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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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D.   PERSÖNLICHE KEUSCHHEIT IN PROBE

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Auftauchende Frage

Im Rahmen des Themas unseres Kapitels: „Junge Leute auf dem Weg zur Ehe: zum Sakrament der Ehe” – kann schwer kein besonderer Platz der ‘heißen’ Frage gewidmet werden, die viel Aufgeregtheit weckt, die des Öfteren Groll, Androhungen und Anklagen gegen Gott, die Kirche, die Geistlichen auslöst, was daselbst auch den hier schreibenden Autor betrifft. Es handelt sich um die reizbare Frage der Reinheit des Herzens und Leibes nach der Anweisung des VI. und IX.Gebotes Gottes.

In der Jetztzeit erörterten Lebensphase: des Heranwachsens und der Jugendzeit, soll auf besonders intensive Art und Weise die menschliche und gotterwartete Problematik der Geschlechtlichkeit in die innere Entwicklung der Personalität des jungen Menschen eingeschlossen werden. Zur besonderen Aufgabe wird daselbst die Integration in die Entwicklung der Personalität aller Herausforderungen, die dem heranwachsenden jungen Menschen vonseiten seiner Geschlechtlichkeit gestellt werden.

Es ist zwar klar, dass ähnliche Herausforderungen den Menschen sein ganze Leben lang begleiten. Schwierigkeiten mit der Treue zu sich selbst und Gottes Erwartungen im Bereich der Geschlechtlichkeit werden also nicht nur von jungen Leuten wahrgenommen, sondern auch Erwachsenen, darunter auch von Leuten die seit langem in stabilisierter Ehe leben, und seinerseits nicht selten ebenfalls von Leuten in schon weit vorangeschrittenem Alter.
Dennoch besonders intensiv offenbaren sich die gerade erörterten Schwierigkeiten in der jugendlichen Lebensphase. Dieser Zeit ist aber das gerade laufende Kapitel ganz besonders gewidmet.

Die erwähnten Herausforderungen, zumal im Fall einer mittelbaren, oder selbst schon unmittelbaren Ausrichtung junger Leute auf Ehe – auf das Sakrament der Ehe, sind vielfältig, und pflegen unterschiedlich zu sein. Es ist nicht allzu leicht, sie nach einem einheitlichen Kriterium zu ordnen.
– Wir möchten versuchen, die bevorstehenden Aspekte nach den Bemühungen beim Bewahren der Tugend der Keuschheit in ihrem menschlichen und Gottes Begriff einzuteilen: zuerst im Anschluss an eine individuelle Person, um nachher auf Verhaltensweisen unter zwei Personen auf ihrer vorehelichen Lebensstufe umzuschalten.


So mancher junge Mensch erlebt eine innere Empörung, wenn er von irgendwelchen ‘ethisch-moralischen Normen’ zu hören bekommt, die mit dem VI. oder IX.Gebot Gottes verbunden sind. Die Gebote stellen Gottes Erwartungen dar und sogar wahre Gottes Anordnungen, dass nämlich jeder Mensch die ethische Keuschheit entsprechend seinem Lebensstand befolgt. Dieselben Gebote betreffen übrigens nicht nur junge Leute, sondern in gleichem Maß auch die älteren. Man bekommt immer wieder – auch bei älteren Leuten, von manchmal lautgewordenen ‘Sex-Affären’ zu hören.

Ähnlich, wie es auch bei älteren Leuten vorkommt, dass sie von vornherein und öffentlich alles zurückweisen, was mit ‘Gott’ – und folglich mit der ‘Kirche’ zusammenhängt. Die Haltung des Widerspruchs und Aufstands hängt in solchen Fällen vorwiegend mit dem Bereich des VI. und IX.Gebotes zusammen. Wie sehr das Gottes Vorhaben der Liebe, das vonseiten Gottes (und daselbst der Kirche, deren einziger Herr und Besitzer nicht der Papst, noch irgendwelcher der Priester und Bischöfe, sondern der Sohn Gottes Jesus Christus ist) Zeugnis des Kampfes Gottes nicht gegen den Menschen, noch gegen die ‘Liebe’, sondern ‘um die Liebe’ und um den Menschen ist – den erwähnten Menschengruppen sehr ‘fehl am Platz’ zu sein scheint!

In dieser Lage mag es berechtigt sein, dass wir noch einmal gesondert – in unmittelbarem Anschluss an das Alter des Erwachsenenwerdens, der dann gewöhnlich stark sich aufdrängenden sexuellen Neugierigkeit ein wenig Aufmerksamkeit widmen. Es ist unbestritten, dass gerade dieses Gebiet: der ganze Bereich der Geschlechtlichkeit, für so manchen jungen Menschen zum Anfangs- und Ausgangspunkt wird, dass er sich von Gott und der Kirche isoliert – ‘wegen’ des schwer zu verstehenden und in die Tat umzusetzenden VI.Gebotes Gottes.

Solche Haltung ist gewöhnlich Folge eines radikalen Nicht-Vertrauens (mehr) Gott gegenüber, der es wagt, vor seinem lebendigen Ebenbild angesichts des Weltalls ... ethische Forderungen und bewusst unternommene Charaktergestaltung aufzustellen.

Im Gegenteil dazu – dieser, der der Böse ist, unterschiebt dem Menschen unermüdlich – sowohl diesem jungen, wie auch älteren Leuten, mit deutlichem Anschluss an die angeborene moralische Schwäche, eine weit angelegte sexuelle Ausgelassenheit, unterfärbt mit intensiv erfahrenem sinnlichem Wohlbehagen. Zu gleicher Zeit strebt der Böse danach, bei diesen Leuten die Haltung eines offenen Aufstandes gegen Gottes ‘Einschränkungen’ im Bereich des Sexuellen hervorzurufen. Der Böse sucht ihnen einzureden, Gott wäre ihr gefährlichster Rivale und Gegner, den es gerade deswegen entschieden – wenn nicht zu töten, da zumindest auf jedem Schritt zu befehden gilt.

Im Anschluss an die Thematik des gerade ablaufenden Kapitels dürfte hervorgehoben werden, dass gerade dieser Faktor: die sich stark meldende Geschlechtlichkeit, zum beinahe führenden Beweggrund, und selbst Gipfelziel werden kann, um sich möglich schnell im Ehestand befinden zu können. Die Frage der Gebote Gottes fällt in dieser Lage bei so manchem jungen Menschen – bewusst oder unterbewusst, auf einen weit entfernten Hintergrund zurück. Viele unter jungen Leuten – wenn auch keinesfalls nur ‘jungen’, versuchen dementsprechend ihr Leben einzurichten ohne auf Gott acht zu geben (aber dabei weder auf sich selbst, noch auf die Nächsten).

Allerdings daselbst beginnen sie dann, notgedrungen, ihr Leben unter dem Kommando der eigenen Begehrlichkeiten zu gestalten, oder mehr präzise: unter dem Kommando dieses, der der Böse ist. Ihr Leben wird zu einem Leben, ‘als ob es Gott ... nicht gäbe’. Wenn nicht theoretisch, so im praktischen Sinn. Das Finale solchen Lebens kann aber unmöglich nicht dramatisch werden; dabei: für ... ewig!

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1. Norm – oder Auswuchs

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Umstände des allmählichen Reifwerdens

So manche Brautpaare lassen sich trauen, indem sie von der Hoffnung getragen werden, sich endlich im erträumten ‘Lebensstand’ gefunden zu haben, dank dem sie eine ‘uneingeschränkte Freiheit’  erlangen, um auf ‘sündenfreie’ Art und Weise die bisher unterdrückten ‘sexuellen Bedürfnisse’ zwanglos befriedigen zu können.

Solches Herantreten an die Ehe kann von mehreren Faktoren bedingt werden.

(0,15 kB)  Einerseits tragen zu solcher Situation die um diese Zeit sich stark aktivierenden bestimmten physiologischen Vorgänge bei. Sie lösen auf dieser Stufe der Jugendzeit eine zunehmende hormonale Ausschüttung aus, die mit der Heranreifung sei es des Jungen, sei es des Mädchens verbunden sind. Der Andrang der im Organismus kreisenden Hormone kann vielen jungen Leuten (obwohl nicht nur ‘ihnen’) schwierige und nicht selten sich verlängernde physische, psychische und sittliche Fragen bereiten. Es ist nicht immer leicht mit ihnen problemlos fertig zu werden.

(0,15 kB) Anderseits erscheinen zu dieser Lebensphase des jungen Menschen viele Faktoren, die von allein, also auf nicht beabsichtigte Weise, zutage kommende Kamerad- und Freundschafts-Kontakte begünstigen. Diese verwandeln sich leicht in Freundschaften, die sich immer deutlicher auf Brautschaft einstellen, und in weiterer Perspektive auf Eheschließung. Das geschieht schon auf der Stufe der Oberschule oder eines Technikum, und umso mehr im Fall dieser Glückskinder, denen die Familie es möglich macht, höhere Studien anzutreten.

(0,15 kB)  Umso mehr wird das Aufkeimen tieferer Freundschaften in schon weiter vorgeschrittenen Studienjahren begünstigt. Denn in Anfangsjahren der Studien an einer Universität bleibt prioritäres Anliegen zweifelsohne das Studium selbst. Daher müssen alle intensiveren Gefühlsengagements im Prinzip auf einen weiteren Plan verschoben werden. Jeder Student und jede Studentin möchte doch die Studien weiter verfolgen können und sie ehrlich zum glücklichen Ende bringen – in der Perspektive, dass so eine entsprechende Ausbildung gewonnen wird und danach eine Berufsarbeit, die es erlaubte, Mittel im Zusammenhang mit künftiger Ehe und Familie zu gewinnen.

(0,15 kB)  In noch anderen Fällen entstehen Kameradschaften und Freundschaften unter vielleicht mehr prosaischen Umständen, wie z.B. bei weniger oder mehr ‘zufälligen’ jugendlichen Zusammentreffen, gelegentlich Feierlichkeiten im Rahmen einer Familie oder lokalen Festen, ein noch andermal während verschiedenen Jugendtagen auf nationaler, oder selbst internationaler Ebene. Oder zuletzt es entstehen Bekanntschaften und Freundschaften bei vielen anderen möglichen Begebenheiten.

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Erklärung

Der Anfang des ‘Miteinandergehens’ schafft immer mehr Gelegenheiten zum Austausch gegeneinander ausgedrückten Herzlichkeiten und immer enger werdender Bände. Diese beginnen spontan um das Geheimnis der Intimität ihrer beiden – als des Jungen und des Mädchens, zu kreisen.

Wie viel es dann davon abhängt, woran es diesen zweien eigentlich gelegen ist? Und ob sie sich es erlauben, ab Anfang an entschiedene, unüberschreitbare Grenzen für sich zu bestimmen, die ohne Verschweigungen eine deutlich sich abhebende Zäsur aufstellen würde zwischen Kameradschaft und Brautschaft – und nachher der Ehe?
– Oder auch diese beiden betreten mit immer vermessener werdendem Mut das Terrain ihrer Intimität, indem sie deutlich das Aufgreifen eines einschneidenden Gesprächs über dieses Thema vermeiden, eventuell sie schieben die Stellung dieser Frage deutlich auf Grenzgebiete niemals bis zum Ende besprochener Sachen ab.

Es sind nämlich ... lästige Fragen, mit denen sie sich den Kopf, noch das Gewissen, vorläufig nicht zerbrechen möchten. Allerdings sie richten ihre gegenseitigen Verhältnisse zugleich so ein, als ob sie schon eine seit langem völlig stabilisierte Ehe wären. Offenbar nur was ihren Sexus angeht, weil sie doch üblich ein unbedingtes nein annehmen, was die mit Ehe und Familie zusammenhängenden Verpflichtungen betrifft.

Indessen die erwähnten Grenzen zwischen Kameradschaft und Ehe werden sowohl von der unabwischbaren Prägung des Gewissens ausnahmslos jedes Menschen bestimmt, wie auch vom Gebot dieses Gottes, der unfähig ist, seinem lebendigen Ebenbild irgendeinen Schaden zuzufügen.

Gott weiß allzu guten Bescheid, was ‘Liebe’ heißt: Gabe seiner Selbst – zu Gutem, das niemals ein Ende erfahren wird, weil es das Beschenken mit einem Gut abzielt, das mit ewigem Leben proportionell ist. Es muss ein solches Gut-für-diesen-Geliebten darstellen, das Ausdruck sein wird der Gabe seiner Selbst bis zur Hingabe selbst des eigenen Lebens, falls es die erscheinenden Umstände so zu tun heißen sollten (sieh dazu ob.:  Unausbleibliche Fragen um das Geschlechtsleben in künftiger Ehe – samt dem vorigen und nachfolgenden Zusammenhang; und außerdem ebd. § . Und noch: II.Teil, 2.Kapitel samt den weiteren Kapiteln ebd. Dann: III.Teil; VI.Teil, darunter u.a.: Tage der Brautzeit: gesegnete Gabe der heißen Probe – das Gesamte dieses Kapitels; usw.).

Es wird hier nicht von der normalen, ausgeglichenen psycho-physischen Entwicklung der allmählich heranwachsenden und reifwerdenden männlichen und weiblichen Jugendlichen gesprochen. Wir möchten dagegen auf weniger oder mehr schreiend vorkommende Auswüchse der sexuellen Sphäre hinblicken – sei es was das Bewusstsein und den Willen der betreffenden jungen Leute angeht, sei es außerdem um ihre Verhaltensweisen.

Es geht auch nicht um das Bewusstwerden allein dessen, dass die Berufung zur Ehe von selbst ebenfalls das Erleben der geschlechtlichen Intimität mit einschließt. Das Leben in Ehe trägt von Natur aus die Möglichkeit eines herzensgeladenen Anschmiegen aneinander, Unternahme intimer Liebkosungen, und auch der geschlechtlichen Vereinigung – als einer unter noch anderen Ausmaßen des Lebens in Ehe und Familie für den Alltag, wiewohl das Erleben der intimen Nähe für diese beiden jedesmalig ganz besonders bevorzugte Zeiten bedeutet.

Aber anderes heißt das völlig natürliche Bewusstwerden, dass diese zweien sich ihr gegenseitiges eheliches Band als Erweis ihrer Nächstenliebe u.a. über das Für-einander-Sein in ihrer Intimität zum Ausdruck bringen werden können, indem es die ihnen von Gott geschenkte Gabe sein wird, mit der sie sich einander die Vereinigung ihrer beiden Personen erweisen werden können, und anderes wenn der ‘Sexus’ als praktisch hauptsächliches und allumfassendes Ziel beim Streben zur Heirat überhaupt vorgeschoben wird. Der ‘Sexus’ kann bei solcher Anordnung so weit zum bestimmenden Faktor aller ihrer Betätigungen werden, dass die Frage der Person an sich – dieser eigenen, wie auch dieser des anderen, also der Verbindung mit diesem anderen in Ehe als einem ‘Jemand’ – in lebenslanger Kommunion von Liebe und Leben, beinahe überhaupt nicht am Horizont des Denkens erscheint.

