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TEILNAHME AN DER
PRO-ABORTION-MANIFESTATION
UND CHANCE
DER SAKRAMENTALEN LOSSPRECHUNG


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Hintergrund der Ereignisse

In letzten Jahrzehnten der Geschichte unserer Heimat (es wird hier von Polen gesprochen.) kommt es rhythmisch zu schwierigen Ereignissen vom Grenzgebiet der Politik und Ethik. Der Verfasser der hiesigen Reflexion hat nicht vor in politische Aspekte dieser Ereignisse einzudringen. Er möchte dagegen einiges zur Reflexion mitteilen vom Gesichtspunkt aus der ihm anvertrauten priesterlichen Sendung des Beichtdienstes. Diesen erlaubt ihm der HERR, der ihn in die Reihe seiner ‘Uniforms-Diener’ berufen hat – seit über 60 Jahren (ab 1956) reichlich erfüllen.

Im Herbst dieses Jahres (2016) konnte man neuerlich einigermaßen mittlerweile stiller gewordene Auseinandersetzungen, oder eher Forderungen hoch aktiviert bemerken – um den legalisierten, und selbst privilegierten Zugang zum Schwangerschftsunterbruch – mit Berufung auf immer andere Beweggründe.

Wir übergehen hier die in solchen Begebenheiten wesentliche, im Allgemeinen nicht direkt offengestellte Hinsicht, dass der Streit um Zugang zur Schwangerschaftsunterbrechung nicht selten nicht so sehr als Kampf um Gesundheit der Frau, der Mutter vorgenommen wird. Dabei übergehen wir zurzeit das Verbrechen der prämeditationsweise beabsichtigten Tötung der Empfangenen, die Frucht der vermeintlich gerade nachgesuchten ... ‘Liebe’ darstellen. Das betrifft offenbar ebenfalls die Empfängnis, zu der es infolge des Überfalls und Schändung gekommen ist. Jede Manifestation für die Abtreibung wird des Öfteren zum tückisch konstruierten, mit medialer Unterstützung üppig bereicherten Werkzeug, um das eigentlich beabsichtigte, völlig andere Ziel zu erreichen: den Umsturz der Linie dieser Personalitäten, die zurzeit die Macht auf der laufenden Stufe der Geschichte im Dienst Polens-als-Polens ausüben (beispielsweise solche Transparente: ‘Den Volksrat abschreiben’, ‘Kondome legen wir für Duda’s Reifen’, ‘I wish I would abort my government’, ‘Die Macht, nicht die Frauen verbluten’ usw.).

Immer wieder wird gelegentlich – der nicht allzu vertuschte Hintergrund jener schreiend veranstalteten Demonstrationen offengelegt. Sie werden nämlich öfter vonseiten fremder Quellen angespornt und untergeschlagen. Für diese aber ist das Christi und Mariens Polen sehr unangebracht. Deswegen streben sie um jeden Preis die Beseitigung des religiösen und kulturellen Erbe unseres Vaterlands an. Manche Frauen lassen sich leider mit dem schwungvollen Strom fassender – fremder Parolen unachtsam und willenlos treiben.

Man sollte sich dabei bewusst bleiben, dass die demonstrierenden Frauen über kein Mandat verfügen, die Gesamtheit aller Frauen in Polen zu vertreten. Dennoch sie stellen sich auf Transparenten und in Medien vor als Frauen-POLINERINNEN vor. Allerdings der überwältigende Teil der Frauen unseres Volkes bleibt in Treue zum Christi und Mariens Erbe unseres Vaterlands.

Gemäß des Eides, der beim Antreten der Macht abgelegt wird, unternimmt diese Regierung (d.h. ab Herbst 2015) die Verpflichtung, das großenteils verloren gegangene eigentliche geistige Angesicht, würdig ihres ruhmvollen Namens, für Polen zu wiedergewinnen. Polen als Polen wurde in der Geschichte wegen seiner Treue zu urewig eingeprägten Prinzipien geehrt, nach denen der authentische ‘Pole’ erkannt werden konnte:

Gott – Ehre – Vaterland”
„Polonia semper fidelis – Polen beständig treu”,
„Nur unter diesem Kreuz, Nur unter diesem Zeichen,
wird Polen – Polen, und der Pole – Pole”
.

Diese Linie widersetzt sich vielfältig dem Kursus vieler Personalitäten unter den bisherigen Machthabern des Volks und Staates, die keine Mühe nicht schonten, um die Tradition und Kultur des Volks, samt den beständig lebendigen geschichtlichen Verpflichtungen zu zertrümmern und sie zu übergehen.

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A. POLEN: WESSEN ... VATERLAND ?

Wurzeln des geistigen Gesichts des Volks

Unsere Vorväter haben über 1050 Jahre her den Sohn Gottes Jesus Christus, samt der Ihn untrennbar begleitenden seiner Unbefleckten Mutter Maria eingeladen, dass sie ihre Wohnung auf „DIESER ERDE” (charakterische Wendung Johannes Paul II. – S. seine Erste Pilgerreise in das Vaterland: 2.-10.VI.1979, Platz des Sieges) aufschlagen. Jesus Christus hat den Vorvätern des Volks die Seelengestaltung der Söhne und Töchter „DIESER ERDE” angeboten – nach dem Maß der Personenwürde und Verantwortung, wie sie in die Seele ausnahmslos jedes Menschen bei seiner Empfängnis als „Gottes Ebenbildes und Ähnlichkeit” (Gen 1,26f.) eingeprägt wird. Dies geschah im Jahr 966, als die damaligen Polanen das Sakrament der heiligen Taufe empfangen haben. Daselbst sind sie in die Toren dieser Kirche eingetreten, die vom selben Jesus Christus gegründet worden ist. Das laufende Jahr: 2016 – stellt das 1050-jährige Jubiläum der Taufe Polens dar.

Die erwähnte Personenwürde und Verantwortung des einzelnen Menschen als lebendigen „Ebenbildes Gottes”  kommt weder vom Vater her, noch von der Mutter. Sie ist Eigentum und liebende Gabe Gottes selbst allein: des Schöpfers und Erlösers jedesmaligen Empfangenen (vgl. BF 9). Ein empfangener Neuer Mensch wird dem Ehepaar von Gott zeitweilig anvertraut, dass sie sich diese Knospe entwickeln lassen und sie einst Gott als voll aufgeblühte Blume zurückgeben, die Gott selbst in Entzückung schwingt.

So ist der Inhalt des ehelichen Gelöbnisses, das die Nupturienten ablegen, wenn sie sich gegenseitig ihr eheliches Zugeständnis zum Ausdruck bringen. Sie beiden spenden sich zu dieser Zeit und empfangen zugleich gegenseitig das Sakrament der Ehe. Der Geistliche stellt ihnen zu dieser Stunde u.a. die grundsätzliche Frage. Ihre Antwort darauf kann kein Wort sein, das in den ‘Wind’ geworfen wäre:

Wollt ihr mit Liebe annehmen und katholisch die Nachkommenschaft erziehen, mit der Gott euch beschenken wird?”
– „Ja” (vgl. BF 9).
ANMERKUNG. So lautet das Rituale in lateinischer Sprache. Das Deutsche Rituale der Ehe ist auch hier leider verschwommen und biegt von der Römischen Formulierung stark ab. Das Wort ‘katholisch’ wird völlig übergegangen ...)
.

Die erwähnte Tatsache, dass jeder Empfangene besonderes Eigentums Gottes ist, der den zum Existieren gerufenen mit Würde des „Ebenbildes Gottes”  beschenkt samt der Berufung zum ab jetzt unsterblichen Leben, wächst aus der Wahrheit des Seins selbst hervor, das heißt sie unterliegt keiner ideologischen Diskussion.
– Dennoch diese Feststellung entspricht ganz besonders keineswegs einem gewissen Prozentsatz von Personalitäten – u.a. vom Milieu derjenigen, die bis zu unlängst Machthaber Polens als des Volks und Staates gewesen sind. Dennoch die Wahrheit des Seins ist stärker als die Weltanschauung und das Gefälle derjenigen, denen es damit einverstanden zu werden schwer fällt, dass auch sie als lebendiges „Ebenbild Gottes” erschaffen wurden – samt der auch ihnen anvertrauten Würde der Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit für die Verwaltung dieses Gottes Geschenks.

Es ziemt sich auch zur Kenntnis zu nehmen, dass das Sein als „Ebenbild Gottes”, gleichbedeutend mit Berufung und Befähigung zum unsterblichen Leben im lebendigen Dialog zu Gott, der Liebe-Leben ist, – unabhängig ist vom Wissen und Zustimmung des einzelnen Menschen darauf. Der Entscheidung vonseiten des freien Willens, dessen Ziel darauf besteht, dass Liebe in ihrer Gottes Bedeutung erscheinen kann, wird einzig die Wahl der Qualität des Lebens in Unsterblichkeit freigelassen – in Richtung eines ‘Plus’, beziehungsweise eines ‘Minus’. Diese Wahl wird unwiderruflich samt dem letzten Akt des Willens besiegelt zur Stunde, wenn der Sterbende auf den ‘zweiten Ufer’ des Lebens herüberkommt.

Solcher Akt wird ausnahmslos von jedem Menschen unternommen: dem Gläubigen und Ungläubigen, Christen oder Nicht-Christen, Atheisten oder Bekenner irgendeiner nicht-christlichen Religion, und ferner von jedem kaum Empfangenen Einzelligen – zurzeit seines Sterbens. Und unabhängig davon, ob er voll entwickelt ist, und physisch, psychisch und verstandssmäßig leistungsfähig (ausführlicher betreffs des Todes u.a. kaum Empfangenen-Sterbender usw. – s. von der Homepage des hier schreibenden Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p5_6c.htm#parvul = „Die sterbenden Kleinen Kinder – die Behinderten – Jeder”).

Die oben angewandte, charakteristische Bezeichnung: Polen als „DIESE ERDE” – wurde vom großen Sohn unseres Volkes benutzt – Papst hl. Johannes Paul II. Es geschah bei seiner Ersten Pilgerfahrt in sein Vaterland (2.-10.VI.1979), als er auf dem ‘Platz des Sieges’ in Warszawa mit ganzer Inbrunst seiner apostolischen Liebe als ‘Petrus-der-aktuellen-Zeiten’, und zugleich Sohn DIESER, von sich so sehr geliebten ERDE – den Landsleuten des Vaterlands Mut und Glauben einzuflößen suchte (s. Erste Pilgerfahrt Johannes Paul II. in das Vaterland: Warszawa, Siegesplatz, 3a-b).
– In pastoraler Besorgtheit um das geistige Antlitz seiner nicht selten in ideologische Verworrenheit verführter Brüder und Schwestern, Volks ‘DIESER Erde’, erinnerte Johannes Paul II. im Rahmen seiner insgesamt acht Pilgermissionen in das Vaterland unermüdlich die geistigen Verpflichtungen, die unsere Väter mit Freuden und Liebe zu Gott, aber daselbst zum Vaterland, herabgezogen haben.

Diese Verpflichtungen betrafen ab Anfang an die feierlichen Versprechungen der heiligen Taufe, die mit freudevoller Verantwortung vom König Mieszko I. samt dem ihm untergebenen Volk empfangen wurde. Diese Versprechungen lauteten auf gleiche Art und Weise wie heute:

Widersagst du der Sünde ...?
Widersagst du Satan, dem Urheber der Sünde ...” ?

(ANMERKUNG. Genau wie oben: das Deutsche Rituale der Heiligen Taufe weicht auch hier leider wesentlich vom lateinischen Originalrituale ab. Anstatt ‘Sünde’ wird im Deutschen Taufritus nur ‘Böses’ angewandt. Es ist leider in keinem Fall dasselbe wie im lateinischen Rituale: ‘Sünde’. Wie sehr wird dadurch der Glaube überhaupt verwässert, und daselbst nicht mehr die Einheit ‘mit’ Petrus und ‘unter‘ Petrus aufrechterhalten!).

Nachdem daselbst das unerlässliche geistige Vorfeld geschaffen wurde – in Form der Lostrennung von Sünde und Satan, konnten jetzt weitere Fragen folgen, die die Aufschließung sperrangelweit für den Glauben an Gott den Dreieinigen, den Erlöser, die heilige Kirche und die treue Befolgung der Gebote Gottes und der Kirche betrafen.

Inhalt des Glaubens und Annahme des Stils moralischer Verhaltensweisen

Im Anvertrauen Gott dem Dreieinigen öffneten sich die Polanen mit tiefstem Glauben und Freude zur „Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes” (Röm 8,21). Sie haben bemerkt, dass die ‘Freiheit’ in keinem Fall irgendeine Grünampel bedeuten darf für Ausgelassenheit und das Übel. Freiheit wird ‘sie selbst’, wenn sie Gutes schafft in Hinsicht der endgültigen Dinge. Der Weg zu solcher ‘Freiheit’ wird mit Geboten dieses Gott-Menschen vorgezeichnet, der gerade von unseren Vätern eingeladen wurde, dass Er sich auf ‘DIESER Erde’ gelassen einquartieren möge.

Sie haben mittlerweile erfahren, dass dieser Dreieinige, auf den sie geglaubt und sich ihm anvertraut haben (die Taufe als eigenartiges: „Jesus-ich-vertraue-auf-Dich” !), keiner von jenen blutdürstigen Gottheiten ist, die in ihrer Unsättigkeit nach Blut eines ihnen immer anderen zum Opfer dargebrachten Menschen suchten. Im Gegenteil, dieser Dreieinige ist im Sohn Gottes Jesus Christus vom Himmel auf die Erde herabgestiegen (Joh 8,42; 16,28), um persönlich – anstelle des sündigen Menschen – „Sühnung für unsere Sünden, und nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt” (1 Joh 2,2) zu werden.

Derselbe Christus, der Sohn Gottes und Menschen-Sohn zugleich – ermutigt inbrünstig, dass jedermann die eigentlichen Wahlen unternimmt: diese zum letztlichen Wohl. Um dieses Wohl zu erreichen, kann kein Preis zu hoch angesehen werden. Seine menschlichen Brüder und Schwestern warnt Er unermüdlich:

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und darüber hinaus nichts weiter tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch: Vor ihm sollt ihr euch fürchten” (Lk 12,4f.).

Der vom Christus gezeigte ‘Dieser’, den Er in anderen Umständen als diesen „BÖSEN” bezeichnet (Mt 5,37; 6,13; 13,19; Joh 17,15), beziehungsweise als den „Fürst dieser Welt” (Joh 12,31; 14,30; 16,18), oder geradeaus als Satan (Joh 8,44) – ist derselbe, den der erste sichtbare Stellvertreter Christi auf Erden – Petrus der Apostel, grell entlarvt:

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann ...” (1 Petr 5,8).

So ist die typische ‘Gegen-Liebe’ des BÖSEN, des urewigen „Lügners und Vaters der Lüge”, der „von Anfang an Mörder war” (Joh 8,44) und der unermüdlich „die ganze Welt verführt ... – weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt” (Offb12,9). Satan versteht es, die Menschen nicht nur nicht zu lieben, sondern er verschlingt sie lebendig, indem er sich mit ihrem Leib und Blut sättigt.

Und doch gerade ihm, Satan, gelingt es nicht selten sehr leicht viele zu verführen – zum ewigen Verderben. Gegen die Wahrheit der Schöpfung und Erlösung gelingt es ihm ins Bewusstsein des Menschen verkehrt ein Misstrauen Gott gegenüber einzusickern. Er redet dem Menschen ein, Gott wäre sein schlimmster Feind, den es zu entthronen und Ihm die Macht herausreißen gilt über „Gut und moralisches Übel” zu entscheiden. Am besten wäre es, Ihn ... zu töten. Das ganze bisherige Anvertrauen auf Gott soll der Mensch schlechterdings auf ihn – den Satan, übertragen.
– Hört jemand Satans Einflüsterungen, wird die Sünde begangen.

Die Sünde der Übertragung des bisherigen Anvertrauens auf Gott – jetzt auf Satan, gleicht dem genauen Gegensatz zur Wirklichkeit, wie sie von Jesus Christus vorgeschlagen wurde und zusammengefasst in Worte, die der Menschenfamilie durch die Vermittlung der hl. Faustyna angeboten wurde: „Jesus, ich vertraue auf Dich” ! In seiner Verkehrtheit redet Satan dem Menschen ein, er solle ihm – Satan anvertrauen: „... im Leben – im Sterben – und all dem, was nach dem Tod erfolgt: in Ewigkeit der ewigen Verdammnung (s. dazu von der Dokumentation Johannes Paul II.: DeV 37: Verlogung des Guten; Aufschließung für den ‘Vater der Lüge’; 38: Bazillus des Widerstandes; Tod Gottes; 28: Abschneidung des Menschen vom Gericht; VSp 35: der freie Wille muss haltmachen vor dem Baum der Erkenntnis von Gut-Böse; usw. – Sieh auch Homepage des Autors: http://lp33.de – PORTAL, Inhaltsverzeichnis, Kol.4, Nr. 19a).

Gott der Schöpfer und Erlöser ist diametral anders. Im Sohn Gottes Jesus Christus bietet Er seinem lebendigen „Ebenbild und Ähnlichkeit” – sich selbst zur Nahrung und zum Trank. So wird Jesus Christus Angeld schon hier auf Erden für das Leben in ewiger Glückseligkeit. Solchen Preis legt Gott auf die Waagschale für jeden Menschen, indem Er seinen Göttlich-Menschlichen Leib und sein Göttlich-Menschliches Blut dahingibt „für das Leben der Welt” (Joh 6,51; und ebd., vs.53-58) – offenbar der ‘Welt’  der Menschen.

Die Tatsache an sich des Herabstiegs des Sohnes Gottes vom Himmel auf die Erde zur Erlösung des Menschen – ist vonseiten Gottes eine ‘wahnsinnige’ Entscheidung. Der Völkerapostel hat sie in gewisser Stunde als „Torheit ... denen, die verloren gehen; uns jedoch, die gerettet werden, Gottes Kraft” (1 Kor 1,18) bezeichnet. Bei anderer Gelegenheit spricht er von ihr als „Ärgernis des Kreuzes” (Gal 5,11: scandalum crucis).
– Das, was Gott unternommen hat, indem Er das Werk der Erlösung des Menschen angetreten hatte, kann unmöglich anders erklärt werden, als mit eigenartigem Verliebtsein des Dreieinigen in seinem lebendigen „Ebenbild”. Um es zum ewigen Leben zu erretten legt Er auf die Waagschale gleichsam ohne die Augen zusammenzukniffen – den höchst möglichen – einen königlichen Preis dar: sein eigenes Leben. So beglaubigt Gott an sich selbst, was Er kurz vor seiner Erlösungspassion in Worte fasst: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt” (Joh 15,13; sieh zum Kontrast: Röm 5,8; samt dem Zusammenhang: Röm 5,6-11. – Ausführlicher sieh viele Fäden dieser Reflexion auf der Homepage des hier schreibenden Autors: http://lp33.de – zumal IV., V.Teil, und VII.Teil, 1.Kap.).

Wie reichlich gibt es im Gottes-Geschriebenen-Wort eigenartige autobiographische ‘Herzensergüsse’ des Dreieinigen über sein ‘bräutliches Verliebtsein’ im Menschen, dem Volk seiner Auserwählung (s. z.B. Jes 54,5-8; Joh 3,29; MuD 26; usw. – Ausführlicher s. Homepage des Autors: http://lp33.de – u.a. den ganzen VI.Teil, 4.-9.Kap.)! Der Dreieinige möchte mit seinem ganzem Selbst im Sohn Gottes Jesus Christus – den Menschen, den Er sich zu seiner mystischen Braut vorbereitet, von dem ihr drohenden ewigen Verlorenwerden herausreißen. Das hat Jesus Christus selbst verwundernd formuliert. Es war bei seinem Nachtdialog mit Nikodemus:

Denn so sehr hat Gott (= der Himmlische Vater) die Welt geliebt (= Welt der Menschen), dass Er seinen einzigen Sohn hingab (= dahingab; er hat Ihn dazu zur Verfügung geschenkt), damit jeder, der an Ihn glaubt (= Ihm anvertraut), nicht verloren geht (= ewige Verdammnis), sondern das ewige Leben hat” (Joh 3,16).

Preis zum Erlangen des ewigen Lebens

Preis zum Erlangen des ewigen Lebens vonseiten des Menschen ist allerdings dieses: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Vernunft. ... und deinen Nächsten lieben wie dich selbst” (s. Dtn 6,5; Mt 22,36; Joh 14,21; usw.). Nicht umsonst warnt das Gottes-Geschriebene-Wort vor tragischer Wahl des freiwilligen Weggangs von Gott, was gleichbedeutend wäre mit der Wahl des Lebens – ebenso ewigen, nur dass in ewiger Verdammnis. Hier Worte von beinahe den letzten Sätzen des letzen Buches des Neuen Testaments:

„... Noch ein Buch wurde aufgeschlagen, das Buch des Lebens. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, wie es in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, auch der Tod und die Unterwelt gaben die Toten heraus, die in ihnen waren,
– und sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken. Der Tod und die Unterwelt wurden in den Feuersee geworden.
– Das ist der zweite Tod: der Feuersee. Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen” (Offb 20,12-15; s. auch: Mt 13,32; Joh 5,25.29; 15,15,6; usw.).

Sollten die obigen Worte als literarisch schön formulierte Vogelscheuche anerkannt werden für unartige Kinder, die Erwachsene nicht mehr ernst zu nehmen brauchen? Jesus Christus, der Menschgewordenes WORT GOTTES ist, spricht von sich, wiewohl Er in Kürze vor das Menschengericht gestellt werden wird – vor das Synedrium und auf das „horrendum supplicium – die schaudererregende Hinrichtung”  verurteilt werden wird (so haben selbst die Römer den Kreuzigungstod bezeichnet), und zwar den Tod durch Geißelung, Dornenkrönung und Kreuzigung:

Himmel und Erde werden vergehen,
aber Meine Worte werden nicht vergehen ...”
(Mt 24,35; 1 Petr 1,25).

Und noch:

In der Welt seid ihr in Bedrängnis,
aber habt Mut
(= habt Vertrauen auf Mich): Ich habe die Welt besiegt” (Joh 16,33).

Der Erlösungstod des Sohnes Gottes am Kreuz, der von Ihm erfahren wurde „im inbrünstigen Gebet seines Leidens” (DeV 40), wie ihn der selbst im Gebet versunkene hl. Johannes Paul II. bezeichnet hat, samt der kurz danach erfolgenden seiner Auferstehung – gilt für den einzelnen Menschen als ein so unerhörtes Angebot Gottes (sieh dazu: APR 10), dass seine Nicht-Annahme – dramatische Katastrophe bedeutete. Jesus Chrisus hat nämlich ausnahmslos jeden Menschen aller Zeiten, Zeitepochen und Kulturen erlöst. Dennoch Er selbst bleibt mit höchster Ehrerbietung und Distanz einer Hochachtung vor jedermann geschenktem freien Willen stehen. Gott erlaubt sich niemals, die Entscheidung des freien Willens herauszuzwingen. Er nötigt nicht einmal, in den Himmel kommen zu müssen. Als „Gekreuzigter” und zugleich Auferstandener Erlöser (DiM 8; so ist Jesus auf dem Bild ‘Jesus, ich vertraue auf Dich’!), „steht (Er)vor der Tür und klopft an. Wenn jemand Meine Stimme hört und die Tür aufmacht, so werde Ich bei ihm einkehren und Mahl mit ihm halten, und er mit Mir” (Offb 3,20).

Gott fragt immer und bietet innigst an, indem Er spricht: „... Wenn du aber das Leben erlangen WILLST, halte die Gebote ...” (Mt 19,17). Der Erlöser „verletzt niemals die Freiheit”. Im Gegenteil, Er sucht „aus dieser menschlichen Freiheit die Liebe auszulösen ...” (DiM 8), die nicht nur Akt der Solidarität mit dem leidenden Menschen-Sohn wäre, sondern auch irgendwie „Barmherzigkeit, die von jedem von uns dem Sohn des Ewigen Vaters erwiesen wird” (DiM 8).

Auf diesem Weg kehrt das Hinhören auf die Stimme des anpochenden Erlösers zum genannten Menschen zurück in Form von reichlichen Gnaden der vollbrachten Erlösung. So findet sich er auch auf dem Weg, der zur ewigen Glückseligkeit führt im „Haus des Vaters” (Joh 14,2f.). Dort aber kommt untrüglich das weitere Wort Gottes zur Erfüllung: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz gedrungen ist: Alles, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben” (1 Kor 2,9).

Dabei braucht man sich nicht beängstigen, dass die Liebe Gottes betrügen oder täuschen könnte. Jesus sagte einmal zur hl. Faustyna Kowalska, als sie von Zweifeln befallen war, ob sie nicht etwa zum Spielzeug Satans Vortäuschung geworden ist, sooft vor ihr Jesus Christus, der Barmherzige, stehen geblieben ist. Jesus hat sie damals beruhigt: „... Die Liebe täuscht niemanden” (TgF 29).

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B. ROLLE DER KIRCHE

Was hat hier die Kirche zu sagen?

Die Annahme der heiligen Taufe wurde gleichbedeutend mit freudigem Eintritt des damaligen Volks und Staates in die Kirche Christi. Die ‘Kirche’ stellt keine selbstgenannte Institution dar. Sie wurde nicht von einem Menschen, sondern vom Sohn Gottes selbst gegründet, dem Erlöser des Menschen. Niemand der Menschen, nicht einmal der Papst, ist Eigentümer der Kirche. Sein einziger Eigentümer ist der Sohn Gottes Jesus Christus. Christus aber hat diese ‘seine Kirche’, die aus sündigen Menschen besteht, ebenfalls diesen, die mit ihnen anvertrauter geistiger Macht ausgezeichnet sind, – auf dem Grundboden des Petrus-des-FELSEN aufgebaut, den es den Pforten der Hölle niemals ihn zu überwältigen gelingt:

„Ich aber sage dir: Du bist Petrus [aramäisch: kefá'; = griech.: pétra-pétros; lat.: Pétra], und auf diesen Felsen werde Ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden ihn nicht überwältigen [nach griech.: diesen Felsen, nicht aber: die Kirche !].
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf der Erde binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein; und was du auf der Erde lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein” (Mt 16,18f.).

Gerade diese Kirche erfüllt im Maß ihrer menschlichen Kräfte, die immerwährend mit Gottes Macht unterstützt werden – mit möglich höchster Treue die ihr anvertraute Sendung. Sie tut es durch ihre Hirten, die das Band der Einheit in Lehre des Glaubens und moralischer Verhaltensweise „‘mit’ Petrus und ‘unter’ Petrus”  der betreffenden Zeiten unterhalten. Die genannte Sendung wurde von Christus den Aposteln und ihren Nachfolgern noch einmal in der Stunde verordnet, als Er schon von dieser Welt von neuem zum Vater am Tag seiner Himmelfahrt übergehen sollte:

„Darum geht hin und lehrt alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch geboten habe.
Seht, Ich bin mit euch alle Tage hindurch – bis zum Ende der Welt” (Mt 28,19f.).

Der Inhalt des Glaubens und der Zehn Gebote Gottes, in denen synthetisch die Prinzipien der moralischen Verhaltensweisen zu Gott und den Menschen enthalten sind – ist keine Erfindung der ‘Kirche’, noch des Papstes, noch irgendeines der Priester. Die Kirche ist nicht zuständig, irgendeines der Gebote Gottes zu beseitigen, oder andernfalls einzusetzen, beziehungsweise ein bestehendes Gebot Gottes zu verwässern-modifizieren.
– Anderseits aber die Gebote waren niemals irgendetwas gleichsam seelenloser administrativer Vorschriften. Hinterher jedes Gebotes schaut unabänderlich die Person Gottes des Dreieinigen, der „der Einer der GUTE” ist (Mt 19,17). Als Liebe und Erlöser ist Gott unfähig, dem Menschen, seinem lebendigen „Ebenbild’, irgendeinen Schaden zu wünschen, oder umso mehr zuzufügen.

Mit anderen Worten, Gott zeigt jedesmalig zuerst sich selbst als Person und diesen, der der „Eine der GUTE ist”. Erst in zweiter Reihe schlägt Er vor, und selbst Er befiehlt dringend, dennoch nie und niemals nötigt Er irgendjemanden, dass die Gebote befolgt werden müssen. Diese Gebote streben niemals danach, irgendjemandem einen Schaden zuzufügen. Ihre liebende Befolgung legt sich völlig eintönig nach der Linie der Würde der menschlichen Person – ihrer eigenen und dieser der Nächsten. Der Umschlag der Gebote ins Leben wird daselbst zur Betätigungsweise zur Ehre der Würde Gottes selbst gemäß der Richtschnur des lebendigen „Ebenbildes und Ähnlichkeit Gottes”. Gott aber ruft jeden der Erlösten zu seiner intimsten Nähe mit sich.
– Die Vereinigung des Menschen mit Gott wird üblich als Leben im Zustand der heiligmachenden Gnade genannt. Dieser Zustand ist Vorbedingung zum Erlangen der Glückseligkeit des ewigen Lebens.

Gottes Stimme im menschlichen Gewissen

Der Sohn Gottes Jesus Christus hat des Öfteren die Einprägung des Gesetzes Gottes, d.h. der Zehn Gebote Gottes bestätigt, die auf gleiche Art und Weise im Herzen ausnahmslos jedes Menschen eingeschrieben ist: ob des Gläubigen oder nicht Glaubenden, und unabhängig von bekannter Religion (vgl. Röm 2,15). Es genügt nur dieses Wort Christi zur Erinnerung zu bringen, das in diesem Fall gerade das VI. Gebot Gottes betrifft:

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen” (Mt 5,27f.).

In einem anderen Fall äußert sich Jesus vom ‘Herzen-Gewissen’ als Quelle der sittlichen Verhaltensweise mit Bezug auf bedeutend umfangreichere Palette zwischenmenschlicher ethischer Verhaltensweisen:

„Begreift ihr nicht, dass alles, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, in den Magen gelangt und dann wieder ausgeschieden wird? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. Das ist‘s es, was den Menschen unrein macht ...” (Mt 15,17-20).

Jesus weist hier deutlich auf die Stimme des Gewissens hin: des Herzens. In ihm spielen sich Entscheidungen ab, deren Ergebnis unterschiedliche moralische Verhaltensweisen sein werden.

Ganz öfter knüpfte an die Rolle des Gewissens Papst Johannes Paul II. an. Er brachte die Tatsache zum Bewusstsein, dass im Gewissen dauernd die Stimme Gottes spricht. Sie ruft zum Gehorsam der Führung Gottes auf.
– Hier eine seiner charakteristischen Äußerungen:

„Das Gewissen ist die ... ‘verborgenste Mitte und das Sanktuar im Menschen, wo er allein mit Gott verweilt, dessen Stimme in seinem Innersten mit der Anordnung erklingt (...): Tu dies, meide jenes. ...
– Zugleich aber ‘entdeckt der Mensch in der Tiefe seines Gewissens ein Gesetz, das er sich nicht selbst auferlegt, sondern dem er gehorchen soll’. Das Gewissen ist also keine autonome und ausschließliche Quelle, um zu bestimmen, was gut und was böse ist. Ihm ist vielmehr das Prinzip des Gehorsams gegenüber der objektiven Norm tief eingeprägt, welche die Billigkeit seiner Entscheidungen mit Geboten und Verboten begründet und bedingt, die dem menschlichen Verhalten zugrunde liegen (...).
– Genau in diesem Sinne ist das Gewissen ‘das innerste Heiligtum’, in welchem ‘die Stimme Gottes widerhallt’. Es ist die ‘Stimme Gottes’ selbst auch dann, wenn der Mensch darin ausschließlich das Prinzip der moralischen Ordnung anerkennt, an dem man menschlich nicht zweifeln kann, auch ohne direkten Bezug auf den Schöpfer ...” (DeV 43).

Das Gewissen verlangt aber nach dauernder Gestaltung. Es ist nicht zuständig zu bestimmen, was das ethische Gut oder Übel ist – beziehungsweise sein soll. Das versteht vortrefflich jeder Vater und jede Mutter, wenn sie angesichts der Erziehung ihrer Nachkommenschaft stehen bleiben, das heißt der Gestaltung des Charakters des Kindes.

Das betrifft übrigens die Erziehung nicht nur der Kinder, sondern umso mehr die Personen der Erwachsenen und ganzer Gesellschaften, die Mitglieder auch der Kirche selbst nicht ausgeschlossen.

Wir sind ununterbrochen Zeugen, wie die Gottes Zuständigkeiten gerade in diesem Bereich usurpiert werden vonseiten sowohl einzelner Menschen beziehungsweise Partnerschaften, wie, der Reihe nach, hochangestellter legislativer Gremien. Diese zwingen immer wieder – mit Kraftaufwand – ganzen Gesellschaften und Staaten vom Grund aus entartete Lösungen und ethische Praktiken auf, indem sie das ‘Gute oder Böse’ bestimmen und gründen „ohne Gott, wenn nicht sogar direkt gegen Gott” (RP 14).
– Gelegentlich unterstellen sie die Gabe finanzieller Spritzen für verbündete Staate von der Annahme immer anderer ethischer Abscheulichkeiten, auf diese die betreffenden Gesellschaften auf keinen Fall zustimmen können. Dessen Beispiel sind viele Festlegungen von der Ebene der UNO, WHO, EU usw. betreffs u.a. der Abtreibung, Verhütungsmittel gegen die Schwangerschaft, Euthanasie, Homosexualität und des geistig-physischen Krebses, der die heutige Menschenfamilie nagt in Form der mit Kraftaufwand aufgedrängten Ideologie und Praxis des „Gender Mainstreaming” (genauer über Abtreibung und Verhütung – Homepage des Autors: http://lp33.de – II.Teil, 3.Kap.. Dagegen die Frage der Homosexualität und Gender s. ebd.: VI.Teil, 2. und 3.Kapit.).

Weisungen hinsichtlich der Gestaltung des Gewissens erscheinen im Gottes-Geschriebenen-Wort wiederholt. Beispielsweise dürften die inbrünstigen Worte des Völkerapostels angeführt werden, die er an seinen geliebten Mitarbeiter, den jungen Timotheus richtet. Mit wie viel apostolischer Besorgtheit um authentische Übermittlung des Evangeliums Gottes und der „gesunden Lehre” (2 Tim 4,3; FC 73; VSp 116) der Offenbarung Gottes – ohne Arglist noch „Verfälschung des Wortes Gottes” (2 Kor 2,14.16f.; 4,2.5) – legt er auf das Herz des Timotheus die Verpflichtung, die ganze Wahrheit der Offenbarung zu verkündigen „... im Haus Gottes, das heißt der Kirche des lebendigen Gottes, der Säule und Grundfeste der Wahrheit” (1 Tim 3,15).
– Wie sollten hier nicht seine dringenden^^ Worte angeführt werden:

„Verkünde das Wort, sei zur Stelle – ob gelegen oder ungelegen –, rede ins Gewissen, ermahne unermüdlich und geduldig belehrend. Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach eigenen Wünschen Lehrer zusammensuchen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen. Sie werden ihr Ohr von der Wahrheit abwenden, den Fabeleien aber zuwenden ...” (2 Tim 4,2ff.).

Gott angesichts des freien Willens seines lebendigen „Ebenbildes”

Der dringende Ruf, dass das ganze Gesetz Gottes angenommen wird, seine bisweilen herausfordernden Lösungen nicht ausgenommen, ist selbstverständlich immer nur moralischer Appell an die Freiheit des Willens und Gewissens des einzelnen Menschen, niemals aber Aufzwingung der betreffenden Verhaltensweise. Solchen Stil der Beziehungen Gottes zum Menschen kann angefangen vom Paradies beobachtet werden. Gott zeigt sich dem Menschen zuerst als Person (also nicht als administrative Vorschrift, eventuell Paragraf des Strafkodexes) und lässt ihm sein Selbst kennen zu lernen als Dieses, der der „Eine der GUTE ist”. Erst danach stellt Er ihm Anforderungen vor, die seiner personalen Würde entsprechen, die zur Vereinigung mit Sich im Bund der Liebe und Gottes Lebens berufen wird. Dabei aber warnt Gott voller Besorgtheit um das letztliche Wohl des Menschen – vor der Zurückweisung der Verordnung Gottes. Denn dieses würde sich als Tragödie des Lebens in ewiger, unabrufbarer Verdammnung auswirken. Dennoch die Anordnung und das Gebot Gottes verletzt in keinem Fall die Freiheit des Willens des Menschen und nötigt die Wahl angesichts des „Lebens und Glücks, des Todes und Unglücks” (s. Dtn 30,15.19) nicht auf.

„Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen. Denn sobald du davon isst, wirst du unbedingt sterben” (Gen 2,16f.).

Johannes Paul II. erklärt diese erste Anordnung Gottes mit aller Schlichtheit, und zugleich Tiefe seines Gebetwesens, und dabei durch und durch schöpferisch. Gott schafft diesen zweien im Paradies, und keimartig ihrer ganzen Nachkommenschaft – die Chance, dass sie die ihnen angebotene Würde annehmen, „Subjekt des Bundes und Partner des Absoluten” sein zu dürfen (ML 76f.).

Es zeigt sich, dass schon diese ersten Menschen das Angebot Gottes ... zurückgewiesen haben: Sie haben „... dem Wort Gottes nicht geglaubt” (DeV 33)! Sie haben ihr bisheriges Anvertrauen auf Gott zurückgezogen und es auf „die alte Schlange, genannt Teufel und Satan ” (Offb 12,9) übergetragen. Er ist es, der „wie die Schlange einst durch ihre Falschheit Eva täuschte” (2 Kor 11,3), sie aber hat danach ... Adam verführt. Anstatt Gott – haben diese beiden Glauben den verlogenen Worten des „Vaters der Lüge und Mörders von Anfang an” (Joh 8,44) geschenkt ...

Doch bemerken wir, dass Gott die Anpassung an sein Gebot zwar anordnet und es dringend befiehlt. Strömt doch dieses Gebot von seiner Besorgtheit und Fülle seiner Liebe hervor. Dennoch Gott wird die Akzeptation seines Gebotes niemals erzwingen.

