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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur


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C.    STERILISIERUNG

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Stimme der Kirche

Abgesehen von der Verlautbarung über die oben besprochene „unmittelbare Verletzung der schon begonnenen Zeugung” [Text s. ob.:  Schwangerschaftsabbruch], äußert die Kirche ihre Haltung auch in Frage der Sterilisierung:


Humanae Vitae – Nr. 14b

„Gleicherweise muss, wie das kirchliche Magisterium des Öfteren dargetan hat, die direkte, dauernde oder zeitlich begrenzte Sterilisierung des Mannes oder der Frau verurteilt werden” (HV 14b).


Sterilisierung des Mannes und der Frau

In unserem kulturellen Milieu wird die chirurgische Sterilisierung der Männer kaum praktiziert – außer in seltenen Fällen. Es kommt vor, dass die Frau darauf drängt. Lässt sich dann der Mann sterilisieren, will sie ihn überhaupt nicht mehr zulassen, weil er schon ... kein richtiger Mann ist ...!
– Bisher ist es der Pharmakologie nicht gelungen ein Mittel zu erzeugen, das die Entfruchtigung des Mannes z.B. infolge der Steuerung seiner hormonalen Ausschüttung herbeiführen würde.

Von hormonaler Sterilisierung der Frau wurde schon nebenbei gesprochen – bei der Wertung der Hormonalmittel zur Schwangerschaftsverhütung.
– Ungeachtet der so herbeigeführten Entfruchtigung der Frau – zeitweilig oder für die Dauer, wird gar nicht selten die chirurgische Sterilisierung der Frau praktiziert. Sie beruht üblich auf dem Schnitt der Eileiter und Unterbindung der so entstandenen vier Enden, demzufolge die Wanderung der Spermien mechanisch abgesperrt wird. Da derartiger Eingriff eine ernste Operation benötigt – mit ganzem damit zusammenhängendem Risiko, wird er gewöhnlich nur bei der Entbindung der Schwangerschaft mit dem Kaiserschnitt unternommen. Immer häufiger wird aber solcher Eingriff der Sterilisierung der Frau heutzutage mit Laparoskopie unternommen – und daselbst auch unabhängig von einer Schwangerschaft.

Die Frau, und selbstverständlich genau so ihr Mann – soll Bescheid wissen, wie Gottes Bewertung eines solchen Eingriffs lautet. Wird die Sterilisierung vor allem zu diesem Zweck unternommen, dass es ‘keine Kinder’ mehr gibt [= direkte Sterilisierung], ist die Einwilligung auf den Eingriff immer mit Todsünde verbunden. Niemand kann im Gewissen die Sterilisierung fordern, noch sich sterilisieren lassen, sollte die eheliche Situation und die der Familie, und auch der Gesundheitszustand noch so dramatisch aussehen. Die Schwangerschaft ist an sich keine Krankheit, die mit Sterilisierung, bzw. schlimmer: Unterbrechung der Schwangerschaft ‘geheilt-behandelt’ werden sollte. Die Prägnanz ist physiologischer Zustand: Zeugnis der Gesundheit und Normalität der Ehe und Familie.

Anders dagegen, falls sich in den Geschlechtsorganen ein Krankheits-Vorgang entwickelte, der auf andere Weise unmöglich behandelt werden kann, als nur mit der Entfernung des ganzen Organs, demzufolge die Frau nebenbei, auf nicht direkt beabsichtigte Weise, sterilisiert werden würde. In diesem Fall wäre aber die Sterilisierung nicht direkt beabsichtigt. Ziel der unternommenen Behandlung wäre Heilung der Krankheit – z.B. im Fall eines Neugebildes.
– Allerdings in solchem Fall sollte alles Mögliche getan werden, dass das sich entwickelnde Kind gerettet werden kann. Das heißt: im Fall des krankhaften Vorganges sollte die Entscheidung auf Beseitigung des ganzen Geburts-Organs auf die Zeit nach der Entbindung abgeschoben werden, eventuell auf die Zeit nach dem Vorverlegen der Entbindung der Schwangerschaft, so dass das Kind schon zum eigenständigen Leben fähig wäre.

Dagegen in übrigen Fällen, also beim Schnitt der Eileiter und ihrer Unterbindung, zielt der Eingriff eine völlig andere Lage ab. Es geht in diesem Fall darum, weitere Schwangerschaften der Frau zu ‘ersparen’, nicht aber um die Behandlung irgendeiner Krankheit. Es wäre dann also direkte Sterilisierung. Die Kirche hat die Sterilisierung immer verurteilt, auch im Mittelalter, wann man u.a. Knaben sterilisierte, um ihre kindlichen Stimmen zu bewahren.
– Niemals auch wird die Sterilisierung als Methode der Fruchtbarkeitsregelung gelten können, die der menschlichen Person und Liebe würdig wäre. Die Sterilisierung ist an sich unmittelbarer, beabsichtigter Eingriff in Gottes Erschaffungswerk. Sie ist auf die Zerstörung selbst der Fähigkeit abgezielt, schwanger werden zu können, ist daher unmittelbare Verletzung der Integrität der menschlichen Person.
Vom theologischen Gesichtspunkt aus aber ist sie immer Auflehnung gegen Gott als Gott.

Der Eingriff der chirurgischen Sterilisierung ist im Grund genommen irreversibel. Allerdings die Erfahrung zeigt, dass auf 50 sterilisierte Frauen, etwa 3-5 Frauen in einer Zeit danach trotz allem neuerlich schwanger werden. Das Leben ist stark und widerstandsfähig! In einer Zeit nach der Operation können die Eileiter ihre Durchgängigkeit von neuem wiedergewinnen, demzufolge eine neuerliche Empfängnis zustande kommen kann. In solchem Fall entwickelt sich meistens eine Extra-uterine Prägnanz, da es für die Zygote schwer ist, durch die meistens zusammengeklebten Eileiter durchzudringen. Die Tatsache selbst kommt dann wahrscheinlich so zum Vorschein, dass sich ein heftiger Schmerz meldet – mit heftigem Blutsturz und spontaner Fehlgeburt. Meistens muss dann die Frau-Mutter auf dem Operationstisch gerettet werden.

Kein Argument, sollte er noch so ernsten Anschein haben, ist imstande, die Entscheidung auf Sterilisierung in Gottes Augen zu rechtfertigen. Sollte also der Arzt selbst die Zustimmung der Frau herauszulocken suchen, indem er ihr den Beleg zum Unterschreiben vorschiebt, wenn sie schon halbbewusst auf dem Operationstisch liegt, und sollte sie der Arzt selbst mit Folgen einer neuerlichen Mutterschaft einschüchtern; und sollte auch das, was er der Frau sagt, wahr sein: in Gottes Augen kann die Sterilisierung mit keinem Argument gerechtfertigt werden.
– Ernste, vielleicht selbst dramatische Gründe, die gegen eine weitere Empfängnis sprechen, begründen völlig die Richtigkeit für die Anpassung der ehelichen Beziehungen an den biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus, das heißt, dass für den Verkehr allein Tage der Unfruchtbarkeit gewählt werden. Diese Gründe sind aber niemals imstande den Eingriff einer Sterilisierung zu rechtfertigen, die ethisch immer in sich schlecht und sündhaft bleibt.

Es gibt leider Ärzte-Geburtshelfer, die die zweite, bzw. dritte Schwangerschaft fast in der Regel nur mit dem Kaiserschnitt entbinden. Unabhängig davon, ob es medizinisch gesehen tatsächlich ernste Anweisungen dafür gibt oder nicht. Solche Ärzte richten sich nach ihnen bekannten Beweggründen: der Karriere, Drang nach schneller zu erreichender Spezialisation u.dgl. Solche Haltung kann auch von Mangel an Geduld und Engagement zeugen, um die Frauen zum Gebären mit Kräften der Natur gehörig zu vorbereiten. So wird auch des Öfteren die Geburtsaktion mit intravenösen Infusionen provoziert.
– Es kann einer schwerwiegenden Anklage angesichts mancher Ärzte und Geburtshelfer vorkommen, die den Dienst bei dem gebärenden Menschen als „Lohnarbeiter” erfüllen. Sie tun ihn ohne Herz, rauchen eine Zigarette nach der anderen und trinken Kaffe, anstatt bei der Mutter, die ihr Kind in die Welt bringt, ermutigend und liebevoll zu assistieren.
– Wie es auch sein mag, von jedem solchen Eingriff, u.a. der Sterilisierung und jeder nicht begründeten Entbindung mit dem Kaiserschnitt, wird das Geburtspersonal dereinst vor Gott Rechenschaft ablegen müssen.

Nebenwirkungen der Sterilisierung

Es soll noch auch auf Nebenwirkungen und Verwicklungen hingewiesen werden, die mit dem Eingriff der Sterilisierung sowohl der Männer, wie auch Frauen verbunden zu sein pflegen.

Die Sterilisierung des Mannes beruht im Grund genommen auf chirurgischem Eingriff des Schnittes und der Entfernung der Samenleiter (Vasectomia). Selbst die operative Behandlung läuft beim Mann in solchem Fall wesentlich leichter ab als bei der Frau. Daher wird in manchen Ländern die Sterilisierung vor allem der Männer bevorzugt.
– Es ist grundsätzlich ein definitiv irreversibler Eingriff. Nach der operativen Behandlung muss noch die spermiographische Untersuchung vorgenommen werden, um die Erfolgsamkeit des unternommenen Eingriffs zu bestätigen. Bewegliche und lebendige Spermien befinden sich in der Ejakulationsflüssigkeit noch weitere Wochen hindurch, und selbst mehrere Monate im Anschluss an den Eingriff.
– In Weltskala werden etwa 50 Millionen Paare mit sterilisiertem männlichem Partner gezählt. In den USA gibt es 13% Paare nach Vasektomie. Die Praxis nimmt allmählich auch in Europa zu. Viele Männer möchten aber in späterer Zeit diese Lage rückwendig machen. Ein neuerlicher chirurgischer Anschluss der Samenleiter, mit Hoffnung auf neuerliche Nachkommenschaft – gelingt aber nur in beschränktem Bereich solcher Fälle.

Der Eingriff selbst der Sterilisierung des Mannes kann mit Auftreten einer Reihe von Verwicklungen zusammenlaufen, darunter vor allem Infektion und peinlichen Lokalbeschwerden.
– Unter später auftretenden Nebenwirkungen sollten geschwulstartige Gewächse auf den Hoden erwähnt werden (Spermagranuloma). In ca. 0,5% Fällen kommt es spontan zur Rekanalisation der Samenleiter, demzufolge es schwer ist eine 100% Gewissheit zu hegen, dass die Empfängnis ausgeschlossen werden wird.
– Ganz oft erfolgt nach Vasektomie eine immunologische Reaktion des Organismus in Form von Anti-Körpern gegen eigene Spermien. Es kann leicht zu morphologischen Veränderungen in den Hoden infolge des unternommenen Eingriffs kommen.
Bei sterilisierten Männern steigt wesentlich die Anfälligkeit auf Neugebilde der Prostata.
– Besonders tiefgreifend können selbstverständlich die psychischen Folgen der Sterilisierung bei dem Mann werden: das Bewusstsein, „nicht mehr Mann” zu sein. Es kann leicht dazu kommen, dass ihn die Frau bissig als einen ‘Eunuch’ nagt.
– Letztlich zeigt es sich, dass die Sterilisierung des Mannes vom medizinischen Standpunkt aus keineswegs einen harmlosen Eingriff bedeutet. Er kann nämlich sehr leicht seriöse gesundheitliche Bedrohungen nach sich ziehen.


Wesentlich öfter wird die Sterilisierung der Frau unternommen. Es geschieht meistens ohne irgendwelche medizinische Anweisungen. Der Eingriff an sich bleibt im Grund genommen irreversibel: ob er nun routinemäßig unternommen wird – als gewöhnliche Bauchoperation (Laparotomie), oder auch über Laparoskopie.

Schlafendes Kind
Erklärung

Wie schon gesagt, der Eingriff der Sterilisierung der Frau mittels des Schnittes und der Unterbindung der Eileiter hängt mit gewissem Prozentsatz von ‘Versagern’ zusammen: bis ca. 20 pro/mille mit der traditionellen Methode der Laparotomie, mit der Laparoskopie dagegen ca. 13 pro/mille Fälle.
– Im Anschluss an den Eingriff erscheinen selbstverständlich auch manche Nebenwirkungen.
Beim Eingriff selbst kommen Gefäß-, Darm und Blasenverletzungen vor. Es kann eine Infektion mit Chlamydien zutage kommen, Herzrhythmusstörungen auftreten, Kreislauf- und Lungen-Kollaps.
– Unter Spätfolgen der Sterilisation sollen die folgenden erwähnt werden: des Öfteren kommt es zur Extrauterinen Schwangerschaft, Tubentorsion (= Drehung der Eileiter), Verschluss der Tuben (Hydrosaktosalpinx: = Mit Flüssigkeit gefüllte, verschlossene Eileiter), vorzeitiges Auftreten klimakterischer Beschwerden, Störungen der Perioden (als Post-Sterilisationssyndrom)..

Besonders peinlich pflegen für die Frau psychische, ursächlich mit dem Sterilisationseingriff verbundene Auswirkungen zu sein. Sie treten umso häufiger vor, je jünger die Frau – die ‘Patientin’ ist. Viele Frauen bereuen bald danach, dass sie auf den Eingriff zugestimmt haben. Viele suchen nach Arten und Weisen, wie dieser Zustand rückgängig gemacht werden könnte. Zwar sind viele wegen der Gewissheit zufrieden, dass es jetzt ‘kein Kind’ geben wird.
– Und doch ist es schwer mit dem zutiefst verwundeten mütterlichen Instinkt geistig fertig zu werden. Bei vielen taucht immer wieder der unterbewusst weiterlebende Kinderwunsch auf. Die Frau sucht auf alle möglichen Weisen nach Kontakten, die ihren Fürsorgebedarf um ein Kind zu befriedigen imstande wäre. Ganz leicht erscheinen in ihren Augen Tränen beim Anblick eines Kleinkindes. Anderseits erfahren manche Frauen unwillkürlich Aggressionsreflexe angesichts anderer Frauen, die die Freude am eigenen Kind erleben können.

Besonders schwierig pflegen die geistigen Folgen bei solchen Frauen zu sein, die sich nach einer zuvorgegangenen Abortion, oder auch einer Entbindung sterilisieren gelassen haben. Und auch wenn die Frau vor der Sterilisierung alles getan hat, dass sie die diesbezügliche Entscheidung nicht selbst zu treffen hätte, sondern sie wurde an ihrer Statt vom Arzt, bzw. von dritten Personen getroffen. In einer Zeit danach kann die Frau alle diese Personen für den Zustand beschuldigen, in dem sie sich zurzeit befindet. Die psychische Belastung kann zusätzlich steigern, wenn die Sterilisierung unmittelbar nach der Entbindung der Schwangerschaft über den Kaiserschnitt unternommen wurde, wobei aber das geborene Kind gestorben ist, manchmal ganz plötzlich, zumal im Zeitrauem des ersten Lebensjahres nach der Entbindung.

In dieser Lage kann man die Frauen verstehen, die immer häufiger in Kliniken mit der Frage erscheinen, wie die Chancen sind, die Fähigkeit des Schwangerwerdens doch noch einmal wiedererlangen zu können. All diese Tatsachen heißen noch einmal den Sinn der Gabe Gottes erwägen, mit der der Schöpfer Mann und Frau beschenkt hat: die Gabe der Geschlechtlichkeit – samt der darin eingeprägten Fähigkeit, Eltern werden zu können. Diese Gabe bleibt weiter allein Gottes Eigentum, das Gott zeitweise zur verantwortlichen Verwaltung darbietet, von der aber jeder früher oder später abgerechnet werden wird.


ADNOTATION zur STERILISIERUNG. S. zu dieser Frage u.a.:
1) Dr. Rudolf Ehmann, in: Ehm-V: 4. Zur Sterilisation der Frau, 141-150.
2) Dr. Regine Tadros, Die Sterilisation des Mannes – eine medizinisch unbedenkliche Empfängnisverhütung?, in: EmpfV (2000) 331-338;
3) Dr. Theol. Werner Neuer, Sterilisation in der Sicht christlicher Ethik, in: EmpfV (2000) 1073-1076;
4) Prof. Dr. Hermann Schneider, Gedanken zur Sterilisation von Menschen, in: EmpfV (2000) 1201-1215.

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D.   PRÄNATALE UNTERSUCHUNGEN UND EXPERIMENTE
AN EMBRYOS

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Allgemeine Bewertung pränataler Untersuchungen

Gegen das Ende des ersten Teiles unserer Homepage wurde einiges über die ethischen Aspekte der pränatalen [vorgeburtlichen] Untersuchungen gesagt (s. ob.: Pränatale Untersuchungen – ebd., Grund-Dokumentation der betreffenden Äußerungen der Kirche). Hier, an dieser Stelle, sollte diese Frage noch einmal ein wenig ausführlicher aufgegriffen werden.
– Pränatale Untersuchungen sind sicher empfehlungswürdig, wenn sie die Gesundheit des Kindes abzielen (vgl. EV 26.89). Dagegen sie sind unzulässig, sooft sie unternommen werden, um das Kind abzuschaffen und es zu töten. Gleich, was für Beweggründe dabei die führenden sind: das Wohl der Mutter – oder auch des Kindes, z.B. im Fall genetischer Anomalien, bzw. weil das Geschlecht des Kindes den Erwartungen der Eltern nicht entspricht.

