(2.5 kB)


HEILIGE BEICHTE DER EHELEUTE, BRAUTPAARE
UND PARTNERSCHAFTEN
mit Sünden beim Erleben
der Intimität
  Aktualisierung: 5.I.2017  

(7,6 kB)

Geschichtliches ...

Der Verfasser dieser WEB-Site wurde gebeten (Juni 2006), er möge im Anschluss an vorkommende, unglaubliche Entstellungen der Lehre der Kirche das Wort aufgreifen über die Notwendigkeit des Beichtbekenntnisses betreffs der Sünden, die beim ehelichen Verkehr vorkommen können, und umso mehr wenn es um Brautpaare und Partnerschaften geht. Solches Bekenntnis ist nämlich Voraussetzung für die Gültigkeit der sakramentalen Beichte.
– Ein fertiger Text darüber (geschrieben vom Redakteur einer angesehenen Zeitschrift), der dem hier schreibenden Autor mit der Bitte vorgelegt wurde, er möge ihn durchblättern und nötigenfalls ein wenig korrigieren, eignete sich überhaupt zu keiner Korrektur. Dieser Text führte ‘Meinungen’ an, die im Widerspruch standen zum deutlichen Willen Gottes, dessen authentischer und autoritativer Ausleger, beschert mit dem Siegel der Wahrheit Gottes, die Kirche ist.
– Die Kirche wiederholt nur nach ihrem Göttlichen Meister: „Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote” (Mt 19,17). Der hier schreibende Autor hat letztlich einen eigenen Text verfasst, in dem die Lehre der Kirche in dieser Hinsicht in den unterhalb dargestellten ‘Punkten’ zusammengefasst wird.
– Die erste Fassung der hiesigen Darlegung (vom 16.VI.2006) wurde nachher viele Male umgearbeitet und bereichert. Der Text ist Frucht immer wieder ankommender, weiterer Einzelfragen, die von Lesern vorgebracht werden

Zu Begründungen dieser Beichthilfe s. ganz unten etliche LINKS zu anderen Stellen der hiesigen Internet-Seite, wo die betreffenden Themen gründlicher erörtert werden.

Die hiesige Erörterung kann downloaded werden. S. ganz unten:

Heilige Beichte der Eheleute ...
(‘PDF-Format’)


Leider beim Konvertieren des Internet-Textes (Format: html) in zum ‘PDF’ gehen die internen Links verloren.

(21.4 kB)


(4.4 kB)

Lieber Leser! – Die unterhalb stehenden Bemerkungen über die ‘heilige Beichte’ können den Anschein wecken, sie wären ganz trocken, fast seelenlos. Es wird hier aber dahin gestrebt, so manche Missverständnisse, die mit dem erörterten Thema verbunden sind, klazulegen.
– Verstehe es, bitte, dass Du dich zum Frühlingsklima dieses Sakraments durchringst: dem Tribunal der Barmherzigkeit Gottes. Bange vor ihm nicht! Das Beichtsakrament ist Christi Gabe, die mit Erlösungswärme umhüllt. Es weckt die Zuversicht zur Barmherzigkeit Gottes und löst ein Unmaß von Dankgesinnung wegen der Vergebung, die vom schmachvoll behandelten diesem Gott erlangt wurde, der durch die Vermittlung – und sei es auch seiner sündigen Diener-Priester, das Blut der Erlösung des Sohnes Gottes zur Hoffnung und zum Heil mit überschwenglicher Liebe spendet.
– Allerdings: um die Vergebung Gottes zu erlangen, wird die Eröffnung für die von allein verständlichen ihre Vorbedingungen vorausgesetzt. Die Mühe, wie sie ihre Annahme voraussetzt, ist ein Nichts zusammengestellt mit Schätzen, die dank diesem Sakrament zuteil werden.
– Die Zurückweisung dieser Vorbedingungen bedeutete eine Blockade für den Durchfluss der Barmherzigkeit Gottes aufzustellen.

(27 kB)

A. BEICHTE: DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG

‘Beichte’: Das Sakrament der Heiligen Beichte

Die Heilige Beichte ist keine Sprechstunde beim Psychologen-Psychiater. Sie ist eines der Sakramente der Kirche, das von Jesus Christus eingesetzt wurde. Der Kirche steht keine ‘Macht’ über die Sakramente an sich zu. Sie wurde dagegen zu ihrem zuständigen Verwalter eingesetzt. Daher äußert sich die Kirche, vereint „mit” Petrus und „unter” Petrus (s. VSp 116) im Namen Jesu Christi selbst, des einzigen Herrn und Eigentümers dieser „seinen Kirche” (s. Mt 16,18), u.a. auch über die Bedingungen einer gültigen, guten heiligen Beichte.

Die sakramentale Beichte beruht auf dem Bekenntnis der begangenen Sünden in Gottes Angesicht – samt der Bitte um ihre Vergebung und die Lossprechung. Aufgrund des Willens Gottes geschieht es allerdings durch den Dienst eines Priesters, der sich zu dieser Stunde im Namen und in Ermächtigung des Sohnes Gottes, Jesus Christus betätigt.

Der Priester, ohne den es unter gewöhnlichen Umständen keine Lossprechung gibt, vergegenwärtig bei der Ausspendung des Sakraments der heiligen Beichte auf sakramentale Art und Weise diesen Jesus Christus, den Erlöser des Menschen. Derselbe Erlöser, der einzige Herr und Besitzer ’seiner’ Kirche, hat diese seine Kirche u.a. mit dem Sakrament der Beichte, d.h. der Versöhnung ausgestattet: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert” (Joh 20,23) .

(12 kB)

Die Heilige Beichte beruht vonseiten des Pönitenten auf seiner Hinwendung an die Barmherzigkeit des Dreieinigen Gottes mit deutlicher Bitte um Verzeihung der von ihm begangenen Sünden – mit Berufung auf die erlösende Macht des Blutes des Sohnes Gottes. Für Jesus gibt es keine größere Freude, als wenn Ihm jemand erlaubt, Erlöser für sich sein zu dürfen.
– Derselbe Erlöser hat aber beschlossen, dass die Lossprechung in gewöhnlichen Umständen ausschließlich über die Vermittlung der Kirche erfolgen wird – und zwar über das zu diesem Zweck eingesetzte Sakrament der Beichte: der Versöhnung, das auch ‘Tribunal der Barmherzigkeit Gottes’ genannt wird.

Ausspender dieses Sakramentes ist aufgrund des Willens Jesu Christi ein Priester. Er muss gültig geweiht und daselbst mit dem Siegel der Apostolischen Sukzession ausgestattet sein.
– Außerdem muss er über die Jurisdiktion zur Ausübung des Versöhnungs-Sakramentes auf dem vorstehenden Gebiet der Kirche verfügen.

Bedingungen um die Vergebung der Sünden zu erlangen

Gott verleiht die Lossprechung sofort und ganz leicht, allerdings niemals um jeden Preis. Derjenige, der zum Sakrament der Versöhnung-Beichte herantritt, muss ein paar grundlegende Erfordernisse erfüllen. Die Bedingungen für eine gute, gültige sakramentale heilige Beichte werden nicht von der ‘Kirche’ eingesetzt, sondern kommen vom Gottes Gesetz her: von der Natur selbst dieses Sakramentes.

Der Beichtende ist verpflichtet, die fünf Bedingungen für eine gültige Heilige Beichte zu erfüllen. Wir kommen auf ihre Aufzählung gleich im Folgenden zurück.

Selbst das Bekenntnis der begangenen Sünden muss sich aufgrund des Gesetzes Gottes (also nicht infolge der Verfügung der Kirche) mit einigen Eigenschaften kennzeichnen. Das Bekenntnis muss vollständig sein (= anders auch ‘integral’ genannt), das heißt es muss alle begangenen schweren Sünden umfangen.
– Kraft des Gesetzes Gottes muss das Bekenntnis die Umstände der begangenen Sünde betreffen, die eine Veränderung-Modifikation der Qualität der Grundsünde nach sich ziehen können. Es handelt sich um solche Umstände, wie: die Anzahl der begangenen Sünden (zumindest was ihre Häufigkeit betrifft). Unentbehrlich ist das Bekenntnis, ob die Sünde einsam oder mit jemanden anderen begangen wurde (zusätzliche ‘fremde’ Sünde). Der Umstand muss bekannt werden, ob jemand mit dem Ehegelöbnis verbunden war, mit priesterlichem Zölibat oder der Ordensprofess. Dasselbe Erfordernis betrifft alle anderen Umstände der Sünde, die die Grundsünde in zusätzlich sich hinzufügende Sünden, manchmal geradeaus Verbrechen, verändern können, wie z.B. falls jemand nach Abortivmitteln bei Schwangerschaftsverhütung gegriffen hat.

Fünf Bedingungen der gültigen heiligen Beichte

Hier zur Erinnerung die fünf Voraussetzungen, dass die Beichte – gültige sakramentale Beichte wird:

1. Gewissenserforschung. Man muss sich vor die Wahrheit seines Gewissens stellen. Es geht um eine angesichts Jesus Christus und dem Himmlischen Vater unternommene, aufrichtige Konfrontation mit dem inneren moralischen Gesetz (der Stimme des Gewissens) und den Normen des Evangeliums, wie sie in Gottes Namen vom Magisterium der Kirche dargestellt werden.

2. Reue für die Sünden. Es geht um die Reumut des Herzens, die mit der Entscheidung einhergeht, die Sünde nicht mehr zu begehen – um der Liebe zu Gott und dem Nächsten willen.

3. Starker Vorsatz der Verbesserung. Es soll die Entscheidung getroffen werden, das heißt nicht nur ein Wunsch. Samt der Erwägung der Umstände, die zur Sünde zu führen pflegen und unternommenen Mitteln zur tatsächlichen Beseitigung der Sünde.

4. Aufrichtiges, vollständiges Sündenbekenntnis. Zur Gültigkeit der heiligen Beichte gehört das Bekenntnis aller schweren Sünden, was ihre Anzahl und die Umstände angeht, die ihre Grundqualität ändern können.
– Es muss beim Pönitenten das Bewusstwerden sich selbst gegenüber und das Bekenntnis aufkommen, dass die Sünde „ich” selbst – persönlich begangen habe, also nicht nur, dass es in der Welt das ‘Übel’ gibt.
– Daher soll das Bekenntnis niemals un-persönlich formuliert werden, z.B. folgender: „Es passierte mir, die Messe zu vermissen; es gab Fluchworte ...”. Die Sünde würde dann etwas Anonymes betreffen, nicht aber die Person selbst des Pönitenten. Die Sünde wäre von einem „irgend-ETWAS” begangen, nicht aber persönlich von „MIR” selbst!

5. Genugtuung Gott und dem Nächsten gegenüber. Gott verlangt, dass zuerst der dem Nächsten zugefügte Schadenersatz geleistet wird, wonach dann Gott um Vergebung gebeten werden darf. Das gilt nicht nur vom zugefügten materiellen Übel, das wieder gut gemacht werden muss (z.B. Diebstahl: die Zurückerstattung ...), sondern umso mehr vom moralisch-geistigen Schaden: der systematisch zerstörten und niedergetretenen Liebe und des Friedens in Ehe und Familie, Demütigung des Nächsten, Unterwühlung seines guten Namens u.dgl.
– Sollte es keine andere Art und Weise geben, wie der Schaden wieder gut gemacht werden kann, bleibt immer noch schlechterdings die ... Bitte, der Nächste möge den ihm zugefügten Schaden um des Namens Gottes willen ... verzeihen Und offenbar das Gebet in Anliegen des beschädigten Nächsten.

Sollte es die Aussöhnung mit den Beschädigten nicht gegeben haben und sollte der Beichtende in sich den Willen nicht herausarbeiten, das zugefügte Unrecht und die Beleidigungen tatsächlich wieder gut zu machen – samt der Entscheidung, dass dieses Übel nicht mehr begangen wird, wäre es zwecklos zur heiligen Beichte herantreten zu versuchen. Die Vergebung ist jedes Mal ungemein seriöse Angelegenheit. Die Vergebung einer geringsten ‘lässlichen’ Sünde geschieht jedes Mal um den Preis des ... Blutes der Erlösung.
– Im Fall einer Todsünde ist das Gewissen des Pönitenten mit ewiger Schuld und der – der betreffenden Person gehörigen ewigen Strafe belastet. Die eine, wie die andere Wirklichkeit soll in Kraft des Erlösungsblutes Jesu Christi vergeben-getilgt werden: dieses Gekreuzigten und Auferstandenen. Der Erlöser vergibt das eine und andere ungemein leicht und sofort, allerdings niemals ‘um jeden Preis’. Der Pönitent muss die erwähnten Voraussetzungen erfüllen.

Sollte der Beichtende eine aufständische Haltung gegen die Bedingungen einer guten und gültigen Beichte zutage bringen, nötigte er den Priester die Lossprechung ihm zu verweigern.
– Falls des Willens des Pönitenten in den Umständen, die zur Sünde führen weiter zu verharren, bedeutete es, dass er die Lossprechung als Segen für weiteres Begehen der Sünde aufnötigen möchte. So was ist aber unmöglich. Es bedeutete, dass das Blut der Erlösung in Satans Hände zum Spott ausgeliefert würde.

Sollte der Priester in solcher Lage die Lossprechung dennoch erteilen (z.B. aus ‘Mitleid’ wegen der schwierigen ehelichen Lage o.dgl.), würde er selbst als Priester-Beichtvater ein Sakrileg begehen. Die Absolution würde an den Pönitenten in dieser Situation sowieso nicht gelangen (Blockade für die heiligmachende Gnade anseiten des Pönitenten, der auf die Voraussetzungen Gottes zur Lossprechung nicht einwilligte). Höchstens der Beichtvater wüßte nicht, dass der Beichtende keinen Vorsatz vornimmt, mit der Sünde abzubrechen. In solcher Lage würde das Sakrileg und die ungültige Beichte allein den Pönitenten belasten, nicht aber den Priester, den Beichtvater.

(4.4 kB)

B. GOTTES SICHT AUF DIE GESCHLECHTLICHKEIT
UND DIE EHE – DAS SAKRAMENT

Geschlechtlichkeit: den Eheleuten allein zur Verwaltung anvertraut

Wir beschränken uns hier hauptsächlich auf Sünden, die von Eheleuten, und daselbst umso mehr von Brautpaaren (und nicht Brautleuten) beim Erleben ihrer gegenseitigen Nähe auf eine Art und Weise begangen werden können, die sich der ihnen beim Ehekonsens von Gott geschenkten Ermächtigung, das Gebiet der geschlechtlichen Intimität nach der von Gott selbst erschaffenen inneren Friedensordnung zu beschreiten widersetzten, oder auch den Wortlaut des VI. oder IX.Gebotes Gottes mit ihren Intimitätsbetätigungen auf irgendwelche Weise vereiteln.

Alles, was hier zur Erinnerung gebracht wird, betrifft also umso mehr Brautleute und Partnerschaften, sooft sie das Gebiet der Intimität betreten – ihre eigene oder die jemandes anderen: desselben oder des gegensätzlichen Geschlechts (Aufreten gegen das VI. oder IX.Gebot Gottes, des Öfteren zusätzlich gegen das V.Gebot usw.). Erst Gott führt diese zwei Leute: Mann und Frau auf das Gebiet ihrer geschlechtlichen Intimität ein. Es geschieht ausschließlich in der Stunde, wann diese Zweien angesichts des bevollmächtigten Vertreters Gottes und zuständigen Zeugen ihr Ehegeständnis zum Ausdruck bringen und daselbst Ehe werden, wobei diese Tatsache unter Getauften daselbst Ehe-Sakrament wird.
– Von vornherein ist eine ‘Ehe’ unter zwei Personen desselben Geschlechts total unmöglich.

Die Tatsache muss zur Kenntnis genommen werden, dass niemand ‘Eigentümer’ seiner Selbst ist, noch es je sein wird. Der Mensch wird nur sich sebst zur verantwortlichen Verwaltung geschenkt – im Rahmen der Festlegungen, die vom Besitzer bezeichnet werden. Vor diesem Besitzer wird sich jedermann früher oder später abrechnen müssen.

Der einzige ‘Besitzer’ des Menschen ist Gott. Die Annahme dieser Feststellung setzt keinen ‘Glauben’ voraus: es geht um Tatsache der ‘Natur’ (ontologische Tatsache; sie ergibt sich vom Sein allein), die für den Verstand dank der ehrlichen natürlichen Schlussfolgerung zugänglich ist.

Ganz besonders gilt diese Feststellung für den Bereich der Geschlechtlichkeit. Die Geschlechtlichkeit hängt direkt mit dem Geheimnis des Lebens und der Liebe zusammen. Diese sind aber mehr denn irgendetwas anderes – Besitztum des einzigen Herrn und Besitzers dieser beiden Geheimnisse (s. u.a.: HV 13). Sowohl das Leben, wie die Liebe – bestehen zwar auf Erden, dennoch sie stammen von außerhalb dieser Welt her. Allein Gott ist „Liebe” (1 Joh 4,8.16) und „Leben” (s. Gen 1-2; Ez 33,11; Joh 5,21-29; 6,40; 14,6; usw.). Satan kann leicht daran erkannt werden, dass er sowohl die Liebe, wie das Leben zugrunde tötet (s. z.B. Weish 2,24; Joh 5,42; Röm 6,23).

Von der Tatsache des Verstandes, dass niemand Eigentümer seiner Selbst ist, noch umso mehr seiner eigenen Geschlechtlichkeit, wird auf Spalten unserer Internet-Seite (http://lp33.de) des Öfteren erörtert. Es dürften hier ein paar Links zu solchen Stellen verweist werden, wo auf mehrere ‘Argumente’ aufmerksam gemacht wird, die es beweisen, diesen Schluss darlegen und ihn unumstößlich begründen – samt den unmittelbar daraus fließenden Folgen hinsichtlich der Aktivierung des Bereichs der Intimität. Daselbst kann niemand z.B. folgendes sagen, ohne damit eine zutiefste Gewalt und Falschheit der Wahrheit seines Seins verübt zu haben: „Mein Bauch ist mein Eigentum, so dass ich über ihn beliebig verfügen kann ...”. – Hier ein paar solche Stellen:

(0.6 kB)Niemand ist Besitzer selbst seiner Selbst
(0.6 kB)Kein Einfluss auf grundsätzliche Tatsachen des Daseins
(0.6 kB)Wer hat Euch das erlaubt?
(0.6 kB)Neuerlich gestellte Anfrage: Besitzer und Verwalter.

Die Ehe ist vor allem heiliges Sakrament. Sie ist keine Institution, wo ‘legalisierter’ Sexus-um-des-Sexus-willen betrieben werden darf. Die Heilige Schrift betont, dass die Ehe „im Herrn” (1 Kor 7,39) geschlossen werden soll. So hören wir das Wort Gottes:

„Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden,
und das Ehebett bleibe unbefleckt.
Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten” (Hebr 13,4).

„... Was aber GOTT verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen” (Mt 19,6)

Gott, der Besitzer und Schöpfer der Ehe samt der Geschlechtlichkeit – setzt die innere Friedensordnung der Art und Weise einy, wie die gegenseitige Intimität erlebt werden soll. Diese Feststellungen hängen also nicht von der ‘Kirche’ ab, sondern von Gott.
– Das bedeutet zugleich, dass sich keinesfalls jede Verhaltensweise in der Ehe dazu eignet, darunter auch wenn es sich um Eheleute handelt, dass sie „... auf das letztliche Gute und Ziel, das Gott ist, hingeordnet werden(VSp 79) kann.

Es besteht kein ‘verdünntes’ VI.Gebot den Verlobten zugute

Dasselbe – und umso mehr – betrifft Brautpaare, wie übrigens irgendwelche anderen Partnerschaften. Es gibt kein VI.Gebot („Du sollst nicht die Ehe brechen”: Ex 20,14; Mt 19,18) in ‘vermildeter’ Edition, das heißt das im Namen Gottes und mit Gottes Segen – unabhängig davon, was tatsächlich in der Praxis geschieht – zwei Verliebten Personen in der Zeit ihres ‘mit-einander-Gehens’ erlaubte, immer weiter vorangeschobene Liebkosungen zu unternehmen, darunter genitale und nicht-genitale Liebeleien, Tiefküsse, Oral-Sex usw. Das VI.Gebot ist Gebot nicht der Kirche, noch des Papstes, noch auch des Beichtvaters, sondern dieses Gottes, der als der EINZIGE Gute (Mt 19,17) – „Liebe” IST (1 Joh 4,8.16), das heißt unfähig ist dem Geschöpf seiner Liebe irgendeinen Schaden zuzufügen. Er allein versteht es auch nur allzu gut, was ‘Liebe’ heißt und heißen soll.

Einzig deswegen sichert Gott das Geheimnis von Liebe und Leben mit dem Gebot (VI. und IX.). Dieses aber besteht als ein und dasselbe für Personen, die mit dem Bund des Ehe-Sakramentes gebunden sind, wie auch für jeden anderen Mann und Frau – diese zwei Personen, die gerade ihre Lebensstufe des Mit-einander-Gehens als Verlobte, oder schlechterdings nur ‘Partnerschaft’ bilden, nicht ausgenommen. Gott sichert den Bereich der Geschlechtlichkeit mit besonderem Gebot in tiefer Besorgtheit darum, dass die „Liebe – LIEBE sei” (= Titel unserer Internet-Seite): Weg zum „Haus des Vaters” (s. Joh 14,2f.). Dass ihre vom BÖSEN manipulierten Formen nicht „von” Gott abwenden, noch „gegen” Gott ausgerichtet werden. Denn solche – schon nur NICHT-Liebe, würde den Menschen auf zurechnungsfähige Art und Weise degradieren: vom Status der Person – zum Status nur noch eines Instruments-Werkzeugs-Dings zur sexuellen Exploatation. Sie würde den Menschen zum ... ewigen Verderbern führen (s. z.B.: VSp 64: „... die Freiheit des Gewissens [ist] niemals Freiheit ‘von’ der Wahrheit, sondern immer und ausschließlich Freiheit ‘in’ der Wahrheit”).

Niemand auf Erden und im Himmel ist bevollmächtigt, das VI.Gebot mit Anpassung z.B. an den Status der Brautleute in ‘modifizierter’ Ausgabe einzusetzen – im Sinne, dass es solchen Zweien erlaubt wäre, dieses Gebot lockerer zu trachten ‘mit Rücksicht auf die tatgewordene ihre beiderseitige Liebe’ und den ‘Bedarf’, ihr bestehendes Band mit immer weiter vorangeschobener Aktivierung ihrer Intimitätssphäre zu bezeugen. Das sollte nämlich bedeuten, dass der Wortlaut des Gebotes: „Du sollst nicht die Ehe brechen” – infolge der unter ihnen beiden tatgewordenen ‘Gefühle’ sie nicht mehr verpflichten sollte, indem sie Ehe eigentlich schon ... bilden, trotzdem sie Ehepaar ... weiter (noch) nicht sind.

Die Ehe ist strikt Gottes Eigentum. Über ihre wesentlichen Eigenschaften übt keine Macht aus – weder ein einzelner Mensch, noch der Staat, noch selbst die Kirche. Gott – und nicht die ‘Natur’, die Naturkräfte, weder die ‘Kultur’, noch ein ‘Evolutionismus’ – ist Schöpfer und einziger Herr der Ehe, Urquell ihrer Gesetze und Voraussetzungen, die ihre innere Friedensordnung bestimmen (sieh z.B. Mt 19,4; Mk 10,6). Demzufolge ist die einzig gültige ‘Ehe’ – im Fall der Christen das Ehe-SAKRAMENT, während im Fall der Heiden u.dgl. die einzig gültige Ehe das Ur-Sakrament der Schöpfung darstellt (darüber ausführlicher s. von unserer Internet-Seite: Ehe als Ur-Sakrament des Schöpfungs-Sakramentes). Alle anderen ‘Ehen’ und ‘Partnerschafts-Bände’ (z.B. Ehen als nur Zivil-Kontrakt; und anderseits partnerschaftliche ‘freie’ Bände) stellen eine einzige Reihe der Unzucht-Ehebruch dar, wogegen es sich im Fall homosexueller Bände – um Entartung handelt, deren Entartungslast um Gottes Eingriff laut schreit. Es sind nämlich die Sodom-Sünden (vgl. Gen 18,20).

Nicht Sexus, sondern Personen-Vereinigung gemäß der Friedensordnung des Aktes

Diejenigen, die im Ehe-Bund leben, sollen sich zutiefst ins Bewusstsein prägen, dass Gott, der sie in der Stunde ihres Ehe-Konsenses auf das Gebiet ihrer ehelichen Intimität einführt, ihnen die Gabe:
(0.6 kB)a) nicht des ‘Sexus-als-Sexus’ schenkt, sondern:
(0.6 kB)b) der Vereinigung ihrer zweier Personen, die miteinander in sakramentaler Kommunion von Liebe und Leben in ihrem Gottes Begriff verbunden sind, das heißt bei voller Annahme der Gottes Friedensordnung beim Erleben der gegenseitigen Intimität.
– Ehegatten sind Gottes Kinder, die über ihr Leben in der Zeitlichkeit – zum Streben zu zweit in das „Haus des Vaters” auf dem für ihre ehelich-familiäre Kommunion eigenen Weg berufen werden.

Die Wirklichkeit der gerade erst signalisierten zwei Stellungnahmen angesichts der ‘Ehe’ können unmöglich auf einen gemeinsamen Nenner herabgeführt werden. Sie führen in zwei ganz gegensätzliche Richtungen und schließen sich gegenseitig aus.

a) Betreiben des ‘Sexus’ – nicht der Liebe. Beim Betreiben des ‘Sexus’ (also nicht Unternehmung der Vereinigung ihrer beiden PERSONEN) schwindet den erklärten Worten zum Trotz über die gerade ‘heiß zu dieser Stunde gelebte Liebe’ – die Person (sowohl die eigene Person, wie die dieses anderen) vom Horizont weg. In den Vordergrund und als Ziel rückt die Wahrnehmung des Lusterlebnisses vor. Die Aufmerksamkeit sammelt sich um den ‘Sexus’, nicht aber um die Person. Diese spielt hier eine nur ‘nebensächliche’ Rolle – als zugänglich gewordener anonymer Geschlechts-Leib ...

Das beabsichtigte sexuelle Ausleben (d.h. nicht die VEREINIGUNG ihrer beiden Personen) heißt dann zu gleicher Zeit greifen:

1. einerseits nach immer mehr raffinierten Dopingmitteln, dass eine maximal erreichtbare Lust erfahren werden kann (Chemiemittel, die die ‘Potenzerfahrung’ steigern; Training eines Multi-Orgasmus; Greifen nach immer anderen Sex-Formen, die immer mehr entartet sind);
2. parallel dazu heißt es nach Wegen zu suchen, dass die Perspektive einer ‘Schwangerschaft’ beseitigt wird. Diese heißt die Nachsuche des ‘Sexus’ um jeden Preis ‘auszuschließen’. Am ‘Schlachtfeld’ soll allein die ... Masturbation bleiben: diese gegenseitige, eventuell nur eine einseitige.

