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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur



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POMPEJISCHE NOVENE
zur
Rosenkranzkönigin Maria


BEMERKUNG
In der Präsentation der Geschichte der Pompejichen Novene und der Novene selbst benutzen wir schon fertige Internetinformationen. Wir bilden auf diesem Grund eine eigenartige Kompilation. Hier die von uns benutzten Quellen der unterhalb stehenden Bearbeitung:
Polnische Quellen:
http://pompejanska.rosemaria.pl/jak-odmawiac-nowenne-pompejanska
http://pompejanska.rosemaria.pl/2014/02/nowenna-pompejanska-dla-zupelnie-zielonych/
http://adonai.pl/modlitwy/?id=pompejanska&action=1
https://pl.wikipedia.org/wiki/Nowenna_pompeja%C5%84ska
Deutsche Quellen:
https://www.youtube.com/watch?v=E6WKauXLtM8 = Pompejische Novene, wie betet man die 54-tägige Rosenkranz-Novene
https://adorare.ch/novpompej.html = Pompejische Novene; usw.
http://sacerdos-viennensis.blogspot.com/2015/10/die-rosenkranzkonigin-von-pompei-und.html
https://www.sychar.at/pompejische-novene.html

r64!

Aus der Geschichte
der
Pompejischen Novene

Wort über Bartolo Longo
dem künftigen Sel. Bartolo Longo

Die Anfänge der Pompejischen Novene sind enge mit der Geschichte Bartolo Longo verbunden: des Italieners, Rechtsanwalts (1841-1926). Trotz der religiösen Erziehung vom elterlichen Zuhause und seinem Aufenthalt in der Schule der Piaristenpatres, hat er während seines Universitätsstudiums auf der Jurafakultät – unter dem Einfluss seiner atheistischen und freimaurerischen Professoren, wie auch des liberalen Studentenmilieus den Glauben verloren. Er ist selbst so weit gekommen, dass er offen seine Seele Satan zugeschrieben hat. Er praktizierte den Okkultismus und engagierte sich aktiv bei spiritistischen Geisterbeschwörungen. Das dauerte einanderthalb Jahr.

Die zunehmende Depresseion und diabolische Visionen haben ihn beinahe zum Wahnsinn gebracht. Im äußersten Geisteszustand, nachdem er sich bei seinem bekannten Professoren (Vencenzo Pepe) eröffnet hat, hat er zu einem Dominikanerpater Kontakt gefunden (P.Alberto Radente), trat zur heiligen Beichte heran und ist zum sakramentalen Leben zurückgekehrt. Kurz danach wurde er zum Dritten Dominikanerorden angenommen und hat sich den Namen gewählt ‘Bruder Rosenkranz’. Ab sofort begann er sich auch unter seinen früheren Bekannten aus der Sekte apostolisch zu betätigen, obwohl diese ihn nur verspottet haben. Indem er in den Händen die Medaille der Muttergottes hielt, rief er zu ihnen während der Geistesbeschwörungsstunde: „Ich widersage dem Spiritismus! Es ist ein Knäuel von Lügenhaftigkeiten und Fehlern” !

Nachdem Bartolo Doktor in Jura wurde, kehrte er als Advokat 1864 in seinen Heimatsort. Bald aber begegnete er einem Redemptoristenpater – P. Emanuel Ribera, der ihm vorhergesagt hat, dass Gott von ihm Goßes erwartet. Unter seinem Einfluss hat Bartolo, der sich selber fortwährend mit dem Namen vom Dritten Orden als ‘Bruder Rosenkranz’ nannte – das Gelübde der Keuschheit abgelegt. Er widmete sich voller Eifer einer charitativen Tätigkeit. Dem Rat Papstes Leo XIII. zufolge hat er die Ehe mit der verwitweten Gräfin geschlossen, die Mutter von fünf Kindern war – mit der Absicht, dass sie beide in völliger Keuschheit leben werden. In seiner Seele tauchte aber immer wieder das Bewusstsein zutage, dass er früher Satan zugehörte, womit die Angst um das eigene Heil zusammenlief.