Der einzige sofortige ‘Gewinn’ der Haltung des Aufstandes der Ur-Eltern – in Spuren des „Non serviam – Ich werde Dir nicht denen ” (vgl. Jer 2,20) eines Teiles der Engel, wurde das sofortige Bewusstwerden, dass sie ... „nackt” geworden sind (Gen 3,7). Die heiligmachende Gnade, die ihren von Anfang an nackten Leib bisher zur Strahlung brachte, indem sie ihn gleichsam einer strahlenden Bekleidung bedeckte – ist von ihnen plötzlich wie ein Bühnenvorhang herabgefallen. Beide haben die Last ihres Abgeschnittenwerdens von Gott verspürt.
– Es ist ihnen bewusst geworden, dass sie in dieser Lage vor Gott nicht mehr stehen bleiben können. Es blieb das hoffnungslose, von vornherein vergebliche Verstecktbleiben vor Gott.

Parallel dazu begann sich der viele Ebenen aufweisende „Tod”  der Gnade Gottes zu aktivieren. Diese Gnade hat doch bisher das „Heiligtum des Heiligen Geistes”  ihres Herzens-Gewissens vollgefüllt (s.: 1 Kor 3,16f.; 6,19. – Sieh genauer: Homepage des Autors, u.a.: http://lp33.de – cz.VII, r.3, § K: Mädchen-Frau und ihre Bekleidungsweise).

Möge es gut sein in diesem Zusammenhang Worte des II.Vatikanischen Konzils anzuführen – betreffs der Gottes Ehrachtung vor der freiwillig unternommenen Wahl vonseiten des freien Willens des Menschen. Zu gleicher Zeit sucht Gott nur umso mehr dringend gerade diesen Menschenwillen heranzuziehen, dass er sich auf die voller Besorgtheit Annahme der Gottes – und nicht rein menschlicher Lösungen aufschließt:

„Gott ruft die Menschen zu seinem Dienst im Geiste und in der Wahrheit, und sie werden deshalb durch diesen Ruf im Gewissen verpflichtet, aber nicht gezwungen. Denn er nimmt Rücksicht auf die Würde der von ihm geschaffenen menschlichen Person, die nach eigener Entscheidung in Freiheit leben soll ...
...
– Gleich wie Christus waren die Apostel allzeit bestrebt, der Wahrheit Gottes Zeugnis zu geben ...
... So verschmähten sie alle ‘fleischlichen Waffen’, ... Verkündeten sie das Wort Gottes, im vollen Vertrauen, dass die Göttliche Kraft dieses Wortes imstande ist, die gottwidrigen Mächte zu zerstören und die Menschen dahin zu führen, an Christus zu glauben und ihm zu gehorchen ...
... Dabei scheuten sie sich nicht, der öffentlichen Gewalt zu widersprechen, wenn sie zu dem heiligen Willen Gottes in Gegensatz trat: ‘Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen’ (Apg 5,29). Märtyrer und Gläubige ohne Zahl sind zu allen Zeiten überall diesen Weg gegangen” (DH 11).

Kirche und Bestimmung von Gut-Böse

In den früher angeführten Worten erinnert Johannes Paul II (s.: Gewissen: Sanktuar), dass das Gewissen „keine autonome und ausschließliche Quelle, um zu bestimmen, was gut und was böse ist. Ihm ist vielmehr das Prinzip des Gehorsams gegenüber der objektiven Norm tief eingeprägt, welche die Billigkeit seiner Entscheidungen mit Geboten und Verboten begründet und bedingt, die dem menschlichen Verhalten zugrunde liegen” (DeV 43; GS 16). Autor der erwähnten ‘moralischen objektiven Norm’ ist niemand der Menschen, darunter auch die Kirche nicht, sondern Gott allein. Daher hebt der Papst – der sel. Paulus VI., entschieden hervor – in diesem Fall gerade mit Bezug auf die eheliche und elterliche Ethik, wiewohl dasselbe Prinzip auf gleiche Weise alle anderen ethischen Beziehungen betrifft:

„Daraus folgt, dass sie (= die Eheleute) bei der Aufgabe, das Leben weiterzugeben, keineswegs ihrer Willkür folgen dürfen, gleichsam als hinge die Bestimmung der sittlich gangbaren Wege von ihrem eigenen und freien Ermessen ab. Sie sind vielmehr verpflichtet, ihr Verhalten auf den göttlichen Schöpfungsplan auszurichten, der einerseits im Wesen der Ehe selbst und ihrer Akte zum Ausdruck kommt, den anderseits die beständige Lehre der Kirche kundtut” (HV 10).

Seinerseits bringt dieses Prinzip Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Veritatis Splendor”  zum Ausdruck:

„... Die Offenbarung lehrt uns, dass die Macht, über Gut und Böse zu entscheiden, nicht dem Menschen, sondern ausschließlich Gott gehört ...
– Der Mensch ... freut sich einer ungemein weitgehenden Freiheit, denn er darf ‘von allen Bäumen des Gartens’ essen. Es ist aber keine unbegrenzte Freiheit: Sie muss vor dem ‘Baum der Erkenntnis von GUT und BÖSE’ haltmachen, sie wurde nämlich dazu berufen, das moralische Gesetz anzunehmen, das Gott dem Menschen gibt.
– In Wirklichkeit verwirklicht sich die menschliche Freiheit wahrhaft und in Fülle geradeaus in dieser Annahme des moralischen Gesetzes. Denn ‘der Eine, der Gute’ weiß vortrefflich, was für den Menschen das Gute ist und daher befiehlt er ihm dieses Gute aus Liebe zu ihm in Geboten” (VSp 35).

Aber weiter: selbst die Fachspezialisten-Theologen selbst höchster Klasse – u.a. diese in Moral-Theologie, sind nicht zuständig, was die autoritative Deutung des moralischen ‘Guten und Bösen’ angeht. Diese Macht hat Gott allein dem Lehramt der Kirche vorbehalten. Dies wurde wiederholt vonseiten Johannes Paul II. in seinen immer anderen apostolischen Dokumenten hervorgehoben, z.B.:

„... So kommt es auch zu einem Dialog zwischen Seelsorgern und Familien. Dabei können die Theologen und anderen Fachleute, die mit Familienproblemen vertraut sind, große Hilfe leisten, indem sie genau den Inhalt des Magisteriums der Kirche und den Inhalt der Erfahrung des Familienlebens erklären ...
– Doch ist es gut, daran zu erinnern, dass die Festlegung der unmittelbaren und verpflichtenden Norm in der Doktrin des Glaubens – ebenfalls hinsichtlich der Probleme der Familie – in die Zuständigkeit des hierarchischen Magisteriums fällt.
– Freie von Unklarheiten Beziehungen zwischen Theologen, Fachleuten in Familienfragen und Magisterium tragen in beträchtlichem Grad bei zum korrekten Verständnis des Glaubens und zur Entfaltung – in deren Grenzen – eines berechtigten Pluralismus” (FC 73).

Es handelt sich um die Macht, dieses zu gründen-bestimmen-festzulegen, was das „Gute beziehungsweise Böse” in  Gottes Angesicht ist, und folgerichtig erst so auch für den Menschen. Jeder Mensch – ob er davon Bescheid weiß oder nicht – ist unabdingbar und unabtrittbar lebendiges „Ebenbild Gottes”, sollte selbst dieses Gottes-‘Ebenbild’-zu-Sein infolge der Sünden befleckt und sehr verzerrt sein. Die besprochene Macht gehört ausschließlich zu Gott, der „der Einzige GUT ist” (Mt 19,16).

Selbst der Sohn Gottes hat dazu die „Seine Kirche” gegründet und eingesetzt, dass sie in Gottes Namen – mit Siegel der Unfehlbarkeit in Sachen, die in das Profil der Erlösung des Menschen in Christus hineinreichen, den eigentlichen Sinn der Offenbarung Gottes und die moralische Norm des Gesetzes Gottes – sowohl dieses natürlichen (im Sinn: es entspricht der Würde und Berufung der menschlichen Person zum ewigen Leben), wie dieses, das vom Evangelium hervorgeht – auf authentische und autoritative Weise „ deutet und es allen Menschen guten Willens vorlegt ” (FC 33; HV 18).
– Diese Hinsicht wird eindeutig in der Dogmatischen Konstitution Dei Verbum des Vaticanum Secundum hervorgehoben und zur Erinnerung gebracht:

„Die Aufgabe aber, das Geschriebene oder Überlieferte Wort Gottes authentisch zu deuten, ist nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut, dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird.
– Dasselbe Lehramt ist aber nicht über dem Wort Gottes, sondern im Gegenteil, es dient ihm. Es lehrt nämlich nichts, als was überliefert worden ist, insofern es – aufgrund des Göttlichen Auftrags und mit dem Beistand des Heiligen Geistes – es ehrfurchtsvoll hört, heilig bewahrt und treu auslegt und weil es alles, was es als vom Gott geoffenbart zu glauben vorlegt, aus diesem einen Schatz des Glaubens schöpft” (DV 10bc).

Einmal mehr offenbart sich das Göttlich-menschliche Geheimnis der Kirche Christi. Niemand und nichts ist imstande die Kirche auf irgendetwas nach dem Muster einer nur menschlichen Institution herabzuführen, die sich nach menschlichen Gesetzen richten ließe. Ein einzelner Theologe kann die Ausbildung des zeitweiligen Papstes mit seiner Gelehrtheit weit überragen. Dennoch nicht er – dieser gelehrte Theologe-Fachspezialist, sondern der Stellvertreter Christi, wird mit dem Charisma der authentischen und autoritativen Weitergabe der Apostolischen Glaubenslehre und moralischer Verhaltensweisen beschenkt, sooft er sich auf seine Sendung als Nachfolgers Petri beruft, in kollegialer Einheit mit Bischöfen, die mit ihm als Petrus und unter Petrus verbunden sind. In diesem Licht, also von der Ebene aus des Heiligen Geistes, und zugleich mit dem Siegel der Wahrheit der Offenbarung – im Namen Gottes selbst, legt dann der Petrus der betreffenden Zeiten die authentische und autoritative Erklärung zum eigentlichen Sinn des Gebotes Gottes in seiner Anwendung an die modernen, früher nicht bekannten, bisweilen ungemein schwierigen, und heißen Fragen. Das betrifft u.a. den ganzen Bereich der sich rasch entwickelnden Bio-Ethik, was ungemein schwierige Fragen hinsichtlich ihrer Bewertung im Licht des Göttlichen Gesetzes und der personalen Würde des Menschen schaffen kann.

Diese Frage hat im Endteil seiner Enzyklika ‘Humanae vitae” mit all seiner Demut, aber zugleich Unbeugsamkeit, Paulus VI. dargestellt, als er sich endlich an die Priester und manche aufständische Bischöfe wandte und sie um Gehorsam dem Glauben und die Einstimmigkeit in der Lehre des Glaubens in Kommunion zum Magisterium der Kirche betete:

„Wie ihr wohl wisst, verpflichtet euch dieser Gehorsam nicht so sehr wegen der beigebrachten Beweisgründe, als wegen des Lichtes des Heiligen Geistes, mit dem besonders die Hirten der Kirche bei der Darlegung der Wahrheit ausgestattet sind ...” (HV 28).

Umso deutlicher greift diesen Faden hinsichtlich der Priester-Theologe und Hierarchen Papst Johannes Paul II. auf. Dies kommt zur Sprache in seinen vielfältigen Auftretungen und Dokumenten, deren Artsgewicht als Meilensteine der Lehre des Magisteriums der Kirche bezeichnet werden müssen:

„Die Tatsache, dass sich manche Gläubige in ihrer Verhaltensweise an die Lehren des Magisteriums nicht fügen oder falsch ansehen, manche ihre Betätigungen wären moralisch korrekt, die ihre Hirten als dem Gottes Gesetz widersprechend erklärt haben, kann keine Begründung bilden, dass die Wahrhaftigkeit der moralischen Normen, die von der Kirche gelehrt werden, zurückgewiesen werden kann.
– Die Formulierung der moralischen Prinzipien fällt nicht in die Zuständigkeit der Methoden, die den besonderen Wissenschaften eigen sind. Ohne den Wert dieser Methoden zu verneinen, aber auch ohne die eigene Perspektive auf sie zu beschränken, erörtert die Moraltheologie – in Treue zum übernatürlichen Sinn des Glaubens – vor allem das geistige Ausmaß des menschlichen Herzens und seine Berufung zur Göttlichen Liebe ...” (VSp 112).

Und in unmittelbarer Anknüpfung an Priester und Bischöfe:

„... In dieser Aufgabe werden wir alle von den Theologen unterstützt. Die theologischen Meinungen bilden jedoch weder die Regel noch die Norm für unsere Lehre.
Ihre Autorität [die Lehre des Magisteriums der Kirche], unterstützt mit Hilfe des Heiligen Geistes und eingesetzt in der Kommunion cum Petro et sub Petro [= mit Petrus und unter Petrus], hat ihre Quelle in unserer Treue zu dem von den Aposteln empfangenen katholischen Glauben.
– Auf uns, als Bischöfen, lastet die schwerwiegende Pflicht, persönlich darüber zu wachen, dass in unseren Diözesen die ‘gesunde Lehre’ [1 Tim 1,10] des Glaubens und der Moral gelehrt wird ...” (VSp 116).

Das alles führt zum grundlegenden Schluss: jeder Bischof oder Priester, und anderseits jeder Gläubige muss aufmerksam auf die Jetztzeit erscheinenden ethischen und dogmatischen Erklärungen, die vom Apostolischen Stuhl fließen, hinhören. Nicht die ‘theologischen Schulen’ und wissenschaftlichen Meinungen selbst eminenter Theologen stellen die maßgebende Auslegung des Glaubens und der ethischen Verhaltensweisen dar, sondern das, was von der Quelle fließt, die sich des Charismas freut, das wirksam vonseiten Jesu Christi allein dem Petrus zusammen mit den mit ihm in Kommunion des Glaubens verbleibenden Bischöfen. Die authentische Auslegung des Glaubens und ethischer Verhaltensweisen muss jedesmalig restlos in der Lehre „cum Petro et sub Petro – zusammen mit Petrus und unter Petrus” (VSp 116) verbleiben. Denn nur diese freut sich aufgrund einer ganz besonderen Gabe und Charisma mit dem Kennzeichen der authentischen und autoritativen Erklärung der Offenbarung Gottes.

Hier die Worte, mit denen sich der Sohn Gottes kurz vor seiner Erlösungspassion an Simon-Petrus gewandt hat:

„Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf.
Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt.
Du aber, deinerseits, stärke deine Brüder” (Lk 22,31f.).

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C. MANIFESTATIONEN UND GOTT

Unterschiedliche Zurechnung bei Teilnahme an pro-abortiver Manifestion

Die eingehendere Erinnerung an den weiteren Hintergrund hinsichtlich der Beziehungen zwischen Gott und dem von Ihm erschaffenen Mensch als lebendiges „Ebenbild-Ähnlichkeit Gottes”, samt der dringenden Einladung dieses lebendigen „Ebenbildes” zum Leben in unsterblichem Bund von Leben und Liebe mit dem Schöpfer und zugleich Erlöser, dann aber an die angenommenen Verpflichtungen der persönlichen Taufversprechungen, samt ihrer Akzeptation als Volks – lässt das eigentliche Thema der hiesigen Reflexion zu unternehmen. Wir möchten über die Perspektive nachdenken, wie die Chancen sind, die sakramentale Vergebung zu erlangen falls der Teilnahme an einer Manifestation, die für Abtreibung veranstaltet wurde.

Wir sind uns bewusst, dass die Teilnahme an sich bei Manifestationen dieser Art sehr unterschiedlich sein kann. Sie kann aktiv sein, aber auch im Grund genommen nur passiv.

Die führende Stelle und daselbst die volle Verantwortung lastet ganz prinzipiell auf der Person, beziehungsweise den Personen der Führer der betreffenden sozial-politischen Optionen und Bewegungen, die dieses Ziel anstreben: das Anrecht auf Abtreibung zu erkämpfen. Sie sind es, die diese Manifestationen veranstalten und ihnen ihren charakteristischen Ausklang angeben. Sie sind es, die die Parolen verkünden und die weitere Liberalisation der bisherigen – ihrer Meinung nach restriktiven legislativen Einträge in Frage Abtreibung abfordern.

Wir dringen hier nicht in nähere Besonderheiten der vorgehaltenen Postulaten, wie: Abtreibung mit Berücksichtigung einer bestimmten Entwicklungsstufe des Empfangenen, Abortion in Situation der Schändung, im Fall pränataler Untersuchungen, wann Erkrankungen oder Anomalien beim Empfangenen erkannt werden. Alle diese Einzelheiten stellen schon nur sekundäre Frage dar in Zusammenstellung mit der Anforderung an sich der staatlichen Genehmigung für die Tötung des Empfangenen.

Die Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit im Angesicht Gottes wegen der Organisierung solcher Manifestation ist zweifelsohne bedeutend größer beim Personal, das hier die führende Rolle spielt, als bei vielen anderen, die – wie man auf Bildern sehen kann – an der Manifestation vielleicht beinahe als Vergnügungskurzweil Anteil nehmen: mit ganzer Familie, und selbst ihre Babys im Kinderwagen mitgenommen haben.

Solche Tatsache an sich: Mutter oder Vater mit Baby auf dem Arm als Teilnehmer der Pro-Abtreibung-Manifestation kann Verwunderung auslösen. Es geht hier doch um die Abforderung des Anrechts auf strafloses Begehen eines Verbrechens: Tötung des absolut unschuldigen, wehrlosen eigenen Kindes. Sollten etwa diese zweien – es kann sein: Ehegatten mit ihrem Kleinkind am Arm, bedauern, dass sie gerade diesen Säugling zuvor ... nicht umgebracht haben? Höchstens es sind Personen, die sich an die Manifestation nur zufällig angeschlossen haben und vielleicht nicht einmal guten Bescheid wissen, um was für einen Satz es hier gekämpft wird.

Dessen ungeachtet erscheint doch die Frage: sollte etwa der Anschluss dieser Paare, beziehungsweise allein solcher Mütter oder Väter – an den Durchmarsch solcher Manifestation keine ethische Zurechnung nach sich gezogen haben – wegen des absoluten NICHT-Denkens dieser Leute?

Am Anfang unserer Reflexion haben wir schon aufmerksam gemacht, dass die immer woanders, im Grund genommen mit Beifall eines lautgewordenen Medialgesause allerlei Stufen organisierten Manifestationen mit Abverlangen der legalen Abortion – großenteils Abreagierung dieser Personen darstellen, denen in gewissen Sinn die bisher ausgeübte politische Macht, die bisherigen Einflüsse und vielleicht auch ... Kasse ... entschlüpft ist. Der überwiegende Prozentsatz der Transparente jener Manifestationen bringt deutlich den Aufstand zutage gegen die zurzeit ausgeübte politische Macht und verheimlicht keineswegs das entschiedene Bestreben, die zeitweilige Regierung umzustürzen.

Es dürfte nur noch bemerkt werden, dass falls an der aktuellen Regierung – eine andere Regierungsequipe am Steuer wäre als die jetzige, würden die manifestierenden Leute sofort ins Gefängnis eintreffen. Staunen erweckt die Geduld und verwundernde Enthaltsamkeit der gerade ihre Regierungsmacht ausübenden Equipe. Sie unternehmen alles, dass die ‘Demokratie’ – wahrhaft ‘Demokratie’ sei.

Hier beispielsweise ein paar solche Transparente, deren Ausklang gelegentlich ganz und gar politisch unterfärbt ist:

Rząd nie ciąża: da się usunąć”
(Regierung keine Schwangerschaft: kann beseitigt werden)
„Szydło niestety twój rząd obalą kobiety”
(Frau Szydło, Ministerpräsidentin: deine Regierung wird von Frauen gestürzt)
„Wykrwawić władzę, nie kobiety”
(Die Regierung auszubluten, nicht die Frauen)
„I wish I would abort my government”
(Ich möchte die Regierung abortieren)
„Aborcja dla Rządu” 
(Abtreibung dieser Regierung)
; usw.

Das Vorbringen der Abtreibungs-Frage würde in diesem Fall die Rolle eines eigenartigen vertretenden Aushängeschildes spielen. Andere Sache, dass die dröhnenden Manifestationen im Prinzip von ausländischen sozial-ideologisch-politischen Zentren gut angespornt und reichlich finanziert zu werden pflegen. Die eigentliche Absicht eines brausend veranstalteten ‘Pro-Abortions-Show’s’ bestünde dann auf Erreichen des politischen Ziels: die rechtlich gewählte Macht zum Sturz zu bringen.

Diese aber unternimmt im ungemein schwierigen Klima: der ununterbrochen torpedierten jeder schöpferischen Initiative, das Vaterland auf ‘die Gerade’ herauszuführen – heroische Bemühungen, um den Kursus der bisherigen Machthabern Polens zurückzuwenden. Diese betätigten sich deutlich in Richtung des Abbruchs mit der bisherigen über ein tausendjährigen Tradition des Volks und seiner Kultur. Sie suchten sie zu ignorieren und sie selbst im Keim zu erdrosseln. Die Handlungsweise der Equipen, die mit der bis unlängst führenden kommunistischen und post-kommunistischen Formation verbunden waren, waren genau gegen das alles ausgerichtet, vor dem der Volksdichter Adam Asnyk inbrünstig gewarnt hat:

Ale nie depczcie przeszłości ołtarzy,
Choć macie sami doskonalsze wznieść;
Na nich się jeszcze święty ogień żarzy,
I miłość ludzka stoi tam na straży,
I wy winniście im cześć!” (Adam Asnyk)

(übersetzt:) Dennoch tretet der Vergangenheit Altäre nicht nieder,
solltet ihr auch vollkommenere aufbauen;
Auf ihnen glüht noch das heilige Feuer,
Und menschliche Liebe steht dort zur Wache,
Auch ihr schuldet ihnen die Ehre!

Allerdings in der hiesigen Reflexion möchten wir uns auf die strikt ethische Hinsicht begrenzen, wie auch umso mehr die Frage der sakramentalen Lossprechung der hier begangenen Sünden.
– Sollten wir zurzeit jedes tiefere Endringen in die zweifelsohne unterschiedliche Zurechnung in Gottes Angesicht übergehen wegen der Teilnahme an Pro-Abtreibung-Manifestationen, wo einer der Haupttrümpfe das lautgewordene freche ‘Trampeln’ darstellt, die Einschüchterung der Regierung und Überhäufung mit Androhungen, die gesättigt sind mit zynischen und – man muss es zugeben: der personalen Würde des Menschen sehr unwürdigen Parolen-Worten (so ist die perfektive Taktik, die von homosexuellen und Gender-Bewegungen erarbeitet worden ist; s. von der Homepage des Autors: VI.Teil, 2.-3.Kapit.), gehört es sich auf der Tatsache an sich der Teilnahme an dieser Art Manifestation zu sammeln.

Das Gewissen, dass zu reagieren aufgehört hat

Den bedeutenden Großteil der Söhne und Töchter unseres Volks stellen Personen dar, die in die heilige Kirche durch das Sakrament der Taufe eingepflanzt sind. Es kann schwer gesagt werden, dass irgendjemand der Teilnehmer an der erörterten Manifestation ... niemals von Geboten Gottes gehört hätte. Sie sind auswendig bekannt unter Kindern der Grundkatechese, wenn man schon die Glaubensübertragung vom Familienhaus aus übergehen sollte. Übrigens es gibt keinen Menschen, der es nicht gehört hätte und nicht verstehen würde, was das WORT Gottes bedeutet: „Du sollst nicht töten”. Das V.Gebot geht dabei ganz leicht mit dem VI.Gebot einher: „Du sollst nicht die Ehe brechen”. Ist aber jemand einzelner letztlich nicht einmal Christ, ist er sich sowieso vortrefflich bewusst betreffs der Verantwortung und Zurechungsfähigkeit wegen der Tötung, beziehungsweise des Ehebruchs. Der Dekalog, d.h. die Zehn Gebote Gottes, ist auf gleiche Art und Weise in der Seele jedes Menschen eingetragen: der Zeitepoche vor der vollbrachten Erlösung, wie auch nach ihr; sowohl im Gewissen des Gläubigen Menschen, wie des Ungläubigen.

Die Stimme des Gewissens kann aber auch erstickt werden. So pflegt es im Fall zu sein, wenn sich jemand chronisch Gott widersetzt. Es geht um die „verborgenste Mitte und das Sanktuar im Menschen, wo er allein mit Gott verweilt, dessen Stimme in seinem Innersten mit der Anordnung erklingt (...): Tu dies, meide jenes” (DeV 43).

Bekannt sind Tatsachen, wo manche Soldaten vom Exekutionskommando, die auf Befehl – nicht selber unter Angst vor ihren Oberen, die Gefangenen massenhaft erschossen haben: den einen nach dem anderen. So war es u.a. in Katyń, oder an anderen Orten der Hinrichtungen. Manche von ihnen haben aber zuletzt ihre Sinne verloren, oder auch sie haben Selbstmord begangen. Serienhafte Bezwingung der Gewissensstimme, die schreit: „Du sollst nicht töten” !, beziehungsweise: „Kain, wo ist dein Bruder, Abel” ? (Gen 4,8) kann zum Aufschrei des Gewissens werden, der unmöglich weiter ertragt werden kann. Die Stimme Gottes, der sein lebendiges „Ebenbild” zur Besinnung aufruft, kann unmöglich endgültig abgesetzt werden.

Wie schwer ist es manchmal dem Priester einen alten Menschen, in schon weit vorangeschobenen Lebensjahen – ob es eine Frau ist oder ein Mann, zu beruhigen, wenn sie sich keinen Platz finden können wegen den Gewissensbissen, weil sie in ihrem Leben die Schwangerschaft abgebrochen haben. Vielleicht geht es selbst um mehrere Abtreibungen im Leben. Der Geist des vergossenen Blutes ihrer eigenen Kleinen gibt ihnen keine Ruhe!

Es ist bekannt: Voraussetzung für die Wiedererlangung der inneren Beruhigung und der Lossprechung ist in diesem Fall – übrigens wie in jeder anderen Lage, die Erfüllung der fünften Bedingung einer gültigen heiligen Beichte: die Wiedergutmachung Gott und den Nächsten gegenüber. In diesem Fall setzt es die Dialogverbindung mit dem getöteten Kind voraus und die an das Kind gerichtete Bitte, es möge dieses Verbrechen ... verzeihen: der Mutter oder dem Vater, dem Arzt, der Krankenschwester, diesen die die Abtreibung angeraten hatten, beziehungsweise sie aufgezwungen haben (sieh für solchen Fall z.B. von der Homepage des Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p5_6c.htm#parvul = ‘Sterbende Kleine Kinder – Behinderte – Jeder’).

Das Zulassen zur Verstocktheit des Gewissens ist jedesmalig ungemein bedrohliche Erscheinung vom Blickpunkt aus der letztlichen Dinge. So pflegt es allerdings zu sein infolge der chronischen Erstickung der Gewissensstimme. Wir haben nicht vor, in dieses Thema tiefer einzudringen, trotzdem es von nahe her mit den hier erörterten Fragen verbunden ist (es lohnte sich in Anknüpfung an das fortwährende Wort Gott gegenüber seines ‘NEIN’ – von der Homepage des Autors u.a. den folgenden Bericht zu blättern: PORTAL, 4.Kol., Nr.5: ‘Bete für mich nicht! Ich bin verdammt’).
– Es gibt Frauen, die ganz spontan, beinahe ohne sich zu genieren, bekennen können: „Früher habe ich beinahe regelmäßig, Jahr für Jahr, meine Schwangerschaft unterbrochen – denn damals war es erlaubt. Jetzt mache ich keine Abtreibung mehr, weil sie ... jetzt verboten ist”. Solche Frau versteht es dieses Bekenntnis eigentlich ohne Verlegenheit und Gewissenbiss zu formulieren. Gleichsam die Abortion ein von allein verständlicher Eingriff wäre, eine vom ethischen Gesichtspunkt aus absolut gleichgültige Handlung, die höchstens als gegen-‘ärztliche’ Aushilfe angesehen werden sollte beim ... Stuhlgang und Entleerung wäre ...

Man bekommt immer wieder von einem konkreten Arzt: Gynäkologen zu hören, der sich selbst hochmütig belobigt wegen der Vielzahl jährlich durchgebrachter Abtreibungen! Es kommt vor, dass jemand die Mauer seines Hauses mit buntem Spray bespritzt und beschreibt, indem er z.B. artistisch folgendes aufträgt:

Sprawnie zabijał nam dziadki – by krwawe zbudować chatki”
(Geläufig tötete er unsre Kleinen, so baute er sich blutige Heime)
.

Anderseits wird immer wieder von entschiedener Rückkehr eines bisherigen Aborters-Arztes gehört von der dem Hippokrates-Eid sich widersetzenden berufsmäßigen Tötung der sich zum Leben windenden Nicht Geborenen. Dies geschieht gewöhnlich nach einer tiefen Erschütterung der Gnade Gottes, der es gelungen ist, sich durch die schwer zu ertragenden Gewissensbisse zu seinem Herzen durchzubrechen, indem sie zur Bekehrung aufrief und Wiedergutmachung des Unmaßes der zugefügten Schäden. Solche Ärzte werden von nun an meistens zu eifrigen Verteidigern des Lebens. Beispielsweise dürfte der berühmte Professor erwähnt werden Bernard Nathanson. Vom Haupt-Aborter wurde er Haupt-Verteidiger des Lebens der Nicht Geborenen. Im 1996 hat er die Taufe in der Katholischen Kirche empfangen.

Probe auf Qualität der Liebe – und Forderung des Anrechts auf Abtreibung

In Anknüpfung an die Frage des Versinkens in Abgrund des verstockten Herzens-Gewissens infolge chronisch begangener Verbrechen des Schwangerschaftsabbruchs – einer nach der anderen, dürfte hier ein solcher kurzer Dialog angeführt werden. Er spielt sich zwischen zwei Ärzten ab verschiedener Spezialitäten im selben großen Krankenhaus einer Großstadt.
– Der Chef-Arzt der Interne wendete sich bei einer Begegnung an den Gynäkologen, der im selben Krankenhaus auf der Frauenabteilung angestellt war. Dort war er bekannt als Spezialist für Abtreibungen. Die Leute sprachen über ihn allgemein als dem ‘Schächter’. In Antwort auf den ihm zur Erinnerung beigebrachten Hippokrates-Eid („Primum non nocére – Vor allem keinen Schaden zufügen”), den zur Stunde des Diploms als Arztes jeder Arzt ablegt, hat jener Gynäkologe mit Lächeln bekannt: „Herr Kollege! Skrupeln erscheinen beim ersten Mal. Dann ... läuft es schon ...” !

Das Abverlangen juridischer Einträge, die die straflose Abortion staatlich sanktionierten, ist jedesmalig gleichbedeutend mit anmaßendem Auftritt gegen Gott-als-Gott.

Es dürfte sofort dazugesagt werden: es ist ganz umsonst sich hier auf ideologische Streitigkeiten zu berufen, um vom eigentlichen Problem zu fliehen, indem dieses Thema auf das Nebentor abgeleitet werden sollte in der Art eines: Die Religion geht mich nicht an. Ich halte mich an staatliche Vorschriften. Auf Gott und die Kirche ... glaube ich nicht. Ich bin kein Katholik ...

Gott ist schlechterdings DA. Bei jedermann besteht auch das Gewissen. Es kann sein, die Stimme Gottes wird immer stiller. Gott bittet jeden einzeln in seinem Gewissen, er möge sich vom Übel zurückziehen. Dieser Mensch sucht aber diesen rufenden Gott mit Kraftaufwand zum Stillschweigen zu nötigen.
– Es müsste nur festgestellt werden: Letztlich hilft überhaupt zu nichts die Erklärung, ich wäre kein Katholik, und nicht einmal Christ, o.dgl. Niemand ändert die Wahrheit des Seins: die Verantwortung und Zurechnung der Person hängt in keinem Fall von ihrer Akzeptation vonseiten des betreffenden Menschen ab !

Wie deutlichst lauten dauernd in Ohren und im Herzen die Worte Johannes Paul II:

„Darum gibt es in jedem Menschen
nichts mehr persönliches und unübertragbares,
wie das Verdienst der Tugend
oder die Verantwortung für die Schuld” (RP 16).

Die Pro-Abortion-Agitation ist jedesmalig Versuch, Gott seine ausschließliche Zuständigkeit als Gott des Schöpfers aufständisch zu entreißen. Indessen Gott kann auf sie auf keinen Fall verzichten. Gott kann nicht ‘vorgeben’, er wäre Gott nicht. Nur Er ist Schöpfer. Er ist auch als Gott – Liebe und Leben. Daher ist Er der einzige und ausschließliche Urquell der Liebe, wie auch Geber allen Lebens. Kein ‘Leben’ erscheint ohne dass unmittelbares Engagement Gottes als des ausschließlichen Schöpfers des Lebens!
– Indem aber Gott – Schöpfer des Lebens ist, ist Er zugleich Schöpfer und Wächter der inneren moralischen Friedens-Ordnung aller individueller und sozialer Verhaltensweisen.

Die aufständische Abforderung des Anrechts auf Abtreibung – ähnlich wie des Anrechts auf irgendwelche Verhütungsmittel gegen die Schwangerschaft, die Euthanasie u.dgl., kann unmöglich anders bewertet werden, als die Rebellion eines Teils der Engel, die hochmütig auf die ihnen von Gott geschenkte Größe und Macht schauend, Wahlen zwischen Gut und Übel treffen zu können, dieses Anrecht Gott zu entreißen suchten ...

Gott konnte am Ur-Anfang die von Ihm erschaffenen Engel, und nachher den von Ihm erschaffenen Menschen: Mann und Frau – einer Probe auf die Qualität ihrer Liebe unmöglich nicht unterziehen. Jede Liebe muss die Probe durchmachen, sich sowohl in Situationen gefunden zu haben, die leicht zu meistern sind, wie anderseits in schwierigen Lagen, manchmal äußerst schwierigen Situationen einer zuständigen Wahl. Die Liebe setzt von Natur aus den Raum der Freiheit voraus. Sie kann auf keinen Fall Ergebnis einer Nötigung sein. Eine erzwungene Liebe wäre Knechtschaft und Dienst, der mit Zähneknirschen erfüllt worden wäre. Sie entartete in ... Hass.

Die Person (der Engel, wie dann des Menschen) in die Situation einer Probe auf die Qualität der Liebe zu stellen, d.h. Probe auf Bewahrung der Treue-zum-einmal-gegebenen-Wort: der Liebe – ist Anrecht sowohl Gottes, wie anderseits des Engels, bzw. dann des Menschen. Denn auch der Mensch möchte die Chance bestehen, dass er sich vor sich selbst ausweist wegen der Treue zu seinem zum Ausdruck gebrachten Willen, u.a. betreffs der Liebe zu Gott „mit ganzem Herzen, mit aller Kraft ”. Es geht um die Chance, sich vor sich selbst verifizieren zu können – und selbstverständlich vor Gott, dass das Lieben Gottes und seines Gefallens, das sich in freudiger Annahme der Angebote Gottes äußert, wie sie enthalten sind in Geboten dieses Gottes, der als Ur-Muster seines lebendigen „Ebenbildes und Ähnlichkeit” nur allzu gut weiß, was zum Wohl dieses seines lebendigen „Ebenbildes” dient – von bewusst gewählter, aber auch unbeugsam treu unterhaltener Entscheidung seines freien Willens fließt.

Von Einzelheiten der Probe der Engel wissen wir wenigen Bescheid, und dennoch es ist genügend viel. Wir kennen dagegen vortrefflich die Auswirkungen der nicht bestandenen Prüfung auf die Qualität der Liebe eines Teils der Engel. Diese Engel nämlich, diese gefallenen, versuchen jetzt auf alle Arten und Weisen die Menschen: Männer und Frauen, indem sie einen Grau von Anti-Leben und Anti-Liebe aussäen. Nur dass Satan, Meister einer verkehrten Manipulation des Werks der Schöpfung, das Übel in Gottes Augen – wie im Fall Adam und Eva – verkehrt als Frucht vorlegt, die es „köstlich wäre von diesem Baum gegessen zu werden, und auch, dass der Baum eine Augenweide war und verlockte, damit klug zu werden” (Gen 3,6). Satan verfügt nämlich über keine andere Welt, als nur diese, die von Gott erschaffen wurde. Johannes Paul II. entlarvt seine Anti-Betätigung bündig: „Von Anfang an benützt er (= der BÖSE) das Werk der Schöpfung gegen die Erlösung, gegen den Bund und die Vereinigung des Menschen mit Gott ...” (DeV 27).

Wir wissen besten Bescheid: ein Teil der Engel hat mit dem Akt ihres freien Willens die Liebe zu Gott zurückgewiesen. Daselbst wurde ihr weiteres Verbleiben in der Nähe von Gott, der Liebe-Leben IST, ganz unmöglich. Wie Rost vom zur Röte entflammten Eisen, das in Kaltwasser gesteckt wird, sind sie von Gottes Liebe abgesplittert und werden schon niemals an Ihn anzuhangen imstande sein.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Himmlische Vater den Engeln seinen Eingeborenen Sohn in seinem Erlösungsleiden vorgeführt hat. Dieser aber, wie es Jesaja der Prophet als Wort Gottes darstellt: „... Er hatte keine schöne und edle Gestalt, ... Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an Ihm. Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, ... Wir meinten, Er sei von Gott geschlagen, von Ihm getroffen und gebeugt, ... durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt, ... Er wurde misshandelt und niedergedrückt ..., vom Land der Lebenden abgeschnitten; wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen, ... bei den Ruchlosen gab man Ihm sein Grab bei den Verbrechern seine Ruhestätte” (s. Jes 53,3-10). Der Himmlische Vater zeigte den Engeln seinen Sohn, der Mensch geworden ist als Erlöser des Menschen – in Gestalt eines Fetzens des Menschen: gegeißelt, blutgetränkt, mit Dornen gekrönt. Und gab den Engel zu kennenlernen, dass DIESER – gerade ihr Schöpfer ist, dem es in Anbetung zu huldigen gilt.

Die Ansicht solchen Gottes, der „sich selbst entäußerte und nahm Knechtsgestalt an, ... der sich selbst erniedrigte und wurde gehorsam bis zum Tod, – bis zum Tod am Kreuz” (Phil 2,7f.) – wurde von einem Teil der Engel in ihrer Hoffart verächtlich behandelt. Unter der Anführung wohl des schönsten unter ihnen, des Luzi-fer’s (= mit Licht glänzend), haben sie den Gehorsam und die Liebe Diesem, solchem Gott gekündigt. Sie schrien Ihm ihr aufständisches Wort zu: „Non serviam – Dir werde ich nicht dienen” (sieh dazu: Jer 2,20).

