzt gut 15 Jahre verheiratet.
– Es war für mich nicht leicht, den Mann zu finden, der nach dem Willen Gottes für mich der Richtige war. Eines Abends betete ich wieder viel in diesem Anliegen. Ich hatte Angst, ob es wirklich der Richtige ist, mit dem ich befreundet war. In meiner Not erbat ich ein Zeichen, das mir auch gegeben wurde. Die Gewissheit, im Willen Gottes zu sein, gibt mir Kraft und Freude mein ganzes Leben lang.
– Bevor ich meinen Mann kennenlernte, war ich mit einem anderen befreundet, mit dem ich sogar mit einer Pilgergruppe bis nach Fatima pilgerte 18 Tage lang, mit 21 Jahren. Wir haben uns nicht geküsst oder umarmt. Wenn man weiß, warum und es nicht anders gewohnt ist, geht das ganz gut und man findet es ganz normal, wie Bruder und Schwester zu sein. Bestimmt wäre ich an ihm ‘hängengeblieben’, wenn wir uns geküsst hätten. Ich bezweifle, ob ich dann so glücklich und zufrieden geworden wäre, wie ich es jetzt bin. Nur immer den Willen Gottes suchen und beten und treue Pflichterfüllung aus Liebe zu Gott hilft einem wirklich durchs Leben” (FMG-Information, Nr. 61, 37b).

5) Ein noch anderes Beispiel aus dem Leben. Dieses Mal ist es Zeugnis eines Ehemannes und Vaters, wieder aus Bayern. Er spricht in seiner Notiz unter dem Titel „Bleib rein und treu”. Er schreibt im Anschluss an Aussagen der Leser, die in einer Katholischen Sonntagsschrift gedruckt waren (Würzburg, Sonntagsblatt, 11.VI.2000) – im Teil: ‘Briefe der Leser’. Diese Aussagen enthielten u.a. Vertraulichkeiten von Schülerinnen, die in ihrer Schule ‘ermutigt’ wurden, Mittel zur Verhütung der Schwangerschaft anzuwenden:

„Was ist das für eine Christenheit ? Alles ist frei, es gibt keine Sünde mehr: Empfängnisverhütung, Abtreibung straffrei mit Schein und was sonst noch alles ...
– Wenn ich zurückdenke an meine verstorbene Frau – wir haben eine so glückliche Ehe geführt ... , Meine Frau hat als junges Mädchen die Reinheit gegenüber Männern verteidigt, und so hab ich im Krieg mit der Kraft des Gebetes und der Liebe meiner Frau nicht das getan, was andere Kameraden getan haben.
– Meine spätere Frau schickte mir mal mit dem Brief ein Bildchen der Mutter Gottes, da schrieb sie drauf: ‘Bleib rein und treu! Deine ...’, und das hab ich gerne getan. Ich war ja so glücklich mit ihr. Ich hätte mit keinem Reichsten auf dieser Welt getauscht, denn ich war ja einer der Reichsten, ich hätte mir das Leben nicht schöner und glücklicher wünschen können, als mit diesem schönen Mädchen und dann meiner Frau.
– Wenn man heute Mädchen sieht – abgelebt, keine Farbe mehr ohne Schminke ... !
– Meine Frau und ich haben 1948 geheiratet. Dann haben wir ein landwirtschaftliches Anwesen gebaut, haben viel gearbeitet, wir haben alles gemeinsam gemacht – ohne Streit, und alles bezahlt und dabei noch Spenden gegeben ...
– Ich glaube, es sind noch keine drei Jahre, als meine Frau sagte: ‘Bist du nicht froh, dass wir so miteinander gelebt haben’ – Ja, musste ich sagen ‘es ist die Wahrheit’.
In den letzten sechs Jahren vor ihrem Heimgang hat meine Frau viel mitgemacht: zwei Herzinfarkte, Schlaganfall ... Aber ich hab sie gern versorgt. Wie oft haben wir trotzdem miteinander gelacht.
– Da wird heute vor der Ehe zusammen gelebt und dann gibt es trotzdem so viele Scheidungen ...
Zur Liebe gehört auch das gemeinsame Gebet. Dann ist auch Gottes Segen dabei. Ich wünsche allen Eheleuten dieses Glück, das wir miteinander gehabt haben, dann gibt es auch liebe Kinder, die gerne zu Hause bei den Eltern sind ...
– Ich wüsche Ihnen weiterhin ... Gottes Kraft im Hl. Geist, dass Sie sich weiterhin einsetzen für die Reinheit und Keuschheit ...” (FMG-Information, Nr. 71, 50b).

6) Mutter – von ihrer Tochter:

„Meine Tochter – ihr Geburtstag war am Fest der hl. Maria Goretti (6.VII.). Sie erwartet jetzt ein Baby. Sie hat über drei Jahre Bekanntschaft gehabt und ist rein in die Ehe gegangen. In der Schule wurde sie mit ihrer Einstellung ausgelacht, dass sie nicht in die Disko ging: ‘Du bekommst keinen Mann’ ! Indessen sie war die erste, die geheiratet hat. Ihr Mann betet mit ihr den Rosenkranz ...
Jetzt hoffe ich, dass auch mein Sohn rein in die Ehe geht. Die Voraussetzungen sind gut, seine Freundin ist ein gläubig-konservatives Mädchen ...” (FMG-Information, Nr. 87, 35a).

7) Eine andere Mutter schreibt wegen Schwierigkeiten, die sie mit ihrer sich schlecht benehmenden Tochter erfährt:

„Ich brauchte dringend Ermutigung wegen meiner 18-jährigen Tochter bezüglich Keuschheit, Reinheit, Kleidung etc. Ich wandte mich an einen mir gut bekannten katholischen pensionierten Lehrer, Ehemann und Vater. Er hat mir schon öfters in spirituellen Erziehungsnotlagen geduldig beigestanden.
– Diesmal klagte ich über die leichtfertige Art, sowohl in der Kleidung meiner Tochter, als auch bezüglich der Art und Weise ihres Umgangs mit einem jungen Mann: z.B. lange Zeit alleine mit diesem zu verbringen, lange Autofahrten mit diesem allein unternehmen zu wollen und bei ihm auch noch übernachten in Abwesenheit der Eltern etc.
– Er gab mir Recht, dass ich mir berechtigte Sorgen machte. Es würde auch nichts daran ändern, dass beide ein kameradschaftliches Verhältnis zueinander hätten und wüssten, was sie täten... Er bestätigte mir, dass Männer leider sehr von ihren sexuellen Leidenschaften geplagt werden, zumal die Mädchen sexuelle Regungen heutzutage oft leichtfertig durch unzüchtige enge, dekolletierte Kleidung herausfordern, oder auch sich in selbstüberschätzender Weise in Situationen begeben, die geradezu zur Sünde herausfordern, wie z.B. das gemeinsame Alleinsein.
Allein die reine Anziehungskraft zwischen Mann und Frau ist so stark, dass auch rein kameradschaftliche Beziehungen zwischen einem Mädchen und einem jungen Mann Regeln unterworfen sein müssen. In den Adern der jungen Leute fließt eben kein Himbeersaft... sondern Blut!
– Dann erzählte mein väterlicher Ratgeber von seiner eigenen Zeit vor der Ehe und wie er mit seiner Braut ausgemacht hatte, dass – wenn er schwach werden würde aus welchen Gründen auch immer – sie strikt und unter allen Umständen ‘nein’ sagen sollte. Diese Beiden gingen rein in die Ehe, und mein Ratgeber bestätigte, wie auch seine Frau festgestellt hat, dass die Hochzeit wirklich eine Hoch-Zeit war und die Ehe von Anfang an deshalb auf einem massiven Fundament stand. Das Wartenkönnen aus Liebe ist wirklich ein wundervolles Geschenk aus Liebe.
– Er erzählte mir auch von seiner Tochter, die er zur vorehelichen Enthaltsamkeit erzogen hat, die rein in die Ehe ging, und nach der Hochzeit den Eltern für diese Erziehung dankte. Besonders hat mich gerührt, dass sein Schwiegersohn sogar unter Tränen gedankt hat für diese reine Braut.
– Wie schön und edel, wenn Brautleute rein in die Ehe gehen und sich 100%-ig gegenseitig zum Geschenk machen. Jeder Mensch hat doch die Sehnsucht nach dem Glück in Fülle und unser Herrgott zeigt uns den Weg” (FMG-Information, Nr. 87, 35a-b).