Im Fall der Schwangerschaftsunterbrechung infolge des Befundes aufgrund pränataler Untersuchung – werden alle, die dazu beigetragen haben, in Gottes Augen nicht nur des menschlichen unschuldigen Blutes schuld, sondern ziehen auf sich außerdem noch die Exkommunikation herab, ähnlich wie bei anderen Fällen der Abtreibung aus irgendwelchem anderen Grund.

Es sollte auch noch einmal betont werden, wie Gottes – und erst so auch des Menschen – Stellung im Zusammenhang mit scheinbar ‘wissenschaftlichen’ Untersuchungen ist, die an menschlichen Gameten und Embryos unternommen werden. In diesem Fall geht es nämlich nicht so sehr um pränatale Untersuchungen, sondern um Prä-Implantations-Untersuchungen, die also auf den Zeitraum der Tage fallen zwischen der Empfängnis (Entstehung der Zygote) und der Stunde, wenn die Zygote die Gebärmutter erreicht und ein paar Tage dazu benötigt, bis der Implantations-Vorgang des Embryos in der Schleimhaut der Gebärmutter beendet wird. Hier ein paar Fragmente vom Evangelium Vitae zu diesem Thema:

„Die moralische Bewertung der Abtreibung muss auch auf die neuen Formen der Angriffe auf menschliche Embryonen angewandt werden, die unvermeidlich mit der Tötung des Embryos verbunden sind, auch wenn sie Zwecken dienen, die an sich erlaubt sind. Das ist bei der Durchführung von Versuchen an Embryonen gegeben, die auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung in wachsender Zunahme begriffen und in einigen Staaten gesetzlich erlaubt ist ...
... Die Verwendung von Embryonen oder Föten als Versuchsobjekt [stellt] ein Verbrechen [dar] gegen die Würde als menschliche Geschöpfe, die dasselbe Recht haben, das dem bereits geborenen Kind und jeder Person geschuldet wird.
Aus moralischen Gründen zu verwerfen ist ebenso die Vorgehensweise, die – bisweilen eigens zu diesem Zweck mit Hilfe der In-Vitro-Befruchtung ‘erzeugte’ – noch lebende menschliche Embryonen und Föten missbraucht, sei es als zu verwertendes ‘biologisches Material’ oder als Lieferanten von Organen oder Geweben zur Transplantation für die Behandlung bestimmter Krankheiten. Die Tötung unschuldiger menschlicher Geschöpfe, und sei es auch zum Vorteil anderer, stellt in Wirklichkeit eine absolut unannehmbare Handlung dar” (EV 63).


ANMERKUNG. Sieh zu dieser Frage von unserer Homepage – das schon angeführte und besprochene ‘Dokument’ der Bischöfe Polens vom 5.III.2013. Dort geht´s u.a. um die Praxis der Befruchtung ‘in vitro’: PORTAL unserer Seite [lp33.de], Inhaltsverzeichnis, Kolonne 4, Nr. 20; beziehungsweise der unmittelbare Verweis:
http://lp33.de/seite-lp33/ind21.htm#inv = Unantastbarkeit des Lebens – IN VITRO – Verwandte Fragen


Leben oder Tod der Embryos

Wir haben nicht vor auf den Fragen-Komplex der Untersuchungen an Embryos einzugehen, noch ihrer Benutzung zur Transplantation und künstlicher Befruchtung. Das setzte eine gesonderte Studie voraus, was von der grundsätzlichen Thematik unserer Homepage ganz ableitete. Da aber manche Fragen doch aufkommen können, führen wir hier – schon ohne zusätzlichen Kommentar – einige sprechende Fragmente aus der Enzyklika Johannes Paul II. Evangelium Vitae zu diesem Thema heran: (EV 63. – Sieh auch den gerade erst gezeigten Link zum ‘Dokument der Bischöfe Polens’ zu dieser Frage. Bei diesem angeführten Dokument befinden sich auch Links zu den betreffenden Dokumenten des Magisteriums der Kirche).

Embryos betrachtet als ‘biologisches Material’

„Auch die verschiedenen Techniken künstlicher Fortpflanzung, die sich anscheinend in den Dienst am Leben stellen und die auch nicht selten mit dieser Absicht gehandhabt werden, öffnen in Wirklichkeit neuen Anschlägen gegen das Leben Tür und Tor. Unabhängig von der Tatsache, dass sie vom moralischen Standpunkt aus unannehmbar sind, da sie die Zeugung von dem gesamtmenschlichen Zusammenhang des ehelichen Aktes trennen, verzeichnen diese Techniken hohe Prozentsätze an Misserfolgen: das betrifft nicht so sehr die Befruchtung, als die nachfolgende Entwicklung des Embryos, der der Gefahr ausgesetzt ist, meist innerhalb kürzester Zeit zu sterben.
– Zudem werden mitunter Embryonen in größerer Zahl erzeugt, als für die Einpflanzung in den Schoß der Frau notwendig sind, und diese sogenannten ‘überzähligen Embryonen’ werden dann umgebracht oder für Forschungszwecke verwendet, die unter dem Vorwand des wissenschaftlichen oder medizinischen Fortschritts in Wirklichkeit das menschliche Leben zum bloßen ‘biologischen Material’ degradieren, über das man frei verfügen könne.
– Die vorgeburtlichen Diagnosen, gegen die es keine moralischen Bedenken gibt, sofern sie vorgenommen werden, um eventuell notwendige Behandlungen an dem noch ungeborenen Kind festzustellen, werden allzu oft zum Anlass, die Abtreibung anzuraten oder vorzunehmen. Die angebliche Rechtmäßigkeit der eugenischen Abtreibung entsteht in der öffentlichen Meinung aus einer Mentalität – sie wird zu Unrecht für kohärent mit den Ansprüchen der ‘Behandelbarkeit mit Aussicht auf Heilung’ gehalten –, die das Leben nur unter bestimmten Bedingungen annimmt und Begrenztheit, Behinderung und Krankheit ablehnt.
– Infolge eben dieser Logik ist man soweit gegangen, Kindern, die mit schweren Schäden oder Krankheiten geboren wurden, die elementarsten üblichen Behandlungen und sogar die Ernährung zu verweigern ... ” (EV 14).

Mensch ab der Befruchtung an

„Bereits mit der Befruchtung beginnt die Geschichte des Lebens des Menschen ...
Auch wenn das Vorhandensein einer Geistesseele von keiner experimentellen Beobachtung ausgemacht werden kann, liefern die Schlussfolgerungen der Wissenschaft über den menschlichen Embryo ‘einen wertvollen Hinweis, um das Vorhandensein einer Person von diesem ersten Erscheinen eines menschlichen Lebens an rational zu erkennen: sollte ein menschliches Individuum etwa nicht eine menschliche Person sein?’
Im übrigen ist der Einsatz, der auf dem Spiel steht, so groß, dass unter dem Gesichtspunkt der moralischen Verpflichtung schon die bloße Wahrscheinlichkeit, eine menschliche Person vor sich zu haben, genügen würde, um das strikteste Verbot jedes Eingriffs zu rechtfertigen, der zur Tötung des menschlichen Embryos vorgenommen wird.
– Eben deshalb hat die Kirche jenseits der wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und selbst der philosophischen Aussagen, auf die sich das Lehramt nicht ausdrücklich eingelassen hat, stets gelehrt und lehrt noch immer, dass der Frucht der menschlichen Zeugung vom ersten Augenblick ihrer Existenz an jenes Recht auf unbedingte Achtung zu gewährleisten ist, die dem Menschen in seiner leiblichen und geistigen Integrität und Einheit moralisch geschuldet wird ...” (EV 60).

Benutzungs-Behandlung der Embryos und selektive Pränatale Untersuchungen

„Die moralische Bewertung der Abtreibung muss auch auf die neuen Formen des Eingriffs auf menschliche Embryonen angewandt werden, die unvermeidlich mit der Tötung des Embryos verbunden sind. Das betrifft die Experimente an Embryos, die auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung in wachsender Zunahme begriffen und in einigen Staaten gesetzlich erlaubt ist.
– Auch wenn ‘die Eingriffe am menschlichen Embryo unter der Bedingung als erlaubt angesehen werden müssen, dass sie das Leben und die Unversehrtheit des Embryos achten und dass sie nicht Gefahren mit sich bringen, die nicht verhältnismäßig sind, sondern dass sie auf die Heilung der Krankheit, auf die Wandlung des Gesundheitszustands zum besseren hin und auf die Sicherstellung des Überlebens des einzelnen Fötus ausgerichtet sind’, muss man jedoch geltend machen, dass die Verwendung von Embryonen oder Föten als Versuchsobjekt ein Verbrechen darstellt gegen die Würde als menschliche Geschöpfe, die dasselbe Recht haben, das dem bereits geborenen Kind und jeder Person geschuldet wird.
– Aus moralischen Gründen zu verwerfen ist ebenso auch die Vorgehensweise, die – bisweilen eigens zu diesem Zweck mit Hilfe der In-vitro-Befruchtung ‘erzeugte’ – noch lebende menschliche Embryonen und Föten missbraucht, sei es als zu verwertendes ‘biologisches Material’ oder als Lieferanten von Organen oder Geweben zur Transplantation für die Behandlung bestimmter Krankheiten. Die Tötung unschuldiger menschlicher Geschöpfe, und sei es auch zum Vorteil anderer, stellt in Wirklichkeit eine absolut unannehmbare Handlung dar.
– Besondere Aufmerksamkeit muss der moralischen Bewertung der Verfahren vorgeburtlicher Diagnose gelten, die die frühzeitige Feststellung eventueller Missbildungen oder Krankheiten des ungeborenen Kindes erlauben. Wegen der Komplexität dieser Verfahren muss eine solche Bewertung in der Tat sorgfältiger und artikulierter erfolgen.
– Wenn sie ohne unverhältnismäßige Gefahren für das Kind und für die Mutter sind und zum Ziel haben, eine frühzeitige Therapie zu ermöglichen oder auch eine gefasste und bewusste Annahme des Ungeborenen zu begünstigen, sind diese Verfahren sittlich erlaubt.
Da jedoch die Behandlungsmöglichkeiten vor der Geburt heute noch recht begrenzt sind, kommt es nicht selten vor, dass diese Verfahren in den Dienst einer Eugenetik-Mentalität gestellt werden, die die selektive Abtreibung in Kauf nimmt, um die Geburt von Kindern zu verhindern, die von Missbildungen und Krankheiten verschiedener Art betroffen sind.
– Eine solche Denkart ist niederträchtig und höchst verwerflich, weil sie sich anmaßt, den Wert eines menschlichen Lebens einzig und allein nach Maßstäben wie ‘Normalität’ und physisches Wohlbefinden zu beurteilen und auf diese Weise auch der Legitimation der Kindestötung und der Euthanasie den Weg bahnt” (EV 63).

Verweigerung des Gewissens angesichts der Tötung

„Die absolute Achtung jedes unschuldigen Menschenlebens erfordert auch die Ausübung des Einspruchs aus Gewissensgründen gegen vorsätzliche Abtreibung und Euthanasie. ‘Sterben lassen’ darf niemals als eine medizinische Behandlung angesehen werden, auch dann nicht, wenn man nur die Absicht hätte, damit einer Bitte des Patienten nachzukommen: es ist vielmehr die Verneinung des ärztlichen Berufes, der sich als leidenschaftliches und hartnäckiges ‘Ja’ zum Leben qualifiziert.
– Auch die biomedizinische Forschung, ein faszinierendes und neue große Wohltaten für die Menschheit verheißendes Gebiet, muss immer die Durchführung von Experimenten, Forschungen bzw. Anwendungen ablehnen, die infolge der Missachtung der unverletzlichen Würde des Menschen nicht mehr im Dienst der Menschen stehen und zu Realitäten werden, die sie, obwohl sie ihnen zu helfen scheinen, tatsächlich unterdrücken” (EV 89).


ADNOTATION. PRÄNATALE Untersuchungen. S. u.a.:
1) Dr. Bruno HÜGEL, Die Ambivalenz der Reproduktionsmedizin beim Menschen infolge hormoneller Stimulation der Eierstöcke, Retortenzeugung (IVF) und Embryonentransfer (ET), in: EmpfV (2000) 529-554.
2) Dr. Ulrich BACH, Der Verkaufte Mensch. Über die Unmöglichkeit, dem sogenannten Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin zuzustimmen, in: Christ und Zukunft Nr. 78 (1. Quart. 2000) 2083-2086
3) Roland RÖSLER, Mal gucken, ob Du nützlich bist?!?, in: Christ und Zukunft, Nr. 81 (4. Quart. 2000) 2167-2170.
4) Erklärung der PÄPSTLICHEN AKADEMIE des LEBENS, 25. Aug. 2000, Über die Herstellung sowie die wissenschaftliche und therapeutische Verwendung von menschlichen embryonalen Stammzellen, in: Christ und Zukunft Nr. 81 (4. Quart. 2000) 2190-2194.
5) Prof. Dr. Robert PAEMANN, Gezeugt, nicht gemacht, in: Christ und Zukunft, Nr. 82 (1. Quart. 2001) 2226-2239.
6) P. Otto MAIER SJM, Creemus hominem novum! Voll Spott: Hurra! Hurra! Der neue Mensch ist da!, in: Christ und Zukunft Nr. 84 (3. Quart. 2000) 2299-2302.
7) Ks. Prof. teol. Bp Józef WRÓBEL, Der Mensch und die Medizin. Theologisch-moralische Grundlagen für medizinische Eingriffe [poln.: Habilitationsschrift im Bereich der Bio-Ethik]: Czlowiek i Medycyna. Teologiczno-moralne podstawy ingerencji medycznych (praca habilitacyjna z bioetyki), Kraków Wyd. SCJ – 1999, s. bes. I. Teil – 2. Kap.: Affirmation der personalen Würde des Menschen als Fundament für medizinische Eingriffe [poln.: Afirmacja osobowej godnosci czlowieka jako fundament dzialan medycznych] 69-129; III. Teil – 1. Kap.: Grundsatz der Nicht-Disponibilität [poln.: Zasada niedysponowalnosci], bes. 278-299; 3. Kap.: Grundsatz der Tat mit doppelter Wirkung [poln.: Zasada czynu o podwojnym skutku], 331-353; 4. Kap.: Grundsatz der Ganzheit [poln.: Zasada calosciowosci], 355-398; 5. Kap.: 399-436.
8) Ks. Wladyslaw GASIDLO, Frage der Ethik der Ehe und Familie [poln.: Z zagadnien etyki malzenskiej i rodzinnej], Kraków – Wydzial Duszpasterstwa Rodzin – 1994; bes. 4. Kap.: Die Familie im Konflikt zwischen zwei Lieben [poln.: Rodzina w konflikcie miedzy dwiema milosciami], § 3: Moralische Bewertung biomedizinischer Experimente im Bereich der Anfänge menschlichen Lebens [poln.: Moralna ocena biomedycznych eksperymentow w zakresie poczatkow zycia ludzkiego], 334-357; § 4, Einige diagnostische Untersuchungen in der pränatalen Zeit und ihre moralische Bewertung [poln.: Niektore badania diagnostyczne okresu prenatalnego i ich ocena moralna], 358-375.

Sieh außerdem:
– Prof. Dr. Bisch. Józef WROBEL SCJ, Ethische Aspekte der Ingenieurie an Zellen und Geweben [poln.: Etyczne aspekty inzynierii komorkowej i tkankowej], in: Roczniki Teologiczno-Kanoniczne – 2002, Lublin Wydawnictwo Naukowe KUL (2002: im Druck) (mit ausführlicher zeitmäßiger Literatur).
Prof. Dr. Bisch. Józef WROBEL SCJ, Stammzellen: Hoffnungen und Sorgen [poln.: Komorki macierzyste: Nadzieje i obawy, in: Roczniki Teologiczno-Kanoniczne – 2002, Lublin Wydawnictwo Naukowe KUL (2002: im Druck) (mit ausführlicher zeitmäßiger Literatur).
– PÄPSTLICHE AKADEMIE des LEBENS, Reflexionen über das Klonen [poln.: Refleksje na temat klonowania], in: W trosce o zycie. Wybrane dokumenty Stolicy Apostolskiej. Tarnów, Wyd. Biblos 1998, 634-640;
– PÄPSTLICHE AKADEMIE des LEBENS, Cellule staminali umane autologhe e trasferimento di cucleo. Aspetti scientifici ed etici, in: L'Osservatore Romano (ital. Edit.) 141 [2001, Nr. 3] (42641) 6;
– Prof. Ks. Dr. Tadeusz SLIPKO SJ, Therapeutisches Klonen. Streit um das Wesen des Menschseins [poln.: Klonowanie terapeutyczne – spór o istote czlowieczenstwa], in: Wiadomosci KAI nr 32 [488 - 12. VIII. 2001] 18-20.
– DEUTSCHE BISCHOFSKONFERENZ, Der Mensch: sein eigener Schöpfer? Wort der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen von Gentechnik und Biomedizin, Bonn 7. III. 2001.

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E.    ANDERE ELTERLICH-WIDRIGE BETÄTIGUNGEN

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Zu Ende des besprochenen Abschnittes der Enzyklika Humanae Vitae Nr. 14 [s. ob.: Verletzung schon begonnenen Lebens] fasst Paul VI. noch einmal global alle möglichen elterlich-widrigen Maßnahmen zusammen. Die Kirche kann keinen Eingriff in den Eheakt annehmen, der seine Entfruchtigung abzielen möchte:


Humanae Vitae – Nr. 14c

„Ebenso ist jede Handlung verwerflich, die:
– entweder in Voraussicht
– oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes
– oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel”
(HV 14c)

Der Heilige Vater fasst hier alle elterlich-widrigen Handlungen in drei Gruppen zusammen. Es geht nämlich um Maßnahmen die:
– vor dem Verkehr unternommen werden,
– während des Verkehrs, oder:
– nach ihm.