Die Motivation beim Anstreben der Ehe als des erträumten, allumfassenden ‘Sex-Landes’, kann bei einigen jungen Leuten nicht einmal allzu deutlich formuliert, noch selbst reflektiv völlig bewusst geworden sein. Allerdings es kommt vor, dass diese Motivation beinahe in wörtlich verstandenem Sinn zum negativen Beweggrund wird, mit dem alles andere beinahe total verhüllt wird, so dass die Ehe als in erster Reihe voller Zugang zum ‘Sexus’ und beliebig betriebenem sexuellen Ausleben erscheint.

Es dürfte noch bemerkt werden, dass der Beweggrund des ‘Sexus’ als an die Spitze vorlaufende Betätigungsfeder bei der Suche nach einem Partner in weniger oder mehr bemäntelter Gestalt nicht nur bei Jungen, sondern ebenfalls bei so manchem Mädchen beobachtet werden kann. Dieser Beweggrund kann in manchen Fällen zu so weit vorangeschobenem Prinzip bei der Unternahme irgendwelcher weiterer Schritte werden, dass der betreffende Junge oder das Mädchen fast unfähig geworden sind, noch andere Aspekte der umgebenden Wirklichkeit zu erblicken, außer allein des ‘Sexus’ als dem Lebensziel aller unternommenen Maßnahmen.

Der Denkens-Horizont schrumpft bei solchem Menschen praktisch auf nur diesen einzigen Ausschnitt der Wirklichkeit ab. Alles andere wird unwichtig. Das zeugt dann von weit vorgeschobener Pathologie des Charakters und Unfähigkeit, um sein Selbst von der Perspektive aus einer unumgänglichen Distanz anzuschauen.

Solche Situationen kommen aber wirklich vor. Dem jungen Menschen soll man in solcher Lage entgegen gehen, um ihm zu Hilfe zu kommen beim Wiedererlangen eines physisch-psychischen Gleichgewichts, und umso mehr bei Erarbeitung einer Durchschaubarkeit seines Gewissens in Gottes Augen, und daselbst angesichts seiner Selbst und der Umgebung.

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Eintritt in die Phase des Reifwerdens

Angesichts der vorkommenden Situationen eines Auswucherns beim Erleben der Geschlechtssphäre als Faktors, der das Gesamte der Seele und des Leibes als ‘Sexus’ Fixe-Idée – und nur ‘Sexus’ beherrschte, erscheint die Frage: wie sind dessen Ursachen? Eventuell: warum sich eine solche Entwicklung der Psyche und der Verhaltensweisen dieses betreffenden jungen Menschen gestaltet hat, der jetzt beinahe unfähig geworden ist eine noch andere Wirklichkeit zu erblicken außer der Sättigung mit allen Sinnen des pathologisch gesuchten ‘Sexus’? Und vor allem: wie gilt es in solcher Situation vorzugehen und was sollte jenem jungen Menschen als Rat gegeben werden, dass er in seiner geistigen und physischen Verlorenheit, und dabei wahrscheinlich ebenfalls tiefer Verwundung – das Gleichgewicht bei der Verwaltung des ihm geschenkten Mensch-Seins wieder gewinnen kann?

In den vorigen Teilen unserer Seite haben wir schon ein paarmal an das allmähliche Reifen des jungen Menschen als Mannes oder Frau angeknüpft. Wir haben dabei auf das psychisch-physiologisch unterschiedliche Erleben der Geschlechtssphäre aufmerksam gemacht – unterschiedlich bei heranwachsenden Jungen-Jünglingen, und anderseits charakteristisch anders bei Mädchen-Fräuleins (sieh u.a.:  Gelebte Geschlechtlichkeit beim Jungen und beim Mädchen – samt dem vorangehenden und nachfolgenden Zusammenhang).

Die Feststellungen, die etwa auch beim gerade gezeigten ‘Link’ dargestellt wurden, müssen nicht die Regel bleiben, dennoch so läuft gewöhnlich die psychische Entwicklung ab im Anschluss an die dann erscheinenden physiologischen Phänomene, die charakteristisch anders bei Mädchen, anders bei Jungs zu sein pflegen. Es besteht kein Zweifel, dass die dann sich ereignenden organischen Veränderungen auf die Qualität der Erlebensweise der allmählich immer deutlicher sich meldenden Geschlechtssphäre mächtigen Einfluss sowohl bei der einen, wie anderen der heranwachsenden Jugend ausüben.

Unter den zu dieser Zeit erscheinenden psychischen, aber auch ethischen Schwierigkeiten könnte man auf einige gemeinsame Merkmale hinweisen, die sowohl bei Jungen, wie Mädchen vorkommen, wogegen andere sich gewöhnlich anders bei den einen und anderen Vertretern der Jugend gestalten. Mögen die unterhalb dargestellten Situationen, die grundsätzlich einen weniger oder mehr negativen, oder selbst völlig schlechten Ausklang bringen können, eine eigenartige Warnung darstellen, die vielleicht ein tieferes Nachdenken über sich, die eigenen Beweggründe und Verhaltensweisen bei heranwachsenden Jungen und Mädchen auszulösen imstande wäre.
– Die vor jungen Leuten sich aufschließenden positiven Möglichkeiten des Jugendalters dürfen nicht vergeudet werden. Sie sollen dagegen kanalisiert werden in Richtung des eigenen Guten, wie auch dieses der Nächsten, mit denen es ihnen das Leben zu teilen kommen wird im Rahmen der vielleicht nicht lange beabsichtigten Verbindung mit dem Bund von Leben und Liebe.

Wie auch schon mehrmals erwähnt, wir haben hier nicht vor, eine gesonderte professionelle Studie über die dargestellte Wirklichkeit zu unternehmen. Diese Thematik ist Gegenstand von Handbüchern für Psychologie, bzw. Psychiatrie des jugendlichen Alters. Es gibt außerdem manche Bücher, Broschüren und zugängliche Artikeln auf religiösen, aber auch laischen Internetseiten, die dieser Thematik gewidmet sind. Man kann darin eingehende Besprechungen treffen über die psycho-biologische Entwicklung und die vorkommenden Verhaltensweisen des jugendlichen Alters, samt besonderer Berücksichtigung der Geschlechtssphäre des Jugendalters.

In diesen Bearbeitungen wird mutig – und mit Herzen, die Thematik dieser für viele junge Leute bisweilen schwierigen Fragen aufgegriffen. Es werden dort zugleich schöpferische Lösungen angeboten, die fähig genug sind, bei den betreffenden Personen die Hoffnung zu unterhalten und ihnen Mut einzuflößen in ihrem manchmal voller Pein ablaufenden Kampf um Bewahrung der personalen Würde.

Umso mehr geht es dabei um Bewahrung der Treue zum Wort Gottes, das jeder Mensch ausnahmslos in seinem Gewissen als unabwischbaren Eintrag im Herzen und Gewissen eingeprägt trägt: „... Du sollst nicht ... die Ehe brechen”. Keine menschliche Lösung wird je eine Chance haben, jungen Leuten mit langdauernder schöpferischer Hilfe zu dienen, wenn zu ihrem Ausgangspunkt nicht das sein wird, was dem Menschen von der Liebe Gottes vorgeschlagen wird. Diese aber hat sich als Liebe mit der Gabe ihrer Selbst ... am Kreuz der Erlösung erweist: „... für das Leben der Welt” (Joh 6,51).

Man kann verstehen, dass die Bezeichnung im deutschen Lautwort des gerade angeführten, übersetzten VI. Gottes Gebotes: „... (Du sollst nicht) die Ehe brechen” nicht nur den Ehebruch im strikten Sinn dieses Wortes betrifft, d.h. den Bruch der Ehe mit einer dritten Person. Es besteht kein Zweifel, dass das im hebräischen Originaltext gebrauchte Zeitwort in möglich weitestem Sinn verstanden werden soll – hinsichtlich aller Handlungen, die sich der Anwesenheit Gottes Liebe und Lebens im menschlichen Herzen und der Wirklichkeit des Menschen als Person – also nicht ‘Dinges-Sache’, widersetzen.

Der Mensch – jeder im Einzelnen, existiert nicht anders, sondern als lebendiges Ebenbild und Ähnlichkeit Gottes. Daselbst kann er unmöglich nicht als er Selbst: als Person da sein. Er wird niemals – weder er selbst, noch jemand anderer, imstande sein, sich zum Rang nur einer ‘Sache-zum-Gebrauch’ zu reduzieren.

Als ‘Person’ – wird jeder Mensch im Einzelnen zur Stunde des Beginns seines Da-zu-Seins – zum Leben in Unsterblichkeit: im – ewigen Leben befähigt und dazu berufen.
– Der biologische Tod spielt beim Streben nach ewigem Leben allein die Rolle der Schwelle, hinter der das definitive Leben anfängt. Es ist dann das letztliche Leben – dieses ewige Leben, das von nun an keiner Veränderung der Zeit mehr unterliegt.

Diese Wirklichkeit besteht offenbar ganz unabhängig davon, ob der betreffende Mensch an Gott der Wahrheit der Offenbarung glaubt, oder auch an Ihn nicht glaubt. Noch mehr, jedermann einzeln wird gesondert gerichtet werden mit Bezug auf sein Person-Sein und sein Gerufenwerden zum Leben in Vereinigung zu Gott – damit jeder empfange, was er „durch den Leib”  verrichtet hat: sei es Gutes, sei es Böses (vgl. 2 Kor 5,10: StB; und: Joh 5,29; Apg 10,34f.42).

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2. Herausforderungen die mit ersten Symptomen des biologischen
Reifwerdens zusammenhängen

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Reifung des Mädchens zur Fraulichkeit und künftiger Verantwortung

Es gehört sich noch einmal an die ersten Signale des Durchgangs von Kinderzeit zum psycho-sexuellen Reifwerden zurückzudenken. Wie vorher erwähnt, diese Signale unterscheiden sich grundsätzlich bei Jungen – und Mädchen.

Wenn beim Mädchen die Periodizität der allmählich bei ihr sich herausbildenden Zyklen zu erscheinen beginnt, kann sie mit dieser Erscheinung beunruhigt bleiben: manchmal kann sie deswegen geradeaus in Schrecken geraten. Höchstens sie wurde dazu z.B. von ihrer voraussehenden Mutter gut vorbereitet. Dies erlaubte ihr die von nun an erscheinenden physiologischen Symptome ruhig und ohne Angst anzunehmen, dass das alles vielleicht Symptom einer ernsten Erkrankung zeugen könnte.
– So manches Mädchen gerät dann geradeaus in Freude, dass sie endlich in die sich ausgestaltende volle Fraulichkeit eingetreten ist. Das kann ihr Empfinden eines Ehrgeizes und gestiegenen Selbstbewusstseins auslösen, dass sie von nun an in vollem Sinn Frau wird.

Es kommt aber vor, dass das Mädchen mit dieser Tatsache so sehr aufgereizt ist, dass sie von nun an ihre bisherigen Verhaltensweise zur Umgebung auf radikale Art und Weise ändert – möge es im positiven Sinn geschehen. Sie tritt nämlich von nun an in sich selbst tiefer ein und erreicht daselbst eine deutliche Ehrachtung zu sich selbst, wobei sie aber auch fordert, dass ebenfalls die umgebenden Personen sie ernst betrachtet.
– Es pflegt aber auch umgekehrt zu sein: das Bewusstwerden um die erreichte physische Reife und das damit zusammenhängende Heranwachsen zur Erwachsenenheit kann die Verhaltensweise des Mädchens zur Umgebung in ganz und gar negativem Sinn ändern.

Es ist klar: die Ausgestaltung der Periodizität ist noch weitaus nicht gleichbedeutend mit erreichter voller psycho-physischer Reife des Mädchens als Frau. Das Beginnen der Periodizität an sich muss noch in keinem Fall die schon völlig erreichte Zyklizität selbst bedeuten: diese beginnt sich erst zu ausgestalten. Das betrifft auch die erst allmählich erscheinende Fähigkeit, neues Leben zu empfangen. Nicht alle ‘Zyklen’ sind sofort Zyklen im eigentlichen Sinn dieses Wortes. Alle Wachstumsvorgänge setzen eine für sich eigene biologische ‘Zeit’ voraus, die mit keinem äußeren Eingriff gestört werden soll.

Diese Feststellung zu entkräften sind im geradeaus sehr frühen Alter vorkommende Mädchen-Schwangerschaften, und selbst Empfängnisse bei fast noch Kleinkinder-Mädchen, nicht imstande.
– Es kommt vor, dass ein Mädchen, das wirklich noch Kind ist, unerwartet angesichts der bei ihr zustande gekommenen Mutterschaft stehen bleibt, wozu sie weitaus noch nicht herangewachsen ist: weder psychisch, noch selbst biologisch gesehen. Selbst noch Kind, verbringt sie die ‘Freizeit’ am Spielen mit anderen Kleinkindern im ... Sandkasten. In die Geburtsklinik begibt sie sich, wenn die Stunde der Entbindung angekommen war, mit einer Puppe unter dem Arm ...! (sieh dazu z.B. ob.: Kinder haben Kinder – nur poln.).

Das biologisch-physiologische Reifen geht im Prinzip dem psychischen Reifwerden des Mädchens bedeutend voraus. Übrigens ähnlich geschieht es bei Jungen. Auf die psychische Reife des Mädchens zu ehelichen und elterlichen Aufgaben muss noch manchmal gute ein paar weitere Jahre gewartet werden. Und gut, dass es so ist.

Es wird noch viel Zeit geben müssen, bis das Mädchen psychisch bereit wird, die Verantwortung sowohl für sich selbst und ihre eigenen Entscheidungen zu unternehmen, wie umso mehr für die immer mehr sich bewusstwerdende Hinordnung auf Partnerschaft, auf Brautschaft, Ehe und Mutterschaft. Das wird nämlich gleichbedeutend werden mit unternommener Verantwortung für eigene Familie, für ihre Aufgaben als Ehefrau zu ihrem Ehemann, wie endlich ihre Aufgaben als Mutter für erscheinende Kinder.