8) Und noch ein Zeugnis. Dieses Mal verbunden mit dem getragenen Skapulier der Gottesmutter Maria:

„... Im Einverständnis meines Gatten teile ich Ihnen das Folgende mit ...
Sieben Wochen vor meiner Trauung wars. Da kam die Stunde, die ich schon seit einiger Zeit fürchtete. Zuerst war es gemütliche Unterhaltung; dann wurde er immer sinnlicher, und schließlich zudringlich. Er verlangte, dass ich ihm meine Unschuld opfere. Es kochte und gärte in mir.
– Doch der Gedanke an Maria, deren Skapulier ich seit Kindheit trage, gab mir Kraft. Meinen ganzen Einfluss bot ich auf, ihn zur Vernunft zu bringen. Ich sagte ihm, wenn seine Liebe zu mir echt sei, müsse er mich rein bewahren und das Opfer der Entsagung bringen. Ich fragte ihn, was er zur Frau wolle, ein unberührtes Mädchen oder eine Dirne.
– Es nützte nichts. Im Zorn entgegnete er mir, wenn ich ihn so wenig liebe, müsse er sich eine andere zur Frau nehmen.
Maria half mir, dass ich in dieser größten Not stark blieb. Ich gab zur Antwort:
Willst du mich um den Preis meiner Unschuld, dann geh! Ich will nicht einen Wolf, sondern einen Ritter zum Mann’. – Und er ging.
– Nach drei Tagen kam er wieder. Völlig umgewandelt. Aus ihm war ein Ritter geworden. Tief bedauerte er den Vorfall. Er hatte unterdessen auch gebeichtet und kommuniziert. Es gab sich alles wieder und nach sieben Wochen war unsere Hochzeit.
Am Hochzeitstag kam mein Mann von selbst auf den erzählten Vorfall zu sprechen und dankte mir, dass ich ihm damals nicht nachgab. Dort, meinte er, hätte er mich erst richtig schätzen gelernt. Von dort hätte er volle Gewissheit gehabt, ein reines, unverdorbenes Mädchen zur Frau zu bekommen. Und er eröffnete mir – zu meinem großen Trost, das sei seine erste schwache Stunde gewesen, in der er beinahe gefallen wäre. Er meinte, mir allein verdanke er es, dass er als reiner Jüngling zum Traualtar schreiten konnte.
– Nein, nicht mir, der Gottesmutter verdanken wir es beide, deren Gnadenkleid, das Marienskapulier, nun auch mein Mann seit der Trauung trägt” (FMG-Information, Nr. 88, 28; dieses Zeugnis ist gedruckt im Büchlein ‘Trag das Skapulier’: CH-Lauerz 1996).



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Erklärung

Vielleicht reichen diese hier ein paar angeführten Zeugnisse – zur Ermutigung, und vielleicht auch zur Vertiefung des bei einigen vielleicht schwankenden ... Glaubens bei jemanden der Werten Leser. Man muss doch dem ‘modernen’, mit großer Kraft aufgezwungenen Lebensstil nicht erliegen, der das Dasein der Gebote Gottes abstumpft, samt dem Bestehen und der Rechenschaft vor Gott. Gott kann doch vom Menschenleben und dem Leben der Welt ... nicht weggeworfen werden.

Möchte ich einmal in das „Haus des Vaters” gelangen und daselbst Jünger Jesu Christi bleiben, der mir die Tür zu gerade diesem „Haus des Vaters” mit seinem Kreuz der Erlösung geöffnet hat, muss ich eine entschlossene Haltung annehmen.
– Hier wieder Worte des Hl. Johannes Paul II.:

„... Die Nachfolge Christi schließt einen Weg ein, der oft durch Unverständnis und Leiden gekennzeichnet ist. Niemand darf sich Illusionen machen: Heute – wie gestern bedeutet Christ sein – bezüglich der Mentalität dieser Welt gegen den Strom zu schwimmen und nicht seine eigenen Interessen und den Beifall der Menschen zu suchen, sondern nur den Willen Gottes und das wirkliche Wohl des Nächsten” (Johannes Paul II., Angelus, Castelgandolfo: 28.VIII.1999; sieh: FMG-Information, Nr. 69, 21a).

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6. Jungfräulichkeit vieler Mädchen ... heute

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Nicht ‘Sex’ – sondern eheliches Eins der Personen

Es ist schon Zeit auf die Wirklichkeit zurückzukehren und von neuem vor allem die weibliche Jugend der Volksschulen und Mittelschulen anzublicken. Wir beschränken unseren Blick vor allem auf Mädchen in ihren Beziehungen zu Jungen – diesen altersgleichen oder nicht viel älteren.
– Wir sind uns bewusst, dass das ethische Niveau der Verhaltensweisen der Mädchen im Zusammenhang mit ‘Sex’ des Öfteren ein sehr dramatisches Bild darstellt.

Der hier schreibende Autor möchte einmal mehr bekennen, dass er die Bezeichnung selbst: ‘Sex’ – sehr un-gern anwendet. Er wendet sie dann an, wenn die Thematik an das Nutzen der Sexualität zum ‘Sündigen’ anknüpft ...

Auf den Spalten unserer Homepage wurde mehrmals hervorgehoben, dass nicht jemand anderer, sondern Gott selbst die Eheleute u.a. mit der Möglichkeit beschenkt, das Terrain der geschlechtlichen Intimität zu beschreiten. Dennoch Gott behält diese Gabe deutlich für die Ehe vor – und allein für die Ehe: das Sakrament der Ehe. Gott bringt es auf ungemein unzweideutige Weise zum Ausdruck: „Du sollst nicht die Ehe brechen” (Ex 20,14; Mt 19,18; usw.).

Erst unter solchen Umständen können die Personen: Mann und Frau füreinander vollständige Person-Gabe werden. Diese Hingabe wird so angenommen und so erlebt, dass auch die Zeiten der gegenseitigen Intimität, ersehnt, und zugleich ganz mit der Gnade des Sakramentes getränkt, für sie beiden (und mittelbar: für ihre Familie) – durch die zuengste, friedsam erfahrene Vereinigung ihrer beiden Personen – Weg zum „Haus des Vaters” (Joh 14,2) werden können.

Dieses „Haus” wurde u.a. für sie und ihre Familie – mit seinem Kreuz, gleichsam mit einem ‘Schlüssel’ – vom Sohn Gottes, Jesus Christus, geöffnet. Er ist aber zugleich – der seit dem Sündenfall des Menschen im Paradies angekündigte Gottes „Bräutigam-vom-Kreuz”  für die Kirche, seine Mystische „Braut”. Für diese „Seine” und um ihrer willen, indem Er sie geliebt hat „mit urewiger Liebe” (Jer 31,3) als diese eben seine „Braut” – hat Er sein Leben dahingegeben.

Siehe da die Liebe: die Person-Gabe (Joh 15,13): nicht als ‘Sex-um-des-Sexus willen’ ! Zu Gutem, weil zum Leben-in-Ewigkeit, durch die Hingabe seines Gottes-Menschlichen Lebens „... zur Vergebung der Sünden” (Mt 26,28) dieser seinen, meistens äußerst unwürdigen „Braut”.

Von der Höhe des Kreuzes auch – nährt dieser „Bräutigam” geheimnisvoll seine „Braut” mit seinem Gottes Leib, und tränkt sie mit seinem Gottes Blut (vgl. Joh 6,53f.). Auf diese Art und Weise: mittels der Gabe seiner Selbst am Kreuz der Erlösung, führt Christus diese „Seine” in das ewige – Leben ein. Es ist – und es wird sein, Leben in ewigem „Eins-in-Liebe-Leben”, in ewigem „Hochzeitsmahl” (Offb 19,9) der Kirche-der-Braut mit dem Lamm-ohne-Makel (1 Petr 1,19): diesem Getöteten für unsere Sünden, und doch Lebendigen, Auferstandenen Erlöser-„Bräutigam” :Ich war tot und siehe, ich bin Lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt” (Offb 1,18).

Aber vorläufig und zurzeit erleben diese zweien – die Ehegatten, erst die Stufe ihrer Bemühungen, um dieses „ewige – Leben” zu erlangen und es zu verdienen. Es gibt verschiedene Wege, um es zu erlangen.

Diese zweien, Ehegatten, hat Christus berufen und lässt sie zu, in Kraft des empfangenen und sich gegenseitig gespendeten Sakraments, zur besonderen Anteilnahme an dem – seiner Mystischen Braut angebotenen „Zwei-zu-Einem-Fleisch”  mit ihr. Dieser Akt wurde von Jesus Christus vollbracht in seiner vollständigen Hingabe seines Lebens und seiner Liebe der zu dieser Stunden zur Mystischen Gemahlin angenommenen „Braut” – seiner Kirche.

Es ist die Stunde, diese schauderhafte, und doch urewig ersehnte Stunde, in der der Neue und Ewige Bund vollbracht werden wird. Hier, am Kreuz, hat der Sohn Gottes mit seiner Braut: der Kirche, und jedem einzelnen, den „Neuen und Ewigen Bund” geschlossen (Lk 22,20; Mk 14,24; Mt 26,28; 1 Kor 11,25). Zu ihrem – nicht dem eigenen – Gut: dass sie nur ... lebt! Dass sie nur vom Grab ihrer Sünden aufsteht. Dass sie zur ewigen – Glückseligkeit gelangt, in ewiger Vereinigung mit ihrem Gottes „Bräutigam-vom-Kreuz”.

Die Ehe: das Sakrament der Ehe, soll doch fortbestehende Erinnerung und zugleich Zeichen gerade dieses Geheimnisses werden: des Werks der Erlösung am Kreuz und durch das Kreuz:

„... Die Eheleute sind daher eine ständige Erinnerung für die Kirche dessen,
was am Kreuz geschehen ist;
füreinander und für die Kinder sind sie Zeugen der Erlösung,
deren Teilnehmer sie durch das Sakrament geworden sind” (FC 13).