Jesus Christus äußerte sich eines Males geheimnisvoll von gerade dieser nicht bestandenen Probe der Engel. Zugleich bestätigte Er dabei – einmal mehr – seine Prä-Existenz, d.h. seine Über-Zeitlichkeit als Gottes: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen ...” (Lk 10,18).

Dagegen der hl. Johannes der Apostel stellt im Buch der Offenbarung das Drama des Kampfes dar, der sich zu dieser Zeit zwischen den zwei Lagern der Engel abgespielt hat:

„Da entbrannte im Himmel ein Kampf. Michael [= hebr.: Wer-als-Gott] und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen [eine der Bezeichnungen des Hauptführers: Satans]. Der Drache und seine Engel kämpften,
aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.
– Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange,
die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt.
Der Drache wurde auf die Erde gestürzt,
und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen” (Offb 12,7ff.).

Der Hl. Johannes fügt ergänzend hinzu:

Weh aber euch, Land und Meer!
Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen; seine Wut ist groß,
weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt”
  (Offb 12,12).

Genau wie es zu sein pflegt – der Schuldige um seine eigene Niederlage sucht das Drama seines Unglücks auf alle anderen abzuwerfen, um nur nicht sich selber als Schuldigen anklagen zu müssen. So reagiert er die auf sich herabgezogene Niederlage auf die ganze Umgebung ab.

Satan wurde zu dieser Stunde dieser „BÖSE”, „Mörder ... und ... Vater der Lüge” (Joh 8,44). Er hasst mörderisch Gott, und folgerichtig den Menschen als das lebendige „Ebenbild Gottes”. Zur Gegen-Freude wird für Satan die Tatsache, dass er reichlich folgendes ausspendet: Hass, Blut, Folter, Zu-Tode-Bringen über höchst ersonnene Arten und Weisen. So wird die Satans Wirkungsweise vom Gottes-Geschriebenem-Wort abgezeichnet:

Durch den Neid des Teufels aber ist der Tod in die Welt gekommen,
und die ihm angehören, werden ihn erfahren” (Weish 2,23f.).

Der inspirierte Autor des Weisheitsbuches, von dem dieses Wort Gottes geschöpft wird, fügt noch hinzu:

„Denn den Tod hat nicht Gott gemacht
und Er hat keine Freude an dem Untergang der Lebenden ...
Zum Dasein hat Er alles geschaffen
und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt ...” (Weish 1,13f; s. EV 53).

Im Anschluss daran wird Johannes Paul II. dazusagen – in strikter Anknüpfung auf den Abbruch der Schwangerschaft als Blutverguss des eigenen Kindes, was die „alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt ” (Offb 12,7) als das allererwünschte Wohl abzeichnet:

„Gott erklärt [es geht um das Wort Gottes betreffs der Ahndung des unschuldig vergossenen Blutes des Menschen als Gottes Ebenbildes: Gen 9,5f.], Er sei absoluter Herr über das Leben des nach Seinem Ebenbild und Ähnlichkeit gestalteten Menschen [Gen 1,26ff.]. Dem menschlichen Leben gebührt somit eine heilige und unverletzliche Beschaffenheit, in der sich die Unantastbarkeit des Schöpfers selber widerspiegelt.
– Eben deshalb wird selbst Gott zum strengen Richter jeder Verletzung des Gebotes ‘Du sollst nicht töten’, das die Grundlage allen gesellschaftlichen Zusammenlebens bildet. Er ist der ‘Goel’ [= hebr.: Rächer; aber auch: Verteidiger, der sich selber hinopfert, um den bedrohten Verwandten loszukaufen], das heißt Verteidiger des Unschuldigen [Gen 4,9-15; Jes 41,14; Jer 50,34; Ps 19 (18),15].
– Auch auf diese Weise macht Gott deutlich, dass Er ‘keine Freude um Untergang der Lebenden hat’ (Weish 1,13).
– Nur der Teufel vermag sich über den Tod zu freuen: durch seinen Neid kam der Tod in die Welt [Weish 2,24]. Er, der ein ‘Mörder von Anfang an ist’, ist auch der ‘Lügner und Vater der Lüge’  (vgl. Joh 8,44): indem er den Menschen täuscht, führt er ihn zur Sünde und zum Tod, die er als Ziel und Frucht des Lebens zeigt” (EV 53).

Kann man in dieses Worten der päpstlichen Lehre, die sich des Siegels der Wahrheit der Offenbarung freut, und umso mehr in den gerade erst angeführten Worten des Gottes-Geschriebenen-Wortes des Weisheitsbuches, nicht etwa die Gottes Charakteristik dieser aller erblicken, die für die Abtreibung manifestieren, wie auch für andere mit ihr verbundenen Betätigungen, die im Widerspruch zu Geboten Gottes stehen?
– Was soll gesagt werden von Aktionen der feministischen Pro-Abortion-Bewegung, die ein solches Transparent-Abverlangen geschafft hat, das an sich einen Knäuel von wörtlichem und meritorischem Widerspruch bildet:

Abortion in Verteidigung des Lebens” !

Das soll also bedeuten: Vorsätzliches Zu-Tode-Bringen des eigenen Kindes – im eigenen Schoß als seiner Mutter – begleitet mit der, mit dem hier erfolgenden Blutbad einhergehender Glorifikation, es wäre Gipfel-Errungenschaft eines Kampfes-um-Leben ? Kann man sich noch eine tiefer werdende Verkehrtheit vorstellen?

Tödlicher Gott erklärter Krieg

Es pflegen Sünden sein, die aus moralischer Schwäche begangen werden. Der Mensch konnte die Versuchung nicht durchhalten und ... ist gefallen. Er hat eine schwere Sünde: Todsünde – begangen, obwohl er vielleicht das alles eigentlich letztlich nicht einmal begehen wollte. Er ist gefallen, weil er sich moralisch schwach gefunden hat: sein Wille war schwach und er ist dem Zauber der Versuchung erlegen.

Hier aber: bei der Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation, kommt ein Fall wegen moralischer Schwäche in keinem Fall zur Rechnung. Die Teilnahme an der Manifestation setzt den Aufstand-als-Aufstand voraus. Er wird bewusst und freiwillig angenommen, um die staatliche Genehmigung zu erzwingen für straflosen Mord des Unschuldigen Nicht Geborenen.
– Der ‘BÖSE’ sucht danach, dieses Verbrechen darzustellen als um jeden Preis auslösendes ‘Wohl’. Er benutzt dabei eilfertig die zugänglichen Medien, um den Protest laut zu machen in diesem Sinn, dass z.B. diese manifestierenden Frauen – Delegation ALLER Frauen überhaupt Polens darstellen sollen u.dgl.: der wahren Wahrheit zum Trotz. Allerdings: Satan rechnet niemals mit Wahrheit !

Die Rebellion der Manifestierenden ist letztlich nicht gegen den Menschen ausgerichtet, noch selbst gegen die Kirche, wiewohl die Schneide der Manifestierenden gerade die ‘Kirche’ zutiefst verletzt. Aber die Kirche verfügt über keine Macht hinsichtlich des Gottes Gesetzes, noch über die Gebote Gottes. Die Kirche kann unmöglich die Unantastbarkeit und Heiligkeit jedes menschlichen Lebens nicht verkünden – unabhängig von der Entwicklungsstufe seines Lebens und ganz unabhängig von der Kondition der psychischen und physischen Gesundheit – in diesem Fall dieses Empfangenen. Als nicht selbsternannte Institution, da sie doch vom Sohn Gottes Jesus Christus gegründet worden ist, ist die Kirche verpflichtet, die Funktion des Wächters gegenüber dem Gesetz Gottes auszuüben. Und davon wird die Kirche vom Gott dem Dreieinigen im Laufenden abgerechnet.

Die Kirche wurde außerdem mit dem Charisma ausgestattet der authentischen und autoritativen Erklärung der Wahrheit der Offenbarung Gottes, falls die Notwendigkeit auftaucht, dass die Beurteilung des Gesetzes Gottes und der Anforderungen des Evangeliums Christi angepasst werden müssen an die erscheinenden modernen Fragen vom Grenzgebiet der Wissenschaft und Ethik. Diese Funktion wird von der Kirche unerschrocken erfüllt, auch wenn es alle Jahrhunderte hindurch um den Preis geschieht, den auch der Sohn Gottes selbst: dieser „... gesetzter zu Fall und Aufstehen vieler ... und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird ...” (Lk 2,34; vgl. HV 18).

Die Kirche kann sich nicht nach demokratischen Lösungen richten, noch nach irgendeinem Referendum. Ihre unabtrittbare Aufgabe ist es, die Bewertung der Ereignisse und Betätigungen im Licht der Wahrheit der Apostolischen Offenbarung vorzulegen, samt dem Ruf jedes Menschen zum ewigen Leben. Das setzt die Notwendigkeit eines fortwährenden Gebets-Hinhören auf die Stimme des Heiligen Geistes, der die Kirche in ein immer tieferes Verständnis der Wahrheit der Offenbarung einführt (Joh 14,17; 15,26f.; 16,13ff.) und der Wirkungsweise im Einklang mit dem „Sinn des apostolischen Glaubens” und der „Analogie des Glaubens”. Mit dem Vorbehalt, dass ihr authentischer Sprecher allein das lebendige Magisterium der Kirche darstellt (VSp 113. und 110; FC 5; DV 10bc; LG 12. – Sie genauer: ks.PL, „Dein WORT ist WAHRHEIT”, Verlag św.Jacek 1997, der ganze I.Teil – poln.). Jede Modifikation eines der Gebote Gottes, jede Verwässerung irgendwelches der Gebote Gottes, und umso mehr seine Abschaffung müsste voraussetzen, dass jemand zuvor ... Gott werde. Allerdings: das Geschöpf – ist und bleibt nur ‘Geschöpf’. Gott ist nur der EINE EINZIGE. Und es kann nicht anders sein. Satan ... möchte sich gern zu Gott erklären, das wird aber niemals werden !

Anders gesagt, die Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation, ebenso wie jede Agitation für Abtreibung, Abstimmung für Abtreibung, Gliederschaft in politischen Organisationen oder Verbänden, die um Abtreibung, Verhütung, Sterilisierung, Euthanasie u.dgl. kämpfen – ist in keinem Fall Ausdruck moralischer Schwäche des Sünders, sondern voller Anmaßung Kriegserklärung Gott selbst. Es bedeutet die Herausforderung Gottes zum Duell mit sich – allein deswegen, dass Er den Mut hatte, ins menschliche Gewissen das Gebot einzutragen „Du sollst nicht töten” – wie auch dieses strikt mit ihm verbundene, nicht minder ‘UN-menschliche’ VI.-IX. Gebot: „Du sollst nicht die Ehe brechen ”.

Sollte schon die aktive Veranstaltung solcher Manifestationen übergegangen werden, wie auch die dann verkündeten Parolen und das Tragen betreffender Transparente, was eine verdoppelte Zurechnung nach sich zieht, bedeutet die Anteilnahme an solcher Manifestation, dass Gott in „Anklagezustand” gestellt wird (DeV 37). Der Mensch nötigt Gott, dass Er sich vor sein Menschen-Tribunal stellt. Als niedriger bewertet im Vergleich zum ‘großen Menschen’, soll sich Gott entschuldigen wegen eingesetzten jenen UN-menschlichen Geboten, die sofort ... annulliert werden sollen, indem sie sich doch den ... ‘grundlegenden ANRECHTEN des Menschen’  widersetzen !

Das Endziel, das bei dieser Manifestation beabsichtigt wird, beruht auf Entthronung Gottes als Liebe-Leben. Die optimal erträumte Lösung würde auf ... Tötung Gottes beruhen. Der Mensch würde dann ein pro allemal ‘Ruhe’ haben mit diesem Eintrag des Dekalogs im Gewissen – und daselbst mit Gott selbst. Auf dem Thron des bisherigen Gottes sollte allmächtig der Götze Tod sitzen bleiben, und mehr präzise: die „alte Schlange, die Teufel oder Satan heiß” (Offb 12,9), der „geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann” (1 Petr 5,8). Solchem ‘Herrn’ zu dienen, was gleichbedeutend ist mit: sein-Sklave-zu-werden-mit-Zähneknirschen (sieh: Joh 8,34) in erstickender Sklavenschaft, hieße Höchstpunkt der endlich erträumten Freiheit des Menschen – ‘von’ Gott und ‘von’ Wahrheit.

Wie sollten hier nicht die immer noch gültigen, wichtigen Worte Johannes Paul II. angeführt werden mit Bezug auf die Freiheit ‘von’ Wahrheit. Trotzdem wir uns bewusst sind: es gibt viele, die auf Zublasung des Bösen – es gern lieben, niemals zu denken über die ‘Wahrheit der Offenbarung’ und schieben alle Überlegung hinsichtlich der ‘Wahrheit’ und Gott sofort auf Peripherien niemals angerührter Dinge – genau wie zur kritischen Stunde ... Pilatus gehandelt hat (Joh 18,38):

„‘Bei ihrer Gewissensbildung müssen jedoch die Christgläubigen die heilige und sichere Lehre der Kirche sorgfältig vor Augen haben. Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Pflicht ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen’ [DH 14]
– Die Autorität der Kirche, die sich zu moralischen Fragen äußert, tut also der Gewissensfreiheit der Christen keinerlei Abbruch: nicht nur, weil die Freiheit des Gewissens niemals Freiheit ‘von’ der Wahrheit, sondern immer und nur Freiheit ‘in’ der Wahrheit ist, sondern auch weil das Lehramt an das christliche Gewissen nicht ihm fremde Wahrheiten heranträgt, wohl aber ihm die Wahrheiten aufzeigt, die es bereits kennen sollte, indem es sie, ausgehend vom ursprünglichen Glaubensakt, zur Entfaltung bringt.
– Die Kirche stellt sich immer nur in den Dienst des Gewissens, indem sie ihm hilft, nicht hin- und hergetrieben zu werden von jedem Windstoß der Lehrmeinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert (vgl. Eph 4,14), und nicht von der Wahrheit über das Gute des Menschen abzukommen, sondern ... mit Sicherheit die Wahrheit zu erlangen und in ihr zu bleiben” (VSp 64).

Satan gelingt es durch die Gruppe manifestierender Personen für die Abtreibung einmal mehr das Todesurteil auf Gott zu fällen. Genau auf selbe Art und Weise, wie es im Fall des politischen Schauprozesses Christi 2000 Jahre her ausgesehen hat. Jesus spricht nicht in den Wind: „Amen, Ich sage euch: Was ihr für einen Meiner Geringsten Brüder getan habt, das habt ihr MIR getan” (Mt 25,40.45).

Unmöglich zu verzeihende ‘Schuld’ Gottes soll die Tatsache darstellen, dass Er die Unternehmung der geschlechtlichen Vereinigung total UN-menschlich auf allein die Ehe vorbehalten hat.
– Dabei hat dieser NICHT-gute Gott die – mit ‘grundlegenden Anrechten des Menschen’ auf Freiheit beim Betreiben des ‘Sexus’ – im Widerspruch stehende innere FRIEDENS-Ordnung der ehelichen Vereinigung erschaffen. Die zur Rebellion aufgespornten bemerken es, dass gemäß jener inneren Friedensordnung des Aktes – unerhört !, jedesmaliges Erleben sperrangelweit aufgeschlossen sein soll für elterliche Potenzialität (vgl. HV 11).

Zur Strafe für diese vom Grund aus UN-menschliche Lösung des ‘grundlegenden Anrechts des Menschen auf Sex’ nach eigenem Gefallen – muss dieser Gott beseitigt werden: er muss schlechterdings getötet werden. Er ist es doch, der ‘schuld’ ist für den UN-menschlichen Eintrag der elterlichen Potentialität in den Geschlechtsakt. Diese Lösung steht im totalen Widerspruch zu den ‘grundlegenden Anrechten des Menschen auf Sex’, samt dem nicht minder ‘grundlegenden Anrecht des Menschen’ auf wirksames Loswerden der ‘Prägnanz’, sooft sie von jemandem anerkannt werden wird als UN-erwünschte Tatsache.

Allein aus Gottes ‘Schuld’ kann der Mensch nicht ‘Mensch’ werden. Die Religion – zumal diese christliche – ist typisches Werkzeug der Alienation des Menschen. Der Mensch kann nämlich nur aufgrund Gottes Schuld nicht ‘er-SELBST’ werden: Mensch im vollen Ausmaß. Daher die Notwendigkeit, um mit diesem UN-Menschlichen Gott schließlich auszugrenzen. Da aber dieser Gott – wie es die Geschichte bestätigt – den Stil seines Auftritts nicht ändern wird, bleibt es dem Menschen nichts übrig, als Ihn ... wirksam zu ... töten (DeV 38.56).

Der ‘Tod Gottes’ ist augenscheinlich eine radikale, zugleich aber in Seins-Skala unbegreifliche, tragische Absurdität: „Eine gedankliche und sprachliche Absurdität.
... – Die Ideologie des ‘Todes Gottes’   bedroht den Menschen ... Denn das Geschöpf sinkt ohne den Schöpfer ins Nichts (...). Noch mehr, es vergeht (...) durch das Vergessen von Gott selbst im Dunkel. Die Ideologie des ‘Todes Gottes’  kann sich in ihren Auswirkungen leicht auf theoretischer und praktischer Ebene als Ideologie des ‘Todes des Menschen’ erweisen...” (DeV 38).

Ausrichtung auf Gott – oder Apostasie von Gott

Vom Gesichtspunkt aus des Seins muss gesagt werden: Keiner von den Menschen ist Schöpfer seiner Selbst. Auch die Technologie: die ‘Züchtung der Menschen’ in ‘Menschen-Produktions-Betrieben’ mit Hilfe der Methode ‘InVitro’ gebraucht 100% schon lebende, lebendige Gameten. Niemand der Techniker von ‘InVitro’ ist ... Schöpfer des zu existieren begonnenen Neuen Menschen.

Jeder Empfangene wird zu selber Stunde zur Würde erhöht des lebendigen „Ebenbildes und Ähnlichkeit Gottes”, samt dem unwiderruflichen Ruf und seiner Befähigung zu dieser Stunde zum Leben in Ewigkeit.

Daselbst wird aber der Mensch niemals zu seinem ‘Selbst’ als Mensch-Person, als nur indem er Gott erlaubt, dass Er ihn gestaltet zu einem immer schöneren „Ebenbild und Ähnlichkeit”  nach seinem Ur-Muster: Gottes des Schöpfers und Erlösers.
– Der einzige Weg um dieses Ziel zu erreichen besteht auf ... voller Annahme und Umschmieden ins Leben des Dekalogs, darunter auch des V. und VI. Gebotes. Jeder Weggang des lebendigen „Ebenbildes Gottes”  von seinem Ur-Muster zieht eine immer weiter vorangeschobene Rück-Menschlichung nach sich. Das bedeutet anders gesagt: der Mensch wird dann immer ähnlicher zum Abbild des ... BÖSEN: Satans.

Das Geschrei nach legalisiertem Anrecht zur Abtreibung ist in Naturskala der Schöpfung unerhörte Blasphemie und Sakrileg des Menschen als Geschöpfs, das – auf Zusprache des BÖSEN – Gott als seinen Schöpfer nicht anerkennen sucht. Allerdings zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf, sollte es auch zur Würde des lebendigen „Ebenbildes Gottes” hochgehoben werden, besteht ein Seins-Abgrund, der unmöglich zugeschüttet werden kann.

Die Rebellion des Menschen, der das Gebot dieses Gottes zurückweist, der ihn vom Nichts zum Existieren gerufen hat mit höchstem Gefühl einer mit Freude sprühenden Väterlichen Liebe, wird zum Akt der bewusstgewordenen Abschwörung Gottes. Die Veranstaltung einer Manifestation gegen das Gebot Gottes, oder anderseits die aktive Teilnahme darin – ist gleichbedeutend mit dem Akt der Apostasie, d.h. des Verrates und der völligen Abwendung von Gott. Der Mensch beabsichtigt, dass er von nun an nichts mit Gott: mit diesem Gott zu tun haben will. Er hat vor, auf Ihn nicht zu hören und Ihn als seinen Schöpfer nicht mehr zu anerkennen.

Niemand ist imstande hier eine mildere Fassung der so formulierten ethischen und dogmatischen Bewertung bezüglich der Veranstaltung, und selbst allein der Anteilnahme an einer Manifestation in dieser Art anzubieten.

Ferner, es ist unmöglich an der erörterten Aktion Anteil zu nehmen, ohne daselbst durch die feierlich abgelegten, heiligen Taufversprechungen einen Strich zu machen.
– Die Teilnahme an der Pro-Abtreibungs-Manifestation wird so gleichbedeutend mit Satans Einladung in sein Gewissen.. Er tritt aber unverzüglich mächtig und froh in das Herz der Teilnehmer dieser Manifestation ein. Satan weiß nicht, was Scherz bedeuten könnte !

Es sind keine Wort, die aus der Luft gegriffen würden. Genau so wurde es zur Stunde, als nach dem Bericht des hl. Johannes des Apostels – Judas auf sakrilege Weise das Eucharistische Brot empfangen hat, wodurch er Jesus in die ... Hände Satans eingeliefert hatte. Der Evangelist schreibt:

„Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn.
Jesus sagte zu ihm: ‘Was du tun willst, das tu bald’...” (Joh 13,27).

Man kann die Teilname an einer Manifestation, die gegen eines der Gebote Gottes organisiert wird, unmöglich umsichtiger beurteilen.

Im Rahmen der Einführungszeremonien, wenn das Sakrament der heiligen Taufe empfangen werden soll, werden u.a. bestimmte Fragen an den freien Willen gerichtet – es sind dabei auf keinen Fall Fragen ‘in den Wind’. Es geht zu dieser Stunde um die Tilgung der Erbsünde, was die Einimpfung in die Kirche Christi bedingt, wie auch in die Nutznießung von nun der Mühe Gottes bei vollbrachter Erlösung:

„Widersagst du der Sünde, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können?”
Ich widersage.
Widersagst du dem Satan, dem Urheber der Sünde ?
Ich widersage ...”
Glaubst du an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?
Ich glaube ...” usw.

Die Teilnahme an der Manifestation PRO Abtreibung wird offizielle Rückrufung der Versprechungen, die beim Empfangen des Sakraments der heiligen Taufe abgelegt wurden. Der Teilnehmer an der Manifestation bestätigt somit praktisch seine Abschwörung des Glaubens und Gottes – und daselbst seinen ... Austritt aus der Kirche Christi. Denn diese ist auf dem apostolischen Glauben aufgebaut als dem Weg, auf diesem das Erreichen des ewigen Lebens im „Haus des Vaters” möglich geworden ist – allerdings um den Preis, dass die Gebote Gottes ins Leben umgeschmiedet werden (Joh 14,21.23f.).

Sollte jemand um den Grad seines Bewusstwerdens fragen wegen der zu dieser Stunde begangenen seiner Apostasie, d.h. die Frage aufstellen: ob ich damit eine Todsünde begangen habe oder nicht, ziemt es sich erinnerungshalber das folgende Fragment der Äußerung Johannes Paul II. vom Magisterium der Kirche heranzuführen:

„Gleichfalls muss man vermeiden, die Todsünde zu beschränken auf den Akt einer ‘Grund-Entscheidung gegen Gott’ (‘optio fundamentalis’), wie man heute zu sagen pflegt, unter der man dann eine ausdrückliche und formale Beleidigung Gottes oder des Nächsten versteht.
– Es handelt sich nämlich auch um Todsünde, wenn sich der Mensch bewusst und freiwillig, aus irgendeinem Grunde für etwas entscheidet, was in schwerwiegender Weise der Ordnung widerspricht. Tatsächlich ist ja in einer solchen Wahl bereits eine Missachtung des göttlichen Gebotes enthalten, eine Zurückweisung der Liebe Gottes zur Menschheit und zur ganzen Schöpfung: Der Mensch entfernt sich selbst so von Gott und verliert die Liebe” (RP 17).

Mit dieser Feststellung müssten psychologische Umstände konfrontiert werden, u.a. der Druck des Milieus und viele andere Faktoren, die die Zurechnung des Sünders mildernd beeinflussen konnten. Aber auch hier sehen wir die bindende Äußerung Johannes Paul II.:

„Zweifellos kann es unter psychologischem Aspekt viele komplexe und dunkle Situationen geben, die für die subjektive Zurechnung des Sünders Bedeutung haben.
– Aus der Betrachtung des psychologischen Bereichs kann man jedoch nicht zur Aufstellung einer theologischen Kategorie übergehen, wie es gerade die ‘optio fundamentalis’  ist, wenn sie so verstanden wird, dass sie auf der objektiven Ebene die traditionelle Auffassung von Todsünde ändert oder in Zweifel zieht” (RP 17; VSp 68-70).

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D. INDIKATIONEN-BEWEGGRÜNDE
FÜR DIE ABTREIBUNG

Von aktuellen Einträgen des polnischen Gesetzes betreffs der Abortion

Bei Personen, die das Anrecht auf Abortion verlangen, erscheinen sicherlich unterschiedliche Beweggründe. Jeder Fall verbirgt in sich ein unwiederholbares Drama. Es ziemt sich einige unter den vorkommenden Beweggründen der Abtreibung näher anzuschauen. Sie unterscheiden sich zwischeneinander wohl mit ihrer Artslast.

Es gehört sich am Anfang die Polnische Gesetzgebung hinsichtlich der sog. ‘legalen Abortion’ zu untersuchen. Man kann diese ohne größere Mühe im Internet finden, wo es bündige Zusammenfassungen der betreffenden Einträge gibt (sieh z.B. geschichtlichen Überblick der betreffenden legislatorischen Festlegungen in Polen: https://pl.wikipedia.org/wiki/Aborcja_w_Polsce). Zurzeit ‘verpflichtende’ Vorschriften kommen im Grund genommen vom 1993 vom der Gesetz über „Familienplanung, Schutz des Menschenfetus und Bedingungen der zugelassenen Schwangerschaftsunterbrechung” (Dz.U. 1993, Nr.17, Pos.78). Wir führen ihre grundsätzlichen Fragmente an.
– Und zwar die sog. ‘legale Abortion’ wird staatlich zugelassen falls eine der folgenden Prämissen erscheinen:

1. Die Schwangerschaft bildet eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit  der prägnanten Frau (ohne Einschränkungen hinsichtlich des Alters des Fetusses); dieser Umstand wird von einem anderen Arzt festgestellt als diesem, der die Abtreibung verrichtet, höchstens die Schwangerschaft bedroht unmittelbar das Leben der Frau;

2. Die pränatale Untersuchung oder andere medizinische Prämissen weisen auf eine große Wahrscheinlichkeit einer schwerwiegenden und irreversiblen Benachteiligung des Fetusses oder eine unheilbare Krankheit, die sein Leben bedroht (bis zur Zeit wann der Fetus die Fähigkeit des selbstständigen Lebens außerhalb des Organismus der schwangeren Frau erreicht); dieser Umstand wird von einem anderen Arzt festgestellt als diesem, der die Abtreibung verrichtet;

3. Es kommt der begründete Verdacht vor, dass die Schwangerschaft infolge der verbotenen Tat zustande gekommen ist (bis zur 12. Woche seit der Empfängnis); dieser Umstand wird vom Prokurator festgestellt.

Praktisch genommen wurde weiter das Gesetz vom 27.IV.1956 (Dz.U. vom 1956, Nr.12, Pos.61) angewandt. Ihm gemäß werden als Indikation zur Abtreibung auch ‘soziale Motive’ anerkannt. Der Lautklang dieses Gesetzes ließ die Möglichkeit der Abortion zu:

1) Wenn für den Schwangerschaftsabbruch ärztliche Indikationen sprechen, die die Gesundheit des Fetusses oder der schwangeren Frau betreffen;

2) Wenn ein begründeter Verdacht besteht, dass die Schwangerschaft infolge der Straftat erfolgt ist;

3) Wegen schweren Lebensbedingungen der schwangeren Frau.

Diese letzte Feststellung hat eine ausgedehnte Auslegung geöffnet, was die ‘sozialen’ Beweggründe angeht. „In der Praxis der Anwendung dieses Gesetzes wurde dieses Gesetz benutzt als Grundlage für soziale Umstände, weil auf dem Weg der Anordnung des Gesundheitsministers festgelegt wurde, dass aufgrund der Erklärung der schwangeren Frau schwere Lebensbedingungen der Frau angenommen werden” (https://pl.wikipedia.org/wiki/Aborcja_w_Polsce – pt.: Polska Rzeczpospolita Ludowa).

Somit wurden die polnischen Gesetzvorschriften angeführt mit Bezug auf ‘staatliche’ Zulassung der Abortion.
– Vom meritorischen Gesichtspunkt aus, und dem Gesetz Gottes, das unwiderruflich im Gewissen jedes Menschen eingetragen ist, schon ungeachtet des eindeutigen Klangwortes des V.Gebotes Gottes, wie es von Mose unter dem Sinaiberg verkündet wurde – ist es ganz klar, dass jede legislatorische Festlegungen, die im Widerspruch zu irgendwelchem der Gebote Gottes stehen, von vornherein ungültig sind, sie verpflichten im Gewissen nicht und ermächtigen zur Unternahme keiner irgendwelcher Handlungen. Niemand unter den Menschen und kein legislatorisches Gremium ist mächtig, irgendwelches der Gebote Gottes zu verdünnen oder zu annullieren.

Es dürfte dazugesagt werden, dass Jetztzeit (2016) in Polen ca. 95% aller Schwangerschaftsunterbrechungen aus Indikation der Gesundheit des Empfangenen – aufgrund des rechtlichen Eintrags von 1993 unternommen werden (Gesetz vom 7.I.1993: Familienplanung, Schutz des menschlichen Fetus und Bedingungen der zugelassenen Abtreibung – Dz.U. 1993, Nr.17, Pos.78; geschichtliche Übersicht dieser Einträge in Polen bündig: https://pl.wikipedia.org/wiki/Aborcja_w_Polsce) falls:
– „Pränatale Untersuchungen oder medizinische Prämissen für eine schwere Wahrscheinlichkeit sprechen einer schweren und irreversiblen Benachteiligung des Fetus oder eine unheilbare Krankheit, die das Leben bedroht [bis zur Zeit, wann der Fetus die Fähigkeit erreicht, selbständig außerhalb des Organismus der Frau zu leben]; dieser Umstand wird von einem anderen Arzt festgestellt, als diesem, der die Abortion verrichtet”.
– Andere Umstände, die vom staatlichen Gesetz erwähnt werden, betreffen die Schwangerschaft infolge der „verbotenen Tat”, und „wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Frau gefährdet”.
– Es muss aber festgestellt werden, dass diese zwei letztgenannten Situationen: Notzucht und seinerseits Gefährdung des Lebens der Frau, der Mutter, höchstens ein paar bis zu über zehn Fälle in Jahresskala betragen. Diese Zahlenverhältnisse sprechen für sich selber ...

Soziale Indikationen

Statistisch gelten als der meist vorkommende Beweggrund, warum das Anrecht der Abtreibung abgefordert wird, zweifellos die sog. ‘sozialen’ Gründe, also solche, die mit irgendwelcher Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit – weder der Mutter, noch des Empfangenen, nichts zu tun haben.

Führende statistische Zahlen füllen hier wohl Schwangerschaften der Teenager. Wie leicht kann die Sex-Spielerei der Schuljugend, Lizealjugend, der Studenten – Frucht bringen mit nicht beabsichtiger Elternschaft ! Allerdings darüber will in der Regel weder das Mädchen hören und denken, das auf ‘Sex’-Betreibung übergegangen ist, noch umso mehr ihr Junge.

Als nun die Mutterschaft zutage kommt, kann sich der Junge vom scheinbar geliebten Mädchen leicht lostrennen. Er erwartete von ihr den ... ‘Sex’, ließ dagegen absolut den Gedanken an Elternschaft nicht zu. Wie leicht kann dann das Mädchen, das sich selbst gelassen wird, in Verzweiflung infolge der nicht beabsichtigten Mutterschaft – nach Mitteln greifen und um jeden Preis nach irgendwelcher Art und Weise suchen, das Leben der Person des empfangenen Kindes infolge der unternommenen Intimität loszuwerden! (die Frage der sexuellen Verhaltensweisen mit Berücksichtigung der möglich werdenden Schwangerschaft – s. Homepage des Autors: http://lp33.de – III.Teil, 3.4.Kap. Und ebenfalls das ausführliche Kapitel für ‘Jugendliche’: ebd., VII.Teil, 3.Kap.)

Es kommt vor – vielleicht keinesfalls selten, dass zur Abtreibung ihre schwangere Tochter ihre eigene Mutter überredet. Ihre Liebe zur Tochter entartet zu dieser Stunde in vielfältige Gegen-Liebe. Anstatt der Tochter die Gottes Unterstützung in ihrer schwierigen Lage zu zeigen, leitet sie sie in eine zeitweise Lösung – um den Preis des völligen Abbruchs mit Gott. Vielleicht erzwingt sie selbst an ihr die Entscheidung auf Abortion aufgrund des Motivs: „Was sagen die Leute wegen deiner Schwangerschaft?” und noch: „Du musst doch die Schule zum Abitur weiter verfolgen ... Die kannst die Schule nicht wegen der Schwangerschaft abbrechen ...” ! Die gleichen Beweggründe: die Weiterverfolgung der Studien, erscheint in ähnlichen Umständen umso leichter bei Studenten auf Ebene der Hochschule.

Das alles sind die sog. ‘sozialen’ Beweggründe. Ihr grundlegendes Kennzeichen beruht auf der Feststellung, dass das Abverlangen der Abtreibung in diesem Fall nichts mit irgendwelcher medizinischen Indikation zu tun hat. Zur Rechnung kommen Beweggründe allein vom Milieu und der öffentlichen Meinung, die sich um das eigene ‘Ich’ sammeln.

Falls in solchen Umständen die eigene Mutter ihre schwangere Tochter zur Abtreibung antreibt, entartete sie für sie ... zu Satan. Sie versuchte ihre Tochter, dass sie sich dem Gesetz Gottes auf radikale Weise widersetzt, also praktisch zur Abschwörung Gottes und Widerrufung der feierlichen Taufversprechungen.
– Das Leitmotiv wäre dann die rein menschliche Rücksicht: die Meinung, eventuell außerdem die erschwerte Edukation. Mit ihren Sticheleien würde die Mutter (denn eher seltestens der ... Vater) ihre Tochter zum Start in die Lebensfülle als Mörderin der Frucht ihres mädchen-fraulichen Schoßes verführen. Die Tochter würde zur Frau-Mutter, für die die Mutterschaft gleichbedeutend wäre mit rücksichtsloser ‘Bequemlichkeit um das eigene ‘Ich’. Anders gesagt, solche Mutter würde die schwangere Tochter nicht um „ihrer Selbst willen” lieben, sondern würde sie als Gegenstand-Ding behandeln, das man zu jederzeit abschaffen kann. Daselbst würde sie aber ihre schwangere Tochter auf denselben Weg verführen: dass sie der Frucht ihres Schoßes als unerwünschtem Gegenstandleichten Herzens ein Blutbad bereiten dürfte.
– Das Mal des begangenen Verbrechens des Kindermordes steigt vom Bewusstsein der Tochter niemals mehr herab, übrigens wie auch vom Bewusstsein der Mutter selbst. Mögen die Gewissensbisse in Buße umschalten !

Es dürfte hinzugefügt werden, dass die Überredung zum Weggang von Gott im Alten Testament mit der Vorschrift des Gesetzes Mose sanktioniert war: mit dem Tod durch Steinigung.
– Jesus aber, dieser Barmherzige Jesus, drückt sich keineswegs weniger grauenerregend aus betreffs derjenigen, die das ‘Ärgernis’ bereiten, d.h. sie leiten – zumal es Kinder angehen sollte – auf den Weg, auf dem der Weggang von Gott erfolgt, gleichbedeutend mit Huldigung dem ... BÖSEN.

Hier die Worte Jesu im Anschluss an solche Situationen: „Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde ...” (Mt 18,6; Mk 9,42; Lk 17,1. – Sieh die Homepage des Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p6_3j.htm#g15).

Diese strenge Worte schließen selbstverständlich den Weg zur Bekehrung nicht, noch zur Entsühnung Gottes und folglich der Wiedergutmachung den Menschen: hier dem Kind – des zugefügten Schadens: sowohl der eigenen Tochter, wie diesem Kleinen, der in ihrem Schoß ermordert wurde. Darauf kommen wir noch gegen das Ende unserer Reflexion zurück.

Wohnungs- und materielle Bedingungen

Ein ernsterer Grund der Frauen, in der Regel schon verheirateter Frauen, dass sie sich auf Abtreibung entscheiden, kann die Rücksicht auf enge Wohnung, und dazu noch die tatsächliche materielle Armut darstellen. So pflegt es sein im Fall, wenn die Ehe schon Familie geworden ist – mit zwei, drei oder mehreren Kindern, und die nicht allzu geplante weitere Empfängnis eine scheinbar unlösliche Frage nach sich zieht: in unserer Wohnung ist es schon so sehr enge, dass es keinen Platz gibt noch ein Kinderbett für den Empfangenen dazu zu stellen.

Zusätzliche Belästigung, umso mehr schwierig, wird des Öfteren die dramatische Frage: Wofür sollen wir leben? Diese Gedanken können die Psyche der Mutter so äußerst benehmen, dass sie in Panik gerät, die sie zu beherrschen nicht imstande ist. Die wahrhafte Angst angesichts dieser Umstände kann bei ihr beinahe restlos jedes nüchterne Denken blockieren.

In solcher Lage kann solche Mutter-Ehefrau leichte Beute der Versuchung werden, die von Woche auf Woche intensiver wird. Die ganze Zeit wird sie vom Gedanken verfolgt: ob ich die Schwangerschaft fortführen soll, oder soll ich sie abbrechen ?

Die Gedankenverwirrung wird umso schärfer wegen der Verhaltensweise des Mannes. Es kommt keineswegs selten vor, dass der Mann um die Ehe und Familie praktisch nicht sorgt, er ist Alkoholiker und die von ihm ausgeübte Berufsarbeit – die einzige Quelle für den Familienunterhalt, steht dauernd unter ernstem Fragezeichen. Um den Familienunterhalt ist er nicht nur nicht interessiert, sondern im Gegenteil – er führt sie mit seinem Aufenthalt dauernd mit Kumpeln zu immer tieferer Ruine.