Umso mehr wird dann aber ihre Verantwortung um das ewige Leben steigen müssen: dieses eigenen, wie dieses des Mannes, und zuletzt das Gottes Leben und die Erlösung ihrer eigenen und ihrer beiden Kinder. Niemand und nichts spricht sie los, und seiner Art ihren Mann, von dieser unabtrittbaren und unabdingbaren Verantwortung als künftiger Ehefrau, und meistens in Kürze auch Mutter. Es zeigt sich bald, dass das Leben in Ehe alles andere ist, nicht aber idealisierte Idylle, wie sie vielleicht in ihren Mädchenschwärmereien und Träumen zu sein schien, die sie in spannenden Büchern schöner Romane aus vergangenen Zeiten geschöpft hat.

Diese Wirklichkeiten setzen die bewusst unternommene innere geistige und parallel damit die religiöse Entwicklung voraus. Um zur Übermittlung vorläufig an eine nur potentielle, aber in Kürze eine zum Leben erweckte Neue Generation des Schatzes des vollen Menschseins fähig zu werden, muss man selbst die in sich enthaltenen alle Reichtümer des sich von Gottes Vorsehung geschenkten Talentes des Mensch-Seins und seiner reichen Vorräte systematisch entwickeln.

Sein reifgewordenes Mensch-Sein erlangt der junge Mensch nicht automatisch: es fällt nicht in fertiger Gestalt vom Himmel. Es ist Frucht des ständig bewusst unternommenen Ringens mit sich und der schöpferischen Gestaltung der Qualität der eigenen Kontakte: mit Mitgliedern der eigenen Familie, Personen denen man in der Schule begegnet – und endlich der Kontakte mit der für den jungen Menschen immer mehr sich ausweitenden Gesellschaft.

Das ruhmvolle „Mensch-mit-Charakter” zu sein, auf den man sich verlassen kann als „Menschen des Gewissens”, fällt vom Himmel nicht allein herab. Es ist ein Schatz, den man durch beharrlich unternommene Bemühungen an der Gestaltung des eigenen Charakters und bewusst gehütete und entfaltete Sensibilität in ihren vielfältigen Hinsichten, zumal in ihren ethischen Ausmaßen, erst unter Anstrengungen erringen muss. Dieser Vorgang bleibt niemals ‘vollendet’.

Die Wirklichkeit des Alltags bringt es mit sich, dass die einmal getroffene Wahl angesichts des moralischen Guten und Bösen von immer neuem bestätigt werden muss. Es gibt keine andere Art und Weise, in eigenem Inneren heranzuwachsen und seine Würde als Menschen, d.h. als Person zu festigen. Diese wird aber daselbst zur Höhe des lebendigen Ebenbildes dieses Gottes erhoben, der Liebe und Leben ist.
– Mit dieser Würde hängt daselbst die Verpflichtung zusammen einer eindeutigen Lostrennung von allem, was diese Wirklichkeit: lebendiges Ebenbild Gottes des Lebens-Liebe-zu-Sein – beleidigen, sie verunglimpfen und verletzen könnte.

Ein bewusstgewordenes Engagement setzt vor allem das Heranwachsen zur Verantwortung für die allmählich aufkeimende und sich entwickelnde Liebe – nicht nur diese gefühlsgeladene Liebe, sondern auch diese, die in unbeugsamer Treue zum einmal Gott und dem Menschen gegebenen Wort fähig bleibt.
– Das Geheimnis der Liebe wird aber untrennbar vom Geheimnis des Lebens in seinen vielfältigen Erscheinungen begleitet.

Es handelt sich hier also ganz grundsätzlich um das Leben der Gnade Gottes im Inneren des Gewissens: dieses eigenen – und dieses des anderen Menschen, der Kandidat zur Ehe wird. Umso mehr wird es dann um die vielfältigen Stufen des Lebens der früher oder später erscheinenden Neuen Menschen gehen in allen Phasen ihrer Entwicklung: dieser physischen, geistigen, und umso mehr religiösen.

Unabhängig davon, die allmählich immer reifere Gestaltung der Fraulichkeit des Mädchens, das aus ihrer Kinderzeit herauswächst, wird selbstverständlich nach intensiver intellektueller Bereicherung fordern. Das Gewinnen eines möglich ausgeweiteten Wissens – in seinen theoretischen, wie praktischen Aspekten allerlei Gewandtheiten, die mit den künftigen Aufgaben und Pflichten des Lebens in Ehe, Haushalt und Familie zusammenhängen, wird in nicht weit entfernter Zukunft zum äußerst wertvollen Schatz, von dessen reichen Vorräten das bisherige Mädchen zum besten Gut ihrer künftigen Aufgaben schöpfen werden wird: wird sie doch nicht lange vielleicht Ehefrau und Mutter.

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Erklärung

Die in der Jugendzeit erworbenen geistigen und intellektuellen Reichtümer werden zum Ausgangspunkt, um Brücken zur Entwicklung des vielfältigen Guten sowohl im Kreis der eigenen Familie zu schaffen, wie in Form der überschrittenen Grenzen des eigenen Haushofs – im gesellschaftlichen und öffentlichen Leben.

Eine der grundsätzlichen Aufgaben, die ganz besonders vor der künftigen Mutter offenstehen, wird u.a. die Überlieferung an die entstehende Generation des reichen kulturellen Ertrags des eigenen Volks darstellen, der eigenen religiösen Überzeugungen, wie auch der Liebe zum Vaterland. Zwar ist es offenbar die ruhmvolle Aufgabe und Pflicht der beiden Ehegatten-Eltern, dennoch – wie darüber das Gesamte der Geschichte der einzelnen Völker Zeugnis davon ablegt – obliegt diese Aufgabe ganz wesentlich gerade der Ehefrau, der Mutter.

Das alles hängt zuengst mit dem Wesen selbst der wahren Liebe zusammen. Die Liebe liebt so sehr, dass sie sich nicht in engen Grenzen einschließen lässt, die vom eigennützigen Denken allein an sich selbst geprägt wäre. Sie freut sich, wenn sie Gutes in allen möglichen Abwandlungen wecken kann, und dabei ständig die Grenzen seines eigenen ‘Ich’ überschreitet.

So wird die Wirklichkeit der ‘Liebe’ vonseiten Gottes erlebt. Mit solcher Dynamik der ‘Liebe’ beschenkt Gott auch den Menschen – sein lebendiges Ebenbild. Es dürfte nur noch einmal der bündige Spruch wiederholt werden, der diese Wirklichkeit folgender zum Ausdruck bringt:

Bonum [est] diffusivum sui:
Das Gute löst schöpferisches Schaffen des Guten ringsherum aus”
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Das Mädchen angesichts ihrer biologischen Heranreifung

Vorher haben wir an die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen erinnert, wie sie üblich von den beginnenden Symptomen der Pubertät und des allmählichen Reifewerdens nach sich gezogen zu werden pflegen.

Es ist zweifellos, dass die Notwendigkeit, die nicht allzu ermutigenden hygienischen Maßnahmen unternehmen zu müssen, die mit weniger oder mehr regulär erscheinenden Blutungen, und anderseits mit aufeinanderfolgenden, sich mit äußeren Symptomen der sich ausgestaltenden Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit einer Empfängnis kennen zu gebenden Erscheinungen verbunden sind – peinlich zu sein pflegt. Man braucht sich nicht wundern, dass das alles kaum viel Enthusiasmus wecken kann. Außerdem, schon ungeachtet die Notwendigkeit der regelmäßig sich wiederholenden hygienischen Maßnahmen usw., all das hängt mit unentbehrlichen – ständigen Ausgaben zusammen.

Kein Wunder, dass das alles die Aufmerksamkeit des Mädchens von der Sammlung an eigenen Geschlechtsorganen mächtig abkehren kann. Trotzdem sie sich gut bewusst ist, dass diese Organe in Zukunft die Rolle des Geburtskanals erfüllen werden, wenn das in ihrem Leib empfangene Kind zur Welt kommen werden wird.

Zur Peinlichkeit, die mit den notwendig zu unternehmenden Maßnahmen um die eigene Hygiene verbunden sind, gesellt sich noch ein Faktor hinzu, der die schon regelmäßig statt gefundene Zyklizität der Frau auf charakteristische Art und Weise ‘unterfärbt’. Es handelt sich um die mit ihrem Zyklusablauf einhergehenden, großenteils mit dem Zyklusablauf selbst von nun an zusammenhängenden Schwankungen ihres Selbstbefindens und der Gemütsverfassung des Mädchens, der Frau. Viele Mädchen und Frauen erfahren periodisch aufkommende Zustände von Übelkeit, Kopfschmerzen, einer eigenartigen psychischen tiefen ‘Niedergeschlagenheit’ – meistens in Abhängigkeit mit bestimmten Entwicklungsphasen ihres Geschlechtszyklus.
– Wonach wieder Stunden zutage kommen, wann das Mädchen, die Frau – einen neuerlichen Andrang der Energie und Begeisterung erfährt, in deren Kraft sie fähig wäre die ganze Welt mit Enthusiasmus zu entfachen und sie mit Heiterkeit des Geistes, Hoffnung und Optimismus zu erfüllen.

Braucht man sich in dieser Lage noch wundern, dass bei Mädchen, zumal solchen, die von ihrer Kinderzeit erst herauskommen und (noch) mit keinem tieferen Band einer Kameradschaft oder schon Brautzeit gebunden sind, nicht selten eher eine Rückkehr von Sammlung ihrer Aufmerksamkeit an eigenen Genitalien beobachtet werden kann? Die mit ihnen zusammenhängenden Maßnahmen nehmen nicht wenig Zeit in Anspruch, nötigen Ausgaben auf und können mit schwer zu beherrschender Veränderlichkeit im Selbstbefinden verbunden sein. Daher wäre es am besten, dass sie schlechterdings zu dieser Zeit ganz in Ruhe gelassen werden.

Diese Tatsachen begünstigen zugleich eine umso intensivere Entwicklung des psychischen und gefühlsmäßigen Lebens des Mädchens. Sie flüchtet sich unwillkürlich in die Welt der Schwärmerei und Romantik ihrer Gefühle. Gerade auch das: Ausdrücke eines gefühlsgeladenen Bandes, erwartet sie dann von ihrem Jungen, mit dem sie sich irgendwie verbunden findet.
– Das geschieht aber nicht selten im totalen Gegensatz zu Erlebnissen, die auf ähnlicher Stufe der biologisch-physiologischen Entwicklung die männliche Welt zu beherrschen beginnen.

Man braucht sich nicht wundern, dass wenn ein betreffender Kamerad oder jemand gefühlsmäßig noch nähere dem Mädchen bekennt, er ‘liebe’ sie, verknüpft sich ihr dieses Wort mit Bekenntnis seiner Liebe voller Gefühl, eventuell mit Wunsch nach allein eines liebenden beiderseitigen Anschmiegens. Ist das Mädchen dann ethisch gesehen (noch) nicht ‘verdorben’, noch ihrer ethischen Bremsen beraubt, ist das Wort des Jungen, der ihr seine ‘Liebe’ bekennt, überhaupt nicht damit verknüpft, was gerade sein innigster Wunsch von ihr erwartet: dass sie sich ihm in ihrer fraulichen Intimität zugänglich macht.

Jeder ist sich aber auch bewusst, dass auch bei Mädchen weniger oder mehr oft solche Situationen vorkommen, wenn sie entweder von mehr ‘erfahrenen’ Freundinnen und Kollegen verführt, oder auch infolge eigener sittlicher Schwäche, eine solche oder andere Weise entdeckt, um bei sich eine beabsichtigte Erregung der Intimsphäre zu erfahren und dabei ein sexuelles Erlebnis wahrzunehmen. Es kommt auch vor, dass ein selbst noch sehr junges Mädchen schon seit langem der Sucht der Masturbation-Selbstbefriedigung erlegen ist und weniger oder mehr regelmäßig ‘Sex’ mit sich selbst betreibt.

Wie schwer ist es irgendjemandem die vielleicht schon gut eingewurzelte Sucht zu offenbaren! Es kann selbst auch so sein, dass das Mädchen nicht einmal guten Bescheid weiß, wie sie solche Art Manipulationen an sich selbst benennen sollte! Es geht um Betätigungen, die in angenommener Terminologie sehr verschieden bezeichnet werden können, jedenfalls gleichbedeutend gewöhnlich als: sich onanieren, Selbstbefriedigung betreiben, sich masturbieren, mit sich selbst schmutzig gespielt zu haben, o.dgl.

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Symptome der geschlechtlichen Reifung beim Junge

Es ist allgemein bekannt, dass im Grunde genommen die Symptome der biologisch-physiologischen Heranreifung bei Jungen ganz umgekehrt ablaufen. Das geschlechtliche Reifwerden erfolgt beim Jungen gewöhnlich in Form der eines Tages zum ersten Mal erlebten sog. ‘Nachtmakel: Pollution’. Wenn der Junge aufwacht, bemerkt er, dass es mit ihm in der Nacht was los geworden ist: die Bettwäsche wurde unangenehm ... beschmutzt-befleckt. Es konnte vollkommen spontan im Schlaf geschehen, oder auch der Junge wachte zu dieser Stunde auf und war bewusst, oder auch er konnte dieses Ereignis im Zustand seines nur Halb-Bewusstseins erfahren. Es blieb aber doch das Gedächtnis dessen danach, was sich ereignet hat. War er in dieser Stunde einigermaßen bewusst, also es geschah mit Teilnahme eines gewissen Grades seines Bewusstseins, erinnert er sich gut, dass dieses Ereignis mit dem Erleben geschlechtlicher Erregung einherging, und zugleich mit empfundener, bisher nicht bekannter sexueller Annehmlichkeit.

Die festgestellte Tatsache, dass die Bettwäsche schmutzig geworden ist, wirkt auf ihn wohl äußerst unangenehm. Die Mutter, und bald auch die übrigen Hausbewohner erfahren wohl oder übel alles, was geschehen ist. Das stellt den Jungen in ganz peinliche Lage. Er selbst kann damit in dieser Situation wohl allein nicht fertig werden. Ganz beschämt ... offenbart er es seiner Mutter und bittet sie um Hilfe. Die Bettwäsche muss doch ... gewechselt werden! Schlimmer, wenn so was passiert, wenn er gerade bei Fremden zu Gast gekommen ist. Ein Jüngling, und auch ein Mann überhaupt, ist in solcher Situation eigentlich ganz ratlos – und bestimmt in peinlicher Verlegenheit.

Es taucht sofort die Frage auf: ob die Eltern seinen Knaben-Jungen auf solche Erlebnisse auch nur ein wenig ... vorbereitet haben? Es ist wahr, es ist wesentlich leichter das Mädchen auf den Übergang von Mädchenzeit auf Frauwerden und das Auftreten von nun an in bestimmten Zeitabständen einer charakteristischen Blutung zu vorbereiten. Niemand wird leugnen, dass es viel schwieriger ist, dem Knaben den Sinn der ab jetzt an – ab und zu solcher zutage kommenden ‘Pollution’ zu erklären. Sie wird allgemein, aufgrund der lateinischen Terminologie, als ‘Pollution’ bezeichnet (latein: pollutio = Pollution, Makel; Erguss der Samenflüssigkeit).