Zu diesem Ziel sollen Techniken einer ‘Absicherung’ vor der Schwangerschaft dienen. Das geschieht so, dass bei der Kopulation Mittel angewandt werden, deren Wirkungsmechanismus grundsätzlich den Tod des Empfangenen nach sich zieht (Pillen-Tabletten; Spirale-Schleife; Pflaster usw.). Andere technische gegen-elterliche Mittel gibt es schlechterdings nicht: alle wirken abortierend.
– Das gilt auch von Anwendung bei der Kopulation (also nicht Vereinigung) des Präservativs. Das Präservativ ist eines der Abortiv-Mittel (trotzdem niemand darüber spricht: die Firmen gewinnen am ... Menschen-Blut der Empfangenen – und in Kürze danach Umgebrachten, unglaublichen Gewinn ...!).

Die angewandte, trügerische ‘Absicherung’ zielt das eine ab: ‘Sex – JAWOHL. Kind – ... entschieden NEIN! Die Personen, die nach einer der ‘Verhütungs’-Techniken greifen, bejahen daselbst vollends dieses Ziel (das heißt: das Kind soll es entschieden NICHT geben). Zu gleicher Zeit wollen diese beiden in der Regel nichts davon hören (oder sie blockieren sofort solches Wissen darüber), um was für einen Preis dieses Ziel erreicht wird.

Übrigens die Kenntnis und das Bewusstsein selbst um die beabsichtigte und mit Bejahung angenommene Tötung von Zyklus-zu-Zyklus eines-Kindes-nach-dem-anderen – spricht üblich weder die Ehegatten, noch irgendwelche anderen ‘Sex-Partner’ an. Solcher Schluss scheint aufgrund einer immer wieder sich bestätigenden Erfahrung zutage zu kommen, die aufgrund Gespräche mit zahlreichen daran interessierten Personen auftaucht.
– Dieser Empfangene geht dann doch in ein paar ersten Tagen nach dem Anbeginn seines Daseins zugrunde. Das geschieht also in einer Zeit, wo weder die ‘Prägnanz’, noch irgendein ‘Kind’ bemerkt werden kann. So ist es auch leichter die Information über die abortierende Wirkungsweise der angewandten Technik in die Sphäre allein einer Einschüchterung oder eines Märchens wegzudringen. Ungeachtet der tatgewordenen, anrechnungsfähigen Wirklichkeit, von der man sich vielfältig abrechnen werden muss: vor Gott, vor diesem Empfangenen (meistens: diesen vielen Empfangenen), vor dem eigenen Gewissen, vor der Gesellschaft ...

Deutlich beabsichtigt wird dann dieses eine: ein größtmöglicher ‘Taumel’ beim Erleben der Masturbation-Erfahrung (also keinesfalls Vereinigung-in-Liebe). Solches Erleben wird offenbar wesentlich mehr attraktiv genossen, wenn zur Verfügung der ‘Sexus’ bereit steht, der dank des Leibes dieses anderen ausgelöst werden kann.

Besonders grell taucht in solcher Lage das Niedertreten aller ‘Liebe’ und überhaupt der ‘Person’ dieses anderen im Fall des dann angewandten Präservativs auf (dasselbe gilt offenbar für jedes andere gegen-elterliche Mittel). Sollte man schon die Abortiv-Wirkung des Präservativs übergehen, muss doch zugegeben werden, dass die ‘Wände’ jenes Präservativs unmöglich ‘umgestoßen’ werden können. Die Trennungswand zwischen der Ehefrau und dem Ehemann wird hier klar ‘gewollt-beabsichtigt’. Der Mann spricht in diesem Fall zu seiner Ehefrau (eventuell: der Partner zur Partnerin) mit seiner Tat – ohne Worte dazu gebrauchen zu müssen:

Ich habe mit dir als Person nichts zu tun. Ich habe absolut keinesfalls vor, mit dir ein ‘EINS’ zu bilden. Ich strebe danach, auf deinem Leib, den du mir zur ‘Nutznießung’ freistellst, eine attraktiv gewordene ‘Selbst-Masturbation’ zu erfahren. Wem sollte es hier noch um irgendwelche ‘Liebe’ gehen? Für mich reicht es vollends, wenn ich meine Selbst-Befriedigung erlange. Wie sehr bequem dient mir dazu dein Sex-Leib! Alles Übrige ... rührt mich absolut in keinem Fall ...”

Die Liebe zur Person wird hier zu Tode niedergetreten. Hier gibt es sie dann überhaupt nicht ...! Es kann nur wundern, dass die Ehefrauen ... das nicht bemerken (wollen)! Und dass Mädel, bisweilen ganz heiß zum ‘Sex’, also zur Masturbation bereit, das zu bemerken nicht gnädig sind ...!

Zu gleicher Zeit drücken diese beiden in diesem Fall ihr Einverständnis aus, dass ihr dabei (potentiell) Empfangenes Kind getötet werden soll. Denn auch das Präservativ schützt vor der Empfängnis nicht (noch umso mehr vor Geschlechtskrankheiten), dagegen es zieht den Tod des Empfangenen nach sich (binnen der nächsten Woche im Anschluss an die Empfängnis). Diese Zweien nehmen von vornherein ihre volle Zurechnung und Verantwortung an wegen dem in solcher Situation – von Zyklus auf Zyklus zugefügten Tod-auf-Tod.

Die Tatsache, dass jemand darüber NICHT nachdenkt, wie der Wirkungsmechanismus des angewandten gegen-elterlichen Mittels ist (eines des oben erwähnten – unter ‘a’), verdoppelt nur die Zurechnungsfähigkeit wegen der unternommenen Betätigungen, die in „in Gottes Augen in sich selbst schlecht” sind – und außerdem Verbrecher-Taten darstellen. Die ‘Sex-Erfahrung’ ist in solcher Lage mit Blut der Unschuldigen getränkt.

Das erwähnte ‘NICHT’-Wissen kennzeichnet sich in solchem Fall mit der Eigenschaft des beabsichtigten Un-Wissens („... besser-bequemer, wenn ich keinen genaueren Bescheid weiß, was den Wirkungsmechanismus des betreffenden gegen-elterlichen Mittels angeht, so dass ich die mir selbst eingeredete ‘Gewissens-Ruhe’ mit nichts stören brauche ...”). Solcher Art ‘UN-Wissen’ zieht nur eine umso mehr seriöse Zunahme der ethischen Zurechnung wegen den unternommenen Taten nach sich, das heißt die Verantwortung für das Leben des Menschen, sollte es auch in diesem betreffenden Zyklus zu keiner Empfängnis gekommen sein.

b) Sakramentale Vereinigung der Ehegatten. Das alles geschieht im völligen Widerspruch zum Vorhaben der Liebe, mit dem Gott am Tag des Sakraments dem jungen Ehepaar entgegengeht, indem Er sie zu selber Stunde auf das Gebiet der ihnen ab jetzt zugänglich gemachten ihrer geschlechtlichen Intimität einführt. Gott händigt den Neuvermählten (das heißt: niemals Brautpaaren, noch umso mehr irgendwelchen sexuellen ‘Partnerschaften’) die Bevollmächtigung ein, dass sie sich ihre Liebe u.a. mit gegenseitigem Anhaften und Anschmiegung ausdrücken, und auch den Akt einer friedsam erlebten Vereinigung ihrer beiden Personen unternehmen dürfen. Er soll Besiegelung ihres gesegneten „zwei-zu-EINEM-Fleisch” werden – in Liebe-Kommunion, die jedes Mal für die elterliche Potentialität sperrangelweit offen bleibt.

Anders gesagt, Gott beschenkt zwei Personen, die miteinander mit dem Bund des Ehe-Sakramentes verbunden sind, mit dem Akt der Vereinigung ihrer zwei Personen, nicht aber als zwei person-lose (anonyme) ‘Sexus’, auch wenn die Vereinigung von Ehemann mit Ehefrau mit Verkopplung über die Organe ihrer geschlechtlichen Kontaktnahme vervollständigt werden wird (als Möglichkeit: niemals als Nötigung).

Die Vereinigung der Ehegatten im Geschlechtsakt soll tatsächliche, wahre Vereinigung (d.h. keine Täuschung mit vermeintlicher Vereinigung) ihrer beiden PERSONEN werden – und es bleiben. Das setzt also die Unternehmung des Aktes der Vereinigung jedes Mal im Zustand der heiligmachenden Gnade – als des sich gespendeten und empfangenen Sakraments voraus. Es soll tatsächliche Vereinigung sein, gelebt mit vollem Frieden und höchster Sensibilität des aktivierten Sakraments der Ehe. Diese beiden sollen in dieser Stunde nicht hauptsächlich mit dem ‘Sexus’ benommen sein, sondern die Aufmerksamkeit auf ihren beiden Personen sammeln: auf Augen und dem Herzen dieses anderen, um seine tiefsten Erwartungen zu erahnen und sie erfüllen zu suchen. Daher sollen sich die gegenseitigen Beziehungen von Mann und Frau in der Ehe besonders gerade zu Zeiten ihrer Intimität mit Fülle von Feinfühligkeit und Ehrachtung angesichts ihrer gegenseitigen personalen Würde kennzeichnen.

Die geschlechtliche personale Vereinigung kann offenbar nur an diesem einzigen Ort vollbracht werden, den Gott zu diesem Zweck erschaffen hat: in der Scheide.
– Nur hier, d.h. in der Scheide, kann mit voller Deckung in Wirklichkeit – die „Sprache des Leibes” (Ausdruck Johannes Paul II.) der dann aktivierten Geschlechtsorgane zur Stimme kommen: in der Struktur jener Vereinigung und der sie begleitenden, sich zu dieser Stunde entwickelnden Dynamik des gelebten Vereinigungsaktes.
– Daselbst muss das Betreiben u.a. des ‘Oral-Sexus’ von vornherein ausgeschlossen werden (und aus demselben Grund der ‘Anal-Sex’, die Praktik des ‘Lutschens-Suckelns’, um die Erregung hervorzubringen, u.dgl.). Der Oral-Sex zeugt seinem Wesen nach von total naturwidriger, entarteter Aktivierung des Sexus-um-den-Sexus willen.

c) Wenn also diese beiden ein sakramentales, und daselbst das wirklich menschliche Erleben ihrer Vereinigung anstreben, sollen sie mit voller Achtung sowohl die Struktur des unternommenen Aktes ehren (d.h.: soll es die Vereinigung geben, soll tatsächlich die wahre Vereinigung stattfinden, nicht aber ihre Absperrung), wie auch seine sich entwickelnde Dynamik. Das sich alsdann allmählich entfaltende beiderseitige Erleben des Aktes (die ‘Dynamik’ des Aktes) schließt sich in jenem unternommenen Akt jedes Mal sperrangelweit für die elterliche Potentialität auf.

Das völlige Freilassen der sich zu dieser Stunde friedsam entfaltenden sowohl Struktur, als auch Dynamik des beiderseitigen Erfahrens ihres Eins-Werdens bedingt jedes Mal die Treue dieser beiden bezüglich der ins Menschengewissen eingeprägten inneren Friedensordnung der ehelichen geschlechtlichen Vereinigung.

Dies geschieht gleichsam eine analoge Abspiegelung des Wesens dieses Gottes, der als LIEBE – daselbst Fülle von LEBEN ist. Derselbe Gott hat den Menschen als sein lebendiges „Ebenbild und Ähnlichkeit” erschaffen. Somit schafft die Tatsache kein Wunder, dass Gott allein, nicht aber die ‘blinde Natur’ – den Akt der ehelichen Vereinigung der Person von Mann und Frau auf solche Art ‘konstruiert’ hat, dass auch ihr EINS-Werden im erlebten beiderseitigen Bund von Liebe-Leben von allein die elterliche Potentialität strahlt.

Die volle, normale eheliche Vereinigung wird jedes Mal zugleich zu besonderer, auf solche Art und Weise gestaltete Aktivierung der Ehe als empfangenen Sakraments: ihres „Zwei-zu-Einem-Fleisch-Werdens”  im Antlitz des Dreieinigen. Sie soll eine Erfahrung bilden, die Gottes Gnade, Gottes Frieden, Segen und Dank strahlt.

Jeder Akt der Ehevereinigung soll eine möglich bewusst zu dieser Stunde gelebte Aktivierung der Gnade ihres eingegangenen Sakraments bilden. Als die besondere, so intensiv erfahrene Vereinigung ihrer Personen als Ehemann und Ehefrau, soll diese ihre Vereinigung ein erheblich länger bestehendes Erlebnis werden. Es soll schlechterdings die zu dieser Stunde tatsächliche ganz besondere Vergegenwärtigung des empfangenen Sakraments der Ehe stattfinden. Sie soll irgendwie ein Strahllicht dieser Wirklichkeit bilden, die den Schöpfer des Menschen und der Ehe widerspiegeln würde: diesen Gott, der der einzige Urquell und Fülle selbst von LIEBE-LEBEN ist.

d) Das so gelebte Ehesakrament – also auch die Stunden der ehelichen Intimität dieser beiden, fällt selbstverständlich nicht automatisch vom Himmel herab. Die Gatten müssen mit der Gnade des Sakraments mitarbeiten und sich dauernd bei der Gestaltung ihres Inneren entwickeln – in Strahlen des empfangenen, bewusst gelebten und dauernd vertieften Sakraments. Das geschieht vor allem dank der möglich öfter empfangenen Eucharistie und infolge des wiederholten Herantretens an das Sakrament der Versöhnung, das heißt Gottes Barmherzigkeit. Selbst das aus Gottes Gabe unternommene Mit-einander-Sein in ehelicher Intimität setzt umso dringender eine immer bewusst gestaltete beiderseitige Fülle von Subtilität voraus, das heißt schlechterdings eine in Wahrheit gelebte Nächstenliebe für den Alltag.

Beim Erleben der gegenseitigen Liebe darf es selbstverständlich keinen Schatten geben von Einschüchterung, noch umso mehr irgendwelcher Erpressung z.B. vonseiten des Ehemannes – mit Berufung auf eine sich selbst eingeredete, von vornherein der Wahrheit des abgelegten Gelöbnisses der Liebe zuwiderlaufende Tatsache, als ob die Ehefrau zur Stunde der eingegangenen Ehe sein privates ‘Eigentum’ geworden wäre – im Sinn eines Werkzeugs, über das er als Ehemann von nun an beliebig verfügen kann – nicht zum Erweisen der Nächstenliebe, sondern zur Selbst-Befriedigung seiner eigenen sexuellen Begehrlichkeit

Und zwar manche Ehemänner, die der Ehe und ihrem Mensch-Sein geistig nicht gewachsen sind, beharren hartnäckig bei der von ihnen selbst ersonnenen Behauptung, in der Stunde des ehelichen Konsensus hätten sie vom Gott die Frau, das heißt ihre Ehefrau – als ‘lebendige Sache’  zur beliebigen Befriedigung zu jeder Zeit ihrer männlichen egoistischen sexuellen Bedürfnisse erhalten haben. Sie glauben, das heißt sie reden sich ein, heilige ‘Pflicht-unter-Sünde’ ihrer Ehefrau ist es von nun an, sich zu jedem seinen Gelüst zur Verfügung als Ehemanns bereit stellen zu müssen. Sie drängen sich selbst und anderen die Meinung auf, Gott hätte die Frau einzig darum erschaffen haben und hat sie dem Mann in der Ehe nur dazu zum Geschenk gegeben, dass sie ab dieser Stunde zu jeder Zeit zur Befriedigung seiner ‘Sex-Bedürfnisse’ dient und dass es ihm dank ihrem fraulichen Leib leichter wird, sich die ihm ‘gehörige’ ‘Masturbation’ zu verschaffen.

Solche Haltung bedeutete offensichtlich Verhöhnung des Vorhabens der Liebe Gottes und stünde in totalem Widerspruch zum Willen Gottes, des Schöpfers ebenfalls der Ehe als heiligen Sakraments: des Weges zu zweit – samt der Familie – zum ewigen Leben. Die Ehefrau wird niemals ‘Eigentum’ des Mannes, noch umgekehrt. Ähnlich auch werden die Kinder niemals Eigentum der Mutter und des Vaters. Die Kinder werden ihnen als Eltern von Gottes Vorsehung nur zeitweise anvertraut, wobei Gott von den Eltern erwartet, dass sie die in ihre Kinder niedergelegten Anlagen zur schöpferischen Aufblühe zustande bringen.

Wie schon oben angedeutet (s.ob. unter ‘B’: Geschlechtlichkeit: den Eheleuten allein zur Verwaltung anvertraut), der einzige Besitzer des Menschen bleibt unumwunden Gott allein. Umso mehr ist aber Gott der einzige Herr und Eigentümer des ganzen Bereiches der geschlechtlichen Intimität. Diese hängt doch unmittelbar mit dem Geheimnis sowohl der Liebe zusammen, wie auch des Lebens. Diese sind aber wesentliche Eigenschaften Gottes-als-Gottes.
– Daher beruht auch das einzige ‘Anrecht’ der Eheleute sich gegenüber, das ihnen zur Stunde des sich gegenseitig ausgedrückten ehelichen Einverständnisses geschenkt wird (Gott besiegelt es in dieser Stunde unwiderruflich und segnet es zugleich) darauf, dass sie sich in einer feinfühligen, an Gott starken Nächsten-Liebe entwickeln – in Anpassung an Umstände des Lebens in Ehe und Familie.

e) Das heißt daselbst, dass die Unternehmung der sakramentalen ehelichen geschlechtlichen Vereinigung keine Betätigung sein darf, die auf ‘ruck-zuck’ berechnet wäre (so pflegt es im Fall zu sein, wenn Zielsetzung der Betätigung der ‘Sexus’ bleibt, wie z.B. beim unterbrochenen Verkehr u.dgl.; das Tun strebt dann nicht die ‘Person’ an, sondern die sofort erreichte Erfahrung der Masturbation – und nichts außerdem), sondern zur wahrhaften, vollen Vereinigung wird, die sich möglichst friedsam verlängern sollte, beendet immer mit Dank sich gegenseitig, und umso mehr Gott gegenüber. Er ist doch der Geber allen Friedens und aller Freude, wie auch der diesen beiden selbst geschenkten Möglichkeit eines so intimen, möglich lange anhaltenden „zwei-zu-Einem-Fleisch-Verharrens” : des Verbleibens-mit-sich und in-sich.

Vom sakramentalen Erleben des Vereinigungs-Aktes dieser zwei Personen kommt auch die Schlussfolgerung hervor, dass das Ziel des unternommenen Aktes (gemäß der Friedensordnung der Liebe, wie sie vom Schöpfer der Ehe angeboten wird) die tatsächliche Vereinigung der zwei Personen bleibt, nicht aber eine fieberhaft erfolgende Befriedigung eines anonym gesuchten und erfahrenen ‘Sexus-um-des-Sexus’ willen. Solches Tun erfolgte unter dem Druck der Begehrlichkeit und dem Zwang des ‘Fleisches’, wo die Würde und Berufung des Menschen als Person zum ewigen Leben vom Horizont völlig schwindet.

f) Jedes irgendwelche Experimentieren am geschlechtlichen Leib, um die unternommene Vereinigung zu verfälschen, d.h. der als ‘Sexus’ woanders oder auf andere Weise unternommene Akt, widerspricht jedes Mal der Gottes Friedensordnung des personalen Vereinigungsaktes. Es wäre somit schwere Veruntreuung gegen das Wesen selbst der Ehe als Bundes unter Personen und Sakraments. Folgerichtig wäre es Vergehen gegen die eheliche Liebe, die im Fall der Ehegatten Gegenstand ihres Gelöbnisses der Liebe ist, also nicht allein Ausdruck einer nicht allzu verpflichtenden ‘Lust’, jemanden ein wenig lieb-zu-haben.

Für den Fall eines in Gottes Augen begründeten Beweggrundes, dass man sich zurzeit auf eine Empfängnis nicht einstellen möchte, hat Gott die Eheleute mit seiner dazu erschaffenen (also nicht von der ‘Medizin’ ersonnenen, noch vom blindlings wirkenden ‘Evolutionismus’) besonderen Gabe ausgestattet: des biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus. Die Aneignung des Wissens um den Fruchtbarkeits-Rhythmus auf solche Art und Weise, dass man ihn nötigenfalls mit Gewissheitsempfinden auch richtig anwenden kann, wird für Eheleute im Zeugungsalter zur Gewissenspflicht.
– Der Wille, dass dieses Wissen für sich tatsächlich angeeignet wird, wird dann nicht selten Voraussetzung, zum Sakrament der Buße gültig herantreten zu dürfen. Dieses Sakrament setzt nämlich seinem Wesen nach die Unternehmung der Entscheidung voraus, die Sünde wirksam auszuschalten. So wäre es, falls sich diese beiden mit Sünden belastet finden sollten, die sie beim ehelichen Verkehr begehen, indem sie gegen-elterliche Mittel angewandt haben, wobei sie zu gleicher Zeit keine wahrhafte Mühe unternommen haben, das wenige Wissen um ein genaueres Kennenlernen ihres biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus für sich zu erwerben.

(4.4 kB)

C. BELEIDIGUNG DER LIEBE DURCH DIE SÜNDE

Hier insbesondere Voraussetzungen für eine gültige heilige Beichte für den Fall der Eheleute, die sich wegen einer beim Erleben ihrer gegenseitigen geschlechtlichen Nähe begangenen Sünde schuldig finden:
– Umso mehr betreffen die gleichen Voraussetzungen jedes Brautpaar und andere Partnerschaften, falls jemand vor hat, sich mit Gott und dem Menschen zu versöhnen, und sich zu mittlerweile begangenen Sünden schuldig findet, die mit der Aktivierung der Intimitätssphäre verbunden waren.

1. Unterbrochener Verkehr. Notwendig für den Fall zwar nicht angewandter technischer Verhütungsmittel gegen die Empfängnis bzw. die Schwangerschaft selbst, dennoch aber unternommener elterlich-widriger Betätigungen, ist das Bekenntnis des unterbrochenen Verkehrs und aller naturwidriger Abänderungsformen des Verkehrs.

Zu dieser Betätigungsgruppe gehören alle Ersatzformen anstelle der geschlechtlichen Vereinigung, das heißt das unternommene Petting (genauere Erörterung zum Thema: Petting, Küsse, Oral-Sex – sieh unten, unter ‘E’).
– Sowohl der unterbrochene Verkehr, wie das Petting sind objektiv genommen jedesmalig Todsünde. Daher gilt als Voraussetzung, dass die Lossprechung erlangt werden kann – ungeachtet der Entscheidung, mit der Sünde abzubrechen, das Bekenntnis sowohl der Anzahl, wie der Qualität der begangenen Sünde (der Art und Weise der Sünde).
– Diese Gruppe betrifft auch einige Abänderungen des Kusses.
– Umso mehr gilt das für betriebenen Oral-Sex.

2. Wider-natürliche Sünden. Notwendig zur Gültigkeit der Lossprechung ist das Bekenntnis der Sünden, die ‘gegen die Natur’ begangen wurden. Es handelt sich um Ersatzformen der Kopulation außerhalb der Scheide – diesem einzigen Ort, den Gott geschaffen und Ehepaaren zum Erleben ihres Vereinigungsaktes geschenkt hat. Es geht u.a. um den weltweit beworbenen, entarteten Akt, der im Mund vollzogen wird (‘Oral-Sexus’), eventuell in anderen Körperteilen. Solche Akte sind objektiv genommen jedes Mal schwerwiegende Beleidigung des Schöpfungswerkes Gottes und der gelobenen ehelichen Liebe.

3. Gegen-elterliche Techniken. Notwendig ist das vollständige Bekenntnis falls angewandter irgendwelcher technischer gegen-elterlicher Mittel. Es geht dann jedes Mal um schwere Sünde, zu der sich außerdem der Umstand gesellt, der die grundlegende Qualität der Sünde modifiziert, und zwar daselbst Auftritt gegen das Leben.

Das Bekenntnis muss selbstverständlich die genau vorgestellte Art und Weise des betreffenden Mittels enthalten (ein Hormonalmittel in seinen unterschiedlichen Abarten; Spirale; Präservativ), die Anzahl der begangenen Sünden-Verbrechen (zumindest ungefähr), den Zeitraum des angewandten Mittels. Und selbstverständlich alle anderen wichtigen Umstände, wie z.B. das Verbundensein mit eingegangener Ehe, der Konsekration, usw. – des einen, wie des anderen der Teilnehmer der Sünde.

4. Tötung des Empfangenen. Die Anwendung irgendwelcher Technik zur ‘Absicherung-Verhütung’ bedeutet jedesmalig die von vornherein geäußerte Zustimmung-Bejahung auf Zutodebringen des Empfangenen. Ganz unabhängig davon, ob es im betreffenden Zyklus zur Empfängnis gekommen ist, oder nicht. In Gottes Antlitz zählt die mit Tat bestätigte innere Haltung: „Sex soll es geben (= Selbstbefriedigung-Masturbation)! Ein Kind – um keinen Preis”. Die so eingestellte Begehrlichkeit gleicht in Gottes Augen der von vornherein geäußerten Zustimmung auf ‘Tilgung’ des eventuell Empfangenen: alles egal – wie es erfolgen sollte.

5. Unkenntnis betreffs des Wirkungsmechanismus des Mittels. Die Ehegatten (und nicht nur sie) können sich mit Hilfe der Ausrede nicht entschuldigen, sie hätten bisher nie gehört, der unterbrochene Verkehr, das Petting, ein entartetes Verhältnis, die Anwendung eines elterlich-widrigen Mittels – wäre objektiv genommen jedes Mal schwere Sünde, und im Fall eines Abortivmittels außerdem Verbrechen. Im Fall solcher Betätigung protestiert Gott und schreit laut im Gewissen (vgl. Röm 2,15). Jeder Mensch ist auf gleiche Art und Weise lebendiges Gottes Ebenbild. Unabhängig davon, ob er darüber Bescheid weiß, oder nicht. Gott unterhält dauernden Dialog mit seinem lebendigen Ebenbild: Mann und Frau. Auch wenn dieses Gewissen bewusst abgedämpft wird und im Bösen verstockt bleiben will.
– Es kommt nämlich nicht schwer dazu, dass der Mensch mit Entscheidungen seines freien Willens die Stimme des laut schreienden Gottes .... vorsätzlich und wirksam ... zum Stillschweigen nötigt.

Sucht jemand nach autoritativer Information (falls ein Zweifel vorliegt, was die ethische Bewertung der betreffenden Handlung angeht) bei einer in Gottes Anliegen zuständigen Person nicht, weil solche Nachfrage genierend ist, oder schlimmer: wenn das Gewissen klar vorgibt, hier handelt es sich um schwere Sünde oder selbst um ein Verbrechen, wobei aber diese Stimme vorsätzlich abgedämpft und niedergetreten wird – bewirkt es, dass die Zurechnungsfähigkeit in Gottes Augen nicht nur nicht geringer wird, sondern sie nimmt nur umso mehr zu. Es geht dann um beabsichtigtes Nicht-Wissen. Der Betreffende hat nicht vor nachzufragen, weil er besten Bescheid verspürt, er müsste sich von der bestimmten Handlung zurückziehen, was er aber gerade nicht vor hat. Gemäß des grundsätzlichen Prinzips der Ethik: Keine Handlung darf vorgenommen werden falls des vorliegenden ‘zweifelnden’ Gewissens, was die ethische Qualität der Tat angeht.

