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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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c. Früchte
des Homosexualitäts-Baumes

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Am Hintergrund der spektakulären Erfolge der Homosexuellen-Bewegung gehört es sich zumindest nebenbei die Auswirkungen zu erwähnen, die mit der Befolgung der homosexuellen Praktiken einhergehen – anstatt sich für die Chancen des Auswegs von diesem voller Traurigkeit Zustand aufzuschließen. Wir führen hier einige Daten an, die in der ‘Enzyklopädie des XXI. Jh. OKIEM’ gefunden werden können (poln.; s. Homoseksualizm, Pkt. Statystyka – Informacje [Homosexualität, Pkt. Statistik – Informationen]. S. außerdem [engl.]: Raport Paula Camerona [Rapport von Paul Cameron]).


ANMERKUNG. Rapport von Cameron:
Paul Cameron, Psychologe und Sexologe, engagierte sich in Querschnitt-Untersuchungen betreffs der Homosexualität. Zurzeit ist zu Diensten dieser Rapporte ein ganzes privates Institut tätig: Family Research Instytute [nicht gewinnbringende Organisation]. In den Rapporten werden außer den Umfrage-Techniken auch andere, nicht konventionelle angewandt. Die Untersuchungen betreffen hauptsächlich das Gebiet der USA, aber außerdem auch England, Dänemark, Australien usw.
– Es gibt solche, die die Korrektheit der Umfrage-Untersuchungen infrage stellen. Es wird vorgewurfen, sie betreffen eine schmale Repräsentativ-Gruppe von 8 Städten in den USA und einen schmalen Menschenbereich (unterhalb 1/4 der Gesellschaft); und noch, dass die Fragen nicht strikt genug sind, was die Korrektheit bei der Bewertung der Daten stört.
– Allerdings der Rapport Cameron basiert nicht nur auf Umfragen, sondern betrachtet sie allein als Hilfsmaterial. Genauere Daten kommen von Krankenhäusern und betreffen die Anfälligkeit auf Krankheiten und die Proportionalität der betreffenden Erscheinungsformen, so dass sie an Objektivität gewinnen. Bei den Untersuchungen wurden auch Tausende von Nekrologen berücksichtigt. Endlich wurden kritische Ergebnisse auch noch anderer Untersuchungen analysiert.
– Dieser Rapport zeigt offenbar die Daten vom Milieu der USA. Das muss sich mit der Situation in anderen Ländern nicht decken [s. das alles: Encyklopedia OKIEM, a.a.O., Homoseksualizm, Untertitel: Raport Camerona. – Deutsch: Enzyklopädie OKIEM, Homosexualität, Rapport Cameron].


In diesem Moment geht es uns nicht allein um die homosexuelle ‘Neigung’, die vorübergehend bei jedem Menschen erscheinen kann – als sich meldende ‘Versuchung’ im Bereich des VI. bzw. IX.Gebotes. Solange jemand die ihm auftauchenden unkeuschen Gedanken oder Assoziationen nicht wünscht, d.h. er akzeptiert sie mit seinem Bewusstsein und seinem freien Willen nicht, geschieht alles in der Sphäre der ‘Versuchung’ – und nichts mehr. Unsere Erwägung gilt hier aber zz. für die aktivierte Homosexualität, d.h. die faktische Betätigung des sexuellen Bereiches unter zwei Personen desselben Geschlechts: sei es der Gays, sei es der Lesben.

1) Der betriebene Sexus

Man kann vermuten, dass zwei Personen desselben Geschlechtes, die sich miteinander als ‘Partnerschaft-Ehe’ verbunden haben, bzw. die den Sex ohne einmal eine Partnerschaft miteinander zu bilden leben, halten es als Selbstverständlichkeit, dass sie sich ihr gegenseitiges sexuelles Band als Ersatzprobe des ehelichen Verkehrs zu erweisen suchen, gleichsam es zwischen Mann und Frau stattfinden würde. Das ist offenbar unmöglich: zwei Männer ‘passen zueinander’ im wörtlichsten Sinn weder physisch, noch physiologisch. Es fehlt hier die im Menschsein selbst von Mensch-dem-Mann und Mensch-der-Frau eingeprägte gegenseitige Ergänzung, u.a. im Bereich der Geschlechtsorgane, die an heterosexuelle Kontakte angepasst sind. Kein Wunder, dass Betätigungen, die entweder zwei Männer-Gays, oder zwei Frauen-Lesben unternehmen, Betreiben immer anderer Formen von perverser Sexualität sein werden, die als ‘sexuelle Entartung’ bezeichnet werden müssen. Wir führen hier nach der Enzyklopädie ‘OKIEM’ den Rapport von Cameron an. Er betrifft Amerika (USA) und London in England, doch es gibt keinen Zweifel, dass Ähnliches überall woanders geschieht, wo es Gays und Lesben gibt..

Tab.2. Art und Weise des aktivierten Sexus

Sex-Praktiken
Oral-Sex (mit dem Mund)99-100%
Anal-Sex (Anus, After)93-98%
Oral-Anal (Mund-Anus)92%
Urin-Sex (Harn)29%
Fecal-Sex (Ausscheidung)63% (London)
Fecal-Sex (Ausscheidung)34% (USA)
Fisting (Hand in die Scheide, den Anus)41-47%
Sadomasochismus (mit Schmerzzufügung)37%

2) Veränderlichkeit der Partner

In den USA, verrichtet ein Gay den Sexus binnen eines Jahres statistisch mit 20-106 anderen Gays – parallel zu diesem grundsätzlichen.

3) Anfälligkeit auf Ansteckung

Gays sind mehr als andere auf Krankheiten ausgesetzt, die auf geschlechtlichem Weg übertragen werden. Hier zeigen wir Tabellen mit statistischen Daten. Es werden gesondert Männer und Frauen berücksichtigt, die Homosexualität praktizieren:

Tab.3. Erkrankungen bei Gays

Erkrankungen bei Gays
Syphilis14x
Gonorrhoe (Tripper)3x
Genitalfurunkel3x
Leberentzündung8x
Pedikulose3x
Skabies (Krätzkrankheit)5x
AIDS – HIV

Tab.4. Erkrankungen bei Lesben

Erkrankungen bei Lesben
Syphilis19x
Genitalfurunkel2x
Skabies (Krätzkrankheit)4x

4) Sterblichkeit der Gays-Lesben

Sowohl Gays, wie Lesben leben durchschnittlich wesentlich kürzer als solche, die ledig leben, bzw. ein ehelich-familiäres Leben führen. Hier eine statistische Fassung, die viel zum Nachdenken geben muss:

Tab.5. Sterblichkeit der Gays und Lesben

Lebensalter der Gays-Lesben
Weniger als 2% der Gays erreichen das Alter
Das durchschnittliche Alter der Gays mit AIDS-Krankheit beträgt: 39 Jahre
Das durchschnittliche Alter der Gays OHNE AIDS-Krankheit beträgt: 42 Jahre
Das durchschnittliche Alter der Lesben beträgt: 45 Jahre
.
Gays sind 116x mehr auf Tötung ausgesetzt
Gays begehen 24x öfter Selbstmord
Gays sind 18x mehr auf Tod bei Auto-Unfall ausgesetzt
Jede 5. Lesbe wird ermordet, begeht Selbstmord oder stirbt im Unfall. Diese Wahrscheinlichkeit ist 487mal größer als im Fall einer durchschnittlichen weißen Frau im Alter 25-44 Jahre

5) Rauschgifte

Statistisch 90% der Homosexuellen nehmen Narkotika.

6) Homosexuelle ‘Monogamie’

Ein treues Miteinanderleben zweier Gays bzw. Lesben ist Mythos. Aufgrund durchgeführter Untersuchungen ist es ersichtlich, dass beide Partners zusätzlich einen anderen Liebsten pro Woche haben (d.h. im Lauf 10 Jahren = ca. 500; s. New York Times, Enzyklopädie Weißer Flecken). Beispielsweise: zwei schon ältere Partner schildern in einer bekannten polnischen Tageszeitung ihr monogames Band, wobei beide außerdem gemeinsame Liebsten haben [s. Gazeta Wyborcza, 11.VI.1993]. Die ‘Monogamie’ bedeutet im Fall der Homosexuellen allein gegenseitige Zulassung zum Verfügen über zusätzliche ‘Geliebten’.

7) Homosexualität und AIDS-HIV

Der Rapport der Welt-Organisation der Gesundheit (WHO) von 1998 berichtet, dass 22% Fälle des AIDS mit der Homosexualität zusammenhängt. Das bedeutet, dass die Bedrohung mit Erkrankung auf AIDS bei homosexuellen Personen 10x größer ist. Im Rapport wurde die Tatsache nicht berücksichtigt, dass in manchen Regionen der besonders zugenommenen AIDS-Krankheit die Homosexualität praktisch unbekannt ist.

In den USA beträgt die Bedrohung mit AIDS-Krankheit 62%, dagegen in West-Europa 50%. Der durchschnittliche Homosexuelle dieser Länder ist für 20-30x mehrere Fälle der Ansteckung mit der Krankheit verantwortlich, als eine heterosexuelle Person.
– Unter den übrigen Personen gibt es viele Ansteckungen von heterosexuellen Kontakten – mit bisexuellen Personen.

8) ‘Bekehrung’ zu AIDS

Ab einer gewissen Zeit verbreitet sich eine verkehrte Verhaltensweise eines Anti-Heroismus, die vor allem bei Gays vorzukommen pflegt. Sie beruht auf bewusster Annahme des Angestecktseins mit HIV. Diese Personen halten die gewollte Ansteckung mit der AIDS-Krankheit als besonderen Grund zum Stolz. Die AIDS-Krankheit wird für sie zum ‘Personal-Ausweis’ der Annahme zum ‘elitaren Klub’ und zum ‘Plus-Ausgang’, d.h. dass er infolge des positiven Ergebnisses bei der Laboruntersuchung zum Träger des AIDS geworden ist. Der Gay freut sich wegen dieser Tatsache und lässt am Video diesen ‘Verkehr’ aufspielen, bei dem er bewusst dahin strebte, angesteckt zu werden. Ab dieser Zeit gebührt ihm die Bezeichnung: ‘Der Bekehrte’. Nach manchen Berichten in den USA, ca. 25% neue Fälle der AIDS-Krankheit kommt eben von solchen ‘Bekehrten’ (angeführt nach: Tygodnik Forum, 1.II.2003 [Wochenblatt FORUM]; s. Encyklopedia OKIEM, Pkt. ‘Nawrócenie na AIDS’ [Bekehrung zu AIDS]).