Der Knabe erfährt offenbar in Kürze, dass der erscheinende Ausfluss – die ‘Samenflüssigkeit’ bedeutet, obwohl er Jetztzeit noch nicht alle dessen Zusammenhänge richtig versteht. Und dass eine solche Flüssigkeit von nun an weniger oder mehr regelmäßig wiederholt vorkommen wird. Diese Erscheinung zeugt davon, dass der bisherige nur ‘Knabe-Bube’ – allmählich Mann wird: im Sinn der physiologischen Vorgänge des Reifewerdens. Der Junge wird von nun an allmählich immer mehr bereit, eines Tages die Rolle des Vaters in eventueller künftiger Ehe auf sich zu nehmen.

Zugleich aber braucht man dem Knaben nicht lange erst erklären, dass die Anzeichen allein der allmählich vorangehenden biologisch-physiologischen Reifung noch weithin kein Zeichen der schon erworbenen vollen psychischen, und selbst physischen Erwachsenenheit sind, um daselbst die vielfältige Verantwortung unternehmen imstande zu sein, die mit der Perspektive zurzeit nur von weitem sich abzeichnenden Möglichkeit (also keiner Gewissheit) einhergehen kann, dass er sich einst mit jemanden mit dem ehelichen Band verbindet, dessen Ergänzung dann die sich allmählich ereignende Umgestaltung der Ehe in Familie werden wird. Ähnlich wie z.B. die Tatsache allein, dass ich über einen ‘Computer verfüge’ und selbst schon einigermaßen Bescheid weiß, wie ich mich damit bedienen kann, noch in keinem Fall damit gleichbedeutend ist, dass ich dank ihm eine kluge z.B. Magisterium- oder Doktorschrift zu schreiben imstande bin.

Meistens vergisst der Junge bald die peinliche Situation, die die Ansicht der befleckten Bettwäsche und persönlichen Wäsche hinterlassen hat. So pflegt gewöhnlich der natürliche, verständliche psychische Verteidigungsmechanismus zu sein: der Mensch sucht das alles, was es nicht allzu angenehmes, und dabei peinliches gibt, von seinem Gedächtnis möglichst wirksam abzuschaffen. Offenbar – diese Hinsicht des Erlebnisses bildet nur die eine Seite der Wirklichkeit.

Im Gegenteil aber, im Bewusstsein fixiert sich ganz leicht, und dabei ganz mächtig, die bei dieser Gelegenheit erfahrene sinnliche Annehmlichkeit. Sie beginnt seine Vorstellungskraft zu bohren und seine Verhaltensweisen zu beeinflussen. Zur Entfachung der lebhaft um das erfahrene sexuelle Erlebnis sich entwickelnden Vorstellungskraft können leicht Erzählungen vonseiten mehr ‘eingeübter’ Kameraden oder Freundinnen beitragen.
Es ist auch gar nicht schwierig um die Tatsache, dass in solcher Situation nachgesuchte, vielerseits und leicht zugängliche Photos, Filme und ‘Porno-Video’ in die Hände fallen, die vielleicht vonseiten der Kameraden und Mädchen reichlich gedeutet werden, die das alles schon „seit langem nach sich haben ...”.

In dieser Lage kann es leicht zu Versuchen kommen, bei sich ähnliche Erlebnisse auszulösen, zumal sie vom Kameraden-Milieu angeeifert werden. Dieses Mal wäre es also nicht mehr infolge einer unabhängig von der Teilhabe des Willens sich ereignenden Selbst-Regulierung der physiologischen Vorgänge, sondern infolge von Manipulationen, die an eigener Genitalsphäre deutlich dazu unternommen wären, um wiederholt eine Erregung und sexuelles Erlebnis wahrzunehmen, nur dass es dieses Mal auf absichtliche Weise geschehen würde.

Das so ausgelöste sexuelle Erlebnis pflegt synonym sehr verschieden bezeichnet zu werden. Am meisten werden Bezeichnungen gebraucht, die von substantiver oder verbaler Form des biblischen Namens ‘Onan’ herkommen [Bezeichnung die vom biblischen Namen Onan herkommt: die Heilige Schrift brandmarkt ihn wegen des betriebenen unterbrochenen Verkehrs: Gen 38,9]. Daher die Bezeichnung: Onanie, bzw. sich onanieren. Andere wenden die Bezeichnung an: Masturbation – sich masturbieren [vom lateinischen: mas, -ris: Mann, männlich; turbatio: Störung, Störungen, Verwicklung]. Oder z.B.: sich selbst befriedigen, Selbstbefriedigung begangen zu haben. Oder beschreibend: mit sich unkeusch gespielt zu haben.

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3. Reaktion des Gewissens

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Gewissensstimme im Fall unternommener Manipulationen

Wir kommen auf Erwägungen über, die von neuem insgesamt sowohl Mädchen-Frauen, wie Jungen-Männer angehen.

Falls eines absichtlich bei sich selbst ausgelöstem sexuellen Erlebnisses lässt sich außer Zweifel die Stimme des Gewissens hören: die Stimme dieses Gottes, der im menschlichen Herzen spricht. Johannes Paul II. erinnert:

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Erklärung

„... Gerade das Gewissen ist Grundlage für die Würde der menschlichen Person.
Es ist nämlich ‘die verborgenste Mitte und das Sanktuar des Menschen, wo er allein ist mit Gott, dessen Stimme in diesem seinem Innersten zu hören ist und klar in den Ohren des Herzens tönt:
Tu dies, meide jenes’.
– Eine solche Fähigkeit, das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten, vom Schöpfer dem Menschen eingeimpft, ist schlüsselartige Eigenschaft des personalen Subjekts.
– Zugleich aber entdeckt der Mensch ‘in der Tiefe seines Gewissens ein Gesetz, das er sich nicht selbst auferlegt, sondern dem er gehorchen soll’ [GS 16] ...” (DeV 43).

In der Stimme des Gewissens spricht Gott nicht nur zum erwachsenen Menschen, sondern auf selbe Weise auch schon zum ganz jungen Menschen, und selbst dem ganz kleinen Kind.
– Diese Stimme signalisiert es, dass die betreffende Tat in einem Fall Gott gefällt und Ihm Freude bereitet, und zugleich die Grundlage zur Belohnung des Menschen vonseiten Gottes Liebe wird.
– Im anderen Fall signalisiert die Stimme dieses Gottes, der im Gewissen spricht – manchmal beinahe mit Gottes Schrei, dass die betreffende Tat Gott unmöglich gefallen kann und dass sie außerdem deutlich gegen das Gute selbst jenes Menschen hingeordnet ist, sollte er auch seine Bedrohung zu dieser Stunde nicht erblicken, beziehungsweise möchte er sie nicht erblicken wollen. Die bedrohlichen Folgen seiner Tat wird dieser Mensch – wenn nicht jetzt-sofort, so ganz sicher im Lauf der weiteren Ereignisse an sich wahrnehmen.

Die Stimme Gottes, der im Gewissen spricht, signalisiert vor allem die Tatsache, ob und wie die Teilnahme des Bewusstseins und freien Willens bei der unternommenen Handlung gewesen ist.
– In diesem Fall würde es um deutliche Versuche gehen, die Erregung der intimen Sphäre bei sich auszulösen, um so die sinnliche Annehmlichkeit wahrnehmen zu können – absichtlich der Liebe Gottes zuwider.

Gott bringt es dem Menschen zum Bewusstsein, dass – wie es Johannes Paul II. ausdrückt, die unternommene Tat schon allein wegen ihres ‘Gegenstandes’ [mit sich selbst zu spielen – dem Gottes Gebot zuwider] auf keine Weise auf „... Gott hingeordnet werden kann... und [auf keine Art und Weise imstande ist] die Person zur Vollkommenheit zu führen ...”, um dann „... ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit zu erreichen, wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird” (VSp 78) – (Vgl. ob.:  Gute Tat: Absicht, Gegenstand, Gutes, Gottes Liebe).

Es ist unmöglich, dass die Stimme des Gebotes Gottes im menschlichen Gewissen in solchen Umständen nicht hörbar wird, mag sie auch nur in ganz allgemeiner Formulierung aufnehmbar sein: „Du sollst nicht die Ehe brechen”. Die Stimme Gottes wird gleichbedeutend mit dem Ruf Gottes, der dem Menschen Mut zu geben wünscht – darunter auch schon dem Kind, dass er um die Bewahrung der Keuschheit am Leib und Seele siegreich kämpft und sich den verlockenden Verführungen vonseiten des Bösen mutig widersetzt:

Kind meiner Liebe, Ich bitte dich innigst: spiele nicht unrein mit dir selbst! Halte dich keusch an Seele und Leib!
Bewahre deinen Leib unberührt. Ich selbst führe dich ein, wenn die entsprechende Stunde kommt: beim gegenseitigen Spenden des Ehesakramentes – auf das Gebiet deiner geschlechtlichen Intimität. Erst dort öffnet sich der eigentliche Sinn all dessen, was mit dem Geheimnis der ehelichen Liebe und Berufung zur Elternschaft zusammenhängt.

Erliege dem BÖSEN nicht. Der Böse betrügt dich nur! Er macht die Stunden, wann jemand von Gott weggeht, zuerst angenehm und überredet dich, dass Du deinen Leib, den Tempel des Heiligen Geistes, in Sache-zum-schmutzigen-Spielen wechselst: als Sex-zum-Sex.

Allerdings Du bist doch keine ‘Sache, kein Ding’, Du Kind meiner Liebe! Ich habe Dich erschaffen und erhöht als einen Jemanden – über das ganze Weltall: Du wurdest Gottes Kind.

Ich habe Dich noch vor der Gründung der Welt zum Leben im Himmel berufen und eingeladen. Ich wünsche es, dass Du dereinst, wenn Du die Probe auf die Qualität Deiner Liebe zu Gott und die Nächsten gut bestehst, im ‘Haus des Vaters’ für die Dauer wohnen kannst. In Liebe-mit-Mir, Deinem Gott und Erlöser! Für die ganze Ewigkeit.

Also ... Mut! Du brauchst der Versuchung NICHT erliegen! Hebe dich vom Bösen ab! Fürchte Dich nicht aufseiten Deines Gottes mit Freuden zu verweilen.
Das wird zugleich zu Deiner Freude und Deinem Sieg! Zu Deinem eigenen Wohl – für immer!
... ”

Schon ein Kind kann es allzu gut verstehen, dass anderes das alles heißt, was auf Ebene des menschlichen Leibes und seiner natürlichen physiologisch-biologischen Aktivitäten von allein vorgeht. Das gilt von natürlichen Ausscheidungsvorgängen der Produkte des Stoffwechsels (vgl. Mt 15,17).
Zur selben Kategorie gehören die spontan ablaufenden und sich von allein regelnden Ausscheidungsaktivitäten des Überschusses von Sekreten, die im System der Geschlechtsorgane vorgehen. Daher beobachten bei sich einerseits die Frauen, anderseits die Männer einen spontanen Ausfluss bestimmter angesammelter Absonderungen, die zugleich ihre unerlässliche Aufgabe erfüllen, beziehungsweise einmal erfüllen werden unter Umständen, die vom Schöpfer selbst – in seinem Anvertrauen an Mann und Frau als seinem lebendigen Ebenbild – vorbereitet worden sind, indem Er Eheleute zur Mit-Erschaffung eines neuen Menschen-Lebens zusammen mit Seiner unbegreiflichen Liebe eingeladen hat.

Dagegen ganz anderes bedeutet eine beabsichtigte, bewusste und freiwillige, dabei nicht bevollmächtigte Ingerenz in die Funktionen des Zeugungssystems. Es widersetzt sich dann direkt dem Vorhaben Gottes Liebe, wie sie mit dem Ehe-Sakrament verbunden ist.

Das einzige Ziel des – der Liebe Gottes und dem Gut des Menschen selbst zuwider, am Leib erpressten Erlebnisses wird in diesen Umständen allein die Auslösung der Sex-Spannung, um auf solchem Weg eine intrigierende sexuelle Wahrnehmung herauszurufen und sie zu erleben.
– Solche Betätigung wäre in diesem Fall Ausdruck einer typischen ‘Nicht-Liebe’: weder zu Gott, noch zu sich selbst, noch zu jemandem anderen. Der sich so betätigenden Person geht es dann allein um die Aktivierung des Sexus-um-des-Sexus willen. Es geschieht also in totaler Lostrennung zum Ziel, zu dem die Gabe der geschlechtlichen Unterschiedlichkeit von Gott erschaffen und zum Geschenk gegeben wurde: deutlich für die Ehe, nicht aber um dadurch ein ‘angenehmes sexuelles Spielen’ um den Preis der niedergetretenen personalen Würde des Menschen und seiner Berufung zum ewigen ... Leben zu erfahren.

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Perspektive einer erneuerten Kontaktnahme zum Drei-Einigen

Jeder Erwachsene, darunter auch jedes Kind und jeder heranwachsende junge Mensch – ist sich nur allzu gut um Gewissensbisse bewusst, wenn er sich zur Tatsache schuldig findet, dass er bei sich – in diesem Fall: ein sexuelles Erlebnis ausgelöst hat, indem er seine Geschlechtsorgane ungehörig angereizt hat – grundsätzlich bis zum Erzwingen an ihnen einer maximalen Reaktion.

Somit kann die Beobachtung ohnehin bestätigt werden, wie leicht es ist, eine Sünde, selbst eine schwere, d.i. die Todsünde – zu begehen, in diesem Fall diese gegen das VI.Gebot Gottes.
– Es kommt aber die nächste Frage: wie schwierig es dann ist, eine aufrichtige, vollständige, gültige Heilige Beichte abzulegen – mit integralem Bekenntnis sowohl was die Anzahl der begangenen Sünden angeht, wie ihrer wesentlichen Umstände, die die grundlegende Qualität und ethische Qualifikation der begangenen grundlegenden Sünde zu modifizieren imstande sind! (sieh dazu genauer ob.: Inhalt des sakramentalen Bekenntnisses – das Gesamte der § A-F).

Indessen Gott der Schöpfer, der allzu gut um die Unbeständigkeit des Geschöpfes seiner Vorliebe: Mann und Frau weiß, wollte von Anfang an zugleich sein Erlöser werden: um ihn „von seinen Sünden” zu erlösen (vgl. Mt 1,21).