Zum ersten Mal begab sich Longe nach Pompei wegen Eigentumsfragen der Gräfin, deren er Verwalter war. Die Gegend von Pompei stellte das Bildnis einer ungeheueren Verwüstung dar. Es war Folge des plötzlichen, unerwarteten, gewaltigen Ausbruchs des Vulkans Vesuvius am 24. August 79 nach Chr. Ihm zufolge wurde die ganze Gegend der damaligen Römischen Stadt völlig zerstört. Bei seinen Wanderungen in der verwüsteten, wilden Gegend, geriet Bartolo in den Zustand einer tiefen Niedergeschlagenheit. Er schrieb von sich selbst:

„Trotz der Buße bedrängte mich dauernd der Gedanke, dass ich Satan zugehöre und weiter sein Sklave bin, er aber wartet auf mich in der Hölle. Als ich darüber nachdachte, verfiel ich in Verzweiflung und war nahe des Selbstmords.
– Da hörte ich aber in meinem Herzen die Worte des P.Alberto, der nach Maria wiederholte: ‘Wer meinen Rosenkranz verbreitet, wird das Heil erreichen’. Diese Worte haben meine Seele erleuchtet. Ich fiel auf meine Knie und rief: ‘Wenn diese Worte Wahrheit darstellen, werde ich das Heil erreichen, weil ich dieses wilde Land nicht verlasse, solange ich hier nicht Deinen Rosenkranz verbreite’ ... ”.

In selber Stunde erschall die Stimme der Glocke von der Pfarrkirche zum Gebet ‘Der Engel des Herrn ...’. Diese Stimme wurde für Bartolo Zeichen vom Himmel, demzufolge er die unternommene Entscheidung besiegeln konnte.

Was danach gerschah, stellt Bartolo in seinem autobiograhischen Buch dar. In seiner Bescheidenheit erwähnt der Selige selten die von sich ins Leben gerufenen Sozialwerke. Und doch, es wäre darüber viel zu schreiben.
– Im Jahr 1884 gründete er die Zeitschrift „Rosenkranz und Neu-Pompei”, die bis heute erscheint und in ganzer Welt verbreitet wird – mit Auflage 300.000 Exemplare.
– Longo wurde Vorläufer des Sozial-Bauwesens für Arbeiter und die Ärmsten. Er gründete Kinderhorte, Schulen für Waisenkinder und Kinder, die sich selbst überlassen waren – als Kinder der Sträflinge.
– Er gründete die Kongregation der Töchter des Rosenkranzes, die die Waisenheime geführt haben.
– Er war um die Entwicklung der Stadt besorgt, wie auch um die Arbeitsmöglichkeit darin.
– Rings um die Basilika entstanden Druckereien, Fabriken und Nähwerkstätten.
– Es wurde ein Bahnhof gebaut, ein Telegraph, Krankenhaus, meteoroligsches und geodynamisches Observatorium.
– Bartolo arbeitete mit Waisen und Kindern der Häftlinge, lernte sie zu beten und bereitete sie zu Gewerbarbeiten vor. Er sprach: „Mein Meister bei der Erziehung der Kinder sind keine Pädagogen, noch ihre Schulen, sondern Christus selbst”.

Die in Gefängnissen weilenden Eltern bekehrten sich infolge der Briefe, Gebete und Frömmigkeit ihrer Kinder, die sich unter dem Schutz von Longo und den Schwestern gefunden haben. In seiner apostolischen und charitativen Tätigkeit war der Rechtsanwalt Longo nicht allein. Er wurde getreu von seiner Frau, Marianna, Caterina Volpiceli unterstützt, und auch vom Arzt Giuseppe Moscati, der 1987 heiliggesprochen wurde.

Im Jahr 1894 wurde die Basilika in Pompei als das wichtigste Rosenkranz-Sanktuar der Welt anerkannt. Ab dieser Zeit wird zu seinem Pfarrer der betreffende, zu dieser Zeit waltende Heilige Vater. Im Jahr 1901 haben Wohltäter aus aller Welt die monumentale Fassade der Basilika als Gabe gestiftet mit der Bitte um allgemeinen Frieden. Bartolo Longo hat bei dieser Gelegenheit hervorgesagt, dass diese Kirche einmal vom Papst selbst besucht werden wird. Das wurde zur Wirklichkeit dreimal: am 21.Oktober 1979 und am 7.Oktober 2003 erschien dort Johannes Paul II., und am 19.Oktober 2008 Papst Benedikt XVI, und danach auch Papst Franziskus.