6. Vom Mann oder der Frau angewandte Technik. Möchten Eheleute (und offenbar jeder der Nicht-Eheleute) die Vergebung von Gott durch die sakramentale Vermittlung der Kirche erlangen, müssen sie zur Gültigkeit der heiligen Beichte bekennen (im Fall irgendwelches angewandten gegen-elterlichen Mittels; falls des unterbrochenen Verkehrs oder des Pettings – s. ob. die Erklärung unter ‘C-1’): ob dieses Mittel vom Mann – oder von der Frau angewandt wurde, eventuell ob sich beide entsprechend auf eigene Faust gegen die Schwangerschaft ‘abgesichert’ haben. Es geht dann um die Qualität der Sünde; und außerdem in jedem Fall um ‘fremde’ Sünde, u.zw. um die aufgenötigte Sünde, bzw. Verführung dieses anderen zur Sünde.

7. Es gibt keine Kontrazeption. Früher wurde geglaubt, es gäbe mechanische oder chemische strikt kontra-zeptive Mittel, d.h. mit denen der Empfängnisvorgang verhindert werden sollte; angewandt sei es vom Mann (das Präservativ), sei es von der Frau (verschiedene Arten von Membranen; einige intravaginale chemische Mittel: Zäpfchen, Globuli, Paste, Creame, Sprays, usw.).

Neuere, gewissenhaft unternommene wissenschaftliche Untersuchungen (Schlüsse seit den 80 Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt) weisen immer mehr eindeutig nach, dass auch diesen vermeintlich nur samentötenden Mitteln (mit ihnen wird das Präservativ, Häutchen usw. ausgepolstert ...), letztlich ebenfalls eine abortierende Wirkung eigen ist. Es ist somit ein Umstand, der die ethische Bewertung des angewandten Präservativs, des Scheiden- oder Zervixpessars, bzw. anderer chemischer, angeblich nur ‘samentötender’ Präparate total verändert.

Die tatgewordene Empfängnis kann in diesem Fall von ‘niemandem gesehen’ werden: das angewandte Mittel führt den Tod des Kleinen Menschen binnen wenigen Tagen nach seiner Empfängnis herbei. Es bleibt aber die Verantwortung in Gottes – und offenbar auch der Menschen Augen: dieser beiden (und selbstverständlich aller, die hier auf irgendwelche Art und Weise mitgearbeitet haben: der Arzt, die Angestellten in Apotheken, die Personen, die diese Präparate herstellen; diese die z.B. Präservative in Kiosks verkaufen; in Warenhäusern usw.). Sie alle werden den Empfangenen einst begegnen, wenn sie selbst die Schwelle der Ewigkeit überschreiten werden ...

Für die Personen, die bei der Sünde, oder selbst dem Verbrechen als ‘fremder’ Sünde mitarbeiten (Verschreiben dieser Mittel; ihr Verkauf; ihre Aussetzung-Verkauf bei der Kasse in Warenhäusern, usw.) wird es in Gottes Augen keine Entschuldigung geben, wie es so manche zu tun versuchen:

„Ich muss diese Präparate verkaufen! Das ist meine Berufsarbeit.
Der Kiosk usw. ist nicht mein Eigentum; ich habe keinen Einfluss darauf,
was für eine Ware hier bereitstehen muss;
Es ist meine Berufsareit. Ich habe eine Familie, mit Kindern:
ich muss für ihren Unterhalt verdienen ...”
  u.dgl.

Es ist jedes Mal Frage meiner persönlichen letztlichen Wahl: ob ich nach meinem Tod in das Haus des Vaters gelangen will – um den Preis des Elends und Verfolgung wegen der bewahrenen Treue zu Gott; oder auch es ist mir Jetztzeit alles egal (so wird es bestimmt nicht ... dereinst sein!), wo ich nach meinem Tode hinkomme: in den Himmel – oder vorsätzlich in die ewige ... Verdammnis ...?

Ganz gegenstandslos ist die Berufung auf die allgemeine diesbezügliche ‘Praxis’: dass niemand, absolut niemand ‘solche Sünde’: der Mitarbeit bei fremder Sünde, oder selbst Verbrechen – bei der Beichte bekennt. Noch die Berufung auf die Ausrede, dass der Verkauf, die Lieferung dieses Artikels – doch meine ‘Berufspflicht’ darstellt ! Es hilft hier nicht sich nach dem Slogan leiten zu lassen: „Befehl – ist Befehl” ...! In Gottes Augen zählt diese Haltung, die die Apostel beim Verhör zutage gebracht haben: „Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören, als auf Gott, das entscheidet selbst ...” ! (Apg 4,19; s. auch: Apg 5,29: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen ...”)

Bekennt jemand diese Sünde nicht: seiner Mitarbeit bei fremden Sünde, geht es ganz deutlich um vorsätzliche Verschweigung schwerer Sünden, wenn nicht geradeaus ... Verbrechen (abortierende Wirkung ebenfalls des Präservativs; usw.). Dessen Folge ist nur das eine: solche Beichten sind von vornherein ungültig. Außerdem werden sowohl diese Beichten selbst, wie auch die darauf empfangenen Heiligen Kommunionen zu einer Reihe von Sakrilegien.
– Anderseits wenn jemand bei der Heiligen Beichte selbst bekennt, dass er solche Artikel verkauft hat, allerdings er nimmt keine zählende Entscheidung vor, dass er sich von dieser Sünde wirksam zurückzieht, wird seine Beichte ungültig ... infolge der nicht erarbeiteten Entscheidung, die Sünde nicht mehr zu begehen, das heißt infolge des Mangels an Reumut und Lostrennung von der Sünde.

Die hier dargestellte Bewertung (es geht um die Mitwirkung bei fremder Sünde, oder selbst bei Verbrechen) ist unabhängig vom einzelnen Beichtvater: diesem rigoristischen, wogegen ein ‘anderer’ Beichtvater mehr Nachsicht zutage kommen lässt. Es geht um die Verletzung des eindeutigen Gebotes Gottes und die Erfüllung der grundlegenden Bedingungen für eine gültige, sakramentale heilige Beichte.

8. Alle Verhütungstechniken sind Abortivmittel. Wie schon erwähnt, es muss zur Kenntnis genommen werden, dass alle elterlich-widrigen Techniken zugleich Abortiv-Mittel darstellen. Hierzu zählen sowohl mechanische Mittel: die intrauterine Einlage: ‘Spirale’ (IUD, genauer: IUAD: intra-uterine-abortifiant-device; bei Einlagen neuerer Generationen wird die mechanische und hormonale Wirkung zusammengekoppelt), wie umso mehr alle Hormonal-Chemie (Oral-Tabletten-Pillen, Injektionen, Subkutanpräparate, Pflaster u.dgl.). Die so handelnde Person (hier: sowohl der Mann, wie die Frau; bzw. beide Partner) nimmt dann auf ihr Gewissen in jedem Zyklus die Verantwortung für das Leben eines Neuen Menschen. Unabhängig davon, ob die Empfängnis im betreffenden Zyklus eintritt, oder nicht.
– Diese Mittel wirken nämlich immer zumindest ‘unter anderen’ abortierend. Die Abortiv-Wirkung wird auch von Produzenten deutlich beabsichtigt. Dagegen die Werbungsinformationen, es handelte sich hier einzig und allein z.B. um ein ‘Ovulation-hemmendes-blockierendes’ Mittel [sog. Ovulationshemmer], stellen Werbungs-Lug-und-Trug dar, der darauf abzielt, die Wachsamkeit der potentiellen Kunden zu täuschen (s. dazu u.a.: EV 11.58).

Das bedeutet also, dass der Geschlechtsverkehr mit gleichzeitiger ‘Absicherung’ mit irgendeinem der Abortivmittel jedes Mal Nachsuche nach Sex auf Kosten des unter solchen Umständen zu Tode gebrachten empfangenen eigenen Kindes bedeutet.

9. Bekenntnis der Umstände. Es ist klar, dass im Fall eines beliebigen angewandten Abortivmittels – das betreffende Mittel bei der heiligen Beichte so dargestellt werden muss, dass der Beichtvater Bescheid bekommt, um was für eine Sünde es im betreffenden Fall geht. Sollte der Beichtvater nicht besten Bescheid wissen, was den Wirkungsmechanismus des angewandten Mittels angeht (was ziemlich leicht vorkommen kann), obliegt dem Pönitenten die Pflicht, ihn bei der Beichte aufzuklären. Der Beichtvater muss Bescheid wissen, was für eine Sündenart und von wie vielen Sünden er die Lossprechung erteilt.
– Er muss erfahren, um wie lange Zeit der begangenen Sünden es im betreffenden Fall geht, wie auch alle übrigen Umstände, die die Qualität der Grundsünde prinzipiell modifizieren können.
– Der Beichtvater erfüllt im Tribunal der Barmherzigkeit Gottes in Kraft der Einsetzung Gottes die Rolle des Richters. Als ‘Richter’ muss der Beichtvater sowohl die Schwere der Sünde beurteilen können, wie auch den Grad der Reumut, und endlich die Entscheidung vonseiten des Pönitenten, die Sünde nicht mehr zu begehen.

Das sind alles von allein verständliche grundlegende Bedingungen, die es dem Beichtvater möglich machen – nach gehöriger Unterscheidung – die Gabe der Lossprechung Gottes zu gewähren, oder sie im anderen Fall zu verweigern, falls ihn die Haltung des Pönitenten dazu nötigte.
– Daher erscheint u.a. auch die Notwendigkeit, dass der Pönitent den Umstand der Zeit bekennt, ab wann diese zweien das gegen-elterliche Mittel angewandt haben. Selbstverständlich vorausgesetzt, dass das Beichtkind die Entscheidung äußert, jene Sünden und Verbrechen definitiv abzustellen, d.h. alle irgendwelchen gegen-elterlichen Mittel von nun an tatsächlich aufzugeben.

Der Beichtende kann sich auf seine Unwissenheit betreffs des medizinischen Wirkungsmechanismus des vom Arzt verordneten ‘Arzneimittels’-gegen-die-Schwangerschaft nicht berufen. Umso mehr gibt es in Gottes Augen keine Entschuldigung bei etwa solcher Deklaration, wie es schon oben gesagt wurde:

„Ich muss betreffs der vom Arzt verordneten ‘Arznei’ um keine wissenschaftlichen Besonderheiten Bescheid wissen. Ich bin kein Arzt. Mich geht die Frage nicht an, WIE es werden wird, wichtig dass es kein Kind gibt. Denn wir können uns zurzeit auf kein weiteres ‘Kind’ einstellen ...”.

Alle derartigen Entschuldigungen zeugen von vornherein vom bösen Willen und verschuldigtem Un-Wissen, das daselbst beabsichtigt wird. Dieses aber verdoppelt immer die herbeigezogene moralische Zurechnungsfähigkeit und Schuld.

10. Zeitraum der angewandten Verhütungstechnik. Soeben wurde der Umstand der ‘Zeit’ erwähnt, in dem diese beiden die betreffende Art ihres Sündigens unternehmen. Und zwar zur Gültigkeit der Beichte muss bekannt werden, wie lange diese beiden dieses betreffende Abortivmittel anwenden (s. ob., C-9). Die Anwendung des Abortivmittels ein Jahr hindurch gleicht der potentiellen Tötung 12 Empfangener Kinder (ca. 12 Zyklen binnen 1 Jahr). Ein Abortivmittel, das 5 Jahre hindurch angewandt wird, bedeutet die Bereitschaft und Zurechnungsfähigkeit in Gottes Angesicht für Tötung ca. 60 Empfangener (5 Jahre x 12 Zyklen = 60 Kinder). Sollte es letztlich selbst in keinem Zyklus zur Empfängnis gekommen sein. In Gottes Augen zählt nämlich die Einstellung des freien Willens.

Die ‘Empfängnis’ selbst kann selbstverständlich ‘nicht gesehen’ werden. Die angewandten Pillen, die Spirale, das Präservativ, Pflaster, Injektionen u.dgl. – all das führt zur Abtötung des Empfangenen zu früh, dass selbst die Mutter imstande wird zu erfahren, dass es – und ob es in diesem Zyklus eine Empfängnis gegeben hat. Allerdings die Tatsache an sich, dass die Schwangerschaft ‘nicht sichtbar’ zum Vorschein kommt, bedeutet auf keinen Fall, dass die Empfängnis in diesem Zyklus nicht eingetreten ist ...
– Die Wahrheit in ihrer ganzen Fülle wird bei der Überschreitung der Ewigkeitsschwelle offenbar werden. Dagegen in der Stunde der Betätigung selbst entscheidet über die moralische Verantwortung – die Haltung des Willens, dem es auf der ‘Wirksamkeit’ des angewandten Mittels gelegen ist – egal, um welchen Preis sie erreicht wird. Wichtig, dass die Schwangerschaft nicht da ist (d.h.: dass sie nicht ‘bemerkt werden kann’).

11. Abstellung der angewandten Verhütungstechnik. Zur Gültigkeit der heiligen Beichte gehört die Entscheidung, die Tablette-Pille u.dgl. sofort abzustellen.
ANMERKUNG: Die in ein paar Tagen nach Abstellung der Pille einsetzende Blutung ist keine Periode! Sie kann mit dem gerade erfolgenden Eisprung einhergehen. Genauer darüber sieh von unserer Internet-Seite: I.Teil, 1.Kapitel – Einführung in die Billings-Methode).

Eine ähnliche Entscheidung wird betreffs der eingesetzten Spirale (Einlage) gefordert. Hier kommt aber ein gewisser Unterschied zutage, der strikt mit der Physiologie des Zyklus zusammenhängt. Und zwar die intra-uterine Spirale wird erst gegen das Ende der nächstfolgenden Blutung entfernt. Medizinischer Grund dafür beruht auf der Tatsache, dass keine Eingriffe an der Zervix in der Phase der ausgewachsenen Schleimhaut vorgenommen werden dürfen.

Entscheidet sich der Beichtende auf die Erfüllung dieser Voraussetzung nicht (d.h. auf definitive Absetzung aller gegen-elterlicher Mittel), kann die Lossprechung unmöglich erteilt werden. Das Blut Gottes der Erlösung müsste dann Bitte um Segen zum weiteren Verguss unschuldigen Menschenblutes werden. Die beichtende Person würde dann die Gabe der Lossprechung empfangen wollen, wobei sie sie aber zu selber Zeit von vornherein wirksam blockieren würde. Daher kann die Lossprechung in solchem Fall unmöglich gespendet werden, solange der Entschluss des Beichtenden: sowohl des Mannes wie seiner Frau, nicht erfolgt, jede gegen-elterliche Technik definitiv abzusetzen.

Ein paar weitere Einzelheiten im Zusammenhang mit der ehelichen Intimität vor der Entfernung der Spirale in solcher Lage – sieh auf unserer Internet-Seite bei der Erörterung des Wirkungsmechanismus der Einlage (Sieh ob.: Ratschläge für den Fall der sakramentalen Beichte).

12. Genugtuung. Die fünfte Bedingung für eine gültige heilige Beichte lautet: Genugtuung ‘Gott und dem Nächsten’ gegenüber.
– Und zwar noch bevor die Lossprechung erlangt wird, muss der Empfangene-Getötete (bzw. die Getöteten-Empfangenen; sollte es sich selbst nur um ‘potenziell’ Umgebrachte handeln) deutlich um Verzeihung dieser Mordtat an ihnen gebeten werden. Man muss diese Kinder bitten, sie mögen die an ihnen vollbrachte Tötung ... verzeihen. Wie auch dass sie zu Gott – für die Mutter, den Vater, den Arzt beten; für die Angestellten in Apotheken, wo diese Mittel verkauft werden; für diese, die diese Mittel erzeugen, und die alle dabei vielleicht ihre ‘fremden Sünden’, noch ihre Mitarbeit beim Vollbringen des fremden Verbrechens nicht beichten. Sie täuschen sich vor, sie könnten ruhigen Gewissens zur Eucharistie herantreten. Ihre scheinbare Ruhe kommt zu Ende, wenn sie sich selbst vor Christus dem Richter stellen werden müssen ...

Erst dann, nach solchem – freilich nicht allzu leichtem Gespräch mit seinen Getöteten, darf jetzt auch der Erlöser um die Verzeihung gebeten werden.
– Der Beichtvater wird wohl beim Knüpfen eines solchen Dialogs der Verzeihung mit seinen Getöteten Hilfe leisten, samt der an diese Getöteten gerichtete Bitte um Verzeihung dem Beichtkind „um des Namens Gottes willen” ... usw. (s. u.a.: Evangelium Vitae, 99).

Um sich das Binden eines solchen ‘Dialogs’ mit seinen Getöteten Kindern zu erleichtern, schlagen wir vor, ein weiteres Fragment von unserer Internet-Seite im Gebetsklima zu erwägen, und zwar: V.Teil, zweite Hälfte des 6.Kapitels (Die sterbenden Kleinen Kinder – Behinderte – Jeder).

13. Den Fruchtbarkeits-Rhythmus lernen. Dies ist die weitere Bedingung, um die tatsächliche Lossprechung erlangen zu können. Es geht um die ins Leben umgeschmiedete Entscheidung, die Gabe Gottes des biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus insofern kennen zu lernen, dass über diese Gottes Lösung des ehelichen Problems nicht nur ein ‘Gehör’ vernommen wird und die Frau z.B. einen nicht allzu sehr sich daran auskennenden Beichtvater etwa mit folgenden Worten überschüttet: „Jawohl, ich weiß darüber besten Bescheid ! Gerade Frucht dieser ‘Methode’ ist das weitere Kind geworden...”. Solchem Wort einer Frau steht absolut überhaupt kein Wert zu, solange sie nicht die diesbezügliche Aufschreibung des Anbeginns ihrer Schwangerschaft niederlegt, samt dem vorangegangenen Zyklus, an dem jedes ihrer ehelichen Verhältnisse um diese Zeit aufgetragen wurden.

Es geht um solches Lernen einer klug gewählten ‘Methode’, dass die Gatten diese Gottes Gabe bei der Gestaltung ihrer ehelichen Intimität tatsächlich schöpferisch benutzen können – offenbar falls und inwiefern in Gottes Augen zählende Gründe bestehen, die Empfängnis ‘zurzeit’ für später zu verschieben.
– Offenbar immer mit diesem grundsätzlichen Vorbehalt: dass falls es aus irgendwelchem Grund trotz allem zu einer nicht allzu sehr geplanten Empfängnis gekommen wäre, bleibt dann die Gewissenspflicht, auf dem Standpunkt des Schutzes des Lebens zu verharren – selbst um den Preis des eigenen Lebens.

Parallel dazu muss umso mehr hervorgehoben werden, dass sich die Ehegatten von ihrer Verpflichtung nicht drücken können, um sich immer wieder die grundlegende Frage zu stellen, die mit dem Ziel selbst des Sakraments der Ehe zusammenhängt, und zwar, dass sie am Tag ihrer ehelichen Trauung – Gott ihre Aufgeschlossenheit und Bereitschaft für die Elternschaft angeboten haben:
Gott, Du Vater: Wie ist Deine Erwartung für die Jetztzeit – hinsichtlich unserer elterlichen Potentialität” ?

Verantwortung für echte Anleitung in die NFP (Natürliche Familien-Planung)

14. Gott ist allzu ‘ehrlich’, um die Empfängnis eines Neuen Kindes irgend jemandem aufzuzwingen. Er hat Mann und Frau so erschaffen, dass Er jedes Mal auf präzise Art und Weise informiert – mit Genauigkeit beinahe zur Minute, ob die Empfängnis heutzutage eintreten kann, oder sie heute ausgeschlossen ist. Frage des Menschen, also eine der Aufgaben für diese beiden als Ehepaar, bleibt auch dieses: die Gabe Gottes des biologischen Fruchtbarkeitsrhythmus muss in der Tat zu erlernen gewollt werden. Zu diesem Zweck soll nach Wissen in diesem Bereich dort gegriffen werden, wo es ohne Entstellungen geschöpft werden kann.

Der durchschnittliche Leser, und selbst diejenigen, die das Studium in Instituten für Familie absolviert haben, können sich nicht einmal bewusst bleiben, inwieweit die Inhalte selbst in diesen, scheinbar zuständigen Milieus manipuliert und arbitral verunstaltet werden können. Das geschieht nicht selten unter bestem guten Willen des dort angestellten Personals. Es dürfte nur hervorgehoben und daran erinnert werden, dass in so wichtigem Bereich – die Einführung irgendwelcher willkürlicher Veränderungen in die Anleitung einer bestimmten ‘Methode’, die jemand nicht selbst erarbeitet, noch sie dokumentiert hat, als geradeaus Unzulässigkeit, wenn nicht als schlechterdings Verbrechen gewertet werden muss.
– In der Lage einer in diesem Bereich bestehenden, unwahrscheinlichen Verwirrung gibt es keinen anderen Ausweg, als Bemühungen anzutreten, dass die authentische und autoritative Information an ihrer Quelle selbst geschöpft werden wird.

Der Ehemann passt sich an den Fruchtbarkeitsrhythmus seiner Frau außer Zweifel an, wenn diese ihn in diesem Bereich mit Gewissheitsempfinden beschert. Sooft die Frau selbst nicht Bescheid weiß, ob die Empfängnis heutzutage erfolgen kann oder nicht, kommt es beinahe 100% sicher zum Sündenfall ihrer beiden. Die größere Verantwortung lastet dann allerdings auf der Ehefrau, die es nicht gern zu ‘wollen’ mag, ihren Fruchtbarkeitsrhythmus tatsächlich zu lernen. Die Frau pflegt manchmal immer andere Pseudo-Gründe zum Unterbau ihres eingeborenen Abscheus gegen die Unternehmung der Beobachtungen und deren Notizführung zu unternehmen, um nur die erwartete Entscheidung auf eine ‘unbekannte, weit entfernte Zukunft’ zu verschieben.

In solchen Verhältnissen soll aber der Mann seiner Ehefrau gerade als ihr Ehemann mit wahrhaft ehelicher Ermutigung beistehen: dass sie die Natürliche Methode (d.h. die der Würde der Ehegatten als zum ewigen Leben berufenen Personen entspricht) versteht und dann ihre Beobachtungen tatsächlich, systematisch im Zyklusablauf treu notiert.

Die „Billings-Methode” (BOM)

15. Der Autor des hiesigen Textes empfiehlt mit aller Überzeugung und gemäß seines Wissens (internationale Mitarbeit in diesem Bereich ab 1956) das Erlernen zu diesem Zweck und die Anwendung beim Eheleben der „Ovulations-Methode (nach Prof. John) Billings(= BOM). Diese Methode ist perspektivistisch und setzt – den Meinungen zuwider derjenigen, die sie nicht gut kennen, keine Regelmäßigkeit der Zyklen, noch die gynäkologische Gesundheit voraus. Diese Methode ist an einen bedeutenden Teil der Europaländer, samt ihrer strikt wissenschaftlichen Dokumentation, über den Verfasser des hiesigen Textes gekommen (im Jahr 1972-73 – samt dem vieljährigen intensiven Briefaustausch und persönlichem Kontakt mit dem Autor der Methode, Herrn Prof. John Billings aus Melbourne, und seiner Ehefrau, Dr. Evelyn Billings).

Voraussetzung, dass die BOM tatsächlich benutzt werden kann, ist offenbar ihre Anwendung in ihrer echten Form – mit entschiedenem Ausschluss irgendwelcher Elemente, die von anderen Methoden vorgeschoben werden können. Im Fall ihrer willkürlichen ‘Bereicherung’ mit Elementen anderer Methoden soll ehrlich bekannt werden, es wird sich nicht mehr um die ‘BOM’ handeln, sondern um eine neue Methode, die von einer individuellen, nicht bevollmächtigten Person erdacht wäre. Diese Person wäre außerstande, irgendwelche wissenschaftliche Dokumentation für dieses von ihr willkürlich gebastelte ‘Flickwerk’ aufgrund anderer Methoden vorzulegen. Eine so gebastelte ‘Methode’ darf selbstverständlich nicht mit dem Namen Prof. John Billings verbunden werden. Die Ehrlichkeit und Verantwortung heißt es, dass jede ‘modifizierte Methode’, die vermeintlich die ‘Billings-Methode’ sein sollte, unter einem anderen Namen: dem eigenen Namen des neuen Individuums, vermittelt werde.

Diese Bemerkungen gelten u.a. für die von den USA (von der Creighton University; prof. Thomas Hilgers) nach Europa umgepflanzte, vermeintlich ‘verbesserte’, ‘leichter’ dargestellte Billings-Methode in Form der vom Prof. Thomas Hilgers erarbeiteten, so genannten „CrMS”-Methode, die eigentlich eine stark überarbeitete ‘Plagiat-Methode’ der ‘Billings-Methode’ darstellt. Diese Methode wird bei der Anfangs-Diagnostik der Ursachen bei ehelicher Unfruchtbarkeit und ihrer Behandlung benutzt. Allerdings die Hilgers-Methode stellt in Wirklichkeit eine völlige Verunstaltung und einen Regress dar im Verhältnis zur authentischen BOM.

BEMERKUNG. Sieh dazu unterhalb den Link zur zuständigen Vergleichs-Bearbeitung, die von Prof. John Billings selbst und seiner Ehefrau Dr.Evelyn Billings verfasst wurde – im Anschluss an unwahrscheinliche Entstellungen der von ihm und seinem Team durchgeführten wissenschaftlichen Forschungen und seiner tiefen, unrüttelbaren Dokumentation der BOM durch Prof. Thomas Hilgers, seinem ehemaligen Mitarbeiter in der Anfangszeit der BOM, vollbracht wurden. Hier der Link zu diesem Artikel – von unserer Homepage:
Some Clarifications Concerning NaProTECHNOLOGY and the Billings Ovulation Method - Dr Evelyn Billings and Dr John J Billings, 2006 – englisch).
– Zurzeit lautet die offizielle WEB-Seite, wo die Billings-Methode International, samt den mit ihr zusammenhängenden Stoffen in der reinen Quelle selbst geschöpft werden kann, folgender:
(0.6 kB) 1) http://www.thebillingsovulationmethod.org
Und hier die Anschrift der internationalen Internet-Seite, die von ein paar Direktoren der vom +Prof. John Billings gegründeten Welt-Organisation-der-Ovulations-Metode im Laufenden überwacht wird:
(0.6 kB) 2) http://www.woomb.org
.

Dagegen der Text, der vom hier schreibenden Pater (P.Pawel Leks) verfasst wurde als Einführung in die Billings-Methode, der die zweite Ausgabe der Broschüre über die echte Version der Billings-Methode darstellt, ist auf unserer Homepage im ‘PDF-Format’ in 3 Sprachen erreichbar: in polnischer-deutscher-englischer Fassung. Dieser Text freut sich an seiner internationalen Bestätigung vonseiten der WOOMB (World-Organization-of-the-Ovulation-Method-Billings) als echte Darstellung der Billings-Methode. Hier der Link von unserer Homepage dazu:
„INHALTSVERZEICHNIS, 4.Kolonne, Nr. 9a-b-c-d.
Oder unmittelbar:
(0.6 kB)a) Polnisch:
„Miłość Piękna – Miłość Trudna. MOB: Propozycja dla Małżonków”
(0.6 kB)b) Deutsch:
„Diese Schöne – Diese Schwierige Liebe. Die BOM: Angebot für Eheleute”
(0.6 kB)c) Englisch:
„This Beautiful – This Difficult Love: OMB: Proposition for Married People”.