Die Erinnerung – einmal mehr, an das Vorhaben, das Gott mit der von Ihm erschaffenen Ehe verbunden hat: mit dem Sakrament der Ehe, dient einem neuerlichen Bewusstwerden, dass keine, und möge sie noch so unwahrscheinlich menschliche Verzerrung, oder selbst Entartung der Funktion und des Sinnes der menschlichen Geschlechtlichkeit – imstande ist, das Vorhaben der Liebe zu stürzen oder zu modifizieren, wie es Gott unabrufbar mit der Geschlechtlichkeit verbunden hat, indem Er den Menschen mit der Gabe der Geschlechtlichkeit ausgestattet und sie ihm nicht zum Eigentum, sondern nur zur Verwaltung gegeben hat.

Zweck der ehelichen Vereinigung ist also in erster Reihe nicht die Erfahrung der Lust am ‘Sex’, sondern Vereinigung dieser zweien als Personen, wiewohl sie besiegelt wird mit ihrer geschlechtlichen Vereinigung.
– Das so gestaltete Erleben des Aktes der ehelichen Vereinigung setzt zweifelsohne ein klares Bewusstsein bei diesen zweien voraus, wie auch das Bewusstwerden um die Tiefe, wie sie die Wirklichkeit der Ehe als Sakraments darstellt. Als eines der Sakramente der Kirche wünscht der Erlöser die beiden Ehegatten in ein „Ein-Fleisch” zu vereinigen, und zugleich sie zur Ausspendung des Schatzes der Erlösung zuzulassen – in Anwendung an alle Bereiche des Lebens dieser beiden als Eheleuten, und im Laufe der Zeit außerdem als Eltern.
– Diese Sachen haben wir schon an mehreren Orten in den früheren Teilen und Kapiteln der hiesigen Internet-Seite erörtert (s. besonders: VI.Teil, alle 9 Kapitel; VII.Teil, besonders 1.Kapitel; I.Teil, 1.-3-.Kapitel; II.Teil, 1.-6.Kapitel; usw.).

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Nachdruck des Milieus zur Abmachung im Übel

Wir betrachten die weibliche Jugend – auf der Stufe der Schule und der Mittelschulen, aber selbstverständlich ebenfalls diese außerhalb der Schule, wie auch die Studenten-Jugend. In lebendigem Gedächtnis behalten wir alles, was früher erwähnt wurde hinsichtlich des tiefen Sittenfalls u.a. vieler Mädchen und Klein-Mädchen, angefangen von diesen der jüngsten Klassen: die schon dazu verführt wurden, was es „Böses in Gottes Augen” ist. Traurige Wirklichkeit, die beinahe für den Alltag begegnet wird, ist das vielerorts praktizierte Mädchen-‘Sexting’ : Sendung mit dem Handy eigener nackter Fotos. Das geschieht des Öfteren mit Voraussetzung, dass dafür eine Bezahlung zugunsten der Autorin dieses Sextings erfolgt.

Die Praxis des ‘Sextings’ zeugt von völlig abgestreifter Empfindung der Intimität zu sich selber. Dieses, dem Anschein nach totale Auslöschen in sich der angeboren empfundenen Scham angesichts jemandes, der die Unantastbarkeit des Bereiches der persönlichen Intimität verletzen könnte, verwundert. Allerdings: auch mit dieser Frage möchten wir uns nicht auf professionale Weise beschäftigen – über eine wissenschaftliche Analyse des weiten Wedels der Gründe und Bedingungen, die zu diesem Sachzustand führen. Anderes aber, auch an diese Frage haben wir schon an nicht wenigen Stellen angeknüpft, und möge es auch nur dieses langen Kapitels sein, das weiter noch in der Phase seiner Entstehung ist (sieh genauer: Aggression der Schulkinder: ihre Wurzeln; – und: Personale Würde in Probe auf die Treue zum Wort: Alkohol-Rauchen; – beziehungsweise: Zeit der Herrschaft von Alkohol-Rauchen-Drogen und Sex-Edukation – usw.).

Wie es von vornherein vorauszusehen war, an der gerade erst zur Erinnerung gebrachten, in bestimmten Mädchen-Milieus beinahe allgemein praktizierten Sendung nackter Bilder vonseiten der Mädchen (und der dazu provozierenden Jungen) endet dieses Problem keinesfalls. Das Aufstellen dieses ersten Schrittes: einer eigentlich totalen Wegschiebung der Empfindung irgendwelcher Schamhaftigkeit, und folglich: die zugänglich gemachte eigene Nacktheit, sollte es vorläufig allein in Form von Fotos sein, führt von nun an in Kraft der Dynamik der entfesselten Überschreitung dieser ersten Schwelle einer entschiedenen Ignorierung des Gebotes Gottes – zum Aufstellen jetzt der nächsten, weiteren Schritte: einer zunehmenden Degradation der eigenen Würde als Mädchen und Frau.

Es beginnt das ‘Gesetz der Metastase’ zu wirken [= Übergang der Krankheit; Tochtergeschwulst] – in Form ähnliches Hinwegsehens über die Empfindung der Schamhaftigkeit und des ganzen Gottes Gesetzes in ganz andere, anfangs nicht geplante böse sittliche Verhaltensweisen in anderen Bereichen von Betätigungen (sieh ob.: Metastasen der Sünden gegen das VI. Gebot auf das V. Gebot Gottes).
– Es ist das typische Anzeichen, dass hier mit immer größerer Hinterlist und mit ihm eigener Dreistigkeit der ‘Böse’ zu herrschen beginnt: Satan. Dieser aber lässt nicht los! Er nötigt und diktiert von nun an den sich ergebenen „Versklavten”, wie sie weiter „... das Werk der Schöpfung gegen die Erlösung, gegen den Bund und die Vereinigung des Menschen mit Gott benützen sollen” (vgl. DeV 27).

Gegen die Erlösung”  wird hier das benützt, was für die Mädchen und die Jungs der ungemein intrigierender Aspekt des „Werks der Gottes Schöpfung” darstellt, und zwar die weibliche Intimität. Wenn es schon dem ‘Bösen’ gelungen ist, das Mädchen zum Anschaffen von Fotos zu neigen und diese Bilder ihrer Intimität elektronisch weiterzusenden, wird es für ihn nicht mehr allzu schwer sein, sie dazu zu überzeugen, sexuelle ... Spiele zu unternehmen, und selbst ... anfangs vielleicht mit einigem Widerstand, der aber immer mehr schmilzt: zum Erleben „dieses ersten Males”, das heißt der ersten sexuellen Kopulation. Zwischen diesen zwei Sündenarten: nackte Bilder – und sexuelle Taten, die in Gottes Antlitz unmöglich als nur lässliche Sünde betrachtet werden können, besteht nur eine sehr ... ‘dünne’ Grenze.

Wie sehr stark in Richtung „dieses ersten Males” pflegt manchmal der Nachdruck im altersgleichen Milieu der Mädchen zu sein! Wie viele es Mädchen gibt, die es sich als ihren Ruhm halten, sie wären endlich auch sie – „nach diesem ersten” ! Sie wetteifern mit anderen Mädchen mit solchen Bekanntgebungen, oder auch ... sie täuschen nur in Wahrheit vor, dass diese Tatsache in ihrem Leben schon stattgefunden hat.

Wie leicht ist es hier dabei um die Anwendung eines grausamen Ostrazismus [= Gericht das auf Bann-Verbannung verurteilt; totale Verurteilung und Auslieferung beinahe zum Tod] in einer Mädchengruppe – z.B. derselben Klasse oder Schule, wenn es sich zeigt, dass irgendeine der Schülerinnen „diesen Ersten” bisher noch nicht überstanden hat. Fast alle zeigen sie mit dem Finger, drangsalieren sie zum Überdruss und demütigen sie deswegen zutiefst. Sie lachen sie aus, dass sie Tölpel ist, nicht attraktiv, eine Fromme, dass sie die Stimme der ‘Geistlichen’ hört, mit ihren Wurzeln im tiefen Altertum gründet, an das Moderne mit seinen neuen Prinzipien und Erfordernissen nicht passt.
– Ist dieses Mädchen nicht stark im Glauben an Jesus Christus den Lebendigen und die Hilfe Mariens eingewurzelt, kann sie endlich der Stimme ihrer Freundinnen ... erliegen. Denn diese verstehen es, ihr ‘Opfer’ deswegen zu Tode zu richten.

Wir sind uns sehr gut dessen bewusst, mit welchen Inhalten sich die Schulkinder diesbezüglich nähren: die Jungs, und umso mehr die Mädchen. Oben haben wir schon ein paarmal den ungemein starken Einfluss der Massen-Medien auf die Gestaltung der Verhaltensweisen bei der Schuljugend erwähnt.
– Für sehr viele Jungs gilt als besonders erwünschte ‘Ware’, nach der sie gierig streben, allerlei Medien voller Bildern Porno und Erotik, schon ungeachtet von Video und Porno-Filme.

Das ‘Porno’ läuft reißend selbstverständlich ebenfalls bei vielen Mädchen, des Öfteren beinahe gleich wie in der Welt der Männer ab. Die Mädchen lernen dank den zugänglichen audio-visuellen ‘Mustern’ immer andere Kunststücke des ‘Sex’-Betreibens. Sie merken sich gut die immer anderen, im Grund genommen entarteten Formen des Sex-Lebens, die von ihnen angewandt werden können oder die sie selbst nur eigens in ihren eigenen, zeitweiligen oder geplanten Liebes-Abenteuern entwickeln.
– Den Eltern und der älteren Generation würde das Bestehen allein vieler solcher sexueller Entartungen nicht einmal in den Kopf kommen können.