Trotz seiner 40-jährigen Arbeit zum Ruhm der Muttergottes vom Rosenkranz in Pompei, wurde Longo Objekt von Anschuldigungen und Verleumdungen betreffs der scheinbar inkorrekten Benutzung der Geldmittel. Er ertrug diese Verleumdungen voller Würde. Letztlich wurde er von allen Anschuldigungen gereinigt, und Papst Pius X., der die Wahrheit kennengelernt hat, hat dem Gründer von Neu-Pompei die höchste Ehre und Anerkennung erwiesen. Im Jahr 1906 hat Bartolo sein persönliches Besitztum zur Verfügung des Apostolischen Stuhl überwiesen. Nachher hat er auf den ihm vom Papst gegebenen Posten des Verwalters des Sanktuars verzichtet und unternahm die Arbeit als schlichter Arbeiter in der Stadt.

Hauptsächlich dank seinen früheren Bemühungen entstand um das Sanktuar eine moderne Stadt, die auch für die Touristik offen war, was mit Ausgrabungen zusammenhing. Die einst verödete und vernachlässigte Gegend begann mit Leben zu schlagen. Neue Wege und Straßen, das Postamt, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsstätten, Hotels für Anreisende – dies ist nur ein Teil der Initiativen, die von Bartolo inspieriert wurden. Papst Benedikt XVI. äußerte sich von Pompei am 19.Oktober 2008 folgender:

„Bartolo Longo, betrieben von Liebe, war imstande eine neue Stadt zu entwerfen, die um das Marianische Sanktuar entstanden ist – gleichsam eine Austrahlung seines Lichtes des Glaubens und der Hoffnung. Denn die Kraft der Liebe ist unwiderstehlich: die wahre Liebe bewegt die Welt! Longo arbeitete beim Sanktuar bis zum 85. Jahr seines Lebens. Er hat sich vom Rosenkranz nicht getrennt und beichtete zweimal in der Woche. Sein Gebet war so intensiv, dass es eine Person, die ihn dabei sah, mit folgenden Worten beschrieben hat: ‘Ich sah ihn öfter mit ausgestreckten Armen und Augen, die in den Himmel fixiert waren oder auf das Bild der Muttergottes, ganz bewußtlos darum, was rings um ihn geschah. Gefragt, ob er die Mutter Gottes sah, antwortete Bartolo: Jawohl, aber nicht so, wie sie im Himmel ist’ ...”

Am 9.Februar 1924 ist Marianne de Fusco gestorben, seine geliebte Freundin und Bartolo’s Frau. Die Erben der Gräfin haben ihr Haus beschlagnahmt. Diese Lage wurde für Advokat Longo Grund seiner großen Leiden. Er begab sich demnach in seine Elterngegend, nach Francavilli. Erst nach nachdringlichem Zureden seiner Freunde kehrte er am 23.April 1925 von neuem nach Pompei. Und wiederholt – wie 1872, hat er nichts gehabt. Aber dieses Mal hat auf ihn die Stadt gewartet. Die Einwohner haben ihren Wohtäter feierlich und mit Freuden empfangen.

Am 30. Mai 1925 hat Bartolo Longo den ruhmvollen Titel des Ritters des Großen Kreuzes des Ordens des Heiligen Grabes in Jerusalem erhalten. In letzten Monaten seines Lebens freute sich Longe an herrlicher Freundschaft mit Dr. Moscati, der zu seinem Arzt geworden ist. Giuseppe Moscati sah den Advokat zum letzten Mal morgens, am 5.Oktober 1926. An diesem Tag ist er nach Neapel zurückgekehrt und obwohl er noch nichts gewusst hat, dass Longe geschieden ist, sagte er zu seiner Familie: „Bartolo ist in den Himmel gegangen”.

Die letzten Stunden des Lebens verbrachte der Advokat im Rosenkranzgebet, umgeben von seinen geliebten Pompeischen Waisen. Seine letzten Worte lauteten: „Mein einziger Traum besteht darauf, Maria zu sehen, die mich gerettet hat, und die mich von den Netzen Satans herausreißen wird”.