(7.2 kB)

D. NICHT BEFUGTE AUSSAGEN ÜBER ETHISCHE VERHALTENSWEISEN IM BEREICH DER INTIMITÄT UND WEITERE BEMERKUNGEN

Nicht befugte Aussagen ...

16. Die Aussagen mancher Ärzte usw. über die Ehe-Ethik, und selbst über die strikt medizinische Wirkungsweise der von ihnen empfohlenen oder selbst verordneten Mittel zur ‘Schwangerschaftsverhütung’, können sich als entschieden unmaßgebend erweisen. Es kommt vor, dass ein Arzt die Eheleute vorsätzlich in Irrtum führt – sowohl was den ethischen, als auch medizinischen Blickpunkt angeht. Diese Feststellung kann offenbar nicht verallgemeinert werden, dennoch so kommt es gar nicht selten vor ...

Im schlimmsten Fall müsste festgestellt werden, dass keinem Arzt, noch selbst einem Professor in Medizin die Macht über eines der Gottes Gebote zu verfügen zusteht.

Dasselbe gilt für ‘Meinungen’ im Bereich der Intim-Ethik, die hauptsächlich bei manchen Freunden-Freundinnen geholt werden, die die Gebote Gottes vielleicht selbst gemein übersehen, wobei sie über die Lehre der Kirche (die sie im Prinzip nicht kennen) nur Zynismus und Hohn zutage zu bringen imstande sind.

Keine Macht im Himmel und auf Erden, noch irgendwelcher Gremien der Staaten, Völker und Internationaler Gesetzgebungen ist ermächtigt das moralische „Gut oder Böse” einzusetzen bzw. zu bestimmen. Alle Gesetze und Verordnungen der Autoritäten, die im Widerspruch zu irgendeinem der Gottes Gebote stehen, sind von vornherein ungültig und bevollmächtigen zu keiner Betätigung, die mit dem Wortlaut der Gebote Gottes nicht übereinstimmen sollte.
– Die Zuständigkeit, das moralische „Gut und Böse” festzulegen, gehört ausschließlich zur „Liebenden Allmacht Gottes” (DeV 33): des Schöpfers und Erlösers des Menschen (Dokumentation zu dieser Feststellung s. u.a. von unserer Seite – den umfangreichen Artikel: Treue des Beichtvaters zum Apostolischen Glauben: mit Petrus und unter Petrus – ebd., zumal den ganzen § A u. B).

Ungültige und sakrilege Beichten

17. Die heilige Beichte wird aus zwei Gründen ungültig und sakrileg:

a) Wenn eine schwere Sünde verschwiegen wird, eventuell ihre wichtigen Umstände nicht offengelegt werden, die eine wesentlich andere ethische Bewertung der begangenen Tat zutage bringen würden.
b) Falls das Bekenntnis des Beichtenden zwar integral ist, allerdings er nimmt keine Entscheidung vor, die Sünde von nun an nicht mehr zu begehen.

In solchem Fall erreicht die Lossprechung den Beichtenden nicht, sollte auch der Beichtvater selbst – unkundig um die Verschweigung der Sünde usw. – die Lossprechungsformel hergesagt haben. Solange der Pönitent dann keine ‘General-Beichte’ ablegt, d.h. solche, bei der noch einmal alle Todsünden bekannt werden, die er ab der letzten gültigen Beichte begangen hat, bleiben alle nächstfolgenden Beichten und heilige Kommunionen folgerichtig ungültig und sakrileg.

Anders gesagt, der Beichtende erhält kein einziges Mal mehr die Lossprechung (ab der Zeit der letzten gültigen heiligen Beichte). Dagegen belästigt ihn ab diesem Datum an die Verantwortung für jedesmalige weitere ungültige-sakrilege heilige Beichte, wie auch wegen der ab dieser Zeit an sakrileg empfangenen heiligen Kommunionen infolge der verschwiegenen schweren Sünden, bzw. ihrer Umstände.

Der Wille nicht mehr zu sündigen

18. Es gibt keine Lossprechung von einer Todsünde ‘ausnahmsweise nur für dieses eine einzige Mal’, z.B. wegen eines Feiertages, wann es ‘sich gehört’ zur heiligen Kommunion heranzutreten (z.B. gelegentlich der Ersten Heiligen Kommunion, bei Beerdigung, Trauung, u.dgl.). Die Entscheidung, nicht mehr zu sündigen, muss zur Gültigkeit jeder heiligen Beichte als definitiver Akt vorgenommen werden. Sollte auch der Beichtende um seine moralische Schwäche guten Bescheid gewusst haben und vermutete er, dass er in der gewählten Haltung wahrscheinlich nicht lange aushält.

Bei der Bitte um die Lossprechung und ihre Erhaltung zählt die aufrichtige Haltung des Willens zu dieser Stunde: des gerade vollbrachten Sündenbekenntnisses und der jetzt geweckten Entscheidung, die Sünde nicht mehr zu begehen. Das Bewusstsein um die eigene moralische Schwäche und beinahe die Gewissheit, was das neuerliche Begehen der Sünde, vielleicht in sehr naher Zukunft, angeht, schafft kein Hindernis dafür, dass der Wille Jetztzeit mit aller Aufrichtigkeit entschlossen bleibt, definitiv nicht mehr zu sündigen. Die Wahrnehmung um das eigene moralische Elend in Gottes Angesicht heißt nur mit umso größerer Glut und Zuversicht um Hilfe zu bitten, u.a. um die Fürsprache der Unbefleckten Gottesmutter Maria und seines heiligen Schutzengels beim wirksamen Verbleiben in guten Vorsätzen.

Sterilisierung ...

19. Sich vorsätzlich sterilisieren lassen zu diesem Zweck, dass es keine Empfängnis mehr gibt, bleibt immer schwere Sünde. Sowohl wenn es um den Mann, wie die Frau geht.

Die Frau darf ihre Zustimmung auf Sterilisierung u.a. gelegentlich einer nächsten Entbindung durch den Kaiserschnitt – in Gottes Angesicht nicht geben, sollten auch die Umstände in Ehe und Familie, die Verhältnisse ihrer Gesundheit und Wohnungsbedingungen – noch so dramatisch aussehen.

Die einzige Ausnahme, dass auf Sterilisierung eingewilligt werden kann, gilt für den Fall, wenn infolge z.B. eines sich ausbildenden Neugebildes – die inneren Geschlechtsorgane überhaupt entfernt werden müssen. Der Eingriff wird dann aber nicht mit der Absicht unternommen, dass das Schwangerwerden nicht mehr möglich wird, sondern es gilt dann um die Rettung der Gesundheit und des Lebens der Frau (sieh dazu: HV 15; auch auf unserer Homepage zugänglich – Portalseite, Kolonne 4, unter Nr. ‘4-a’: die Enzyklika ‘Humanae vitae’).

Die sterilisierte Frau (z.B. mit dem Schnitt über die Eileiter und ihrer Unterbindung) soll Bescheid wissen, dass in einiger Zeit nach dem unternommenen Eingriff eine Empfängnis in 3-5% Fällen von neuem eintreten kann (statistisch genommen in so vielen Prozenten der Fälle bildet sich von neuem die Durchgängigkeit der geschnittenen und unterbundenen Eileiter, demzufolge eine neuerliche Empfängnis erfolgen kann). In solcher Lage entwickelt sich oft eine Eileiter-Prägnanz, die meistens dramatisch endet: mit plötzlichen heftigen Schmerzen und Blutsturz. In solchem Fall muss meistens ein operatorischer Eingriff stattfinden, um das bedrohte Leben der Mutter zu retten.

Beim sterilisierten Mann hält die Empfängnismöglichkeit zumindest etwa ein halbes Jahr nachher weiter an.

Die Tatsache der Unterziehung unter solche Operation muss zur Gültigkeit der Heiligen Beichte bekannt werden.

Die Ehegatten, die die Lossprechung empfangen haben, nachdem sie sterilisiert wurden, sollen sich bei ihrer ehelichen Nähe weiter nach dem biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus leiten (offenbar: wenn die Zyklizität noch weiter besteht), falls in ihrem Fall in Gottes Beurteilung zählende Gründe bestehen, die die weitere Empfängnis zu verlegen heißen.

Ethische Bemerkungen zur Gametenabgabe

20. Im Anschluss an so genannte ‘Behandlung’ der ehelichen Unfruchtbarkeit (in der Regel wird dann kein Heilungsverfahren unternommen – allen proklamierten Bezeichnungen zuwider. Es geht dann fast immer um sofortige Zustimmung auf technischen Eingriff im Typus der Tierarzt-Technik in das Zeugungssystem des Menschen, mit völligem Übergehen der Tatsache, dass der Mensch nicht allein Biologie darstellt, sondern Person ist, die dank ihrer unsterblichen Seele zum ewigen Leben berufen ist) soll vom ethischen Gesichtspunkt aus folgendes zur Erinnerung gebracht werden:

Die Abgabe des Samens zur Untersuchung über vorgenommene Masturbation o.dgl. ist objektiv genommen immer Todsünde gegen das VI.Gebot. Kein Arzt, und sollte es noch in so lobenswerter Absicht geschehen, ist bevollmächtigt, irgendeines der Gebote Gottes umzustoßen. Das gute Ziel ist nicht imstande, das angewandte Mittel: die Masturbation bezwecks der Samenerhaltung – zu ‘heiligen’.

Dasselbe betrifft Frauen-Mädchen. Manche unter ihnen stimmen zu kommerziellen Zwecken auf artifizielle hormonale Stimulation zu, um eine größere Anzahl von Eizellen zu erhalten und für ihre Abgabe etwas ‘Kleingeld’ zu verdienen (dasselbe tun mancherorts in gleicher Art und Weise ... junge Männer, um so kommerziell dank der Samenabgabe Geld zu verdienen ...). Solche Praxis bedeutet nutznießerische Behandlung des Leibes, der nicht Eigentum des Menschen, sondern Gottes bleibt. Daselbst hängen solche Eingriffe jedes Mal mit Begehen einer schweren Sünde zusammen.

Von strikt medizinischer Hinsicht aus ziehen solche Eingriffe: einer hormonalen Stimulation, bei der Frau nicht selten weit gehende, schwer zu behandelnde gesundheitliche Verwicklungen nach sich.


21. Befruchtung ‘In Vitro’. Beim Vorgang der Technologie einer künstlichen Befruchtung „In Vitro” (im Gläschen) wird beinahe in der Regel Samen benutzt, der aus verschiedenartigen ‘Quellen’ herkommt (d.h. er kann keinesfalls vom Mann jener Frau herkommen, die sich diesem Eingriff unterzieht; allen solennen Beteuerungen der Techniker des ‘In Vitro’ zuwider. Diese ‘Techniker’ sind des Öfteren keine Ärzte, sondern ... Tierärzte). Der Samen – vom Innenland und Ausland – wird in einer ‘Samen-Bank’ aufbewahrt.

Der Eingriff selbst einer Befruchtung ‘In Vitro’ und Zusammenfügung der Gameten wird des Öfteren nicht von Ärzten vorgenommen, sondern von Tier-Technikern. Auch in Polen wird solche Vorgangsweise vom Ministerium vollwertig, mit ‘Grünlicht’ genehmigt (7.VI.2010, poln.: Gesundheits-Ministerium. S. dazu:
http://www.contrainvitro.pl/index.php?option=com_content&view=article&id=198:ministerstwo-zdrowia-weterynarz-moze-zajmowac-sie-ludzmi&catid=12:newsy&Itemid=10 )
.
Falls ‘fremde’ Gameten zu diesem Eingriff benutzt werden sollten, wird der ‘Eingriff’ zusätzlich ... Ehebruch.

Für die Frau, die Ehegattin, hängen die Prozeduren und Techniken, die bei künstlicher Befruchtung angewandt werden, nicht nur mit Todsünden, sondern vielfältigen Verbrechen zusammen. Die Inbetriebsetzung des Harmonograms solchen Eingriffs setzt standardmäßig die ‘Beseitigung’, deutlicher gesagt: Tötung der ‘übrigen’, zurzeit nicht mehr nötigen Embryos voraus, das heißt zuvor empfangener Kinder – falls es gelingt einen von ihnen ‘aufzuzüchten’ und ihn mit Erfolg in das Innere der Gebärmutter der betreffenden Frau einzuimpfen (gewöhnlich werden etwa 30-40 Gameten zusammengefügt, das heißt es werden so viele Kinder zur Existenz gebracht). Der angestellte ‘Techniker’ für ‘In Vitro’ muss über mehrere Zygoten verfügen, mit denen er Experimente unternimmt, bis es ihm endlich gelingt, irgendeine Zygote, d.h. ein Kind, einen unter den mehreren Empfangenen ‘heranzuzüchten’. Es ist diese Zygote-dieser-Mensch, die die vielfältigen, extrem riskanten technologischen Schwellen überlebt hat, wogegen sie von anderen, ebenfalls entstandenen Zygoten, nicht bewältigt werden konnten (= Zygote: erste Lebenszelle des Menschen nach der Vereinigung des Chromosomgefüges des Samenfadens mit der Eizelle; Mensch-Person auf der Stufe vor seiner Nidation in der Gebärmutter). Erst diese Zygote wird jetzt in die Schleimhaut der Gebärmutter eingeimpft – in Hoffnung, sie wird vielleicht ... weiter überleben und sich erfolgreich weiter entwickeln. All das geschieht also um den Preis der anderen ‘unterwegs’ entstandenen zuvor empfangenen, jetzt ‘nicht mehr nötigen’ Kleinen Menschen.
– Indessen der einmal empfangene Mensch – hört zu existieren niemals mehr auf: seine Seele ist unsterblich. Der biologische Tod stellt nur die Ewigkeitsschwelle dar – für das jetzt nicht mehr endende Leben in Ewigkeit.

Die Verantwortung und Zurechnung in Gottes Augen für das ‘In Vitro’ betrifft offenbar nicht nur die Ehefrau, sondern im gleichen Maß ihren Mann, der auf diesen Eingriff zustimmt. Und umso mehr und selbstverständlich alle zoologischen und medizinischen ‘Techniker’, ohne deren Anteilnahme der Eingriff nicht unternommen werden könnte. Und was erst soll über die Verantwortung aller gesagt werden, die in Parlamenten diese Experimente zu unternehmen verabreden, sie bestimmen, ‘Grünlicht’ für diese Technik schaffen, indem sie deutlich gegen das Gesetz Gottes und die Würde des Menschen als Person, die zum ewigen Leben berufen ist, vorkommen!

Das will besagen, dass es vom Gottes Gesichtspunkt aus keine Möglichkeit gibt, sich auf ‘technologische’ Herbeiführung einer Schwangerschaft zu fliehen, um die erwünschte Nachkommenschaft dem Gottes Weg zuwider zu erwirken. Das Zustandekommen eines Kindes soll Frucht sein, die gleichsam aufgrund ‘nebenbei’, unterwegs der gegenseitigen Hingabe von Mann und Frau als Personen aufhellt, die sich miteinander mit dem Band einer lebenslangen Liebe verbunden haben und die für das Leben aufgeschlossen ist.
– Dagegen bei der Flucht auf zoologische Technologie des ‘In Vitro’ – kommt die eheliche Liebe überhaupt nicht zur Rede. Der Neue Mensche wird zwangsmäßig in die Welt dank des angewandten, kalten Eingriffs eines ‘Technikers vom InVitro’ herbeigeführt.

Unabhängig von den erwähnten Eingriffen: eines Versuches, die Befruchtung künstlich herbeizuführen, darf ein Kind nicht als ‘Mittel’ betrachtet werden, um dank seiner ein anderes Ziel zu erreichen, z.B. die Selbstzufriedenheit des Ehepaars, endlich Eltern geworden zu sein. Ein Kind soll „um seiner Selbst willen gewollt werden”, wie auch Gott jeden Menschen um seiner Selbst willen will: „Es ist nötig, dass sich in dieses Gottes Wollen das menschliche Wollen der Eltern eingliedert; dass sie diesen neuen Menschen mögen, wie ihn der Schöpfer will” (BF 9).

Die Eheleute sorgen meistens nicht allzu sehr um die Läuterung ihrer eigentlichsten Absicht beim Herbeiführen eines Kindes mit Kraftaufwand – gegen die Wege Gottes und gegen das Gottes „Wollen des Menschen um seiner Selbst willen”. Hauptbeweggrund ihrer verzweifelten Bemühungen um ein ‘Kind’ ist sehr oft vor allem die Tatsache, dass sie endlich ihr Verlangen nach Selbst-Befriedigung wegen des ‘Kindes’ stillen können.
– Gelingt es aber letztlich, dass einer der künstlich, zoologisch ‘gezüchteten’ Embryos zum Überleben gebracht wird, und wird dieser Embryo erfolgvoll in die Gebärmutter der Frau, der Gattin, eingetragen, können sich diese zweien, Ehegatten, mächtig täuschen, dass dieses Kind Zeugnis der zusammengefügten Zeugungszellen von ihr und von ihm als Ehegatten, darstellt. Die Techniker vom ‘In Vitro’ verhüllen sich bei den unternommenen Eingriffen wirksam mit dem für sie bequemen ‘Dienst-Geheimnis’, bzw. um sich mit Berufung auf solches Dienst-Geheimnis bei ihrer ‘Menschen-Zucht’ zu entschuldigen ... !


Sollten Anfragen erscheinen betreffs der künstlichen Eingriffe, dass die Empfängnis mit Kraftaufwand gegen das Vorhaben der Liebe Gottes erwirkt wird, sieh vor allem zwei Dokumente des Apostolischen Stuhls zu dieser Thematik:
1) In der Zeit des Pontifikats Johannes Paul II. erschien das auf Päpstliche Verordnung redagierte Dokument der Kongregation für die Glaubenslehre: „Donum Vitae: Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung” (22.II.1987);
2) Ein zweites, ähnliches Dokument, ausgegeben von selber Kongregation für die Glaubenslehre, ist in der Zeit des Pontifikats Benedikt XVI. erschienen. Es stellt eine eigenartige Aktualisierung derselben Problematik aus der Zeit seines Vorgängers, Papst Johannes Paul II. dar. Sein Titel lautet: „Dignitas Personae – Würde der Person” (8.IX.2008).
Sieh diese beiden Dokumente von unserer Homepage:
„Donum Vitae”.
Und:
„Dignitas Personae”.
3) In Polen erschien Frühling 2013 ein wichtiges Dokument der Polnischen Bischofskonferenz, das im Prinzip vom Erzbischof Henryk Franciszek Hoser erarbeitet worden ist. Er ist berufsmäßig Arzt, danach wurde er Priester und Ordensmann (SAC), arbeitete viele Jahre als Arzt-Priester-Missionar in Ruanda. Wonach er zum Erzbischof der Diözese Warszawa-Ost ernannt wurde. Auch dieses Dokument kann von unserer Homepage heruntergeladen werden – in polnischer Sprache. Sieh das:
Unantastbarkeit des Lebens – In Vitro – Verwandte Fragen – Dokument der Polnischen Bischofskonferenz: 5.III.2013).

Ehe und Blättern in ‘Porno’

22. Enge mit der sakramentalen Beichte für Eheleute, und offenbar ebenfalls für Brautleute und andere Partnerschaften – im Zusammenhang mit dem VI. und IX.Gebot, hängt die Besichtigung vonseiten ob des Ehegatten oder der Ehefrau, bzw. irgendjemandes anderen – erotischer Inhalte, wenn nicht geradeaus Pornografie zusammen. Solche Inhalte können heutzutage in Fülle leichtestens erreicht werden vor allem über immer neuere Massenmedien-Technik, wie Fernsehen, Video, Illustrierte ‘Porno’-Magazine, ‘Porno’ im Internet, und parallel in immer mehr modernen tragbaren Einrichtungen, wie Handy, iPod, iPad, Smartphone, Tablets, usw. usw.

Es muss klar festgestellt werden, dass in Kraft des Gebotes Gottes und der eindeutigen Aussagen des Gottes Sohnes Jesus Christus, wie sie im Evangelium eingetragen sind (sei es nur Mt 5,28: „... Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen”) – das Blättern erotischer-pornografischer Stoffe jedes Mal Sünde – objektiv genommen schwere Sünde (Todsünde) darstellt. Das gilt nicht nur für Kinder und Jugendliche, die bisweilen gierig nach allem was mit ‘Sexus’ zusammenhängt, nachsuchen, sondern auf gleiche Art und Weise für ältere Leute, Männer und Frauen in der Ehe nicht ausgenommen, und selbst noch Omas und Opas.

Das Angucken von ‘Porno’-Stoff führt sehr leicht zur Abhängigkeit davon, ohne das es schwer zu leben ist. Ein Porno-Beglotzer nimmt in seinem Mensch-Sein immer mehr ab: er wird immer weniger ... Mensch. Satan richtet die Menschenwürde ‘ratenmäßig’ – aber systematisch zugrunde, indem er seine destruktive Tätigkeit zugleich mit vergiftetem, gut versüßtem Geschmack anzuziehen versteht. Es ist beständig dieselbe Verführungs-‘Methode’, die Satan schon im Paradies bei den Ureltern angewandt hat.

Jedes Blättern von ‘Porno’-Bildern und Erotik endet fast in der Regel mit aufgepeitschter Erregung, die beinahe unausbleiblich zur Masturbation führt, begleitet mit tiefer Demütigung des Menschen in eigenem Selbst-Bewusstsein und Selbst-Befinden.

Voraussetzungen für die Lossprechung von der Sünde ‘Porno’-Anschauen sind genau dieselben, wie bei jeder anderen schweren Sünde. Der Pönitent muss in seinem Herzen den Vorsatz eines entschlossenen ‘NEIN’ ab diesem Moment an – angesichts jeder Erotik und jedes Porno erarbeiten. Die Heilige Beichte ist nicht integral-vollständig, und bleibt vielleicht deswegen ungültig, solange die betreffende Person im eigenen Inneren die Haltung und den Willen nicht erarbeitet eines nicht nur hergesagten, sondern in die Tat umgeschmiedeten: „Ich klicke NIEMALS mehr eine Ikone an, hinter der Porno bzw. Erotik dahintersteckt”, falls meine Sündenfälle in diesem Bereich mit dem Internet-Zugang zu solcher Art Inhalt zusammenhängen sollte. Die Erarbeitung in sich solcher Haltung wird zur Notwendigkeit. Sollte sich auch die Versuchung nach wiederholtem, neuerlichem Anblicken immer mehr raffinierter Sex-Entartungen noch so unwiderstehlich aufdrängen.

Gegen die Wahrheit des Seins und die Würde des Geheimnisses des Lebens und der Liebe, werden solche Inhalte und unvorstellbare ethische Entartungen auf betreffenden Internetseiten u.dgl. als völlig normale und selbstverständliche Ausdrucksweisen einer ‘Liebe’ dargestellt. Den Anschauenden wird eingeprägt, ihnen gegenüber hätte ‘Gott’ und die ‘Kirche’ absolut nichts zu sagen.
– Solange jemand die oben erwähnte Haltung in sich nicht erarbeitet, kann er nicht sagen, er hebe sich von der Sünde aufrichtig ab, d.h. er würde ehrlich um die Lossprechung bitten. Jede Unentschiedenheit bei der Erarbeitung eines unentbehrlichen Vorsatzes der Besserung bleibt Spieltreiben mit der Gültigkeit des Herantretens zum Sakrament der Versöhnung, d.h. zum Preis des Erlösungsblutes Christi.

Niemand auch von Männern, und wechselweise keine Ehefrau – kann sich auf ‘geschlechtliche Frigidität’, noch auf Schwierigkeiten berufen, was die Potenz angeht – als Argument, sie müssten sich zuerst mit ‘Porno’-Bildern entsprechend sättigen, um in gewissen Erregungszustand zu geraten, dass sie die Chance gewinnen, die eheliche Intimität irgendwie erleben imstande zu werden.
– Zur Sünde gegen das VI., bzw. das IX.Gebot (Sünden des Begehrens, die zuerst im Herzen begangen werden) würde sich dann die typische Sünde dazugesellen der niedergetretenen gelobenen Nächstenliebe diesem anderen in der Ehe gegenüber. Einer, der sich mit Hilfe von ‘Pornobildern’ sättigt, schaut dann diesen anderen in der Ehe völlig ehrenlos an: nur noch als (zufällig) lebendiges Porno-Objekt, um damit auf mehr intrigierende Art und Weise seine Masturbation zu erreichen. Dies wäre offenbar eine Tatsächlichkeit, die sich dem Vorhaben der Liebe Gottes total widersetzte: der gegenseitigen personalen Hingabe dieser beiden als ihres „zwei-zu-Einem-Fleisch”, das sich auf dem Weg ihrer ehelichen Kommunion zu zweit, samt ihren Kindern als ihre gemeinsame Wanderung zum „Haus des Vaters” legt.

Sollte jemand zum Schluss gekommen sein, er ist auf zwar ‘Porno-’ oder ‘Erotikbilder’ gekommen, doch das Kennenlernen des gerade dort enthaltenen Inhalts o.dgl. könne sich als nützlich erweisen zur allgemeinen Ausbildung, bzw. um eine mehr verantwortungsvolle Stimme falls Diskussion erheben imstande zu sein, sollte er das weitere Blättern des angetroffenen Textes bzw. der Bilder zuerst ruhig ablegen. Erst nachher, nachdem er seinen Leib und Geist völlig zur Beruhigung gebracht hat, und umso mehr seine Absicht reinigte, kann er auf die betreffenden Inhalte noch einmal zurückgreifen – dieses Mal nicht mehr um der Begehrlichkeit willen, sondern zur Ausweitung seines allgemeinen Wissens, nachdem er sich im Gebet z.B. an die Unbefleckte Gottesmutter Maria gewandt hat, wie auch an den hl. Erzengel Michael, mit Bitte um Hilfe bei Bewahrung einer lauteren Absicht und um in Treue zum Gebot Gottes zu verharren. Das erlaubt ihm die ganze Frage auf vertiefte Art und Weise zu studieren – dieses Mal mit gereinigter Absicht und unterhaltener Entscheidung, in Treue zu Gottes Erwartungen zu verbleiben.


ANMERKUNG. Wir ermutigen, die Problematik im Zusammenhang mit ‘Porno’ tiefer zu studieren, u.a. mit Hilfe des wertvollen Hirtenbriefes von Bisch. Robert William Finn, des Ordinars der Diözese Kansas-City, USA, mit dem Titel: „Selig die reinen Herzens sind. Über die Würde des Menschen und die Gefahren der Pornografie” (2007). Bisch. Finn hat diesen Hirtenbrief in enger Mitarbeit mit vielen Fachleuten im Bereich des Kampfes mit der Plage der Pornographie erarbeitet.
Sieh diesen ‘Hirtenbrief’ von unserer Homepage: Pornografie. Herausfordernde Frage)
Sieh außerdem von unserer Seite vom Kapitel über das „Gender” – vor allem das Fragment:
Pornografie: Verknechtung mit Such – dieses ganze längere Fragment; – und noch:
Anleitung der Kinder in ‘Gender’ – dieses ganze Fragment
.