Wie leicht kann in solcher Lage – in Aufwallung von Angst und Verzweiflung – die tragische Entscheidung gefällt werden: die weitere Entwicklung des Kleinen abzustoppen, dass die dunklen Gedanken in ihrer Ratlosigkeit schwinden, zumal die heranwachsenden lebenden Kinder um ... Brot und Kleidung rufen. Die Frau findet sich genötigt ihren Kleinen loszuwerden, obwohl sie diese Entscheidung schweren Herzens unternimmt. Sie ist sich wohl bewusst, dass die Abtreibung grausames Verbrechen darstellt, von dem es ihr schwer sein wird, sich vor Gott abzurechnen.
– Es ist aber Verbrechen umso mehr gegen diesen ihren, ihren und ihres Mannes – Kleinen, der der Mutter und dem Vater nichts schuld ist. Der Geist des vergossenen unschuldigen Blutes wird sie bestimmt ihr ganzes weiteres Leben verfolgen. Dennoch die Furcht und das Entsetzen können überwiegen, so dass sie letztlich die ... Abtreibung ... wählt.


Es pflegt auch so zu sein, dass das entweder schwangere Mädchen, oder auch eine schon verheiratete Frau, die sich schon im Abortier-Kabinett gefunden haben – die gefällte Entscheidung ändern und vom Kabinett in letzter Weile plötzlich fliehen, als der Vorgang der Ermordung des Kleinen in ihrem Schoß gerade schon beginnen sollte. Wie viele Tatsachen solcher Art könnte das Personal der Abtreibungskliniken anführen !

Wie viel Anvertrauen auf Gott wird in solchem Fall vom Mädchen, oder schon von der Frau, der Ehefrau vorausgesetzt, um das unbeugsam am Standpunkt der stattgewordenen Mutterschaft wie auch der unbedingten Treue zu Gott, dem Geber des Lebens zu verharren! Die Frau ist sich vortrefflich bewusst, dass ab der Stunde, wann die Empfängnis erfolgt war, alle irgendwelche Überlegung darüber, ob die Frucht des Schoßes angenommen werden soll oder nicht, zu Ende gekommen ist.

Das Gewissen heißt dann auf dem Standpunkt der Verteidigung des Lebens zu verharren, wie auch der Entfachung der höchsten Liebe zu diesem Kleinen – ganz unabhängig von Umständen, die die weitere Entwicklung der Schwangerschaft, des Kleinen, begleiten werden: die Meinung der Umgebenden, der Kollegen und Freundinnen in Schule oder auf der Universität, die Wohnungsbedingungen, finanzielle Fragen, die Gesundheit – sowohl diese eigene Gesundheit als Mutter, wie diese des in die Welt zu kommen bittenden ihres und ihres Vaters Kleinen.

Es ist dabei unmöglich, dass das Gewissen den dramatischen Ruf Gottes nicht vernehmen sollte. Gott warnt vor dem Begehen des Verbrechens: des vergossenen Blutes dieses absolut unschuldigen Kindes. Die Stimme Gottes fleht, auch wenn sie nichts erzwingt, dass die vielleicht selbst schon unternommene tödliche Entscheidung zurückgezogen werde von der Haltung der Zu-Tode-Niedertrampelung des Herzens – seines eigenen, wie auch dieses des eigenen Kleinen – in Haltung ‘Herz-zu-sein’ für diesen Kleinen, oder eher genauer: für Jesus selbst, der in diesem Kindlein ... um Annahme für sich ... bittet.

Dieses Kleine ihres Schoßes hat niemandem einen geringsten Schaden zugefügt. Es verfügt über absolut keine Mittel zur Selbstverteidigung. Tief verborgen im Schoß seiner Mutter, kann es nicht einmal irgendjemanden um Hilfe rufen in seiner tödlichen Gefährdung. Es ist nicht einmal imstande seinen, zur Aktion bereitstehenden Henker um Erbarmen zu flehen – sei es mit seinem Wimmern zur Stunde, wenn die tödlichen Stöße beginnen werden.

Die moderne Technik lässt dank der Ultra-Sono-Graphie die verzweifelten Verteidigungsbewegungen des gerade getöteten Kindes beobachten. Sie lässt das auf seinem Gesicht sich abspiegelnde Entsetzen und Bewegungen gleichsam seines Schreiens anschauen – angesichts der gegen ihn angewandten Gewalttätigkeit, die seinem kaum begonnenen Lebenslauf zugefügt wird und es zunichte tut.

Wie sollte hier nicht etwa ein Bruchstück der Enzyklika ‘Evangelium Vitae’ von Johannes Paul II. angeführt werden, wo der Heilige Vater gerade an diese Hinsicht anknüpft:

„Die moralische Schwere der Abtreibung wird in ihrer ganzen Wahrheit deutlich, wenn man erkennt, dass es sich um einen Mord handelt, und insbesondere, wenn man die spezifischen Umstände bedenkt, die ihn kennzeichnen.
– Dieser, der hier getötet wird, ist ein Menschliches Geschöpf an der Schwelle des Lebens, als ein allerunschuldigstes Wesen, das man sich vorstellen kann: es kann unmöglich als Angreifer angesehen werden, und schon gar nicht als ungerechter Angreifer !
– Es ist schwach und wehrlos bis so weit, dass es selbst ohne jenes Minimum an Verteidigung ist, wie sie die flehende Kraft des Wimmerns und des Weinens des Neugeborenen darstellt. Es ist voll und ganz dem Schutz und der Sorge derjenigen anvertraut, die es im Schoß trägt.
– Doch manchmal ist es gerade sie, die Mutter, die seine Tötung beschließt und darum ersucht und sie sogar selbst vornimmt.
– Gewiss nimmt der Entschluss zur Abtreibung für die Mutter sehr oft einen dramatischen und schmerzlichen Charakter an, weil die Entscheidung, sich der Frucht der Empfängnis zu entledigen, nicht aus rein egoistischen und Bequemlichkeitsgründen gefasst wurde, sondern weil manche wichtigen Güter, solche wie die eigene Gesundheit oder ein anständiges Lebensniveau für die anderen Mitglieder der Familie gewahrt werden sollten. Manchmal sind für das Ungeborene Existenzbedingungen zu befürchten, dass es in so schlimmen Bedingungen leben sollte, dass die Gedanken aufkommen, es wäre für dieses besser nicht geboren zu werden.
– Jedoch alle diese und ähnliche Gründe, mögen sie noch so ernst und dramatisch sein, können niemals die vorsätzliche Vernichtung des Lebens eines unschuldigen Menschen rechtfertigen” (EV 58).

Gesundheitliche Umstände der Mutter

Ein weiterer Grund, der zur Versuchung werden kann, um nach Abtreibung zu greifen, pflegt der Gesundheitszustand vor allem der Mutter selbst zu sein, des Öfteren Ehefrau-Mutter. Es kommt vor, dass die gesundheitliche Hinsicht der Frau, die schwanger geworden ist, geradeaus dramatische Indikation werden kann wegen der Gefährdung ihres Lebens, zusätzlich gesteigert in der Lage der sich entwickelnden Schwangerschaft. Dies pflegt aber äußerst selten zu sein. Die Medizinwissenschaft ist in immer höherem Grad vorbereitet, die ihr eigentliche Aufgabe als Gesundheitsdienst für die Gesundheit leistungsfähig zu erfüllen.

Nicht selten pflegen die – diese Frau umgebenden Nächsten, darunter in bedeutendem Maß Angestellte vom Personal des Gesundheits-Wesens, auf die schwangere Frau einen starken Druck auszuüben und überzeugen sie, dass die Rettung ihrer Selbst mit der unbedingten Blockade der Schwangerschaft bedingt ist.

Indessen die medizinische Ehrlichkeit spricht für die Tatsache, dass einerseits die unmittelbare Gefährdung des Lebens der Mutter infolge der Tat gewordener Mutterschaft ungemein selten vorkommt. Anderseits gar nicht selten geschieht es so, dass selbst bei ernsten Erkrankungen der Mutter ihr Schwangerwerden für sie selbst zu eigenartigem ‘natürlichen Arzneimittel’ wird. Der Kleine Mensch bedankt sich so seiner Mutter für das ihm erwiesene ‘Herz’. Gott hat die Rückabhängigkeit der physiologischen (und umso mehr psychologisch-geistigen) Vorgänge bei der Mutter und dem sich entwickelnden Kindlein so wunderbar koordiniert, dass die Schwangerschaft den Gesundheitszustand der Mutter nicht nur nicht vermindert, sondern umgekehrt: die lebendigen Vorgänge des ungemein dynamisch sich entwickelnden Kleinen Menschen äußern sich mit gesegneten Auswirkungen auf dem Gesundheitszustand der Mutter, die ihren Kleinen liebevoll annimmt.

Diese Beobachtung wird von Ärzten verschiedener Spezialitäten bestätigt. Umso mehr verspürt es die Mutter selbst, zumal sie sich in ihrer Psyche liebend zur Frucht ihres Schoßes zu verhalten versteht.
– Diese Tatsache bestätigt sich nur umso sicherer, wenn die Mutter ihren lebendigen Kontakt zu Gott unterhält und die Wochen und Monate ihres gesegneten Zustandes gebetsgemäß erlebt: auf sakramentale Art und Weise – in voller Zuversicht Anvertrauen auf die schöpferische Liebe Gottes. Als Ehefrau-Mutter lebt sie das Bewusstsein, und bringt es ihrem Ehemann bei, eventuell ihren schon geborenen heranwachsenden Kindern, um das sakramentale Gelöbnis des Ehespruchs:
Wollt ihr mit Liebe annehmen und katholisch die Nachkommenschaft erziehen, mit der Gott euch beschenken wird” ?

Gesundheitliche Umstände des Empfangenen

In weiterer Folge wird als Indikation für die Abtreibung die Rücksicht auf die gefährdete Gesundheit des Kindes vorgeschoben. Es geht dann üblich um Entwicklungsanomalien und verschiedenartige Erkrankungen bei dem Empfangenen. Nicht selten wird dann gegen das Kind beinahe das Todesurteil vonseiten der Ärzte gelegentlich pränataler Untersuchungen gefällt.
– Viele Staaten verpflichten die Unternehmung pränataler Untersuchungen unter Sanktion, dass falls die Mutter diese Untersuchungen verweigern sollte, wird ihr dann die medizinische Hilfe nach der Geburt dieses Kindes entzogen. Die pränatale Untersuchung kann z.B. entdecken, dass das Kind mit einem bestimmten Entwicklungsfehler belastet ist, es kann der Verdacht aufkommen wegen des Downsyndroms (chromosomale Trisomia), beziehungsweise beim Kind kommen andere Krankheitssyndrome zutage, die den Tode des Kindes noch im Schoß der Mutter herbeiführen können, oder auch in Kürze nach der Geburt.

Die Urteile der Ärzte pflegen bisweilen rücksichtslos auszusehen, sie wirken schreckenerregend auf die Eltern des Empfangenen und können seine Tötung beinahe aufnötigen – gerade wegen den zutage gebrachten ernsten Erkrankungen oder Fehlern – genetischer oder physischer Art.
– Wie viel innere Standhaftigkeit vor allem bei der schwangeren Mutter benötigt es dann, dass sie sich den rücksichtslosen Urteilen der Ärzte widersetzt. Diese treten nämlich in strikt Gottes Zuständigkeit ein und räumen sich die Macht über Leben und Tod der Empfangenen ein. Indessen in so manchem Fall kann es sich im Laufe der weiteren Wochen zeigen, dass die Befürchtungen nur voreilige Verdächtigung waren, die mit erneuerten Untersuchungen nicht bestätigt werden.

Kinder mit genetischen Fehlern benötigen besondere Liebe und Sorgsamkeit vonseiten der Eltern und der übrigen Geschwister. In nicht seltenen Fällen zeigt es sich, dass diese Kinder zu wahrem Segen in der Familie werden. Sie pflegen im Prinzip sehr dankbar zu sein für die ihnen erwiesene Herzensliebe. Es ist nicht schwer im Internet und in bestimmten Zeitschriften Zeugnisse voller Liebe und Dankbarkeit anzutreffen von Eltern eines kranken Kindes, und sei es mit dem Kind mit Downsyndrom.

Im Zusammenhang der Kinder mit gerade erst erwähntem Downsyndrom dürfte hier die Äußerung des zeitweiligen Ministers des Gesundheitswesens (Polen) angeführt werden: Dr. Konstanty Radziwiłł (X.2016). Im Gespräch mit dem ‘Dziennik Gazeta Prawna’ (Tagesblatt Iura-Zeitung) äußerte er sich folgender im Anschluss an die eugenische Indikation für den Schwangerschaftsunterbruch bei entdeckter Trisomie:

„... Herr Minister bemerkte, es sollte unbedingt die Hilfe vonseiten des Staates für Mütter geleistet werden, die kranke Kinder erziehen. – ‘Schlüssel ist hier die entsprechende Sorge auf möglich höchstem Niveau. Die Verbesserung der Pflege um das Kind z.B. mit Downsyndrom und seine Familie, sowohl im Bereich der Gesundheit, wie der Edukation, setzt die Organisierung von Schulungen des medizinischen Personals und Lehrer’  voraus ...
– ‘Meiner Meinung nach der Schwangerschaftsabbruch erfüllt in diesem Fall jetzt nicht mehr die Gesetzkriterien, wiewohl ich mich vorbehalte, dass ich mich hier als Bürger äußere, nicht aber als Minister. Dennoch aufgrund der Daten wird gefolgert, dass viele legale Abortionen gerade wegen dieser Krankheit unternommen werden (…). Ihre Interpretation [der eugenischen Prämissen] hängt großenteils von Ärzten ab. Merken wir, dass Menschen mit Downsyndrom unter uns leben und sie verstehen sich zu realisieren und sich des Lebens zu freuen” (http://www.fronda.pl/a/minister-radziwill-aborcja-w-przypadku-podejrzenia-o-zespol-downa-nie-do-konca-zgodna-z-prawem,80401.html).

Die Eheleute-Eltern, die mit Liebe – als direkt vom eingegangenen ehelichen Bund angenommene Verpflichtung – ihr Kind z.B. mit Downsyndrom akzeptieren, entdecken in dieser Lage ein ganz neues Ausmaß ihrer Gottes Berufung zur Ehe. Der Dienst ihrem behinderten Kind gegenüber, samt dem Dienst gegen ihre übrige Familie, wird immer mehr bewusste Aktivierung von Tag zu Tag der Sakramentalität der eingegangenen Ehe.
– Dieses ab Geburt an kranke oder behinderte Kind wird zugleich für die übrigen Geschwister zur immerwährenden augenschaulichen Stunde und zugleich Aufgabe der Entwicklung des Sinnes einer Nächstenliebe und Empfindsamkeit für Bedürfnisse kranker Leute und ihre andere Nöte. Eheleute, Eltern eines Kindes oder mehrerer behinderter Kinder widmen ihretwegen vielleicht die vor ihnen sich abzeichnende eigene Karriere und Aussicht auf mehr luxusvollen Lebensstil, indem sie diesen Kindern keine finanziellen Ausgaben schonen, um für den Alltag ihrem behinderten Kind beizustehen in geduldigem Rehabilitationsdienst, um so ihre verborgenen Fähigkeiten auszulösen und bisweilen zu großer Frucht zu bringen.

Es kommt nicht selten vor, dass das scheinbar benachteiligte Kind, erzogen in solchem Familienklima, zu unwahrscheinlichen Errungenschaften kommt. Manche unter ihnen erreichen eine hohe Ausbildung – sollte es auch auf dem Rollstuhl geschehen. Andere erreichen Sukzesse in verschiedenen Spezialitäten, darunter auch in Para-Olympischen Meisterschaften.

Selbst solche Kinder erweisen sich im Prinzip ungemein dankbar in ihrer aufrichtigen, erwiderten Liebe zu den Eltern und Pflegern. Diese aber lassen sich alle Jahre hindurch von allergewöhnlichster Gewissensanordnung leiten. Sie verstehen wörtlich und schmieden in die Tat um, was sie als Verpflichtung beim sich gegenseitig erteilten Sakrament der Ehe geloben haben, als an sie die Frage angekommen war:
Wollt ihr mit Liebe annehmen und katholisch die Nachkommenschaft erziehen, mit der Gott euch beschenken wird” ?
Solche Eltern werden zweifellos was haben, womit sie sich einst vor dem Angesicht des Himmlischen Vaters stellen werden. Er war es doch letztlich, der ihnen einst eine solche, und nicht andere Lebensberufung angeboten hat.

Empfängnis als Folge der Nötigung

Es wäre schwer nicht auch an die nächste – menschlich gesagt besonders schwierige und dramatische ‘Indikation’ anzuknüpfen, die für viele als entschiedener Grund angesehen wird, um nach Abtreibung zu greifen und so die nicht gewollte Schwangerschaft ... loszuwerden. Es geht um die Situation, wenn die Empfängnis infolge der dem Mädchen oder auch schon einer erwachsenen Frau zugefügten sexuellen Vergewaltigung zustande gekommen ist.

Zu sexueller Notzucht pflegt es allgemein in Kriegsumständen zu kommen, bei terroristischen Anfällen, in modernen Religionskriegen. Die Notzucht kommt aber auch unter Friedensbedingungen vor.
– Niemand kann leugnen, dass es in nicht wenigen Fall zur Schandtat kommen kann als Folge manchmal sehr provokatorischer Bekleidungsweise eines bedeutenden Teiles der Mädchen und Frauen. Die Frau spielt zuerst auf der geistigen Ausdauerheit der Männerwelt, indem sie sie bis zu letztlichen Grenzen sexuell anspannt, wonach sie sich wegen Behelligung, oder selbst Vergewaltigung beklagt.
– Gewiss, es kommt auch zur wahren Vergewaltigung, wenn man dem Mädchen oder der Frau nichts vorwerfen kann. Sie wird hinterlistig überfallen, irgendwo hineingezogen oder geschleppt und sexuell ausgenutzt. Es kommt zu kollektiver Notzucht, wo das Mädchen, oder die Frau letztlich selbst ums Leben kommen kann. Jedenfalls bei Vergewaltigung kann es leicht zu einer nicht beabsichtigten Empfängnis als Folge der Notzucht kommen.

Viele Mädchen oder Frauen verteidigen dann ihre Würde im tödlichen Kampf mit der Gewalt des sexuellen Aggressors. Leider solcher Kampf endet des Öfteren mit zugefügtem Stoß nach Stoß seinem Opfer, meistens mit einem Messer o.dgl., besinnungslos (sieh Homepage des Autors, 8 Beispiele von Märtyrerinnen in Verteidigung ihrer Jungfräulichkeit: http://lp33.de/seite-lp33/p7_3o.htm#sang – ‘Im Kampf um die Treue zu Christus bis zum Blutverguss’). So sieht die Frucht aus eines ‘Sexus’ begriffen als wildes Männchenaustoben zur Befriedigung der unsättigen Leidenschaftlichkeit, was mit Liebe und Verantwortung für die eigene Würde und umso mehr diese des anderen, schon ungeachtet der möglichen Empfängnis, nichts zu tun hat.

Überlebt es die Frau und es zeigt sich, dass die Vergewaltigung die Empfängnis nach sich gezogen hat, entsteht für sie eine ungemein schwierige Frage. Dieses Kind ist keine Frucht der Vereinigung im Rahmen der eingegangenen Ehe. Dasselbe gilt für das Mädchen – die Jungfrau. Das Mädchen kann entschieden zu jung sein für eine Ehe, indessen sie ist Mutter geworden infolge der Nötigung. Und was kann gesagt werden von nicht seltenen Fällen, wenn die terroristische Soldateska, u.a. am Hintergrund der Stamm- und Religionskämpfen, ein Kloster mit Nonnen überfällt und die Schwestern zur Mutterschaft bringen !

Und doch, das Kind, das als Folge der Nötigung entstanden ist, ist absolut unschuldige Person. Die Tatsache der – dieser Frau zugefügten sexuellen Vergewaltigung kann im absoluten Sinn keine Indikation werden, dass jetzt ein weiteres Verbrechen begangen wird: Tötung des Empfangenen auf Geheiß-Urteil der geschändeten Frau. Die Strafe gehört sich dem Täter der Vergewaltigung: ihn soll das Gesetz fahnden. Dagegen der Neue Mensch, der da-zu-sein begonnen hat, soll mit voller Liebe angenommen werden – unabhängig von dramatischen Umständen, in denen es zu seiner Empfängnis gekommen ist und unabhängig von unvorstellbaren Folgen für das Mädchen oder die Frau, die mit dieser unvorgesehenen Mutterschaft belastet worden ist.

Die innere Kraft zur Annahme der Schwangerschaft und zur Lösung der vor solcher Frau sich auftürmenden Schwierigkeiten gibt der Frau ihr starkes Anhangen an den Erlöser des Menschen, Jesus Christus und an Maria, die Mutter des Guten Rates, Ursache unserer Freude, Hilfe der Christen. Möge sich solche Mutter aufraffen, diesen ihren Kleinen sofort, mit vollem Herzen anzunehmen und ihn zu lieben, wiewohl es unter so nicht günstigen Umständen in ihrem Schoß empfangen wurde. Jesus Christus verließt sie zweifellos nicht, wenn ihre heroische Haltung mit Fülle ihres Anvertrauens durchtränkt wird an Jesu Wort, das Er im Anschluss an das Letzte Gericht gesagt hat:

Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn: Ich war hungrig, und ihr habt Mir zu essen gegeben; Ich war ... nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben ...”
(Mt 25,34ff.).

Wer ein solches Kind um Meinetwillen aufnimmt, der nimmt Mich auf ” (Mt 18,5).

An die Lage der entstandenen Mutterschaft infolge einer Vergewaltigung und des wilden sexuellen Austobens auf Frauen-Opfern im Rahmen der Kriegsgeschehnisse in Bosnien und Herzegowina hat der hl. Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Brief angeknüpft, den er auf die Hände des dortigen Erzbischofs von Sarajewo richtete (1993). Es gehört sich die päpstlichen Worte anzuführen. Sie entsprechen völlig dem Wort Gottes, das voller erlösender Liebe treu bleibt: „Das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit” (Jes 40,8; 1 Petr 1,25):

„...„Es ist besonderes Gebot der Stunde, dass die Hirten und alle verantwortlichen Gläubigen ... sich der Lage der Mütter annehmen – verheirateter und nicht verheirateter Frauen, die Opfer der Schändungen geworden sind, welche infolge des Rassenhasses und der brutalen Begierde ausgeübt wurden.
– Diese Frauen, nachdem sie eine empfindsame Demütigung erfahren haben, müssen jetzt dem Verständnis und der Solidarität vonseiten ihrer Gesellschaften begegnen. In der so schmerzenden Situation muss man ihnen helfen, den Unterschied zwischen dem Akt der verurteilswerten Gewalt, der von Menschen ausgeübt wurde, die sich auf Abwegen des Verstandes und Gewissens verirrt haben, und der Wirklichkeit neuer menschlicher Wesen, deren Leben in solchen Umständen angefangen hat, zu erblicken. Indem sie als Gottes Ebenbild erschaffen sind, verdienen auch diese Neuen Wesen auf Ehre und Liebe, wie jedes andere Mitglied der Menschen-Familie.
– Mit aller Entschiedenheit muss jedenfalls erinnert werden, dass das zu gebärende Kind keine Verantwortung dafür trägt, was geschehen ist und was verurteilt zu werden verdient. Es ist also unschuldig und kann in keinem Fall als Aggressoren gehalten werden.
– Die ganze Gemeinschaft soll also die so schmachvoll gedemütigten Frauen und ihre Familien unter Schutz und Pflege nehmen, um ihnen zu verhelfen, den Akt der zugefügten Gewalt – in Akt der Liebe und der Aufschließung für das neue Leben hin zu umgestalten. Das Evangelium erinnert uns daran, auf angewandte Gewalt nicht mit Gewalt zu antworten (Mt 5,38-41). Auf Barbarei des Hasses und Rassismus soll mit der Macht der Liebe und Solidarität geantwortet werden ... (Röm 12,17-21)”. – Sieh den ganzen Apostolischen Brief vom 2.II.1993, italienisch:
http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/letters/1993/documents/hf_jp-ii_let_19930202_arc-puljic_it.html )
.

Anders gesagt, auch in solcher, ungemein schwierigen Lage, endet alle menschliche Macht samt der zustande gekommenen Empfängnis:

„Die Unantastbarkeit der Person, die Widerschein der Unantastbarkeit Gottes selbst ist, findet ihren Ausdruck vor allem und in prinzipieller Weise in der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens. Die allgemeinen, anderswo gerechten Auftretungen in Verteidigung der menschlichen Rechte ... sind trügerisch und illusorisch, wenn das Recht auf Leben nicht als erstes und grundlegendes Recht der menschlichen Person mit größter Entschiedenheit verteidigt wird.
– Die Kirche hat angesichts allerlei ununterbrochen zugefügter Gewalttaten – dem jeder menschlichen Person gehörigem Recht auf Leben, niemals kapituliert. ... Dieses Recht kommt dem menschlichen Wesen in allen Phasen seiner Entwicklung zu, von seiner Empfängnis an bis zum natürlichen Tod, und unter allen Umständen, also unabhängig davon, ob es gesund ist oder krank, voll leistungsfähig oder benachteiligt, reich oder arm ...” (ChL 38; CA 47.39).

Trotzdem viele die Abtreibung falls Schwangerschaft infolge sexueller Vergewaltigung mit einem Zug als Selbstverständlichkeit annehmen, fragt doch niemand das Da-zu-sein begonnene Kleine Kind, warum und wofür ihm das Todesurteil zugefügt werden soll. Sollte etwa dieser Kleine Mensch gemeinen Müll darstellen, der zu jeder Stunde weggefegt werden kann und zum Niedertreten weggeworfen werden soll? Die schwangere Mutter infolge der Gewalt möchte meistens – Jetztzeit sie – zu einem weiteren Verbrechen nicht zulassen: in diesem Fall ihr Kind abtreiben. Des Öfteren wird sie aber dazu beinahe gezwungen vonseiten der scheinbar ihr Mitleid erweisenden Allernächsten ...


Wie viel es beredte, geradeaus erschütternde Zeugnisse gibt von Personen, die im reifgewordenen Alter um die ganze Wahrheit über ihren Existierens-Beginn infolge der Vergewaltigung erfahren haben. Hier der Link an ein solches Zeugnis: das ausführlichere Bekenntnis der Rebecca Kiessling. Kurz nach ihrer Geburt wurde sie von ihrer vergewaltigten Mutter zur Adoption gegeben. Allerdings es ist zu gewissem Zeitpunkt zur Begegnung mit ihrer biologischen Mutter gekommen. In ihrem Bekenntnis äußert sich Rebecca u.a. folgender:

„Ich bin so dankbar, dass mir das Leben errettet wurde. Viel Christen sagen mir mit gutem Glauben: ‘Siehst du, Gott hat wirklich gewollt, dass du geboren wirst’ ! – oder: ‘Du solltest also wirklich geboren werden’. Aber ich weiß, dass Gott es will, dass jedes empfangene Kind dieselbe Chance auf Geburt hat und ich kann nicht untätig sitzen und sagen: ‘Wenigstens mein Leben zu retten ist es gelungen’. Oder: ‘Ich habe das verdient, schaut mal, wie ich mein Leben nutze’. Und die vielen Millionen anderer ... haben es nicht verdient? Ich kann nicht so denken!
...
Eine der herrlichsten Sachen, zu den ich gekommen bin, ist die Tatsache, dass mich nicht der Vergewaltiger zum Leben berufen hat, wie es manche behaupteten. Mein Wert und meine Identität folgt nicht daraus, dass ich ‘Effekt der Vergewaltigung bin’, sondern ich bin Kind Gottes. Der Psalm 68 kündet es: ‘Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Gott bringt die Verlassenen heim ...’ (Ps 68,6f.). Und der Psalm 27 sagt: ‘Wenn mich auch Vater und Mutter verlassen, der Herr nimmt mich auf’ ...” (Ps 27,10).


Eine ähnliche Haltung, voller Dankbarkeit für das Leben, als ihre Mutter sie bei der ihr zugefügten Vergewaltigung empfangen hat, strahlt vom Bekenntnis sei es – wie sie sich vorstellt – vonseiten der Patty von den USA. Sie schreibt von ihrer Mutter folgendes:

„Ungeachtet des Traumas, hat sie sich nicht auf Abtreibung entschieden, sondern gebar eine Tochter und gab sie zur Adoption hin. Patty traf ... an zweie ‘wunderbare Eltern’. – ‘Ich wurde erzogen von herrlichen Christen. Sie haben mich Gott zu lieben gelehrt ... lehrten mich vom Leben und seiner Heiligkeit’ ... Ich bin Gott für mein Leben sehr dankbar, da ich abortiert werden konnte’.
– Auch Patty begegnete ihrer Mutter. Diese sagte zu ihr: ‘Alles, was ich nach der Vergewaltigung wollte, sammelte sich darüber: ein gesundes Kind in die Welt bringen und für dieses Kind ein Haus zu finden’.
– Jetzt, als Aktiveristin des Pro-Life, ‘ehrt Patty ihre Mutter’ , die in ihrer so schwierigen Situation das Leben gewählt hat. Eine der Arten und Weisen ihrer Tätigkeit beruht auf Gebet vor Abtreibungs-Kliniken” (http://www.fronda.pl/a/poczeta-w-gwalcie-zostala-aktywista-pro-life,35669.html).

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E. EINE HANDVOLL ZEUGNISSE
DER VON ABTREIBUNG DAVONGEKOMMENEN

‘Nicht gelungene’ Abtreibung ...

Unsere Reflexion zielt dahin ab, die Chance der sakramentalen Lossprechung darzustellen für den Fall der Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation. Allerdings unterwegs taucht ein immer anderer Aspekt auf, der mit der Problematik der Schwangerschaftsunterbrechung verbunden ist.

Wie sollten hier nicht etwa sei es ein paar Tatsachen angeführt werden von Personen, die abortiert werden sollten, indessen sie haben ihre Abortion wunderbar überlebt und sind so heil davongekommen. Heute freuen sie sich des ihnen zweifach geschenkten Lebens. Solche Personen entwickeln im Prinzip weitreichende Möglichkeiten, um möglichst viel Gutes zu schaffen. Zurzeit leben in den USA zumindest 44.000 Personen, die den Versuch ihrer eigenen Abortion überstanden haben, das heißt: ihre Abortierung ist infolge eines ‘fatalen Zufalls’ ... ‘nicht gelungen ...’ (http://www.fronda.pl/a/w-usa-zyje-44-tys-osob-ktore-przezyly-aborcje,22428.html – sieh: AM/Natalia Dueholm/PCh24.pl: 25.09.2012.

Und was soll gesagt werden von immer wieder, manchmal im Jahresablauf zu Zehnten zählenden Fällen so genannter ‘nicht gelungener Abtreibungen’, wenn der Kleine Mensch ungeachtet des Eingriffs ... lebendig in die Welt kommt, doch er wird vom ‘Gesundheits-Dienst’ sich selbst niedergelassen bis er stirbt; oder auch er wird barbarisch ... im Eimer versunken, beziehungsweise auf andere Art und Weise grausam ... ‘zutode gebracht’, manchmal grausam ... erdrosselt. Eventuell es finden sich ‘Spezialisten’, die von ihm lebendig verschiedene Organe und Gewebe entnehmen ... !

Zeugnisse von Personen, die die eigene Abtreibung überlebt haben und zu vielen Errungenschaften in ihrem Leben gekommen sind, bewusst dass sie dank der wunderbaren Vorsehung Gottes leben, die ihnen zusätzlich ein gleichsam zweites Leben geschenkt hat – gibt es nicht wenige. Sie können ohne größere Mühe gefunden werden sei es in bestimmten Zeitschriften, oder schlechterdings im Internet. Es genügt z.B. die Worte zu klicken: ‘Abtreibung, übergelebt’.

Cristiano Ronaldo

Da haben wir den weltbekannten Fußballspieler Cristiano Ronaldo von Portugal. Er spielt im Club ‘Real Madrid’. Es konnte ihn aber nicht gegeben haben ... „Die Mutter des Fußballspielers hat offenbart, dass sie die Abtreibung versucht hat, als sie mit ihm schwanger war. Den kleinen hat damals der Arzt gerettet, der den Abtreibungseingriff verwehrt hat. Dank dem konnte der große portugiesische Rinaldo geboren werden. Die Wahrheit um dieses Ereignis hat die Mutter des Rinaldo in der unlängst erschienenen Biographie dargestellt. Wie sie bekannte, zu dieser Zeit damals hatte sie schon drei Kinder, sie fand sich in schwieriger materieller Lage, und ihr Mann verweilte zu Hause selten.
– Nach diesem Gespräch mit dem Arzt, der die Abtreibung verweigert hat, versuchte sie noch die Schwangerschaft selbst loszuwerden mit Hilfe der ‘Haus-Methoden’. Das ist ihr aber letztlich nicht gelungen. Wie sie von diesem Arzt gehört hat, der zum Lebensretter des Cristiano Ronaldo wurde, ‘dieses Kind sollte ihr viel Freude bringen’ ...
– Die Mutter des Ronaldo stellt fest, dass der einzige Grund, warum sie die Abtreibung vornehmen wollte, war die Furcht wegen der tragischen materiellen Lage, in der sich ihre Familie gefunden hat.
Kurz nach der Geburt des Jungen ist sein Vater gestorben. Er war Alkoholiker. Eine lange Zeit hindurch was es wirklich schwer, doch viele Jahre später begann die große Karriere des Fußballspielers. Cristiano hilft finanziell seiner Familie, er hilft auch seinem Bruder im Kampf mit seiner Drogensucht. Cristiano Ronaldo „hat sich von seiner Mutter nicht abgewandt, nachdem er diese Geschichte kennen gelernt hat. Er liebt sie weiter und unterstützt sie”
(http://www.fronda.pl/a/gdyby-lekarz-zgodzil-sie-na-aborcje-nie-byloby-cristiano-ronaldo,80043.html – s.: daug/Super Ekspress: 13.10.2016).

Claire Culwell

Hier ein anderes Bekenntnis. Es geht um die Claire Culwell. „Ihre Mutter, 13 Jahre alt, hat erfahren, dass sie schwanger geworden ist. Sie hat sich auf Abtreibung entschieden. Sie wusste aber nicht, dass es ... Zwillings-Schwangerschaft ist. Abortiert wurde ihr Sohn. In Kürze hat sie bemerkt, dass sie weiter schwanger ist. Der Arzt hat ihr aber zur Kenntnis gebracht, dass es Jetztzeit schon zu spät ist, eine noch andere Abortion vorzunehmen. So hat sie die Claire geboren. Sie schlug sich mit vielerlei medizinischen Problemen herum. Jetzt erzählt sie, wie es aussieht als sie erfahren hat, dass ihre Mutter sie töten wollte – und wie es heißt dies zu verzeihen:

„Das ist meine biologische Mama – und ich. Sie hat die Abtreibung vollbracht, als sie 13 Jahre alt war – und mit mir schwanger wurde. Mein Zwillingsbruder wurde abortiert, aber ich habe überlebt. Sie hat mich zur Adoption gegeben – in Hände einer unheimlichen, liebenden Familie. Ich bin stolz wegen ihrem Mut und deswegen, wie sie sich ungemein binnen 6 Jahren, als ich sie kennen gelernt habe, geändert hat. Sie hat er mir erlaubt, dass ich unsere Geschichte mitteile. Zum ersten Mal hat sie den Mut bekommen, selbst zu sprechen. Gestern schrieb sie zu mir: ‘Ich bin heil geworden und endlich kann ich mich frei finden’ !
(http://www.fronda.pl/a/wzruszajace-przezyla-aborcje-i-dzieli-sie-swoja-historia-o-mocy-przebaczenia,59846.html – s. kz/lifenews.com 4.11.2015).
Ich verspüre fortwährend die Gnade Gottes, die Liebe und das Verzeihen. Er ist es, der mir Leute aufgestellt haben, die mich lieben. Wir alle verdienen es, dass wir uns frei finden gerade aufgrund der Gnade der Verzeihung. Leute fragen mich öfter, wie ich zu verzeihen und so leicht zu lieben imstande bin, zumal in der Situation, da man mich doch töten wollte. Meine Antwort war immer einfach: es sind meine Eltern. Meine biologische Mama hat diese Leute gewählt wegen ihren unheimlichen Werten, ihrem Glauben. Wahrscheinlich hat meine biologische Mutter nicht einmal gewusst, dass meine Adoptivmutter nachsichtsvoll ist, tröstlich, liebend, noch dass mein Adoptivvater gescheit ist, umsichtig, demütig. Sie hat vieles nicht gewusst, dennoch sie hat gerade diese Leute gewählt. Diese aber haben mich aufgehoben, sie haben mich zu lieben gelehrt, zu verzeihen, anzunehmen, sie haben mir die Gnade des Glaubens geschenkt und die Sicht, dass Gott in jeder Sache erblickt wird. Ich bin mir bewusst, dass meine Geschichte betreffs der Abtreibung anders aussehen würde, falls ich in einer anderen Familie erzogen wäre. Gott hat mir ein vollkommenes Leben geschenkt. Ich bin Ihm sehr dankbar”.

Gianna Jessen

Auf der Homepage des Autors kann man das begeisterte Bekenntnis lesen der Gianna Jessen aus Kalifornien (s. die Homepage des Autors: http://lp33.de – PORTAL, Inhaltsverzeichnis, 4.Kolonne, Nr.15. – oder direkt: http://lp33.de/seite-lp33/ind10.htm#selc). Ihre 17-jährige Mutter Tinnie ist in der berühmten Abtreibungs-Klinik ‘Planned Parenthood’ im 8.Schwangerschaftsmonat erschienen. Der Mutter wurde eine Injektion in die Gebärmutter appliziert mit Salzlösung samt Chemie zur Auslösung der Gebärmutterkontraktionen. Dieses Tages wurden in dieser Klinik auf solche Weise 30 andere Kinder ums Leben gebracht.
– Am nächsten Tag erlebte aber das Personal dieses Abtreibungs-Institutes um 6.00 Uhr morgens einen Schock, als ein ... lebendiges Kind erschienen ist, das lauten Schrei herausstoß. Der Organismus dieser Kleinen Person hat sich stärker gezeigt als die tödliche Dosis der Injektion ...
– Glücklicherweise war in dieser Zeit der Abortierer-Arzt noch nicht da. Die erschrockenen Hebammen haben den Bereitschaftswagen bestellt: das Kind hat ganz deutlich ihre eigene Abortion überlebt. Der Arzt, der Aborter, musste sich nur auf dem Zeugnis der Klinik unterschreiben, indem er die ‘klinische Diagnose’ der Tatsache darstellte: „Geboren im Ablauf der Abtreibung”.
– Wir ermutigen, dass dieser Link von der Seite des Autors, mit einem der leidenschaftlichen Auftritte der schon erwachsenen Gianna Jessen, mit Nutzen geblättert werden kann.