So hat Er für den Menschen – darunter auch für das Kind und heranwachsende Jugendlichen – eine in Reichweite der Hand zugängliche Art und Weise erschaffen, wie Gott versöhnt werden kann, wenn Er in der Sünde vom Herzen herausgewiesen worden war, um Ihn jetzt von neuem zu sich einzuladen – mit der Bitte, Er möge von neuem seine Wohnung – für die Dauer, in ihm annehmen.
Trotzdem dieses menschliche Herz so oft ganz labil, undankbar und unbeständig ist. Und trotzdem es vorkommt, dass es mit höchster Leichtigkeit den Einflüsterungen dessen erliegt, der der Böse ist.

Es geht hier um das vom Sohn Gottes Jesus Christus erschaffene und gegründete Sakrament der heiligen Beichte: um dieses Sakrament, in dem die Sünden völlig getilgt-abgewaschen werden und der Zustand der Heiligmachenden Gnade zurückgeschenkt wird.

Satan tut zweifelsohne alles Mögliche, um den Menschen möglich am wirksamsten von der Freundschaft mit Gott wegzureißen.
– Gelingt es dem Bösen, den von ihm betörten Menschen zum Sündenfall zu bringen, schaltet er auf alle möglichen Mühen um, um die neuerliche Versöhnung des Sünders mit Gott nicht zuzulassen. Wie treffend zeichnet es Johannes Paul II. in seiner Enzyklika vom Heiligen Geist ab:

„Satan ... benützt von Anfang an das Werk der Schöpfung
gegen die Erlösung,
gegen den Bund
und die Vereinigung des Menschen mit Gott ...” (DeV 27).

In diesem Fall könnte man direkt an den menschlichen Leib und seine Intimität anknüpfen, die von Gott für Zwecke der Ehe erschaffen wurde. Wie sehr leicht es des Öfteren dem Bösen gelingt, u.a. die von Gott den Eheleuten, und niemandem anderen geschenkte Annehmlichkeit bei ehelicher Vereinigung und gegenseitiger Nähe „... gegen die Erlösung, gegen den Bund – und die Vereinigung des Menschen mit Gott – zu benutzen” (sieh gerade erst ob.: DeV 27)!
– Dies geschieht jedes Mal um den Preis, dass das bisherige ‘Vertrauen’ auf das Wort Gottes – zurückgezogen wird, um dieses ‘Anvertrauen’ auf den urewigen „Vater der Lüge” (Joh 8,44; und: DeV 37.41) zu übertragen.

Im Gegenteil, Gott der Schöpfer und zugleich Erlöser wirft in die ‘Waagschale’ seine ganze Liebe, um den gefährdeten Menschen von den Krallen des Bösen herauszureißen. Der Sohn Gottes und Menschen-Sohn nimmt zugleich das äußerst schwierige Werk der Erlösung des Menschen auf sich, indem Er so die total entgegengesetzte Richtung anstrebt, als es die Pläne des Bösen weisen, die Satans Pläne:

„... Die ganze Heilsökonomie Gottes [= Gottes Vorhaben, Mann und Frau zu erlösen, um den Preis des Kreuzopfers des Sohnes Gottes Jesus Christus] schneidet den Menschen gleichsam vom ‘Gericht’ ab, das heißt von der Verdammung, mit der betroffen wurde die Sünde Satans, des ‘Herrschers dieser Welt’, der aufgrund seiner Sünde – ‘Beherrscher der Welt dieser Finsternis’ geworden ist ...” (DeV 28)
(‘... denn der Beherrscher dieser Welt wurde schon gerichtet’: Joh 16,11; ‘... das ‘Gericht ... bezieht sich nur auf den ‘Beherrscher dieser Welt’. Das heißt Satan – auf diesen, der von Anfang an das Werk der Schöpfung gegen die Erlösung, gegen den Bund und die Vereinigung des Menschen mit Gott benützt: DeV 27f.)
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Noch einmal: Anregungen Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus

Dieser – so manches Mal zutiefst beleidigte, systematisch vom Herzen Ausgewiesene und gedemütigte Gott, nimmt in selber Zeit so ungemein leicht jeden Sünder von neuem zu seiner Freundschaft an, wenn dieser Ihn nur darum ... bittet.
Noch mehr, für Jesus bedeutet es auf seine Göttlich-Menschliche Art und Weise jedes Mal eine Freude, wenn dieser Mensch – darunter auch dieser mit sich selbst sündigende Junge, dieses sich selbst missbrauchende Mädchen – Ihm nur erlaubt für sich einmal mehr ... „Erlöser”  sein zu dürfen.

Darüber wurde in den früheren Teilen unserer Internetseite reichlich gesprochen (s. besonders: IV.Teil, Kapitel 3-4-5; den ganzen V.Teil: über Gottes Barmherzigkeit – mit dessen eigenartiger ‘Blume’ ebd., 8.Kapitel). Dennoch wir möchten hier sei es nur ein paar Fragmente der verwundernden, voller Ermutigung Worte des Barmherzigen Jesus anführen, die von der Hl. Schw. Faustyna Kowalska wiedergegeben wurden.

Mit diesen Wiederholungen denken wir u.a. an diese Kinder und die heranwachsenden Jugendlichen, die sich in ihrem Gewissen sehr beschämt infolge der Sünden finden, wie sie sie im Bereich des VI. Gebotes begangen haben und es ihnen Jetztzeit sehr schwierig ist von neuen an die aufrichtige, integrale Heilige Beichte heranzutreten.

Hier ein paar solche Stichproben der ermutigernden Worte vonseiten des Erlösers, die die Hl. Faustyna übermittelt hat. Sie decken sich völlig mit dem Jesus Christus, wie wir Ihn von Darstellungen der Heiligen Evangelien kennen gelernt haben:

„Aber Gott hat große Gnade versprochen ... allen,
die von Meiner großen Barmherzigkeit künden werden..
‘Ich selbst werde sie in der Stunde des Todes verteidigen wie Meine Ehre.
Wären auch die Sünden der Seelen schwarz wie die Nacht, wenn der Sünder sich an Meine Barmherzigkeit wendet, erweist er Mir die größte Ehre und wird zum Lob Meines bitteren Leidens.
Wenn eine Seele Meine Güte preist, erzittert der Satan vor ihr
und flieht bis auf den Grund der Hölle ...’
– Mit den Seelen, die sich zu Meiner Barmherzigkeit flüchten und mit denen die anderen von Meiner großen Barmherzigkeit künden und sie rühmen, werde Ich in der Todesstunde nach Meiner unendlichen Barmherzigkeit verfahren ...” (TgF 378f.).

Und weiter:

„Wonne bereiten mir die Seelen, die sich auf Meine Barmherzigkeit berufen. Solchen Seelen erteile Ich Gnaden über ihre Wünsche.
Ich kann nicht strafen, sollte auch jemand der größte Sünder sein,
wenn er sich auf Mein Erbarmen beruft,
sondern Ich rechtfertige ihn in Meiner unergründlichen
und unerforschten Barmherzigkeit ...” (TgF 1146).

„... Die Zahl der Vergebungen habe Ich doch nicht bestimmt ...” (TgF 1488).

„... Wenn du zur heiligen Beichte kommst, zu dieser Quelle Meiner Barmherzigkeit,
fließt auf deine Seele immer Mein Blut und Wasser,
das aus meinem Herzen herausgegangen ist und deine Seele veredelt.
Jedes Mal, wenn du zur heiligen Beichte gehst,
versenke dich mit großem Vertrauen ganz in Meiner Barmherzigkeit,
damit Ich über Deine Seele die Fülle Meiner Gnaden ergießen kann.
Wenn du zur Beichte kommst, wisse, dass Ich selbst im Beichtstuhl auf dich warte,
Ich verhülle Mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke Ich Selbst.
Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit” (TgF 1602).

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4. Schöpferische Beeinflussungen zur Gestaltung des Alters
des Erwachsenenwerdens

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Aufkeimende Schwierigkeiten im Bereich der Reinheit

Wir kehren von neuem zur Kinderzeit und dem Umbruch beim allmählich erfolgenden psycho-physischen Reifewerden in Vorbereitung zu künftigen ehelichen Aufgaben, und in weiterer Perspektive zur Ehe und Elternschaft.

Wir richten uns weiter nach dem angenommenen Grundsatz: wir signalisieren sowohl positive, wie auch negative Beispiele zur Entwicklung und zu Verhaltensweisen – in diesem Fall bei Mädchen und Jungen auf der Stufe zwischen dem Weggang der Kinderzeit und dem Eingehen des Ehebundes.
– Finden sich hier Darstellungen von Beispielen mit negativen, ethisch bisweilen entschieden bösen oder selbst verbrecherischen Verhaltensweisen, haben wir in keinem Fall vor irgendjemandem damit anzuspornen, dass er diesen Weg einschlägt, auf dem jemand in Spuren dessen gehen würde, was in „Gottes Augen böse” ist. Solche Verhaltensweise wäre jedesmalig Selbst-Vernichtung des betreffenden Menschen, trotzdem er zeitweilig wegen seiner Sünde selbst ... zufrieden sein könnte.

Negative Beispiele erfüllen vor allem die Rolle eines Warnzeichens. Sie können dazu beitragen, dass sei beim Mädchen, oder auch beim Jungen ein Vorgang des Denkens und des Willens ausgelöst wird, der dazu beiträgt, dass er sich deutlich von allen Betätigungen lostrennt, die das Los-Werden vom Gottes Recht, Gottes Geboten – mit sich bringen sollten. Denn in Wirklichkeit führen sie dann, gemäß der Warnung der liebenden Allmacht des Schöpfers im Paradies – zum ... „Tod” (vgl. Gen 2,17) des Lebens Gottes in der Seele, wodurch sie zur faktischen Wahl und zugleich Einleitung der ewigen Verdammnis wären.

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Erklärung

Als erste bemerkt gewöhnlich die Mutter die Anzeichen auftauchender Schwierigkeiten bei Erhaltung der Tugend der Reinheit bei ihrer Tochter, beziehungsweise bei ihrem Sohn. Im Gegensatz zum Vater, der am meisten mit der Berufs- und Erwerbsarbeit außerhalb des Hauses beschäftigt ist, ist wesentlich näher des Menschseins ihrer Kinder die Mutter. Daher teilt auch gerade sie als die erste ihre Siege und Niederlagen, ihren Trauer und ihre Freuden.

Daselbst ist es kein Wunder, dass ob nur als fortwährend die nahestehende bei allen Anzeichen der menschlichen und Gottes Gabe des Lebens vor allem bei eigenen Kindern, bemerkt sie – oder zumindest sie verspürt sie aufgrund charakteristischer Verhaltensweisen ihrer Kinder Signale, die niemand anderer bemerkte, dass sie nämlich Probleme im Bereich des VI.Gebotes Gottes zu haben beginnen.

Es kommt weiter auch vor, dass z.B. die Lehrerin in der Schule, oder die Person, die z.B. die Katechese mit Kleinkindern hält, bemerkt, dass sich eines der Mädchen, oder wechselweise einer der Knaben bei der Stunde in gewisser Weile sehr unnatürlich verhält: das Kind wird auf einmal ganz rot – und strafft sich wunderlich. Möge in solcher oder ähnlicher Situation besonders gerade die Mutter der Tochter erklären, oder dann ihrem allmählich größer werdenden Sohn – mit Fülle eines menschlichen und Gottes Friedens, wie der Sinn der vorgehenden physiologischen Veränderungen ist, um ihrem Kind hinzuweisen, wie es sich in solcher Situation zu verhalten gilt.

Es sind vonseiten Gottes, dem Mädchen – und ähnlich: dem Jungen, geschenkte Anzeichen, dass die Zeit ihres Heranreifens im Gang ist: das Reifwerden des Mädchens, und gleicherweise des Knaben.
– Die Mutter, und auf selbe Art der Vater, den es bei der Erziehungsarbeit und Einführung der Kinder in das Geheimnis von Leben und Liebe nicht fehlen darf, helfen ihren Kindern, dass sie sich dem Liebenden Gott für diese und ähnliche Anzeichen ihrer Reifung zu künftigen Lebensaufgaben, schön und mit Freuden – an erster Stelle ... bedanken.

Zu gleicher Zeit muss man dem Kind zu verstehen geben, dass es die Aktivierung selbst seiner Geschlechtsorgane auf diese Zeit seiner sich erst entwickelnden Lebensphase verlegt, wenn Gott selbst in den Bereich der geschlechtlichen Intimität die betreffenden zwei Leute einführt. Das geschieht in der Stunde des feierlich erklärten Willens vonseiten zweier Personen, die in selber Stunde in den Stand der Ehe als Sakraments eintreten.

Dagegen alles, was im Leib ‘von allein’ vorgeht, ist Ausdruck des Gottes Erschaffungswerkes. Alle spontan, sich von selbst regulierende Erscheinungen – darunter also ebenfalls diese, die die Geschlechtsorgane betreffen, sind niemals ‘Sünde’.
– Man soll an ihnen nur keine zusätzlichen Betätigungen unternehmen: weder mit Hilfe eigener Manipulationen an Geschlechtsorganen, noch mit seinem Vorstellungsvermögen.
Alles braucht nämlich die ihm eigene ‘Zeit’. Getreide wird der bisherige Samen erst dann, wenn er alle Phasen seiner Entwicklung durchmacht.
– Ähnlich ist es mit den Geschlechtsorganen: sie wurden erschaffen um der künftigen Aufgaben willen, die mit Leben in Ehe verbunden sind. Erst dann gewinnen sie auch ihren vollen Sinn und Gottes Segen.

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Gottes und menschliches Heranwachsen zum Geheimnis des Lebens und der Liebe

Wenn die Mutter ihrer Tochter erklärt, wie der Sinn der spontan aufkommenden und bemerkten Anzeichen ist, dass sie nämlich immer mehr heranreifende Frau wird, wird sie immer mehr um ihre bevorzugte Identität als Frau bewusst. Das erleichtert ihr, dass sie sich Gott für den ihr geschenkten Schatz des Frauseins bedankt, wie auch für die damit zusammenhängenden ganz besonderen weiteren Gottes Gaben. Gott hat sie für das Mädchen mit dem Blickpunkt auf die sie in Zukunft erwartenden besonderen Aufgaben vorbereitet. Sie sind vielfältig anders, als es die Aufgaben sind, die für einen Knaben vorbereitet wurden, also für künftige Männer, meistens künftige Ehemänner.

Das Mädchen beginnt sich immer klarer bewusst zu werden, dass sie allmählich selbst fähig wird, einmal Mutter zu werden. Als eventuelle künftige Mutter wird sie befähigt von Gott den Erweis seines unbegriffenen Vertrauens dem Menschen gegenüber anzunehmen – in Form eines ihr einmal zeitweilig geschenkten Kindes, oder selbst einer größeren Kinderschar: dieser eigenen, und doch umso mehr Gottes Kinder.