Bartolo Longo ist so gestorben, dass er nichts besitzte: alle Geräte seiner Wohnung waren inventarisiert vonseiten der ihm gegenüber feindlichen Verwandten seiner verstorbenen Frau. Er wurde beigebracht in der Krypta unter dem geliebten Bild der Muttergottes von Pompei, der er sich anvertraut und ihr alles hingegeben hat.

In zwei Jahren nach seinem Tod, wurde der ‘Pompeische Tal’ als unabhängige Gemeinde anerkannt. Es war Krönung der riesigen Bemühungen vonseiten Bartolo Longo, der sich als Rechtsanwalt dafür viele Jahre hindurch bemüht hat. Zahlreiche administrative Hindernisse, die die Entwicklung des ‘Tales’ gelähmt haben, lagen ihm sehr am Herzen.

Man soll sich bewusst sein, dass Longo nicht nur die Stadt Neu-Pompei gebaut hat. Diese Stadt ist nach Jahrhunderten der Vergessenheit ganz von neuem wiedergeboren. Alles geschah dank seiner Initiative: um eine kleine Kirche aufzubauen. Die angestrebte keineswegs große Kirche ist zum mächtigen Sanktuar der Muttergottes des Heiligen Rosenkranzes aufgewachsen. Sie wurde fruchtbarer Erdboden einer Neu-Evangelisation.
– „Bruder Rosenkranz” war auch Initiator des heutzutage von Millionen Gläubiger gefeierten Gebets der fünfzehn Samstagen.
– Er schrieb viele Gebetsbücher, Novenen, Betrachtungen, er verbreitete die in der Offenbarung Mariens überwiesene Pompeische Novene, die als unwiderlegbare Novene genannt pflegt. Wie er in seiner Bitte zur Königin des Heiligen Rosenkranzes feststellte, „der Rosenkranz ist zugleich Mediation und Bitte. Das dauerhafte Flehen, das zur Muttergottes erhoben wird, stützt auf der Hoffnung, dass die mütterliche Fürsprache vom Herzen des Sohnes alles erlangen kann”.
– Wir merken auch, dass dank seiner Initiative, Papst Leo XIII. 1883 den Oktobermonat als Monat des besonderen Rosenkranzgebetes eingesetzt hat.

Am 26.Oktober 1980 wurde der ehemalige Satanist, der spätere eifrige Konvertit und Sozail-Rechtsprecher, zur Würde der Alätre erhoben. Johannes Paul II. hat ihn als „Muster für die modernen Laien-Katholiken” vorgestellt. Zurzeit daurert der Vorgang der Heiligsprechung des Sel. Bartolo Longo, wie auch der Seligsprechungsvorgang seiner Frau, Marianna de Fusco.

Anfänge des Pompeischen Rosenkranzes

Die Pompeische Novene wurde von Barolo Longo verbreitet aufgrund des Berichts von Fortunatina Agrelli aus Neapel. Es betrifft ein schwer krankes Mädchen, deren Krankheit von Ärzten nicht diagnosiert werden konnte, noch waren sie imstande sie zur Genesung zu bringen. Diesem Mädchen erschien eines Males die Muttergottes. Maria versprach der bettlägrig Kranken, dass sie zum Heil kommen wird, wenn sie den Rosenkranz betet. Tatsächlich, Fortunatina wurde mirakulös geheilt. Ihr Zeugnis steht am Anbeginn der Pompeischen Novene.

Fortunatina bekannte, dass sie von der Muttergottes belehrt wurde, wie sie das Rosenkranzgebet verrichten solte. Und zwar eines Tages hat sie ihr empfohlen, dass sie den Rosenkranz 54 Tage hindurch beten soll, indem es zweimal wiederholte 3 Rosenkranz-Novenen sein sollten. Die ersten 27 Tage (d.h. die Hälfte dieser 54 Tage; also: 3x9 Tage = 27 Rosenkranz-Tage) sollte sie um die Genesung bitten, wogegen sie die zweiten 27 Tage (d.h. wiederholt: 3x9 Rosenkranz-Tage) sich für die erfahrene Gesundheit bedanken sollte.