Chiara und Enrico Corbella

Ein anderes, rührendes und erschütterndes Zeugnis, das ebenfalls auf der Homepage des hiesigen Autors abgedruckt ist, betrifft den Bericht vom Ehepaar, vor allem aber selbst der Mutter-der-Ehefrau Chiara Corbella und ihres Ehemanns Enrico. Es ist eine Geschichte beinahe aus unserer letzten Zeit: es geht um das Jahr 2012, nahe Rom in Italien. Diese Geschichte ist sehr ähnlich – wenn nicht noch mehr erschütternd, als diese von der Ärztin, der Hl. Gianna Beretta-Molla (Kanonisation: 16.V.2004).

Bei zwei ersten Schwangerschaften hat die USG-Untersuchung selten vorkommende Anomalien festgestellt, die von vornherein das Überleben der Kleinen Person unmöglich machten. Für Chiara und ihren Mann kam eine Abtreibung auf keinen Fall in Rechnung. Die Chiara hat das eine, dann das zweite Kind geboren. Sie wurden sofort getauft – und in etwa halber Stunde sind sie gestorben: in den Himmel gekommen !
– Im Laufe der dritten Schwangerschaft – die sich dieses Mal völlig normal entwickelte, ist aber die tödliche Krankheit der Chiara selbst, der Mutter, erschienen: eine sich rasch entwickelnde bösartige, aggressive Krebsart mit zahlreichen Metastasen. Chiara hat noch ihren Sohn geboren – vollgesund. Dennoch in Kürze ist die Chiara, diese 28-jährige Ehefrau und Mutter, in wenigen Minuten nach der letzten heiligen Messe, die ihr Geistlicher Pater in ihrem Zimmer zelebriert hat, gestorben: in den Himmel übergegangen – wie sie es genannt hat: um die zwei früher verstorbenen ihre Kleinkinder im Himmel zu betreuen !..
– Ihr Tod war etwas viel mehr, als Fülle von Frieden. Wir können nur ermutigen, diesen Bericht betend zu lesen (sieh von der Homepage des Autors: PORTAL, 4.Kolonne, Nr.16. – Oder direkt: http://lp33.de/seite-lp33/ind14.htm#chiar).

Emilia – die Mutter Johannes Paul II.

Sollte noch etwa erwähnt werden diese, wohl allgemein bekannte Einzelheit, die den späteren großen Papst, den hl. Johannes Paul II. betraf? Als seine Mutter Emilia ihn unter ihrem Herzen getragen hat, wurde sie seriös zur Abtreibung überredet. Sie war damals schon 40 Jahre alt, war kränklich, gesundheitliche Fragen betrafen vor allem Erkrankungen der Nieren und seriöse Herz-Insuffizienzen. Es wurde ihr bewusst gemacht, dass die Schwangerschaft eine ernste Gefährdung für ihr eigenes Leben geworden ist. Das Ehepaar und die Familie lebten damals in Wadowice, in schwierigen materiellen Bedingungen. Es war die Zeit des kaum beendeten Ersten Weltkrieges. Es fanden sich auch Ärzte, die die Abtreibung durchzuführen bereit waren ...
– Die Emilia hat Emilia in ihrer Verworrenheit ... das Leben nicht für sich, sondern für das sich in ihrem Schoß entwickelnde Kind gewählt. Die Emilia gebar ihr Baby im Zimmer ihres Hauses, wo diese beiden gewohnt haben – kaum ein paar Meter von der Pfarrkirche in Wadowice, als in der Kirche gerade die Lauretanische Litanei bei der Mai-Andacht gesungen wurde (18.V.1920). Der Sohn der Emilia, getauft als Karol-Józef, wird im 58. Jahr seines Lebens .... Papst: einer der größten Päpste in der Geschichte der Kirche (Papstwahl: 16.X.1978; Gestorben: 2.IV.2005; Heiligsprechung: 27.IV.2014).


Man könnte sich die Frage stellen: Welche ‘Wahl’ (im Sinn der laut vom aggressiven Feminismus manifestierten ‘Pro Choice – Um Freiheit der Wahl nach Abtreibung’) ist zumindest sicherer-nützlicher von der Perspektive aus der letztlichen Dinge, von denen sich niemand drücken kann:

a) Auf dem Standpunkt zu verharren des von Gottes Vorsehung-Liebe anvertrauten Lebens seines unschuldigen Kleinen, sollte er selbst sehr insuffizient sein, und um diesen Preis selbst das eigene Leben auf dem Posten darzulegen, falls nötig? Alles gemäß der in der Stunde der ehelichen Verlobung angenommenen Verpflichtung: „Wollt ihr mit Liebe annehmen und katholisch die Nachkommenschaft erziehen, mit der Gott euch beschenken wird” ?,

b) oder auch ob es nützlicher sein sollte die kurzfristige Lösung zu wählen: eine zeitweilige ‘Ruhe-wegen-der-Schwangerschaft’ zu erreichen – um den Preis, dass ein Verbrechen begangen werden sollte: der Tötung des eigenen, unschuldigen Kindes im eigenen mütterlichen Schoß?

Das Leben eines jeden stellt sich einmal unabruflich an der Schwelle des ... Todes und der Stunde, die von keiner Ideologie modifiziert, beziehungsweise selbst aboliert werden kann. „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben – worauf dann das GERICHT kommt”  (Hebr 9,27).

Nichts ist imstande die Tatsache zu ändern: dass das getötete Kind – weiter lebt. Nur dass es Jetztzeit schon auf den „zweiten Ufer”  übergegangen ist: des jetzt schon ewigen-unsterblichen Lebens. Es begegnet einst zweifellos seine Mutter, seinen Vater, den Aborter und das Personal des ‘Gesundheits ... Dienstes’.
– Johannes Paul II. äußerte sich von den NICHT Geborenen Kindern einmal folgender – dieses Mal im Singular: „... Es lebt in Gott” (EV 99). Es betet inbrünstig für seine Henker, und fleht den „Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes” (2 Kor 1,3) um ihre Bekehrung. Es verzeiht auch von vornherein allen – nach dem Muster des Erlösers-vom-Kreuz, das begangene Verbrechen, dem es als Opfer unterlag (sieh Homepage des Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p5_6c.htm#parvul).

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F. PRO-ABTREIBUNG UND DIE LOSSPRECHUNG ?

Mit Apostolischem Charisma besiegelte Stimme der Kirche

Es gehört sich ein paar Äußerungen und Erklärungen des Magisteriums der Kirche in Erinnerung zu bringen, die mit dem Thema des Schwangerschaftsabbruchs zuengst verbunden sind. Es werden Worte sein, die sich des Sieges des Charismas Petri-als-Petri freuen. Daselbst stellen sie den Wegweiser dar in ideologischer Verworrenheit, die der modernen Welt aufgenötigt wird.

Hier die Stimme der päpstlichen Lehre mit Bezug auf die Tötung einer unschuldigen Person. Das betrifft jedesmalig direkt die menschliche Person einer sich im Schoß der Mutter entwickelnder Person. Johannes Paul II. äußert sich an ein paar Stellen der Enzyklika „Evangelium vitae” verbindlich, das heißt mit Berufung auf seine Sendung als Petrus-Fels, wobei er sich deutlich auf die Kommunion des Kollegiums der Bischöfe beruft, die im Band des Glaubens und der moralischen Lehre ‘mit’ Petrus und ‘unter’ Petrus (VSp 116) vereint sind. Der Heilige Vater erörtert das Thema der Tötung im 3.Kapitel der angeführten Enzyklika (Nr. 52-77).

Tötung einer unschuldigen Person

Zuerst formuliert der Heilige Vater die Stellung des Magisteriums der Kirche hinsichtlich der allgemein begriffenen Tötung einer unschuldigen Person. Indem sich hier der Papst deutlich auf seinen Posten als ‘Petrus’ in Kommunion mit Bischöfen der Katholischen Kirche beruft, gebühren dieser Äußerung alle Merkmale der dogmatischen Lehre, wiewohl sie in diesem Fall die Hinsicht der moralischen Verhaltensweisen betrifft:

„Daher – mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Macht, in Kommunion mit Bischöfen der Katholischen Kirche, bestätige ich, dass die direkte und beabsichtigte Tötung eines unschuldigen Wesens immer ein zutiefst unmoralischer Akt ist ...
– Diese Lehre, die auf jenem ungeschriebenen Gesetz begründet ist, das jeder Mensch im Lichte der Vernunft in seinem Herzen findet (vgl. Röm 2,14f.), ist von der Heiligen Schrift bestätigt, von der Tradition der Kirche überliefert und wird vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt gelehrt” (EV 57).

Abbruch der Schwangerschaft

Das Thema der Schwangerschaftsunterbrechung greift der Papst in weiterer Folge des 3. Kapitels der „Evangelium vitae” auf, und zwar in Nummern: 58-62. Ergänzend äußert sich der Papst im selben Zusammenhang über Abortivmittel (Nr.61) und die Kirchenstrafe der Exkommunikation, die im Fall der Abtreibung in Kraft des Gesetzes selbst verbindlich wirkt (Nr.62).
– Seine Worte enden mit der Formulierung, die für das Gewissen verbindlich ist, indem sie nämlich Äußerung des Petrus-als-Petrus darstellen, mit Berufung auf kollegiale Einheit mit Bischöfen der Katholischen Kirche:

„Daher – in Kraft der Macht, die Christus Petrus und seinen Nachfolgern übertragen hat, in Kommunion mit Bischöfen – erkläre ich dass die direkte Abtreibung, das heißt die als Ziel oder Mittel beabsichtigt wird, immer eine schwere moralische Unordnung darstellt, weil sie vorsätzliche Tötung eines unschuldigen Wesens ist.
– Diese Lehre ist auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes begründet, von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt” (EV 62).

Ergänzend erklärt der Papst – und seine Worte sollen jeden Menschen ansprechen unabhängig davon, ob er sich zum Band mit dem Christentum findet oder nicht:

Kein Umstand, kein Zweck, kein Gesetz in der Welt wird jemals eine Handlung für erlaubt machen können, die in sich unerlaubt ist, weil sie dem Gesetz Gottes widerspricht, das jedem Menschen ins Herz geschrieben, mit Hilfe der Vernunft selbst erkennbar und von der Kirche verkündet wird” (EV 62).

Unmittelbar nach diesen Worten äußert sich der ‘Petrus’ über Eingriffe und Experimente, die an menschlichen Embryonen unternommen werden. Diese Handlungen können sehr ähnlich sein wie Eingriffe der Schwangerschaftsabtreibung. Hier die Worte des Heiligen Vaters:

„Die moralische Bewertung der Abtreibung muss auch auf die neuen Formen der Eingriffe angewandt werden, die an menschlichen Embryonen unternommen werden. Auch wenn sie Zwecken dienen, die von Natur aus erlaubt sind, führen sie unvermeidlich zur Tötung der Embryos. Das betrifft die Versuche an Embryonen, die in wachsender Zunahme im Rahmen biomedizinischer Untersuchungen unternommen werden und vom Gesetz einiger Staaten erlaubt werden. Auch wenn ‘die Eingriffe am menschlichen Embryo unter der Bedingung als erlaubt angesehen werden [sollen], dass sie zur Heilung, Verbesserung des Gesundheitszustandes und zur Rettung des gefährdeten Lebens unternommen werden, muss zugleich festgestellt werden, dass die Benutzung der Embryonen oder Feten als Versuchsobjekt ein Verbrechen darstellt gegen ihre Würde menschlicher Wesen, die das Anrecht auf dieselbe Ehre haben, wie das bereits geborene Kind und wie jeder Mensch.
– Dieselbe moralische Verurteilung gilt für die Praxis der Benutzung der Embryonen und menschlichen noch lebenden Feten – bisweilen eigens zu diesem Zweck mit Hilfe der In-vitro-Befruchtung produzierten – sei es als zu verwertendes ‘biologisches Material’, oder anderseits als Lieferanten von Organen oder Geweben zur Transplantation für die Behandlung bestimmter Krankheiten. In Wirklichkeit stellt die Tötung unschuldiger menschlicher Geschöpfe, und sei es auch zum Vorteil anderer, eine absolut unannehmbare Handlung dar.

– Besondere Aufmerksamkeit muss der sittlichen Bewertung der pränatalen diagnostischen Techniken gelten, die die frühzeitige Entdeckung eventueller Missbildungen im Organismus des noch nicht geborenen Kindes ermöglicht. Wegen der Komplexität dieser Verfahren muss eine solche Bewertung in der Tat sorgfältiger und artikulierter erfolgen. Sie sind moralisch erlaubt, wenn sie ohne unverhältnismäßige Gefahren für das Kind und für die Mutter sind und zum Ziel haben, eine frühzeitige Therapie zu ermöglichen oder auch eine ruhige und bewusste Annahme des zu gebärenden Kindes verhelfen.
– Da jedoch die Behandlungsmöglichkeiten vor der Geburt heute noch recht begrenzt sind, kommt es nicht selten vor, dass diese Verfahren in den Dienst einer Eugenetik-Mentalität gestellt werden, die die selektive Abtreibung zulässt, um die Geburt von Kindern zu verhindern, die von Missbildungen und Krankheiten verschiedener Art betroffen sind. Eine solche Denkart ist niederträchtig und höchst verwerflich, weil sie sich anmaßt, den Wert eines menschlichen Lebens einzig und allein nach Maßstäben wie ‘Normalität’ und physische Gesundheit zu beurteilen und auf diese Weise auch der Legitimation der Kindestötung und der Euthanasie den Weg bahnt.
– In Wirklichkeit stellen jedoch gerade der Mut und die Freude, mit denen viele unserer von schweren Gebrechen betroffenen Brüder ihr Dasein meistern, wenn sie von uns angenommen und geliebt werden, ein besonders wirkungsvolles Zeugnis für die echten Werte dar, die das Leben kennzeichnen und es auch unter den schwierigen Bedingungen für sich selbst und für die anderen wertvoll machen. Die Kirche ist jenen Eheleuten nahe, die unter großer Angst und viel Schmerz bereit sind, ihre von Behinderung schwer heimgesuchten Kinder anzunehmen; und sie ist all jenen Familien dankbar, die durch Adoption Kinder aufnehmen, die wegen Behinderungen oder Krankheiten von ihren Eltern im Stich gelassen worden sind” (EV 63).

Euthanasie, Embryonen, Pränatale Untersuchungen

In weiterer Folge des hier angeführten 3.Kapitels der „Evangelium vitae” knüpft der Heilige Vater an die Ehthanasie und palliative Therapie an (Nr.64-65), wonach er sich auch über den Selbsttod äußert (Nr.66). In Weiterführung seiner Lehre greift er auf das gegenseitige Verhältnis der Zivil-Gesetzgebung und der moralischen Beurteilung, die Frage des ethischen Relativismus und des Gesetzes Gottes, zumal dieses im Anschluss auf negativ formulierte moralische Normen (Nr.66-77).
– In diesem Zusammenhang äußert er sich wiederholt verbindlich als ‘Petrus’ aus – in Kommunion mit Bischöfen der Katholischen Kirche betreffs der Euthanasie:

„... In Übereinstimmung mit dem Lehramt meiner Vorgänger und in Kommunion mit Bischöfen der katholischen Kirche bestätige ich, dass die Euthanasie eine schwere Verletzung des Gesetzes Gottes ist als moralisch unzulässige, freiwillige Tötung der menschlichen Person.
– Diese Lehre ist auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes begründet, von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt.
– Die Praxis der Euthanasie enthält in sich – je nach Umständen – die Bosheit, die den Selbstmord, beziehungsweise die Tötung kennzeichnet” (EV 65).

In Subsummierung seiner wichtigen und eindeutigen Äußerungen, denen der Siegel der Wahrheit der Offenbarung inne ist, kehrt der Heilige Vater noch einmal auf die Abtreibung und Euthanasie zurück:

„ Die Abtreibung und Euthanasie sind also Verbrechen, die kein menschliches Gesetz als zulässig anerkennen kann. Gesetze, die das tun, sind für das Gewissen nicht nur auf keine Art und Weise bindend, sondern sie stellen den Menschen geradeaus im Angesicht und in konkreter Pflicht ihnen gegenüber den Gewissenswiderspruch aufzustellen. Seit den Anfangszeiten der Kirche hat die Verkündigung der Apostel die Christen über die Verpflichtung zum Gehorsam gegenüber den rechtmäßig eingesetzten staatlichen Autoritäten gelehrt (vgl. Röm 13,1-7; 1 Petr 2,13-14). Sie hat aber gleichzeitig entschlossen ermahnt, dass ‘man Gott mehr gehorchen soll als den Menschen’ (Apg 5,29).
– Schon im Alten Testament finden wir ein ausdrucksvolles Beispiel für den Widerstand gegen das ungerechte Gebot der staatlichen Autorität – gerade solches, das gegen das Leben ausgerichtet war.
– Die hebräischen Hebammen widersetzten sich dem Pharao, der angeordnet hatte, jeden neugeborenen Knaben zu töten. Sie ‘taten nicht, was ihnen der König von Ägypten gesagt hatte, sondern ließen die Kinder am Leben’ (Ex 1,17). Es muss aber auf den tiefen Beweggrund aufmerksam gemacht werden für solche Haltung: ‘Die Hebammen fürchteten Gott’ (ebd.). Aus dem Gehorsam gegenüber Gott – dem allein jene Furcht gebührt, die Anerkennung seiner absoluten und höchsten Macht ist – schöpft der Mensch die Kraft und den Mut, den ungerechten Gesetzen der Menschen zu widerstehen. Es ist die Kraft und der Mut dessen, der bereit ist, auch ins Gefängnis zu gehen oder durch das Schwert umzukommen, weil er überzeugt ist, dass ‘sich hier die Standhaftigkeit und der Glauben der Heiligen bewähren’ (Offb 13,10) ...” (EV 73).

Andere Äußerungen der päpstlichen Lehre im Anschluss an Abtreibung

Es gehört sich auch die bindenden Äußerungen der päpstlichen Lehre anzuführen, die die negativ formulierten Gebote Gottes betreffen, indem sie also mit der Warnung anfangen: ‘Du sollst nicht ...’ Viele solche Äußerungen sind in der Enzyklika Johannes Paul II. „Veritatis Splendor – Glanz der Wahrheit” enthalten (1993). Diese Enzyklika hat Johannes Paul II. der Besprechung der grundlegenden Prinzipien der Lehre der Kirche hinsichtlich der ethischen Verhaltensweisen gewidmet.

Hier einige seiner charakteristischen Äußerungen – wir führen sie an im Anschluss an Diskussionen, die um die Problematik der Abtreibung erörtert werden:

Innerlich schlechte Taten und ‘Pastorale Lösungen’

„Wenn die Taten innerlich schlecht sind, können eine gute Absicht oder besondere Umstände ihr Übel zwar abschwächen, aber sie können es nicht aufheben: Es sind ‘irreparabel’ üble Taten, die an sich selbst und in sich selbst ungeeignet sind, Gott und dem Guten der Person zugeordnet werden zu können:
Wer würde es im Hinblick auf die Handlungen, die durch sich selbst Sünden sind (cum iam opera ipsa peccata sunt) – schreibt der hl. Augustinus – wie Diebstahl, Unzucht, Gotteslästerung, oder dergleichen, zu behaupten wagen, sie wären, wenn sie aus guten Motiven (causis bonis), vollbracht würden, nicht mehr Sünden oder – eine noch absurdere Schlussfolgerung – sie wären gerechtfertigte Sünden’ ?
– Darum können die Umstände oder die Absichten niemals eine bereits ihrem Wesen nach unerlaubte Tat durch ihren Gegenstand – in einen – ‘subjektiv’ erlaubten oder solchen, dessen Wahl gerechtfertigt werden kann, verwandeln” (VSp 81).

„Selbst gute Absichten und bisweilen schwierige Umstände rechtfertigen die staatlichen Amtsträger, noch die einzelnen Personen niemals dazu, die fundamentalen und unabtrittbaren Rechte der menschlichen Person zu verletzen.
– Nur eine Moral, die Normen anerkennt, die immer und für alle ohne Ausnahme gelten, kann darum das ethische Fundament für das gesellschaftliche Zusammenleben sowohl in den einzelnen Ländern, wie auf internationaler Ebene gewährleisten” (VSp 97).

In sich böse Taten und die gute Absicht

„Wenn die Kirche vom Bestehen innerlich böser Handlungen lehrt, beruht sie auf der Doktrin der Heiligen Schrift. Der Apostel Paul stellt kategorisch fest:
Täuscht euch nicht! Weder unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber – werden das Reich Gottes erben’ ... [1 Kor 6,9f.] ...
... Darum können die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch ihren Gegenstand sittenlose Tat – in einen – ‘subjektiv’ sittlichen oder als Wahl vertretbaren Akt verwandeln” (VSp 81).

„Im übrigen ist die Absicht dann gut, wenn sie auf das wahre Gut des Menschen, im Blick auf sein letztliches Ziel gerichtet ist.
– Die Taten aber, deren Gegenstand (Objekt) nicht auf Gott hingeordnet werden kann und der ‘menschlichen Person unwürdig’ ist, stehen diesem Gut immer und in jedem Fall im Widerspruch.
– In diesem Sinne bedeutet die Beachtung der Normen, die solche Taten verbieten und semper et pro semper [= immer und für immer], das heißt sie lassen keine Ausnahmen zu, verpflichten, nicht nur keine Beschränkung für die gute Absicht, sondern sie ist geradezu der fundamentale Ausdruck der guten Absicht” (VSp 82).

Angesichts negativer moralischer Normen

„Angesichts der moralischen Normen, die Taten verbieten, die innerlich schlecht sind, gibt es für niemanden Privilegien noch Ausnahmen. Hier ist es bedeutungslos, ob jemand Beherrscher der Welt ist, oder der letzte ‘Elendste’ auf Erden: Angesichts der moralischen Ansprüche sind wir alle absolut gleich(VSp 96).

Die Kirche bildet keine moralischen Normen, sie deutet sie nur und legt sie vor

„Die Kirche ist weder Urheberin dieser Norm, noch ist sie Schiedsrichter darüber [lat.: Cuius autem normae Ecclesia profecto nec auctor est nec árbitra] ...‘Die Kirche, gehorsam gegen die Wahrheit, die Christus – ist und dessen Ebenbild sich in der Natur und Würde der menschlichen Person widerspiegelt, deutet die moralische Norm und legt sie allen Menschen guten Willens vor [lat.: Ecclesia interpretatur normam moralem, quam universis bonae voluntatis hominibus proponit], ohne zu verbergen, dass sie Radikalismus und Vollkommenheit beansprucht” (FC 33).

Heilverfahren der Mutter wenn es den Empfangenen gefährden kann

Der Heilige Vater, der sel. Paul VI., äußerte sich auch eindeutig hinsichtlich des notwendigen Heilungsverfahrens bei der Mutter, das aber eine Fehlgeburt oder selbst den Tod des Empfangenen nach sich ziehen könnte. Es ist verständlich, dass in solcher Lage, inwiefern es möglich ist, die Geburt vorverlegt werden soll, oder auch die Therapie der Mutter sollte nach der Geburt verschoben werden. Hier die betreffenden Worte Paul VI.:

„Die Kirche hält aber jene therapeutischen Maßnahmen, die zur Heilung körperlicher Krankheiten notwendig sind, nicht für unerlaubt, auch wenn daraus aller Voraussicht nach eine Zeugungsverhinderung eintritt. Voraussetzung dabei ist, dass diese Verhinderung nicht aus irgendeinem Grunde direkt angestrebt wird” (HV 15).

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G. TEILNAHME
AN DER PRO-ABORTION-MANIFESTATION

Teilnahme an der Manifestation ...

Das besser begründete Bewusstwerden um den weiteren Hintergrund der Ereignisse, die mit Manifestationen für die Legalisation der Abtreibung verbunden sind, und anderseits das unvermeidliche Stehenbleiben im Angesicht Gottes, des Schöpfers des Menschen, wie auch der inneren Friedensordnung seiner Verhaltensweisen – lässt auf die Zielfrage umzuschalten, die unserer Reflexion vorleuchtet: die Chance auf Versöhnung mit Gott dieser Personen, die daran teilgenommen haben.

Viele von dieser Manifestierenden denken wohl darüber nicht viel nach, wie sie die Anteilnahme an solcher Manifestation mit dem weiteren Verbleiben in der Katholischen Kirche vereinbaren sollten. Sie drücken sich von der Mühe des Bewusstwerdens, dass das Leben von jedermann in Gottes Angesicht abläuft. Gott hat es zur zurechenbaren Verwaltung geschenkt.
– Satan weiß es genau in seiner Intelligenz, die ihm Gott nach seinem Aufstand nicht weggenommen hat, wie der Mensch als Mensch angegriffen werden kann, um ihn nur von Gott wegzurücken, ihn gegen Gott aufzuwiegeln, und als Endziel: den Menschen daselbst zugrunde zu richten.

Der Angriff vonseiten des BÖSEN ist auf die höchsten ‘Etagen’ des Menschseins abgezielt. Dort sammeln sich die Eigenschaften, die über den Menschen als Person entscheiden: über seine Größe und Würde. Die Haupteigenschaft, dank der der kleine Mensch das ganze Weltall und die Welt aller Tiere überragt, ist die Befähigung: denken zu können. Der BÖSE unternimmt unermüdliche Bemühungen, um diese Befähigung zu manipulieren und sie ... abzuschalten. Es geht um das menschliche Selbst-Bewusstsein (= Verstand-Vernunft), mit dem die Selbst-Bestimmung einhergeht (= freier Wille), und ihre gleichsam ‘Diagonale’: die unabtrittbare Befähigung, die Verantwortung unternehmen zu können: d.h. zurechnungsfähig zu sein. Den Verstand zur Entartung zu bringen, also die Fähigkeit denken imstande zu sein abzuschalten, und folgerichtig die Fähigkeit der eigentlichen Selbst-Bestimmung aufzuheben – gelingt es dem BÖSEN, indem er den Menschen zur Sünde verführt.

Nicht umsonst hat der Völkerapostel, der hl. Paulus, im Anschluss an die damalige ethische Entartung in Form der Homosexualität seine Diagnose dargestellt, es wäre ‘Abnahme des Verstandes’. In der Legislation der heutigen höchsten internationalen Institutionen, wie ONU, WHO, EU – werden die schändlichsten moralischen Entartungen der Homosexualität, des Genders, Abtreibung, Schwangerschaftsverhütung, Euthanasie u.dgl. sanktioniert als eine der ‘grundlegenden Rechte des Menschen’. Zur gesetzlichen Sicherung dieser schändlichen Festsetzungen wurden falls begegneten Widerstand strenge gesetzliche Vorschriften verabschiedet über die sog. „Rede des Hasses” (sieh Homepage des Autors: lp33.de – VI.Teil, 2.Kap.: Homosexualität; 3.Kap.: Gender). Das weckt nur Entsetzung des gesunden Verstandes.
– Indessen der Hl. Paulus verbindet diese Entartungen eindeutig mit ... Irrtum-Fehler auf Ebene der Vernunft und des Verstandes:

„...Obwohl sie nämlich Gott erkannten, haben sie Ihn doch nicht als Gott verehrt noch ihm gedankt. Vielmehr wurden sie töricht in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert [nach der hebr. Mentalität: Herz = Sitz der Denkfähigkeit]. Während sie sich für Weise ausgaben, wurden sie zu Toren ...
Darum gab sie Gott durch die Gelüste ihres Herzens [= Sitz des Denkens: Kopf-Gehirn] der Unlauterkeit preis, so dass sie ihre Leiber entehrten
– Deshalb gab Gott sie schändlichen Leidenschaften preis. Ihre Weiber verkehrten den natürlichen Verkehr in den widernatürlichen. Ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer wilden Gier zueinander. Männer trieben Schamloses mit Männern und empfingen so an sich die verdiente Strafe für ihre Verirrung.
– Weil sie es verschmähten, GOTT anzuerkennen, gab Gott sie ihrer verwerflichen Gesinnung preis, so dass sie taten, was sich nicht geziemt ...” (Röm 1,21-28).

Der systematische Weggang von Gott infolge der Sünde, Verbrechen und die mit Kraftaufwand erreichte Erstickung der Stimme Gottes, die im Gewissen ertönt – wirkt sich aus als Verlust des Gespürs um die Sünde. Dieser Verlust ist aber Folge schon zuvor unterhaltenen Verlusts des Gespürs um Gott. Diese Feststellung wird folgender vom hl.Johannes Paul II. bezeichnet:

„... Dieses Gespür (Gespür um die Sünde) hat seine Quelle im moralischen Bewusstsein des Menschen und ist zugleich gleichsam sein Thermometer. Es ist mit dem Gespür um Gott verbunden, da es von der bewussten Beziehung herkommt, die den Menschen mit Gott als seinem Schöpfer, Herrn und Vater verbindet.
– Wie also das Gespür um Gott, noch das Gewissen nicht vollständig weggewischen werden kann, so kann auch das Gespür um die Sünde nicht vollständig weggewischen werden” (RP 18).


Wir haben schon oben aufmerksam gemacht, dass die Pro-Abortion-Manifestationen stark mit politischen Akzenten unterbaut sind: als eines der Mittel, um die zeitweilige Regierung zum Sturz zu bringen (s.: Politischer Hintergrund der Pro-Abortion-Manifestationen). Dennoch, niemand und nichts ist imstande die Feststellung zu rechtfertigen, dass der Anschluss an die besprochene Manifestation umso mehr direkt Gott selbst erklärter Krieg darstellt. Er ist doch der einzige Besitzer und Herr sowohl des Lebens, wie aller Liebe. Spuren des Satan sind immer mit Tötung des Lebens, wie auch Tötung der Liebe gekennzeichnet. Ein nicht allzu klares Nachdenken über den moralisch-ethischen Ausklang bezugs der Teilnahme an dieser Manifestation kann nur um den Preis einer bewussten Betäubung erscheinen des dann laut rufenden Gottes: „Kind meiner Liebe, ich bitte dich innig: Tu das nicht !”

Die Nötigung der Stimme des Gottes Rufens zum Stillschweigen kann unmöglich als kein zurechnungsfähiger Akt beurteilt werden. Wer sich nur an solche Manifestation anschließt, ist sich vortrefflich bewusst, worum es hier geht. Er ist sich bestens bewusst, dass es hier nicht um ein lustiges Volksfest geht, noch um eine Vergnügungsveranstaltung mit Lotteriespiel. Hier wird das Geschick lebendiger menschlicher Wesen im Schoß ihrer Mütter entschieden. Die Manifestierenden fordern mit steigender Aggression – die staatliche Freiheit für ihre Tötung ab: genauer gesagt – ihr Abschlachten.

Jeder Mensch trägt in seinem Gewissen das eingeprägte Natürliche Gesetz Gottes. Dieser Eintrag besteht unabhängig von den auf formale Art und Weise verkündeten Geboten Gottes durch die Vermittlung Mose unter dem Sinaiberg (ca.1250 vor Chr.: Ex 20,2-17). Das Adjektiv: ‘Natürliches’ Gesetz Gottes bedeutet in der Sprache des Magisteriums der Kirche dieses sein Kennzeichen, dass es völlig an die Würde des Menschen als Person angewandt ist, indem diese befähigt ist und gerufen wurde im Akt selbst ihres Herausgerufenwerdens vom Nicht-Existieren zum Existieren – zum Leben in Ewigkeit in Kommunion zu Gott.

Gott der das Blut seines „Ebenbildes” abfordert

Es gibt keinen Menschen, der sich nicht bewusst wäre, dass der jemandem Unschuldigen zugefügte Tod ein entsetzendes Verbrechen darstellt. Und noch, dass Gott, der einzige Eigentümer des Lebens, das vergossene Menschenblut abfordern wird. So hat es Gott selbst feierlich bei dem mit der Menschen-Familie nach dem furchtbaren Kataklysmus der Sintflut erneuert geschlossenen Bund formuliert:

„Jedoch euer eigenes Blut werde Ich einfordern.
Ich werde es von jedem Tier und von dem Menschen einfordern,
von der Hand seines Bruders werde ich das Leben des Menschen einfordern.
– Wer das Blut des Menschen vergießt,
dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden.
Denn nach dem Bilde Elohim [= Gottes] hat Er den Menschen gemacht” (Gen 9,5f.).

Verwundernd ist die Tatsache, dass das der einzige Text unter so genannten ‘Gesetz-Texten’ des Gottes-Geschriebenen-Wortes ist, in dem die Begründung dieser Sanktion Gottes gefunden werden kann – in diesem Fall geht es um die Forderung zur Rechenschaft wegen vergossenen unschuldigen Menschenblutes. Gott begründet niemals die Rechtschaffenheit seiner Gebote. Dem Menschen gehört es sich Gott das Vertrauen zu schenken, dass Er als Gott-Liebe schlechterdings unfähig ist, seinem lebendigen „Ebenbild” irgendein Übel zuzufügen.

Indessen in diesem Fall: des Blutvergusses des Menschen, macht Gott den Menschen deutlich bewusst um den Beweggrund, warum Er das begangene Verbrechen des Blutes unmöglich nicht jedesmalig zur Verantwortung ziehen kann. Der stattgewordene Angriff auf das Leben des Menschen wird nämlich zur tiefschneidenden, unmittelbaren Verletzung Gottes selbst in seiner Gottes Unverletzbarkeit. Jeder Mensch ist aus Gottes Gabe als lebendiges Ebenbild Gottes”  zum Existieren gekommen. Daher hier die theologische Begründung des zutiefst verletzten Ebenbildes Gottes – und Gottes selbst:
Ich werde das euer Blut einfordern ... denn nach dem Bild Elohim (= hebr.: Gott) hat Er den Menschen gemacht”   (Gen 1,26f.; 9,6).

Zeugnis für solche Abrechnung hat Gott schon am Ur-Anfang des Menschen auf Erden gegeben. Schon damals hat die Welle der ersten Sünde ... ihren Ausdruck mit erster Mordtat gewonnen. Gott erscheint sofort auf dem Ort des begangenen Verbrechens. Er zieht den sehr anmaßend sich verhaltenden Kain zur Rechenschaft (genau wie die heutigen Abortierer ...). In seinem aufständischen Verhalten ... bringt ihm Gott seine volle Verantwortung zum Bewusstsein:

„Da sprach der Herr zu Kain: ‘Wo ist dein Bruder Abel’ ? ...
‘Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?’ ...
‘Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu Mir vom Ackerboden !
Sei weg-geflucht von diesem Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat,
um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen’ ...”
(Gen 4,9ff.).

Noch einmal: Negative Gebote

Das Verbot zu töten, bündig formuliert im V.Gebot Gottes: „Du sollst nicht töten” (Ex 20,13; Dtn 5,17; Mt 5,21; 19,18), ist typisches negatives Gebot. Es beginnt mit der Warnung: „Du sollst nicht ... ”. Die Gebote Gottes dieser Art schließen von vornherein alle irgendwelchen Ausnahmen aus. Es geht hier nämlich um Taten, die innerlich böse sind. Johannes Paul II. präzisiert, was das heißen soll:

„Wenn die Taten innerlich schlecht sind, können eine gute Absicht oder besondere Umstände ihr Übel zwar abschwächen, aber sie können es nicht aufheben: Es sind ‘irreparabel’ üble Taten, die an sich selbst und in sich selbst ungeeignet sind, Gott und dem Gut der Person zugeordnet werden zu können.
– ... Darum können die Umstände oder die Absichten niemals einen bereits in sich durch ihren Gegenstand unerlaubte Tat in einen ‘subjektiv’ erlaubten umwandeln, deren Wahl gerechtfertigt werden könnte” (VSp 81).

Oben haben wir auch schon ein paar charakteristische Äußerungen Papst Johannes Paul II. hinsichtlich ethischer negativer Normen angeführt. Hier noch einmal seine Worte:

„Angesichts der moralischen Normen, die Taten verbieten, die innerlich schlecht sind, gibt es für niemanden Privilegien noch Ausnahmen.
– Hier ist es bedeutungslos, ob jemand Beherrscher der Welt ist, oder der letzte ‘Elendste’ auf dieser Erde: Angesichts der moralischen Ansprüche sind wir alle absolut gleich” (VSp 96).

Es ist angewiesen hier auch noch einmal die Worte der päpstlichen Lehre zur Erinnerung zu bringen über die Bedingungen, die es ermöglichen, eine Tat als ‘gut’ zu anerkennen:

„Im übrigen ist die Absicht dann gut, wenn sie auf das wahre Gut des Menschen, im Blick auf sein letztliches Ziel gerichtet ist. – Die Taten aber, deren Gegenstand (Objekt) nicht auf Gott hingeordnet werden kann und der ‘menschlichen Person unwürdig’ ist, stehen diesem Gut immer und in jedem Fall im Widerspruch.
– In diesem Sinne bedeutet die Beachtung der Normen, die solche Taten verbieten und semper et pro semper [= immer und für immer], das heißt sie lassen keine Ausnahmen zu, verpflichten, nicht nur keine Beschränkung für die gute Absicht, sondern sie ist geradezu der fundamentale Ausdruck der guten Absicht” (VSp 82).

Anders gesagt, die vom Stellvertreter Christi genannten negativen Eigenschaften der ethischen Norm sind Ausdruck des ‘A-B-C’ irgendwelcher ethischer Normen. Sie sind demnach unabhängig von Verbindungen mit irgendwelcher Religion und Weltanschauung. Sie muss als billig von jedem rechtfertigen Verstand anerkannt werden. Eine negative moralische Norm muss ihrem Wesen nach immer und überall verpflichten , es muss objektive Norm sein, das heißt unabhängig von Willkür jemandes individuellen. Aus selbem Grund muss ihr der Wert seinem Wesen nach als universell und allgemein zukommen.