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1. Elterlich-widrige Maßnahmen vor dem Verkehr

An erster Stelle erwähnt der Heilige Vater elterlich-widrige Betätigungen, die vor dem Antreten an den Verkehr selbst vorgenommen werden. Die Kirche lehnt sie eindeutig ab aufgrund ihrer Sendung: der Wächterin des Depositums der Offenbarung und der letztlichen Bestimmungen des Menschen. Es geht um Anwendung aller irgendwelcher Mittel: ob mechanischer, chemischer oder irgendwelcher anderer Natur, deren Zweck die Absperrung der Elternschaft darstellte.

Es ist von vornherein unmöglich, dass irgendwelche Betätigung, die gegen die Empfängnis oder umso mehr die Schwangerschaft unternommen wäre, je einmal die Gutheißung vonseiten der Kirche erleben könnte, sollte es auch nur in Form der ‘Gelb-Ampel’ für ein bestimmtes Verhütungsmittel sein. Elterlich-widrige Handlungen widersetzen sich immer der Liebe als „Gabe der Person an die Person”. Es geht dann um „‘irreparabel’ schlechte Handlungen, die an und für sich und in sich nicht auf Gott und auf das Gut der menschlichen Person hinzuordnen sind” (VSp 81, ebd. 80; Vad-B 2/4). Daher sind sie immer gleichbedeutend mit Zurückweisung Gottes als Gottes, des einzigen Herrn sowohl des Lebens, wie der Liebe.

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2. Elterlich-widrige Maßnahmen während des Verkehrs


Kind in Händen
Erklärung

Zu dieser Betätigungsgruppe muss der unterbrochene Verkehr gezählt werden, wie auch die Anwendung bei der Kopulation des Präservativs, beziehungsweise überhaupt irgendwelcher spermiziden ‘Kontra-Zeption’.
– Das gilt also für die Anwendung solcher Mittel wie: Globuli, Zäpfchen, Creme, Gallerte, Salben, Schwämmchen, spermizide Sprays, bzw. außerdem Scheidenpessare, Zervixpessare, Präservative für Frauen, und offenbar für jedes typische Abortiv-Mittel.
– Außerdem muss zu elterlich-widrigen Betätigungen, die während des intimen Kontakts selbst unternommen werden, das Petting hinzugezählt werden, wie auch alle andere Arten und Weisen eines Ersatz-Sexualismus, die nicht selten an Pathologie und Entartung grenzen, wie z.B. der ‘Oral-Sex’ : das sexuelle Erleben im Mund, oder anderseits der ‘Anal-Sex’, das heißt das Erleben des Sexus im Anum.


ANMERKUNG. Zur Thematik und Begründung des Oral-Sexus, sieh u.a. von unserer Seite: „Noch einmal: Oral-Sexus”. Es ist ein Fragment des letzten Kapitels der hiesigen Internet-Seite, d.h.: VII.Teil, 3.Kapitel, § G, Pkt.6 [= File-Datei: ‘h’ dieses Kapitels].
– Sieh aber den Artikel des hier Schreibenden – allgemeiner Link: http://lp33.de/seite-lp33/ind2.htm#conf = Heilige Beichte der Eheleute mit Sünden beim ehelichen Verkehr. – Zugang zu diesem Artikel: PORTAL-Seite, Inhaltsverzeichnis, Kolonne 4, Nr. 3. Ebd. ganz unten kann im Inhaltsverzeichnis dieses Artikels das näher Gesuchte gefunden werden: Oral-Sex, Küsse, Tiefküsse, usw. usw.
– Außerdem sieh die ausführliche private Rezension des hier schreibenden Autors zu einem der mehreren Büchern und Internet-Seite des Kappuzinerpaters, O.Ksawerego Knotz (leider: nur polnisch):
http://lp33.de/strona-lp33/ind18.htm#kno = Private Rezension des Buches: O.Ksawery Knotz, OFMCap, Sex den ihr nicht kennt. Für Eheleute die Gott lieben. – Czestochowa, Verl.: Swiety Pawel – 2009.


Im Rahmen der elterlich-widrigen Betätigungen, die während des Aktes des Verkehrs selbst unternommen werden, sollte eine eigene Aufmerksamkeit der abortiven Wirkungsweise aller spermiziden Chemie, und in ihren Rahmen wiederholt noch der Problematik des weit beworbenen und angewandten Präservativs gewidmet werden.


a. Abortive Wirkung aller spermiziden Chemie
und des Präservativs

Man muss sich klar sagen lassen, dass mit der spermiziden Chemie (= samentötenden Chemie) irreversibel nicht nur die Samenfäden geschädigt werden – die sollen doch mit ihr ... vernichtet und getötet werden, sondern mit ihr ebenfalls der Kern der Eizelle selbst modifiziert wird, wenn sie eine solche antrifft (d.h.: wenn die Kopulation auf einen der Fruchtbarkeitstage der Frau fällt).
– Falls die Empfängnis trotz angewandter samentötender Mittel eintritt, kann eine Nachkommenschaft mit seriösen Anomalien erscheinen, wie z.B. kürzeren Gliedern, Neugebilden, chromosomalen Anomalien, Anomalien des Harnkanals usw.

Andere Sache, dass die unter solchen Bedingungen empfangenen Embryos bald infolge weitgehender Schädigungen, die mit der erwähnten samentötenden Chemie zusammenhängen, untergehen. Die Schwangerschaft endet dann als frühzeitige Fehlgeburt.
– Folglich muss man also das angewandte Mittel, das vermeintlich nur ‘samen-tötend’ sein sollte, zur Gruppe hinzuzählen der ... Abortiv-Mittel.

Das aber führt zum unentrinnbaren Schluss: ‘Allein samen-tötende Mittel’ (das heißt: die Kontra-Zeption, bzw. Antikonzeption im strikten Sinn des Wortes) gibt es schlechterdings NICHT. Alle sog. ‘Anti-Konzeption’ (Mittel, die die Empfängnis unmöglich machen sollten) wirkt sich zu gleicher Zeit als Abortivmittel aus, und sollte es nur mittelbar geschehen.

Daselbst muss man sich mit aller Seriosität zum Bewusstsein bringen, was schon mehrmals im Anschluss an die ethischen Ausklänge der Anwendung scheinbar nur spermizider Mittel erwähnt wurde. Zu ihnen zählt u.a. auch das weit beworbene und angewandte Präservativ. Ab zumindest den letzten 80-ger Jahren des abgelaufenen Jahrhunderts ist es wissenschaftlich unwiderlegbar bewiesen, dass unabhängig von der Tatsache, dass das Präservativ vor ansteckenden Krankhaften nicht schützt und keine 100% sichere ‘Barriere’ für das Durchdringen der Samenfäden schafft, und daselbst den Empfängnisvorgang keineswegs mit Gewissheit zu verhindern imstande ist, muss auch das Präservativ zu Mitteln gezählt werden, die einen frühzeitigen Schwangerschaftsabbruch herbeiführen. Offenbar für den Fall, wenn die Kopulation mit Anwendung des Präservativs auf einen Tag der Empfängnismöglichkeit bei der Frau fällt.

Die Frau erfährt, dass bei ihr Fruchtbarkeitstage ablaufen, aufgrund der in dieser Zeit infolge der Östrogene-Ausschüttung erscheinenden Schleimaussonderung (sie kann leicht dank der ‘Billings-Methode’ erkannt werden). Das hängt einerseits mit der Durchgängigkeit des Präservativstoffs für Spermien zusammen, wie auch der Art und Weise selbst, wie das Präservativ angewandt wird, aber umso mehr mit der Spermizid-Chemie, mit der das Präservativ für Sex-Business von innen her ausgepolstert ist.

Die erwähnte Chemie, die Bestandteil der ‘Spermizidmittel ist (Zäpfchen, Sprays, Schwämmchen, Salben; aber ebenfalls das Präservativ) wirkt auf die Samenzellen tödlich, also sie tötet sie, oder zumindest sie beschädigt sie seriöse. Allerdings diese Beschädigungen sind keinesfalls 100% ‘wirksam’. Die wissenschaftliche Dokumentation beweist, dass ungeachtet dieser Beschädigungen es doch zur Besamung der Eizelle kommt, falls die beiden Gameten zusammentreffen.

Anderseits indem die so präparierte Samenflüssigkeit an die Eizelle gelangt, also Samenflüssigkeit zusammengemischt mit der spermiziden Chemie, greift sie auch die Eizelle selbst an. Es kommt vor, wie dafür die wissenschaftliche Dokumentation spricht, dass es allen weitgehenden Beschädigungen zum Trotz doch zur Besamung-Befruchtung kommt, und demzufolge eine Zygote entsteht: es wird ein Neuer Mensch empfangen. Allerdings solche Zygote ist von Anfang an insuffizient, weil die beiden zusammengefügten Gameten früher seriös modifiziert und beschädigt wurden. Der da zu sein begonnene Neue Mensch verfügt daselbst über nur geringe Überlebungschance. In der Regel stirbt er in wenigen Tagen nachher nach seiner Empfängnis.

Die Partner solchen Verhältnisses können dann nicht einmal zu bemerken imstande sein, ob und dass es zu einer Empfängnis gekommen ist (dem angewandten Präservativ, beziehungsweise einem anderen scheinbar nur Anti-Konzeptions-Mittel zuwider). Der empfangene Mensch stirbt üblich binnen der 1.-2. Woche ab der Empfängnis: bevor er die Gebärmutterhöhle erreicht, oder kurz danach. Den beiden Partnern-Eltern kann es trügerisch scheinen, dass das ‘Zäpfchen’, bzw. das ‘Präservativ’ u.dgl. seine Aufgabe ‘exzellent erfüllt’ hat: weil keine Schwangerschaft ... gesehen werden kann!

Doch hier taucht unvermeidlich die ethische Frage auf: um welchen Preis wurde dieses Ziel erreicht? Es kommt nämlich die Zurechnung für das Leben zutage – eines damals vielleicht doch empfangenen Kindes ihrer beiden. Dieser ‘Empfangene’ kann zwar Jetztzeit in der Tat nicht erblickt werden. Sein Vater und seine Mutter haben damals, vor seiner Empfängnis, nur ‘Liebe-Praxis’ ganz toll betrieben. Allerdings Preis dieser ihrer ‘Liebelei’ ist das Blut des Unschuldigen geworden: des von ihnen getilgten ... ihres eigenen Kindes.

An ein Kind haben aber diese zweien damals weder gedacht, noch wollen sie ein Nachdenken über solche Tatsache zur Kenntnis nehmen. Ihnen war es damals, wahr gesagt, nicht an Liebe gelegen (diese beschenkt ihrem Wesen nach mit Gutem. Das ‘Gute’ ist aber nur dann das wahrhaft Gute, wenn es das definitiv Gute anstrebt: die Erlösung), sondern einzig und allein an Erfahrung von ‘Sex’. Diese Wirkung sollte ihnen vom angeblich ‘nur’ samentötenden Mittel nahegebracht werden, und zwar die angestrebte Möglichkeit eines ‘Sex-Auslebens’, ohne mit eventuellem Kind belästigt worden zu sein!

Es besteht kein Zweifel, dass diese beiden vor Gottes Antlitz, und selbstverständlich auch des eventuell getöteten Kindes, oder selbst zahlreicher getöteter ihrer Kinder, und ebenfalls vor der ganzen menschlichen Gesellschaft, für den Schrei des unschuldigen, vergossenen Blutes – Rechenschaft ablegen werden werden. Das Kind ist als Frucht ihrer betriebenen vermeintlichen ‘Liebe’ zur Existenz gekommen. ‘Liebe’ ist dieses ihr Tun offenbar in keinem Fall gewesen. Es war typische mutuelle Selbst-Befriedigung (Masturbation). Ihr Tun war eine bewusst beabsichtigte Verlogenheit: es war eine von ihnen beiden besiegelte, typische Scheidung-in-unternommener-Kopulation.

Diese beiden strebten doch alles andere an, nicht aber dahin, ein ‘Eins-in-Liebe’ ihrer beiden Personen zu werden. Sie beiden haben doch beiderseitig die Vereinigung ihrer beiden – entschieden ausgeschlossen. Weder der eine, noch der andere hat es gewünscht, ein ‘Zwei-zu-Einem-Fleisch’ zu werden: ihrer zwei Personen vereinigt in Kommunion von Liebe-Leben. Nur deswegen wandten sie dieses konkrete Mittel an – geben wir an: das Präservativ. Dieses Mittel blockiert von vornherein irgendein „Zwei-zu-Einem-Fleisch-Werden”, sollte man selbst Jetztzeit seine ... abortive Wirkung übergehen.


ANMERKUNG. Sieh auch über das ‘Präservativ’ und andere gegen-elterliche Auswirkungen dieser und ähnlicher Mittel – unter dem Blickpunkt der Erlebensweise ihrer beiden und der ethischen Wertung solcher Betätigungen – von unserer Homepage: „Nicht Sexus, sondern Personenvereinigung gemäß der Friedensordnung des Aktes” – am besten diesen ganzen, ziemlich langen Artikel.
– Zum Oral-Sex s. von unserer Homepage u.a.: „Noch einmal: Oral-Sex”. Es ist Fragment des letzten Kapitels unserer Homepage, d.h.: VII.Teil, 3.Kap., § G, Pkt.6 [= Filee ‘h’ dieses Kapitels].
– Sieh außerdem: PORTAL-Seite, 4.Kolonne, Nr.3: Heilige Beichte der Eheleute mit Sünden beim ehelichen Verkehr).
– Und noch den oben erwähnten Link: Links zur ethischen Bewertung des Präservativs)
.


b. Zwei beabsichtigte Zwecke bei Betreiben der ‘Sex-Liebe’
u.a. mit Hilfe des Präservativs


Die obigen Feststellungen könnten noch klarer zum Ausdruck gebracht werden, sollte es selbst auf eigenartig ... brutal formulierte Sprache geschehen. Die Partner, die sich beim ‘Kopulations-Sex’ mit Anwendung des Präservativs (und umso mehr mit Hilfe der ‘klassischen’ Abortiv-Mittel: Spirale, Pille...) ... ‘absichern’, treffen eine bewusste Wahl (bewusste Wahl, weil das Präservativ zuvor gekauft werden muss, es muss nach Beschaffenheit gewählt werden, die Instruktion muss gelesen werden, man muss es anlegen, usw.; es ist niemals ein nur ‘unerwartetes Überraschungstun’) und daselbst bejahen sie von vornherein seine zwei mit seinem Wesen verbundenen Wirkungen und Betätigungsweisen:

(0,36 kB) Seinen abortiv-wirkenden Mechanismus. Zweck, der das Präservativ anzuwenden heißt, beruht auf dem einen: Es soll ‘kein Kind geben’. Alles egal, wie das geschehen soll, also sollte es selbst über das Umbringen des Empfangenen geschehen. ‘Am besten’ über die ... Art und Weise, wie das geschehen wird, schlechterdings ... nicht nachzugrübeln! ...
– So ist es am komfortabelsten ... für Jetztzeit ! Wer sollte doch in der ‘Sex-Stunde’ noch über die eigene Zukunft nachdenken!? Wer sollte beim Taumel des leidenschaftsgeladenen ‘Sexus’ an das Finale seines Lebens denken, oder an ... Jesus Christus, der da „kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten” (sieh wenn auch nur: Apg 10,42; 2 Tim 4,1; 1 Petr 4,5; Röm 14,9)?

(0,37 kB) Parallel zu jener, gegen das Leben ausgerichteten abortiven Wirkungsweise des Präservativs (und ebenfalls aller anderer gegen-elterlicher Mittel, wie der Spirale-Einlage, der Pille in ihren immer anderen Abartungen; aber ebenfalls aller scheinbar nur ‘spermizider’ Präparate) läuft seine sich grell abhebende Wirkung einher, die als ‘Volltreffer’ direkt gegen das Wesen selbst der ‘Liebe’ ausgerichtet ist.

Wenn die Partner (Ehegatten, aber auch ‘Brautpaare’; und umso mehr weniger oder mehr zufällige Partner), die die ‘Dienst-Bereitschaft’ ihres Sex-Leibes ausnützen möchten, sich mit dem Präservativ ‘absichern’, da – wenn man schon seine unerbittlich abortive Wirkung übergeht (die von vornherein ausgedrückte Zustimmung auf Umbringen von Zyklus zu Zyklus wenn auch nur eines potentiellen Kindes ihrer ‘Sex-Liebeleien’), tun sie zugleich ungeheuerlich ehrenlos kund, entsetzlich durchdringend, und dabei ... schamlos und ohne sich gegenseitig in Verlegenheit zu finden: sie streben in geringstem Grad irgendeine ‘Liebe’ an, d.h. die Vereinigung ihrer beiden Personen in „Kommunion von Liebe-Leben”, noch umso mehr – dass sie „in Ehrfurcht vor Christus” handeln (Eph 5,21; s. dazu unt.:  Neuheit des Evangeliums: gegenseitige Unterordnung der Ehegatten). Wäre ihre Liebe tatsächlich Liebe, strebte sie das Gute an, das diesem anderen, diesem Geliebten zugeordnet wäre.
– Allerdings dieses ‘Gute’ müsste proportionell sein zum Gerufenwerden zum ewigen – Leben: im „Haus des Vaters” (s. dazu auch die Aussage Johannes Paul II.: Absicht – Umstände – Gegenstand der Tat; und noch: Gute Tat wegen des Guten).