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Bericht von Marta Czerwonka: „Jugendliche Schriften”

Hier in Zusammenfassung und Fragmenten der Artikel von Marta Czerwonka unter dem Titel: „Jugendliche Zeitschriften” – hinsichtlich der vielgelesenen Schriften in jugendlichen Milieus, zumal diesen der Mädchen. Den erwähnten Artikel schöpfen wir von der Zeitschrift „Wychowawca = Erzieher”: Monatschrift für Lehrer und Katholische Erzieher ( http://wychowawca.pl/miesiecznik/6_114/08.htm ).

Die Autorin hebt die Verantwortung der Redakteure hervor für die Inhalte, die so an Kinder und Jugendlichen zugeliefert werden, die noch nicht gelernt haben die Reize, die an sie durch immer andere Medien gelangen, zu bewerten und sie kritisch zu sortieren. Alle sollen wachsam die vollständig verantwortliche Gestaltung zur Freiheit hüten, zumal es sich um einen noch jungen Menschen handelt.
Die freie Presse soll zur Gestaltung der persönlichen Freiheit dienen, indem sie sich dem allen widersetzt, was eine Verknechtung nach sich zieht ... – Die Freiheit ist Gabe, ist aber zugleich Aufgabe”.

Besonders von weiblichen Jugendlichen werden solche Schriften gelesen wie: „Bravo”, „Bravo-Girl”, „Mädchen”, „Philippine”.
– Die Autorin weist auf vier grundsätzliche Funktionen aller Presse hin: Information, Edukation, Meinungsformung, Unterhaltung.
a) Am wenigsten gibt es in jugendlichen Schriften das Edukation-Element.
b) Dagegen riesig ist der Einfluss dieser Schriften auf die Meinungsformung ,
c) schon ungeachtet des Unterhaltungs-Faktors. Kinder und die Jugend absorbieren blindlings die Inhalte, die dort von Mädchen gesetzt werden, ausnahmsweise auch von Jungs, zumal sie ihre Abenteuer und ‘Liebes’-Erfahrungen, genauer: Sex-Erlebnisse darstellen, die des Öfteren fast nichts mit wahrer Liebe zu tun haben.

Die Autorin bespricht die allgemein vorkommenden Praktiken der Manipulierung mit überlieferten Wahrheiten und Halb-Wahrheiten. Der junge Mensch ist gewöhnlich nicht imstande die gezielte Verlogenheit der Wirklichkeit vom faktischen Stand zu unterscheiden. Daher zieht er aus durchgelesenen Inhalten leicht Schlüsse, die zur Tatsächlichkeit im Widerspruch stehen.

Das betrifft u.a. die vielen Erzählungen über eine große ‘Liebe’. Diese Erzählungen pflegen oft Verfälschung der wahren Wirklichkeit zu sein. Solche Manipulationen werden besonders in der gern gelesenen Schrift „Bravo” und „Mädchen” angewandt. Diese Schriften stellen fast im Prinzip die physische Annehmlichkeit als wahre Liebe vor. Besonders unverantwortlich ist die Fälschung der Wahrheit, wenn es vonseiten des Redaktors beabsichtigt zum moralisch bösen Ziel geschieht.

Ein anderes Problem dieser Schriften schafft die Jagd nach ungesunder Sensation. Es wird als allgemeine Praxis eine anstößige ‘Abguckung’ des privaten Lebens mehr berühmter Persönlichkeiten geübt, um neuere Sensationen ihres Lebens zur Öffentlichkeit zu bringen.

Unbestritten ist die Hinsicht der Meinungsformung bei viel gelesenen Schriften. Dieser Einfluss kann positiv sein, aber sich auch sehr negativ auswirken. Besonders unheilsträchtig können die Auswirkungen dann werden, wenn die Unwahrheit als Wahrheit beschert wird – mit Berufung auf Äußerungen bekannter Persönlichkeiten, die aber verfälschte Meinungen verbreiten. So pflegt es u.a. bei der Darstellung des Wirkungsmechanismus des ‘Präservativs’ zu sein (sieh dazu auch ob.: Abortive Wirkung aller spermiziden Chemie).

Die kritische Beurteilung dieser Schriften im Anschluss an Erziehung zur Wahrheit und Nicht-Erliegung den Verknechtungen betrifft auf besondere Weise den Aspekt der Unterhaltungswirkung, die diese Schriften erfüllen. Zu dieser Kategorie gehört die Pornographie und Erotik, mit der die jugendlichen Schriften vollgesättigt sind.

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Erklärung

Niemand leugnet, dass die Massen-Medien und Schriften, darunter auch diese jugendlichen, eine wichtige Rolle spielen können und sollen, was das Kennenlernen der Welt angeht, die Ausweitung der Horizonte, die innere Entwicklung im Dienst des Menschen und der Familie. „Probleme beginnen dann aufzutauchen, wenn die Medien nicht nur die bestehende Wirklichkeit abspiegeln, sondern sie willkürlich schaffen. In solchem Fall können sie die traditionellen Werte zerstören (Wahrheit, das Gute, Schöne, die Liebe) und die Familie bedrohen”.

Die Autorin geht dann auf die kritische Beurteilung der erwähnten ein paar typischen jugendlichen Schriften über:

„... Es ist schwer sich dem Eindruck zu widersetzen, dass die [in diesen Schriften] enthaltenen Inhalte sich mit einer Leere und einem moralischen Relativismus kennzeichnen [= moralische Relativität: ‘es gibt keine verpflichtenden ethischen Normen’]. Die Presse in diesem Typus, die von Jugendlichen in ihrem schwierigen Alter des Reifwerdens gelesen wird, fällt tief in das Bewusstsein hinein und wird des Öfteren Inspiration zur Unternehmung wichtiger Lebensentscheidungen. Nicht bedeutungslos ist das, was unsere Jugend zu lesen bekommt ...
– Im größten Teil der jugendlichen Schriften könnten die folgenden Gruppenthemen ausgesondert werden: Liebe (oder eher: Sex), Musik und Film, Mode und Schönheit, Werbung und Unterhaltung (Kreuzworträtsel, Horoskope, Humor, u.dgl.).
– Beispielsweise: In der analysierten Schrift ‘Bravo-Girl’ vom August 2001 nimmt die Thematik ‘Liebe’ 37% Platz, an zweiter Stelle sind es Neuheiten (Klatscherei und Sensationen) von der Welt der Musik und Film, Werbeplakate – 35%. Die Thematik hinsichtlich der Leute des ‘Show-Business’ in der 17. Nummer des ‘Bravo’ vom August 2001 nimmt bis 75% des Inhalts der Schrift”.

Die Autorin geht über zu den regelmäßig im „Bravo” gedruckten Berichten über den von Mädchen betriebenen ‘Sex’. Diese Hinsicht wirft ein besonderes Licht auf die Wirklichkeit der weiblichen Schuljugend.
Das ist aber auch Gegenstand des laufenden Teiles des zeitweiligen Abschnitts unserer Internet-Seite. Die Autorin schreibt:

„Einen festen Platz in der Schrift ‘Bravo’ besetzt die Rubrik ‘Das erste Mal’. Hier beschreiben die jungen Leserinnen, versucht mit dem Honorar in Höhe von 50 zloty [= Bezahlung vonseiten der Redaktion für einen Artikel, oder die Darstellung des ‘Sex’-Erlebnisses], ihren ersten sexuellen Verkehr. Ob etwa die empfohlene Mode für den frühzeitigen Anfang des sexuellen Verkehrs die Entscheidung auf diesen Schritt nicht die jungen Leute beschleunigt, zumal sie neugierig der Welt und neuer Erfahrungen unter den Lesern sind?
– Es kommt vor, wiewohl selten, dass ein Brief erscheint – Warnungen, z.B. ein Brief einer 20-jährigen: ‘Mädchen! Lasst euch nicht umgarnen’, wo die Autorin schreibt, dass sie von einem Jungen, dem sie vertraut hatte, geschändet wurde.

– In der besprochenen Nummer ‘Bravo’ auf den Spalten ‘Reifwerden ohne Geheimnisse’ wurde ein Artikel gesetzt, der dem Publikumsliebling der Teenager – Christinie Aquilera gewidmet ist. Der Autor schreibt, dass ‘... sie sich von einer süßigen, unschuldigen Teenager – in eine mutige, herausfordernde Frau zu umwandeln sucht’. Die Fotos zeigen die ‘süße, unschuldige’ Christinie und dann den ‘Sex-Dämon’, wo die Sängerin, bekleidet ganz karg, ihre intimen Stellen berührt. Inwiefern man den Artikel selbst noch akzeptieren könnte (der Autor spricht nicht allzu schmeichlerisch von der Artistin und kargt seine kritischen Worte nicht), da eignen sich die Bilder ... zur pornographischen Schrift, nicht aber für eine Schrift für Jugendliche.