9) Wissens-Niveau vieler Homosexueller

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Sicht des Sanktuars Gottes Barmherzigkeit in Kraków-Łagiewniki von der Vogelschau.Man sieht das Oval des Sanktuars selbst, rechts der große Turm, von dem man das Panorama Kraków anschauen kann. Etwas schräg unterhalb des Turmes sieht man unter dem rechten Winkel die Gebäude des bisherigen Klosters der Schwestern der Gottesmutter der Barmherzigkeit. In der Mitte selbst zwischen den beiden Flügeln des Rechtecks ist die bisherige Kapelle, wo sich das Grab der Hl. Schw. Faustyna Kowalska befindet. Im unteren Teil des Fotos von links ist das Gebäude des Seelsorgs-Hauses. Rechts davon, dunkel, ist das FAUSTINUM: das Zentrum der Bruderschaft Faustinum für Laien.
– JOHANNES PAUL II. hat von diesem Ort u.a. gesagt: LAGIEWNIKI ist die HAUPTSTADT des Kultus Gottes Barmherzigkeit. Denn von hier aus ist die Botschaft Gottes Barmherzigkeit ausgegangen, die Jesus selbst unserer Generation übermitteln wollte durch die Vermittlung der heiligen Faustyna.

Das Niveau des Wissens lässt bei vielen Homosexuellen nicht selten viel zu wünschen übrig. Hier die Aussage des Angestellten einer wohltätigen Organisation in Kalifornien für Kinder von armen Volksschichten: „Die Homosexuellen können nicht lesen, können nicht schreiben, noch grundsätzliche mathematische Tätigkeiten verrichten. Sie sind zum Leben in der modernen Welt nicht vorbereitet. Sie kennen dagegen vortrefflich alle technischen Einzelheiten der homosexuellen und lesbischen Kontakte. Sie sind aller moralischen Werte beraubt” (aufgrund: ‘Nasz Dziennik’ [Unsere Tageszeitung]; s. Encyklopedia OKIEM, Pkt. ‘Nawrócenie na Aids’ [Bekehrungen zu AIDS]).


10) Homosexualität und Pädophilie

Bekannt ist die Tatsache, dass ca. 2% homosexueller Personen für 33-50% Erpressungen, die an Kindern begangen werden, verantwortlich sind. Besonders demoralisierend verhalten sich Kindern gegenüber homosexuelle Lehrer in Schulen: sie molestieren Kinder 12x öfter als heterosexuelle Leute. Die Vereinigung der Homosexuellen unter dem Namen ‘NAMBLA’ bestehen darauf, dass das Alter der Zulässigkeit von Sex auf 4 Jahre herabgesetzt werde. Der Gouverneur von Kalifornien hat in die Schulen zwei Fächer eingeführt: ‘Zwischenmenschliche Beziehungen’ und: ‘Verschiedenheit’. Auf diesen Stunden lernen die Kinder, dass die Bisexualität, der Transvestizismus und die Pädophilie zur Normalität gehören. Unter Hilfsstoffen zu Vorlesungen ist der Film: ‘Das ist Familie’ – über Männerpaare, die ein Kind erziehen (aufgrund: ‘Nasz Dziennik’, 19.XII.2000; s. Encyklopedia OKIEM, p. ‘Homoseksualizm a pedofilia’. Und: Encyklopedia Białych Plam).

Zusammenfassung

So sieht die nur kleine List von Tatsachen aus, die enge mit der Bewegung zusammengebunden sind: „Nicht der Gay ist verkehrt, sondern die Situation, in der er lebt”. Es könnte die Empfindung wecken, viele Personen, die sich zur Homosexualität hineinziehen ließen, nicht mehr fähig sind, korrekt denken zu können. Die Sicht der Welt beschränkt sich auf die eine Wirklichkeit: des Sexus – in seinen immer mehr perversen Abänderungen. Die einzigen Reaktionen, zu denen sie fähig sind, bestehen auf aufdringlichem Aufzwingen der Gesellschaft aller Stufen ihres Lebensstiles und aggressive Verhaltensweisen, wenn jemand zum Denken nach Kategorien der vielfältigen, unentwegten Verantwortung zu führen sucht. Es drängt sich ein schmerzhafter, und doch wahrer Schluss auf: ‘Das Untersinken in der Gay-Lesben-Mentalität hat ihnen den Verstand genommen ...’.

Wir geben völlig dem Hl. Paulus, dem Völkerapostel, Recht zu, wenn er von gerade solchen Leuten schreibt, denen er in vielen Zentren der damaligen hellenistischen und Römischen Welt für den Alltag begegnete:

„Obwohl sie nämlich Gott erkannten, haben sie Ihn doch nicht als Gott verehrt noch ihm gedankt. Vielmehr wurden sie töricht in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert [nach der hebr. Mentalität: die Fähigkeit denken zu können].
Während sie sich für Weise ausgaben, wurden sie zu Toren ...
Darum gab sie Gott durch die Gelüste ihres Herzens [= Sitz des Denkens: Kopf-Gehirn] der Unlauterkeit preis, so dass sie ihre Leiber entehrten.
Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge und verehrten und beteten das Geschöpf an anstatt den Schöpfer ...
Deshalb gab Gott sie schändlichen Leidenschaften preis. Ihre Weiber verkehrten den natürlichen Verkehr in den widernatürlichen. Ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer wilden Gier zueinander. Männer trieben Schamloses mit Männern und empfingen so an sich die verdiente Strafe für ihre Verirrung.
Weil sie es verschmähten, Gott anzuerkennen, gab Gott sie ihrer verwerflichen Gesinnung preis, so dass sie taten, was sich nicht geziemt ...
Voll jeglicher Ungerechtigkeit, .... Gotteshasser; Spötter, Verächter, Prahler, erfinderisch im Bösen ...
Sie kennen zwar die Satzung Gottes, wonach des Todes schuldig ist, wer solches begeht; dennoch tun sie es nicht nur, sondern spenden noch Beifall denen, die es tun” (Röm 1,21f.24-28.29-32).

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C.   IDENTITÄT DER EHE UND FAMILIE
UND ‘FREIE PARTNERSCHAFTEN’

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Im hiesigen Kapitel streben wir ein eigentliches Ziel an: wir möchten die Wirklichkeit der Ehe als Sakramentes erwägen, das vom Erlöser des Menschen – Jesus Christus, gegründet wurde. Wir sind uns um das Kultur-Klima bewusst, in dem es uns zu leben gegeben ist. Die Ehe an sich – und folgerichtig: die Familie, wurde ab ein paar letzten Jahrzehnten zum Gegenstand vielfältiger ideologischer Angriffe.

Immer andere meinungsgestaltende Gruppen drängen der Gesellschaft einen ethischen Relativismus auf, indem sie die grundlegendsten Werte schon nicht nur der Christenheit, sondern schlechterdings der Menschlichkeit, die von der „recta ratio – dem rechten Verstand”  herkommen, zurückweisen (s. Johannes Paul II, FR 4. Und noch: Päpstlicher Rat für die Familie, Ehe, Familie und ‘Faktische Lebensgemeinschaften’ [2000] 13, Fußnote 14).

Das spielt sich zweifellos ungünstig auf dem grundlegenden Gewebe der Gesellschaft aus, das sowohl von der Ehe, wie auch von der von ihr herkommenden Familie gebildet wurde und weiter gebildet werden wird. Besonders bedrohlich zeigen sich die genannten ideologischen Strömungen dann, wenn sich unter ihrem Nachdruck die gesetzgeberischen nationalen und internationalen Gremien zurückziehen. Es kommt dann leicht zur Situation, dass der Staat die Ehe und Familie nicht nur zu fördern aufhört, sondern noch geradeaus die Hand zur ihrer steigernden Selbstzerstörung anlegt.

Wir bemerken, dass es schwer ist die Problematik der Ehe von der von ihr herkommenden Familie zu trennen. Im jetzigen Abschnitt möchten wir die Problematik betrachten, die sich infolge der Unterwühlung der Ehe und Familie mittels einer anderen, nächsten Gruppe bildet, die anders als die homosexuelle Lobby, allerdings gleich wirksam den Begriff und die Wirklichkeit sowohl der Ehe, wie der Familie an ihren Wurzeln selbst unterschneidet.

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1. ‘Partnerschaften’ und ‘freie Liebe’ anstelle der Ehe

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a. Leben zu zweit
– ohne das Ehegelöbnis

Im vorangegangenen Abschnitt, der den grundsätzlichen Aspekten der Homosexualität gewidmet war, konnten wir uns überzeugen, wie stark der Nachdruck zu sein pflegt, womit die Ehe und demzufolge die Familie entkräftet, oder genauer: schlechterdings zunichte gemacht werden möchte. Wir können uns überzeugen, wie schwer es ist, irgendwelche sachmäßige Diskussion darüber mit Leuten zu unternehmen, die jedes logische Denken zurückweisen. Die sich aufgrund der bewussten Wahl von vornherein von allem Gedanken an Gott und den Sohn Gottes abzeichnen, trotzdem sie sich vor Ihm einmal, wie jeder andere Mensch, abrechnen werden müssen – ganz unabhängig von Annahme oder Nicht-Annahme des Glaubens an Gott:

„Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden,
damit ein jeder (seine Vergeltung) empfange für das,
was er im Leibe vollbrachte, sei es Gutes oder Böses ...” (2 Kor 5,10).