Das Kind, dieses ‘eigene Kind’ wird für sie als künftige Ehefrau und Mutter gleichsam ihr einmal anvertraute, vorläufig noch nicht vollkommen entfaltete ‘Blumenknospe’. Gott wird sie einmal ihr und ihrem Mann in seiner unwahrscheinlichen Liebe anvertrauen. Die allmähliche Entwicklung dieser Knospe wird sie als künftige Mutter – zusammen mit ihrem Ehemann, schöpferisch begleiten dürfen und sollen. Ihr und ihres Mannes Aufgabe wird es sein, den Vorgang der allmählichen Entwicklung des Kindes zu unterstützen, um es einmal Gott wieder zurückgeben zu können – dieses Mal aber als schon voll entfaltete Blume, oder selbst eine schöne, schmackhaft reifgewordene Frucht.

Die Gabe des Lebens kommt im ganzen vom liebenden Gott: dem Schöpfer her, der sich dem Menschen anvertraut. Gott ist zugleich auch noch Erlöser des Menschen: Mann und Frau. Jesus Christus, der Erlöser, lädt alle ausnahmslos ein – nach gut hier auf Erden bestandener ‘Probe’ und Überprüfung der Verhaltensqualität seiner Kinder – zum Leben für immer im „Haus des Vaters”: seines Vaters, wo es „viel Wohnungen gibt” (Joh 14,2). Die Ehe aber, die in Gottes Augen immer nur als Sakrament der Ehe gültig ist, soll für diese zweien: die Ehegatten, zusammen mit der Schar der ihnen anvertrauten ihren Kindern – der Weg-zu-zweit zum „Haus des Vaters”  sein.

Auf ähnliche Art und Weise kann eine kluge Mutter, mit aktiver Unterstützung ihres Mannes und zugleich Vaters, jetzt ihrem Knaben erklären, zumal angesichts der bei ihm erscheinenden Anzeichen des Herauskommens von der Zeit der Kindheit und Eintritts in das Alter des immer ernster werdenden Wachsens zum Jünglingsein und Erwachsenenschaft, wie der Sinn der bei sich beobachteten Anzeichen des immer mehr entschiedenen reifwerdenden eines Mannes ist.

Es geht übrigens nicht nur um die bei sich beobachteten physiologischen Veränderungen im Bereich des Zeugungssystems, sondern auch um viele andere Anzeichen, sei es u.a. um den Vorgang des verwundernden Stimmwechsels. Umso mehr beobachtet der Junge die bei ihm immer deutlicher vorgehenden Veränderungen, was das allmählich erfolgende Bewusstwerden sowohl um die eigene personale Gesondertheit, wie auch die strikt mit ihr zusammenhängende Verantwortung für die eigene personale Würde als Jünglings-Mannes angesichts seiner Selbst, aber auch der anderen.

Ganz besonders betrifft das die sich immer deutlicher abzeichnenden seine Verhältnisse zur Welt der Mädchen und Frauen. Dem Knaben und Jüngling soll tief ins Bewusstsein eingeprägt werden, dass eine Frau – nicht ‘berührt’ werden darf! Auf eine Frau darf nie geschrien werden. Wer auf Schreien und Demonstrieren seiner physischen Kraft umsetzt, ist von vornherein verloren!

Zwar würde er sich in solchem Fall momentan ‘siegreich’ finden, indem er auf Kraft und Schrecken umgeschlagen hat. Allerdings ein erpresster ‘Gehorsam’, beziehungsweise eine aufgenötigte Unterwerfung unter seinen Willen, indem er nämlich etwas ‘so und nicht anders ... zu haben will’, also infolge mit Kraftaufwand aufgezwungener Erfüllung seiner des Öfteren schlimmstmöglichen Willkür, gereicht ihm niemals zur Ehrachtung und wird niemals irgendetwas mit ‘Liebe’ zu tun haben. Die Erfüllung seiner Anweisungen werden mit Hass und Zähneknirschen begleitet werden – bis zur Stunde, wenn das Maß überläuft und alles unschwer ein dramatisches Finale finden kann.

Ein Mensch, der Gehorsam mit Schreien und Fluchworten erpresst, und zuletzt mit Anwendung seiner physischen Kraft, verfügt leider über kein sachliches Argument mehr. Daselbst stellt er sich selbst auf das moralische Niveau unterhalb seiner Würde als Menschen, und umso mehr als Ehemannes oder Vaters, als ... Mannes überhaupt.
– Mit seinem Geschrei und Erpressung offenbart er ein schlimmstmögliches Zeugnis von sich selbst: indem ihm (infolge eigener Schuld) ... nur noch ein ‘kurzsichtiger Verstand’ geblieben ist. Er benimmt sich nur aufgrund des Prinzips ‘Aktion-Gegenaktion’, das bei der Welt der ... Tiere typisch ist, nicht aber beim ... Menschen, des (vermeintlich) vernunftbegabten Wesens, das dabei unabtrittbar zum ewigen – Leben berufen ist. Es wäre demnach ein schlimmstmögliches Zeugnis seiner Kondition als Menschen: als Mannes.

Die beispielsweise erwähnten Kennzeichen der Jugendzeit – sowohl bei Mädchen, wie Jungen, spielen sich mit unmittelbarem Ausklang auf den sich gestaltenden Verhaltensweisen eines Jungen zum Mädchen aus, und umso mehr zur eigenen Ehefrau, beziehungsweise zum künftigen Mann.

Sollte es gerade Jetztzeit vor allem um einen Jungen gehen, muss er sich ein für allemal in sein Bewusstsein, oder eher in sein Unter-Bewusstsein einprägen: ein Mädchen, die Frau – darf nicht als ‘Dienstmädchen’ behandelt werden. Das Mädchen und die Frau ist ihrem Wesen nach Gottes ganz besonderes Werk, das von Gott selbst beschützt wird. Gott wird sich auch um ein Mädchen, eine Frau – zweifelsohne auf ganz besondere Weise einsetzen.

Das Mädchen und eine Frau darf nicht als Ding-Sache zur Befriedigung der männlichen Gelüste betrachtet werden, zumal es den Bereich betreffen sollte der Fragen, die mit irgendeinem der Gottes Gebote umfangen werden. Das Mädchen und die Frau ist nicht dazu erschaffen, dass sie sich jederzeit auf jeden Ruf des Ehemannes-Herrn stellen müsste, um seine ‘herrischen’ Konkupiszenzen zu befriedigen, zumal diese ‘Gelüste’, die ethisch gesehen in-Gottes-Augen-böse wären.

Sowohl die Mutter, wie der Vater sollen ihre Gespräche sei es mit der Tochter, oder auch mit dem Sohn, ganz bewusst immer mit dem Gottes Werk der Erschaffung und Erlösung verbinden. Gerade diese Hinsicht soll auf ganz besondere Art und Weise hervorgehoben werden im Anschluss an das Gesamte des Geschlechtsbereiches und der Heranreifung zu künftigen Aufgaben – ob in der künftigen Ehe, oder im künftigen Leben in Familie.

Das Kind soll mit dem Lebensstil und zutiefsten religiösen Überzeugungen durchtränkt werden, mit denen das Leben seiner Eltern gestaltet wird – im Geist eines freudevoll erlebten Glaubens, der Hoffnung und Liebe. Wenn die heranwachsenden Kinder im Leben des Alltags sehen und sich immer wieder überzeugen können, dass die Worte sowohl des Vaters, wie der Mutter ihre volle Deckung in der von ihnen selbst gelebten Göttlich-menschlichen Wirklichkeit finden: eines bewussten Anhangens an Jesus Christus, den Erlöser, wie auch an seine Mutter Maria;
– wenn sich die Kinder, vielleicht zur eigenen lieblichen Überraschung überzeugen, wie Vater und Mutter nach einer momentanen Auseinandersetzung oder einem Missverständnis, sich aufrichtig zu versöhnen und sich gegenseitig zu verzeihen verstehen;
– wenn sich die Kinder überzeugen können, wie sowohl die Mutter, wie gerade auch der Vater – regelmäßig, jeden Monat beim Beichtstuhl niederknien und zum Altarssakrament so oft wie möglich herantreten und dabei auch ihr eigenes Kind um Verzeihung zu bitten verstehen in so vielen Situationen, wann doch ‘alles auf die Nerven zu gehen’ schien und manches ungeeignetes Wort vom Mund gefallen ist, das seine feinfühlige Seele verwunden konnte,
– wird es keine Not geben, um das Kind erst überzeugen zu müssen, dass es sich wörtlich niemals erlaubt, die Teilnahme an jeder Sonntagsmesse zu vernachlässigen und dass sie ihr ganzes Leben hindurch regelmäßig zum Heiligen Versöhnungssakrament und Eucharistie herantreten, angefangen von der jeden Monat verrichteten Heiligen Beichte (am besten: an jedem Ersten Freitag des Monates).

Das alles wirkt sich unmittelbar aus auf der Qualität der Erlebensweise bei heranwachsenden Kindern all dessen, was mit dem Geheimnis der Liebe und des Lebens verbunden ist. Vater und Mutter tun nämlich alles, dass sie die allmählich stattfindende Einführung in das Geheimnis der menschlichen und Gottes Liebe in Brautzeit und Ehe – mit unmittelbarer Teilhabe zu Gott verbinden – als dieser Liebe, die bei Gott ganz Leben ist. So wird es jedes Mal sein, wenn das Gespräch mit Kindern die gegenseitigen Verhältnisse unter Mädchen und Jungen betreffen werden auf der Stufe ihrer Vorbereitung zur künftigen Ehe, und danach selbst schon der Ehe – immer nur als des Sakraments der Ehe.

Wenn sei es die Mutter, oder der Vater mit ihren Kindern über die Liebe so zu sprechen suchen werden, wie sie sich gemäß des Gottes Vorhabens der Liebe jedesmalig für Leben aufschließt, sollte es auch nur das potentielle Leben eines neuen Menschen im Spiel sein – und tun sie es im Klima einer Gottes ‘Wärme’ und großer Dankbarkeit zu Gott für das vonseiten Gottes beinahe zum äußersten vorangeschobene Vertrauen, das Gott den sündigen, schwachen Menschen zeigt, die Eltern selbst nicht ausgeschlossen,
– und prägen die Eltern ihren Kindern den Bedarf ein, spontan eine große Freude zum Ausdruck zu bringen, aber auch einen freudevollen Dank Gott gegenüber, dass Er jetzt, der Reihe nach, die junge Generation zur Teilhabe am selben Geheimnis zulässt, das Gott-die-Liebe, Gott-das-Leben, darstellt,
– wird das stufenweise physische und geistige Heranwachsen ihrer Kinder im Bereich der Vorbereitung zum Leben in Ehe und Familie wesentlich ausgeglichener und ohne innere Verwundungen verlaufen, als im Fall, wenn die Kinder nach Information über diesen Lebensbereich: die Ehe, das Erleben der gegenseitigen Nähe in Brautzeit, und nachher in Ehe – in Schmutzliteratur suchen werden müssen, beziehungsweise vom Mund ihrer Kameraden und Freundinnen, die moralisch gesehen vielleicht schon gründlich verdorben sind.

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Persönliche Hygiene und künftige Aufgaben

Die Mutter lehrt ihre Tochter, wie sie regelmäßig die Reinheit und Hygiene ihrer Geschlechtsorgane erhalten soll. Die Fahrlässigkeit in diesem Bereich kann unerwartet sich verlängernde, schwierig zu heilende, unangenehme Infektionen und Entzündungszustände nach sich ziehen. Die Mutter informiert auch ihre Tochter, wie sie solche Maßnahmen unternehmen soll, um unnötige gesundheitliche Verwicklungen infolge mangelhafter Information zu vermeiden.
– Die hygienischen Maßnahmen selbst sollen geschickt unternommen werden, ohne ihre Verlängerung und unnötiges Spielen an sich selbst.
– Ähnliche unentbehrliche Informationen betreffs der persönlichen Hygiene übermitteln die Mutter, und auch der Vater, dem Sohn. Die Bemerkungen müssen nur an Bedingungen und Umstände der männlichen Welt angepasst bleiben.

Bei Gelegenheit sagt die Mutter ihrem Kind, und selbstverständlich auch der Vater voller Ermutigung, dass all diese allmählich sich meldenden physiologischen Vorgänge, die einerseits von der Tochter, und anderseits vom heranwachsenden Junge unmöglich nicht bemerkt und nicht wahrgenommen werden können, sich dazu entwickeln, dass sie einst – in künftiger Ehe, die jedes Mal eine Berufung Gottes und ein gesondertes Heiliges Sakrament bildet, die ihnen eigene Aufgabe erfüllen können. Gerade auch dann, in Zukunft, von der vorläufig nur Gott allein weiß, wird das gegenwärtige Kind: der Junge oder das Mädchen – vielleicht berufen werden, dass es Ehefrau und Mutter wird, beziehungsweise Ehemann und Vater. Und erst dann, in der Ehe als dem Heiligen Sakrament, werden die Geschlechtsorgane die ihnen eigene Funktion erfüllen, wie sie dem Sakrament der Ehe von Gottes Güte gesondert für das heutige Mädchen, und gesondert für den erst die Knabenzeit erlebenden Jungen, vorbereitet werden.

Der künftige Mann und die künftige Frau werden dann auch auf ganz besondere Weise gerufen, dass sie sich auch ihre beiderseitige Liebe zum Ausdruck bringen und so heiß einander lieben, wie es in der Situation zu sein pflegt, wenn Mutter und Vater ihr Kindlein mit ganzem Herzen an sich schmiegen – und um der Liebe willen einander beinahe ‘essen’ möchten: sich beiderseitig in ihrem Herzen vereinigen möchten.

Erweise der gegenseitigen Herzlichkeiten, die Ehemann und Ehefrau untereinander austauschen, werden sich dann, gerade in der Ehe – dem Sakrament, mit Gottes Segen freuen können – als auch in dieser Situation aktivierten Sakraments. Sie werden mit der Berufung des betreffenden Mannes und der betreffenden Frau enge zusammenhängen, dass sie Ehe werden: Sakrament der Ehe. Es wird Antwort auf die Berufung Gottes sein, Ehefrau und Mutter zu werden – beziehungsweise Ehemann und Vater. Es wird hier alles sehr heilig und sehr rein bleiben müssen, wenn der Sohn Gottes, Jesus Christus, die Ehe und das Leben in Ehe und Familie zur Würde eines der Heiligen Sakramente der Kirche erhoben hat.