– In der Zwei-Wochen-Schrift ‘Bravo-Girl’ (Nr. 16/01) findet sich auf Seite 14-15 ein Test zum ‘Aufdecken der Gefühle’. Eine junge Person erfüllt hier die Rolle eines Gegenstandes, das man beliebig abhängig vom Bedarf steuern kann, sie wird ihres Verstandes und des Willens entbehrt, und wirkt allein nach dem Schema: Reiz-Gegenaktion.
– Von was für Gefühlen spricht dein Antlitz? (‘Bravo-Girl’) – Hier kann man lesen, dass darüber, ob wir lieben, die Augen sprechen, die Augenbraue, die Nase, die Wangen oder der Mund. Zum Glück, nach dem Autor haben wir vortrefflich die Kunst der Tarnung beherrscht – das Make-up. Man müsste nachdenken: ob wir jemanden verführen möchten, oder auch ob es an aufrichtiger, nicht verfälschten Liebe gelegen ist.

– Einen festen Platz nehmen in den analysierten Zeitschriften Foto-Erzählungen Platz – ‘Liebes-Geschichten’ in Form eines Comics, die auf nicht allzu ausgesuchte Art und Weise die Beziehungen zwischen jungen Leuten darstellen. Führendes Motiv bleibt der ‘Sex’, die jungen Helden wechseln oft ihre sexuellen Partner ab, und Erpressung, Lüge, Verrat und Hinterlist bleiben oft von ihnen benutzte Methoden, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Z.B.: um den Max zu erringen, entscheidet sich die Julia ihre Konkurrentin Sara einzuschüchtern. Um dieses Ziel zu erreichen, macht sie mit Hilfe des Kollegen eine Foto-Montage, die ihre Rivalin blamiert.

– In den analysierten Erzählungen wird nicht von wahrer Liebe gesprochen, sie bringen der Jugend ein falsches Bild des Glücks, eigentlich nur sein Surrogat. Es wird dort Eigensüchtigkeit gelehrt, primitive Verhaltensweisen, Befriedigung allein der eigenen Bedürfnisse, die die Gefühle jemandes anderen nicht in Bedacht ziehen. Dort gibt es auch keinen Platz für eine aufrichtige Freundschaft”.

In der Zusammenfassung führt die Autorin die im Internet gedruckten Bemerkungen hinsichtlich der Jugendschrift „Bravo”, die nach Polen aus Deutschland angekommen ist. Diese Bemerkungen stehen unter dem Titel: „Bravo – warum denn nicht” ? Hier diese Bemerkungen:

1. Es ermutigt zu frühzeitiger sexuellen Initiation.
2. Es schafft den Anschein einer Norm: alle tun eben das.
3. Es beschert ein falsches Bild hinsichtlich des zweiten Geschlechts: die Jungs denken und träumen vom Verkehr mit dem Mädchen, dagegen das Mädchen soll sich ohne ‘Zimperlichkeit’ ausziehen und das tun, was der Junge von ihr erwartet.
4. Der sexuelle Verkehr assoziiert sich mit ’lustvollem Spielen’ – nicht unbedingt zu zweit, mit nicht verpflichtender Annehmlichkeit.
5. Es verbreitet die Meinung, dass ‘es in Liebe keine Regel gibt, daher: wenn du liebst und das auch möchtest, tue es auch’.
6. Kenntnisse die die Physiologie und die Regelmäßigkeiten der Zeit des Reifwerdens betreffen, sind zur Hälfte nicht wahr (na deutschen Journalisten: selbst zu 75%).
7. Veröffentlicht nicht wahre Daten hinsichtlich der Verhütung und der natürlichen Erkenntnisweise der Zeiten der Fruchtbarkeit.
8. Es lehrt eine gegenständliche Trachtung des anderen Menschen: den Jungen oder das Mädchen erreicht man, indem man Gebärden anwendet, Verhaltensweisen und Worte, die (sie) in Erregung bringen sollen, und das Rendezvous oder die Privataufnahme kann mit gegenseitigem Verkehr enden.
9. Es verbreitet Verhaltensweisen und Haltungen, die auf Emotionen und Gefühlen gründen, ohne eine tiefere Analyse der Haltung der Liebe und ohne gegenseitige Verantwortung für sich.
10. Es wird bisweilen mit primitiver und karger Sprache der Artikel, der Geschichten und Briefe verfasst (großenteils von Journalisten ... ersonnen).
11. Die Schrift kennzeichnet sich als Kitsch-Schrift.
12. Es fehlen eigentliche Beziehungen und Kommentare zu Realien des täglichen Lebens, zu Schulangelegenheiten, Familienproblemen und Haussorgen”.

Die Autorin der hier angeführten Bearbeitung fasst ihre Bewertung der besprochenen jugendlichen Zeitschriften folgender zusammen:

„Was den letzten Punkt angeht, muss man zugeben, dass in jugendlichen Schriften das Thema der Familie und der personalen Beziehungen in Familie ungemein selten erscheint. Manchmal wird von Sorgen erzählt, die die Jugendlichen im Kontakt mit Eltern erleben, die die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht verstehen können oder es nicht wollen.
– Die auf den Bogen der analysierten Schriften dargestellte Liebe kennzeichnet sich mit erotischer Beschaffenheit aus und dient der Befriedigung der Bedürfnisse – nicht nur auf dem Weg der hetero-sexuellen Kontakte.
– Ganz wenig wird über das Wesen des geistigen Bandes gesprochen, darüber, dass die Liebe etwas mehr ist als das Gefühlsleben allein, dass die wahre Liebe bewusst und frei ist, dass sie bewusster Akt des Menschen ist und mit dem Zustand des Verliebtseins und dem sexuellen Verkehr nicht identifiziert werden soll.
– Indessen in diesen Schriften wird die Meinung angeboten, dass das Wichtigste dabei auf Erreichen der Annehmlichkeit beruht, nach der die jungen Leute auf alle möglichen Arten und Weisen suchen sollen. Wie soll man in dieser Lage den jungen Leuten erklären, dass sie nach einer wahren Liebe streben sollen, die nach Opferwilligkeit fordert, die in Werten und im Dekalog eingewurzelt ist? Wie soll die Arbeitsamkeit, Ehrlichkeit und Verantwortung gelehrt werden? Wird die Jugend, auf Schriften in diesem Typus erzogen, einen tieferen Kontakt mit einem anderen Menschen einzugehen fähig sein?
Die jungen Leute, gefragt um die für sie wichtigsten Sachen, sprechen von Liebe, Glück, Ehe und Familie. Allerdings: ob das Angebot von Eigensüchtigkeit, eines leichten und bequemen Lebens, die Zurückweisung der Werte und die Demoralisation mittels der Pornographie zur Gründung einer glücklichen, sich liebenden und stabilen Familie beiträgt?
– Ob also solche Erziehung möglich ist, dass die Jugend die Wahl einer Presse zu treffen fähig wird, ohne Schaden für ihre rechtmäßige Entwicklung und ihr Wachstum? Die jungen Leute sind sich nicht bewusst, was für eine Verwüstung in ihrer emotionalen, psychischen und geistigen Entwicklung das Lesen der ungehörigen Presse ausüben kann. Es kommt vor, dass selbst die Eltern, unbewusst um den Gehalt, den Kindern die Presse solcher Art kaufen. Aufgabe der Leute, denen am Herzen die korrekte Entwicklung der jungen Generation liegt, ist es, das kritische und reflektive Wählen und Empfangen der Presse zu lernen, dass die Wahl bewusst und frei wird”.

Der beinahe in seiner Gesamtheit angeführte Überblicksartikel hinsichtlich einiger jugendlicher Farb-Schriften soll Stoff zum Nachdenken werden. Sowohl den Eltern und Erziehern, wie der hier besprochenen Jugend selbst. Diese Schriften bringen den Anschein, sie möchten es ‘lehren’, oder selbst eher in die Mentalität der jungen Empfänger einen Lebensstil einprägen nach der Richtlinie des ‘Nicht’-Denkens und einer völligen Verschiebung auf Peripherien – auch nur der Reste eines Kritizismus. Sie erfüllen dagegen vortrefflich die Rolle der Einübung in willenslosen Drang nach leicht zugänglicher Annehmlichkeit, zumal dieser sexuellen – im Stil eines ‘Schafs-Triebes’, beziehungsweise der Zustimmung auf passiven Antrieb auf der Welle des ‘Sexus’ im Stil des mit dem Wasserstrom weitergeförderten ‘krepierten Fisches’.

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Jungfräulichkeit zum ‘Einkauf-Verkauf’

Die Jugendlichen, vor allem aber die Mädchen selbst (aber daselbst umso mehr die Jungen), wenden das Wort ‘Sex’ oft als Synonymwort zur erhabenen Wirklichkeit an, wie sie die ‘Liebe’ ist und es sein soll. Dennoch die Mädchen können unmöglich nicht verspüren, dass der ‘Sex’ allein als der „Gabe der Person für die Person” zu Gutem, diesem definitiven Guten für diese zweien (BF 11) mit Liebe nichts zu tun hat. Das große Wort ‘Liebe, ich liebe’ pflegt in den gerade erst erörterten jugendlichen Schriften in allen Fällen und Geschlechtern präsentiert und konjugiert-dekliniert zu werden – als lieblich lautendes Synonym zum Sex-Betreiben, um damit die sinnliche Annehmlichkeit zu erfahren, die irgendwie selbst sekundär mit ‘Gefühl’ unterfärbt sein kann.