Es ist schwer mit jemandem zu sprechen, der von keinen Grundsätzen der Ethik und Verantwortung vor Gott und der Gesellschaft hören will. Für den die Wirklichkeit der menschlichen ‘Natur’, noch der Würde der menschlichen Person nicht besteht. Das alles setzte das Umlegen ins Leben des Denkvorganges voraus. Indessen das ‘Denken’ derjenigen, die sich aus bewusster Wahl mit Forderungen, die die erörterte Bewegung vorschiebt, umfangen lassen, will vorsätzlich auf die Sicht vor allem des eigenen ‘ICH’ eingeengt bleiben, insbesondere aber auf Befriedigung der sexuellen Gelüste. Um diese eine Hinsicht der Wirklichkeit versteht die Gays-Lesben-Bewegung, und ferner: der freien heterosexuellen Partnerschaften – im wörtlichen Sinn auf Leben und Tod zu kämpfen!

Jede einzelne, in homosexuelle Praktiken einbezogene Person, erfährt zweifellos tiefschneidend eine innere Leere solchen Lebensstiles. Dieser Lebensstil weht Verzweiflung und schiebt sehr wahrscheinlich schlimmste Gedanken vor. Viel sprechend sind Statistiken betreffs des Selbsttodes homosexueller Personen, und parallel dazu Statistiken der nicht selten von ihnen begangenen Tötungen. Andere Statistiken bringen bei homosexuellen Personen einen nicht verheimlichten Partnerwechsel zutage.
– Das zeugt von tief aufgestiegener Sinnlosigkeit des Lebens, wo jedenfalls die ‘Treue’ zueinander nur eine große falsche Annahme darstellt. Zu gleicher Zeit muss festgestellt werden, solche Personen wollen es des Öfteren keineswegs zulassen, dass ein Gedanke an tatsächliches Herausreißen von der sie umzingelnden Schlinge des Übels in Bedacht genommen werden dürfte, zumal sie als organisierte Gays-Lesben-Bewegung vorkommen, die in diesem Teufelskreis vorsätzlich verharren ... will.

Indessen für jeden Menschen ausnahmslos bleibt der Sprudel der Erlösung sperrangelweit offen. Diese wurde um einen unvorstellbaren Preis vollbracht: den Preis von Blut und Wasser aus der durchbohrten Seite des Sohnes Gottes am Kreuz. Es gibt keinen so tief gefallenen Menschen: Mann und Frau, für den eine nicht trügerische, leicht erreichbare Chance zum Losreißen aus dem verwunschenen Zirkel des Übels nicht bestünde, in das er sich hineinziehen ließ und von dem vermeintlich kein Ausgang vorzuleuchten scheint.
– Selbstverständlich unter einer Vorbedingung: man muss mit dem Akt seines freien Willenszumindest ein wenig die Herzenstür für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes öffnen” (TgF 1507), dass der Strahl Dessen hineingelangen kann, der „Licht der Welt” ist (Joh 8,12) und als der „Weg und die Wahrheit und das Leben” (Joh 14,6) mit Zuversicht erfüllt.

Es zeigt sich aber, dass die Angriffe auf die Ehe und Familie keineswegs mit der Gays-Lesben-Bewegung zu Ende gehen. Es erscheint eine nächste Gruppe, oder eher viele andere Gruppen von Personen, deren Bemühungen ein sehr ähnliches Endergebnis abzielen, wie es im Fall der von Lobby der Homosexualität aufgedrängten destruktiven Forderungen ist.

Mit dem einen Unterschied, dass diese Gruppen es nicht auf so frontale Art und Weise tun. Sie greifen auch nicht auf die mit großem Lärm veranstalteten Durchmärsche im Typus ‘Paraden der Gleichheit’. Unter den erwähnten Gruppen sieht man auch keine Bemühungen, um offizielle Vereine-Verbande zu gründen – im Gegensatz zur Bewegung der Homosexualität. Diese Gruppen beschränken sich auf das Erreichen eines strikt pragmatischen Ziels: dass sie sich die heterosexuelle Vergnügung sichern und ein bequemes Leben erlangen – ohne irgendwelche Verpflichtungen zu unternehmen: sowohl gegen Gott, wie zu sich gegenseitig, und umso mehr zur Gesellschaft.
– Nach einem streben sie dagegen mit aller Entschlossenheit: sie fordern nämlich deutlich, dass ihr Status als private freie Partnerschaft anerkannt werde, die nach entsprechenden rechtlichen staatlichen Regulierungen wartet.

Gerade aus diesem Grund ist der Einfluss dieser weniger oder mehr stabilen ‘Partnerschaften’, und daneben anderer, nur zeitweiliger, für kurz bestehender Partnerschaften, die ‘freie Liebe’ üben, nicht minder destruktiv als es bei der organisierten Bewegung der Gays und Lesben der Fall ist. Es geht nämlich um den immer allgemeiner in vielen Ländern angenommen Lebensstil, bzw. eine sich fixierende eigenartige ‘Mode’, dass man sich mit keiner offiziellen Ehe bindet: weder der kirchlichen Trauung, noch der zivilen. Zwei Leute – ein Mann und eine Frau – verabreden sich schlechterdings, dass sie zu zweit ein ‘freies Partnerschafts-Band bilden’ werden. Sie haben einander begegnet, gefallen einander und entscheiden sich nach einer sexuellen Gemeinschaft zu leben. Sie verteidigen mit großer Entschlossenheit ihre Freiheit bei der Unternehmung solcher Entscheidung nach eigenem Gefallen und der strikt privaten Zone ihrer Liebe. Sie sagen entschlossen, diesen Bereich der gegenseitigen Beziehungen erlauben sie sich niemandem zu kontrollieren.

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Es ist der Eingang der bisherigen Kirche-Kapelle, wo die Überreste der Hl. Faustyna Kowalska ruhent. Das Bild JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH ist im Nebenaltar im linken Schiff der Kapelle-Kirche. Hier ist auch ein großer Teil von Reliquien der Heiligen ausgesetzt (in einem Glasbehälter), bei dem die Pilger niederknien und sie küssen. Rechts von der hier gezeigten Kirche-Kapelle, auf der Höhe der ersten Etage, ist das Zimmer, die Zelle, wo die Heilige gestorben ist. Außen dieses Zimmers ist eine Tafel angebracht, die daran erinnert.

Damit unterscheiden sie sich grundsätzlich von der gerade erst erörterten Bewegung derjenigen, die die Homosexualität leben. Mit anderen Worten, es gibt hier die sich direkt der Natur selbst und der Würde des Menschen widersetzenden Betätigungen nicht, was das charakteristische Merkmal bei Personen ist, die im Grunde genommen den Sexus meistens mit Personen desselben Geschlechtes praktizieren. Im Fall der jetzt besprochenen ‘freien Partnerschaften’ geht es deutlich um das Band eines Mannes mit einer Frau – gleichsam einer typischen Ehe, d.h. um ein hetero-sexuelles Band. Die beiden suchen nach Vergnügen – deutlich auch sexueller Natur. Beide stellen sich auf eine bequeme Veranlagerung im Leben ein, indem sie in solchem Ordnungsprinzip einen beiderseitigen Nutzen zu ziehen vorhaben. Dabei haben sie aber deutlich vor, das sie sich mit keiner irgendwelchen Verpflichtung binden werden: weder sich gegenseitig gegenüber, noch umso mehr einer eventuellen Nachkommenschaft, und selbstverständlich angesichts der Gesellschaft.

Zusammen mit der Gruppe derjenigen, die sich miteinander für eine näher nicht bestimmte Zeit in eine deutlich heterosexuelle ‘Partnerschaft’ binden, müssen wir an dieser Stelle noch an die ganz ‘lose’ gelebte ‘freie Liebe’ anknüpfen. Denn auch in solchem Fall geht es um eine hetero-sexuelle Partnerschaft, d.h. ein Band von zweien: eines Mannes mit einer Frau, sollte es auch nur in Form eines einmaligen ‘Liebe-Abenteuers’ stattgefunden haben.
– Wir erwähnen solche Partnerschaften, allerdings wir haben keineswegs vor, ihnen an dieser Stelle eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Wir glauben, diese Frage wurde schon ausreichend an so mancher anderen Stelle der früheren Teile der hiesigen WEB-Site erörtert – gelegentlich des besprochenen VI.Gottes Gebotes: „Du sollst nicht die Ehe brechen”. Es ist wahr, dass besonders in manchen Milieus die weniger oder mehr ostentativ praktizierte ‘freie Liebe’ mit Nachsicht, oder selbst Annahme betrachtet wird, die zusätzlich auf Unterstützung von Massenmedien trifft. Das führt offenbar zur systematischen Schwächung des individuellen und gesellschaftlichen Moral-Sinnes, der „immer weniger imstande ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden” (EV 58).

Trotzdem beschränken wir uns in den gerade unternommenen Erwägungen auf Betrachtung der Problematik, die von der ausgesonderten Gruppe der einigermaßen mehr stabilen ‘Bände von zweien’ herkommt. Diese Personengruppe bildet nämlich eine besondere Herausforderung angesichts der Ehe und Familie, indem sie als ihre alternative Form angesehen werden möchte. Wir kehren dagegen auf die Frage einmaliger Tatsachen einer praktizierten ‘freien Liebe’ nicht zurück.

Die nationale und kirchliche Gesellschaft, und in weiterer Folge die Gemeinschaft der ganzen Welt, bleibt hier also angesichts der weiteren, bedrohlichen Erscheinung stehen, dessen Umfang und Auswirkungen wir uns vielleicht zurzeit noch nicht voll vorzustellen imstande sind. Diese Situation ist weitere Stufe der ins Leben umgesetzen Zurückweisung Gottes vom Bereich des persönlichen, nationalen und Welt-Lebens. Es bleiben Ersatzbetätigungen, die sich nach einem pragmatisch begriffenen ethischen Hedonismus richten, in dem sich aber, infolge der vorher stattgefundenen Beseitigung Gottes, eine immer weiter fortschreitende Beseitigung letztlich der menschlichen Person abspielt (s.: GS 36; DeV 38).