Indessen im Fall einer vermeintlichen ‘Liebe’, begriffen als Sex-Betreiben und Austoben darauf – gibt es keine irgendwelche Spur vom Streben nach zählendem ‘Gut’: diesem eigenen, wie umso mehr diesem des anderen. Alles ist bestellt auf mutuelles (?), egoistisches ‘Sex-Erleben’, mit Aufmerksamkeit, die sich allein am Sex-Leib sammelt: diesem eigenen – und diesem des anderen.
– So lässt sich schreiend das von weitem ersichtliche Kennzeichen aller Gegen-Liebe erkennen. Es verrät sich an der ihr eigenen zentripetalen-Dynamik (Ausrichtung die nur die egoistische Befriedigung des eigenen ‘Ich’ anstrebt; dieser andere als seine Person – geht den Handelnden im geringsten Maß an!).

Im Gegenteil dazu, das Kennzeichen einer wahren Liebe ist die mit ihr einhergehende ihre zentrifugale Dynamik: „Mein eigenes ‘Ich’ ist unwichtig. Hauptsache, dass ich ... dich mit zählendem Gut beschenken kann. Sollte es sich als nötig zeigen, zögere ich nicht, mein eigenes Leben hinopfern, um dir nur dieses Gut zu sichern”.

Die Partner, die nur ‘Sex’ betreiben (also nicht – die ‘Liebe’ betätigen), und die sich dazu mit dem Präservativ (oder irgendeinem anderen gegen-elterlichen Mittel) ‘absichern’, müssen ehrlich bekennen, es handelt sich ihnen nur und allein geradeaus um den ‘Sexus’. Sollte man es brutal, aber präzise ausdrücken, geht es dann ihnen beiden (und vor allem der männlichen Seite) um möglich maximal ausgelöste Masturbation. Der Mann erlebt seine Selbstbefriedigung wohl mehr ‘intrigierend-taumelhaft’, wenn er sie über den Sex-Leib seiner ... Partnerin zum Ausbruch bringen kann.

Es ist dann ein Ehebruch – ohne physischen Verrat mit irgendjemandem Fremden. Der Ehemann schaut seine Ehefrau in solcher Situation nicht als ‘Person’ an, die er zu „lieben” geloben hat, sondern als Frauen-Sex-Leib: anonym. Darin beruht der Verrat: der Ehebruch – ohne vom ‘Dienst’ jemandes Fremden Gebrauch gemacht zu haben. Dieser ‘Fremde’ ist in seinem Bewusstsein seine Ehefrau (dies geschieht auch umgekehrt), und zwar auf Nicht-Person reduzierter und begehrter ihr Sex-Leib.

Der männliche ‘Partner’ der so misshandelten Geschlechtskopulation – also nicht des Aktes der personalen ehelichen Vereinigung: die Gottes Gabe sein sollte für das Sakrament der Ehe (also nicht für ein Brautpaar, noch umso mehr für nicht-eheliche Partner), kann unmöglich leugnen, dass seine Handlungsweise ein mit Willen und Tat geäußertes Zu-Tode-Treten des Wortes ‘ich liebe’: irgendeiner ‘Liebe’ darstellt. Sollte in diesem Moment selbst die unvermeidlich abortierende Wirkungsweise des Präservativs übergegangen werden, da stellt doch selbst die Wand des Präservativs eine wirksame Blockade dar für irgendwelches Streben nach einem Eins-in-Liebe-zu-Werden ihrer beiden dar. Sollte solches im Rahmen der Ehe geschehen, würde hier sofort das Gott und den Menschen unwiderruflich gegebene WORT des Sakraments im Spiel sein: „Ich gelobe dir ... Liebe ...”.

Hier diese Wirklichkeit, die ein wenig anschaulicher in Form einer Tabelle mit ausdrücklicher Erklärung dargestellt werden möchte:


Ehe-Sex mit dem ... Präservativ
(oder irgendwelchem anderen gegen-elterlichem Mittel)

Du mein Schönchen! Bewunderst Du mich, wie sehr ich Dich liebe? Wie ich mich anstrenge, dass auch Du etwas vom Leben genießt – und ich bei Dir?
Wie sehr ich Deinen Sex-Leib ... lieb habe!?
Auch jetzt – bin ich schon völlig bereit! Alles schon – gut angelegt!

Habe keine Angst! Ein Kind wird es daraus nicht geben!
Es wird gesprochen, dass das Präservativ ein Abortiv-Mittel ... darstellt. So suchen nur die Geistlichen das Volk einzuschüchtern!
– Aber Du brauchst dich nicht fürchten! Das Präservativ sprengt alle Angst! Es schafft alles auch mit einem Kind: es erledigt auch diese Frage ... ganz ‘wirksam’!

Sollten wir noch danach forschen, wie das geschehen soll? Das gehört nicht zu uns! Mögen sich deswegen die Spezialisten ihren Kopf zerbrechen. Die Wisssenschaft soll doch den menschlichen Bedürfnissen zu Diensten sein ...!
– Wichtig, dass es kein Kind geben wird. Wir könnten uns doch kein weiteres Kind erlauben ...!

Du aber, mit deinem Sex-Leib, bis gerade als ob für micht ... geschaffen! Ich habe Dich jederzeit zur Verfügung. Auch Du hast es doch gern! Dank diesem Oberschutz können wir Liebe je nach unseren Kräften betreiben. Du mein Schönchen: Du bist die einzige, die meine männlichen Bedürfnisse versteht!

Vielleicht ist es darin selbst ein wenig Wahrheit, dass die ‘Wand’ des Präservativs, die es nicht fehlen kann, einem Strich über das ‘Eins-in-Liebe’ gleicht. Als ob ich Dir zu verstehen geben möchte: „Ich habe nie gewollt, mit Dir ein ‘Eins-in-Liebe’ zu bilden: ich habe niemals beabsichtigt – ein ‘Eins-in-Liebe’ zu sein, und habe es weiter so vor! Dagegen ich liebe mit ganzem Herzen und Leib Deinen ‘Sex-Leib’: das – Ja! Alles andere kann ruhig nicht bestehen. Du verstehst es – und bietest es mir an. Dafür liebe ich Dich ... ‘bis zum Taumel’!

Sage übrigens, Du mein Sönnchen, was Dir mehr lieb ist: Ein wenig im Sex zu taumeln, oder in Vereinigung zu bleiben?
– Denn ich mag eher ein wenig mich an Dir zu masturbieren!

Was geht uns an die von den Geistlichen ersonnene sog. innere ‘Friedensordnung der ehelichen Vereinigung’? Nach ihr soll sich die Aufmerksamkeit auf dem Antlitz und dem Herzen sammeln, und außerdem soll alles im Klima der sakramentalen ‘Furcht vor Christus’ geschehen (Eph 5,21) ...
– Ist es nicht 100x interessanter den Leib aufzuwecken und seine reifgewordene Frucht daraus zu sammeln? Uns steht das Recht zu, irgendwas vom Leben zu genießen!

Mögen die Geistlichen ihre Nase hier nicht reinstecken und uns hinsichtlich der Zeiten unserer privaten Sex-Freude nichts diktieren. Dazu ist der Sex, dass sein verborgener Reichtum geholt wird, und man sich satt lieben kann!

Dass aber das Gewissen, Du mein Sönnchen, dich ab und zu belästigt? Wir sind doch Ehe! Also dürfen wir miteinander so spielen, dass wir den Phantasie-Zügeln freien Lauf lassen!
– Lass dich vom Sex-Taumel ein wenig hinreißen! Schau mal, wie ich es tue! Da werden Dir alle Skrupeln ... vergehen!
– Merke mal: Sex ist für die Lebenden! ...

Dass aber die Ehe – irgendein Sakrament sein soll? Kannst Du wirklich an nichts anderes denken? Das Sakrament geschah – einmal, und es war selbst ziemlich schön – damals in der Kirche.
Jetzt hat das ‘Leben’ begonnen. Sex wurde zu unserem legalen Besitztum!
– So machen wir uns das Leben voller Strapazen ein wenig angenehmer ... dank den Zeiten der ‘Sex-Entspannung’. Und sollte es selbst mit Hilfe des Präservativs erfolgen. Dank ihm können wir uns doch gegenseitig sicherer masturbieren und satt befriedigen ...

Wer aufmerksam liest, sieht nur allzu gut, an was für eine Wirklichkeit der in der ‘Tabelle’ dargestellte eigenartige Dialog eines Sex-Mannes mit seiner Ehefrau anspielt, sooft diese nach dem Präservativ greifen.
– Ob aber die daran interessierten Personen – Ehepaare, und umso mehr Nicht-Ehen, fähig sind, sich das zum ... Herzen zu nehmen?

Das Präservativ – schon ganz abgesehen von seiner wissenschaftlich bewiesenen unabwendbaren Abortiv-Wirkung, besteht jedesmalig auf Zu-Tode-Treten irgendwelcher ‘Liebe’. Die Trennungswand des Präservativs schreit im Namen des Mannes zu seiner Ehefrau: „Ich habe dich niemals geliebt! Und habe keinesfalls vor, dich zu lieben! Ich begehre nach dir als zum weiblichen Sex-Leib. Siehe da, darin besteht meine ‘Liebe’ zu dir” !
– Das heißt also: ich liebe nicht dich, sondern mich allein (Verlogenheit üben mit dem großen, verpflichtenden Wort ‘ich liebe’; ganz ehrenlos, mit Tat ausgedrückter Sex-Egoismus). Dank deinem Sex-Leib bin ich imstande, auf mehr taumelhafte Art und Weise meine nächste Masturbation zu genießen. Hier ist dein Platz für mich geschaffen: du mein – für mich erschaffener Sex-Roboter !
Als ‘Person’ – kenne ich dich ... nicht! Und brauche nicht, dich als Person kennen zu lernen. Was an dir für mich zählt, ist dein Weibs-Körper”.


Wir haben schon des Öfteren daran erinnert, dass niemand Besitzer seiner Selbst ist. Umso mehr ist niemand Besitzer – der ihm nur zur Verwaltung angebotenen, seiner eigenen Geschlechtlichkeit. Und weiter, niemand ist Eigentümer der Ehe. Es gibt dabei keine andere Ehe in Gottes Augen, als nur diese Ehe, die Sakrament der Ehe ist.
– Den Eheleuten schenkt Gott nicht den ‘Sexus’, sondern den Akt der Vereinigung der Person von Ehemann mit der Person seiner Ehefrau – in ihrer Kommunion-in-Leben-Liebe (sieh dazu u.a.: Wer hat Euch das erlaubt?: es wird ermutigt, die dort angebotenen Argumente wiederholt zu erwägen. – Und noch den ganzen Artikel: Heilige Beichte der Eheleute mit Sünden beim ehelichen Verkehr).

Alle diese Wirklichkeiten sind ausschließliches Gottes Eigentum. Vor allem aber selbst das Geheimnis der ‘Liebe’, wie auch das Geheimnis selbst des ‘Lebens’. Von ihrer Verwaltung ... wird jeder einzeln früher oder später vor Gott abgerechnet werden – genauer: vor Jesus Christus, den „Gott eingesetzt hat zum Richter der Lebenden und der Toten” (Apg 10,42).

Gott führt zwei Personen in der Zeit, wenn sie sich ihr eheliches Zugeständnis für das lebenslange Band ihres Ehe-Bundes äußern, auf das Gelände ihrer geschlechtlichen Intimität nicht zum ‘Sexus-um-des-Sexus’ willen ein, sondern dass sie das sakramental erlebte „Zwei-zu-Einem-Fleisch” werden, also dass sie ihre Intimität immer im Zustand der heiligmachenden Gnade erleben. Sie sollen also nicht zwei ‘Sexus’ bilden (Gemeinsamkeit-Einheit in Sünde), sondern zwei Personen, die in der zustandegekommenen ehelichen Kommunion ab jetzt an in immer intensiverem Grad zwei-Personen-zu-Einem-Fleisch werden sollen – und es auch wollen.


Das betrifft eigenartig auch schon die Zeiten vor der von Christus vollbrachten Erlösung – im Rahmen des damals bestehenden Ur-Sakramentes der Schöpfung. Umso mehr gilt das für die Phase des Neuen Testaments, wann die Ehe zur Ebene eines der Sakramente der Kirche erhöht worden ist.

Die Anwendung eines elterlich-widrigen Mittels, in diesem Fall dieses samentötenden und zugleich abortiven, das in selber Zeit den Willen niedertritt, diese zwei Personen zusammenzubinden, strebt also eine genau und total entgegengesetzte Richtung an im Vergleich zum Vorhaben der Liebe Gottes, des Schöpfers der Ehe. Gott hat für die Eheleute die Gabe einer tiefgehenden, friedsamen, im Zustand der heiligmachenden Gnade erlebten Vereinigung ihrer beiden Personen vorbereitet. Widersetzt sich jemand deutlich dem Vorhaben der Liebe Gottes hinsichtlich der Ehe, dem Ehe-Sakrament, tritt er daselbst die eheliche Liebe zu Tode, und außerdem bringt er das Kind um, das Blüte der mutuellen Liebe ihrer personalen Vereinigung sein sollte.
– Das gilt ebenfalls für den Fall, wenn die Empfängnis nur in potentiellem Sinn zustande kommen könnte. Denn vom ethischen Gesichtspunkt aus rechnet die mit Tat erwiesene, von vornherein akzeptierte Annahme aller Wirkungen des angewandten Mittels: der Zurückweisung der beiderseitigen Liebe, und umso mehr des Verbrechens der von vornherein geäußerten Zustimmung auf Umbringen des Kindes der ‘Liebe im-Sinn: Sex-Liebe’.

Dass die oberhalb formulierten Feststellungen nicht als unbegründete Erörterungen eines ‘Geistlichen’: also eines nicht-Arztes, angesehen werden, führen wir hier ein Fragment des langen, wissenschaftlichen Artikels von Dr. Rudolf Ehmann an, den wir von einem Sammelwerk wissenschaftlicher Forscher schöpfen, das der Problematik der „Schwangerschafts-Verhütung” gewidmet ist. Wir denken hier an das dicke Band, das eine Sammelarbeit wissenschaftlicher Forscher darstellt – unter dem gemeinsamen Titel: „Empfängnisverhütung” (1226 Seiten). Es stellt den Ertrag dar von Spezialisten in diesem Bereich vom Umbruch der zwei Millennien. Der Titel dieses deutsch erschienenen Großwerkes lautet folgender:

Redakteur: Roland Süßmuth, „Empfängnisverhütung. Fakten, Hintergründe, Zusammenhänge”.
– An der anderen Seite der Titelseite steht die Erklärung: „Dieses Buch ist eine Produktion von Pro Conscientia e.V. – zum Schutze menschlichen Lebens und für das ungeborene Kind. Lesern, welche die Verbreitung dieses Buches fördern möchten, sei das Spendenkonto Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Nr. 202 222 04 genannt”. – Copyright 2000, by Hänssler Verlag 2000, D-71087 Holzgerlingen.

Wir führen hier ein Fragment an – eines in diesem Band gedruckten Artikels, geschrieben vom Gynäkologen-Spezialisten:

Dr. Rudolf Ehmann,
„Verhütungsmittel: Verhängnisvolle Nebenwirkungen, über die man nicht spricht.
Eine kritische Bilanz aus der Sicht eines Gynäkologen”
(ebd., S. 109-271),
mit umfangreicher wissenschaftlicher Literatur zum Thema (allein die Literatur ebd.: S. 250-271).

Die für uns zuständige Frage von Dr. R. Ehmann wird im Abschnitt unter dem Titel behandelt:
„3. Spermizide in Form von Zäpfchen, Salben, Cremes, Sprays, Schwämmchen” (ebd., S. 139-141).
– Hier die von Dr. Ehmann dargelegten Schlüsse:

„... Relativ neu ist hier eine Information, die auf einer Fortbildungstagung der mitteleuropäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, der Schweizerischen Gesellschaft für Familienplanung und der Schweizerischen Gesellschaft für Sterilität und Fertilität im Januar 1989 in Schaffhausen vermittelt wurde:
– Alle Nonoxino-9-haltigen Salben, Cremes, Sprays, Zäpfchen und antikonzeptiven Schwämmchen setzen nicht nur die Motilität und Akrosomenfunktion der Spermien außer Betrieb, sondern bewirken auch eine ‘De-kondensation des Kernes in der Eizelle’. An den Spermatozoen können molekulare Schäden entstehen, indem deren DNA-Struktur verändert werde, was – bei einer Befruchtung – zu Zygotenfehlbildungen führe, Missbildungen allerdings seien bisher noch nicht bestätigt worden und es würden ja sowieso die so entstandenen Embryonen in der Regel als Frühaborte abgehen.
– Es besteht also auch hier eine abortive Wirkung, die bisher nicht bekannt war” (op.cit., S. 140).


Die obigen, zuständigen Worte sprechen von allein. Das bedeutet, dass es zurzeit keine chemische Mittel gibt, die nicht-abortierend wirkten, die also die Partner vor eine Prägnanz über allein ihre samentötende Wirkungsweise zu ‘behüten’ imstande wären. Man braucht sich nicht vortäuschen! Alle elterlich-widrigen Mittel, die unter dem Namen ‘Kontra-Zeption’ im strikten Sinn vorkommen (= Nicht-Zulassung zur Besamung-Befruchtung), wirken immer zugleich als Abortiv-Mittel. Das betrifft also allerlei Zäpfchen, Globuli, Sprays, Schwämmchen, Salben und andere chemische Mittel, die vermeintlich nur samentötend wirken sollen, und von Frauen angewandt werden.
– Dieselbe Bewertung gilt demnach auf gleiche Weise für das allgemein eingebürgerte Präservativ – allein aufgrund der Tatsache, dass dieses Mittel mit samentötender Chemie ausgepolstert ist.