Anderseits ein Mädchen, zumal ein Mädchen, das sehr oberflächlich denkt oder beinahe überhaupt nicht nachdenken will, die aber sich in einer dieser Schriften vorstellen möchte, kann der Meinung sein, dass: Was sollte es ihr ‘schaden’, wenn sie ihr ‘erstes Mal’ beschreibt: dieses tatsächliche, oder nur erträumte, und diese Erfahrung in ihrer üppigen Fantasie als reißende physische Erfahrung darstellt, indem sie zusätzlich auch etwas vom gefühlsmäßigen Erleben dazufügt? Gelegentlich ‘verdient’ sie für diese Beschreibung selbst – die im ‘Vertrag’ garantierten 50.- złoty, die für ein Mädchen in diesem Alter einen kostbaren, wertvollen ‘Zuschlag’ zu dem darstellen, was sie systematisch von ihren Eltern irgendwie zu erzwingen versteht.

Trotz allem führen die im Internet reichlich sich findenden, nicht ersonnenen Anzeigen über die Aussetzung zum ‘Verkauf’ der eigenen Jungfräulichkeit zum tiefen Nachsinnen. Aushänge dieser Art zeugen von zum Boden reichendem Verlust irgendeiner Empfindung von Scham, und dabei vom totalen Defekt der Ehre zu sich selbst als Frau vonseiten der Autorin solcher Annoncen.

Hier ein paar Stichproben des Stiles, mit dem solche Anzeigen abgefasst zu werden pflegen. Die hier abgedruckten Anzeigen wurden von einer ersten besten ‘Suchmaschine im Internet’ geschöpft (z.B. ‘www.google.de – www.google.pl’) unter dem Wortstich ‘Jungfräulichkeit’. Außerdem können solche Anzeigen leicht auf vielen anderen Internet-Seiten gefunden werden – allgemeiner Art, oder der lokalen Seiten, jugendlichen, Studenten-Seiten – ohne sich drastisch auf einer ‘Internet-Suchmaschine’ gefunden haben zu müssen.
– Hier ein paar Beispiele solcher Bekanntmachungen und Angebote:

a) „Sprzedamdziewictwo.pl – (poln.: ich-verkaufe-die-jungfräulichkeit). Täglich neue Jungfrauen warten auf Kontakt mit dir.
Ich verkaufe die Jungfräulichkeit. Ich kaufe die Jungfräulichkeit, Anzeigen, Forum.
Jungfrauen warten auf dein Angebot – benutze die Gelegenheit”.

b) „Ich verkaufe die Jungfräulichkeit für 1.400.- złoty Bezahlung von vornherein mit Überweisung”.
Autorin: 17-jährige, Dorothea, stellt ihr Angebot vor und erklärt:
Guten Tag für alle auf meiner Homepage. Ich biete meine Jungfräulichkeit – einem kulturellen Herrn (Alter kommt nicht in Rechnung). Preis: 1400.-zloty. Ich lade ein auf meine Homepage, um einander kennen zu lernen... – 100% Diskretion”!

BEMERKUNGEN vonseiten des Servers. – Zum Verkauf der Jungfräulichkeit wurde sie von ihrer Familiensituation gezwungen. Sie entschuldigt ihre Entscheidung:
Ich erachte das nicht als etwas Böses ... Es geht um reinen Handelswechsel: du gibst mir das Geld – ich gebe mich dir ... Ich zähle auf eine liebliche Zeit. In den Preis zähle ich ein den Verlust meiner Jungfräulichkeit... Außerdem bin ich auf vieles bereit ...”
(0.6 kB)Die Dorothea beginnt hier die Arten und Weisen der Sex-Erfahrungen aufzuzählen, auf die sie sich entscheiden kann. Unter ihnen schreibt sie vom griechischen Sex und Oralsex.
Ich bin für verschiedene Positionen, und so weiter bereit ...”
(0.6 kB)Es kommt noch ein weiterer Kommentar vonseiten der Redaktion des Servers. Es werden weitere Worte der Dorothea angeführt:
„... Die ganze Summe, oder ihre Hälfte, soll vor der Konsumption des Dienstes einbezahlt werden”.
(0.6 kB)Vonseiten des Servers:
„Es ist daher auch wahrscheinlich, dass diese Seite eine gemeiner Betrug ist, der aber an einen Kreis von Abnehmern treffen kann”.

Andere, ähnliche solche Angebote:

c) „Ich verkaufe die Jungfräulichkeit. Für 20. Tausend złoty.
Die Autorin stellt sich vor:
Guten Tag, ich bin Karolina. Bin 18 Jahre alt. Ich suche nach einem Herrn, der mich in die Welt der Erotik einführt. Bitte ein paar Worte über sich schreiben und den Preis angeben. Ich warte nur auf liebliche, gepflegte Herrn, die eine junge, nicht erfahrene Jungfrau besorgen können”.

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Erklärung

Unsere 18-jährige Karolina hat Angebote von über zwanzig Herren bekommen von 20-50 Jahre alt. Manche suchen sofort zur Sache kommen, und bieten einen Satz von 10-20 Taus. złoty an. Andere bieten zum Angebot noch ein wenig Romantik und belobigen sich über ihre Geschicklichkeiten bei der Einführung unerfahrener Mädchen in die Welt der Erotik ...
– Einer bietet Folgendes an: „Ich bin an deinem Angebot interessiert, mein Vorschlag lautet 15 Taus. złoty ...”.
– Demzufolge: Der Handel mit Tugend ... blüht! Es fehlen daran Interessierte nicht.

Es folgt der Kommentar von der Redaktion des Servers:
„Die Anzeige mit solchem Inhalt haben wir in einem der Internet-Portale gedruckt, wo sich Personen melden können, die ihre Jungfräulichkeit verkaufen möchten. Binnen ein paar Tagen hat Karolina über 20 konkrete Angebote bekommen. Diese Anzeige wurde von 300 Personen angeschaut. Sollte sie wirklich eine dazu bereite Teenager sein, würde sie ohne Kummer ihren Wunsch: ihre Jungfräulichkeit zu verkaufen, erfüllen können. Noch mehr, sie könnte am Handel mit ihrer Jungfräulichkeit einen stabilen Ertrag machen ...”.

Noch andere ‘Proben’ von Angeboten der eigenen ‘Tugend’. Das Alter wird immer niedriger:

d) „Ich bin 14 Jahre alt und möchte die Jungfräulichkeit verkaufen”.
Erklärung der Autorin: „Tschüss! Ich bin Ala, bin 14 Jahre alt und schenke meine Tugend, allerdings nicht umsonst. Mein Preis lautet 3 Taus. złoty. Wer bereit, bitte um Kontakt mit Email ... Wenn Sex zum Verkauf, da dieser erste – ebenfalls”.

Kommentar vonseiten des Servers. Im Sommer ist die Tugend preiswerter geworden, weil die Teenager eilig nach Geld suchen – für Ferien. Sie geben sich hin ...

e) „Ich will ‘meinen ersten’ verkaufen!

Die Alexa ist Studentin des ersten Jahres der Jura ... Sie entschuldigt sich mit Bedauern, dass sie das ganze Leben auf diesen ersten gewartet hat, aber ‘summa summarum’ (letztlich) – hat sie sich noch nicht einmal verliebt und bleibt weiter allein. Daher möchte sie ihren ‘ersten Mal’ verkaufen, weil Geld immer nötig ist ...
Ich will das tun – sagt sie entschieden. Ich habe schon ein paar Angebote, das eine selbst mit 50 Taus. złoty”.

f.) „Ich verkaufe meine Jungfräulichkeit einem redlichen und kulturellen Herrn” ...

Kommentar der Redaktion des Servers:
Studentin, 18 Jahre alt. Sie hat ein wenig Angst, weil man nicht wissen kann, auf wen man trifft. Daher verabredet sie sich mit Kandidaten nur an öffentlichen Orten. Sie hat die Wahl ihres ersten Lieblichen noch nicht getroffen.

Der Internet-Handel mit Jungfräulichkeit blüht auf Vollgas.
Hier eine 18-jährige. Sie forscht zuerst den Markt aus und nimmt Kontakte mit potentiellen Kandidaten ausschließlich per Email.
– „Ich halte Fotos für Ausgewählte ...”
– „Ich verkaufe die Jungfräulichkeit einem redlichen und kulturellen Herrn. Preis: zum Verabreden, auch wenn ich nicht verheimliche, dass ich mich und meinen Leib hoch einschätze. Ich bin dessen wert ...”.

g) „Ich verkaufe meine Tugend für allein 2.500. Tausend złoty. Ich brauche die Kasse. Da aber meine Lage nicht allzu schön aussieht, so habe ich mich auf diesen Schritt entschieden ... Ich warte auf Angebote von allen daran interessierten Herren. Alter: am besten bis ...”.

h) „Eine 16-jährige will ihre Jungfräulichkeit verkaufen ...”.

Vom Server eine zusätzliche Information:
„Wie sie schreibt, ihr Körper ist für diesen Mann bereit, der am meisten bezahlt”.
In einem Monat endet sie ihre 17 Jahre. In letzter Stunde hat das Mädchen den Preis bis zu 30 Taus. złoty erhöht. Sie behauptet, ein Business-Mann hat ihr 25. Tausend vorgeschlagen.

i) „Es fehlt mir für Hosen, ich verkaufe die Jungfräulichkeit. Ist jemand bereit? Für etwa 25.- złoty. Bitte sich anmelden ...”