(4.4 kB)

E. ZUSÄTZLICHES

1. Kontradiktorische Meinungen einiger Glaubens-Lehrer betreffs ethischer intimer Verhaltensweisen


Die oben dargestellten Bemerkungen hinsichtlich der sündhaften Aktivierung der Gabe Gottes der Intimität löst bei einem Teil der P.T. Leser eine Welle heftiger Entrüstung, Widerspruch und Anklagen aus.

Zur Erklärung und Verständnis der Gewaltsamkeit solcher Reaktionen gehört es sich sofort eine allgemeine Anmerkung darzustellen:
– Die Leser begegnen verhältnismäßig leicht Meinungen zum Thema der ‘Intimität’, die im völligen Widerspruch zum Inhalt stehen, wie sie auf unserer Internet-Seite gezeigt werden. Man kann das ohne Schwierigkeit selbst im Gespräch mit manchen Geistlichen bemerken. Noch mehr, diese Bemerkung betrifft selbst manche Geistlichen dann, wenn sie ihre sakramentale Funktion erfüllen, das heißt im Beichtstuhl.

Es ist bekannt, dass der Priester im Beichtstuhl nicht sich selber darstellt, noch ist er dann Vertreter einer solchen oder anderen sog. ‘theologischen Schule’, sondern er vergegenwärtigt zu dieser Stunde auf sakramentale Art und Weise den Gott-Menschen, Jesus Christus. Daselbst steht ihm dann kein Recht zu, irgendwelche private Meinungen zu verkünden, sondern er soll dann allein die authentische und autoritative Lehre der Kirche übermitteln – immer ‘mit’ Petrus und ‘unter’ Petrus.
(VSp 116; sieh dazu genauer – die verbindlichen Äußerungen Johannes Paul II., von unserer Homepage: Integralität des Beicht-Bekenntnisses – das Gesamte dieses §, und vor allem – im Anschluss an die ‘Meinungen’ eines Priesters-Beichtvaters: Nicht eigene Meinungen sondern die Lehre des Magisteriums).
Umso mehr dringend bietet sich die längere Erörterung, die genau diesem Aspekt gewidmet ist, wie schon oben angedeutet: Treue des Beichtvaters zum Apostolischen Glauben: mit Petrus und unter Petrus – ebd., zumal den ganzen § A u. B).

Unabhängig davon ist es nicht schwer einige Handbücher über die eheliche Ethik anzutreffen, die selbst mit dem ‘Imprimatur’ der Kirchlichen Autorität versehen sind, deren hoch diplomisierte Autoren, vielleicht selbst Professoren der Moral-Theologie in Diözesan-Seminarien u.dgl. sich über das Thema der geschlechtlichen Intimität keinesfalls immer in völliger Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche äußern. Was aber von der betreffenden Kirchlichen Autorität nicht einmal bemerkt werden konnte, indem sie z.B. zum betreffenden Handbuch – wegen dem Posten der Person selbst seines Autors, von vornherein das ‘Imprimatur’ verliehen wurde.

Kein Wunder, dass ein Teil der Gläubigen die Äußerungen solcher Autoren ganz gern anführt, zumal sie leicht auf betreffenden Internet-Seiten zugänglich sind, trotzdem sich diese angeführten Meinungen bisweilen entschieden von den oben dargestellten unterscheiden, u.a. im Vergleich mit den oben beschriebenen Erfordernissen einer ‘integralen (vollständigen) heiligen Beichte’, beziehungsweise sie stellen die Lehre der Kirche auf eine sehr verschwommene und zweideutige Art und Weise dar.

Solche Situation führt offensichtlich unausbleiblich zur Entstehung einer grundsätzlichen Verwirrung bei den Gläubigen, was die ethische Bewertung ihrer intimen Verhaltensweisen angeht – ob in Ehe, oder unabhängig von der Ehe. Denn dahin führen die teilweise sich widersprechenden Äußerungen selbst der Geistlichen, der Professoren, und selbst mancher Beichtväter. Trotzdem den Gläubigen das unveräußerliche „Anrecht” zusteht, aus ihrem Mund und ihren Schriften allein die authentische Lehre der Kirche zu gewinnen.
– Übrigens jeder Lehrer eines Katholischen Lehrinstituts legt den Eid ab, dass seine Vorlesungen eine getreue Abspiegelung des Inhalts und des Geistes der Offenbarung Gottes, wie auch der Lehre Jesu Christi sein werden.
– Umso mehr soll sich die Lehre sowohl jedes Bischofs, des Hirten einer Diözese, wie auch jedes Priesters, und was erst eines Priesters-Beichtvaters, mit maximaler Treue und Einheit bei der Darlegung sowohl des Dogmas, wie der ethischen Forderungen ‘mit’ Petrus und ‘unter’ Petrus, dem zeitweiligen Sichtbaren Stellvertreter Jesu Christi kennzeichnen (s. VSp 116).

In diesem Geist gehört es sich hier wenn auch nur die folgende lehramtliche Äußerung Johannes Paul II. im Anschluss an diese Frage anzuführen:

„... Deshalb lastet auf den Moraltheologen, die den Auftrag zur Unterweisung in der Lehre der Kirche annehmen, die seriöse Pflicht solcher Erziehung der Gläubigen, dass sie zur moralischen Unterscheidung fähig werden, das wahre Gute anstreben und mit Zuversicht die Hilfe in Gottes Gnade suchen.
– Indem die Übereinstimmung und Meinungsunterschiede die normale Ausdrucksform des öffentlichen Lebens im System der repräsentativen Demokratie bilden können, kann die Morallehre gewiss nicht von der Befolgung eines bestimmten Verfahrens abhängen: Ihr Inhalt wird nämlich keineswegs nach Prinzipien und Formen festgelegt, die den Entscheidungen eines demokratischen Verfahrens eigen sind.
– Die Meinungsverschiedenheit, die durch Kontestation und Polemiken in Massenmedien zum Ausdruck gebracht wird, steht im Widerspruch zur ekklesialen Kommunion und rechtmäßigen Sicht der hierarchischen Struktur des Volkes Gottes.
– Der Widerstand gegen die Lehre der Hirten kann nicht als rechtmäßiger Ausdruck der christlichen Freiheit anerkannt werden, noch der Unterschiedlichkeit der Gaben des Heiligen Geistes.
– Den Hirten obliegt also die Pflicht, darauf auf eine mit ihrer Apostolischen Sendung übereinstimmende Weise zu reagieren, das heißt, sie sollen darauf bestehen, dass das Recht der Gläubigen geehrt wird, die nicht infizierte und integrale Katholische Doktrin kennen lernen imstande zu sein:
– ‘Da er nie vergessen wird, dass auch er ein Glied des Volkes Gottes ist, muss der Theologe dieses achten und sich bemühen, ihm eine Lehre vorzutragen, die in keiner Weise der Glaubenslehre Schaden zufügt’ [Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion über die kirchliche Berufung des Theologen ‘Donum veritatis’, 1: 24.Mai 1990](VSp 113).

2. Meinungen des P. Knotz zum Thema einiger ‘sexueller’ Praktiken

In Polen – und weit außerhalb von Polen verbreiten sich ab mehreren Jahren verwundernde Meinungen mit Bezug auf ‘sexuelle’ Praktiken (‘Sex, sexuell, Sexualismus’, usw. – überaus häufig angewandte Bezeichungen und Ausdrücke bei P. Knotz) der Eheleute, deren Promoter der Kapuzinerpater, Ksawery Knotz wurde. Sie werden von ihm verbreitet über immer weitere seine Bücherveröffentlichungen, Zeitschriften und die von ihm geführte Internet-Seite. Ernste Fragezeichen weckt allein schon der weitangelegte Widerhall seiner Ansichten und ihre brennenden Anempfehlungen in Massenmedien der öffentlichen Vermittlung (TV, Radio, offizielle Portale der öffentlichen Servers, Interviews. Auf denselben Werbungsleim lassen sich selbst einige Kirchliche Internet-Seiten fangen, deren Verfasser nicht immer über eine gehörige Erkenntnis der betreffenden ethischen Meinungen verfügen, wie sie von P. Knotz repräsentiert werden).

Angesichts der gründlichen Entstellung der Lehre der Kirche im erörterten Bereich hat der Autor der hiesigen Internet-Seite (P. Pawel Leks, SCJ: Polen) die Aufgabe auf sich genommen, die Aufmerksamkeit der Personen, die ihre Verantwortung für das geistige Antlitz des Volks Gottes des Vaterlands tragen, auf die zustandegebrachte Situation zu lenken. Mehrere der Ansichten von P.Knotz bedeuten ihrem Wesen nach, das Volk Gottes in programmierten Weggang von Gott anzuleiten, indem die deutliche Lehre des Magisteriums ignoriert wird, und daselbst ein Strich gezogen wird über das VI.Gebot Gottes, samt seinem geistigen Zusammenhang, den Jesus Christus in seiner charakteristischen Aussage bei der Bergpredigt hervorgehoben hat – mit Bezug auf „lüsternes Anschauen einer Frau” (s. das: „Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau begehrlich anblickt, hat in seinem Herzen schon die Ehe mit ihr gebrochen” – Mt 5,28).

In dieser Lage drängen sich unwiderstehlich die entsetzenden Worte des Barmherzigen Jesus hinsichtlich dieser, die „Ärgernis” bei Kindern bereiten, das heißt die die Abtrünnigkeit und Apostasie vom Gott der Wahrheit einprägen:

„Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zur Sünde verführt,
für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt
und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
– Wehe wegen der Verführungen! Es müssen ja Verführungen kommen,
doch wehe dem Menschen, der die Verführung verschuldet ...” (Mt 18,6f.).
(s. zum Thema der Versuchung zur Apostasie von Jahwéh – Worte des Alten Testaments u.a. in einem ganzen Kapitel des Deuteronomiumbuches: Dtn 13).
Sieh auch noch einmal: Anleitung der Kinder und Jugendlichen in das ‘Gender’ – dieses ganze Fragment. Es ist Bruchteil des Kapitels von unserer Seite über das ‘Gender’)
.

Frühling 2009 veröffentlichte P.Knotz eines seiner weiteren Bücher. Es ist dieses Mal ein eigenartiges Handbuch der ‘Sex-Gestaltung’, zugedacht für Eheleute (es wird aber nicht nur von Eheleuten gelesen, sondern ... höchst gierig und aufmerksam von vielen Jugendlichen, die alles an ihre Lage anpassen: außer dem eindeutigen Gebot Gottes ...!). Dieses Buch stellt eine Präsentation dar der typischen Anschauungen von P.Knotz. Es hat weitangelegten Widerhall in der Gesellschaft des Volks Gottes in Polen gefunden – wie auch in immer anderen Ländern außerhalb von Polen, wo nach ihren Übersetzungen gesucht wird.
– Hier der vollständige Titel dieses Buches:

O. Ksawery KNOTZ
„Seks jakiego nie znacie. Dla małżonków kochających Boga”
Imprimatur: Bp Jan Wątroba
Wydawnictwo: Święty Paweł, Częstochowa 2009.

in deutsch:

P. Ksawery KNOTZ
„Sex den ihr nicht kennt. Für Eheleute die Gott lieben”
Imprimatur: Bisch. Jan Wątroba
Verlag: Święty Paweł (= Heiliger Paulus), Częstochowa 2009.

Indem dieses Buch noch vor seiner Veröffentlichung schon weit und breit bewerbt und von weltlichen, nicht selten gegen-kirchlichen Medien und dem Fernsehen, Radio usw. heiß anempfohlen wurde, entstand von vornherein eine Verdächtigung hinsichtlich der Authentizität der Lehre der Kirche Jesu Christi in der Belehrung, die in jenem Buch dargestellt werden sollte.
– Gleich nachdem das erwähnte Buch auf den Regalen der Buchläden erschien, hat der Autor der hiesigen Homepage die Mühe auf sich genommen, zu diesem Buch eine ziemlich ausführliche ‘Privat’-Rezension zu verfassen (niemand hat ihm solche Aufgabe aufgetragen; allerdings der dargestellten Problematik begegnet der hier schreibende Autor beinahe für den Alltag: im Beichtstuhl, und in reichlicher, in der Regel schwieriger Emails-Korrespondenz).

Sollte jemand an vertieftem Studium der Vorschläge von P. Knotz interessiert sein, ermutigen wir, dass er gebetsmäßig die gerade erst erwähnte ‘Privat-Rezension’ durchblättert. Sie trägt vielleicht bei, dass ein besser begründeter Anblick hinsichtlich des hier erörterten Inhaltes erarbeitet werden kann. Es handelt sich um die Rückkehr mit Leib und Seele zur echten, authentischen Lehre der Kirche in Frage der ehelich-bräutlichen Intimität. Der Zugang zur erwähnten Rezension steht in Handweite da – von unserer Internet-Seite aus (sie ist ziemlich ausführlich: im Format A-5 beträgt sie etwa 50 Seiten. Leider ... nur polnisch !):

(0.6 kB)ks. Pawel Leks, SCJ:
(0.6 kB)Private Rezension des Buches:
(0.6 kB)P.Ksawery Knotz, OFMCap., Seks jakiego nie znacie ...
(0.6 kB)[Sex, den ihr nicht kennt ...]
.

Die Schreibarbeit über die Ethik der intimen Beziehungen (in Ehe, aber auch unabhängig von der Ehe) hat den Autor der hiesigen Homepage (ks. PL) genötigt, auf so mancher Stelle dieser Homepage eine eindeutige Haltung bei insbesonderen Aspekten jener Beziehungen anzunehmen – gegenüber den Ansichten von P. Knotz, falls sie sich der Lehre der Kirche widersetzten. So ist es sowohl im hiesigen langen Artikel des hier schreibenden Autors (ks. PL) über die „Heilige Beichte der Eheleute und Brautpaare ...”, wie auch an so manchen anderen Stellen unserer Homepage.

Die erörterte ethische Problematik hat den hier schreibenden Autor genötigt, dass er eine weit angelegene Korrespondenz mit mehreren offiziellen Vertretern der Kirche in Polen entwickeln musste. Diese Fragen stehen weiter im Lauf (es geht um die Bitte, dass das irgendwie hinterlistig erreichte ‘Imprimatur’ im Bischofsamt der Diözese Czestochowa für das erwähnte Buch von P. Knotz: „Sex, den ihr nicht kennt ...” zurückgezogen werde).
– Ungeachtet einiger, in der Päpstlichen Lehre verworfenen Angebote von P.Knotz (u.a. in Frage der sog. ‘Pastoralen Lösungen’), wie auch in Irrtum führenden einigen seinen Äußerungen z.B: in Frage der ‘Absicherung’ mit gegen-elterlichen Mitteln, kann das von P. Knotz empfohlene Betreiben des ‘Oral-Sexus’ unmöglich angenommen werden. Diese Praxis steht jedes Mal in totalem Widerspruch mit der inneren Friedensordnung der gelebten geschlechtlichen Intimität und der authentischen Lehre des Magisteriums der Kirche. Es genügte nur die Worte der Enzyklika Paul VI. anzuführen:

„Indem die Kirche die Menschen zur Beobachtung des von ihr
in beständiger Lehre ausgelegten natürlichen Sittengesetzes anhält,
lehrt sie nun, dass
jeder eheliche Akt’ von sich aus
auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben muss” (HV 11).

Daraus ergibt es sich, dass das Erleben der geschlechtlichen Vereinigung ausschließlich in der Scheide unternommen werden kann, niemals aber im Mund.

Nur in der Scheide kann die von Gott geschaffene und allein den Eheleuten geschenkte sowohl Struktur, wie auch die Dynamik des Aktes der Vereinigung, wie sich Johannes Paul II. äußern würde, völlig zum Ausdruck kommen. Die Unternehmung des ‘Sexus im Mund’ ist Zeugnis einer zutiefsten Entartung beim Betreiben des Sexus-um-den-Sexus-willen. Er hat nichts mit Unternehmung der von Gott beabsichtigten, von Ihm den Ehegatten geschenkten Möglichkeit zu tun, die personale Vereinigung von Ehemann und Ehefrau vollzubringen. Das Vollbringen der Vereinigung dieser Art ist ausschließlich bei der vollständigen, friedsam und sakramental erlebten Vereinigung der beiden Eheleute in der Scheide möglich.

Im letzten Kapitel des VII.Teiles unserer Homepage („Jugendlichkeit angesichts der Ehe: des Sakramentes der Ehe”), wo die gerade erörterte Frage des ‘Oral-Sexus’ noch einmal aufgegriffen werden musste, haben wir ein Fragment der Antwort von Seiner Exzellenz angeführt, dem Erzbisch. Jozef Michalik, dem damaligen Vorsitzenden der Bischofskonferenz Polens. Er hat nämlich den Brief des hier schreibenden im Zusammenhang mit Anschauungen von P.Knotz – zur meritorischen Bewertung einem Theologen-Moralisten übermittelt. Hier seine Beurteilung, die in der Rückantwort Seiner Exzellenz, des Erzbisch. Michalik, enthalten war. Wir kopieren hier dieses Fragment wegen seiner eindeutigen Aussagekraft noch einmal:

„... Indem es dagegen um das Buch von P.Knotz geht: ‘Sex, den ihr nicht kennt’, scheint die Sache ganz einfach und selbstverständlich zu sein.
– P.Knotz stellt eine eigene, mit der Lehre der Kirche nicht übereinstimmende Meinung mit Bezug auf die Frage des sog. Oral-Sexus dar. Er verwahrt sich zwar, dass es ihm einzig um das sog. Einführungs-Spiel geht, das nachher zur vollen Vereinigung der Ehegatten führen soll, allerdings er irrt sowieso, weil:
– erstens, das vom technischen Gesichtspunkt aus praktisch unerfüllbar ist, es kommt nämlich beim Mann zum Orgasmus des Öfteren früher, als der geplante Verkehr,
– und zweitens, wie Sie, Herr Pater Professor, richtig bemerken, der Oral-Sex, unabhängig von der Absicht derjenigen Personen, die ihn anwenden, widerspricht der Lehre des Magisteriums der Kirche und dem Gesetz Gottes! Er stellt eine Entartung dar!

Das Imprimatur, das für diese Buch-Position erlangt worden ist, scheint ein fataler Fehler zu sein, für den die Leser um Entschuldigung gebeten werden sollen. Den P.Knotz können wir aber nur bitten, er möge sich einer anderen Beschäftigung annehmen, einer mehr nützlichen Aufgabe, an der er sich tatsächlich gut auskennt!
– Es ist Sache seiner Ordensautoritäten, die entsprechende Schritte unternehmen können und es sollen, auch zum geistigen Wohl von P. Knotz. Ich glaube, dass es dabei kein Problem mit dem Gehorsam sein sollte, den er dem Herrgott und den Oberen geloben hat! ...” .
(Fragment des genannten Briefes mit dem Datum: 11.X.2011.
Sieh auch dieses Fragment in seinem Kontext unt.: VII.Teil, 3.Kapitel, § G-6: „ANMERKUNG: Von der Korrespondenz des Erzbisch. Michalik an ks. PL betreffs P.Knotz)
.

3. Zuständigkeit der Theologen-Moralisten aufgrund Äußerungen Johannes Paul II.

Im Anschluss an die Meinungsverschiedenheiten bei moralischen Bewertungen, die zur schmerzhaften Verwirrung führt und viele Gläubigen und P.T. Leser einer Unsicherheit im Gewissen anheimgibt (s. dazu u.a.: HV 28; FC 34), möchte der hier schreibende Autor (ks. PL) zu Erinnerung bringen, dass im Gewissen verbindlich nicht irgendwelche Meinungen dieser oder jener ‘theologischen Schule’ sind (auf diese beruft sich u.a. P.Knotz), sondern die Aussagen des offiziellen Magisteriums der Kirche.

Hier ein paar maßgebende Fragmente von der Lehre Johannes Paul II über die Verpflichtungen, die auf Theologen lasten. Jeder Theologe, der die Theologiewissenschaft auslegt, ist mit dem ‘Bekenntnis des Glaubens’  gebunden, das er bevor er das Amt an der Katholischen Hochschule antritt, ablegen muss. Daselbst soll er nicht seine eigenen Meinungen auslegen, sondern die reine Apostolische Lehre im Bereich des Glaubens und der Sitten.
– Hier einige diesbezügliche lehramtliche Aussagen des hl. Johannes Paul II.:

„Für die Identitätsbestimmung der Theologie... ist es wesentlich, ihre tiefes Band mit der Kirche,
mit ihrem Geheimnis, ihrem Leben und ihrer Sendung anzuerkennen ...” (VSp 109).

„Nicht nur der Bereich der Glaubens-Wahrheiten, sondern auch der untrennbar mit ihm verbundene Bereich der Moral ist Objekt, worin das Magisterium der Kirche eingreift, dessen Aufgabe es ist ‘zu entscheiden, durch normative Urteile, die das Gewissen der Gläubigen binden, welche Handlungen ihrer Natur nach mit den Forderungen des Glaubens übereinstimmen und dazu beitragen, ihn ins Leben umzusetzen, und welche ihnen widersprechen, weil sie ihrem Wesen nach schlecht sind ...” (VSp 110).

„Die Moraltheologen sollen die Doktrin der Kirche darlegen und so ihren Dienst erfüllen, dass sie das Beispiel einer loyalen – inneren und äußeren – Annahme der Lehre des Magisteriums – sowohl auf dem Gebiet des Dogmas, wie auf dem der Moral, geben ...” (VSp 110).

„Die Tatsache, dass sich manche Gläubige in ihrer Verhaltensweise an die Lehren des Magisteriums nicht fügen oder falsch ansehen, manche ihre Betätigungen wären moralisch korrekt, die ihre Hirten als dem Gottes Gesetz widersprechend erklärt haben, kann keine Begründung bilden, dass die Wahrheit der moralischen Normen, die von der Kirche gelehrt werden, zurückgewiesen werden kann.
– Die Formulierung der moralischen Prinzipien fällt nicht in die Zuständigkeit der Methoden, die den insbesonderen Wissenschaften eigen sind. Ohne den Wert dieser Methoden zu verneinen, aber auch ohne die eigene Perspektive auf sie zu beschränken, erörtert die Moraltheologie – in Treue zum übernatürlichen Sinn des Glaubens – vor allem das geistige Ausmaß des menschlichen Herzens und seine Berufung zur Göttlichen Liebe ...” (VSp 112).

„Indem die Übereinstimmung und Meinungsunterschiede die normale Ausdrucksform des öffentlichen Lebens im System der repräsentativen Demokratie bilden können, kann die Morallehre gewiss nicht von der Befolgung eines bestimmten Verfahrens abhängen: Ihr Inhalt wird nämlich keineswegs nach Prinzipien und Formen festgelegt, die den Entscheidungen eines demokratischen Verfahrens eigen sind.
– Die Meinungsverschiedenheit, die durch Kontestation und Polemiken in Massenmedien zum Ausdruck gebracht wird, steht im Widerspruch zur ekklesialen Kommunion und rechtmäßigen Sicht der hierarchischen Struktur des Volkes Gottes. Der Widerstand gegen die Lehre der Hirten kann nicht als rechtmäßiger Ausdruck der christlichen Freiheit anerkannt werden, noch der Unterschiedlichkeit der Gaben des Heiligen Geistes. ...” (VSp 113).

„... In diesem Werk benützen wir alle die Hilfe der Theologen; die theologischen Meinungen bilden jedoch weder die Regel noch die Norm für unsere Lehre. Quelle ihrer Autorität [des Magisteriums der Kirche], kommt – mit dem Beistand des Heiligen Geistes und eingewurzelt in der Kommunion [= Einheit-Gemeinschaft] ‘cum Petro et sub Petro’ [= mit Petrus und unter Petrus], von unserer Treue zu dem Katholischen Glauben, den wir von den Aposteln empfangen haben.
– Auf uns, als Bischöfen, lastet die schwerwiegende Pflicht, persönlich darüber zu wachen, dass in unseren Diözesen die ‘gesunde Lehre’ (1 Tim 1,10) des Glaubens und der Moral gelehrt wird ...” (VSp 116)..

„... Dabei können die Theologen und anderen Fachleute, die mit Familienproblemen vertraut sind, große Hilfe leisten [in diesem Dialog zwischen Seelsorgern und Familien] indem sie den Inhalt des Magisteriums der Kirche und den Inhalt der sich aus der Erfahrung des Familienlebens ergibt genau erklären. ...
– Doch ist es gut, daran zu erinnern, dass die Festlegung der näheren und verpflichtenden Norm in der Glaubenslehre – auch für die Probleme der Familie – in die Zuständigkeit des hierarchischen Lehramtes gehört. Freie von Unklarheiten Beziehungen zwischen Theologen, Fachleuten in Familienfragen und Lehramt tragen in beträchtlichem Grad bei zum korrekten Verständnis des Glaubens und zur Entfaltung – in deren Grenzen – eines berechtigten Pluralismus” (FC 73).

4. Kriterien zur Einschätzung einer Tat als „gut”

Es taucht die einigermaßen schwierige Frage hervor, die aber wesentlich mit der erörterten Thematik zusammenhängt. Es geht um Kriterien, die es erlauben, eine Tat als moralisch korrekt und gut zu anerkennen. In seiner Enzyklika „Veritatis Splendor” stellt Johannes Paul II. maßgebend und eindeutig drei solche Kriterien dar. Sie lassen eine Tat als ethisch ‘gut’, bzw. ‘schlecht’ zu qualifizieren. Hier die wesentliche Äußerung des Papstes:

„... Der Grund, warum die gute Absicht nicht genügt, sondern es auch der ordnungsgemäßen Wahl der Taten bedarf, ist die Tatsache, dass die menschliche Handlung von ihrem Gegenstand abhängt, das heißt davon, ob er auf Gott, auf Den, der ‘allein der Gute ist’ hingeordnet werden kann und ob er die Person so zur Vollkommenheit führt.
– Eine Handlung ist gut, wenn ihr Gegenstand (das Objekt) dem Gut der Person entspricht – dadurch, dass sie die Güter berücksichtigt, die für sie vom moralischen Blickpunkt aus wesentlich sind ...
– Die menschliche Handlung, die ihrem Gegenstand nach gut ist, ist auch dem letztlichen Ziel untergeordnet.
– Dieselbe Tat erreicht dann ihre letztliche und wesentliche Vollkommenheit, wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird ...” (VSp 78).