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b. Dokumente des Heiligen Stuhls bezüglich der
‘ freien Partnerschaften’

Wir sind in der glücklichen Lage, dass der Apostolische Stuhl ähnlich wie in Frage der Homosexualität, auch mit Bezug auf die gerade erörterte Frage hetero-sexueller ‘freier Partnerschaften’ mehrmals eine deutliche Stellungnahme erwiesen hat. Unabhängig davon, ob jemand es bekennt oder nicht, dass die Kirche vom Gottes Menschgewordenen Sohn gegründet worden ist, ist es schwer sich nicht angesichts der Rechtschaffenheit irgendwelches offiziellen Dokumentes des Apostolischen Stuhles zu beugen, und sei es vom Gesichtspunkt aus allein der reinen Vernunft. Der Apostolische Stuhl erlässt keine Erklärung, noch irgendein Lehramtliches Dokument, solange er alle möglichen Argumente ‘Pro und Contra’ äußerst sorgfältig nicht analysiert, wobei er alles offenbar letztlich im Licht des vollbrachten Erlösungswerkes beurteilt, d.h. der Wahrheit der Gottes Offenbarung.

Im Anschluss an die Problematik der freien Partnerschaften gehört es sich vor allem die folgenden Äußerungen des Apostolischen Stuhles zu nennen. Sie sind zum großen Teil – wenn auch nicht ausschließlich – dieselben, wie die vorher schon aufgezählten (s. ob.:  Dokumente des Apostolischen Stuhls mit Bezug auf die Homosexualität). Um der Bequemlichkeit willen wiederholen wir sie hier noch einmal – neben ein paar anderen, die mit der gerade erörterten Problematik zusammenhängen:

1. Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre zu einigen Fragen der Sexualethik – Persona humana [29.XII.1975]:

(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Declaration on certain questions concerning Sexual Ethics Persona Humana
(Vatikan-Seite, franz. Vers.): Déclaration Persona Humana sur certaines Questions d’Éthique Sexuelle
(poln. Vers.): Deklaracja o niektórych zagadnieniach etyki seksualnej: Persona humana

2. Johannes Paul II., Familiaris Consortio über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt von heute [22.XI.1981]:

(deutsche Internet-Vers. Österreich): www.StJosef.at Hier weiter öffnen: → Kirchliche Dokumente → Johannes Paul II → Apostolische Schreiben → Familiaris Consortio
(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Apostolic Exhortation Familiaris Consortio of Pope John Paul II on the Role of the Christian Family in the Modern World
(Vatikan-Seite: poln. Vers.): Adhortacja Apostolska Ojca Swietego Jana Pawla II O Zadaniach Rodziny Chrzescijanskiej w swiecie wspolczesnym Familiaris Consortio

3. Kongregation für das Katholische Bildungswesen, Orientierung zur Erziehung in der Menschlichen Liebe [1.XI.1983]:

(Vatikan-Seite: deutsche Vers.): Orientierung zur Erziehung in der Menschlichen Liebe. Hinweise zur geschlechtlichen Erziehung
(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Educational Guidance in Human Love. Outlines for sex education
(poln.Vers.): Wytyczne wychowawcze w odniesieniu do ludzkiej milosci

4. Johannes Paul II., Brief Papst Johannes Pauls II. an die Familien Gratissimam sane [2.II.1994]:
(Vatikan-Seite: deutsche Vers.): Brief Papst Johannes Pauls II. an die Familien
(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Letter to Families from Pope John Paul II
(poln. Vers.): List do Rodzin Gratissimam sane Ojca Swietego Jana Pawla II z okazji Roku Rodziny 1994

5. Päpstlicher Rat für die Familie, Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung. Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie: Sexualitas Humana [8.XII.1995]:

(Vatikan-Seite: deutsche Vers.): Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung.Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie Sexualitas Humana
(Vatikan-Seite: engl. Vers.): The Truth and Meaning of Human Sexuality. Guidelines for Education within the Family Sexualitas Humana
(poln.Vers.): Ludzka Plciowosc: Prawda i Znaczenie. Wskazania dla wychowania w Rodzinie Sexualitas Humana

6. Päpstlicher Rat für die Familie, Erklärung des Päpstlichen Rates für die Familie bezüglich der Resolution des Europäischen Parlaments am 16. März 2000, welche alle Arten von Lebenspartnerschaften, einschließlich homosexueller, der Familie gleichstellt [17.III.2000]:

(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Declaration of the Pontifical Council for the Family regarding the Resolution of the European Parliament dated March 16, 2000, making de facto unions, including same sex unions, equal to the family
(Vatikan-Seite, franz. Vers.): Déclaration du Conseil Pontifical pour la famille a propos de la Résolution du Parlement Européen du 16 mars 2000, mettant les ‘couples de fait’, liaisons homosexuelles inclues, sur pied d'égalité avec la famille

7. Päpstlicher Rat für die Familie, Ehe, Familie und ‘Faktische Lebensgemeinschaften’ [21.XI.2000]:

(Vatikan-Seite: deutsche Vers.): Ehe, Familie und ‘Faktische Lebensgemeinschaften’
(Vatikan-Seite: engl. Vers.): Family, Marriage and ‘de facto’ Unions
(Vatikan-Seite, franz. Vers.): Famille, Mariage et ‘Unions de fait’

Wir nennen hier viele andere Dokumente nicht – sei es Papst Paul VI., sei es von Johannes Paul II., sei es endlich der Kongregation der Glaubenslehre usw., wo ebenfalls an die jetzt erörterte Fragen angeknüpft wird. Man kann sie in der allgemeinen Bibliographie finden, die sich im ersten Teil der hiesigen WEB-Site findet, auf der unsere Erwägungen stützen (s. bei dem Kopf jeder Seite der hiesigen WEB-Site den Verweis: Literatur).

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c. Das Zustandekommen
hetero-sexueller Partnerschaften

Über das bevorstehende Thema der ‘freien Partnerschaften’ hat der Päpstliche Rat für die Familie November 2000 ein ausführliches Dokument erlassen (s. gerade oben, unter Nr. ‘7’; hier Abkzg.: FP = freie Partnerschaften). Es steht unter dem Titel: „Ehe, Familie und ‘Faktische Lebensgemeinschaften’ ...”. Mit aufrichtigem Dank benutzen wir in den nächstfolgenden Erwägungen diese zuständige, gewissenhaft bearbeitete Aussage des Heiligen Stuhles.
– In der Einführung des Dokuments werden vom selben Päpstlichen Rat für die Familie, mit Anteilnahme von weltberühmten Autoritäten früher veranstaltete Studien-Tage (im 1999 und in ersten Monaten 2000) erwähnt. Sie waren der gerade besprochenen, empfindlichen und schmerzhaften Problematik gewidmet. Deswegen wird das Dokument mit umso größerer Zuständigkeit gekennzeichnet.

Mit der Erscheinungsform weniger oder mehr öffentlicher Partnerschaften von Zweien, gleichsam einer Ehe, begegnete man zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte. In Ländern der christlichen Kultur wurden solche Paare in allen Jahrhunderten gewöhnlich öffentlich brandmarkt und konnten nur mit großen Schwierigkeiten öffentlich also solche vorkommen. Daher ereigneten sich solche Erscheinungen eher selten. Ähnliches gilt von Ehescheidungen und zeitweiligen Trennungen, die in diesen Milieus eher nur selten vorkamen. Erst in den letzten Jahrzehnten schon unserer Zeiten begann die Meinung des aktuellen Milieus angesichts der faktisch gelebten Partnerschaften Zweier mit immer größerer Gleichgültigkeit zu reagieren. So ist es vor allem dort, wo das betreffende Partnerschaftspaar in einer großen Menschenagglomeration sesshaft werden konnte, wo die nächsten Nachbaren praktisch einander nicht kennen.

Es besteht kein Zweifel, dass die Verallgemeinerung der ‘freien Partnerschaften’ unmittelbar mit der sittlichen Dekadenz und Devaluation des menschlichen Lebens zusammenhängt – infolge unvorstellbarer Grausamkeiten und Kriege, deren Schauplatz das vergangene Jahrhundert geworden ist. Das sexuelle Leben ist entschieden vom bisherigen Dunkel eines ‘Tabu-Themas’ ins Offene gekommen und begann mit proklamierter diesbezüglicher Freiheit immer weitere Kreise zu ziehen. Zusammen damit begann die Verhütung der Schwangerschaft und ihr Abbruch zur immer allgemeineren Üblichkeit zu werden. Das eine wie das andere wurde in immer allgemeinerem Ausmaß den Jugendlichen zugänglich gemacht, zuletzt beinahe fast noch Kindern.

Die allgemeine Sittenlosigkeit fiel auf empfänglichen Boden ideologischer Strömungen des theoretischen oder praktischen Atheismus, wenn nicht geradeaus eines Anti-Theismus. Im besten Fall derjenigen, die nicht den Mut hätten, gegen die Existenz Gottes direkt vorzukommen, richtete man sein Leben nach der Richtschnur eines praktischen Deismus. Das bedeutet, dass man zwar den ‘Glauben’ an das Dasein selbst Gottes annahm. Allerdings man hieß diesem Gott in ganz weiter Entfernung da zu sein – irgendwo im Jenseits. Zugleich wurde nämlich diesem Gott entschieden irgendwelches ‘Anrecht’ abgesagt, sich in ihr privates Leben einzumischen, und sei es über die ‘Gebote Gottes’.

Zu einer der Früchte des sich stabilisierenden ethischen Relativismus und der Zurückweisung aller Autoritäten – sei es Gottes, der Kirche, und selbst der Zivilautorität, wurde die beunruhigend zunehmende Erscheinungsform der Nicht-Schließung der kirchlichen Trauung, noch auch eines offiziellen Ehevertrags. Jemand ‘Er’ begann schlechterdings ab einer gewissen Zeit mit einer ‘Sie’ mit-einander-zu-leben infolge ihrer privaten Verabredung, dass sie sich zusammen für eine näher nicht bestimmte Zeit als ‘freies Partnerschafts-Band’ einrichten.

Typische Antwort auf die Anfrage vonseiten der nächsten Umgebung: Ob sie Ehe sind, oder was anderes bilden, ist die von ihnen vorgeschobene Behauptung, sie wären Erwachsene und hätten das ‘Anrecht’ über sich selbst zu entscheiden. Grundlage ihres Bandes ist die unter ihnen bestehende ‘Liebe’. Da aber die ‘Liebe’ private Angelegenheit darstellt, lassen sie nicht zu, dass ihnen irgendjemand diktieren dürfte, was sie diesbezüglich machen können oder sollen.