Nachdem sie das so verstandene Rosenkranzgebet verrichtet hat, hat Fortunatina Agrelli die Heilung erfahren. Im Jahr 1890 hat Papst Leo XIII. die Heilung dieses Mädchens feierlich als Wunder anerkannt. Diese Tatsache ist Grundlage der Andacht zur Rosenkranz-Königin von Pompei geworden, die anders auch Pompeische Muttergottes genannt wird.

Die wunderbare Heilung der Fortunatina Agrelli hat sich sehr rasch herumgesprochen. Ihr Fall wurde vom erwähnten Rechtsanwalt, dem künftigen Sel. Bartolo Longo, beschrieben. Er selbst hat aber viele Jahre zuvor die innere Stimme vernommen, dass er die Rosenkranz-Andacht verbreiten soll.

Longo initiierte die Pompeischen Andachten. Pompei liegt nahe von Neapel. Bartolo ist dort 1872 hingekommen und hat sich vorgenommen, auf den pompeischen Ruinen eine Kirche zu Ehren der Rosenkranz-Muttergottes aufzurichten. Mit Bauarbeiten begann man in 4 Jahren danach. Der Bau wurde erst 1926 zu Ende gebracht, wann nämlich auch der Turm entstanden ist. Erst dann auch wurde die Kirche geweiht. Im Jahr 1875 hat Bartolo Longo in der entstandenen Kirche die wunderbare Ikone der Muttergottes des ‘Pompeischen Tales’ hineingeführt. In zwei Jahren später wurde das Bild gekrönt.

Der Fall der Fortunatina Agrelli war nicht das einzige Beispiel einer Genesung. 1902 kam in das Heiligtum in Pompei die Marís Lucía Calviño gefahren. Diese junge Frau litt ebenfalls an ernsten Erkrankungen, die von Ärzten auf keine Art und Weise zur Heilung gebracht werden konnten. Nach der Pilgerfahrt zur Basilika und dem Gebet nach der Novene zur Muttergottes von Pompei wurde das Mädchen geheilt.
– Die wunderbaren Heilungen und der Bau des Sanktuars der Muttergottes der Rosenkranz-Königin in Pompei haben zur Entwicklung des religiösen Tourismus beigetragen und wurden zur neuen Stufe in der Geschichte dieser Stadt. Parallel dazu verbreitete sich dynamisch die Idee der Pompeischen Novene.

Die obigen Bemerkungen führen wohl befriedigend zum Verständnis bei des Angebots Mariens, dass die Rosenkranz-Nove von Pompei gebetet wird. Es gehört sich noch die Verheißungen Mariens zu erwähnen, die mit dem Gebet des Rosenkranzes und der Novene verbunden sind.

Verheißungen Mariä
betreffs des Pompeischen Rosenkranzes

Maria hat Verheißungen, die mit dem Rosenkranzgebet verbunden sind, im 15.Jahrhundert dem Dominikanerpater – dem Sel. Alan de Rupe (1428–1475 r.) offenbart. Er war großer Fürsprecher des Rosenkranzgebetes und folgte so dem Werk seiner Verbreitung nach, das vom Hl. Dominikus begonnen wurde. Er gründete mit großem Eifen immer andere Rosenkranz-Brüderschaften.

Hier die 15 Rosenkranz-Verheißungen, die vonseiten Mariens dieser Dominikaninpater empfangen hat, u.zw. der Sel. P. Alan de Rupe:

1. Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beharrlich beten, erlangen einen besonderen Schutz.
2. Ich verspreche jenen, die andächtig den Psalter meines Rosenkranzes beten, große Gnaden und meinen besonderen Schutz.
3. Der Rosenkranz ist ein mächtiger Schild gegen den höllischen Feind; er vernichtet das Laster, verhindert die Sünde und rottet die Irrlehre aus.
4. Der Rosenkranz bewirkt das Wiederaufblühen der Tugend und Werke der Gottseligkeit. Durch ihn wird den Seelen die Fülle der göttlichen Erbarmungen zuteil; indem sie sich von der eitlen Anhänglichkeit an die Güter dieser Welt losschälen, werden sie erfüllt von dem Verlangen nach den ewigen Gütern: viele Seelen werden durch den heiligen Rosenkranz gerettet.
5. Die Seele, welche in rechter Weise durch meinen Rosenkranz ihre Zuflucht zu mir nimmt, geht nicht verloren.
6. Alle diejenigen, welche andächtig den Rosenkranz beten, und dabei die Geheimnisse betrachten, werden vom Unglücke nicht niedergebeugt und vor dem unvorhergesehenen Tode bewahrt bleiben. Sind sie in Sünden, so werden sie die Gnade der Bekehrung erlangen; die Gnade der Beharrlichkeit aber, wenn sie gerecht sind, und sie werden würdig befunden werden des ewigen Lebens.
7. Die Gläubigen, welche eine wahre Andacht zu meinem Rosenkranze haben, werden nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben.
8. Ich will, daß jene, die meinen Rosenkranz andächtig beten, während ihres Lebens und im Augenblick ihres Todes der Fülle göttlicher Erleuchtungen und Gnaden teilhaftig werden, sowie der Verdienste der Heiligen Gottes..
9. Jeden Tag befreie ich aus dem Fegfeuer die Seelen, welche in ihrem Leben die Andacht des heiligen Rosenkranzes beharrlich gepflegt haben.
10. Denen, die wahrhaft andächtig meinen Rosenkranz beten, wird im Himmel eine besondere Glorie zuteil werden.
11. Alles, was man mich vermittelst des hl. Rosenkranzes bittet, wird man erhalten.
12. Diejenigen, welche an der Verbreitung meines Rosenkranzes arbeiten, werden in all ihren Nöten meine Hilfe erfahren..
13. Ich habe von meinem göttlichen Sohne die Gnade erlangt, dass alle, welche der Bruderschaft vom heiligen Rosenkranze einverleibt sind, die glückseligen Bewohner des Himmels zu ihren Brüdern und Schwestern haben, während ihres Lebens und in der Stunde des Todes.
14. Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beten, sind meine bevorzugten Kinder und Brüder Jesu Christi, meines eingeborenen Sohnes.
15. Die Andacht zum hl. Rosenkranz ist ein besonderes Merkmal der Auserwählung.

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POMPEISCHER ROSENKRANZ
ZUR
GOTTESMUTTER MARIA

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Pompeischer Rosenkranz

Grundlage der Pompeischen Novene bildet das Rosenkranzgebet. Für jeden Fall zeigen wir hier Links zu Stellen in unserer Homepage, wo die Erklärung gefunden werden kann betreffs der Struktur des Rosenkranzgebetes samt den grundlegenden Gebeten. Sieh die folgenden Stellen:

1) Grundlegende Gebete: Vater unser, usw.
2) Rosenkranz zu Maria

Sollte jemand unsere Homepage gerade nicht benutzen, sieh hier ÄUSSERE Links zu denselben Stellen unserer Homepage:
1) Grundlegende Gebete
2) Rosenkranz Mariens

Die Zeit der Pompeischen Novene dauert 54 Tage. Diese Tage werden in 2 gleiche Teile verteilt, das heißt je 27 Tage. Beide Teile unterscheiden sich nur mit einem Gebet.
– Diese zwei Serien je 27 Tage bilden eine 3-fache ‘Novene’ der gebeteten Rosenkränze, das heißt: 3x9 = 27 Tage, und dann nochmals: 3x9 = 27 Tage, insgesamt: 54 Tage.
– Die Bezeichnung ‘Novene’ betrifft irgendetwas, was 9x hindurch wiederholt wird, z.B. 9 Tage, 9 Monate, 9 Jahre u.dgl.

a) Der erste Teil jener 3x9 Tage = 27 Tage bildet das FLEH-Gebet. Die Bitte soll nur eine Angelegenheit betreffen.
(0.6 kB)b) Der zweite Teil jener insgesamt 54 Tage, das heißt wiederholt: 3x9 dni = 27 Tage (beide Hälften schaffen zusammen = 54 Tage) bildet das DANK-Gebet.
– Entscheidet sich jemand darauf, die besprochene ‘Pompeische Novene’ zu verrichten, ist es angewiesen, dass er sich für jeden Fall im Kalendar das genaue Datum des Anfangs und Endes jener ‘Novene’ einträgt, so dass es dann keinen Zweifel gibt.

Erinnerungshalber zeigen wir hier jetzt die Struktur des Rosenkranzgebetes dar.