5. Gegenstand der Intimitätsbetätigung: Sexus oder Vereinigung?

Der hier schreibende Autor (ks. PL) geht entschieden von der Voraussetzung aus, dass Gott, der in der Stunde des zum Ausdruck gebrachten ehelichen Konsenses zwei Leute auf das Terrain ihrer Intimität hineinführt (immer nur als ihre Verwalter, nicht Besitzer), die Neuvermählten nicht mit der Möglichkeit beschenkt, von nun an ‘Sexus-um-des-Sexus-willen’ zu betreiben, sondern Er händigt ihnen die Möglichkeit ein, dass sie dank dem Akt des geschlechtlichen Verkehrs die Vereinigung ihrer beiden Personen verwirklichen können – also ihrer Personen als Ehemann und Ehefrau, die miteinander mit dem eingegangenen und von nun an fortwährend aktivierten Sakrament verbunden sind.

Es ist eine völlig entgegengesetzte Wirklichkeit als der sich blindlings kennzeichnende typische Eroberungsdrang einer Betätigung unter dem Einfluss der selbstsüchtigen Befriedigung der Begehrlichkeit. Die Begehrlichkeit ist niemals an Vereinigung-in-Liebe interessiert. Ihr Streben ist allein auf sexuellen Ausklang ihres Leibes eingeengt. Dieser aber verhüllt die Sicht der sich darunter offenbarenden Person.

Wie schon erwähnt (Nicht Sexus, sondern Personen-Vereinigung gemäß der Friedensordnung des Aktes), wenn Eheleute den Akt der Vereinigung gemäß seiner inneren Friedensordnung unternehmen (bei völliger Beachtung ihrer Struktur und Dynamik), bleibt Ziel und Gegenstand ihrer Handlungsweise – das sich tatsächlich, friedlich, möglich feinfühlig verlängerte Erleben der Vereinigung ihrer beider Personen. Voraussetzung für die Friedensordnung der Liebe, als des zu dieser Stunde aktivierten Sakraments der Ehe, ist die gegenseitige Beziehung zueinander zu dieser Stunde mit Fülle von Feinfühligkeit und Aufmerksamkeit, die um die Würde und die eigene Berufung, wie auch diese des anderen bedacht ist – zu Gutem, das für das ewige Leben zählen kann.

Daher das Erfordernis, dass die Vereinigung im Zustand der heiligmachenden Gnade unternommen wird, wie auch im Geist der „Ehrfurcht vor Christus” (Eph 5,21), d.h. dass Christus unbedingt den ersten Platz auch zu Stunden ihrer Intimität einnimmt (s. z.B. Mt 10,37-40; Lk 14,26). Erst ein solcher Akt – nicht einer blindlings funktionierenden ‘Kopulation’, sondern der tatsächlichen Vereinigung der beiden Ehegatten wird des Menschen würdig, würdig des Sakraments und des Gerufenwerdens dieser beiden zum ewigen Leben.

Falls des betriebenen ‘Sexus’, zielt die Absicht der unternommenen Handlungen nicht die Person dieser beiden ab, sondern das sexuelle Ausleben – üblich mit einer dem Leib aufgezwungenen möglich starken Erfahrung. Würde man an die alsdann unternommenen Betätigungen die gerade erst angeführten Kriterien einer ‘guten Tat’ anlegen, die so klar von Johannes Paul II. ausgepunkt wurden, zeigte es sich, dass es allein schon mit Rücksicht auf die Qualität des dann angewandten ‘Gegenstandes’ der Betätigung (einerseits des angewandten gegen-elterlichen Mittels; anderseits der angewandten Formen des ‘Sexus’, die im Widerspruch zur Gottes Friedensordnung der Liebe stehen) keine Chance gibt, dass sie dem „letztlichen Ziel untergeordnet”, noch umso mehr dass sie „auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet”  werden kann (s. ob.: VSp 78; Gegenstand der Tat).

Die ‘Absicht’ solcher zweien zielt dann ganz sicher nicht das ‘Eins’-Werden ihrer beiden Personen ab. Gerade aber das sollte die ‘Liebe’ in ihrem eigentlichen Sinn werden (Liebe = Strich durch sein ‘ich’ – mit Aufmerksamkeit konzentriert um das Wohl, dieses definitive: dieses eigene, und dieses des anderen). Wichtig wird dann das Ausleben, d.h. die Erfahrung der Masturbation:Hauptsache, dass ICH die Befriedigung erfahre”. Zusätzliche Attraktivität gesellt sich hinzu, wenn sie über den Partner ausgelöst wird, nur dass er auf aufgeengte Weise erblickt wird: als Sex-Körper. Die Person – diese eigene, wie diese des anderen, schwindet vom Horizont einer Anonymität. Wichtig wird der namen-lose ‘Körper’ der Frau-als-Weib, bzw. umgekehrt: des Mannes-als-Männchen. Beim sexuellen Sündigen zählt die Selbst-Befriedigung, eventuell die Selbst-Befriedigung zu zweit. Das perspektivische ‘Gut’ kommt nicht zur Rechnung.
– Indessen es wird keine ‘Liebe’ geben, solange nicht die sie kennzeichnende ‘zentri-fugale’ Dynamik auftaucht (Betätigung, die auf das Gute bedacht ist, das in der Perspektive des ‘Hauses des Vaters’ zählt: eine Dynamik von mir aus zu ‘Gutem’).

Das Betreiben des ‘Sexus’ wird auf solche Art und Weise zur egoistischen Sicherung für sich selbst der Befriedigung der Begehrlichkeit: einseitig, eventuell beiderseitig, als beiderseitiger Masturbation. Solche zweien schaffen dann ein beiderseitiges Eins-in-Sünde – um den Preis eines Strichs über irgendwelche Liebe. Es gibt hier keine Spur eines von Gott den Eheleuten geschenkten Eins-in-Liebe, mit Ausrichtung auf Stärkung des bewusst entwickelten Bundes von Liebe-Leben als Sakraments der Ehe, das zu solcher Stunde immer sperrangelweit für elterliche Potentialität, und umso mehr für das ewige ... Leben offenbleiben sollte.

Hierin beruht der Grund, warum die Unternehmung nicht einer Vereinigung, sondern Betreiben von ‘Sexus’ – Sünde ist. Es ist objektiv genommen immer schwere Sünde, und falls dann nach irgendeinem gegen-elterlichen Mittel gegriffen wird – außerdem ein Verbrechen: der ‘auf Zuwachs’ bejahten Zustimmung auf Umbringen des eventuell empfangenen Kindes, sollte selbst die Empfängnis in diesem Zyklus letztlich nicht erfolgt sein.

Das Betreiben von ‘Sexus’ bedeutet also jedesmalig Niedertretung zu Tode des feierlich Gott abgelegten Gelöbnisses der ehelichen Liebe. Wesen der Liebe sollte es sein, eine solche beiderseitige Gabe-Person zu werden, die in Weiterführung des empfangenen Sakraments – mit Segen zum ewigen Leben führen würde. Dieses Leben sollte Wanderung zu zweit sein, eventuell im Maß wie sich die Ehe in Familie umgestaltetet, samt den Kindern – auf dem Weg zum Himmel: im Hinblick auf den dort auf jeden der Erlösten wartenden Erlöser – zusammen mit seiner Mutter Maria.

Die Gestaltung der Intimität als ‘Sexus’ steuert leider in genau entgegengesetzter Richtung: zum NICHT-Werden eines Eins-in-Liebe. Bei diesen zweien erfolgt einzig und allein eine Verkümmerung in der dem Menschen geschenkten Personen-Würde: als Gottes Kindes und Gottes Ebenbildes. Die Dynamik des ‘Sexus’ strebt blindlings die Eroberung-zum-Eigentum der ‘Körperlichkeit’ an: nicht mehr als Offenbarung der lebendigen Person, deren ‘Botschafter’ der Leib in seiner Männlichkeit oder Fraulichkeit ist, sondern als Sache-Ding zu seinem unwürdigen Gebrauch. Finales Ziel solchen Lebens kann nicht das „Haus des Vaters” werden, sondern ein ... bewusst gewählter Weggang von diesem „Haus des Vaters”. Bis zum ... – Gott bewahre: Gelangen in ewige Verdammung. Nicht aus Gottes Wahl, sondern des Menschen, manchmal dieser beiden.

Konnte Jesus noch mehr eindeutig zum Ausdruck bringen, als Er das in seiner liebenden, mit Liebe einer Besorgtheit vibrierenden Verwarnung getan hat:

„Denn was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert?
Oder was kann ein Mensch als Lösegeld geben für sein Leben?
Denn der Menschen-Sohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen.
Dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten ...” (Mt 16,26f.).

6. Kriterium des Gegenstandes der Tat – und der Oral-Sex, der Tief-Kuss

Unmöglich, dass die Praxis des ‘Oral-Sexus’ nicht total der Struktur und Dynamik des Aktes einer Intim-Vereinigung der Ehegatten widersprechen sollte – so wie er vom Schöpfer und Erlöser der Ehe: des Sakraments der Ehe, erschaffen und den Ehegatten voller Liebe eingehändigt wurde.

Wir haben das schon oben sehen können (sieh genauer: Jeder Akt muss fürs Leben aufgeschlossen sein). Beim Betreiben des ‘Oral-Sexus’ ist Ziel der unternommenen Betätigung nicht die Vereinigung, die für das Leben offen sein sollte, noch besteht die Möglichkeit, dass sie es dort, im Mund, für das Leben aufgeschlossen werden kann. Es geht hier – im Mund – einzig darum, auf raffinierte Art und Weise das Erlebnis der Lust zu erwirken. Selbstverständlich mit totalem Strich über die Dynamik des Aktes, die ihn für die elterliche Potentialität aufschließen sollte. Diese kann doch einzig in der Scheide vollbracht werden.

Daher qualifiziert sich der ‘Oral-Sexus’ jedes Mal als ausnahmsweise total entartete Form des ‘Sexus-um-des-Sexus-willen-Betreibens’. Somit kann diese Form auf keine Art und Weise dem „letztlichen Ziel untergeordnet” werden, noch umso mehr vom „Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe” hingerichtet werden (vgl. VSp 78). Gerade aber erst solche Merkmale könnten die Chance schaffen, dass eine Tat als moralisch ‘gut’ anerkannt werden könnte (sieh auch genauer: VII.Teil, 3.Kapitel, § G: „Noch einmal: der Oral-Sex”).

(6.6 kB)


Die auf unserer Homepage und der hiesigen Erwägung dargestellten Gedanken über den ‘Tief-Kuss’ (s. unten: Küsse) lösen bei manchen Lesern eine gewaltige Entrüstung aus. Indessen man kann unmöglich nicht anerkennen, dass der sog. ‘Tief-Kuss’ wahrlich überhaupt nichts mit irgendwelchem „Küssen”, und umso mehr mit ‘Liebe’ zu tun hat. Ein ‘Kuss’ stellt seiner Definition, wie auch seiner Bestimmung nach eine total andere Realität dar.

Gemäß den Kriterien, die Johannes Paul II. zur Qualifizierung einer Tat als ‘gut’ dargestellt hat (s. ob.:  Gute Tat infolge ihres Gegenstandes) müsste zuallererst die grundlegende Frage gestellt werden, und zwar:

Wie könnte gerade solche Tat: nicht mehr eines Küssens, sondern im Mund mechanisch unternommener Bewegungen mit der Zunge, die nicht selten deutlich die Erregung herauslösen möchten,
in „Ehrfurcht vor Christus(Eph 5,21) unternommen werden?

Und weiter: Wie sollte sich der Tiefkuss vor Gott an der Tatsache freuen, dass diese Handlungsweise (= diese Tat), deren „Gegenstand dem Gut der Person entspricht – dadurch, dass sie die Güter berücksichtigt, die für sie vom moralischen Blickpunkt aus wesentlich sind”, und daselbst dem „letztlichen Ziel untergeordnet” sind, wie auch

dass diese Tat ihre „letztliche und wesentliche Vollkommenheit erreicht”,
wenn sie vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet wird” (VSp 78),

– wenn hier alle Komponenten dieser Handlungsweise-Tat geradeaus gegen die vom Johannes Paul II. aufgezählten Kriterien einer guten Tat infolge seines ‘Gegenstandes’ sprechen?

Um die Frage abzuschließen, müsste man sich an die Gruppe der Verehrten Leser – dieser ‘Entrüsteten’ mit der Bitte wenden, dass sie an die Lektüre der hiesigen Erwägungen niemals im Affekt antreten. Zuerst gehört es sich in diesem Bereich um die innere Beruhigung und den Frieden des Herzens zu sorgen, um erst nachher an die Lektüre im Gebetsklima anzutreten. Dann kommt das Bewusstsein leichter zum Herzen und dem Gemüt, dass die Ehe ... heiliges Sakrament, das heiligt, darstellt. Wie jedes andere Sakrament, das zuengst vom Kreuz her und dem Blut der Erlösung Jesu Christi hervorwächst. Diese Erlösung, die um einen so unvorstellbaren Preis: des Blutes des Gottes Sohnes und Menschen-Sohnes Jesus Christus vollbracht wurde, wird auch den Eheleuten angeboten.

Kein Wunder, dass die Erlösung dazu verpflichtet, dass Mann und Frau die Gaben des Sakraments, das mit dem Kreuz gekennzeichnet ist, sich gegenseitig, ihren Kindern, der Kirche und der ganzen Welt – reichlich ausspenden. Unter anderen auch in der Stunde ihrer gelebten Intimität.

Unabhängig davon, im Klima einer inneren Beruhigung kann es leichter werden, dass man bei der Lektüre dieser Erwägungen doch aufmerksam wird, dass hier und da eine ein wenig unterschiedliche ethische Bewertungsweise der dargestellten Betätigungen und Handlungsweisen erscheint. Das betrifft auch die heikle Frage der ‘Küsse’. Und zwar hier und da erscheint z.B. ein Zeitwort: ‘es ziemt sich, es sollte ...’ u.dgl. Es bedeutet daselbst, dass hier eine unterschiedliche Bewertung dargestellt wird, als die andernfalls entschiedene Qualifikation einer Handlungsweise, die dieses Mal offenbar im Widerspruch zum Gebot Gottes und der inneren Friedensordnung des Vereinigungsaktes steht.

Das Erleben der gegenseitigen ehelichen Intimität soll in der Tat jedes Mal im Zustand der heiligmachenden Gnade unternommen werden. Die Ehe bedeutet wahrhaft in keinem Fall die Haltung eines ‘Sex-über-alles’. Sie stellt den Weg zu zweit dar ihrer Wanderung zum „Haus des Vaters”, samt der immerwährend erfolgenden gegenseitigen Übermittlung des Schatzes der blutig vollbrachten Erlösung-von-Sünden.

Dabei gehört es sich auch noch zum Bewusstsein zu bringen, dass die im hiesigen Artikel angesammelten Bemerkungen einzig eine Zusammenfassung in ‘Punkten’ der hier erörterten Fragen darstellen. Alle hier besprochenen Fragen betreffen eine weit angelegte Thematik. Die hier enthaltenen Bemerkungen stellen einzig nur eine Ansammlung von ‘Unterpunkten’ dar, die infolge der Situation, von der der Autor in der ‘geschichtlichen’ Einführung oberhalb spricht, fast erzwungen wurde. Die hier erörterten Fragen erscheinen immer wieder auf den nächstfolgenden Spalten unserer Homepage als Homepage, die es schwer ist, mit einem Blickpunkt zu umfangen.
– Wer nach vertiefter Bewertung der hier dargestellten Erwägungen sucht, wird herzlich zur systematischen Lektüre der Gesamtheit der hiesigen Internet-Seite eingeladen. Es wäre auch gut, zu diesem Zweck zumindest von den ganz unten angezeigten wichtigsten inneren Links Gebrauch zu machen. Es sind Links zu solchen Stellen, wo die im hiesigen Artikel über die Beichthilfe erörterten Themen – mit vollständigerer Dokumentation angeboten werden.

7. „Eheleuten ist ‘alles’ erlaubt, nur dass sie zuletzt Verkehr haben ...”

Wir kommen zum weiteren Aspekt der Problematik des Intimitäts-Erlebens hin, wo es nicht schwer grundsätzliche Missverständnisse geben kann. Solche Missverständnisse werden manchmal selbst von unausreichend vorbereiteten Priestern und Beichtvätern wiederholt, trotzdem sie ... Lehrer des Glaubens sein sollen.

Und zwar es hat sich in manchen Milieus ein kritikloses Schlagwort als ‘Moral-Prinzip’ eingebürgert, dass es Ehegatten alle Liebkosungen und Sexpraktiken nach aller ihrer ausgedichteten Fantasie zu unternehmen erlaubt ist, nur dass es am Ende die volle, normale geschlechtliche Vereinigung gibt.
– Indessen selbst schon die oben angeführten Fragmente des Magisteriums der Kirche heißen dieses ‘Schlagwort’ stark durchzusieben, u.a. mit Bezug auf das oben erwähnte Kriterium des Gegenstandes der guten oder schlechten Taten.

Der hier schreibende Autor (ks. PL) tut alles mögliche, um in keiner Einzelheit der hier überwiesenen Inhalte von der Lehre des Glaubens und der sittlichen Handelsweise „cum Petro et sub Petro: mit Petrus und unter Petrus(VSp 116) abzuweichen.
– Es erscheinen aber immer wieder Stimmen mancher P.T. entrüsteten Leser, die ihm vorwerfen, dass indem er sich einigen Autoren, Moralisten widersetzt, deren Schriften mit kirchlicher Gutheißung in Form des ‘Imprimatur’ versorgt sind, widersetzt sich gerade er (ks. PL), nicht aber die erwähnten Autoren einer ‘verwässerten Moral-Theologie’ – der moralischen Lehre des „Petrus”.

Es wurde schon oben auf die vorkommende Tatsache aufmerksam gemacht, dass ein ‘Imprimatur’ vom Bischofsamt manchmal allzu voreilig erteilt werden kann, ohne ein vertieftes Studium der betreffenden Schrift unternommen zu haben. Es kommt auch vor, dass das ‘Imprimatur’ leider einigermaßen hinterlistig erworben werden kann. Wonach, wenn solche Tatsache letztlich zum Bewusstsein der Verantwortlichen hinsichtlich der vollen Wahrheit kommt, ist es ungemein schwer sich zurückzuziehen und den tatgewordenen Fehler zu bekennen – in diesem Fall in Frage der authentischen Lehre des Glaubens und der ethischen Verhaltensweisen (sieh dazu ob.: die Äußerung des ‘Theologen-Moralisten’ betreffs des Imprimatur für das Buch von P.Knotz, s. ob.: P.Knotz: ‘Sex, den ihr nicht kennt ...’: Kurze Bewertung des Oral-Sexus).

Es ist dabei klar: weder Gott, noch umso mehr die Kirche erzwingt jemals an irgendjemandem, dass er sich nach dem Gottes Gesetz richtet. Die Evangelisation spricht den freien Willen der menschlichen Person an (ihre Befähigung zur Selbst-Bestimmung). Das bedeutet offenbar nicht, dass die Frage, ob man sich nach den Gottes Geboten richtet oder nicht, irgendetwas wäre, das ebenso gut angenommen, wie auch ebenso gut übergegangen werden kann. Die Lehre der Kirche „cum Petro et sub Petro” freut sich der Gewissheit der Wahrheit, dass hinter ihr Jesus Christus selbst steht und dass Er sie mit sich als Wahrheit der Offenbarung besiegelt.

Das von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, vollbrachte Werk der Erlösung ist für jede menschliche Person dringendes Angebot, dass er sich für die Vergebung der Sünden aufschließt. Diese kann „durch sein (Jesu Christi, des Sohnes Gottes) Blut” (Eph 1,7) erlangt werden. Aber auch hier gibt es keine Nötigung, die Gabe der Erlösung anzunehmen. Es bleibt immerwährend der Ruf an den freien Willen der menschlichen Person, sie möge sich für die Erlösung öffnen.

Wir möchten im Folgenden das oben angeführte, nicht selten allzu schnell verkündete moralische Schlagwort hinsichtlich dessen, was es den „Ehegatten zu tun ... erlaubt” ist, ein wenig präzisieren.
ANMERKUNG. das hiesige Fragment dieses Artikels über die ‘Heilige Beichte ...’ wurde schöpferisch mit dem mittlerweile verstorbenen Prof. ks. Jerzy Bajda, einem hochragenden Professor in Moral-Theologie an der Universität Kard. Wyszyński in Warszawa, konsultiert. – Prof. Bajda ist 12.X.2012 gestorben).


a) Entartete Formen. In der Ehe müssen von vornherein alle entarteten Formen des ‘Sex’-Betreibens ausgeschlossen werden. Es geht hier vor allem um ‘Anal-Sex’ [im After]. Sollten selbst diese zwei verschwört haben, sie würden dann zusätzlich einen normalen Verkehr ... in der Scheide, unternehmen.
– Schon ungeachtet, dass die Unternehmung der Anal-Kopulation sich total der Struktur und Dynamik des Aktes widersetzt, die der Schöpfer der Ehe zur Vereinigung ihrer Personen zum Geschenk gegeben hat, die sich in selber Zeit sperrangelweit für die elterliche Potentialität aufschließen, gibt es in diesem Fall keine Möglichkeit, diese „Tat” als solche zu bewerten, die dem „dem Gut der Person dadurch entspricht, dass sie ihrem letztlichen Ziel untergeordnet ist, und die vom Willen tatsächlich auf Gott hin durch die Liebe hingerichtet werden kann(vgl. VSp 78; Text s. ob.: „Kriterien zur Einschätzung einer Tat als gut”).

b) Oral-Sexus. Aufgrund desselben Prinzips: Strich über die Struktur und Dynamik des Aktes, muss von vornherein der Gedanke selbst an Unternehmung des ‘Oral-Sexus’ abgelehnt werden. Die Begründung wurde oben dargestellt – samt dem Link zu mehr ausführlicher Argumentation im letzten Kapitel der hiesigen Homepage (s.: „Noch einmal: Oral-Sexus”).
– Möglich zur Annahme könnte ein mit voller Feinfühligkeit und Ehrachtung unternommener Kuss werden an Geschlechtsorganen – ohne sie mit dem Mund und in den Mund hineinzubringen (genauer s.: Oral-Sexus – und noch: Küsse).

c) Tief-Kuss. Vieles wurde auch vom ‘Tief-Kuss’ gesagt, d.h. mit der Zunge im Mund. Trotzdem viele fast in Wut geraten, wenn sich ein Priester gegen diese Praxis zu äußern wagt, ist es schwer sie anders zu bewerten, als das schon genügend klar im hiesigen Artikel dargestellt wurde (genauer s.: ‘Tief-Kuss’ – und noch: Küsse).

d) Elterlich-widrige Praktiken. Es ist offensichtlich klar, dass Ehegatten, die ihr eheliches Leben als Schüler Christi vorleben möchten, auf keine irgendwelche Formen elterlich-widriger Praktiken überschlagen können.
– Es ist übrigens Frage nicht so sehr selbst des ‘Glaubens’, sondern eines ‘A-B-C’ irgendwelcher ehelicher Ehrlichkeit: es wäre jedes Mal Niedertreten der gelobenen-versprochenen ‘Liebe’.

Es gehört sich noch einmal zur Erinnerung zu bringen: es bestehen keine Mittel-Präparate-Techniken, die einzig gegen die Empfängnis ausgerichtet wären (Kontrazeption im strikten Sinn). Alle im Verkauf zugänglichen gegen-elterliche Techniken sind zugleich Abortiv-Techniken.

Die völlige Zurechnungsfähigkeit und Verantwortung für das Blut des unter solchen Umständen zu Tode gebrachten Kindes [üblich: so mancher Kinder: von Zyklus zu Zyklus] umfängt ebenfalls nur potentielle Empfängnisse, d.h.: sollte es auch im betreffenden Zyklus zu keiner Empfängnis gekommen sein. Ab der Stunde, wenn diese zwei nach einem Mittel greifen, dessen Betätigungs-Mechanismus u.a. diese Richtung anstrebt: das Umbringen des Kindes, nehmen sie auf ihr Gewissen daselbst, d.h. sie bejahen alle seine Wirkungen vom biologischen Gesichtspunkt aus, sollten es selbst nur potentielle Auswirkungen sein.

Der Tod des Empfangenen folgt gewöhnlich in etwa einer Woche nach der Empfängnis. Dies geschieht also in einer Zeit, wo selbst die Mutter außerstande ist erkennen zu können, ob und dass bei ihr eine Empfängnis zutage gekommen ist.

Diese Bemerkungen gelten nicht nur von der eingeführten Intrauterin-Spirale, noch den Hormonal-Mitteln in ihren immer anderen Abänderungen (Pflaster, Injektionen, Implante, usw.), bzw. Prostaglandinen, sondern ebenfalls – auch wenn niemand darüber spricht – vom gemeinen „Präservativ”. Die Abortiv-Wirkung des Präservativs ist zumindest seit den 80. Jahren des vergangenen Jahrhunderts wissenschaftlich bestätigt (Betätigungs-Mechanismus immer anderer Verhütungs-Mittel s. genauer: „Betätigungen ‘contra’: Was sagt die Medizin dazu? Medizinische Bewertung” – bis zum Ende dieses Kapitels).


e) Unterbrochener Verkehr. Die Unternehmung des unterbrochenen Verkehrs ist jedesmalig schwere Sünde – vor allem gegen die gelobene eheliche Liebe. Im Unterschied zur Anwendung beim Verkehr elterlich-widriger Techniken, wird beim unterbrochenen Verkehr das Empfangene Leben an sich selbstverständlich nicht beschädigt.

Die Kopulation in Form des unterbrochenen Verkehrs widersetzt sich total dem Akt der Vereinigung der Person von Ehemann und Ehefrau, mit dem der Schöpfer die Eheleute beschert hat, als Er sie in den Bereich ihrer Intimität eingeführt hat.
– Der unterbrochene Verkehr ist nichts anderes als Betreiben der ... ‘Masturbation’. Der Mann sichert dann für sich selbst, selbstsüchtig-utilitaristisch das Erleben des Sexus-um-des-Sexus willen. Zu diesem Zweck gebraucht er den Geschlechtskörper seiner Ehefrau. Indem er sich von seiner Frau vor seinem Höchsterlebnis zurückzieht, das heißt mit dem Erguss am Außen (wie sehr es die Würde des Ehemannes und Mannes überhaupt beleidigt! Und umso mehr der ... Ehefrau, die er so unwürdig behandelt!), gibt er ihr ganz grell zu Kennenlernen:

Ich habe dich niemals geliebt – und liebe dich weiter nicht! Ich nutznieße nur deinen Leib, den du mir doch zugänglich machst. Die Erfahrung der Masturbation wird für mich dank deinem ‘Sex’ wesentlich mehr interessant. Die sexuelle Lust muss ICH erleben! Ich ‘habe’ dich doch gerade ‘dazu’!
– In Kraft der eingegangenen Ehe bist du verpflichtet, mir mit deinem Körper zudiensten zu stehen, sooft ich dazu Lust verspüre. Was du dabei erlebst, rührt mich in keinem Fall. Nach Liebe suche ich nicht, sie ist mir nicht nötig. Du existierst auf dieser Gottes Erde nur dafür, dass dein Mann ... seinen Sexus dank deines Körpers beliebig erfahren kann!”