In diesem Fall haben wir zu tun mit der Deutung des Gebotes Gottes, die sich außerdem des Siegels der Apostolischen Charismas freut. Dies ist die besondere Gabe des Heiligen Geistes, mit der Christus die von sich gegründete Kirche bereichert hat. Er hat sie übrigens selbst als die ‘SEINE Kirche’  genannt (Mt16,18).

Daher reicht allein diese eine Äußerung des Lehramtes der Kirche, die von Gott, und nicht von Menschen gegründet ist, und somit „der einzige authentische Führer des Gottes Volkes ist” (FC 31), vollständig, um alle irgendwelchen mehr ins Einzelne dringenden Fragen und Beweggründe vonseiten dieser zu zerstreuen, die die Genehmigung abfordern, das sich im Schoß der Mutter entwickelnde Kind töten zu dürfen.

Diese Äußerung freut sich zweifelsohne des Siegels der authentischen und autoritativen Erklärung des Gesetzes Gottes – sowohl dieses natürlichen (in gerade erst oben angegebener Bedeutung), wie auch dieses Jesu Christi Evangeliums. Es deckt sich restlos mit dem Glauben, den der Kirche und der ganzen Welt aus Gottes Ermächtigung das konstitutive Apostolische Charisma und die dogmatisch-moralische Tradition übermittelt hat.
– Die moralische Norm, die als negative formuliert ist, lässt nämlich keine Ausnahmen zu. Das Adjektiv ‘keine’ bedeutet im wörtlichen und absoluten Sinn: ‘keine Ausnahmen’.

Es muss zur Kenntnis genommen werden, dass Autor des erörterten Gebotes Gottes niemand der Menschen ist – und dass also kein Mensch, darunter auch der Papst nicht, irgendwann zuständig war und es nicht werden wird, um irgendwelche Modifikation, Verwässerung, oder umso mehr die Annullierung des Gesetzes: des Gebotes einzuführen. Das Leben ist ausschließliche Domäne Gottes: niemals des Menschen. Alle menschlichen sog. ‘Genehmigungen’, die solche oder andere – vielleicht wahrhaft dramatische Situationen berücksichtigen – z.B. der schwanger gewordenen Mutter, des Kindes, der Familie usw., bleiben leider Usurpation einer Macht, über die der Mensch niemals verfügt hat und sie auch niemals besitzen wird.
– Daselbst muss folglich von vornherein gesagt werden, dass ihnen keine rechtliche Macht gebührt, dass sie demnach von vornherein ungültig sind und zu keiner Betätigung bevollmächtigen.

Anders gesagt: alle sog. gesetzlichen Genehmigungen, die eine ‘legale’ Abreibung zulassen und sanktionieren, sind immer und überall von vornherein ihrem Wesen nach ungültig. Es ist niemandem erlaubt, sich auf sie zu berufen, noch sie anzuwenden. Es geht hier nämlich um eine negative moralische Norm, die das Begehen einer Tat verbietet, weil sie „in sich selbst, innerlich schlecht” ist.
– Folgerichtig ist hier jede „Bevorzugung” ausgeschlossen, indem solche ethische Norm von vornherein und an sich „keine Ausnahme” zulässt.

Oben haben wir auch die Äußerung des Stellvertreters Christi angeführt im Anschluss an die negative moralische Norm nicht nur im allgemeinen Sinn, sondern in konkreter Anwendung an den Schwangerschaftsabbruch (s.: Abtreibung: EV 62). Und zwar unmittelbar nach seinen bindenden Worten als Nachfolgers Petri, in Kommunion mit dem Kollegium der Bischöfe im Anschluss an die Abtreibung – fügt der Heilige Vater ergänzend und erklärend hinzu:

„Kein Umstand, kein Zweck, kein Gesetz in der Welt wird jemals eine Handlung für erlaubt machen können, die in sich unerlaubt ist, weil sie dem Gesetz Gottes widerspricht, das jedem Menschen ins Herz geschrieben, mit Hilfe der Vernunft selbst erkennbar und von der Kirche verkündet wird” (EV 62).

So muss es letztlich zugestanden werden: dass alle Argumente, die scheinbar aus Mitleid und Erbarmen vorgeschoben werden, in Gottes Antlitz völlig verblassen und von vornherein zu nichts dienen können. Diese Argumente täuschen nur scheinbaren Mitleid vor – sei es hinsichtlich der Frau in nicht gewollter Schwangerschaft, sei es dem Kind gegenüber, das jemand töten möchte aus Mitleid zu ihm selbst, um ihm selbst Leiden zu sparen, wenn er schon geboren wäre. Hinter diesem Erbarmen und Mitleid ist der Egoismus der Personen versteckt, die um jeden Preis Unbequemlichkeiten und Entsagungen vermeiden möchten, wie sie mit der lebenslangen Begleitung eines kranken Menschen verbunden sind. Eventuell es gilt darum, um sich vor dem Mutter-Sein eines Kindes zu verteidigen, das in Umständen empfangen worden wäre, die dieser Frau, der Mutter, sehr nicht entsprechen.

Gebot: nur moralische Anordnung

Es ist klar, dass auch wenn die Anpassung der Verhaltensweise an das ‘Gebot Gottes’ – von Gott befohlen ist, der als Gott-die-Liebe und Gott-das-Leben dieser „Eine der GUTE” ist (Mt 19,17), bleibt es letztlich an sich ... schwach. Es ist nämlich nur moralische Verpflichtung. Die Gebote Gottes wenden sich an die Fähigkeit der Selbst-Bestimmung, mit der Gott den Menschen ausgestattet hat, das heißt an seinen freien Willen.
– Gott hat die menschliche Person mit der Gabe des freien Willens als allein instrumentaler Gabe beschenkt. Sie sollte den Vorraum schaffen, dass das eigentlich beabsichtigte, ungemein höhere Ziel erreicht werden kann: der von der Wahl des freien Willens strömende Akt der Liebe. Denn die Liebe kann nicht Ausdruck einer Nötigung oder Vergewaltigung sein, die der menschlichen Person zugefügt werden würde.

Gott ist der erste, der die Würde der menschlichen Person ehrt. Er hat sie als freies Wesen erschafften – nach dem eigenen Muster: des Ur-Musters für den Menschen, den Er als sein lebendiges „Ebenbild Gottes” schuf. Daher befiehlt Gott zwar ein bestimmtes Verhalten in seinen Geboten, die restlos Ausdruck seiner dramatischen Besorgtheit um das menschliche – zeitliche und definitive Wohl sind. Zu gleicher Zeit warnt Er, dass der Mensch falls der Nicht-Anpassung an die Gebote, auf sich die Sanktionen herabziehen wird, die sein ewiges Leben betreffen werden. Dennoch Gott rückt niemals bis dahin, dass Er am Menschen die Anpassung an die ihm gebotenen Geboten aufnötigt und ihre Befolgung erpresst. Sollten wir noch einmal die Worte des Offenbarungbuches des hl. Johannes anführen, bemerken wir, was Gott von sich selbst spricht:

„Siehe, Ich stehe vor der Tür (des Herzens jedes Menschen: DiM 8) und klopfe an.
Wenn jemand Meine Stimme hört und die Tür aufmacht,
so werde Ich bei ihm einkehren und Mahl mit ihm halten, und er mit Mir” (Offb 3,20).

Das heißt, dass Gott damit rechnet, dass gar nicht jeder Mensch sein Anpochen hören will. Demzufolge will er Gott nicht annehmen und öffnet die Tür seines Herzens für Gott nicht. Das Gebot Gottes bedeutet, dass Gott sich auf die dem Menschen geschenkte Macht beruft der Selbst-Bestimmung seines freien Willens.

Dieser sollte sich zweifellos für die Liebe aufschließen. Dennoch in Wirklichkeit möchte der freie Wille des Menschen so manches Mal das bisher Gott erwiesene Anvertrauen zurückziehen (d.h. dieses bisherige: ‘Jesus, ich vertraue auf Dich’ !), um es bewusst und freiwillig auf den BÖSEN zu übertragen: diesen „Mörder von Anfang an ... und Vater der Lüge” (Joh 8,44). Dieser aber zeichnet in der Vorstellungskraft des Menschen seinen Weggang von Gott farbig als Gipfelpunkt der Gott entrissenen Fähigkeit, das zu gründen, was das Gut oder Übel sein soll – Gott zum Trotz.

Gott zieht sich in seiner Gottes Demut angesichts der Entscheidung des freien Willens seines lebendigen „Ebenbildes”  ganz sicher zurück. Er tritt in des Menschen Herz nicht eingeladen, mit Kraftaufwand – niemals ein. Gott ehrt der erste die Entscheidung des freien Willens – selbst in seiner Wahl auf die ewige Verdammnung – zum Trotz der dringenden Bitten und Angeboten Gottes: des Schöpfers und Erlösers. Zweifelsohne zu seiner – für das Geschöpf unvorstellbarer gleichsam Gottes Verzweiflung.

Denn solange es noch die Zeit gibt (sieh: Mt 23,37f.; TgF 1160.1588.1146.1148.1728; usw.), ruft Gott voller Wehschmerz seines Herzens – im Herzen-Gewissen des Menschen:

Kehr’ zurück, du Sohn! Kehr’ zurück! Von weitem! ... Bitte um Verzeihung! Sie wird dir gewährt! Ich habe dich für einen großen Preis erlöst: Meiner Passion und meines Todes am Kreuz! Ich will nicht, dass du verloren gehst ... in Ewigkeit. Und Opfer wirst ‘eures Widersachers, des Teufels,, der geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann’ (1 Petr 5,8).

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H. Teilnahme an der Manifestation

Die Teilnahme an sich

So finden wir uns von neuem auf der Spur der Personen, die an der Pro-Abortion-Manifestation teilnehmen. Unwahrscheinlich, dass sich diese Leute nicht dessen bewusst sind, was von der Perspektive aus der „... letztlichen Bestimmungen, die der Mensch in Gott selbst hat” (PS-1985,5) ihre Anteilnahme an diesem eigenartigen ‘Menschenauftrieb’ bedeutet. Wurde er ... nur gegen die Regierung organisiert, oder vielleicht umso mehr gegen ... Gott ?. Aber bei solcher Veranstaltung den Namen Gottes noch zu nennen und an Gott zu ‘denken’ wäre es ganz und gar verlegen, und dabei ‘politisch gesehen’ ... äußerst ‘inkorrekt’.

Diese Leute fordern schreiend das Anrecht ab auf eine straflos zu vollbringende Tat, die ihrem Wesen nach, das heißt innerlich, in sich selbst – nicht nur schlecht ist, sondern straflose Zulassung eines furchtbaren Verbrechens darstellt. Sie fordern es, dass der Bürger ein rechtmäßiges Todesurteil gegen das Leben des absolut unschuldigen, total wehrlosen Menschen fällen kann. Der Mensch, der ermördert werden soll, ist das ... um liebende Annahme seiner Person bittendes Kind. Es entwickelt sich im Schoß seiner Mutter, die es aber unbedingt ... zu töten vor hat. Nur deswegen, weil es ... DA IST.

Vollstrecker des von sich erlassenen Todesurteils soll dieser Mensch-Henker sein, der in der bisherigen allgemeinen Ansicht Mensch des ‘Gesundheits-Wesens’ war. Jeder Arzt verpflichtet sich bei der Entgegennahme des Diploms seiner beendeten Medizin-Studien mit feierlichem Hippokrates-Eid. Und zwar der neu gewordene Arzt verpflichtet sich feierlich, dass er nicht nur bei der Wiedererlangung der minder gewordenen Gesundheit zu Hilfe stehen wird, sondern außerdem negativ, dass er als Arzt niemanden einen Schaden an seiner Gesundheit zufügen wird (‘Primum non nocere – Vor allem keinen Schaden zufügen’), indem er also solche Heilsmethoden anwenden wird, die keinen Schaden an Gesundheit und Leben zufügen werden.

Indessen die um das Anrecht auf Abtreibung Ankämpfenden haben vor, den Arzt dazu nötigen, dass er nicht nur gesundheitlich nicht zu Hilfe kommt bei dem eventuell mit Krankheit gefährdetem Nicht Geborenen Kind, sondern umgekehrt: dass gerade er – Vertreter des ‘Gesundheits-Dienstes’ – zu beamtlichem Vollstrecker des blutigen Terrors werde: dass er gerade dazu bestellt wird, um als neuerlicher Herodes – die Kleinkinder ... abzuschlachten.

Trotz allem wollen wir uns in der hiesigen Reflexion nicht auf der Frage sammeln, dass hier ein Menschen-Gesetz verabredet wird, das sich die Zuständigkeit Gottes usurpiert, das Natürliche Gesetz Gottes zu stürzen. Wir werden auch nicht die ethische Frage der Ärzte aufschütteln, die sei es genötigt, sei es aus eigener Entscheidung – die schändliche und schändende Tat auf sich nehmen: der Tötung Nicht Geborener.

Wir haben dagegen vor, unsere Aufmerksamkeit auf die Beurteilung der Anteilnahme an sich bei einer Manifestation und dem Pro-Abtreibung-Durchmarsch zu beschränken. Wir schließen hier bewusst – als in diesem Ausmaß unnötige – die insbesonderen Fragen: Abtreibung in vollem Ausmaß, oder begrenzt auf bestimmte Situationen. Wir sind uns bewusst, dass die negative ethische Norm absolut keine Ausnahmen zulässt. Der Standpunkt Gottes – aber ebenfalls Standpunkt des rechtschaffenen Gewissens des Mensche, lässt diesbezüglich keinen Zweifel zu.

Unvermeidliche sofortige Fragen

Denjenigen, die an einer der zum erörterten Zweck veranstalteten Manifestation Anteil nehmen, dürften ein paar einfache Fragen gestellt werden. Man kann sich von der Mühe nicht drücken, auf sie eine eindeutige Antwort zu finden.:

Nachdem du in dieser Art Manifestation teilgenommen hast – könntest du in ... irgendwelche Kirche hineintreten, um dort ruhig zu beten, als ob es nichts geschehen wäre’ ?

‘Könntest du nach solcher Manifestation den Rosenkranz in die Hände nehmen – und ihn ruhig ... beten’ ?

‘Hättest du den Mut in dieser Lage ... die ‘Koronka’ zu Gottes Barmherzigkeit zu beten’ ?

Die Antwort lautet zweifellos eindeutig: Jawohl ! Selbstverständlich: WARUM denn NICHT ?!
– Ja, es ist dir erlaubt, in die Kirche zu gehen. Du kannst auch ... beten !
– Du kannst weiter am Rosenkranz beten ! Samt dem Geheimnis der ‘Verkündigung Maria der Jungfrau’. Gerade dieses Ereignis hat Maria, dieses Mädchen, das verlobt war – in furchtbar schwierige Probe angesichts des Joseph gestellt. Maria hatte ihm gegenüber im wörtlichsten Sinn keine Entschuldigung wegen ihres Zustandes – außer dem Anvertrauen auf Gott. Würde Joseph das in solcher Situation eindeutig formulierte Gesetz Mose anwenden, könnte er Maria zur „Steinigung an der Schwelle ihres väterlichen Hauses”  bringen (sieh: Dtn 22,20f.).

– Ähnlich auch kannst du selbstverständlich weiter die ... ‘Koronka zu Gottes Barmherzigkeit’  beten ...

Und doch ... zugleich: Dies zu tun ist es für dich Jetztzeit unmöglich erlaubt ! Du kannst das alles nicht verrichten: ... jetzt, sofort !.
– Das Betreten der Kirche, gleichsam ‘Es ist doch nichts besonderes geworden’ – würde zu zurechnungsfähigem ... Sakrileg !
– Das Greifen nach dem Rosenkranz, oder auch nach der Koronka zur Barmherzigkeit Gottes und ihr Beten – entartete zu fürchterlicher Blasphemie. Es wäre Gebet, das nicht zu Gott gerichtet wäre, noch zu Gottes Barmherzigkeit, sondern zum ... über Gott, aber auch dich – höhnenden Satan. Und eigenartige Auslieferung Gottes und Mariens in Hände der „alten Schlange, genannt Teufel und Satan” (Offb 12,9) zum Spott.
– Selbst aber den Jesus Christus würden die Teilnehmer der Manifestation – wie es im Brief an die Hebräer geschrieben ist:
Sie schlagen jetzt den Sohn Gottes noch einmal ans Kreuz und machen Ihn zum Spott” (Hebr 6,6)!

Wie eindeutig drückt sich Jesus – dieser barmherzige Erlöser – aus:

„Niemand kann zwei Herren dienen. Er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten ...” (Mt 6,24).


Voraussetzung um an der erörterten Manifestation Anteil zu nehmen, oder sich dazugesellen – ist die zuvor zustande gekommene (dazu genügt völlig ein sekundenartiger Akt des Willens) Aufbau einer abgrundtiefen, Himmel und Hölle reichender – vielfältiger Barriere. Es wird hier nämlich folgendes aufgebaut:

Barriere zwischen Himmel und Erde
Barriere zwischen sich selbst und Gott
Barriere zwischen sich selbst und der Kirche Christi
Barriere zwischen sich selbst und Brüdern und Schwestern in selber Menschen-Natur.
Zugerechneter Herabzug einer schaudererregenden Dosis FREMDER Sünden
.

Und zwar, zusätzliche Belastung, die sich unabtrittbar an die Teilnahme überhaupt an der erörterten Manifestation dazugesellt, wird nämlich die zuletzt erwähnte herabgezogene unvorstellbare Dosis FREMDER Sünden.

Man könnte wohl einen Teilnehmer an der Manifestation direkt anfragen: Erblickst du die genannten ... Barrieren ? Das heißt: gibst du dir die Mühe, dass du sie ... erblicken .. möchtest ?
Oder noch anders gesagt: Wie ist der Zustand deines Gewissens ? Versteht es (noch), angesichts des Verbrechens ... zu reagieren ?

Oben wurde aufmerksam gemacht, wie die Methode der Betätigungen des BÖSEN ist. Er greift in erster Reihe die höchsten Ebenen der Würde des Menschen an: des Menschen als lebendigen „Ebenbildes Gottes”. Diese Ebene besteht auf der Befähigung, denken-überlegen zu können. Wie sehr freut sich der BÖSE, wenn einer die Stimme des Gewissens mit der Ausrede absetzt:

Ich bin Bürger dieses Staates, mir gebührt das Anrecht – oder selbst die Pflicht, dass ich mich an solche Manifestation anschließe. Ich kämpfe um das gerechte Anrecht der Frau zur Abortion ! Ist es doch ihr grundlegendes Anrecht als freien Menschen !

Indessen allein die Anteilnahme an jener Manifestation wird zur bewussten, beabsichtigten Wahl – gerade so, wie die eine der Parolen lautet, die auf manchen Transparenten englisch eingetragen ist:

Pro choice – Nach eigener Wahl”.

Die Teilnahme an der Manifestation wird – nicht unter Zwang unternommene, sondern gut überlegte WAHL für das Leben – Leben in Ewigkeit – in ewiger Verdammnung: für sich, und folgerichtig zu gleicher Zeit der auf sich herabgezogener, schwer zu abzählenden ‘fremden Sünden’ – der ewigen Verdammnis wohl für viele-viele andere ...

Barriere der Vertikale: Gott und der Manifestierende

Der Prophet Jesaja äußerte sich einmal über die Schuld, die auf dem damaligen Israel lastete (Lage der zu Ende gehenden Babylonischen Gefangenschaft: ca.530 vor Chr.). Diese Schuld betraf u.a. die Hände, die mit Blut befleckt sind. Das hat zum Entstehen einer in den Himmel sich hinstreckenden Barriere zwischen Gott und Israel beigetragen.

Wir hören hier gleichsam die autobiographischen Worte, die Gottes selbst an sein Volk über Jesaja richtet:

„Seht, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen,
sein Ohr ist nicht taub, dass Er nicht hört.
– Nein, euere Frevel sind zur Scheidewand geworden zwischen euch und eurem Gott: eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, so dass Er euch nicht hört – Denn eure Hände sind mit Blut besudelt und mit Unrecht euere Finger ...” (Jes 59,1ff.).

Genau das erfolgt im Fall allein der Teilnahme an einer Pro-Abortion-Manifestation. Kann etwa zu irgendeiner Entschuldigung folgendes werden: ‘Ich habe doch nicht so ganz schlecht gedacht’ ! – Es sollte sich also vermeintlich um das NICHT-Denken darüber handeln, was gerade zu dieser Stunde auf der Vertikale vorgeht: Gott – und mein ‘Ich’, mein Gewissen?!

Jedesmaliges Nicht-Denken, das heißt falls ich mir die Mühe nicht auferlege, um die unabtrittbare Befähigung in Bewegung zu bringen zum Selbst-Bewusstsein, weil ein Nachdenken und Überlegen über die eigene Verhaltensweise voraussetzte, dass ich mir die Mühe gebe mein SELBST zu sein: Person nach der Linie der unabtrittbaren Würde des Menschen, und umso mehr: eine Entscheidung zu unternehmen, was ich aber von vornherein absolut NICHT beabsichtigen will – bedeutet daselbst schon beinahe die Gipfelerrungenschaft des BÖSEN. Satan ist sich vortrefflich bewusst, wie er das „lebendige Ebenbild Gottes” manipulieren kann, um – nachdem er seinen Verstand, seine Vernunft zur Ablöschung gebracht hat, ihn jetzt – dieses Mal schon leicht – zur offenen Rebellion gegen Gott aufzuwügeln. Der BÖSE hetzt den Menschen auf, dass er Gott die Macht entreißt, das Gut und Böse zu bestimmen.
– Dank der veranstalteten Pro-Abortion-Manifestation gelingt es Satan 100% !

Ist jemand imstande hier irgendein Contra-Argument aufzustellen, dass die Teilnahme an diesem veranstalten, gleichsam bunten ‘Picknick’ : lustigem Spiel der Pro-Abortion-Manifestation, nicht gleichbedeutend ist mit Aufstand des Satans-als-Satan in der Art: „Dir, Gott, werde ich nicht dienen – NON SERVIAM ” ? (Jer 2,20)
– Dürfte mir in dieser Situation das Anrecht zustehen, an den Eucharistischen Tisch heranzutreten, gleichsam es wäre mittlerweile nichts besonderes geschehen ?

Apostasie

Wir haben oben auch schon hingewiesen, dass die Anteilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation zum Akt der deutlich, mit Tat bestätigten Apostasie von Gott darstellt. Niemand und nichts ist imstande solche Bewertung vom theologisch-moralischen Blickpunkt aus abzuschwächen.

Wir haben gerade erst oben aufmerksam gemacht, dass die Teilnahme an der erörterten Manifestation zur Aufstellung einer Barriere wird, die den Kontakt zwischen Gott und dem betreffenden Menschen völlig blockiert. Das von Jesaja erwähnte: „mit Blut besudelt sind eure Hände” ist Ausdruck der Sünden, die schon alle Maße überschritten haben und das vielerfach von Gottes Gesandten an Israel: den Propheten angesagte Unglück auf Jerusalem und ganz Israel herbeiführen musste.
– Allein an sich diese Hinsicht wäre aber eher Sünde, die hauptsächlich wegen der moralischen Schwäche begangen wäre, also nicht als bewusst beabsichtigte Abschwörung Gottes.

Dagegen im Fall der Teilnahme an der erörterten Manifestation ist nicht eine einzig menschliche moralische Schwäche auf dem Spiel nicht. Das Ziel der Manifestation ist klar präzisiert: den Manifestierenden geht es eindeutig um Aufstand gegen Gott-als-Gott und die anmaßende Zurückweisung seines Gebotes.

Es ist wahr: weder die Manifestierenden, noch die Teilnehmer daran sind gnädig, den Namen Gottes zu erwähnen. Ihre Handlungsweise ist ähnlich wie die Sünde der Aufbauer des Turms Babel (Gen 11; s. RP 14). Ihrer Meinung nach ist Gott unwürdig deutlich genannt werden zu können. Mit Gott wollen wir nichts zu tun haben! Wir werden selbst – auf unseren Prinzipien, nicht aber auf diesen Gottes Prinzipien, „eine Stadt erbauen, sich in eine Gesellschaft vereinigen, stark und mächtig zu werden OHNE Gott, wenn nicht sogar GEGEN Gott” (vgl. RP 14). Es geht darum, dass: „Gott hier ausgeschlossen wird: durch eine direkte Opposition gegen eines seiner Gebote, durch eine Geste der Rivalität Ihm gegenüber, durch die verlockende Absicht sein zu wollen ‘wie Er’ ...” (ebd.: RP 14).

Wir nutzen weiter Worte Johannes Paul II.:

„Es kommt hier ... zutage in ganzer Ernsthaftigkeit und Dramatik, was das meist innerste und dunkelste Wesen der Sünde darstellt: der Ungehorsam gegen Gott, gegen sein Gesetz, gegen die moralische Norm, die Er dem Menschen gegeben hat, indem Er sie ins menschliche Herz eingeprägt hat und sie mit der Offenbarung bestätigt und vervollkommnet hat.
Ausschluss Gottes, Bruch mit Gott, Ungehorsam gegen Gott: im Lauf der ganzen Menschengeschichte war es immer und ist Sünde, die ... bis zur Verneinung Gottes und seines Existierens gelangen kann; es ist das Phänomen des Atheismus” (ebd: RP 14).

Ist irgendjemand imstande, die Triftigkeit der hier dargestellten Diagnose zu verleugnen? Sollte etwa irgendjemand der Teilnehmer dieser Manifestation sich dazu aufraffen, den Mut zu haben und von neuem zur Kirche zu gehen, um dort den Eucharistischen Christus zu empfangen, Den er gerade erst, im offiziellen Pro-Abortion-Durchmarsch ... abgeschwört hat?
– Die ganze Manifestation strebte nämlich genau und klar diese Ausrichtung an:
Gott, Du kannst Dir deine Gebote ‘beschließen’, allerdings wir nehmen sie nicht an. Wir kennen uns besser als Du, Schöpfer daran aus, was das ‘Gute’, sein soll, und was das ‘Böse’ ist”.

Der Manifestant und die Kirche

Die Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation ist gleichbedeutend mit dem praktisch verstandenem Wegstreichen seiner selbst von der Kirche, die vom Sohn Gottes Jesus Christus gegründet worden ist. Der Eintritt in die Kirche Christi und der Eintrag in sie erfolgt zur Stunde, wenn jemand das Sakrament der heiligen Taufe empfängt.

In die Kirche treten erwachsene Personen ein, die bewusst ihre bisherige Religion wechseln – in die Religion der Offenbarung Gottes in Jesus Christus (in vielen Missionsländern, u.a. in China, Georgien, aber auch Polen, wird massenhaftes Empfangen der heiligen Taufe notiert – s. z.B.: http://info.wiara.pl/doc/158397.Chiny-Masowe-chrzty-w-Pekinie).
– Oder auch das Sakrament der heiligen Taufe wird von Kleinkindern, bzw. von Säuglingen selbst empfangen. In diesem Fall widersagen die Taufpaten im Namen des kleinen Kindes Satan und der Sünde, sie bekennen auch den Glauben. Sie tun es, indem sie dem Kind gleichsam die Quelle selbst der Erlösung herabbeugen möchten. Jedesmalige Taufe wird zur Freude des Erlösers, der Kirche und jener Kinder Gottes selbst. Sie treten in die Kirche ein und öffnen sich sperrangelweit für den Sohn Gottes, den Erlöser des Menschen, der vom Himmel herabgestiegen ist und dazu kam, „damit sie [die Schafe] das Leben haben und es in Fülle haben ...” (Joh 10,10).

Jeder, der sich an die Manifestation anschließt, die zur Forcierung des Anrechts auf Abortion organisiert wird, ruft seinen Eintrag in die Kirche Christi praktisch ab und annulliert ihn offiziell. Zu gleicher Zeit ruft er die einst feierlich abgelegten Taufversprechungen ab.

Niemand ist imstande die so formulierte Bewertung der Anteilnahme an der Manifestation dieser Art in Frage zu stellen. Die Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation bedeutet im wörtlichsten Sinn die bewusste Annullierung der Taufversprechungen: eines nach dem anderen.

Die Fragen bei der Liturgie der heiligen Taufe waren folgender – mögen sie hier noch einmal, in Zusammenfassung wiederholt werden:

Widersagst du der Sünde, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können?
Widersagst du dem Satan, dem Urheber der Sünde ? ...
Glaubst du an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?
... usw.

Die lautgeschrienen Forderungen für rechtlichen Eintrag der staatlich legalen Durchführung des Holocausts Nicht Geborener Kinder bedeuten, dass die Betreffenden sich von der Kirche offiziell streichen lassen. Es gleicht dem ausgeschrienen Strich über die zuvor feierlich gelobenen Worte.
– Der Manifestant bezeugt nämlich mit lauter Stimme:

Von nun an WIDERSAGE ich der SÜNDE und dem Verbrechen NICHT
Ich WIDERSAGE dem Satan, dem Urheber der Sünde, NICHT !
Gerade ihm will ich von nun an dienen !
Ab jetzt GLAUBE ich an Gott, den Allmächtigen, den Schöpfer und Erlöser – NICHT !
Seine GEBOTE nehme ich von nun an NICHT an !
An meinem ewigen Heil ist es mir auf keinen Fall ... gelegen” !

Die Manifestanten stellen fest, dass sie von nun an KEINESFALLS beabsichtigen, „vor dem ‘Baum der Erkenntnis von GUT und BÖSE’ haltmachen ...” um „das moralische Gesetz anzunehmen, das Gott dem Menschen gibt” (VSp 35). Von nun an werden sie selbst, die Manifestanten (also NICHT Gott, wie es bisher gewesen war) darüber entscheiden, was es ‘gut und schlecht’ ist und sein soll. Und zwar der bisherige „der EINE GUTE” kennt sich deutlichst daran nicht aus, „was es für den Menschen GUT” ist. Jedenfalls dieser Gott zeichnet sich mit keinem Mitleid dem Menschen gegenüber ab, indem Er ihm sein UN-menschliches Joch der Gebote auferlegt, die auf keinen Fall angenommen werden können. Beweis dessen ist doch u.a. die Tatsache, dass Er auf die Beseitigung der NICHT Geborenen nicht zustimmen will, wenn der Verstand es heißt, dass die Mutter aus diesem oder jenem Grund das empfangene Kind loswerden möchte (vgl. VSp 35).

Mit anderen Worten, die Manifestanten erklären entschieden, dass sie von nun an Gott offiziell abschwören. Sie haben vor, seine UN-menschlichen Gebote ab jetzt nicht zu befolgen. Die Teilnahme an der Manifestation gleicht der Besiegelung der offiziellen Apostasie: Abschwörung Gottes und dem totalen Abbruch mit der von Ihm gegründeten ... Kirche. Von nun an erlauben sie weder Gott, noch der Kirche in ihr Leben einzugreifen !

Ist nicht etwa gerade so die nicht manipulierte Beweiskraft der Teilnahme an der erörterten Manifestation ? Und noch: bedeutet die Teilnahme daran nicht etwa den eindeutigen Aufbau einer Barriere, die den Manifestanten von seiner bisherigen Zugehörigkeit zur Kirche Christi dicht abgrenzt?

Barriere die die Manifestanten vom ... Menschen abtrennt

Wird dieser mit der Tat zum Ausdruck gebrachte Abbruch mit der Kirche und die mit Tat bestätigte Apostasie von Gott nicht etwa zur wirksamen Barriere, die die Manifestanten von nun an von ihren ... übrigen Brüdern und Schwestern im selben Menschsein und selben Volk absperrt?

Es taucht immer wieder die grundsätzliche Frage auf: Was fordern endlich diese Manifestierenden ab? Denken sie darüber überhaupt nach, was sie letztlich anstreben? Und genauer formuliert: Sollte etwa ihre Vernunft bis zu solchem Grad mit Blindheit geschlagen sein, dass sie ihren Verstand verloren haben – genau wie es im schon angeführten Gottes-Geschriebenen-Wort der Völkerapostel Pauls bezeichnet ? (s. ob.: Verlust des Verstandes (Röm 1,21ff.).

Diese laut manifestierenden Menschen fordern mit ihrem politisch-religiösem eigenartigen ‘Herumstampfen’ etwas, was seinem Wesen nach, in sich selbst – BÖSES ist. Es gehört sich ruhigen Auges zu schauen und mit nüchternem, gesunden Verstand nachzudenken, wie der Inhalt zumindest einiger von diesen Schlagworten ist, die auf den Transparenten groß geschrieben von allein schreien. Diese Parolen sind großenteils ganz ... trivial und des Menschen, der Person ... unwürdig. Sie stellen dabei, religiös gesehen, Blasphemien dar, die schwer ungestraft bleiben können. Wir haben schon oben an ihren hauptsächlich politischen Ausklang angeknüpft (sieh: Politischer Grund der Manifestation. Dennoch hier möchten wir ihnen noch einmal – voller Ruhe und nüchtern zuschauen:

PiS-wizja Polski: zabrać PRAWA podstawowe” !
(PIS = Regierende Partie: Recht und Gerechtigkeit als ihre SICHT: die grundlegenden ANRECHTE wegzunehmen!)

„Nie pozwolimy zepchnąć kobiet do podziemia
ani brutalnym prawem, ani obraźliwym językiem.
(Wir lassen nicht zu, dass die Frauen zum Untergrund heruntergeladen werden: weder mit Hilfe des brutalen Gesetzes, noch mit schändlicher Sprache)

Jedno i drugie to przemoc” !
(Das eine wie das andere gleicht Übermacht)

„Brak legalnej aborcji zabija” !
(Keine legale Abtreibung – tötet)

„Aborcja w obronie życia” !
(Abtreibung in Verteidigung des Lebens)

„Wasza ustawa łamie nasze prawa” !
(Euer Gesetz bricht unsere Anrechte)

„Moje ciało mój wybór”
(= blasphemische Grafik: Gebärmutter mit in der Mitte gesteckter Hand, deren dritter Finger nach oben in Form des Kreuzes gezeichnet ist) Mein Leib – Meine Wahl

„Wolność to prawo wyboru”
(Freiheit heißt Anrecht auf Wahl)

„My body – my choice”  (engl.: Mein Leib – meine Wahl)

„Zabierzcie swój Różaniec od mojej macicy” !
(Nehmt euren Rosenkranz von meiner Gebärmutter)

„Zmuszanie kobiet do ciąży to gwałt”

(Nötigung der Frau zur Schwangerschaft heißt Vergewaltigung) usw.

Wirft man einen ruhigen Blick auf diese Schlagworte, drängt sich von allein der Schluss auf, dass diese Leute Sachen fordern, die im grundsätzlichen Widerspruch zum gesunden Verstand stehen.

a) Abtreibung – als höchste Errungenschaft der Freiheit des Menschen ?

Sollte etwa die Anforderung der Freiheit auf blutiges Abschlachten der eigenen Kinder, des im eigenen Schoß sich entwickelnden Kindes – Ausdruck der Höchstleistung einer errungenen ‘Freiheit’ sein ?

Sollten die ‘Unseren Anrechte’ – unser als Frauen – darauf beruhen, dass diese fraulichen-mütterlichen Hände besudelt sein dürfen mit Blut ihrer NICHT Geborenen – ihrer Kinder ?

– Sollte etwa die Frau die POLIN (oder vielleicht gerade: NICHT Polin ?) so sehr vom Zug der Zeit der großen internationalen Organisationen: OVN, WHO, EU, usw. berauscht bleiben vom – der Welt aufgenötigten Genderismus, der die schändlichsten sexuellen Entartungen, wie Homosexualität, lesbische Bände, Abtreibung, Sterilisierung, Abortivmittel, homosexuelle Ehen, Euthanasie u.dgl. – was alles mit Kraftaufwand aufzuzwingen gesucht wird als Fordernis der grundlegenden Anrechte des Menschen – mit Hilfe der Bestechung, indem nämlich den Staaten reichliche finanzielle Subventionen angeboten werden – allerdings einzig um den Preis des völligen Abbruchs mit dem natürlichen ethischen Gesetz, und umso mehr mit der christlichen Ethik, in der die Würde des Menschen zur Stimme kommt, samt der von ihr zur Erinnerung gebrachten unabdingbaren Verantwortung und Zurechnung für die Qualität der eigenen Verhaltensweisen und ethischen Beziehungen zu jedem anderen Menschen ?

b) Mein Leib – meine Wahl

Parolen-Losungen in der Art von: „Mein Leib – Meine Wahl”, „My body – my choice”  ...

Wie sehr primitiv ist und klingt dieser Slogan! Es ist vor allem schreiende Verlogung im Wesen selbst des so formulierten Schlagwortes, auch wenn es packend zu sein klingt. Niemand war, noch wird es sein ‘Eigentümer’ : weder seines Selbst, noch eines anderen Menschen. Jede Behauptung im gegenteiligen Sinn zeugt von ... Einbuße bei nüchternem Nachdenken.
– Der Mensch wird sich selbst geschenkt – zur verantwortlichen und zurechnungsfähigen, zeitweilig ihm begrenzten, angebotenen Verwaltung. Der einzige Eigentümer eines jeden einzeln Menschen ist und bleibt ausschließlich Gott. Der Mensch wird einzig zum Verwalter seiner Selbst bestellt. Ein Verwalter betätigt sich im Rahmen der ihm aufgetragenen Vollmächte. Zu gewisser Zeit wird er die insbesondere Rechenschaft ablegen müssen von der ihm anvertrauten Verwaltung.

Ganz zu nichts taugt ein gegenteiliges Denken oder eine andere Meinung zu haben ! Nichts taugt es, wenn sich jemand auf seinen Atheismus beruft, auf Zugehörigkeit zu anderer Religion, zu anderem Bekenntnis (Reflexion hinsichtlich des Themas: ‘sich selbst besitzen’ allein als ‘Verwalter’, der sich einmal von seiner ‘Verwaltung’ abrechnen muss – s. Homepage des Autors z.B.: http://lp33.de/seite-lp33/p7_3k.htm#adm).

Laische Vagina – Dies ist unser heiliges Recht

Laische Vagina – Dies ist unser heiliges Anrecht” – „Nötigung der Frau zur Schwangerschaft heißt Vergewaltigung) ”  u.dgl.