Es ist nicht Aufgabe der ‘Kirche’, wissenschaftliche Untersuchungen mit Bezug auf den Wirkungsmechanismus der erörterten chemischen, bzw. mechanisch-chemischen Mitteln zu unternehmen. Die Kirche nimmt die Schlüsse der redlichen wissenschaftlichen Forschungen an, die von verantwortlichen, zuständigen Wissenschaftlern in diesem Bereich unternommen wurden. Indem die gerade erst angeführten Schlüsse bei wissenschaftlichen medizinischen Tagungen von Spezialisten-Gynäkologen angenommen und bestätigt wurden – in diesem Fall von drei verschiedenen Gynäkologen-Gesellschaften, bleibt der Kirche nichts anderes übrig, als diesen Untersuchungen Vertrauen zu schenken und daraus weit gehende Schlüsse für die ihr eigentliche seelsorgliche Sendung zu ziehen, ähnlich wie es geschah hinsichtlich der moralischen Folgen mit Bezug auf den Gebrauch sei es der Spirale-Einlage, sei es anderer typisch abortiver Hormonalmittel.

Die erwähnten wissenschaftlichen Untersuchungen rütteln nicht nur keineswegs an den bisherigen Prinzipien, die von Gottes Geboten herkommen – und folgerichtig die Haltung der Kirche in ihrer moralischen Lehre hinsichtlich der Schwangerschafts-Verhütung bestimmen, sondern sie tragen nur noch wesentlich tiefer zu ihrer Begründung bei. Sie fügen nämlich zu dem schon sowieso infolge der Tatsache allein des Widerspruchs dem Gottes Vorhaben gegenüber betreffs der Ehe belasteten Gewissen – einen weiteren, dieses Mal blutigen Aspekt hinzu: die Schuld vergossenen Unschuldigen Blutes. Sie weisen nämlich auf die todesbringenden Wirkungen schon nicht allein der ‘klassischen’ Abortiv-Mittel (Spirale-Einlage; Hormonalmittel, Prostaglandine; RU-486, EllaOne; usw.), sondern ebenfalls der bisher als mehr ‘unschuldig’ erachteten Mittel, wie das Präservativ und aller vermeintlich ‘nur’ spermiziden Chemie (Zäpfchen, Schwämmchen, Sprays, Salben u.dgl.).

Einmal mehr bestätigt sich die Richtigkeit der strikt nebeneinander einherlaufenden zwei Gottes Gebote: dieses Fünften („Du sollst nicht töten”) und Sechsten („Du sollst nicht die Ehe brechen”). Nicht umsonst verbindet Gott schon im Paradies die Wirklichkeit von Leben und Tod und von Gut und Böse miteinander.
– Zu gleicher Zeit wird aber Gott nie und nimmer die Befolgung der von Ihm dringend dem Menschen vorgelegten seinen Geboten am Mann und Frau erpressen. Gott bittet nur ungemein seriös, und selbst befiehlt geradeaus ihre Beobachtung, indem Er zugleich die dramatischen Folgen zum Bewusstsein bringt, falls sich die Wahl des Menschen der Bitte und dem Angebot Gottes widersetzte:

„Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen.
Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen aber darfst du nicht essen.
Denn am Tag, da du davon isst, musst du sicher sterben” (Gen 2,16f).

Im selben Geist äußert sich der von uns des Öfteren angeführte Völkerapostel Paulus:

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist
das ewige – Leben in Christus Jesus, unserem Herrn” (Röm 6,23).

Verzierung

3. Präservativ: die täuschende ‘Wirksamkeit’
dieses ebenfalls Abortiv-Mittels


Gesondert ziemt es sich noch einmal, wiewohl vom anderen Gesichtspunkt her, auf die Problematik zurückzukommen, die mit der Anwendung des populären elterlich-widrigen Mittels zusammenhängt, nämlich dem Präservativ. Vollgültig ist alles, was gerade erst gesagt wurde über die ebenfalls mit dem Präservativ zusammenhängende abortive Wirkungsweise. Es geschieht infolge der spermiziden Chemie, mit der es von innen her ausgepolstert ist.

Daselbst müssen als unbegründet und ungerechtfertigt angesehen werden die zuweilen laut aufkommenden Vorwürfe, Proteste und Anfragen im Zusammenhang damit, was auf mehreren Stellen auch der hiesigen Internet-Seite hervorgehoben wird: dass der Gebrauch des Präservativs mit der von Zyklus zu Zyklus herabgezogenen Zurechnung für Tötung eines potentiell Empfangenen Menschen strikt zusammenhängt, sollte es selbst im betreffenden Zyklus zur Empfängnis nicht gekommen sein. Zweck des angewandten Mittels bleibt doch unabänderlich dasselbe: Es soll kein Kind geben! Folgerichtig, wenn jemand schon allein nach einem Mittel greift, das potentiell das Umbringen von Leben herbeiführen kann, wird es in Gottes Augen als Bereitschaft einer völligen Akzeptation aller seiner Folgen zugerechnet.


Es wird aber gut sein auch noch mehrere andere Aspekte dieses stark verbreiteten elterlich-widrigen Mittels zu erwägen. Umso mehr, dass es in Weltskala einen beständig ungemein starken Nachdruck gibt, dieses Mittel nur noch weiter zu verbreiten – allen wissenschaftlichen Forschungen zuwider, gegen die Schlüsse der Erziehungsarbeit und der Hinsicht auf das Gewissen, das im Fall des angewandten Präservativs eine zutiefste Verwundung erfährt, indem es sich nicht von Liebe versklaven lässt, sondern von entmenschlichender Begehrlichkeit.

a. Die auf das Präservativ gesetzten Hoffnungen

Das Präservativ, auch ‘Kondom’ genannt, ist eines der Mittel der Empfängnis-, oder genauer: der Schwangerschafts-Verhütung, das eine jahrhundertelange Tradition durchgemacht hat. Die zeitweiligen Präservative werden am meisten aus Latex produziert, das im Produktionsprozess des synthetischen Kautschuks entsteht, eventuell aus Polyurethan, das beim Polymerisationsvorgang gewonnen wird.

Das Präservativ wurde eine lange Zeit hindurch fast völlig diskriminiert. Das hing mit seiner bedeutenden Versagerquote zusammen. Erst die pandemische Ausweitung der AIDS-Krankheit (aquired immunodeficiency syndrome – Syndrom der angeeigneten Immunologe-Defizienzen), die mit dem Anti-Virus HIV (human immunodeficiency virus: sein Genom enthält nicht das DNA, sondern das RNA) bewirkt wird, hat das Präservativ von neuem in Erinnerung und in Gnaden gebracht. Das wurde dank der angewandten, vervollkommneten Technologie seiner Produktion möglich.

Es schien, das Präservativ werde zum idealen Mittel, das die todesbringende Saat der HIV-Seuche eindämmt – vielleicht noch mehr als seine Anwendung als Mittel zur ‘Vorbeugung’ der Schwangerschaft. Von nationalen und internationalen Agenturen wurden weit angelegte Feldzüge organisiert mit dem Anspruch auf öffentlichen Zugang zum Präservativ – nicht selten mit Anwendung starken politischen Drucks. Es ging einerseits um internationale Programme zur Einschränkung des natürlichen demographischen Zuwachses, und anderseits um den Aufbau einer wirksamen Barriere gegen die weitere bedrohliche Ausweitung der AIDS-Epidemie.
– Wie meistens in solchen Fällen, die Produktion der Reihe nach des Präservativs wird im grundsätzlichen Maß mit Geld der Steuerzahler finanziert. Es wird ihnen kein Einblick gegönnt, dass sie auch erfahren, wofür ihr öffentliches Steuergeld bestimmt wird.

b. Sex-Erziehungs-Programme

Es wurden öffentliche Programme einer Sex-Erziehung angeleitet. Sie wird fast in allen Staaten – geistig für solche Thematik nicht vorbereiteten Schulkindern aufgezwungen, angefangen von ihren frühesten Schuljahren. Solche Maßnahmen gehen in der Regel mit unersetzlicher Verletzung der alsdann noch im Ruhestand erlebten Geschlechtssphäre des Kindes auf dieser Stufe seiner Entwicklung zusammen, wie auch mit unverzeihbarer Zerstörung seiner naturgemäßen Schamhaftigkeit. Kindern werden gewaltsam Vorstellungen über das sexuelle Leben aufgezwungen, für das sie geistig noch lange nicht reifgeworden sind, und die außer Zweifel von nun an ihre innere Ruhe verwickeln werden.

Die Verantwortung für diese nicht wieder gutzumachenden Schaden, die dem wehrlosen jungen Leben zugefügt werden, tragen in erster Reihe die Bildungs-Ministerien, die fast in der Regel rücksichtslos das ursprüngliche Recht der Eheleuten-Eltern niedertreten, das eigene Kind gemäß der von ihren angenommenen religiösen Anschauung und nach dem von ihnen gebilligten ethischen Rückgrat erziehen zu mögen (s. die Charta der Familien-Rechte – in: FC 46). Man kann nur staunen, dass gescheite Leute: Lehrer und Pädagogen, alle mit höheren Studien, das allergrundlegendste ‘ABC’ hinsichtlich der psychischen und physichen Entwicklung des Kindes völlig zu übergehen scheinen. Es gibt dabei Staaten, wo die Verwaltung der Schulen die Eltern mit hohen Geldstrafen, und selbst mit Freiheits-Beraubung belegt, wenn diese ihre Kinder von Stunden der ‘Sex-Edukation’ entschuldigen.

Zum weiteren Opfer der erwähnten Programme werden heranwachsende Jugendliche, und dann selbst die ganz ältere Generation. Infolge der von oben her angenommenen betreffenden Weisungen wird diese Gruppe der Gesellschaft in die Sex-Erziehung angeleitet. Sie besteht auf sog. ‘sicherem Sexus’, also auf Aktivierung der Sex-Sphäre nach dem Maßstab: für sich ein Maximum der Sex-Lust anzueignen – mit grundsätzlicher Voraussetzung: die Empfängnis um jeden Preis abzuschalten. Sollte aber das Schwangerwerden trotzdem eingetreten sein, gilt es alles zu unternehmen, dass die Prägnanz möglichst schnell abgesperrt, also das Kleine Kind getötet wird.

Die Erwartungen, die mit den erwähnten Programmen über den öffentlichen Zugang, oder selbst massenhaftes kostenfreies Verteilen der Präservative verbunden wurden, haben sich bald als immer mehr trügerisch herausgestellt. Die betreffenden Aktionen auf nationaler und internationaler Ebene haben nur zur umso stärkeren Zunahme außerehelicher Schwangerschaften beigetragen. Die Anzahl von Müttern, die ihr Kind in aller Welt alleinstehend erziehen müssen, hat systematisch zugenommen. Parallel dazu stieg die enorme Anzahl von Schwangerschaftsabbruch bei Mädchen an, die kaum von ihrer Kinderzeit entwuchsen. Dabei trug das Präservativ nicht nur zu keiner Abdämmung der Ausweitung der Aids-Epidemie und Krankheiten, die auf genitalem Weg übertragen werden, sondern umgekehrt: das Präservativ wurde zum Faktor einer umso größeren Explosion dieser Pandemien, samt der damit zusammenhängenden unzählbaren Todesernte infolge der HIV-Infektion.

c. Angesichts wissenschaftlicher Expertisen

Dankvoll benutzen wir die gründliche und zugleich übersichtliche Bearbeitung der Frage des ‘Sicheren-Sexus’ dank der Verbreitung des Präservativs, die am 1.Dez.2003 vom Kardinal Alfonso López Trujillo, Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Familie – angeboten wurde. In diesem Artikel legt Kard. Trujillo die Ergebnisse wissenschaftlicher Expertisen vor, die im Auftrag der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) und anderer Untersuchungs-Strukturen über die Wirksamkeit des Präservativs, wie auch den Erfolg der mit seiner Anwendung zusammenhängenden Programme durchgeführt worden sind. Der Artikel selbst stellt eine Antwort dar auf eine völlig entstellte Ausstrahlung des anderswo geehrten Senders BBC, in der seine über eine Stunde lange Vorlesung mit Fragen und Antworten über die Familie, die er am Vortag des 25. Jahrestages des Pontifikats Johannes Paul II. gehalten hat (Vorlesung: 12.X.2003), kaum erwähnt wurde. Der Sender BBC knüpfte an seinen Vortrag in einer Sendung unter dem tendenziösen Titel: ‘Sexus und der Heilige Stuhl’ an. Es wurden nur drei Fragen angeführt, für die je eine nicht ganze halbe Minute bestimmt wurde.
– Selbst dieser Artikel kann leicht auf der Vatikanischen WEB-Site in vier Sprachversionen überprüft werden (s.: Family values versus Safe Sex [Wert der Familie und der Sichere Sexus]; großer Artikel; wechsle eventuell die Endung für betreffende andere Sprachen: ‘_en.html‘ in: _fr.html, _it.html, _sp.html). Die unterhalb angeführten Daten können über die wissenschaftlichen Verweise des besprochenen Artikels leicht verifiziert werden.

Die Experten haben bestätigt, dass das Präservativ die Schwangerschaft bei strikt vorgeschriebener Anwendungsweise in etwa 3% Fällen zu verhüten imstande ist. Allerdings der größte Teil der Kunden wendet das Präservativ nur auf ‘typische’ Art und Weise an, d.h. sehr inkorrekt: nachlässig und im Aufschwung der Leidenschaft. Seine Versagerquote kann dann etwa 10-14% betragen. Nach dem Pearl-Index lautet die Versagerquote des Präservativs 15% (Daten vom VI.2000; s. a.Art., Anm. 41 und 42).
– Wir berücksichtigen hier nicht die zusätzliche Frage, die diese Präservative betrifft, die mit Spermizidmitteln ausgepolstert sind. Indem sie sowohl die Samenfäden schädigen, wie die Eizelle, falls eine solche gerade erscheint, kann die Entwicklung der Schwangerschaft infolge der abortierenden Wirkung eines solchen angewandten Präservativs nicht zum Vorschein kommen. Es bleibt aber unentwegt die damit zusammenhängende Verantwortung vor Gott und den Menschen (s. dazu ob.: Spermizide Kontrazeption als ebenfalls Abortivmittel).

Kommt es trotz des scheinbar vollkommenen Präservativ-Rohstoffes in so hohem Prozentsatz zur Empfängnis und Schwangerschaft, was muss erst von der täuschenden ‘Abschirmung’ mit dem Präservativ gesagt werden, wenn es um unvergleichlich geringere Organismen geht als die Spermien (Köpfchen des Spermiums: 2 µm; mit der Flagelle ca. 48 µm). Wie erwähnt, lautet der Pearl-Index der Versagerquote des Präservativs 15%. Diese Quote gilt allein für die 5-8 Tage der Empfängnismöglichkeit im Ablauf des betreffenden Frauenzyklus. In dieser Lage entsteht sofort die Frage, um wie viel größer muss die Infektionsmöglichkeit mit HIV und der auf geschlechtlichem Weg übertragenen Krankheiten lauten, wenn diese Möglichkeit einzeln an jedem Zyklustag besteht.

Untersuchungen in 80-ger Jahren bis zu 2005, die mit elektronischem Mikroskop unternommen wurden bezüglich der Durchdringlichkeit der Latex-Präservative für Mikroorganismen haben erwiesen, dass die auf ihnen gesetzte Hoffnung trügerisch ist. Das Virus AIDS ist 25mal kleiner als das Köpfchen des Samenfadens, 450mal geringer als die Länge der Samenzelle und 60mal kleiner als das Bakterium der Syphilis (s. a.Art., Anm. 20).
– Klinische Labor-Untersuchungen an Tausenden der vier populären Präservativsorten, die im Auftrag des UCLA unternommen wurden, veröffentlicht 1991, haben erwiesen, dass durchschnittlich ein Präservativ auf 200 versagte, indem es durchließ – entweder Wasser, oder gerissen ist bei Untersuchungen auf Festigkeit, auf Druck, bzw. indem es Teilchen durchließ in Größe eines AIDS-Virus (s. a.Art., Anm. 23).
– Andere Untersuchungen im nächsten Jahren (1992) haben die Durchdringlichkeit von Teilchen des HIV an kommerziellen Präservativen bei fast 1/3 der Fälle in Bedingungen des simulierten Verkehrs erwiesen.
– Im Jahr 1994 haben ähnliche Expertisen das Versagen verschiedener Sorten des Präservativs in 1-30% Fälle erwiesen.
– Im Jahr 1997 wurde die Durchlässigkeit des Präservativ-Latex in 2,6% Fällen bewiesen, wobei andere parallel unternommenen Tests kein Latex-Defekt der Präservative ‘Trojan’ nur in ca. 30% Stück kommerzieller Serien bestätigen konnten (s. a.Art., Anm. 24).
– Aufgrund des Berichts der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) vom 2003, wird das Infektionsrisiko mit HIV in ca. 90% Fällen reduziert, wenn das Präservativ völlig strikt und korrekt angewandt wird (s. a.Art., Anm. 25). Es kann aber niemals mit Gewissheit hervorgesagt werden, ob das Präservativ nicht etwa reißt, bzw. abrutscht.
– Die festgestellte Versagerquote des ca. 15% ‘Fehler’-Randes gleicht der potentiellen LEBENS-Bedrohung. Kein Wunder, dass Dr. Helene Singer-Kaplan vom Cornell University in New York schreibt, dass diejenigen, die ihre Hoffnung auf dem Präservativ setzen, „mit dem Tode flirten” (s. a.Art., Anm. 18).

d. Wissenschaftliche Session 2000

Angesichts dieser unrüttelbaren Daten wurde Juni 2000 eine besondere Wissenschaftliche Session (Workshop) von vier Staats-Agenturen der USA veranstaltet, die für Untersuchungen der Tauglichkeit der Latex-Präservative bezüglich der HIV-Prävention und über geschlechtliche Kontakte übertragener Krankheiten verantwortlich sind. Die Teilnehmer dieser Session haben insgesamt ca. 180 wissenschaftliche Bearbeitungen über dieses Thema überprüft. Es kam der Schluss zum Vorschein, dass das Präservativ das Erkrankungsrisiko auf HIV in 85% vermindert, demzufolge die übrigen 15% eine reale Infektionsbedrohung mit diesem Virus darstellt (s. a.Art., Anm. 29).
– Der Präservativ-Latex wurde einmal mehr getestet hinsichtlich der Durchgängigkeit für Bakterien, die zu Geschlechtskrankheiten führen. Analysen haben den folgenden Schluss angezeigt: „Das Präservativ reduziert das Übertragungsrisiko der Geschlechtskrankheiten überhaupt NICHT, oder reduziert es nur in gewissem Maß, bzw. es bestehen keine genügende Gründe zur Bestätigung, als ob es dieses Risiko zu vermindern imstande wäre”.
– Objekt der Untersuchungen waren vor allem die folgenden Bakteriensorten und Viren: Gonorrhoe (gonorrhoea Neisseria), Chlamydieninfektion (chlamydia trachomalis), Trichomonas vaginalis (Scheiden-Trichomonas), Bläschenausschlag der Genitalien (herpes genitalis), Hämophilus Ducrey (haemophilus Ducrey), Spirochäte (treponema pallidum – Syphilis) und Papillargeschwulst (human papillomavirus). Diese letzte hängt mit dem Scheidenneugebilde zusammen, das in den USA mehrere Frauen tötet als die HIV-Krankheit selbst (s. a.Art., Anm. 30, 31 und 32).