Wie sehr soll man vor der Eheschließung u.a. die Erlebnisqualität der Zeiten der ehelicher Intimität in allen ihren Details festsetzen! Stimmt die Ehefrau ihrem Ehemann vor der Hochzeit auf ‘alles’ zu und diese beiden wissen selbst eigentlich keinen Bescheid darüber, was das heißt: Ehe-Sakrament, bereiten sie sich von vornherein eine Hölle-auf-Erden. Indessen Gott betrachtet nichts so sehr seriöse, wie das einmal Ihm selbst gegebene Wort – in der Stunde, wenn diese beiden sich ihren ehelichen Konsens beim Altar zum Ausdruck bringen: „Ich gelobe Dir ... LIEBE ...”.


f) Zuerst noch Petting. Es gibt Eheleute, die zwar vor haben, die Intimitäts-Session ihres Verkehrs mit dem ordentlichen Vereinigungs-Akt zu beenden. Dennoch sie planen noch zuvor den Orgasmus zu erleben, einmal oder selbst ein paarmal, unabhängig von der beabsichtigten Beendung ihrer Liebeleien mit normaler, ordentlicher Vereinigung. Zu diesem Zweck erregen sie sich zuerst und führen sich zum Vollerlebnis über vorgeschobenes Pettingbetreiben – nicht als einführende Liebkosungen, die ihre Vereinigung vorbereiten sollten, sondern als ‘Sexus-um-des-Sexus-willen’. Erst nachher, nachdem sie die Lust schon einmal oder ein paarmal erfahren haben, treten sie zuletzt auch noch die ordentliche, völlige geschlechtliche Vereinigung an.

Man kann leicht verstehen, dass das so betriebene ‘Petting-als-Petting’ eine Todsünde darstellt. Diese beiden haben vor, zuerst das Höchsterlebnis als typisches ‘Petting’ herauszuzwingen, also als völlig selbständige Sex-Form – und daselbst als sündige Sex-Spielerei. Die Absicht, später auch noch die ordentliche geschlechtliche Vereinigung zu erleben, nachdem sie zuvor schon ein paar Orgasmen erfahren haben, ist außer Stande, diese Lustspiele in ‘moralische Einheit’ mit der vollen Vereinigung am Ende zu einbeziehen.

g) Orgasmus-Training. Zweifellos zutiefst unsittlich sind allerlei sexuelle ‘Trainings’, die von manchen Jugendlichen, aber ebenfalls schon Ehemännern gepflogen werden (auf ihre Art und Weise betreiben ein ähnliches Training hier und da manche Mädchen und Frauen; selbst in besonders dazu gestifteten Orgasmus-Schulen). Mit Hilfe immer anderer Künstlereien und außerdem chemischen Präparaten – erpressen sie an ihrem Leib die Fähigkeit, den Orgasmus auf vielfältige Male zu erleben. Sie möchten so ihre Ehefrau beeindrucken, oder auch erst ihre Braut, ihr ‘Mädchen’, und zwar mit ihrer ... unglaublichen ‘Potenz’.
– Alle Trainings dieser Art sind jedesmalig schwere Sünde der Masturbation – samt der ihr eigenen ethischen Qualifikation.

Ein junger Mann, bzw. schon ein Ehemann, der solcher Art ‘Orgasmus-Übungen’ unternimmt, weist in dieser Lage seine weit vorgeschobene geistige und psychische Unreife bei seinem Streben nach Ehe. Ehe ist in erster Reihe nicht ‘Sexus’, sondern Vereinigung zweier „Personen” – als Weg zu zweit ihrer Lebensberufung: durch die Zeitlichkeit zum „Haus des Vaters”.

Dagegen für solche Jungs oder schon Männer besteht das Ziel der Ehe nicht auf irgendwelchem Eins-in-Liebe, sondern in erster Reihe auf ‘Sex-um-des-Sexus-willen’, wie auch auf einer erstaunenswerter ‘Potenz’. Diese aber kann wahrscheinlich eher bald und völlig schwinden, zumal die Auslösung des Orgasmus immer wieder von Anwendung hormonaler Dopings-Mittel abhängig geworden ist. Die Frage des Geistes und der ‘Person’ kommt für solche Ehekandidaten beinahe überhaupt nicht zur Rechnung.


h) Impotenz. Im Fall der Impotenz, die mit verschiedenen Faktoren bedingt sein kann, sollte man diesen Zustand nicht für ein so großes ‘Übel’ betrachten, dass es die Sichtbarkeit selbst Gottes und der eigenen personalen Würde verhüllen sollte. Männer, die ihre sexuelle Impotenz erfahren, unternehmen in solcher Lage nicht selten ganz nicht proportionelle Bemühungen, um diesen peinlichen Zustand um jeden Preis zu beseitigen. Sie erzwingen an seinem Leib um jeden Preis die Möglichkeit die Gipfellust zu erleben und wenden zu diesem Zweck immer andere Chemie nach Chemie an.

Ähnlich wie bei jeder anderen Insuffizienz, beziehungsweise einer tatsächlichen Krankheit, soll auch dieser Zustand als nicht allzu leicht zu bewältigende Stufe im Eheleben angenommen werden. Beide Eheleute sollen sich bei der Annahme dieser Schwäche gegenseitig verhelfen, ohne irgendeinen Schatten von Demütigung deswegen anzuwenden. Zu gleicher Zeit sollen sie ihr personales Band umso mehr zu vertiefen suchen. Es kann u.a. in Form der gegenseitigen Anschmiegung zum Ausdruck kommen mit umso größerer, warmer Herzlichkeit und Feinfühligkeit. Die Ehefrau wird ihren Mann an ihr Herz anschmiegen, als ob er ihr Kleinkind am Herzen seiner Mutter da wäre.

All das wird möglich, wenn auch ihr Bei-Einander-Sein und ihr Mit-Einander-Sein von ihnen beiden gebetsmäßig erlebt wird – jedesmalig mit großer Dankbarkeit zu sich einander, und umso mehr Gott gegenüber, dem Schöpfer und ihrem Erlöser.

8. Ehe: das Heilige Sakrament der Ehe

Dem Priester ziemt es sich nicht in noch weitere, insbesondere Arten und Weisen einzudringen, wie die Ehegatten sich einander ihre Zärtlichkeiten erweisen können. Trotzdem es selbst im hiesigen Artikel an ganz mutig dargestellten Situationen nicht fehlt, die seinen Ausklang für die Qualität des Herantretens zum Sakrament der Beichte-Versöhnung haben können. Der Geistliche beruft sich dauernd vor allem auf grundsätzliche Prinzipien für die moralische Bewertung der Ausdrücke der ehelichen Intimität.
– Es möge dennoch gut sein, auf noch ein paar weitere Einzelheiten im Anschluss an die eheliche Intimität hinzuweisen.

a) Sakrament der Erlösungs-Weitergabe

Die Ehe ist eines der heiligen Sakramente der Kirche. Unmöglich, dass sie eine Institution wäre, deren prinzipieller Zweck darin bestehen sollte, dass sich zwei Leute auf maximale Art und Weise ‘sexuell ausleben’, und deswegen immer mehr fantastische, intrigierende Einfälle in Bewegung bringen, um an ihrem Leib den Orgasmus-um-des-Orgasmus-willen zu erpressen.

Ziel der Ehe als Gottes Einrichtung ist die Vereinigung der beiden Eheleute auf Ebene ihres Geistes und ihrer Person. Es sollen keine zwei ‘Sexus’ sein, sondern Einheit zweier Personen unterschiedlichen Geschlechtes, die sich auf dem Weg ihrer ehelichen und familiären Berufung zum „Haus des Vaters” schicken.

Indem diese zweien eines der Sakramente der Kirche werden, muss ihr „zwei-zu-EINEM-Fleisch” zuengst mit der Weitergabe des Erlösungs-Werkes zusammenhängen: sich gegenseitig, wie auch ihrer Nachkommenschaft. Diese Tatsache setzt das Erleben der Ehe immerwährend im Zustand der heiligmachenden Gnade und das dauernde Hinhören auf Gottes Stimme voraus.

b) Gottes Mäßigkeit bei Erweisen der Zärtlichkeit.

Diese grundsätzliche Tatsache: die Ehe als in erster Reihe Gottes Institution, die also heilig ist, wird zur Determinante für den Stil, wie alle unternommenen Ausdrucksformen der ehelichen Zärtlichkeit und Liebe gestaltet werden sollten. Dieses Bewusstsein, das beständige Entwicklung des inneren Lebens und Vertiefung seines lebendigen Bandes zu Christus voraussetzt, legt den Gatten als Kindern Gottes eine bewusst unternommene Mäßigung auf. Das betrifft selbstverständlich auch die Stunden ihrer gegenseitigen Intimität, wenn sie im betreffenden Fall auf solche Art und Weise die Heiligkeit des empfangenen Sakramentes aktivieren möchten.

Gott führt die Eheleute in den Bereich ihrer Intimität ein und schenkt ihnen die Vollmacht, auch ihre geschlechtliche Vereinigung erleben zu dürfen – nicht dazu, dass sie sich vom ‘Sexus-als-Sexus’ überwältigen lassen. Gott fördert dauernd und regt die Entwicklung der Liebe an – als personale gegenseitige Hingabe, die auf das Finale des Lebens als Menschen hinschaut, im tiefen Bewusstsein, dass sie um den Preis des Blutes Jesu Christi erlöst worden sind. Deswegen möchten die beiden in der Ehe zum Weg der Weitergabe füreinander der Gnaden der Erlösung werden – gerade auch zu Zeiten ihrer zuengsten Vereinigung. Sie möchten nicht zwei ‘Sexus’ bilden, sondern zwei Personen, die ihre gegenseitige Hingabe wachsam in heiligmachender Gnade zu erleben vorhaben, indem sie füreinander zu Ausspendern des Sakraments der Ehe geworden sind.

c) Tage der Enthaltsamkeit.

Das Leben in ehelicher Nähe, mit Berücksichtigung ihrer Befähigung das Leben von Zyklus zu Zyklus weiter geben zu können, heißt die Gatten in ganz vielen Zyklen den Akt ihrer geschlechtlichen Vereinigung an Tagen der Empfängnismöglichkeit zu unterlassen und ihn zu verschieben.
– In solcher Lage wird es zur Gewissensforderung, dass auch Liebkosungen an Geschlechtsorganen unterlassen bleiben – im Gegenteil zum Anschmiegen aneinander allein am Herzen.

Für solche Situationen wird es zum Segen, dass man z.B. die ‘Billings-Methode’ schöpferisch kennen lernt. Sie lässt unabhängig von gynäkologischer Gesundheit und Regelmäßigkeit der Zyklen – die Tage der möglich, bzw. unmöglich werdenden Empfängnis nicht zu bestimmen, noch zu errechnen, sondern sie im Laufenden zu identifizieren. Die Eheleute müssen lernen, diese ihnen von Gott selbst eingehändigte Gabe: des biologischen Fruchtbarkeitsrhythmus – heiteren Herzens zu handhaben, sollte sich auch der Wunsch des Herzens und Leibes sehr danach sehnen, gerade an diesem Tag die Vereinigung zu erleben, obwohl der Verstand dann gerade heißt, alle genitale Intimität Jetztzeit aufzuheben.

Die Gatten tun zugleich alles, dass sie in Frage der Anzahl der Nachkommenschaft wachsam auf den Wunsch und die Erwartung des Himmlischen Vaters in dieser Hinsicht hinhören. Sie sind sich bewusst, dass Determinante hier nicht die egoistische eheliche oder familiäre Bequemlichkeit sein darf, noch die Rücksicht auf die gerade in diesem Milieu herrschende ‘Mode’, sondern die Erwartungen des Himmlischen Vaters ihnen gegenüber.

d) Liebkosung am Tag ohne Verkehr.

Sollte man in dieser Lage auf insbesondere Vorschläge hinabsteigen, dürfte hinzugesagt werden, dass in dieser Situation: der Entscheidung auf Nicht-Unternehmung der ehelichen Vereinigung an diesem betreffenden Tag, alle mehr intensive Genitalliebkosungen ausgeschlossen bleiben müssten. Denn diese würden ganz leicht eine Erregung herbeiführen, die dann schwer abgebremst werden kann. Die Genitalliebkosung endete an Petting als ‘Ersatz-Form’, bzw. sie führte zu anderen Arten und Weisen einer Selbstbefriedigung – und daselbst: zur Sünde.

Die Gatten wissen aber augrund ihrer eigenen Erfahrung guten Bescheid, dass sie an solchem Tag: wenn der Akt der Vereinigung auf einen anderen Tag verschoben werden sollte, dennoch einen Ausdruck ihrer feinfühligen geschlechtlichen intimen Zärtlichkeit zu unternehmen wissen – ohne sich zur Erregung zu bringen, indem sie schlechterdings ganz ruhig, ohne irgendwelche Bewegungen dazuzusetzen, in ihrer intimen Nähe ganz still zu verweilen verstehen.

9. „Unbeflecktes Ehebett ...” (Hebr 13,4)

Zu Ende noch ein paar Aussagen vom Gottes-Geschriebenen-Wort – im Anschluss an die Ehe und Sexualität der menschlichen Person. Sie bleiben dauernder Hintergrund bei der Bearbeitung und Einwurzelung der Christi, Gottes Sicht hinsichtlich der Ehe und der geschlechtlichen Unterschiedlichkeit des Menschen.

1. Immer zeitgemäß, auch im Fall der Eheleute zu sich gegenseitig, bleibt das ernste Wort des Erlösers selbst, Jesus Christus:

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: ‘Du sollst nicht die Ehe brechen’.
Ich aber sage euch:
Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen
schon Ehebruch mit ihr begangen” (Mt 5,27f).

2. Am Ende des ‘Briefes an die Hebräer’ stehen lehrreiche Worte über die Ehe, aber daselbst auch über die ehelichen Beziehungen:

„Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden, und das Ehebett bleibe unbefleckt;
denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten ...” (Hebr 13,4).

3. In seinem ‘Brief an die Epheser’, wo der Hl. Paulus Jesus Christus darstellt als den Bräutigam-vom-Kreuz, indem er Ihn zugleich als den Lehrer aller ehelichen Liebe schildert, die sich selbst zum Opfer um des Erlösungsgutes der Braut willen dahingibt, lehrt der Völkerapostel in selber Zeit, dass die Eheleute sich gegenüber nach dem Prinzip der „Ehrfurcht vor Christus” verhalten sollen, also so, dass sie mit dem Stil ihrer gegenseitigen Beziehungen beständig die Liebe zu Christus zum Ausdruck bringen:

„Ordnet euch einander unter in der Ehrfurcht vor Christus, ...” (Eph 5,21).

Und weiter:

„Ihr Männer liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt, und sich selbst für sie hingegeben hat,
um sie heilig zu machen, sie reinigend mit Waschung des Wassers, begleitet mit Wort.
So will Er die Kirche für sich persönlich voll Herrlichkeit zuführen,
ohne Flecken, Runzeln oder andere Fehler.
Heilig soll sie sein und makellos.

So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben, wie ihren eigenen Leib.
Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Kein Mensch hat je sein eigenes Fleisch gehasst,
vielmehr er nährt und pflegt es, wie auch der Christus – die Kirche,
weil wir Glieder seines Leibes sind” (Eph 5,25-30).

Ausführlichere Besprechung dieses Fragmentes des Briefes an die Epheser s. aus unserer Homepage unt.: Sakramentalität der Ehe abgelesen von Eph 5 – und ebd., der ganze § ‘D’).

4. Und wie dürften in diesem Zusammenhang die starken Wort des Völkerapostels Paulus übergegangen werden – aus seinem ‘Ersten Brief an die Korinther’, die wir auf unserer Homepage schon mehrmals angeführt haben:

„Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige, noch Götzendiener,
weder Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder ...
werden das Reich Gottes erben” (1 Kor 6,9f.; s. auch: Röm 1,21-32).

Der Hl. Paulus zeigt hier die Gottes, aber auch die menschliche, weiterhin völlig zeitgemäße Bewertung u.a. der Homosexualität und lesbischer Beziehungen. Das moralische natürliche Gesetz Gottes, d.h. das der Würde des Menschen als Person entspricht, ist unabänderlich, universal und unabhängig von kulturellen Veränderungen. Unwandelbar ist auch Gott, dessen Ebenbild und Ähnlichkeit jede menschliche Person darstellt. Nur dass der Mensch sich in dieser seinen Gott-Ebenbildlichkeit entweder entwickeln kann, oder auch sie ganz erniedrigen und zu beflecken imstande ist.

10. Das ‘Kreuz’ das mit der Ehe und Familie einhergeht

Hier noch das Wort des hl. Johannes Paul II an Eheleute – über ihr Leben für den Alltag. Das Leben in Ehe und Familie kann vom ‘Kreuz’ nicht befreit werden. Denn auch selbst der Sohn Gottes, der Unschuldigste Erlöser des Menschen, hat sein Leben als Sühneopfer ... am Holz des Kreuzes, dem Holz unserer Erlösung vollbracht. Daher schreibt der hl. Papst Wojtyla in seiner Apostolischen Adhortation „Familiaris Consortio”  u.a.:

„... Dementsprechend gehört es zur pastoralen Führung der Kirche, dass die Eheleute vor allem die Lehre der Enzyklika ‘Humanae vitae’ als normativ für die Ausübung ihrer Geschlechtlichkeit klar anerkennen und sich aufrichtig darum bemühen, die für die Beobachtung dieser Norm notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
– Diese pastorale Führung betrifft ... das ganze eheliche Leben. Deshalb muss die Aufgabe der Weitergabe des Lebens in die umfassende Sendung des ganzen christlichen Lebens integriert sein, das ohne das Kreuz nicht zur Auferstehung gelangen kann.
– In solchem Zusammenhang begreift man, warum man das Opfer nicht aus dem Familienleben verbannen kann, sondern vielmehr mit bereitem Herzen annehmen muss, soll die eheliche Liebe sich vertiefen und Quelle inniger Freude werden ...” (FC 34).

(4.4 kB)

F. SECHS INSBESONDERE THEMEN

1. Petting

Wegen immer wieder ankommenden Anfragen in diesem Bereich – greifen wir den Versuch auf, ihre Erklärung eingehender anzubieten.

a) Das Petting betrifft Liebeleien, die die sexuelle Erregung abzielen und meistens an Geschlechtsorganen selbst unternommen werden. Sie werden von Ehegatten (bzw. von Brautleuten, von anderen Partnern) zur Erregung gebracht – im Prinzip als Ersatzform anstatt des normalen Geschlechtsverkehrs, oder auch überhaupt als Hervorrufung der Erregung-um-der-Erregung-willen. Es geschieht also gewöhnlich an einem Tag, an dem Signale der Empfängnismöglichkeit erscheinen, wobei sich aber diese beiden zurzeit auf keine Empfängnis einstellen.
– Das so verstandene ‘Petting’, d.i. die Masturbation ohne die Geschlechtsvereinigung selbst, ist objektiv jedes Mal Todsünde. Sowohl in der Ehe, wie umso mehr unter Partnern, die mit dem Eheband nicht verbunden sind.

Es kommt vor, dass das Petting mit der Ehefrau von ihrem Mann betrieben wird, wobei die Gattin sich gegen diese Sünde mit ihrem ganzen Selbst wehrt. In solcher Lage kann es so sein, dass die Sünde des Pettings allein den Mann belastet, wogegen sie ihr Gewissen mit dieser Sünde nicht befleckt. Die Sünde kann unmöglich ohne die Anteilnahme des freien Willens und dem entsprechendem Bewusstsein begangen werden.

Sollte es in solcher Situation bei der Frau trotzdem zur Erregung kommen, oder selbst zum Höchsterlebnis, wobei sie aber diesen Zustand fortwährend kraft ihres freien Willens nicht akzeptiert, trägt sie vor Gott selbstverständlich keine Schuld. Diese Situation wird dann zur ausgeübten Vergewaltigung in der Ehe selbst.

Solche Fälle fordern einen immer wieder unternommenen ehelichen Dialog und die Hilfe dem Mann gegenüber, dass auch er es versteht, was das heißt zu ‘lieben’, und was die Ehe, das Sakrament der Ehe bedeutet, dass die intimen Beziehungen entsprechend gestaltet werden können.

b) Sehr leicht kann zur raffinierten Form eines Pettings der sog. ‘Tief-Kuss’ werden. Zumal er mit erregenden Bewegungen und Berührungen einhergeht. Darüber wird gleich noch unterhalb gesondert gesprochen werden (sieh unten, zu Nr. ‘2’).

c) Eine ganz andere Rolle erfüllt die genitale Liebkosung in der Einführungsphase zum Akt, wenn also diese beiden ihr Band mit einer vollständigen geschlechtlichen Vereinigung zu besiegeln vor haben. In solcher Lage steht der Liebkosung an Geschlechtsorganen nicht die Beschaffenheit des Pettings zu, sondern sie bereitet die allmählich erfolgende, volle Vereinigung ihrer beiden.

2. Küsse

Küsse pflegen sehr unterschiedlich zu sein. Andere Beschaffenheit gebührt einem Kuss, der tatsächlich Kuss bleibt, und eine andere, wenn dabei die Auslösung einer Erregung angestrebt wird, nicht selten zusätzlich gesteigert mit reizendem Betasten und Berührungen. Von ethischer Unterschiedlichkeit der ‘Küsse’ zeugen so manches Mal Aussagen der Jugendlichen, wenn die Art und Weise des Küssens bei ihnen Gewissensbisse hervorgerufen hat ...

a) Das Umfangen der Geschlechtsorgane direkt mit dem Mund, um sie zur Erregung zu bringen, wirkt im Prinzip stark reizend. Solches Küssen, das übrigens nicht mehr ‘Küssen’ ist, sondern Auslösung einer steigernden sexuellen Erregung, stellt daselbst nur eine andere Form des ‘Pettings’ dar, das dieses Mal mit dem Mund unternommen wird – als besonders raffiniertes Sex-Betreiben. Das hängt daselbst mit seiner ganzen ethischen Qualifikation mit dem Petting zusammen – zusätzlich belästigt mit hinzukommender Raffiniertheit in Entartung.
– Dieselbe ethische Qualifikation gilt für die Praxis, dass die Erregung mittels des ‘Leckens-Lutschens-Saugens’ der Genitalien ausgelöst wird, beziehungsweise mit noch anderen Arten und Weisen, dass der Reiz noch mehr gesteigert werden kann.

Die „Sprache des Leibes” der aktivierten Geschlechtsorgane kann in ihrer ganzen Wahrheit ausschließlich über die friedsam erlebte Vereinigung dieser beiden in der Scheide zustande kommen. Nur hier findet die eheliche Vereinigung ihre volle Deckung und Wahrheit in der sich zu dieser Stunde entwickelnden Eröffnung für ihre elterliche Potentialität – unabhängig von der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit einer Empfängnis am betreffenden Zyklustag.

b) Es gehört sich, dass das Küssen zum Ausdruck des Liebe-Bandes vorbehalten bleibt, das nicht von Begehrlichkeit aufgenötigt wird, sondern von Fülle einer Feinfühligkeit und Achtung vor der eigenen, wie auch dieses anderen Würde als Personen, die auf dem Niveau des Herzens voller Frieden und Wahrheit ein Eins bilden. Der Kuss bleibt dann das, was er definitionsgemäß sein soll: feinfühliges Küssen von auswärts, voller Freude und Liebe, das zwei Personen in ein ‘Eins’ zusammenfügt und das bestimmt nicht auf Auslösung der Erregung berechnet wird.

So wird das Küssen zum Kuss der Liebe dieser beiden, die miteinander auf der Ebene der heiligmachenden Gnade vereinigt bleiben. Die Ehe ist wahrlich heiliges Sakrament. Sie setzt solche Betätigungen voraus – auch wenn diese beiden sich ihre Zärte gegenseitig erweisen, die in Gottes Angesicht durchscheinend bleiben.

c) Tief-Küssen. Folgerichtig ziemt es sich die Haltung eines deutlichen ‘Nein’ anzunehmen angesichts der weit verbreiteten Praxis des Tief-Küssens: mit der in den Mund eingeschobenen Zunge. Solche Art und Weise des Küssens sollte ausgeschaltet werden – sowohl in Ehe, wie umso mehr unter Partnerschaften, die mit keinem ehelichem Gelöbnis verbunden sind. Solches Küssen, das nicht mehr Küssen heißt, sondern betätigte Bewegungen mit Hilfe der Zunge im Mund, hängt im Prinzip mit beabsichtigter Reizung zusammen, des Öfteren zusätzlich gesteigert mit erregenden Berührungen.
– Zeugnis der dabei entstehenden Gewissensunruhe sind Aussagen junger Leute bei der heiligen Beichte, sooft sie gerade an solche Praktiken anknüpfen: eines tief angelegten ‘Küssens’.

d) Der Verzicht auf Tief-Küssen kann anfangs eigenartig ‘wehtun’. Allerdings der ‘Kuss’ kehrt so auf seine eigentliche Rolle zurück: auf Feingefühl beim Ausdruck des Verbundenseins u.a. eben mittels äußerem Küssen, voller Ehrachtung vor der personalen Würde, nicht aber mit Verhaltensweisen der Zunge, die von ungesättigter Begehrlichkeit bestimmt wären.

Man kann schwer die Praktik als ‘Küssen’ bezeichnen, wenn immer andere Teile entweder des Gesichtes oder anderer Körperteile mit dem Mund umfangen werden, beziehungsweise sie werden schlechterdings in den Mund beinahe hineingesaugt. Solche Praktiken werden zu eigenartiger Vergewaltigung mit Hilfe des Mundes. Sie haben nichts damit zu tun, was ein Kuss darstellen soll: Zeugnis voller Hochachtung und Feinfühligkeit.

Muster für das Küssen in seiner ursprünglichen Form und Bedeutung bleiben Küsse, wie sie unter Mutter und Kind, oder Vater und Kind ausgetauscht werden. Solche Küsse drücken eine Fülle von Liebe und Freude aus. Sie hängen in keinem Fall mit irgendwelchen Gedanken vom Bereich der Sexualität zusammen, die jedenfalls niemandem der daran Beteiligten in den Kopf kommen würden.
– Unabhängig davon, Küsse zwischen Mutter und Kind, bzw. Vater und Kind, entarten niemals in Nötigung des Kindes mittels der Kussweise.

e) Vorspiel und der Mund. Es erscheint die weitere Frage: es geht diesmalig um die Beurteilung des Anfangsspieles mit dem Mund, wenn die beiden ehrlich ihre vollständige geschlechtliche Vereinigung abzielen. In solcher Situation: der beabsichtigten vollen ehelichen Vereinigung, wäre es möglich diese Liebkosungsform irgendwie anzunehmen. Allerdings mit deutlichem Vorbehalt, dass sie als Vorbereitungsphase vor dem vollständigen Geschlechtsverkehr gilt und dass das Höchsterlebnis nicht im Mund beabsichtigt wird (das wäre nämlich objektiv immer Todsünde).