Noch mehr, das Einander-Binden von Partnerschaften solcher Art begann allmählich zur eigentlichen ‘Mode’ zu werden, zumal in Ländern des hohen Lebensstandards. In vielen Ländern fällt erschreckend die Anzahl geschlossener Ehetrauungen. Viele junge Leute hören auf, auf die Sinnhaftigkeit der ehelichen Treue zu glauben, und weisen entschieden die Unlösbarkeit der ehelichen Trauung zurück.

Junge Leute gehen des Öfteren weit von der religiösen Erziehung weg, die sie vom Elternhaus genommen haben und hören auf, auf Gott und die Gebote Gottes Rücksicht zu nehmen. Als führende Norm ihres Lebens nehmen sie die eigene, subiektive Sicht der Wirklichkeit, indem sie sich selbst usurpatorisch die Macht zuschreiben, über das, was ‘Liebe’ ist bzw. sein sollte, entscheiden zu können. Sie zögern nicht alle Autoritäten abzulehnen: sowohl in Religion, wie im Zivilleben.

Dabei streben sie das eine an: eine gut bezahlte Arbeit zu gewinnen, um wofür leben zu haben, und möglichst viel Annehmlichkeit in Partnerschaft mit einer ähnlich denkenden Person des anderen Geschlechts genießen zu können. Es geht also um dasselbe Lebensprinzip, wie es in Zeiten der sich zersetzenden Kultur des Alten Roms galt: „Panem et circenses: Brot und Vergnügung genießen”, also: gut essen – und gut Sex-Annehmlichkeiten genießen imstande zu sein.

Es gibt Länder, in denen die heranwachsenden jungen Leute für sich das Sonderrecht erkämpft haben, dass falls es ihnen gelungen ist, für sich eine Wohnung-Pension gefunden zu haben, ihre Eltern verpflichtet sind, die Miete für diese Wohnung bezahlen zu müssen, sollte es auch gegen ihren deutlichen Willen als Eltern geschehen. So kommt es zum rechtlichen Schutz des jungen Menschen vonseiten des Staates, der seine Selbständigkeit und seine freie partnerische Verbindung ehrt.

Ähnlich wie es mit der organisierten Bewegung der Homosexualität der Fall ist, ist auch die Erscheinungsform des Zusammenlebens freier Hetero-sexueller Partnerschaften eine ernste Frage vom religiösen und gesellschaftlichen Gesichtspunkt aus, indem die daran beteiligten – sei es die Gays-Lesben, oder jetzt Personen die in freien heterosexuellen Beziehungen zusammenleben, so lange einen bedrängenden Nachdruck auf die gesetzgebenden Autoritäten ausüben, bis sie endlich die für sich günstigen Rechtseinträge erlangen.

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Das weitere Kind: die Jacinta - in der Familie dieses Ärzte-Ehepaars, in ihrer Entwicklungsphase. Die Mutter erwartet zz. ihr nächstes Kindlein. Hier ist das Bild der Jacinta beim Weihnachtsbaum.
– „Durch Christus wird JEDE Erziehung, innerhalb der Familie wie außerhalb, HINEINGEFÜHRT in das Erlösungs-Ausmaß der Göttlichen Pädagogik, die auf alle Menschen und alle Familien ausgerichtet ist und die ihre Fülle im Pascha-Geheimnis des Todes und der Auferstehung Christi erreicht” (BF 16).

Der erste Schritt solchen Kampfes ist jedes Mal allein die rechtliche Annahme solcher Partnerschaften: die offizielle Anerkennung vonseiten der Gesetzgebung des Staates, dass das Band zweier Partner verschiedenen Geschlechts eine legale Art und Weise der Gemeinschaft von Leben und Liebe darstellt.

Es ist bekannt, diese Gruppen lassen sich damit nicht zufriedenstellen. Ähnlich wie es bei der Bewegung der Gays-Lesben in internationaler Skala war und weiter ist, tun es jetzt, der Reihe nach, die Personen, die sich in heterosexuelle Partnerschaften geschlossen haben. Sie streben beharrlich danach, für sich den Rechtsstatus einer gesetzlichen Gleichheits-Anerkennung wie bei der traditionellen Ehe zu erreichen. Mit ihren Auftretungen legen sie ungemeinen Nachdruck darauf, ihnen gehöre sich ‘das Recht’, auf gleicher Ebene betrachtet zu werden, wie es den Ehen gebührt, die entweder in der Kirche, oder im zivilen Standesamt eingegangen werden.

Was hier gesagt wird, bedeutet keinesfalls, dass wir einerseits den Status der Personen, die die Homosexualität praktizieren, und anderseits der ‘freien heterosexuellen Partnerschaften’ – auf denselben Nenner herabführen. Dennoch vom Gesichtspunkt aus der allmählich erkämpften Rechte und Privilegien ist die Lage der einen und anderen Gruppe sehr ähnlich. Die Überschreitung der Schwelle des Lebens als Privatangelegenheit und das Streben nach rechtlicher Anerkennung des Verbundenseins – u.a. zweier heterosexueller Partner als rechtmäßigen Ehepaars, worauf seine Gleichstellung mit der traditionellen Ehe folgt, wird zum ungemein destruktiven Faktor für die Gesellschaft, die Nation und die ganze Menschenfamilie. Diese Tatsache ist in das Herz selbst der eigentlich begriffenen Ehe und der aus ihr entstehenden Familie abgezielt, wie auch auf die weitere Existenz der Gesellschaft und überhaupt der Menschenfamilie in Weltskala. Es ist schwer das Wesen selbst des Gemeinsamen Wohls noch schärfer niederzureißen.

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d. Wesentliche Kennzeichen
der freien Partnerschaften

Nach dem erwähnten Dokument des Päpstlichen Rates für die Familie gehört es sich die Frage klar zu stellen: Wie sind die wesentlichen Kennzeichen der erörterten freien Partnerschaften (s. FP 2-4)? Damit hängen wohl die Beweggründe zusammen, denenzufolge manche Männer sich mit einer Frau allein aufgrund einer ‘freien Partnerschaft’ zu binden suchen.

Das aussondernde Merkmal dieser Partnerschaften ist die Tatsache, dass diese zwei Leute ihr gemeinsames Leben – eingeschlossen mit dem Geschlechtsverkehr beginnen – bei gleichzeitiger Ablehnung der für die Ehe wesentlichen Bindung.
– In anderen Fällen schieben sie zumindest die Eheschließung deutlich auf eine näher nicht bestimmte Zukunft ab.

So bleiben wir im Angesicht einer Erscheinungsform stehen, die ihre ungemein bedrohlichen Ausklänge sowohl im religiösen, wie im gesellschaftlichen Ausmaß nach sich zieht. Es zeichnen sich einige charakteristische Kennzeichen dieser heterosexuellen Partnerschaften ab:
– Diese Zweien gehen untereinander eine relativ stabile Gemeinschaft des Lebens ein. Zweifelsohne besteht unter ihnen auch ein Band der gegenseitigen Zuneigung und ‘Liebe’. Als Selbstverständlichkeit [in ihrer eigenen Wertung] setzen sie voraus, dass sie füreinander offenbar auch in sexueller Hinsicht Partner sein werden.
– Zu gleicher Zeit haben sie deutlich vor, mit der Ehe im eigentlichen Sinn dieses Wortes nichts zu tun zu haben. Deshalb wollen sie sich miteinander mit keinem stabilen Bund der Liebe und des Lebens binden, der auf Übertragung des Lebens und Erziehung der Kinder ausgerichtet sein müsste.
– Gerade das ist aber untrennbares Merkmal jeder Ehe. Diese zweien suchen ausschließlich nach bequemer Einrichtung des Lebens für sich selbst – und das erreichen sie auch mittels ihrer freien Partnerschaft.

Das erste Kennzeichen einer ‘freien Partnerschaft’: indem sie sich mit ihrer Geschlechtlichkeit gegenseitig dienen, heißt die besprochenen Verbindungen von allen anderen Formen Gemeinschaftlicher Bande klar zu unterscheiden. Solche Gemeinschaften bestehen z.B. bei Freundschaften, Verbänden, bzw. bei Klubs. Noch mehr, dieses Kennzeichen lässt diese Zweien selbst von zeitweiligen sexuellen Kontakten zwischen zwei Partnern unterscheiden, bei denen die gemeinsame Wohnung, noch eine gegenseitige Verbindung für längere Zeit nicht in Frage kommt.

Das zweite Merkmal der erörterten freien heterosexuellen Partnerschaften beruht auf der Tatsache, dass diese Zweien sich von Unternehmung irgendwelcher Verpflichtungen, die für die Ehe typisch sind, und folgerichtig von der mit der Ehe zusammenhängenden Elternschaft klar distanzieren. Dieses Kennzeichen entscheidet über ihr Spezifikum. Es stellt zugleich die freien Partnerschaften im grellen Kontrastlicht im Verhältnis zur eigentlichen Ehe in ihrem vielfältigen Dienst für das gesellschaftliche Gemeinsame Wohl.

Das dritte Kennzeichen dieser Verbindungen besteht auf ihrer Instabilität. Diese beiden verbinden sich auf solche Art und Weise, dass sie von vornherein die Möglichkeit der Lostrennung zu jeder Zeit in Bedacht nehmen. In solcher Situation können sie sich – ebenso nur zeitweilig – wechselweise mit irgendjemandem anderen binden. Trotzdem richten sich diese beiden in der Zeit ihres gegenseitigen Beisammen-Seins nach einem eigenartigen, nicht geschriebenen ‘Partner-Kodex’, dass sie einander ‘treu bleiben’ werden – wenigstens in der Zeit der bestehenden ihrer Partnerschaft.

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e. Beweggründe die zur Partnerschaft
von Zweien führen

Es bestehen mehrere unterschiedliche Beweggründe, die den Grundboden ihrer Entscheidung schaffen können, warum diese Zweien sich grundsätzlich nur als ‘freie Partnerschaft’ verbinden wollen. Hier einige von ihnen (s. FP 5f.):

(0,2 kB)  Die einen haben vor, vor der beabsichtigten, bzw. nicht allzu sehr beabsichtigten eigentlichen Ehe – zuerst eine gleichsam ‘Probe-Ehe’ zu leben. Genauer gesagt: sie suchen danach, die eventuelle Entscheidung, einmal eine wahre Ehe zu schließen, davon abhängig zu machen, wie diese ‘Probe’ ausfällt. Aber im Unterschied zu der bei so manchen Partnern vorkommenden Absicht, ihre Gemeinschaft einige Zeit hindurch zu ‘ausprobieren’, bevor sie sich auf die eigentliche Ehetrauung entscheiden, verlangen die freien Partnerschaften von Zweien deutlich die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung für die so gelebte Gemeinschaft von Zweien.