Mögen die angeführten Anzeigen-Angebote, die in diesem Kapitel über die „Jugendlichen angesichts der Ehe, des Sakramentes der Ehe” kopiert werden – im Abschnitt des weiter erst entstehenden Kapitels, in dem besonders an Mädchen gedacht wird, nicht Ursache zum Anstoß werden, sondern zum tieferen Nachdenken neigen.

Es ist dennoch gut, dass man sich bewusst wird, in was für einem Klima es den heutigen Jugendlichen ihre Entwicklung zu erleben gegeben wird. Es geht sowohl um die männliche, wie die weibliche Jugend. Man darf sich nicht vortäuschen, noch sich einreden, dass das moralische Niveau der Gesellschaft auf hohem Niveau anhält, wenn die Wirklichkeit vom entschieden gegenteiligen Zustand zu zeugen scheint ...

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Sache zum ‘Kauf-Verkauf’, oder ‘Person’ gerufen zur Braut – des Bräutigams-vom-Kreuz

Bei den gerade erst angeführten Angeboten hinsichtlich der ‘Jungfräulichkeit-zum-Verkauf’, wobei es ähnliche Internet-Seiten gibt, in denen Männer ihre Bereitschaft betreffs des ‘Einkaufs-der-Jungfräulichkeit’ offen bezeugen – solche Annoncen gibt es gewöhnlich auf solchen Seiten wie „www.IchKaufeDieJugfräulichkeit”, erscheint das moralische Bild der Generation, die in Kürze den Steuer der Gestaltung des Vaterlandes von innen und außen her in ihre Hände übernehmen wird. Wer über das Geschick des Vaterlandes und ihren Geist nachdenkt, kann unmöglich nicht perspektivisch denken: man kann hier nicht gleichgültig bleiben.

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Erklärung

Die Vertreter der Stichproben der heutigen Generation der Jungen Leute werden die grundsätzliche Stimmung der allernächsten Geschichte dieser Ecke des irdischen Globus prägen, auf der es uns Älteren zu wohnen und sich zu entwickeln gegeben ist.

Diese Erde war über ein Tausend Jahre Erbe, das Christus und Maria anvertraut war. Sooft die Vor-Väter den Gottes Wegen und Gottes ‘Lösungen’ [NB.: sieh dazu den allgemeinen Titel der hiesigen Internet-Seite: ‘... Der Liebe – menschliche und Gottes Lösungen”] in ihrem Leben für den Alltag nachgefolgt sind, hat das Vaterland Segen erfahren und konnte sich im Frieden entwickeln: diesem menschlich-irdischen, und diesem in Gottes Sicht.

Sooft aber die vergangenen Generationen von Wegen sich entfernten, auf die im geduldigen, oft sehr dramatischen Ruf Christus hingewiesen hat, und auf ihre Art Maria, die Mutter und Königin dieses Volks, indem sie ununterbrochen zum Herzen ihres Volks, zumal von der geistigen Hauptstadt des Vaterlandes – der Jasna Góra Zwycięstwa [Częstochowa: das Hauptsanktuar Mariens in Polen: ‘Heller Berg des Sieges’] ununterbrochen rief, aber auch von so vielen anderen Sanktuarien, die im ganzen Lande zerstreut sind, sank das Vaterland im inneren und äußeren Chaos unter. Die politischen und geistigen Niederlagen des Vaterlandes waren immer Folge in erster Reihe der inneren Verknechtung: der freiwillig gewählten Hingabe an immer andere volkstümliche Süchte. Parallel zum Erliegen jenen grundsätzlichen, stark verbreiteten Süchten und Fehlern ging immer ein tiefer sittlicher Verfall im Bereich des VI. und IX.Gebotes einher.

Die oben dargestellten Stichproben der Anzeigen mit Bezug auf ‘Kauf-Verkauf-der-Tugend’ betreffen zweifellos nicht das Gesamte der Gesellschaft. Es ist auch besser nicht einmal vom Prozentsatz der Teilnehmer solcher Angebote zu sprechen, sei es unter Kindern, unter der Schuljugend, oder zuletzt den Studenten.

Es ist bekannt, dass z.B. so manches Fräulein-Studentin ein zweifaches Leben führt: tagsüber studiert sie fleißig, und in anderen Tagesstunden ‘verdient sie’  mit ihrem Leib ... als offizielle oder nicht offizielle Prostituierte. Ihr Ziel ist es vor allem die Möglichkeit der finanziellen Begleichung der immer stark belastenden Studien. Allerdings solches Benehmen, nach dem „Grundsatz”: ‘Das Ziel heiligt die angewandten Mittel’, findet bei Gott niemals Rechtfertigung. Es würde heißen: die Sünde zu begehen um damit ein gutes Ziel zu erreichen (sieh dazu schon: Röm 3,8; und noch ob.: Gute Tat: Absicht, Gegenstand, Gutes, Gottes Liebe).

Andere Mädchen betreiben ‘Handel’ mit ihren ... Eizellen.
– Ähnliches gilt für Jungen, vor allem Studenten aus armen Ländern hier und da in aller Welt, die für die Studien verdienen, indem sie regelmäßig ihren Samen verkaufen ...
– Alle solche Betätigungen sind in Gottes Augen (aber auch ... der Menschen) Taten, die ihrem Wesen nach böse sind: „Sie sind innerlich böse [latein: intrinsece malum]”. Es sind „Handlungen, die durch sich selbst und in sich, unabhängig von den Umständen, wegen ihres Gegenstandes (Objektes) immer schwerwiegend unerlaubt sind” (VSp 80).
Es sind also „... irreversibel üble Handlungen, die selbst an sich und in sich selbst sich nicht dazu eignen, Gott und dem Guten der Person zugeordnet werden zu können” (VSp 81).

Dennoch, sollten selbst die dargestellten Tatsachen allein als nur isolierte Erscheinung vorkommen, wäre jede solche Tatsache ein Alarm-Signal für die Seele des ganzen Volks, das heißt nicht mehr eines einzelnen der Söhne oder Töchter des Volkes. Wie dringend notwendig ist eine innere allgemeine moralische Volks-Erschütterung, dass es zum Aufwachen kommt, und dass man zur Berauschung mit Neuheiten einer ‘Sex-Revolution’ nicht zulässt, die lawinenartig die ganze Welt überflutet und mit zunehmender Intensität die Seele auch dieses Volks – von innen her – zu zerstören sucht.

Wie sehr es allen Sozialschichen, aber umso mehr den Kindern, der Jugend, der Studentenjugend nach Stärkung im Empfinden nötig ist um die eigene personale Würde und die Rückkehr zum bewussten Erleben der Ehrerbietung zu sich selbst, samt der Not nach besonderem Gottes und menschlichen Schutz des ganzen Bereiches der menschlichen Intimität!

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Erklärung

Die Erneuerte Sättigung mit diesen Werten kann am bekömmlichsten, und dabei bestimmt nicht täuschend in Strahlen der Gnade Jesu Christi, des Göttlichen Bräutigams-vom-Kreuz gefunden werden. Er ist es, unser Erlöser, der Sohn Gottes, und zugleich der Menschen-Sohn, der mit dem Preis seines Martyriums am Kreuz „zur Vergebung (unserer) Sünden” auf die mit nichts anderem vergleichbare Würde jedes Menschen hinweist: des Menschen – seines lebendigen Ebenbildes angesichts des Weltalls.

Jeder Mensch, jeder Mann und jede Frau ausnahmslos, ist nicht ‘Sache-zum-Nutznießen’, noch ‘Sache-zum-Einkauf-Verkauf ’. Der Mensch – ist Person, gerufen dazu, vor Christus Jesus schon jetzt stehen zu bleiben, und umso mehr nachdem die Schwelle des ewigen Lebens überschritten werden wird – als seine „reine Jungfrau-Braut” (2 Kor 11,2). Jesus Christus hat sie für sich zum Eigentum erworben – zu ihrem irdischen und letztlichen Glück – in seinem nach Gott begriffenen, und erst dann dem menschlichen Sinn.

Diese Einladung vonseiten Jesus ist alles andere, nicht aber Angebot-um-des-Scherzes willen! Es ist zugleich dringendes Angebot vonseiten des Erlösers, das allerdings nicht umsonst eingehändigt werden kann. Der Bräutigam-vom-Kreuz beschenkt mit ihm um den Preis einer Antwort der Liebe – für die Liebe. Es ist seine Einladung zum „Hochzeitsmahl-mit-dem-Lamm” (Offb 19,7 usw.). Es ist Einladung, die mit glücklichem Gelangen in das „Haus des Vaters” (Joh 14,2) gleichbedeutend ist. Allerdings es kommen dorthin nur diese, die dieses Christi Angebot deutlich annehmen wollen. Der Preis, den es vonseiten der Braut zu einbezahlen gilt, die zu diesem Hochzeitsmahl eingeladen wird, kann bisweilen nicht gering sein:

„... ‘Die in den weißen Gewänder,
wer sind sie und woher sind sie gekommen?’ ...
Und er sagte zu mir:
‘Das sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen
sie haben ihre Gewänder gewaschen,
und im Blut des Lammes weiß gemacht’ ...” (Offb 7,14).

Denn dorthin, in das „Haus des Vaters”, ist der Eintritt mit der Treue bedingt der mit der Tat erwiesenen und erwiderten Liebe zu Christus, dem Bräutigam-vom-Kreuz:

„Aber niemals wird irgendetwas Unreines in sie hineinkommen (in das Neue Jerusalem = das Haus des Vaters),
oder einer, der Abscheuliches treibt und lügt,
sondern nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind” (Offb 21,27).