Anfang des Rosenkranzes
KreuzIch glaube an Gott ...
1 größere Perle1x Vater unser
3 kleine Perlen3x Gegrüßet seits Du, Maria
Danach1x Ehre sei dem Vater ...


Es folgen fünf ‘Gesätze’ des Rosenkranzes. Bei jedem Gesätz wird ein betreffendes Geheihmnis des Erlösungswerkes Jesu Christi betrachtet. Diese Geheimnisse werden verteilt in 3 ‘Teile’ je 5 Geheimnisse. So wurde der Rosenkranz die bisherigen Jahrhunderte der Gebetstradition in der Kirche gefeiert.
– Johannes Paul II. hat mit seinem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae – Rosenkranz der Jungfrau Maria” einen zusätzlichen, vierten Geheimnisse-Teil eingeführt: die Geheimnisse des „Lichtes”.
Bei der gebeteten Pompeischen Novene – ist das Beten jenes vierten Rosenkranzteiles (Geheimnisse des Lichtes) zur freien Wahl übergelassen.


Fünf ‘Gesätze’
1 große Perle1x Vater unser
10 kleine Perlen10x Gegrüßet seist Du, Maria
zu Ende des Gesätzes1x Ehre sei dem Vater ...
und nochFatima-Gebet


Das Fatima-Gebet
nach jedem Gesätz

„O mein Jesus, verzeihe uns unsere Sünden,
bewahre uns vor dem Feuer der Hölle,
und führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit
am meisten bedürfen”!

Hier die Teile der Geheimnisse des heiligen Rosenkranzes – samt den mit ihnen verbundenen Geheimnissen zur Betrachtung:

Freudenreicher Teil
Montag, Samstag
1 große Perle1x Vater unser
10 kleine Perlen10x Gegrüßet seist Du, Maria
nach dem Gesätz1x Ehre sei dem Vater ...
undFatima-Gebet
Freudenreiche Geheimnisse
(0.6 kB)Verkündigung an die Jungfrau
(0.6 kB)Heimsuchung Mariä bei Elisabeth
(0.6 kB)Geburt Jesu in Betlehem
(0.6 kB)Aufopferung Jesu im Tempel
(0.6 kB)Wiederfindung Jesu im Tempel


Schmerzreicher Teil
Dienstag, Freitag
1 große Perle1x Vater unser
10 kleine Perlen10x Gegrüßet seist Du, Maria
Ende des Gesätzes1x Ehre sei dem Vater ...
undFatima- Gebet
Schmerzreicher Teil
(0.6 kB)Jesu Agonie im Ölgarten
(0.6 kB)Geißelung Jesu
(0.6 kB)Krönung Jesu mit Dornen
(0.6 kB)Jesus trägt das Kreuz auf Kalvaria
(0.6 kB)Kreuzigung und Tod Jesu am Kreuz:
(0.6 kB)Gipfel Gottes Barmherzigkeit


Glorreicher Teil
Mittwoch, Sonntag
1 große Perle1x Vater unser
10 kleine Perlen10x Gegrüßet seist Du, Maria
Ende des Gesätzes1x Ehre sei dem Vater ...
undFatimga-Gebet
Glorreiche Geheimnisse
(0.6 kB)Auferstehung Jesu von den Toten
(0.6 kB)Himmelfahrt Jesu
(0.6 kB)Sendung des Heiligen Geistes
(0.6 kB)Himmelaufnahme der Jungfrau Maria
(0.6 kB)Krönung Mariens zur Königin von Himmel und Erde


Lichtreicher Teil
Donnerstag
1 große Perle1x Vater unser
10 kleine Perlen10x Gegrüßet seist Du, Maria
Ende des Gesätzes1x Ehre sei dem Vater ...
undFatima-Gebet
Lichtreiche Geheimnisse
(0.6 kB)Taufe Jesu im Jordan
(0.6 kB)Jesus offenbart seine Gottheit in Kana
(0.6 kB)Verkündigung des Reiches Gottes und Bekehrung
(0.6 kB)Verklärung Jesu auf Tabor
(0.6 kB)Einsetzung der Eucharistie