Forderung für den Alltag bei Erweisen der beiderseitigen Herzlichkeiten wird ihre Unternehmung im Klima einer großen Reinheit des Herzens und immer im Zustand der heiligmachenden Gnade sein. Es wird für den künftigen Mann und die künftige Frau zur ständigen Verpflichtung angesichts der Heiligkeit Gottes, dass sich ins Herz niemals ein solches Tun einschleicht, das den Schatten einer Sünde auf ihr Gewissen werfen müsste, wobei das bisherige Verweilen des Drei-Einigen im Sanktuar ihres Herzens – Gott bewahre – gezwungen wäre, das Herz ab sofort zu verlassen – infolge der Schändung mit Sünde des von ihnen abgelegten Gelübdes: der Liebe-Treue-ehelicher-Ehrlichkeit.

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Gebet um einen guten Mann, eine gute Frau

Bei Gelegenheit ermutigen die Eltern ihre heranwachsenden Kinder, ihre Söhne und Töchter – ganz natürlich, zum zuversichtlichen, innigen Gebet um einen guten Mann, eine gute künftige Frau. Die Ehe, das Sakrament der Ehe – stellt eine der besonders ausgewählten Gottes Gaben dar. Sie ist zugleich eine ... einmalige Gabe: sie bleibt unwiederholbar.

Schon heranwachsende Kinder begegnen in Fülle Situationen unglücklicher, zerschlagener Ehen, und können sich selbst aufgrund der eigenen Erkenntnis überzeugen, dass die einen Ehen und Familien glücklich sind, in anderen aber entwickelt sich anstatt des Himmels-auf-Erden – eine Hölle-auf-Erden.
– Daselbst ist es keinesfalls schwierig dem Kind zu erklären, dass man einen guten Mann, eine gute Frau mit einem zuversichtsvollen, kindlichen und voller Liebe unternommenem Gebet erbitten soll. In diesem Anliegen sollte man lange Jahre hindurch schon vor dem Anbeginn irgendeines erst ‘Nachdenkens’ an eine Ehe und Familie beten.
– Und noch besser, wenn das Kind in dieser Meinung nicht nur allein betet, sondern es bittet hier um Gebetshilfe in diesem Anliegen seine Nächsten, Geliebten: die Eltern, die Großeltern ...!

Es ist doch klar: wenn jemand um solche Gabe Gott in Praxis niemals bittet, wie sollte ihm Gott in dieser Lage entweder eine gute Frau, oder einen guten Mann erst mit Kraftaufwand ... aufzwingen?

Das heißt, dass sowohl ein Mädchen, wie ein Junge – schon jetzt, im frühen Jugendalter – um diese große Gabe, zweifelsohne ‘auf Vorrat’, innig beten kann. Das soll ein zum Himmel gerichtetes Gebet sein – am besten durch die Fürsprache der Heiligen Familie: Jesus-Maria-Josef, und selbstverständlich des eigenen geliebten Schutzengels. Solches Gebet soll sich an den Himmlischen Vater – mit großer, kindlicher Zuversicht und Schlichtheit wenden.

Niemand kann leugnen, dass die Berufung zur Ehe und Familie mit ganz ausnahmsvollem Anvertrauen zusammenhängt, das Gott ... dem Menschen: solchen zweien, schenkt, die Eheleute sind oder es sein werden, um allmählich Eltern zu werden. Daher soll man in diesem Anliegen beten, um der Berufung würdig sein zu werden, den ehelichen Bund schließen zu vermögen. Und parallel dazu, dass sie in der künftigen Ehe niemals den trügerischen Versuchungen des Bösen zu erliegen, der auf seine Art und Weise alles ‘anzugreifen’ versucht, was mit Gott, einem Heiligen Sakrament, Gottes Frieden und Glück strahlen kann.

Ein Gebet um Gaben im Hinblick auf die künftige Ehe soll offenbar immer nur bedingt formuliert sein: falls es Gott gefällt, dieses bestimmte Kind: das Mädchen, diesen Jungen einst zum Leben im Ehe-Sakrament zu berufen.
– Es gibt doch auch noch andere Gottes Berufungen, vor allem diese schon ein paarmal erwähnte: zum Leben in unmittelbarer Nähe zu Christus, in Nachfolge Christi Armut, Keuschheit und Gehorsam zum Erlösungs-Willen des Himmlischen Vaters.

Die Stimme Gottes wird auch dann zur Elternschaft rufen, allerdings in einem anderen Rang: der Elternschaft im Heiligen Geist. Sie wird auf Erflehen sei es bestimmten Personen, oder auch der ganzen Heimat und der Welt – der Gaben beruhen, dass sich alle auf den Ruf Gottes – Annahme der Gaben Christi Erlösung aufschließen, dass kein „Schaf”, das um den Preis des Kostbaren Blutes des Gottes Sohnes und Menschen-Sohnes zugleich: Jesu Christi erlöst wurde, verloren geht, sondern das ... „ewige – Leben”  hat (vgl. Joh 3,16; 10,1-21;usw.).

Die Berufung zu solcher Nachfolge des berufenden Meisters von Nazaret, als gleichsam jemandes ‘Uniformierten’, der Jesus in der ‘ersten Reihe’ begleiten wird, wird auf eigenartige Weise zur Rückgabe dem berufenden Gott dieser Gabe werden, die direkt mit der ehelich-familiären Potentialität verbunden ist.
Jesus nötigt die Annahme der Berufung sei es zum Priestertum, sei es zum Ordensleben, niemals irgendjemanden auf: Er überlässt sie immer dem freien Willen dieses bestimmten Jungen, oder dieses bestimmten Mädchens, die Er mit seiner Erwählungs-Liebe zu sich ... herbeiruft.

Antwortet jemand mit seinem bereitwilligem ‘Ja, Jesus’, erhält er stattdessen die Gabe der Vater- und Mutterschaft im Heiligen Geist. So wird der Berufene „Vater vieler Völker ...! Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erhalten” (vgl. Gen 12,2f.). Die Gabe einer positiven Antwort auf die Stimme solcher Berufung kann manchmal schwierig sein, dennoch sie wird letztlich gebenedeit: sowohl für diesen Auserwählten bzw. diese Auserwählte, für ihre irdische Familie, wie auch ... für die ganze Welt (s. ob.: Vielleicht Priester werden? Oder Leben im Orden? Wie ist, Vater, Dein Wunsch? – s. dieses ganze Kapitel).

Freilich schickt sich doch der größte Teil der heutigen Jugendlichen – Jünglinge und Fräuleins, in Zukunft zum Leben im Stand der Ehe und Familie. Daher ermutigen die Eltern: Mutter gemeinsam mit Vater ihre stufenweise erwachsenden Kinder mit aller Wärme ihres elterlichen Herzens, dass sowohl ihre Tochter, wie ihr Sohn – schon lange Jahre im Voraus mit kindlichem, zuversichtsvollem Gebet zum liebenden Gott beginnen u.a. gerade um einen guten, liebevollen Menschen in Zukunft, falls er die Berufung von Gott zur Annahme und Spendung sich gegenseitig des Sakramentes der Ehe erhalten sollte.

Erst so wird einst das heutige Kind sei es Ehemann, beziehungsweise Ehefrau werden, um zu zweit, dann schon als Eheleute, Eltern der aufeinanderfolgenden ihrer Kinder zu werden. So werden sie sich auch im gewählten Bund des Segens Gottes freuen können – im Bewusstsein, dass es der richtige Weg ihrer Lebensberufung ist: des Lebens in Ehe als Sakraments der Ehe.

Für die Jetztzeit erwartet Gott sowohl vom Mädchen, wie vom Jungen, dass sie an ihren Geschlechtsorganen nicht spielen, dagegen Gott für den ihnen ganz besonderen Schatz ihrer Fraulichkeit bzw. Männlichkeit Dank sagen. Diese Gabe entfaltet sich erst allmählich, indem sie es nebenbei bewirkt, dass das Mädchen, oder dann der Junge – in immer volleren Sinn zur Frau, oder zum Mann wird.
– Beim Jungen verrät selbst seine Stimme, dass er eine eigenartige Metamorphose durchmacht und alle können feststellen, dass es nicht mehr dieses immer nur quietschende Kindlein, sondern ein immer mehr ernster Junger Mann geworden ist. Beiläufig drückt sich das allmähliche Heranwachsen auch damit aus, dass der junge Mensch eine eigenartige Schönheit erlangt: als eben echter Jüngling, bzw. ein schönes, prächtiges Fräulein.

Diese Schönheit kann offenbar nicht zum Übel missbraucht werden, das Gott, der das Fräulein mit Schönheit beschenkt hat, und den Jüngling mit der Schönheit eines vornehmen jungen Menschen – betrüben sollte, oder selbst Gott zum sofortigen Verlassen ihres Herzens nötigen sollte.

Deswegen soll sowohl die Mutter, wie der Vater ihren Kindern mit ganzem Ernst, aber zugleich mit umso größerer Liebe einprägen, dass das Gebiet der Liebe und des Lebens in ganz besonderem Grad ausschließliches Eigentum Gottes, niemals aber des Menschen, darstellt.
– Das betrifft auf gleiche Weise auch die Mutter, den Vater, und seiner Art jeden Bräutigam und jede Braut. Schon ein Kind und die vom Kindesalter herauskommenden Mädchen und Knaben sollen sich in ihr Bewusstsein, oder eher in ihr Unter-Bewusstsein zutiefst einprägen, dass der Böse: Satan – außer Stande ist, auch nur den geringsten Funken einer wahren Liebe, und umso weniger des Lebens herauszuschlagen.

Sowohl Liebe, wie Leben – sind ausschließliches Eigentum Gottes. Der Mensch – darunter auch das Mädchen und der Jüngling, werden von Gott einzig und allein zu klugen, verantwortlichen Verwaltern der ihnen geschenkten, ihrer ‘eigenen, nicht-eigenen’ Geschlechtlichkeit eingesetzt.
– Ein Verwalter wird aber niemals Besitzer der ihm zur Verwaltung anvertrauten Güter. Von der ‘Verwaltung’ muss jeder bis zum letzten Groschen abgerechnet werden (sieh dazu noch einmal: Wer hat Euch das erlaubt?: dieses ganze längere Fragment).

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Erklärung

Das alles bewegt jeden Menschen – angefangen schon von kleinem Mädchen und erst kleinem Knaben, dass sie sich zu großem, liebevollem Dank dem Schöpfer und Erlöser gegenüber verpflichtet finden – für die ihnen geschenkte Gabe des Lebens, wie auch für die so liebevolle Möglichkeit: dass Er ihnen geschenkt hat, gerade als Mädchen, bzw. als Knaben existieren zu dürfen.

Frau zu sein ist jedesmalig ganz besonderes Geschenk für das Mädchen selbst. Gott stattet sie mit allen möglichen ‘Talenten’ aus, die ihm einmal so sehr erwünscht sein werden dazu, dass das heutige Mädchen einst, in Zukunft, Ehefrau und Mutter werden kann, dass sie ihr Kindlein lieben und tragen, das Baby mit ‘eigener’, und doch ... keinesfalls eigener, weil ihr vonseiten Gottes Güte geschenkter Nahrung stillen kann. Diese Gaben fordern nach immerwährender großer, und zugleich freudevoller Dankbarkeit Gott gegenüber für die immer mehr bewusst wahrgenommene Gabe der Fraulichkeit.

Dasselbe betrifft jetzt, der Reihe nach, den Knaben. Der Mann wird von Gott für einigermaßen andersartige Aufgaben erschaffen, als es bei einem Mädchen, einer Frau der Fall ist (sieh dazu z.B.: MuD 10.24). Der Junge soll niemals seine Schwester, oder schlechterdings: die Frauen beneiden, dass sie gerade als Frauen geboren sind, er aber als ... ein Junge. Indem Gottes Güte ihn zum Exisiteren gerufen und ihn mit der Existenz als Mannes beschenkt hat, ist er folglich Gott notwendig und unentbehrlich gerade als Mann, und nicht als Frau.

Es ist klar, auch er ist auf keinen Fall Eigentümer seiner Selbst, noch umso mehr seiner Geschlechtlichkeit. Der einzige sein und seiner Geschlechtlichkeit Besitzer ist nur Gott allein: sein Schöpfer und zugleich Erlöser.
– Wie jedes Mädchen, soll auch der Junge dem Himmlischen Vater aufrichtig seinen Dank sagen, dass Er ihn zur Existenz gerade als Jungen, als Mann gewählt hat. Zu gleicher Zeit soll er zuinnigst den Himmlischen Vater – am besten durch die Fürsprache der Unbefleckten Mutter Maria, beten, dass er dieses Gottes Geschenk: die Berufung zur Männlichkeit, niemals beschädigt, niemals missbraucht noch verdirbt, sondern umgekehrt, diese Gabe zur Entfaltung bringt, wie es von ihm sein Schöpfer und Erlöser erwartet: zum Wohl – diesem eigenen, wie auch dieser aller, mit denen ihn Gott einmal verbindet, und zuletzt zur Freude des Schöpfers selbst.

Sowohl das Mädchen, das von Gott mit der Gabe der Fraulichkeit beschenkt worden ist, wie dann der Junge, von Gott mit Männlichkeit beschenkt – sollen sich verpflichtet finden, eine höchstmögliche Ehrachtung zu sich selbst zu entwickeln, das heißt angesichts seines Leibes und zugleich seiner Person als Mädchen-Frau, beziehungsweise seines Leibes und seiner Person als Junge-Mann.

Die Mutter ermutigt ihre Tochter und wird für sie in dieser Hinsicht zum dauernden, stillen, und doch vielredenden Beispiel, dass sie als Mädchen niemals auf irgendwelche Verhaltensweisen umschlägt, die ihre Frauenwürde schänden sollten. Das setzt eine beständige, aufmerksame Wachsamkeit und ein Herrschen über die eigenen Worte, Reflexen und Verhaltensweisen voraus.
– Ihre frauliche Würde darf sie nicht schänden u.a. mit Zigarette, Alkohol, und anderseits mit Worten des Fluchens, noch des Wutausbruch.

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Zurechnungsfähigkeit für provozierende Bekleidung

Aus demselben Grund kann sich das Mädchen nicht erlauben, dass sie sich passiv von der sog. ‘Mode’ wegschleppen lässt und sich so bekleidet, dass sie öffentlich beinahe nackt umhergeht (s. dazu den gesonderten § u.: Mädchen-Frau und ihre Bekleidungsweise).
– Das Mädchen, das auf ihre ethische Senkrechte bedacht ist und sich in Gottes Augen für ihre frauliche Würde verantwortlich findet, erlaubt sich keine provozierende Bekleidungsweise.
– Sie ist sich um ihre Verantwortung in Gottes, aber auch der Menschen Angesicht – Folge der auf diese Art und Weise begangenen fremden Sünden bewusst: eines bewussten Spieltreibens an menschlicher Schwäche und entfesselter Begehrlichkeit des Leibes – zumal bei Kindern, männlichen Jugendlichen, aber auch bei erwachsenen Männern und Männern überhaupt, und seiner Art auch bei anderen Mädchen und Frauen. Nichts entschuldigt sie von Zurechnungsfähigkeit für so begangene ‘fremde Sünden’ !