(0,2 kB)  Andere erklären ihre freie Partnerschaft mit ökonomischen Gründen. Sie sagen, im gegenteiligen Fall würden sie dem Konflikt mit staatlichen Vorschriften anheim fallen. Bei tieferer Analyse zeigt sich gewöhnlich, dass die Verhaltensweise dieser Zweien Ausdruck ihres uneigentlichen Verständnisses der Geschlechtlichkeit und einer hedonistischen Einstellung zum Leben ist. Parallel dazu läuft sehr oft ein eingeengtes Erleben der ‘Liebe’ – als einer Wirklichkeit, die mit Unternehmung irgendwelcher Verantwortung, wie sie mit der Ehe verbunden ist, nichts zu tun haben will.

(0,2 kB)  In anderem Fall entscheiden sich auf ‘freie Partnerschaft’ Geschiedene Personen. Sie trachten also ihr ‘Partnerschafts-Band’ als eigenartige Alternative einer richtigen Ehe. Zur Entscheidung für solchen Schritt trägt die beinahe in allen Ländern bestehende Leichtigkeit bei, die Ehescheidung, bzw. wenigstens die Separation zu erreichen. Folge dessen ist der sich im Bewusstsein der Gesellschaft ereignende Fall des Vertrauens auf die institutionelle Ehe. Zusätzlich wird solche Lösung infolge schmerzhafter Erlebnisse im Zusammenhang mit der vorangegangenen Zersetzung der zuvor geschlossenen Ehe gefördert, wie auch innere Verwundungen, die die Kinder vom Elternhaus infolge der sich scheidenden Eltern davongetragen haben. Das betrifft besonders wohlhabende Länder.

(0,2 kB)  So mache andere Paare binden sich mit dem Band einer ‘freien Partnerschaft’ hauptsächlich deswegen, um auf solche Art und Weise ihren ideologischen Widerspruch gegen die offizielle Institution der Ehe zum Ausdruck zu bringen (s. FP 5). Dieser Widerspruch hängt vor allem mit der christlichen Sicht der Geschlechtlichkeit und Ehe zusammen, die sie entschieden nicht annehmen wollen. Ihrer Meinung nach die von der Kirche verkündete Geschlechts-Ethik widerspricht ihrer personalen Würde und würde über ihre ‘Liebe’ einen Strich setzen. Eben aus diesem Grund verbinden sie sich so, wie es ihnen ihre ‘Liebe’ vorschiebt.

(0,2 kB)  Man könnte nur noch hinzufügen, dass die Übersicht der vorgeschobenen Gründe von grundsätzlicher Unkenntnis der eigentlichen Natur der menschlichen Liebe zeugt – als Gabe der eigenen Person – der Person dieses anderen, zum irdischen und letztlichen Wohl des Geliebten.

Das angeführte Dokument des Päpstlichen Rates für die Familie erwähnt weiter, dass die Entscheidung eines betreffenden Paars von Zweien auf Leben nach dem Grundsatz einer ‘freien Partnerschaft’ nicht immer Folge so klar formulierten Widerspruchs angesichts der Institution der Ehe darstellen muss.

(0,56 kB)  Es kommt nämlich vor, dass diese Zweien – wie sie es selbst formulieren – diese Situation bedauern und sie nur tolerieren. Es geschieht dann also nicht aus ideologischen Gründen.

(0,15 kB)  Tieferer Grund ihrer Abneigung gegen die institutionelle Ehe sind Fehler oder Mängel bei der Erziehung. Die Erzieher haben keinen gehörigen Nachdruck darauf gelegt, dass den Kindern der Verantwortungssinn für sich und die anderen eingeprägt wird.

(0,17 kB)  Für andere ist der grundsätzliche Beweggrund, warum sie eine ‘Freie Partnerschaft’ bilden, die von ihnen gelebte materielle Armut, oder selbst ein Leben in Umständen des sozialen Randes.

(0,15 kB)  In anderen Fällen wurde Grund dafür, warum sie in ‘Freier Partnerschaft’ leben, das negativ gelebte Klima der Familie, von der sie herkommen.

(0,56 kB)  In noch anderen Fällen ist diese Entscheidung mit sozialer Ungerechtigkeit begründet, wenn nicht geradeaus mit Sünde-Strukturen, die dazu beigebracht haben. Solche Lage wird noch schlimmer, wenn sie mit chauvinistischem beziehungsweise rassistischem Kulturmilieu zusammenhängen.

Man braucht sich nicht wundern, dass unter solchen Bedingungen immer mehrere solche freie Partnerschaften zum Vorschein kommen. Anfangs äußern sie zwar ihren aufrichtigen Willen, dass sie eine wahre Ehe bilden werden, indem sie die Pflichten des Ehemannes und der Ehefrau zu erfüllen vorhaben. Dennoch die Armut, die des Öfteren mit Ausbleiben an selbst grundlegendster Ausbildung einhergeht, wird beständig zum seriösen Hindernis, dass eine wahre Ehe und Familie gebildet werden kann (s. FP 6).

Es kommen aber auch Partnerschaften vor, wo die Zweien kürzer oder länger miteinander leben – bis ein Kind empfangen wird, bzw. bis zu seiner Geburt. In dieser Stunde gehen die Wege ihrer beiden voneinander: es bleibt die Mutter allein – mit dem Kind. Solche Praxis, die besonders in manchen Ländern in Afrika und Asien ziemlich allgemein zutage kommt, ist grausam. Sie widerspricht der menschlichen Würde und zeugt von tiefgehender Unverantwortung, besonders des männlichen Partners dieses Bandes. Indem aber diese Sitte in den genannten Milieus tief eingewurzelt ist, bildet sie ein ernstes Problem für die Inkulturation des Glaubens (s. FP 6).

In vielen anderen Fällen hängt die grundsätzliche Ursache, warum ‘freie Partnerschaftliche Verbindungen’ entstehen, mit ökonomischen Umständen zusammen. Das betrifft u.a. diejenigen Personen, die ihre vorangeschobenen Lebensjahre erreicht haben, und in entwickelten Ländern leben. Die Partner binden sich miteinander ohne die Trauung wegen der Furcht, im Fall einer offiziell geschlossenen Ehe müssten sie die Pension aufgeben. Folgegerichtig wären sie mit höheren Steuern belastet werden.

Der tiefere Grund, warum die Institution der Ehe und Familie zurückgewiesen wird, hängt wohl mit der allgemeinen Krise des sittlichen Niveaus der modernen Gesellschaft zusammen. Ehepaare, die eine Krisis durchmachen, lösen sie des Öfteren nicht im Geist des bekannten Glaubens, sondern handeln übereilt. Sie fliehen sich zur Sofort-Lösung, die immer leichter erreicht werden kann: zur Ehescheidung. Es zählt nicht mehr das feierlich bei der Eheschließung gegebene Wort: „Ich gelobe Dir Liebe, Treue ... und dass ich Dich nicht verlasse bis uns der Tod trennt ...”. Die Instabilität vieler Ehen übt einen schlechten Einfluss auf den allgemeinen Fall ihrer Autorität, und demzufolge – auf die Bindung mit jemandem anderen nur noch nach einem verabredeten, zeitlich näher nicht bestimmten ‘freien Partnerschafts-Band’.

Zum bedrohlichen Kennzeichen solcher Bände wird aber in der Regel die entschiedene Abforderung einer rechtlichen Anerkennung dieser Partnerschaften und ihre faktische Gleichstellung mit der eigentlichen Ehe, was die der Ehe eigenen Vorteile angeht (s. FP 7).

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f. Ideologische Bewegung ‘Gender’

Zu einer noch anderen Ursache, warum ‘freie heterosexuelle Partnerschaften’ entstehen, ist die in manchen Ländern immer mehr sich ausweitende ideologische Bewegung ‘Gender’ [= Geschlecht] (s. dazu auch unt.: Ideologie Gender und die Ehe-Familie). Anhänger dieser Ideologie suchen des Öfteren danach, sich von ihrer genetischen Identität als Mann bzw. Frau loszutrennen. Sie halten an der Behauptung fest, dass das Mann- bzw. Frau-Sein Frage der soziologischen und kulturellen Bedingtheiten darstellt. Diese kann sich zwar mit dem biologischen Geschlecht der betreffenden Person decken, dennoch sie hängt umso mehr von den sozialen Einflüssen ab, die die einen Personen als Männer, die anderen als Frauen einzuordnen heißen – unabhängig von biologischer geschlechtlicher Identität.

Hierin beruht einer der Gründe der Erscheinungsform der Homosexualität. Die Vertreter der Gender-Ideologie, also der ‘Geschlechter-Frage’, bringen die Forderung hervor, die Gesellschaft müsse sich ändern. Sie muss schlechterdings zur Kenntnis nehmen, dass außer und parallel zu Personen männlichen oder weiblichen Geschlechts auch noch Personen des ‘gegenteiligen Geschlechts’  bestehen (s. FP 8).

Eben diese Hinsicht wird Grundlage für die von ihnen vorgeschobene Forderung, dass jede Partnerschaftliche Verbindung, u.a. von zwei Männern, bzw. von zwei Frauen, als ‘Familie’ genannt werden soll. Zu gleicher Zeit äußern sich die Anhänger des ‘Genders’ zynisch und verächtlich über die natürliche Zuneigung der beiden Geschlechter und was ab immer Grundlage gewesen ist, um in den Ehebund als Institution einzutreten und was zum gemeinsamen Wohl der Menschenfamilie gereichte (s. FP 7. – Sieh außerdem das zusammenfassende Interview: http://www.rodaknet.com/rp_art_0380.htm – Interview Wlodzimierz Rzędzioch mit der Fachsprecherin betreffs der ‘Gender-Frage’ in USA, Dale O'Leary: 5.XII.2005 r.; es scheint allerdings, dass dieses Interview zz. nicht mehr zugänglich ist).