Bei Diskussionen über das Thema ‘Verhütung der Schwangerschaft’, ‘Abtreibung’ usw. kann schwer gehört werden von hier wesentlicher Tatsache, dass die Unternehmung der ehelichen Vereinigung (hier: präzise Terminologie: Gott bevollmächtigt allein und ausschließlich Eheleute zur Unternehmung der ehelichen Vereinigung. Alle anderen geschlechtlichen Kontakte sind Ehebruch: typischer ‘Sexus’, anders: Masturbation genannt, nicht aber eheliche personale Vereinigung, die jedesmalig für elterliche Potentialität aufgeschlossen sein muss. So ist die von Gott eingerichtete innere Friedensordnung der gelebten Intimität, wovon es sich abzurechnen werden wird) den Eheleuten (und niemandem anderen) als Möglichkeit geschenkt wird, nicht aber als ‘Muss’ !
– Es ist auch Gott, und nicht die Medizin, noch der Evolutionismus – der den biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus erschaffen und den gerechten Nöten der Ehe geschenkt hat.
– Er ist es auch, der in des Menschen Herz die unabdingbare innere Friedens-Ordnung des Erlebens ehelicher Intimität eingeprägt hat. Von der Qualität ihrer Anwendung gilt es früher oder später sich abzurechnen.
– Die Kirche kann hier nichts weder gründen noch einsetzen. Sie ist dagegen aufgrund Gottes Einsetzung und Sendung verpflichtet, dass sie „deutet die moralische Norm und sie allen Menschen guten Willens vorlegt, ohne zu verbergen, dass sie Radikalismus und Vollkommenheit beansprucht” (vgl. FC 33).

Ist jemand in der ehelichen Beratung angestellt, ist er sich erfahrungshalber vortrefflich bewusst, wie schwer es bisweilen den Frauen zu sein pflegt, dass sie sich die Mühe geben, den biologischen Rhythmus der Fruchtbarkeit so zu lernen, um ihn tatsächlich benutzen imstande zu sein, indem sie ihre ehelichen Beziehungen an die Gottes und des Menschen innere Friedensordnung der Zeiten ihrer Intimität anpassen können.
– In diese Frage möchten wir hier aber nicht eingehen, ist doch Absicht der hiesigen Reflexion eine andere Wirklichkeit (sieh die Besprechung des Fruchtbarkeitsrhythmus nach der ‘Billings-Ovulations-Methode’ usw. – Homepage des Autors: der ganze I.Teil, d.h.: 1.-3.Kap.. Und noch die Kleinschrift als kurze Zusammenfassung der Billings-Methode zur Druckausgabe: http://lp33.de/pdf/bom-de.pdf ).

d) Falls ... Vergewaltigung

Eine schwer zu meisternde Frage stellt die Schwangerschaft dar, die Folge der sexuellen Nötigung zustande gekommen ist: ob in ehelichen Verhältnissen, wenn die Frau vonseiten ihres Mannes, vielleicht eines Brutalo, eines Trinkers – beinahe nur als Sex-Obiekt, und nicht als Ehefrau behandelt wird. Oder auch handelt es sich um Sexnötigung außerhalb der Ehe. Indessen jedermann ist sich wohlbewusst, dass jede menschliche Macht zu Ende kommt zur Stunde, als die Empfängnis eingetreten ist.

Gefahndet soll der Täter des Verbrechens, nicht aber das Opfer. Sollte etwa dafür, dass jemand die Frau vergewaltigt hat und sie mit nicht geplanter Nachkommenschaft beschert hat – das Todesurteil auf den Empfangenen gefällt werden, der mit der Sünde seines Vaters, oder manchmal auch seiner Mutter, nichts zu tun hat ? Auf dem Spiel ist hier das Gesetz Gottes, das wie Gott selbst – unantastbar ist und das zugleich den Empfangenen mit Liebe anzunehmen heißt.

Der Frau, der Mutter, bleibt das Anvertrauen der Geschicke sowohl ihrer selbst, wie des Empfangenen – Gott, der vom Menschen erwartet, dass er die Prüfung von der Qualität der Liebe zu Gott und zum Nächsten ebenfalls unter solchen, zweifelsohne manchmal ungemein schweren Umständen besteht. Im Herzen aber der Mutter – und nicht nur in ihrem – soll fortwährend das Wort Jesu ertönen:

Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
aber sein Leben verliert ...” ?
(Mt 16,26).

Und das Wort des ersten Papstes – Petrus:

Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch – als auf Gott zu hören,
darüber urteilt selbst” ?
(Apg 4,19).

Diese Worte können sich in manchen Fällen für ungemein schwierig erweisen. Und doch: erst hier kommt die Würde der menschlichen Person zutage, der Sinn ihres Lebens und das Bewusstsein um „... die letztlichen Bestimmungen, die der Mensch in Gott selbst hat” (PS-1985, 5), das heißt der letztlichen Gewonnenen, beziehungsweise – Gott bewahre – der letztlichen Verlorenen seines Existierens ... in Unsterblichkeit.

Manifest und die ... ‘fremde Sünde’

Es bleibt noch im Anschluss an die Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation übrig, das man sich auch den weiteren unausbleiblichen ihren Ausklang zum Bewusstsein bringt. Die Teilnahme wird daselbst zum Ärgernis für viele Menschen und zugleich zur spontanen Ermutigung für viele, dass auch sie sich an diese ‘Show’ anschließen. Diese stellt aber keine gemeine Spielgelegenheit dar, keine Tanzveranstaltung und voller Lachen und Singen ‘Picknick’ mit dazugebrachten Kleinkindern, sondern richtet sich mit ihrer Schärfe aggressiv gegen Gott selbst, den der Mensch hier zum Duell mit sich herausfordert ...

Was soll von seiner Mutter, die an solcher Manifestation teilnimmt, das heranwachsende Kind denken, zu dessen Bewusstsein es schon gelangt, worum es sich hier Böses handelt ? Was sagt solche Mutter, oder vielleicht selbst auch der Vater – nach der Rückkehr nach Hause – ihrem Kind sagen, wenn es sie fragt: „Mama, bedauerst du, dass du ... mich nicht ermordet hast, als du mit mir schwanger warst ? Möchtest du mich vielleicht ... JETZTZEIT ... töten? Soll ich von diesem Hause ... verschwinden? Ist es dein Wunsch, dass ich Selbsttod begehe, dass es dir besser ergeht ...” ?

So ist die eine Serie von Fragen, mit denen sich das Kind sei es an seine Mutter, sei es an seinen Vater wenden kann, wenn diese an der erörterten Manifestationen Anteil genommen haben. Soll es dazu kommen, dass die Mutter erst dann sich das Unmaß des Übels zum Bewusstsein bringt, das sie ihrem Kind zugefügt hat, zumal es sich um ein nicht völlig leistungsfähiges Kind handeln sollte ?
– Muss es erst dazu kommen, dass sich solche Mutter genötigt findet ... sich vor ihrem Kind zu entschuldigen und es um Verzeihung bittet für das alles, mit Herzensreue, indem sie auf Spalten einer Schrift, deren sie vielleicht Mit-Redaktorin ist, ein öffentliches Glaubesbekenntnis und Bitte um Verzeihung des Publikums veröffentlicht wegen des Ärgernisses, das sie mit der nicht bis zum Ende überlegten Äußerung oder seines Auftritts gegeben hat?

Hier ein solches Bekenntnis einer Journalistin im Anschluss an ihr Interview betreffs der Schwangerschaft, wenn sie mit Geburt eines behinderten Kindes endet. Ihr schon stark heranwachsendes Kind hat bitter geweint, nachdem es dieses Interview ihrer Mutter gelesen hat. Die Journalistin hat einige Zeit nachher über dieses Interview noch einmal geschrieben:

„(...) ‘Als Mutter eines kranken Kindes, indem ich die Realien des Kampfes um die Gesundheit solchen Kindes kenne, würde ich niemals eine Frau dazu zwingen, dass sie ihrem Willen zum Trotz .. gebiert’ ...
– Doch in letzter Zeit hat sie ihre Tochter öffentlich für gerade diese Worte ... um Verzeihung gebeten. Ihre Tochter wurde geboren mit Spaltung des Rückgrats und bewegt sich mit Hilfe des Rollstuhls. Ungeachtet der Krankheit ... hat sie Sportsukzesse auf ihrem Konto.
‘(...) Als meine Tochter, nachdem sie diesen meinen Text als ihrer Mutter gelesen hat, in Tränen ausgebrochen ist, habe ich verstanden, dass ich was furchtbares gemacht habe: ich habe mich von meiner eigenen Tochter abgewendet, wie auch von allen ähnlichen, kranken und schwächeren. Ich schäme mich deswegen, da doch niemand wie gerade ich – weiß, wie viel diese Menschen uns geben können’.
– Diese Journalistin hat noch dazugesagt, dass sie etwas wichtiges tun muss, und zwar öffentlich ihre Tochter um Verzeihung bitten muss ... Und sie hat auch ihr Wort wirklich erfüllt” (s.: Beata S.Z. – http://www.fronda.pl/a/piekne-swiadectwo-dziennikarki-radia-zet-przeprosila-chora-corke-za-wypowiedz-o-aborcji,79980.html).


Eine zweite Serie von Fragen an diese Personen, die an der Pro-Abortion-Manifestation teilgenommen haben, betrifft diese alle, für die die Teilnahme der betreffenden Person (oder vielleicht waren es viele ?) zum verbindlichen Wegweiser und Ermutigung geworden ist, dass sie sich auch sie ähnlich verhalten. Das betrifft ganz besonders mehr allgemein bekannte Personalitäten, die einflussreich sind, vielleicht sind sie im Edukationssystem angestellt, oder auch sie spielen eine wichtigere Rolle in Politik. Das Zugegensein solcher Person beim Durchmarsch zieht bestimmt nicht wenige an. Diese Tatsache wird zum Wegweise, dass es augenscheinlich gerade so sein soll. Dass die verkündeten Schlagworte in möglich weitestem Bereich laut gemacht werden sollen, weil es doch hier um das tatsächliche Gut geht.

In biblischer Sprache wird solches Verhalten mit dem Namen ‘Ärgernis’ bezeichnet (gr.: skándalon = Ärgernis). Eingehendere Untersuchung der biblischen Stellen, wo über das ‘Ärgernis’ gesprochen wird – vielerorts auch schon im Alten Testament, lässt den wörtlichen und meritorischen Inhalt jenes ‘Ärgernisses’ mehr präzise zu verstehen. Es geht dann um eine Situation, wenn jemand – und sollte er auch von der allernächsten Familie herkommen – den Weg zur Abtrünnigkeit von Gott vorschlägt und zur Versuchung wird des Wegganges von Gott. Wir haben schon oben aufmerksam gemacht, dass das Gesetz Mose in solchem Fall die schauderhafte Strafe anordnet der Steinigung des Menschen, der zum Ärgernis geworden ist (s.: Soziale Indikationen). Das ‘Ärgernis’ muss nämlich im Keim ausgerottet werden.

Im Neuen Testament wird das Säen des ‘Ärgernisses’ vom Sohn Gottes Jesus Christus erwähnt. Er bezieht es ganz besonders auf Kinder, die im Grund genommen auf audio-visuelle Reize leicht anfällig sind und über die Fähigkeit einer gehörigen Filtrierung der an sie kommenden guten und schlechten Anregungen noch nicht verfügen. Jesus wendet in diesem Fall ebengleich unwahrscheinlich strenge Worte an, ähnlich wie das Gesetz Mose. Hier die Worte Jesu:

Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde ...” (Mt 18,6; Mk 9,42; Lk 17,1).

Das alles setzt sich auf die in diesem Fall begangenen ‘fremden Sünden’  zusammen. Es geht um die mit eigener Verhaltensweise zusammengehende unabtrittbare Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit wegen der Sünden, zu diesen dieses Verhalten andere Leute bringen kann, oder sie dazu schon verführt hat.

Diese Verantwortung stellt keine unbegründete Vogelscheuche dar, sondern sie ist die von allein verständliche Entgegennahme der Verantwortung für Sünden, die jetzt von jemandem anderen oder vielleicht vielen anderen begangen werden. Sie fanden sich nach dem Muster des betreffenden Menschen angezogen und daselbst gerechtfertigt, dieselbe schlechte Tat zu begehen. Solche Verantwortung und Zurechnung kann in dieser Situation steigen – kettenartig, in Hunderte, Tausende und selbst Millionen ‘fremder Sünden’.
– Mittel zur entschiedenen Ausweitung des ‘Ärgernisses’ und bösen Beispiels wird in heutiger Zeit vor allem das Fernsehen und allerlei audio-visuelle Medien. Diese aber multiplizieren sowohl das Gute, wie umso leichter das Böse. Dies geschieht meistens blitzartig in Tausende und selbst Millionen.

Und doch, die Person, die in irgendwelcher Art und Weise zum Ausgangspunkt des tatgewordenen Ärgernisses geworden ist, zieht auf sich daselbst die furchtbare Verantwortung und Zurechnung für „fremde Sünden”, zu deren Begehen ihre Verhaltensweise Ermutigung geworden ist. Die Worte Jesu waren keine Worte, die Er in den Wind geworfen hat:
Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde ...” (Mt 18,6; Mk 9,42; Lk 17,1).

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I. VERSÖHNUNG MIT GOTT ...
UND DEN MENSCHEN

Sollte etwa was geschehen sein ?

Das Nachdenken über die gerade dargestellten ethischen Folgen der Teilnahme an einer Pro-Abortiver Manifestation trägt vielleicht zum Aufwachen bei mancher Gewissen und zu besserem Bewusstwerden um das Entsetzen der gewordenen Tatsachen. Das Leben im Alltag und der Anteil an sozial-religiösen Ereignissen ist niemals frei von ihrem ethischen Ausklang in der Vertikale: Gott und ich; und der Horizontale: Gott und wir..

In schon vergangenen Jahre gab es Zeiten, als in Kirchen (es geht um Polen) Listen ausgestellt waren mit Bitte und Ermutigung, dass die Unterschrift gegen die Abtreibung aufgezeichnet werde. Diese Unterschriften sollten als Wille zumindest eines großen Teils des Volks an die Regierung treffen. Leider wie sehr leicht konnten bei dieser Gelegenheit Worte voller Aufregung und Groll gehört werden vom Mund so mancher Teilnehmer an der Sonntagsmesse deswegen, dass in der Kirche „wieder von Abtreibung gesprochen wird, ... anstatt von Gott ...” !
– Solche ‘Gläubigen’ standen ganz wahrscheinlich mit voller Seele gerade ... für die Abtreibung. Sie haben es vorgezogen, das Denkvermögen ... abzuschließen (= Sukzess des Satan !) und keinen Schluss von dieser ihrer Haltung zu ziehen hinsichtlich ihres Stehenbleibens: anseiten Gottes, oder entschieden gegen Gott ?

In der Kirche Christi sich zu finden bedeutet auf keinen Fall eine nicht verpflichtende, liebe Idylle zu leben, die sich allein und ausschließlich im Rahmen der verrichteten Liturgie mit Organspiel und Gesang abspielt, wonach das ‘eigentliche Leben’ beginnt, wo Gott nichts mehr zu sagen hat. Möchte ich das ewige Leben erlangen wollen, muss ich in der Anwendung der ethischen Prinzipien folgerichtig bleiben – sowohl in der Kirche, wie zu Hause, und umso mehr im sozial-politischen Leben. Ich kann in der Tat „nicht zwei Herren dienen” !

Das Band zu Gott kann nicht auf weniger oder mehr regelmäßige Teilnahme an der Sonntagsmesse beschränkt bleiben. Das Jünger-Christi-zu-Sein muss sich von Tag zu Tag bestätigen lassen in Verhaltensweisen, die sich außerhalb der Kirche abspielen, darunter auf ganz besondere Weise in der Teilnahme an sozial-politischen Fragen. Erst diese schaffen den realen Prüfstein für den freien Willen, der von Stunde zu Stunde Wahlen fällt: zwischen Gut und Böse, zwischen Gut und noch größerem Gut, zwischen Leben und Tod (s.: Dtn 30,15.19).

So wird es beständig von Jesus Christus in Worte geschmiedet – in Antwort auf die Frage vonseiten des reichen jungen Mannes: was solle er tun, um das ewige Leben zu erlangen? Jesus hat die Antwort sofort auf die Ebene der Wahlen herabgeführt, die vom freien Willen unternommen werden:
– „WILLST du aber ins Leben eingehen, so halte die Gebote”  (Mt 19,17).

Tatgewordener Bruch mit Gott

Im Herzen klingen uns wohl die von Johannes Paul II. angeführten Worte von der Rückwirkung zwischen dem Verlust des Gespürs um die Sünde – und zuvor, beziehungsweise parallel erfolgendem Verlust des Gespürs um Gott. Das Denken an Gott in der Situation, wenn bestimmte politische Strömungen, und außerdem solches Milieu wie z.B. der radikale Feminismus oder das Gendertum laut ihre sofistischen Schlagworte manifestieren, indem sie zum Aufstand gegen die moralischen Normen aufrufen unter scheinbar gerechten, bewusst in Irrtum führenden sozialen Sloganen, können ganz leicht zur Abschaltung der gesunden Unterscheidung führen, so dass sich jemand letztlich an die Manifestierenden anschließt. Den Triumph trägt dann der BÖSE davon. In solchem Klima gelingt es ihm die Atmosphäre einer eigenartigen ‘Pädokratie’ zu schaffen, die um bestimmte Anrechte nicht auf dem Weg der gegenständigen Argumentation ankämpft, sondern mit Hilfe vom ungeduldigen Geschrei und Herumstrampeln, wie auch mit Androhungen falls die vorgeschobenen Forderungen nicht erfüllt werden sollten.

Wir haben bemerkt, dass schon allein die Teilnahme an der Manifestation, die veranstaltet wurde zum Erkämpfen, eventuell zum Erzwingen an der Regierung der Freiheit betreffs der Abtreibung – vom Blickpunkt aus dessen, was sich hier in der Vertikale ereignet: Gott und der Manifestant (oder: Manifestanten) – ein in kosmischen Ausmaß unerhötes Ereignis darstellt. Hier wird furchtbares vollbracht. Diese Manifestanten ziehen ihren Gehorsam Gott gegenüber offen zurück – schon ungeachtet gegenüber der Kirche, trotzdem sie das Aussprechen allein des Namens Gottes sorgfältig vermeiden. Die Teilnahme an solcher Manifestation geschieht doch gerade um diesen einen Preis:

Unbedingter Bruch mit Gott, das heißt um den Preis der Apostasie
Entschiedne Zurückweisung der Gebote Gottes
Abbruch mit der Kirche, was gleichbedeutend ist mit erfolgtem Rückzug seines Eintrags in die Kirche
.

Niemand ist imstande die so aufgestellte ethische dessen abzuschwächen, was hier vorgeht. Das Manifestieren für die Abortion gleicht der bewussten Zurückweisung des vom Sohn Gottes Jesus Christus vollbrachten Werks der Erlösung und des dem Menschen angebotenen Heils. Im anmaßenden Aufstand gegen Gott: „Dir werde ich nicht dienen”  öffnet sich der Manifestant in der ihm von Gott geschenkten Befähigung seiner Selbst-Bestimmung (Ziel dieser Gabe sollte die Ermöglichung sein, dass Liebe zu Gott und den Nächsten entstehen kann) sperrangelweit für die bewusste Wahl für das ewige Leben in ewiger Verdammnung. Jede irgendwelche mildere Bewertung der hier tatgewordenen Erschütterung der Natur, oder eher des ganzen Weltalls, dem gegenüber der Mensch aufgrund Gottes Schöpfungwerks zum König bestellt worden ist als lebendiges „Ebenbild Gottes”, wäre Versuch eines hoffnungslosen Tuschierens der Wirklichkeit, die auf keinen Fall weniger dramatisch und tragisch bezeichnet werden kann.

Wir werden uns um die seriöse Warnung vonseiten Johannes Paul II. bewusst hinsichtlich der Umstände, die das Zustandekommen einer Todsünde beziehungsweise keiner Todsünde bedingen. Es wird dann gar nicht gefordert, dass jemand seinen Abbruch zu Gott klar und eindeutig formuliert. Es genügt das Bewusstwerden, dass es hier um eine ethisch seriöser Frage geht:

„Mit der ganzen Tradition der Kirche nennen wir denjenigen Akt eine Todsünde, durch den ein Mensch freiwillig und bewusst Gott zurückweist, sein Gesetz, den von Gott dem Menschen angebotenen Bund der Liebe, indem er es vorzieht, sich zu sich selbst zuzuwenden, zu irgendeiner erschaffenen und endlichen Wirklichkeit, zu irgendeiner Sache, die im Widerspruch zum göttlichen Willen steht (conversio ad creaturam = Hinwendung zu einem Geschöpf).
– Dies kann auf unmittelbare und formale Weise geschehen, wie bei Sünden der Götzenverehrung, des Abfalls von Gott, des Atheismus; oder auf gleichwertige Weise, wie in allem Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes bei schwerwiegender Materie.
– Der Mensch verspürt, dass dieser Ungehorsam Gott gegenüber das Band mit seinem lebenspendenden Prinzip abbricht: es ist die Todsünde, das heißt ein Akt, der Gott schwer beleidigt und sich schließlich gegen den Menschen selbst mit einer dunklen und mächtigen, zerstörerischen Gewalt richtet. ...
– Es bleibt jedoch immer wahr, dass der wesentliche und entscheidende Unterschied zwischen jener Sünde besteht, die die Liebe zerstört – und der Sünde, die das übernatürliche Leben nicht tötet: Zwischen Leben und Tod gibt es keinen mittleren Weg” (RP 17).

Es taucht die Frage auf: ob In dieser Situation, und zwar des entschiedenen Gott erklärten Krieges wegen dem V.Gebot, das Gott im Gewissen jedes Menschen eingeprägt hat, die Möglichkeit besteht, zu gleicher Zeit sich für Gott aufzuschließen, samt dem kindlichen Gebet zu diesem Gott, der Jetztzeit, in dem veranstalteten pro-abortiven Aufstand deutlich ... zurückgewiesen wurde – mit der im Hintergrund usurpatorischen Forderung, es wäre am besten, wenn Er überhaupt ... getötet würde?

Gott in Erwartung auf Reumut des Menschenherzens

Es besteht kein Zweifel, dass Gott der Schöpfer – umso mehr inbrünstiger Erlöser des Menschen ist: dieses in Sünde gefallenen Menschen:

Habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen ...
und nicht vielmehr daran, dass er von seinem Weg umkehrt und lebt” ?
(Ez 18,23).

Denn so sehr hat Gott [= der Vater] ... die Welt [= Welt der Menschen] geliebt,
dass Er seinen Eingeborenen Sohn dahingegeben hat,
damit jeder, der an Ihn glaubt [= sich Ihm ganzen anvertraut],
nicht verlorengehe,
sondern ewiges Leben habe”
(Joh 3,16).

Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater – Jesus Christus, den Gerechten. Er ist Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt” (1 Joh 2,1f.).

Allerdings die Aufnahme des Sünders vonseiten Gottes ist bedingt mit seiner Zuwendung zu Gott mit der Bitte ... um Verzeihung. Diese Wendung zu Gott muss gleichbedeutend sein mit völliger Rückwendung von der Sünde, Bitte zu Gott um Verzeihung und der Bereitschaft, das Unmaß des zugefügten Übels zu reparieren.

Im Gleichnis Jesu, das der hl.Lukas im 15.Kapitel seines Evangeliums niedergeschrieben hat, wird diese Rückwendung an Gott mit Worten des Verlorenen Sohnes folgender zum Ausdruck gebracht:

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; halte mich wie einen von deinen Taglöhnern” (Lk 15,18f.).

Die Bekehrung – setzt einen ernsten Vorgang des innerem Ringens voraus. Es ist letztlich der Kampf um die Wiedererlangung der verlorenen Würde des lebendigen „Ebenbildes Gottes”, die der Aufstand der Sünde beleidigt und im Schmutz der Sünde versunken hat.

Segen und besondere Gabe Gottes für den sündigen Menschen werden dann die Gewissensbisse. Johannes Paul II. sagt:

„Das Gewissen schließt den Menschen nicht in einer unzugänglichen und undurchdringlichen Einsamkeit ein, sondern schließt ihn für den Ruf auf, für die Stimme Gottes. Gerade darin und in nichts anderem ist das ganze Geheimnis und die Würde des Gewissens verborgen: dass es der Ort ist, der heilige Raum, in dem Gott zum Menschen spricht” (VSp 58)

„Das Urteil des Gewissens setzt das Gesetz nicht ein, aber es bestätigt die Autorität des Natürlichen Gesetzes und der praktischen Vernunft mit Bezug auf das höchste Gut, das den Menschen anzieht, so dass er seine Gebote annimmt” (VSp 60).

„Die Wahrheit über das moralische Gute ... wird vom Urteil des Gewissens erkannt, was zur Annahme der Verantwortung führt für das vollbrachte Gute oder das begangene Böse. Wenn der Mensch Schlechtes begeht, bleibt das korrekte Gewissensurteil in ihm Zeuge der universalen Wahrheit des Guten und bringt ihm das Übel zum Bewusstsein der von ihm gefällten Wahl.
– Aber das Urteil des Gewissens bleibt im Menschen auch als Unterpfand der Hoffnung und der Barmherzigkeit: Während es bestätigt, dass er das Übel begangen hat, erinnert es zugleich daran, er solle um Verzeihung bitten, das Gute tun und unaufhörlich mit Gottes Gnade die Tugend üben” (VSp 61).

Wie sollten nicht auch noch die Endworte Johannes Paul II. seiner Enzyklika „Veritatis Splendor” angeführt werden über Maria unter dem Kreuz ihres Gekreuzigten Gottes Sohnes:

„Maria teilt unsere menschliche Verfassung, ist aber völlig für die Einwirkung der Gnade Gottes aufgeschlossen. Obwohl sie die Sünde nicht erfahren hat, versteht sie mit jeder Schwäche mitzuleiden. Sie versteht den sündhaften Menschen und liebt ihn mit Liebe der Mutter. Gerade aufgrund dieser Liebe steht sie aufseiten der Wahrheit und teilt mit der Kirche die Sorge, dass die moralischen Weisungen immer und allen beständig in Erinnerung gebracht werden.
– Aus demselben Grund stimmt sie nicht ein, dass der Sünder von denen betrogen wird, die um der falsch verstandenen Liebe willen seine Sünde rechtfertigen würden, denn sie weiß, dass das – das Opfer Christi, ihres Sohnes, zunichte machen würde.
Keine Lossprechung, die durch nachsichtige Lehren, auch solche philosophischer oder theologischer Art, angeboten werden, vermag den Menschen wahrhaft glücklich zu machen: Allein das Kreuz und die Herrlichkeit des auferstandenen Christus vermögen seinem Gewissen Frieden und Erlösung schenken” (VSp 120).

Unumgängliche Bedingungen der Versöhnung mit Gott nach der Pro-Abortion-Manifestation

Es scheint, dass unsere Reflexion uns genügend das unbegreifliche, im kosmischen Ausmaß vollbrachte, entsetzende Übel zum Bewusstsein bringt, was die Verantstaltung einer Pro-Abortion-Manifestation eigentlich heißt. Und was ebenfalls selbst die Anteilnahme an ihr bedeutet, und offenbar auf gleiche Art und Weise die Unterzeichnung der damit zusammenhängenden, diesbezüglicher Petitionen an die Regierung. Wir denken fortwährend nicht an die Politik. Es rührt uns auch keine andersartige Weltanschauung, noch die Optionen der genderistischen und aggressiven feministischen Milieus. Denn diese sind vom Blickpunkt aus der letztlichen Dinge, die jeden Menschen ausnahmslos erwarten, von vornherein gegenstandslos, im absoluten Sinn unfähig irgendwelche Antwort und sei es angesichts dieses Wortes Gottes vorzustellen, das oben schon angeführt wurde:
Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben – worauf dann das Gericht kommt” (Hebr 9,27).

Jeder Mensch muss es zur Kenntnis nehmen – wenn er nur den guten Willen erweist, dass mit Gewissheit der erlangenen Vergebung der Sünden von Gottes Seiten allein die Kirche Jesu Christi zu bescheren imstande ist, diese die vom Sohn Gottes Jesus Christus auf dem Felsen-Petrus aufgebaut wurde. Seiner Kirche hat der Sohn Gottes und Menschen-Sohn zugleich die Ausspendung der Schätze des von Ihm vollbrachten Erlösungs-Werkes anvertraut.
– Die Lossprechung Gottes kann unter gewöhnlichen Umständen, die von Christus selbst bestimmt wurden, einzig im Rahmen der individuellen Herantretung zum Sakrament-Tribunal der Barmherzigkeit: der heiligen Beichte, erlangt werden.

Die Bedingungen, um die Verzeihung Gottes zu erlangen, wie auch die Gewissheit, dass Gott in der Tat die Sünden weggewischen-annulliert hat, samt der ihretwegen gehörigen ewigen Schuld und ewigen Strafe im Fall der begangenen Todsünde, hat nicht die ‘Kirche’ bestimmt, sondern Gott selbst.
– Wir wollen hier nicht in die Einzelheiten dieser Bedingungen eindringen. Diese werden genügend ausreichend in der gewöhnlichen und außergewöhnlichen Lehre der Kirche Christi erörtert. Diejenigen, die eventuell nach genauerer Dokumentation diesbezüglich suchen, verweisen wir wenigstens auf die Homepage des hier schreibenden Autors (s.: http://lp33.de – IV.Teil, 3.-5.Kap.; und ebd., 7.Kap., § C. – Und auch noch: PORTAL, Inhaltsverzeichnis, 4.Kol., Nr.3; Nr.10; usw.).

Es gehört sich die seriösen Worte Johannes Paul II. in Erinnerung zu bringen im Anschluss an die ‘individuelle heilige Beichte’ – im Gegenteil zu sog. ‘Allgemeiner Absolution’, die außer ungemein außergewöhnlichen Umständen (Unglück, Krieg, Untergang ...) keine Absolution darstellt und von vornherein ungültig ist, wenn nicht ... sakrileg – mit entsprechenden Folgen für die in solchem Zustand empfangenen Heiligen Kommunionen ohne die zuvor verrichtete individuelle heilige Beichte:

„Gewiss sind der Erlöser und sein Heilswirken nicht in der Weise an ein sakramentales Zeichen gebunden, dass sie nicht jederzeit und überall in der Heilsgeschichte auch außerhalb der Sakramente und über sie hinaus wirksam werden können.
– Aber in der Schule des Glaubens lernen wir, dass selbst der Erlöser es so gewollt und verfügt hat, dass die schlichten und kostbaren Sakramente des Glaubens für gewöhnlich die wirksamen Mittel sind, durch die seine erlösende Kraft vermittelt und wirksam wird.
– Es wäre deshalb ungereimt und auch vermessen, die Werkzeuge der Gnade und des Heils willkürlich zu ignorieren, die von Gott eingesetzt worden sind, und zugleich, in diesem Fall sich um die Verzeihung zu bewerben bei Hinweggang des Sakramentes, das von Christus gerade für die Sündenvergebung eingesetzt wurde ” (RP 31,I.).

Neuerlicher Eintrag in die Kirche und Bekenntnis des Glaubens

Es kann sein, dass es im Rahmen der hier dargestellten Reflexion zu jemandes Herz gelangt, dass die Anteilnahme an der erörterten Manifestation – ein ethisch gesehen entsetzendes Ereignis gewesen war. Es bedeutet sowohl die Apostasie von Gott und das menschliche Replikat des Aufstands der gefallenen Engel, die sich Gott widersetzten mit ihrem anmaßenden: „Ich werde Dir, Gott, nicht dienen” (Jer 2,20).
– In nächster Folge wurde die Teilnahme an der Manifestation – mit Tat bestätigte Zurücknahme seines Eintrags in die Kirche.

Niemand hat jemanden zur Anteilnahme an dieser Manifestation gezwungen. Diese Sünde kann unmöglich auf menschliche Schwäche herabgeführt werden. Jeder, der sich an diese Manifestation angeschlossen hat, war sich bewusst, dass es hier um die Abschaffung des Gebotes Gottes geht, das heißt sowohl um offizielle Abschwörung Gottes, die anders Verrat Gottes und Apostasie heißt, wie auch um aktiven Austritt von der Kirche infolge des mit der Tat gefällten Wahl: Von nun an widersage ich Satan NICHT, ich widersage der Sünde NICHT, die Gebote Gottes befolgen ich NICHT.

Braucht man sich wundern, dass falls der Manifestant – nachdem er sein Verhalten überlegt hat, berührt mit Gewissensbissen, das heißt mit der Stimme Gottes, die innigst bittet, er möge zum Vater zurückkehren und sich sowohl mit der Kirche, wie auch den Nächsten versöhnen – jetzt Gott um Verzeihung zu bitten vor hat und zu Ihm zurückkehren, seine Bemühungen ab der Rückkehr in die Kirche beginnen muss, wie auch zu den gerade erst niedergetretenen, früher feierlich abgelegten Taufversprechungen ? Erst so schließt sich vor ihm von neuem die Möglichkeit auf, von neuem den Glauben an Gott den Schöpfer zu bekennen, an den Erlöser, an die Kirche Christi, die Ausspendung der Gnaden der Erlösung durch die zu diesem Zweck vom Sohn Gottes eingesetzten Diener der heiligen Sakramente usw.

Diese Bedingungen drängen sich von allein auf. Die Diener der Kirche brauchen daran auf keinen Fall erst erinnern. Die Pro-Abortion-Manifestation kennzeichnet sich mit Merkmalen einer tatsächlichen Absage Gottes und seiner Gebote und stellt den wirklich tatgewordenen Rück-Eintrag von der Kirche dar – über die von nun an bewusst gewählte Ausrichtung seines Lebens gegen die feierlichen Tauf-Versprechungen.

Das alles setzt die Unternahme seriöser, neuerlicher Überlegungen um das eigene Leben voraus, wie auch das Fällen der Entscheidung: WEM will ich von nun an dienen? Welche von den zwei unvermeidlichen Optionen wünsche ich ab jetzt zu wählen im Leben-für-immer zur Stunde, die für mich die letztliche sein wird, wenn ich nämlich an der Schwelle des biologischen Todes stehen bleiben werde?
– Zu dieser Stunde schließt sich für mich die Chance zu ewigem Leben im „Haus des Vaters” auf, oder auch – falls ich zu meinem eigenen Unglück den Weggang von Gott wählen würde, öffnete sich für mich das Bestehen des Lebens-der-ewigen-Verdammnis, als der frei gewählten Verdammnung in ... Ewigkeit ohne Möglichkeit einer Rückwendung.

Weder Gott – noch jemand anderer, kann die entscheidende Wahl an meiner Statt unternehmen. Gott bietet immerwährend dringend die Erlösung an und ermutigt innigst, indem Er sich an den freien Willen des Menschen wendet, den Er außer jeden Zweifel niemals verknechtet:
– „Wenn du aber das Leben erlangen WILLST, halte die Gebote ...” (Mt 19,17).

Neuerliche Aufnahme in die Kirche

Das Erlangen der Vergebung Gottes nach dieser – mit Tat geoffenbarten und bestätigten Abschwörung Gottes und dem praktisch erfolgten Rückzug des eigenen Eintrags in die Kirche kann sich als sehr schwierige Frage zeigen. Menschlich gesagt, können die Umstände, in denen das alles geschah, eine sehr ungeschickte und geradeaus heikle Frage schaffen. Und doch – es kann nicht anders sein !

Die Frage der Rückkehr zu Gott und Versöhnung mit Gott und der Kirche usw. hat der hier schreibende Autor schon in anderen Umständen erörtert. Es galt früher anderen als die zeitweiligen, obwohl anderseits bisweilen zusammenlaufenden Situationen. Hier die betreffenden Links zu diesen anderen Situationen einer nicht leicht zu erlangenden Vergebung der praktisch bezeugten Abschwörung Gottes und der Kirche:

a. Der erst Link gilt zu seinem Artikel im Anschluss an zwei Situationen der nicht entfernten Geschichte Polens:
– 1) Teilnahme an weniger oder mehr offiziellen Aktionen der Kämpfe gegen das Kreuz; und:
– 2) Stimmabgabe für eine Person beziehungsweise eine politische Partei, die in ihrem Programm den Kampf gegen eines der Gebote Gottes fördert (s. Homepage des Autors: http://lp33.de – PORTAL, unten: 4.Kolonne, Nr.15: „Kann ich auf die Lossprechung rechnen? Ethik der Politik’. – Oder direkt: http://lp33.de/seite-lp33/ind13.htm#absol ).

b. Der zweite Link betrifft die Problematik des ‘Genders’. Auch diese ideologische Ausrichtung kann nur um den Preis der völligen Abschwörung Gottes und der Gebote Gottes erreicht werden, und folgerichtig offenbar um den Preis der Abschwörung der Kirche (s. Homepage des Autors: http://lp33.de – VI.Teil, 3.Kap., ebd.: – Bedingungen der Versöhnung mit Gott: § K: ‘In Konfrontation mit dem Wort Gottes und dem Magisterium’, und besonders ebd.: http://lp33.de/seite-lp33/p6_3k.htm#trb – ‘Tribunal der Barmherzigkeit – und die Situation des Genders’).

Anders gesagt: Einführungsbedingung, die dabei die unbedingte Bedingung für die Bewerbung um die Vergebung Gottes darstellt – beruht auf neuerlicher Rückkehr zur Kirche Christi und – dieses Mal dem aufrichtigen, vollständigen Bekenntnis des Glaubens samt der Annahme all dessen, was damit verbunden ist. Es geht um die von nun an aufrichtige, tatsächliche Annahme des Glaubens auf die Offenbarung Gottes – so, wie sie vonseiten der Kirche Christi übermittelt wird. Es ist diese Kirche, die in Kommunion des Glaubens und der Lehre ‘mit’ Petrus und ‘unter’ Petrus besteht (VSp 116).

So kommt es zur praktischen Frage: wie kann das alles vollbracht werden ? In Antwort müssen wesentliche Unterschiedlichkeiten unternommen werden – in Abhängigkeit von der Stufe des Engagements seiner Teilnahme an der erörterten Manifestation.

a) Rückkehr der Anführer

Jedermann versteht es, dass die Verantwortung und ethische Zurechnung hier in erster Reihe auf den Personen lastet, die diese Manifestation veranstalten und ihre Führer bleiben. Sie sind es, die die entsprechenden Stoffe und Schlagworte vorbereiten, die Ansprachen halten, schon zuvor in Medien agitieren, alle Sachen mit den Behörden der öffentlichen Ordnung vereinbaren. Sie sind es auch, die die Geschichte der geplanten Manifestation in Medien laut machen, und ihren Termin, den Versammlungsplatz und parallel alle damit zusammenhängende Sachen bestimmen.