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In kurzer Zusammenfassung bemerken wir, dass einer der grundsätzlichen Beweggründe einer vielleicht verzweifelten Entscheidung auf ‘Verkauf der Jungfräulichkeit’ doch finanzielle ... Gründe zu sein pflegen. Es gibt Studentinnen, die auf solche Art etwas ‘dazu verdienen’ – für die Gebühren, die mit vielfältigen Bedürfnissen im Zusammenhang mit weiterem Studium verbunden sind.
Dieser Beweggrund scheint in diesem Fall gerecht zu sein: ohne Geld ist es schwer, die Studien weiter zu verfolgen: Mittel zur Bezahlung zu finden für Wohnung, Handbücher, Ernährung, und das Studium selbst.

Dennoch um welchen Preis es dann geschieht? Das ‘Ziel’ ist nicht imstande, die angewandten Mittel zu ‘heiligen’, da diese ihrem Wesen nach in „Gottes Augen böse” sind! Der Verkauf der Jungfräulichkeit zum Gewinn, oder auch schon der Nicht-Jungfräulichkeit, ist notgedrungen erhabenes Ziel, das aber nur eine ein wenig verschönerte ... Prostitution darstellt.

Unter den angeführten Beispielen einiger Angebote zum ‘Verkauf der Jungfräulichkeit’ (sieh ob.: Jungfräulichkeit zum ‘Einkauf-Verkauf’) findet sich auch ein Fall einer Jemanden, die in Jahren zunimmt, das Mädchen möchte sehr heiraten im normalen ehelichen Band, dennoch bisher hat sich ihrer niemand interessiert ...

Wie viele es in der Welt gerade solche Mädchen und schon erwachsene Frauen gibt, denen es nicht gelungen ist, einen Kandidaten zum Mann zu finden. Viele von ihnen beten in diesem Anliegen aufrichtig und mit großer Zuversicht. Indessen die Jahre verlaufen, und sie können weiterhin keinen würdigen Kandidaten zum Mann finden, – und ähnlich umgekehrt: kein Mädchen für einen Jungen, der manchmal viele Jahre hindurch umsonst ... nach einem guten Mädchen sucht, die gute künftige Ehefrau und Mutter sein könnte.

Und doch, auch in solchem Fall, wenn das Mädchen letztlich den Gottes Wegweiser in Form der Gottes Gebote zurückweist – und ihre Jungfräulichkeit zum Verkauf aussetzt – in Hoffnung, dass es vielleicht Anfang einer Bindung mit einem Mann für die Dauer als dem eventuellen künftigen Ehemann werden wird, führt sie daselbst einen Strich über ihre bisherige Verbindung zu Gott.

Um ‘Hilfe’ wendet sie sich in ihrer zunehmenden Ungeduld ... nicht an Gott, sondern an diesen, der seinem Wesen nach der ‘Böse’ ist: Satan. Dieser aber erlebt dabei seine ‘Gegen’-Freude, weil es ihm einmal mehr gelungen ist, verhältnismäßig leicht das „... Werk der Schöpfung gegen die Erlösung, gegen den Bund und die Vereinigung des Menschen mit Gott zu benützen” (DeV 27).

Die Ehe und das Leben-zu-zweit in der Gnade des Sakraments ist wunderbare Gnade, beziehungsweise sie soll es so sein. Dennoch selbst die Ehe ist nicht das höchste Ziel im Leben. Ziel ist das, was es Definitives gibt: das Gelangen im Zustand der Gnade in das „Haus des Vaters”. Sollte es selbst über die Nicht-Erfüllung der eigenen verborgensten, menschlichen Wünschen und Träumen geschehen.

Jesus hat so stark hervorgehoben, dass man ‘bis zum Ende’ in Treue zum Wort Gottes verbleibt – im Leben und in Tat.
– Noch im Buch der Offenbarung des Hl. Johannes spricht Jesus u.a.:

„Ich kenne deine Werke.
Und Ich habe vor dir eine Tür aufgetan (= Symbol der Möglichkeit, das Evangelium zu verkündigen, sieh z.B.: 1 Kor 16,9; Kol 4,3; usw.)
die niemand schließen kann,
Denn du hast zwar nur geringe Kraft,
aber dennoch hast du Mein Wort bewahrt
und Meinen Namen nicht verleugnet ...
Du hast Mein Gebot, standhaft zu bleiben, gehalten.

Deshalb werde Ich auch dich vor der Stunde der Versuchung bewahren,
die über die ganze Erde kommen soll,
um die Bewohner der Erde auf Probe zu stellen (= Worte die vor allem diese betreffen, die Gott zurückweisen).
Ich komme bald.
Halte fest, was du hast,
damit dir niemand deinen Kranz nimmt.
Wer siegt, den werde Ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen (= hier und in Ewigkeit des Neuen Jerusalem)
und er wird ihn niemals mehr verlassen müssen.
Und Ich werde auf ihm den Namen meines Gottes schreiben
und den Namen der Stadt meines Gottes ... und Meinen neuen Namen ...” (Offb 3,8-12).

Man könnte hinzufügen, wie ... ‘elendarm’  dieses junge Mädchen ist, das bereit ist ihre Jungfräulichkeit zu verkaufen, weil sie ... 25.- złoty braucht, um ... Hosen kaufen zu können!
– Dieses Kind weiß letztlich nicht, was es gesagt hat. Und doch, sie weiß es, was sie spricht und zu tun bereit ist. Sie ist augenschaulich gut vom Internet ‘erzogen’ worden, erzogen vom Anschauen von Porno, sie bleibt unter dem Einfluss ihrer Freundinnen, die ‘das’ schon längst nach sich haben ...!
– Es fehlt dort jede Spur von irgendwelchem perspektivistischem Denken. Schwer irgendwelche Empfindung von Verantwortung zu erblicken – gegen sich selbst, gegen die anderen, eventuell die künftige Nachkommenschaft. Niedergetreten ist bei ihr – wie es scheint – jede irgendwelche Empfindung um die eigene Würde. ...!

Auf manche Aspekte im Anschluss an den dargestellten Sex-Business muss noch in weiterer Folge zurückgegriffen werden. Daher schließen wir mit diesen Feststellungen diesen Unterpunkt des laufenden Paragraphen über die Haltung der Mädchen im erörterten Bereich: auf der Stufe ihrer allmählichen Vorbereitung zur Ehe: zum Sakrament der Ehe.

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RE-Lektüre: VII.Teil, Kapitel 3, ad ‘l’.
Stadniki, 27.IX.2015.
Tarnów, 29.VI.2018.


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4. Jungfräulichkeit – die weitere Gabe Gottes
Das Thema der Jungfräulichkeit
Jungfräulichkeit in der Geschichte einiger Kulturen und Religionen
Jungfräulichkeit in der Kirche Christi

5. Jungfräulichkeit und Keuschheit
Präzisierung der ‘Jungfräulichkeit’ als Keuschheit
Ruhm der Jungfräulichkeit
Dieser und diese haben die Keuschheit freudig bewahrt
Text. Negatve moralische Normen (VSp 52)
Text. Gehorsam gegen die negative Norm (VSp 67)
Text. Innerlich böse Taten und gute Absicht (VSp 81-82)
Text. Freiheit und Gleichheit jedes Menschen gegen der moralischen Norm (VSp 96)
Text. Märtyrertum: Unantastbarkeit der moralischen Ordnung (VSp 91)
Beispiel 1. „Ich bin 21 Jahre alt...”
Beispiel 2-3. Zwei kurze Aussagen
Beispiel 4. Ohne Kuss, ohne Umarmung
Beispiel 5. Andere glückliche, reine Ehe
Beispiel 6. Geboren am Tag der Hl. Goretti
Beispiel 7. Mutter besorgt um provozierende Verhaltensweise ihrer Tochter
Beispiel 8. Das Skapulier Mariens hat beschützt ...

6. Jungfräulichkeit vieler Mädchen ... heute
Nicht ‘Sex’ – sondern eheliches Eins der Personen
Nachdruck des Milieus einer Abmachung im Übel
Bericht von Marta Czerwonka: „Jugendliche Schriften”
Jungfräulichkeit zum ‘Einkauf-Verkauf’
Sache zum ‘Kauf-Verkauf’, oder ‘Person’ gerufen zur Braut – des Bräutigams-vom-Kreuz


Bilder-Fotos

Abb.1. Kreuz gebaut am Berg Giewont in der Polnischen Tatra im Jahr 1901.
Abb.2. Pilger wandern zum Kreuz auf dem Giewont zu seinen 100 Jahren
Abb.3. Denktafel mit Worten Johannes Paul II. 1997 vom Kreuz auf Giewont
Abb.4. Heranwachsendes Mädchen in ihrem aufrichtigen Lächeln
Abb.5. Katze in Symbiose mit Entchen
Abb.6. Es besteht weiter ... ein schöner Wald, erfrischende Sicht der Gebirge
Abb.7. Zwei weiße Hündchen am Sessel
Abb.8. Fragment des Kreuzes Jesu von Limpias
Abb.9. Das Gesicht des Gekreuzigten Jesus von Limpias, Spanien