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2. Heterosexuelle und Homosexuelle Partnerschaften
und das Gemeinsame Wohl

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a. Einführende Voraussetzungen

Die dargestellten Erwägungen lassen die Seriosität der Situation einsehen, die vonseiten allerlei Partnerschaften zutagekommen, indem sie um die öffentlich-rechtliche Anerkennung ihres gesellschaftlichen Status beharrlich kämpfen. Man kann sich von der Mühe der Ansicht dieser Frage von der Distanz aus nicht drücken. Diese Mühe ist unentbehrliche Voraussetzung zu ihrer rechtschaffenen Wertung, um somit eine würdige Haltung ihr gegenüber anzunehmen. Dies ist notwendig, zumal angesichts der von homosexuellen und Gender-Milieus zutagekommenden Bedrohungen, wie auch der zornigen Macht der von ihnen ausgeübten unwahrscheinlichen Nötigung der ganzen Gesellschaft und der für die Organisation des gesellschaftlichen Lebens verantwortlichen Gremien.

Wir sprechen in diesem Moment einschließlich von partnerschaftlichen Lebensgemeinschaften – sowohl von zwei homosexuellen, wie heterosexuellen Personen: eines Er mit einer Ihr, und anderseits einer Gemeinschaft von sei es miteinander lebenden zwei Männern, bzw. zwei Frauen.
– Denn auf dem Niveau der von ihnen vorgetragenen Rechts-Forderungen begegnen beide Partnerschaftsgruppen im selben Punkt einander. Hier liegt eben die Grundlage für die Herabführung der sie kennzeichnenden Merkmale auf einen gewissen gemeinsamen Nenner. Denn anderswo sind diese beiden Partnerschafts-Gruppen mit einem sie teilenden unwidersprechlichen Abgrund getrennt. Einerseits sieht man hier ein Leben, das mit der menschlichen Natur einigermaßen übereinstimmt, indem sich das Menschsein von Mann und Frau – bei bestehenden ihren grundsätzlichen psycho-biologischen Unterschiedlichkeiten, im Fall auch freier heterosexueller Partnerschaften wunderbar ergänzt. Anderseits geht es um Betätigungen, die sich der menschlichen Natur total widersetzen, sooft sei es zwei Männer, oder zwei Frauen eine sexuelle Partnerschaft künstlich zu bilden suchen.

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Wie riesig die Freude dieses Mädchens, das dieses ungeheuer große Meer-Tier - dieser Delfin, sie irgendwie doch lieb gewonnen hat und auf die ihm eigentliche Art und Weise dieses Mädchen irgendwie küssen möchte - Gott hat doch selbst den Tieren Instinkte eingeprägt, dass sie die Annehmlichkeit erfahren können und sich an den Menschen anhängen möchten, soweit der Mensch sie verständlich und gut zu trachten versucht.

Wir erinnern also wiederholt im Ausgangspunkt selbst der bevorstehenden weiteren Überlegungen, dass man anders organisierte Partnerschaften betrachten muss. Diese haben sich in der Fechtkunst spezialisiert, die Gesellschaft mit der Waffe der Einschüchterung und Erpressung mit Hilfe einer verdrehten, sophistisch formulierten Argumentation gefügig zu machen. Meistens ist es schwer dagegen ein vernünftiges Kontra-Argument vorzubringen. Diese Gruppen nehmen grundsätzlich überhaupt keine verstandesmäßigen Argumente an. Zur Waffe der Anhänger der homosexuellen Bewegung wird das demagogische Aufschreien von Parolen und die Schockwirkung der Gesellschaft mit Gegen-Verstand. Der ‘Verstand’ wird bei ihnen ... ausgeschaltet. Eventuell wird er zur Argumentation gebraucht, die der ‘Vernunft’ genau widerspricht. Denn an was für ein Beweisgründung könnte man noch greifen, wenn jemand die grundlegendsten Prinzipien der Schlussfolgerung infrage stellt und der Gesellschaft auf demagogische Art und Weise einredet, das ‘weiße’ wäre nicht mehr ‘weiß’, sondern ‘schwarz’, wogegen das schwarze – ‘weiß’ wäre; dass das Gute – Böse ist, und das Böse – Gut ist (s. dazu: Jes 5,20; und: VSp 93)?

Ganz anders soll dagegen jeder einzelne Mensch betrachtet werden, der in die eine – oder die andere Falle geraten ist: sei es der heterosexuellen – oder der homosexuellen Partnerschaft. Als Mensch bewahrt jeder seine unabdingbare Würde der menschlichen Person. Auch in seinem tiefsten moralischen Niederfall bleibt er menschliche Person – das einzige Geschöpf im Kosmos, das Gott „um seiner Selbst willen gewollt hat” (GS 24). Gott hat jedem Menschen einzeln die Teilnahme an seinem eigenen Leben und an seiner eigenen Liebe angeboten. Da aber der Mensch in der Stunde, da seine Liebe auf Probe ausgesetzt wurde, diesem unterlag, der der Böse ist, hat der Himmlische Vater nicht gezögert, seinen Eingeborenen Sohnfür ihn und zu seiner Erlösung” (Credo in der Heiligen Messe) zu senden, um den Menschen um einen unvorstellbaren Preis zu erlösen. Es ging um einen Preis, den sich allein der Dreieinige ‘leisten konnte’. Zu gleicher Zeit hat der Erlöser – den Erlösten sich selber als den einzigen „Weg und die Wahrheit und das Leben” geoffenbart, der zum Leben – dem ewigen Leben, im „Haus des Vaters” führt (vgl. Joh 14,2f.6).

Diese Erlösung bleibt immerwährend sperrangelweit für jeden einzelnen Menschen offen, darunter auch für jeden Gay und für jede Lesbe. Dasselbe gilt, der Reihe nach, für jede derjenigen Personen, die wenn sie auch um die Forderungen der Gottes und menschlichen Liebe guten Bescheid wissen, diesem Gesetz Gottes, das in ihren Herzen eingeprägt ist, vorsätzlich zum Trotze tun (s. Röm 2,15) – u.a. sooft sie zu zweit zu leben beginnen: ein Er mit einer Sie – als usurpatorische ‘freie Partnerschafts-Bindung’.

Von der Unternahme einer tieferen Wertung der erörterten Fragen dürfen wir uns vor allem wegen ihren unmittelbaren religiösen Ausklängen nicht ducken, und sei es auch nur dieser Sachen, die auf unvermeidliche Art und Weise für jeden Menschen im definitiven Sinn zählen.
– Aber daneben äußert sich doch die Frage der freien Partnerschaften augenscheinlich im Ausmaß des strikt gesellschaftlichen Lebens. Es geht nicht nur um die unmittelbare Umgebung der Personen, die in solchen partnerschaftlichen Verbindungen leben, sondern auch um die weit greifenden Ausklänge ihrer schreienden Forderungen, mit denen sie den sozial-gesellschaftlichen und rechtlichen Aufstieg in ihrem Status abverlangen. In diesem Sinn widersetzen sich alle freien partnerschaftlichen Bindungen – sowohl diese heterosexuellen, wie auch die homosexuellen – letztlich offen überhaupt der Existenz der Menschenfamilie.

Es zeigt sich einmal mehr, dass die Aktivierung des Geschlechtsbereiches nicht als strikt private Frage gewertet werden kann: eines ‘lustigen Spielens mit dem Sex’, das sich im Rahmen des intimen Bandes der ‘sich liebenden’ Partner abspielt: mono- oder heterosexuell. Um das zu verstehen, braucht es in keinem Fall Christ zu sein, oder noch mehr allgemein: an Gott zu glauben. Das zu verstehen genügt der oben erwähnte, von Johannes Paul II. von neuem zur Erinnerung gebrachte „rechtschaffene Verstand – die recta ratio” (s. Johannes Paul II., FR 4). Nur dass wir hier deutlich angesichts der gleichzeitigen, intensivierten Aktivität Dessen stehen bleiben, der der Böse ist. Es verwundert, oder eher: es entsetzt die Tatsache, dass er zurzeit nicht einmal seine eigentliche Absicht verheimlicht: den Menschen zu vernichten, also das lebendige Ebenbild Gottes, das Opfer seiner perfide auf ihn ausgesetzten Fallen.

Bei Menschen, die in die genannten Bindungen engagiert sind, kommt es üblich in beschleunigtem Tempo zur Einengung des Sinnes um die eigene Existenz auf die Exploatation allein des sexuellen Ausmaßes.
– Auf die schwindende Fähigkeit, den transzendentalen Charakter seiner Lebensberufung zu erblicken, folgt der Verlust des Unterscheidungs-Sinnes zwischen dem, was Gutes ist, und dem, was Böses ist. Das geschieht nicht nur bei Menschengruppen, die unmittelbar in das besprochene moralische Übel verwickelt sind. Aufgrund eigenartiger ‘Metastasen’ aller Entartungen, erfolgt allmählich auch in der ganzen Gesellschaft der Verlust der Fähigkeit, das Gute vom moralischen Bösen zu unterscheiden. Es ist Folge u.a. der lärmenden, sophistischen Demagogie der erörterten Gruppen. Die öffentliche Meinung zieht sich immer mehr zurück und letztlich geht sie auf Annahme der Forderungen über, die der gesunde Verstand nie annehmen würde.

Die Herabführung des Dasein-Sinnes auf chaotische Exploatation des Sexus zieht u.a. diese vergiftete Wirkung nach sich, dass die Verstandesvermögen: der Verstand und die Fähigkeit nachdenken zu können – in immer geringeren Maß daran erinnern, was gerade der Verstand und die Fähigkeit, denken zu können – ist und was sie sein sollen. Das stimmt völlig mit der Diagnose überein, die der Völkerapostel, der Hl. Paulus, am Anfang seines Briefes an die Römer – einem Teil der damaligen Gesellschaft ausgestellt hat, und zwar diesen damaligen ‘Satten und Wohlhabenden’. Denn auch ihr Denken kreiste immer mehr ausschließlich nur um den ‘Sexus’ – in Ähnlichkeit zu einem Teil der unsrigen modernen Gesellschaft. Zur Folge dessen wurde der typische Verlust des ‘Verstandes’:

„Vielmehr wurden sie töricht in ihren Gedanken,
und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert [= das Herz ist nach der hebr. Mentalität der Sitz der Gedanken und des Verstandes].
Während sie sich für Weise ausgaben, wurden sie zu Toren” (Röm 1,21ff).
(Sieh diesen Text im Ganzen ob.: Paulus der Apostel – über die Homosexualität)
.