Dabei aber darf das Mädchen nicht zulassen, dass jemand ihre Würde als Mädchen, Fräulein, Frau schänden sollte. Das Mädchen ist sich nur allzu gut dessen bewusst, dass alle unangebrachten, schmutzigen Scherze, und selbst provozierenden Gebärden vonseiten der Umgebung (zumal der männlichen) beinahe in der Regel Resultante der Qualität ihrer eigenen Verhaltensweise und ihres Auftretens widerspiegeln.

Wenn das Fräulein, die Frau sich selbst mit gehöriger Achtung trachtet, wird das zugleich grundsätzlich wirksame Barriere, die der Umgebung unwillkürlich eine Distanz voller Ehrerbietung aufnötigt. Das Mädchen – die Frau, soll in der Umgebung mit ihrem Auftreten Bewunderung und Anerkennung für ihre Würde als Mädchen und Frau wecken. Das wird zur ergebenen, ohne Beimischung von Stolz, und doch eindeutigen Forderung, dass auch die Umgebung – ihr die ihr gehörige Ehrachtung erweist. Allerdings es ist offensichtlich – wie gerade erst hervorgehoben wurde: zuerst muss sie selbst die Ehrachtung zu sich selbst leben, indem sie sich auf eine, ihrer Fraulichkeit würdige Art und Weise verhält. Dann wird niemand von außen es wagen, sie in ihrer Würde als Mädchen und Frau zu beleidigen.

All das betrifft auf ihre Art auch die Welt der Jungen, die immer mehr zu Jünglingen werden: männlicher Jugend, wohl bald in beträchtlichem Maß Studentenjugend, reife Männer.
– Es gibt Jünglinge, die auf Pfaden irgendwelcher Leichtigkeit nicht verführt werden können. Sie sind sich bewusst, dass sie das Leben von Gott als einmalige Gabe zum Geschenk bekommen haben. Diese Gabe darf nicht vergeudet werden – es geht doch um einen ganz hohen Satz.
– Sie halten ihre Augen offen, um sich bewusst zu werden, dass es niemals in der Vergangenheit von scheinbarer ‘Erwachsenenheit’ des Jünglings oder des Mädchens gezeugt hat, noch es in Zukunft zeugen wird, wenn sie sich ‘erlauben’, Zigaretten zu rauchen, Alkohol zu trinken (möge es bei der Heiligen Beichte kein solches Bekenntnis geben wegen des Alkoholgenusses – mit Hilfe einer folgenden Bezeichnung: Ich habe Alkohol ‘genommen’... ; dieses Artikel wird zum Trinken und Betrinken gebraucht, nicht aber zum ‘Essen-Verzehren’), und umso mehr wenn Narcotica und Drogen gebraucht werden sollten..

Außerdem – es benötigt überhaupt keiner Ausbildung, um zum ‘Sex’-Betreiben zu überreden oder es selbst aufzunötigen. So was kann jedermann ... selbst ein ... ‘Dummkopf’: zu trinken – bis zum Trunkensein; zu ‘Sex-Betreiben’ – und darüber nur zu prahlen.
– Es benötigt auch keiner Ausbildung, um ein Fräulein auszubeuten, zumal sie sich selbst ... eher ziemlich gern den Jungs ‘hingibt’.
– Ferner, es ist leicht, jemanden mit Verheißung der Ehe und gemeinsamer Wohnung zu betrügen – ohne irgendwelche Verantwortung für das ausgesprochene große Wort auf sich genommen zu haben.

Zum kritischen Zeitpunkt kann sich dann die Stunde umwandeln, wenn es sich zeigt, dass der Junge ... dem Mädchen ein ‘Kind gemacht’  hat, wonach er schnellstens spurlos verschwindet und sich ihr nicht mehr zeigt. Höchstens er wird von der Polizei gefunden und nach mehreren ruhmlosen Gerichtsverhandlungen genötigt, Alimente zu zahlen. Das aber kann sich auch jeder ... Idiot und Kretin leisten, ohne in dieses ‘Wissen’ mit Mühe und fleißiger Anstrengung eingedrungen zu haben ....

Wenn der junge Mann es nur will, und hat er in seinen Eltern für die Dauer ein Muster, was das Verantwortungsempfinden angeht, wird er sich auch um seine Würde als eben eines Jungen, eines Mannes zu kümmern verstehen. Er geht auf keinen Leim einer schlechten ‘Mode’ und lässt sich mit allem Bewusstsein in keinen schlechten Umgang einbeziehen. Auch am Studium und im Studentenhaus, das so manche Kameraden und Freundinnen für Zwecke benützen, die die Würde des Menschen in ganz schlechtes Licht setzen, schon abgesehen von der Würde des Menschen als Gottes Kindes.

Ein kluger Jüngling erlaubt sich nicht, Zigaretten rauchen zu beginnen, noch Alkohol zu trinken – u.a. ab den Stunden, da er sein 18. Lebensjahr erreicht und zur Anteilnahme an einem prunkhaft arrangierten ‘Abiturientenball’ eingeladen wird. Er sorgt dann um lustige Unterhaltung der ganzen Gesellschaft, allerdings er erlaubt sich keinen unangehörigen Scherz zu sagen, auf kein unpassendes Verhalten zu Fräuleins-Freundinnen. Zu gleicher Zeit greift er auch nach keinem Alkohol, noch einer Zigarette (sieh dazu: VII.Teil, 3.Kap. – den besonderen Abschnitt: „Personale Würde in Probe auf die Treue zum ‘Wort’: Alkohol-Rauchen”).
– Nicht diese tragen dabei den Sieg davon, die sich bei dieser Gelegenheit alles Mögliche: gute oder schlechte, erlaubt haben, sondern diese, die ihrem in sich erarbeiteten ethischen Rückgrat treu geblieben sind!

Der Junge wird demzufolge würdig dem ihm geschenkten und zur Verwaltung anvertrauten männlichen Mensch-Sein. Er ist sich dessen bewusst, was das heißt, sich nach seiner Würde als Mannes zu betätigen, was das heißt in Verteidigung der fraulichen Würde sich bereit zu stellen – selbst dann, wenn ein Mädchen sich selbst nicht ehren sollte und selbst zu Taten provozieren würde, die seinem – und ihrem – moralischen Rückgrat widersprechen.

Der junge Mann schreitet in das männliche Alter ein, bewusst um seine Würde und die vielfältige Verantwortung: für sich, seine Zukunft, für das Geschick seiner künftigen Ehe und Familie, falls ihn der Herr in den Ehebund einzutreten berufen sollte.
– Um eine richtige Erkenntnis des Weges seiner Lebensberufung hat solcher Junge schon seit langem gebetet und betet in diesem Anliegen weiter. Das hat ihm seine Mutter, sein Vater, vielleicht auch die Großeltern zum Bewusstsein gebracht. Der Jüngling sucht danach, auf die Stimme des ihn berufenden Gottes beständig aufmerksam zu hören, bereit jede der möglichen Alternativen anzunehmen, was den Aufbau des „Lebens-Entwurfes” angeht (vgl. den ganzen Brief Johannes Paul II: ‘An die Jugendlichen in der Welt’ – 1985. Zugang von unserer Homegage: An die Jugendlichen in der Welt).


Die hier erörterte Wertschätzung seiner Selbst, wie auch die den Umgebenden aufgenötigte ähnliche Ehre für die eigene Würde, kann selbstverständlich nicht ohne das ständige, intime Anhangen an Jesus Christus, den Erlöser jedes Menschen entwickelt werden.

Jesus Christus hat zugleich jedem seiner Brüder und Schwestern, vor allem aber einer jeden Frau, aber auch jedem Jungen – als zusätzliche Gabe seine eigene, liebende Mutter geschenkt. Sie ist in wahrhaftesten Sinn die Gottes-Gebärerin. Durch Sie, das heißt in der Stunde, da Sie ihre Zustimmung auf das Angebot Gottes gegeben hat – ist der Sohn Gottes, die Zweite Person der Allerheiligsten Trinität, vom Himmel herabgestiegen. In Ihr hat der Sohn, das Wort, den menschlichen Leib angenommen, indem Er in selber Stunde zugleich Gott und Mensch wurde in seiner nur einen – Gottes Person: so wurde Er Erlöser des Menschen.

Sie ist es, Maria, als in Fülle Frau-und-Mutter, und zugleich die allerreinste Jungfrau, für jedes Mädchen, jedes Fräulein und jede Frau die immerwährende Stütze im Kampf um die Bewahrung der Treue zu ihrer fraulichen Würde und Ehre.
– Dasselbe betrifft aber auch die Welt der Männer, angefangen von Knaben und der männlichen Jugend. Wer Maria seine Hand – oder noch besser: seine beiden Hände reicht, dass Sie sie erfasst und so von nun an als Ihr Kind führt, wird zweifelsohne nicht verloren gehen. Auf Maria kann man immer zählen. Sie versteht die tiefsten Wünsche und Erwartungen eines jeden Mädchens, aber auch jedes Knaben. Sie ist für jede Frau, angefangen von diesem vorläufig ganz kleinen Mädchen-Töchterlein, ihre Geliebte Schwester und Führerin. Dasselbe gilt aber völlig auch für jeden Knaben, der immer mehr Jüngling: Mann wird.

Maria wird immer helfen, dass das Mädchenherz, und nachher schon des Fräuleins und einer Frau als der künftigen Ehefrau und Mutter, auf die dauernde Anwesenheit Christi im Herzen, freudevoll durchscheinend bleibt.
– Aber noch: wie sollte Maria etwa nicht einem Knaben und Jugendlichen zu Hilfe kommen bei der Bewahrung eines durchscheinenden Herzens und Anblicks, sooft er Sie darum bittet?
– Diese Durchscheinbarkeit wird zum Umschmieden ins Leben für den Alltag eines der Seligpreisungen, die Jesus verkündet hat, als Er:

„... die Volksscharen sah, auf einen Berg stieg ..., seinen Mund öffnete und sie lehrte: ...
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen ...” (Mt 5,1f.8).

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Erklärung

Die erwähnte Durchscheinbarkeit des Herzens stellt den einzigen eigentlichen Weg dar, um das Empfinden um die eigene, mit nichts befleckte Würde, und das Strahlen von seinem Herzen aus mit Christus – den immer Lebendigen, zu bewahren.

Diese Durchscheinbarkeit des reines Herzens und Seele sei es des Mädchens, der künftigen Frau, aber ähnlich des Jünglings, des künftigen erwachsenen Mannes, schafft es auch, dass der betreffende Knabe, dieses Mädchen – eine eigenartige Schönheit im physischen Sinn erlangen. Ohne Bedarf, die ‘Natur zu korrigieren’ mit Hilfe künstlicher Mittel einer Chemie oder physischer Werkzeuge, ohne die natürliche Schönheit mit Hilfe der in manchen Milieus sehr modischen Tätowierungen zu vernichten, Korrekturen der Gestalt seines Leibes mit Hilfe eingeführter artifizieller Kunststoffe und Bemalungen des Körpers ... bis zum beinahe totalem Verlust des Empfindens um die Grenze zwischen Schönheit und Hässlichkeit – im Sinn einer totalen Entstellung dessen, was es natürlich schön gewesen war: was Gottes Gabe war.

Über die Schönheit des Menschen, vor allem aber einer Frau, aber seinerseits auch eines jungen Mannes, entscheidet ... das Herz: der Charakter, von dem das Gute strahlt – das heißt gerade: Gott-die-Liebe-das-Leben, der im Herzen für die Dauer verweilt. Das physische Schöne hängt untrennbar mit Heiterkeit des Herzens und dem verborgenen Strahlen eines Friedens zusammen, mit dem Jesus-der-Erlöser beschenkt: „... nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe Ich euch”  (Joh 14,27).

Die Schönheit des Menschen beruht auf seiner Treue zu angenommenen Prinzipien, auf Unbeugsamkeit beim Verharren zum Wort Gottes, auf Treue zum einmal Gott und dem Menschen gegebenen Wort. Die Schönheit des Menschen heißt die verborgene, und doch tatsächliche, beinahe antastbare Strahlung mit Anwesenheit Gottes im Herzen, das für diese Gottes Anwesenheit durchsichtig bleibt.
– Diese Schönheit wird zugleich zum vielfältigem Schutz jenes Menschen. Denn ... an ihm kommt das Wort für den Alltag in Erfüllung: „Der Herr ist mit Dir”.

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RE-Lektüre: VII.Teil, Kapitel 3, ad ‘d’.
Stadniki, 16.IX.2015.
Tarnów, 8.VI.2018.


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D. PERSÖNLICHE KEUSCHHEIT IN PROBE

Auftauchende Frage

1. Norm – oder Auswuchs
Umstände des allmählichen Reifwerdens
Eintritt in die Phase des Reifwerdens

2. Herausforderungen die mit ersten Symptomen
des biologischen Reifwerden zusammenhängen

Reifung der Mädchen zur Fraulichkeit und künftiger Verantwortung
Das Mädchen angesichts ihrer biologischen Heranreifung
Symptome der geschlechtlichen Reifung beim Jungen
Die Bezeichnung: Onanie-Masturbation-Selbstbefriedigung

3. Reaktion des Gewissens
Gewissensstimme im Fall unternommener Manipulationen
Tabelle: Kind meiner Liebe, trage den Sieg davon!
Perspektive einer erneuerten Kontaktnahme zum Drei-Einigen
Noch einmal: Anregungen Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus

4. Schöpferische Beeinflussungen zur Gestaltung des Alters des Erwachsenenwerdens
Aufkeimende Schwierigkeiten im Bereich der Reinheit
Gottes und menschliches Heranwachsen zum Geheimnis des Lebens und der Liebe
Persönlich Hygiene und künftige Aufgaben
Gebet um einen guten Mann, eine gute Frau
Zurechnungsfähigkeit für provozierende Bekleidung


Bilder-Fotos

Abb.1. Selbstmörderisches Flugzeugsattentat mit Passagieren auf die höchsten Turmhäuser in USA - 11.IX.2001
Abb.2. Hochragende Felsen über die Tafel des Sees
Abb.3. Wolkenkratzer in Flammen nach dem Attentat des Flugzeuges, USA, September 2001
Abb.4. Feuerwehrmänner tragen ihren Kapelan vom Turmhaus nach dem Attentat heraus: 11.IX.2001, USA
Abb.5. Mutter bei ihrem Kleinen
Abb.6. Mit dem Igel in der Hand