Kann es verwundern, dass die Rückkehr dieser Personalitäten zu Gott und ihr neuerlicher Eintrag zu Mitgliedern der Kirche Christi, des ‘Mystischen Leibes Christi’, der mit den Schätzen der Erlösung lebt um den Preis des Blutes des Sohnes Gottes, der am Kreuz gemartert worden ist, getötet, aber von den Toten auferstanden, weiter in seiner Kirche lebt und wirkt: „Seht, Ich bin mit euch alle Tage hindurch – bis zum Ende der Welt” (Mt 28,20) – sich als schwierige Frage zeigen kann ?

Diese Schwierigkeit kommt selbstverständlich nicht von Gott! Die Mühsal baut sich selbst der Mensch auf. Es wurde ihm überdrüssig bei Gott in Treue zu verharren als lebendiges „Ebenbild Gottes”. So zog er es vor, „Sklave der Sünde”  zu werden (Joh 8,34). Er hat sich sperrangelweit für ‘Argumente’ des BÖSEN aufgetan, der „die ganze Welt verführt” (Offb 12,9).
– Von ihm – Satan – erhält der Manifestant eine reichliche Auszahlung; solche, über die der BÖSE verfügt:

Denn der LOHN der Sünde ist der Tod,
die Gnadengabe Gottes aber – ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn”
(Röm 6,22).

Außerdem prägt der BÖSE auf seiner Seele ein schwer wegzuwischendes Mal auf: Zeichen der Zugehörigkeit von nun an an ihn, Satan. Der BÖSE wird sich von nun an in Gottes Angesicht gerade auf dieses ‘Mal’ berufen und Gott ins Gesicht beweisen: „Dieser ist MEIN, nicht Dein, o Gott ! Er gehört mir – NICHT Dir” (s.: Offb 12,10; 9,4; 13,16n; 14,9nn; 16,2; 19,20; 20,4. – Und s. von der Homepage des Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p7_3c.htm#sig).

Die wirkliche, aufrichtige und tatsächliche Rückkehr zu Gott kann sich in solchen Umständen als ungemein schwierig erweisen. Satan lässt von seinen Krallen nicht leicht diese los, die sich ihm zur Verfügung gegeben haben und die von nun an vonseiten des BÖSEN genötigt werden seine immer andere Befehle gehorsamst zu verrichten. Sie bemerken bald die sich an ihrem Hals immer bedrohlicher zusammenkniffende Schlinge, die sie mit eigenen Kräften zu zerreißen nicht imstande sind. Dies kann nur vom Erlöser vollbracht werden. Aber ... Er, der Erlöser: Jesus Christus – muss ... um Errettung von Krallen des Bösen ... gebetet werden.

Und doch, gerade auch für sie ist Jesus der Erlöser. Er wünscht nichts so sehr, als dass sie Ihn um Mitleid und Barmherzigkeit zu bitten anfangen. Erkennen wir nicht etwa Jesus, diesen vom Evangelium, in Worten, die im Anschluss an den Sünder Jesus uns durch die hl.Faustyna übermittelt hat:

Möge an Gottes Güte niemand zweifeln, auch wenn seine Sünden schwarz wären wie die Nacht, Gottes Barmherzigkeit ist stärker als unser Elend. Eines ist notwendig, und zwar dass der Sünder seine Herzenstür für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes ein wenig lüftet, das übrige wird dann von Gott erfüllt.
– Allerdings unglücklich die Seele, die die Tür Gottes Barmherzigkeit verschlossen hat, selbst auch in der letzten Stunde. Diese Seelen versenkten Jesus im Ölgarten in Todestrauer, ist doch die Barmherzigkeit Gottes aus Seinem Mitleidigsten Herzen hervorgeflossen”
(TgF 1507).

Sollte jemand der Organisatoren der Manifestation, beziehungsweise abwechslungshalber einer Agitation und Sammlung von Unterschriften – sich jetzt aufrichtig mit Gott versöhnen mögen, ist es verständlich, dass er im Gewissen verpflichtet ist, auf irgendeine bemerkbare Art und Weise seine Rückkehr zu Gott der Öffentlichkeit beizubringen. Es geht um eine den weiten Kreisen der Gesellschaft gut bekannte Personalität, die dabei im öffentlichen Leben vielleicht eine wichtige Rolle spielt. Diese Voraussetzung hängt direkt mit der Erfüllung der fünften Bedingung einer gültigen heiligen Beichte zusammen: ‘Genugtuung Gott und den Menschen’ (s. Homepage des Autors: http://lp33.de/seite-lp33/p2_3b.htm#conf – und noch: http://lp33.de/seite-lp33/p4_4c.htm#satisf).

Die Veranstaltung einer Manifestation, die auf aufständischem Auftritt gegen das Gebot Gottes beruhen soll, bedeutet Anleitung der Nächsten – es geht vielleicht um Tausende und mehr Leute – und um Belehrung hinsichtlich der Art und Weise, wie die aggressive Apostasie von Gott vollbracht werden kann und soll. Es bedeutet demnach das Herabziehen auf sich der sich vervielfältigenden ‘fremden Sünden’.

Es ist von allein verständlich, dass das solcher Art zugefügte Übel entsprechend eine proportionale, deutliche Widerrufung und Wiedergutmachung erwarten muss.
– Die grundsätzliche Art und Weise, wie das erreicht werden kann, besteht unbestritten auf Publizierung seiner Bekehrung. Dies wird gleichbedeutend mit Rückrufung des zugefügten Übels und Appells an alle, die auf den Propagandaleim des Aufstands gegen Gott gegangen sind, dass auch sie jetzt sich von diesem Aufstand zurückwenden und sich mit Gott versöhnen.

Die erwähnte Publizierung seiner Rückkehr zu Gott kann verschiedene Formen annehmen. Ist jemand Schreiber – kann er die Feder benutzen und ein schriftliches Zeugnis seiner Rückkehr zu Gott ablegen. In anderem Fall kann jemand die Gelegenheit benutzen, dass er im Rahmen einer Diskussion oder Prälektion das Übel zurückruft, das er Gott und den Menschen zugefügt hat. Jemand noch anderer benutzt die Möglichkeit, eine entsprechende Notiz auf der Anschlagtafel anzukleben – mit Worten der Entschuldigung dieser aller, denen er ein schwerwiegendes Ärgernis im Ausmaß des Glaubens gegeben hat, und sie zugleich ermutigt, dass auch sie zu Gott und zur Kirche in Spuren seines Beispiels zurückfinden.

Bekenntnis der Anzahl – Qualität – Umstände der schweren Sünde

Möchte jemand der Anführer der Pro-Abortion-Manifestation aufrichtig zu Gott und zur Kirche zurückehren, wird er offensichtlich jede der fünf Bedingungen einer gültigen heiligen Beichte erfüllen müssen: Gewissenserforschung – aufrichtige Reue für die Sünden – starker Vorsatz der Verbesserung – aufrichtige Beichte – Genugtuung Gott und den Menschen.
– Erinnerungshalber gehört es sich dazusagen, dass die schon verrichtete heilige Beichte tatsächlich integral sein muss. Sie muss also das Bekenntnis jeder schweren Sünde einzeln umfangen hinsichtlich der Anzahl, der Qualität und Umstände, die die grundlegende Sünde modifizieren könnten. Es geht um Voraussetzungen, die mit der Natur selbst des Sakraments der Versöhnung verbunden sind, die also nicht von der Kirche eingesetzt wurden, sondern von Gott selbst. Hier die Stimme des Magisteriums der Kirche in dieser Hinsicht:

„Der Gläubige ist verpflichtet, alle nach der Taufe begangenen schweren Sünden, deren er sich nach einer sorgfältigen Gewissenserforschung bewusst ist, nach Art und Zahl zu bekennen, sofern sie noch nicht durch die Schlüsselgewalt der Kirche direkt nachgelassen sind und er sich ihrer noch nicht in einem individuellen Bekenntnis angeklagt hat” (CIC, can. 988, § 1).

„... Aus dieser Bestätigung der Lehre der Kirche ergibt sich eindeutig, dass jede schwere Sünde stets in individueller Beichte unter Angabe ihrer wichtigen Umstände bekannt werden muss” (RP 33).

Bekenntnis des Grades des Engagements bei der Pro-Abortion-Manifestation

Es ist ferner verständlich, dass zur Gültigkeit der heiligen Beichte das Bekenntnis sowohl der Anteilnahme bei der Manifestation oder Agitation Pro-Abortion gehört, wie auch des Grades des Engagements bei dieser Aktion. Das Bekenntnis dieses Umstandes ist Voraussetzung für die Gültigkeit der heiligen Beichte selbst.
– Sollte der Pönitent diese Einzelheit bei der heiligen Beichte verschweigen, wäre diese heilige Beichte von vornherein ungültig – und dazu noch sakrileg. Die Lossprechung würde vom Pönitenten in diesem Fall nicht erlangt werden. Die Blockade für das Erlangen der Gnade der Verzeihung würde auf dem Verschweigen des wesentlichen Umstandes der begangenen Sünde beruhen: der schweren Sünde der Apostasie – der Sünde also gegen das erste Gebot Gottes, und außerdem der Sünde des Ärgernisses, das heißt des den anderen hingewiesenen Wegs, wie es mit Gott abzubrechen gilt und wie es heißt, sich Ihm aufständisch zu widersetzen.

Anderseits würde der Pönitent die Lossprechung nicht erlangen, wenn er zwar die Anteilnahme an der Manifestation bekannt hat, doch er würde zugleich überschwiegen haben, dass er diese Manifestation veranstaltet hat, beziehungsweise dass er für die Sammlung der betreffenden Unterschriften u.dgl. agitiert hat u.dgl. Bei der heiligen Beichte würde in diesem Fall ihre Integralität fehlen. Das Überschweigen dieses wesentlichen Umstandes würde nach sich die Ungültigkeit der heiligen Beichte selbst ziehen. Es würde demnach unter solchen Umständen keine Lossprechung geben, sollte selbst der Beichtvater – unbewusst um das erfolgte Überschweigen vonseiten des Pönitenten dieses wesentlichen Umstands, die Formel der sakramentalen Lossprechung hergesagt haben. Außerdem würde der Pönitent zusätzlich ein Sakrileg begehen: es wäre Hinauswerfen des Blutes der Erlösung ... in den Dreck.

Bekenntnis des Glaubens: neuerlicher Eintrag in die Kirche

Wie früher angesagt, dringen wir in Einzelheiten der übrigen Bedingungen einer guten, gültigen heiligen Beichte nicht hinein.

Es erscheint aber die nächste Voraussetzung. Und zwar die Teilnahme an der Manifestation, die deutlich als Widerspruch gegen eines der Gebote Gottes veranstaltet wurde , ist gleichbedeutend mit dem mit der Tat bestätigtem Rückzug seines Eintrags in die Kirche Christi verrichtet werden. Folgerichtig ist es gleichbedeutend mit dem bewussten Rückzug und Widerspruch zu einst feierlich abgelegten Versprechungen der heiligen Taufe. Diese wurden einst wahrscheinlich durch die Vermittlung der Eltern oder der Taufpaten abgelegt – im Namen des Kleinkinds, falls es bei der heiligen Taufe um ein neugeborenes Kind ging. Dennoch sie wurden im weiteren Leben von diesem Kind bei vielen Gelegenheiten bewusst angenommen und ins Leben umgeschmiedet.

Das Ablegen dieser Versprechungen im Namen des kleinen Kindes war außer Zweifel keine Vergewaltigung seines freien Willens, noch seiner Befähigung bei der Vollbringung bewusster und freier Wahlen. Im Gegenteil, die Eltern und Taufpaten wollten ihm die Schätze der Erlösung zusichern, wie auch einen möglichst besten Gottes Start beim Leben zum letztlichen Erlösungswohl des Babys.
– Der Sohn Gottes vollbrachte das Werk der Erlösung um den Preis des vergossenen eigenen Blutes-und-Wassers von seiner durchbohrten Seite am Kreuz. Selbst dieses Kind – im Maß wie es aufwuchs, hat wahrscheinlich bei nicht wenigen Gelegenheiten die Möglichkeit nützen können, diese Taufversprechungen bei immer anderen Gelegenheiten zu bestätigen. So war es im Rahmen seiner Vorbereitungen zur ersten heiligen Beichte und heiligen Kommunion, und auch bei vielen anderen Gelegenheiten des liturgischen Lebens.

Es könnte hier jemand fragen: Wie soll der neuerliche Eintrag in das Gefolge der lebendigen Mitglieder des Mystischen Leibes Christi vollbracht werden – nach dieser Abschwörung vom Glauben und dem mit der Tat bestätigten Zurückzug der zuvor feierlich abgelegen Widersage dem Satan, der Sünde und dann des Bekenntnisses des Glaubens, der aufgrund der Offenbarung hervorwuchs?

Ähnlich wie im Fall der gerade erst erwähnten öffentlichen Bitte um Verzeihung Gottes und der Leute wegen der veranstalteten Manifestation, beziehungsweise Agitation dafür, beruht auch hier der wichtige Faktor darauf, ob es um eine führende Peron im sozial-politischen Leben geht, oder auch betrifft es jemanden eher zufälligen. Da wir uns gerade jetzt um gut bekannte Personalitäten für die Publizität sammeln, soll hervorgehoben werden, dass das neuerliche Glaubensbekenntnis proportional sein müsste zum Eifer bei der Veranstaltung beziehungsweise Propaganda der Pro-Abortion-Manifestation.

Sollte es sich also um eine Person handeln, die zu Gott und zur Kirche zurückkehrt, es war aber eine Personalität, die dem Volk gut bekannt war, wäre die beste Art und Weise der Genugtuung des Gott und den Menschen zugefügten Übels, wenn sie eine schriftliches Zeugnis hinsichtlich dieser Tatsache ablegte – sei es in einer Zeitschrift, eventuell auf einer öffentlichen Veremeldungstafel. Solches öffentliches Zeugnis ist die beste Art und weise, um das Unmaß des zugefügten Übels und des bereiteten Ärgernisses wiedergutzumachen angesichts der Tatsache, dass der Weg hingewiesen wurde, wie es sich von Gott abzuwenden gilt.

Allerdings unabhängig vom öffentlichen Zeugnis betreffs der Veränderung des bisherigen Lebensstils, soll der Pönitent im Ablauf des Beichtbekenntnisses deutlich sagen, dass er nicht nur Gott um Verzeihung wegen seiner Apostasie bittet, wie auch wegen des vielen Leuten bereiteten Ärgernisses, sondern er soll außerdem spontan seinen Glauben in Anwesenheit des Priesters-Beichtvaters deutlich bekennen.

Der Beichtvater würde dann auch gut handeln, wenn er im Rahmen seiner Belehrung, oder auch auferlegten Buße dem Pönitenten anempfehlen würde, dass er im Gebetsbuch die Zeremonie des Sakraments der heiligen Taufe nachsuche. Und möge der Pönitent dabei aufmerksam, in Gebetshaltung – den Inhalt der feierlichen Taufversprechungen sich zu dieser Stunde zu eigen machen: die Widersage Satan, seinen Werken und der Sünde, und dann – der Reihe nach – langsam, betend und erwägend, das Bekenntnis des Apostolischen Glaubens verrichten.

b) Rückkehr zur Kirche und zum Glauben der übrigen Teilnehmer an der Manifestation

Alles, was gerade erst gesagt wurde mit Bezug auf die Rückkehr zum Glauben und zur Kirche der Führer der erörterten Manifestationen, beziehungsweise verschiedener Aktivitäten für die Abtreibung, betrifft jetzt, der Reihe nach, ebenfalls alle übrigen Teilnehmer dieser Manifestation. Das gilt für die Stunde, wenn sie sich mit Gott versöhnen werden wollten mit der Kirche und allen, denen sie mit ihrer öffentlich zum Ausdruck gebrachten Haltung Ärgernis gegeben haben und dabei notgedrungen die anderen ermutigten, ähnlich wie sie gegen das Gesetz Gottes und die Kirche aufzutreten.

Da sie aber bei der Manifestation keine führende Rolle gespielt haben, sie haben auch keine öffentliche Stimme gegen Gott und die Kirche erhoben, sie haben nicht anmaßend den Sturz des Gesetzes Gottes gefordert, das im Herzen jedes Menschen eingeprägt ist, sie haben keine blasphemische Ansprachen gehalten gegen Gott und die Kirche, sondern eher nur passiv die Reihen der Teilnehmer der Manifestation gestärkt, ist ihre Verantwortung und Zurechung im Angesicht Gottes und der Kirche zweifellos geringer, als diese der zuvor besprochenen Personalitäten.

Und doch, allein schon ihre Anteilnahme am aufständischen Durchmarsch oder der Versammlung, veranstaltet gegen das Gesetz Gottes, wurde notgedrungen zum Ausdruck gebrachte auch ihrer Apostasie, das heißt Abschwörung Gottes und Manifestieren ihres anmaßenden: „Dir, o Gott, werde ich nicht dienen” (Jer 2,20).

Daher muss auch in ihrem Fall als Vorbedingung der Versöhnung mit Gott nicht nur der offizielle Widerruf ihrer aufständischen Haltung dem Gesetz Gottes gegenüber, das unabtrittbar im Herzen eines jeden Menschen eingeprägt ist sein. Sondern außerdem müssen auch diese ein nicht minder feierliches Bekenntnis ihres Glaubens ablegen.

Dieses Bekenntnis muss Zeugnis werden ihres völlig neuen Überlegens der bisherigen Verhaltensweise. Derjenige, der seine vielleicht leichtfertig unternommene Teilnahme an der erörterten Manifestation genommen hat, eventueller er hat seine Unterschrift als Ausdruck der Anforderung um Akzeptation des Anrechts auf Abtreibung gegeben, soll von nun an eifriger Jünger Christi werden, bewusst um seine Überzeugungen – und erst so auch Bürger dieses Volks, das Gott mit seinem ganz besonderen Anvertrauen beschenkt hat.

Das eifrige, völlig von neuem überlegte Umschmieden ins Leben des ganzen Gesetzes Gottes, und folgerichtig das Leben von nun an als des überzeugten Jüngers Christi – sowohl im Ausmaß seiner Ehe und Familie, wie im Engagement im Leben der Kirche, wird zur besten Art und Weise, wie das soziale Übel und Ärgernis, wie es die Teilnahme an der erörterten Manifestation wurde, öffentlich repariert werden könnte.

Wenn der sich bekehrende bisherige Pro-Abtreibungs-Manifestant der Reihe nach zum Sakrament der heiligen Beichte herantritt, muss er offenbar – jetzt auch er – alle Bedingungen erfüllen für eine gültige, integrale heilige Beichte. Er muss also spontan, von allein die Tatsache bekennen, an jener unseligen und schändlichen Manifestation Anteil gehabt zu haben. Er muss bekennen, ob auch er seine Unterschrift unter der Petition um die gesetzliche Legalisierung des Zutritts zur Abtreibung gegeben hat. Er muss auch bekennen, ob er noch andere Leute zu ähnlichen Auftritten ermutigt hat. All das wäre für ihn sehr deutlich begangene ‘fremde Sünde’, für die er die volle Verantwortung in Gottes Angesicht trägt – wie auch dieser aller, die er dazu verleitet hat.

Indem aber die Tatsache an sich des Anschlusses an die erörterte Manifestation – Abschwörung der einmal abgelegten Taufversprechungen geworden ist, ähnlich wie zugleich auch mit der Tat bezeugter Akt der Apostasie, das heißt der Abschwörung Gottes, wird jetzt auch er ein neuerliches Überlegen unternehmen müssen, samt der Akzeptation von neuem des Bekenntnisses des Glaubens, und folglich samt den neuerlich abgelegten, Jetztzeit den neuerlichen Überlegungen folgenden, Versprechungen der heiligen Taufe.

Es besteht keine andere Art und Weise, um eine tatsächliche Versöhnung zu erlangen einerseits mit Gott, den der Manifestant im Akt der praktisch erfolgten Apostasie mittels der Teilnahme allein an der Manifestation, beziehungsweise irgendeiner Aktion, die ausgerichtet wäre gegen das Gesetz Gottes, zurückgewiesen hat. Es gibt aber auch keine andere Art und Weise, dass man sich jetzt mit der Kirche versöhnt, die doch keine selbsternannte Institution ist, sondern sie ist Besitztum des Sohnes Gottes Jesus Christus, als nur über die ganz von neuem erfolgende Annahme der Taufversprechungen – samt der feierlichen, dieses Mal tatsächlichem Widersage Satan und seinen Werken, und der Sünde, zu der Satan unermüdlich versucht.

Erst so kann vom völlig von neuem nachgedachten, vollem Bekenntnis des Glaubens an Gott den Einzigen in Dreifaltigkeit gesprochen werden, an den Sohn Gottes, den Erlöser durch das Kreuz und die Auferstehung, und die heilige Kirche, die im Namen und aufgrund der Sendung vonseiten dieses Sohnes Gottes die Güter der Erlösung verwaltet als Mittel, dank denen wir den wahren Gott kennen lernen und klare Wegweiser finden, die entlang des Weges aufgestellt sind, der die Erlösten hinführt zum „Haus des Vaters” (Joh 14,2n).

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ZUR BEENDUNG

Somit kommen wir zu Ende mit der Präsentation der Reflexion über die Chance, wie die sakramentale Lossprechung erlangt werden kann im Fall der Teilnahme an der Manifestation, die für die Abtreibung veranstaltet wurde, beziehungsweise an ähnlichen Aktionen oder Agitationen, die z.B. das Sammeln der Unterschriften oder Äußerungen angestrebt haben mit Anforderung der Legalisierung der Abortion. Wir suchten nicht in die politischen Aspekte jener Manifestationen einzudringen, trotzdem wir ein paarmal an die mit ihnen verbundenen politisch stark unterfärbten Akzente angeknüpft haben. Wir sammelten uns daran, was sich in solcher Situation auf der Vertikale ereignet: Gott und mein ‘Ich’ als eines eventuellen Manifestanten.

Wir suchten uns bewusst zu machen, dass die Teilnahme an einem solcher Art ‘Show’ beziehungsweise an solcher Aktion – unter dem Blickpunkt der letztlichen Dinge ein entsetzendes Ereignis darstellt. Niemand und nichts ist imstande ein Ereignis dieser Art milder einzuordnen, als gerade mit der Tat manifestierten Akt der Apostasie von Gott. Es geht nicht nur um ‘Verrat’ Gottes, sondern umso mehr um einen Akt der anmaßenden Rebellion gegen Gott als Gott – im Typus des Aufstands eines Teiles der gefallenen Engel, die Gott-der-Liebe und Gott-dem-Leben gegenüber ins Gesicht ihr anmaßendes Wort schrien: „Non serviam – Dir, o Gott, werde ich nicht dienen’.

Nur unter diesem Kreuz  


wird Polen – Polen




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und der Pole – Pole




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Es braucht nicht erst viel begründet werden, dass die Rückkehr zu Gott als Diesen, der der „EINE der GUTE ist” (Mt 19,16), sich als ein Akt, oder eher Vorgang, der schwer vorzunehmen ist, erweisen kann. Es geht hier auf keinen Fall um eine Sünde, die aufgrund der menschlichen moralischen Schwäche begangen wäre, wann nämlich der Mensch, ausgesetzt auf verschiedenartige Versuchungen, endlich nicht aushält und ihnen unterliegt. Die Erscheinung auf einer Manifestation, die als Pro-Abtreibung veranstaltet wird, setzt klares Bewusstsein voraus bei den Manifestierenden, die ihren Widerspruch ausschreien gegen die politische Macht, aber tiefer: gegen Gott-als-Gott.

Gott aber ist sich nur allzu gut bewusst, was es zum Wohl dient – diesem zeitlichen, wie umso mehr diesem letzlichen – seines lebendigen „Ebenbildes”. Getrieben von Liebe zum Menschen: Mann und Frau, bittet Gott unermüdlich – dagegen nötigt Er niemals auf, dass der Mensch sein Gottes Gesetz, das Er auf unabwischbare Weise ins Herz jedes Menschen eingeprägt hat, liebend annimmt und es ins Leben umschmiedet.

Außerdem wird aber die Teilnahme an den erörterten Manifestationen, beziehungsweise Agitationen einer Sammlung von Unterschriften für die Legalisation der Tötung Nicht Geborener, das heißt für das Herbeiziehen als eigenartigen ‘Ruhmes’ – der ‘mit Blut besudelten Hände’ (s.: Jes 59,3) der zu Tote gefolterten eigenen Kinder, was Höchsterrungenschaft werden sollte der ‘Freiheit VON der Wahrheit’ und ‘Freiheit VON Gott’ – zum Akt einer grellen Abschwörung der einmal feierlich abgelegten Versprechungen der heiligen Taufe.

Diese Versprechungen haben sich im gerade laufenden Jahr (2016) mit dem Jubiläum der Tausend-Fünfig Jahre von unseren Vätern empfangenen heiligen Taufe gekennzeichnet. Die heilige Taufe wurde feierliche Verpflichtung des Volks zur freudevollen Annahme der Gottes Gäste, die damals an die Grenzen unseres Volks und unseres Staates angepocht haben. Diese Gottes Gäste: Jesus Christus zusammen mit seiner Unbefleckten Mutter Maria, haben gefragt, indem sie in ihrer Gottes Feinfühligkeit, voller Distanz vor der Freiheit eines jeden einzelnen stehen geblieben sind, ob die Polanen sie in ihr Land annehmen möchten.

Unsere Väter haben diese Gottes Gäste mit Herzen, mit Polnischer Gastfreundschaft empfangen – und Ihnen mit Liebe entgengekommen. Sie haben sich auch mit zuversichtsvollen Anvertrauen dem Königinsein Mariens, die sie als liebende Mutter und Königin des Polnischen Volks gewählt haben, unterzogen.

Samt der Eröffnung unserer Ur-Väter für diese Gottes Gäste haben sie sich damals zugleich sperrangelweit für die heilige Kirche gerade dieses Jesus Christus aufgeschlossen, indem sie daselbst den Apostolischen Glauben angenommen haben. Die Väter haben von damals an treu an ihr gehalten und blickten unbeugsam auf die Lehre dieser Kirche, die im Namen Christi geleitet wird in Kommunion ‘mit Petrus’ und ‘unter Petrus’.

Der Inhalt der damals angenommenen Versprechungen der heiligen Taufe betraf die überzeugte „Widersage Satan, seinen Werken und der Sünde”. Zur positiven Seite dieser Widersage Satan wurde das feierliche, freudevolle, mit Herzen angenommene Bekenntnis des Glaubens an Gott den Lebenden – den Dreieinigen, Schöpfer – aber umso mehr Erlöser, Gründer und einzigen Besitzer der Kirche, die Er auf Petrus-dem-Felsen aufgebaut hat. Der Erlöser verweilt aber in dieser SEINEN Kirche ab seiner Himmelfahrt ununterbrochen weiter, immer lebend und aktiv – „alle Tage hindurch – bis zum Ende der Welt” (Mt 28,20).

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„Polonia
semper fidelis”


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„Polen
beständig treu”
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Die Teilnahme an der Pro-Abortion-Manifestation wird zur – den Namen des Polen: des Sohnes oder der Tochter ‘DIESER Erde’ schändenden, verräterischen Abschwörung der einst von den Ur-Vätern des Volks angenommenen und verpflichtenden, weder den Menschen noch das Volk je einmal verletzenden, Tauf-Versprechungen. Die aufeinanderfolgenden Generationen und die einzelnen Söhne und Töchter dieses Volks haben einst freudevoll und offenen Herzens das Sakrament der heiligen Taufe angenommen – und empfangen sie so weiter. Sie verpflichten sich – in Spuren der Ur-Väter des Volks – auf feierliche Art und Weise, dass sie dem Satan und der Sünde WIDERSAGEN – parallel zum Lieben dieses Gottes, der „für uns Menschen und zu unserem Heil vom Himmel gekommen ist, hat Fleisch angenommen, wurde für uns gekreuzigt, hat gelitten, ist auferstanden, hat die Vergebung der Sünden angeboten, und kommt zu richten die Lebenden und die Verstorbenen” (Credo).

Leider, Satan, dieser ‘BÖSE’, kann es nicht verkraften, dass unsere Väter die heilige Taufe empfangen und die Kirche Christi niemals verraten haben. Der BÖSE wirkt auf intensivierte Art und Weise auf dem Gebiet ‘DIESER Erde’. Unermüdlich „verführt er die ganze bewohnte Erde” (Offb 12,9), diese unsere Erde – Polen – nicht ausgenommen: diese Erde der Märtyrer und Heiligen.

Er bedient sich zu diesem Zweck vortrefflich der Ideologien, die ununterbrochen von fremden Ländern importiert werden. Diese aber schwören Gott und das Gesetz Gottes entschieden ab. Sie tun alles, um auf hinterlistige Art und Weise, und zugleich mit Kraftaufwand und mit von oben gesteuerten und aufgedrängten Programmen das Erbe Christi und Mariens unseres Volkes mit Fäulnis riechenden ethischen Entartungen zu überschwemmen. Der BÖSE stellt sie durch die ihm ergebenen seine Sklaven der Sünde und des Aufstands vor – als Höchsterrungenschaften des modernen Menschen, dessen eines seiner grundlegenden Anrechte des Menschen er die straflose Abschlachtung der Nicht Geborenen darstellt – parallel zu sanktionierten Praktiken der abscheulichsten ethischen Entartungen, die ab immer um Rache des Himmels rufen (Homosexualität, s.: Gen 18,20ff.; Röm 1,21-32; 1 Kor 6,9f. usw.).

Es ist wohl nicht allzu leicht für den Teilnehmer an der Pro-Abtreibung-Manifestation, dass er sich jetzt wieder mit der Kirche versöhnt. Die Rückkehr zu Gott – und zugleich die bewusste Annahme seiner Zugehörigkeit zu den authentischen Söhnen und Töchtern ‘DIESER Erde’, wird eine gründliche Überlegung voraussetzen hinsichtlich des bisherigen Stils der eigenen Verhaltensweise.

Dennoch, Voraussetzung, dass eine gültige Lossprechung und die Versöhnung sowohl mit Gott, wie mit der Kirche erlangt werden kann, muss die vollständige Annahme des Gesetzes Gottes sein, das übrigens restlos identisch ist mit der Stimme Gottes, der ununterbrochen im Gewissen ausnahmslos jedes Menschen spricht. Die Versöhnung mit Kirche und der eigenartige neuerliche Eintrag in die Kirche muss sich mit erneuertem, dieses Mal mit zutiefster Überzeugung, freudevollem Anhangen und tatsächlicher Akzeptierung der Versprechungen der heiligen Taufe ausdrücken. Das alles wird gleichbedeutend mit faktischer Widersage Satan, seinen Werken und der Sünde.

Solche Haltung wird sperrangelweite Eröffnung für Jesus Christus. Er ist der einzige – „Gute Hirt, der SEIN Leben für die Schafe hinschenkt” (Joh 10,11). Indem Er „vom VATER gesandt” ist, strebt Er immer nur das eine an:
Ich bin gekommen, damit sie [die Schafe] das LEBEN haben – und es in Fülle haben” (Joh 10,10).

Wie sollte da bei dieser bisweilen schwierigen Rückkehr zu Gott und zur Kirche – nicht Maria helfen sollen mit ihrer Mütterlichen Liebe – Maria, die Mutter und Königin des Polnischen Volks, die Mutter ihres Göttlichen Sohnes Jesus Christus, des Erlösers des Menschen !?


Tarnów, den 5.XI.2016.

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nach dieser APOSTASIE und Austritt von der Kirche von Christi

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nach dieser APOSTASIE und Austritt von der Kirche von Christi

ks. Paweł Leks, SCJ
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Tarnów, 9.XI.2016
Tarnów, 17.XI.2016.
Tarnów, 5.I.2017.

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TEILNAHME AN EINER PRO-ABORTION-MANIFESTATION
UND CHANCE DER SAKRAMENTALEN LOSSPRECHUNG


Hintergrund der Ereignisse
Politischer Hintergrund der Manifestation

A. POLEN: WESSEN ... VATERLAND ?
Wurzeln des geistigen Gesichts des Volks
Inhalt des Glaubens und Annahme des Stils moralischer Verhaltensweisen
Preis zum Erlangen des ewigen Lebens

B. ROLLE DER KIRCHE
Was hat hier die Kirche zu sagen?
Gottes Stimme im menschlichen Gewissen
Das Gewissen (DeV 43)
Gott angesichts des freien Willens seines lebendigen „Ebenbildes”
Kirche und Bestimmung von Gut-Böse

C. MANIFESTATIONEN UND GOTT
Unterschiedliche Zurechnung bei Teilnahme an pro-abortiver Manifestion
Das Gewissen, dass zu reagieren aufgehört hat
Probe auf die Qualität der Liebe – und Forderung des Anrechts auf Abtreibung
Tödlicher Gott erklärter Krieg
Ausrichtung auf Gott – oder Apostasie von Gott
Bedingungen zum Begehen der Todsünde
Psychologische Bedingtheiten der Todsünde

D. INDIKATIONEN-BEWEGGRÜNDE FÜR DIE ABTREIBUNG
Von aktuellen Einträgen des polnischen Rechts betreffs der Abortion
Soziale Indikationen
Wohnungs- und materielle Bedingungen
Gesundheitliche Umstände der Mutter
Gesundheitliche Umstände des Empfangenen
Empfängnis als Folge der Nötigung
Zeugnis der Rebecca Kiessling
Zeugnis der Patty von USA

E. EINE HANDVOLL ZEUGNISSE DER VON ABTREIBUNG DAVONGEKOMMENEN
‘Nicht gelungene’ Abtreibung ...
Cristiano Ronaldo
Claire Culwell
Gianna Jessen
Chiara undi Enrico Corbella
Emilia – die Mutter Johannes Paul II.matka Jana Paw?a II.

F. PRO-ABTREIBUNG UND DIE LOSSPRECHUNG?
Mit Apostolischem Charisma besiegelte Stimme der Kirche
Tötung einer unschuldigen Person
Abbruch der Schwangerschaft
Abbruch der Schwangerschaft (EV 62)
Euthanasie, Embryos, Pränatale Untersuchungen
Abtreibung-Euthanasie (EV 73)
Andere Äußerungen der päpstlichen Lehre im Anschluss an Abtreibung
Innerlich schlechte Taten und ‘Pastorale Lösungen’
Innerlich schlechte Taten (VSp 81)
Innerlich böse Taten und die gute Absicht
Gute Absicht (VSp 81f.)
Angesichts negativer moralischer Normen
Negative Normen: ausnahmslos (VSp 96)
Die Kirche bildet keine moralischen Normen, sie deutet sie nur und legt sie vor
Die Kirche setzt keine Normen ein (FC 33)
Behandlung der Mutter die den Fetus gefährden kann
Behandlung der Mutter bei Gefährund der Prägnanz (HV 15)

G. TEILNAHME AN DER PRO-ABORTION-MANIFESTATIONn
Teilnahme an der Manifestation ...
Verlust des Verstandes (Röm 1,21ff.)
Verlust des Gespürs der Sünde – Gottes
Gott der das Blut seines „Ebenbildes” abfordert
Gott fordert das Blut des Unschuldigen (Gen 9,5f.)
Gott fordert das Blut des Abel (Gen 4,9ff.)
Noch einmal: Negative Gebote
Sinn der negativen Normen (VSp 81.96)
Voraussetzungen für die gute Tat (VSp 82)
Gebot: nur moralische Anordnung
Ich stehe vor der Tür und klopfe an ... (Offb 3,20)
Sohn, kehre zurück!

H. TEILNAHME AN DER MANIFESTATION
Die Teilnahme an sich
Unvermeidliche sofortige Fragen
Barriere der Vertikale: Gott und der Manifestierende
Apostasie
Der Manifestant und die Kirche
Barriere die die Manifestanten vom ... Menschen abtrennta
a) Abtreibung – Gipfel der Freiheit des Menschen ?
b) Mein Leib – meine Wahl
c) Laische Vagina – Dies ist unser heiliges Recht
d) Falls ... Vergewaltigung
Manifest und die ... ‘fremde Sünde’

I. VERSÖHNUNG MIT GOTT ... UND DEN MENSCHEN
Sollte etwa was geworden sein ?
Tatgewordener Bruch mit Gott
Gott in Erwartung auf Reumut des Menschenherzens
Gewissensbisse: Unterpfand der Hoffnung (VSp 61.58.60.120)
Unumgängliche Bedingungen der Versöhnung mit Gott nach der Pro-Abortion-Manifestation
Neuerlicher Eintrag in die Kirche und Bekenntnis des Glaubens
Neuerliche Aufnahme in die Kirche
a) Rückkehr der Anführer
Bekenntnis der Anzahl – Qualität – Umstände der schweren Sünde
Bekenntnis des Grades des Engagements bei der Pro-Abortion-Manifestation
Bekenntnis des Glaubens: neuerlicher Eintrag in die Kirche
b) Rückkehr zur Kirche und zum Glauben der übrigen Teilnehmer an der Manifestation

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Bilder-Fotos

Fot-0. Jesus im Gebet für die gefallene Menschenfamilie
Fot-1. Reagan: Ich habe bemerkt, dass ihnen allen gelungen ist geboren zu werden
Fot-2. Der kleine Sohn zum Ohr des Vaters
Fot-3. Wehrloses Kind angesichts der Übermacht des Aborters
Fot-4. Angst haben oder nicht vor dem Hund
Fot-5. Geduld der Bärenmutter mit ihrem Kleinen
Fot-6. Mutti und Vati: liebt ihr mich ein wenig?
Fot-7. Saat der Abtreibung: das Kleine zwischen FIngern ...
Fot-8. Karol, Christine und Gaby
Fot-9. Mutter mit geborenen Zwillingen mit zwei Gesichten
Fot-10. Der kleine Samuel der operiert wurde in der Zeit der Schwangerschaft seiner Mutter
Fot-11. Chiara i Enrico Corbella
Fot-12. Abortiertes Kindlein: zerschnitten ...!
Fot-13. Liebende drei Geschwister: verbunden mit ihrer Schwester
Fot-14. Das Baby will die Mutter nicht loswerden
Fot-15. Jesus von Krakow-Mogila: wartet auf den Sünder
Fot-16. Mutter nach Abtreibung: ihr Kind tröstet sie
Fot-17. Nur unter diesem Kreuz ... – diesem Zeichen.
Fot-18. Polonia semper fidelis