Die obigen dramatischen Daten der Sitzung 2000 haben ein öffentliches Auftreten der Vertretergruppe von 10.000 Ärzten herausgefordert. Sie haben die staatliche Agentur CDC (Centers for Discease Control and Prevention – Kontrollen-Zentrum der Krankheiten und deren Prävention) der USA angeklagt, sie „verheimliche die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen, nach denen das Präservativ die Kunden vor dem größten Teil der auf geschlechtlichem Weg übertragenen Krankheiten NICHT abzuschirmen imstande ist”. Sie haben die Agentur CDC auch angeklagt, dass sie „die lebendigen medizinischen Informationen mit Bezug auf die UN-Wirksamkeit des Präservativs als Mittels zur Prävention vor genital übertragenen Krankheiten systematisch geheim hält und diese Informationen auf unverantwortliche Art und Weise repräsentiert. Die Nichtbeachtung klinischer Untersuchungen hat zur massenhaften Epidemie genital übertragener Krankheiten beigetragen” (s. a.Art., Anm. 33).

e. Produktionsfehler

Unabhängig von der bewiesenen 15% Durchlässigkeit der Latex-Präservativen haben Untersuchungen und konkrete Realien einen markanten Prozentsatz produktionsmäßig geschädigter Präservativen bestätigt. In ideal vollkommenem Zustand, d.h. falls die Oberfläche des Präservativ-Latex keinen Fehler aufzeigte, sollten sie vor Durchdringlichkeit von Teilchen der HIV-Größe in hohem Grad abschirmen. Allerdings der faktische Stand des kommerziellen Rohstoffs aus Latex weicht des Öfteren weit von diesem Ideal ab. Auch bei den elektronisch getesteten, weiteren Produktionsserien, werden immer wieder Poren-Löcher in der irregulären Oberfläche des Latex nachgewiesen.
– Die amerikanische Agentur FDA beauftragt die Produzenten mit pflichtmäßiger elektronischer Untersuchung der reihenfolgenden Produktionsschübe mit Anwendung des Tests auf Wasser und Luft. Sollte der Test mehr als vier Präservative pro 1000 Stück aufweisen, soll die ganze Serie völlig eingezogen werden (s. a.Art., Anm. 44).
– So ist es auch in der Tat geworden. Mehrere Produktionsfirmen wurden im Laufe selbst der Jahre 1999-2003 genötigt, ihre gesamte Produktion vom Verkaufsverkehr zurückzuziehen (so z.B. in Brasilien, s. a.Art., Anm. 45).
– Man kann leicht verstehen, dass wenn selbst diese Kleinzahl nach Geratewohl getesteter fehlerhaften Präservativen in Verkaufszirkulation gelangt, kann sich das in Hunderten Tausenden und Millionen fehlerhaften Produkten: sei es gekaufter, sei es kostenlos erhaltener Präservativen in aller Welt erweisen. Die Kunden werden darüber selbstverständlich nicht informiert (s. a.Art., Anm. 45 und 46).

Ein weiterer Faktor, von dem die Qualität des Präservativs abhängig ist, ist seine Lagerungs- und Aufbewahrungsweise. Die allmählich erfolgende Degradation von Latex wird von folgenden Faktoren beeinflusst: Einwirkung von Sonne und Licht, Wärme (auch des Organismus, z.B: die Packung in der Tasche im Anzug), Feuchtigkeit, Druck, manche Spermizide, atmosphärischer Ozon (s. a.Art., Anm. 47), wenn man schon übergeht, dass das Produkt beim Auspacken, beim Aufzug und Gebrauch leicht geschädigt werden kann (es kann angeritzt werden, was mit dem Auge nicht bemerkt werden kann, zumal es mit rauher Oberfläche in Kontakt kommt; Überlagerung, manche Befeuchtungs- und Gleitmittel; Abrutschung des Präservativs, sein Reißen; s. a.Art., Anm. 48 und 53).
– Die Staatsagentur CDC bestätigt, dass höchstens die Hälfte junger, sexuell aktiver Leute das Präservativ strikt genau nach den vielen Punkten der Anwendungsanleitung gebraucht. Viele andere lassen sich dann vom Instinkt und Lustrausch treiben – mit Mangel selbst an minimaler Selbstkontrolle. Das Ergebnis des angewandten Präservativs kann in solcher Lage eigentlich gleich einer Null sein: als ob es überhaupt nicht benützt wäre (s. a.Art., Anm. 55 und 56).

f. Krebserregende Wirkung des Präservativs

Es sollte noch folgendes hinzugefügt werden. Aufgrund von Werner Altkofer in 2004 in Stuttgart gemachter Untersuchungen an 32 verschiedenen Präservativarten [Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart] hat es sich ergeben, dass nur 3 unter ihnen von Nitrosaminen frei waren. Nitrosamine sichern die Elastizität des Präservativs. Allerdings Nitrosamine sind krebserregender Stoff. Aus Untersuchungen geht hervor, dass die krebserregenden Stubstanzen in den Körper durch die Schleimhaut geraten. Die Präservative wurden eine Stunde lang in Kontakt mit künstlicher Schweißlösung gebracht. Experimente wurden unternommen um zu erfahren, welche Substanzen in die Flüssigkeit überdringen. Es hat sich ergeben, dass die Durchdringlichkeit bis zu ca. 660 Mikrogramm pro 1 kg Gummi nachgewiesen wurde. Das bedeutet, dass hier der maximal zugelassene Wert für Baby-Schnuller um das 66fache überstiegen wird.
– Leider es gibt bisher keine offiziellen Schwellenwerte für die Zulassung der Präservative. Daher werden Präservative (Kondome) allen wissenschaftlichen Beweisen zuwider nicht bald vom Markt entzogen.
[Sieh dazu: http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/567/32535/ – vom 28.V.2004. Und noch: www.jugend-fuer-das-leben.at – vom 17.XI.2006, ad 5].

Die gerade dargestellten Ergebnisse der Untersuchungen aus Stuttgart wurden von einem polnischen Arzt, Onkologen, stark abgedämmt (Dr. SR; seine Email vom 1.I.2007), nachdem er die hier geschriebenen Worte gelesen hat. Der Onkologe hält dem Autor vor, er veröffentliche unechte ‘Revelationen’. Zugleich führt er drei indexierte Artikel an vom internationalen medizinischen Magazin PubMed [www.pubmed.gov = A service of the National Library of Medicine and the National Institutes of Health], die gerade diese Frage behandeln. Zwei dieser Artikel besprechen die Übertragung auf geschlechtlichem Weg des Virus des Papilloma, und ein die Frage der Nitrosamine.
– Aus Untersuchungen in Washington, USA solle hervorgehen (leider, Untersuchungen auf nicht allzu großer Gruppe: wenig über 70 Personen), dass die Gefahr der Übertragung der Geschlechtsinfektion mit der Warzengeschwulst (Papilloma) bei angewandtem Präservativ sehr gering ist. Dagegen Untersuchungen die in Dordrecht (Niederlanden) unternommen wurden scheinen darauf zu weisen, dass die Symptome des Neugebildes sich dank dem Präservativ selbst zurückbilden (Condom use and the risk of genital human papillomavirus infection in young women [Department of Epidemiology, University of Washington, Seattle, USA.], in: The New England Journal of Medicine, 22.VI.2006 (354[25] 2645-54; s. PMID: 16790697. – Und: Condom use promotes regression of cervical intraepithelial neoplasia and clearance of human papillomavirus: a randomized clinical trial [Department of Gynaecology and Obstetrics, Albert Schweitzer Hospital, Dordrecht], in: International Journal of Cancer, 20.X.2004, 112 [1] – 164; Antwort des Autors: nr 165; s. PMID: 15305390).
– Der dritte der angeführten Artikel betrifft Untersuchungen über Nitrosamine. In der Klinik in Kiel (Deutschland) wurde nachgewiesen, dass wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass der Kontakt mit dem Präservativ nicht viele Minuten andauert, das Durchdringen der Nitrosamine in die Schleimhaut sowohl der Frau, wie des Mannes, sich praktisch auf Nullwerte Mikrogramm ganzheitlicher Nitrosamine zurückführt – im Gegenteil zu diesen Nitrosaminen, die in Nahrungsmitteln mit Nitrosaminen enthalten sind und dabei in Mengen eingeatmet werden mit Zigarettenrauch (1000-10.000 mal mehr als im Präservativ. – S. dazu: Proksch E., Toxicological evaluation of nitrosamines in condoms [Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Kiel], in: International Journal of Hygiene and Environmental Health, Nov. 2001, 204 (2-3) 103-110; s. PMID: 11759152).


Es ist nicht Aufgabe der hiesigen Homepage zu entscheiden, welche dieser angeführten Meinungen mehr verbindlich ist. Die auf unserer Homepage angeführten Argumente – physischer oder medizinischer Natur, sind wohl hilfsreich und erwünscht. Jedem steht das Recht auf Information, u.a. betreffs des Wirkungsmechanismus von Mitteln, die als Verhütung vor Schwangerschaft, wie auch Erkrankung, bestimmt sind. Wir haben aber schon wiederholt die Gelegenheit erlebt, um zu sehen, dass Ergebnisse von Untersuchungen gerade in diesem Bereich: der Bioethik, ganz leicht modifiziert werden können abhängig vom Ziel, das dem betreffenden Team der Wissenschaftler vorleuchtet. Es kommt gar nicht selten dazu, dass der materielle Gewinn der Firmen und selbst internationalen Organisationen, zum Leitfaktor wird bei der Formulierung der Darlegung, die für die weite Publizität bestimmt ist. Diese wird nicht selten bewusst fälschlich informiert, und sollte es auch nur mit Bekleidung des eigentlichen Sachbestandes mit solcher Terminologie geschehen, die ein durchschnittlicher Bürger gehörig zu verstehen nicht imstande ist (das wird u.a. von Johannes Paul II hervorgehoben in seiner Enzyklika: EV 11.58).
– Anderseits ist es unbestritten, dass man sich bereitwilliger für selbst anspruchsvolle ethische Forderungen öffnet, wenn für sie überzeugende verstandesgemäße Argumente sprechen. Allerdings solche Argumente spielen vom Blickpunkt her der ethischen Normen eine nur sekundäre Rolle: sie sind nützlich, nicht aber unbedingt notwendig. Die Wissenschaft unterliegt mit der Zeit dauernden Veränderungen, dagegen „das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit” (Jes 40,8; 1 Petr 1,25).

Die ethischen Grundsätze gelangen zu uns nicht so sehr auf dem Weg wissenschaftlicher Untersuchungen, sondern durch einen anderen Kanal: der Offenbarung Gottes. Diese wird aber „allen Menschen guten Willens” (FC 33) von der dazu vom Erlöser gegründeten Kirche nahegebracht. Ihr „Magisterium (ist) der einzige authentische Führer des Gottes Volkes” (FC 31) bei seinem Streben nach dem ewigen Leben. Ethische Grundsätze und Normen können ihrem Wesen nach nicht von ihrer ‘demokratischen’ Annahme (vgl. VSp 113) abhängen. Sie werden dem menschlichen Gewissen von Gott selbst eingeprägt. Gott ruft jede Person dazu, ihr Leben nach dem Maß der Würde eines Gottes Kindes zu gestalten, das zum ewigen Leben eingeladen ist – in Teilhabe am Leben und Liebe selbst des Dreieinigen. Voraussetzung aber, um zum Hafen des Lebens zu gelangen, ist das „Herrschen dem eigenen Selbst” gegenüber und die freiwillige Befolgung der Gebote Gottes. Zu ihrer Einhaltung zwingt aber weder Gott, noch die Kirche. Jeder Einzelne wird allein von einer dringenden Bitte erreicht, die zugleich eine moralische Verpflichtung darstellt, dass er die Gebote in die Tat umsetzt. Weiter zeitgemäß ist das Gottes-Geschriebene-Wort mit Bezug auf das Neue Jerusalem, das auch als „Haus des Vaters” bezeichnet wird (Joh 14,2):

„Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Gräuel verübt und lügt ...” (Offb 21,27).

Wie auch dieses Gottes Wort, das der Völkerapostel notiert:

„Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben,
noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer,
keine Räuber werden das Reich Gottes erben” (1 Kor 6,9f.).

Die verbindliche Deutung nach dem Ruf eines jeden Menschen zum ewigen Leben wurde von Jesus Christus allein der Kirche anvertraut:

„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden” (Mk 16,15f.).

Möge es erlaubt sein hier noch einmal nach Johannes Paul II. das zu wiederholen, was schon in unseren früheren Erwägungen hervorgehoben wurde:

„Sicher sehen sich die Moraltheologie und ihre Lehre heutzutage einer besonderen Schwierigkeit gegenüber. Da die Moralität der Kirche notwendigerweise eine normative Dimension haben muss, kann die Moraltheologie nicht herabgeführt werden auf eine Wissenschaftsdisziplin, die ausschließlich im Kontext der sogenannten Wissenschaften vom Menschen gestaltet wäre. Während sich diese letzten mit der Sittlichkeit als einem historischen und sozialen Phänomen beschäftigen, kann hingegen die Moraltheologie, auch wenn sie offenbar die humanistischen und Naturwissenschaften benützen muss, nicht restlos Ergebnissen der wissenschaftlichen Observation oder der phänomenologischen Analyse untergeordnet sein.
– Tatsächlich muss die Nützlichkeit der humanistischen Wissenschaften für die Moraltheologie stets im Licht der grundsätzlichen Frage beurteilt werden: Was ist Gut, und was ist Böse? Was muss getan werden, dass das ewige Leben gewonnen werden kann?” (VSp 111).

Im Anschluss an die auf dieser Stufe unserer Erwägungen betrachtete Problematik des angewandten Präservativs – ob als Mittels gegen die Empfängnis bzw. die Schwangerschaft, oder auch als ‘Schutzmittels und Absicherung’ vor krankhafter Infektion (dasselbe betrifft offenbar alle anderen gegen-elterlichen Mittel), muss vom Gesichtspunkt aus des Glaubens festgestellt werden, dass es keine Möglichkeit gibt die Lossprechung im Sakrament der Versöhnung von der Sünde der Anwendung des Präservativs zu erlangen, solange nicht jede der fünf Voraussetzungen für eine gültige gute Heilige Beichte erfüllt werden.
– Sollte aber diese Sünde beim Bekenntnis überschwiegen werden, würde der Beichtende den Zufluss der Verzeihungsgnade und Gottes Barmherzigkeit für sich von vornherein blockieren. Zusätzlich würde er in diesem Fall die Sünde des Sakrilegs begehen (Versuch den Segen zu gewinnen vonseiten des Blutes der Erlösung, das um der Versöhnung willen des Menschen mit Gott vergossen wurde – zu seinem sündhaften, wenn nicht verbrecherischen Tun). Die Heilige Beichte wäre daselbst ungültig und das Beichtkind würde vom Beichtstuhl ohne Lossprechung weggehen, sollte auch der Beichtvater – unbewusst um die Verschwiegenheiten beim Bekenntnis des Pönitenten, die Lossprechungsworte ausgesagt haben (s. genauer darüber ob., Erwägungen über die Heilige Beichte im IV. Teil, 3.-4.-5. Kapitel: Inhaltsverzeichnis).

Allgemeine Schlüsse zu Ende

Die angeführten Daten heißen das Fiasko aller Feldzüge annehmen zum ‘Sicheren Sexus’ dank dem Gebrauch des Präservativs. Aktionen, die die sexuelle Ausgelassenheit befördern – und dabei die Erziehung zur Verantwortung, zur vorehelichen Keuschheit und Treue in ehelicher, fürs Leben offener Liebe übergehen, führen nur zur Vervielfältigung der negativen Aspekte, die mit dem urteilslos betriebenen Sexus um des Sexus willen einhergehen. Im Anblick auf die ostentiöse Niedertretung der Würde der menschlichen Person und des Geheimnisses der Liebe, der Erhabenheit und Heiligkeit der Ehe und Familie – kann die Kirche unmöglich ihre eindeutige Zurückweisung des Präservativs als Mittels nicht zum Ausdruck bringen, das zur Lösung sowohl der Frage der Familienplanung, wie der Vorbeugung gegen die Pandemie der HIV-Krankheit und anderer Krankheiten, die auf genitalem Weg übertragen werden, bestimmt sein soll.