Dasselbe stellt übrigens der Erlöser des Menschen fest. Er äußert es in seiner freudigen, und zugleich schmerzhaften und bedrohlichen Feststellung vom Berg der Seligpreisungen:

Selig, die ein reines Herz haben [wieder: das Herz = Sitz des Denkens, Gipfel der Würde des Menschseins],
denn sie werden Gott schauen” (Mt 5,8).

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b. Gleichstellung der Ehe und Familie
und freier Partnerschafts-Bände

Wir benutzen weiter die angeführte Analyse der freien Partnerschafts-Bände, wie sie vom Päpstlichen Rat für die Familie vorbereitet wurde (s. FP 9). An der Quelle der Ehe steht der deutlich formulierte Wille zweier Personen: eines Mannes und ein er Frau, dass sie sich von nun an aneinander kraft des beiderseitig geschlossenen Bundes der ehelichen Liebe binden. Dieser Bund entscheidet über die in diesem Augenblick entstandenen Institution der Ehe zwischen diesen Zweien. Diese Institution, als natürliche und ursprüngliche Wirklichkeit, wächst aus der Tatsache selbst der Erschaffung des Menschen als Mannes und Frau hervor. Sie geht auch aller öffentlichen Macht und allem irgendwelchen vom Menschen beschlossenen Recht voraus. So ist sie zugleich die Grundlage der Unabhängigkeit und Unantastbarkeit der Ehe und Familie angesichts der menschlichen Gesetzgebung.

Der eheliche Bund ist von Natur aus auf Weitergabe des Lebens der Nachkommenschaft ausgerichtet, die als Frucht der Liebe von Ehemann und Ehefrau geboren wird, sooft sie in ihrer ehelichen Vereinigung zu Eltern ihrer Nachkommenschaft werden. So geht also die eheliche Liebe untrennbar mit Leben einher – in Analogie zu Gott, der in sich selbst gerade Liebe ist, die Leben strahlt. Die Ehe gestaltet sich in der Regel allmählich in eine Familie um, die die lebendige und ursprüngliche Zelle der menschlichen Genealogie ist. Die Familie, die aus dem ehelichen Bund hervorkommt, steht dank dieser Tatsache an der Quelle selbst des Lebens, das von Generation zu Generation übertragen wird, wogegen sie durch die Erziehung der Nachkommenschaft zum lebendigen Bindeglied der Kultur des betreffenden Geschlechts wird, der Nation und der ganzen Menschen-Familie.

Gerade diese Hinsicht: der entschiedene Dienst dem Leben und dem Gemeinsamen Gut der Gesellschaft, der von Mann und Frau unternommen wird, die sich auf den Ehe-Bund entscheiden, steht an der Wurzel der Verpflichtungen, die jetzt, der Reihe nach, die Gesellschaft angesichts zweier Personen einbezieht, die auf den Weg der Ehe-Standes eintreten. Diese Verpflichtungen müssen ihren Ausdruck in Form eines vielfältigen Schutzes finden, mit dem die Gesellschaft die oft schwache und in so mancher Hinsicht nicht selbstgenügende Zelle ihres Bestehens umfangen soll. Dieser Schutz wird übrigens nur Ablösung der Schulden der Dankbarkeit, die die Gesellschaft angesichts der Ehe und Familie einbezieht für die beharrlich erfüllte, leise und doch entschiedene Betätigung im Dienst des Lebens und der Kontinuität der Kultur.

Auf diesem Hintergrund zeichnet sich scharf der grundsätzliche anthropologische Unterschied zwischen der Ehe – und den gerade erörterten freien Partnerschafts-Bänden. Mit der hier dargestellten Schlussfolgerung berufen wir uns nicht einmal auf die Glaubensargumentation, sondern beruhen auf reinem „rechtschaffenem Verstand” (vgl. Johannes Paul II., FR 4).
– Zwei heterosexuelle Partner: ein Mann und eine Frau, die sich auf ein Leben in ‘freier Partnerschaft’ entscheiden, ähnlich wie umso mehr zwei Personen desselben Geschlechtes, die erklären, sie werden von nun an als dauerhafte Partnerschaft zusammenleben, entscheiden sich zwar übereinstimmend mit ihrer feierlichen Deklaration, dass sie eine Lebens- und ‘Liebe’-Gemeinschaft bilden werden. Dennoch ihre Partnerschaft hat mit einem Bund der Liebe und des Lebens nichts zu tun.

Umgekehrt ist es im Fall, wenn sich zwei Personen als institutionelle Ehe binden. Diese Institution freut sich wegen ihres öffentlichen Charakters und ihrem daselbst auf sich genommenen Dienst zugunsten des Gemeinsamen Wohls – des öffentlichen Schutzes. Die Ehe ist nämlich an sich eine Wirklichkeit, die ursprünglicher ist als jede irgendwelche menschliche Gesetzgebung.
– Aus diesem Grund können staatliche Autoritäten den freien Partnerschaftlichen Bänden keinen institutionellen Charakter verleihen: weder den hetero-, noch den homo-sexuellen Partnerschaften. Dem Staat gebührt kein Recht zu, solche Bände auf gleichem Niveau wie die Ehe zu betrachten. Noch weniger ist der Staat befugt, irgendwelche Versuche zu unternehmen, kraft deren freie Partnerschaften irgendwelcher Art mit Vorteilen, die der Familie gebühren, bereichert werden sollten. Alles entgegengesetzte Tun wird jedesmal zur schreienden Übertretung der Zuständigkeit der staatlichen Macht. Denn nur der Ehe und der Familie steht das „radikale und absolute Vorrecht vor aller souveräner staatlichen Macht zu, die übrigens von der Ehe und Familie zugleich überragt wird” (s. FP 9).

Das lässt sich um den unmöglich auf sich herabzuführenden Unterschied bewusst zu werden, der die Ehe und die von ihr herauswachsende Familie teilt – von irgendwelchem partnerschaftlichen sexuellen Band, das auf allein einem gegenseitigen ‘Gefühl’ beruht. Diese Partnerschaften haben mit irgendwelchem Einsatz, den in die Gesellschaft die institutionelle, dauerhafte, monogame Ehe und Familie einträgt, nichts zu tun und wollen es auch nicht.

Aus diesem Grund soll die Gesellschaft alles tun, um der Ehe und Familie eine wirksame Unterstützung zu gewähren. Sie soll diesen Institutionen einen großherzigen und wirksamen Schutz sichern. Denn dank ihnen kann die Gesellschaft weiter bestehen und sozialen Frieden genießen, so dass sie mit Zuversicht in die Zukunft der Generationen und des nationalen Bestehens schauen kann, trotzdem sie selbst zurzeit vielfältige Niederlagen erfährt.

Im grellen Gegensatz zur Ehe und Familie, richten sich die freien Partnerschaften – sowohl diese heterosexuellen, wie diese homosexuellen – allein auf die egoistisch begriffene, persönliche Bequemlichkeit und Annehmlichkeit aus. Sie tragen total nichts zum Gemeinsamen Wohl der Gesellschaft bei. Daher gehört sich ihnen kein Schutz vonseiten der Gesellschaft. Die von der Gesellschaft erlassene Gesetzgebung ist übrigens erst sekundäre Wirklichkeit im Angesicht zum ursprünglichen und natürlichen Gesetz, das der Institution der Ehe und Familie im eigentlichen Sinn dieses Wortes gebührt.

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RE-Lektüre: VI.Teil, 2.Kapitel ad ‘d’.
Stadniki, 29.XII.2014.
Tarnów, 17.VIII.2021.


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c. Früchte des Homosexualitäts-Baumes
Anmerkung. Rapport von Cameron
1) Der betriebene Sexus
Tab.2. Art und Weise des aktivierten Sexus
2) Veränderlichkeit der Partner
3) Anfälligkeit auf Ansteckung
Tab.3. Erkrankungen bei Gays
Tab.4. Erkrankungen bei Lesben
4) Sterblichkeit der Gays-Lesben
Tab.5. Sterblichkeit der Gays und Lesbenk
5) Rauschgifte
6) Homosexuelle ‘Monogamie’
7) Homosexualität und AIDS-HIV
8) ‘Bekehrung’ zu AIDS
9) Wissens-Niveau vieler Homosexueller
10) Homosexualität und Pädophilie
Zusammenfassung
Paul der Apostel über die Homosexualität (Text Röm 1,21ff.)

C. IDENTITÄT DER EHE UND FAMILIE UND ‘FREIE PARTNERSCHAFTEN’

1. ‘Partnerschaften’ und ‘freie Liebe’ anstelle der Ehe
a. Leben zu zweit – ohne das Ehegelöbnis
b. Dokumente des Heiligen Stuhls bezüglich der ‘freien Partnerschaften’
c. Das Zustandekommen hetero-sexueller Partnerschaften
d. Wesentliche Kennzeichen der freien Partnerschaften
e. Beweggründe die zur Partnerschaft von Zweien führen
f. Ideologische Bewegung ‘Gender’

2. Heterosexuelle und Homosexuelle Partnerschaften und das Gemeinsame Wohl
a. Einführende Voraussetzungen
b. Gleichstellung der Ehe und Familie und Freier Partnerschafts-Bände

Bilder-Fotos

Abb.1. Sanktuar Gottes Barmherzigkeit - Kraków-Lagiewniki. Vogelschau
Abb.2. Kraków-Lagiewniki. Eingang zur bisherigen Kapelle mit der Grabstätte der Hl. Faustyna Kowalska
Abb.3. Die kleine Jacinta beim Weihnachtsbaum - Kroatien
Abb.4. Erweis riesiger Delfin-Liebe – zum kleinen Mädchen am Ufer