Erleben des Tages der Pompeischen Novene

Zur Verfügung bleibt der ganze Tag für das Beten dieser drei (beziehungsweise vier) Teile des heiligen Rosenkranzes samt ihren Geheimnissen. Man kann sie sich im Lauf des Tages verteilen, wie es die Arbeitsbedingungen und die Hausbeschäftigungen sein lassen.
– Nachdem das Kreuzzeichen gemacht wird – soll man sich das Anliegen zum Bewusstsein bringen, in dem die Pompeische Novene gefeiert werden soll. Es soll nur EIN solches Anliegen betreffen.
– Es ziemt sich, dass man sich zum Anfang an Maria selbst wendet – z.B. in Worten:

„Maria, Du Rosenkranz-Königin, ich will diesen Rosenkranz zu Deiner Ehre beten”.

Jetzt wird das Beten des heiligen Rosenkranzes begonnen – je nach seinen Teilen und Geheimnissen. Das Mundgebet soll mit Betrachtung der aufeinanderfolgenden Geheimnisse vom Leben des Erlösers, beziehungsweise der Mutter des Erlösers durchdrungen werden. Das Beten des Rosenkranzes ohne Sammlung und Betrachtung würde auf eine wertlose Tätigkeit herabfallen.

Beendung des Rosenkranzgebetes

Das Beten des Rosenkranzes wird mit folgendem Gebet beendet:

„Unter Deinen Schutz und Schirm ...”

und:

mit dem FLEH-Gebet (die ersten 27 Tage der Pompeischen Novene),
beziehungsweise mit dem DANK-Gebet (die zweiten 27 Tage der Pompeischen Novene).


Hier das Fleh-Gebet:

Endgebet des FLEH-Teiles
27 Tage hindurch

„O barmherzige Jungfrau, Königin des Heiligen Rosenkranzes von Pompeji, noch niemand hat je gehört, dass du jene, die Dich mit dem Heiligen Rosenkranz verehren und Deine Hilfe angerufen haben, je verlassen hättest.
Verschäme meine Bitte nicht, Du Mutter des Urewigen Wortes, sondern erhöre mich durch Deinen heiligen Rosenkranz und Deine große Zuneigung, die Du zu Deinem Tempel in Pompeji bekundest.
Amen”.


Hier das Dank-Gebet:

Endgebet des DANK-Teiles
27 Tage hindurch

„Was kann ich Dir geben, o Königin voller Liebe? Ich weihe Dir mein ganzes Leben. Solange ich bei Kräften bin, werde ich Deine Ehre, o Jungfrau vom Heiligen Rosenkranz von Pompeji, zu verbreiten suchen. Denn als ich zu Dir rief, gewährte mir der Herr seine Gnade.
Überall werde ich von der Barmherzigkeit erhählen, die Du mir erwiesen hast. Nach Möglichkeit werde ich die Andacht des Heiligen Rosenkranzes fördern. Allen werde ich sagen, wie gütig Du an mir gehandelt hast, damit sich auch die unwürdigen Sünder, gleich wie ich, vertrauensvoll an Dich wenden.
O, wenn nur die ganze Welt wüßte, wie Du gütig und barmherzig bist gegen alle, die da leiden! Alle Geschöpfe würden zu Dir kommen, um Hilfe und Rettung bei Dir zu suchen.
Amen”.

Zu Ende noch der 3-fache Anruf:

„Königin des Heiligen Rosenkranzes von Pompeji, bitte für uns”.


Noch einmal erinnerungshalber: dass man sich nich verliert, ist es angeraten, dass man im Kalender die Tage der Novenedauer einträgt, das heißt das Datum des Anfangs und des Endes jeder Novene-Serie der Rosenkränze.
– Die Pompeische Novene wird die ganze Zeit hindurch in einem Anliegen gebetet. Demzufolge: wir zählen keine ganze Anliegen-Listen auf, sondern sammeln uns auf einer Bitte, die wir möglich präzise bezeichnen.

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Wir wünschen jedem, der die Pompeische Novene betet, eine großzügige Erhörung und ein Reichtum von geistigen und zeitlichen Gaben – durch die Fürsprache der Königin des Pompeischen Rosenkranzes und durch die Fürsprache des Sel. Bartolo Longo.

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Tarnów, 18.XI.2017 r.
Anschrift des Autors