Anderes gilt es nämlich allein vom Kuss zu sprechen, auch an intimen Körperteilen, aber ausschließlich von außen. Und anderes die Intimorgane selbst in den Mund einzuziehen, um sich an ihnen auszuleben und die Erregung auf solche Art und Weise herauszunötigen. Wie schon erwähnt – wobei dieses Thema gleich noch unterhalb aufgegriffen werden wird (s. gleich unterhalb: Oral-Sex), es ist schwer das Umfangen der Geschlechtsorgane mit dem Mund und ihr Aufreizen im Mund, bzw. ihr Lecken-Lutschen – nicht als stark raffiniertes, und dabei entartetes „Petting” zu qualifizieren.
– Daher sollen diese Formen selbst in der Vorbereitungsphase zum vollständigen geschlechtlichen Verkehr nicht in Rechnung genommen werden.

Möglich wäre es anzunehmen, allein äußeres Küssen der Geschlechtsorgane zu unternehmen, voller Achtung und Feinfühligkeit. So ein Küssen kann selbstverständlich nicht in Erpressung-Nötigung mit Hilfe des Mundes entarten.

f) Das völlige Aufgeben der genitalen Liebkosungen mit dem Mund führt dahin, dass die Erweise einer Zärtlichkeit wohl schlichter gestaltet werden. Zugleich aber kann die wahrhafte Liebe wesentlich an Innigkeit und Tiefe zunehmen.

Wenn solche Liebkosungen bisher eine beinahe Standard-Praxis gewesen waren, können die hiesigen Bemerkungen heftigen Aufruhr und Groll auslösen. Hört aber jemand trotzdem ein wenig wachsamer auf die Stimme Gottes hin, kommt er in Kürze zum Schluss, dass dank der völlig abgeschalteten mündlichen Form von Liebkosungen an Geschlechtsorganen – das eheliche Band eine umso größere Durchscheinbarkeit und Reinheit zu erfahren beginnt. Sie offenbart sich mit Frieden im Herzen und bringt die Wahrnehmung von Fülle und Vertiefung der Sicht ihrer gegenseitig als Personen nahe. Diese beiden erfahren die positiven Wirkungen einer zutage kommenden Läuterung der inneren Absichten und ihrer „Taten und Beziehungen” an sich – von leicht von neuem auflebenden Reflexen einer Begehrlichkeit.

Jene, ein wenig ‘schlichterere’ Formen, wie die gegenseitige Liebe zum Ausdruck gebracht werden wird, bringen letztlich Frucht als tiefer werdende Ehrachtung vor ihrer beiderseitigen personalen Würde. Folgerichtig tragen sie zu deutlicher Vertiefung des beiderseitigen inneren Bandes ihrer personalen Liebe bei, die nicht dazulässt, dass sie von Begehrlichkeit des Leibes verknechtet wird. Sie beiden werden zunehmend gegenseitige Gabe: „Gabe von Person für die Person(BF 11) auf dem ihnen beiden angebotenen, allmählich immer tiefer erlebten Weg zum „Haus des Vaters” – über das Sakrament ihrer Ehe.
ANMERKUNG. Sieh auch die vertiefte Erwägung über den ‘Tief-Kuss’ unt., im VII.Teil, 3.Kapitel: „Küsse ...”).

3. Oral-Sex

a) Wie schon erwähnt, vom ethischen Gesichtspunkt aus muss die Auslösung des Orgasmus im Munde ausgeschlossen werden (dasselbe gilt von Herbeiführung des Lusterlebnisses an irgendeinem anderen Teil des Leibes). Als grundsätzliche Begründung für eine so formulierte ethische Bewertung gilt die Tatsache der unmittelbaren Aktivierung der Geschlechtsorgane. Der einzige ‘Ort’, wo die Wahrheit der „Sprache des Leibes”  in der Struktur und Dynamik der Geschlechtsorgane zum Ausdruck kommen kann, ist die Scheide. Nur hier kann die Dynamik der Vereinigung ihre Erfüllung finden. Sie schließt sich zu dieser Stunde sperrangelweit für die elterliche Potentialität auf.

Die Aktivierung allein der Geschlechtsorgane an sich bedeutet jedes Mal die Auslösung der elterlichen Potentialität. Diese ist aber Domäne, die direkt allein Gott unterliegt, nicht aber dem Menschen.

b) Daher steht der Orgasmus im Mund, wie auch alle irgendwelche Arten und Weisen, dass die Geschlechtsorgane mit dem Mund oder auch im Mund zur Erregung gebracht werden (mittels ihres Umfangens mit dem Mund, mit erregendem Lutschen-Saugen o.dgl.), immer im Widerspruch zum Gottes Erschaffungswerk des Aktes, so wie er aus Gottes Hand hervorgegangen ist und wie ihn Gott allein den Ehegatten einhändigt.

Der ‘Oral-Sexus’ (d.h.: unternommen im Mund) stellt eine besonders entartete Art und Weise dar, wie der ‘Sexus-als-Sexus’ betrieben werden kann. Er hat mit Streben von Mann und Frau nach ihrem „Zwei-zu-Einem-Fleisch”-Werden nichts zu tun. Er ist Zeugnis der Geistes-Entartung. Diese beiden (bzw. der Mann der seine Frau zu solcher Praxis nötigt: die Frau darf auf sie nicht einwilligen) suchen dann danach, sich selber zur Stufe ‘einer-nur-noch-Sache”  herabzusetzen, die allein ‘Sexus’ sein soll, nicht mehr ‘Person’.

Zu gleicher Zeit werfen dann diese zweien Gott aufständisch direkt ins Antlitz – die ihnen mit höchster Liebe von Ihm dargeschenkte, unabdingbare und unabtrittbare ihre Ausstattung als zwei ‘Personen’ zurück, dank der sie über den Kosmos emporgehoben wurden, weil berufen zum ewigen Leben – in einem beglückenden Eins-mit-Gott-selbst, für immer.

Allerdings, wie auf unserer Homepage des Öfteren hervorgehoben, die Herabführung seiner selbst zur Stufe einer ‘nur-noch-Sache’ ist ontologisch genommen ganz unmöglich. Niemandem steht die Macht noch die Möglichkeit zu, sich selber zu annihilieren, noch der Umgestaltung seiner Selbst von Größe einer ‘Person’ – zum Rang nur noch einer ‘Sache-die-einst-Person-gewesen’ war. Die Person bleibt unabänderlich und unsterblich ... ‘Person’; selbst auch in ewiger Verdammnis.

c) Das Streben danach, dass das Gipfelerlebnis im Mund erfolgt, und allein schon der Nachdruck darauf (vonseiten des Mannes), dass seine Ehefrau ihn in ihrem Mund zur Erregung bringt, ihn leckt-lutscht, und außerdem die sich dabei auslösende Samenflüssigkeit ‘um der Liebe willen zu ihm’ ... schluckt, wird zutiefste Demütigung der Menschen-Würde ihrer beiden, und umso mehr der Person der Ehefrau. Solche Betätigungen stellen eine grausame, unverzeihbare Entartung dar, oder eher das Zu-Tode-Treten des Inhalts der gelobenen ehelichen Liebe und Ehrlichkeit.

Die eheliche ‘Ehrlichkeit’ betrifft gerade diese Hinsicht: die Unternehmung der Vereinigung auf solche Art und Weise, wie sie den Eheleuten vom Schöpfer selbst der Ehe eingehändigt und geschenkt wurde. Sie setzt jedesmalig eine völlige Aufgeschlossenheit auf elterliche Potentialität voraus, wie auch das Erleben eines jeden Aktes einzig und allein in der Scheide – nicht woanders.

d) Daher wird jede Form des ‘Oral-Sexus’ objektiv genommen Todsünde: schwere Sünde.
Zusätzlicher Titel (Umstand) der Sündhaftigkeit des ‘Oral-Sexus’ wird die weitere Tatsache, dass solches Tun Zeugnis einer zutiefsten Erniedrigung, Versklavung und Schändung der Menschenwürde der Ehefrau darstellt.

e) Das alles betrifft vor allem den Mann, der seine Ehefrau zu solchen Verhaltensweisen ihm gegenüber vielleicht nötigt. Es kommt offenbar auch umgekehrt vor.

Sexuelle Betätigungen mit dem Mund und im Mund selbst stellen in keinem Fall Ausdruck irgendeiner ‘Liebe’ dar. Sie zeugen von beinahe Besessenheit mit Begierde nach Befriedigung der Lüsternheit mit Hilfe immer weiter vorangeschobener Raffiniertheit. Bei solchem Menschen geht die Fähigkeit immer mehr verloren, einen noch anderen Gedanken entwickeln imstande zu sein, außer der ungestümen Nachsuche nach jeder Gelegenheit, um seinen sexuellen Egoismus satt zu befriedigen. Zu gleicher Zeit will er nichts vom Wesen der Liebe hören als einem Gabe-Werden (zentri-fugale Ausrichtung!) – zu Gutem, das das ewige Leben nahezubringen imstande wäre: für sich, und umso mehr für die Ehefrau.

f) Es muss festgestellt werden, dass eine ganz prinzipielle Rolle bei der Versuchung sowohl Jugendlicher, wie auch schon Eheleute zum Betreiben von ‘Oral-Sexus’ in seinen immer mehr raffinierten Abänderungen die audio-visuellen ‘Massenmedien’ spielen. Sie sind es, wo Fotos und Filme voller ‘Porno-Erotik’ überreichlich dargestellt werden. Alle diese Stoffen sind leichtestens erreichbar, fast zu Händen – im Komputer-Internet, wie in Handys mit immer weiter entwickelter visueller Technik.
– Unabhängig davon erscheinen immer weitere Handbücher mit konkreten Hinweisen, wie die Genitalsphäre zu maximal tollen Erfahrungen-Erlebnissen aufgepeitscht werden kann (in Ehe, und umso mehr im außer-ehelichen Sexus: bei Kindern, Jugendlichen, bei fortgeschrittenen in ihrem Alter ...).

g) Es muss offensichtlich ganz klar festgestellt werden, dass keine Überschwemmung mit verlockenden, verführenden Bildern und ermutigenden Hinweisen, die das Betreiben allen raffiniertesten Sexualismus empfiehlt, je einmal mächtig sein wird, die Gottes ethische Bewertung jener Entartungen beim Praktizieren des Sexus-um-des-Sexus-willen irgendwie zu verändern oder sie zu modifizieren.

4. Verfangenwerden in ‘Gender’

Es ist schwer nicht auch ein nächstes, in manchen Milieus vielleicht heiß zeitgemäßes und heikeles Problem zu erwähnen, das im Anschluss an die mit Kraftauwand, jetzt auch ganz draufgängerisch Polen aufgenötigte ‘Gender’-Ideologie erscheint – in ihren immer weiteren Aufzügen, die final das ‘LGBTIQ’, eventuell mehr allgemein – das immer mehr allumfassende ‘Gender Queer Mainstreaming’ abzielt. Unmittelbar können in diese Problematik nicht wenige Eheleute einbezogen bleiben – z.B. wegen den von ihnen erfüllten Funktionen, zumal im Bereich der Edukation (Lehrer, Instruktoren, usw.).

Diese Frage kann vom Gesichtspunkt aus der Bemühungen um Gottes Verzeihung im Sakrament der Versöhnung-Buße zur folgenschweren Frage werden wegen den Aktivitäten, die das Gewissen belasten sowohl infolge der betriebenen entarteten sexuellen Praktiken nach Weisungen des ‘Genders’ – mit Personen desselben, oder des gegenteiligen Geschlechts, wie auch umso mehr wegen den ganz leicht vervielfältigten ‘fremden Sünden’, falls jemand die anderen, vor allem die junge Generation, in diese perverse Ideologie und ihre entarteten Praktiken anleiten sollte.

Die Frage des ‘Genders’ wird auf unserer Internet-Seite ausführlich im VI. Teil, in ihrem 3. Kapitel erörtert. Im vorangegangenen Kapitel desselben Teiles (also: VI.Teil, 2.Kapitel) wird die Homosexualität eingehend besprochen.

Das erwähnte 3.Kapitel des VI.Teiles stellt die ethische und vielfältige andere Bewertung der ‘Gender’-Problematik dar – mit stark hervorgehobener Hinsicht Polens als des Vaterlands des Polnischen Volkes, das Christus samt Maria, und daselbst die von Christus selbst gegründete und geleitete seine Kirche, vor über Tausend Jahren, im Rahmen der Polnischen Gastfreundlichkeit, auf „DIESE Erde” eingeladen hat. So hat der hl. Johannes Paul II. Polen als die Christi Erde und Reich genannt.

Daselbst verpflichtet das Pole-Sein zur Kontinuation der christlichen Tradition und Kultur, von der das Polnische Volk alle diese Jahrhunderte hindurch gestaltet wurde. Besiegelung des unbeugsamen Verharrens des Vaterlandes bei Christus, und daselbst beim Volk selbst als diesem ‘Polonia semper fidelis – Polen beständig treu”  wurde die Millenniums-Hingabe des Polnischen Volkes in Knechtschaft der Mütterlichen Liebe Mariens, um so die Freiheit der Verkündigung des Evangeliums sowohl für die ganze Welt, wie für Polen selbst zu erflehen.

Das alles wird dargestellt und begründet in diesem gerade erst erwähnten Kapitel unserer Homepage (s. unt.: „In der Gender-Ideologie: des allumfassenden Gender-Queer-Mainstreaming” – das Gesamte dieses Kapitels, in 11 Dateien: a-k).
– Gegen das Ende dieses Kapitels werden die nicht allzu leicht zu erfüllenden, und dennoch unentbehrlichen Bedingungen dargestellt, die zum Erlangen der Lossprechung Gottes und Versöhnung sowohl mit der Kirche, wie mit sich selbst und seinem Milieu notwendig sind, falls jemand in die ‘Gender’-Ideologie verwickelt sein sollte.

Grundsätzliche Vorbedingung wird in diesem Fall ein ganz von neuem unternommenes Glaubensbekenntnis, weil das ‘Gender’ in Praxis eine völlige Absage Gottes bedeutet, Zurückweisung des Rechtes Gottes und Gottes Gebote, wie überhaupt irendwelcher Moralität.
– Notwendige Bedingung wird dann die Ersatzleistung des vielfältigen, schwer zu berechnenden und erwiegenden Übels, das sowohl Gott, wie auch Menschen zugefügt wurde. Ganz besonders betrifft das die Kinder und Jungendlichen, die von jemandem der in diesem Artikel besprochenen Personen in die ‘Gender’-Ideologie angeleitet wurde, vielleicht selbst in ihre weiterentwickelten Entartungen als ‘Queer-LGBTIQ-Mainstreaming’.
– Einige Vorschläge hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Ungerechtigkeiten ersetzt werden können, werden gegen das Ende des erwähnten Kapitels unserer Homepage über das ‘Gender’ besprochen (s.unt.: Das Tribunal der Barmherzigkeit – und die Situation des ‘Genders’ – den ganzen Abschnitt unter Nr. ‘5’, wie auch schon den vorigen Abschnitt, s.:
‘Gender’ und die nicht leichten Chancen der Versöhnung mit Gott)
.

5. Aktivitäten gegen das Kreuz – Abstimmungen auf eine Partei oder Personen die programmartig gegen das Gesetz Gottes auftreten

Eine ähnliche Situation, was die Chance der Versöhnung mit Gott angeht, kann im Fall auftauchen, wenn:
a) Jemand an irgendeiner Aktion teilgenommen hat, die z.B. gegen das Kreuz ausgerichtet war;
b) Wenn jemand seine Stimme auf eine Person, beziehungsweise eine Partei abgegeben hat, in deren Programm das Auftreten gegen irgendeines der Gebote Gottes enthalten ist (z.B. in Frage des Schwangerschaftsabbruchs, des technologischen Herabführens des Menschlebens dank dem ‘InVitro’ u.dgl.).
– In diesem Fall verweisen wir auf den von unserer Homepage herunterzuladenden Artikel des hier schreibenden Autors zu gerade diesem Thema. Hier sein Titel:
„Kann ich auf die Lossprechung zählen ... ?
(s.: „Kann ich auf die Lossprechung zählen ... ? Teilnahme im Kampf gegen das Kreuz – Anteilnahme bei Abstimmungen für eine Person deren Programm sich irgendwelchem der Gebote Gottes widersetzt”).
Dort werden auch die Bedingungen besprochen, die zum Erlangen Gottes Verzeihung unbedingt nötig sind [NB. Dieser Artikel ist leider nur polnisch erhältlich].

6. Pro-Abtreibungs-Manifestationen und Chance auf sakramentale Lossprechung

Weitere Frage im Blickpunkt der heiligen Beichte stellt die Teilnahme an Pro-Abtreibungs-Manifestationen, eventuell diesbezügliche Agitationsaktionen, Unterschriftssammlung u.dgl. betreffs Legalisierung der Abtreibung und anderer Betätigungen im Widerspruch zum V. und VI.Gebot. Die Teilnahme an solchen Aktionen gleicht der Apostasie von Gott, da sie die Abolition des Gebotes Gottes anstrebt in Angleichung an den Aufstand der gefallenen Engel: „Ich werde Dir, Gott, nicht dienen”. Folgerichtig ist solche Handlungsweise erst um den Preis möglich, dass zugleich die Abberufung und Strich über die Taufversprechungen gezogen wird, es erfolgt daselbst also der ... Austritt von der Kirche. Das Erlangen der sakramentalen Lossprechung wird dann schwierige Frage. Vorausgesetzt ist ein neuerlicher Eintrag in die Kirche, und parallel ein neues Glaubensbekenntnis. Sieh zur Frage die ausführlichere Reflexion: (s.: „Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation und Chance der sakramentalen Lossprechung”).

(27.3 kB)


LINKS zur Dokumentation

Genauer, mit unentbehrlicher Dokumentation hinsichtlich der erörterten Aspekte der heiligen Beichte, s. u.a. auf der Homepage des hier schreibenden Autors:

http://lp33.de   (zur Auswahl: polnische und deutsche Sprachversion).

Betätige diese Internet-Adresse, klicke auf das START-Bild, wähle die Sprachversion (polnisch-deutsch), nachher geh nach unten zur Tabelle: INHALTSVERZEICHNIS.
– Die eigentliche Homepage des hier schreibenden Autors steht auf den zwei Kolonnen in der Mitte: Kolonne 2-3.
Die Kolonne ‘4’ enthält wertvolle, aber nur lose mit dem Inhalt der Homepage selbst verbundene Stoffe.
Dagegen die in Kolonne ‘1’ enthaltenen Elemente stellen Einführungs-Inhalte der Homepage dar, wie auch den allgemeinen Anblick und verschiedene allgemeine Überblicke über die Homepage selbst.

– Um ein besseres, vertieftes Bild über die im hiesigen langen Artikel, samt seiner Argumentation enthaltenen Begründungen zu gewinnen, ermutigen wir die folgenden Stellen der Homepage an sich (lp33.de) zu öffnen und sie genauer zu studieren:

Teil II, Kap. 3-4-5-6: Dokumentation-Bewertung, samt Begründungen im Zusammenhang u.a. mit gegen-elterlichen Betätigungen. Erörtert wird die Argumentation: medizinisch gesehen, anthropologisch, psychologisch, theologisch.
ebd., Teil II, ebd.: studiere genau vor allem das 3.Kap.: „Betätigungen ‘contra’: Was sagt die Medizin dazu? Medizinische Bewertung. In diesem Kapitel wird der Wirkungs-Mechanismus der unterschiedlichen elterlich-widrigen Techniken auf populär-wissenschaftlichem Niveau besprochen, u.a. des Präservativs.
Teil IV, Kap. 3-4: Individuelle Absolution und Generalabsolution; Voraussetzungen für die heilige Beichte; Inhalt des Bekenntnisses; wichtige Umstände, Integralität des Bekenntnisses; usw.
Teil IV, Kap.7: Praktische Bemerkungen usw., wie die Beichte ablaufen soll, samt der Vorbereitung zur heiligen Beichte, Danksagung nachher, Gebete usw.
Teil VI, 1.Kap.: Brautzeit; 2.Kap.: Homosexualität und Partnerschaften; 3.Kap.: GENDER.
Teil VII: 1.Kap.: Christus als Bräutigam-vom-Kreuz;
Teil VII, 3.Kap.: „Junge Leute am Weg zur Ehe: zum Sakrament der Ehe”.
In diesem langen Kapitel wird eine weite Skala von heißen Themen hinsichtlich der Ehe und der Brautzeit erörtert.

Sieh ferner insbesondere im VI.Teil, 9.Kap., die Dateien: ‘g-h’ u.a.:
http://lp33.de/seite-lp33/p6_9h.htm#cogtHerzensgedanken bei Mann und Frau in der Stunde ihres Zwei-zu-Einem-Fleisch-Werdens.

Lese auch aufmerksam – zu Gutem:
1) Empfehlenswerte Bemerkungen von Frau Dr. Ingrid Trobisch mit Bezug auf die eheliche Vereinigung – s.:
http://lp33.de/seite-lp33/p2_1b.htm#trob
2) Wie auch die Bemerkungen von P. Dr. Karol Meissner:
http://lp33.de/seite-lp33/ind3.htm#m2
3) Hirtenbrief von Bischof Finn (USA) über die ‘Pornografie’:
http://lp33.de/seite-lp33/ind15.htm
4) Private Rezension des Buches: P.Ksawery Knotz: „Sex den ihr nicht kennt ...” [nur polnisch]:
http://lp33.de/strona-lp33/ind18.htm#kno
5) Broschüre über die ‘Billings-Ovulations-Methode’ druckfertig – im ‘PDF-Format’, in deutsch-polnisch-englisch, mit internationaler Gutheißung der Echtheit der dargestellten ‘Methode’, sieh diese Broschüre in Deutsch:
http://lp33.de/pdf/bom-brosch-10.zip


(8.3)

P. Paweł Leks, SCJ
+

Download dieses Artikels
Klicke:

Beichte der Eheleute und Brautpaare ...
(PDF-Format: leicht zu vergrößern – 540 kB)

(1.9 kB)

RE-Lektüre:
Tarnów, 16.XI.2016.
Tarnów, 31.XII.2016.
Tarnów, 5.I.2017.

Email an den Verfasser:
lp33@de11.de
http://lp33.de

Und:
Anschrift an den Autor





HEILIGE BEICHTE DER EHELEUTE UND BRAUTPAARE mit Sünden
(0.5 kB)beim Erleben ihrer Intimität

Geschichtliches ...

A. BEICHTE: DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG
‘Beichte’: das Sakrament der Heiligen Beichte
Bedingungen um die Vergebung der Sünden zu erlangen
Fünf Bedingungen der gültigen Beichte

B. GOTTES SICHT AUF DIE GESCHLECHTLICHKEIT UND
(0.5 kB)DIE EHE – DAS SAKRAMENT

Geschlechtlichkeit: den Eheleuten allein zur Verwaltung anvertraut
Es besteht kein ‘verdünntes’ VI.Gebot den Verlobten zugute
Nicht Sexus, sondern Personen-Vereinigung gemäß der
(0.5 kB)Friedensordnung des Aktes

a) Betreiben von Sexus: nicht Liebe
Präservativ: verheimlichte Abreibungs-Wirkung
Präservativ: Masturbation attraktiv dank dem Frauen-Leib
b) Sakramentale Vereinigung der Ehegatten
c) Sakramentales Erleben der personalen ehlichen Vereinigung
d) EInziges ‘Anrecht’: Entwicklung der ehelichen Nächstenliebe
e) Eheliche Vereinigung als Vereinigung von Personen

C. BELEIDIGUNG DER LIEBE DURCH DIE SÜNDE
1. Unterbrochener Verkehr
2. Wider-natürliche Sünden
3. Gegen-elterliche Technik
4. Tötung des Empfangenen
5. Unkenntnis betreffs des Wirkungsmechanismus des Mittels
6. Vom Mann oder der Frau angewandte Technik
7. Es gibt keine Kontrazeption
8. Alle Verhütungstechniken sind Abortivmittel
9. Bekenntnis der Umstände
10. Zeitraum der angewandten Verhütungstechnik
11. Abstellung der angewandten Verhütungstechnik
12. Genugtuung
13. Den Fruchtbarkeits-Rhythmus lernen
14. Verantwortung für echte Weitergabe der NFP
15. Die „Billings-Methode” (BOM)

D. NICHT BEFUGTE AUSSAGEN ÜBER ETHISCHE VERHALTENSWEISEN IM BEREICH DER INTIMITÄT UND WEITERE BEMERKUNGEN
16. Nicht befugte Aussagen ...
17. Ungültige und sakrilege Beichten
18. Der Wille nicht mehr zu sündigen
19. Sterilisierung ...
20. Ethische Bemerkungen zur Gametenabgabe
21. Befruchtung ‘In Vitro’
Links an zwei Dokumente des Apostolischen Stuhls in Frage des ‘in-vitro’
22. Ehe und Blättern in ‘Porno’

E. ZUSÄTZLICHES
1. Kontradiktorische Meinungen einiger Glaubens-Lehrer betreffs ethischer
(0.5 kB)intimer Verhaltensweisen

2. Meinungen des P. Knotz zum Thema einiger ‘sexueller’ Praktiken
Von der Enzyklika „Humanae vitae”: Jeder Akt muss für Leben offenbleiben
Fragment des Briefaustausches vom Vorsitzenden der
(0.5 kB)Polnischen Bischofskonferenz

3. Zuständigkeit der Theologen-Moralisten aufgrund Äußerungen
(0.5 kB)Johannes Paul II.

4. Kriterien zur Einschätzung einer Tat als „gut”
Johannes Paul II. – über den Gegenstand der Tat (VSp 78)
5. Gegenstand der Intimitätsbetätigung: Sexus oder Vereinigung?
6. Kriterium des Gegenstandes der Tat – und der Oral-Sex, der Tief-Kuss
Oral-Sex
‘Tief-Kuss’
Um aufmerksames Lesen im Gebetsklima ...
7. „Eheleuten ist ‘alles’ erlaubt, nur dass sie zuletzt Verkehr haben ...”
a) Entartete Formen
b) Oral-Sexus
c) Tief-Kuss
d) Elterlich-widrige Praktiken
e) Unterbrochener Verkehr
f) Zuerst noch Petting
g) Orgasmus-Training
h) Impotenz
8. Ehe: das Heilige Sakrament der Ehe
a) Sakrament der Erlösungs-Weitergabe
b) Gottes Mäßigkeit bei Erweisen der Zärtlichkeit
c) Tage der Enthaltsamkeit
d) Liebkosung am Tag ohne Verkehr
9. „Unbeflecktes Ehebett ...” (Hebr 13,4)
10. Das ‘Kreuz’ das mit der Ehe und Familie einhergeht

F. SECHS INSBESONDERE THEMEN
1. Petting
2. Küsse
b. Das Küssen
c.Tief-Kuss
d. Verzicht auf das Tief-Küssen
e. Vorspiel und der Mund
f. Völliges Aufgeben der genitalen Liebkosungen mit dem Mund
3. Oral-Sex
4. Verfangenwerden in ‘Gender’
5. Aktivitäten gegen das Kreuz, Abstimmungen auf eine Partei oder Personen die programmartig gegen Gottes Gesetz auftreten
6. Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation und Chance der sakramentalen Lossprechung


Links zur Dokumentation
Version zum Ausdruck
Kontakt. Anschrift an den Autor

Bilder-Fotos

Ich gelobe Dir Treue, o Jesu Christe ...!
Wird mir Gott noch verzeihen können?
Jesus angesichts der Ehebrecherin