Die Anklagung der Kirche, als ob sie „schuld wäre des Todes Millionen von Leuten” wegen ihrer entschiedenen Zurückweisung der Programme, mit denen das Präservativ promoviert wird – die mit HIV und anderen Geschlechtskrankheiten infizierten Gatten nicht ausgenommen, beruhen auf evidenter Unwahrheit und sind zutiefst unrecht. Die Kirche ist keine usurpatorische Institution, sondern wurde vom Gott-Menschen Jesus Christus gegründet, der in ihr und durch sie weiter die Wahrheit der Offenbarung lehrt. Er ist es, Jesus Christus, der seiner Kirche den Auftrag gegeben hat, die Wahrheit der Offenbarung unverkürzt zu verkünden, sollte sie auch deswegen um Verrat der lebendigen Angelegenheiten der sexualisierten Gesellschaft angeklagt werden.

Die Kirche wird dann nur einmal mehr „Zeichen, dem widersprochen wird” (Lk 2,34; vgl. HV 18; EV 103), ähnlich wie ihr Göttlicher Gründer. Es bleibt Pflicht der Kirche, umso mehr auf der Warte vor der Würde jeder menschlichen Person zu verharren. Diese überragt immer allein die Materie und allein den Leib des Menschen. Daher verkündet die Kirche mutig, und zugleich voller Liebe, die Berufung von Mann und Frau zum ewigen – Leben. Die Kirche kann nicht auf feigherziges Schweigen hinweggehen in Angst vor den Folgen, die die Verkündigung der Wahrheit nach sich ziehen wird. Selbst unter für sie sehr undankbaren Bedingungen muss sie sich nach der Weisung des hl. Paulus richten – in unbeugsamem Vertrauen auf den immerwährend in ihr verbleibenden ihren Göttlichen Gründer:

„... Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht, weise zurecht,
tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung” (2 Tim 4,2; vgl. EV 82; VSp 30).

Bei ihrer ganzen Unbeugsamkeit angesichts ihrer Erlösungssendung und ihrem Hinschauen auf den „Glanz der Wahrheit” ist die Kirche eine vollends humanistische Institution. Sie ist dauernd sowohl auf die Größe, als auch das Elend von allem, was mit der Wirklichkeit des Menschen in seiner ganzheitlichen Sicht zusammenhängt, sensibel.
– Daher duckt sich die Kirche vor der Unternehmung der Verantwortung für die Würde von Mann und Frau nicht. Um der Liebe willen zum Menschen, diesem Erlösten – zeigt ihm die Kirche die Größe des Geheimnisses der Liebe, die in der Ehe, die sich in Familie umgestaltet, ihre volle Verwirklichung in gegenseitiger Hingabe der Ehegatten findet, die sich für das Leben aufschließen.

Die Kirche behält solche Haltung auch dann, wenn sie genötigt wird, angesichts der Kampagne für das Präservativ und den Sicheren Sexus stehen zu bleiben, um ihr unbeugsames „Non Possumus – Auf das können wir nicht zustimmen” zum Ausdruck zu bringen.
– Zu gleicher Zeit verteidigt die Kirche das Anrecht der Gesellschaft auf elementare Information im Anschluss an die programmgemäß aufgezwungene Desinformation in Frage des Präservativs. Die blinde Hoffnung auf die Wirksamkeit des Präservativs hinsichtlich des Schwangerwerdens und der Abschirmung vor Infektion mit HIV und genital übertragener Krankheiten bedeutet in Wirklichkeit die unverzeihbare Irreführung Millionen der Menschen in aller Welt. Den teuren Preis für diese wissentlich behauptete Desinformation zahlen leider NICHT diejenigen, die diese Programme konstruieren und sie den Einzelnen und ganzen Nationen aufnötigen, sondern diese Millionen zur sittlichen und gesundheitlichen Ruine herabgeführten Leute, die als willenslose Experimentkaninchen betrachtet werden zu Diensten des Businesses im „Krieg der Mächtigen gegen die Schwachen” (EV 12; s. auch a.Art., Anm. 64).

Was nur die Kirche aufgrund ihrer Erlösungssendung unternimmt, wird außer Zweifel humanitäres und humanistisches Tun darstellen. Die Kirche ist sich allzu gut bewusst, um was für einen Satz es hier geht: um die Bewachung der Würde von Mann und Frau und ihre Liebe in monogamer, treuer, unauflösbarer Ehe, aus der auf natürliche Art die Familie hervorkommt.

Die Programme eines ‘Sicheren Sexus’ über das Präservativ beruhen auf offensichtlicher Lüge. Ihr Ausgangs-Ansatz besteht darauf, dass vor allem jungen Leuten die Empfindung einer trügerischen Sicherheit eingeprägt wird. Doch dieses bildet sich bald in eine Falle um, aus der es schon keinen Ausgang gibt. Indem die Kirche ihr entschiedenes ‘Nein’ verlautet, verteidigt sie einmal mehr das Anrecht auf Freiheit der Ehe und Familie in ihrer Entwicklung zu Gutem. Zu gleicher Zeit verteidigt die Kirche die Gottes Gabe der Geschlechtlichkeit, der Würde der Liebe in Ehe und Familie, die Verantwortung bei menschlicher Weitergabe des Lebens, die körperliche und geistige Gesundheit der menschlichen Person und ihr Freisein vom Zwang des Fleisches und der Begierde.

Im Gegenteil dazu, es ruht eine schwere Anklage auf Personen und nationalen, wie internationalen Institutionen, die diesbezüglich Millionen von Leuten in aller Welt wissentlich irreführen. Gleichzeitig wird diesen Betrogenen die Information über den tatsächlichen Zustand abgesperrt. Weitere Hinsicht ihrer unverzeihbaren Schuld – also auch der Schuld für fremde Sünden – ist die Tatsache, dass diese Institutionen den schwächeren Ländern mit ökonomischen Sanktionen drohen, falls sie diese Programme nicht annehmen, samt dem erzwungenen Herabsenken im eigenen Land des demographischen Zuwachses.


Man braucht sich nicht täuschen. Die Versagerquote des Präservativs mit Bezug auf die Abschirmung sowohl vor Empfängnis, wie AIDS und geschlechtlich übertragenen Krankheiten hält dauernd sehr hoch an. Alle Feldzüge der Promotion des Präservativs als Mittels, das das Betreiben eines ‘Sicheren Sexus’ ermöglichen sollte, zeugen schreiend von Unverantwortlichkeit der Institutionen, die sich als ‘Aufklärung’ der Nationen und Gesellschaften abgeben, wie es gilt, sich vor den betreffenden Krankheiten abzuschützen. Diese Aktionen verfehlen völlig das Wesen der Frage (s. Ehm-V 139).

Die damit betroffenen, und zwar die Schulkinder, Jugendliche und Ältere, sollen sich nicht betrügen lassen mit unwahren Beteuerungen, sondern den wahren Stand zur Kenntnis annehmen. Dieser Dienst wird mit allen Initiativen beabsichtigt, die von der Kirche unternommen werden.

Das bedeutet also, dass das Präservativ mit großer Wahrscheinlichkeit die darin gesetzte ‘Hoffnung’ nicht erfüllt: dass die Schwangerschaft mit seiner Hilfe vermieden werden wird. In diesem Fall geht es offenbar um den Verkehr mit Präservativ an Tagen der Fruchtbarkeit, wann bei der Frau leicht bemerkbare Anzeichen der von nun an erscheinenden Empfängnismöglichkeit besteht. Es genügt, dass das Präservativ leicht geschädigt ist, sollte es auch mit dem Auge nicht bemerkbar sein, oder auch es ist gerade aus einem der anderen, oben besprochenen Gründe mangelhaft, dass der Kontakt der Samenfäden mit dem in dieser Zeit veränderten, alkalen Schleim der Fruchtbarkeitstage erfolgen kann. Spermien können auch ganz leicht daneben überdringen, oder auch das Präservativ reißt schlechterdings bei dem Verkehr, was schwer vorausgesehen werden kann. Dass der männliche Partner des Verhältnisses in gewisser Weile nicht etwa mit Schrecken bekennt:

„Ich kaufe jedes Mal ein Präservativ der bestmöglichen Qualität. Aber dieses Mal ist das Präservativ beim Verkehr ... gerissen ! Und bei meinem Mädel kam schon gerade Schleim der Fruchtbarkeitstage zum Vorschein. Was soll ich jetzt machen?” (Gespräch: Sommer 2005).

Dieser ‘Arme’ (in Gottes Augen) hält Gott – und auch die Sünde, für ein großes Nichts. Nichts gilt für ihn, dass er seine Partnerin nicht nach der Liebe betrachtet hat, sondern als Sex-Obiekt, um über ihren Leib die Sex-Selbst-Befriedigung zu erreichen. Es tut ihn die Tatsache nicht weh: der ‘Scheidung-im-Verkehr-selbst’, da doch sowohl er, wie sie in keinem Fall ein „zwei-zu-Einem-Fleisch” werden wollten.
– Die Panik wurde in diesem Fall erst mit der unentrinnbaren Perspektive der Empfängnis: der Schwangerschaft hervorgerufen. Der junge Mann hat doch alles andere beabsichtigt, aber in keinem Fall die Liebe in ihrem Aufgeschlossensein auf Leben. Seine ‘Liebe’ hat in ihrer Voraussetzung selbst nichts gemeinsames mit ganzheitlicher Hingabe seiner Selbst – zu Gutem dieses anderen zu tun gehabt.
– Sollte tatsächlich ein Werdendes Baby erscheinen, kann solcher Junge Mann auf einmal skrupellos vom Horizont dieses Mädchens verschwinden. Oder auch ... er reicht ihr ohne seine Augen zusammenzukneifen ... das nötige Geld, dass sie ‘damit was macht ...’.

Unabhängig davon, falls die Empfängnis, dem scheinbar unbeschädigten Präservativ zuwider, dennoch erfolgt, kann es leicht zur Verzankung dieser beiden kommen. Sowohl der nicht verheiratete junge Mann, wie der nur mit dem Sexus benommene Ehemann kann nicht gnädig sein, es zur Kenntnis anzunehmen, dass die Empfängnis trotz des ‘Schutzes’ seinerseits mit dem Präservativ erfolgt ist. Und dass die Schwangerschaft in geringstem Maß ein ‘lebendiges Zeugnis’ der ‘Untreue’ vonseiten seines Mädchens, bzw. seiner Ehefrau darstellt.
– Kommen also infolge des immer möglichen ‘Versagens’ des Präservativs ‘Probleme’ zutage (im Fall des Babys – dem Präservativ zuwider), wievielmal leichter kann es beim Verkehr mit dem Präservativ zum ‘Versager’ in Form der dabei angeeigneten, bzw. übertragenen HIV-Krankheiten kommen, bzw. so vieler anderer Krankheiten, die mit genitaler Aktivität verbunden sind.

Was aber der Mensch nicht unternimmt, wenn er demjenigen unterliegt, der der Böse ist und der „die ganze Welt verführt” (Offb 12,9)! Der Mensch, verknechtet vom Bösen, hat es leider geradeaus sehr ‘lieb’, auch wenn er allzu guten Bescheid weiß, dass er sich täuschen lässt. Um nur in diesem Augenblick nicht über irgendwelche Verantwortung nachdenken zu müssen: für sich selbst, für das Mädchen bzw. den Jungen und für ihr potentielles Kind. Dem Menschen ist es zeitweilig ‘gut’ in dieser verführenden Beruhigung, dass das Präservativ doch ‘im gewissen Maß’ sich auszuleben lässt, ohne auf ‘Neben-Wirkungen’, d.h. die Schwangerschaft – viel nachdenken zu müssen!

Sollte aber trotz allem die Empfängnis erfolgen, wird ‘selbstverständlich das Mädchen, die Frau, daran schuld, jedenfalls nicht Er – der Mann ...!
– Und vor allem: Um nur endlich Ruhe zu haben mit diesem Nicht-guten-Gott! Und mit dieser unabänderlich um die Würde der Liebe sich einsetzenden ... Kirche!

Unabhängig von aller ‘wissenschaftlichen’ Argumentation, die von vielen sowieso nicht zur Kenntnis genommen zu werden gnädig will (selbstverständlich: das Bestehen der Wahrheit des Seins hängt von ihrer Akzeptation bzw. Nicht-Akzeptation vom Verstand ... nicht ab!), indem sie immer andere Argumente trotz allem ‘für’ die Anwendung des Präservativs anführen, müsste sich jeder, der den Verkehr mit Anwendung des Präservativs (wie übrigens jeder anderen Art und Weise zur Verhütung der Empfängnis, bzw. der Schwangerschaft) weiter zu führen vor hat, deutlich sagen lassen, dass es in solchem Fall für ihn keine Lossprechung im Beichtsakrament gibt. Über die Notwendigkeit, dass vor der Heiligen Beichte die Entscheidung unternommen werden muss, keine Todsünde mehr zu begehen, wurde schon gesprochen, und es wird noch Gegenstand unserer Erwägungen in nächsten Teilen dieser WEB-Site sein (besonders im Teil IV, 3.-4. Kap.). Sollte jemand vorhaben, beim Präservativ (bzw. unterbrochenem Verkehr, usw.) stur weiter zu halten, würde er den Weg zum ewigen – Leben für sich bewusst und vorsätzlich verschließen.

Die Wahl ist eindeutig. Nicht die ‘Kirche’ verurteilt jemanden! Und nicht Gott verdammt zur Hölle. Selbst der jeweilige einzelne Mensch stellt sich auf diesen Weg, der ihn dorthin hinführt, wohin er selbst, persönlich gelangen will: zur Erlösung – oder Verdammung. Gott erwirkt am Menschen die Änderung seiner fatalen Entscheidung außer Zweifel nicht.

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4. Elterlich-widrige Maßnahmen nach dem Verkehr

Unter elterlich-widrigen Maßnahmen, die nach dem Verkehr angewandt werden, soll wiederholt an die Stellungnahme der Kirche hinsichtlich der hormonalen Verhütung erinnert werden – in diesem Fall betreffs der Pill-‘After’ [pill-after: Pille nach der Kopulation]. Sowohl die Hormonal-Tablette zur Anwendung nach dem Verkehr, wie der Reihe nach eine Injektion, um die Blutung hervorzubringen, werden im Prinzip selbst deutlich als Abortivmilttel beabsichtigt. Daselbst hängen sie immer mit der Verantwortung für die Tötung eines Menschen zusammen. Sollte es sich gegebenenfalls zeigen, dass es im betreffenden Fall ganz sicher zu keiner Empfängnis gekommen ist, bedeutet das Greifen selbst entweder nach der Pille-nach-dem-Verkehr, noch der Injektion zur Hervorrufung der Blutung, bzw. die Anwendung eines Impfpräparats gegen ein Kind [Anti-Baby: Anti-hCG; Ella-One; u.dg.] – laut der Absicht der handelnden Person, immer als von vornherein geäußerte Zustimmung auf alle ihre Folgen, den Mord am Unschuldigen mit eingeschlossen. Die Zurechenheit in Gottes Augen geht immer mit der Absicht des Handelnden einher – und selbstverständlich ebenfalls mit dem angewandten Mittel.

Volkstümliche Abortierungs-Maßnahmen

Es seien hier auch noch ‘volkstümliche’ Arten und Weisen erwähnt, um das Loswerden eines empfangenen Kindes herbeizuführen, wie: Bad in heißem Wasser, um die Blutung hervorzurufen; Springen von gewisser Höhe, um die Fehlgeburt einzubahnen; Unternehmung stoßartiger Hebe-Anstrengungen; Anwendung von Lauge um die Fehlgeburt einzuleiten; Anwendung einer Sticknadel, um die Plazenta durchzustechen und die Fehlgeburt hervorzurufen; u.dgl. Die Zurechnungsfähigkeit im Gewissen erwächst aufgrund der Absicht bei der unternommenen Maßnahme, und offenbar selbst der Tat.
Sollte es sich zeigen, dass die sich entwickelnde Schwangerschaft demzufolge gewaltsam abgebrochen worden wäre, also sollte das Kind auf solche Weise absichtlich fehlgeboren werden, erlegt die handelnde Person daselbst der Exkommunikation wegen des Schwangerschaftsabbruches (CIC, Kan. 1398).

Irrigation

Zur Untergruppe elterlich-widriger Maßnahmen, die nach der Kopulation angewandt werden, gehört auch noch die Irrigation: Ausspülung der Samenflüssigkeit aus der Scheide.
– Diese Maßnahme ist einerseits absolut un-wirksam. Fällt nämlich der Verkehr auf einen Unfruchtbarkeitstag, können die Spermien sowieso unmöglich weiterwandern: alle gehen binnen einer Stunde nach dem Verkehr im säurigen Scheidenmilieu zugrunde, angegriffen von Verteidigungszellen, die dann reichlich in der Scheide im Schleim des ‘G’-Typus vorhanden sind.
– Sollte dagegen der Verkehr auf einen Tag mit Schleim der Fruchtbarkeitstage fallen, befindet sich zumindest ein Teil der Spermien in der Gebärmutter, und selbst in Eileitern – schon in ein paar Minuten nach der Kopulation. Daher ist die Spülung auch in diesem Fall von vornherein eine fehlgegangene Maßnahme: unnötig und unwirksam, schädlich für die Gesundheit und in der Absicht – immer schwer sündhaft.

Es gehört sich übrigens überhaupt vor einer voreiligen Entscheidung auf Spülung zu warnen – aus rein medizinischen Gründen. Die Irrigation ist immer riskante Maßnahme, da daselbst die gegenbakterielle Schutzbarriere abgespült wird, u.zw. die Scheidenflora (Döderleinstäbchen). Daher soll auch bei der Unterwaschung das Innere der Scheide nicht betroffen werden. Die hygienischen Maßnahmen sollen allein auf die äußeren Geschlechtsteile begrenzt bleiben.

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ZUSAMMENFASSUNG

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Es ziemt sich über die Bilanz der angewandten elterlich-widrigen Mitteln nachzusinnen, wie sie sich aufgrund der Reflexion über den Mechanismus ihrer Wirkungsweise schon allein von ihrer biochemischen und strikt gesundheitlichen Seite zu erkennen lässt. Bei dieser Bilanz berücksichtigen wir im Augenblick vor allem nur die moderne chemische Technologie der Schwangerschaftsverhütung, wobei wir die ‘traditionellen – häuslichen Methoden’ der Empfängnisverhütung hier einigermaßen übersehen.

Wir werden uns nämlich äußerst klar bewusst, dass die moderne Technik entschieden nicht mehr in Richtung empfängnis-verhütender Mittel läuft (Anti-Konzeption; Kontrazeption), sondern Mittel anstrebt, wie das empfangene menschliche Leben gleichsam unbemerkt, aber umso mehr wirksam vernichtet-beseitigt werden kann.

Diese Feststellung heißt freilich nur umso mehr, sich einige grundlegenden Fragen über die entstandene Situation und den Sinn des Menschen-Lebens auf Erden überhaupt zu stellen. Der Mensch kämpft hier ganz offen gegen den Menschen, angefangen von seiner kaum keimenden Lebensstufe. Der ‘Nächste’ wird auf immer mehr raffinierte Art und Weise von den Aller-Nächsten: der Mutter, dem Vater, dem ... ‘gesundheits’-bringenden Arzt umgebracht, damit um den Preis seines Blutes diesen – über Kraft und Macht verfügenden Aller-Nächsten, die ihnen ‘gehörige’ (Anti)-Liebe’ gesichert werden kann.
– Die Mordtat selbst des Kleinen wird vollbracht: entweder auf der Stufe seines frühesten Aufkeimens, d.h. binnen der ersten Woche seines Existierens (alle Hormonalmittel: Tabletten; die Spirale), oder schon im Laufe seiner ersten ein paar Lebenswochen (RU-486; EllaOne; u.dgl.), oder endlich in Form der weiter in aller Welt praktizierter brutalen chirurgischen Unterbrechung der Schwangerschaft, die in manchen Ländern bis beinahe zur Entbindungszeit ‘genehmigt’ wird.

Beschränken wir uns jetzt aber allein auf die chemische Verhütungs-Industrie der letzten wenigen Jahrzehnte, also auf die verschiedenen Anti-Baby-Pillen, und sehen wir schon vom systematisch vollbrachten Holocaust an Nicht-Geborenen Kindern ab, muss mit Bezug auf allein die Nebenwirkungen dieser Chemie für die sie anwendenden Frauen mit Entsetzen festgestellt werden, was in Weltskala schon vielfältig wörtlich formuliert wurde, wenn jemand der rechtschaffenen Wissenschaft zur Stimme gekommen ist, der dem weiter völlig zeitgemäßen Eid des Hippokrates seine Treue bewahren möchte und über die entstandenen Tatsachen nur vom medizinischen Standpunkt nüchtern nachzudenken beginnt:

Noch NIE wurde ein so potentes Pharmakon mit so vielen Unbekannten OHNE medizinische Indikation gesunden Menschen verabreicht.
Noch NIE wurde ein Pharmakon nach Bekanntwerden so vieler und so schwerwiegender Nebenwirkungen so lange im Handel belassen wie die oralen Kontrazeptiva.
Noch NIE brachte ein Pharmakon der chemischen Industrie so viel Geld ein"

(Ehm-V 236; so wird die Pille bezeichnet – z.B. in den USA: als „biggest money-maker of pharmaceutics”).

Diese Feststellung muss aber gleich noch ergänzt werden:

„Aber wenn eine oder zwei wissenschaftliche Publikationen erscheinen, welche diese von der Pille vorgerufenen Gefahren beschreiben, werden unverzüglich im darauffolgenden Monat Stellungnahmen veröffentlicht, die das genaue Gegenteil behaupten, um die allzu gefährlichen, umsatzschmälernden Folgen für die pharmazeutische Industrie zu neutralisieren” (Wort von Joyeux darüber – 1989; s. ebd., Ehm-V 236).

So ist das wahre Antlitz der „Zivilisation des Todes”. Ihr wird es niemals um die Achtung vor dem Leben gehen, noch um irgendwelches Wohl der menschlichen Person, noch über irgendetwas, was mit der wahren ‘Liebe’ zu tun haben möchte. Ihr Ziel strebt nach dem einen: um jeden Preis Geld zu gewinnen, sollte es selbst ‘über Leichen’ der Opfer des vielfach vervielfältigten Holocausts an Nicht-Geborenen Kleinen Kindern geschehen, und dann, der Reihe nach, an ‘Nicht-mehr-produktiven’ Älteren Leuten.
– Parallel dazu geht es hier offenbar um – mit keiner ‘unerwünschten Schwangerschaft’ belastete – quantitative und qualitative, taumelvolle Ausbeutung aller Möglichkeiten, die der aller Verantwortung beraubte ‘Sex-über-Alles’ zu liefern imstande ist.


Partner, die sich entscheiden, nach der Tablette-Pille zu greifen, sollten sich die grundsätzliche Frage aufstellen: Wie lange kann solche Lage dauern? Ungeachtet die religiöse (Sünde) und humanitäre (Abortivmittel: sowohl die Tablette, wie die Schleife) Hinsicht, könnte man von Anwendung irgendeiner Arznei [hier geht es um bewusste Störung der rechtmäßigen Körperfunktionen, und nicht um Arznei!] ein paar Monate hindurch denken. Allerdings die Anwendung eines so sehr riskanten Präparats 2, 3, 10 – und wie viele noch weitere Jahre hindurch, wird zur lauten Alarmglocke und Anpochen – wenn schon nicht an den verdorbenen Willen, da wenigstens an die Reste der menschlichen Vernunft: „Rette dich vom untergehenden Schiff ! Nicht hier ist der richtige Weg” !

Allem auf Lüge bauendem Werbungsschwung vonseiten des „Todes-Businesses” zuwider, wachen in Kreisen nachdenkender Menschen des Westens selbst immer mehr seriöse Alarm-Stimmen auf im Zusammenhang mit der weiteren Anwendung der Tablette und anderer erdachten Mittel zur wirksamen Trennung der Liebe-als-Gabe von Liebe-der-Elternschaft. Es zeichnet sich vor allem eine Abwendung von der todesbringenden Chemie in diesem Bereich ab – und Rückkehr auf scheinbar aufgegebene bisherige, wenn auch primitive Arten und Weisen der Vereitlung der Fruchtbarkeit der Kopulation.

Vieles besagen die diesbezüglichen Statistiken. In Nord-Amerika, dem „Entstehungs-Land der ‘Anti-Baby-Pille’ (1960)”, zeichnet sich ab der Mitte der 70-ger Jahre eine große Abwendung von der Pille ab, die bis heute anhält. Der Verkauf der ‘Tablette’ fällt drastisch, zumal ab der Zeit, da die Amerikanische Aufsichtsbehörde vor ihren seriösen Nebenwirkungen zu warnen begonnen hat. Zurzeit nimmt nur noch etwa jede 13. Frau zwischen dem 15.-45. Lebensjahr, d.h. ca. 8% Frauen in den USA die ‘Tablette’ als Mittel zur Familienplanung.

Umgekehrt dagegen geschieht es in Deutschland. Hier schluckt leider jede dritte Frau zwischen dem 15.-45. Lebensjahr, d.h. ca. 33% Frauen, regelmäßig die ‘Pille’. In Weltskala greifen nach diesem Verhütungsmittel gegen die Schwangerschaft täglich etwa 80 Millionen Frauen. Diese Anzahl der Kosummentinnen der ‘Pille’ bleibt ab der Mitte der 70-ger Jahre beinahe unverändert (s. Concepte, Heft 10/1990, 7; zit. nach: Ehm-V 152).

Die hier angeführte Feststellung heißt einmal mehr die Länder von Europa ernst darüber nachzudenken: Europa stirbt ab – zugunsten der Länder der Dritten Welt, die vor Kindern nicht fürchten! Europa hört immer mehr auf zu zählen – infolge des fortschreitenden Niederganges ihres moralischen Rückgrats. Hier scheinen schon keine Argumente mehr zu sprechen: weder medizinische, noch ethische, noch religiöse; weder das Leben, noch selbst der Tod ...! Noch selbst ... die vorsätzlich gewählte ... ewige Verdammnis.

Angesichts des schwer zu umfangenden Übels, das von der todesbringenden Chemie der elterlich-widrigen Maßnahmen auf die sie anwendenden Personen kommt (schon ungeachtet der wirksamen Tötung der Nicht-Geborenen), gehen die Firmen wo die Tablette produziert wird, des Öfteren auf mindere Dosen über, um die Gesundheit der Frauen-Mütter zu ‘schonen-sparen’, bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer abortiven Wirkungsweise. Das führt unausweichlich zum Anstieg nicht beabsichtigter Schwangerschaften und Steigerung der Abtreibungsquote, zumal in der Winkelpraxis.

Schreckenerregend zeigt sich die Todesernte der Empfangener – und bald danach mitleidslos niedergemetzelter Babys, indem die normale Entwicklung dem Embryo unmöglich gemacht wird. Sie werden von den sich selbst „liebenden” – ihren ‘Müttern und Vätern’, täglich in abermals Millionen – allergewöhnlichst zu Tode zermalmt, als ob das ‘nichts besonderes’ sein sollte. Es schließt sich der Zirkelschluss der teuflischen Todesmühle:

Sünde Zurückweisung Gottes Trennung von Gott Kontrazeption Abortivmittel Zunahme nicht beabsichtigter Schwangerschaften Zunahme der Frühabortion Zunahme der Abtreibungen Tod unabänderliche Besiegelung des Wegganges von Gott bei eigenem Tod falls nicht unternommener Sühne und Genugtuung Gott und den Ermordeten gegenüber.

Verhängnisvoll drücken sich die Folgen der angewandten Abortiv-Pille in der geistigen Sphäre und moralischen Haltung aus. Bei einer Frau lösen die mit Kraft unterdrückten Bisse und der Gewissensschrei Aggressionsreflexe aus, so dass sie sich manchmal selber schwer erkennen können. Andere – was wesentlich häufiger vorkommt – verfallen in sekundäre Geschlechtsfrigidität. So bestätigt sich der Spruch: „Es freut nicht, was jederzeit zugänglich ist”.
– Gerade diese Rücksicht, mehr als die schwerwiegenden Nebenwirkungen, die nicht sofort bemerkbar sind, wird zu einem der grundlegenden Gründe, warum im Westen der Rückgang von der Pille beobachtet wird. Viele Frauen stellen fest, dass sie unantastbar werden. Es stört, worum sie früher verbissen gekämpft haben. Und das führt zur Scheidung der Wege (vgl. BM 171f.).

Die Anwendung der Abortiv-Pille und Spirale schließt leicht den Weg zu ehelicher Untreue und Prostitution auf. Die Pille gewährt grundsätzlich 100% Gewissheit, dass es zur Schwangerschaft nicht kommt, d.h. dass sie gegebenenfalls sofort gestoppt und abgebrochen wird. Es kommt aber vor, dass es infolgedessen, dass das Schlucken der Pille selbst nur an einem Tag vergessen wurde, zur Empfängnis und Entwicklung einer neuerlichen Schwangerschaft kommt (BM 158f.). Die Partner stehen dann vor einer neuen Herausforderung, die eine klare Stellungnahme voraussetzt.

Öfter wird selbst nach nur kurzfristiger Anwendung der Pille eine sekundäre Unfruchtbarkeit beobachtet. Die sekundäre Unfruchtbarkeit drückt sich besonders peinlich aus, wenn sich die Bedingungen ändern und die Partner möchten jetzt ein Kind bekommen, doch es kann niemals mehr erscheinen.
Eine andere bedrohliche Wirkung der Pille pflegen die erwähnten Veränderungen im genetischen Kode zu sein. Die Tablette führt so allmählich zur Entartung der Menschen-‘Rasse’ selbst ... (BM 166f.).


Die Raffinesse der Methoden der Schwangerschaftsverhütung ist nicht imstande, den beabsichtigten Zweck: die Herabminderung der Empfängnisanzahl, nahezubringen. Je mehr Kontrazeption, desto mehrere gibt es Empfängnisse. Die Partner zälen auf die Wirksamkeit der angewandten Mittel und beachten keine Signale der Fruchtbarkeit, die die allergewöhnlichste Beobachtung des Zyklus in Fülle anbieten würde. Kommt es aber infolge der Nachlässigkeit, Vergessen u.dgl. zum Versager, drängt sich die letztliche Lösung auf: Abbruch der Schwangerschaft. Viele Frauen entscheiden sich auf Abtreibung, ohne einmal ihre Augen zusammenzukneifen. Sie nehmen mit kaltem Blut – mit oder ohne Zustimmung ihres Partners – das empfangene Menschen-Leben auf ihr Gewissen. Wie z.B. dieses Fräulein, das mit 20 Jahren am Ärztepersonal die 17. Abtreibung ihrer nächsten Schwangerschaft (sic !) abfordert (Städtisches Krankenhaus, August 1987).

Verletzung des Lebens auf der Vorgeburtsstufe schließt den Weg weit auf zum allgemeinen Verlust der Achtung vor dem Leben. Und das führt unumgänglich zu Erscheinungen, deren Fülle die moderne Zivilisation des Konsumismus und mörderischer Kriege anbietet: zum Terrorismus, Torturen, Krieg, Lager für Zwangsarbeit und Internierungshaft. Es entstehen letztlich Krematorien, aus denen nur der Geruch verbrannten menschlichen ‘Rohstoffs’ vom Erdball emporsteigt.
– So ist die Bilanz der Zurückweisung dieses Gottes, der, indem Er sein lebendiges Ebenbild: Mann und Frau, liebt, dringend um Befolgung seiner Gebote bittet, allerdings niemals vom Menschen erpresst, dass seine Gebote befolgt werden. Die Zurückweisung Gottes endet mit Entartung sexueller Beziehungen. Und das führt zur gegenseitigen Tötung des menschlichen Geschlechtes: „Denn der Lohn der Sünde ... ist der Tod ...” (Röm 6,23)!

Ob es in dieser Lage gilt, einer eigenartigen Abulie zu erliegen und zu kapitulieren, indem ringsherum nur die Ansicht einer allumfassenden moralischen und physischen Verwüstung sichtbar wird? Es kann keinen Zweifel geben, dass auch auf diesem Schlachtfeld Gottes Wort ein Neues Gottes Volk von den Toten zum Leben auferwecken kann und dass dieses Volk Ihm nachfolgen wird: Diesem, der sein Erlöser ist, und demzufolge auch „...Der Weg und die Wahrheit, und das Leben(Joh 14,6) ist!

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RE-Lektüre: II.Teil, Kapit. 3c.
Stadniki, 8.XI.2013.
Stadniki, 17.X.2015.
Tarnów, 24.IX.2016.
Tarnów, 9.XII.2016.
Tarnów, 16.II.2017.

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C. STERILISIERUNG
Stimme der Kirche
Text Humanae Vitae Nr. 14b
Sterilisierung des Mannes und der Frau
Nebenwirkungen der Sterilisierung
Fot2-8. Kleinkind schläft süß auf dem Bauch
Adnotation zur Sterilisierung

D. PRÄNATALE UNTERSUCHUNGEN UND EXPERIMENTE AN EMBRYOS
Allgemeine Bewertung pränataler Untersuchungen
Leben oder Tod der Embryos
Adnotation: Pränatale Untersuchungen

E. ANDERE ELTERLICH-WIDRIGE BETÄTIGUNGEN
Text der Humanae Vitae Nr. 14c

1. Elterlich-widrige Maßnahmen VOR dem Verkehr
2. Elterlich-widrige Maßnahmen WÄHREND des Verkehrs

a. Abortive Wirkung aller spermiziden Chemie und des Präservativs
b. Zwei beabsichtigte Zwecke bei Betreiben der ‘Sex-Liebe’ u.a. mit dem Präservativ
Tabelle. Gelebte Kopulation mit dem Präservativ
Literat.: R.Ehmann – in: R.Süßmuth, Empfängnisverhütung

3. Präservativ: die täuschende ‘Wirksamkeit’ dieses ebenfalls Abortivmittels
a. Die auf das Präservativ gesetzte Hoffnung
b. Sex-Erziehungs-Programme
c. Angesichts wissenschaftlicher Expertisen
d. Wissenschaftliche Session 2000
e. Produktionsfehler
f. Krebserregende Wirkung des Präservativs
Allgemeine Schlüsse zum Ende

4. Elterlich-widrige Maßnahmen NACH dem Verkehr
Volkstümliche Abortierungs-Maßnahmen
Irrigation

ZUSAMMENFASSUNG ...
Noch nie... – Tabelle

Bilder-Fotos

Fot2-9. Füßchen des Babys in der Hand der Mutter